Stand der Technik
[0001] Bei elektrischen Steuergeräten, z.B. in Kraftfahrzeugen, muss ein elektrischer Kontakt
zwischen einer im Steuergerät integrierten Leiterplatte und einem Stecker, z.B. einem
Kabelbaumstecker, hergestellt werden. Die Pole des Kabelbaumes können direkt auf der
Leiterplatte kontaktiert werden. Dabei können auf der Leiterplatte elektrische Kontaktflächen,
sogenannte Lands vorgesehen sein, die durch Kontaktelemente des Kabelbausteckers kontaktiert
werden.
[0002] Um einen Kontakt zwischen der Leiterplatte und den Kontaktelementen des Steckers
herzustellen, kann eine Anpressfeder vorgesehen sein, die eine Kraft auf die Kontaktflächen
in Richtung Leiterplatte ausübt. Die Anpressfeder ist dabei in der Regel an einem
Gehäuse, z.B. an einem Kragen, der Leiterplatte angeordnet und drückt im zusammengesteckten
Zustand die Kontaktelemente gegen die Leiterplatte.
[0003] Bei Steuergeräten, die ohne einen Kragen am Gehäuse der Leiterplatte ausgeführt sind,
kann eine derartige Anpressfeder nicht verwendet werden, da eine Befestigungsmöglichkeit
bzw. eine Stützgeometrie für die Feder nicht gegeben ist. Daher kann bei derartigen
Steuergeräten in Kombination mit herkömmlichen Steckern kein Andrücken der Kontaktelemente
an die Leiterplatte gewährleistet werden.
[0004] Ferner kann die Montage eines Steckers, insbesondere eine Bestückung des Kontaktträgers
mit Kontaktelementen aufwendig und kompliziert sein, wenn eine bekannte Anpressfedervorrichtung
verwendet wird.
Offenbarung der Erfindung
[0006] Es kann daher ein Bedarf an einem verbesserten und mit unterschiedlichen Steuergeräten
verwendbaren Stecker, sowie einer verbesserten Kombination von Stecker und entsprechender
Leiterplatte bestehen.
[0007] Diese Aufgabe kann durch den Gegenstand der vorliegenden Erfindung gemäß dem unabhängigen
Anspruch gelöst werden. Vorteilhafte Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung
sind in den abhängigen Ansprüchen beschrieben.
[0008] Im Folgenden werden Merkmale, Einzelheiten und mögliche Vorteile einer Vorrichtung
gemäß Ausführungsformen der Erfindung im Detail diskutiert.
[0009] Gemäß der Erfindung wird ein Stecker zur elektrischen Direktkontaktierung von Kontaktflächen
auf einer Leiterplatte vorgestellt. Der Stecker weist einen Kontaktträger auf, der
zur Aufnahme einer Leiterplatte ausgeführt ist. Ferner weist der Stecker Kontaktelemente,
die im Kontaktträger angeordnet sind und eine Anpressfedervorrichtung auf. Die Anpressfedervorrichtung
ist dabei zum Anpressen der Kontaktelemente an die Kontaktflächen der Leiterplatte
ausgeführt.
[0010] Anders ausgedrückt basiert die Idee der vorliegenden Erfindung darauf, die Anpressfedervorrichtung
direkt auf dem Stecker vorzusehen und diese geometrisch und materialtechnisch so auszuführen,
dass sie eine beim Einstecken des Steckers z.B. in ein Steuergerät in Steckrichtung
wirkende Kraft in eine orthogonal auf die Kontaktelemente wirkende Kraft umwandelt.
Die Kraft kann dabei durch eine Verformung der Anpressfedervorrichtung umgewandelt
werden.
[0011] Durch die Ausgestaltung der Anpressfedervorrichtung mit einem Kraftübertragungsbereich
der senkrecht zur Krafteinwirkung beim Zusammenstecken angeordnet ist, kann die Fläche
auf die die Kraft einwirkt vergrößert werden und auf diese Weise eine optimale Verformung
der Anpressfedervorrichtung und eine optimale Kraftübertragung auf die Kontaktelemente
erreicht werden.
[0012] Durch die erfindungsmäßige Ausgestaltung des Steckers mit einer direkt im Stecker
angeordneten Anpressfedervorrichtung kann eine sichere Kontaktherstellung zwischen
Kontaktelement und Leiterplatte bei unterschiedlichen Ausgestaltungen des Steuergeräts
gewährleistet werden. Die erfindungsgemäßen Stecker können z.B. mit Moldstuergeräten
verwendet werden, die eine kragenlose Schnittstelle zum Stecker aufweisen.
[0013] Der Stecker kann dabei als Kabelbaumstecker ausgeführt sein und zum Aufnehmen einer
Leiterplatte eines Steuergeräts geeignet sein. Der Stecker kann ausgeführt sein Leiterplatten
zu kontaktieren, die einseitig oder beidseitig Kontakteflächen aufweisen.
[0014] Der Kontaktträger kann einteilig oder zweiteilig ausgeführt sein. Bei zweiteiliger
Ausführung können zwei Kontaktträgerhälften mittels eines Gelenks miteinander schwenkbar
verbunden sein. Im Kontaktträger sind Kontaktelemente vorgesehen, die Leitungen eines
Kabelbaumsteckers mit Kontaktflächen der Leiterplatte verbinden können. Die Kontaktelemente
können z.B. durch eine Dichtmatte, die elektrisch isolierend ist in den Kontaktträger
eingeführt sein. Ferner können die Kontaktelemente als vorgespannte Kontaktfeder oder
als Kontaktfläche ausgeführt sein.
