[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Luftpolster-Schlagwerk gemäß dem Oberbegriff
des Anspruchs 1 für einen motorisch angetriebenen Bohr- oder Schlaghammer sowie einen
motorisch angetriebenen Bohr- oder Schlaghammer gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs
8 mit einem Luftpolster-Schlagwerk.
[0002] Ein solches Luftpolster-Schlagwerk sowie ein solcher motorisch angetriebenen Bohr-
oder Schlaghammer sind aus der
DE 39 32 134 A1 bekannt.
[0003] Bei herkömmlichen elektro-pneumatischen Bohr- oder Meißelhämmern wird eine Schlagenergie
durch Umwandlung einer Antriebsenergie mittels eines so genannten Luftpolster-Schlagwerks
erzeugt. Ein solches Luftpolster-Schlagwerk umfasst im Wesentlichen ein zylindrisches
Rohr, einen in dem Rohr axial beweglichen Antriebskolben sowie einen ebenfalls in
dem Rohr axial beweglichen Schlagkörper ("Schläger"), wobei in dem Rohr zwischen dem
Antriebskolben und dem Schlagkörper ein Luftpolster eingeschlossen ist, das die Schlagenergie
von dem Antriebskolben auf den Schlagkörper überträgt und den Schlagkörper mechanisch
von dem Antriebskolben entkoppelt.
[0004] Der Antriebskolben wird hierbei über eine Pleuelstange von einer Kurbelwelle angetrieben,
die von einem Elektromotor gedreht wird, so dass der Antriebskolben in dem Rohr eine
axial oszillierende Bewegung ausführt.
[0005] Das Werkzeug ist in einer Werkzeugaufnahme aufgenommen und kann direkt von dem Schlagkörper
oder indirekt über z.B. einen Schlagbolzen ("Döpper") angetrieben werden, der seinerseits
von dem Schlagkörper angetrieben wird. In letzterem Fall überträgt die bewegte Schlagmasse
des Schlagkörpers beim Aufschlag auf den Schlagbolzen einen Impuls, den dieser seinerseits
auf das Werkzeug überträgt. Der Schlagbolzen hat zudem die Aufgabe, das Schlagwerk
und insbesondere den Schlagkörper beim Anpressen des Werkzeugs von einer Leerlaufstellung
in eine Arbeitsstellung zu bewegen.
[0006] Die Abdichtung des Luftpolsters zwischen dem Schlagkörper und dem Antriebskolben
ist hierbei nicht absolut leckage-frei möglich, so dass zum Ausgleich der Leckage-Verluste
und zur Aufrechterhaltung der Schlagwerksfunktion eine Be- und Entlüftung des Luftpolsters
erforderlich ist. Hierzu sind in der Wandung des Rohrs üblicherweise im Bereich des
Luftpolsters Ausgleichsbohrungen angeordnet, die in Abhängigkeit von der axialen Stellung
des Schlagkörpers und des Antriebskolbens freigegeben oder verschlossen werden und
dadurch eine Be- und Entlüftung des Luftpolsters ermöglichen. Bei den bekannten Luftpolster-Schlagwerken
wird die Be- und Entlüftung des Luftpolsters also durch den Schlagkörper und unter
Umständen auch durch den Antriebskolben gesteuert.
[0007] So offenbart die
DE 10 2006 056 848 A1 ein pneumatisches Schlagwerk einer Handwerkzeugmaschine mit einem Hammerrohr, in
dem ein Kolben längsverschieblich geführt ist und über ein Luftpolster mit einem Schläger
zusammenwirken kann, der mit einem Schlagbolzen zusammenarbeitet und mit mindestens
einer das Hammerrohr durchsetzenden Durchlüftungsöffnung, die sich im Bereich des
Luftpolsters befindet und zum Öffnen oder Verschließen mit einem separaten Schließelement
zusammenwirkt. Dabei wird das Schließelement, welches als eine das Hammerrohr umgreifende
Schließhülse ausgebildet ist, die die Entlüftungsöffnungen in einer Arbeitsstellung
des Schlagwerks überdeckt und somit verschließt, direkt mit dem Schlagbolzen als eine
nur zusammen verschiebbare Einheit ausgeführt.
[0008] Weiterhin offenbart die
DE 198 10 088 C1 einen Bohr- und/oder Schlaghammer, der ein in seinem Gehäuse untergebrachtes Luftpolsterschlagwerk
umfasst, das einen in einem Führungsrohr hin und her gehenden Kolben und einen Schläger
aufweist, zwischen denen ein Luftpolsterraum im Führungsrohr gebildet ist, der in
einer Leerlaufstellung des Schlagwerks über wenigstens eine Steueröffnung belüftet
ist. Die Steueröffnung ist in einer Schlagstellung des Schlagwerks hingegen zwecks
Aufbau eines Luftpolsters im Luftpolsterraum durch ein außerhalb des Führungsrohrs
liegendes Steuerteil verschließbar. Das Steuerteil ist als ein ringförmiges Bauteil
ausgebildet, das gehäusefest ist und das Führungsrohr axial verschiebbar in sich aufnimmt.
