| (19) |
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(11) |
EP 2 563 154 B9 |
| (12) |
KORRIGIERTE EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis: Bibliographie entspricht dem neuesten Stand |
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Korrekturinformation: |
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Korrigierte Fassung Nr. 1 (W1 B1) |
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Korrekturen, siehe Ansprüche DE |
| (48) |
Corrigendum ausgegeben am: |
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27.12.2017 Patentblatt 2017/52 |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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04.10.2017 Patentblatt 2017/40 |
| (22) |
Anmeldetag: 21.04.2011 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2011/056428 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2011/134892 (03.11.2011 Gazette 2011/44) |
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| (54) |
VORRICHTUNG UND VERFAHREN ZUM TRENNEN EINER OBERFLÄCHENSCHICHT VON TIERISCHEN NAHRUNGSMITTELPRODUKTEN
APPARATUS AND METHOD FOR REMOVING A SUPERFICIAL LAYER OF AN ANIMAL FOOD PRODUCT
DISPOSITIF ET PROCÉDÉ DE SEPARATION D'UNE COUCHE SUPERFICIELLE DE PRODUITS ALIMENTAIRES
ANIMAUX
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
27.04.2010 DE 102010018514
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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06.03.2013 Patentblatt 2013/10 |
| (73) |
Patentinhaber: Nordischer Maschinenbau
Rud. Baader GmbH + Co. KG |
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23560 Lübeck (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- GRABAU, Thomas
23564 Lübeck (DE)
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| (74) |
Vertreter: Stork Bamberger Patentanwälte PartmbB |
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Meiendorfer Strasse 89 22145 Hamburg 22145 Hamburg (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-A1- 4 025 600 DE-A1- 19 739 618 US-A- 3 504 721
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DE-A1- 10 123 811 DE-U1- 8 712 573
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Trennen einer Oberflächenschicht von
in Produktlaufrichtung der Vorrichtung förderbaren tierischen Nahrungsmittelprodukten,
umfassend ein Gestell, eine angetriebene, eine strukturierte, kreiszylindrische Walzenmantelfläche
aufweisende Mitnehmerwalze, die um eine quer zur Produktlaufrichtung über die Arbeitsbreite
der Vorrichtung in Vorrichtungsquerrichtung sich erstreckende Walzendrehachse drehbar
ist, umfassend eine der Mitnehmerwalze gegenüberstehende Messereinrichtung mit einem
ein Trennmesser haltenden Messerhalter-Andrückkörper, der sich mit der Mitnehmerwalze
über deren Zenitbereich und, in Produktlaufrichtung der Mitnehmerwalze betrachtet,
in dem hinter der Mitnehmerwalze liegenden Raum erstreckt, der eine der Walzenmantelfläche
entsprechende konkave Andrückfläche aufweist und der um eine sich in der Vorrichtungsquerrichtung
erstreckende Andrückkörper-Schwenkachse schwenkbar ist, und umfassend eine Andrückkraft
auf den Messerhalter-Andrückkörper ausübende Andrückeinrichtung, wobei die Walzenmantelfläche
und die Andrückkörper-Andrückfläche einen die durch das Trennmesser abgetrennte Oberflächenschicht
transportierenden, im Arbeitsbetrieb selbsttätig veränderbaren Zugspalt bilden, der
einen Zugspalt-Einlaufbereich und einen Zugspalt-Auslaufbereich aufweist, wobei der
Zugspalt gegen die auf den Messerhalter-Andrückkörper ausgeübte Andrückkraft in dem
Zugspalt-Einlaufbereich entsprechend der Dicke der eingezogenen Oberflächenschicht
selbsttätig geweitet wird. Die Erfindung bezieht sich auch auf ein Verfahren zum automatischen
Trennen einer Oberflächenschicht von geförderten tierischen Nahrungsmittelprodukten
durch Abtrennen der Oberflächenschicht mittels eines Trennmessers und Einziehen und
Fördern der abgetrennten Oberflächenschicht mittels Zugspalt, der zwischen einer angetriebenen
Mitnehmerwalze und einem das Trennmesser haltenden, zur Bildung des Zugspalts in Richtung
auf die Mitnehmerwalze gedrückten Messerhalter-Andrückkörper ausgebildet wird.
[0002] Vorrichtungen mit den genannten und ähnlichen Konstruktionsmerkmalen sind bekannt.
Von besonderer Bedeutung ist es, dass beim vollautomatischen Betrieb der Vorrichtung
besonders dünne Oberflächenschichten zuverlässig abgetrennt werden. Bei derartigen
dünnen Oberflächenschichten, die von tierischem Muskelgewebe abgetragen werden, handelt
es sich insbesondere um Haut einschließende Schichten der Filets von Fischen. Es kommt
darauf an, dass sich der angedrückte Messerhalter-Andrückkörper beim Einlaufen in
den Zugspalt unverzüglich selbsttätig auf die abgetrennte Oberflächenschicht einstellt.
Dieses schnelle Ansprechverhalten des Messerhalter-Andrückkörpers muss einhergehen
mit zuverlässigem sicherem Erfassen der in den Zugspalt einlaufenden Oberflächenschicht.
Insbesondere bei dünnen Oberflächenschichten kommt der Mitnahmegriffigkeit der Mitnehmerwalze,
also deren Oberflächenstruktur, besondere Bedeutung zu. Die Walzenmantelfläche ist
zumeist durch eine Zahnung gebildet, deren Profil empfindlich von insbesondere dünner,
zu erfassender Oberflächenschicht abhängt. Die Ausprägung der Profile hängt von einer
Reihe von Faktoren, zum Beispiel Produktionsgeschwindigkeit, Oberflächenschichtkonsistenz
und Art des Muskelgewebes ab.
[0003] Bekannte Vorrichtungen und Verfahren zielen darauf ab, dass beim ersten Erfassen
der Oberflächenschicht der Zugspalt im Einlaufbereich schneller als im Auslaufbereich
geöffnet wird oder aber, auch in umgekehrter Reihenfolge, die Öffnung des Zugspalts
in seinem Auslaufbereich schneller als in seinem Einlaufbereich von statten geht.
Bekannten Systemen ist gemeinsam, dass Anlenkachsen, über die der Messerhalter-Andrückkörper
angelenkt wird, sowohl zu Betriebsbeginn, als auch im anschließenden Arbeitsbetrieb
unter Wirkung von Spannkräften stehen, die die Schwenkanlenkung besonders beeinflussen
und sich infolgedessen nur eingeschränkt kinematisch auf die Beschaffenheit der zu
erfassenden und durch den Zugspalt zu transportierenden Oberflächenschicht einstellen
können. Infolge ungleichen Öffnens durch Erweitern des Zugspalts über seinen gesamten
Einlauf- und Auslaufbereich und einer Anlenkung des Messerhalter-Andrückkörpers mittels
gestellfester oder in vorgespannter Position gehaltener Schwenkachsen bleibt das Erfassen
von in den Zugspalt einlaufender Oberflächenschicht unbefriedigend und in besonderem
Maß von der Walzenmantelfläche der Mitnehmerwalze abhängig, die Geschwindigkeit des
Ansprechverhaltens des Messerhalter-Andrückkörpers bleibt infolge von Massenträgheitsmomenten
relativ gering, und im Arbeitsbetrieb steht eine Schwenkanlenkung mit vorgespannten
Schwenkachsen einem Andrückkraft vergleichmäßigenden Transport der Oberflächenschicht
durch den Zugspalt entgegen. Im Übrigen hat sich herausgestellt, dass in einem Zugspalt,
der konstant gehalten wird, die Flächenpressung infolge von auf den Messerhalter-Andrückkörper
ausgeübter Andrückkraft unerwünscht unregelmäßig bleibt und es beim Transport zu Schlupf
kommen kann, dem man versucht, durch besondere Strukturen der Walzenmantelfläche der
Mitnehmerwalze zu begegnen.
[0004] Zum Beispiel ist aus
DE 40 25 600 A eine Vorrichtung bekannt, die eingangs genannte Merkmale insoweit aufweist, als ausgehend
von einer unter der Wirkung einer Anschnittfeder gehaltenen Anschnittstellung anschließend
nur beim Einziehen einer Schwarte in den Zugspalt sich dieser an die Schwartendicke
anpasst. Mit dem Einziehen der Schwarte geht einher, dass der Messerhalter-Andrückkörper
unter der Wirkung der Anschnittfeder von der Mitnehmerwalze weg in den hinter dieser
liegenden Raum verlagert wird, bis der Messerhalter-Andrückkörper über Tragarme gegen
einen stationären Endanschlag anschlägt. In der Anschlagsposition befindet sich die
Vorrichtung in einer Arbeitsstellung derart, dass sich das Trennmesser des Messerhalters
nicht tangential zur Mitnehmerwalte verschieben kann. Der Messerhalter-Andrückkörper
wird stets über die Tragarme mittels einer rückwärtigen, in Lagerausnehmungen gefangenen
Welle schwenkbar angelenkt. Die Lagerausnehmungen sind an Hebelarmen angeordnet, die
unter der Wirkung der Anschnittfeder geschwenkt werden.
[0005] Eine andere aus
DE 197 39 618 A1 bekannte Vorrichtung weist die eingangs genannten Merkmale mit dem Unterschied auf,
dass der Zugspalt nicht nur durch einen Spalt zwischen der Mitnehmerwalze und dem
Messerhalter-Andrückkörper, sondern zusätzlich durch einen Auslaufspalt zwischen einer
Steuerleiste und der Walze gebildet ist. Der Messerhalter-Andrückkörper ist über Bolzen
angelenkt, die an der Steuerleiste angeordnet sind und eine rückwärtige Schwenkachse
bilden. Die Bolzen sind in Führungsnuten des Messerhalter-Andrückkörpers gelagert
und gefangen. Beim Einlaufen sowie Durchlaufen von Haut oder Schwarte im Spalt wird
die Steuerleiste geschwenkt, wobei ein Keilbereich zwischen der Steuerleiste und der
Walze kleiner wird. Zugleich wird der über die Bolzen mit Zwangsführung angelenkte
Messerhalter-Andrückkörper bei vollständig eingezogener Haut bzw. Schwarte so geschwenkt,
dass das Messer des Andrückkörpers zusätzlich gegen die Walze gedrückt wird.
[0006] Demgegenüber liegen der Erfindung die Ziele zugrunde, ein relativ einfaches mechanisches
System und Verfahren zu finden, das im automatischen Vorrichtungsbetrieb das selbsttätige
Aufnehmen insbesondere dünner Oberflächenschichten in den Zugspalt hinsichtlich des
Erfassens der Oberflächenschicht, eines momentenreduzierten Ansprechens des Messerträger-Andrückkörpers
und der Andrückverhältnisse sowie auch kraftschlüssige Mitnahme in vollständig mit
Oberflächenschicht gefülltem Zugspalt verbessert.
[0007] Die Ziele der Erfindung werden in Verbindung mit den Merkmalen der eingangsgenannten
Vorrichtung gemäss Anspruch 1 dadurch erreicht, dass die Andrückkörper-Schwenkachse
als rückwärtige Schwenkachse an der der Mitnehmerwalze in Vorrichtungslängsrichtung
abgewandten Seite des Messerhalter-Andrückkörpers eingerichtet ist und dass die Vorrichtung
eine den Messerhalter-Andrückkörper aus einer definierten Anfangsposition selbsttätig
verlagernde Andrückkörper-Führungseinrichtung aufweist, mit der die rückwärtige Schwenkachse
des Messerhalter-Andrückkörpers, in Arbeitsdrehrichtung der Mitnehmerwalze betrachtet,
im Raumbereich hinter dem Trennmesser derart angeordnet und selbsttätig verlagerbar
ist, dass bei durch Einzug der Oberflächenschicht gegen die Andrückkraft aufschwenkendem
Messerhalter-Andrückkörper der Zugspalt im Einlaufbereich weiter und im Auslaufbereich
enger wird und der Messerhalter-Andrückkörper in Richtung gegen die Andrückkraft frei
ausweichlich gehalten ist, so dass entlang des Zugspalts eine schwimmbewegliche Anlage
an die im Arbeitsbetrieb vollständig eingezogene Oberflächenschicht unter Ausbildung
eines Prozesswinkelbereichs mit Andrückkraft vergleichmäßigender, sich auf die Dicke
der Oberflächenschicht selbsttätig anpassender Spaltgröße entsteht. Die Führungseinrichtung
ist so eingerichtet, dass der Messerhalter-Andrückkörper bei schwimmbeweglicher Anlage
an die vollständig in den Zugspalt eingezogene Oberflächenschicht ohne Kontakt mit
einer Führungsbahn gehalten ist, mittels der beim Aufschwenken des Messerhalter-Andrückkörpers
aus seiner Anfangsposition die rückwärtige Andrückkörper-Schwenkachse geführt verlagerbar
ist. Erfindungsgemäße Ziele werden unter Verwendung einer erfindungsgemäßen Vorrichtung
gemäss Anspruch 22 in Verbindung mit den Merkmalen des eingangsgenannten Verfahrens
dadurch erreicht, dass zunächst der Messerhalter-Andrückkörper in eine definierte
Anfangsposition zum Einstellen einer vorgegebenen festen Anfangsgröße des Zugspalts
gebracht wird, dass anschließend der Messerhalter-Andrückkörper selbsttätig um eine
verlagerbare, an der Mitnehmerwalze abgewandten Seite des Messerhalter-Andrückkörpers
eingerichtete rückwärtige Schwenkachse des Messerhalter-Andrückkörpers durch Einführen
der abgetrennten Oberflächenschicht in den Zugspalt derart aufgeschwenkt wird, dass
zugleich ein Einlaufbereich des Zugspalts geweitet und ein Auslaufbereich des Zugspalts
verengt wird, wobei die rückwärtige Schwenkachse des Messerhalter-Andrückkörpers,
betrachtet in Arbeitsdrehrichtung der Mitnehmerwalze, in einem Bereich hinter dem
Zenit der Mitnehmerwalze zu dieser hin selbsttätig und geführt verlagert wird, und
dass der Messerhalter-Andrückkörper mit vollständigem Einzug der abgetrennten Oberflächenschicht
in den Zugspalt in schwimmender, ausweichlicher Arbeitsposition zum selbsttätigen
Herstellen und Aufrechterhalten einer Andrückkraft vergleichmäßigenden Größe des Zugspalts
nach selbsttätiger Aufhebung der Schwenkposition und -funktion der verlagerten rückwärtigen
Andrückkörper-Schwenkachse gehalten wird.
