(19)
(11) EP 2 567 826 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
13.03.2013  Patentblatt  2013/11

(21) Anmeldenummer: 11180175.9

(22) Anmeldetag:  06.09.2011
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
B42C 5/00(2006.01)
B42C 9/00(2006.01)
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR
Benannte Erstreckungsstaaten:
BA ME

(71) Anmelder: Fomanu AG
92660 Neustadt a.d. Waldnaab (DE)

(72) Erfinder:
  • Krachtus, Werner
    92699 Bechtsrieth (DE)

(74) Vertreter: Lermer, Christoph et al
LermerRaible GbR Patent- und Rechtsanwälte Lessingstrasse 6
80336 München
80336 München (DE)

   


(54) Verfahren und Vorrichtung zum Binden eines Innenbuchs oder eines Hefts mittels verschleißfreiem Stanzen


(57) Die vorliegende Erfindung betrifft im Bereich des Buchbindens ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Binden eines Innenbuchs oder eines Hefts, wobei mittels eines berührungs- und verschleißfreien Stanz- bzw. Schneideverfahrens, wobei Perforiermuster in Klebeabschnitte einzelner Blätter eingebracht werden.




Beschreibung

BEREICH DER ERFINDUNG



[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung im Bereich des Buchbindens zum Binden eines Innenbuchs oder eines Hefts, wobei mittels eines berührungs- und verschleißfreien Stanzverfahrens Perforiermuster in Klebeabschnitte einzelner Blätter bzw. Bögen eingebracht werden, um einen sicheren Halt der einzelnen Blätter im Innenbuch oder Heft zu gewährleisten und gleichzeitig den Aufwand für die Instandhaltung der verwendeten Maschinen zu reduzieren.

STAND DER TECHNIK



[0002] Eine sehr einfache Vorgehensweise zum Binden eines Innenbuchs beruht darin, einzelne Blätter zu einem Buchblock zu stapeln, den Stapel zu stabilisieren und anschließend den Buchrücken mit Klebstoff zu beaufschlagen. Bei diesem Verfahren hat es sich als problematisch erwiesen, dass der Klebstoff lediglich minimal zwischen die einzelnen Blätter eindringen kann und eine sehr kleine Klebefläche entsteht. Aufgrund der kleinen Klebefläche ist die Festigkeit der Klebeverbindung relativ gering, so dass sich einzelne Blätter oftmals aus der Klebeverbindung lösen.

[0003] Um eine höhere Festigkeit der Klebeverbindung zu erreichen, wird im Stand der Technik vorgeschlagen, die den Buchrücken bildenden Seitenkanten oder Falzkanten der Blätter aufzurauen. Zwar erhält man eine geringfügig gesteigerte Festigkeit der Klebeverbindung, die jedoch nicht ausreichend für einen festen Halt der Blätter im Buch oder Heft ist. Alternativ können die einzelnen Blätter im Bereich des Buchrückens aufgefächert werden, so dass auch benachbarte Bereiche zur Falzkante bzw. Blattkante mit Klebstoff versehen werden können und eine größere Klebefläche gewährleistet wird. Dieses Verfahren hat jedoch den Nachteil, dass durch das Auffächern des Blockrückens nicht exakt bestimmt werden kann, wie weit der Klebstoff zwischen den Seiten eindringt, und insbesondere, dass der Klebstoff gleich weit zwischen jede Seite eindringt. Damit ergibt sich das Problem, dass mit Hilfe des Auffächerns keine exakten Verbindungen erreicht werden können.

AUFGABE DER ERFINDUNG



[0004] Ausgehend von dem genannten Stand der Technik ist es die Aufgabe der Erfindung eine feste Klebeverbindung zwischen den einzelnen Seiten zu gewährleisten, die kostengünstig und auf einfache Art und Weise herstellbar ist. Es soll außerdem gewährleistet werden, dass eine sehr exakte und stabile Bindung des Innenbuchs oder Hefts ermöglicht wird.

TECHNISCHE LÖSUNG



[0005] Diese Aufgabe wird gelöst durch das Verfahren zum Binden eines Innenbuchs oder eines Hefts gemäß Anspruch 1 sowie die Vorrichtung zum Binden eines Innenbuchs oder Hefts nach Anspruch 9. Vorteilhafte Weiterbildungen der vorliegenden Erfindung werden in den abhängigen Ansprüchen beschrieben.

[0006] Ein Innenbuch oder ein Heft wird aus einer Vielzahl einzelner Blätter bzw. Bögen (die Begriffe werden synonym verwendet) gebunden, wobei jedes Blatt eine oder zwei Blattflächen mit jeweils mindestens einem Klebeabschnitt aufweist. Der Klebeabschnitt ist vorzugsweise streifenförmig, insbesondere beidseitig jeder Blattfläche, ausgebildet und im Wesentlichen angrenzend an eine Blatt- oder Falzkante des Blattes angeordnet. Benachbarte Blätter bzw. Bögen sind im gebundenen Zustand im Bereich des Klebeabschnitts miteinander verbunden. Zur Herstellung eines solchen Innenbuchs oder Hefts wird gemäß der vorliegenden Erfindung zumindest ein Teil der Blätter einzeln oder in Bündeln von zwei oder mehr Blättern im Bereich mindestens eines ihrer Klebeabschnitte mit Hilfe eines berührungslosen Stanz- oder Schneideverfahrens mit einem Perforiermuster versehen. Anschließend werden die perforierten Blätter so übereinander zu einem Stapel angeordnet, dass die an die Klebeabschnitte angrenzenden Blatt- und/oder Falzkanten einen Buchrücken bilden, wobei zumindest die Klebeabschnitte benachbarter Blätter einander berühren. Zum Fixieren des Innenbuchs wird ein Klebemittel, insbesondere ein Klebstoff, auf den Buchrücken aufgetragen, der vorzugsweise zwischen Klebeabschnitte benachbarter Blätter eindringt, um die Klebeabschnitte stoffschlüssig miteinander zu verbinden.

