[0001] Allgemein betrifft die vorliegende Erfindung induktive Bauelemente, die in elektronischen
und elektrischen Baugruppen eingesetzt werden, in denen Energieflüsse im Bereich von
einigen 100 Watt bis zu einigen oder vielen Kilowatt verarbeitet werden müssen, wobei
im Allgemeinen eine Zwischenspeicherung von Energie in Form magnetischer Energie in
induktiven Bauelementen erfolgt.
[0002] Der technische Fortschritt bei der Entwicklung elektronsicher Schalter, etwa in Form
von Transistoren, Thyristoren, und dergleichen, in Kombination mit der Entwicklung
extrem leistungsfähiger elektronischer Steuerungen führt dazu, dass zunehmend elektronische
Komponenten für die Umwandlung bzw. Anpassung elektrischer Energie im kleinen bis
zum sehr großen Leistungsbereich eingesetzt werden. Dazu gehören Netzteile, die in
der Regel auf der Grundlage einer getakteten Funktionsweise arbeiten, so dass eine
sehr gute dynamische Anpassung der bereitgestellten Ausgangsleistung bei relativ hohem
Wirkungsgrad ermöglicht wird. Auch in vielen anderen Bereichen ist eine effiziente
Anpassung elektrischer Energie an gegebene Einrichtungen bzw. Versorgungsnetze erforderlich,
so dass auch in diesen Bereichen zunehmend Schaltungstopologien verwendet werden,
in denen schnellschaltende Halbleiterelemente für hohe Dynamik und einen hohen Wirkungsgrad
sorgen. Beispielsweise wird im Bereich der Fahrzeugindustrie zunehmend elektrische
Energie in höheren Leistungen eingesetzt, etwa für die Versorgung der immer umfangreicher
werdenden peripheren Komponenten oder auch zur Speicherung und Bereitstellung von
Antriebsenergie, so dass häufig eine Anpassung an stark wechselnde Lastverhältnisse
durch die elektronischen Schaltungen, etwa bei Speicherung und/oder Bereitstellung
von Antriebsenergie erforderlich ist. Auch im Bereich der regenerativen Energieerzeugung
muss eine geeignete Anpassung der elektrischen Energie, etwa in Form von Solarstrom,
Strom, der durch Windgeneratoren erzeugt wird, und dergleichen, in geeigneter Weise
zur Speicherung und/oder zur Einspeisung in entsprechende Netze erfolgen. Dabei treten
sehr unterschiedliche Energieströme auf, die von den elektronischen Komponenten mit
möglichst hohem Wirkungsgrad an die geforderten Ausgangsspannungen und Ströme anzupassen
sind.
[0003] Bei derartigen getakteten elektronischen Baugruppen muss in der Regel, zumindest
bei höheren Leistungen, elektrische Energie zeitweilig als magnetische Energie in
einem induktiven Bauelement, etwa einer Speicherdrossel, zwischengespeichert werden,
um etwa eine Anpassung in Strom und Spannung bei hohem Wirkungsgrad zu ermöglichen,
da dann die entsprechenden elektronischen Schalter in nicht linearer Weise, d.h. abwechselnd
im offenen und geschlossenen Zustand, betrieben werden können. Dazu sind die induktiven
Bauelemente für die erforderliche Größe der zu speichernden magnetischen Energie geeignet
auszulegen, was durch Auswählen eines geeigneten magnetischen Kernmaterials und dessen
Größe bewerkstelligt wird. Ferner ist auch die gesamte Geometrie des induktiven Bauelements
wesentlich, um etwa Streuverluste zu minimieren und auch um die thermischen und elektrischen
Eigenschaften, etwa im Hinblick auf die Wärmeableitung, elektrische Kriechstrecken,
etc., zu erfüllen. Auch das Gewicht der Produkte spielt eine große Rolle, wie z.B.
bei Automobilanwendung, da mit geringerem Gewicht ein niedrigerer Verbrauch zu erzielen
ist. Um generell das erforderliche Volumen des Kernmaterials möglichst klein zu halten,
werden relativ hohe Schaltfrequenzen typischerweise eingesetzt, etwa beispielsweise
bis zu 100 Kilohertz oder mehr für Leistungen im Bereich von einigen Kilowatt, so
dass ein insgesamt kompaktes Bauvolumen einer entsprechenden elektronischen Baugruppe
erreicht wird, da insbesondere die induktiven Bauelemente ein großes Bauvolumen gegenüber
anderen elektronischen Komponenten besitzen. Durch die Festlegung einer gewissen Taktfrequenz
oder eines gewissen Bereiches an Taktfrequenzen sowie die Auswahl eines geeigneten
induktiven Bauelements ist daher eine Anpassung an die zu erwartenden Lastverhältnisse
in einem gewissen Bereich möglich, wobei jedoch typischerweise der dynamische Bereich
eingeschränkt ist und auch der Wirkungsgrad relativ stark variieren kann, sofern nicht
weitere sehr aufwändige Vorkehrungen getroffen werden, um in den diversen unterschiedlichen
Lastbereichen jeweils einen hohen Wirkungsgrad zu erreichen.
[0004] Beispielsweise sind etwa im Fahrzeugbereich oder auch in der alternativen Energiegewinnung
sehr unterschiedliche Eingangsleistungen zu verarbeiten, wobei neben einem kompakten
Aufbau der gesamten elektronischen Komponente auch der Wirkungsgrad über den gesamten
Einsatzbereich von entscheidender Bedeutung ist, da etwa die Wirtschaftlichkeit im
alternativen Energiebereich wesentlich von einem hohen Energieumwandlungswirkungsgrad
abhängt. Entsprechende Komponenten, etwa Wechselrichter, und dergleichen, unterliegen
teilweise langfristigen größeren Schwankungen der Eingangsenergie, beispielsweise
aufgrund einer Alterung von Solarmodulen, wobei dies insbesondere für Dünnschichtmodule
und amorphe Module zutrifft, die teilweise anfänglich 15 bis 20 % mehr an Energie
liefern, als dies in den nachfolgenden Jahren der Fall ist, in denen die Alterung
dann deutlich flacher verläuft. In ähnlicher Weise ergibt sich eine starke Schwankung,
die zumindest in unseren Breiten durch die jahreszeitlichen Witterungsverhältnisse
bedingt ist. Auch können sehr hohe Leistungsschwankungen auch im Tagesverlauf auftreten,
so dass die entsprechenden Wechselrichter für einen hohen dynamischen Eingangsbereich
auszulegen sind, wobei es dann sehr schwierig ist, einen gewünschten hohen Wirkungsgrad
über den gesamten Bereich hinweg aufrechtzuerhalten. Da insbesondere die induktiven
Bauelemente entsprechender elektronischer Baugruppen wesentliche Komponenten darstellen,
die Wirkungsgrad und Kosten bestimmen, ist es wichtig, das Funktionsverhalten der
induktiven Bauelemente, etwa von Speicherdrosseln, und dergleichen, so zu gestalten,
dass ein für eine geforderte Maximalleistung hoher Wirkungsgrad auch bei deutlich
kleineren Eingangsleistungen, etwa einem Zehntel der Maximalleistung oder geringer,
erreicht wird, wobei ein insgesamt kompakter Aufbau und ein gutes thermisches Verhalten
für dem maximalen Leistungsbereich erzielt werden.
[0005] Die Druckschrift
JP 2005-260130 A zeigt einen dreiteiligen Kern, bestehend aus zwei Kernelementen, die ein Gehäuse
bilden und einem Mittelbutzen. Zwischen einem Kernelement und dem Mittelbutzen ist
ein Luftspalt gebildet.
[0006] Die Druckschrift
JP 2006-310539 A zeigt einen magnetischen Kern mit zwei Spulen, die in einem Gehäuse eingepasst sind.
Das Gehäuse weist nicht verschwindende magnetische Permeabilität auf.
[0007] Die Druckschrift
DE 10 259 117 A1 zeigt ein induktives Bauelement, bestehend aus mindestens einer Spule und mindestens
einem magnetischen Kreis aus ferromagnetischem Material, wobei mindestens ein Teil
des magnetischen Kreises aus permanentmagnetischem Material gebildet ist.
[0008] Die Druckschrift
JP 2007-088340 A zeigt ein induktives Bauelement, bestehend aus einer Spule, einem magnetischen Kern
und einer die Spule und den Kern aufnehmendes zweiteilige Gehäuse. Durch die unterschiedliche
magnetische Permeabilität des Kerns und des Gehäuses wird ein falscher Spalt ausgebildet.
[0009] Die Druckschrift
CH 678773 A5 zeigt eine DELTAPHI-Drossel, die die Wirkung von verschiedenen Kernmaterialien und/oder
von Luftspaltstrecken in den Teilkernen auf die Magnetisierungskurven der Kernmaterialien
ausnützt.
[0010] Die Druckschrift
JP 59070160 A zeigt einen magnetischen Kern und eine Spule, wobei zwischen dem magnetischen Kern
und der Spule ein Luftspalt gebildet ist.