[0008] Mit den erfindungsgemäßen Maßnahmen erreicht man eine Reihe von Vorteilen. Es ist
wesentlich, dass der Zugspalt im Einlaufbereich durch selbsttätiges Aufschwenken mittels
eintreffender Oberflächenschicht weiter und im Auslaufbereich enger wird. Obwohl der
Einlauf der Oberflächenschicht in den Zugspalt durch selbsttätiges Aufschwenken begünstigt
wird, wird auch die sichere Mitnahme der Oberflächenschicht an der Mantelfläche der
Mitnehmerwalze durch zeitgleiche Verengung im Auslaufbereich erreicht. Erfindungsgemäß
ist es auch wesentlich, dass bei vollständig eingezogener Oberflächenschicht die schwimmbewegliche
Anlage des Messerhalter-Andrückkörpers eingerichtet ist. Diese besondere Anlage ist
erfindungsgemäß dadurch erzielt, dass der Messerhalter-Andrückkörper auf die transportierte
Oberflächenschicht aufschwimmt, indem die rückwärtige Schwenkanlenkung verlassen und
aufgehoben wird, wobei er in Richtung gegen Andrückkraft ohne Zwangsanlenkung oder
-führung frei ausweichlich gehalten ist. Man erreicht in dem Prozessbereich, der durch
den Einlaufbereich und wenigstens einen Teil des Auslaufbereichs bestimmt ist, eine
die Flächenpressung vergleichmäßigende Spaltgröße, und zwar ohne Beeinträchtigung
von zwangsweiser Anlenkung an starren, gestellfesten oder unter Vorspannung gehaltenen
Schwenkachsen. Dadurch sind auch der mechanische Aufbau und die Kinematik des Systems
vereinfacht. Sämtliche Punkte oder Schwenkachsen, über die der Messerhalter-Andrückkörper
angelenkt oder gelagert wird, bleiben in der Anfangsphase des Anschneidens sowie im
daran stetig anschließenden Betrieb in besonderem Maß räumlich bewegbar. Der frei
ausweichliche Messerhalter-Andrückkörper unterliegt allein der von den Anlenkungen
fern gehaltenen Andrückkraft. Die geführte Verlagerung der rückwärtigen Schwenkachse
des Messerhalter-Andrückkörpers ist derart, dass diese Führung entfällt, wenn das
anfängliche Aufschwenken des Messerhalter-Andrückkörpers beendet ist und das System
in den anschließenden Arbeitsbetrieb gelangt. Die Anordnung der rückwärtigen Schwenkachse
des Messerhalter-Andrückkörpers, in Arbeitsdrehrichtung der Mitnehmerwalze betrachtet,
im Raumbereich hinter dem Trennmesser bewirkt, dass die rückwärtige Schwenkachse weitgehend
an den Schwerpunkt des Messerhalter-Andrückkörpers herangebracht wird. Dadurch wird
das Trägheitsmoment beim Aufschwenken, nämlich der sogenannte Steiner Anteil gemäß
dem Steinerschen Satz reduziert.
[0009] Vorteilhaft umfasst die Andrückkörper-Führungseinrichtung eine an dem Vorrichtungsgestell
festgelegte Lenkeinrichtung, die den Messerhalter-Andrückkörper derart anlenkt, dass
er, ausgehend von seiner Anfangsposition, beim durch Einlauf der abgetrennten Oberflächenschicht
in den Zugspalt bewirkten selbsttätigen Aufschwenken um die rückwärtige Schwenkachse
mit dieser in Längsrichtung der Vorrichtung zur Mitnehmerwalze hin begrenzt verlagerbar
ist. Um die schwimmbewegliche Anlage weiter zu verbessern, lenkt die Lenkeinrichtung
den Messerhalter-Andrückkörper zweckmäßig mittels wenigstens eines dreidimensionalen
Raumgelenks an. Ein solches Raumgelenk wird zum Beispiel durch ein Kugelgelenk gebildet.
Durch die selbsttätige, geführte Verschiebung der rückwärtigen Andrückkörper-Schwenkachse
in Richtung auf die Mitnehmerwalze wird die Verengung des Zugspalts im Auslaufbereich
in besonderem Maß herbeigeführt. Man erreicht, dass, ausgehend von der Anfangsposition
des Messerhalter-Andrückkörpers, eine Übergangsstelle zwischen Einlaufbereich und
Auslaufbereich des Zugspalts, zu dem Zenit der Mitnehmerwalze hin wandert, so dass
das Erfassen der Oberflächenschicht in dynamisch sich veränderndem Zugspalt stattfindet.
Eine besonders einfache mechanische Verwirklichung besteht darin, dass die Lenkeinrichtung
wenigstens einen Längslenker umfasst, der sich längsverstellbar in Vorrichtungslänge
erstreckt und um eine sich in Vorrichtungsquerrichtung erstreckende Lenker-Schwenkachse
frei schwenkbar angelenkt ist, wobei der Längslenkerkopf zweckmäßig mittels eines
Raumgelenks mit dem Messerhalter-Andrückkörper verbunden ist. Der Längslenker ist
dann so angeordnet, dass, im Zustand der Anfangsposition des Messerhalter-Andrückkörpers,
die Längslenker-Schwenkachse, das Raumgelenk und die verlagerbare Andrückkörper-Schwenkachse
Eckpunkte eines gedachten, an dem Raumgelenk stumpfwinkligen Gelenkedreiecks sind,
das so eingerichtet ist, dass, ausgehend von der Anfangsposition des Messerhalter-Andrückkörpers,
beim durch Einlauf der abgetrennten Oberflächenschicht in den Zugspalt bewirkten selbsttätigen
Aufschwenken des Messerhalter-Andrückkörpers um die verlagerbare rückwärtige Andrückkörper-Schwenkachse
der zur Mitnehmerwalze offene stumpfe Winkel des Gelenkedreiecks bis zu einem begrenzenden
Winkelanschlag zwischen dem Längslenker und dem Messerhalter-Andrückkörper kleiner
wird.
[0010] Hinsichtlich besonderer Vergleichmäßigung der Flächenpressung besteht eine besondere
Gestaltung darin, dass die Andrückeinrichtung so angeordnet und ausgebildet ist, dass
sie den Messerhalter-Andrückkörper in Längsrichtung der Vorrichtung betrachtet, in
einem Bereich mit Andrückkraft beaufschlagt, der von der verlagerbaren rückwärtigen
Schwenkachse des Messerhalter-Andrückkörpers weiter als von dem Trennmesser des Messerhalter-Andrückkörpers
distanziert ist.
[0011] Gemäß bevorzugter, mechanisch besonders einfacher Einrichtung umfasst die Andrückkörper-Führungseinrichtung
eine Linearführung, die wenigstens eine die verlagerbare rückwärtige Schwenkachse
des Messerhalter-Andrückkörpers in Vorrichtungslänge linear verlagernde Führungsbahn
bildet. Vorteilhaft ist die Linearführung zumindest im Wesentlichen parallel zur Zenitebene
des dem Trennmesser zugeordneten Walzenscheitels der Mitnehmerwalze gerichtet, und
die Andrückeinrichtung ist so eingerichtet, dass der Messerhalter-Andrückkörper zumindest
im Wesentlichen senkrecht zu der Zenitebene mit Andrückkraft beaufschlagt wird.
[0012] Eine weitere Ausgestaltung besteht darin, dass die Vorrichtung eine Zugspalt-Einstelleinrichtung
umfasst, mit der eine die Anfangsposition des Messerhalter-Andrückkörpers definierende
wählbare feste Anfangsgröße des Zugspalts einstellbar ist, wobei die Zugspalt-Einstelleinrichtung
zweckmäßig wenigstens ein Auslauf-Zugspalteinstellelement umfasst, das an dem Vorrichtungsgestellt
abgestützt ist, wobei es eine Grenzlage des Messerhalter-Andrückkörpers zur Bildung
der Anfangsgröße des Zugspalts in seinem Auslaufbereich bestimmt. Eine bevorzugte
Einrichtung besteht darin, dass das wenigstens eine Auslauf-Zugspalteinstellelement
die rückwärtige Schwenkachsen-Schwenkanlenkung des Messerhalter-Andrückkörpers bildet,
wobei es schwenkbewegbar an einer gestellfesten Führungsbahn der Andrückkörper-Führungseinrichtung
abgestützt ist.
[0013] Um Freiheitsgrade zur Grundeinstellung, nämlich zum Einstellen der Anfangsposition
besonders zu optimieren, umfasst die Zugspalt-Einstelleinrichtung auch wenigstens
ein Einlauf-Zugspalteinstellelement, das an dem Vorrichtungsgestellt abgestützt ist,
wobei es eine Grenzlage des Messerhalter-Andrückkörpers zur Bildung der Anfangsgröße
des Zugspalts in seinem Einlaufbereich bestimmt. Nach einer Ausgestaltung umfasst
die Zugspalt-Einstelleinrichtung eine Vierpunkt-Einstellung, wobei an beiden Längsenden
des Messerhalter-Andrückkörpers jeweils zwei Zugspalt-Einstellelemente angeordnet
sind, wobei jeweils ein in Bezug auf die Arbeitsdrehrichtung der Mitnehmerwalze vorderes
Einlauf-Zugspaltelement die Anfangsgröße des Zugspalts in seinem Einlaufbereich und
ein in Bezug auf die Arbeitsdrehrichtung der Mitnehmerwalze hinteres Auslauf-Zugspaltelement
die Anfangsgröße des Zugspalts in seinem Auslaufbereich bestimmt. Vorteilhaft werden
an dem Messerhalter-Andrückkörper angeordnete Zugspalt-Einstellelemente der Zugspalt-Einstelleinrichtung
entlang einer linearen Führungsbahn der Andrückkörper-Führungseinrichtung linear verschiebbar
geführt und daran zum Einstellen der Anfangsgröße des Zugspalts einstellbar abgestützt.
[0014] Nach einer bevorzugten Ausgestaltung ist die rückwärtige Schwenkachse des Messerhalter-Andrückkörpers
durch zwei Lageelemente bestimmt, die an jedem Längsende des Messerhalter-Andrückkörpers
derart angeordnet sind, dass sie mit jeweils einer zugeordneten Führung der Andrückkörper-Führungseinrichtung
zum selbsttätigen Verlagern des Messerhalter-Andrückkörpers zusammenwirken und im
Arbeitsbetrieb außer Eingriff mit der Führung gelangen.
[0015] Zweckmäßig ist die verlagerbare rückwärtige Schwenkachse des Messerhalter-Andrückkörpers,
ausgehend von dem dem Trennmesser zugeordneten Zenit der Mitnehmerwalze und in deren
Arbeitsdrehung betrachtet, in einem Raumwinkelbereich von 0° bis 80° angeordnet. Bevorzugt
wird die Anordnung in einem Raumwinkelbereich von 0° bis 70°.
[0016] Hinsichtlich eines besonders langen Transportwegs im Zugspalt ist der Messerhalter-Andrückkörper
im die Form seiner Andrückfläche bestimmenden Profilquerschnitt so gestaltet, dass
im Zustand der Anfangsposition des Messerhalter-Andrückkörpers die Lage einer Übergangsstelle,
an der der Zugspalt-Einlaufbereich in den Zugspalt-Auslaufbereich übergeht, durch
den kleinsten Abstand der Andrückkörper-Andrückfläche von der verlagerbaren Andrückkörper-Schwenkachse
bestimmt ist.