[0015] Die Anpressfedervorrichtung kann aus mehreren einzelnen Federelementen bestehen oder
einstückig ausgeführt sein. Sie ist direkt am Stecker angeordnet. D.h. im Gegensatz
zu bekannten Ausführungen, bei denen Anpressfedern z.B. an einem Kragen eines Steuergeräts
angeordnet sind, ist die erfindungsgemäße Anpressfedervorrichtung auf der Steckerseite
direkt am Kontaktträger angeordnet.
[0016] Die Anpressfedervorrichtung ist zum Anpressen der Kontaktelemente an die Kontaktflächen
der Leiterplatte ausgeführt. Die Anpressfedervorrichtung kann eine orthogonale Anpresskraft
dabei direkt oder indirekt auf die Kontaktelemente übertragen. Z.B. kann die Anpressfedervorrichtung
bei zweiteiliger Ausführung des Kontaktträgers die zwei Hälften des Kontaktträgers
zusammendrücken. Bei einteiliger Ausführung des Kontaktträgers können flexible bzw.
bewegliche Elemente, auch als Rastlanzen bezeichnet, zwischen der Anpressfedervorrichtung
und den Kontaktelementen vorgesehen sein. Diese können in einer zur Steckrichtung
senkrechten Richtung auslenkbar gelagert sein und auf diese Weise eine Anpresskraft
von der Anpressfedervorrichtung auf die Kontaktelemente übertragen.
[0017] Die Steckrichtung kann dabei z.B. der Längsrichtung des Steckers bzw. der Längsrichtung
der Leiterplatte entsprechen. Die Längsrichtung kann dabei der Richtung der größten
Ausdehnung entsprechen. Ferner kann die Steckrichtung der Bewegungsrichtung des Steckers
in Bezug auf die Leiterplatte während ein elektrischer Kontakt hergestellt wird entsprechen.
Die Kontaktnormalkraft wirkt dabei senkrecht zur Steckrichtung bzw. normal zur eingesteckten
Leiterplatte.
[0018] Die Anpressfedervorrichtung kann dabei z.B. eine geometrische Form aufweisen, die
bei Ausüben einer Kraft in Steckrichtung eine Verformung der Anpressfedervorrichtung
bedingt. Durch die Verformung wird die Kraft umgelenkt und wirkt senkrecht zu ihrer
ursprünglichen Richtung, nämlich senkrecht auf die Kontaktelemente. Z.B. kann die
Anpressfedervorrichtung S-förmig ausgeführt sein. Ferner kann die Anpressfedervorrichtung
einen Kraftübertragungsbereich aufweisen, der senkrecht zur Steckrichtung angeordnet
ist und die in Steckrichtung wirkende Kraft aufnehmen und übertragen kann.
[0019] Die Anpressfedervorrichtung kann ferner Bereiche mit unterschiedlicher Materialstärke
und/oder unterschiedlichen Materialien aufweisen, die die gewünschte Verformung und
Kraftübertragung begünstigen.
[0020] Gemäß der Erfindung wird ein Stecker zur elektrischen Direktkontaktierung von Kontaktflächen
auf einer Leiterplatte vorgestellt. Der Stecker weist einen Kontaktträger auf, der
zur Aufnahme einer Leiterplatte ausgeführt ist. Ferner weist der Stecker Kontaktelemente,
die im Kontaktträger angeordnet sind und eine Anpressfedervorrichtung auf. Die Anpressfedervorrichtung
ist dabei zum Anpressen der Kontaktelemente an die Kontaktflächen der Leiterplatte
ausgeführt. Die Anpressfedervorrichtung ist dabei am Kontaktträger angeordnet und
ausgeführt von einer Bestückungsposition in eine Verrastposition verschoben zu werden.
Dabei ist die Anpressfedervorrichtung ausgeführt beim Verschieben ihre Position in
Bezug auf den Kontaktträger zu ändern und ihre Form beizubehalten.
[0021] Die Bestückungsposition entspricht einer Position in der die Anpressfedervorrichtung
nicht vorgespannt ist. D.h. die Anpressfedervorrichtung übt keine Kraft auf den Kontaktträger
bzw. auf die flexiblen Elemente am Kontaktträger aus. In dieser Position der Anpressfedervorrichtung
können die Kontaktelemente ohne Krafteinwirkung in den Kontaktträger eingeschoben
bzw. aus diesem herausgezogen werden. Dies kann z.B. bei einer Bestückung des Steckers
mit Kontakten vorteilhaft sein.
[0022] In der Verrastposition steht die Anpressfedervorrichtung in Kontakt mit Oberflächen
des Kontaktträgers bzw. mit den flexiblen Elementen, so dass eine Kraft auf die Kontaktelemente
im Kontaktträger übertragen werden kann. Die Anpressfedervorrichtung kann zwischen
der Bestückungs- und Verrastposition z.B. manuell verschoben werden. Nach einer Bestückung
des Trägerelements kann die Anpressfedervorrichtung z.B. in die Verrastposition geschoben
werden. Anschließend kann die Leiterplatte in den Stecker zwischen die Kontaktelemente
geführt werden.