[0007] Unter einem Blatt im Sinne der vorliegenden Erfindung ist ein einzelnes Blatt mit einer einzigen Blattfläche oder ein gefaltetes Blatt mit zwei Blattflächen zu verstehen. Im Falle eines gefalteten Blattes können die beiden Blattflächen gleich groß ausgebildet sein und durch eine Falzkante bzw. Falzlinie virtuell voneinander getrennt sein.

[0008] Das erfindungsgemäße Verfahren schließt somit ein Verfahren zum Binden eines Innenbuchs oder eines Hefts aus einer Vielzahl einzelner, nicht gefalteter Blätter mit einer einzelnen Blattfläche, die entlang einer Blattkante mindestens einen vorzugsweise streifenförmigen Klebeabschnitt aufweist, ein, wobei mindestens ein Klebeabschnitt eines Teils der Blätter oder aller Blätter einzeln oder in Bündeln von zwei oder mehr Blättern mit Hilfe eines berührungs- und verschleißlosen Stanz- oder Schneideverfahrens mit einem Perforiermuster versehen werden. Anschließend werden die nicht gefalteten Blätter entsprechend einer vorgegebenen Reihenfolge gestapelt und stabilisiert, so dass die Klebeabschnitte benachbarter Blätter bzw. Blattflächen einander berühren. Anschließend wird ein Klebemittel auf dem Buchrücken, der aus den Blattkanten, an die der mindestens eine Klebeabschnitt angrenzt, gebildet wird, aufgetragen, wobei das Klebemittel vorzugsweise so flüssig ausgebildet ist, dass das vorzugsweise entsprechend einer Breite des Klebeabschnittes zwischen die einzelnen Blätter fließt, um die Klebeabschnitte stoffschlüssig miteinander zu verbinden. Das Perforiermuster kann vorzugsweise so ausgebildet sein, dass es als Aufnahmeeinheit, insbesondere als Leimtasche, für den Kleber dient. Besonders vorteilhaft ist ein Perforiermuster, das keine Schlitze parallel zur Blattkante aufweist.

[0009] Alternativ schließt das Verfahren zum Binden eines Innenbuchs oder Hefts auch das Binden eines Innenbuchs oder Hefts aus einer Vielzahl einzelner Blätter mit zwei Blattflächen ein, wobei die beiden Blattflächen durch eine Falzlinie bzw. Falzkante voneinander getrennt sind und jeweils mindestens ein Klebeabschnitt, der angrenzend an die Falzkante angeordnet ist, aufweisen. Zur Herstellung eines Innenbuchs oder Hefts aus einer Vielzahl gefalteter Blätter kann ein Teil der Blätter oder alle Blätter noch vor dem Falten einzeln oder in Bündeln von zwei oder mehreren Blättern beidseitig der Falzlinie in den daran angrenzenden Klebeabschnitten mit einem Perforiermuster versehen werden. Vorzugsweise werden die Klebeabschnitte beidseitig der Falzkante mit einem Perforiermuster versehen. Möglich ist jedoch auch, lediglich mindestens einen Klebeabschnitt einer einzelnen Blattfläche mit einem Perforiermuster zu versehen, während der Klebeabschnitt bzw. die Klebeabschnitte der zweiten Blattfläche unbearbeitet bleiben. Nach dem Perforieren der Blätter können diese entlang einer Falzlinie gefaltet werden und entsprechend einer vorgegebenen Reihenfolge zu einem Stapel gestapelt werden. In dem Stapel bilden die Falzkanten einen Buchrücken, wobei die Klebeabschnitte benachbarter Blätter oder benachbarter Blattflächen einander berühren. Nach der Stabilisierung des Stapels aus gefalteten Blättern wird ein Klebemittel auf den Buchrücken aufgetragen, um die Klebeabschnitte der einzelnen Blätter oder Blattflächen stoffschlüssig miteinander zu verbinden.

[0010] Alternativ kann gemäß dem erfindungsgemäßen Verfahren zur Herstellung eines Innenbuchs oder eines Hefts aus einer Vielzahl einzelner gefalteter Blätter auch derart vorgegangen werden, dass zunächst die einzelnen Blätter gefaltet werden und anschließend zumindest ein Teil der Blätter oder alle Blätter nach dem Falten einzeln oder in Bündeln von zwei oder mehreren Blättern mit einem Perforiermuster versehen werden, wobei sich das Perforiermuster in den Klebeflächen beider Blattflächen des gefalteten Blattes bzw. der gefalteten Blätter befindet und das Perforiermuster mit Hilfe eines berührungs- und verschleißfreien Stanz- oder Schneideverfahrens gebildet wird. Anschließend wird ein Stapel gebildet, so dass die Klebeabschnitte benachbart zueinander angeordnet sind und die Falzkanten einen Buchrücken bilden. Nach der Stabilisierung des Stapels wird ein Klebemittel auf den Buchrücken aufgetragen, um die einzelnen Klebeabschnitte stoffschlüssig miteinander zu verbinden.

[0011] Vorteilhafterweise können Klebeabschnitte von im Stapel benachbart angeordneten Blättern oder Blattflächen unterschiedliche Perforiermuster aufweisen. Bei einem Innenbuch oder Heft aus einzelnen Blättern mit jeweils nur einer Blattfläche kann bspw. nur jedes zweite Blatt mit einem Perforiermuster versehen sein. Alternativ können benachbarte nicht gefaltete Blätter bzw. Blattflächen unterschiedliche Perforiermuster aufweisen, wobei die Perforiermuster vorzugsweise entlang und/oder quer zur Blattkante, an die der Klebeabschnitt angrenzt, versetzt zueinander sind.