[0017] Um am Auslaufende des Auslaufbereichs eine besondere Ausmündung vorzusehen, kann
zweckmäßig die sich im Zugspalt-Auslaufbereich erstreckende Andrückfläche des Messerhalter-Andrückkörpers
an oder, in Arbeitsdrehrichtung der Mitnehmerwalze betrachtet, hinter der Übergangsstelle
in eine zur konkaven Andrückfläche des Messerhalter-Andrückkörpers tangentiale Fläche
übergehen. Bevorzugte Anordnungen und Gestaltungen bestehen darin, dass im Zustand
der Anfangsposition des Messerhalter-Andrückkörpers der Abstand der Übergangsstelle
von der verlagerbaren rückwärtigen Andrückkörper-Schwenkachse einen Wert aus dem von
ca. 0,5 bis 1,5-fachen des Radius der Mitnehmerwalze aufweist. Vorteilhaft liegt die
Übergangsstelle zwischen dem Zugspalt-Einlaufbereich und dem Zugspalt-Auslaufbereich,
ausgehend von dem dem Trennmesser zugeordneten Zenit der Mitnehmerwalze und in deren
Arbeitsdrehrichtung betrachtet, im Raumwinkelbereich von 0° bis 80°.
[0018] Hinsichtlich des erfindungsgemäßen Verfahrens wird die selbsttätige Verlagerung der
rückwärtigen Andrückkörper-Schwenkachse zu der Mitnehmerwalze hin besonders einfach
durch Überlagerung von durch zwei Schwenkanlenkungen des Messerhalter-Andrückkörpers
erzeugte Schwenkbewegungen bewirkt, wobei die eine Schwenkbewegung durch Schwenken
des Messerhalter-Andrückkörpers um die sich verlagernde rückwärtige Schwenkachse ausgeführt
wird und die andere Schwenkbewegung durch Schwenken des Messerhalter-Andrückkörpers
mittels eines Schwenkgelenks erfolgt, das zwischen einer der Mitnehmerwalze zugewandten
vorderseitigen Seite der Mitnehmerwalze und dem kopfseitigen Ende eines Lenkarms angeordnet
ist, der um eine gestellfeste, mit der Drehachse der Mitnehmerwalze parallele Lenkerschwenkachse
schwenkbar ist.
[0019] In besonders bevorzugter Weise wird das Verfahren dadurch ausgeführt, dass durch
selbsttätige Verstellung ein der Mitnehmerwalze mit Winkelöffnung zugewandter stumpfer
Gelenkwinkel, unter dem der Messerhalter-Andrückkörper an dem Lenkarm beim Schwenken
um die rückwärtige sich verlagernde Schwenkachse angelenkt ist, verkleinert wird,
um die Verlagerung der rückwärtigen Schwenkachse zur Mitnehmerwalze hin zu bewirken.
Nach einer verfahrensgemäßen Ausgestaltung wird das Schwenken des Messerhalter-Andrückkörpers
um die rückwärtige, sich verlagernde Schwenkachse durch einen vorgegebenen Anschlag
begrenzt, der das Verkleinern des stumpfen Winkels begrenzt, wodurch der Messerhalter-Andrückkörper
in eine gegen die in den Zugspalt eingezogene Oberflächenschicht angedrückte schwimmende,
ausweichliche Position gelangt, in der die rückwärtige Schwenkachse wirkungslos wird.
[0020] Vorteilhaft wird die sich verlagernde, rückwärtige Andrückkörper-Schwenkachse linear
geführt auf die Mitnehmerwalze hin verlagert.
[0021] Auf die genannten und noch andere zweckmäßige und vorteilhafte Ausgestaltungen der
Erfindung sind Unteransprüche gerichtet. Merkmale der Ausgestaltungen führen in jeder
Kombination zu der erfindungsgemäßen wesentlichen Lösung, so dass diese nicht auf
konkret beschriebene Ausführungsbeispiele eingeschränkt ist, sondern auch wesentliche
Einzelmaßnahmen insbesondere der Ausführungsbeispiele ohne die Gesamtheit der Merkmale
beschriebener Ausgestaltungen in Unterkombination schutzbegründend sind. Jedes Teilmerkmal
eines Ausführungsbeispiels ist als Teilmerkmal weiterer, nicht dargestellter Ausgestaltungen
zu verstehen. Lediglich besonders zweckmäßige und vorteilhafte Ausbildungsformen und
-möglichkeiten der Erfindung werden anhand der folgenden Beschreibung der in der schematischen
Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiele näher beschrieben.
[0022] Es zeigen
- Fig. 1 und 2
- in Längsansicht und Draufsicht eine erfindungsgemäße Vorrichtung im Ausführungsbeispiel,
- Fig. 3
- im Ausschnitt aus Fig. 1 den Zustand der Vorrichtung in einer Andrückkörper-Anfangsposition,
- Fig. 4 bis 6
- eine Andrückkörper-Position in der Phase des Anschneidens und Einlaufens einer Oberflächenschicht
in einen Prozessspalt und
- Fig. 7
- eine Andrückkörper-Position in der Phase eines vollständig mit Oberflächenschicht
gefüllten Prozessspalts.
[0023] In Fig. 1 und 2 ist eine erfindungsgemäße Vorrichtung 1 mit ihren für die Erfindung
wesentlichen Teilen dargestellt, während sie im Übrigen übliche Komponenten umfasst.
Im Ausführungsbeispiel handelt es sich um eine automatisch arbeitende Maschine zum
Enthäuten von Fischfilets als Nahrungsmittelprodukte 8, die in einer nicht dargestellten
Beschickstation aufgegeben werden und Schwanz voraus auf einem Tisch 12 in Produktlaufrichtung
101 zum Enthäuten gegen ein Trennmesser 31 in Form einer Messerschneide geführt werden.
Förderung mit Kopf voraus ist ebenso möglich.
[0024] Die Vorrichtung 1 umfasst ein Gestell 11, eine Mitnehmerwalze 2, eine dieser gegenüberstehende
Messereinrichtung 3, eine Andrückeinrichtung 4, eine Führungseinrichtung 6 sowie eine
Zugspalt-Einstelleinrichtung 7. Die Mitnehmerwalze 2 ist um eine quer zur Produktlaufrichtung
101 über die Arbeitsbreite der Vorrichtung in Vorrichtungsquerrichtung sich erstreckende
gestellfeste Walzendrehachse 20 drehbar gelagert. Die Mitnehmerwalze 2 wird mittels
eines nicht dargestellten Drehantriebs gedreht.
[0025] Die Messereinrichtung 3 umfasst einen zusammen mit dem Trennmesser 31 ausgebildeten
Messerhalter-Andrückkörper 32, der sich mit der Mitnehmerwalze 2 über deren Zenitbereich
und, in Arbeitsdrehrichtung 201 der Mitnehmerwalze 2 betrachtet, in dem hinter der
Mitnehmerwalze 2 liegenden Raum erstreckt.
[0026] In Fig. 1, 2 und 3 befindet sich der Messerhalter-Andrückkörper 32 in einer definierten
Anfangs- oder Grundposition 300. Diese ist im Ausführungsbeispiel dadurch bestimmt,
dass zwischen strukturierter, kreiszylindrischer Walzenmantelfläche 21 und einer entsprechenden
zylindrischen konkaven Andrückkörper-Andrückfläche 321 ein Zugspalt 5 mit zumindest
im Wesentlichen gleicher Spaltgröße ausgebildet ist. In dieser Position sind die Walzenmantelfläche
21 und die entsprechende Andrückkörper-Andrückflache 321 konzentrisch zu der Walzendrehachse
20.
[0027] Der Messerhalter-Andrückkörper 32 ist in besonderer Weise angeordnet, ausgerichtet
und gelagert. In Profilansicht weist er einen der Mitnehmerwalze 2 abgewandten rückwärtigen
Teil und einen der Mitnehmerwalze 2 zugewandten, mit der Messerschneide bis in den
Bereich des Walzenzenits 22 reichenden, mit diesem sich erstreckenden vorderseitigen
Teil auf. In der Anfangsposition 300 befinden sich an den Längsenden des Messerhalter-Andrückkörpers
32 Endseitenteile des Messerhalter-Andrückkörpers 32 in horizontaler Lage, die parallel
mit der Zenitebene 220 der Mitnehmerwalze 2 liegt.
[0028] Die Anfangsposition 300 wird mittels der Zugspalt-Einstelleinrichtung 7 eingerichtet
und eingestellt, die auch Bestandteile der Führungseinrichtung 6 aufweist. An den
beiden Längsseiten der Vorrichtung 1 sind im Bereich der Längsenden des Messerhalter-Andrückkörpers
32 mit der Zenitebene 220 gestellfeste parallele Führungsflächen ausgebildet, die
Führungsbahnen 61 einer Linearführung 62 der Führungseinrichtung 6 bilden. Jedes Endseitenteil
des Messerhalter-Andrückkörpers 32 ist mit zwei Einstellschrauben ausgestattet, so
dass vier einstellbare Füße gebildet sind, mit denen der Messerhalter-Andrückkörper
32 auf den horizontalen Führungsbahnen 61 lose aufgesetzt ist. Die Einstellfüße bilden
vorderseitige bzw. rückwärtige Zugspalt-Einstellelemente 71, 72. Mittels der vorderseitigen
Zugspalt-Einstellelemente 71 ist die Anfangs-Spaltgröße des Messerhalter-Andrückkörpers
32 im Einlaufbereich 51 des Zugspalts 5 einstellbar. Die rückwärtigen Zugspalt-Einstellelemente
72 distanzieren den Messerhalter-Andrückkörper 32 von der Mitnehmerwalze 2 mit einem
Einstellmaß, das die Spaltgröße im Auslaufbereich 52 des Zugspalts 5 in der Anfangsposition
300 bestimmt. In Fig. 4 bis 7 sind die vorderseitigen Zugspalt-Einstellelemente 71
zur Vereinfachung der Zeichnung nicht dargestellt. Aufgrund der erfindungsgemäßen
Einrichtung erfolgt die Einstellung des Zugspalts 5 allein gegen die Andrückkraft
der Andrückeinrichtung 4.
[0029] Im Ausführungsbeispiel liegen die Führungsbahnen 61 unterhalb der Zenitebene 220,
aber dennoch in derem Höhenbereich. Entsprechend befindet sich die verlagerbare rückwärtige
Andrückkörper-Schwenkachse 301 in einem oberen, der Zenitebene 220 nahen Bereich,
wobei sich die rückwärtige Andrückkörper-Schwenkachse 301 in einer Distanz zum Schwerpunkt
des Messerhalter-Andrückkörpers 32 befindet, die klein gehalten ist, um beim Aufschwenken
um die verlagerbare rückwärtige Andrückkörper-Schwenkachse 301 den sogenannten Steiner-Anteil
des Trägheitsmoments des Messerhalter-Andrückkörpers 32 gering zu halten.
[0030] Der Messerhalter-Andrückkörper 32 ist vorderseitig über Raumgelenkverbindungen frei
schwenkbar mittels der Lenkeinrichtung 65 angelenkt. Diese umfasst zwei Längslenker
651, die fußseitig um eine gestellfeste Lenkerschwenkachse 650, die sich parallel
mit der Walzendrehachse 20 erstreckt, angelenkt sind. Die Längslenker 651 weisen an
ihren kopfseitigen Enden jeweils ein durch ein Kugelgelenk gebildetes Raumgelenk 655
auf, das den Messerhalter-Andrückkörper 32 jeweils vorderseitig an seinen Längsenden
anlenkt. Die Längslenker 651 sind als sich lang erstreckende Lenkarme mit längenverstellbaren
Zugstangen 652 ausgeführt und jeweils um die Lenkerschwenkachse 650 frei schwenkbeweglich.
Die Lenkerschwenkachse 650 ist in relativ großem Abstand von der Mitnehmerwalze 2,
in Produktlaufrichtung 101, vor dieser und oberhalb der Zenitebene 220 angeordnet.
Allgemein ist darauf abgezielt, dass sich die Längslenker 651 in der Anfangsposition
300 unter weitgehend flachem Winkel z erstrecken.
[0031] Die Andrückeinrichtung 4 umfasst zur Zenitebene 220 senkrecht ausgerichtete Schraubenzylinder-Druckfedern
41, die jeweils zwischen die Längsenden des Messerhalter-Andrückkörpers 32 und zur
Abstützung gestellfeste Lagerstellen 14 gespannt sind.