[0023] Für die Bestückungs- und Verrastposition können Rastelemente am Kontaktträger und/oder
an der Anpressfedervorrichtung vorgesehen sein, so dass die Anpressfedervorrichtung
in diesen Positionen z.B. arretiert werden kann. Die Verschiebbarkeit der Anpressfedervorrichtung
in Bezug auf das Trägerelement hat den Vorteil, dass eine Bestückung der Kontaktträger
mit Kontaktelementen ohne Krafteinwirkung durch die Anpressfedervorrichtung ermöglicht
wird.
[0024] Gemäß einem Ausführungsbeispiel der Erfindung weist der Stecker ferner ein Steckergehäuse
auf, das in Steckrichtung offen ist, so dass eine Aufnahme der Leiterplatte im Kontaktträger
möglich ist. Die Anpressfedervorrichtung ist dabei am Steckergehäuse angeordnet.
[0025] Das Steckergehäuse kann z.B. als Kragen ausgeführt sein. Die Anpressfedervorrichtung
ist z.B. mit einem ersten Ende im Inneren des Kragens befestigt. Ein zweites Ende
der Anpressfedervorrichtung kann dabei frei zum Inneren des Steckers gerichtet sein
und als Kraftübertragungsbereich ausgeführt sein. Ein Anpressbereich zwischen dem
ersten und dem zweiten Ende der Anpressfedervorrichtung kann z.B. parallel am Kontaktträger
oder am flexiblen Element anliegen und bei Verformung der Anpressfedervorrichtung
die Kontaktnormalkraft an die Kontaktelemente übertragen.
[0026] Gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel der Erfindung ist an der Anpressfedervorrichtung
eine Ausnehmung vorgesehen. Die Ausnehmung ist dabei derart ausgeführt ist, dass ein
Werkzeug in einem vordefinierten Abstand zu den Kontaktelementen durch die Ausnehmung
in den Kontaktträger einführbar ist.
[0027] Die Ausnehmung kann als eine Öffnung z.B. an einem Kraftübertragungsbereich der Anpressfedervorrichtung
ausgeführt sein. Die Abmessungen der Öffnung können dabei z.B. den Durchmesser des
Werkzeugs festlegen. Der vordefinierte Abstand kann dabei z.B. durch die Positionierung
der Öffnung an der Anpressfedervorrichtung vorgebeben sein. Die Ausnehmung kann z.B.
ausgeführt sein ein stabartiges Werkzeug ins Innere des Kontaktträgers in sicherem
Abstand zu den Kontaktelementen zu führen. Dort kann mittels des Werkzeugs z.B. die
Fixierung der flexiblen Elemente des Kontaktträgers gelöst werden, so dass z.B. im
Kontaktträger befindliche Kontaktelemente wieder entfernt werden können.
[0028] Auf diese Weise kann die Anpressfedervorrichtung eine Spacerfunktion übernehmen.
Dadurch kann auf zusätzliche Spacerelemente verzichtet werden. Dies kann einerseits
Kosten und andererseits Montageaufwand reduzieren.
[0029] Gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel der Erfindung weist die Anpressfedervorrichtung
für jedes Kontaktelement eine Anpressfeder auf. D.h. die Anpressfedervorrichtung kann
aus individuellen Federelementen bestehen, die jeweils einem Kontaktelement zugeordnet
sind. Dabei können die einzelnen Anpressfedern separat, d.h. ohne Verbindung zu den
benachbarten Federn ausgeführt sein. Alternativ können die Anpressfedern zwei Bereiche
aufweisen. Einen ersten Bereich, in dem die einzelnen Anpressfedern miteinander verbunden
sind und einen zweiten Bereich, in dem die Anpressfedern separat voneinander ausgebildet
sind. Der erste Bereich ist also integral bzw. zusammenhängend. Der zweite Bereich
kann z.B. kammartig ausgeführt sein und für jedes Kontaktelement individuell gestaltet
werden.
[0030] Die Anpressfedervorrichtung insgesamt bzw. einzelne Anpressfedern können ganz oder
teilweise aus nicht leitendem Material bestehen bzw. partiell isolierend beschichtet
sein. Alternativ kann das Kontaktelement an dem eine Anpressfeder anliegen kann partiell
isolierend beschichtet sein.
[0031] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung wird eine Steckverbindung zur elektrischen
Direktkontaktierung von Kontaktflächen auf einer Leiterplatte vorgestellt. Die Steckverbindung
weist einen der oben beschriebenen Stecker und eine Leiterplatte auf. An der Leiterplatte
ist dabei ein Betätigungselement angeordnet, das ausgeführt ist eine Kraft auf die
Anpressfedervorrichtung, insbesondere auf den Kraftübertragungsbereich auszuüben.
Das Betätigungselement kann z.B. als eine Schnittstelle mit einer zur Steckrichtung
senkrechten Oberfläche ausgeführt sein. Ferner kann das Betätigungselement als Gehäuse
der Leiterplatte bzw. als ein an der Leiterplatte angeordneter Kragen ausgeführt sein.
[0032] Gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel ist die Steckverbindung ferner derart ausgeführt,
dass eine Kraftübertragung auf die Kontaktelemente erst in einem letzen Bereich des
Steckweges stattfindet. Hierzu können sich die Hälften des Kontaktträgers leicht öffnen,
d.h. einen Winkel miteinander einschließen, so dass Beschädigungen der Kontaktelemente
durch Leiterplatten- bzw. Landkanten vermieden werden können.
[0033] Weitere Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden dem Fachmann aus
der nachfolgenden Beschreibung beispielhafter Ausführungsformen, die jedoch nicht
als die Erfindung beschränkend auszulegen sind, unter Bezugnahme auf die beigelegten
Zeichnungen ersichtlich.