[0012] Beim Binden eines Innenbuchs aus einer Vielzahl gefalteter Blätter können bspw. die Klebeabschnitte der beiden Blattflächen jedes Blattes unterschiedlich ausgebildet sein, insbesondere entlang und/oder quer zur Blattfalzkante versetzt sein. In diesem Fall können benachbarte, gefaltete Blätter gleichartig ausgebildet sein, wobei jedoch jeweils Klebeabschnitte benachbart sind, die unterschiedliche Perforiermuster aufweisen. Alternativ kann auch lediglich der Klebeabschnitt einer einzelnen Blattfläche eines gefalteten Blattes mit einem Perforiermuster versehen sein, wobei jeweils ein Klebeabschnitt ohne Perforiermuster einen Klebeabschnitt mit Perforiermuster berührt und diese miteinander verbunden werden. Alternativ ist es auch möglich, die Klebeabschnitte der beiden Blattflächen gefalteter Blätter mit gleichen Perforiermustern zu versehen, wobei dann jeweils Klebeabschnitte mit gleichen Perforiermustern miteinander verbunden werden. Es ist auch möglich, die Perforiermuster benachbarter Blätter, nicht jedoch benachbarter Blattflächen eines einzigen Blattes mit unterschiedlichen Perforiermustern zu versehen.

[0013] Vorteilhafterweise können die Perforiermuster eine Vielzahl an Schlitzen und/oder Löchern aufweisen. Die Schlitze können bspw. parallel und/oder senkrecht zur Blatt- oder Falzkante ausgerichtet sein. Außerdem können die Schlitze unter einem bestimmten Winkel zwischen 0° und 90° zur Falzkante ausgerichtet sein. Die Löcher können bspw. als runde, mehreckige oder sternförmige Löcher ausgebildet sein, die chaotisch / zufällig oder in bestimmten Wiederholsequenzen im Klebeabschnitt der Blätter ausgebildet sind. Vorteilhafterweise kann zumindest ein Teil der Schlitze und/oder Löcher oder alle Schlitze und/oder Löcher in Klebeabschnitten von einem Stapel benachbart angeordneten Blättern oder Blattflächen so angeordnet sein, dass sie nicht oder nur teilweise überlappen. Insbesondere eine Kombination aus Löchern und Schlitzen, die keine Seitenkante der Schlitze und/oder der Löcher parallel zur Falzkante oder Blattkante aufweisen, sind vorteilhaft.

[0014] Vorzugsweise kann ein Blatt, das zwei Blattflächen aufweist und beidseitig der Falzkanten einen Klebeabschnitt mit unterschiedlichen Perforiermustern enthält, aus parallel zur Falzkante ausgerichteten Schlitzlinien bestehen. Die Schlitzlinie ist aus Schlitzen gleicher Länge, die in gleichen Abständen voneinander angeordnet sind, aufgebaut. Vorteilhafterweise sind die Schlitze der beiden Klebeabschnitte um die halbe Länge der Summe der Schlitzlinie und des Abstands zwischen zwei benachbarten Schlitzen zueinander versetzt. Weiterhin können die Schlitzenden der Schlitze der beiden Klebeabschnitte durch Querschlitze, die senkrecht oder geneigt zur Falzkante ausgerichtet sind, miteinander verbunden sein und durchgängige oder unterbrochene Perforiermuster bilden. Als vorteilhaft hat sich ein mäanderförmiges, schwalbenschwanzförmiges oder wellenförmiges Perforiermuster herausgestellt.

[0015] Vorteilhafterweise wird das Perforiermuster mit Hilfe eines Laserstrahls in die jeweiligen Klebeabschnitte eingebracht. Als Laserstrahl bietet sich bspw. der Strahl eines Kohlenstoffdioxidlasers (CO2-Lasers), eines Festkörperlasers, insbesondere eines Neodym YAG-Lasers, oder eines Faserlasers in Frage. Mit Hilfe der genannten Laserstrahlen ist es möglich, die Perforiermuster verlässlich herzustellen, um sicherzustellen, dass das Klebemittel beim Binden durch die Schlitze gelangt.

[0016] Zur Herstellung des Perforiermusters mit Hilfe eines Laserstrahls ist es vorteilhaft, wenn der mindestens eine Laserstrahl während des Perforierens entsprechend den zu stanzenden Perforiermustern relativ zu der zu stanzenden Blattfläche in eine erste und/oder in eine zweite Richtung bewegbar ist. Vorzugsweise ist dabei die erste Richtung senkrecht zur zweiten Richtung ausgerichtet. Die Relativbewegung zwischen dem Laserstrahl und der bzw. den zu stanzenden Blattflächen kann dabei gleichzeitig oder abwechselnd in die erste und/oder zweite Richtung erfolgen. Vorteilhafterweise wird eine Quelle des Laserstrahls, insbesondere der verwendete Laser, in die erste und die zweite Richtung bewegt. Alternativ kann auch der Laserstrahl mit Hilfe von bewegbaren Spiegel- und/oder Strahlteilern derart umgelenkt werden, dass der Laserstrahl in eine erste und/oder zweite Richtung über der bzw. den zu stanzenden Blattflächen bewegt wird. Des Weiteren besteht auch die Möglichkeit, die Blattfläche zu bewegen, während der Laser und/oder der Laserstrahl ortsfest angeordnet sind. Auch eine Mischform ist denkbar, so dass sich sowohl der Laserstrahl bzw. der Laser als auch die zu stanzende Blattfläche bzw. Blattflächen in eine erste und/oder zweite Richtung bewegen.

