[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betreiben eines Dampferzeugers mit einer
Brennkammer mit einer Mehrzahl von strömungsmediumsseitig parallel geschalteten Verdampferheizflächen.
Sie betrifft weiter einen derartigen Dampferzeuger. Ein Dampferzeuger ist ein geschlossenes,
beheiztes Gefäß oder ein Druckrohrsystem, das dem Zweck dient, Dampf von hohem Druck
und hoher Temperatur für Heiz- und Betriebszwecke (z. B. zum Betrieb einer Dampfturbine)
zu erzeugen. Bei besonders hohen Dampfleistungen und -drücken wie beispielsweise bei
der Energieerzeugung in Kraftwerken werden dabei Wasserrohrkessel eingesetzt, bei
denen sich das Strömungsmedium - üblicherweise Wasser - in Dampferzeugerrohren befindet.
Auch bei der Feststoffverbrennung kommen Wasserrohrkessel zum Einsatz, da die Brennkammer,
in der die Wärmeerzeugung durch Verbrennung des jeweiligen Rohstoffes erfolgt, beliebig
durch die Anordnung von Rohrwänden gestaltet werden kann.
[0002] Ein derartiger Dampferzeuger in der Bauart eines Wasserrohrkessels umfasst somit
eine Brennkammer, deren Umfassungswand zumindest teilweise aus Rohrwänden, d. h. gasdicht
verschweißten Dampferzeugerrohren gebildet ist. Strömungsmediumsseitig bilden diese
Dampferzeugerrohre als Verdampferheizflächen zunächst einen Verdampfer, in den unverdampftes
Medium eingeleitet und verdampft wird. Der Verdampfer ist dabei üblicherweise im heißesten
Bereich der Brennkammer angeordnet. Ihm ist strömungsmediumsseitig gegebenenfalls
eine Einrichtung zum Abscheiden von Wasser und Dampf und ein Überhitzer nachgeschaltet,
in dem der Dampf über seine Verdampfungstemperatur hinaus weiter erhitzt wird, um
in einer folgenden Wärmekraftmaschine wie z. B. bei der Enspannung in einer Dampfturbine
einen hohen Wirkungsgrad zu erzielen. Dem Verdampfer kann strömungsmediumsseitig ein
Vorwärmer (so genannter Economiser) vorgeschaltet sein, der das Speisewasser unter
Ausnutzung von Ab- oder Restwärme vorwärmt und so ebenfalls den Wirkungsgrad der Gesamtanlage
erhöht.
[0003] Die
US 5 293 842 A beschreibt ein Verfahren zum Betreiben einer Anlage zur Dampferzeugung bei dem aus
Wasser durch indirekten Wärmetausch mit heißem Rauchgas Dampf erzeugt wird, wobei
kondensiertes Wasser zunächst vorgewärmt und anschließend das vorgewärmte Wasser unter
hohem Druck verdampft wird. Die
EP 0 359 735 A1 beschreibt einen Abhitzedampferzeuger mit einem Speisewasserbehälter, welcher die
Funktion einer Dampftrommel ausübt.
[0004] Je nach Bauart und Geometrie des Dampferzeugers können innerhalb der Brennkammer
weitere Dampferzeugerrohre angeordnet sein, die strömungsmediumsseitig parallel zu
den die Umfassungswände bildenden Dampferzeugerrohren geschaltet sind. Diese können
beispielsweise zu einer Innenwand zusammengefasst oder verschweißt sein. Abhängig
von der gewünschten Anordnung von Verdampferheizflächen bzw. Innenwänden innerhalb
der Brennkammer kann es dabei erforderlich sein, Innenwände strömungsmediumsseitig
hintereinander zu verschalten und deren Dampferzeugerrohre über einen Zwischensammler
zu verbinden.
[0005] Dies ist beispielsweise der Fall beim so genannten "pant-leg"-Design für Dampferzeuger
mit Wirbelschichtfeuerung. Hierbei sind zwei in der Brennkammer symmetrisch angeordnete,
zumindest teilweise aus weiteren Dampferzeugerrohren gebildete Innenwände einem Zwischensammler
strömungsmediumsseitig vorgeschaltet. In dem Zwischensammler vereint sich der Mediumsstrom
aus der vorgeschalteten Innenwand und er dient als Eintrittssammler für eine nachgeschaltete
Innenwand. Beim pant-leg Design wird eine bessere Vermischung des Brennstoffgemisches
und damit geringere mögliche feuerungsseitige Verteilungsprobleme erzielt.
[0006] In bestimmten Betriebszuständen kann es jedoch im Zwischensammler bereits zu einem
Dampfgehalt größer Null kommen. Mit einem derartigen Dampfgehalt ist eine gleichmäßige
Verteilung des Mediums auf die nachgeschaltete Innenwand mit einem einfachen Sammler
nicht möglich, so dass Wasser-Dampf-Entmischungen auftreten können. Einzelne Rohre
der nachgeschalteten Innenwand können somit an ihrem Eintritt schon derart hohe Dampfgehalte
oder Enthalpien aufweisen, dass ein Überhitzen dieser Rohre sehr wahrscheinlich wird.
