[0001] Die Erfindung betrifft ein Druckwerk zum Betreiben eines Druckwerkes gemäß Anspruch
1.
[0002] Durch die
WO 2008/095551 A1 ist ein Druckwerk einer Rotationsdruckmaschine mit einem Formzylinder, einem mit
dem Formzylinder zusammenwirkenden Farbwerk und einem mit dem Formzylinder zusammenwirkenden
Feuchtwerk bekannt, wobei das Feuchtwerk einen dreiwalzigen Walzenzug, nämlich eine
mit dem Formzylinder im Druckbetrieb zusammenwirkende Feuchtaufragwalze, eine im Druckbetrieb
mit der Feuchtaufragwalze zusammenwirkende, einen Changierhub ausführende Glättwalze
und eine mit der Glättwalze zusammenwirkende Feuchtreiberwalze aufweist. Das Feuchtwerk
erhält das Feuchtmittel durch Besprühen der vom Formzylinder betrachtet letzen Feuchtwalze,
z. B. einer Feuchtreiberwalze, von einem Sprühbalken her. In Waschposition sind eine
Farbauftragwalze des Farbwerks und die Feuchtauftragwalze direkt aneinander angestellt,
indem die feuchtwerksnahe Farbauftragwalze um die Achse eines Farbreibzylinders und/oder
die Feuchtauftragwalze um die Achse der Feuchtreiberwalze verschwenkbar angeordnet
ist.
[0003] Die
DE 10 2007 015 404 A1 betrifft ein mehrwalziges Feuchtwerk, wobei Trenneinrichtungen ein Eintragen von
eine bestimmte Zone bestimmtes Feuchtmittel in eine benachbarte Zone verhindert wird.
Im Druckwerk kann eine Brückenwalze zwischen Feuchtauftragwalze und Farbauftragwalze
derart bewegbar vorgesehen sein, dass sie für den Waschbetrieb in Kontakt zu den beiden
Auftragwalzen verbingbar ist. Ein Feuchtmitteleintrag erfolgt durch Besprühen der
vom Formzylinder betrachtet letzen Feuchtwalze, z. B. einer Feuchtreiberwalze.
[0004] In der
WO 02/07973 A1 ist ein zweiwalziges, eine Feuchtauftragwalze und eine Feuchtreibwalze aufweisendes
Feuchtwerk eines Druckwerks einer Rotationsdruckmaschine im Bedarfsfall dadurch erweiterbar,
dass in einer ersten Ausbaustufe eine gummielastisch beschichtete Walze ergänzbar
und über entsprechende Stell- und Halteelemente zusätzlich an die Reibwalze an- und
abstellbar ist.
[0005] Durch die
DE 10 2005 018 821 A1 ist ein Druckwerk einer Bogendruckmaschine offenbart, wobei eine mit einer Feuchtauftragwalze
zusammenwirkende Reiterwalze optional zusätzlich in Kontakt mit einer Farbauftragwalze
verbringbar, und damit Feucht- und Farbwerk koppelbar sind. Die Feuchtauftragwalze
erhält das Feuchtmittel von einer Feuchtduktorwalze, an deren Umfang eine Dosierwalze
auf einem Umfangsabschnitt abrollt, welcher sich in Betriebsdrehrichtung der Feuchtduktorwalze
betrachtet zwischen dem Ort einer Feuchtmittelaufnahme aus einem Feuchtbehälter und
der Nippstelle mit der Feuchtauftragwalze befindet.
[0006] In der
US 3 701 316 A ist eine Feuchtauftragwalze vorgesehen, welche in einer Betriebssituation für das
Waschen des Farbwerks vom Formzylinder und von den übrigen Feuchtwalzen abstellbar
und an eine Farbwerkswalze anstellbar ist. Damit kann zumindest diese Feuchtauftragwalze
gemeinsam mit dem Farbwerk gereinigt werden.
[0007] In der
US 3 842 735 ist eine Farbauftragswalze offenbart, welche in einer Waschposition eine an einer
abgestellten Feuchtauftragwalze angeordnete Reiterwalze kontaktiert.
[0008] Durch die
DE 10 2007 004 217 A1 ist ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Reinigen von Walzen offenbart, wobei eine
an der Feuchtauftragwalze angeordnete Reiterwalze als Brückenwalze mit einer Farbauftragwalze
koppelbar ist.
[0009] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Druckwerk zum Betreiben eines Druckwerkes
zu schaffen.
[0010] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Anspruches 1 gelöst.
[0011] Die mit der Erfindung erzielbaren Vorteile bestehen besonders darin, dass ein Waschen
von Feuchtauftragwalzen vom Farbwerk her erfolgen kann; dies insbesondere, ohne dass
die Restfarbe über den Formzylinder oder eine eigens vorzusehende Wascheinrichtung
abgenommen werden muss. In einer vorteilhaften Ausführung des Feuchtwerks, wobei die
vom Formzylinder betrachtet zweite Feuchtwerkswalze z. B. mit einer harten Mantelfläche
ausgebildet ist, ist durch die Ausbildung des Feuchtwerks auch ein effektives Waschen
einer oder mehrerer sich in Betriebsstellung an die zweite Feuchtwerkswalze anschließender,
formzylinderfemerer Feuchtwerkswalzen möglich.
[0012] Bei einer besonders vorteilhaften Ausführung des Feuchtwerks mit einem Feuchtmittelauftrag
auf eine zweite von mindestens zwei, insbesondere drei oder ggf. mehr, seriell angeordneter
Feuchtwerkswalzen ist bei gleich bleibender Spaltzahl eine optimierte Positionierung
der Feuchtmittelquelle vornehmbar, ohne dass Kompromisse hinsichtlich vorzusehender
Stellwege oder Abstandsänderungen einzugehen sind. Dies ist beispielsweise hinsichtlich
eines definierten Auftrages und/oder im Hinblick auf ein verringertes "Nebeln" durch
kleinstmögliche Beabstandung zwischen Quelle und das Feuchtmittel aufnehmender Feuchtwerkswalze
von Bedeutung.
[0013] Von besonderem Vorteil ist es in Verbindung mit einem Waschbetrieb, dass in spezieller
Anordnung und Lagerung der Feuchtwerkswalzen die mit harter Oberfläche ausgebildete,
vorzugsweise zweite Feuchtwerkswalze, durch Umstellungen im Feuchtwerk eine äußere
Position in einem zu waschenden Walzenzug einnehmen kann bzw. die übrigen, z. B. "weichen",
Feuchtwerkswalzen einen Walzenzug ohne Zwischenschaltung der das Feuchtmittel im Druckbetrieb
empfangenden, z. B. harten, Feuchtwerkswalze bilden.
[0014] Ein Waschen des Feuchtwerks kann so über das Farbwerk erfolgen, ohne dass eine Feuchtauftragwalze
an den Formzylinder angestellt bleiben müsste, und ohne dass durch einen mit einer
Chrom- oder Kunststoffoberfläche ausgebildete Walze eine Sperrwirkung für den Fluidstrom
innerhalb des Feuchtwalzenzuges vorliegt.
[0015] Beim Waschen kann in vorteilhafter Ausführung Feuchtmittel eingetragen werden. Dies
kann anstelle oder zusätzlich zu einem Waschmitteleintrag im Farbwerk erfolgen.
[0016] Vorteilhaft ist es im Produktionsbetrieb, wenn das Feuchtwerk vorfeuchtend, d. h.
am Formzylinder in Produktionsdrehrichtung betrachtet vor dem Farbwerk angeordnet
ist. Dies gilt vorzugsweise für sämtliche Druckwerke einer Druckeinheit oder gar eines
Druckturms mit z. B. mindestens acht Druckwerken.
[0017] Da die Feuchtauftragwalze abweichend zur Standardausführung einen größeren Verstellweg
auszuführen hat, ist die Lagerung der Feuchtauftragwalze z. B. auf verschwenkbaren
Hebeln angeordnet. In Weiterbildung sind die die Zapfen aufnehmende radialhubfähige
Walzenschlösser oder verstellbare Walzenschlösser der Feuchtauftragwalze zusätzlich
auf den verschwenkbaren Hebeln gelagert, wobei das An-/Ab-Stellen über die Walzenschlösser
und die Umschaltung zwischen Produktions- und Waschbetrieb über Verschwenken der Hebel
zu bewirken.
[0018] Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt und werden
im Folgenden näher beschrieben.
[0019] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Darstellung eines Ausführungsbeispiels eines Druckwerks in Betriebsstellung
(Produktionsbetrieb);
- Fig. 2
- eine schematische Darstellung eines Ausführungsbeispiels des Druckwerks aus Fig. 1
in Waschstellung (Waschbetrieb);
- Fig. 3
- eine schematische Darstellung von Druckwerken mit Feuchtwerken gemäß dem Ausführungsbeispiel
in einem vier Doppeldruckwerke aufweisenden Druckturm;
- Fig. 4
- eine schematische Darstellung von Druckwerken mit Feuchtwerken gemäß dem Ausführungsbeispiel
in einer vier Druckwerke aufweisenden ersten Ausführung einer H-Druckeinheit;
- Fig. 5
- eine schematische Darstellung von Druckwerken mit Feuchtwerken gemäß dem Ausführungsbeispiel
in einer vier Druckwerke aufweisenden zweiten Ausführung einer H-Druckeinheit;
- Fig. 6
- eine schematische Darstellung von Druckwerken mit Feuchtwerken gemäß dem Ausführungsbeispiel
in einer vier Druckwerke aufweisenden Ausführung einer Satellitendruckeinheit.
[0020] Fig. 1 zeigt in halbschematischer Darstellung ein Druckwerk 01 einer im Übrigen nicht
näher dargestellten Rotationsdruckmaschine, beispielsweise einer Rollenrotationsdruckmaschine,
insbesondere einer im Nassoffset druckenden, z. B mit einem oder mehreren Drucktürmen
ausgebildeten Zeitungsdruckmaschine, wobei es sich bei dem Druckwerk 01 beispielsweise
um eines von vier Druckwerken einer Neun-Zylinder-Satelliten-Druckeinheit oder um
ein Druckwerk eines von mehreren Doppeldruckwerken eines Druckturms handeln kann und
die anderen Druckwerke des Doppeldruckwerke aufweisenden Druckturms bzw. der Neun-Zylinder-Satelliten-Druckeinheit
entsprechend ausgebildet sein können. Das Druckwerk 01 kann beispielsweise vier oder
sechs Platten breit sein, d. h. Druckwerkszylinder 02; 03 und 04 weisen eine (nutzbare)
axiale Länge von vier oder sechs Druckplatten auf, wobei die Druckwerkszylinder 02;
03; 04 einen Umfang von beispielsweise zwei Druckplatten aufweisen können.