[0017] In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung wird das Trennen bzw. Stanzen mittels einer Fluid- oder Materialstrahls durchgeführt, also mittels eines Fluidschneid- oder Fluidstanzverfahrens. Als Fluid kommt beim Stanzen von Papier vorzugsweise Gas, beispielsweise Luft, in Frage. In jedem Fall muss das Fluid mit so hohem Druck beaufschlagt werden, dass es das Papier durchdringen und somit durchschneiden bzw. Bereiche davon Stanzen kann. Der oder die Papierbögen werden relativ zu "Schneidköpfen" bewegt und dabei durch den Fluidstrahl durchtrennt.

[0018] Zum Binden eines Innenbuchs oder eines Hefts sind die zu bindenden Blätter vorzugsweise einseitig oder beidseitig bedruckt und ggf. einseitig oder beidseitig beschichtet. Vorteilhafterweise werden die Blätter vor dem Stanzen und bestenfalls vor dem Falzen der Blätter beschichtet, um zu verhindern, dass die gestanzten Perforiermuster durch das Beschichtungsmaterial aufgefüllt werden, so dass kein Klebemittel mehr in die Schlitze und/oder Löcher des Perforiermusters eindringen kann.

[0019] Die einzelnen Blätter können vorzugsweise vor dem Stanzen und bestenfalls vor dem Falzen vor oder nach dem Beschichten bedruckt werden. Ggf. ist auch ein Bedrucken nach dem Stanzschritt möglich.

[0020] Ggf. kann es notwendig sein, dass die einzelnen Blätter zugeschnitten werden müssen. Dies kann zu jedem Zeitpunkt des vorgeschlagenen Verfahrens erfolgen. Eine Variante, die ein Zuschneiden der Blätter notwendig macht, besteht darin, dass die Klebeabschnitte einzelner Blätter (gefalteter sowie nicht gefalteter Blätter) gleiche Perforiermuster aufweisen, und die Blätter versetzt zueinander gestapelt werden, so dass im Stapel die Perforiermuster benachbarter Blätter versetzt zueinander angeordnet sind. Nach dem Stapeln kann dann der jeweils überstehende Bereich der Blätter zugeschnitten werden.

[0021] Das berührungslose und verschleißfreie Stanzen ermöglicht zum einen eine sehr exakte Herstellung der Perforiermuster und gewährleistet zum anderen eine lange Nutzungsdauer ohne aufwendige Wartung. Außerdem ist mit Hilfe des berührungs- und verschleißfreien Stanzens, insbesondere des Laserstanzens, ein Stanzen unterschiedlicher Papierarten, Kunststoffarten sowie anderen Materialien möglich, ohne dabei die Zuverlässigkeit und Lebensdauer des Stanzgeräts zu beeinflussen.

[0022] Zum Positionieren sowie Stapeln der einzelnen Blätter können die einzelnen Blätter einen Positionsmarker sowie einen Barcode enthalten, die vor dem Stanzen auf die einzelnen Blätter aufgebracht wurden. Vorzugsweise erfolgt die Aufbringung von Barcode und/oder Positionsmarker während eines dem Stanzprozess vorangehenden Druckprozesses. Alternativ kann das Blatt oder die Blattbündel mit Hilfe eines Kantensensors in geeigneter Art und Weise angeordnet werden, so dass das Perforiermuster eingebracht werden kann.

[0023] Wichtig im Zusammenhang mit der Erfindung ist, dass das Stapeln der einzelnen Blätter nach dem Stanzen durchgeführt wird. Es werden also einzelne Blätter, oder, in einer alternativen Ausführungsform, wenige Blätter gestanzt. Anschließend (oder auch vor dem Stanzen) werden ggf. die einzelnen oder wenigen Blätter entlang der Perforationslinie gefalzt, mit anderen einzelnen oder wenigen ggf. gefalzten Blättern/Bögen zu einem Block oder Heft gestapelt und miteinander verbunden.

[0024] Die vorliegende Erfindung betrifft weiterhin eine Vorrichtung zum Binden eines Innenbuchs oder eines Hefts aus einer Vielzahl einzelner Blätter mit je einer oder zwei Blattflächen, die jeweils mindestens einen Klebeabschnitt, insbesondere einen streifenförmigen Klebeabschnitt aufweisen. Der streifenförmige Klebeabschnitt ist dabei im Wesentlichen angrenzend an eine Blatt- oder Falzkante angeordnet und dient zur Verbindung benachbart angeordneter Blätter miteinander. Die Vorrichtung enthält erfindungsgemäß eine Auflageeinheit zum Auflegen eines Blattes oder Blattbündels sowie eine Einheit zum berührungslosen und verschleißfreien Stanzen von Perforiermustern in den mindestens einen Klebeabschnitt einzelner Blätter oder Blattbündel. Die Vorrichtung zum Binden des Innenbuchs oder Heftes kann weiter eine Vielzahl an Beförderungseinheiten sowie eine Einheit zum Stapeln und Kleben der einzelnen Blätter zu einem Innenbuch oder Heft enthalten.

[0025] Die Vorrichtung zum berührungslosen Stanzen kann bspw. eine Einheit zum Laserstanzen und/oder Laserschneiden sein. Eine solche Laserstanzeinheit ist insbesondere vorteilhaft, da Papierblätter unterschiedlicher Stärken sowie beschichtete Blätter als auch Kunststoffblätter oder Blätter aus anderen Materialien stanzbar sind.

[0026] Die Einheit zum Laserstanzen und/oder Laserschneiden ist vorzugsweise derart ausgebildet, dass mindestens ein Laserstrahl, vorzugsweise genau ein oder genau zwei oder mehr Laserstrahlen, erzeugbar sind. Die Anzahl der benötigten Laserstrahlen richtet sich nach der Art des Blattes, insbesondere danach, ob ein nicht gefaltetes Blatt mit lediglich einer Blattfläche oder ein gefaltetes Blatt mit zwei Blattflächen gestanzt wird. Außerdem ist es ausschlaggebend, ob bei gefalteten Blättern lediglich der Klebeabschnitt einer einzigen Blattfläche perforiert wird oder ob Klebeabschnitte beider Blattflächen perforiert werden. Des Weiteren spielt auch die Art des Perforiermusters eine wesentliche Rolle bei der Anzahl an Laserstrahlen.