Eine solche Überhitzung kann bei längerem Betrieb zu Rohrschäden führen.
[0007] Aufgabe der Erfindung ist es daher, ein Verfahren zum Betreiben eines Dampferzeugers
der oben genannten Art sowie einen Dampferzeuger anzugeben, die eine besonders hohe
Lebensdauer und eine besonders geringe Reparaturanfälligkeit des Dampferzeugers ermöglichen.
[0008] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß mit einem Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs
1 gelöst.
[0009] Die Erfindung geht dabei von der Überlegung aus, dass eine besonders hohe Lebensdauer
und eine besonders geringe Reparaturanfälligkeit eines Verdampfers in einem Dampferzeuger
dadurch erreichbar wären, dass eine Überhitzung der Dampferzeugerrohre durch übermäßig
hohe Dampfgehalte oder Enthalpien vermieden wird. Dabei treten diese hohen Dampfgehalte
insbesondere dadurch auf, dass bei zwischengeschalteten Sammlern bereits teilverdampftes
Strömungsmedium ungleichmäßig auf die nachgeschalteten Dampferzeugerrohre verteilt
wird. Diese Ungleichverteilung sollte daher durch eine Vermeidung von Zweiphasengemisch
aus Wasser und Dampf im Zwischensammler verhindert werden. Dies wäre erreichbar, indem
die dem Zwischensammler vorgeschalteten Innenwände unberohrt bleiben, so dass das
Medium unterkühlt und ohne weitere Vorwärmung in den Zwischensammler eintritt. Diese
Lösung bringt jedoch konstruktive Nachteile mit sich. Daher sollte vielmehr die Temperatur
des Strömungsmediums am Eintritt in den Dampferzeuger reduziert werden.
[0010] Allerdings führt eine Reduktion der Eintrittstemperatur des Strömungsmediums zu einem
geringeren Wirkungsgrad des Dampfprozesses. Dies ist nicht erwünscht, zudem ist eine
derartige Reduktion in weniger beheizten Dampferzeugerrohren oder in Rohrwänden ohne
Zwischensammler - insbesondere in den Umfassungswänden des Dampferzeugers - nicht
notwendig. Daher sollte in diesen Dampferzeugerrohren zur Verbesserung des Wirkungsgrades
keine Reduktion der Eintrittstemperatur erfolgen. Dies ist erreichbar, indem Verdampferheizflächen
mit nachgeschaltetem Zwischensammler - z. B. den Innenwänden beim pant-leg Design
- Strömungsmedium mit einer geringeren Temperatur zugeführt wird als anderen Verdampferheizflächen.
[0011] Zur Verbesserung des Wirkungsgrades bzw. zur Optimierung der Heizflächenanordnung
ist den Eintritten der Umfassungswände und der Innenwände eines Dampferzeugers ein
Vorwärmer vorgeschaltet. Dieser verwendet Abwärme zur Vorwärmung des Strömungsmediums.
Durch die durch die Abwärmenutzung erzeugte niedrigere Abgastemperatur wird so ein
höherer Gesamtwirkungsgrad des Dampferzeugers erzielt. Eine besonders einfache Konstruktion
eines Dampferzeugers ist daher möglich, indem die unterschiedliche Temperatur an Innenwand
und Umfassungswand des Dampferzeugers durch bauliche Maßnahmen an der Vorwärmeinrichtung
erreicht wird, d. h. durch eine Bereitstellung von Medien mit unterschiedlichem Vorwärmgrad.
Dazu wird ein erster Teil des Strömungsmediums am Vorwärmer vorbeigeleitet. Dies kann
mittels einer Überbrückungsleitung geschehen. Somit wird in baulich einfacher Weise
eine Umgehung des Vorwärmers der Vorwärmeinrichtung erreicht und ein geringerer Wärmeeintrag
in den überbrückten Teil des Strömungsmediums erzielt. Dieser kann dann dem Eintritt
der ersten Verdampferheizfläche mit einer geringeren Temperatur zugeführt werden.
[0012] Um dabei eine nicht übermäßig reduzierte Temperatur in den mit kühlerem Strömungsmedium
beaufschlagten Verdampferheizflächen zu erzielen, sollte der erste Teil des Strömungsmediums
mit einem zweiten, strömungsmediumsseitig nach dem Vorwärmer abgezweigten Teil vermischt
werden. Somit wird eine besonders angepasste Reduktion der Temperatur des den ersten
Verdampferheizflächen zugeführten Strömungsmediums erreicht.
[0013] Vorteilhafterweise wird dabei der Massendurchfluß des zweiten Teilstroms nach oben
begrenzt. Diese Begrenzung kann dabei über ein manuelles Regel- oder Stellventil zur
Einstellung einer Mengenbegrenzung des zweiten Stellstroms erfolgen. Weiterhin sollte
eine richtungsgebundene Begrenzung durch eine Rückschlagarmatur vorgesehen werden,
um den Hauptstrom des Vorwärmeraustrittsstroms, von dem der zweite Teilstrom abgezweigt
wird, nicht ungewollt zu kühlen.
