| (19) |
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(11) |
EP 2 567 362 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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13.09.2017 Patentblatt 2017/37 |
| (22) |
Anmeldetag: 05.05.2011 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2011/057221 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2011/138406 (10.11.2011 Gazette 2011/45) |
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| (54) |
VORRICHTUNG ZUM TRANSPORT UND/ODER ZUR AUFBEWAHRUNG VON WERTSCHEINEN
APPARATUS FOR TRANSPORTING AND/OR STORING BANKNOTES
DISPOSITIF POUR TRANSPORTER ET/OU CONSERVER DES BILLETS DE BANQUE
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
05.05.2010 DE 102010016807
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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13.03.2013 Patentblatt 2013/11 |
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Patentinhaber: Wincor Nixdorf International GmbH |
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33106 Paderborn (DE) |
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Erfinder: |
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- DIETZ, Oliver
33178 Borchen (DE)
- MICHELS, Andre
34434 Borgentreich (DE)
- RINGEL, Sascha
33397 Rietberg (DE)
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| (74) |
Vertreter: Schaumburg und Partner Patentanwälte mbB |
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Postfach 86 07 48 81634 München 81634 München (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A2- 0 795 842 WO-A1-2006/041358 US-A1- 2006 214 350
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WO-A1-01/29786 DE-A1-102008 011 404
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Transport und/oder zur Aufbewahrung von
Wertscheinen. Die Vorrichtung umfasst einen Rollenspeicher zum Speichern der Wertscheine,
wobei der Rollenspeicher eine Wickeltrommel umfasst, auf der die Wertscheine zum Speichern
aufwickelbar sind.
[0002] Aus der Anmeldung
DE 10 2008 038 801 ist ein transportabler Rollenspeicher bekannt, der in Form einer Geldkassette ausgebildet
ist und beispielsweise in Geldautomaten, automatischen Kassensystemen und/oder automatischen
Tresorkassen eingesetzt wird.
[0003] Bei bekannten Geldkassetten werden Lage, Beschleunigungs- und/oder Schocksensoren
eingesetzt, um die in der Geldkassette aufgenommenen Geldscheine vor Manipulation,
insbesondere vor Diebstahl, zu schützen. Hierzu umfasst die Geldkassette ein sogenanntes
Tintenkit, welches ausgelöst wird, wenn mindestens einer der zuvor genannten Sensoren
einen voreingestellten Grenzwert überschreitet und somit von einem Manipulationsversuch
ausgegangen wird. Beim Auslösen des Tintenkits wird in der Geldkassette ein Farbstoff
so feigesetzt, dass zumindest ein Teil, vorzugsweise alle, in der Geldkassette befindlichen
Wertscheine zumindest teilweise mit dem Farbstoff eingefärbt werden. Problematisch
an der Verwendung der Beschleunigungs-, Lage- und/oder Schocksensoren ist es, dass
durch diese beim Transport der Geldkassette häufig irrtümlicherweise das Tintenkit
ausgelöst wird, obwohl überhaupt kein Manipulationsversuch vorliegt. Beispielsweise
wird das Tintenkit beim unbeabsichtigten Herunterfallen der Geldkassette ausgelöst,
und somit werden die in der Geldkassette aufgenommenen Wertscheine unnötigerweise
durch das Auslösen des Tintenkits irreversibel entwertet. Hierdurch und für die Reinigung
der Geldkassette und für den Ersatz des Tintenkits entstehen ein hoher Aufwand und
hohe Kosten.
[0004] Eine Möglichkeit, ein solches unnötiges Auslösen des Tintenkits beim Transport der
Geldkassette zu vermeiden ist es, dass die Geldkassette beim Transport in einen Transportmodus
geschaltet wird, in dem die Beschleunigungs-, Lage- und/oder Schocksensoren deaktiviert
sind und somit auch bei Überschreiten eines voreingestellten Grenzwertes nicht auslösen.
Problematisch hieran ist es, dass somit Manipulationsversuche und/oder Manipulationen
der Geldkassette vereinfacht werden und somit die Sicherheit der in der Geldkassette
aufgenommenen Wertscheine reduziert wird.
[0005] Aus dem Dokument
EP 0 795 842 A2 ist ein Rollenspeicher bekannt, dessen Wickeltrommeln über Schrittmotoren angetrieben
werden können. Ferner sind Sensoren vorgesehen, mit deren Hilfe eine Drehbewegung
der Schrittmotoren detektiert werden kann.
[0007] Es ist Aufgabe der Erfindung, eine Vorrichtung zum Transport und/oder zur Aufbewahrung
von Wertscheinen anzugeben, bei der Manipulationsversuche zuverlässig und sicher ermittelt
werden.
[0008] Diese Aufgabe wird durch eine Vorrichtung mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1
gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den abhängigen Patentansprüchen
angegeben.