[0011] Im Hinblick auf die zuvor genannte Aufgabe stellt die vorliegende Erfindung induktive
Bauelemente, etwa Speicherdrosseln, und Verfahren zur Einstellung der magnetischen
Eigenschaften dieser induktiven Bauelemente bereit, wobei eine "Variabilität" der
magnetischen Eigenschaften so vorgesehen wird, dass beim Betrieb des induktiven Bauelements
eine höhere Effizienz in den jeweiligen Leistungsbereichen erreicht wird. Dazu kann
beispielsweise die Variabilität der Kerneigenschaften des Kernes so vorgegeben werden,
dass sich bei kleineren Lastströmen eine höhere Induktivität des Bauelementes ergibt,
wodurch insgesamt ein höherer Wirkungsgrad einer entsprechenden elektronischen Baugruppe
erzielt wird. Beispielsweise kann bei Bedarf aufgrund der höheren Induktivität bei
kleinen Strömen die Taktfrequenz entsprechend verringert werden, so dass insgesamt
im kleineren Leistungsbereich geringere Schaltverluste und Ummagnetisierungsverluste
zu einem höheren Wirkungsgrad beitragen. Eine gewünschte Anpassung der magnetischen
Eigenschaften kann beispielsweise durch eine geeignete Gestaltung der magnetischen
Permeabilität über den magnetischen wirksamen Querschnitt des Kernmaterials hinweg
zumindest in einigen Kernbereichen bewirkt werden, so dass etwa bei verschiedenen
magnetischen Feldstärken und damit Lastströmen unterschiedliche effektive magnetische
Leitfähigkeiten wirksam sind, die das gewünschte Verhalten ergeben. Diese Variabilität
des Kernverhaltens beim Betrieb des induktiven Bauelements kann beispielsweise durch
die Verwendung unterschiedlicher magnetischer Kernmaterialien, durch geeignet gestaltete
Luftspalte, durch eine geeignete permanente Vormagnetisierung oder auch in sehr dynamischer
Weise durch zeitweiliges Eindringen unterschiedlicher Materialien in einen Kernbereich
oder auch durch eine Kombination jeder dieser genannten Möglichkeiten bewerkstelligt
werden.
[0012] Die zuvor genannte Aufgabe wird durch ein induktives Bauelement gemäß den unabhängigen
Ansprüchen 1 und 10 gelöst. Das induktive Bauelement ist mit einer Wicklung und einem
magnetischen Kern versehen, wobei der Kern einen ersten Kernteil und einen zweiten
Kernteil aufweist. Der erste Kernteil umschließt zumindest einen Teil der Außenseite
der Wicklung und ist aus einer ersten magnetischen Materialart aufgebaut, während
der zweite Kernteil zumindest entlang eines Teils seiner magnetischen Längsrichtung
von der Wicklung umschlossen ist und zumindest in dem von der Wicklung umschlossenen
Teil aus einer oder mehreren zweiten magnetischen Materialarten aufgebaut ist, die
sich von der ersten magnetischen Materialart unterscheiden.
[0013] Wie zuvor dargestellt ist, ergibt sich aufgrund der unterschiedlichen magnetischen
Eigenschaften der Materialien in dem ersten und dem zweiten Kernteil ein magnetisches
Verhalten, das einer "Überlagerung" der beiden unterschiedlichen Magnetmaterialien
entspricht, so dass ein gewünschtes magnetisches Gesamtverhalten, etwa eine höhere
Induktivität bei kleineren Stromwerten, erreichbar ist. Beispielsweise kann der zweite
Kernteil als ein Mittelschenkel oder "Mittelbutzen" des magnetischen Kerns vorgesehen
werden, wobei der erste Kernteil in einer mehr oder minder ausgeprägten Weise die
Wicklung des induktiven Bauelements umschließt, wodurch eine sehr kompakte Bauform
bei geringer magnetischer Störstrahlungsaussendung und guten thermischen Eigenschaften
bereitgestellt wird.
[0014] In einer Ausführungsform besitzt die erste magnetische Materialart eine kleinere
magnetische Permeabilität im Vergleich zu der einen oder den mehreren zweiten magnetischen
Materialarten. Das heißt, in dieser Ausführungsform ist die magnetische Leitfähigkeit
des ersten Kernteils geringer, so dass ein entsprechendes größeres Volumen, etwa zum
mehr oder minder vollständigen Umschließen der Wicklung, vorgesehen werden kann, ohne
jedoch das magnetische Verhalten etwa bei kleinen magnetischen Feldstärken und damit
Lastströmen ungünstig zu beeinflussen. Andererseits kann der höhere magnetische Widerstand
des ersten Kernteils dann bei größeren magnetischen Feldstärken wirksam werden, so
dass eine Sättigung des zweiten Kernteils mit der höheren magnetischen Leitfähigkeit
wirksam unterdrückt wird. In einer Ausführungsform wird das magnetische Material des
ersten Kernteils in Form eines Ferritmaterials vorgesehen, das in der Regel eine höhere
Permeabilität besitzt im Vergleich zu anderen niederpermeablen Materialien, etwa Eisenpulver,
Nickel/Eisenpulververbundwerkstoffe, Carbonyleisenwerkstoffe, oder andere Legierungen,
beispielsweise unter Verwendung von Kobalt, und dergleichen. Andererseits besitzen
viele Ferritmaterialien wünschenswerte Eigenschaften, etwa im Hinblick auf die Wärmeleitfähigkeit
und die elektrische Leitfähigkeit, so dass der erste Kernteil als effizienter Wärmeleiter
zum Abführen von Verlustwärme des induktiven Bauelements nach außen verwendet werden
kann. Dazu wird bei Bedarf die Wicklung beliebig nahe an dem Ferritmaterial angeordnet
oder mit diesem in mechanischen Kontakt gebracht, wenn relativ kleine Spannungen,
beispielsweise von weniger als ca. 500 Volt, und dergleichen beim Betrieb des induktiven
Bauelements auftreten. Damit ergibt sich eine sehr günstige thermische Ankopplung
der Wicklung an den ersten Kernteil, der eine gute Wärmeleitfähigkeit und eine große
Außenfläche aufweist, so dass eine effiziente Kühlung erreicht werden kann. Bei Bedarf
kann die Außenseite des zweiten Kernteils eine geeignet strukturierte Oberfläche aufweisen,
um die Kühlwirkung noch weiter zu erhöhen.
[0015] In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform umfasst mindestens eines des einen
oder der mehreren zweiten magnetischen Materialarten ein permanent magnetisiertes
Material. In diesem Falle kann durch das Vorsehen eines permanent magnetisierten Materials
eine gewünschte Art an Vormagnetisierung erreicht werden, wodurch beispielsweise in
Anwendungen, in denen ein Gleichstrom vorgegebener Polarität mit überlagertem Wechselstromanteil
auftritt, eine höhere Aufmagnetisierung des Kernmaterials erreicht wird, da ein größerer
Hub für die zulässige magnetische Induktion des Kernmaterials in dieser Betriebsweise
aufgrund der Vormagnetisierung zur Verfügung steht. Das permanent magnetisierte Material
kann dabei an einer beliebigen geeigneten Position innerhalb des zweiten Kernteils
eingebracht werden, etwa an einer Position, die außerhalb der Wicklung liegt, um entsprechende
magnetische Verluste in dem permanent magnetisierten Material zu verringern. In anderen
Ausführungsformen ist das permanent magnetisierte Material über einen ausgedehnten
Bereich des zweiten Kernteils verteilt, wodurch ebenfalls auftretende Verluste verringert
werden.
[0016] In einer weiteren Ausführungsform ist das permanent magnetisierte Material senkrecht
zur Längsrichtung des zweiten Kernteils von einem nicht permanent magnetisierten Material
umschlossen. Zu diesem Zweck kann beispielsweise eine Bohrung in dem zweiten Kernteil
vorgesehen werden, in welchem das permanent magnetisierte Material in Form eines Dauermagneten
eingeführt ist. Daher ergibt sich in einigen Ausführungsformen eine besondere effiziente
Herstellungsweise, da beispielsweise der zweite Kernteil zusammen mit dem ersten Kernteil
während eines gemeinsamen Herstellungsvorgangs hergestellt, beispielsweise gepresst
werden kann, und sodann der Permanentmagnet als zweites magnetisches Material in eine
geeignete Bohrung eingeführt wird. Dabei lässt sich durch die Art des permanent magnetisierten
Materials, durch dessen effektiver Querschnitt im Zusammenwirken mit dem gesamten
effektiven Querschnitt des zweiten Kernteils und in Verbindung mit dem ersten Kernteil
das gewünschte magnetische Verhalten des Kernes geeignet einstellen, wobei, wie zuvor
erläutert ist, auch eine geeignete Vormagnetisierung erreicht wird.
[0017] In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform besitzt der zweite Kernteil eine
Stirnfläche und ist mit dieser Stirnfläche auf den ersten Kernteil aufgesetzt. Somit
können der erste Kernteil und der zweite Kernteil als separate Komponenten hergestellt
werden, so dass in effizienter Weise zwei unterschiedliche Materialien verwendbar
sind, ohne dass ein aufwändiger Fertigungsvorgang erforderlich ist. Der separat gefertigte
zweite Kernteil führt auch zu einer sehr effizienten Montage des induktiven Bauelements,
da beispielsweise die Wicklung effizienter in Bezug auf den ersten Kernteil angeordnet
werden kann, auch bei Vorhandensein gewisser Fertigungstoleranzen für die Wicklung,
so dass ein gewünschter minimaler Abstand der Wicklung vom ersten Kernteil oder ein
direkter mechanischer Kontakt zumindest mit einigen Flächenbereichen des ersten Kernteils
möglich ist. Der zweite Kernteil kann dann einfach in die Wicklung eingeführt und
auf den ersten Kernteil aufgesetzt werden. Die mechanische Fixierung kann dann mittels
Vergussmasse und dergleichen erfolgen.
[0018] In einer weiteren Ausführungsform variiert die magnetische Permeabilität in einem
Querschnitt senkrecht zur magnetischen Längsrichtung des Kerns. In dieser Ausführungsform
wird also zusätzlich zu dem variablen "Serienwiderstand" des magnetischen Kerns, d.h.
des ersten Kernteils und des zweiten Kernteils, die aus unterschiedlichen Materialien
hergestellt sind, eine weitere Variabilität senkrecht zur magnetischen Ausbreitungsrichtung
vorgesehen. Dies kann beispielsweise, wie zuvor schon in Bezug auf das permanent magnetisierte
Material angegeben ist, dadurch erfolgen, dass zumindest über eine Teillänge des zweiten
Kernteils hinweg im Querschnitt variierende magnetische Eigenschaften vorgesehen werden.
