[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Konditioniervorrichtung und ein Verfahren
zum Trocknen und/oder Temperieren eines Schotterbetts, mit deren Hilfe das Gleisbett
einer Eisenbahngleisanlage getrocknet und temperiert werden kann, um nachfolgend das
Schotterbett zumindest teilweise verschäumen zu können.
[0002] Um das Gleisbett einer Eisenbahngleisanlage zu stabilisieren und höhere Lasten abtragen
zu können, ist es bekannt, die Hohlräume eines Schotterbetts einer Eisenbahngleisanlage
mit Polyurethan (PU) auszuschäumen. Hierzu werden die Edukte Isocyanat und Polyol
in die Hohlräume des Schotterbetts eingespritzt, wo sie zu Polyurethanschaum reagieren.
Um eine definierte Reaktion zu erreichen, ist es erforderlich, die entsprechenden
Reaktionsbedingungen innerhalb des Schotterbetts definiert einzustellen. Insbesondere
soll das Schotterbett möglichst trocken und frei von Wasser sein. Beispielsweise aus
EP 1 619 305 B1 ist es bekannt vor dem Ausschäumen des Schotterbetts eine Heizglocke auf die Gleise
abzusenken und mit Heißluft das Schotterbett zu trocknen. Diese Maßnahme hat sich
im praktischen Betrieb, insbesondere wenn die Eisenbahngleisanlage vorher einem Regenschauer
ausgesetzt war, als nicht effektiv erwiesen. Vergleichbare Vorschläge sind aus
WO 2009/068169 A1,
WO 2008/128665 A1 und
US 2008/0173724 A1 bekannt.
[0003] Es ist die Aufgabe der Erfindung, eine Konditioniervorrichtung zum Trocknen und Temperieren
eines Schotterbetts sowie ein Verfahren zum Trocknen und Temperieren eines Schotterbetts
zu schaffen, mit deren Hilfe beabsichtigte Reaktionsbedingungen innerhalb des Schotterbetts,
insbesondere hinsichtlich des Feuchtigkeitsgehalts, eingestellt werden können.
[0004] Die Lösung der Aufgabe erfolgt durch eine Konditioniervorrichtung mit den Merkmalen
des Anspruchs 1 sowie einem Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 8. Bevorzugte
Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
[0005] Die erfindungsgemäße Konditioniervorrichtung zum Trocknen und/oder Temperieren eines
Schotterbetts einer Eisenbahngleisanlage, wobei die Eisenbahngleisanlage auf dem Schotterbett
aufliegende Schwellen und auf den Schwellen aufliegende Schienen aufweist, weist ein
Fahrgestell zur Fortbewegung der Konditioniervorrichtung, insbesondere auf den Schienen,
auf. Mit dem Fahrgestell ist eine Auslassdüse zum Einblasen von temperierter Luft
in das Schotterbett über mindestens einen zwischen zwei benachbarten Schwellen positionierten
Einblasbereich verbunden. Erfindungsgemäß ist mit dem Fahrgestell mindestens eine
Abdeckplatte zur im Wesentlichen luftdichten Abdeckung einer im Wesentlichen entgegen
der Schwerkraftrichtung weisenden Oberseite eines in Fahrtrichtung neben den Schwellen
vorgesehenen Seitenstreifens des Schotterbetts verbunden.
[0006] Durch die Konditioniervorrichtung wird nicht nur das Einblasen der temperierten Luft,
sondern auch das Austreten der temperierten Luft aus dem Schotterbett kontrolliert.
Durch die Abdeckplatte wird verhindert, dass die temperierte Luft kurz nach dem Eindringen
in das Schotterbett, direkt neben dem Einblasbereich über den Seitenstreifen des Schotterbetts
wieder austreten kann. Mit Hilfe der mindestens einen Abdeckplatte kann das Schotterbett
insbesondere um den Einblasbereich herum umlaufend das Schotterbett abdichten und
einen entsprechenden Kurzschlussstrom unterbinden. Durch die Abdeckplatte wird im
Bereich der Oberseite des Schotterbetts ein so hoher Strömungswiderstand bereitgestellt,
dass die temperierte Luft zumindest bis zu den schräg abfallenden Böschungsflächen
des Schotterbetts strömen muss, um seitlich aus dem Schotterbett austreten zu können.
Dies führt dazu, dass die temperierte Luft, vergleichsweise tief in das Schotterbett
eindringt, bevor die temperierte Luft das Schotterbett verlassen kann. Dies ermöglicht
es, das Schotterbett bis zum Planum oder einer zwischen dem Schotterbett und dem Planum
angeordneten Drainagematte zu trocknen und eine definierte Temperatur, vorzugsweise
eine Temperatur von 20°C bis 50°C einzustellen. Hierbei wird insbesondere berücksichtigt,
dass der Seitenstreifen des Schotterbetts eine definierte Mindestbreite aufweist,
damit auftretende Druckkräfte zuverlässig abgeleitet werden können und die Gleise
der Eisenbahngleisanlage ihre Lage beibehalten. Die Abdeckplatte kann in ihrer quer
zur Fahrtrichtung weisenden Erstreckung somit im Wesentlichen dieser Mindestbreite
des Seitenstreifens entsprechen. Die im Wesentlichen luftdichte Abdeckung des Seitenstreifens
im Bereich der Mindestbreite des Seitenstreifens reicht im Wesentlichen aus, damit
die temperierte Luft ca. 350 mm in das Schotterbett eindringen kann. Diese Eindringtiefe
ist in der Regel ausreichend, um das gesamte Schotterbett mit temperierter Luft zu
durchdringen.