Das Führungsrohr ist axial mit der Kraft einer Rückstellfeder beaufschlagt, die sich
einerseits am Steuerteil und andererseits an einem am Mantel des Führungsrohrs nach
außen abstehenden umlaufenden Kragen abstützt. Die Rückstellfeder versucht, das Führungsrohr
in einer vorderen Ausgangslage zu halten, in der das Steuerteil die Steueröffnung
überdeckt. Zusätzlich zu den üblichen Steueröffnungen zur Entlüftung des Luftpolsterraums
ist wenigstens eine Zusatzöffnung vorgesehen, die werkzeugseitig vor den Steueröffnungen
angeordnet ist und die im Schlagbetrieb von dem Schläger überdeckt ist. Voraussetzung
für das Entstehen eines Luftpolsters ist, dass sowohl die Steueröffnungen als auch
die Zusatzöffnungen geschlossen sind.
[0009] Schließlich offenbart die
DE 38 26 213 A1 einen Bohr- oder Schlaghammer mit einer Leerlaufsteuerung für ein Schlagwerk, wobei
das Schlagwerk ein Führungsrohr mit einer Leerlaufsteueröffnung umfasst, die im Schlagbetrieb
von einem gehäusefesten Führungsstück verschlossen wird. Im Leerlauf wird das Führungsrohr
durch eine Feder nach vorne verschoben, so dass die Steueröffnung frei wird. Über
einen zusätzlichen Drehantrieb für den Werkzeughalter erfolgt über Längszähne am Führungsrohr
und eine Verzahnung zwischen Führungsrohr und Werkzeughalter eine Übertragung der
Drehbewegung.
[0010] Bei allen vorstehend genannten Vorrichtungen aus dem Stand der Technik überfährt
der Schläger bzw. Schlagkolben (Antriebskolben) mit seinen Dichtungen die Entlüftungsbohrungen
im Schlagbetrieb, was eine starke Belastung der entsprechenden Dichtung darstellt
und daher schnell zu Verschleiß der Dichtung und zu einer sinkenden Schlagleistung
aufgrund höherer Leckage führt.
[0011] Ein weiterer aus der Praxis bekannter Nachteil im Zusammenhang mit dem zwischen dem
Schlagkörper und dem Werkzeug angeordneten Schlagbolzen besteht darin, dass dann wenn
die der Bohr- oder Schlaghammer mit seinem Werkzeug nicht mehr gegen das zu bearbeitende
Werkstück (Widerstand) gedrückt wird und somit von einer Schlagstellung in eine Leerlaufstellung
überführt wird, der nachlaufende Schlagkörper Leerschläge auf den Schlagbolzen überträgt.
Hierdurch werden die Schlagwerksbauteile erheblich belastet, was zu deren frühzeitigem
Versagen führen kann.
[0012] Aus dem Stand der Technik sind unterschiedliche Methoden zum Abfangen derartiger
Leerschläge des Schlagkörpers bekannt, unter anderem das Vorsehen eines Fangrings,
der den Schlagkörper in der Leerlaufstellung festhält. Dieser ist jedoch seinerseits
hohen Belastungen ausgesetzt, was oftmals zuerst zu einem Versagen des Fangrings und
in Folge dessen zu einer erhöhten Belastung der Schlagwerksbauteile und gegebenenfalls
deren frühzeitigen Versagen führt.
[0013] Aus der deutschen Gebrauchsmusterschrift
DE 19 69 990 U ist ferner einer Einrichtung zum Umschalten von Schlagbohrern auf Drehbohrern und
umgekehrt für elektro-pneumatische Bohrhämmer bekannt. Die Einrichtung umfasst eine
Führungshülse mit axial zueinander beabstandeten Entlüftungsbohrungen, innerhalb der
ein Schlagkolben axial verschiebbar aufgenommen ist. Dieser überträgt seine Schlagenergie
im schlagenden Betrieb unmittelbar auf einen in den Zylinderraum der Führungshülse
hineinragenden Werkzeughalter. Der Schlagkolben ist beim schlagenden Betrieb zusammen
mit dem Werkzeughalter im Zylinderraum derart angeordnet, dass sich sein Dichtabschnitt
axial hinter den Entlüftungsbohrungen befindet, sodass bei einer Schlagbewegung nach
vorne in Richtung zu dem Werkzeug kein dämpfendes diesen abfangendes Luftpolster entstehen
kann, während im hinteren Bereich des Zylinderraums ein abgeschlossener Luftkissenraum
zur Übertragung der Schlagbewegung aufrechterhalten wird.
[0014] Beim Leerlauf wird der Werkzeughalter zusammen mit dem Schlagkolben so weit nach
vorne in Richtung zu dem Werkzeug verschoben, dass sich der Dichtabschnitt des Schlagkolbens
zwischen den axial beabstandeten Entlüftungsbohrungen befindet. Die hinteren Entlüftungsbohrungen
dienen dabei zum Entlüften des antreibenden Luftkissenraums und verhindern, dass sich
der zum Antrieb des Schlagkolbens erforderliche Über- bzw. Unterdruck aufbauen kann.
Eine Rückstellung kann wiederum durch Verschieben des Werkzeughalters und des Schlagkolbens
relativ zu dem Zylinderraum, d.h. beim Andrücken des Werkzeugs, erfolgen.
[0015] Vergleichbare Anordnungen sind ferner aus den Druckschriften
US 5,873,418 A,
DE 39 32 134 A1,
DE 26 41 070 A1 und
EP 1 464 449 A2 bekannt. All diesen Luftpolster-Schlagwerken aus dem Stand der Technik ist gemein,
dass die Gehäusehülse zur Aufnahme des Schlagkörpers sowie des Schlagbolzens drei
oder mehrteilig ausgebildet ist, wodurch sowohl die Herstellungsals auch die Montagekosten
vergleichsweise hoch sind. Insbesondere muss auf eine korrekte Ausrichtung der Gehäusehülsenteile
geachtet werden, damit im Betrieb gewährleistet ist, dass Entlüftungsöffnungen, welche
an unterschiedlichen Gehäusehülsenteilen ausgebildet sind, in eine fluchtende Stellung
relativ zueinander gebracht werden können und auf diese Weise eine Entlüftung ermöglichen.
