[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Behältnis mit einem Schraubverschluss, nämlich
Folienbeutel, bestehend aus einem auf dem Folienbeutel angebrachten Ausguss mit Aussengewinde
und mit einem Befestigungsflansch, sowie einer auf den Ausguss aufschraubbaren Kappe
mit einer Mantelwand und einer Deckfläche.
[0002] Schraubverschlüsse für rigide Verpackungen, wie Glas- oder Kunststoffflaschen sind
weit verbreitet. Bei diesen herkömmlichen, rigiden Verpackungen müssen die Schraubverschlüsse
im Wesentlichen nur eine dichtende Funktion im vollständig geschlossenen Zustand sicherstellen.
Dies geschieht mit verschiedenen Formen von Dichtungen, wobei insbesondere Dichtungen
verwendet werden, die im Eckbereich zwischen der Mantelwand und der Innenseite der
Deckfläche angeordnete Dichtelemente umfasst. Typische Beispiele solcher Dichtungen
zeigen die
WO-A-9011944, die
WO-A-9011232, die
WO-A-9731834, oder auch
WO-A-80/001061. Ein anderer Typus von Dichtungen an Schraubverschlüssen stellen die sogenannten
Dichtoliven dar, welche im Wesentlichen als eine koaxial zur Mantelwand der Schraubkappe
verlaufende Ringwand gestaltet sind, die senkrecht nach unten gerichtet an der Unterseite
der Deckfläche angeformt sind und die den Behälterhals bzw. den Ausguss auf der Innenseite
abdichten. Ein typisches Beispiel einer solchen Dichtolive zeigen die Dokumente
DE-A-44 01 751 oder die
US-A-4,253,581. Auch Kombinationen der beiden vorerwähnten Typen sind bekannt, wie dies beispielsweise
die
EP-A-417554 zeigt.
[0003] Bei Weichverpackungen, in der Form von Folienbeutel, wird der Ausguss aus einem separaten
Teil gebildet, der aus dem eigentlichen, zylindrischen, rohrförmigen Ausguss besteht,
mit einem einstückig daran angeformten Flansch, der zur Befestigung dieses Teiles
des Schraubverschlusses auf der Weichverpackung dient. Bei dieser Form der Schraubverschlüsse
sind im Prinzip zwei unterschiedliche Varianten bekannt, nämlich solche, bei denen
im Bereich des Ausgusses in der Folie der Weichverpackung ein Loch ausgestanzt ist,
welches in direkter, kommunizierender Verbindung mit dem Ausguss steht, und wobei
der Flansch um dieses ausgestanzte Loch herum aufgeklebt oder aufgeschweisst ist.
Die zweite Variante besteht darin, dass der Folienbeutel vollständig verschlossen
ist, und dass auf der Innenwand des Ausgusses zusätzlich ein Innengewinde angeordnet
ist, in dem ein ringförmiges Schneidelement transachsial beweglich angeordnet ist,
welches über Mitnehmer an der Deckfläche der Kappe bewegbar ist, und mittels der Schraubbewegung
der Kappe das Schneidelement, welches an der unteren Kante, zur Folie des Folienbeutels
hin gerichtet, mindestens einen Schneidzahn aufweist, mittels dem die Folie des Folienbeutels
aufschneidbar ist. Typische Beispiele dieser Art sind aus der
CH-A-695019 oder der
EP-A-1795456 und diversen anderen Dokumenten bekannt.
[0004] Bei beiden Typen dieser Schraubverschlüsse auf Folienbeutel können die Schraubkappen
zusätzlich noch mit Garantiebänder versehen sein.