[0014] Um eine besonders einfache Anpassung der Temperatur des der ersten Verdampferheizfläche
zugeführten Strömungsmediums zu erreichen, sollte der Massendurchfluß des ersten Teilstroms
vorteilhafterweise anhand thermodynamischer Kenngrößen an einem dem Eintritt der ersten
Verdampferheizfläche nachgeschalteten Messpunkt geregelt werden. Dazu kann in der
Überbrückungsleitung des Vorwärmers ein Regelventil angeordnet werden. Wird die Anlage
bei überkritischen Drücken betrieben, wo bei keiner Temperatur Wasser und Dampf gleichzeitig
vorkommen können und damit auch keine Phasentrennung möglich ist, so besteht die Gefahr
der oben beschriebenen Entmischung nicht und der am Vorwärmer vorbeigeleitete Teil
des Strömungsmediums kann auf Null reduziert werden. Wird der Dampferzeuger mit unterkritischen
Drücken im Verdampfer betrieben, so z. B. bei Teillastfahrweise eines modernen Gleitdruckkessels,
so muss zur Vermeidung einer Entmischung der beiden Medien eine bestimmte Unterkühlung
eingehalten werden, die mittels thermodynamischer Kenngrößen an einem Messpunkt hinter
der ersten Verdampferheizfläche ermittelt wird.
[0015] Um dabei bei den zuvor erläuterten Dampferzeugern im pant-leg Design eine besonders
gezielte Berücksichtigung der thermodynamischen Zustände im Zwischensammler der Innenwand
zu erreichen, wo das Problem der Entmischung von Dampf und Wasseranteil zu ungleichmäßiger
Verteilung auf die nachfolgenden Rohre führt, sollte hier der Messpunkt vorteilhafterweise
in einem der ersten Verdampferheizfläche nachgeschalteten Zwischensammler angeordnet
werden.
[0016] Die Berücksichtigung der thermodynamischen Kenngrößen erfolgt in vorteilhafter Ausgestaltung
derart, dass Druck und Temperatur als thermodynamische Kenngrößen verwendet werden,
wobei aus dem gemessenen Druck die Sattdampftemperatur ermittelt wird und anhand der
gemessenen Temperatur der Istwert der Unterkühlung ermittelt wird. Somit ist direkt
die Unterkühlung als entscheidende Größe für die erläuterten Probleme ermittelbar.
[0017] Zur besonders einfachen Regelung wird dabei vorteilhafterweise ein Sollwert für die
Unterkühlung vorgegeben und der Massendurchfluß des ersten Teilstroms anhand der Abweichung
von Ist- und Sollwert der Unterkühlung geregelt. Vorteilhafterweise wird dabei bei
einem niedrigeren Ist- als Sollwert der Unterkühlung der Massendurchfluß des ersten
Teilstroms erhöht. Somit wird bei zu geringer Unterkühlung das Regelventil im vor
dem Vorwärmer entnommenen Teilstrom weiter geöffnet, so dass die Temperatur des den
Eintritten zugeführten Strömungsmediums reduziert und damit die Unterkühlung erhöht
wird. Bei zu großer Unterkühlung wird das Regelventil hingegen geschlossen.
[0018] Mit sinkender oder ansteigender Last des Dampferzeugers wird über den Haupt-Speisewasserregelkreis
dem Verdampfer mehr oder weniger Strömungsmedium zugeführt. Die Anteile des Strömungsmediums-Massenstroms,
die den verschiedenen parallelen Verdampferheizflächen zugeführt werden, bleiben über
die Last nahezu konstant. Somit kann über Auslegunsrechnungen ein Sollwert für den
Massenstrom für die erste Verdampferheizfläche errechnet werden. Um dabei eine besonders
genaue Massenstromregelung für die mit kälterem Strömungsmedium zu beaufschlagenden
Verdampferheizflächen zu erreichen, wird der Massendurchfluß des zweiten Teilstroms
vorteilhafterweise anhand des Massendurchflusses des der ersten Verdampferheizfläche
zugeführten Strömungsmediums geregelt.
[0019] Eine weitere Regelung des Massendurchflusses des der ersten Verdampferheizfläche
zugeführten Strömungsmediums kann unter Berücksichtigung einer den Verdampferheizflächen
nachgeschalteten Wasser-Dampf-Abscheideeinrichtung erfolgen. In vorteilhafter Ausgestaltung
wird dabei der Strom des der ersten Verdampferheizfläche zugeführten Mediums anhand
der Austrittsenthalpie des Verdampfers geregelt.
[0020] Vorteilhafterweise wird dabei die Austrittsenthalpie anhand der Temperatur des Strömungsmediums
an der letzten, der ersten Verdampferheizfläche strömungsmediumsseitig nachgeschalteten
Verdampferheizfläche und dem Druck in der Wasser-Dampf-Abscheideeinrichtung ermittelt.