[0016] Demgemäß besteht eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung darin, ein Luftpolster-Schlagwerk
für einen motorisch angetriebenen Bohr- oder Schlaghammer bereit zu stellen, bei dem
die aus der Praxis bekannten Nachteile des Stands der Technik zumindest verringert
werden und ein möglichst einfaches und standfestes Luftpolster-Schlagwerk bereitgestellt
wird.
[0017] Die vorstehend genannte Aufgabe wird durch ein Luftpolster-Schlagwerk mit den Merkmalen
des Anspruchs 1 gelöst.
[0018] Demgemäß wird ein Luftpolster-Schlagwerk für einen motorisch angetriebenen Bohr-
oder Schlaghammer bereitgestellt, das eine zweiteilige Gehäusehülse umfasst, in der
zumindest ein Antriebskolben zur Umwandlung einer Antriebsenergie in Schlagenergie
sowie wenigstens ein Schlagkörper und ein Schlagbolzen zur Abgabe der Schlagenergie
an ein Werkzeug des Bohr- oder Schlaghammers entlang einer Längsachse der Gehäusehülse
bewegbar aufgenommen sind. Dabei ermöglicht eine Schalteinrichtung ein Umschalten
des Schlagwerks zwischen einem Leerlaufbetrieb und einem Schlagbetrieb, wobei im Schlagbetrieb
zwischen dem Antriebskolben und dem Schlagkörper ein erstes Luftpolster zur Übertragung
der Schlagenergie von dem Antriebskolben auf den Schlagkörper ausgebildet werden kann
sowie im Leerlaufbetrieb ein zweites Luftpolster zur Schlagdämpfung zwischen dem Schlagkörper
und dem Schlagbolzen ausgebildet werden kann, und wobei die Gehäusehülse wenigstens
eine erste Entlüftungsöffnung zum Entlüften des ersten Luftpolsters sowie wenigstens
eine zweite Entlüftungsöffnung zum Entlüften des zweiten Luftpolsters aufweist. Ferner
sind die beiden Teile der Gehäusehülse erfindungsgemäß entlang ihrer Längsachse relativ
zueinander verschiebbar, wobei beide Teile der Gehäusehülse wenigstens eine Entlüftungsbohrung
aufweisen, die in einer ersten Stellung der Gehäuseteile zueinander wenigstens teilweise
miteinander fluchten, um gemeinsam die zweite Entlüftungsöffnung zu bilden und eine
Entlüftung des zweiten Luftpolsters zu ermöglichen, und in einer zweiten Stellung
jeweils durch den anderen Teil der Gehäusehülse verschlossen werden, um eine Schlagdämpfung
zu ermöglichen. Der Schlagkörper und der Schlagbolzen sind vollständig in der zweiteiligen
Gehäusehülse aufgenommen.
[0019] Bei der Erfindung ist die Gehäusehülse zweiteilig ausgebildet, wobei die zweite Entlüftungsöffnung
erst dadurch gebildet wird, dass die beiden Gehäuseteile eine besondere Stellung relativ
zueinander einnehmen, in der die jeweils an den Gehäuseteilen ausgebildeten Entlüftungsbohrungen
miteinander fluchten und so die zweite Entlüftungsöffnung bilden. Weiterhin ist das
zweite Luftpolster nicht zur Übertragung einer Schlagenergie, sondern zur Dämpfung
eines Schlags von dem Schläger auf den Schlagbolzen vorgesehen. Dies ist insbesondere
dann erwünscht, wenn im Leerlauf der Schläger bzw. der Antriebskolben nachlaufen.
Hier sollen Leerschläge des Schlagwerks verhindert werden, um die daraus resultierende
erhebliche Belastung der Schlagwerksbauteile zu mindern und ein frühzeitiges Versagen
des Luftpolster-Schlagwerks vermeiden.
[0020] In der Leerlaufstellung sind die beiden Gehäuseteile so gegeneinander verschoben,
dass ihre jeweiligen Entlüftungsbohrungen versetzt zueinander stehen und so keine
Luft aus dem Raum zwischen dem Schläger und dem Schlagbolzen entweichen kann. Dadurch
bildet sich in diesem Raum ein Überdruck aus (zweites Luftpolster), der den Schläger
abbremst und daran hindert, auf den Schlagbolzen zu schlagen. Er bewegt sich jedoch
so weit nach vorne, dass er die hintere Entlüftungsöffnung mit seiner Dichtung überschreitet
und dadurch ein Luftausgleich im ersten Luftpolster zwischen Antriebskolben und Schläger
stattfinden kann. Der Antriebskolben kann deshalb keine Kompression der Luft erreichen,
wodurch weitere Schläge (Leerschläge) vermieden werden.