[0005] Da vielfach die Aufschraubbewegung der Schraubkappe eine relativ hohe Reibkraftüberwindung
benötigen, muss der Benutzer die Weichverpackung mit relativ starker Kraft halten,
während er gleichzeitig die Kappe aufschraubt. Durch diese hohe Haltekraft wird die
Weichverpackung deformiert und der Innendruck in der Weichverpackung erhöht. Sobald
nun die Schraubkappe mit der üblichen, im Eckbereich zwischen Mantelwand und Deckfläche
angebrachten Dichtung nun auch geringfügig geöffnet wird, so ist diese Dichtung nicht
mehr wirksam. Während dies bei rigiden Verpackungen kein Problem darstellt, ist dies
bei Weichverpackungen äusserst problematisch, da der Benutzer auch weiterhin Kraft
ausüben muss um den Verschluss vollständig zu öffnen, und da nun die erwähnte Dichtung
nicht mehr wirksam ist, wird der Inhalt nach aussen gepresst, auch wenn dies nur in
geringen Mengen ist, so ist dies unästhetisch, unhygienisch und führt oftmals auch
zum Verkleben der Verschlüsse nach dem späteren Zusammenschrauben.
[0006] Bei einfachen Schraubverschlüssen ohne einem innen laufenden Schneidelement wäre
es prinzipiell denkbar die Dichtung aufrecht zu erhalten mittels einer genügend tief
in den Ausguss hineinragenden Dichtolive. Sobald aber der Schraubverschluss mit einem
inneren Schneidelement versehen ist, so ist diese Art der Dichtung unmöglich. Auch
eine Dichtung gemäss der
DE-A-39 38 713 vermag diesbezüglich keine Abhilfe zu schaffen. Bei dieser Lösung sind an der Unterseite
der Deckfläche der Schraubkappe zwei konzentrische Ringwände angeordnet, die beidseitig,
also innenseitig und aussenseitig als Gleitdichtungen am Ausguss anliegen. Eine solche
Lösung ist wiederum bei Schraubeverschlüssen die ein Schneidelement aufweisen, nicht
realisierbar. Eine etwas exotische Lösung zeigt die US-Patentschrift
US-A-4,371,091. Hier ist an der Mantelwand der Schraubkappe direkt oberhalb des Innengewindes eine
umlaufende Dichtnase angeformt, die bei vollständiger Verschraubung direkt im Bereich
der Ausgussoberkante zum Anliegen kommt und geringfügig über diese Kante nach unten
sich erstrecken kann. Auch bei einer solchen Lösung wird die Dichtung auch bei einem
geringen Aufdrehwinkel bereits nicht mehr im Eingriff sein, und folglich für die hier
interessierende Benutzung ebenfalls unbrauchbar sein. In den 60er Jahren des vorherigen
Jahrhunderts liessen sich Kunststoffverschlüsse mit hoher Präzision noch kaum fertigen.
[0007] Die damals aufkommenden Dichtungen bei Schraubverschlüssen, die insbesondere aus
gewölbten ringförmigen Dichtlippen an der Kappendeckflächeunterseite angebracht wurden,
verlangten jedoch eine hohe Präzision, damit diese überhaupt entformbar waren. Aus
diesem Grund wurde in der
GB-1205887 A eine Lösung vorgeschlagen, bei der am oberen Ende des Ausgusses eine Gleitfläche
vorgesehen war, an der ringförmige Dichtwulste auf der Innenseite der Schraubkappe
oberhalb dessen Innengewinde dichtend anlagen. Da es sich hierbei um Flaschen handelte,
hatte die Dichtung im Wesentlichen den Zweck den Verschluss im geschlossenen Zustand
zu dichten. Nach einer gewissen Aufschraubbewegung befanden sich die Dichtungen nicht
mehr mit dem Ausguss im Eingriff, was bekanntlich aber auch bei Flaschen nicht erforderlich
ist.
[0008] In sehr ähnlicher Weise, jedoch wesentlich komplexer in der Ausgestaltung ist eine
Lösung gemäss der
DE-1935874 U. Hier ist die Dichtung bereits nach praktisch einer einzigen Umdrehung nicht mehr
gegeben, was aber, wie bereits erwähnt, für relativ rigide Flaschen kein Problem darstellt.