[0027] Zur Erzeugung der entsprechenden Laserstrahlen weist die Einheit zum Laserstanzen mindestens eine Laserlichtquelle auf. Als Laserlichtquelle kommen bspw. CO2-Laser, Festkörperlaser wie bspw. Neodym YAG-Laser, oder Faserlaser in Frage. Vorzugsweise kann die Einheit zum Laserstanzen genau eine oder genau zwei Laserlichtquellen aufweisen. Die Vorrichtung zum Binden eines Innenbuchs oder eines Hefts ist vorzugsweise derart gestaltet, dass die Auflageeinheit relativ zur Laserstanzeinheit bzw. zum Laserstrahl bewegbar ist. Die Vorrichtung kann demnach ähnlich einem Laserscanner ausgebildet sein. Alternativ kann auch die mindestens eine Laserlichtquelle relativ zur Auflageebene bewegbar sein, und somit eine Art Laserplotter bilden. Außerdem ist es möglich, dass sowohl die Auflageeinheit als auch die Laserlichtquelle beide bewegbar sind, wobei die Auflageeinheit und/oder die Laserlichtquelle in eine erste bzw. eine zweite Richtung bewegbar sind. Die erste und die zweite Richtung sind dabei vorzugsweise senkrecht zueinander ausgerichtet.

[0028] Eine weitere Möglichkeit, den Laserlichtstrahl über die zu stanzende Oberfläche eines Blattes zu führen besteht darin, dass das Laserlicht über mindestens einen Spiegel so abgelenkt wird, dass der Laserstrahl über die zu stanzende Oberfläche des Blattes geführt werden kann. Dazu ist der mindestens eine Spiegel vorzugsweise in die erste und/oder in die zweite Richtung bewegbar und/oder rotierbar ausgebildet.

[0029] Um zu vermeiden, dass eine zweite Laserlichtquelle notwendig ist, kann bspw. ein Strahlteiler vorgesehen sein, der vorzugsweise in die erste und/oder die zweite Richtung bewegbar und/oder rotierbar ist.

[0030] Die Vorrichtung zum Binden eines Innenbuchs oder Hefts kann bspw. eine Andockstation zum Verbinden mit weiteren Buchherstellungsvorrichtungen oder mindestens eine weitere Buchherstellungsvorrichtung enthalten. Unter Buchherstellungsvorrichtung ist dabei bspw. eine Falzvorrichtung, eine Stapeleinheit, eine Klebevorrichtung, eine Presse, Transportvorrichtungen wie bspw. Transportbänder, Rollen, Einzug und Auswurf und/oder eine Druckeinheit zu verstehen.

[0031] Eine Laserlichtquelle kann auch so eingesetzt werden, dass sie sowohl "Laserstanzen" als auch Schneidvorgänge zum Abschneiden bzw. Durchtrennen von Papier in der Vorrichtung durchführt.

[0032] Die Vorrichtung ist vorzugsweise derart ausgestaltet, dass eines der oben beschriebenen Verfahren mit Hilfe der Vorrichtung durchführbar ist.

[0033] Insbesondere weist die Vorrichtung wenigstens eine Düse zur Erzeugung eines Fluidstrahls auf, mittels dessen ein Papierbogen gestanzt und/oder geschnitten werden kann. Das Material wird relativ zu "Schneidköpfen" bewegt und dabei durch den Wasserstrahl durchtrennt. Als Fluid kommt beim Stanzen von Papier vorzugsweise Gas, beispielsweise Luft, in Frage. In jedem Fall muss das Fluid mit so hohem Druck beaufschlagt werden, dass es das Papier durchdringen und somit durchschneiden bzw. Bereiche davon Stanzen kann. Als Parameter spielt neben dem Druck auch die Öffnung der Düse eine große Rolle. Man kann bei dieser Technik von Fluidstrahlschneiden bzw. -stanzen sprechen. Wasserstrahlschneiden wird beispielsweise mit einem Wasserdruck von über 3000 bar, über 4000 bar, über 5000 bar, über 6000 bar oder über 7000 bar durchgeführt. Der Fluidstrahl wird mit einer Hochdruckpumpe erzeugt. Gas kann vor dem Austritt aus der Düse verdichtet werden. Der Volumenstrom kann ebenfalls eingestellt werden. Ein beispielhafter Wert für Wasser liegt in der Größenordnung von 101/min beim gleichzeitigen Betrieb mehrerer Schneidköpfe. Ähnlich funktioniert dies mit einem Hochdruck-Gasstrahl, wobei die Parameter ähnlich sein können wie bei Wasser, oder an die Fluideigenschaften angepasst werden können. Der Kontakt mit dem Fluid ist sehr kurz, sodass - abgesehen vom Schnitt bzw. Stanzen - keine Schädigung des Materials eintritt. Zusammenfassend gewährleistet die vorliegende Erfindung ein sicheres Verbinden einzelner Blätter zu einem Innenbuch oder Heft, wobei die Herstellung des Innenbuchs oder Hefts schnell und präzise durchgeführt werden kann und auf Blätter aus verschiedensten Materialien anwendbar ist, ohne dabei eine aufwendige Wartung der Geräte notwendig zu machen und die Lebensdauer der Geräte zu reduzieren. Die geschilderten Verfahren sind zudem in vorteilhafter Weise staubfrei und das Material wird nicht seitlich verschoben, wie dies beim Einsatz von Messern der Fall ist.