- Fig. 1
- zeigt einen Querschnitt durch eine Steckverbindung gemäß dem Stand der Technik
- Fig. 2
- zeigt einen Querschnitt durch einen Stecker zur elektrischen Direktkontaktierung von
Kontaktflächen einer Leiterplatte gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel der Erfindung
- Fig. 3
- zeigt drei Momentaufnahmen eines Steckvorgangs einer Steckverbindung gemäß einem Vergleichsbeispiel
- Fig. 4
- zeigt einen Anpressvorgang einer Anpressfedervorrichtung gemäß einem weiteren Vergleichsbeispiel
- Fig. 5
- zeigt Querschnitte durch unterschiedliche Ausgestaltungen der Anpressfedervorrichtung
gemäß dem ersten Vergleichsbeispiel
- Fig. 6
- zweigt einen Querschnitt und eine perspektivische Ansicht einer Anpressfedervorrichtung
gemäß einem weiteren Vergleichsbeispiel
- Fig. 7
- zeigt ein Vergleichsbeispiel des Steckers gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel mit
Möglichkeit zur Demontage von Kontaktelementen
- Fig. 8
- zeigt ein weiteres Vergleichsbeispiel des Steckers mit der Möglichkeit zur Detektierung
von nicht korrekt in Position befindlichen Kontakten
- Fig. 9
- zeigt eine weitere Ausgestaltung der Steckverbindung gemäß dem ersten Vergleichsbeispiel
- Fig. 10
- zeigt einen Querschnitt durch einen Stecker zur elektrischen Direktkontaktierung von
Kontaktflächen einer Leiterplatte gemäß der Erfindung mit unterschiedlichen Positionen
der Anpressfedervorrichtung
- Fig. 11
- zeigt zwei Momentaufnahmen eines Steckvorgangs einer Steckverbindung gemäß der Erfindung
- Fig. 12
- zeigt Querschnitte durch unterschiedliche Ausgestaltungen der Anpressfedervorrichtung
gemäß der Erfindung
- Fig.13
- zeigt ein Ausführungsbeispiel des Steckers gemäß der Erfindung mit Möglichkeit zur
Demontage von Kontaktelementen
- Fig. 14
- zeigt eine weitere Ausgestaltung der Steckverbindung gemäß der Erfindung
- Fig. 15
- zweigt eine perspektivische Ansicht eines Kontaktträgers
[0034] Alle Figuren sind lediglich schematische Darstellungen erfindungsgemäßer Vorrichtungen
bzw. ihrer Bestandteile gemäß Ausführungsbeispielen der Erfindung. Insbesondere Abstände
und Größenrelationen sind in den Figuren nicht maßstabsgetreu wiedergegeben. In den
verschiedenen Figuren sind sich entsprechende Elemente mit den gleichen Referenznummern
versehen.
[0035] In Fig. 1 ist eine Steckverbindung 31' gemäß dem Stand der Technik dargestellt. Ein
Stecker 1' weist einen Kontaktträger 5' auf, in den über eine Dichtmatte 39' Kontaktelemente
7' eingeführt sind. Der Stecker 1' ist z.B. ein Kabelbaumstecker. Die Kontaktelemente
7' stellen einen direkten elektrischen Kontakt zu Kontaktflächen einer Leiterplatte
3' her. Die Leiterplatte 3' ist dabei z.B. als Teil eines Steuergeräts 35' ausgeführt
und von einem Gehäuse umgeben. In diesem Gehäuse sind Anpressfedern 9' integriert,
die die Kontaktelemente 7' an die Leiterplatte 3' drücken.
[0036] Beispielsweise bei kragenlosen Steuergeräten ist eine Gewährleisung eines sicheren
Kontakts zwischen Leiterplatte 3' und Kontaktelement 7' mit dem Stecker 1' gemäß dem
Stand der Technik nicht möglich.
[0037] Beim erfindungsgemäßen Stecker 1 der in Fig. 2 bis 15 im Detail dargestellt ist,
ist die Anpressfedervorrichtung 9 direkt am Stecker 1 angeordnet und ausgeführt eine
in Steckrichtung 11 wirkende Kraft 13 in eine Kontaktnormalkraft 15 umzuwandeln. Auf
diese Weise können z.B. auch kragenlose Steuergeräte 35 bzw. Schnittstellen ohne Interface
mit dem Stecker 1 sicher verwendet werden.
[0038] Fig. 2 bis 9 zeigen ein erstes Vergleichsbeispiel bei dem die Anpressfedervorrichtung
9 direkt am Steckergehäuse 19 angeordnet ist. In Fig. 10 bis 15 ist ein Ausführungsbeispiel
dargestellt bei dem die Anpressfedervorrichtung 9 erfindungsgemäß direkt am Kontaktträger
5 angeordnet ist und in Bezug auf diesen beweglich ausgeführt ist.
[0039] Fig. 2 zeigt einen Stecker 1, der im Unterschied zu Fig. 1 ein kragenförmiges Steckergehäuse
19 aufweist, an dem die Anpressfedervorrichtung 9 angeordnet ist. Der Kontaktträger
5 ist zweiteilig ausgeführt. Die Kontaktträgerhälften sind mittels eines Gelenks 37
drehbar verbunden. Ferner können bewegliche Elemente 21 vorgesehen sein, die in einer
zur Steckrichtung 11 senkrechten Richtung auslenkbar sind und eine von der Anpressfedervorrichtung
9 ausgeübte Kraft an die Kontaktelemente 7 übertragen können. Die Anpressfedervorrichtung
9 weist einen Kraftübertragungsbereich 17 auf, der senkrecht zur Steckrichtung 11
angeordnet ist und mit einer Schnittstelle bzw. einem Betätigungselement 33 an der
Leiterplatte 3 zusammenwirken kann.