[0009] Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Behältnis mit einem Schraubverschluss
für Weichverpackungen der eingangs beschriebenen Art zu schaffen, bei dem der Verschluss
auch bei anliegendem, erhöhten Druck auf die Weichverpackung, der Schraubverschluss
bis zur vollständigen, abgeschlossenen Abschraubbewegung die erforderliche Dichtheit
zu garantieren vermag.
[0010] Hierbei soll die Lösung sowohl für herkömmliche Schraubverschlüsse anwendbar sein,
deren Ausguss über einen bereits vorhandenen Öffnung in der Weichverpackung angebracht
ist, wie auch insbesondere für Weichverpackungen die vollständig aseptisch verschlossen
sind, und innen im Ausguss ein Schneidelement aufweisen, welches die Weichverpackung
beim Öffnen des Schraubverschlusses aufschneidet.
[0011] In der anliegenden Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes
schematisch dargestellt, und in der nachfolgenden Beschreibung im Detail erläutert.
Es zeigt:
- Fig. 1
- die Handhabung eines Schraubverschlusses auf einer Weichverpackung in perspektivischer
Darstellung,
- Fig. 2
- einen diametralen Vertikalschnitt durch einen Schraubverschluss gemäss der Erfindung
ohne Schneidelement,
- Fig. 3
- eine zweite Ausführungsform des erfindungsgemässen Schraubverschlusses, wiederum in
einem diametralen Vertikalschnitt, diesmal mit einem Schneidelement in der vollständig
geschlossenen Position,
- Fig. 4
- denselben Schraubverschluss in einer teilweise geöffneten Zwischenposition, bei dem
die Gewinde am Ausguss und der Schraubkappe noch im Eingriff sind,
- Fig. 5
- wiederum denselben Schraubverschluss, wobei die Schraubkappe soweit geöffnet ist,
dass die erwähnten Gewinde nicht mehr im Eingriff sind, jedoch noch eine dichtende
Situation vorhanden ist, während
- Fig. 6
- den erfindungsgemässen Schraubverschluss in einer vollständig geöffneten Position
zeigt.
[0012] In der Figur 1 ist die Schraubsituation beim Öffnen eines Schraubverschlusses, der
auf einer Weichverpackung 1 angebracht ist, dargestellt. Die Weichverpackung kann
eine laminierte Kartonverpackung sein oder, wie hier insbesondere von Bedeutung, ein
Folienbeutel, wie dies die Figur 1 zeigt. Bei der Öffnung des Folienbeutels 1 hält
der Benutzer den Beutel mit der einen Hand, während er gleichzeitig den Schraubverschluss
2 mit der anderen Hand aufschraubt. Hierbei übt er auf den Folienbeutel eine Kraft
F aus. Durch diese Kraft wird der Innendruck im Folienbeutel erhöht. Handelt es sich
beim Schaubverschluss 2 um eine herkömmliche Ausführung, so führt der erhöhte Innendruck
dazu, dass Flüssigkeit zwischen Ausguss und Schraubkappe 5 austreten kann. Die erfindungsgemäss
Lösung schafft hier Abhilfe.
[0013] In der Figur 2 ist nun eine erste Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes dargestellt.
Der Schraubverschluss wird insgesamt mit 2 gezeigt. Hierunter wird einerseits eine
Schraubkappe 5 und andererseits ein unterer Teil verstanden, der aus einem rohrförmigen,
zylindrischen Ausguss 3 besteht, an dessen unterem Rand einstückig ein radial abstehender
Flansch 4 angeformt ist. Auf der Aussenseite des rohrförmigen Ausgusses 3 ist ein
Aussengewinde 6 angeformt. Oberhalb des Aussengewindes 6 ist ein gewindefreier Abschnitt
am Ausguss 3 erkennbar. Der gewindefreie Abschnitt 7 ist bevorzugterweise mindestens
gleich lang wie der in axialer Richtung verlaufende Abschnitt 8, in dem das Aussengewinde
6 angebracht ist.