[0021] Bei einem Umschalten mit Hilfe der Schalteinrichtung aus dem Leerlaufbetrieb in den
Schlagbetrieb werden die beiden Gehäuseteile so zueinander verschoben, dass die Entlüftungsbohrungen
der beiden Gehäuseteile zumindest teilweise miteinander fluchten und so gemeinsam
die zweite Entlüftungsöffnung zum Entlüften des zweiten Luftpolsters ausbilden. Auf
diese Weise kann das zur Schlagdämpfung ausgebildete Luftpolster entlüftet werden
und der Schläger auf den Schlagbolzen schlagen, um die Schlagenergie von dem Antriebskolben
auf das Werkzeug zu übertragen.
[0022] Weiterhin können der Antriebskolben und der Schlagkörper jeweils einen Dichtabschnitt
aufweisen, der in dichtendem Kontakt mit dem Innenumfang der Gehäusehülse steht, um
zwischen sich das Luftpolster innerhalb der Gehäusehülse zu begrenzen.
[0023] Ferner kann die zweiteilige Gehäusehülse eine Führung aufweisen, die eine axiale
Bewegung der beiden Gehäuseteile relativ zueinander ermöglicht und eine radiale Bewegung
der beiden Gehäuseteile relativ zueinander sperrt. Dies ist insbesondere dann wünschenswert,
wenn das Luftpolster-Schlagwerk bei einem Bohrhammer eingesetzt wird, der nicht nur
eine schlagende Bewegung (Meißelbetrieb), sondern auch eine Drehbewegung (Bohrbetrieb)
auf das Werkzeug übertragen soll. Dies geschieht beispielsweise durch eine Übertragung
eines Antriebsdrehmoments auf die zweiteilige Gehäusehülse, welche ihrerseits die
Drehbewegung an das Werkzeug abzugeben vermag. Hierfür kann beispielsweise an der
Außenseite der Gehäusehülse eine Verzahnung vorgesehen sein, in die ein Antriebsrad
des Bohrhammers eingreift. Gleichermaßen kann über eine Verzahnung die Drehbewegung
von der Gehäusehülse auf das Werkzeug übertragen werden. Damit jedoch auch die Gehäuseteile
zueinander drehfest sind, ist die Führung vorgesehen, die eine Übertragung der Drehbewegung
von dem dem Antrieb zugewandten Teil der Gehäusehülse auf den dem Werkzeug zugewandten
Teil der Gehäusehülse ermöglicht.
[0024] Die Führung kann gemäß einer Ausführungsform der Erfindung wenigstens einen Führungsstift
an einem der Gehäuseteile umfassen, der in einer Führungsnut an dem anderen der Gehäuseteile
geführt ist. Dabei kann die Führungsnut insbesondere als Langloch in der Wandung eines
der Gehäuseteile ausgebildet sein, in dem der Führungsstift geführt ist.
[0025] Weiterhin kann ein elastisches Rückstellelement vorgesehen sein, das geeignet ist,
die beiden Gehäuseteile in einer der beiden Stellungen zu halten oder in eine der
beiden Stellungen zurückzustellen.
[0026] Bevorzugt kann das elastische Rückstellelement eine Feder umfassen, die die beiden
Gehäuseteile in eine der beiden Stellungen gegeneinander vorspannt.
[0027] Die Erfindung betrifft ferner einen motorisch angetriebenen Bohr- oder Schlaghammer
gemäß dem Anspruch 8 mit einem Luftpolster-Schlagwerk mit den vorstehend genannten
Merkmalen.
[0028] Die Erfindung wird nachfolgend unter Bezugnahme auf die beigefügten Figuren detailliert
beschrieben, die eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung darstellen.
[0029] Es zeigen schematisch:
- Figur 1
- eine Seitenansicht einer Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Luftpolster-Schlagwerks;
- Figur 2
- einen Querschnitt durch das Luftpolster-Schlagwerk der Figur 1 entlang der Linie II-II
der Figur 3a;
- Figur 3a
- eine längsgeschnittene Ansicht des Luftpolster-Schlagwerks der Figuren 1 und 2 entlang
der Linie IIIa-IIIa der Figur 2 im Leerlaufbetrieb;
- Figur 3b
- einen Längsschnitt des Luftpolster-Schlagwerks der Figuren 1 und 2 entlang der Linie
IIIb-IIIb der Figur 2 im Leerlaufbetrieb; und
- Figur 4
- einen Längsschnitt des Luftpolster-Schlagwerks gemäß der Figur 3a, wobei das Luftpolster-Schlagwerk
sich in der Schlagstellung befindet.
[0030] In der Figur 1 ist eine Seitenansicht einer Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Luftpolster-Schlagwerks gezeigt, wobei das Luftpolster-Schlagwerk allgemein mit dem
Bezugszeichen 10 bezeichnet ist. Der Einfachheit halber wurden daran angrenzende Komponenten
eines motorisch angetriebenen Bohr- oder Schlaghammers sowie das daran angebrachte
Werkzeug in der Figur 1 nicht dargestellt.
[0031] Das Luftpolster-Schlagwerk 10 kann sowohl für einen Bohrhammer, d. h. einen angetriebenen
Hammer, der auch eine Drehbewegung auf das Werkzeug übertragen kann, als auch bei
einem Schlaghammer eingesetzt werden. Der entsprechende motorische Antrieb erfolgt
beispielsweise über einen Elektromotor, welcher mit einem Akkumulator oder eine Stromleitung
als Stromquelle verbunden sein kann.
[0032] Das Luftpolster-Schlagwerk 10 umfasst ein Gehäuse 12, in welchem ein axial beweglicher
Antriebskolben (nicht dargestellt), ein axial beweglicher Schlagkörper bzw. Schläger
20 sowie ein axial beweglicher Schlagbolzen bzw. Döpper 30 entlang einer Längsachse
L des Gehäuses 12 hin- und her bewegbar aufgenommen sind.