[0009] Durch das Vorsehen eines Sensors zur Detektion einer Drehbewegung der Wickeltrommel
wird erreicht, dass eine Drehbewegung der Wickeltrommel jederzeit zuverlässig und
sicher detektierbar ist. Um an die auf die Wickeltrommel mithilfe einer Folie oder
eines Bandes aufgewickelten und somit in dem Rollenspeicher gespeicherten Wertscheine
zu gelangen, muss die Wickeltrommel zwangsläufig gedreht werden. Ein Zerschneiden
der Folie ist mit einem hohen Aufwand verbunden und führt in der Regel zur Beschädigung
der aufgewickelten Wertscheine, so dass diese nicht mehr brauchbar sind. Somit ist
es bei einem Manipulationsversuch des Rollenspeichers notwendig die Wickeltrommel
zu drehen, um an die Wertscheine zu gelangen. Wird nun mithilfe des Sensors eine Drehbewegung
der Wickeltrommel detektiert, und befindet sich die Vorrichtung nicht in einem Modus,
in dem eine Drehbewegung zugelassen ist, so kann von einem Manipulationsversuch ausgegangen
werden und es können die entsprechenden Schritte zur Verhinderung des Inverkehrbringens
der unrechtmäßig erlangten Wertscheine durch die die Manipulation ausführende Person
eingeleitet werden.
[0010] Es ist vorteilhaft, wenn die Wickeltrommel über eine Welle drehbar um die Längsachse
dieser Welle gelagert ist und wenn der Sensor eine Drehbewegung dieser Welle detektiert.
Durch die drehfeste Verbindung zwischen der Wickeltrommel und der Welle, auf der die
Wickeltrommel gelagert ist, resultiert aus einer Drehbewegung der Welle zwangsläufig
auch eine Drehbewegung der Wickeltrommel, so dass über die einfach zu ermittelnde
Drehbewegung der Welle auch eine Drehbewegung der Wickeltrommel zuverlässig detektiert
werden kann. Alternativ kann die Wickeltrommel auch formschlüssig, beispielsweise
über ein Getriebe, mit der Welle verbunden sein.
[0011] Die Vorrichtung umfasst eine Entwertungseinheit zum Ungültigmachen der in dem Rollenspeicher
gespeicherten Wertscheine und eine Steuereinheit zur Steuerung dieser Entwertungseinheit.
Die Entwertungseinheit wiederum umfasst vorzugsweise ein Tintenkit, welches zum irreversiblen
Einfärben der gespeicherten Wertscheine mit einem Farbstoff dient, so dass die Wertscheine
nicht mehr verwendet werden können und somit für einen potenziellen Dieb unbrauchbar
sind.
[0012] Die Steuereinheit löst die Entwertungseinheit dann aus, wenn mit Hilfe des Sensors
eine Drehbewegung der Wickeltrommel detektiert wurde. Unter einem Auslösen der Entwertungseinheit
wird verstanden, dass mithilfe der Entwertungseinheit die gespeicherten Wertscheine
ungültig gemacht werden. Handelt es sich bei der Entwertungseinheit um ein Tintenkit,
so bedeutet ein Auslösen der Entwertungseinheit, dass das Tintenkit die gespeicherten
Wertscheine einfärbt.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung löst die Steuereinheit in einem
aktivierten Modus die Entwertungseinheit aus, wenn der Sensor eine Drehbewegung der
Wickeltrommel detektiert hat, und löst in einem deaktivierten Modus der Entwertungseinheit
nicht aus, wenn der Sensor eine Drehbewegung der Wickeltrommel detektiert hat. Der
deaktivierte Modus ist insbesondere derjenige Modus der Vorrichtung, der verwendet
wird, wenn die Vorrichtung in einer Vorrichtung zur Handhabung von Wertscheinen, insbesondere
einem Geldautomaten, einem automatischen Kassensystem und/oder einer automatischen
Tresorkasse, aufgenommen ist. In diesem deaktivierten Modus ist eine Drehbewegung
der Wickeltrommel erlaubt, da diese bei Einzahlung und/oder Auszahlung von Wertscheinen
mit Hilfe der Vorrichtung zur Handhabung von Wertscheinen zwangsläufig gedreht werden
muss und die Drehung der Wickeltrommel zur Speicherung und/oder zur Entnahme der Wertscheine
beabsichtigt ist. Der deaktivierte Modus wird daher auch als ATM (Automatic Teller
Mashine)-Modus bezeichnet.
[0013] Der aktivierte Modus ist insbesondere derjenige Modus, der aktiviert ist, wenn die
Vorrichtung transportiert wird und somit nicht in einer Vorrichtung zur Handhabung
von Wertscheinen aufgenommen ist. Während dieses Transportes ist eine Drehbewegung
der Wickeltrommel nicht beabsichtigt, da während des Transportes dem Rollenspeicher
keine Wertscheine zugeführt und/oder entnommen werden sollen. Während des Transportes
kann bei einer Drehbewegung der Wickeltrommel daher davon ausgegangen werden, dass
unberechtigterweise Wertscheine entnommen werden sollen und somit ein Manipulationsversuch
vorliegt. Daher wird in dem aktivierten Modus die Entwertungseinheit ausgelöst, wenn
der Sensor eine Drehbewegung detektiert. Der aktivierte Modus wird daher als Transportmodus
bezeichnet.