[0014] Die Kappe 5 weist im Wesentlichen den generellen Aufbau von Schraubkappen auf. Sie
besitzt eine Deckfläche 50 an der eine Mantelwand 51 nach unten gezogen anschliesst.
Die Mantelwand 51 ist im Wesentlichen zylindrisch ausgestaltet. Ungewöhnlich ist lediglich,
dass an der Mantelwand 51, im unteren Bereich, ein Innengewinde 52 vorgesehen ist,
welches auf das bereits erwähnte Aussengewinde 6 des Ausgusses 3 passt. Oberhalb des
Innengewindes 52 folgt nun ein innengewindefreier Bereich 53, der in etwa gleich gross
ist, wie der gewindefreie Abschnitt 7 des Ausgusses 3.
[0015] Im Eckbereich zwischen der Deckfläche 50 und der Mantelwand 51 sind hier umlaufende
Dichtwulste 54 vorhanden. Diese Dichtwulste 54 bilden im geschlossenen Zustand des
Verschlusses eine statische Dichtung die auch hohen Innendruckbelastungen stand hält.
[0016] Auf der Innenfläche der Mantelwand 51 der Kappe 5 ist eine Gleitdichtung 10 angeformt.
Diese Gleitdichtung 10 liegt mit einem vorgegebenen Andruck an der Aussenseite des
Ausgusses 3 an.
[0017] Im hier dargestellten Beispiel der Figur 2 ist die Schraubkappe 5 bereits ein Stück
weit aufgeschraubt. Wäre die Schraubkappe 5 in der vollständig festgeschraubten Position
gezeigt, so würden die Dichtwulste 54 auf den oberen Rand des Ausgusses 3 aufliegen
und die Gleitdichtung 10 würde knapp oberhalb des Bereiches 8 des Aussengewindes 6
am Ausguss 3 anliegen. Bei dieser Anordnung lässt sich nun die Kappe soweit aufschrauben,
dass das Aussengewinde 6 des Ausgusses 3 mit dem Innengewinde 52 der Kappe 5 gerade
nicht mehr im Eingriff steht und die Gleitdichtung 10 gerade noch an Aussenfläche
des Ausgusses 3 anliegt.
[0018] Die hier gewählte Form der Gleitdichtung 10 ist eine mögliche Ausgestaltungsform
unter vielen. Wesentlich ist nur, dass die Gleitdichtung unter einer gewissen Verformungskraft
anliegt. Der Ausguss 3 muss zur Entformung einen gewissen Anzug haben, so dass der
Innendurchmesser am oberen Rand geringfügig kleiner ist als der Innendurchmesser im
Bereich des Flansches 4. Zudem nimmt aber auch die Wandstärke des Ausgusses 3 vom
Bereich des Flansches zum oberen Rand geringfügig ab, so dass insgesamt der Ausguss
3 im gewindefreien Abschnitt 7 leicht konisch verläuft und die Gleitdichtung 10 muss
dieser Konizität folgen können und auch im obersten Bereich noch mit einer gewissen
Andruckkraft anliegen.
[0019] Da das Aufsetzen der Schraubkappe problematisch ist, wenn die Gleitdichtung zu stark
nach innen ragt, kann es auch sinnvoll sein, statt der hier dargestellten Ausführungsform,
bei der die Gleitdichtung die Gestalt einer umlaufenden nach unten, d.h. mit seiner
biegsamen Spitze zum Flansch hin gerichteten Schürze sein. Alternativ kann man die
Gleitdichtung auch feiner gestalten, als sogenannte Dichtlippe, die an sich weniger
Kraft aufzunehmen vermag. In diesem Fall wird man dann bevorzugterweise mehrere solcher
umlaufenden Dichtlippen vorsehen. Diese Dichtlippen können beispielsweise praktisch
senkrecht von der Mantelwandinnenseite abstehen, und beim Aufsetzen werden diese automatisch
nach oben umgewölbt. Dies hat den grossen Vorteil, dass der Innendruck, der auf die
Dichtlippen wirkt, die Dichtlippe verstärkt an den Ausguss drückt. Zudem wirken die
mehreren Dichtlippen praktisch auch noch gleich einer Labyrinthdichtung. Eine solche,
hier nicht dargestellte Lösung, vermag daher trotz der Feinheit dieser Dichtlippen,
hohe Innendrücke zurückzuhalten. Im Prinzip ist das Ausstossen einer solchen Schraubkappe
aus der Spritzgussform problematisch. Jedoch ist die Technik längst bekannt, dass
man bei solchen Schraubkappen die Kappe erst gesamthaft aus der Form nimmt und danach
den ins Innere ragende Kern herauszieht, wobei die Mantelwand 51 nun nach aussen federn
kann, so dass sowohl das Innengewinde 52 als auch die Gleitdichtung 10, ohne Schaden
zu nehmen, beim Herausziehen des Kerns verbleiben.