Günstig ist hierbei eine Regelung der Austrittsenthalpie auf die mittlere Fluidenthalpie
im Abscheider. Der Sollwert der Verdampferaustrittsenthalpie sollte dabei lastabhängig
im Hauptregelkreis hinterlegt werden. In jedem Fall sollte die Austrittstemperatur
des Fluids se begrenzt werden, dass die maximal zulässige Materialtemperatur nicht
überschritten wird.
[0021] Die mit der Erfindung erzielten Vorteile bestehen insbesondere darin, dass durch
die Verwendung zweier Medien mit unterschiedlich starker Unterkühlung zur Speisung
der verschiedenen Verdampferteile (Umfassungswände und Innenwände) das Problem der
Wasser-Dampf-Entmischungen im Zwischensammler sicher vermieden wird. Im Gegensatz
zu einer Lösung mit verminderter Eintrittsenthalpie für alle Verdampferteile muss
der Verdampfer nicht oder nur geringfügig vergrößert werden, um eine ausreichend hohe
Austrittsenthalpie am Verdampfer zu gewährleisten.
[0022] Eine Ausführung des Dampferzeugers als Zwangdurchlaufkessel bringt mehrere Vorteile:
Zwangdurchlaufdampferzeuger können sowohl für unterkritischen als auch für überkritischen
Druck ohne Änderung der Verfahrenstechnik eingesetzt werden. Lediglich die Wanddicken
der Rohre und Sammler müssen dem vorgesehenen Druck entsprechend dimensioniert werden.
Damit kommt das Durchlaufprinzip dem weltweit erkennbaren Trend zur Steigerung der
Wirkungsgrade durch Erhöhung der Dampfzustände entgegen.
[0023] Weiterhin ist ein Betrieb der Gesamtanlage im Gleitdruck möglich. Bei Gleitdruckbetrieb
bleiben die Temperaturen im Hochdruckteil der Turbine im gesamten Lastbereich konstant.
Wegen der großen Abmessungen im Hinblick auf Durchmesser und Wandstärken der Komponente
wird die Turbine wesentlich stärker belastet als die Kesselbauteile. Dadurch ergeben
sich bei Gleitdruckbetrieb Vorteile im Hinblick auf Laständerungsgeschwindigkeiten,
Anzahl der Lastwechsel und der Starts.
[0024] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird anhand einer Zeichnung näher erläutert.
Darin zeigen:
- FIG 1
- schematisch den unteren Teil der Brennkammer eines Zwangdurchlaufdampferzeugers mit
Wirbelschichtfeuerung mit teilweise überbrückter Vorwärmeinrichtung,
- FIG 2
- den Durchlaufdampferzeuger aus FIG 1 mit Regelung des Durchflusses zu den Innenwänden,
- FIG 3
- den Durchlaufdampferzeuger aus FIG 1 mit Regelung der Austrittsenthalpie der Innenwände,
und
- FIG 4
- einen Graphen, der spezifische Enthalpie und Druck des Strömungsmediums in verschiedenen
Bereichen des Durchlaufdampferzeugers bei verschiedenen Lastfällen zeigt.
[0025] Gleiche Teile sind in allen Figuren mit denselben Bezugszeichen versehen.
[0026] Der Dampferzeuger 1 in schematischer Darstellung gemäß der FIG 1 ist als Zwangdurchlaufdampferzeuger
ausgeführt. Er umfasst mehrere, aus Dampferzeugerrohren gebildete und von unten nach
oben durchströmte Rohrwände, nämliche eine Umfassungswand 2 sowie symmetrisch angeordnete,
geneigt ausgerichtete Innenwände 4, denen über einen Zwischensammler 6 strömungsmediumsseitig
eine weitere Innenwand 8 nachgeschaltet ist. Der Durchlaufdampferzeuger 1 ist somit
im so genannten "pant-leg"-Design ausgeführt.
[0027] Durch jeweils der Umfassungswand 2 bzw. den Innenwänden 4 zugeordnete Eintritte 10,
12 tritt Strömungsmedium in die Rohrwände ein. Im Innenraum 14 wird in der Art einer
Wirbelschichtfeuerung ein fester Brennstoff verbrannt und somit ein Wärmeeintrag in
die Rohrwände erreicht, der eine Erwärmung und Verdampfung des Strömungsmediums bewirkt.
Tritt das Medium nunmehr in alle Rohrwände mit der gleichen Enthalpie ein, kann bereits
im Zwischensammler 6 ein so hoher Dampfgehalt entstehen, dass eine ungleichmäßige
Verteilung auf die Rohre der Innenwand 8 erfolgt und hier die Rohre mit hohem Dampfgehalt
überhitzen.
[0028] Zur Vermeidung der daraus folgenden Nachteile wie beispielsweise einer geringeren
Lebensdauer oder einer höheren Reparaturanfälligkeit wird den dem Zwischensammler
6 vorgeschalteten Innenwänden 4 Strömungsmedium mit einer geringeren Temperatur zugeführt
als der Umfassungswand 2. Im Dampferzeuger 1 sind dabei zunächst Modifikationen des
Vorwärmers 16 vorgesehen, die unterschiedliche Wärmeeinträge in die verschiedenen
Mediumsströme gewährleisten.