[0014] Durch das Umschalten zwischen dem aktivierten und dem deaktivierten Modus wird erreicht,
dass die Entwertungseinheit nicht irrtümlicherweise ausgelöst wird, wenn die Vorrichtung
zum Transport und/oder zur Aufbewahrung von Wertscheinen in einer Vorrichtung zur
Handhabung von Wertscheinen eingesetzt ist, mit Hilfe derer dem Rollenspeicher Wertscheine
zugeführt und wieder entnommen werden sollen.
[0015] Alternativ kann der Sensor in einen deaktivierten Modus versetzt werden, wenn die
Vorrichtung zum Transport und/oder zur Aufbewahrung von Wertscheinen in einer Vorrichtung
zur Handhabung von Wertscheinen eingesetzt ist, so dass in diesem deaktivierten Modus
der Sensor keine Informationen an die Steuereinheit übermittelt, so dass diese auch
bei einer Drehbewegung der Wickeltrommel die Entwertungseinheit nicht auslöst.
[0016] Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung löst die Steuereinheit
die Entwertungseinheit nur dann aus, wenn der Sensor eine Drehbewegung der Wickeltrommel
in einer Abspulrichtung detektiert. Die Abspulrichtung ist hierbei diejenige Richtung
der Wickeltrommel, in die die Wickeltrommel zur Entnahme von Wertscheinen gedreht
werden muss. Hierdurch wird erreicht, dass die Entwertungseinheit nur dann ausgelöst
wird, wenn auch tatsächlich eine Entnahme von Wertscheinen aus dem Rollenspeicher
erfolgt, aber nicht dann, wenn die Wickeltrommel derart bewegt wird, dass dem Rollenspeicher
nur Wertscheine zuführbar sind.
[0017] Ferner ist vorteilhaft, wenn die Vorrichtung einen Lagesensor zur Detektion der Änderung
der Ausrichtung der Vorrichtung, einen Beschleunigungssensor zur Detektion der Beschleunigung
der Vorrichtung und/oder ein Schocksensor zur Detektion von stoßartigen Belastungen
der Vorrichtung umfasst. Ferner hat die Vorrichtung ein Speicherelement mit einem
Speicherbereich, in dem ein voreingestellter maximal zulässiger Grenzwert für die
Änderung der Ausrichtung, ein Grenzwert für die Beschleunigung und/oder ein Grenzwert
für die stoßartige Belastung gespeichert sind. Die Steuereinheit vergleicht nach Detektion
einer Änderung der Ausrichtung, einer Beschleunigung und/oder einer stoßartigen Belastung
die mit Hilfe des bzw. der Sensoren ermittelten Werte mit den jeweiligen Grenzwerten
und speichert Daten mit Informationen hierüber in einen Speicherbereich eines Speicherelementes,
wenn mindestens einer der mit Hilfe der Sensoren ermittelten Werte den entsprechenden
Grenzwert überschreitet. Die Steuereinheit löst die Entwertungseinheit aus, wenn innerhalb
einer voreingestellten Zeitspanne nach dem Überschreiten des Grenzwertes der Sensor
eine Drehbewegung der Wickeltrommel detektiert. Hierdurch wird erreicht, dass Fehlauslösungen
der Entwertungseinheit während des Transportes der Vorrichtung vermieden oder zumindest
reduziert werden. Die Entwertungseinheit wird nämlich nur dann ausgelöst, wenn zusätzlich
zu dem Überschreiten mindestens eines Grenzwertes eine Drehbewegung der Wickeltrommel
erfolgt, so dass kein Auslösen der Entwertungseinheit erfolgt, wenn beispielsweise
die Vorrichtung unbeabsichtigt durch einen Mitarbeiter eines Werttransportunternehmens
fallen gelassen wird.
[0018] Bei einer besonders bevorzugten Weiterbildung der Erfindung ist die voreingestellte
Zeitspanne eine erste Zeitspanne. Die Steuereinheit löst die Entwertungseinheit nur
dann aus, wenn die Steuereinheit ermittelt hat, dass innerhalb einer voreingestellten
zweiten Zeitspanne mindestens ein Grenzwert mit einer voreingestellten Häufigkeit
überschritten wurde. Hierdurch wird erreicht, dass nicht bei einem einmaligen Überschreiten
oder nur einer geringen Anzahl von Überschreitungen eines der Grenzwerte die Entwertungseinheit
ausgelöst wird, so dass die Anzahl der Fehlauslösungen verringert werden. Hierbei
wird angenommen, dass beispielsweise zum Zerstören der Vorrichtung die Grenzwerte
mit der voreingestellten Häufigkeit überschritten werden müssen, um die Vorrichtung
entsprechend mechanisch zu schädigen, dass die Wertscheine zugänglich sind.