[0032] Die rückwärtigen Auslauf-Zugspalteinstellelemente 72 sind Schwenklagerelemente, die
an ihren auf den linearen Führungsbahnen 61 aufstehenden Fußenden eine längs der Führungsbahnen
61 in Richtung auf den Zenitbereich der Mitnehmerwalze 2 verlagerbare rückwärtige
Schwenkachse 301 des Messerhalter-Andrückkörpers 32 bilden, die sich in Vorrichtungsquerrichtung
erstreckt. Die Längslenker-Schwenkachse 650, das Raumgelenk 655 und die verlagerbare
Andrückkörper-Schwenkachse 301 bilden Eckpunkte eines gedachten, strichpunktiert in
Fig. 1 und 3 eingetragenen Gelenkedreiecks mit an dem Raumgelenk 655 stumpfem, zur
Mitnehmerwalze 2 offenem Winkel s. Man erkennt, dass mit den Gelenken und ihrer Anordnungsgeometrie
erreicht ist, dass sich der Winkel s verkleinert, wenn die Raumgelenke 655 bei Hochschwenken
der Längslenker 651 gehoben werden, so dass der Messerhalter-Andrückkörper 32 um die
rückwärtige Andrückkörper-Schwenkachse 301 etwas aufgeschwenkt wird und sich die rückwärtige
Andrückkörper-Schwenkachse 301 längs der linearen Führungsbahn 61 zur Mitnehmerwalze
2 hin verlagert. Zweckmäßig sind die Füße der rückwärtigen Zugspalteinstellelemente
72 Gleitfüße, die entlang der Führungsbahnen 61, die zum Beispiel mit Gleitbelag versehen
sind, gleiten. Bereits eine geringe Verkleinerung des stumpfen Winkels s jedes Gelenkedreiecks
führt zu einer signifikanten Verkürzung der Hypotenuse des Gelenkedreiecks, also der
Strecke zwischen der Lenkerschwenkachse 650 und der rückwärtigen Andrückkörper-Schwenkachse
301 bzw. den entsprechenden Aufstandspunkten der Zugspalteinstellelemente 72.
[0033] Der den stumpfen Winkel s verändernde Schwenkbereich zwischen dem Messerhalter-Andrückkörper
32 und dem Kopfende der Längslenkers 651 ist in beide Richtungen begrenzt. Im Ausführungsbeispiel
wird die Begrenzung jeweils durch ein Winkelstück 656 gebildet, das mit einem Schenkel,
der sich unterhalb des Längslenkers 651 erstreckt, an dem Messerhalter-Andrückkörper
32 festgesetzt ist, und dessen anderer rechtwinklig abgebogener Schenkel den Längslenker
651 mit einem Langloch 657 quert, durch dass der Längslenker 651 mit Spiel um die
Lenkerschwenkachse 650 hindurchgreift. Das Spiel des Langlochs 657 ist so bemessen,
dass in der in Fig. 1 bis 3 dargestellten Anfangsposition 300 des Messerhalter-Andrückkörpers
32 Spiel sowohl zum Vergrößern, als auch zum Verkleinern des stumpfen Winkels s vorhanden
ist. Die Langlöcher 657 der beiden Winkelstücke 656 belassen auch Spiel in Vorrichtungsquerrichtung,
um einen entsprechenden Raumbewegungsbereich des Messerhalter-Andrückkörpers 32 in
Querrichtungen zuzulassen.
[0034] Im Ausführungsbeispiel ist jeweils die Druckfeder 41 so angeordnet und ausgerichtet,
dass sie den Messerhalter-Andrückkörper 32, in Längsrichtung der Vorrichtung 1 betrachtet,
in einem Bereich mit Andrückkraft beaufschlagt, der von der verlagerbaren rückwärtigen
Schwenkachse 301 des Messerhalter-Andrückkörpers 32 weiter als von der Schneide des
Trennmessers 31 des Messerhalter-Andrückkörpers 32 distanziert ist.
[0035] Jede Druckfeder 41 ist mit Spiel über einen sie durchsetzenden Haltekern derart gesetzt,
dass sie der Verlagerungsbewegung der Schwenkfüße der Zugspalt-Einstellelemente 72
folgt. Allgemein wird erfindungsgemäß sichergestellt, dass die gezielte Verlagerungsbewegung
der rückwärtigen Andrückkörper-Schwenkachse 301 durch Elemente, die den Messerhalter-Andrückkörper
32 mit Andrückkraft gegen die Mitnehmerwalze 2 beaufschlagen, nicht gesperrt wird.
[0036] Man erkennt, dass, wie anhand des Ausführungsbeispiels beispielhaft beschrieben,
der Messerhalter-Andrückkörper 32 aus seiner mit der Zugspalt-Einstelleinrichtung
7 einstellbaren definierten Anfangsposition 300 unter Einwirkung von der Andrückkraft
der Andrückeinrichtung 4 entgegengesetzter Kraft einerseits selbsttätig schwenkbar
um die zur Mitnehmerwalze 2 lose verlagerbare rückwärtige Andrückkörper-Schwenkachse
301 und andererseits selbsttätig von den die Schwenkachsenverlagerung führenden Führungsbahnen
61 abhebbar gehalten ist.
[0037] Im Folgenden werden die Funktion der erfindungsgemäßen Vorrichtung 1 bzw. das erfindungsgemäße
Verfahren, das sich zum Beispiel mit der im Ausführungsbeispiel beschriebenen Vorrichtung
ausführen lässt, beschrieben.
[0038] Zunächst wird der Messerhalter-Andrückkörper 32 mittels der Zugspalt-Einstelleinrichtung
7 durch Einstellen und Justieren der Zugspalt-Einstellelemente 71, 72 in eine definierte
horizontale Anfangsposition 300 gesetzt, in der zwischen der Mitnehmerwalze 2 und
dem Messerhalter-Andrückkörper 32 zunächst ein Zugspalt 5 von zumindest im Wesentlichen
gleicher Größe eingerichtet wird (Fig. 3). Erreicht ein mit seiner Hautseite auf dem
Tisch 12 aufliegendes und mit nicht dargestellten Mitteln herangefördertes Fischfilet
(Nahrungsmittelprodukt 8) Schwanz voraus die Messereinrichtung 3, wird das Fischfilet
gegen die Messerschneide des Trennmessers 31 sowie unter dieses gedrückt. Dadurch
entsteht ein Prozessspalt, der an der Stelle der Messerschneide zum Beispiel von 0,35
auf 2,4 mm aufgedrückt wird. Damit geht ein Aufschwenken um die rückwärtige Andrückkörper-Schwenkachse
301 von zum Beispiel ca. 1,5°, ein gleichzeitiges Hochschwenken jedes Längslenkers
651 um ca. 0,5° und ein Verschieben des Messerhalter-Andrückkörpers 32 gegen die Produktlaufrichtung
101 um ca. 0,8 mm einher. Zudem schließt sich der Zugspalt 5 am, in Arbeitsdrehrichtung
201 der Mitnehmerwalze 2 betrachtet, hinteren Spaltende von zum Beispiel 0,5 mm auf
nahezu Null. Für diesen Vorgang beim Verkleinern des Winkels s ist die Schwenkbegrenzung
mittels des Winkelstücks 656 von Bedeutung. Die Einstellung erfolgt so, dass die räumliche
Schwenkbewegung gesperrt wird, wenn der Austrittsspalt am hinteren Ende ein Minimum
erreicht. Es findet dann in der Einlaufphase temporär ein Hochschwenken des Messerhalter-Andrückkörpers
32 allein um die Lenker-Schwenkachse 650 statt. Im Weiteren Verlauf dringt die Haut
(Oberflächenschicht 81) in den Prozessspalt ein, so dass das Muskelfleisch des Filets
durch die Messerschneide von der Haut abgeschabt und über den Messerhalter-Andrückkörper
32 geführt und auf einer Fläche 13 abgeführt wird, wie dies in Fig. 5 und 6 zu sehen
ist.
[0039] Der Zugspalt 5 wird zur Aufnahme der Oberflächenschicht so eingestellt, dass der
Messerhalter-Andrückkörper 32 nach Maßgabe der Dicke der Oberflächenschicht 81 um
die verlagerbare rückwärtige Schwenkachse 301 des Messerhalter-Andrückkörpers 32 derart
aufgeschwenkt wird, dass dadurch der Einlaufbereich 51 des Zugspalts 5 selbsttätig
erweitert wird und der Auslaufbereich 52 des Zugspalts 5 verengt wird. In dieser dynamischen
Anfangsphase verlagert sich also die Schwenkachse 301 längs der Linearführung 62 in
Richtung 601 zu der Mitnehmerwalze 2 hin. Beim weiteren Einlaufen der Oberflächenschicht
in den Zugspalt 5 wird der Messerhalter-Andrückkörper 32 um die rückwärtige Andrückkörper-Schwenkachse
301 weiter aufgeschwenkt. Je nach Dicke der Oberflächenschicht 81 heben die rückwärtigen
Zugspalt-Einstellelemente 72, also die die rückwärtige Schwenkanlenkung herstellenden
Lagerelemente von den Führungsbahnen 61 ab. Das Abheben erfolgt allgemein dadurch,
dass bei einem bestimmten verkleinerten Winkel s eine Anschlagposition zwischen dem
Messerhalter-Andrückkörper 32 und der Lenkeinrichtung 65 bzw. deren Längslenkern 651
erreicht ist. Im Ausführungsbeispiel ist der Anschlag durch Anschlagen des unteren
Randes 658 des Langlochs 657 gegen die Zugstange 652 hergestellt (Fig. 4 und 5). Weiteres
Verkleinern des Winkels s wird gesperrt. Zum Beispiel wird am Raumgelenk 655 ein bis
zum Anschlag freies Schwenken des Messerhalter-Andrückkörpers 32 um wenigstens 1,5°
zugelassen. Durch das Anschlagen beim kleinsten vorgegebenen Einknickwinkel s findet
eine sprunghafte Änderung der Anlenkung statt. Die Anlenkung mittels der rückwärtigen
Schwenkachse 301 entfällt und vorübergehend erfolgt die Anlenkung um die Lenkerschwenkachse
650 mit steifer Verbindung zwischen den Längslenkern 651 und dem Messerhalter-Andrückkörper
32. Im weiteren Verlauf füllt die Oberflächenschicht 81 den Prozessspalt, nämlich
den Zugspalt 5 vollständig aus und verlässt ihn am Auslaufende. Dadurch kippt der
Messerhalter-Andrückkörper 32 in die in Fig. 7 dargestellte Position in gegensinnige
Richtung, nämlich so, dass der Anschlag zwischen dem Messerhalter-Andrückkörper 32
und den Längslenkern 651 wieder beseitigt ist. Der Messerhalter-Andrückkörper schwimmt
in freier Raumanlenkung auf der Oberflächenschicht 81 auf. Durch dieses Aufschwimmen
bildet sich der Zugspalt 5 weitgehend gleich über seine Prozesslänge, jedoch nicht
mit konstanter Größe aus (Fig. 7).
[0040] Zum Transportieren der Oberflächenschicht durch den Prozessspalt ist maximaler Kraftschluss
erreicht. Der Messerhalter-Andrückkörper 32 wird in eine schwimmende oder fliegende
Position derart versetzt, dass die Schwenkanlenkung durch die rückwärtige Andrückkörper-Schwenkachse
301 entfällt. Der Messerhalter-Andrückkörper 32 ist nur noch über die mit den Längslenkern
651 frei schwenkbewegbar angelenkte Raumgelenke 655 angelenkt. Der Prozessspalt weist
aufgrund der schwimmbeweglichen Anlage eine sich an die transportierte Oberflächenschicht
81 selbsttätig anpassende Spaltgröße auf. Insoweit ist auch von Bedeutung, dass sich
der Ort der Andrückkrafteinleitung der Andrückeinrichtung 4 mit der rückwärtigen Andrückkörper-Schwenkachse
301 entsprechend verlagert hat.
[0041] Ausgehend von der Anfangsposition 300 ist es erfindungsgemäß von Bedeutung, dass
der aufschwenkende Messerhalter-Andrückkörper 32 zur Mitnehmerwalze 2 in Richtung
601 verlagert wird. Durch diese Verlagerung wird zunächst die Einengung im Zugspalt
2 in dessem Auslaufbereich 52 bewirkt. Dadurch wird die Oberflächenschicht 81 in der
Einlaufphase besonders wirksam erfasst. Wesentlich ist dann, dass der Zugspalt 2 anschließend
nicht in seinem Einlaufbereich 51 oder Auslaufbereich 52 ungleichförmig öffnet. Infolge
der durch den beschriebenen Anschlag mehr oder weniger ruckartigen Anlenkbeseitigung
an der rückwärtigen Seite des Messerhalter-Andrückkörpers 32 und dem anschließenden
Zurückkippen in die Schwimmposition wird ein dynamischer Spalt mit der vergleichmäßigenden
Andrückkrafteinleitung hergestellt ist.