[0033] Das Gehäuse 12 ist hülsenförmig ausgebildet und umfasst zwei Gehäuseteile 14 und
16, die entlang der Längsachse L axial relativ zueinander verschiebbar sind. Hierbei
ist in dem ersten Gehäuseteil 14 ein vorderes, d. h. dem Werkzeug zugewandtes Ende
des zweiten Gehäuseteils 16 aufgenommen, wie insbesondere in Figuren 2 bis 4 deutlich
erkennbar ist.
[0034] In dem nachfolgenden Beschreibungstext bezeichnet "vorne" das dem Werkzeug zugewandte
Ende des Schlagwerks (in Figur 1 und 3a - 4 rechts), während "hinten" das davon abgewandte
Ende bezeichnet (in Figur 1 und 3a - 4 links) ist. Weiterhin sind die Begriffe "axial"
und "radial" in der vorliegenden Beschreibung jeweils auf die Längsachse L bezogen.
[0035] Der axial innerhalb des zweiten Gehäuseteils 16 bewegliche Antriebskolben (nicht
dargestellt) überträgt über ein zwischen dem Antriebskolben und dem Schlagkörper 20
eingeschlossenes, erstes Luftpolster 80 eine Schlagenergie, welche den Schlagkörper
20 in Richtung zu dem Schlagbolzen 30 treibt. Der Antriebskolben wird hierbei beispielsweise
über eine Pleuelstange von einer Kurbelwelle angetrieben, die von dem Elektromotor
gedreht wird, so dass der Antriebskolben in dem Gehäuse 12 eine axial oszillierende
Bewegung ausführt. In gleicher Weise bewegt sich, über das erste Luftpolster 80 angetrieben,
der Schlagkörper 20.
[0036] Um ein möglichst leckage-freies Luftpolster bereitzustellen, weist der Schläger 20
eine Dichtnut 22 auf, in der ein Dichtelement, beispielsweise ein elastischer Dichtring
52 (vgl. Figur 3a), aufgenommen ist, welches an der Innenumfangsfläche des zweiten
Gehäuseteils 16 anliegt und hierüber eine Abdichtung des Luftpolsters 80 erreicht.
In gleicher Weise kann der Antriebskolben ein Dichtelement umfassen.
[0037] Der Schlagkörper 20 treibt seinerseits den Schlagbolzen 30 an. Dabei überträgt die
bewegte Schlagmasse des Schlagkörpers 20 beim Aufschlagen auf den Schlagbolzen einen
Impuls, den dieser seinerseits auf ein Werkzeug 36 (Figur 4) überträgt. Das Werkzeug
36 ist an einem Werkzeughalter (nicht dargestellt) angebracht, der separat zu dem
Schlagbolzen 30 ausgebildet ist. Alternativ sind jedoch auch andere Gestaltungsmöglichkeiten
denkbar.
[0038] Im Ruhezustand liegt der Schlagbolzen 30 mit seiner geneigten Anlagefläche 30a (vgl.
Figur 4) an einer korrespondierenden Anlageschulter 12a der Gehäusehülse 12 an (vgl.
z. B. Figuren 3a und 3b). Soll nun mit Hilfe des motorisch angetriebenen Bohr- oder
Schlaghammers eine Oberfläche bearbeitet werden, so wird das Werkzeug 36 in Folge
des Widerstands dieser zu bearbeitenden Oberfläche nach hinten, d. h. in Richtung
zu dem Schlagkörper 20 gedrückt. In Reaktion hierauf verlagert der Schlagbolzen 30
auch den Schlagkörper 20 in Richtung nach hinten und bewegt diesen somit von einer
Leerlaufstellung in eine Arbeitsstellung, wie nachfolgend näher beschrieben wird.
[0039] Wie weiter in den Figuren 3a bis 4 zu erkennen ist, ist zudem eine Rückschlagdämpfung
mit einem elastischen Dämpfungselement 60, einer Lagerhülse 62 zur Lagerung des Schlagbolzens
30 und eine Anschlagscheibe 64 vorgesehen. Das elastische Dämpfungselement 60 kann
dabei ebenfalls eine Dichtfunktion übernehmen, dient aber im Wesentlichen dazu, einen
Rückschlagimpuls von dem Schlagbolzen 30 auf die Anschlagscheibe 64 zu dämpfen. Zur
Abdichtung eines zwischen dem Schlagkörper 20 und dem Schlagbolzen 30 ausgebildeten
zweiten Luftpolsters 40 sind ferner Dichtungen 54 und 56 (Figur 3a) vorgesehen.
[0040] Das zweite Luftpolster 40 dient im Unterschied zu dem ersten Luftpolster 80 zwischen
dem Antriebskolben und dem Schlagkörper 20 nicht dazu, einen Antriebsimpuls zu übertragen,
sondern stattdessen einen Schlag des Schlagkörpers 20 zu dämpfen und so eine Übertragung
von dem Schlagkörper 20 auf den Schlagbolzen 30 im Leerlauf der Maschine zu verhindern.
Dies ist insbesondere dann erwünscht, wenn im Leerlauf des Schlagwerks 10 der Schlagkörper
20 bzw. der Antriebskolben nachlaufen. Hier sollen Leerschläge des Schlagwerks 10
verhindert werden, um die daraus resultierende erhebliche Belastungen der Schlagwerksbauteile,
wie beispielsweise des Schlagkörpers 20 und Schlagbolzens 30, zu mindern und ein frühzeitiges
Versagen des Luftpolster-Schlagwerks 10 zu vermeiden.