Insbesondere in Ausführungsformen, in denen der zweite Kernteil separat hergestellt
wird, ergibt sich ein hohes Maß an Flexibilität bei der Einbindung verschiedener Kernmaterialien
in einer senkrecht zur magnetischen Längsrichtung variablen Weise. Beispielsweise
können zunächst geeignete Hohlräume oder Aussparungen vorgesehen werden, die nachfolgend
mit einem geeigneten Material oder mit mehreren Materialien gefüllt werden. Auch können
mehrere einzelne Abschnitte des zweiten Kernteils vorgesehen werden, die dann durch
andere Materialstücke miteinander verbunden werden, wobei diese Materialstücke in
Verbindung mit einer geeigneten Form der Stirnflächen der jeweiligen Kernabschnitte
zu der gewünschten variablen kritischen Permeabilität in radialer Richtung führen.
In diesem Falle können die zwischen den einzelnen Kernabschnitten angeordneten Materialabschnitte
als "Luftspalte" betrachtet werden, in denen etwa ein Material mit geringerer magnetischer
Permeabilität oder mit einem diamagnetischen Verhalten und dergleichen enthalten ist.
Auf diese Weise wird die mechanische Stabilität des zweiten Kernteils sichergestellt
und es lässt sich auch zusätzlich zu dem geeigneten magnetischen Verhalten ein gewünschtes
thermisches Verhalten einstellen. In anderen Ausführungsformen ist beispielsweise
nur ein einzelner "Luftspalt" vorgesehen, indem etwa zumindest eine der Stirnflächen
des zweiten Kernteils so ausgebildet ist, dass sich in radialer Richtung eine variable
Spaltbreite einstellt.
[0019] In vorteilhaften Ausführungsformen repräsentiert das induktive Bauelement eine Speicherdrossel,
die somit für eine gewünschte maximale Leistung ausgelegt werden kann und dabei auch
ein sehr effizientes Verhalten bei entsprechenden Leistungen von Null bis zu der gewünschten
maximalen Leistung zeigt. Das heißt, mit den zuvor angegebenen technischen Maßnahmen
können Speicherdrosseln mit einem Bauvolumen von wenigen 10 Kubikzentimeter für eine
maximale Leistung von einigen hundert Watt und mehr bis hin zu beliebig größeren Bauvolumina
für Leistungen von einigen Kilowatt und deutlich höher hergestellt werden, wobei Frequenzen
für getaktete Schaltungskomponenten im Bereich von wenigen hundert Hertz bis ca. ein
Megahertz oder mehr anwendbar sind.
[0020] In einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung wird ein induktives Bauelement
bereitgestellt, das eine Wicklung aufweist und einen teilweise von der Wicklung umschlossenen
magnetischen Kern. Der magnetische Kern besitzt eine magnetische Permeabilität, die
senkrecht zur magnetischen Längsrichtung variiert. Das erfindungsgemäße induktive
Bauelement besitzt also einen lokal unterschiedlichen magnetischen Widerstand, d.h.
die magnetische Permeabilität variiert in einer Querschnittsfläche, die senkrecht
zur magnetischen Feldausbreitung steht, so dass sich in Abhängigkeit des beim Betrieb
erzeugten magnetischen Feldes und der dadurch hervorgerufenen Induktion im Kernmaterial
ein entsprechendes Gesamtverhalten des Bauelements ergibt. Beispielsweise ist dadurch
bei kleinen Strömen und damit bei kleinen magnetischen Feldern ein Bereich innerhalb
des Querschnitts des Kerns wirksam, der die höhere magnetische Permeabilität aufweist,
so dass sich in diesem Betriebsbereich eine gewünschte höhere Induktivität für das
induktive Bauelement ergibt. Bei zunehmender magnetischer Feldstärke wird auch zunehmend
der Einfluss der Bereiche mit geringerer Permeabilität im Querschnitt des Kerns wirksam,
so dass das Sättigungsverhalten gezielt gesteuert werden kann. Damit kann der Verlauf
der Induktivität des Bauelements in Abhängigkeit des Laststromes so eingestellt werden,
dass sich auch bei geringeren Leistungen aufgrund der größeren Induktivität eine insgesamt
höhere Effizienz erreichen lässt.
[0021] In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform weist der Kern zumindest einen Kernteil
auf, in welchem magnetische Materialien mit unterschiedlicher magnetischer Permeabilität
vorgesehen sind. Dazu können entsprechende Bereiche, etwa in Form von Aussparungen,
Bohrungen und dergleichen, in einem geeigneten Kernmaterial vorgesehen werden, die
dann mit einem oder mehreren unterschiedlichen Materialien aufgefüllt werden, um damit
die in lateraler Richtung variierende Permeabilität des Kernes zu erzeugen. In einigen
Ausführungsformen weist dazu der Kern einen oder mehrere Spalte mit variabler Spaltbreite
auf. Der eine oder die mehreren Spalte können dabei als "Luftspalte" vorgesehen sein,
d.h. diese können mit Material mit einer sehr geringen relativen Permeabilität gefüllt
sein, oder aber einer oder mehrere dieser Spalte können mit niederpermeablem Material
gefüllt sein, um damit den in radialer Richtung variierenden magnetischen Widerstand
in der gewünschten Form einzustellen. Wenn mehrere Spalte vorgesehen sind, können
dabei bei Bedarf unterschiedliche Materialien verwendet werden, um gegebenenfalls
auch andere Eigenschaften, etwa die thermische Leitfähigkeit, und dergleichen in geeigneter
Weise einzustellen.
[0022] In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform ist ein von der Wicklung umschlossener
Kernmittelteil mit einer Stirnfläche vorgesehen, die auf einen zweiten Kernteil des
magnetischen Kernes aufgesetzt ist. In dieser Ausführungsform besteht somit ein mechanischer
Kontakt zwischen dem Kernmittelteil und dem zweiten Kernteil, ohne dass jedoch ein
durchgängiges Material für diese beiden Kernteile verwendet ist. Der Kernmittelteil
und der zweite Kernteil können somit als separate Komponenten hergestellt werden,
wodurch sich die Möglichkeit ergibt, beispielsweise in den Kernmittelteil effizient
geeignete Materialien so einzubringen, dass die gewünschte Variabilität der magnetischen
Permeabilität erreicht wird. Dazu können Maßnahmen vorgesehen sein, wie dies auch
zuvor beschrieben ist.
[0023] Der Kern oder zweite Kernteil weist einen Hohlraum auf, der zur Einstellung der magnetischen
Eigenschaften mit Material füllbar ist. Zu diesem Zweck können beispielsweise geeignete
Materialien in Pulverform, als aushärtbare Materialien mit geeigneter Anfangsviskosität,
und dergleichen in den Hohlraum eingefüllt werden, etwa bei der Herstellung eines
separaten Kernteils, so dass sich eine Vielzahl unterschiedlicher Magneteigenschaften
des Kernes für eine ansonsten vorgegebene Konfiguration des Kerns verwirklichen lassen.
In einigen Ausführungsformen ist dabei der Kern so ausgebildet, dass das Einfüllen
eines gewünschten Materials in den Hohlraum auch nach erfolgter Montage des induktiven
Bauelements erfolgen kann. Es ist ein geeigneter Anschlussbereich vorgesehen, so dass
nach erfolgter Montage, etwa nach dem Vergießen der einzelnen Bauteilkomponenten,
und dergleichen eine weitergehende Anpassung der magnetischen Eigenschaften erfolgen
kann. Auf diese Weise lässt sich eine geeignete Anpassung an eine elektronische Baugruppe
während einer beliebigen Phase nach der eigentlichen Herstellung des induktiven Bauelements
verwirklichen, wobei in einigen Ausführungsformen eine entsprechende Anpassung auch
innerhalb der elektronischen Schaltung erfolgen kann, so dass selbst eine "dynamische"
Anpassung der magnetischen Eigenschaften möglich ist. Dabei hängt der Grad der Dynamik
für die Einstellbarkeit der magnetischen Eigenschaften von der gegebenen Schaltungsperipherie
ab. Beispielsweise kann eine anfänglich gewünschte geringere Induktivität geeignet
in der Schaltung vergrößert werden, indem ein geeignetes magnetisches Material in
den Hohlraum eingebracht wird. Bei Vorsehen mehrerer Hohlräume kann auch eine schrittweise
Anpassung der Induktivität über die Zeit hinweg erfolgen. Wie Eingangs dargelegt ist,
gibt es viele Anwendungen, in denen eine Änderung der zu verarbeitenden Energieströme
im Laufe der Zeit eintritt, so dass eine entsprechende Anpassung gegebenenfalls einen
noch höheren Wirkungsgrad für den künftigen Betrieb der elektronischen Komponente
ermöglicht. Beispielsweise kann es bei Wechselrichtern für Solaranlagen vorteilhaft
sein, die Induktivität zunächst auf eine höhere maximale Leistung auszulegen und bei
einsetzender Alterung einmalig oder mehrmalig die Induktivität auf einen höheren Wert
zu setzen, um damit der geringer werdenden Maximalleistung der Solarmodule Rechnung
zu tragen.
[0024] In einigen anschaulichen Ausführungsformen wird dabei der eine oder die mehreren
anfänglichen Hohlräume in Form von Spalten vorgesehen, die einen nahezu identischen
Spaltabstand über die gesamte Querschnittsfläche besitzen, so dass gut definierte
und geringe Streuinduktivitätswerte erreicht werden. Die Anpassung der Induktivität
erfolgt dann durch Auffüllen eines oder mehrerer der Hohlräume durch ein geeignetes
Material, wobei die günstige Querschnittsform, also etwa die konstante Spaltbreite
weiterhin zu sehr geringen Streuinduktivitätswerten beiträgt.