[0029] Dem Vorwärmer 16 nach der FIG 1 ist dazu strömungsmediumsseitig eine Abzweigstelle
18 vorgeschaltet. Ein Teil des Strömungsmediums wird somit um den Vorwärmer 16 in
einer Überbrückungsleitung 20 herumgeführt. In strömungsmediumsseitiger Richtung ist
dem Vorwärmer 16 zunächst eine weitere Abzweigstelle 22 nachgeschaltet, von der eine
Leitung zu den Eintritten 10 der Umfassungswand 2 geführt ist. Ein Teil des vorgewärmten
Strömungsmediums wird somit der Umfassungswand 2 zugeführt. Ein anderer Teil des vorgewärmten
Strömungsmediums ist in einer Leitung 24 geführt, die in einer Mischstelle 26 mit
der Überbrückungsleitung 20 zusammentrifft. Hier wird durch die Vermischung der Mediumsströme
ein Medium geringerer Temperatur erzielt, welches dann den Eintritten 12 der Innenwände
4 zugeführt wird.
[0030] In der Leitung 24 ist eine Rückschlagarmatur 30 angeordnet, die eine ungewollte Kühlung
durch Rückfluß in die Abzweigstelle 22 verhindert. Weiterhin ist ein manuelles Durchflussregelventil
32 vorgesehen, welches den abgezweigten Massenstrom vorgewärmten Mediums nach oben
begrenzt. Durch ein automatisches Durchflussregelventil 28 in der Überbrückungsleitung
20 kann dann die Menge des überbrückten Strömungsmediums und damit die Temperatur
des den Innenwänden 4 zugeführten Strömungsmediums leicht geregelt werden.
[0031] Als Eingangsgrößen für die automatische Regelung im Durchflussregelventil 28 dienen
dabei Druck p und Temperatur T im Zwischensammler 6. Aus dem ermittelten Druck wird
zunächst die Sattdampftemperatur bestimmt, deren Differenz zur ermittelten Temperatur
T die Ist-Unterkühlung ergibt. Um eine Entmischung von Wasser und Dampf im Zwischensammler
6 zu verhindern, ist eine Soll-Unterkühlung im Zwischensammler 6 vorgegeben. Überschreitet
die Ist-Unterkühlung die Soll-Unterkühlung, wird das automatische Durchflussregelventil
28 weiter geschlossen, so dass sich die Temperatur an den Eintritten 12 erhöht. Im
umgekehrten Fall wird das Durchflussregelventil 28 weiter geöffnet. Falls Druck und
Temperatur oberhalb des kritischen Punktes des Strömungsmediums liegen, wird das Durchflussregelventil
28 vollständig geschlossen, da bei überkritischen Drücken bei keiner Temperatur Wasser
und Dampf gleichzeitig vorkommen können und damit auch keine Entmischung im Zwischensammler
6 mehr auftreten kann.
[0032] Eine alternative Ausgestaltung der Erfindung zeigt FIG 2. Der Dampferzeuger 1 ist
hier bis auf das Durchflussregelventil 32 zur FIG 1 identisch. Das Durchflussregelventil
32 ist hier wie das Regelventil 28 automatisiert. Dadurch ist es möglich, auch die
Menge des den Innenwänden 4 zugeführten Mediums zu regeln. Als Eingangsgröße für die
Regelung dient hierbei der Gesamtfluss F zu den Eintritten 12, der an einer Messstelle
34 ermittelt wird. Dabei wird der Gesamtfluss F anhand eines durch Auslegungsrechnungen
ermittelten Sollwerts geführt.
[0033] Eine weitere Ausgestaltung der Erfindung ist in FIG 3 dargestellt. Hier ist der Dampferzeuger
1 zur FIG 2 identisch, es sind jedoch weitere Bauteile dargestellt, nämlich der Austritt
36 der Innenwand 8 sowie die Austritte 38 der Umfassungswand 2. Die Mediumsströme
aus den Austritten 36, 38 werden zusammengeführt und in einen Wasser-Dampf-Abscheider
40 geführt. Hier ist auch der Hauptregelkreis dargestellt, der die gesamte zugeführte
Strömungsmediumsmenge in den Dampferzeuger 1 mittels eines Durchflussregelventils
42 regelt. Als Eingangsgrößen für die Regelung des Gesamtmediumsstroms dienen hierbei
Druck p und Temperatur T am dampfseitigen Austritt des Wasser-Dampf-Abscheiders 40.
[0034] In FIG 3 wird die den Innenwänden 4 über die Eintritte 12 zugeführte Strömungsmediumsmenge
in Abhängigkeit von der Austrittsenthalpie der Innenwand 8 geregelt. Diese wird ermittelt
anhand der Temperatur T am Austritt 36 der Innenwand 8 und dem Druck p im Wasser-Dampf-Abscheider
40. Dabei ist als Sollwert für die Austrittsenthalpie der Innenwand 8 die mittlere
Fluidenthalpie im Wasser-Dampf-Abscheider 40 vorgesehen. Zusätzlich wird die Austrittstemperatur
am Austritt 40 über die maximal zulässige Materialtemperatur begrenzt.