[0019] Der Sensor umfasst insbesondere einen Hall-Sensor, wobei vorzugsweise mindestens
ein Magnet drehfest mit der Welle der Wickeltrommel verbunden ist, so dass mit Hilfe
des Hall-Sensors eine Drehbewegung der Welle und somit der Wickeltrommel detektierbar
ist.
[0020] Die Vorrichtung umfasst insbesondere eine Geldkassette, in der der Rollenspeicher
und der Sensor aufgenommen sind. Durch die Ausbildung der Vorrichtung in Form einer
Geldkassette wird eine einfache Handhabung des Rollenspeichers erreicht, so dass auf
einfache Weise ein transportabler Rollenspeicher erzielt wird, der zwischen Geldautomaten,
automatischen Kassensystem und/oder automatischen Tresorkassen und einem Cash-Center
transportiert werden kann.
[0021] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung,
die die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen im Zusammenhang mit den beigefügten
Figuren näher erläutert.
[0022] Es zeigen:
- Figur 1
- eine schematische Darstellung eines transportablen Rollenspeichers;
- Figur 2
- ein Ablaufdiagramm der Ansteuerung einer Entwertungseinheit des transportablen Rollenspeichers
nach Figur 1,
- Figur 3
- eine schematische perspektivische Darstellung einer Wickeltrommel eines Rollenspeichers
gemäß einer weiteren Ausführung der Erfindung; und
- Figur 4
- eine schematische perspektivische Darstellung eines Ausschnitts der Wickeltrommel
nach Figur 3.
[0023] In Figur 1 ist eine schematische Darstellung einer als transportabler Rollenspeicher
20 ausgebildeten Vorrichtung zum Transport und/oder zur Aufbewahrung von Wertscheinen
dargestellt. Der transportable Rollenspeicher 20 umfasst eine Wickeltrommel 1 mit
einem Wickelkern 2. Der äußere Kreis um den Wickelkern 2 deutet den Umfang der Wickeltrommel
1 in maximal befülltem Zustand schematisch an. Die Wickeltrommel 1 ist insbesondere
auf einer Welle 22 drehbar um die Längsachse der Welle 22 gelagert, wobei die Wickeltrommel
1 drehfest und/oder kraftschlüssig mit der Welle 22 verbunden ist. Die Welle 22 wird
auch als Hauptwelle bezeichnet und ist vorzugsweise mit Hilfe einer Antriebseinheit
angetrieben.
[0024] Ferner umfasst der transportable Rollenspeicher 20 zwei Folientrommeln 3, 4, die
jeweils auf einer Antriebswelle 5, 6 angeordnet sind. Die Antriebswellen 5, 6 sind
mit einem Motor oder zwei Motoren (nicht dargestellt) antreibbar. Alternativ sind
alle Wellen 5, 6, 22 über eine zentrale Antriebseinheit antreibbar.
[0025] Auf der ersten Folientrommel 3 ist eine erste Folienbahn 7 und auf der zweiten Folientrommel
4 eine zweite Folienbahn 11 aufgewickelt. Die Folienbahnen 7, 11 sind über eine Vielzahl
von Rollen 8a, 8b, 9, 10, 12a, 12b, 13, 14 geführt.
[0026] Die in dem Rollenspeicher 20 zu speichernden Wertscheine werden in Richtung des Pfeils
15 durch eine nicht dargestellt Öffnung eines Gehäuses 24 in einen zwischen den beiden
Rollen 9, 13 ausgebildeten Zuführbereich geführt. Ein zugeführter Wertschein wird
in dem Zuführbereich zuerst von der ersten Folienbahn 7 erfasst und anschließend von
der um die Rolle 13 geführten zweiten Folienbahn 11 kontaktiert. Diese zeitlich versetzte
Kontaktierung erfolgt aufgrund eines Versatzes zwischen den Rollen 9, 13. In Zuführrichtung
gesehen nach der Rolle 13 werden die erste Folienbahn 7 und die zweite Folienbahn
11 aneinander gedrückt und die zwischen ihnen angeordneten Wertscheine werden hierdurch
gehalten. Anschließend werden die beiden Folienbahnen 7, 11 zusammen mit den zwischen
ihnen angeordneten Wertscheinen auf der Wickeltrommel 1 in Zuführrichtung P1 aufgewickelt.
[0027] Umgekehrt werden auf der Wickeltrommel 1 gespeicherte Wertscheine durch Abspulen
der beiden Folienbahnen 7, 11 entgegen des Pfeils P1 in Abspulrichtung abgespult,
so dass die Wertscheine entnommen werden können.
[0028] Des Weiteren umfasst der Rollenspeicher 20 einen Sensor 26 zur Detektion einer Drehbewegung
der Wickeltrommel 1. Der Sensor 26 ist insbesondere derart ausgebildet, dass mit seiner
Hilfe eine Drehbewegung der Hauptwelle 22 detektierbar ist. Alternativ oder zusätzlich
kann mithilfe des Sensors 26 auch direkt eine Drehbewegung der Wickeltrommel 1 erfasst
werden.