[0025] Das Vorsehen derartiger "aktiver" Mechanismen zur Anpassung der magnetischen Eigenschaften
des induktiven Bauelements kann insbesondere in Anwendungen vorteilhaft sein, in denen
relativ hohe Leistungen zu verarbeiten sind, so dass insbesondere das Vermeiden zusätzlicher
induktiver Bauelemente sowie das Beibehalten eines hohen Wirkungsgrades für die gesamte
Betriebszeit der elektronischen Baugruppe deutlich einen entsprechenden Aufwand an
die Peripheriekomponenten übersteigt, der gegebenenfalls für den aktiven Einstellungsmechanismus
erforderlich ist.
[0026] Gemäß einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung wird ein Verfahren zur Einstellung
der Induktivität eines induktiven Bauelements bereitgestellt. Das Verfahren umfasst
den Schritt des Bereitstellens eines magnetischen Kerns des induktiven Bauelements
und des Erzeugens einer variablen magnetischen Permeabilität im magnetischen Kern,
wobei dies durch Vorsehen mindestens zweier unterschiedlicher magnetischer Kernmaterialien
und/oder durch das Vorsehen eines Spaltes mit variierender Spaltbreite erfolgt.
[0027] Das erfindungsgemäße Verfahren ermöglicht somit das Variieren der magnetischen Permeabilität,
wobei die Variabilität entlang der magnetischen Längsrichtung und/oder entlang der
radialen Richtung, also senkrecht zur magnetischen Längsrichtung, auftritt. In anderen
Ausführungsformen wird die magnetische Permeabilität zeitlich bzw. dynamisch variiert,
indem die magnetischen Eigenschaften zumindest eines Teils des Kern während oder nach
der Montage geändert werden.
[0028] In einer Ausführungsform beinhaltet das Vorsehen mindestens zweier unterschiedlicher
Kernmaterialien das Aufsetzen einer Stirnfläche eines ersten Kernteils auf einen zweiten
Kernteil, wobei der erste und der zweite Kernteil aus unterschiedlichen magnetischen
Materialarten aufgebaut sind. Auf diese Weise kann ein hoher Grad an Flexibilität
bei der Einstellung der magnetischen Eigenschaften des Kerns erreicht werden, wobei
dennoch ein moderat geringer Aufwand bei der Herstellung der einzelnen Kernteile anfällt.
Wie beispielsweise zuvor im Hinblick auf eine Speicherdrossel mit Kern mit Mittelschenkel
beschrieben ist, kann somit ein Kernteil als ein gewünschtes Formteil bereitgestellt
werden, um damit die Eigenschaften für Störsicherheit, Verlustwärmeableitung, Korrosionsbeständigkeit,
und dergleichen bereitzustellen, während der zweite Kernteil aus geeignetem Material
und gegebenenfalls mit gewünschten zusätzlichen Materialien in Form von Einlegeteilen
und dergleichen vorgesehen wird, wobei die insgesamt einfachere Konfiguration dieses
Kernteils ebenfalls eine effiziente Herstellung ermöglicht. Beispielsweise können
nahezu geschlossene Kern vorgesehen werden, in denen die Komponenten für die "äußere
Schale" beispielsweise aus Ferritmaterial hergestellt sind, so dass sich zusätzlich
zu den zuvor genannten günstigen magnetischen abschirmenden Wirkungen und der guten
Wärmeleitfähigkeit auch eine hohe Korrosionsbeständigkeit erreicht wird, während ein
innerer Kernteil aus geeigneten Eisenmaterialien, Legierungen, und dergleichen hergestellt
wird, die in der Regel einen besonderen Korrosionsschutz erfordern würden, wenn diese
bestimmten Umgebungsbedingungen ausgesetzt werden. Beispielsweise werden viele elektronische
Baugruppen, etwa Wechselrichter, und dergleichen, für anspruchsvolle Umgebungsbedingungen
ausgelegt, so dass in der Regel für induktive Komponenten aus Eisenpulver und dergleichen
ein zusätzlicher Aufwand für die Korrosionsfestigkeit notwendig ist.
[0029] Weitere vorteilhafte Ausführungsformen ergeben sich aus den angefügten Patentansprüchen
sowie aus der weiteren folgenden detaillierten Beschreibung, in der auf die folgenden
Zeichnungen Bezug genommen wird, in denen:
- Fig. 1a und 1b
- schematisch Querschnittsansichten eines induktiven Bauelements während unterschiedlicher
Montagephasen zeigen, wobei ein Kernmittelteil als separate Komponente vorgesehen
ist, die aus einem anderen magnetischen Material im Vergleich zu anderen Kernteilen
aufgebaut ist,
- Fig. 1c bis 1h
- schematisch Querschnittsansichten diverser Kernmittelschenkel bzw. "Mittelbutzen"
eines induktiven Bauelements der Fig. 1a und 1b darstellen, wobei zusätzliche Maßnahmen
zur Einstellung der Gesamteigenschaften des induktiven Bauelements vorgenommen sind,
- Fig. 1i und 1j
- eine Draufsicht bzw. eine Querschnittsansicht eines induktiven Bauelements in Form
einer Speicherdrossel zeigen, in der ein freier Mittelschenkel gegebenenfalls in Verbindung
mit einem oder mehreren permanent erregten Magnetmaterialien vorgesehen ist, wobei
eine freitragende Wicklung für hohe Ströme enthalten ist,
- Fig. 1k
- schematisch eine Querschnittsdarstellung eines Teils eines magnetischen Kerns zeigt,
in welchem in einem Mittelschenkel ein Material eingebracht ist, etwa in Form eines
Dauermagneten, und dergleichen, um damit die gewünschten magnetischen Eigenschaften
einzustellen,
- Fig. 1l
- schematisch z.B. einen Stromverlauf einer Speicherdrossel bzw. des magnetischen Feldes
in dem induktiven Bauelement darstellt, in dem eine Vormagnetisierung zu einer besseren
Ausnutzung des Kernmaterials enthalten ist,
- Fig. 1m und 1n
- eine Querschnittsansicht bzw. eine Draufsicht eines Kernteils zeigen, wobei ein Hohlraum
vorgesehen ist, der während einer geeigneten Phase bei der Montage oder nach der Montage
zur Einstellung der gewünschten magnetischen Eigenschaften mit Material füllbar ist,
- Fig. 2a
- schematisch einen Querschnitt eines induktiven Bauelements zeigt, wobei in einem Kernbereich
ein oder mehrere Luftspalte mit variabler Spaltbreite vorgesehen sind, und
- Fig. 2b und 2c
- schematisch den Verlauf der Induktivität in Abhängigkeit des Stroms für verschiedene
Varianten mit angeschrägtem verteiltem Luftspalt zeigen.
[0030] Fig. 1 a zeigt schematisch ein induktives Bauelement 100, das beispielsweise in Form
einer Speicherdrossel vorgesehen ist. Das Bauelement 100 weist in der gezeigten Montagephase
eine Wicklung 110 auf, die gemäß den gewünschten elektrischen und magnetischen Eigenschaften
aufgebaut ist. In der dargestellten Ausführungsform repräsentiert die Wicklung 110
die Wicklung einer Speicherdrossel, die für relativ hohe Ströme ausgelegt ist, so
dass ein moderat großer Kupferquerschnitt der Wicklung 110 bei einer relativ geringen
Anzahl an einzelnen Windungen vorgesehen ist. In einigen Ausführungsformen ist die
Wicklung 110 in Form einer freitragenden Wicklung ausgebildet, so dass etwa auf einen
Spulenkörper verzichtet werden kann. Auf diese Weise kann die Anzahl der erforderlichen
Einzelkomponenten des Bauelements 100 verringert werden, wobei sich auch gleichzeitig
gegebenenfalls die elektrischen und thermischen Eigenschaften verbessern lassen. Die
Wicklung 110 ist in einen Kernteil 140 eines magnetischen Kern 120 des Bauelements
100 angeordnet, wobei dies bei der Montage so bewerkstelligt werden kann, dass gegebenenfalls
eine oder mehrere Außenflächen, etwa eine Außenfläche 111 der Wicklung 110 in unmittelbarer
Nähe zu einer Innenfläche des Kernteils 140 angeordnet ist. Beispielsweise kann ein
Leiterstück mit einer relativ großen Fläche 111, das als Zuleitung zu den Windungen
der Wicklung 110 dient, vorgesehen werden, das benachbart zu oder in Kontakt ist mit
einer komplementären Fläche in dem Kernteil 140, so dass sich bei direktem Kontakt
oder auch bei einer entsprechenden dünnen Zwischenisolierschicht eine gute thermische
Anbindung der Wicklung 110 an den Kernteil 140 ergibt. Der Kernteil 140 ist aus einem
geeigneten magnetischen Material 141 aufgebaut, etwa aus einem Ferritmaterial, das
bei der gewünschten Gesamtgestalt des Kernteils 140 die gewünschte magnetische Permeabilität
ergibt und auch das gewünschte magnetische Verhalten im Hinblick auf den erforderlichen
Arbeitsfrequenzbereich aufweist. In der gezeigten Ausführungsform ist der Kernteil
140 so gestaltet, dass die Wicklung 110 nahezu vollständig umschlossen ist, so dass
der Kernteil 140 auch als "Gehäuse" zur Aufnahme der Wicklung 110 dient. Mit dieser
Maßnahme gelingt es, nicht nur die gewünschten magnetischen Eigenschaften sicherzustellen,
sondern auch magnetische Störfelder außerhalb des Bauelements 100 klein zu halten.