[0040] Der Steckvorgang ist in Fig. 3 dargestellt. Durch die Steckbewegung wird eine in
Steckrichtung 11 wirkende Kraft 13 (Fig. 3B) von dem Betätigungselement 33 an die
Anpressfedervorrichtung 9 und insbesondere an den Kraftübertragungsbereich 17 übertragen.
Die Anpressfedervorrichtung 9 verformt sich und legt die beaufschlagte Krafteinwirkung
in eine orthogonal wirkende Krafteinwirkung um. Diese sorgt als Kontaktnormalkraft
15 (Fig. 3B) für eine Anpressung der Kontaktelemente 7 an die Kontaktflächen der Leiterplate
3. Dabei kann die Anpressfedervorrichtung 9 direkt auf den Kontaktträger 5 bzw. auf
die daran angeordneten beweglichen Elemente 21 wirken. In Fig. 4 ist eine alternative
Ausgestaltung der Anpressfedervorrichtung 9 und des Anpressvorgangs dargestellt. Dabei
verläuft ein Teilbereich der Anpressfedervorrichtung 9 z.B. nicht parallel zu den
Kontaktträgern 5 bzw. Kontaktelementen 7 sondern ist diesen gegenüber geneigt. Auf
diese Weise kann die Umwandelung der auf den Kraftübertragungsbereich 17 wirkenden
Kraft in eine Kontaktnormalkraft begünstigt werden.
[0041] In Fig. 5 sind unterschiedliche Ausgestaltungen der Anpressfedervorrichtung 9 gezeigt.
Die Anpressfedervorrichtung kann dabei aus mehreren Anpressfedern bestehen, die jeweils
einen ersten Bereich 27 und einen zweiten Bereich 29 aufweisen. Der erste Bereich
27 kann alle Anpressfedern miteinander verbinden. Der zweite Bereich kann für jede
Anpressfeder individuell bzw. separat ausgeführt sein. In Fig. 5A weist die Anpressfeder
einen zweiten Bereich 29 auf, der von einem ersten Bereich 27 umgeben ist. D.h. der
S-förmige Bereich ist für jedes Kontaktelement 7 individuell gefertigt. In Fig. 5B
ist die Anpressfeder kammartig ausgeführt. D.h. der erste Bereich 27 verbindet die
einzelnen Anpressfedern der Anpressfedervorrichtung 9 miteinander. Im zweiten Bereich
29 sind diese getrennt voneinander ausgeführt. In Fig. 5C ist eine Anpressfeder gezeigt,
die komplett individuell, d.h. ohne Verbindung zu den benachbarten Anpressfedern ausgeführt
ist.
[0042] In Fig. 6 ist eine weitere Alternative der Anpressfedervorrichtung 9 mit einer Anlagefläche
45, auch als Abkantung bezeichnet, gezeigt. Die Anlagefläche 45 ist ausgeführt, an
das Steckergehäuse 19 ggf. flach gepresst zu werden, wenn eine Kraft 13 in Steckrichtung
auf die Anpressfedervorrichtung 9 ausgeübt wird. Die Anlagefläche 45 kann der Versteifung
der Anpressfedervorrichtung 9 dienen und ein Durchbiegen verhindern. Ferner kann die
Anlagefläche 45 als Anschlag bzw. Wegbegrenzung für die Anpressfedervorrichtung 9
dienen. Die Anlagefläche 45 ist im zweiten integralen Bereich 29 der Anpressfedervorrichtung
9 angeordnet und kann z.B. eine 90°-Abwinkelung der Anpressfedervorrichtung 9 umfassen.
Fig. 6A zeigt dabei einen Querschnitt und Fig. 6B eine perspektivische Ansicht der
Anpressfedervorrichtung 9. Auch in Fig. 12A ist eine Anlagefläche 45 gezeigt.
[0043] Fig. 7 zeigt eine Ausführung des Steckers 1 mit einer Ausnehmung 23 in der Anpressfedervorrichtung
9, insbesondere auf dem Kraftübertragungsbereich 17. Diese ist derart ausgelegt, dass
ein Demontage-Werkzeug 25 durch die Ausnehmung 23 in den Kontaktträger 5 eingeführt
werden kann, ohne die Kontaktelemente 7 bzw. die beweglichen Elemente 21 zu beschädigen.
Dies kann z.B. durch die Positionierung und durch die Abmessungen der Ausnehmung 23
erreicht werden. Durch die Beabstandung des Kraftübertragungsbereichs 17 von dem Kontaktträger
5 im nicht zusammengestecken Zustand des Steckers 1 wird eine Spacerfunktion durch
die Anpressfedervorrichtung 9 erfüllt.
[0044] In Fig. 8 ist eine weitere Form der Anpressfedervorrichtung 9 mit einer Ausnehmung
25 dargestellt. Neben der Kontaktentriegelung wie in Fig. 7 gezeigt bietet die Anpressfedervorrichtung
9 die Möglichkeit einen nicht korrekt in Position befindliches Kontaktelement 7 zu
detektieren. Dies kann über eine Positionsabfrage des beweglichen Elements 21 geschehen.