[0029] Darüber hinaus hat der Rollenspeicher 20 ein nicht dargestelltes Tintenkit und eine
ebenfalls nicht dargestellte Steuereinheit zur Steuerung des Tintenkits. Das Tintenkit
dient zur Entwertung der in dem Rollenspeicher 20 gespeicherten Wertscheine im Falle
eines Manipulationsversuches. Hierzu löst die Steuereinheit bei Vorliegen eines Manipulationsversuches
das Tintenkit aus, wodurch durch den Farbstoff des Tintenkits die Wertscheine irreversibel
eingefärbt werden und somit für einen potenziellen Dieb nicht mehr verwertbar sind.
[0030] Erfasst der Sensor 26 eine Drehbewegung der Wickeltrommel 1, so sendet er Daten mit
Informationen hierüber an die Steuereinheit, die daraufhin das Tintenkit auslöst,
sofern ein aktivierter Modus eingestellt ist. Ist dagegen ein deaktivierter Modus
eingestellt, so löst die Steuereinheit auch bei einer Drehbewegung der Wickeltrommel
1 das Tintenkit nicht aus. Der deaktivierte Modus ist insbesondere dann eingestellt,
wenn der transportable Rollenspeicher 20 in einem Geldautomaten, in einem automatischen
Kassensystem, in einer automatische Tresorkasse und/oder einer sogenannten Docking-Station,
in der der Rollenspeicher 20 befüllt und/oder entleert wird, aufgenommen ist, da in
diesem Fall die Wickeltrommel 1 zur Entnahme und/oder zum Zuführen von Wertscheinen
gedreht werden muss.
[0031] Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung löst die Steuereinheit das Tintenkit
auch im aktivierten Modus nur dann aus, wenn eine Drehbewegung in Abspulrichtung ermittelt
wird. Bei einer Drehbewegung der Wickeltrommel 1 in Zuführrichtung P1 wird dagegen
das Tintenkit nicht ausgelöst.
[0032] Durch die Detektion einer Drehbewegung der Wickeltrommel 1 und das eventuelle Auslösen
eines Tintenkits wird erreicht, dass Manipulationsversuche effektiv verhindert werden.
Selbst wenn es einem potenziellen Dieb gelingt, eventuelle andere Sensoren, wie beispielsweise
einen Lagesensor, einen Beschleunigungssensor, einen Schocksensor oder einen Sensor
zur Detektion einer Öffnung eines Deckels des Rollenspeichers 20 zu überlisten, so
muss er doch jedesmal die Wickeltrommel 1 in Abspulrichtung drehen, um an die gespeicherten
Wertscheine zu gelangen.
[0033] Bei einer alternativen Ausführungsform der Erfindung umfasst der Rollenspeicher 20
zusätzlich zum Sensor 26 einen Lagesensor zur Detektion einer Änderung der Ausrichtung
des Rollenspeichers 20, einen Beschleunigungssensor zur Detektion einer Beschleunigung
des Rollenspeichers 20 und/oder einen Schocksensor zur Detektion einer stoßartigen
Belastung des Rollenspeichers 20. Wird mithilfe mindestens eines dieser Sensoren die
Überschreitung eines voreingestellten Grenzwertes detektiert, so wird anders als bei
bekannten transportablen Rollenspeichern 20 das Tintenkit nicht direkt ausgelöst,
sondern nur dann ausgelöst, wenn nach dem Überschreiten des mindestens einen Grenzwertes
eine Drehbewegung der Wickeltrommel 1 mithilfe des Sensors 26 detektiert wird. Auf
diese Weise wird die Anzahl der Fehlauslösungen, d.h. die Anzahl derjenigen Auslösungen
des Tintenkits, die nicht notwendig waren, weil kein Manipulationsversuch vorliegt,
reduziert. Hierdurch wiederum werden Aufwand und Kosten eingespart.
[0034] In Figur 2 ist ein Ablaufdiagramm der Steuerung des Tintenkits des Rollenspeichers
20 durch die Steuereinheit gezeigt. Das Verfahren wird im Schritt S10 gestartet.
[0035] Wird in Schritt S12 mithilfe des Sensors 26 eine Drehbewegung der Wickeltrommel 1
detektiert, so wird anschließend im Schritt S14 überprüft, welcher Modus eingestellt
ist. Ergibt diese Überprüfung, dass der aktivierte Modus eingestellt ist, so löst
die Steuereinheit im Schritt S16 das Tintenkit aus. Ergibt die Überprüfung im Schritt
S14 dahingegen, dass der deaktivierte Modus eingestellt ist, so löst die Steuereinheit
das Tintenkit im Schritt S18 nicht aus. Anschließend wird im Schritt S20 das Verfahren
beendet.