[0007] Der Einblasbereich kann insbesondere ein zwischen zwei benachbarten Schwellen ausgebildetes
Schwellenfach umfassen. Vorzugsweise umfasst der Einblasbereich zwei zueinander benachbarte
Schwellenfächer. Der Einblasbereich kann insbesondere seitlich durch die Schienen
begrenzt sein. Dadurch kann die Auslassdüse bis zur Oberseite der Schwellen abgesenkt
werden, um die temperierte Luft einzublasen. Die Auslassdüse kann als einfaches Rohrende
ausgebildet sein und beispielsweise einen im Wesentlichen rechtwinkeligen Querschnitt
aufweisen, der im Wesentlichem dem Einblasbereich entspricht. Die Auslassdüse kann
auch als Lanze ausgebildet sein, die insbesondere in das Schotterbett eintauchen kann.
Der Einblasbereich und ggf. der den Einblasbereich umgebende Bereich kann durch die
Konditioniervorrichtung im Wesentlichen luftdicht gegenüber der Umgebung abgedeckt
werden, so dass sich die eingeblasene temperierte Luft innerhalb der Konditioniervorrichtung
sammeln und dort einen entsprechend hohen Druck ausbilden kann, um ein weiteres Austreten
der temperierten Luft im Bereich der Konditioniervorrichtung zu vermeiden. Insbesondere
ist mindestens eine Abschotteinrichtung zum im Wesentlichen luftdichten Abdichten
an einer Schwelle und/oder an einer Schiene und/oder an einer im Wesentlichen entgegen
der Schwerkraftrichtung weisenden Oberseite eines in Fahrtrichtung vor oder hinter
der Schwelle vorgesehenen Tragstreifens des Schotterbetts mit dem Fahrgestell verbunden.
Durch die Abdeckplatte kann ein seitliches Austreten der temperierten Luft vermieden
werden, während durch die Abschotteinrichtung ein Austreten der temperierten Luft
vor und hinter dem Einblasbereich vermieden werden kann. Hierbei wird insbesondere
ausgenutzt, dass die Schwelle selber eine luftdichte Abdeckung des Schotterbetts bereitstellt,
so dass es ausreichend ist, die Konditioniervorrichtung im Wesentlichen luftdicht
an der Schwelle und ggf. an der mit der Schwelle verbundenen Schiene abzudichten.
Zusätzlich oder alternativ kann auch ein Schwellenfach durch die Abschotteinrichtung
vergleichbar zur Abdeckplatte flächig und im Wesentlichen luftdicht abgedeckt werden.
[0008] Vorzugsweise ist die Abschotteinrichtung derart ausgestaltet, dass die Abschotteinrichtung
an einer zu einer den Einblasbereich begrenzten Schwelle beabstandeten Schwelle im
Wesentlichen luftdicht abdichtet, wobei die Abschotteinrichtung insbesondere an einer
in Fahrtrichtung oder entgegen der Fahrtrichtung weisenden Seitenfläche der Schwelle
abdichtet. Insbesondere bei einem ausgeräumten Schwellenfach ergibt sich an einer
in Fahrtrichtung oder entgegen der Fahrtrichtung weisenden Seite einer Schwelle eine
im Wesentlichen ebene Fläche, die besonders einfach ein im Wesentlichen luftdichtes
Abdichten ermöglicht. Hierzu wird insbesondere nicht eine der Schwellen verwendet,
die den Einblasbereich begrenzen, sondern eine Schwelle, die vorzugsweise ein Schwellenfach
weiter angeordnet ist. Dies ermöglicht es, das in Fahrtrichtung vor dem Einblasbereich
angeordnete Schwellenfach durch die Konditioniervorrichtung bereits vorzuwärmen, und
einen Teil des neben dem Einblasbereich im Schotterbett befindlichen Wassers zu verdampfen.
Insbesondere kann der innerhalb der Konditioniervorrichtung vorherrschenden Druck
der temperierten Luft ausreichen, ein Austreten der temperierten Luft im Bereich des
zum Einblasbereich beabstandeten Schwellenfachs zu verhindern. Dies ermöglicht an
der Oberseite des Schotterbetts in einem vergleichsweise großen Bereich einen entsprechend
hohen Strömungswiderstand, der zu einer besonders großen Eindringtiefe der temperierten
Luft in das Schotterbett führt.
[0009] Besonders bevorzugt weist die Abschotteinrichtung mindestens ein quer zur Fahrtrichtung
bewegbares Schottblech zum seitlichen im Wesentlichen luftdichten Abdichten an der
Schiene und/oder an der Abdeckplatte auf. Dies ermöglicht es, die Abschotteinrichtung
im Wesentlichen vertikal an den Gleisen vorbei abzusenken und anschließend durch eine
im Wesentlichen horizontale Bewegung des Schottblechs eine seitliche Abdichtung zur
Schiene beziehungsweise zur Abdeckplatte zu erreichen. Dies ermöglicht eine im Wesentlichen
luftdichte Abdichtung auch bei auftretenden abzudichtenden Hinterschneidungen, wie
beispielsweise bei einer als Doppel-T-Träger ausgestalteten Schiene. Dies ermöglicht
besonders einfach eine den Einblasbereich, vorzugsweise beabstandet umlaufende Abdichtung
der Konditioniervorrichtung mit der Umgebung, wobei die Abdichtung sowohl an horizontalen
Flächen und/oder vertikalen Flächen und/oder schräg beziehungsweise hinterschnitten
verlaufende Flächen erfolgen kann.