In Fig. 8A ist das Kontaktelement 7 korrekt im Kontaktträger 5 positioniert, so dass
das Demontage-Werkzeug 25 durch die Ausnehmung 23 auf eine erste Eindringtiefe in
den Kontaktträger 5 eingeführt werden kann. Ist das Kontaktelement 7 wie in Fig. 8B
dargestellt nicht korrekt bestückt bzw. nicht in seiner Endposition, so lässt sich
das bewegliche Element 21 nicht vollständig in Position bringen bzw. schließen. Daher
stößt das Demontage-Werkzeug 25 bzw. ein weiteres Überprüfungswerkzeug an der mit
47 bezeichneten Kollisionsstelle mit dem beweglichen Element 21 zusammen und kann
nur bis auf eine zweite Eindringtiefe in den Kontaktträger eindringen. Die zweite
Eindringtiefe ist um einen Betrag A kleiner als die erste Eindringtiefe. Auf Grund
dieser Differenz kann eine nicht korrekte Positionierung des Kontaktelements 7 detektiert
werden.
[0045] In Fig. 9 ist eine alternative Form der Steckverbindung 31 dargestellt. Im Unterschied
zu vorhergehenden Beispielen sind die Kontaktelemente 7 in Fig. 9 als Kontaktfedern
ausgeführt. Hierbei sind keine beweglichen Elemente 21 vorgesehen. Die Kontaktnormalkraft
15 kann von der Anpressfedervorrichtung 9 direkt bzw. komplett integral auf die Kontaktträger
5 übertragen werden. Ferner ist auf der Steuergerätseite die Leiterplatte 3 durch
eine Dichtmatte 39 geführt.
[0046] In Fig. 10 ist ein Stecker 1 gemäß einem Ausführungsbeispiel dargestellt. Die Anpressfedervorrichtung
9 ist dabei direkt am Kontaktträger 5 montiert und in Bezug auf diesen verschiebbar
ausgelegt. Diese Ausgestaltung ermöglicht eine Kontaktbestückung ohne Krafteinwirkung
durch die Anpressfedervorrichtung 9. In Fig. 10A befindet sich die Anpressfedervorrichtung
9 in einer Bestückungsposition, so dass die beweglichen Elemente 21 in ihrer Position
nicht fixiert sind und beim Einführen von Kontaktelementen 7 in den Kontaktträger
5 nach außen ausweichen können. In Fig. 10B werden nach dem Bestücken des Kontaktträgers
5 mit Kontaktelementen 7 die beweglichen Elemente 21 z.B. manuell in eine Verriegelposition
gebracht. Anschließend wird wie in Fig. 10C und 10D gezeigt, die Anpressfedervorrichtung
9 in eine Verrastposition verschoben, so dass die beweglichen Elemente 21 fixiert
sind. Für die Bestückungs- und Verrastposition der Anpressfedervorrichtung 9 können
am Kontaktträger 5 entsprechende Raststellen vorgesehen sein.
[0047] Wenn die Anpressfedervorrichtung 9 in der Verrastposition ist, kann wie in Fig. 11
gezeigt, der Stecker 1 in das Steuergerät 35 eingesteckt werden. Im Zusammenspiel
mit dem Schnittstellenkragen der Leiterplatte 3 kann die Anpressfedervorrichtung 9
die geforderte Kraftunterstützung für die Kontaktherstellung erbringen. Wie in Fig.
11A gezeigt kann bei der Ausgestaltung der Anpressfedervorrichtung 9 gemäß dem zweiten
Ausführungsbeispiel eine Krafteinwirkung auf die Anpressfedervorrichtung 9 erst gegen
Ende des Steckweges stattfinden. Hierzu können sich die Hälften des Kontaktträgers
5 öffnen bzw. um das Gelenk 37 drehen, so dass Beschädigungen durch Kanten der Leiterplatte
3 bzw. Landkanten am Kontaktelement 7 vermieden werden können. Fig. 11B zeigt die
Steckverbindung 31 in der zusammengesteckten Position. Durch eine Verformung der Anpressfedervorrichtung
9 wird eine Kontaktnormalkraft 15 auf die Kontaktelemente ausgeübt. Die Anpressfedervorrichtung
9 ist dabei ferner so ausgeführt, dass durch eine Kraftausübung auf das Kontaktfederende
43 sich kein Moment bildet, das einer Schließung beider Kontaktträgerhälften entgegenwirkt.
[0048] Fig. 12 zeigt in Analogie zu Fig. 5 mögliche Ausgestaltungen der Anpressfedervorrichtung
9 gemäß dem Ausführungsbeispiel. Die in Fig. 12A gezeigte Anpressfeder ist im ersten
Bereich 27 mit den benachbarten Anpressfedern verbunden und im zweiten Bereich 29
kammartig ausgeführt. In Fig. 12B ist die Anpressfeder separat von den benachbarten
Federn ausgestaltet. Fig. 12C zeigt zwei Anpressfedern, die jeweils eine der beiden
Hälften des Kontaktträgers 5 berühren. Diese Anpressfedern sind miteinander verbunden
und können ferner erste Bereiche 27 und zweite Bereiche 29 aufweisen.
[0049] In Fig. 13 ist ähnlich zu Fig. 7 die Möglichkeit einer Demontage der Kontaktelemente
7 durch eine Ausnehmung 23 mittels eines Demontage-Werkzeugs 25 dargestellt. Die Anpressfedervorrichtung
9 erfüllt dabei z.B. in der Bestückungsposition eine Spacerfunktion, da sie einen
Abstand zwischen Kontaktträger 5 und dem Demontage-Werkzeug 25 vorgibt. Ferner kann
ähnlich zu Fig. 8 auch die Funktion der Detektion einer nicht korrekten Positionierung
eines Kontaktelements 7 implementiert sein.