[0021] Das Druckwerk 01 umfasst einen Druckwerkszylinder 02, der als Formzylinder 02, insbesondere
als Plattenzylinder 02 ausgebildet sein kann, einen mit dem Formzylinder 02 zusammenwirkenden
Druckwerkszylinder 03, der als Übertragungszylinder 03, insbesondere als Gummizylinder
03 ausgebildet sein kann, sowie einen mit dem Übertragungszylinder 03 zusammenwirkenden
weiteren Druckwerkszylinder 04, der als Gegendruckzylinder 04 ausgebildet sein kann,
im Falle eines Doppeldruckwerks als weiterer Übertragungszylinder 03 oder im Fall
einer Neun-Zylinder-Satelliten-Druckeinheit als Satellitenzylinder 04. Zwischen dem
Übertragungszylinder 03 und dem Gegendruckzylinder 04 ist eine nicht näher dargestellte
Bedruckstoffbahn, insbesondere Papierbahn geführt und der Übertragungszylinder 03
erzeugt bei jeder seiner Umdrehungen mindestens ein Druckbild auf der Papierbahn.
Zumindest die Druckwerkszylinder 02; 03 sind zur Durchführung von Druck-An/-Ab-Stellbewegungen
mittels nicht näher dargestellter Lagerungen, vorteilhaft in Linearlagerungen bzgl.
des ebenfalls nicht näher dargestellten Seitengestells der Druckmaschine radial, insbesondere
linear beweglich gelagert.
[0022] Dem Formzylinder 02 ist ein Farbwerk 06 und ein Feuchtwerk 07 zugeordnet. Das Farbwerk
06 und das Feuchtwerk 07 liegen in einer Umfangsrichtung des Formzylinders 02 betrachtet
benachbart zueinander. In dem in Fig. 1 dargestellten Betriebszustand, z. B. Produktionsbetrieb,
des Druckwerks 01 sind sowohl das Farbwerk 06 als auch das Feuchtwerk 07 für einen
Druckbetrieb des Druckwerks 01 an den Formzylinder 02 angestellt. Die betreffenden
Teile befinden sich in einer sog. "Betriebsstellung". Ebenfalls angedeutet durch Pfeile
sind in diesem Betriebszustand vorliegende Drehrichtungen, z. B. Betriebsdrehrichtungen.
[0023] Das Farbwerk 06 kann grundsätzlich in beliebiger Weise ausgeführt sein, weist jedoch
zumindest eine mit dem Formzylinder 02 in Druck-An, d. h. im Produktionsbetrieb, zu
dessen Einfärbung zusammen wirkende Walze 08; 09; 11, z. B. Farbwerkswalze 08; 09;
11, insbesondere Farbauftragwalze 08; 09; 11 sowie ein Farbreservoir 12 auf. Die Farbauftragwalze(n)
08; 09; 11 ist bzw. sind in bevorzugter Weise derart radial bewegbar an oder in nicht
dargestellten Seitengestellen gelagert, dass sie wahlweise an den Formzylinder 02
an- und abstellbar ist bzw. sind. In einer bevorzugten Ausführung ist wenigstens eine
unten näher erläuterte Wascheinrichtung 31; 34 vorgesehen, durch welche z. B. nach
Produktionsende im Farbwerk 06 befindliche Farbe entfernt werden kann. In bevorzugter
Ausführung weist das Farbwerk 06 mindestens zwei Farbauftragwalzen 08; 09; 11 auf,
welchen in Betriebsstellung über eine oder mehrere Walzen 13; 14; 16; 17; 18, z. B.
Farbwerkswalzen 13; 14; 16; 17; 18 Farbe vom Farbreservoir 12 her über einen seriellen
oder geteilten Walzenzug zuführbar ist. Im Walzenzug ist vorzugsweise mindestens ein
als changierbare Walze 17; 18 ausgebildeter Reibzylinder 17; 18 vorgesehen.
[0024] Im dargestellten Beispiel weist das Farbwerk 06 drei Farbauftragwalzen 08; 09; 11,
die in einem laufenden Produktionsprozess der Rotationsdruckmaschine an den Formzylinder
02 angestellt sind. Zwischen einer Druckfarbe aus dem Farbreservoir 12 aufnehmenden
Farbwerkswalze 13, z. B. Farbduktor 13, und den Druckfarbe auf den Formzylinder 02
auftragenden Farbauftragwalzen 08; 09; 11 ist als in Transportrichtung der Druckfarbe
nächstfolgende Walze 14 für den Fall eines als Filmfarbwerk 06 ausgebildeten Farbwerks
06 z. B. eine Filmwalze 14 angeordnet. Im Beispiel ist nachfolgend eine als eine Farbstromtrennwalze
16 ausgebildete Walze 16 vorgesehen, welche einen vom Farbduktor 13 kommenden Farbstrom
in zwei Farbströme, z. B. einen über eine Walze 17 führenden Hauptstrom und in einen
über eine Walze 18 führenden Nebenstrom, aufteilt.
[0025] Die Walze 17 bzw. die Walze 18 ist als eine im jeweiligen Strom auf jeweils zumindest
eine der Farbauftragwalzen 08; 09; 11 Druckfarbe übertragender Reibzylinder 17; 18
ausgebildet. Die beiden Reibzylinder 17; 18 führen einen in ihrer jeweiligen Axialrichtung
verlaufenden Changierhub aus, wobei der Changierhub des einen Reibzylinders 17 z.
B. durch eine Hebelanordnung mit dem Changierhub des anderen Reibzylinders 18 gekoppelt
sein kann. In einer alternativen Ausführung wird der Changierhub des jeweiligen Reibzylinders
17; 18 durch voneinander unabhängige Antriebe erzeugt. Bei beiden Antriebsvarianten
können die beiden Changierhübe gegenläufig ausgebildet sein. Der Changierhub des jeweiligen
Reibzylinders 17; 18 kann z. B. jeweils mittels eines Getriebes aus deren Rotationsbewegung
oder aber durch ein eigens vorgesehenes Antriebsmittel für ein gekoppeltes oder eigenständiges
Changieren erzeugt sein.
[0026] Das Farbreservoir 12 ist im vorliegenden Beispiel eines zonal bzgl. des Farbflusses
stellbaren Farbwerks 06 als ein Farbkasten 12 oder als eine Farbwanne 12 ausgebildet,
wobei am Farbkasten 12 oder an der Farbwanne 12 in Axialrichtung des Farbduktors 13
aneinandergereiht mehrere, z. B. dreißig bis sechzig Farbmesser (nicht dargestellt)
vorgesehen sind, welche jeweils mit einem nicht dargestellten Stellmittel vorzugsweise
fernbetätigbar in ihrer jeweiligen Anstellung an den Farbduktor 13 einstellbar und
tatsächlich auch angestellt sind, wodurch eine zonenweise Dosierung der vom Farbduktor
13 aufgenommenen Druckfarbe möglich ist. Das Farbwerk 06 ist demnach in der bevorzugten
Ausführung als ein Zonenfarbwerk ausgebildet, kann grundsätzlich jedoch auch als Heber-,
Kurz- oder Aniloxfarbwerk ausgebildet sein.
[0027] Abweichend von Fig. 1 und 2 kann das Farbwerk 06 auch als einzügiges Walzenfarbwerk
ausgebildet sein, in dessen Walzenzug zwei Reibzylinder in Serie angeordnet sind.
Der formzylindernahe Reibzylinder kann in diesem Fall mit ein, oder vorteilhaft zwei
Farbauftragwalzen zusammen wirken. In einer Variante kann der formzylindernahe Reibzylinder
zusätzlich mit einer zu einer dritten Farbauftragwalze in Kontakt bringbaren Brückenwalze
zusammen wirken.
[0028] Die Farbauftragwalze(n) 08; 09; 11 weist bzw. weisen eine Mantelfläche vorzugsweise
aus einem elastischen und/oder kompressiblen Werkstoff, z. B. aus einem Gummi oder
einem gummihaltigen Material auf.
[0029] Das Feuchtwerk 07 weist mehrere Walzen 21; 22; 23 bzw. Feuchtwerkswalzen 21; 22;
23 auf. Es ist vorzugsweise als ein ein Feuchtmittel kontaktlos aufbringendes Feuchtwerk
07, z. B. als ein Sprühfeuchtwerk 07 ausgebildet, so dass es als Feuchtmittelquelle
19 einen Sprühbalken 19 aufweist, wobei vorzugsweise mehrere in dem Sprühbalken 19
angeordnete Sprühdüsen das Feuchtmittel auf eine Walze 22 des Feuchtwerks 07 aufsprühen.
Die das vom Sprühbalken 19 kommende Feuchtmittel aufnehmende Walze 22 ist vorzugsweise
als Feuchtreibzylinder 22 mit einer harten und im wesentlichen unnachgiebigen Oberfläche,
beispielsweise aus Chrom oder einem Kunststoff wie z. B. Rilsan, ausgebildet und/oder
in ihrer Axialrichtung changierbar gelagert. Für den Fall einer axialen Changierbarkeit
kann die Changierbewegung durch ein die Rotation der Walze 22 in die Changierbewegung
umformendes Getriebe oder aber durch ein eigens Antriebsmittel, z. B. einen Motor
mit entsprechendem Getriebe, erzwungen sein.