[0010] Insbesondere ist eine mit dem Fahrgestell verbundene Haube vorgesehen, wobei die
Haube insbesondere im Wesentlichen luftdicht mit der Abdeckplatte und/oder mit der
Abschotteinrichtung verbunden ist. Durch die Haube kann ein Austreten temperierter
Luft über einen oberen Bereich der Konditioniereinrichtung vermieden werden. Dies
ermöglicht es unterhalb der Haube innerhalb der Konditioniervorrichtung mit Hilfe
der über die Auslassdüse eingebrachten temperierten Luft ein erhöhtes Druckniveau
bereitzustellen, das ein Austreten temperierter Luft aus dem Schotterbett zurück in
die Konditioniervorrichtung verhindert. Kurzschlussströmungen können dadurch vermieden
werden. Die Haube weist insbesondere eine Öffnung für die Auslassdüse auf. Durch die
Haube, die Abdeckplatte und die Abschotteinrichtung kann eine lediglich von der Auslassdüse
unterbrochene geschlossene Glocke ausgebildet werden, die im Wesentlichen vollständig
mit der Umgebung luftdicht abgedichtet sein kann. Ein ungenutztes Ausströmen der temperierten
Luft aus der Konditioniervorrichtung heraus kann dadurch vermieden werden. Statt dessen
kann die temperierte Luft nur über das Schotterbett die Konditioniervorrichtung verlassen
und dadurch das Schotterbett auf eine beabsichtigte Temperatur temperieren und Feuchtigkeit,
insbesondere Wasser, aus dem Schotterbett austragen.
[0011] Vorzugsweise ist zu dem im Wesentlichen luftdichten Abdichten die Abdeckplatte und/oder
die Abschotteinrichtung und/oder die Haube mit einem formflexiblen Abdichtmaterial
versehen ist, wobei das Abdichtmaterial insbesondere ein Luftkissen und/oder Bürsten
und/oder gummiartige Beläge und/oder Schaumstoff aufweist, wobei das Abdichtmaterial
insbesondere mit einer abriebbeständigen Folie und/oder Textil bedeckt ist. Durch
die formflexible Ausgestaltung des Abdichtmaterials können Unregelmäßigkeiten der
abzudichtenden Oberfläche, insbesondere die Oberseite des Schotterbetts, automatisch
ausgeglichen werden. Durch die abriebbeständige Folie, beispielsweise eine Gummifolie
kann vermieden werden, dass die Schottersteine das Abdichtmaterial abreiben. Dadurch,
dass das Abdichtmaterial auch bei einer unregelmäßigen Oberfläche in Vertiefungen
und Hinterschneidungen eindringen kann, können unpräzise Ausrichtungen ausgeglichen
werden und eine möglichst flächige hohlraumfreie Abdeckung erreicht werden. Insbesondere
kann ein Druckunterschied zwischen dem Druck innerhalb der Konditioniervorrichtung
und der Umgebung von beispielsweise 40 mbar mit nur geringen Leckageverlusten sicher
abgedichtet werden.
[0012] In einer bevorzugten Ausführungsform sind mindestens zwei Auslassdüsen zum Einblasen
von temperierter Luft in das Schotterbett über mindestens zwei zueinander beabstandete
Einlassbereiche vorgesehen, wobei vorzugsweise die zwei Einlassbereiche über eine
mit dem Fahrgestell verbundene Trenneinrichtung, die insbesondere vergleichbar zur
Abschotteinrichtung ausgestaltet ist, im Wesentlichen luftdicht voneinander getrennt
sind. Durch die mindestens zwei Auslassdüsen kann der Volumenstrom an temperierter
Luft entsprechend erhöht werden. Insbesondere kann ein Volumenstrom von 10.000 m
3/h eingeblasen werden. Durch die zwei Einblasbereiche ist es möglich zeitgleich parallel
an zwei verschiedenen Stellen das Schotterbett zu trocknen und zu temperieren, ohne
dass die eingeblasene temperierte Luft des einen Einblasbereichs die eingeblasene
temperierte Luft des anderen Einblasbereichs stören könnte. Dies ermöglicht es beispielsweise
zunächst die beiden Einblasbereiche mit temperierter Luft zu beaufschlagen und anschließend
mit Hilfe des Fahrgestells die Konditioniervorrichtung derart zu verfahren, dass die
zuvor nicht beaufschlagten Einblasbereiche mit temperierter Luft versorgt werden.