Bei Verwendung eines Feldmaterials ergibt sich zudem eine effiziente Wärmeleitung
von innen nach außen, so dass die Außenfläche des Kernteils 140 als effiziente Kühlfläche
dient, wobei bei Bedarf auch noch weitere passive und aktive Kühlmechanismen implementiert
werden können. Beispielsweise kann die Außenfläche des Kernteils 140 bei Bedarf in
geeigneter Weise strukturiert werden, so dass die sich daraus ergebende vergrößerte
Oberfläche eine verbesserte Wärmeabfuhr ermöglicht. Des Weiteren sind viele Ferritmaterialien
sehr korrosionsbeständig, so dass das Vorsehen einer Außenfläche des Bauelements 100
in Form einer Ferritfläche gegebenenfalls keine weiteren Maßnahmen im Hinblick auf
die Korrosionsbeständigkeit erfordert, selbst wenn das Bauelement 100 in elektronischen
Baugruppen eingesetzt wird, die anspruchsvollen Umgebungsbedingungen ausgesetzt sind,
etwa in Form von Baugruppen, die im Außenbereich eingesetzt werden. Beispielsweise
werden viele Wechselrichter für Fotovoltaikanlagen für den Betrieb im Außenbereich
aufgebaut, so dass ein ausreichender Korrosionsschutz entsprechender induktiver Komponenten
gewährleistet sein muss.
[0031] In der gezeigten Montagephase ist ein weiterer Kernteil 130 vorgesehen, der aus einem
gewünschten magnetischen Material 131 aufgebaut ist, das sich von dem Material 141
unterscheidet. Beispielsweise kann der Kernteil 130 oder zumindest ein Bereich davon
aus einem niederpermeablen Material, etwa Eisenpulver, einer Eisen/Nickellegierung,
oder anderen geeigneten Materialien aufgebaut sein, die somit effizient in dem Kern
120 integriert werden können, um damit eine gewünschte Anpassung der gesamten Kerneigenschaften,
etwa eine "nicht lineare" Induktivität des Kernes in Bezug auf den Laststrom zu erreichen.
Bei Vorsehen derartiger Materialien, die im Allgemeinen nicht korrosionsbeständig
sind, als Mittelschenkel oder "Mittelbutzen" des Bauelements 100 ist dennoch ein zuverlässiger
Korrosionsschutz gegeben, da der Kernteil 140 zusammen mit einem weiteren Kernteil,
der nachfolgend mit Bezug zu Fig. 1 b beschrieben ist, als effizientes Gehäuse dient.
Die Kernteile 140 und 130 können daher effizient durch beliebig geeignete Verfahren
hergestellt, beispielsweise gepresst werden, und werden nachfolgend bei der Montage
zusammengefügt, wobei sich die Wicklung 110 mit besserem thermischen Kontakt zu dem
Kernteil 140 anordnen lässt, auch bei Auftreten gewisser Fertigungstoleranzen, da
der Kernteil 130 erst nachfolgend in die Wicklung 110 einzuführen ist, oder gemeinsam
mit der Wicklung eingeführt wird. Insbesondere können verschiedene Versionen des Kernteils
130 bereitgestellt werden, wie dies auch nachfolgend dargestellt ist, so dass für
eine Basiskonfiguration des induktiven Bauelements 100 diverse separate Kennlinien
verfügbar sind, ohne dass die Herstellung der anderen Bauteilkomponenten, etwa der
Wicklung 110, des Kernteils 140, und weiterer Kernteile, dadurch beeinflusst wird.
Auf diese Weise ergibt sich ein hoher Grad an Flexibilität bei der Anpassung der Komponente
100 an diverse Schaltungstopografien, ohne dass sich beispielsweise die äußeren Abmessungen
des Bauelements 100 ändern.
[0032] Bei der Montage des Bauelements 100 wird sodann der Kernteil 130 in die Wicklung
110 eingeschoben und damit mit einer Stirnfläche 130s auf einer entsprechenden Fläche
140s des Kernteils 140 aufgesetzt. Damit sind die beiden Flächen 130s und 140s in
mechanischem Kontakt, so dass eine effiziente magnetische Ankopplung der Teile 130
und 140 erreicht wird. Es sollte beachtet werden, dass der Kernteil 130 nicht notwendigerweise
durchgehend aus dem gleichem Material aufgebaut ist, sondern weitere Materialien lokal
vorgesehen sein können, um damit etwa einen "Luftspalt" bereit zu stellen und/oder
um gewisse magnetische Eigenschaften einzustellen, etwa eine Vormagnetisierung, und
dergleichen, wie dies auch nachfolgend erläutert ist.
[0033] Fig. 1b zeigt schematisch das induktive Bauelement 100 in einer weiter fortgeschrittenen
Phase des Montagevorgangs. Wie gezeigt, ist der Kernteil 130 in die Wicklung 110 eingesetzt
und liegt auf dem Kernteil 140 auf, so dass in der gezeigten Ausführungsform ein Teil
des Kernteils 130, der als 132 bezeichnet ist, in einer Längsrichtung L, die auch
als magnetische Längsrichtung bezeichnet wird, von der Wicklung 110 umschlossen ist.
Des Weiteren ist ein Kernteil 150 vorgesehen, der etwa als ein Deckel für den Kernteil
140 dient und damit den magnetischen Kreis des Kerns 120 vervollständigt. Bei Bedarf
kann etwa ein Luftspalt 101 zwischen dem Kernteil 130 und dem Kernteil 150 vorgesehen
sein, indem eine Abmessung des Kernteils 130 entlang der magnetischen Längsrichtung
L kleiner gewählt wird als eine entsprechende Abmessung des Kernteils 140. In der
gezeigten Ausführungsform sind ferner Anschlussbereiche 112 und 113 der Wicklung 110
"seitlich" herausgeführt, d. h. diese sind durch Aussparungen im Kernteil 140 herausgeführt,
wobei in anderen Ausführungsformen einer oder beide Anschlussbereiche 112, 113 durch
den Kernteil 150 herausgeführt sein können. Des Weiteren ist in der gezeigten Montagephase
gegebenenfalls ein Vergussmaterial im Inneren des durch die Kernteile 140 und 150
definierten Volumens vorgesehen, das zur mechanischen Fixierung der einzelnen Komponenten
des Bauelements 100 und zur Integrität im Hinblick auf chemische und andere Einflüsse
dient.
[0034] Fig. 1c zeigt schematisch eine Querschnittsansicht des Kernteils 130 gemäß einer
Ausführungsform, in der mehrere Spalte 132a, 132b vorgesehen sind, um die magnetischen
Eigenschaften des Kernteils 130 und somit des gesamten Kerns 120, der in Fig. 1b gezeigt
ist, festzulegen. In der gezeigten Ausführungsform besitzen sowohl der Spalt 132a
sowie der Spalt 132b eine konstante Spaltbreite, die bei Bedarf jeweils für die Spalte
132a, 132b unterschiedlich sein kann. Die Spalte 132a, 132b sind mit einem geeigneten
Material gefüllt, etwa einem Material mit geringer Permeabilität, einem Material,
das im Wesentlichen nicht magnetisch ist, aber beispielsweise eine hohe thermische
Leitfähigkeit besitzt, und dergleichen. Zu diesem Zweck können einzelne Abschnitte
des Kernteils 130 in Form von Materialstücken des Materials 131 vorgesehen werden,
die mit entsprechenden Materialstücken entsprechend den Spalten 132a, 132b mechanisch
miteinander verbunden werden. Gegebenenfalls können die einzelnen Komponenten des
Kernteils 130 bei der Montage in den Kernteil 140 aus Fig. 1a eingesetzt werden und
werden sodann beim Ausgießen entsprechend in geeigneter Weise mechanisch fixiert.
Insbesondere da der Kernteil 130 unabhängig von anderen Kernteilen hergestellt werden
kann, ergibt sich ein hohes Maß an Flexibilität bei der Auswahl geeigneter Materialien
und bei der geometrischen Gestaltung der Spalte 132a, 132b. Falls eine geeignete Vormagnetisierung
gewünscht ist, kann einer der Spalte 132a, 132b oder beide Spalte mit einem permanent
magnetisierten Material gefüllt werden. In der in Fig. 1c gezeigten Ausführungsform
besitzt der Kernteil 130 somit senkrecht zur magnetischen Längsrichtung L, eine im
Wesentlichen nicht variierende magnetische Permeabilität, da sowohl die geometrischen
Abmessungen der Spalte 132a, 132b sowie auch ihre jeweiligen Materialien über den
Querschnitt hinweg gleich bzw. homogen sind.
[0035] Fig. 1d zeigt eine ähnliche Anordnung des Mittelschenkels 130, wobei die "Spalte"
132A, 132B an den jeweiligen Endbereichen des Schenkels 130 realisiert sind. In dem
gezeigten Beispiel sind die Spalte 132A, 132B beide geometrisch und hinsichtlich des
Materials gleich aufgebaut, so dass sich das Verhalten ergibt, wie es auch zuvor mit
Bezug zu Fig. 1 a dargestellt ist.
[0036] Fig. 1e zeigt schematisch eine Querschnittsansicht des Kernteils 130 gemäß einer
Ausführungsform, in der ein Luftspalt 132 vorgesehen ist, der in einer Querrichtung
Q eine variierende Spaltbreite aufweist, wie dies durch A und B angegeben ist. Das
heißt, in der gezeigten Ausführungsform ist zumindest eine Stirnfläche 132s als eine
schräge Fläche vorgesehen, so dass bei der späteren Montage in Zusammenwirken mit
einem weiteren Kernteil, etwa dem Kernteil 150 aus Fig. 1b der Luftspalt 132 mit der
variablen Spaltbereite entsteht. Somit ist auch die magnetische Permeabilität, d.
h. die magnetische Leitfähigkeit für die vorgegebene magnetische Längsrichtung L über
den Querschnitt Q hinweg variabel, da aufgrund der geringeren Spaltbreite A ein deutlich
geringerer magnetischer Widerstand hervorgerufen wird als durch die Spaltbreite B.
Es sollte jedoch beachtet werden, dass eine variable Spaltbreite durch eine beliebige
Konfiguration der Stirnfläche 132s erzeugt werden kann, etwa wenn diese eine konusförmige
Gestalt besitzt, und dergleichen. Es sollte ferner beachtet werden, dass bei Bedarf
ein geeignetes Materialstück vorgesehen werden kann, um den Spalt 132 entsprechend
zu füllen.