[0030] Das auf den Feuchtreibzylinder 22 aufgesprühte Feuchtmittel wird von dieser auf eine
als Feuchtauftragwalze 21 ausgebildete, formzylindernahe Feuchtwerkswalze 21 und von
dort auf den Formzylinder 02 übertragen. Vorzugsweise ist das Feuchtwerk 07 als dreiwalziges
Feuchtwerk 07 ausgeführt, wobei an den Feuchtreibzylinder 22 eine weitere, formzylinderferne
Walze 23, z. B. eine dritte Feuchtwerkswalze 23, z. B. als Reiterwalze 23 oder Glättwalze
23, in Betriebsstellung angestellt bzw. anstellbar ist. Diese dritte Walze 23 befindet
sich in Betriebsdrehrichtung des Feuchtreibzylinders 22 betrachtet zwischen dem Ort
eines Feuchtmittelauftrages durch die Feuchtmittelquelle und der Nippstelle mit der
formzylindernahen Feuchtauftragwalze 21. Die drei Walzen 21; 22; 23 sind vorzugsweise
derart zueinander angeordnet, dass in Betriebsstellung (Druck-An) eine die Rotationsachsen
des Feuchtreibzylinders 22 und der Reiterwalze 23 verbindende Ebene mit einer die
Rotationsachsen des Feuchtreibzylinders 22 und der Feuchtauftragwalze 21 verbindende
Ebene einen Winkel kleiner oder gleich 120°, insbesondere kleiner oder gleich 90°
miteinander bilden, wobei diese Winkel als Innenwirkel sich vorzugsweise zur Seite
des Farbwerks 06 öffnet. D. h. z. B., dass in Betriebsstellung die Nippstelle des
Feuchtreibzylinders 22 (zweite Walze 22) mit der Feuchtauftragwalze (erste Walze 21)
und/oder die Nippstelle des Feuchtreibzylinders 22 (zweite Walze 22) mit der Reiterwalze
23 (dritte Walze 23) in einem Halbraum liegt, welcher sich auf der dem Farbwerk 06
zugewandten Seite einer durch die Rotationsachsen der mittleren Feuchtwerkswalze 22
und des Formzylinders 02 verbindenden fiktiven Ebene befindet.
[0031] Auch die Glättwalze 23 kann einen in ihrer Axialrichtung verlaufenden Changierhub
ausführen, wobei hierzu bevorzugt ein deren Rotation in eine Changierbewegung umformendes
Getriebe vorgesehen ist. Die Feuchtauftragwalze 21 und/oder die Reiterwalze 23 weist
eine Mantelfläche vorzugsweise aus einem elastischen und/oder kompressiblen Werkstoff,
z. B. aus einem Gummi oder einem gummihaltigen Material auf. Das Feuchtwerk 07 weist
somit mindestens zwei, vorzugsweise drei Feuchtwerkswalzen 21; 22; 23 auf, wobei der
im Walzenzug vom Formzylinder 02 betrachtet zweiten, in Bezug auf ein dreiwalziges
Feuchtwerk 07 mittlere, Walze 22 das Feuchtmittel durch die Feuchtmittelquelle 19
zugeführt wird.
[0032] Als vom Formzylinder 02 aus betrachtet "zweite" Walze im Walzenzug soll hier auch
eine Ausführung verstanden werden, wenn zwei Feuchtauftragwalzen 21 vorgesehen und
mit dem Formzylinder 02 und der Feuchtwerkswalze 22 zusammen wirkten.
[0033] Zumindest die Farbauftragwalze(n) 08; 09; 11 des Farbwerks 06 und die Feuchtauftragwalze(n)
21 des Feuchtwerks 07, vorzugsweise jedoch auch die Filmwalze 14 und die Farbstromtrennwalze
16 des Farbwerks 06 sowie die Reiterwalze 23 des Feuchtwerks 07 sind jeweils radialhubfähig,
z. B. in entsprechend ausgeführten Walzenlagern bzw. bewegbar gelagerten oder radialhubfähigen
Walzenschlössern, angeordnet.
[0034] Der Radialhub dieser Walzen 08; 09; 11; 14; 16; 21; 23 bezieht sich darauf, dass
die jeweilige Achse dieser Walzen 08; 09; 11; 14; 16; 21; 23 oder zumindest eines
der Enden dieser Walzen 08; 09; 11; 14; 16; 21; 23 gegenüber einem zu der jeweiligen
Walze 08; 09; 11; 14; 16; 21; 23 gehörenden, ggf. gestellfesten bzw., im Falle der
Walzen 08 und/oder 21 demgegenüber auch verstellbaren, z. B verschwenkbaren (vgl.
weiter unten) Lagerpunkt exzentrisch verstellbar ist.
[0035] Für den Fall des radialhubfähigen Walzenschlosses erfolgt die exzentrische Verstellung
der hierdurch bewegbar gelagerten der Walze 08; 09; 11; 14; 16; 21; 23 mit Hilfe von
vorzugsweise mehreren vorzugsweise mindestens zwei, z. B. drei oder wie dargestellt
vier jeweils symmetrisch und konzentrisch um die jeweilige Achse dieser Walzen 08;
09; 11; 14; 16; 21; 23 in einem Gehäuse des Walzenschlosses angeordneten Aktoren 24,
wobei vorzugsweise selbst die zu derselben Walze 08; 09; 11; 14; 16; 21; 23 gehörenden
Aktoren 24 einzeln und unabhängig voneinander von einer Steuereinheit z. B. durch
Beaufschlagung mit einem Druckmittel, z. B. pneumatisch, betätigt und auf einen bestimmten
Stellweg eingestellt werden können, wobei jeder betätigte Aktor 24 jeweils hinsichtlich
der Walze 08; 09; 11; 14; 16; 21; 23, zu der er gehört, eine radiale Kraft ausübt,
wobei diese Kraft die Achse dieser Walze 08; 09; 11; 14; 16; 21; 23 radial verschiebt
oder zumindest zu verschieben versucht. Wenn mehrere an demselben Ende von einer der
Walzen 08; 09; 11; 14; 16; 21; 23 angeordnete Aktoren 24 gleichzeitig betätigt werden,
ergibt sich der von der Achse der jeweiligen Walze 08; 09; 11; 14; 16; 21; 23 ausgeführte
Radialhub aus einer Vektorsumme der jeweiligen radialen Kraft der betätigten Aktoren
24. Der von der Achse der jeweiligen Walze 08; 09; 11; 14; 16; 21; 23 ausführbare
Radialhub liegt im Regelfall vorzugsweise im Bereich weniger Millimeter, z. B. beträgt
er bis zu 10 mm, was ausreichend ist, um die jeweilige Walze 08; 09; 11; 14; 16; 21;
23 von mindestens einem benachbarten zylindrischen Rotationskörper, z. B. dem Formzylinder
02, abzustellen. Für den Fall eines größeren benötigten Stellweg, kann dieser auch,
zumindest für diesen Anwendungsfall, größer dimensioniert sein (siehe z. B. unten
zur als zweite Ausführung beschriebene Ausgestaltung des Stellmechanismus der Feuchtauftragwalze
21).
[0036] Die den Radialhub der betreffenden Walzen 08; 09; 11; 14; 16; 21; 23 ermöglichende
Lagerung kann jedoch grundsätzlich auch in anderer Ausführung realisiert sein, z.
B. in herkömmlicher Weise in Walzenschlössern mit im Walzenschloss fixiertem Walzenzapfen,
wobei die Walzenschlösser an im oder am Seitengestell verschwenkbar an Exzentern oder
an kurzen Schwenkhebeln gelagert sind. Es können als radialhubfähige Lagerungen auch
entlang linearer Verschiebewege bewegbare Walzenschlösser vorgesehen sein. Es können
auch gemischte Ausführungen vorteilhaft sein, wobei z. B. ein Teil der Walzen 08;
09; 11; 14; 16; 21; 23, z. B. zumindest die dritte Feuchtwerkswalze 23, in oben beschriebenen
radialhubfähigen Walzenschlössern und ein anderer Teil in an Hebel- oder Exzentervorrichtungen
schwenkbar gelagerten, den Zapfen fixierende Walzenschlössern stellbar sind.
[0037] Das Farbwerk 06 weist vorzugsweise zumindest einen von den Druckwerkszylindern 02;
03 mechanisch unabhängigen Antriebsmotor 26 auf. Dieser wirkt vorzugsweise auf mindestens
einen Reibzylinder 17; 18. In vorteilhafter Ausführung wirkt der Antriebsmotor 26
im Produktionsbetrieb lediglich auf einen von mehreren Reibzylindern 17; 18, wobei
er z. B. in einem Waschbetrieb z. B. auf beide der Reibzylinder 17; 18 wirken kann.
Neben dem Antriebsmotor 26 kann ein hiervon mechanisch unabhängiger Antriebsmotor
27 für die Farbduktor 13 vorgesehen sein. In einer einfachen Ausführung kann das Feuchtwerk
07 bzw. können die Walzen 21; 22; 23 des Feuchtwerks 07 lediglich durch Friktion mit
dem Formzylinder 02 im Produktionsbetrieb (Betriebsstellung) oder durch Friktion mit
einer Farbwerkswalze 08 im Waschbetrieb angetrieben sein. Alternativ kann auch eine
Feuchtwerkswalze 21; 22; 23, z. B. die mittlere Walze 22, mit dem Antriebsmotor 26
des Farbwerks 06 mechanisch koppelbar und zwangsangetrieben sein.
[0038] In einer vorteilhaften Ausführung weist das Feuchtwerk 07 jedoch zumindest einen
von den Druckwerkszylindern 02; 03 und dem Farbwerk 06 mechanisch unabhängigen Antriebsmotor
28 auf. Dieser treibt vorzugsweise auf den Feuchtreibzylinder 22. Form- und Übertragungszylinder
02; 03 können wie dargestellt jeweils einen eigenen, oder ggf. paarweise gekoppelt
paarweise einen Antriebsmotor 29 aufweisen.
[0039] Der bzw. die Reibzylinder 17; 18 des Farbwerks 06 ist bzw. sind wie der Reibzylinder
22 des Feuchtwerks 07 bevorzugt bzgl. ihrer Changierbewegung zwangsangetrieben. Dies
kann durch ein die Rotation der Reibzylinder 17; 18; 22 in die Changierbewegung umformendes
Getriebe oder aber durch ein eigens Antriebsmittel, z. B. einen nicht dargestellten
Motor mit entsprechendem Getriebe, erzwungen sein.