Das Temperieren und Trocknen des Schotterbetts kann dadurch beschleunigt werden. Insbesondere,
wenn die beiden Auslassdüsen über die Trenneinrichtung im Wesentlichen luftdicht voneinander
getrennt sind, ist es möglich mit unterschiedlichen Temperaturen den jeweiligen Einblasbereich
zu beaufschlagen. Beispielsweise kann in den in Fahrtrichtung vorderen Bereich mit
einer besonders hohen Temperatur das Schotterbett im Wesentlichen vollständig getrocknet
werden, bevor mit der in Fahrtrichtung hinteren Auslassdüse dieser Bereich des Schotterbetts
auf eine gewünschte etwas niedrigere Temperatur temperiert wird.
[0013] Vorzugsweise ist die Auslassdüse derart ausgestaltet, dass der Einblasbereich mindestes
zwei zwischen zwei Schwellen angeordnete Schwellenfächer umfasst. Dies ermöglicht
es, zwei Schwellenfächer gleichzeitig mit temperierter Luft zu beaufschlagen. Insbesondere
kann die Konditioniervorrichtung mit Hilfe des Fahrgestells nach einem ersten Konditioniervorgang
um die Strecke eines Schwellfachs weiter bewegt werden, so dass in einem zweiten Konditioniervorgang
der Einblasbereich ein Schwellfach des vorherigen Einblasbereichs und ein Schwellfach,
das bisher nicht mit temperierter Luft beaufschlagt wurde, umfasst. Dies ermöglicht
es, das neue Schwellfach zunächst vorzuwärmen und vorzugsweise im Wesentlichen vollständig
zu trocknen und anschließend im nachfolgenden Konditioniervorgang die gewünschte Endtemperatur
einzustellen. Dadurch kann berücksichtigt werden, dass je nach Feuchtigkeitsgehalt
des Schotterbetts entsprechend viel Verdampfungswärme benötigt wird, um das Schotterbett
zu trocknen, so dass bei einem besonders feuchten Schotterbett sich nicht zwangsläufig
die gewünschte Endtemperatur innerhalb des Schotterbetts mit nur einem Konditioniervorgang
einstellen lässt.
[0014] Insbesondere ist die Abdeckplatte zwischen einer Gebrauchsposition und einer Transportposition
schwenkbar mit dem Fahrgestell verbunden, wobei die Erstreckung der Konditioniervorrichtung
in der Transportposition der Abdeckplatte zum Transport in einem Eisenbahnwagon geringer
als in der Gebrauchsposition der Abdeckplatte ist. Wenn sich die Abdeckplatte in der
Transportposition befindet, kann die Konditioniervorrichtung beispielsweise mit Hilfe
eines Krans in einen Transportwagon eingesetzt werden, ohne dass die Abdeckplatte
an den Wänden des Transportwagons anschlagen kann. In der Gebrauchsstellung der Abdeckplatte
kann sich die Abdeckplatte deutlich über die üblichen Abmaße eines Transportwagons
seitlich hinaus erstrecken, damit eine besonders große Oberfläche des Seitenstreifens
des Schotterbetts luftdicht abgedeckt werden kann. Die Abdeckplatte kann erforderlichenfalls
in der Transportposition, beispielsweise mit Hilfe von Sicherungsstiften arretiert
werden, damit sich die Abdeckplatte beim Transport nicht versehentlich aus der Transportposition
heraus bewegt.
[0015] Die Erfindung betrifft ferner ein Verfahren zum Trocknen und Temperieren eines Schotterbetts
einer Eisenbahngleisanlage, wobei die Eisenbahngleisanlage auf dem Schotterbett aufliegende
Schwellen und auf den Schwellen aufliegende Schienen aufweist, bei dem insbesondere
mit Hilfe einer Konditioniervorrichtung, die wie vorstehend beschrieben aus- und weitergebildet
sein kann, außerhalb eines Einblasbereichs eine Oberseite des Schotterbetts und/oder
mindestens eine Schwelle und/oder mindestens eine Schiene im Wesentlichen luftdicht
abgedichtet wird, bevor über den Einblasbereich temperierte Luft in das Schotterbett
eingeblasen wird. Durch die Abdichtung des den Einblasbereich umgebenden Bereichs
der Umgebung können Kurzschlussströmungen vermieden werden, so dass die temperierte
Luft besonders tief in das Schotterbett eindringen kann, um das Schotterbett zu trocknen
und auf eine gewünschte Endtemperatur zu temperieren. Das Verfahren kann insbesondere,
wie vorstehend anhand der Konditioniervorrichtung erläutert, aus- und weitergebildet
sein.