[0037] Fig. 1f zeigt schematisch eine derartige Ausführungsform, in der etwa beide Endbereiche
des Schenkels zu einer variablen Spaltbreite führen, die an dien Rändern am größten
und in der Mitte minimal ist. Hier ist diese Konfiguration als eine kegelstumpfartige
Anordnung gezeigt.
[0038] Fig. 1g zeigt schematisch den Kernteil 130 in einer Ausführungsform, in der mehrere
Spalte 132a,...., 132c vorgesehen sind, wobei einer oder mehrere der Spalte 132a,...,
132c eine in Querrichtung Q variable Spaltbreite besitzen. Auf diese Weise kann beispielsweise
eine effiziente Verteilung eines Luftspaltes innerhalb des Kernteils 130 erfolgen,
wobei auch eine gewünschte laterale Änderung der magnetischen Permeabilität erreicht,
wenn etwa alle Spalte 132a,..., 132c eine variierende Spaltbreite besitzen. Die Spalte
132a,..., 132c sind mit einem beliebigen geeigneten Material gefüllt, das die erforderlichen
magnetischen, thermischen und mechanischen Eigenschaften besitzt. Bei Bedarf können
auch unterschiedliche Materialien verwendet werden, so dass ein hoher Grad an Flexibilität
bei der Einstellung und Justierung der gewünschten endgültigen magnetischen Eigenschaften
des induktiven Bauelements erreicht wird. Auch in diesem Falle gilt, dass durch die
separate Herstellung des Kernteils 130 keine aufwändigen Fertigungsverfahren erforderlich
sind, wobei dennoch eine Vielzahl unterschiedlicher Teile 130 bereitgestellt werden
kann, so dass sich auch viele unterschiedliche Versionen des kompletten induktiven
Bauelements auf der Grundlage der gleichen Basiskomponenten ohne hohen Fertigungsaufwand
herstellen lassen.
[0039] Fig. 1h zeigt schematisch weitere Ausführungsformen des Schenkels 130, wobei eine
Mischung unterschiedlicher Spaltformen angewendet ist. D.h., es können unterschiedliche
Spaltgeometrien in Kombination mit gleichen oder auch unterschiedlichen Füllmaterialien
eingesetzt werden, um die gewünschten Kerneigenschaften effizient einzustellen. In
der gezeigten Ausführungsform ist etwa der Spalt 132b als Kegelstumpf vorgesehen,
wobei auch ein "Füllmaterial" an der Kegelstumpfmitte vorgesehen ist, das unterschiedlich
ist zu dem Material 131. Andererseits ist an dem gegenüber liegenden Endbereich ein
gleichmäßiger Spalt 132a vorgesehen mit einem geeigneten Material, so dass etwa der
globale magnetische Widerstand durch die Spalte 132b und 132a sowie die darin verwendeten
Materialien vorgegeben ist, während eine gewünschte Modulation über den Querschnitt
hinweg durch die Kegelform des Spaltes 132b erreicht wird. Es können auch weitere
Spalte 132c mit geeigneter Form vorgesehen werden, so dass die Flexibilität bei der
Einstellung der magnetischen Gesamteigenschaften weiter erhöht werden kann.
[0040] Fig. 1i zeigt schematisch eine Draufsicht auf das induktive Bauelement 100 gemäß
einer weiteren Ausführungsform, in der der Kern 120 einen, die Wicklung 110 umschließenden
Kernteil 140a in Verbindung mit einem separaten Kernteil 130a aufweist. Im Hinblick
auf die Komponenten 140a und 120a gelten die gleichen Kriterien, wie sie zuvor mit
Bezug zu den Kernteilen 140 und 130 erläutert sind. In der gezeigten Ausführungsform
sind beispielhaft Abmessungen b1, b2 von ca. 80, bzw. 73 cm verwendet, während die
Wicklung 110 für Ströme bis zu 150 Ampere als eine freitragende Spule ausgelegt ist.
Entsprechende Abmessungen der Wicklung 110 des Kernteils 130a sind als d1 mit 6,6
cm und d2 mit 4,3 cm vorgesehen. Diese Werte sind jedoch nur beispielhafte Werte und
lassen sich jederzeit an andere Vorgaben anpassen.
[0041] Fig. 1j zeigt schematisch das Bauelement 100 in einer Querschnittsansicht, wobei
der Kern 120 ein weiteres Kernteil 140b aufweist, das mit dem Kernteil 140a die Wicklung
110 mit Ausnahme der Anschlussbereiche 112, 113 vollständig umschließt, wobei im Kernteil
140b ein weiterer separater Kernteil 130b eingesetzt ist. Das heißt, anstelle eines
"Gehäuses" und eines "Deckels", wie dies in Fig. 1b in Form der Komponenten 140 und
150 gezeigt ist, sind in der dargestellten Ausführungsform sowohl der Kernteil 140a
als auch der Kernteil 140b als "Gehäuse" ausgebildet, um einen Teil der Wicklung 110
aufzunehmen. Ferner ist in der gezeigten Ausführungsform der Mittelschenkel des Kerns
120 in Form der beiden Kernteile 130a, 130b vorgesehen, wobei in anderen Versionen
auch ein einzelner separater Kernteil verwendet wird. Des Weiteren sind in der gezeigten
Ausführungsform Spalte 132a, 132b vorgesehen, die etwa ein permanent erregtes Magnetmaterial
enthalten, so dass eine gewünschte Vormagnetisierung des Kerns 120 erreicht wird.
Die beiden Spalte 132a, 132b liegen dabei außerhalb der Wicklung 110, so dass entsprechende
Verluste im und durch den Magneten gering bleiben.
[0042] Im Hinblick auf die Herstellung der einzelnen Kernteile und auf deren Montage gelten
die gleichen Kriterien, wie sie zuvor dargelegt sind. Des Weiteren ist zu beachten,
dass bei Bedarf weitere Materialien, beispielsweise in Form von Folien, und dergleichen
bei der Montage der einzelnen Kernteile der Wicklung eingeführt werden können, um
etwa benötigte Isolierstrecken zu schaffen. Auch können weitere "Luftstrecken", etwa
Luftspalte und dergleichen, in geeigneter Weise vorgesehen werden, wie dies auch zuvor
erläutert ist.
[0043] Beispielsweise begibt sich für das induktive Bauelement 100 in den Fig. 1f und 1g
bei einer Höhe von 12 cm ein Bauteilvolumen von ca. 100 cm
3, wobei eine maximale Stromstärke von 150 Ampere zugrunde gelegt ist. Bei einer Windungszahl
von 11 ergibt sich eine magnetische Induktion von etwa 600 mT, während die maximale
Feldstärke 6000 Ampere pro Meter erreicht. Dabei sind die Materialien des Kerns 130
so gewählt, dass sich beim maximalen Strom eine Induktivität von etwa 65 µH einstellt.
[0044] Fig. 1k zeigt schematisch das induktive Bauelement 100 gemäß weiterer anschaulicher
Ausführungsformen, wobei der Kern 120 die Kernteile 140 und 150 aufweist, um die Wicklung
110 zu umschließen. Ferner ist der mittlere Kernteil 130 vorgesehen, der in einer
Ausführungsform als separater und damit aufgesetzter Kernteil ausgeführt ist, wie
dies zuvor beschrieben ist, während in anderen Ausführungsformen der Kernteil 130,
d. h. Bereiche 131 davon, einen Teil des Kernteils 140 darstellen und somit aus dem
gleichen Material aufgebaut sind. Des Weiteren ist ein Material 135 im Kernteil 130
vorgesehen, das als magnetisches Kernmaterial dient und dessen magnetische Eigenschaften
sich von jenen des Materials 131 unterscheiden. In einer Ausführungsform repräsentiert
das Material 135 einen Dauermagneten, d. h. ein permanent magnetisches Material, und
damit eine Vormagnetisierung im Kern 130 zu erreichen. Durch den Einschluss des Materials
135 in dem Material 131 des Kernteils 130 ergibt sich eine effiziente Möglichkeit,
die Gesamteigenschaften des Kerns 120 einzustellen, indem neben der Materialart auch
dessen Abmessung innerhalb des Kernteils 130 entsprechend ausgewählt wird.
[0045] Fig. 1l zeigt schematisch einen Stromverlauf bzw. den Verlauf der Feldstärke in dem
induktiven Bauelement 100, wenn ein getakteter Betrieb vorliegt, wobei eine Gleichstromkomponente
bzw. ein Gleichanteil des magnetischen Feldes stets die gleiche Polarität bzw. Richtung
besitzt. Aufgrund dieser Gleichstrommagnetisierung, die als H0 bezeichnet ist, ist
die darüber liegende Wechselstromkomponente, d. h. die ansteigenden und abfallenden
Flanken des Stromes bzw. des magnetischen Feldes so beschränkt, dass die zulässige
magnetische Induktion im Kernmaterial nicht überschritten wird. Daher ergibt sich
bei einem auftretenden hohen Gleichstromanteil nur noch ein geringer Hub beim Durchlaufen
der jeweiligen Hysteresekurve des Kernmaterials. Mittels einer entsprechenden Vormagnetisierung,
wie sie beispielsweise in den Ausführungsformen in Fig. 1g und auch in der Fig. 1h
in Form von Permanentmagneten gezeigt ist, lässt sich bei entsprechender Einstellung
der Magnetfeldrichtung der Permanentmagnete, etwa der Spalte 132a, 132b in Fig. 1g
oder des Materials 135 in Fig. 1k, eine Verringerung der Gleichstromkomponente oder
auch eine "Umpolung" der Komponente H0 erreichen, so dass dann eine wesentlich größerer
Bereich für die Magnetisierung des Kernes durch die Wechselstromkomponente verfügbar
ist.