[0041] Wie in der Figur 1 deutlich zu erkennen ist, weist das Gehäuse 12 an seinen Gehäuseteilen
14 und 16 mehrere Entlüftungsöffnungen 12b und 50 auf. Die ersten Entlüftungsöffnungen
50, die axial bezüglich des Werkzeugs 36 weiter hinten angeordnet sind, dienen zur
Be- und Entlüftung des hinteren d. h. ersten Luftpolsters 80, wobei das erste Luftpolster
80 im Leerlauf des Schlagwerks 10 entlüftet werden soll. Demgemäß sind die Entlüftungsbohrungen
bzw. Entlüftungsöffnungen 50 derart an dem zweiten Gehäuseteil 16 ausgebildet, dass
sie in einer Antriebsstellung bzw. Schlagstellung des Schlagwerks 10 relativ zu dem
Luftpolster 80 versetzt angeordnet sind (vgl. beispielsweise Figur 4, hier sind die
Entlüftungsöffnungen 50 axial vor der Dichtung 52 des Schläger 20 angeordnet).
[0042] Wird die Arbeit mit dem Bohr- oder Schlaghammer unterbrochen, so bewegt der Antriebskolben
den Schlagkörper 20 in einem letzten Leerschlag in Richtung nach vorne, bis der Schlagbolzen
30 mit seiner Anlagefläche 30a an der Schulter 12a der Gehäusehülse 12 zur Anlage
gelangt. Dabei überfährt der Schläger 20 mit seiner Dichtung 52 die Entlüftungsöffnungen
50, wodurch das erste Luftpolster 80 ebenfalls nach vorne verlagert wird und über
die Entlüftungsöffnungen 50 entlüftet werden kann.
[0043] Die in Figur 1 dargestellten vorderen, zweiten Entlüftungsöffnungen 12b sind hingegen
durch Entlüftungsbohrungen in den jeweiligen Gehäuseteilen 14 und 16 gebildet. Wie
man anhand der Figuren 3b und 4 erkennen kann, weisen das erste Gehäuseteil 14 sowie
das zweite Gehäuseteil 16 jeweils Entlüftungsbohrungen 14b und 16b auf, die in einer
Leerlaufstellung (vgl. Figur 3b) relativ zueinander versetzt angeordnet sind, wodurch
das zweite Luftpolster 40 im Wesentlichen abgedichtet ist und eine Dämpfung von Leerschlägen
des Schlägers 20 ermöglicht. In einer Schlagstellung des Luftpolster-Schlagwerks 10
(vgl. Figur 4) hingegen werden die beiden Gehäuseteile 14 und 16 relativ zueinander
derart axial verschoben, dass die beiden jeweiligen Entlüftungsbohrungen 14b und 16b
miteinander zumindest teilweise fluchten und dadurch gemeinsam die zweiten Entlüftungsöffnungen
12b bilden, durch welche das zweite Luftpolster 40 entlüftet werden kann (angedeutet
durch die mit Lu bezeichneten Pfeile in Figur 4).
[0044] Um zu gewährleisten, dass sich die Gehäuseteile 14 und 16 nur axial, nicht jedoch
radial zueinander bewegen, sind in dem ersten Gehäuseteil Führungsnuten 14a vorgesehen,
in die korrespondierende Führungsstifte 16a des zweiten Gehäuseteils eingreifen. Weiterhin
ist zwischen dem Gehäuseteil 14 und 16 eine Rückstellfeder 18 (Figuren 1, 3a - 4)
vorgesehen, die bei einer Relativbewegung der Gehäuseteile 14 und 16 in eine Stellung,
in der die zweiten Lüftungsbohrungen 14b und 16b miteinander fluchten, vorgespannt
wird. Dann, wenn das Luftpolster-Schlagwerk 10 in einen Zustand des Leerlaufs übergeht,
in dem die zweiten Entlüftungsbohrungen 14b und 16b nicht mehr miteinander fluchten
sollen, werden die Gehäuseteile 14 und 16 mittels der gespeicherten Federkraft zurückstellt.
Hierbei ist zu beachten, dass durch Andrücken des Werkzeugs (in der Arbeitsstellung)
auch der vordere, erste Gehäuseteil 14 eine Relativbewegung in Richtung zu dem zweiten,
hinteren Gehäuseteil 16 ausführt.
[0045] In Figur 1 ist schließlich ein mittels eines Dämpfungselements 66 gedämpftes Radiallager
68 zur drehbaren Lagerung der Gehäusehülse 12 zeigt.