[0016] Insbesondere ist es möglich, zwei oder mehr Konditioniervorrichtungen hintereinander
auf der selben Eisenbahngleisanlage zu positionieren, wobei die verschiedenen Konditioniervorrichtungen
jeweils Bereiche des Schotterbetts temperieren, die von der jeweils anderen Konditioniervorrichtung
nicht temperiert werden. Dies ermöglicht es, in einer vergleichsweise kurzen Zeit
eine entsprechend große Wegstrecke der Eisenbahngleisanlage zu temperieren. Die temperierten
Bereiche des Schotterbetts können anschließend, insbesondere mit Polyurethan ausgeschäumt
werden, wobei insbesondere der sich unter den Schwellen ergebende Lastkegel ausgeschäumt
wird. Ferner können nicht verschäumte Bereiche des Schotterbetts an der Oberseite
verklebt oder mit einem insbesondere porösen Schaum, vorzugsweise aus Polyurethan,
fixiert werden. Dadurch kann Schottersteinflug vermieden werden. Die Verschäumung
unterhalb der Schwellen erfolgt insbesondere derart, dass Regenwasser zwischen den
verschäumten Bereichen abgeführt werden kann. Besonders bevorzugt verbleibt zwischen
zwei Schwellen zumindest ein restlicher Bereich, der von der Oberfläche bis zum Planum
beziehungsweise einer auf dem Planum aufliegenden Drainagematte verläuft, so dass
Regenwasser sicher abgeführt werden kann. Um die Konditioniervorrichtung zu bewegen,
ist vorzugsweise vorgesehen, die Haube und/oder die Abdeckplatte und/oder die Abschotteinrichtung,
beispielsweise hydraulisch oder pneumatisch etwas nach oben anzuheben, und die Konditioniervorrichtung
mit dem Fahrgestell auf den Schienen der Eisenbahngleisanlage zu verfahren. Anschließend
können die hochgefahrenen Bereiche wieder abgesenkt werden, um eine luftdichte Abdeckung
zu erreichen. Insbesondere kann die Konditioniereinrichtung zumindest teilweise mit
ihrem Eigengewicht auf der Abdeckplatte und/oder der Abschotteinrichtung lasten, um
eine entsprechend hohe Anpresskraft zur im Wesentlichen luftdichten Abdichtung bereitzustellen.
Hierzu kann beispielsweise die Haube und die mit der Haube verbundenen Teile relativ
zu den Schienen beziehungsweise relativ zu auf den Schienen aufliegenden Laufrädern
des Fahrgestells vorzugsweise hydraulisch oder pneumatisch oder elektrisch beispielsweise
über einen Hubspindeltrieb abgesenkt werden. Ein unbeabsichtigter Versatz in Fahrtrichtung
beziehungsweise entgegen der Fahrtrichtung der Abschotteinrichtung relativ zu einer
Schwelle kann insbesondere durch eine Verschiebung der Abschotteinrichtung in Fahrtrichtung
beziehungsweise entgegen der Fahrtrichtung, vorzugsweise mit Hilfe eines pneumatischen
oder hydraulischem Betätigungssystem ausgeglichen werden.
[0017] Nachfolgend wird die Erfindung unter Bezugnahme auf die anliegenden Zeichnungen anhand
eines bevorzugten Ausführungsbeispiels exemplarisch erläutert. Es zeigen:
Fig. 1: eine schematische Draufsicht einer Eisenbahngleisanlage,
Fig. 2: eine schematische Schnittansicht in Längsrichtung einer erfindungsgemäßen
Konditioniervorrichtung in einer angehobenen Position,
Fig. 3: eine schematische Schnittansicht in Querrichtung der Konditioniervorrichtung
aus Fig. 2,
Fig. 4: eine schematische Schnittansicht in Querrichtung der Konditioniervorrichtung
in Fig. 3 in einer abgesenkten Position; und
Fig. 5: eine schematische perspektivische Ansicht der Konditioniervorrichtung in Fig.
4.
[0018] Die in Fig. 1 dargestellte Eisenbahngleisanlage 10 weist ein Schotterbett 12 auf,
auf dem mehrere Schwellen 14 aufliegen. Die Schwellen 14 tragen zwei Schienen 16,
die entsprechend der beabsichtigten Spurweite zueinander beabstandet angeordnet sind.
Der Bereich zwischen zwei Schwellen 14 wird als "Schwellenfach" bezeichnet. Die Schwellen
14 liegen in einem Tragbereich 18 auf dem Schotterbett 12 auf. Neben den Schwellen
14 weist das Schotterbett 12 einen im Wesentlichen horizontal ausgerichteten Seitenstreifen
20 auf. An den Seitenstreifen 20 schließt sich eine im Wesentlichen schräg nach oben
oder in den meisten Fällen schräg nach unten verlaufende Böschungsfläche 22 an. Die
in den Fig. 2 bis 5 dargestellte Konditioniervorrichtung 24 kann zwischen den Gleisen
16 im gezeigten Ausführungsbeispiel über zwei Schwellenfächer hinweg in einem Einblasbereich
26 temperierte Luft einblasen. Um den Einblasbereich 26 herum kann die Konditioniervorrichtung
24 in einem Abdeckbereich 28 das Austreten der temperierten Luft aus dem Schotterbett
12 verhindern.
[0019] Wie in Fig. 2 dargestellt, weist die Konditioniervorrichtung 24 ein Fahrgestell 30
auf, mit dem eine Hebevorrichtung 32 verbunden ist, die eine Haube 34 auf- und abbewegen
kann. Durch die Haube 34 ist eine Auslassdüse 36 hindurch geführt, mit dessen Hilfe
temperierte Luft von einem Gebläse in den Einblasbereich 26 eingeblasen werden kann.
Mit der Haube 34 sind ferner im dargestellten Ausführungsbeispiel vier quer zur Fahrtrichtung
der Konditioniervorrichtung 24 verlaufende Abschotteinrichtungen 38 verbunden. Die
Abschotteinrichtungen 38 sind mit Hilfe von Verschiebeeinrichtungen 40 pneumatisch
oder hydraulisch oder elektrisch in Fahrtrichtung beziehungsweise entgegen der Fahrtrichtung
verschiebbar.