[0020] In den Figuren 3 - 6 ist wiederum ein Schraubverschluss 2 auf einer Weichverpackung
1 dargestellt. Der Ausguss 3 und dessen Flansch 4 ist mit Ausnahme eines Innengewindes
22 unverändert. Im Ausguss 3 ist das bereits erwähnte Schneidelement 20 schraubbeweglich
gelagert. Ein Mitnehmer 23, auf der Innenfläche des Schneidelementes, dient als Anschlag
für einen zweiten Mitnehmer 24 der senkrecht von der Deckfläche 50 der Kappe nach
unten ragt. Beim Aufdrehen der Schraubkappe 5 wird das Schneidelement 20 mit einem
Aussengewinde 25, welches im Innengewinde 22 des Ausgusses 3 läuft nach unten bewegt
und schneidet dabei mittels dem mindestens einen Schneidzahn 21 die Folie F auf. Auch
bei dieser Version ist wiederum, gleich wie zuvor, anhand der Figur 2 beschrieben,
eine Gleitdichtung 10 vorhanden, die deutlich in der Figur 6 ersichtlich ist. Insbesondere
bei dieser Ausführungsform ist klar ersichtlich, dass eine Dichtung auf der Innenseite
des Ausgusses hier nicht möglich ist. Die bereits beschriebene, erfindungsgemässe
Lösung erlaubt jedoch, praktisch unverändert, auch bei dieser Version eines Schraubverschlusses
eingesetzt werden zu können.
[0021] Bei dieser Version, genau gleich wie bei der Version gemäss der Figur 2, kann die
Schraubkappe zusätzlich mit einem Garantieband 40 versehen sein, das formschlüssig
hinter einem umlaufenden Kragen 30 am Ausguss 3 unterhalb des Aussengewindes angebracht
sein kann. Beim Abschrauben wird das Garantieband 40, welches mittels Sollbruchstellenbrücken
41 am unteren Rand 55 der Schraubkappe 5 angeformt ist, abgerissen und verbleibt unterhalb
des erwähnten Kragens 30 hängen. Diese Situation ist in der Figur 2 rechts dargestellt,
während auf der linken Seite ein Garantieband 40, welches zwar ebenfalls den Kragen
30 hintergreift, dargestellt ist, doch dieses Garantieband wird beispielsweise mittels
einer Abreisslasche entfernt, wobei wiederum die Sollbruchstellenbrücken, welche das
Garantieband mit der Schraubkappe verbinden, zerstört. In der Zeichnung sind die Sollbruchstellenbrücken
mit 41 bezeichnet. Die Sollbruchstellenbrücken sind jedoch nur in der durchtrennten
Form ersichtlich, einerseits als Resten am Garantieband 40 und andererseits am unteren
Rand 55 der Schraubkappe 5.