[0042] Im Ausführungsbeispiel wandert, ausgehend von der Anfangsposition 300, eine Übergangsstelle
70, die man als Übergangsstelle zwischen dem Einlaufbereich und dem Auslaufbereich
des Zugspalts 2 definieren kann, beim Aufschwenken um die verlagerbare rückwärtige
Andrückkörper-Schwenkachse 301 gegen die Arbeitsdrehrichtung 201 der Mitnehmerwalze
2 an deren Mantelfläche 21 etwas nach oben. Allein dadurch ist die erfindungsgemäße
Einzugsverengung erreicht. Zudem wird im Ausführungsbeispiel aber auch ein Abschnitt
der Andrückkörper-Andrückfläche 321, der sich in Arbeitsdrehrichtung 201 an die sich
dynamisch verlagernde Übergangsstelle 70 anschließt, zur Mitnehmerwalze 2 hin geschwenkt,
wodurch gleichermaßen Einengung stattfindet. Daher kann der Auslaufbereich 52, wie
im Ausführungsbeispiel mit einer tangentialen Fläche 322 ausgebildet sein, so dass
in der Anfangsposition der Prozessspalt am hinteren Ende größer als am vorderen Ende
ist. Im Beispiel geht die Andrückfläche 321 an der Übergangsstelle 70 in eine tangentiale
Fläche 322 über, die den Auslauf der transportierten Oberflächenschicht 81 begünstigt.
[0043] Im Ausführungsbeispiel ist der Abstand 324 der Übergangsstelle 70 von der verlagerbaren
rückwärtigen Andrückkörper-Schwenkachse 301 in der Größenordnung des Radius der Mitnehmerwalze
2 (Fig. 1). Mit dieser Anordnung sind besonders gute Ergebnisse erzielt worden. Die
Übergangsstelle 70 liegt dann, ausgehend von dem dem Trennmesser 31 zugeordneten Zenit
22 der Mitnehmerwalze 2 und in deren Arbeitsdrehrichtung 201 betrachtet, bei einem
Raumwinkel von ca. 75°.
[0044] Mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung bzw. dem erfindungsgemäßen Verfahren wird allgemein
erreicht, dass Bewegungen des Messerhalter-Andrückkörpers 32 selbsttätig mechanisch
gesteuert in drei Bewegungs- und Haltebereiche getrennt werden. Im ersten Bereich
überlagern sich Schwenkbewegungen um die rückwärtige Andrückkörper-Schwenkachse 301
und um die Raumgelenke 655 (Verlagerung der rückwärtigen Andrückkörper-Schwenkachse
301) (erster Schwenkzustand). Im zweiten Bereich erfolgt eine Anlenkung des Messerhalter-Andrückkörpers
allein durch das fliegend bzw. lose gehaltene Raumgelenk 655 (schwimmende Position)
(zweiter Schwenkzustand). Der Dritte Bereich bewirkt das Hochschwenken des Messerhalter-Andrückkörpers
allein um die Lenkerschwenkachse 650 mit großem Schwenkradius. Dadurch wird der Übergang
in den schwimmbeweglichen zweiten Zustand hergestellt. Gegebenenfalls dient der dritte
Schwenkzustand auch dazu, die Verengung des Auslaufs des Prozessspalts zu begrenzen.
1. Vorrichtung (1) zum Trennen einer Oberflächenschicht (81) von in Produktlaufrichtung
(101) der Vorrichtung (1) förderbaren tierischen Nahrungsmittelprodukten (8), umfassend
ein Gestell (11), eine angetriebene, eine strukturierte, kreiszylindrische Walzenmantelfläche
(21) aufweisende Mitnehmerwalze (2), die um eine quer zur Produktlaufrichtung (101)
über die Arbeitsbreite der Vorrichtung (1) in Vorrichtungsquerrichtung sich erstreckende
Walzendrehachse (20) drehbar ist, umfassend eine der Mitnehmerwalze (2) gegenüberstehende
Messereinrichtung (3) mit einem ein Trennmesser (31) haltenden Messerhalter-Andrückkörper
(32), der sich mit der Mitnehmerwalze (2) über deren Zenitbereich und, in Produktlaufrichtung
(101) betrachtet, in dem hinter der Mitnehmerwalze (2) liegenden Raum erstreckt, der
eine der Walzenmantelfläche (21) entsprechende konkave Andrückfläche (321) aufweist
und der um eine sich in der Vorrichtungsquerrichtung erstreckende Andrückkörper-Schwenkachse
(301) schwenkbar ist, und umfassend eine Andrückkraft auf den Messerhalter-Andrückkörper
(32) ausübende Andrückeinrichtung (4), wobei die Walzenmantelfläche (21) und die Andrückkörper-Andrückfläche
(321) einen die durch das Trennmesser (31) abgetrennte Oberflächenschicht (81) transportierenden,
im Arbeitsbetrieb selbsttätig veränderbaren Zugspalt (5) bilden, der einen Zugspalt-Einlaufbereich
(51) und einen Zugspalt-Auslaufbereich (52) aufweist, wobei der Zugspalt (5) gegen
die auf den Messerhalter-Andrückkörper (32) ausgeübte Andrückkraft in dem Zugspalt-Einlaufbereich
(51) entsprechend der Dicke der eingezogenen Oberflächenschicht (81) selbsttätig geweitet
wird, wobei die Andrückkörper-Schwenkachse als rückwärtige Schwenkachse (301) an der
der Mitnehmerwalze (2) in Vorrichtungslängsrichtung abgewandten Seite des Messerhalter-Andrückkörpers
(32) eingerichtet ist und wobei die Vorrichtung (1) eine den Messerhalter-Andrückkörper
(32) aus einer definierten Anfangsposition (300) selbsttätig verlagernde Andrückkörper-Führungseinrichtung
(6) aufweist, mit der die rückwärtige Schwenkachse (301) des Messerhalter-Andrückkörpers
(32), in Arbeitsdrehrichtung (201) der Mitnehmerwalze (2) betrachtet, im Raumbereich
hinter dem Trennmesser (31) derart angeordnet und selbsttätig sowie mittels eines
Fühtungsbahn (61) geführt verlagerbar ist, dass bei durch Einzug der Oberflächenschicht
(81) gegen die Andrückkraft aufschwenkendem Messerhalter-Andrückkörper (32) der Zugspalt
(5) im Einlaufbereich (51) weiter und im Auslaufbereich (52) enger wird und der Messerhalter-Andrückkörper
(32) in Richtung gegen die Andrückkraft frei ausweichlich gehalten ist, so dass entlang
des Zugspalts (5) eine schwimmbewegliche Anlage an die vollständig eingezogene Oberflächenschicht
(81) unter Ausbildung eines Prozessspalts mit Andrückkraft vergleichmäßigender, sich
auf die Dicke der Oberflächenschicht (81) selbsttätig anpassender Spaltgröße entsteht,
wobei die Führungseinrichtung (6) so eingerichtet ist, dass der Messerhalter-Andrückkörper
(32) bei der schwimmbeweglichen Anlage an die vollständig in den Zugspalt (5) eingezogene
Oberflächenschicht (81) ohne Kontakt mit der Führungsbahn (61) gehalten ist, mittels
der beim Aufschwenken des MesserhalterAndrückkörpers (32) aus seiner Anfangsposition
(300) die rückwärtige Andrückkörper-Schwenkachse (301) geführt verlagerbar ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Andrückkörper-Führungseinrichtung (6) eine an dem Vorrichtungsgestell (11) festgelegte
Lenkeinrichtung (65) umfasst, die den Messerhalter-Andrückkörper (32) derart anlenkt,
dass er, ausgehend von seiner Anfangsposition (300), beim selbsttätigen Aufschwenken,
das durch Einlauf der abgetrennten Oberflächenschicht (81) in den Zugspalt (5) bewirkt
ist, um die rückwärtige Schwenkachse (301) mit dieser in Längsrichtung der Vorrichtung
(1) zur Mitnehmerwalze (2) hin begrenzt verlagerbar ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Lenkeinrichtung (65) wenigstens einen Längslenker (651) umfasst, der sich längsverstellbar
in Vorrichtungslänge erstreckt und um eine sich in Vorrichtungsquerrichtung erstreckende
Lenker-Schwenkachse (650) frei schwenkbewegbar angelenkt ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Lenkeinrichtung (65) wenigstens einen Längslenker (651) umfasst, der am Längslenkerfuß
(653) um eine sich in Vorrichtungsquerrichtung erstreckende gestellfeste Lenker-Schwenkachse
(650) frei schwenkbar angelenkt ist und der am Längslenkerkopf (654) mittels eines
Raumgelenks (655) mit dem Messerhalter-Andrückkörper (32) verbunden ist, wobei der
Längslenker (651) so angeordnet ist, dass, im Zustand der Anfangsposition (300) des
Messerhalter-Andrückkörpers (32), die Längslenker-Schwenkachse (650), das Raumgelenk
(655) und die verlagerbare Andrückkörper-Schwenkachse (301) Eckpunkte eines gedachten,
an dem Raumgelenk (655) stumpfwinkligen Gelenkedreiecks sind, das so eingerichtet
ist, dass, ausgehend von der Anfangspositon (300) des Messerhalter-Andrückkörpers
(32), beim durch Einlauf der abgetrennten Oberflächenschicht (81) im Zugspalt (5)
bewirkten selbsttätigen Aufschwenken des Messerhalter-Andrückkörpers (32) um die verlagerbare
rückwärtige Andrückkörper-Schwenkachse (301) der zur Mitnehmerwalze (2) offene stumpfe
Winkel (s) des Gelenkedreiecks bis zu einem begrenzenden Winkelanschlag zwischen dem
Längslenker (651) und dem Messerhalter-Andrückkörper (32) kleiner wird.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Lenkeinrichtung (65) zwei Längslenker (651) umfasst, wobei jedem Längsende des
Messerhalter-Andrückkörpers (32) ein Längslenker (651) zugeordnet ist.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Andrückeinrichtung (4) so angeordnet und ausgebildet ist, dass sie den Messerhalter-Andrückkörper
(32), in Längsrichtung der Vorrichtung (1) betrachtet, in einem Bereich mit Andrückkraft
beaufschlagt, der von der verlagerbaren rückwärtigen Schwenkachse (301) des Messerhalter-Andrückkörpers
(32) weiter als von dem Trennmesser (31) des Messerhalter-Andrückkörpers (32) distanziert
ist.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Andrückkörper-Führungseinrichtung (6) eine Linearführung (62) umfasst, die wenigstens
eine die verlagerbare rückwärtige Schwenkachse (301) des Messerhalter-Andrückkörpers
(32) in Vorrichtungslänge linear verlagernde Führungsbahn (61) bildet.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Linearführung (62) zumindest im Wesentlichen parallel zur Zenitebene (220) des
dem Trennmesser (31) zugeordneten Zenits (22) der Mitnehmerwalze (2) gerichtet ist.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (1) eine Zugspalt-Einstelleinrichtung (7) umfasst, mit der eine die
Anfangsposition (300) des Messerhalter-Andrückkörpers (32) definierende wählbare feste
Anfangsgröße des Zugspalts (5) einstellbar ist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Zugspalt-Einstelleinrichtung (7) wenigstens ein Auslauf-Zugspalteinstellelement
(72) umfasst, das an dem Vorrichtungsgestell (11) abgestützt ist, wobei es eine Grenzlage
des Messerhalter-Andrückkörpers (32) zur Bildung der Anfangsgröße des Zugspalts (5)
in seinem Auslaufbereich (52) bestimmt.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass das wenigstens eine Auslauf-Zugspalteinstellelement (72) die rückwärtige Schwenkachsen-Schwenkanlenkung
des Messerhalter-Andrückkörpers (32) bildet, wobei es schwenkbewegbar an einer gestellfesten
Führungsbahn (61) der Andrückkörper-Führungseinrichtung (6) abgestützt ist.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Zugspalt-Einstelleinrichtung (7) wenigstens ein Einlauf-Zugspalteinstellelement
(71) umfasst, das an dem Vorrichtungsgestell (11) abgestützt ist, wobei es eine Grenzlage
des Messerhalter-Andrückkörpers (32) zur Bildung der Anfangsgröße des Zugspalts (5)
in seinem Einlaufbereich (51) bestimmt.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich jedes Längsendes des Messerhalter-Andrückkörpers (32) wenigstens ein Zugspalteinstellelement
(71, 72) angeordnet ist, das den Messerhalter-Andrückkörper (32) jeweils an seinem
zugehörigen Längsende gegen das Vorrichtungsgestell (11) zum Einstellen seiner Anfangsposition
(300) abstützt.
14. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass an beiden Längsenden des Messerhalter-Andrückkörpers (32) jeweils zwei Zugspalteinstellelemente
(71, 72) angeordnet sind, wobei jeweils ein in Bezug auf die Arbeitsdrehrichtung (201)
der Mitnehmerwalze (2) vorderes Einlauf-Zugspaltenelement (71) die Anfangsgröße des
Zugspalts (5) in seinem Einlaufbereich (51) und ein in Bezug auf die Arbeitsdrehrichtung
(201) der Mitnehmerwalze (2) hinteres Auslauf-Zugspaltelement (72) die Anfangsgröße
des Zugspalts (5) in seinem Auslaufbereich (52) bestimmt.