[0020] Wie in Fig. 3 dargestellt, ist mit der Haube 34 ferner eine seitlich abstehende Abdeckplatte
42 verbunden. Die Abdeckplatte 42 ist schwenkbar mit der Haube 34 verbunden und kann
von der dargestellten Gebrauchsposition in eine nicht dargestellte Transportposition
verschwenkt werden, in welcher die Abdeckplatte 42 über Halteringe 44 mit Hilfe von
Sicherungsstiften oder Spannbügeln oder Spannseilen arretiert werden kann. Zum Verschwenken
der Abdeckplatte 42 kann die Abdeckplatte 42 mit einem Griff 46 versehen sein. Die
Abschotteinrichtung 38 weist quer zur Fahrtrichtung verschiebbare Schottbleche 48
auf, die an ihren Anschlagflächen ein formflexibles Dichtungsmaterial 50 aufweisen.
Die übrigen abdichtenden Anschlagflächen der Abschotteinrichtung 38 sowie der Abdeckplatte
42 können ebenfalls mit dem formflexiblen Dichtungsmaterial 50 versehen sein. Die
Abschotteinrichtung 38 und die Abdeckplatte 42 sind ihrerseits im Wesentlichen luftdicht
mit der Haube verbunden.
[0021] Bei der in Fig. 4 dargestellten abgesenkten Position der Konditioniervorrichtung
24 ist die Konditioniervorrichtung 24 über das Dichtungsmaterial 50 im Wesentlichen
luftdicht an dem Schotterbett 12, den Schwellen 14 und den Gleisen 16 luftdicht abgedichtet.
Insbesondere ist durch die Abdeckplatte 42 der Seitenstreifen 20 abgedeckt, so dass
die über die Auslassdüse 36 in dem Einblasbereich 26 eingeblasene temperierte Luft
nur deutlich beabstandet zum Einblasbereich 26, beispielsweise über die Böschungsfläche
22, das Schotterbett 12 verlassen kann. Aufgrund des hohen Strömungswiderstands an
der Oberfläche des Schotterbetts 12 und des dadurch erreichten langen Strömungswegs
kann die eingeblasene temperierte Luft das Schotterbett 12 besonders tief durchdringen.
Um ein Abheben der Abdeckplatten 42 infolge des anstehenden Luftdrucks zu vermeiden,
können die Abdeckplatten 42 zusätzlich, beispielsweise mit separaten Gewichtsstücken,
beschwert sein.
[0022] Wie in Fig. 5 dargestellt, ergibt sich durch die Haube 34, die Abdeckplatte 42 sowie
die Abschotteinrichtung 38 eine im Wesentlichen luftdicht gegenüber der Umgebung abgedichtete
Glocke, in der sich die eingeblasene temperierte Luft sammeln kann und innerhalb dieser
Glocke einen entsprechend hohen Druck ausbilden kann, der ein Ausströmen von in das
Gleisbett 12 eingedrungener temperierter Luft in die Glocke verhindert. Um einen entsprechend
hohen Volumenstrom bereitzustellen, kann die Auslassdüse 36 mit mehr als einem Zuleitungsrohr
52 verbunden sein, die jeweils mit einem Gebläse verbunden sein können. Im dargestellten
Ausführungsbeispiel ist die Auslassdüse 36 als im Wesentlichen rechteckiges Rohr ausgestaltet,
das durch die Haube 34 hindurch geführt ist.
1. Konditioniervorrichtung zum Trocknen und/oder Temperieren eines Schotterbetts (12)
einer Eisenbahngleisanlage (10), wobei die Eisenbahngleisanlage (10) auf dem Schotterbett
(12) aufliegende Schwellen (14) und auf den Schwellen (14) aufliegende Schienen (16)
aufweist, mit
einem Fahrgestell (30) zur Fortbewegung der Konditioniervorrichtung (24), insbesondere
auf den Schienen (16),
einer mit dem Fahrgestell (30) verbundenen Auslassdüse (36) zum Einblasen von temperierter
Luft in das Schotterbett (12) über mindestens einen zwischen zwei benachbarten Schwellen
(14) positionierten Einblasbereich (26) und
mindestens einer mit dem Fahrgestell (30) verbundenen Abdeckplatte (42) zur im Wesentlichen
luftdichten Abdeckung einer im Wesentlichen entgegen der Schwerkraftrichtung weisenden
Oberseite eines in Fahrtrichtung neben den Schwellen (14) vorgesehenen Seitenstreifens
(20) des Schotterbetts (12).
2. Konditioniervorrichtung nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine Abschotteinrichtung (38) zum im Wesentlichen luftdichten Abdichten
an einer Schwelle (14) und/oder an einer Schiene (16) und/oder an einer im Wesentlichen
entgegen der Schwerkraftrichtung weisenden Oberseite eines in Fahrtrichtung vor oder
hinter der Schwelle (14) vorgesehenen Tragstreifens (18) des Schotterbetts (12) mit
dem Fahrgestell (30) verbunden ist.
3. Konditioniervorrichtung nach Anspruch 1 oder 2 dadurch gekennzeichnet, dass die Abschotteinrichtung (38) mindestens ein quer zur Fahrtrichtung bewegbares Schottblech
(48) zum seitlichen im Wesentlichen luftdichten Abdichten an der Schiene (16) und/oder
an der Abdeckplatte (42) aufweist.
4. Konditioniervorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis3 dadurch gekennzeichnet, dass eine mit dem Fahrgestell (30) verbundene Haube (34) vorgesehen ist, wobei die Haube
(34) insbesondere im Wesentlichen luftdicht mit der Abdeckplatte (42) und/oder mit
der Abschotteinrichtung (38) verbunden ist.
5. Konditioniervorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4 dadurch gekennzeichnet, dass zum im Wesentlichen luftdichten Abdichten die Abdeckplatte (42) und/oder die Abschotteinrichtung
(38) und/oder die Haube (34) mit einem formflexiblen Abdichtmaterial (50) versehen
ist, wobei das Abdichtmaterial (50) insbesondere ein Luftkissen und/oder Bürsten und/oder
gummiartige Beläge und/oder Schaumstoff aufweist, wobei das Abdichtmaterial (50) insbesondere
mit einer abriebbeständigen Folie und/oder Textil bedeckt ist.
6. Konditioniervorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5 dadurch gekennzeichnet, dass mindestens zwei Auslassdüsen (36) zum Einblasen von temperierter Luft in das Schotterbett
(12) über mindestens zwei zu einander beabstandete Einblasbereiche (26) vorgesehen
sind, wobei vorzugsweise die zwei Einblasbereiche (26) über eine mit dem Fahrgestell
(30) verbundene Trenneinrichtung, die insbesondere vergleichbar zur Abschotteinrichtung
(38) ausgestaltet ist, im Wesentlichen luftdicht voneinander getrennt sind.
7. Konditioniervorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6 dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckplatte (42) zwischen einer Gebrauchsposition und einer Transportposition
schwenkbar mit dem Fahrgestell (30) verbunden ist, wobei die Erstreckung der Konditioniervorrichtung
(24) in der Transportposition der Abdeckplatte (42) zum Transport in einem Eisenbahnwagon
geringer als in der Gebrauchsposition der Abdeckplatte (42) ist.
8. Verfahren zum Trocknen und Temperieren eines Schotterbetts (12) einer Eisenbahngleisanlage
(10), wobei die Eisenbahngleisanlage (10) auf dem Schotterbett (12) aufliegende Schwellen
(14) und auf den Schwellen (14) aufliegende Schienen (16) aufweist, bei dem insbesondere
mit Hilfe einer Konditioniervorrichtung (24) nach einem der Ansprüche 1 bis 7 außerhalb
eines Einblasbereichs (26) eine Oberseite des Schotterbetts (12) und/oder mindestens
eine Schwelle (14) und/oder mindestens eine Schiene (16) im Wesentlichen luftdicht
abgedichtet wird bevor über den Einblasbereich (26) temperierte Luft in das Schotterbett
(12) eingeblasen wird.
1. Conditioning device for drying and/or controlling the temperature of a ballast bed
(12) of a railway track system (10), wherein the railway track system (10) has sleepers
(14) resting on the ballast bed (12) and rails (16) resting on the sleepers (14),
said conditioning device including
a bogie (30) for moving the conditioning device (24), in particular on the rails (16),
an outlet nozzle (36), which is connected to the bogie (30), for blowing temperature-controlled
air into the ballast bed (12) via at least one blowing-in region (26) positioned between
two adjacent sleepers (14) and
at least one cover plate (42), which is connected to the bogie (30), for the substantially
air-tight covering of a top surface of a side strip (20) of the ballast bed (12),
said top surface pointing substantially in opposition to the direction of gravity
and said side strip being provided next to the sleepers (14) in the direction of travel.
2. Conditioning device according to Claim 1, characterized in that at least one sealing-off device (38) for the substantially air-tight sealing of a
sleeper (14) and/or of a rail (16) and/or of a top surface of a supporting strip (18)
of the ballast bed (12) is connected to the bogie (30), said top surface pointing
in opposition to the direction of gravity and said supporting strip being provided
in front of or behind the sleeper (14).
3. Conditioning device according to Claim 1 or 2, characterized in that the sealing-off device (38) has at least one sealing-off plate (48) which is movable
transversely with respect to the direction of travel for the lateral substantially
air-tight sealing of the rail (16) and/or of the cover plate (42).
4. Conditioning device according to one of Claims 1 to 3, characterized in that a hood (34) which is connected to the bogie (30) is provided, wherein the hood (34)
is connected in particular in a substantially air-tight manner to the cover plate
(42) and/or to the sealing-off device (38).
5. Conditioning device according to one of Claims 1 to 4, characterized in that for the substantially airtight sealing, the cover plate (42) and/or the sealing-off
device (38) and/or the hood (34) is provided with a form-flexible sealing material
(50), wherein the sealing material (50) has in particular an air cushion and/or brushes
and/or rubber-like coatings and/or foam material, wherein the sealing material (50)
is covered in particular by an abrasion-resistant film and/or textile.
6. Conditioning device according to one of Claims 1 to 5, characterized in that at least two outlet nozzles (36) are provided for blowing temperature-controlled
air into the ballast bed (12) via at least two blowing-in regions (26) which are spaced
apart with respect to each other, wherein the two blowing-in regions (26) are preferably
separated from each other in a substantially air-tight manner by means of a separating
device, which is connected to the bogie (30) and is developed in particular in a comparable
manner to the sealing-off device (38).