[0022] Prinzipiell lässt sich die erfindungsgemässe Lösung auch realisieren, indem man die
Gleitdichtung statt an der Mantelwand 51 der Kappe 5 an der Aussenseite des Ausgusses
anbringt. In diesem Fall kommen zwei Varianten in Frage, nämlich, entweder die Gleitdichtung
direkt oberhalb des Gewindes anzubringen oder im Bereich des oberen Randes des Ausgusses
3. Bei der ersten Variante muss die Gleitdichtung dann relativ lang gestaltet sein,
um über die Unebenheiten des Gewindes hinweg dichten zu können. Bei der zweiten Variante
kann die Gleitringdichtung in der radialen Erstreckung kürzer sein und folglich kommen
hier auch mehrere Dichtlippen in Frage, während bei der ersten Version vorzugsweise
eher schürzenartige Gleitringdichtungen sinnvoll sind.
Bezugszeichenliste:
[0023]
- 1
- Weichverpackung bzw. Folienbeutel
- 2
- Schraubverschluss
- 3
- Ausguss
- 4
- Flansch
- 5
- Kappe/Schraubkappe
- 6
- Aussengewinde
- 7
- gewindefreier Wandbereich
- 8
- Abschnitt mit Gewinde
- 10
- Gleitdichtung
- 20
- Schneidelement
- 21
- Schneidzahn
- 22
- Innengewinde
- 23
- Mitnehmer
- 24
- zweiter Mitnehmer
- 25
- Aussengewinde am Schneidelement
- 30
- Kragen
- 40
- Garantieband
- 41
- Sollbruchstellenbrücken
- 50
- Deckfläche
- 51
- Mantelwand
- 52
- Innengewinde
- 54
- Dichtwulst
- 55
- unterer Rand der Schraubkappe
- P
- Kraft
1. Behältnis mit einem Schraubverschluss (2), umfassend einen Ausguss (3) mit Aussengewinde
(6), sowie einer auf den Ausguss (3) aufschraubbaren Kappe (5) mit einer Mantelwand
(51) mit Innengewinde (52) und einer Deckfläche (50), wobei über dem Aussengewinde
(6) am Ausguss (3) ein gewindefreier Wandbereich (7) vorhanden ist, der als Gleitfläche
für eine an der Innenseite der Mantelwand (51) der Kappe (5) angeordneten umlaufenden
Gleitdichtung (10) dient, wobei die Gleitdichtung (10) oberhalb des Innengewindes
(52) an der Innenseite der Mantelwand (51) angeformt ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Behältnis ein Folienbeutel (1) ist und der Ausguss (3) mit dem Aussengwinde (6)
aus einem rohrförmigen Teil mit endständigem Befestigungsflansch (4) besteht der auf
den Folienbeutel (1) angebracht ist und dass die Gleitfläche und die Gleitdichtung
solange in dichtender Verbindung stehen bis das Innengewinde (52) der Kappe (5) und
das Aussengewinde (6) des Ausgusses (3) nicht mehr im Eingriff stehen und die bei
der Abschraubbewegung der Kappe vom Benutzer auf den Folienbeutel ausgeübte Verformkraft
entfällt.
2. Behältnis mit einem Schraubverschluss nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass über dem Innengewinde (52) der Kappe (5) ein gewindefreier Wandbereich vorhanden
ist, der als Gleitlager für eine an der Aussenseite des Ausgusses oberhalb und distanziert
zu dessen Aussengewinde angeordnete umlaufende Gleitdichtung dient.
3. Behältnis mit einem Schraubverschluss nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Gleitdichtung eine L-Dichtung in Form einer Schürze ist.
4. Behältnis mit einem Schraubverschluss nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Gleitdichtung (10) in aufgesetztem Zustand der Schraubkappe (5) zum unteren Rand
(55) der Mantelwand (51) hin geneigt gerichtet ist.
5. Behältnis mit einem Schraubverschluss nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Gleitdichtung (10) in aufgesetztem Zustand in Richtung zur Deckfläche (50) der
Kappe (5) hin geneigt gerichtet ist.