[0040] Das Farbwerk 06 umfasst des Weiteren eine Wascheinrichtung 31, die beispielsweise
nicht näher dargestellte automatische Waschmittelzuführungen, einen an eine der Farbwerkswalzen
08; 09; 11; 13; 14; 16; 17; 18, insbesondere eine Reibwalze 18 des Farbwerks 06 anstellbare
Waschrakel 32 und eine Auffangwanne 33 umfassen kann. Diese Wascheinrichtung 31 ist
zum Zwecke des Reinigens des Farbwerks 06 an z. B. die Walze 18 anstellbar, beispielsweise
anschwenkbar gelagert. Alternativ oder zusätzlich kann eine ein Waschmittel auf die
Farbstromtrennwalze 16 auftragende Wascheinrichtung 34 vorgesehen sein, welche das
Waschmittel vorzugsweise auf die Mantelfläche der rotierenden Farbstromtrennwalze
16 aufsprüht. Diese alternative oder zusätzliche Wascheinrichtung 34 arbeitet im Waschvorgang
zumindest mit der an die Reibwalze 18 des Farbwerks 06 anstellbaren Waschrakel 32
zusammen.
[0041] Während des Produktionsbetriebes, d. h. in Betriebsstellung, besteht vorzugsweise
keine direkte Verbindung zwischen Walzen 21; 22; 23 des Feuchtwerkswalzenzuges und
Walzen 08; 09; 11 13; 14; 16; 17; 18 des Farbwerkswalzenzuges.
[0042] Um nun zu ermöglichen, dass mit ein und derselben Wascheinrichtung 31; 34 oder durch
einen gemeinsamen Einsatz beider Wascheinrichtungen 31; 34 zusätzlich zum Farbwerk
06 gleichzeitig auch das Feuchtwerk 07 gereinigt werden kann, ist vorgesehen, dass
(zumindest) eine der Walzen 08; 09; 11; 14; 16; 17; 18, 21; 22; 23 des Farbwerks 06
und/oder Feuchtwerks 07 derart umstellbar ist, dass das Farbwerk 06 und das Feuchtwerk
07 (zumindest) einen gemeinsamen Walzenzug aufweisen, um auf diese Weise das Waschmittel
auch zum Feuchtwerk 07 bzw. vom Feuchtwerk 07 zurück zum Farbwerk 06 transportieren
zu können. Hierdurch ist eine direkte (nicht über den Formzylinder 02 erfolgende)
Verbindung bzw. "Brücke" zwischen Farb- und Feuchtwerk 06; 07 für den Waschbetrieb
herstellbar.
[0043] Als umstellbare, die Kopplung bzw. Brücke herstellende Walzen 08; 09; 11; 13; 14;
16; 17; 18 eignen sich insbesondere die (farbwerksnächste) Feuchtauftragwalze 21 und/oder
die feuchtwerksnächste Farbauftragwalze 08, welche ohnehin in vorteilhafter Ausführung
radial bewegbar am Gestell angeordnet sind.
[0044] Im in Fig. 2 dargestellten Waschbetrieb, d. h. die betreffenden Walzen 08; 09; 11;
13; 14; 16; 17; 18 befinden sich in Waschstellung, sind die Feucht- und Farbauftragwalzen
21; 08; 09; 11 vom Formzylinder 02 abgestellt, die einander benachbarte Feucht- und
Farbauftragwalze 21; 08 stehen zueinander in Kontakt, insbesondere in Rollkontakt,
wobei gleichzeitig die an der Kopplung bzw. Brückenbildung beteiligte Farbauftragwalze
08 in Kontakt zur in Betriebsstellung stromaufwärtig nächsten Farbwerkswalze 17 steht.
Die an der Kopplung bzw. Brückenbildung beteiligte Feuchtauftragwalze 21 steht für
den bevorzugten Fall des dreiwalzigen Feuchtwerkes 07 außer Kontakt zu der sich in
Betriebsstellung stromaufwärtig nächsten Feuchtwerkswalze 22, jedoch in direktem Kontakt
zu der in Betriebsstellung formzylinderfernen dritten oder letzten Feuchtwerkswalze
23. Die zu den beiden Feucht- bzw. Farbauftragwalzen 21 und 08 benachbarten, in Betriebsstellung
stromaufwärtig nächsten Walzen 22; 17 sind in bevorzugter Ausführung ohne betriebsmäßig
radiale Stellbarkeit, allenfalls radial justierbar, ausgebildet, d. h. ihre Rotationsachsen
sind bzgl. einer radialer Richtung betriebsmäßig raumfest gelagert.
[0045] In einer ersten Ausführung ist die geometrische Anordnung der betroffenen Walzen
21; 22; 23; 08; 17 und die jeweilige Auslegung der Stellrichtungen und des erreichbaren
Stellweges der axial bewegbaren Walze(n) 21; 08 und ggf. 23 derart ausgebildet, dass
keine über die herkömmlichen oder oben näher beschriebenen, einen Axialhub ermöglichenden
Walzenschlösser hinausgehenden zusätzliche Lagerungs- und oder Stellmittel vorgesehen
sein müssen. So können beispielsweise die zu überwindenden Abstände durch geometrische
Optimierung so klein und/oder durch entsprechende Auslegung der den Axialhub ermöglichenden
Lagerungsmittel so groß ausgebildet sein, dass die Feuchtauftragwalze 21 und/oder
die Farbauftragwalze 08 in die o. g. Positionen relativ zueinander und zu den Walzen
22; 23 und 17 verbracht werden können, wobei die Reiterwalze 23 durch eine eigene
Bewegbarkeit ggf. unterstützend mitwirken kann. Beispielsweise können die o. g., die
Aktoren 24 aufweisenden Walzenlager (zumindest für die Walze 21 und/oder die Walze
08) mit entsprechendem Hub ausgebildet sein. Da die Feuchtauftragwalze 21 in Waschstellung
ehedem außer Kontakt zur in Betriebsstellung zweiten Walze 22 stehen soll, ist in
einer Alternative auch ein linearer Stellweg in einer entsprechenden, zwischen der
Farbauftragwalze 08 und der Reiterwalze 23 liegenden Richtung für die Feuchtauftragwalze
21 möglich, wobei z. B. die übrigen stellbaren Walzen in üblicher Weise in Hebeln
oder o. g. Walzenlagern gelagert sind. Ggf. noch bestehende Ungenauigkeiten oder kleine
Fehlbeträge können dann beispielsweise durch Bewegung der Reiterwalze 23 und/oder
der Farbauftragwalze 08 ausgeglichen werden.
[0046] Um eine zu enge Bauweise zwischen Farb- und Feuchtwerk 06; 07 und/oder Walzenlager
mit besonders groß ausgelegtem Axialhub zu vermeiden, kann in einer vorteilhaften
zweiten Ausführung die Feuchtauftragwalze 21 und/oder die Farbauftragwalze 08 am Gestell
verschwenkbar, z. B. in oder an einem Hebelmechanismus 36; 38 mit entsprechenden Hebeln
37; 39, gelagert sein. Der Hebel 37; 39 kann durch ein Antriebsmittel 41, z. B. einen
Pneumatik- oder Hydraulikzylinder 41, stellbar sein. Vorzugsweise ist zumindest die
Feuchtauftragwalze 21 verschwenkbar gelagert, wobei die Schwenkachse S exzentrisch
zur Rotationsachse der in Betriebsstellung befindlichen bzw. ortsfesten zweiten Feuchtwerkswalze
22, insbesondere in der Winkelhalbierenden der beiden Arbeitspositionen, nämlich der
Betriebsstellung und der Waschstellung, angeordnet ist. Sollte in einer Alternative
statt der Feuchtauftragwalze 21 oder in einer Weiterbildung zusätzlich die Farbauftragwalze
08 verschwenkbar gelagert sein (strichliert in Fig. 1 dargestellt), so ist diese vorzugsweise
mit Hebeln 39 eines Hebelmechanismus 38 im wesentlichen um die Achse der stromaufwärtig
benachbarten Walze 17, z. B. in Hebeln 39, verschwenkbar. Die übrigen stellbar gelagerten
Walzen 09; 11; 14; 16; 23 können in Walzenschlössern (mit Stellexzentern oder den
Aktoren 24) gelagert sein. Somit kann entweder vorzugsweise die Feuchtauftragwalze
21 an einem Hebelmechanismus 36 um die exzentrisch zur Drehachse der zweiten Feuchtwerkswalze
22 oder alternativ die Farbauftragwalze 08 an einem Hebelmechanismus 38 um die Achse
des Reibzylinders 17 schwenkbar angeordnet sein. Als weitere Alternative könnten beide
Walzen 08; 23 umstellbar sein, beispielsweise dann, wenn dies zum Überbrücken eines
größeren Abstandes notwendig ist.
[0047] In einer dritten Ausführung ist die Feuchtauftragwalze 21 und/oder die Farbauftragwalze
08 für die lediglich kleine An-/Abstellbewegung in Walzenschlössern (mit Stellexzentern
oder den Aktoren 24) gelagert, wobei die Walzenschlösser der Feuchtauftragwalze 21
und/oder der Farbauftragwalze 08 für die Durchführung der größere Stellbewegung zur
Ausbildung der Brücke in bzw. auf Hebeln 37; 39 entsprechend der zweiten Ausführung
gelagert sind. Die Lagerung ist z. B. so ausgebildet, dass eine Druck-An-Stellung
und eine Druck-Ab-Stellung der Walzen 08; 23 jeweils über ihre radialhubfähigen Walzenschlösser,
z. B. mittels der durch Aktoren 24 betätigbaren Lagerung, erfolgt, während die in
Hebeln 37; 39 gelagerte(n) Walze(n) 23 (23) für eine Umstellung zwischen Arbeitsposition
(Position im Druckbetrieb) und Waschposition (Position im Waschbetrieb) verschwenkt
wird bzw. werden.
[0048] Unabhängig von der Umsetzung nach einer der drei genannten Ausführungen sind in Fig.
1 die an der Brückenbildung beteiligten Walzen 08 bzw. 23 in ihrer jeweiligen Arbeits-
bzw. Betriebsstellung im Druckbetrieb und in Fig. 2 in ihrer Waschstellung im Waschbetrieb
dargestellt.