[0050] Fig. 14 zeigt eine Steckverbindung 31 gemäß dem Ausführungsbeispiel, in der ähnlich
zu Fig. 9 die Kontaktelemente 7 als Federkontakte ausgeführt sind. Dabei kann die
Anpressfedervorrichtung 9 komplett integral auf den Kontaktträger 5 wirken. Die Anpresskraft
bzw. Kontaktnormalkraft 15 kann entlang einer Berührlinie 43 über den Kontaktpunkten
bzw. über den einzelnen Kontaktelementen 7 auf den Kontaktträger 5 eingebracht werden.
Dies ist schematisch in Fig. 15 gezeigt. Ein Durchbiegen des Kontaktträgers 5 aufgrund
einer punktuellen Einleitung der Anpress- bzw. der Kontaktnormalkraft 15 kann auf
diese Weise vermieden werden.
[0051] Abschließend wird angemerkt, dass Ausdrücke wie "aufweisend" oder ähnliche nicht
ausschließen sollen, dass weitere Elemente vorgesehen sein können. Des Weiteren sei
darauf hingewiesen, dass "eine" oder "ein" keine Vielzahl ausschließen. Außerdem können
in Verbindung mit den verschiedenen Ausführungsformen beschriebene Merkmale beliebig
miteinander kombiniert werden. Es wird ferner angemerkt, dass die Bezugszeichen in
den Ansprüchen nicht als den Umfang der Ansprüche beschränkend ausgelegt werden sollen.
1. Stecker (1) zur elektrischen Direktkontaktierung von Kontaktflächen auf einer Leiterplatte
(3), der Stecker (1) aufweisend,
einen Kontaktträger (5), der zur Aufnahme einer Leiterplatte (3) ausgeführt ist;
Kontaktelemente (7), welche im Kontaktträger (5) angeordnet sind;
eine Anpressfedervorrichtung (9), die zum Anpressen der Kontaktelemente (7) an die
Kontaktflächen der Leiterplatte (3) ausgeführt ist;
dadurch gekennzeichnet, dass
die Anpressfedervorrichtung (9) am Kontaktträger (5) angeordnet ist;
wobei die Anpressfedervorrichtung (9) ausgeführt ist, von einer Bestückungsposition
in eine Verrastposition verschoben zu werden;
wobei die Anpressfedervorrichtung (9) ausgeführt ist, beim Verschieben ihre Position
in Bezug auf den Kontaktträger (5) zu ändern und ihre Form beizubehalten.
2. Stecker (1) gemäß Anspruch 1, ferner aufweisend
ein bewegliches Element (21), welches am Kontaktträger (5) zwischen der Anpressfedervorrichtung
(9) und den Kontaktelementen (7) angeordnet ist und in einer zur Steckrichtung (11)
senkrechten Richtung auslenkbar ausgeführt ist;
wobei die Anpressfedervorrichtung (9) ausgeführt ist das bewegliche Element (21) an
die Kontaktelemente (7) derart zu drücken, dass die Kontaktelemente (7) an eine in
den Kontaktträger (5) eingeführte Leiterplatte (3) angepresst sind.
3. Stecker (1) gemäß einem der Ansprüche 1 oder 2,
wobei an der Anpressfedervorrichtung (9) eine Ausnehmung (23) vorgesehen ist;
wobei die Ausnehmung (23) derart ausgeführt ist, dass ein Werkzeug (25) in einem vordefinierten
Abstand zu den Kontaktelementen (7) durch die Ausnehmung (23) in den Kontaktträger
(5) einführbar ist.
4. Stecker (1) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 3,
wobei die Anpressfedervorrichtung (9) für jedes Kontaktelement (7) eine Anpressfeder
aufweist.
5. Stecker (1) gemäß Anspruch 4,
wobei die Anpressfedern für jedes Kontaktelement (7) separat ausgeführt sind.
6. Stecker (1) gemäß Anspruch 4,
wobei die Anpressfedern einen ersten Bereich (27) und einen zweiten Bereich (29) aufweisen;
wobei der erste Bereich (27) die einzelnen Anpressfedern verbindet;
wobei die Anpressfedern im zweiten Bereich (29) separat voneinander ausgebildet sind.
7. Stecker (1) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 6,
wobei die Anpressfedervorrichtung (9) eine Anlagefläche (45) aufweist;
wobei die Anlagefläche (45) ausgeführt ist am Kontaktträger (5) oder am Steckergehäuse
(19) anzuliegen und bei Krafteinwirkung die Anpressfedervorrichtung (9) zu versteifen.
8. Steckverbindung (31) zur elektrischen Direktkontaktierung von Kontaktflächen auf einer
Leiterplatte (3), die Steckverbindung (31) aufweisend
einen Stecker (1) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 7;
eine Leiterplatte (3);
wobei an der Leiterplatte (3) ein Betätigungselement (33) angeordnet ist, welches
ausgeführt ist eine Kraft (13) auf die Anpressfedervorrichtung (9) auszuüben.