6. Behältnis mit einem Schraubverschluss nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass auf der Innenseite des Ausgusses (3)zusätzlich ein Innengewinde (22) angeordnet ist,
in dem ein ringförmiges Schneidelement (20)mit Aussengewinde (25) transachsial mit
Mitnehmer (23) beweglich angeordnet ist, welches über zweite Mitnehmer (24) an der
Deckfläche (50) der Kappe (5) bewegbar ist und mittels der Schraubbewegung der Kappe
(5) das Schneidelement (20), welches an der unteren Kante zur Folie des Folienbeutels
hin gerichtet, mindestens einen Schneidzahn (21) aufweist, mittels dem die Folie des
Folienbeutels aufschneidbar ist, axial verschoben wird.
7. Behältnis mit einem Schraubverschluss nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass im Eckbereich zwischen Mantelwand (51) und Deckfläche (50) der Kappe (5) eine zusätzliche
Dichtung in Form mindestens einer Dichtwulst (54) vorhanden ist, die im geschlossenen
Zustand des Schraubverschlusses (2) an die Stirnfläche des Ausgusses (3) dichtend
anliegt.
8. Behältnis mit einem Schraubverschluss nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die radiale Erstreckung der Gleitdichtung (10) grösser ist als der Abstand von der
Innenseite der Mantelwand (51) der Kappe (5) zur Aussenseite des Ausgusses (3).
1. Container having a screw closure (2), comprising a spout (3) with an external thread
(6), and a cap (5) that is screwable onto the spout (3) and has a lateral wall (51)
with an internal thread (52) and a top surface (50), wherein a thread-free wall region
(7) is present above the external thread (6) on the spout (3), said thread-free wall
region (7) serving as a sliding surface for a circumferential sliding seal (10) arranged
on the inner side of the lateral wall (51) of the cap (5), wherein the sliding seal
(10) is integrally formed above the internal thread (52) on the inner side of the
lateral wall (51), characterized in that the container is a film pouch (1) and the spout (3) having the external thread (6)
consists of a tubular part with a terminal fastening flange (4) which is attached
to the film pouch (1), and in that the sliding surface and the sliding seal are in sealing contact until the internal
thread (52) of the cap (5) and the external thread (6) of the spout (3) are no longer
engaged and the deformation force exerted on the film pouch by the user during the
unscrewing movement of the cap ceases.
2. Container having a screw closure according to Claim 1, characterized in that a thread-free wall region is present above the internal thread (52) of the cap (5),
said thread-free wall region serving as a sliding bearing for a circumferential sliding
seal arranged on the outer side of the spout above and at a distance from the external
thread thereof.
3. Container having a screw closure according to Claim 1 or 2, characterized in that the sliding seal is an L seal in the form of a skirt.
4. Container having a screw closure according to Claim 1 or 2, characterized in that the sliding seal (10) is directed in an inclined manner towards the lower periphery
(55) of the lateral wall (51) in the applied state of the screw cap (5) .
5. Container having a screw closure according to Claim 1 or 2, characterized in that the sliding seal (10) is oriented in an inclined manner in the direction of the top
surface (50) of the cap (5) in the applied state.
6. Container having a screw closure according to Claim 1 or 2, characterized in that an internal thread (22) is additionally arranged on the inner side of the spout (3),
an annular cutting element (20) having an external thread (25) being arranged in said
internal thread (22) so as to be movable transaxially with a carrier (23), said carrier
(23) being movable via second carriers (24) on the top surface (50) of the cap (5),
and, by means of the screwing movement of the cap (5), the cutting element (20), which
has at least one cutting tooth (21) which is directed towards the film of the film
pouch on the lower edge and by means of which the film of the film pouch is able to
be cut open, is axially displaced.
7. Container having a screw closure according to Claim 1 or 2, characterized in that an additional seal in the form of at least one sealing bead (54) is present in the
corner region between the lateral wall (51) and top surface (50) of the cap (5), said
sealing bead (54) bearing in a sealing manner against the end face of the spout (3)
in the closed state of the screw closure (2).
8. Container having a screw closure according to either of Claims 1 and 2, characterized in that the radial extent of the sliding seal (10) is greater than the distance from the
inner side of the lateral wall (51) of the cap (5) to the outer side of the spout
(3).