[0049] Fig. 2 zeigt die umstellbare Feuchtauftragwalze 21 in ihrer umgestellten Position,
also ihrer Waschposition, in der sie aus ihrer formzylindernahen Arbeitsposition vom
Formzylinder 02 und gleichzeitig von der zweiten Feuchtwerkswalze 22 abgeschwenkt
ist und in einer form- und reibzylinderferneren Position mit der Farbauftragwalze
08 des Farbwerks 06 sowie der dritten Feuchtwerkswalze 23 in Kontakt steht, so dass
beispielsweise über die Walzen 08; 17; 16; 18; 23; 22; 21 ein gemeinsamer Walzenzug
des Farbwerks 06 und des Feuchtwerks 07 gebildet wird, so dass Farbwerk 06 und Feuchtwerk
07 gemeinsam mittels der gleichen Wascheinrichtung 31; 34 oder durch den Einsatz beider
Wascheinrichtungen 31; 34 gewaschen werden können. Weitere Farbauftragwalzen 09; 11
können - falls vorhanden - ebenfalls in den zu waschenden Walzenzug eingebunden sein.
Durch die Verstellung wird beim Farbwerkwaschen die als Feuchtreibzylinder 22 ausgebildete
zweite Feuchtwerkswalze 22, auf welche im Produktionsbetrieb das Feuchtmittel aufgesprüht
wird, als letzte Walze 22 im Feuchtwerkswalzenzug gestellt. Eine ansonsten den Fluidfluss
hemmende "Sperrwirkung" der z. B. aus Chrom oder Rilsan ausgebildeten Walzenoberfläche
der zweiten Walze 22 kommt hier somit nicht zum tragen. Eine Reihenfolge bzw. Folge
der in einem Walzenzug zusammenwirkenden Walzen 21; 22; 23 bzw. die Ausbildung der
Nippstellen ist durch entsprechende Umstellungen somit veränderbar. Es erfolgt eine
Umbildung in der Beteiligung an Nippstellen, wobei vorzugsweise in beiden Stellungen
die drei Walzen 21; 22; 23 einen geschlossenen Walzenzug bilden. Das Umstellen erfolgt
vorzugsweise durch entsprechende Antriebsmittel fernbetätigt, z. B. über oder durch
eine Steuereinrichtung.
[0050] Im Waschbetrieb kann in einer vorteilhaften Weiterbildung durch die Feuchtmittelquelle
19 zur Unterstützung des Waschprozesses Feuchtmittel auf die zweite Walze 22 eingetragen
werden. Dies kann zusätzlich zu Einbringung von Waschmittel durch die Wascheinrichtung
34 oder in vereinfachter Ausführung stattdessen erfolgen. Das Feuchtmittel dient hierbei
zusätzlich oder alleine als Waschfluid.
[0051] Während des Waschens befinden sich vorzugsweise sämtliche Farb- bzw. Feuchtauftragwalzen
08; 09; 11; 21 in vom Formzylinder 02 abgestellter Position. Auf diese Weise kann
unabhängig vom Vorhandensein von Druckformen das Waschen erfolgen. Durch die mechanisch
voneinander unabhängigen Antriebe kann dann am Formzylinder 02 gleichzeitig ein Druckformwechsel
stattfinden. Hierzu kann der Formzylinder 02 unabhängig von der beim Waschen gleichförmigen
Drehbewegung des Feucht- und Farbwerkswalzenzuges die für das Ab- und/oder Aufplatten
erforderlichen, ungleichförmige Bewegungsprogramm ausführen.
[0052] Wie in Fig. 2 durch punktierte Pfeile angedeutet, kann es für den Waschbetrieb vorteilhaft
sein, den Walzenzug in zum Produktionsbetrieb umgekehrter Drehrichtung anzutreiben.
[0053] Eine oder mehrere der Feucht- bzw. Farbauftragwalzen 21; 08; 09; 11, z. B. zumindest
die Feuchtauftragwalze 21 und/oder zumindest eine der Farbauftragwalzen 08; 09; 11,
kann in Weiterbildung derart axial beweglich im Gestell gelagert sein, dass sie eine
durch den Kontakt zum benachbarten Feuchtreibzylinder 22 bzw. Reibzylinder 17; 18
übertragene oder durch ein eigenes die Rotation in eine Axialbewegung umformendes
Getriebe erzeugte Changierbewegung ausübt.
[0054] Soweit für einzelne Beispiele nicht anders bestimmt ist, ist das Feuchtwerke 07 bzw.
ist die Feuchtauftragwalze 21 im Druckwerk 01 vorfeuchtend, d. h. derart im Druckwerk
01 angeordnet, dass es bzw. sie zumindest im Produktionsbetrieb in Drehrichtung des
Formzylinders 02 betrachtet nach der Nippstelle zum Übertragungszylinder 03 und vor
der Nippstelle der bzw. der ersten Farbauftragwalze 08 mit dem Formzylinderumfang
zusammen wirkt.
[0055] Fig. 3 betrifft ein Beispiel für die Ausführung eines (mindestens) vier Doppeldruckwerke
aufweisenden Druckturms 44, wobei die Doppeldruckwerke jeweils durch zwei miteinander
an den Übertragungszylindern 03 zusammen wirkende Druckwerke 01 mit Feuchtwerken 07
gemäß oben beschriebener Ausführung gebildet sind. Weist der Druckturm 44 z. B. acht
Druckstellen (Druckwerke 01) auf, so wird er auch als Achterturm bezeichnet. Die Doppeldruckwerke
können wie vorliegend in einer den Druckturm 44 bildenden Druckeinheit 44 in einem
gemeinsamen (z. B. mittig im Bereich der Druckstellen in horizontaler Richtung teilbaren)
Gestell, jedoch auch paarweise in zwei oder einzeln in vier zu einem Druckturm 44
gestapelten Gestellen übereinander angeordnet sein. Es können auch zwei derartige
Druckeinheiten 44 übereinander zu einem sechzehn Druckstellen aufweisenden Druckturm
gestapelt angeordnet sein. Grundsätzlich kann das Farbwerk 06 durch einen beliebigen,
zumindest eine Farbauftragwalze 08; 09; 11 aufweisenden Farbwerkstyp gebildet sein,
entspricht hier jedoch dem in den Figuren 1 und 2 beschriebenen Typ, nämlich einem
zonal einstellbarem Filmfarbwerk 06 mit zwei, vorzugsweise parallel im Strom angeordneten,
Reibzylindern 17; 18 und mindestens zwei, vorzugsweise drei Farbauftragwalzen 08;
09; 11. Die vier Druckwerkszylinder 02; 03 befinden sich in Druck-An vorzugsweise
mit ihren Rotationsachsen im wesentlichen in einer selben Ebene E. Die Feuchtwerke
07 sind vorzugsweise jeweils vorfeuchtend in den Druckwerken 01 des Druckturms 44
angeordnet. In der in Fig. 3 dargestellten Ausführung sind je Formzylinder 02 eine
als Plattenwechselvoll- oder -halbautomat 42 ausgebildete Auf-/Abplatthilfe vorgesehen,
welche einen schnellen und wenig personalintensiven Produktionswechsel erlaubt. Ebenfalls
mit angedeutet (exemplarisch im oberen Doppeldruckwerk) ist die Ausbildung einer das
Druck-Ab/-An-Stellen ermöglichende Lagerung von mindestens drei der vier, insbesondere
sämtlicher Druckwerkszylinder 02; 03, in Linearlagereinheiten 43, welche die für das
Stellen erforderliche Radialbewegung ermöglicht. Der Übersichtlichkeit halber wurden
in Fig. 3 nicht sämtliche der zu Fig. 1 vergleichbaren Walzen 08; 09; 11; 13; 14;
16; 17; 18 des Farbwerks 06 und Walzen 21; 22; 23 des Feuchtwerks 07 bezeichnet, da
sich diese im Walzenschema erkennbar entsprechen. Auch im Hinblick auf die Antriebsausgestaltung
und/oder die Ausgestaltung und Beschaffenheit der Walzen 08; 09; 11; 13; 14; 16; 17;
18; 21; 22; 23 ist das zu Fig. 1 und 2 Genannte in einer vorteilhaften Ausführung
anzuwenden.
[0056] Fig. 4 zeigt eine schematische Darstellung von Druckwerken 01 mit Feuchtwerken 07
gemäß den oben dargelegten Ausführungsbeispielen in einer vier paarweise als Doppeldruckwerke
zusammen wirkenden Druckwerke 01 aufweisenden Druckeinheit 46. Die Farb- und Feuchtwerke
06; 07 entsprechen in ihrem Walzenschema - ggf. bis auf kleine räumliche Besonderheiten
- im wesentlichen dem zu Fig. 1 und 2 beschriebenen. Deshalb wurden auch hier nicht
sämtliche der zu Fig. 1 vergleichbaren Walzen 08; 09; 11; 13; 14; 16; 17; 18 des Farbwerks
06 und Walzen 21; 22; 23 des Feuchtwerks 07 bezeichnet. Die Feuchtwerke 07 sind auch
hier vorzugsweise jeweils vorfeuchtend in den Druckwerken 01 der Druckeinheit 46 angeordnet.
Im Unterschied zu den "linearer" Doppeldruckwerken aus Fig. 3 sind die zusammen wirkenden
Druckwerke 01 mit ihren Druckwerkszylindern 02; 03 abgewinkelt zueinander angeordnet
und bilden ein in etwa n-förmiges unteres, und ein in etwa u-förmiges oberes Doppeldruckwerk
- was zumindest die Anordnung der Druckwerkszylinder 02; 03 betrifft. Diese beiden
Doppeldruckwerke bilden zusammen in einem selben Gestell die auch aufgrund ihrer Zylinderanordnung
als H-Druckeinheit 46 bezeichnete Druckeinheit 46. Es können hierbei wieder zwei oder
mehrere dieser H-Druckeinheiten 46 zu einem Druckturm gestapelt sein. In der H-förmigen
Ausführung der Druckeinheit 46 sind die oberen Feuchtwerke 07 vorzugsweise von einer
Außenseite der Druckeinheit 46 her, und die unteren Feuchtwerke 07 von einem im Gestell
zwischen den unteren Druckwerken 01 vorgesehenen Zugang 51 - z. B. einem sog. "Tunnel"
- her bedienbar. Hierzu sind die Feuchtwerke 07 derart in der Druckeinheit 46 angeordnet,
dass die Feuchtauftragwalze 21 der von außen bedienbaren Feuchtwerke 07 mit einer
der nächstliegenden Außenseite zugewandten Seite des Formzylinders 02, und die Feuchtauftragwalze
21 der von innen bedienbaren Feuchtwerke 07 mit einer der ferner liegenden Außenseite
zugewandten Seite des Formzylinders 02 zusammen wirkt. Als "Außenseite" wird hier
diejenige Seite der Druckeinheit 01 verstanden, welche in Längsrichtung der Druckwerkszylinder
02; 03 (04) verläuft, d. h. die senkrecht zur Stirnseite stehende Seite der Druckeinheit
01. Das im Hinblick auf die Antriebsausgestaltung und/oder die Ausgestaltung und Beschaffenheit
der Walzen 08; 09; 11; 13; 14; 16; 17; 18; 21; 22; 23 zu Fig. 1 und 2 Genannte ist
in einer vorteilhaften Ausführung anzuwenden. Abweichend hierzu kann jedoch ein paarweiser
Antrieb der Druckwerkszylinder 02; 03 (04) je Druckwerk 01 erfolgen, wobei z. B. auf
das Farbwerk 06, z. B. einen Reibzylinder 22 des Feuchtwerks 07, und/oder das Farbwerk
06, z. B. mindestens einen Reibzylinder 17; 18 des Farbwerks 06, abgetrieben wird.