1. Luftpolster-Schlagwerk (10) für einen motorisch angetriebenen Bohr- oder Schlaghammer,
mit einer zweiteiligen Gehäusehülse (12), in der zumindest ein Antriebskolben zur
Umwandlung einer Antriebsenergie in Schlagenergie sowie wenigstens ein Schlagkörper
(20) und ein Schlagbolzen (30) zur Abgabe der Schlagenergie an ein Werkzeug (36) des
Bohr- oder Schlaghammers entlang einer Längsachse (L) der Gehäusehülse (12) bewegbar
aufgenommen sind, wobei eine Schalteinrichtung ein Umschalten des Schlagwerkes zwischen
einem Leerlaufbetrieb und einem Schlagbetrieb ermöglicht, wobei im Schlagbetrieb zwischen
dem Antriebskolben und dem Schlagkörper ein erstes Luftpolster (80) zur Übertragung
der Schlagenergie von dem Antriebskolben auf den Schlagkörper ausgebildet werden kann
sowie im Leerlaufbetrieb ein zweites Luftpolster (40) zur Schlagdämpfung zwischen
dem Schlagkörper (20) und dem Schlagbolzen (30) ausgebildet werden kann, und wobei
die Gehäusehülse (12) wenigstens eine erste Entlüftungsöffnung (50) zum Entlüften
des ersten Luftpolsters (80) sowie wenigstens eine zweite Entlüftungsöffnung (12b)
zum Entlüften des zweiten Luftpolsters (40) aufweist, wobei
die beiden Teile (14, 16) der Gehäusehülse entlang ihrer Längsachse (L) relativ zueinander
verschiebbar sind, wobei beide Teile (14, 16) der Gehäusehülse wenigstens eine Entlüftungsbohrung
(14b, 16b) aufweisen, die in einer ersten Stellung der Gehäuseteile (14, 16) zueinander
wenigstens teilweise miteinander fluchten, um gemeinsam die zweite Entlüftungsöffnung
(12b)zu bilden und eine Entlüftung des zweiten Luftpolsters (40) zu ermöglichen, und
in einer zweiten Stellung jeweils durch den anderen Teil (14, 16) der Gehäusehülse
(12) verschlossen werden, um eine Schlagdämpfung zu ermöglichen, dadurch gekennzeichnet, dass der Schlagkörper (20) und der Schlagbolzen (30) vollständig in der zweiteiligen Gehäusehülse
aufgenommen sind.
2. Luftpolster-Schlagwerk (10) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass der Antriebskolben und der Schlagkörper jeweils einen Dichtabschnitt aufweisen, der
in dichtendem Kontakt mit dem Innenumfang der Gehäusehülse (12) steht, um zwischen
sich das Luftpolster (80) innerhalb der Gehäusehülse zu begrenzen.
3. Luftpolster-Schlagwerk (10) nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass die zweiteilige Gehäusehülse (12) eine Führung aufweist, die eine axiale Bewegung
der beiden Gehäuseteile (14, 16) relativ zueinander ermöglicht und eine radiale Bewegung
der beiden Gehäuseteile (14, 16) relativ zueinander sperrt.
4. Luftpolster-Schlagwerk (10) nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, dass die Führung wenigstens einen Führungsstift (16a) an einem der Gehäuseteile (16) umfasst,
der in einer Führungsnut (14a) an dem anderen der Gehäuseteile (14) geführt ist.
5. Luftpolster-Schlagwerk (10) nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsnut (14a) als Langloch in der Wandung eines der Gehäuseteile (14) ausgebildet
ist, in dem der Führungsstift (16a) geführt ist.
6. Luftpolster-Schlagwerk (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, dass ein elastisches Rückstellelement (18) vorgesehen ist, dass geeignet ist, die beiden
Gehäuseteile (14, 16) in einer der beiden Stellungen zu halten oder in eine der beiden
Stellungen zurückzustellen.
7. Luftpolster-Schlagwerk (10) nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, dass das elastische Rückstellelement eine Feder (18) umfasst, die die beiden Gehäuseteile
(14, 16) in einer der beiden Stellungen gegeneinander vorspannt.
8. Motorisch angetriebener Bohr- oder Schlaghammer mit einem Luftpolster-Schlagwerk (10)
gemäß einem der Ansprüche 1 bis 7.
1. Air-cushion percussion mechanism (10) for a motor-driven hammer drill or percussion
hammer, having a two-part housing sleeve (12) in which at least one drive piston for
converting drive energy into percussion energy and also at least one percussion body
(20) and a percussion pin (30) for releasing the percussion energy to a tool (36)
of the hammer drill or percussion hammer are accommodated so as to be movable along
a longitudinal axis (L) of the housing sleeve (12), wherein a switching device allows
the percussion mechanism to be switched between idling operation and percussion operation,
wherein, in percussion operation, a first air cushion (80) for transmitting the percussion
energy from the drive piston to the percussion body can be formed between the drive
piston and the percussion body, and, in idling operation, a second air cushion (40)
for impact damping between the percussion body (20) and the percussion pin (30) can
be formed, and wherein the housing sleeve (12) has at least one first venting opening
(50) for venting the first air cushion (80) and at least one second venting opening
(12b) for venting the second air cushion (40), wherein the two parts (14, 16) of the
housing sleeve are displaceable relative to one another along their longitudinal axis
(L), wherein the two parts (14, 16) of the housing sleeve have at least one venting
bore (14b, 16b), said venting bores (14b, 16b) being at least partially aligned with
one another in a first position of the housing parts (14, 16) with respect to one
another, in order together to form the second venting opening (12b) and to allow venting
of the second air cushion (40), and being closed in each case by the other part (14,
16) of the housing sleeve (12) in a second position, in order to allow impact damping,
characterized in that the percussion body (20) and the percussion pin (30) are accommodated entirely in
the two-part housing sleeve.
2. Air-cushion percussion mechanism (10) according to Claim 1,
characterized in that
the drive piston and the percussion body each have a sealing portion which is in sealing
contact with the inner circumference of the housing sleeve (12), in order to bound
the air cushion (80) between one another within the housing sleeve.