[0036] Bei einer alternativen Ausführungsform der Erfindung kann auch zunächst überprüft
werden, welcher Zustand eingestellt ist. Ist der deaktivierte Modus eingestellt, so
wird der Sensor 26 deaktiviert, so dass überhaupt keine Drehbewegung mithilfe des
Sensors 26 mehr erfasst wird. Nur im aktivierten Modus bleibt auch der Sensor 26 aktiviert,
so dass in diesem Falle bei der Detektion einer Drehbewegung der Wickeltrommel 1 durch
den Sensor 26 die Steuereinheit das Tintenkit auslöst.
[0037] In Figur 3 ist eine schematische perspektivische Darstellung einer Wickeltrommel
30 eines transportablen Rollenspeichers gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung
gezeigt. In Figur 4 ist eine schematische perspektivische Darstellung eines Ausschnitts
der Wickeltrommel 30 nach Figur 3 gezeigt, wobei von der Winkeltrommel 30 lediglich
die Hauptwelle 32 und ein drehfest mit der Hauptwelle 32 verbundenes Zahnrad 33 sowie
eine Hallsensoreinheit 34 gezeigt sind.
[0038] Die Hallsensoreinheit 34 ist fest mit einer ortsfest angeordneten Scheibe 36 verbunden.
Die Scheibe 36 dreht sich bei einer Drehbewegung der Wickeltrommel 30 nicht mit. Auf
dem Zahnrad 33 sind insgesamt vier Magneten 38a bis 38d angeordnet und fest mit dem
Zahnrad 33 verbunden. Die Magneten 38a bis 38d drehen sich bei einer Drehbewegung
der Wickeltrommel 30 mit, sodass mit Hilfe der Hallsensoreinheit 34 eine Drehbewegung
der Wickeltrommel 30 auf einfache Weise detektierbar ist. Wie zuvor im Zusammenhang
mit den Figuren 1 und 2 beschrieben, wird, je nach dem, in welchem Zustand sich der
transportable Rollenspeicher befindet, bei Detektion einer Drehbewegung der Wickeltrommel
30 durch die Hallsensoreinheit 34 eine nicht dargestellte Entwertungseinheit ausgelöst
oder nicht.
[0039] Bei einer alternativen Ausführungsform der Erfindung können auch mehr als vier Magneten
38a bis 38d oder weniger als vier Magneten 38a bis 38d auf dem Zahnrad 33 befestigt
sein.
Bezugszeichenliste
[0040]
- 1, 30
- Wickeltrommel
- 2
- Wickelkern
- 3, 4
- Folientrommel
- 5, 6
- Antriebswelle
- 7, 11
- Folienbahn
- 8a, 8b, 9, 10, 12a, 12b, 13, 14
- Rolle
- 15
- Zuführrichtung
- 20
- Rollenspeicher
- 22, 32
- Hauptwelle
- 24
- Gehäuse
- 26, 34
- Sensor
- 33
- Zahnrad
- 36
- Scheibe
- 38a bis 38d
- Magnet
- S10 bis S20
- Schritt
1. Vorrichtung zum Transport und/oder zur Aufbewahrung von Wertscheinen,
mit einem Rollenspeicher (20) mit einer Wickeltrommel (1, 30) zum Speichern der Wertscheine,
einem Sensor (26, 34) zur Detektion einer Drehbewegung der Wickeltrommel (1, 30),
dadurch gekennzeichnet, dass eine Entwertungseinheit zum Ungültigmachen der gespeicherten Wertscheine und eine
Steuereinheit zur Steuerung des Entwertungseinheit vorgesehen sind, und
dass die Steuereinheit eingerichtet ist die Entwertungseinheit auszulösen, wenn der
Sensor (26, 34) eine Drehbewegung der Wickeltrommel (1, 30) detektiert hat.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Wickeltrommel (1, 30) über eine Welle (22, 32) drehbar um die Längsachse dieser
Welle (22, 32) gelagert ist, und dass der Sensor (26, 34) eine Drehbewegung dieser
Welle (22, 32) detektiert.
3. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Entwertungseinheit ein Tintenkit zum Einfärben der gespeicherten Wertscheine
umfasst.
4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinheit die Entwertungseinheit, wenn der Sensor (26, 34) eine Drehbewegung
der Wickeltrommel (1, 30) detektiert hat, nur in einem aktivierten Modus auslöst und
dass in einem deaktivierten Modus die Steuereinheit die Entwertungseinheit nicht auslöst,
wenn der Sensor (26, 34) eine Drehbewegung der Wickeltrommel (1, 30) detektiert hat.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinheit die Entwertungseinheit, wenn der Sensor (26, 34) eine Drehbewegung
der Wickeltrommel (1, 30) detektiert hat, nur in einem aktivierten Modus auslöst,
und dass in einem deaktivierten Modus des Sensors (26, 34) der Sensor (26, 34) deaktiviert
ist, so dass dieser keine Drehbewegung der Wickeltrommel (1, 30) detektiert.