7. Conditioning device according to one of Claims 1 to 6, characterized in that the cover plate (42) is connected to the bogie (30) so as to be pivotable between
an operating position and a conveying position, wherein the extent of the conditioning
device (24) in the conveying position of the cover plate (42) for conveying in a railway
car is smaller than in the operating position of the cover plate (42).
8. Method for drying and controlling the temperature of a ballast bed (12) of a railway
track system (10), wherein the railway track system (10) has sleepers (14) resting
on the ballast bed (12) and rails (16) resting on the sleepers (14), where in particular
by means of a conditioning device (24) according to one of Claims 1 to 7, a top surface
of the ballast bed (12) and/or at least one sleeper (14) and/or at least one rail
(16) is sealed in a substantially air-tight manner outside a blowing-in region (26),
before air, which is temperature-controlled, is blown into the ballast bed (12) via
the blowing-in region (26).
1. Dispositif de conditionnement pour le séchage et/ou le traitement thermique d'un lit
de ballast (12) d'une installation de voie ferroviaire (10), l'installation de voie
ferroviaire (10) présentant des traverses (14) situées sur le lit de ballast (12)
et des rails (16) situés sur les traverses (14), présentant un châssis (30) pour le
déplacement du dispositif de conditionnement (24), en particulier sur les rails (16),
une buse de sortie (36) reliée au châssis (30) pour insuffler de l'air traité thermiquement
dans le lit de ballast (12) via au moins une zone d'insufflation (26) positionnée
entre deux traverses (14) adjacentes et au moins une plaque de recouvrement (42) reliée
au châssis (30) pour un recouvrement sensiblement étanche à l'air d'un côté supérieur
orienté sensiblement contre le sens de la gravité d'une bande latérale (20) du lit
de ballast (12) disposée à côté des traverses (14) dans le sens d'avancement.
2. Dispositif de conditionnement selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'au moins un dispositif de compartimentage (38) pour la fermeture sensiblement étanche
à l'air est relié au châssis (30) au niveau d'une traverse (14) et/ou au niveau d'un
rail (16) et/ou au niveau d'un côté supérieur orienté sensiblement contre le sens
de la gravité d'une bande support (18) du lit de ballast (12) disposée à côté de ou
derrière la traverse (14).
3. Dispositif de conditionnement selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le dispositif de compartimentage (38) présente au moins une tôle de cloison (48)
pouvant être déplacée transversalement par rapport au sens de déplacement pour la
fermeture sensiblement étanche à l'air, latérale, au niveau du rail (16) et/ou au
niveau de la plaque de recouvrement (42).
4. Dispositif de conditionnement selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce qu'un capot (34) relié au châssis (30) est prévu, le capot (34) étant en particulier
relié de manière sensiblement étanche à l'air à la plaque de recouvrement (42) et/ou
au dispositif de compartimentation (38).
5. Dispositif de conditionnement selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que, pour la fermeture sensiblement étanche à l'air, la plaque de recouvrement (42) et/ou
le dispositif de compartimentage (38) et/ou le capot (34) est/sont pourvu(e)(s) d'un
matériau d'étanchéité (50) de forme flexible, le matériau d'étanchéité (50) présentant
en particulier un coussin à air et/ou des brosses et/ou un recouvrement de type gomme
et/ou une mousse, le matériau d'étanchéité (50) étant en particulier recouvert par
une feuille et/ou un textile résistant à l'usure.
6. Dispositif de conditionnement selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisé en ce qu'il existe au moins deux buses de sortie (36) pour insuffler de l'air traité thermiquement
dans le lit de ballast (12) via au moins deux zones d'insufflation (26) écartées l'une
de l'autre, les deux zones d'insufflation (26) étant de préférence séparées l'une
de l'autre de manière sensiblement étanche à l'air via un dispositif de séparation
relié au châssis (30) qui est en particulier conçu de manière comparable au dispositif
de compartimentage (38).
7. Dispositif de conditionnement selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que la plaque de recouvrement (42) est reliée au châssis (30) de manière à pouvoir pivoter
entre une position d'utilisation et une position de transport, l'étendue du dispositif
de conditionnement (24) dans le sens de transport de la plaque de recouvrement (42),
pour le transport dans un wagon ferroviaire, étant plus petite que dans la position
d'utilisation de la plaque de recouvrement (42).
8. Procédé pour sécher et traiter thermiquement un lit de ballast (12) d'une installation
de voie ferroviaire (10), l'installation de voie ferroviaire (10) présentant des traverses
(14) situées sur un lit de ballast (12) et des rails (16) situés sur les traverses
(14), dans lequel, en particulier à l'aide d'un dispositif de conditionnement (24)
selon l'une quelconque des revendications 1 à 7, en dehors d'une zone d'insufflation
(26), un côté supérieur du lit de ballast (12) et/ou au moins une traverse (14) et/ou
au moins un rail (16) est fermé de manière sensiblement étanche à l'air avant l'insufflation
de l'air traité thermiquement via la zone d'insufflation (26) dans le lit de ballast
(12).