[0034] Unter dem Begriff "Stanzen" soll im Rahmen dieser Anmeldung jedes Herausnehmen von Material zur Erzeugung einer Öffnung in dünnem Werkstoff (Papier, Pappe, Textilien) verstanden werden. Im Gegensatz zum herkömmlichen Schneiden durch Schneidwerkzeuge werden jedoch im Rahmen der Erfindung berührungslose Verfahren verwendet, um Material herauszunehmen bzw. "auszustanzen".

BESCHREIBUNG DER FIGUREN



[0035] Nachfolgend wird die vorliegende Erfindung anhand einiger Figuren im Detail erklärt.

[0036] Es zeigen:
Figur 1
eine erfindungsgemäße Vorrichtung nach Art eines Laserscans;
Figur 2
eine erfindungsgemäße Vorrichtung nach Art eines Laserplotters;
Figur 3
eine erfindungsgemäße Vorrichtung mit zwei Laserlichtquellen und bewegbaren Spiegelelementen;
Figur 4
eine erfindungsgemäße Vorrichtung mit einer einzigen Laserlichtquelle, deren Strahl geteilt wird und mit Hilfe bewegbarer Spiegel umgelenkt wird;
Figuren 5A - 5F
Blätter mit Falzlinie mit beidseitigen teilweise parallel zur Falzlinie ausgerichteten Schlitzen;
Figuren 6A -6D
Blätter mit Falzlinie, wobei beidseitig der Falzlinie Schlitzmuster ohne Schlitze parallel zur Falzkante angeordnet sind;
Figuren 7A und 7B
Blätter mit Falzlinie, wobei beidseitig der Falzlinie Punktstrukturen perforiert sind;
Figuren 8A und 8B
Blätter mit Falzlinie, wobei beidseitig der Falzlinie kombinierte Punkt- und Schlitzmuster angeordnet sind;
Figur 9
Blatt mit Perforiermuster entlang der Blattkante;
Figur 10
Blatt mit Falzlinie, wobei einseitig der Falzlinie ein Schlitzmuster perforiert ist;
Figur 11
ein Flussdiagramm eines erfindungsgemäßen Verfahrens zum Binden von Blättern mit einer einzigen Blattfläche;
Figur 12
Flussdiagramm des erfindungsgemäßen Verfahrens zum Binden von Blättern mit zwei Blattflächen; und
Figur 13
Flussdiagramm für ein weiteres erfindungsgemäßes Verfahren zum Binden von Blättern mit zwei Blattflächen.

AUSFÜHRUNGSBEISPIELE



[0037] Figur 1 zeigt eine erfindungsgemäße Vorrichtung 100, welche eine Laserlichtquelle 1 zum Ausstrahlen eines Laserstrahls 10 sowie eine Auflageeinheit 2 zum Auflegen und Ausrichten eines Blattes 3 enthält. Die Laserlichtquelle 1 ist ortsfest angeordnet und so ausgerichtet, dass der Laserstrahl 10 senkrecht auf das Blatt 3 und die Auflageeinheit 2 auftrifft. Die Auflageeinheit 2 dagegen ist entlang einer X-Achse (siehe Pfeil A) und entlang einer Y-Achse (siehe Pfeil B) relativ zur Laserlichtquelle 1 bzw. der Stanzeinheit bewegbar ist. Die Auflageeinheit 2 kann Mittel zum Befestigen des Blattes 3 aufweisen, um das Blatt 3 in geeigneter Weise zum Laserstrahl 10 zu fixieren.

[0038] Das auf der Auflageeinheit 2 angeordnete Blatt 3 weist eine Falzlinie 30 auf, die das Blatt 3 in zwei gleich große Blattflächen 31 und 32 einteilt. Zum Ausrichten des Blattes 3 auf der Auflageeinheit 2 weist das Blatt 3 einen Positionierungsmarker 37 auf, der im vorliegenden Beispiel auf der Blattfläche 31 angeordnet ist. Angrenzend an die Falzlinie 30 weist das Blatt 3 beidseitig der Falzlinie 30 einen Klebeabschnitt 33 auf der Blattfläche 31 und einen Klebeabschnitt 34 auf der Blattfläche 32 auf. Nach dem Ausrichten des Blattes 3 wird im Bereich der Klebeabschnitte 33 und 34 ein Perforationsmuster 35 mit Hilfe des Laserstrahls 10 eingestanzt. Das Perforationsmuster 35 weist Schlitze auf, die parallel zur Falzkante 30 ausgerichtet sind, sowie Verbindungsschlitze, die senkrecht zur Falzlinie 30 ausgerichtet sind und jeweils Enden von Schlitzen verschiedener Klebeabschnitte 33, 34 miteinander verbinden. Auf der Blattfläche 32 ist ein Barcode 36 angebracht, um nach dem Stanzen die Blätter 3 in geeigneter Reihenfolge stapeln zu können.

[0039] Figur 2 zeigt eine ähnliche erfindungsgemäße Vorrichtung wie Figur 1. Jedoch unterscheidet sich die Vorrichtung der Figur 2 dadurch, dass eine Laserlichtquelle 1 entlang einer X- sowie einer Y-Achse bewegbar ist (siehe Pfeile C und D), während die Auflageeinheit 2 ortsfest angeordnet ist. Auf der Auflageeinheit 2 befindet sich wiederum ein Blatt 3, das entsprechend dem Blatt 3 aus Figur 1 ausgebildet ist. Im Bereich der Klebeabschnitte 33 und 34 wird mit Hilfe des Laserstrahls 10 ein Perforationsmuster in Mäanderstruktur eingestanzt. Auf dem Blatt 3 ist ein Barcode 36 sowie ein Positionierungsmarker 37 ausgebildet sein, wobei der Barcode 36 für eine Stapelung in geeigneter Reihenfolge der Blätter verantwortlich ist, während der Positioniermarker 37 eine exakte Ausrichtung des Blattes 3 auf der Auflageeinheit 2 relativ zur Laserlichtquelle ermöglicht. Anstelle des Positioniermarkers 37 kann auch ein Kantensensor (nicht gezeigt) eingesetzt werden, um das Blatt 3 in geeigneter Art und Weise auf der Auflageeinheit 2 auszurichten.