6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinheit die Entwertungseinheit nur dann auslöst, wenn der Sensor (26, 34)
eine Drehbewegung der Wickeltrommel (1, 30) in eine Abspulrichtung detektiert, wobei
die Abspulrichtung die Drehrichtung der Wickeltrommel (1, 30) ist, in die sie zur
Entnahme von gespeicherten Wertscheinen gedreht werden muss.
7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung einen Lagesensor zur Detektion der Änderung der Ausrichtung der Vorrichtung,
einen Beschleunigungssensor zur Detektion der Beschleunigung der Vorrichtung und/oder
einen Schocksensor zur Detektion von stoßartigen Belastungen der Vorrichtung umfasst,
dass in einem Speicherbereich eines Speicherelements ein voreingestellter maximal
zulässiger Grenzwert für die Änderung der Ausrichtung, ein Grenzwert für die Beschleunigung
und/oder ein Grenzwert für die stoßartige Belastung gespeicherten sind, dass die Steuereinheit
nach der Detektion einer Änderung der Ausrichtung, einer Beschleunigung und/oder einer
stoßartigen Belastung die mit Hilfe des bzw. der Sensoren ermittelten Werte mit dem
jeweiligen Grenzwert vergleicht, dass die Steuereinheit, wenn mindestens ein ermittelter
Wert den entsprechenden Grenzwert überschreitet, Daten mit Information hierüber in
einem Speicherbereich eines Speicherelements speichert, und dass die Steuereinheit
die Entwertungseineinheit auslöst, wenn innerhalb einer voreingestellten Zeitspanne
nach dem Überschreiten des Grenzwertes der Sensor (26, 34) eine Drehbewegung der Wickeltrommel
(1, 30) detektiert.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die voreingestellte Zeitspanne eine erste Zeitspanne ist, und dass die Steuereinheit
die Entwertungseinheit nur dann auslöst, wenn die Steuereinheit ermittelt hat, dass
innerhalb einer voreingestellten zweiten Zeitspanne mindestens ein Grenzwert mindestens
mit einer voreingestellten Häufigkeit überschritten wurde.
9. Vorrichtung noch einem der vorhergehenden Ansprüchen, dadurch gekennzeichnet, dass der Sensor (26, 34) einen Hall-Sensor umfasst.
10. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung eine Geldkassette umfasst, in der der Rollenspeicher (20) und der
Sensor (26, 34) aufgenommen sind.
11. Geldkassette (20), dadurch gekennzeichnet, dass sie eine Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9 umfasst.
1. A device for transport and/or storage of notes of value,
comprising a roller storage (20) having a winding drum (1, 30) for storing the notes
of value,
a sensor (26, 34) for detecting a rotation movement of the winding drum (1, 30),
characterized in that an invalidating unit for invalidating the stored notes of value and a control unit
for controlling the invalidating unit are provided, and
that the control unit is configured to trigger the invalidating unit if the sensor
(26, 34) has detected a rotary motion of the winding drum (1, 30).
2. The device according to claim 1, characterized in that the winding drum (1, 30) is supported by a shaft (22, 32) so as to be rotatable about
the longitudinal axis of this shaft (22, 32), and that the sensor (26, 34) detects
a rotary motion of this shaft (22, 32).
3. The device according to one of the preceding claims, characterized in that the invalidating unit comprises an ink kit for dyeing the stored notes of value.
4. The device according to one of the preceding claims, characterized in that the control unit, only in an activated mode, triggers the invalidating unit if the
sensor (26, 34) has detected a rotary motion of the winding drum (1, 30), and that
the control unit in a deactivated mode does not trigger the invalidating unit if the
sensor (26, 34) has detected a rotary motion of the winding drum (1, 30).
5. The device according to one of the claims 1 to 3, characterized in that the control unit, only in an activated mode, triggers the invalidating unit if the
sensor (26, 34) has detected a rotary motion of the winding drum (1, 30), and that
in a deactivated mode of the sensor (26, 34) the sensor (26, 34) is deactivated so
that it does not detect any rotary motion of the winding drum (1, 30).
6. The device according to one of the preceding claims, characterized in that the control unit triggers the invalidating unit only if the sensor (26, 34) detects
a rotary motion of the winding drum (1, 30) in an unwinding direction, with the unwinding
direction being the rotating direction of the winding drum (1, 30), in which it must
be rotated for removal of stored notes of value.
7. The device according to one of the preceding claims, characterized in that the device comprises a position sensor for detecting the change in orientation of
the device, an acceleration sensor for detecting the acceleration of the device, and/or
a shock sensor for detecting shock-like loads acting on the device, that in a memory
area of a memory element a preset maximum permissible threshold value for the change
in orientation, a threshold for the acceleration, and/or a threshold for the shock-like
load are stored, that the control unit after detection of a change in orientation,
an acceleration and/or a shock-like load compares the values detected by means of
the sensor or the sensors, respectively, with the respective threshold value, that
the control unit, if at least one determined value exceeds the respective threshold
value, stores data with information thereon in a memory area of a memory element,
and that the control unit triggers the invalidating unit if the sensor (26, 34) detects
a rotary motion of the winding drum (1, 30) within a preset period after the threshold
value was exceeded.