[0046] Fig. 1m zeigt schematisch eine Querschnittsansicht des Kernteils 130 gemäß der vorliegenden
Erfindung in denen ein Hohlraum 136 im Material 131 vorgesehen ist, der so ausgebildet
ist, dass er mit einem gewünschten Material 137 zumindest teilweise während einer
beliebigen Montagephase oder auch während des Betrieb aufgefüllt werden kann. Zu diesem
Zweck ist mindestens ein Anschlussbereich 136a, 136b vorgesehen, über welchen das
Material 137, etwa in Form eines Pulvers, eines viskosen Materials, und dergleichen
zugeführt werden kann. Beispielsweise sind die Anschlussbereiche 136a, 136b so ausgeführt,
dass zumindest während der Montage eine Ankoppelung an eine Zuleitung erfolgen kann,
so dass das Material 137 in den Hohlraum 136 eingeführt werden kann. Dazu können entsprechende
Vorsprünge gegebenenfalls mit entsprechenden Zuleitungsstücken vorgesehen werden,
die während der gewünschten Montagephase noch zugänglich sind oder die auch nach der
Endmontage weiterhin zugänglich sind.
[0047] Fig. 1n zeigt schematisch eine Draufsicht auf den Kernteil 130 in einer Ausführungsform,
in der die Anschlussbereiche 136a, 136b geeignet ausgebildet sind, in steuerbarer
Weise das Material 137 aufzunehmen und gegebenenfalls auch herauszuführen. Auf diese
Weise kann beispielsweise der Hohlraum 136 im Bereich des Materials 131 als ein Spalt
mit konstanter Spaltbreite vorgesehen werden, wobei eine Änderung der Gesamtpermeabilität
des magnetischen Kerns durch Einführen des Materials 137 in gewünschter Weise erfolgt.
Zum Beispiel kann bereits nach erfolgter Endmontage eine Feinabstimmung der magnetischen
Eigenschaften durch Einführen von Material 137 bewerkstelligt werden. In anderen Ausführungsformen
ist der Hohlraum 136 auch gegebenenfalls im eingebauten Zustand zugänglich, so dass
eine "dynamisch" Anpassung der magnetischen Eigenschaften bewerkstelligt werden kann.
Wenn etwa in einer Betriebsphase des induktiven Bauelements eine geringere Induktivität
erforderlich ist, da etwa generell höhere Lastströme zu erwarten sind, kann durch
Entfernen von Material 137 aus dem Hohlraum 136, das dort etwa in Form von Pulvermaterial
durch Einbringen unter geeignetem Druck enthalten ist, ausgeführt werden, so dass
sich eine Verringerung der Induktivität ergibt. Wird andererseits eine höhere Induktivität
benötigt, so kann Material 137 bei Bedarf eingeführt werden. Die dazu erforderlichen
Komponenten, beispielsweise ein Materialreservoir in Verbindung mit einer geeigneten
Zuführung kann beispielsweise in Rahmen üblicher elektromechanischer Komponenten,
wie sie auch für eine Zwangskühlung und dergleichen erforderlich sind, vorgesehen
werden, ohne dass ein allzu hoher Aufwand entsteht. Insbesondere für induktive Komponenten
für sehr hohe Leistungen ist eine entsprechende Einsparung im Hinblick auf zusätzliche
induktive Komponenten oder der Gewinn an Effizienz durch eine gezielte Einstellung
der Induktivität während des Betriebs vorteilhaft im Vergleich zum zusätzlichen Energie-
und Komponentenaufwand, der für das Einführen des Materials 137 erforderlich ist.
Es können auch Mechanismen vorgesehen werden, in denen das Material 137 nur einmalig
eingeführt werden kann, wobei dies in eingebautem Zustand unter Anwendung externer
oder interner Steuerimpulse erfolgen kann. Beispielsweise können mehrere Hohlräume
136 vorgesehen werden, die steuerbar mit dem Material 137 selektiv gefühlt werden,
so dass eine stufenweise Erhöhung der Induktivität erreicht wird. Beispielsweise kann
ein geeignetes Material durch Ansteuern einer entsprechenden elektromechanischen Komponente
gezielt in einen der Hohlräume 136 eingeführt und gegebenenfalls behandelt werden,
so dass die gewünschte mechanische Stabilität des Materials 137 im Hohlraum 136 erreicht
wird. Zu diesem Zweck können beispielsweise temporär höhere Temperaturen erzeugt werden,
und dergleichen. In dieser Weise kann beispielsweise die Induktivität der "Alterung"
von Solarmodulen angepasst werden, so dass zunächst die elektronische Baugruppe für
die anfängliche maximale Leistung optimiert ist und in der zeitlichen Abfolge gesteuert
dem entsprechenden Zustand der Solarmodule angepasst wird.
[0048] Durch Vorsehen einer entsprechend geeigneten Peripherie für das Zuführen des Materials
137 kann das dynamische Verhalten bei der Anpassung der Induktivität entsprechend
verbessert werden, indem etwa das Material 137 effizient zugeführt und auch effizient
abgeführt werden kann, wobei die jeweilige Einstellzeit im Bereich von einigen Sekunden
oder deutlich darunter liegen können. In diesem Falle kann eine geeignete Steuerung
die Induktivität in gewünschter Weise "dynamisch" einstellen, so dass stets ein für
den jeweiligen Betriebsmodus günstiger Wirkungsgrad erreicht wird.
[0049] Fig. 2a zeigt schematisch eine Querschnittsansicht eines induktiven Bauelements 200
mit einer Wicklung 210 und einem Kern 220. Der Kern 220 besitzt einen Kernteil 230,
in welchem mehrere Luftspalte 232a,..., 232e vorgesehen sind, die zu einer Verteilung
der gesamten Abschnitte mit reduzierter magnetischer Permeabilität über die magnetische
Längsrichtung L hinweg sorgen. Des Weiteren besitzen zumindest einige der Spalte 232a,...,
232e eine entlang der Querrichtung Q variierende Spaltbreite, wie dies durch a und
b angegeben ist. Auf diese Weise wird eine in Querrichtung Q variierende magnetische
Permeabilität des Kerns 220 erzeugt, die wiederum zu unterschiedlichen Induktivitätswerten
in Abhängigkeit des magnetischen Feldes bzw. des Laststromes führt. Beispielsweise
ist bei einem geringen magnetischen Feld in der Längsrichtung L die Permeabilität
des Kerns 220 im Wesentlichen durch den geringeren magnetischen Widerstand, der durch
eine kleinere Spaltbreite a erzielt wird, bestimmt, so dass insgesamt die effektive
Induktivität des Bauelements 200 relativ hoch ist. Bei zunehmender Aufmagnetisierung
des Kerns 220 wird zunehmend der höhere magnetische Widerstand der durch die größer
werdende Spaltbreite b hervorgerufen wird, wirksam, so dass sich dann eine verringerte
Induktivität ergibt. In der gezeigten Ausführungsform ist dabei das Material des Kernteils
230 im Wesentlichen gleich zu den restlichen Komponenten des Kerns 220, was bewerkstelligt
werden kann, indem entsprechende Abschnitte hergestellt und entsprechende Einlegeelemente
angeordnet werden. In anderen Ausführungsformen kann der Teil 230 auch auf der Grundlage
eines anderen magnetischen Materials hergestellt werden, wie dies auch zuvor mit Bezug
zu dem Bauelement 100 erläutert ist.
[0050] Fig. 2b zeigt schematisch den Verlauf der Induktivität in Abhängigkeit des Laststromes
für eine Spule, die bis zu einigen 100 Watt betrieben wird. Wie gezeigt ist, ergibt
sich für einen maximalen Laststrom von etwa 16 Ampere eine Induktivität von etwa 0,35
mH, wobei die Induktivität dann mit abnehmendem Laststrom nahezu linear ansteigt und
sich bei einem Laststrom von etwa 6 Ampere eine geringere Steigung einstellt.
[0051] Fig. 2c zeigt schematisch die entsprechende Abhängigkeit der Induktivität vom Laststrom
für ein weiteres Ausführungsbeispiel, wobei das Verhältnis der Induktivitäten bei
sehr geringem Laststrom und bei sehr hohem Laststrom weniger ausgeprägt ist, wobei
allerdings für einen insgesamt größeren maximalen Laststrom eine höhere Induktivität
erreicht wird.
[0052] Es sollte beachtet werden, dass mittels der zuvor genannten Mechanismen ein hoher
Grad an Flexibilität bei der Einstellung der jeweiligen Induktivität erreicht werden
kann, so dass eine effiziente Anpassung des Wirkungsgrades der Induktivität an die
jeweiligen aktuellen Gegebenheiten möglich ist. Insbesondere können die zuvor dargestellten
Mechanismen geeignet untereinander kombiniert werden, etwa das Vorsehen einer Vormagnetisierung
in Verbindung mit einem nicht linearen Verlauf der Induktivität, und dergleichen,
so dass ein hohes Maß an Flexibilität bei der Einstellung der magnetischen Eigenschaften
gegeben ist.
1. Induktives Bauelement, insbesondere Speicherdrossel, mit
einer Wicklung (110) und
einem magnetischen Kern (120), der einen ersten Kernteil (140) und einen zweiten Kernteil
(130) aufweist, wobei
der erste Kernteil (140) zumindest einen Teil der Außenseite (111) der Wicklung (110)
umschließt und aus einer ersten magnetischen Materialart (141) aufgebaut ist und der
zweite Kernteil (130) zumindest entlang eines Teils seiner magnetischen Längsrichtung
(L) von der Wicklung (110) umschlossen ist und zumindest in dem von der Wicklung (110)
umschlossenen Teil aus einer oder mehreren zweiten magnetischen Materialarten (131)
aufgebaut ist, die sich von der ersten magnetischen Materialart (141) unterscheiden,
wobei der zweite Kernteil (130) ferner einen Hohlraum (136) aufweist, der zur Einstellung
der magnetischen Eigenschaften mit Material (137) füllbar ist, und
wobei der zweite Kernteil (130) mindestens einen Anschlussbereich (136a, 136b) zum
Einführen des Materials (137) in den Hohlraum aufweist.