[0057] Auf die z. B. in Fig. 5 dargestellte Ausführung einer Druckeinheit 47, z. B. H-Druckeinheit
47 ist das zu Fig. 4 Genannte bis auf Unterschiede in der Ausgestaltung des Farbwerkes
06 Betreffendes anzuwenden. Das Farbwerk 06 ist hier vom Typ eines einzügigen Filmfarbwerks
06 ausgebildet, d. h. zwei Reibzylinder 17; 18 sind hier im Farbfluss bzw. Walzenzug
seriell angeordnet. Mit dem Formzylinder 02 und/oder dem formzylindernahen Reibzylinder
17 wirken zwei Farbauftragwalzen 08; 09 zusammen, wobei jedoch wie in Fig. 1 und 2
vorzugsweise die Feuchtauftragwalze 21 mit der feuchtwerksnächsten Farbauftragwalze
08 in oben dargelegter Weise miteinander in Kontakt bringbar sind und/oder eine Folge
bzw. Reihenfolge im Feuchtwerkswalzenzug veränderbar ist.
[0058] In Fig. 6 ist schematisch ein Beispiel für die Anordnung und Ausführung von Druckwerken
01 mit Feuchtwerken 07 gemäß dem Ausführungsbeispiel in einer vier Druckwerke 01 aufweisenden
Ausführung einer als Satellitendruckeinheit 48 ausgeführten Druckeinheit 48 dargestellt.
Im dargestellten Fall einer Neunzylinder-Satellitendruckeinheit 48 sind vier Druckwerke
01 um einen gemeinsamen Satellitenzylinder 04, im Fall einer nicht dargestellten Zehnzylinder-Satellitendruckeinheit
vier Druckwerke 01 paarweise um zwei Satellitenzylinder 04 angeordnet, mit welchem
bzw. welchen sie in Druck-An vier Druckstellen bildend zusammen wirken. Mit den Formzylindern
02 wirken die zu Fig. 1 und Fig. 2 beschriebenen Feuchtwerke 07 zusammen, wobei für
den Waschbetrieb wieder mindestens eine Walze, insbesondere die Feuchtauftragwalze
21, in genannter Weise umstellbar ist. Wieder sind vorzugsweise die Feuchtauftragwalze
21 mit der feuchtwerksnächsten Farbauftragwalze 08 in oben dargelegter Weise miteinander
in Kontakt bringbar und/oder in der (Reihen-)Folge im Feuchtwerkswalzenzug veränderbar.
In dargestellter Ausführung sind je zwei diametral gegenüber liegende Feuchtwerke
07 vorfeuchtend, und die anderen beiden gegenüberliegenden Feuchtwerke 07 nachfeuchtend
am Formzylinder 02 angeordnet. In einer Weiterbildung sind den Reibzylindern 22, zumindest
den Reibzylindern 22 der nachfeuchtenden Feuchtwerke 07, (hier rechts unten und links
oben) jeweils eine zweite z. B. als Reiterwalze 49 ausgebildete Walze 49 in Produktionsdrehrichtung
betrachtet (siehe z. B. eingetragene Pfeile in Fig. 6) auf dem Unfangsabschnitt nach
dem Aufbringen des Feuchtmittels und vor dessen Abgabe an die Feuchtauftragwalze 21
zugeordnet. Aus Symmetriegründen kann dies auch für die beiden vorfeuchtenden Feuchtwerke
07 vorgesehen sein. Die Farbwerke 06 können grundsätzlich wieder beliebigen Typs sein,
wobei jedoch zonenweise einstellbare Filmfeuchtwerke, insbesondere mit mindestens
zwei Reibzylindern 17; 18 (seriell oder parallel) zu bevorzugen sind. Das hier dargestellte
Farbwerk 06 entspricht bzgl. des Walzenschemas aus Bauraumgründen vorteilhafter Weise
im wesentlichen demjenigen der Druckeinheit 47 aus Fig. 5, wobei auch ein Farbwerk
06 entsprechend Fig. 1, 2 oder 4 zur Anwendung gelangen kann.
[0059] In einer alternativen, nicht dargestellten Ausführung einer Neunzylinder-Satellitendruckeinheit
sind die Feuchtwerke 07 aller vier Druckwerke 01 vorfeuchtend angeordnet, indem beispielsweise
eines der oberen und eines der unteren Druckwerke 01, insbesondere das dem ersteren
diametral gegenüberliegende Druckwerk 01, von einer Außenseite der Druckeinheit 46
her, und die Feuchtwerke 07 der beiden anderen Druckwerke 01 von einem im Gestell
in etwa mittig vorgesehenen Zugang 51 - z. B. einem sog. "Tunnel" - her bedienbar
sind. Hierzu sind die Feuchtwerke 07 - vergleichbar zum zu Fig. 4 dargelegten - auch
hier derart in der Neunzylinderdruckeinheit angeordnet, dass die Feuchtauftragwalze
21 der von außen bedienbaren Feuchtwerke 07 mit einer der nächstliegenden Druckeinheitsaußenseite
zugewandten Seite des Formzylinders 02, und die Feuchtauftragwalze 21 der von innen
bedienbaren Feuchtwerke 07 mit einer der ferner liegenden Außenseite und/oder dem
Zugang zugewandten Seite des Formzylinders 02 zusammen wirkt.
Bezugszeichenliste
[0060]
- 01
- Druckwerk
- 02
- Druckwerkszylinder, Formzylinder, Plattenzylinder
- 03
- Druckwerkszylinder, Übertragungszylinder, Gummizylinder
- 04
- Druckwerkszylinder, Gegendruckzylinder, Satellitenzylinder
- 05
- -
- 06
- Farbwerk, Filmfarbwerk
- 07
- Feuchtwerk, Sprühfeuchtwerk
- 08
- Walze, Farbwerkswalze, Farbauftragwalze
- 09
- Walze, Farbwerkswalze, Farbauftragwalze
- 10
- -
- 11
- Walze, Farbwerkswalze, Farbauftragwalze
- 12
- Farbreservoir, Farbkasten, Farbwanne
- 13
- Walze, Farbwerkswalze, Farbduktor
- 14
- Walze, Farbwerkswalze, Filmwalze
- 15
- -
- 16
- Walze, Farbwerkswalze, Farbstromtrennwalze
- 17
- Walze, Farbwerkswalze, Reibzylinder
- 18
- Walze, Farbwerkswalze, Reibzylinder
- 19
- Feuchtmittelquelle, Sprühbalken
- 20
- -
- 21
- Walze, Feuchtwerkswalze, Feuchtauftragwalze
- 22
- Walze, Feuchtwerkswalze, Feuchtreibzylinder
- 23
- Walze, Feuchtwerkswalze, Reiterwalze, Glättwalze
- 24
- Aktor
- 25
- -
- 26
- Antriebsmotor
- 27
- Antriebsmotor
- 28
- Antriebsmotor
- 29
- Antriebsmotor
- 30
- -
- 31
- Wascheinrichtung
- 32
- Waschrakel
- 33
- Auffangwanne
- 34
- Wascheinrichtung
- 35
- -
- 36
- Hebelmechanismus
- 37
- Hebel
- 38
- Hebelmechanismus
- 39
- Hebel
- 40
- -
- 41
- Antriebsmittel, Pneumatikzylinder, Hydraulikzylinder
- 42
- Plattenwechselvoll- /-halbautomat
- 43
- Linearlagereinheit
- 44
- Druckturm, Druckeinheit
- 45
- -
- 46
- Druckeinheit, H-Druckeinheit
- 47
- Druckeinheit, H-Druckeinheit
- 48
- Druckeinheit, Satellitendruckeinheit, Neunzylinder-Satellitendruckeinheit
- 49
- Walze, Reiterwalze
- 50
- -
- 51
- Zugang
- S
- Schwenkachse
- E
- Ebene
1. Druckwerk einer Rollenrotationsdruckmaschine mit einem Formzylinder (02), einem mit
dem Formzylinder (02) in Betriebsstellung zusammenwirkenden Farbwerk (06) und einem
mit dem Formzylinder (02) in Betriebsstellung zusammenwirkenden Feuchtwerk (07), wobei
das Feuchtwerk (07) eine Feuchtmittelquelle (19) sowie einen Walzenzug mit einer Walzenfolge
zumindest dreier Feuchtwerkswalzen (21; 22; 23), nämlich mit einer in Betriebsstellung
mit dem Formzylinder (02) über eine Nippstelle zusammen wirkenden ersten, einer mit
dieser in Betriebsstellung über eine Nippstelle zusammen wirkenden zweiten und einer
mit der zweiten in Betriebsstellung über eine Nippstelle zusammen wirkenden dritten
Feuchtwerkswalze (21; 22; 23) aufweist, und wobei die erste Feuchtwerkswalze (21)
in einer von der Betriebsstellung verschiedenen Waschstellung vom Formzylinder (02)
abstellbar und mit einer Farbwerkswalze (08; 09; 11; 14; 16; 17; 18) des Farbwerks
(06) in Rollkontakt verbringbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Feuchtmittelquelle (19) in Betriebsstellung zur Feuchtmittelversorgung mit der
zweiten Feuchtwerkswalze (22) diese befeuchtend zusammen wirkt, und dass die dritte,
formzylinderferne Feuchtwerkswalze (23) in Betriebsstellung mit der zweiten Feuchtwerkswalze
(22) in einem Umfangsabschnitt in Wirkkontakt steht oder verbringbar ist, welcher
sich in Betriebsdrehrichtung der zweiten Feuchtwerkswalze (22) betrachtet zwischen
dem Ort eines Feuchtmittelauftrages durch die Feuchtmittelquelle (19) und der Nippstelle
mit der ersten Feuchtwerkswalze (21) befindet.