15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Messerhalter-Andrückkörper (32) angeordnete Zugspalteinstellelemente (71,
72) der Zugspalt-Einstelleinrichtung (7) entlang sich in Vorrichtungslängsrichtung
erstreckender linearer Führungsbahnen (61) linear verschiebbar geführt und daran zum
Einstellen der Anfangsgröße des Zugspalts (5) einstellbar abgestützt sind.
16. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass die rückwärtige Schwenkachse (301) des Messerhalter-Andrückkörpers (32) durch zwei
Lagerelemente (720) bestimmt ist, die an jedem Längsende des Messerhalter-Andrückkörpers
(32) derart angeordnet sind, dass sie mit jeweils einer zugeordneten Führung der Andrückkörper-Führungseinrichtung
(6) zum selbsttätigen Verlagern des Messerhalter-Andrückkörpers (32) zusammenwirken
und im Arbeitsbetrieb außer Eingriff mit der Führung gelangen.
17. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass die verlagerbare rückwärtige Schwenkachse (301) des Messerhalter-Andrückkörpers (32),
ausgehend von dem dem Trennmesser (31) zugeordneten Zenit (22) der Mitnehmerwalze
(2) und in deren Arbeitsdrehrichtung (201) betrachtet, in einem Raumwinkelbereich
von 0° bis 80° angeordnet ist.
18. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass der Messerhalter-Andrückkörper (32) im die Form seiner Andrückfläche (321)
bestimmenden Profilquerschnitt so gestaltet ist, dass im Zustand der Anfangsposition
(300) des Messerhalter-Andrückkörpers (32) die Lage einer Übergangsstelle (70), an
der der Zugspalt-Einlaufbereich (51) in den Zugspalt-Auslaufbereich (52) übergeht,
durch den kleinsten Abstand (324) der Andrückkörper-Andrückfläche (321) von der verlagerbaren
Andrückkörper-Schwenkachse (301) bestimmt ist.
19. Vorrichtung nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass die sich im Zugspalt-Auslaufbereich (52) erstreckende Andrückfläche (321) des Messerhalter-Andrückkörpers
(32) an oder, in Arbeitsdrehrichtung der Mitnehmerwalze (2) betrachtet, hinter der
Übergangsstelle (70) in eine zur konkaven Andrückfläche (321) des Messerhalter-Andrückkörpers
(32) tangentiale Fläche (322) übergeht.
20. Vorrichtung nach Anspruch 18 oder 19, dadurch gekennzeichnet, dass im Zustand der Anfangsposition (300) des Messerhalter-Andrückkörpers (32) der Abstand
der Übergangsstelle (70) von der verlagerbaren rückwärtigen Andrückkörper-Schwenkachse
(301) einen Wert aus dem Bereich von ca. dem 0,5- bis 1,5-fachen des Radius der Mitnehmerwalze
(2) aufweist.
21. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 18 bis 20, dadurch gekennzeichnet, dass die Übergangstelle (70) zwischen dem Zugspalt-Einlaufbereich (51) und dem Zugspalt-Auslaufbereich
(52), ausgehend von dem dem Trennmesser (31) zugeordneten Zenit (22) der Mitnehmerwalze
(2) und in deren Arbeitsdrehrichtung (201) betrachtet, im Raumwinkelbereich von 0°
bis 80° liegt.
22. Verfahren zum automatischen Trennen einer Oberflächenschicht (81) von geförderten
tierischen Nahrungsmittelprodukten, unter Verwendung einer Vorrichtung (1) nach einem
der Ansprüche 1 bis 21, durch Abtrennen der Oberflächenschicht (81) mittels eines
Trennmessers (31) und Einziehen und Fördern der abgetrennten Oberflächenschicht mittels
Zugspalt (5), der zwischen einer angetriebenen Mitnehmerwalze (2) und einem das Trennmesser
(31) haltenden, zur Bildung des Zugspalts (5) in Richtung auf die Mitnehmerwalze (2)
gedrückten Messerhalter-Andrückkörper (32) ausgebildet wird, wobei Verfahrensschritte
darin bestehen, dass zunächst der Messerhalter-Andrückkörper (32) in eine definierte
Anfangsposition (300) zum Einstellen einer vorgegebenen festen Anfangsgröße des Zugspalts
(5) gebracht wird, dass anschließend der Messerhalter-Andrückkörper (32)selbsttätig
um eine verlagerbare, an der der Mitnehmerwalze (2) abgewandten Seite des Messerhalter-Andrückkörpers
(32) eingerichtete rückwärtige Schwenkachse (301) des Messerhalter-Andrückkörpers
(32) durch Einführen der abgetrennten Oberflächenschicht (81) in den Zugspalt (5)
derart aufgeschwenkt wird, dass zugleich ein Einlaufbereich (51) des Zugspalts (5)
geweitet und ein Auslaufbereich (52) des Zugspalts (5) verengt wird, wobei die rückwärtige
Schwenkachse (301) des Messerhalter-Andrückkörpers (32), betrachtet in Arbeitsdrehrichtung
(201) der Mitnehmerwalze (2), in einem Bereich hinter dem Zenit (22) der Mitnehmerwalze
(2) zu dieser hin selbsttätig und geführt verlagert wird, und dass der Messerhalter-Andrückkörper
(32) mit vollständigem Einzug der abgetrennten Oberflächenschicht (81) in den Zugspalt
(5) in schwimmender, ausweichlicher Arbeitsposition zum selbsttätigen Herstellen und
Aufrechterhalten einer Andrückkraft vergleichmäßigenden Größe des Zugspalts (5) nach
selbsttätiger Aufhebung der Schwenkposition und -funktion der verlagerten rückwärtigen
Andrückkörper-Schwenkachse (301) gehalten wird.
23. Verfahren nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, dass die selbsttätige Verlagerung der rückwärtigen Andrückkörper-Schwenkachse (301) zu
der Mitnehmerwalze (2) hin durch Überlagerung von durch zwei Schwenkanlenkungen des
Messerhalter-Andrückkörpers (32) erzeugten Schwenkbewegungen bewirkt wird, wobei die
eine Schwenkbewegung durch Schwenken des Messerhalter-Andrückkörpers (32) um die sich
verlagernde rückwärtige Schwenkachse (301) ausgeführt wird und die andere Schwenkbewegung
durch Schwenken des Messerhalter-Andrückkörpers (32) mittels eines vorzugsweise räumlichen
Schwenkgelenks (655) erfolgt, das zwischen einer der Mitnehmerwalze (2) zugewandten
vorderen Seite des Messerhalter-Andrückkörpers (32) und dem kopfseitigen Ende eines
Lenkarms (651) angeordnet ist, der um eine gestellfeste, mit der Drehachse (20) der
Mitnehmerwalze (2) parallele Lenkerschwenkachse (650) schwenkbar ist.
24. Verfahren nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet, dass durch selbsttätige Verstellung ein der Mitnehmerwalze (2) zugewandter stumpfer Gelenkwinkel
(s), unter dem der Messerhalter-Andrückkörper (32) an den Lenkarm (651) beim Schwenken
um die rückwärtige, sich verlagernde Schwenkachse (301) angelenkt ist, verkleinert
wird, um die Verlagerung der rückwärtigen Schwenkachse (301) zur Mitnehmerwalze (2)
hin zu bewirken.
25. Verfahren nach Anspruch 24, dadurch gekennzeichnet, dass das Schwenken des Messerhalter-Andrückkörpers (32) um die rückwärtige, sich verlagernde
Schwenkachse (301) durch einen vorgegebenen Anschlag begrenzt wird, der das Verkleinern
des stumpfen Winkels (s) begrenzt, wodurch der Messerhalter-Andrückkörper (32) in
eine Position gebracht wird, in der die Schwenkanlenkung um die rückwärtige Schwenkachse
(301) wirkungslos wird.
26. Verfahren nach einem der Ansprüche 22 bis 25, dadurch gekenn-zeichnet, dass die sich verlagernde rückwärtige Andrückkörper-Schwenkachse (301) linear geführt
auf die Mitnehmerwalze (2) hin verlagert wird.
1. Apparatus (1) for separating a surface layer (81) from animal food products (8) conveyable
in the product transport direction (101) of the apparatus (1), comprising a frame
(11), a driven carrier roller (2) having a structured, cylindrical roller circumferential
surface (21), which is rotatable around a roller rotational axis (20) extending transversally
to the product transport direction (101) over the working width of the apparatus (1),
comprising a cutting device (3) which is opposite the carrier roller (2) with a blade
holder pressure body (32) holding the separating blade (31), which extends with the
carrier roller (2) over its zenith area and, seen from the product transport direction,
in the space lying behind the carrier roller (2), which has a concave pressing surface
(321) corresponding with the roller circumferential surface (21) and which is pivotable
around a pressure body pivoting axis (301) extending in the apparatus transverse direction,
and comprising a pressure device (4) exerting a pressing force on the blade holder
pressure body (32), wherein the roller circumferential surface (21) and the pressure
body pressing surface (321) form a traction gap (5) transporting the separated surface
layer (81) through the separating blade (31) and automatically changeable in working
mode, which has a traction gap inlet area (51) and a traction gap outlet area (52),
wherein the traction gap (5) is automatically widened against the pressing force exerted
on the blade holder pressure body (32) in the traction gap inlet area (51) according
to the thickness of the pulled in surface layer (81), wherein the pressure body pivoting
axis is set up as a rear pivoting axis (301) on the side of the blade holder pressure
body (32) facing away from the carrier roller (2) in the apparatus longitudinal direction
and wherein the apparatus (1) has a pressure body guiding device (6) automatically
shifting the blade holder pressure body (32) out of a defined initial position (300)
with which the rear pivoting axis (301) of the blade holder pressure body (32), seen
in the working rotation direction (201) of the carrier roller (2), is arranged in
the area behind the separating blade (31) and is automatically, as well as by means
of a guide track (61) guidably shiftable such that in the case of the carriage of
the surface layer (81) against the pressing force of the pivoting up blade holder
pressure body (32), the traction gap (5) becomes wide in the inlet area (51) and narrower
in the outlet area (52) and the blade holder pressure body (32) is held freely yieldable
in the direction against the pressing force so that along the traction gap (5) a floating
application occurs against the completely pulled in surface layer (81) under formation
of a process gap with a gap size homogenizing the pressing force and automatically
adjusting to the thickness of the surface layer (81), wherein the guiding device (6)
is set up such that the blade holder pressure body (32) in the case of the floating
application on the surface layer (81) fully pulled into the traction gap (5) is held
without contact with the guide track (61), by means of which the rear pressure body
pivoting axis (301) is guided shiftably during the pivoting up of the blade holder
pressure body (32) out of its initial position (300).
2. Apparatus according to claim 1, characterized in that the pressure body guiding device (6) comprises a steering device (65) fixed on the
apparatus frame (11), which links the blade holder pressure body (32) such that it,
starting from its initial position (300), during automatic pivoting up, which is effectuated
through inlet of the separated surface layer (81) into the traction gap (5), is restrictively
shiftable around the rear pivoting axis (301) with it in the longitudinal direction
of the apparatus (1) towards the carrier roller (2).
3. Apparatus according to claim 2, characterized in that the steering device (65) comprises at least one longitudinal guide (651), which extends
in a longitudinally adjustable manner in the apparatus length and is linked freely
pivotably around a guide pivoting axis (650) extending in the apparatus transverse
direction.
4. Apparatus according to claim 2 or 3, characterized in that the steering device (65) comprises at least one longitudinal guide (651), which is
linked in a freely pivotable manner on the longitudinal guide foot (653) around a
fixed-frame guide pivoting axis (650) extending in the apparatus transverse direction
and which is connected on the longitudinal guide head (654) with the blade holder
pressure body (32) by means of a space joint (655), wherein the longitudinal guide
(651) is arranged such that in the state of the initial position (300) of the blade
holder pressure body (32), the longitudinal guide pivoting axis (650), the space joint
(655) and the shiftable pressure body pivoting axis (301) are corner points of an
imaginary obtuse joint triangle on the space joint (655), which is set up such that,
starting from the initial position (300) of the blade holder pressure body (32), in
the case of the automatic pivoting up of the blade holder pressure body (32) caused
by the inlet of the separated surface layer (81) in the traction gap (5) around the
shiftable rear pressure body pivoting axis (32) the obtuse angle (s) of the joint
triangle open towards the carrier roller (2) becomes narrower up to a restricting
angle stop between the longitudinal guide (651) and the blade holder pressure body
(32).
5. Apparatus according to any one of claims 2 to 4, characterized in that the steering device (65) comprises two longitudinal guides (651), wherein a longitudinal
guide (651) is assigned to each longitudinal end of the blade holder pressure body
(32).
6. Apparatus according to any one of claims 1 to 5, characterized in that the pressing device (4) is arranged and designed such that it supplies the blade
holder pressure body (32), seen in the longitudinal direction of the apparatus (1),
with pressing force in an area, which is distanced from the shiftable rear pivoting
axis (301) of the blade holder pressure body (32) further than from the separating
blade (31) of the blade holder pressure body (32).