[0035] FIG 4 zeigt schließlich ein Zustandsdiagramm für Wasser/ Dampf, in dem die Zustände
des Strömungsmediums in verschiedenen Bereichen des Dampferzeugers eingezeichnet sind.
Das Diagramm trägt die spezifische Enthalpie h in kJ/kg gegen den Druck p in bar auf.
Dabei sind zunächst Linien gleicher Temperatur T, also Isothermen 44 gezeigt, deren
jeweilige Temperaturwerte auf der rechten Achse des Graphen in Grad Celsius angegeben
sind. Die beulenförmige Struktur 46 auf der linken Graphseite gibt Aufschluss über
den Dampfgehalt des Wasser-/Dampf-Gemischs. Ausserhalb der Struktur 46 ist das Medium
einphasig, d. h., es liegt nur Medium in einem Aggregatzustand vor. Die Spitze der
Struktur 46 bei etwa 2100 kJ/kg und 221 bar markiert hierbei den kritischen Punkt
48. Steigt der Druck über 221 bar, so kommen bei keiner Temperaur Wasser und Dampf
gleichzeitig vor.
[0036] Innerhalb der Struktur 46 liegt ein Wasser-Dampf-Gemisch vor. Der Anteil von Wasser
und Dampf ist dabei mit Kennlinien 50 in 10-Prozent-Abständen gezeigt, von 0 % Dampfanteil
bei Kennlinie 52 % bis 100 % Dampfanteil bei Kennlinie 54. Die Kennlinien 50, 52,
54 konvergieren dabei im kritischen Punkt 48. Innerhalb der Struktur 46 verlaufen
die Isothermen 44 senkrecht zur Druckachse, sind also auch Isobaren. Ein Energieeintrag
in das Medium bei konstantem Druck bewirkt also keine höhere Temperatur, sondern vielmehr
eine Verschiebung des Wasser-Dampf-Anteils zu mehr Dampf hin.
[0037] Je nach Lastzustand des Dampferzeugers 1 verläuft der Dampfprozess innerhalb des
Dampferzeugers 1 auf unterschiedlichen Lastkennlinien 56, 58, 60, die keine Isobaren
sind, da die Druckverluste der Heizflächen dargestellt werden. Die Last bestimmt im
Wesentlichen den Druck innerhalb des Gesamtsystems. Lastkennlinie 56 stellt den Dampfprozess
bei 100 % Last dar, Lastkennlinie 58 den bei 70 % Last und Lastkennlinie 60 den bei
40 % Last. Die Punkte A, B, C, D stellen dabei jeweils den Zustand des Strömungsmediums
an verschiedenen Punkten des Dampferzeugers 1 dar, und zwar zunächst noch ohne die
erfindungsgemäße separate Regelung der Temperatur an den Eintritten 12 der Innenwände
4: Punkt A den Zustand am Eintritt des Vorwärmers 16, Punkt B den Zustand am Eintritt
12 der Innenwände 4, Punkt C den Zustand im Zwischensammler 6 und Punkt D den Zustand
am Austritt des Verdampfers.
[0038] Wie FIG 4 zeigt, wird der Dampferzeuger bei 100 % Last vollständig im überkritischen
Bereich betrieben. An keinem Punkt A, B, C, D auf der Lastkennlinie 56 ist eine Unterscheidung
von Wasser und Dampf möglich, so dass keine Entmischung auftreten kann. Bei 70 % Last
ist bereits der unterkritische Bereich erreicht, jedoch liegt nur ein kleiner Teil
der Lastkennlinie 58 innerhalb der Struktur 46. Die Punkte A, B, C der Lastkennlinie
58 liegen noch unterhalb der Struktur 46, hier liegt einphasiges Wasser vor. Auch
hier kann es nicht zu Entmischungen im Zwischensammler 6 kommen.
[0039] Bei 40 % Last jedoch liegt ein erheblicher Teil der Lastkennlinie 60 innerhalb der
Struktur 46. Die Punkte A und B auf der Lastkennlinie 60 liegen noch unterhalb der
Struktur 46, so dass hier noch einphasiges Wasser vorliegt. Der Punkt C der Lastkennlinie
60 liegt jedoch innerhalb der Struktur 46 bei einem Dampfanteil von 10 %. Hier kann
es somit zu den beschriebenen Entmischungen im Zwischensammler 6 kommen. Wird jedoch
ein Teil des Strömungsmediums am Vorwärmer 16 vorbeigeführt, was in Druckbereichen
unterhalb der Lastkennlinie 62 durch Öffnung des Durchflussregelventils 28 erreicht
wird, wird die Temperatur und damit der Energiegehalt des Strömungsmediums gezielt
reduziert. Auf der Lastkennlinie 60 zeigt Punkt E in diesem Fall den Zustand des Strömungsmediums
am Eintritt 12 der Innenwände 4 mit reduzierter Temperatur. Dadurch ist auch der Energiegehalt
im Zwischensammler 6 reduziert, dargestellt durch Punkt F auf der Lastkennlinie 60.