8. The device according to claim 7, characterized in that the preset period is a first period, and that the control unit triggers the invalidating
unit only if the control unit has determined that within a preset second period at
least one threshold value was exceeded at least with a preset frequency.
9. The device according to one of the preceding claims, characterized in that the sensor (26, 34) comprises a Hall sensor.
10. The device according to one of the preceding claims, characterized in that the device comprises a cash box in which the roller storage (20) and the sensor (26,
34) are received.
11. A cash box (20), characterized in that it comprises a device according to one of claims 1 through 9.
1. Dispositif pour transporter et/ou conserver des documents de valeur,
comprenant un dispositif de stockage à rouleau (20) présentant un tambour d'enroulement
(1, 30) pour le stockage des documents de valeur,
un capteur (26, 34) pour la détection d'un mouvement rotatif du tambour d'enroulement
(1, 30),
caractérisé en ce qu'une unité de dévalorisation servant à invalider les documents de valeur stockés et
une unité de commande servant à commander l'unité de dévalorisation sont prévues,
et
en ce que l'unité de commande est conçue pour déclencher l'unité de dévalorisation, lorsque
le capteur (26, 34) a détecté un mouvement rotatif du tambour d'enroulement (1, 30).
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que le tambour d'enroulement (1, 30) est monté de manière à pouvoir être amené en rotation
par un arbre (22, 32) autour de l'axe longitudinal de cet arbre (22, 32), et en ce que le capteur (26, 34) détecte un mouvement rotatif de cet arbre (22, 32).
3. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'unité de dévalorisation comprend un bloc d'encre pour l'encrage des documents de
valeur stockés.
4. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'unité de commande ne déclenche l'unité de dévalorisation, lorsque le capteur (26,
34) a détecté un mouvement rotatif du tambour d'enroulement (1, 30), que dans un mode
activé et en ce que, dans un mode désactivé, l'unité de commande ne déclenche pas l'unité de dévalorisation
lorsque le capteur (26, 34) a détecté un mouvement rotatif du tambour d'enroulement
(1, 30).
5. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que l'unité de commande ne déclenche l'unité de dévalorisation, lorsque le capteur (26,
34) a détecté un mouvement rotatif du tambour d'enroulement (1, 30), que dans un mode
activé, et en ce que dans un mode désactivé du capteur (26, 34), le capteur (26, 34) est désactivé, de
sorte que celui-ci ne détecte pas de mouvement rotatif du tambour d'enroulement (1,
30).
6. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'unité de commande ne déclenche l'unité de dévalorisation que lorsque le capteur
(26, 34) détecte un mouvement rotatif du tambour d'enroulement (1, 30) dans un sens
de déroulement, le sens de déroulement étant le sens de rotation du tambour d'enroulement
(1, 30) dans lequel il doit être amené en rotation pour prélever les documents de
valeur stockés.
7. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le dispositif comprend un capteur de position servant à détecter la modification
de l'orientation du dispositif, un capteur d'accélération servant à détecter l'accélération
du dispositif et/ou un capteur de chocs servant à détecter des charges par à-coups
du dispositif, en ce qu'une valeur limite maximale admissible prédéfinie pour la modification de l'orientation,
une valeur limite pour l'accélération et/ou une valeur limite pour la charge par à-coups
sont mises en mémoire dans une zone de mise en mémoire d'un élément mémoire, en ce que l'unité de commande, après la détection d'une modification de l'orientation, d'une
accélération et/ou d'une charge par à-coups, compare les valeurs déterminées à l'aide
du ou des capteurs à la valeur limite respective, en ce que l'unité de commande, lorsqu'au moins une valeur déterminée dépasse la valeur limite
correspondante, met en mémoire les données contenant des informations y afférant dans
une zone de mise en mémoire d'un élément mémoire, et en ce que l'unité de commande déclenche l'unité de dévalorisation lorsqu'un mouvement rotatif
du tambour d'enroulement (1, 30) est détecté pendant un laps de temps prédéfini une
fois la valeur limite du capteur (26, 34) dépassée.
8. Dispositif selon la revendication 7, caractérisé en ce que le laps de temps prédéfini est un premier laps de temps, et en ce que l'unité de commande ne déclenche l'unité de dévalorisation que lorsque l'unité de
commande a déterminé qu'au moins une valeur limite a été dépassée au moins à une fréquence
prédéfinie pendant un deuxième laps de temps prédéfini.
9. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le capteur (26, 34) comprend un capteur à effet Hall.
10. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le dispositif comprend une cassette à espèces dans laquelle le dispositif de stockage
à rouleau (20) et le capteur (26, 34) sont logés.
11. Cassette à espèces (20), caractérisée en ce qu'elle comprend un dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 9.
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