2. Druckwerk nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine der drei Feuchtwerkswalzen (21; 22; 23) derart in radialer Richtung
bewegbar im Druckwerk (01) gelagert ist, so dass die in Betriebsstellung im Walzenzug
durch die Nippstellen zwischen den drei Feuchtwerkswalzen (21; 22; 23) gebildete Walzenfolge
durch Umbildung der Nippstellen zwischen den drei Feuchtwerkswalzen (21; 22; 23) in
eine von der erstgenannten Walzenfolge verschiedene Walzenfolge der drei Feuchtwerkswalzen
(21; 22; 23) verbringbar ist.
3. Druckwerk nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass eine oder mehrere der drei Feuchtwerkswalzen (21; 22; 23) derart in radialer Richtung
bewegbar gelagert sind, so dass die drei Feuchtwerkswalzen (21; 22; 23) in beiden
Walzenfolgen in einen bzgl. eines Fluidtransportes durchgehenden Walzenzug verbringbar
sind.
4. Druckwerk nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die drei Feuchtwerkswalzen (21; 22; 23) von der in Betriebsstellung eingenommenen
Walzenfolge, wobei die erste mit der zweiten und die zweite mit der dritten Feuchtwerkswalze
(21; 22; 23) zusammenwirkt in eine Walzenfolge, wobei die erste mit der dritten, und
die dritte mit der zweiten Feuchtwerkswalze (21; 22; 23) zusammenwirkt, verbringbar
ist.
5. Druckwerk nach einem oder mehreren der Ansprüche 2, 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die dritte, formzylinderferne Feuchtwerkswalze (23) in Betriebsstellung mit der zweiten
Feuchtwerkswalze (22) in einem Umfangsabschnitt in Wirkkontakt steht oder verbringbar
ist, welcher sich in Betriebsdrehrichtung der zweiten Feuchtwerkswalze (22) betrachtet
zwischen dem Ort eines Feuchtmittelauftrages durch die Feuchtmittelquelle (19) und
der Nippstelle mit der ersten Feuchtwerkswalze (21) befindet.
6. Druckwerk nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Feuchtwerkswalze (21) in einer von der Betriebsstellung verschiedenen Waschstellung
vom Formzylinder (02) und von der zweiten Feuchtwerkswalze (22) abgestellt ist, und
mit der dritten Feuchtwerkswalze (23) und einer Farbwerkswalze (08; 09; 11; 14; 16;
17; 18) in Wirkkontakt steht.
7. Druckwerk nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Feuchtwerkswalze (21) und/oder eine Farbwerkswalze (08; 09; 11; 14; 16;
17; 18) des Farbwerks (06) derart in radialer Richtung bewegbar im Druckwerk (01)
gelagert ist, dass die Feuchtwerkswalze (21) und die Farbwerkswalze (08; 09; 11; 14;
16; 17; 18) in Betriebsstellung außer Kontakt zueinander und in einer von der Betriebsstellung
verschiedenen Waschstellung in Kontakt miteinander stehen.
8. Druckwerk nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass in Betriebsstellung die Nippstelle der zweiten mit der ersten Feuchtwerkswalze (22;
23) sowie die Nippstelle der zweiten mit der dritten Feuchtwerkswalze (22; 21) in
einem Halbraum liegen, welcher sich auf der dem Farbwerk zugewandten Seite einer durch
die Rotationsachsen der zweiten Feuchtwerkswalze (22) und des Formzylinders (02) verbindenden
fiktiven Ebene befindet und/oder dass in Betriebsstellung eine die Rotationsachsen
der zweiten und dritten Feuchtwerkswalze (22; 23) verbindende Ebene mit einer die
Rotationsachsen der zweiten und ersten Feuchtwerkswalze (22; 21) verbindende Ebene
einen Winkel kleiner oder gleich 120° miteinander bilden
9. Druckwerk nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Feuchtwerkswalze (21) und/oder die Farbwerkswalze (08) zur Bewirkung einer
An- und Abstellbewegung in einem einen Walzenzapfen aufnehmenden radialhubfähigen
Walzenschloss oder in einem einen Walzenzapfen starr aufnehmenden, an einem verschwenkbaren
Exzenter oder Hebel angeordneten Walzenschloss gelagert ist.
10. Druckwerk nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das den Walzenzapfen der ersten Feuchtwerkswalze (21) aufnehmenden radialhubfähigen
Walzenschloss oder der das starre Walzenschloss tragende Exzenter oder Hebel mit einem
Stellweg ausgebildet ist, der neben dem An- und Abstellen an den Formzylinder (02)
ein Verbringen der ersten Feuchtwerkswalze (21) in die Position für die Waschstellung
gewährt.
11. Druckwerk nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das den Walzenzapfen der ersten Feuchtwerkswalze (21) aufnehmende radialhubfähige
Walzenschloss oder der das starre Walzenschloss tragende Exzenter oder Hebel an einer
Hebeleinrichtung (36) gelagert ist, durch deren Verschwenken die erste Feuchtwerkswalze
(21) in die Position für die Waschstellung verbingbar ist.
12. Druckwerk nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die dritte Feuchtwerkswalze (21) radial bewegbar, insbesondere in einem radialhubfähigen
Walzenschloss, gelagert ist.
13. Druckwerk nach einem oder mehreren der Ansprüche 9 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass im radialhubfähigen Walzenschloss der Zapfen der Feuchtwerkswalze (21; 23) gegenüber
einem Lagerpunkt des den Zapfen aufnehmenden Walzenschlosses exzentrisch verstellbar
ist.
14. Druckwerk nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Feuchtwerk (07) als ein Feuchtmittel kontaktlos aufbringendes Feuchtwerk (07)
ausgebildet ist.
15. Druckwerk nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Feuchtwerkswalze (22) als axial changierender Feuchtreibzylinder (22)
ausgebildet ist und insbesondere eine Mantelfläche aus Chrom oder einem harten Kunststoff
aufweist.
1. Printing unit of a web-fed rotary printing press having a form cylinder (02), an inking
unit (06) interacting in the operating position with the form cylinder (02) and a
moistening unit (07) interacting in the operating position with the form cylinder
(02), the moistening unit (07) having a moistening agent source (19), and a drum compactor
with a roller sequence at least of three moistening unit rollers (21; 22; 23), namely
having a first moistening unit roller interacting in the operating position with the
form cylinder (02) via a nip point, a second moistening unit roller interacting in
the operating position with this via a nip point and a third moistening unit roller
(21; 22; 23) interacting with the second in the operating position via a nip point,
and where the first moistening unit roller (21) can be thrown off in a washing position
of the form cylinder (02) different from the operating position and can be brought
into rolling contact with an inking unit roller (08; 09; 11; 14; 16; 17; 18) of the
inking unit (06), characterized in that the moistening unit source (19) in the operating position for moistening agent supply
interacts with the second moistening unit roller (22) moistening this, and in that the third, form cylinder-remote moistening unit roller (23) is or can be brought
into active contact in the operational position with the second moistening unit roller
(22) in a circumferential section, which considered in the operational direction of
rotation of the second moistening unit roller (22) is situated between the site of
a moistening agent application by the moistening agent source (19) and the nip point
with the first moistening agent roller (21).
2. Printing unit according to Claim 1, characterized in that at least one of the three moistening unit rollers (21; 22; 23) is mounted movably
in a radial direction in the printing unit (01), such that the roller sequence formed
by the nip points between the three moistening unit rollers (21; 22; 23) in the operational
position in the drum compactor can be brought by reorganization of the nip points
between the three moistening unit rollers (21; 22; 23) into a roller sequence of the
three moistening unit rollers (21; 22; 23) different from the first-mentioned roller
sequence.
3. Printing unit according to Claim 2, characterized in that one or more of the three moistening unit rollers (21; 22; 23) are mounted movably
in the radial direction such that the three moistening unit rollers (21; 22; 23) can
be brought in both roller sequences into a compactor with reference to a fluid transport.
4. Printing unit according to Claim 2 or 3, characterized in that the three moistening unit rollers (21; 22; 23) can be brought from the roller sequence
taken up in the operating position, where the first interacts with the second and
the second with the third moistening unit roller (21; 22; 23), into a roller sequence
where the first interacts with the third, and the third with the second moistening
unit roller (21; 22; 23).
5. Printing unit according to one or more of Claims 2, 3 or 4, characterized in that the third, form cylinder-remote moistening unit roller (23) is or can be brought
in the operating position into active contact with the second moistening unit roller
(22) in a peripheral section which, considered in the operating direction of rotation
of the second moistening unit roller (22), is located between the site of a moistening
agent application by the moistening agent source (19) and the nip point with the first
moistening unit roller (21).
6. Printing unit according to one or more of Claims 1 to 5, characterized in that the first moistening unit roller (21) is thrown off from the form cylinder (02) and
from the second moistening unit roller (22) in a washing position different from the
operating position, and is in active contact with the third moistening unit roller
(23) and an inking unit roller (08; 09; 11; 14; 16; 17; 18).
7. Printing unit according to one or more of Claims 1 to 6, characterized in that the first moistening unit roller (21) and/or an inking unit roller (08; 09; 11; 14;
16; 17; 18) of the inking unit (06) is mounted movably in the radial direction in
the printing unit (01) in such a way that the moistening unit roller (21) and the
inking unit roller (08; 09; 11; 14; 16; 17; 18) are out of contact with one another
in the operating position and in contact with one another in a washing position different
from the operating position.