Dieser Punkt F liegt nun außerhalb der Struktur 46, so dass hier einphasiges Wasser
vorliegt und Entmischungen sicher verhindert werden.
1. Verfahren zum Betreiben eines Dampferzeugers (1) mit einer Brennkammer mit einer Mehrzahl
von strömungsmediumsseitig parallel geschalteten Verdampferheizflächen (2, 4, 8),
wobei einem Eintritt (12) einer ersten Verdampferheizfläche (4) Strömungsmedium mit
einer geringeren Temperatur zugeführt wird als einem Eintritt (10) einer zweiten Verdampferheizfläche
(2),
dadurch gekennzeichnet, dass den Eintritten (10, 12) strömungsmediumsseitig ein Vorwärmer (16) vorgeschaltet ist,
und wobei ein erster Teil des Strömungsmediums am Vorwärmer (16) vorbeigeleitet wird
und wobei der erste Teil des Strömungsmediums mit einem zweiten, strömungsmediumsseitig
nach dem Vorwärmer (16) abgezweigten Teil vermischt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, bei dem der Massendurchfluß des zweiten Teilstroms nach
oben begrenzt wird.
3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 oder 2, bei dem der Massendurchfluß des ersten
Teilstroms anhand thermodynamischer Kenngrößen an einem dem Eintritt (12) der ersten
Verdampferheizfläche (4) nachgeschalteten Messpunkt geregelt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 3, bei dem der Messpunkt in einem der ersten Verdampferheizfläche
nachgeschalteten Zwischensammler (6) angeordnet wird.
5. Verfahren nach Anspruch 3 oder 4, bei dem Druck (p) und Temperatur (T) als thermodynamische
Kenngrößen verwendet werden, wobei aus dem gemessenen Druck (p) die Sattdampftemperatur
ermittelt wird und anhand der gemessenen Temperatur (T) der Istwert der Unterkühlung
ermittelt wird.
6. Verfahren nach Anspruch 5, bei dem ein Sollwert für die Unterkühlung vorgegeben wird
und wobei der Massendurchfluß des ersten Teilstroms anhand der Abweichung von Ist-
und Sollwert der Unterkühlung geregelt wird.
7. Verfahren nach Anspruch 6, bei dem bei einem niedrigeren Ist- als Sollwert der Unterkühlung
der Massendurchfluß des ersten Teilstroms erhöht wird.
8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem der Massendurchfluß des
zweiten Teilstroms anhand des Massendurchflusses des der ersten Verdampferheizfläche
(4) zugeführten Strömungsmediums geregelt wird.
9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem der Strom des der ersten
Verdampferheizfläche (4) zugeführten Mediums anhand der Austrittsenthalpie der letzten,
der ersten Verdampferheizfläche (4) strömungsmediumsseitig nachgeschalteten Verdampferheizfläche
(8) geregelt wird.
10. Verfahren nach Anspruch 9, bei dem die Austrittsenthalpie der Verdampferheizfläche
(8) anhand der Temperatur am Austritt (36) des Strömungsmediums an der letzten, der
ersten Verdampferheizfläche (4) strömungsmediumsseitig nachgeschalteten Verdampferheizfläche
(8) und dem Druck in einem den Verdampferheizflächen (2, 4, 8) strömungsmediumsseitig
nachgeschalteten Wasser-Dampf-Abscheider (40) ermittelt wird.
11. Dampferzeuger (1) mit Mitteln zum Ausführen des Verfahrens nach einem der Ansprüche
1 bis 10.
1. Method for operating a steam generator (1) with a combustion chamber having a plurality
of evaporator heating surfaces (2, 4, 8) which are connected in a parallel manner
on the flow medium side, wherein flow medium is supplied to an inlet (12) of a first
evaporator heating surface (4) at a lower temperature than to an inlet (10) of a second
evaporator heating surface (2)
characterised in that
a preheater (16) is connected upstream of the inlets (10, 12) on the flow medium side
and wherein a first part of the flow medium is conducted past the preheater (16) and
wherein the first part of the flow medium is mixed with a second part that is branched
downstream of the preheater (16) on the flow medium side.
2. Method according to claim 1, wherein the mass throughflow of the second part-flow
has an upper limit.
3. Method according to one of claims 1 or 2, wherein the mass throughflow of the first
part-flow is regulated based on thermodynamic characteristics at a measurement point
downstream of the inlet (12) of the first evaporator heating surface (4).
4. Method according to claim 3, wherein the measurement point is disposed in an intermediate
collector (6) connected downstream of the first evaporator heating surface.
5. Method according to claim 3 or 4, wherein pressure (p) and temperature (T) are used
as thermodynamic characteristics, with the saturated steam temperature being determined
from the measured pressure (p) and the actual subcooling value being determined based
on the measured temperature (T).