2. Induktives Bauelement nach Anspruch 1, wobei die erste magnetische Materialart eine
kleinere magnetische Permeabilität im Vergleich zu mindestens einem der einen oder
mehreren zweiten magnetischen Materialarten besitzt.
3. Induktives Bauelement nach Anspruch 1, wobei die erste magnetische Materialart eine
größere magnetische Permeabilität im Vergleich zu mindestens einem der einen oder
mehreren zweiten magnetischen Materialarten besitzt.
4. Induktives Bauelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Wicklung
mit dem ersten Kernteil in direktem mechanischen Kontakt ist.
5. Induktives Bauelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei zumindest eine
der einen oder mehreren magnetischen Materialarten ein permanent magnetisiertes Material
aufweist.
6. Induktives Bauelement nach Anspruch 6, wobei das permanent magnetisierte Material
senkecht zur Längsrichtung des zweiten Kernteils von einem nicht permanent magnetisierten
Material umschlossen ist.
7. Induktives Bauelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der zweite Kernteil
mittels einer Stirnfläche (130S) auf dem ersten Kernteil (140) aufgesetzt ist.
8. Induktives Bauelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die magnetische
Permeabilität senkrecht zur magnetischen Längsrichtung (L) variiert.
9. Induktives Bauelement nach Anspruch 8, wobei mindestens ein Luftspalt (132) vorgesehen
ist, dessen Abstand sich senkrecht zur magnetischen Längsrichtung (L) ändert.
10. Induktives Bauelement mit
einer Wicklung (110, 210) und
einem teilweise von der Wicklung (110, 210) umschlossenen magnetischen Kern (120,
220), wobei der magnetische Kern (120, 220) eine magnetische Permeabilität aufweist,
die senkrecht (Q) zur magnetischen Längsrichtung (L) variiert,
wobei der Kern ferner einen Hohlraum (136) aufweist, der zur Einstellung der magnetischen
Eigenschaften mit Material (137) füllbar ist, und
wobei der Kern mindestens einen Anschlussbereich (136a, 136b) zum Einführen des Materials
(137) in den Hohlraum aufweist.
11. Induktives Bauelement nach Anspruch 10, wobei der Kern zumindest einen Kernteil (130,
230) aufweist, in welchem magnetische Materialien mit unterschiedlicher magnetischer
Permeabilität vorgesehen sind.
12. Induktives Bauelement nach Anspruch 10 oder 11, wobei der Kern einen oder mehrere
Spalte (132, 232A - 232E) mit variabler Spaltbreite aufweist.
13. Induktives Bauelement nach Anspruch 12, wobei der eine oder die mehreren Spalten mit
einer Substanz zur Erhöhung der Wärmeleitfähigkeit gefüllt sind.
14. Induktives Bauelement nach einem der Ansprüche 10 bis 13, wobei ein von der Wicklung
umschlossener Kernmittelteil mit einer Stirnfläche (130S) vorgesehen ist, die auf
einem zweiten Kernteil (140) aufgesetzt ist
1. Inductive component, in particular a storage choke comprising a coil (110) and a magnetic
core (120) which has a first core part (140) and a second core part (130), wherein
the first core part (140) surrounds at least part of the outside (111) of the coil
(110) and is composed of a first type of magnetic material (141) and the second core
part (130) is surrounded at least along part of its magnetic longitudinal direction
(L) by the coil (110) and is composed of one or more second types of magnetic material
(131) at least in the part surrounded by the coil (110), which second types of magnetic
material differ from the first type of magnetic material (141), wherein the second
core part (130) further comprises a cavity (136) which can be filled with material
(137) in order to set the magnetic properties, and wherein the second core part (130)
comprises at least one connection region (136a, 136b) for inserting the material (137)
into the cavity.
2. Inductive component according to claim 1, wherein the first type of magnetic material
has a lower magnetic permeability in comparison with at least one of the one or more
second types of magnetic material.
3. Inductive component according to claim 1, wherein the first type of magnetic material
has a higher magnetic permeability in comparison with at least one of the one or more
second types of magnetic material.
4. Inductive component according to any of the preceding claims, wherein the coil is
in direct mechanical contact with the first core part.
5. Inductive component according to any of the preceding claims, wherein at least one
of the one or more types of magnetic material comprises a permanently magnetised material.
6. Inductive component according to claim 6, wherein the permanently magnetised material
is surrounded by a non-permanently magnetised material perpendicular to the longitudinal
direction of the second core part.
7. Inductive component according to any of the preceding claims, wherein the second core
part is placed on the first core part (140) by means of an end face (130S).
8. Inductive component according to any of the preceding claims, wherein the magnetic
permeability varies perpendicular to the magnetic longitudinal direction (L).
9. Inductive component according to claim 8, wherein at least one air gap (132) is provided,
the spacing of which varies perpendicular to the magnetic longitudinal direction (L).
10. Inductive component comprising a coil (110, 210) and a magnetic core (120, 220) surrounded
in part by the coil (110, 210), wherein the magnetic core (120, 220) has a magnetic
permeability which varies perpendicular (Q) to the magnetic longitudinal direction
(L), wherein the core further comprises a cavity (136) which can be filled with material
(137) in order to set the magnetic properties, and wherein the core comprises at least
one connection region (136a, 136b) for inserting the material (137) into the cavity.
11. Inductive component according to claim 10, wherein the core comprises at least one
core part (130, 230) in which magnetic materials having different magnetic permeability
are provided.
12. Inductive component according to either claim 10 or claim 11, wherein the core has
one or more gaps (132, 232A-232E) of variable gap widths.
13. Inductive component according to claim 12, wherein the one or more gaps are filled
with a substance for increasing thermal conductivity.
14. Inductive component according to any of claims 10 to 13, wherein a middle core part
surrounded by the coil is provided with an end face (130S) which is placed on a second
core part (140).
1. Composant inductif, notamment bobine d'arrêt ou self de choc, comprenant :
un enroulement (110) et
un noyau magnétique (120), qui présente une première partie de noyau (140) et une
deuxième partie de noyau (130), composant
dans lequel la première partie de noyau (140) entoure au moins une partie du côté
extérieur (111) de l'enroulement (110), et est réalisée en un premier type de matériau
magnétique (141), et la deuxième partie de noyau (130) est entourée, au moins le long
d'une partie de sa direction longitudinale magnétique (L), par l'enroulement (110),
et est réalisée, au moins dans la partie entourée par l'enroulement (110), en un ou
plusieurs deuxièmes types de matériaux magnétiques (131), qui se différencient du
premier type de matériau magnétique (141),
dans lequel la deuxième partie de noyau (130) présente, par ailleurs, une cavité (136)
qui peut être remplie de matériau (137) pour le réglage des propriétés magnétiques,
et dans lequel la deuxième partie de noyau (130) présente au moins une zone de raccordement
(136a, 136b) pour l'introduction du matériau (137) dans la cavité.
2. Composant inductif selon la revendication 1, dans lequel le premier type de matériau
magnétique possède une perméabilité magnétique plus petite comparée à celle d'au moins
un du ou des plusieurs deuxièmes types de matériaux magnétiques.
3. Composant inductif selon la revendication 1, dans lequel le premier type de matériau
magnétique possède une perméabilité magnétique plus grande comparée à celle d'au moins
un du ou des plusieurs deuxièmes types de matériaux magnétiques.
4. Composant inductif selon l'une des revendications précédentes, dans lequel l'enroulement
est en contact mécanique direct avec la première partie de noyau.
5. Composant inductif selon l'une des revendications précédentes, dans lequel au moins
un du ou des plusieurs deuxièmes types de matériaux magnétiques présente un matériau
magnétique permanent.
6. Composant inductif selon la revendication 6, dans lequel le matériau magnétique permanent
est entouré perpendiculairement à la direction longitudinale de la deuxième partie
de noyau, par un matériau non magnétisé de manière permanente.
7. Composant inductif selon l'une des revendications précédentes, dans lequel la deuxième
partie de noyau est appliquée par une surface frontale (130S) sur la première partie
de noyau (140).
8. Composant inductif selon l'une des revendications précédentes, dans lequel la perméabilité
magnétique varie perpendiculairement à la direction longitudinale magnétique (L).
9. Composant inductif selon la revendication 8, dans lequel il est prévu au moins un
entrefer (132) dont l'écartement varie perpendiculairement à la direction longitudinale
magnétique (L).
10. Composant inductif comprenant :
un enroulement (110, 210) et
un noyau magnétique (120, 220) entouré au moins partiellement par l'enroulement (110,
210), composant dans lequel le noyau magnétique (120, 220) présente une perméabilité
magnétique, qui varie perpendiculairement (Q) à la direction longitudinale magnétique
(L),
dans lequel le noyau présente, par ailleurs, une cavité (136) qui peut être remplie
de matériau (137) pour le réglage des propriétés magnétiques,
et dans lequel le noyau présente au moins une zone de raccordement (136a, 136b) pour
l'introduction du matériau (137) dans la cavité.
11. Composant inductif selon la revendication 10, dans lequel le noyau présente au moins
une partie de noyau (130, 230) dans laquelle sont prévus des matériaux magnétiques
de perméabilité magnétique différente.
12. Composant inductif selon la revendication 10 ou la revendication 11, dans lequel le
noyau présente un ou plusieurs entrefers (132, 232A-232E) de largeur d'entrefer variable.
13. Composant inductif selon la revendication 12, dans lequel ledit un ou les plusieurs
entrefers sont remplis d'une substance destinée à augmenter la conductibilité thermique.
14. Composant inductif selon l'une des revendications 10 à 13, dans lequel une partie
médiane de noyau entourée par l'enroulement, est prévue avec une surface frontale
(130S), qui est appliquée sur une deuxième partie de noyau (140).