8. Printing unit according to one or more of Claims 1 to 7, characterized in that in the operation position the nip point of the second with the first moistening roller
(22; 23) and the nip point of the second with the third moistening unit roller (22;
21) lie in a half-space which is situated on the side of a notional plane facing the
inking unit connecting the axes of rotation of the second moistening unit roller (22)
and of the form cylinder (02) and/or in that in the operating position a plane connecting the axes of rotation of the second and
third moistening unit rollers (22; 23) with a plane connecting the axes of rotation
of the second and first moistening unit rollers (22; 21) together form an angle smaller
than or equal to 120° with one another.
9. Printing unit according to one or more of Claims 1 to 8, characterized in that the first moistening unit roller (21) and/or the inking unit roller (08) is mounted,
for effecting a throwing on and throwing off movement, in a radial lift-capable roller
lock accepting a roller journal, or in a roller lock journal arranged on a swivellable
eccentric or lever, rigidly accepting a roller lock.
10. Printing unit according to Claim 9, characterized in that the radial lift-capable roller lock accepting the roller journal of the first moistening
unit roller (21) or the eccentric or lever carrying the rigid roller lock is designed
with a travel range which, in addition to the throwing on and throwing off on the
form cylinder (02), guarantees a bringing of the first moistening unit roller (21)
into the position for the washing location.
11. Printing unit according to Claim 9, characterized in that the radial lift-capable roller lock accepting the roller journal of the first moistening
unit roller (21) or the eccentric or lever carrying the rigid roller lock is mounted
on a lever device (36), by swivelling of which the first moistening unit roller (21)
can be brought into the position for the washing location.
12. Printing unit according to one or more of the above Claims, characterized in that the third moistening unit roller (21) is mounted movable radially, in particular
in a radial lift-capable roller lock.
13. Printing unit according to one or more of Claims 9 to 12, characterized in that in the radial lift-capable roller lock the journal of the moistening unit roller
(21; 23) is adjustable eccentrically against a bearing point of the roller lock accepting
the journal.
14. Printing unit according to one or more of the above Claims, characterized in that the moistening unit (07) is designed as a moistening unit (07) contactlessly applying
a moistening agent.
15. Printing unit according to one or more of the above Claims, characterized in that the second moistening unit roller (22) is designed as an axially changing moisture
distribution cylinder (22) and in particular has a lateral surface of chromium or
a hard plastic.
1. Groupe d'impression d'une machine à imprimer rotative avec un cylindre porte-cliché
(02), un groupe d'encrage (06) coopérant avec le cylindre porte-cliché (02) en position
de service, et un groupe de mouillage (07) coopérant avec le cylindre porte-cliché
(02) en position de service, le groupe de mouillage (07) comportant une source de
fluide de mouillage (19) ainsi qu'un train de rouleaux avec une série de rouleaux
d'au moins trois rouleaux mouilleurs (21 ; 22 ; 23), en l'occurrence avec un premier
rouleau mouilleur coopérant par une ligne de contact avec le cylindre porte-cliché
(02) en position de service, un deuxième rouleau mouilleur coopérant avec celui-ci
par une ligne de contact en position de service et un troisième rouleau mouilleur
(21 ; 22 ; 23) coopérant avec le deuxième rouleau mouilleur par une ligne de contact
en position de service, le premier rouleau mouilleur (21) pouvant être éloigné du
cylindre porte-cliché (02) dans une position de nettoyage différente de la position
de service et être mis en contact de roulement avec un rouleau encreur (08 ; 09 ;
11 ; 14 ; 16 ; 17 ; 18) du groupe d'encrage (06), caractérisé en ce que la source de fluide de mouillage (19) coopère avec le deuxième rouleau mouilleur
(22) en mouillant celui-ci pour l'alimentation en fluide de mouillage en position
de service, et en ce qu'en position de service, le troisième rouleau mouilleur (23) distant du cylindre porte-cliché
est ou peut être en position de service mis en contact actif avec le deuxième rouleau
mouilleur (22) dans une partie périphérique qui, vue en sens de rotation de service
du deuxième rouleau mouilleur (22), est située entre l'emplacement d'application de
fluide de mouillage par la source de fluide de mouillage (19) et la ligne de contact
avec le premier rouleau mouilleur (21).
2. Groupe d'impression selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'au moins un des trois rouleaux mouilleurs (21 ; 22 ; 23) est monté dans le groupe
d'impression (01) de manière à être mobile en direction radiale, si bien que la série
de rouleaux formée dans le train de rouleaux en position de service par les lignes
de contact entre les trois rouleaux mouilleurs (21 ; 22 ; 23) peut être reformée en
une série de rouleaux différente de la série susmentionnée des trois rouleaux mouilleurs
(21 ; 22 ; 23), par reconfiguration des lignes de contact entre les trois rouleaux
mouilleurs (21 ; 22 ; 23).
3. Groupe d'impression selon la revendication 2, caractérisé en ce qu'un ou plusieurs des trois rouleaux mouilleurs (21 ; 22 ; 23) sont montés de manière
à être mobiles en direction radiale, si bien que les trois rouleaux mouilleurs (21
; 22 ; 23) peuvent être formés en un train de rouleaux continu quant au transport
de fluide dans les deux séries de rouleaux.
4. Groupe d'impression selon la revendication 2 ou 3, caractérisé en ce que les trois rouleaux mouilleurs (21 ; 22 ; 23) peuvent être reformés de la série de
rouleaux formée en position de service, où le premier rouleau mouilleur coopère avec
le deuxième rouleau mouilleur, et le deuxième rouleau mouilleur avec le troisième
rouleau mouilleur (21 ; 22 ; 23), en une série de rouleaux où le premier rouleau mouilleur
coopère avec le troisième rouleau mouilleur, et le troisième rouleau mouilleur avec
le deuxième rouleau mouilleur (21 ; 22 ; 23).
5. Groupe d'impression selon l'une ou plusieurs des revendications 2, 3 ou 4, caractérisé en ce que le troisième rouleau mouilleur (23) distant du cylindre porte-cliché est ou peut
être en position de service mis en contact actif avec le deuxième rouleau mouilleur
(22) dans une partie périphérique qui, vue en sens de rotation de service du deuxième
rouleau mouilleur (22), est située entre l'emplacement d'application de fluide de
mouillage par la source de fluide de mouillage (19) et la ligne de contact avec le
premier rouleau mouilleur (21).
6. Groupe d'impression selon l'une ou plusieurs des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que le premier rouleau mouilleur (21) est éloigné du cylindre porte-cliché (02) et du
deuxième rouleau mouilleur (22) dans une position de nettoyage différente de la position
de service, et est en contact actif avec le troisième rouleau mouilleur (23) et un
rouleau encreur (08 ; 09 ; 11 ; 14 ; 16 ; 17 ; 18).
7. Groupe d'impression selon l'une ou plusieurs des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que le premier rouleau mouilleur (21) et/ou un rouleau encreur (08 ; 09 ; 11 ; 14 ; 16
; 17 ; 18) du groupe d'encrage (06) sont montés dans le groupe d'impression (01) de
manière à être mobiles en direction radiale, si bien que le rouleau mouilleur (21)
et le rouleau encreur (08 ; 09 ; 11 ; 14 ; 16 ; 17 ; 18) sont exempts de contact entre
eux en position de service, et sont en contact entre eux dans une position de nettoyage
différente de la position de service.
8. Groupe d'impression selon l'une ou plusieurs des revendications 1 à 7, caractérisé en ce qu'en position de service, la ligne de contact du deuxième rouleau mouilleur avec le
premier rouleau mouilleur (22 ; 23) ainsi que la ligne de contact du deuxième rouleau
mouilleur avec le troisième rouleau mouilleur (22 ; 21) se trouvent dans un demi-plan
situé sur le côté opposé au groupe d'encrage d'un plan fictif reliant passant par
les axes de rotation du deuxième rouleau mouilleur (22) et du cylindre porte-cliché
(02), et/ou en ce qu'en position de service, un plan passant par les axes de rotation du deuxième et du
troisième rouleau mouilleur (22 ; 23) forme avec un plan passant par les axes de rotation
du deuxième et du premier rouleau mouilleur (22 ; 21) un angle inférieur ou égal à
120°.
9. Groupe d'impression selon l'une ou plusieurs des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que, pour effectuer un mouvement d'application et d'éloignement, le premier rouleau mouilleur
(21) et/ou le rouleau encreur (08) sont montés dans une serrure de rouleau apte à
une course radiale qui reçoit un tourillon de cylindre ou dans une serrure de rouleau
qui reçoit un tourillon de cylindre de manière fixe, disposée sur un excentrique ou
un levier pivotant.
10. Groupe d'impression selon la revendication 9, caractérisé en ce que la serrure de rouleau apte à une course radiale qui reçoit le tourillon de cylindre
du premier rouleau mouilleur (21) ou l'excentrique ou le levier supportant la serrure
de rouleau fixe sont réalisés avec une course de réglage assurant une mise en position
de nettoyage du premier rouleau mouilleur (21), outre l'application contre le cylindre
porte-cliché (02) et l'éloignement de celui-ci.
11. Groupe d'impression selon la revendication 9, caractérisé en ce que la serrure de rouleau apte à une course radiale qui reçoit le tourillon de cylindre
du premier rouleau mouilleur (21) ou l'excentrique ou le levier supportant la serrure
de rouleau fixe sont montés sur un dispositif de levier (36), dont le pivotement met
le premier rouleau mouilleur (21) en position de nettoyage.
12. Groupe d'impression selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé en ce que le troisième rouleau mouilleur (21) est monté de manière à être mobile radialement,
en particulier dans une serrure de rouleau apte à une course radiale.
13. Groupe d'impression selon l'une ou plusieurs des revendications 9 à 12, caractérisé en ce que, dans la serrure de rouleau apte à une course radiale, le tourillon du rouleau mouilleur
(21 ; 23) est déplaçable excentriquement par rapport à un point d'appui de la serrure
de rouleau qui reçoit le tourillon.
14. Groupe d'impression selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé en ce que le groupe de mouillage (07) est réalisé comme un groupe de mouillage (07) appliquant
le fluide de mouillage sans contact.
15. Groupe d'impression selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé en ce que le deuxième rouleau mouilleur (22) est réalisé comme rouleau de transfert mouilleur
(22) à va-et-vient axial et présente en particulier une surface périphérique en chrome
ou en matière plastique dur.