6. Method according to claim 5, wherein a setpoint value is predefined for subcooling
and wherein the mass throughflow of the first part-flow is regulated based on the
deviation between the actual and setpoint values for subcooling.
7. Method according to claim 6, wherein if the actual value for subcooling is lower than
the setpoint value, the mass throughflow of the first part-flow is increased.
8. Method according to one of the preceding claims, wherein the mass throughflow of the
second part-flow is regulated based on the mass throughflow of the flow medium supplied
to the first evaporator heating surface (4).
9. Method according to one of the preceding claims, wherein the flow of the medium supplied
to the first evaporator heating surface (4) is regulated based on the outlet enthalpy
of the last evaporator heating surface (8) connected downstream of the first evaporator
heating surface (4) on the flow medium side.
10. Method according to claim 9, wherein the outlet enthalpy of the evaporator heating
surface (8) is determined based on the temperature at the outlet (36) of the flow
medium at the last evaporator heating surface (8) connected downstream of the first
evaporator heating surface (4) on the flow medium side and the pressure in a water/steam
separator (40) connected downstream of the evaporator heating surfaces (2, 4, 8) on
the flow medium side.
11. Steam generator (1) having means for executing the method according to one of claims
1 to 10.
1. Procédé pour faire fonctionner un générateur de vapeur ( 1 ), comprenant une chambre
de combustion ayant une pluralité de surfaces ( 2, 4, 8 ) de chauffe d'évaporateur
montées en parallèle du côté du fluide en écoulement, du fluide en écoulement étant
envoyé à une entrée ( 12 ) d'une première surface ( 4 ) de chauffe d'évaporateur à
une température plus basse qu'à une entrée ( 10 ) d'une deuxième surface ( 2 ) de
chauffe d'évaporateur,
caractérisé en ce que
un préchauffeur ( 16 ) est monté en amont des entrées ( 10, 12 ) du côté du fluide
en écoulement et dans lequel on fait contourner le préchauffeur ( 16 ) par une première
partie du fluide en écoulement et dans lequel on mélange la première partie du fluide
en écoulement à une deuxième partie dérivée après le préchauffeur ( 16 ) du côté du
fluide en écoulement.
2. Procédé suivant la revendication 1, dans lequel on limite vers le haut le débit massique
du deuxième courant partiel.
3. Procédé suivant l'une des revendications 1 ou 2, dans lequel on régule le débit massique
du premier courant partiel, à l'aide de grandeurs caractéristiques thermodynamiques,
en un point de mesure monté en aval de l'entrée ( 12 ) de la première surface ( 4
) de chauffe d'évaporateur.
4. Procédé suivant la revendication 3, dans lequel on met le point de mesure dans un
collecteur ( 6 ) intermédiaire monté en aval de la première surface de chauffe d'évaporateur.
5. Procédé suivant la revendication 3 ou 4, dans lequel on utilise la pression ( p )
et la température ( T ) comme grandeurs caractéristiques thermodynamiques, dans lequel
on détermine la température de saturation de la vapeur à partir de la pression ( p
) mesurée et on détermine la valeur réelle du sous-refroidissement à l'aide de la
température ( T ) mesurée.
6. Procédé suivant la revendication 5, dans lequel on prescrit une valeur de consigne
pour le sous-refroidissement et dans lequel on régule le débit massique du premier
courant partiel à l'aide de l'écart de la valeur réelle à la valeur de consigne du
sous-refroidissement.
7. Procédé suivant la revendication 6, dans lequel, pour une valeur réelle plus petite
que la valeur de consigne du sous-refroidissement, on augmente le débit massique du
premier courant partiel.
8. Procédé suivant l'une des revendications précédentes, dans lequel on régule le débit
massique du deuxième courant partiel à l'aide du débit massique du fluide en écoulement
envoyé à la première surface ( 4 ) de chauffe d'évaporateur.
9. Procédé suivant l'une des revendications précédentes, dans lequel on régule le courant
du fluide envoyé à la première surface ( 4 ) de chauffe d'évaporateur à l'aide de
l'enthalpie de sortie de la dernière surface ( 8 ) de chauffe d'évaporateur montée
en aval du côté du fluide en écoulement de la première surface ( 4 ) de chauffe d'évaporateur.
10. Procédé suivant la revendication 9, dans lequel on détermine l'enthalpie de sortie
de la surface ( 8 ) de chauffe d'évaporateur à l'aide de la température à la sortie
( 36 ) du fluide en écoulement à la dernière surface ( 8 ) de chauffe d'évaporateur
montée en aval du côté du fluide en écoulement de la première surface ( 4 ) de chauffe
d'évaporateur et de la pression dans un séparateur ( 40 ) eau-vapeur monté en aval
du côté du fluide en écoulement des surfaces ( 2, 4, 8 ) de chauffe d'évaporateur.
11. Générateur de vapeur ( 1 ) ayant des moyens pour effectuer le procédé suivant l'une
des revendications 1 à 10.