[0040] Eine weitere erfindungsgemäße Vorrichtung kann auch als Kombination der Ausführungsformen aus Figur 1 und Figur 2 ausgebildet sein, so dass sowohl die Laserlichtquelle 1 entlang der X-Achse (Pfeil C) und/oder der Y-Achse (Pfeil D) und die Auflageeinheit 2 in Richtung der X-Achse (→ A) und/oder in Richtung der Y-Achse (→ B) bewegbar sind.

[0041] Figur 3 zeigt eine weitere Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung. Die erfindungsgemäße Vorrichtung enthält zwei Laserlichtquellen 1A und 1B, die die Lichtstrahlen 10A und 10B ausstrahlen. Die Laserlichtstrahlen 10A und 10B werden parallel zur Auflageebene der Auflageeinheit 2 bzw. der Blattfläche 3 eingestrahlt und mit Hilfe von Spiegeln 4A und 4B in Richtung der Auflageebene der Auflageeinheit 2 bzw. des Blattes 3 umgelenkt. Die Spiegel 4A und 4B sind dabei entlang einer X-Achse verfahrbar (siehe Pfeil E). Die Auflageeinheit 2 ist hingegen in Y-Richtung (Pfeil B) bewegbar. Somit kann mit Hilfe der Laserstrahlen 10A und 10B ein Perforationsmuster 35 in Form einer unterbrochenen Mäanderstruktur oder auch in Form einer Mäanderstruktur (nicht gezeigt) in das Blatt 3 gestanzt werden. Alternativ können die Laserstrahlen 10A und 10B auch entlang einer Y-Richtung eingestrahlt werden und mit Hilfe von Spiegeln 4A und 4B, die entlang der Y-Achse bewegbar sind, auf das Blatt 3 umgelenkt werden. In diesem Fall ist die Auflageeinheit vorzugsweise so ausgebildet, dass sie entlang der X-Achse verfahrbar ist. Eine weitere Alternative bieten Spiegel 4A und 4B, die derartig rotierbar sind, dass der Laserstrahl so auf das Blatt 3 gerichtet wird, dass sich ein geeignetes Perforationsmuster stanzen lässt. Es ist auch möglich, lediglich einen einzelnen Laserstrahl über einen bewegbaren Spiegel auf das Blatt 3 zu richten, wobei der Spiegel und/oder die Auflageeinheit 2 in geeigneter Weise verfahrbar sind.

[0042] Figur 4 zeigt eine weitere Variante einer erfindungsgemäßen Vorrichtung mit einer einzigen Laserlichtquelle 1, die ortsfest angeordnet ist. Die Laserlichtquelle 1 strahlt einen Laserstrahl 10 aus, der mit Hilfe eines Strahlteilers 40 in einen Strahl 10A und einen Strahl 10B aufgeteilt wird. Die jeweiligen Strahlen 10A, 10B werden mit Hilfe von Spiegeln 4A und 4B in Richtung des Blattes 3 umgelenkt. Um ein geeignetes Perforationsmuster in das Blatt 3 stanzen zu können, sind vorzugsweise die Spiegel 4A und 4B in geeigneter Weise rotierbar und/oder verfahrbar. Alternativ oder zusätzlich kann auch die Auflageeinheit 2 in X- und/oder Y-Richtung verfahrbar ausgebildet sein. Mit Hilfe der Vorrichtung in Figur 4 kann bspw. ein mäanderförmiges Perforationsmuster 35 mit unterbrochenen oder durchgängigen Querschlitzen gebildet werden.

[0043] Die Figuren 5A bis 5F zeigen Beispiele für Blätter 3, die eine Falzlinie 30 aufweisen, wobei die Falzlinie 30 das Blatt 3 in zwei gleich große Blattflächen 31 und 32 teilt. Beidseitig der Falzlinie 30 weisen sämtliche Perforationsmuster in den Klebeabschnitten 33 und 34 parallel zur Falzlinie 30 ausgerichtete Schlitze 50 auf, die in zwei Linien beidseitig der Falzlinie angeordnet sind und wobei die Schlitze 50 der beiden Linien gegeneinander versetzt sind. Figur 5A zeigt lediglich eine Doppelschlitzlinie, wobei die Schlitze 50 jeweils versetzt gegeneinander ausgebildet sind. In Figur 5B sind neben den Schlitzen 50 Verbindungsschlitze 51 ausgebildet, die jeweils die Enden der Schlitze 50 verschiedener Schlitzlinien miteinander verbinden, so dass ein Mäandermuster, das die Falzlinie 30 umgibt, entsteht. Die Verbindungsschlitze 51 sind dabei senkrecht zur Falzlinie 30 ausgerichtet. Figur 5C zeigt wiederum ein mäanderartiges Perforationsmuster 35, das um die Falzlinie 30 herum angeordnet ist. Im Gegensatz zu den Verbindungsschlitzen 51 weist das Perforationsmuster 35 in Figur 5C unterbrochene Verbindungsschlitze 52 auf, so dass im Bereich der Falzlinie 30 keine Perforation stattfindet.