7. Apparatus according to any one of claims 1 to 6, characterized in that the pressure body guiding device (6) comprises a linear guide (62), which forms at
least one guide track (61) linearly shifting the shiftable rear pivoting axis (301)
of the blade holder pressure body (32) in the apparatus length.
8. Apparatus according to claim 7, characterized in that the linear guide (62) is directed at least mainly parallel to the zenith plane (220)
of the zenith (22) of the carrier roller (2) assigned to the separating blade (31).
9. Apparatus according to any one of claims 1 to 8, characterized in that the apparatus (1) comprises a traction gap setting device (7), with which a selectable,
fixed initial size of the traction gap (5) defining the initial position (300) of
the blade holder pressing body (32) can be set.
10. Apparatus according to claim 9, characterized in that the traction gap setting device (7) comprises at least one outlet traction gap setting
element (72), which is supported on the apparatus frame (11), wherein it determines
a boundary position of the blade holder pressure body (32) for the formation of the
initial size of the traction gap (5) in its outlet area (52).
11. Apparatus according to claim 10, characterized in that the at least one outlet traction gap setting element (72) forms the rear pivoting
axis pivot linkage of the blade holder pressure body (32), wherein it is supported
pivotably on a fixed-frame guide track (61) of the pressure body guiding device (6).
12. Apparatus according to any one of claims 9 to 11, characterized in that the traction gap setting device (7) comprises at least an inlet traction gap setting
element (71), which is supported on the apparatus frame (11), wherein it determines
a boundary position of the blade holder pressure body (32) for the formation of the
initial size of the traction gap (5) in its inlet area (51).
13. Apparatus according to any one of claims 9 to 12, characterized in that in the area of each longitudinal end of the blade holder pressure body (32) at least
one traction gap setting element (71, 72) is arranged, which supports the blade holder
pressure body (32) respectively on its associated longitudinal end against the apparatus
frame (11) for the setting of its initial position (300).
14. Apparatus according to claim 13, characterized in that two traction gap setting elements (71, 72) are arranged on both longitudinal ends
of the blade holder pressure body (32), wherein respectively an inlet traction gap
element (71) in the front with respect to the working rotation direction (201) of
the carrier roller (2) determines the initial size of the traction gap (5) in its
inlet area (51) and an outlet traction gap element (72) in the back with respect to
the working rotation direction (201) of the carrier roller (2) determines the initial
size of the traction gap (5) in its outlet area (52).
15. Apparatus according to any one of claims 9 to 14, characterized in that traction gap setting elements (71, 72) of the traction gap setting device (7) arranged
on the blade holder pressure body (32) are guided in a linearly shiftable manner along
linear guide tracks (61) extending in the apparatus longitudinal direction and are
adjustably supported on it for setting the initial size of the traction gap (5).
16. Apparatus according to any one of claims 1 to 15, characterized in that the rear pivoting axis (301) of the blade holder pressure body (32) is determined
by two bearing elements (720), which are arranged on each longitudinal end of the
blade holder pressure body (32) such that they each work together with an assigned
guide of the pressure body guiding device (6) for the automatic shifting of the blade
holder pressure body (32) and disengage from the guide in working mode.
17. Apparatus according to any one of claims 1 to 16, characterized in that the shiftable rear pivoting axis (301) of the blade holder pressure body (32), starting
from the zenith (22) of the carrier roller (2) assigned to the separating blade (31)
and seen in its working rotation direction (201), is arranged in a solid angle range
from 0° to 80°.
18. Apparatus according to any one of claims 1 to 17, characterized in that the blade holder pressure body (32) in the profile cross-section determining the
shape of its pressing surface (321) is designed such that in the state of the initial
position (300) of the blade holder pressure body (32) the position of a transition
point (70), where the traction gap inlet area (51) transitions into the traction outlet
area (52), is determined by the smallest distance (324) between the pressure body
pressing surface (321) and the shiftable pressure body pivoting axis (301).
19. Apparatus according to claim 18, characterized in that the pressing surface (321) of the blade holder pressure body (32) extending in the
traction gap outlet area (52) transitions into a surface (32) tangential to the concave
pressing surface (321) of the blade holder pressure body (32) at or, seen in the working
rotation direction of the carrier roller (2), behind the transition point (70).
20. Apparatus according to claim 18 or 19, characterized in that the in the state of the initial position (300) of the blade holder pressure body
(32) the distance between the transition point (70) and the shiftable rear pressure
body pivoting axis (301) has a value in the range of approx. 0.5 to 1.5 times the
radius of the carrier roller (2).
21. Apparatus according to any one of claims 18 to 20, characterized in that the transition point (70) between the traction gap inlet area (51) and the traction
point outlet area (52), starting from the zenith (22) of the carrier roller (2) assigned
to the separating blade (31) and seen in its working rotation direction (201), is
arranged in a solid angle range from 0° to 80°.
22. Method for automatically separating a surface layer (81) from conveyed animal food
products using an apparatus (1) according to any one of claims 1 to 21, by separating
the surface layer (81) by means of a separating blade (31) and pulling in and conveying
the separated surface layer by means of a traction gap (5), which is designed between
a driven carrier roller (2) and a blade holder pressure body (32) holding the separating
blade (31) and pressed for formation of the traction gap (5) in the direction of the
carrier roller (2), wherein method steps consist in that first the blade holder pressure
body (32) is brought into a defined initial position (300) for setting a specified
fixed initial size of the traction gap (5), that then the blade holder pressure body
(32) is pivoted up around a shiftable rear pivoting axis (301) of the blade holder
pressure body (32) set up on the side of the blade holder pressure body (32) facing
away from the carrier roller (2) through inlet of the separated surface layer (81)
into the traction gap (5) such that at the same time an inlet area (51) of the traction
gap (5) is widened and an outlet area (52) of the traction gap (5) is narrowed, wherein
the rear pivoting axis (301) of the blade holder pressure body (32), as seen in the
working rotation direction (201) of the carrier roller (2), in an area behind the
zenith (22) of the carrier roller (2) is shifted automatically and controlled towards
it, and such that the blade holder pressure body (32) is held with complete carriage
of the separated surface layer (81) into the traction gap (5) in floating, yieldable
working position for automatic creation and maintenance of a size of the traction
gap (5) homogenizing a pressing force after automatic cancellation of the pivoting
position and function of the shifted rear pressure body pivoting axis (301).
23. Method according to claim 22, characterized in that the automatic shifting of the rear pressure body pivoting axis (301) towards the
carrier roller (2) is effectuated through overlapping of pivoting movements created
by two pivoting linkages of the blade holder pressure body (32), wherein the one pivoting
movement is executed by the pivoting of the blade holder pressure body (32) around
the shifting rear pivoting axis (301) and the other pivoting movement takes place
through the pivoting of the blade holder pressure body (32) by means of a preferably
spatial pivoting joint (655), which is arranged between a front side of the blade
holder pressure body (32) facing the carrier roller (2) and the head-side end of a
steering arm (651), which is pivotable around a fixed-frame guide pivoting axis (650)
parallel to the axis of rotation (20) of the carrier roller (2).
24. Method according to claim 23, characterized in that, through automatic adjustment, an obtuse joint angle (s) facing the carrier roller
(2), under which the blade holder pressure body (32) is linked on the steering arm
(651) during pivoting around the rear, shifting pivoting axis (301), is reduced, in
order to cause the shifting of the rear pivoting axis (301) towards the carrier roller
(2).
25. Method according to claim 24, characterized in that the pivoting of the blade holder pressure body (32) around the rear, shifting pivoting
axis (301) is restricted by a specified stop, which restricts the reduction of the
obtuse angle (s), whereby the blade holder pressure body (32) is brought into a position,
in which the pivoting linkage around the rear pivoting axis (301) is ineffective.
26. Method according to any one of claims 22 to 25, characterized in that the shifting rear pressure body pivoting axis (301) is shifted in a linear guiding
manner onto the carrier roller (2).
1. Un dispositif (1) pour séparer une tranche superficielle (81) de produits alimentaires
(8) pour animaux pouvant être transportés dans le sens de déplacement des produits
(101) du dispositif (1), comprenant un bâti (11), un rouleau de prélèvement (2) à
entraînement ayant une structure d'enveloppe cylindrique circulaire (21), pouvant
être tourné sur un axe de rotation des rouleaux (20) s'étendant transversalement par
rapport au sens de déplacement des produits (101), sur toute la largeur du dispositif
(1), comprenant un dispositif de coupe (3) placé face au rouleau de prélèvement (2)
comportant un corps de maintien de couteau et de pression (32) retenant la lame de
coupe (31), placé au sommet avec le rouleau de prélèvement (2) et dans l'espace se
trouvant derrière le rouleau de prélèvement (2) si l'on se place dans le sens de déplacement
du produit (101), disposant d'une surface de pression (321) correspondant à une structure
d'enveloppe cylindrique (21) et pouvant pivoter autour d'un axe de pivotement de corps
de pression (301) s'étendant transversalement par rapport au dispositif, et comprenant
un dispositif presseur (4) exerçant une force de pression sur le corps de maintien
de couteau et de pression (32), dans lequel la structure d'enveloppe cylindrique (21)
et la surface de pression du corps de pression (321) forment un intervalle de traction
(5) transportant la tranche superficielle (81) séparée par la lame de coupe (31) et
automatiquement modifiable en mode de travail, lequel comprend une zone d'introduction
de l'intervalle de traction (51) et une zone d'extraction de l'intervalle de traction
(52), dans lequel l'intervalle de traction (5) est élargi automatiquement dans la
zone d'introduction de l'intervalle de traction (51) en fonction de l'épaisseur de
la tranche superficielle (81) introduite à l'encontre de la force de pression exercée
sur le corps de maintien de couteau et de pression (32), dans lequel l'axe de pivotement
du corps de pression est conçu comme un axe de pivotement arrière (301) disposée sur
le côté du corps de maintien de couteau et de pression (32) situé à l'opposé du rouleau
de prélèvement (2) selon l'axe longitudinal du dispositif, et dans lequel le dispositif
(1) comprend un dispositif de guidage (6) du corps de pression déplaçant automatiquement
à partir d'une position de départ (300) définie un corps de maintien de couteau et
de pression (32), avec lequel l'axe de pivotement arrière (301) du corps de maintien
de couteau et de pression (32) est disposé dans l'espace situé derrière la lame de
coupe (31), si l'on se place dans le sens de rotation de fonctionnement (201) du rouleau
de prélèvement (2), et peut être déplacé de façon guidée automatique ou par l'intermédiaire
d'une glissière (61) de telle sorte que dans le cas du transport de la tranche superficielle
(81) à l'encontre de la force de pression du corps de maintien de couteau et de pression
(32) pivotant vers le haut, l'intervalle de traction (5) s'élargit dans une zone d'introduction
(51) et se rétrécit dans une zone d'extraction (52) et le corps de maintien de couteau
et de pression (32) est maintenu librement dans une direction à l'encontre de la force
de pression de telle sorte que se produit le long de l'intervalle de traction (5)
un positionnement à mouvement flottant sur la tranche superficielle (81) entièrement
insérée sous l'effet de la production d'un intervalle de processus dont la force de
pression dispose d'un effet d'homogénéisation et s'ajustant automatiquement à l'épaisseur
de la tranche superficielle (81), dans lequel le dispositif de guidage (6) est conçu
de façon à ce que le corps de maintien de couteau et de pression (32) soit maintenu
sans contact avec la glissière (61) en cas de positionnement à mouvement flottant
sur la tranche superficielle (81) entièrement insérée dans l'intervalle de traction
(5), grâce à quoi l'axe de pivotement arrière (301) peut être déplacé de façon guidée
durant le pivotement vers le haut du corps de maintien de couteau et de pression (32)
quittant sa position de départ (300).
2. Un dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que le dispositif de guidage du corps de pression (6) comprend un dispositif de direction
(65) fixé sur le bâti (11) du dispositif, dirigeant le corps de maintien de couteau
et de pression (32) de façon à ce qu'il puisse être déplacé de façon limitée autour
de l'axe de pivotement arrière (301) et avec celui-ci vers le rouleau de prélèvement
(2) dans la direction longitudinale du dispositif (1), après avoir pivoté automatiquement
vers le haut en quittant sa position de départ (300) suite à l'introduction de la
tranche superficielle (81) séparée dans l'intervalle de traction (5).
3. Un dispositif selon la revendication 2, caractérisé en ce que le dispositif de direction (65) comprend au moins un bras longitudinal (651) s'étendant
sur la longueur du dispositif et pouvant être réglé longitudinalement, et étant lié
à un axe de pivotement de bras (650) s'étendant dans la direction transversale du
dispositif de façon à pouvoir être pivoté librement.