1. Récipient comprenant une fermeture filetée (2), comprenant un embout (3) avec un filetage
extérieur (6), ainsi qu'un capuchon (5) pouvant être vissé sur l'embout (3), avec
une paroi d'enveloppe (51) avec un filetage intérieur (52) et une surface de recouvrement
(50), une région de paroi sans filetage (7) étant prévue au-dessus du filetage extérieur
(6) au niveau de l'embout (3), laquelle sert de surface de glissement pour un joint
d'étanchéité coulissant périphérique (10) disposé sur le côté intérieur de la paroi
d'enveloppe (51) du capuchon (5), le joint d'étanchéité coulissant (10) étant formé
au-dessus du filetage intérieur (52) au niveau du côté intérieur de la paroi d'enveloppe
(51), caractérisé en ce que le récipient est un sachet en film (1) et l'embout (3) avec le filetage extérieur
(6) se compose d'une partie de forme tubulaire avec une bride de fixation à l'extrémité
(4), qui est montée sur le sachet en film (1) et en ce que la surface de glissement et le joint d'étanchéité coulissant sont en liaison hermétique
l'un avec l'autre tant que le filetage intérieur (52) du capuchon (5) et le filetage
extérieur (6) de l'embout (3) ne sont pas en prise et que la force de déformation
exercée lors du mouvement de dévissage du capuchon par l'utilisateur sur le sachet
en film n'est pas appliquée.
2. Récipient comprenant une fermeture filetée selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'une région de paroi sans filetage est prévue au-dessus du filetage intérieur (52)
du capuchon (5), laquelle sert de palier lisse pour un joint d'étanchéité coulissant
périphérique disposé au niveau du côté extérieur de l'embout au-dessus et à distance
de son filetage extérieur.
3. Récipient comprenant une fermeture filetée selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le joint d'étanchéité coulissant est un joint d'étanchéité en L en forme de jupe.
4. Récipient comprenant une fermeture filetée selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le joint d'étanchéité coulissant (10), dans l'état posé du capuchon fileté (5), est
orienté de manière inclinée vers le bord inférieur (55) de la paroi d'enveloppe (51).
5. Récipient comprenant une fermeture filetée selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le joint d'étanchéité coulissant (10), dans l'état posé, est orienté de manière inclinée
dans la direction de la surface de recouvrement (50) du capuchon (5).
6. Récipient comprenant une fermeture vissée selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que du côté intérieur de l'embout (3) est en outre disposé un filetage intérieur (22)
dans lequel est disposé de manière déplaçable un élément de coupe de forme annulaire
(20) avec un filetage extérieur (25) déplaçable de manière transaxiale avec des éléments
d'entraînement (23), qui peut être déplacé par le biais de deuxièmes éléments d'entraînement
(24) sur la surface de recouvrement (50) du capuchon (5) et l'élément de coupe (20),
orienté vers le film du 'sachet en film au niveau de l'arête inférieure, qui présente
au moins une dent de coupe (21) au moyen de laquelle le film du sachet en film peut
être coupé, est déplacé axialement au moyen du mouvement de vissage du capuchon (5).
7. Récipient comprenant une fermeture filetée selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que dans la région de coin entre la paroi d'enveloppe (51) et la surface de recouvrement
(50) du capuchon (5) est prévu un joint d'étanchéité supplémentaire sous la forme
d'au moins un bourrelet d'étanchéité (54), qui, dans l'état fermé de la fermeture
filetée (2), s'applique de manière hermétique contre la surface frontale de l'embout
(3).
8. Récipient comprenant une fermeture filetée selon l'une quelconque des revendications
1 ou 2, caractérisé en ce que l'étendue radiale du joint d'étanchéité coulissant (10) est plus grande que la distance
du côté intérieur de la paroi d'enveloppe (51) du capuchon (5) au côté extérieur de
l'embout (3).