1. Connector (1) for making direct electric contact with contact surfaces on a circuit
board (3), the connector (1) having
a contact carrier (5), which is designed to hold a circuit board (3);
contact elements (7), which are arranged in the contact carrier (5);
a pressing spring device (9), which is designed to press the contact elements (7)
onto the contact surfaces of the circuit board (3);
characterized in that
the pressing spring device (9) is arranged on the contact carrier (5);
wherein the pressing spring device (9) is designed to be displaced from a fitting
position into a latching position;
wherein the pressing spring device (9) is designed to change its position in relation
to the contact carrier (5) and to maintain its shape during the displacement.
2. Connector (1) according to Claim 1, also having
a movable element (21), which is arranged on the contact carrier (5), between the
pressing spring device (9) and the contact elements (7), and is designed to be deflectable
in a direction perpendicular to the plug-in direction (11);
wherein the pressing spring device (9) is designed to press the movable element (21)
onto the contact elements (7) in such a way that the contact elements (7) are pressed
onto a circuit board (3) inserted into the contact carrier (5).
3. Connector (1) according to either of Claims 1 and 2,
wherein a cutout (23) is provided on the pressing spring device (9);
wherein the cutout (23) is designed in such a way that a tool (25) can be introduced
into the contact carrier (5) through the cutout (23) at a predefined distance from
the contact elements (7).
4. Connector (1) according to one of Claims 1 to 3,
wherein the pressing spring device (9) has a pressing spring for each contact element
(7).
5. Connector (1) according to Claim 4,
wherein the pressing springs are designed separately for each contact element (7).
6. Connector (1) according to Claim 4,
wherein the pressing springs have a first region (27) and a second region (29);
wherein the first region (27) connects the individual pressing springs;
wherein the pressing springs are formed separately from one another in the second
region (29).
7. Connector (1) according to one of Claims 1 to 6,
wherein the pressing spring device (9) has a contact surface (45);
wherein the contact surface (45) is designed to rest on the contact carrier (5) or
on the connector housing (19) and to stiffen the pressing spring device (9) under
the action of force.
8. Plug connection (31) for making direct electric contact with contact surfaces on a
circuit board (3), the plug connection (31) having
a connector (1) according to one of Claims 1 to 7;
a circuit board (3);
wherein an actuating element (33), which is designed to exert a force (13) on the
pressing spring device (9), is arranged on the circuit board (3).
1. Connecteur (1) pour l'établissement d'un contact électrique direct de surfaces de
contact sur une carte de circuit imprimé (3), le connecteur (1) comportant un support
de contact (5) qui est conçu pour recevoir une carte de circuit imprimé (3) ;
des éléments de contact (7) qui sont disposés dans le support de contact (5) ;
un dispositif à ressort de pression (9) qui est conçu pour presser les éléments de
contact (7) contre les surfaces de contact de la carte de circuit imprimé (3) ;
caractérisé en ce que
le dispositif à ressort de pression (9) est disposé sur le support de contact (5)
;
dans lequel le dispositif à ressort de pression (9) est conçu pour être déplacé d'une
position de montage à une position de verrouillage ;
dans lequel le dispositif à ressort de pression (9) est conçu, lors du déplacement,
pour modifier sa position par rapport au support de contact (5) et maintenir sa forme.
2. Connecteur (1) selon la revendication 1, comportant en outre
un élément mobile (21) qui est disposé sur le support de contact (5) entre le dispositif
à ressort de pression (9) et les éléments de contact (7) et qui est conçu pour pouvoir
être dévié dans une direction perpendiculaire à la direction d'enfichage (11) ;
dans lequel le dispositif à ressort de pression (9) est conçu pour presser l'élément
mobile (21) contre les éléments de contact (7) de manière à ce que les éléments de
contact (7) soient pressés contre une carte de circuit imprimé (3) insérée dans le
support de contact (5).
3. Connecteur (1) selon l'une des revendications 1 ou 2,
dans lequel un évidement (23) est prévu sur le dispositif à ressort de pression (9)
;
dans lequel l'évidement (23) est conçu de manière à ce qu'un outil (25) puisse être
introduit à travers l'évidement (23) dans le support de contact (5) à une distance
prédéfinie des éléments de contact (7).
4. Connecteur (1) selon l'une des revendications 1 à 3,
dans lequel le dispositif à ressort de pression (9) comporte un ressort de pression
pour chaque élément de contact (7).
5. Connecteur (1) selon la revendication 4,
dans lequel les ressorts de pression sont réalisés séparément pour chaque élément
de contact (7).
6. Connecteur (1) selon la revendication 4,
dans lequel les ressorts de pression présentent une première zone (27) et une deuxième
zone (29) ;
dans lequel la première zone (27) relie les différents ressorts de pression ;
dans lequel les ressorts de pression dans la deuxième zone (29) sont réalisés séparément
les uns des autres.
7. Connecteur (1) selon l'une des revendications 1 à 6,
dans lequel le dispositif à ressort de pression (9) présente une surface d'appui (45)
;
dans lequel la surface d'appui (45) est réalisée pour reposer sur le support de contact
(5) ou sur le boîtier de connecteur (19) et pour rigidifier le dispositif à ressort
de pression (9) lorsqu'une force est appliquée.
8. Connexion enfichable (31) pour l'établissement d'un contact électrique direct de surfaces
de contact sur une carte de circuit imprimé (3), la connexion enfichable (31) comportant
un connecteur (1) selon l'une des revendications 1 à 7 ;
une carte de circuit imprimé (3) ;
dans lequel un élément d'actionnement (33) est disposé sur la carte de circuit imprimé
(3), lequel est conçu pour exercer une force (13) sur le dispositif à ressort de pression
(9).