4. Un dispositif selon la revendication 2 ou 3, caractérisé en ce que le dispositif de direction (65) comprend au moins un bras longitudinal (651) lié
de façon à pouvoir être pivoté librement au pied du bras longitudinal (653) autour
d'un axe de pivotement de bras (650) solidaire du bâti et s'étendant dans la direction
transversale du dispositif et lié au corps de maintien de couteau et de pression (32)
au niveau de la tête du bras longitudinal (654) à l'aide d'une articulation spatiale
(655), dans lequel le bras longitudinal (651) est agencé de telle façon que dans la
position de départ (300) du corps de maintien du couteau et de pression (32) l'axe
de pivotement du bras longitudinal (650), l'articulation spatiale (655) et l'axe de
pivotement amovible du corps de pression (301) constituent les points d'angle d'un
triangle d'articulation obtus imaginaire placé sur l'articulation spatiale (655) agencé
de façon à ce que, en partant de la position de départ (300) du corps de maintien
de couteau et de pression (32), en cas de pivotement automatique vers le haut du corps
de maintien de couteau et de pression (32) provoqué par l'introduction de la tranche
superficielle (81) dans l'intervalle de traction (5), autour de l'axe de pivotement
mobile arrière du corps de pression (301), l'angle obtus (s) du triangle d'articulation
ouvert en direction du rouleau de prélèvement (2) rétrécit jusqu'à une butée angulaire
de limitation entre le bras longitudinal (651) et le corps de maintien de couteau
et de pression (32).
5. Un dispositif selon l'une des revendications 2 à 4, caractérisé en ce que le dispositif de direction (65) comprend deux bras longitudinaux (651), dans lequel
un bras longitudinal (651) est assigné à chaque extrémité longitudinale du corps de
maintien de couteau et de pression (32).
6. Un dispositif selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que le dispositif presseur (4) est agencé de façon à fournir une pression au corps de
maintien de couteau et de pression (32) considéré dans la direction longitudinale
du dispositif (1), dans une zone se trouvant à une plus grande distance de l'axe de
pivotement mobile arrière (301) du corps de maintien de couteau et de pression (32)
que de la lame de coupe (31) du corps de maintien de couteau et de pression (32).
7. Un dispositif selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que le dispositif de guidage (6) du corps de pression comprend un guidage linéaire (62)
formant au moins une glissière (61) mobile linéaire déplaçant linéairement l'axe de
pivotement mobile arrière (301) du corps de maintien de couteau et de pression (32)
sur la longueur du dispositif.
8. Un dispositif selon la revendication 7, caractérisé en ce que le guidage linéaire (62) est agencé au moins pour l'essentiel de façon parallèle
au point zénithal (220) du sommet (22) du rouleau de prélèvement (2) assigné à la
lame de coupe (31).
9. Un dispositif selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que le dispositif comprend un dispositif (1) de réglage de l'intervalle de traction (7),
à l'aide duquel il est possible de régler une dimension de départ fixe sélectionnable
de l'intervalle de traction (5) définissant la position de départ (300) du corps de
maintien de couteau et de pression (32).
10. Un dispositif selon la revendication 9, caractérisé en ce que le dispositif de réglage de l'intervalle de traction (7) comprend au moins un élément
de réglage de l'intervalle de traction d'extraction (72) appuyé sur le bâti (11) du
dispositif, définissant une position de limite du corps de maintien de couteau et
de pression (32) pour former la dimension de départ de l'intervalle de traction (5)
dans sa zone d'extraction (52).
11. Un dispositif selon la revendication 10, caractérisé en ce que le ou les éléments de réglage de l'intervalle de traction d'extraction (72) forment
l'articulation de pivotement des axes de pivotement arrière du corps de maintien de
couteau et de pression (32), laquelle repose de façon à pouvoir pivoter contre une
glissière solidaire du bâti (61) du dispositif de guidage du corps de pression (6).
12. Un dispositif selon l'une des revendications 9 à 11, caractérisé en ce que le dispositif de réglage de l'intervalle de traction (7) comprend au moins un élément
de réglage de l'intervalle de traction d'introduction (71) appuyé sur le bâti (11)
du dispositif, définissant une position de limite du corps de maintien de couteau
et de pression (32) pour former la dimension de départ de l'intervalle de traction
(5) dans sa zone d'introduction (51).
13. Un dispositif selon l'une des revendications 9 à 12, caractérisé en ce qu'il y a au moins un élément de réglage de l'intervalle de traction (71, 72) dans la
zone de chaque extrémité longitudinale du corps de maintien de couteau et de pression
(32), soutenant le corps de maintien de couteau et de pression (32) au niveau de son
extrémité longitudinale respective contre le bâti (11) du dispositif pour régler sa
position de départ (300).
14. Un dispositif selon la revendication 13, caractérisé en ce que deux éléments de réglage de l'intervalle de traction (71, 72) se trouvent respectivement
aux deux extrémités longitudinales du corps de maintien de couteau et de pression
(32), dans lequel respectivement un élément de réglage de l'intervalle de traction
d'introduction (71) définit la dimension de départ de l'intervalle de traction (5)
dans sa zone d'introduction (51) en tenant compte du sens de rotation de fonctionnement
(201) du rouleau de prélèvement (2) et un élément de réglage de l'intervalle de traction
d'extraction (72) définit la dimension de départ de l'intervalle de traction (5) dans
sa zone d'extraction (52) en tenant compte du sens de rotation de fonctionnement (201)
du rouleau de prélèvement (2).
15. Un dispositif selon l'une des revendications 9 à 14, caractérisé en ce que les éléments de réglage de l'intervalle de traction (71, 72) agencés sur le corps
de maintien de couteau et de pression (32) sont guidés de façon coulissante linéaire
le long des glissières (61) linéaires s'étendant dans la direction longitudinale du
dispositif et sont appuyés sur ce dernier de façon réglable pour assurer le réglage
de la dimension de départ de l'intervalle de traction (5).
16. Un dispositif selon l'une des revendications 1 à 15, caractérisé en ce que l'axe de pivotement arrière (301) du corps de maintien de couteau et de pression
(32) est défini par deux éléments de palier (720), agencés sur chaque extrémité longitudinale
du corps de maintien de couteau et de pression (32) de façon à fonctionner avec un
guidage assigné respectif du dispositif de guidage du corps de pression (6) pour déplacer
automatiquement le corps de maintien de couteau et de pression (32) et se désolidariser
du guidage en mode de fonctionnement.
17. Un dispositif selon l'une des revendications 1 à 16, caractérisé en ce que l'axe de pivotement mobile arrière (301) du corps de maintien de couteau et de pression
(32), en partant du sommet (22) du rouleau de prélèvement (2) assigné à la lame de
coupe (31) et considéré dans son sens de rotation de fonctionnement (201), est agencé
dans une zone angulaire solide de 0° à 80°.
18. Un dispositif selon l'une des revendications 1 à 17, caractérisé en ce que le corps de maintien de couteau et de pression (32) dans la forme de sa section transversale
de profil définissant sa surface de pression (321) est conçu de façon à ce que dans
l'état correspondant à la position de départ (300) du corps de maintien de couteau
et de pression (32) la position d'un point de transition (70), dans lequel la zone
d'introduction (51) de l'intervalle de traction se transforme en zone d'extraction
(52) de l'intervalle de traction, soit déterminée par la plus petite distance (324)
entre la surface de pression (321) du corps de pression et l'axe de pivotement du
corps de pression (301).
19. Un dispositif selon la revendication 18, caractérisé en ce que la surface de pression (321) s'étendant dans la zone d'extraction (52) de l'intervalle
de traction du corps de maintien de couteau et de pression (32) se transforme en une
surface tangentielle (322) à la surface de pression concave (321) du corps de maintien
de couteau et de pression (32) au niveau du point de transition (70) ou, considéré
dans le sens de rotation de fonctionnement du rouleau de prélèvement (2), derrière
ce point.
20. Un dispositif selon la revendication 18 ou 19, caractérisé en ce que dans l'état de la position de départ (300) du corps de maintien de couteau et de
pression (32), l'écart entre le point de transition (70) et l'axe de pivotement mobile
arrière du corps de pression (301) dispose d'une valeur comprise dans une plage d'env.
0,5 à 1,5 fois le rayon du rouleau de prélèvement (2).
21. Un dispositif selon l'une des revendications 18 à 20, caractérisé en ce que le point de transition (70) entre la zone d'introduction de l'intervalle de traction
(51) et la zone d'extraction de l'intervalle de traction (52), en partant du sommet
(22) du rouleau de prélèvement (2) assigné à la lame de coupe (31) et considéré dans
son sens de rotation de fonctionnement (201), est agencé dans une zone angulaire solide
de 0° à 80°.
22. Un procédé de séparation automatique d'une tranche superficielle (81) de produits
alimentaires pour animaux transportés, faisant usage en particulier d'un dispositif
(1) selon l'une des revendications 1 à 21, assurant la séparation de la tranche superficielle
(81) à l'aide de lames de coupe (31) et par l'introduction et le transport de la tranche
superficielle à l'aide d'un intervalle de traction (5) formé entre un rouleau de prélèvement
(2) à entraînement et un corps de maintien de couteau et de pression (32) maintenant
la lame de coupe (31) et appuyé pour former l'intervalle de traction (5) dans le sens
du rouleau de prélèvement (2), dans lequel les étapes de la procédure comprennent
d'abord le placement du corps de maintien de couteau et de pression (32) dans une
position de départ (300) définie de façon à régler une dimension de départ fixe prédéterminée
de l'intervalle de traction (5), puis le pivotement automatique du corps de maintien
de couteau et de pression (32) autour d'un axe de pivotement arrière (301) du corps
de maintien de couteau et de pression (32) positionné sur le côté du corps de maintien
de couteau et de pression (32) ne faisant pas face au rouleau de prélèvement (2) sous
l'effet de l'insertion de la tranche superficielle (81) séparée dans l'intervalle
de traction (5), de façon à provoquer simultanément l'élargissement d'une zone d'introduction
(51) de l'intervalle de traction (5) et le rétrécissement d'une zone d'extraction
(52) de l'intervalle de traction (5), dans lequel l'axe de pivotement arrière (301)
du corps de maintien de couteau et de pression (32) considéré dans le sens de rotation
de fonctionnement (201) du rouleau de prélèvement (2) est déplacé automatiquement
et de façon guidée dans une zone se trouvant derrière le sommet (22) du rouleau de
prélèvement (2) et vers ce dernier, et dans lequel le corps de maintien de couteau
et de pression (32) est maintenu dans une position de travail flottante variable suite
à l'introduction complète de la tranche superficielle (81) dans l'intervalle de traction
(5), de façon à produire automatiquement et à maintenir une dimension de l'intervalle
de traction (5) assurant un effet d'homogénéisation de la force de pression après
la suppression automatique de la position et fonction de pivotement de l'axe de pivotement
mobile arrière du corps de pression (301).
23. Un procédé selon la revendication 22, caractérisé en ce que le déplacement automatique de l'axe de pivotement arrière du corps de pression (301)
vers le rouleau de prélèvement (2) est provoqué par les mouvements de pivotement engendrés
par deux articulations de pivotement du corps de maintien de couteau et de pression
(32), dans lequel l'un des mouvements de pivotement est causé par le pivotement du
corps de maintien de couteau et de pression (32) autour de l'axe de pivotement arrière
(301) se déplaçant et l'autre mouvement de pivotement est causé par le pivotement
du corps de maintien de couteau et de pression (32) par l'intermédiaire d'une articulation
préférentiellement spatiale (655) placée entre une face avant du corps de maintien
de couteau et de pression (32) orientée vers le rouleau de prélèvement (2) et l'extrémité
de tête d'un bras de pivotement (651), pouvant être pivoté autour d'un axe de pivotement
de bras (650) solidaire du bâti parallèle à l'axe de rotation (20) du rouleau de prélèvement
(2).
24. Un procédé selon la revendication 23, caractérisé en ce que le déplacement automatique provoque la réduction d'un angle obtus (s) orienté vers
le rouleau de prélèvement (2), sous lequel le corps de maintien de couteau et de pression
(32) est lié au bras de pivotement (651) durant le pivotement autour de l'axe de pivotement
mobile arrière (301), afin de provoquer le déplacement de l'axe de pivotement arrière
(301) autour du rouleau de prélèvement (2).
25. Un procédé selon la revendication 24, caractérisé en ce que le pivotement du corps de maintien de couteau et de pression (32) autour de l'axe
de pivotement mobile arrière (301) est limité par une butée prédéfinie, limitant la
réduction de l'angle obtus (s), dans lequel le corps de maintien de couteau et de
pression (32) est déplacé jusqu'à une position dans laquelle l'articulation de pivotement
autour de l'axe de pivotement arrière (301) devient inefficace.
26. Un procédé selon l'une des revendications 22 à 25, caractérisé en ce que l'axe de pivotement mobile arrière du corps de pression (301) est déplacé linéairement
sur le rouleau de prélèvement (2).
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