3. Air-cushion percussion mechanism (10) according to Claim 1 or 2,
characterized in that
the two-part housing sleeve (12) has a guide which allows axial movement of the two
housing parts (14, 16) relative to one another and blocks radial movement of the two
housing parts (14, 16) relative to one another.
4. Air-cushion percussion mechanism (10) according to Claim 3,
characterized in that
the guide comprises at least one guide peg (16a) on one of the housing parts (16),
said guide peg (16a) being guided in a guide slot (14a) in the other of the housing
parts (14).
5. Air-cushion percussion mechanism (10) according to Claim 4,
characterized in that
the guide slot (14a) is configured as an oblong hole in the wall of one of the housing
parts (14), the guide peg (16a) being guided in said oblong hole.
6. Air-cushion percussion mechanism (10) according to any of Claims 1 to 5,
characterized in that
an elastic return element (18) is provided, which is suitable for keeping the two
housing parts (14, 16) in one of the two positions or for returning them into one
of the two positions.
7. Air-cushion percussion mechanism (10) according to Claim 6,
characterized in that
the elastic return element comprises a spring (18) which pretensions the two housing
parts (14, 16) in one of the two positions with respect to one another.
8. Motor-driven hammer drill or percussion hammer having an air-cushion percussion mechanism
(10) according to any of Claims 1 to 7.
1. Mécanisme de percussion à coussin d'air (10), pour une perceuse frappeuse ou un marteau
burineur entraînés mécaniquement, comportant un carter (12) en deux parties, dans
lequel au moins un piston d'entraînement pour la transformation de l'énergie d'entraînement
en énergie de percussion ainsi qu'au moins un corps de percussion (20) et un burin
de percussion (30) pour transmettre l'énergie de percussion à un outil (36) de la
perceuse de percussion ou du marteau burineur, sont disposés et mobiles dans le carter
(12), le long de son axe longitudinal (L), dans lequel une installation de commande
est agencée pour commuter le mécanisme de percussion entre un entraînement à vide
et un entraînement à percussion, dans lequel, dans l'entraînement à percussion, entre
le piston d'entraînement et le corps de percussion, peut être prévu un premier coussin
d'air (80) pour assurer la transmission de l'énergie du piston d'entraînement sur
le corps de percussion, ainsi que, lors de l'entraînement à vide, un deuxième coussin
d'air (40) peut être prévu pour assurer l'amortissement entre le corps de percussion
(20) et le burin de percussion (30), et dans lequel le carter (12) comporte au moins
une première ouverture d'évacuation de l'air (50) pour libérer l'air du premier coussin
d'air (80) et au moins une deuxième ouverture d'évacuation de l'air (12b) pour libérer
l'air du deuxième coussin d'air (40), dans lequel
les deux parties (14, 16) du carter peuvent être coulissées l'une en direction de
l'autre le long de leur axe longitudinal (L), dans lequel les deux parties (14, 16)
du carter comportent au moins un alésage de dégazage (14b, 16b), qui, dans une première
position des parties (14, 16) du carter fuient au moins partiellement ensemble pour
constituer ensemble la deuxième ouverture d'évacuation de l'air (12b) et pour permettre
de libérer l'air du deuxième coussin d'air (40), et qui, dans une deuxième position,
respectivement par la deuxième partie (14, 16) du carter (12), sont fermées pour permettre
d'assurer un amortissement, caractérisé en ce que le corps de percussion (20) et le burin de percussion (30) sont intégralement contenus
dans le carter en deux parties.
2. Mécanisme de percussion à coussin d'air (10), selon la revendication 1, caractérisé en ce que le piston d'entraînement et le corps de percussion comportent respectivement un secteur
étanche qui est en contact étanche avec la paroi intérieure du carter (12) pour délimiter
entre eux le coussin d'air (80) à l'intérieur du carter.
3. Mécanisme de percussion à coussin d'air (10), selon la revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce que
le carter (12) en deux parties, comporte un guidage qui autorise un déplacement axial
entre les deux parties (14, 16), l'une par rapport à l'autre et empêche un mouvement
radial des deux parties (14, 16), l'une par rapport à l'autre.
4. Mécanisme de percussion à coussin d'air (10), selon la revendication 3, caractérisé en ce que
le guidage comporte au moins une tige de guidage (16a) disposée sur une partie (16)
du carter, qui est guidée dans une rainure de guidage (14a) solidaire de l'autre partie
(14) du carter.
5. Mécanisme de percussion à coussin d'air (10), selon la revendication 4, caractérisé en ce que
la rainure de guidage (14a) est constituée d'un trou oblong ménagé dans la paroi de
l'une des parties (14) du carter, dans lequel la tige de guidage (16a) est guidée.
6. Mécanisme de percussion à coussin d'air (10), selon l'une des revendications 1 à 5,
caractérisé en ce qu'il
comporte un élément de rappel élastique (18) qui est agencé pour que l'une des deux
parties de carter (14, 16) soit maintenue dans une des deux positions ou qu'elle soit
rappelée dans l'une des deux positions.
7. Mécanisme de percussion à coussin d'air (10), selon la revendication 6, caractérisé en ce que
l'élément de rappel élastique comprend un ressort (18), agencé pour exercer une précontrainte
pour tirer les deux parties (14, 16) du carter l'une vers l'autre.
8. Perceuse frappeuse ou marteau burineur entraîné mécaniquement, comportant un mécanisme
de percussion à coussin d'air (10), selon une des revendications 1 à 7.