[0044] Figur 5D zeigt anstelle des mäanderförmigen Perforationsmusters 35 ein Schwalbenschwanzmuster, wobei parallel zur Falzkante 30 ausgerichtete Schlitze 50 vorgesehen sind, die mit Hilfe von Verbindungsschlitzen 53, die einen Winkel < 90° zur Falzkante 30 aufweisen, verbunden sind. In Figur E sind die Verbindungsschlitze 53 durch unterbrochene Schlitze 54 ersetzt.

[0045] Figur 5F zeigt ein wellenförmiges Perforationsmuster, das im Bereich um die Falzkante 30 ausgebildet ist.

[0046] Die Figuren 6A bis 6D zeigen weitere Beispiele für Blätter mit einer Falzkante, wobei beidseitig der Falzkante Perforationsmuster 35 vorgesehen sind. Die Perforationsmuster sind aus einer Mehrzahl von Schlitzen gebildet, die einen Winkel zwischen 0° und 90° mit der Falzlinie 30 ausbilden. Figur 6A zeigt eine Art Fischgrätmuster, wobei die Schlitze 60A im Klebeabschnitt 33 der Blattfläche 31 unter α von 45° zur Falzlinie 30 ausgerichtet sind, während die Schlitze 60B in Klebeabschnitt 34 der Blattfläche 32 unter einem spitzen Winkel β von ca. 45° zur Falzlinie 30 angeordnet sind, wobei die Schlitze 60A und 60B versetzt zueinander angeordnet sind.

[0047] Figur 6B zeigt Schlitze 61, die in den beiden Klebeabschnitten 33 und 34 parallel zueinander ausgerichtet sind, einen Winkel von ca. 45 ° mit der Falzlinie 30 bilden und vorzugsweise nicht versetzt zueinander sind. Figur 6C zeigt dachförmige Schlitze 62, die ein unterbrochenes Zick-Zack-Bands entlang der Falzlinie 30 in den Klebebereichen 33 und 34 bilden. Der Winkel der dachförmigen Struktur kann beliebig gewählt werden, im Bereich zwischen 0° und 180°. Figur 6D zeigt Schlitze 63, die in Form von Kreuzschlitzen rechts und links der Falzlinie 30 in den Klebeabschnitten 33 und 34 des Blattes 3 eingestanzt sind. Die sich kreuzenden Schlitze 63 der beiden Klebeabschnitte 33, 34 sind entlang einer Linie parallel zur Falzkante 30 ausgerichtet und gegenüber den Schlitzen des anderen Klebeabschnitts 34, 33 versetzt.

[0048] Die Figuren 7A und 7B zeigen wiederum ein Blatt 3 mit einer Falzkante 30, die das Blatt 3 in eine Bildfläche 31 und eine Blattfläche 32 teilt. In den Klebebereichen 33 und 34 der Blattflächen 31 bzw. 32 sind lochförmige Perforationsmuster 35 eingebracht. Figur 7A zeigt in jedem Klebeabschnitt 33, 34 Löcher 70, die entlang einer Linie parallel zur Falzlinie 30 angeordnet sind, wobei die Löcher 70 der beiden Klebeabschnitte 33 und 34 gegenüber den Löchern des jeweils anderen Klebeabschnitts 34, 33 versetzt sind. Figur 7B zeigt dagegen Löcher 70, die in unregelmäßiger Art und Weise in die Klebeabschnitte 33 und 34 eingestanzt sind.

[0049] Die Figuren 8A und 8B zeigen wiederum Blätter 3, die in zwei Blattflächen 31 und 32 eingeteilt sind, wobei die Perforationsmuster 35 im Bereich der Klebeabschnitte 33 und 34 durch Schlitze 60 und die Löcher 70 gebildet sind. Figur 8A zeigt eine Kombination der Muster aus Figur 6A und Figur 7B, wobei in jedem Klebeabschnitt 33 und 34 abwechselnd fischgrätartig angeordnete Schlitze 60A und 60B und Löcher 70 angeordnet sind.

[0050] Figur 8B zeigt S-förmige Schlitze 60 sowie rautenförmige Löcher 70, die abwechselnd entlang einer Linie parallel zur Falzlinie 30 in den Klebebereichen 33 und 34 angeordnet sind, wobei die Löcher 70 bzw. die Schlitze 60 der beiden Klebebereiche 33 und 34 versetzt zueinander angeordnet sind.

[0051] Figur 9 gibt ein Beispiel für ein Blatt 3A, das lediglich eine einzige Blattfläche aufweist und damit nicht gefaltet wird. Entlang einer Blattkante 300 weist das Blatt einen Klebebereich 330 auf, in dem ein Perforationsmuster 35 vorgesehen ist. Das Perforationsmuster 35 weist eine Vielzahl an Schlitzen 600 sowie Löchern 700 auf, wobei die Schlitze 60 unter einem Winkel α zur Seitenkante 300 angeordnet sind und jeweils durch zwei runde Löcher 70 voneinander beabstandet sind. Das Perforationsmuster kann jedoch auch eine andere Form als die in der Figur 9 Gezeigte aufweisen, beispielsweise so ausgebildet sein wie hinsichtlich der Muster der Klebeabschnitte 33, 34 eines gefalteten Blattes der vorhergehenden Figuren beschrieben.

[0052] Figur 10 zeigt ein Blatt 3, das in zwei Blattflächen entlang einer Falzlinie 30 geteilt ist, wobei lediglich ein Klebeabschnitt 33 im Bereich der Blattfläche 31 mit einem Perforationsmuster 35 versehen ist. Das Perforationsmuster weist eine Reihe von Schlitzen auf, wobei sich jeweils zwei kreuzartig überschneiden. Wiederum kann das Perforationsmuster beliebig gestaltet sein und ist nicht auf das in Figur 10 dargestellte Muster beschränkt.

[0053] Die Figuren 5A bis 10 geben einen Überblick über verschiedene Perforationsmuster 35. Jedoch sind im Schutzumfang noch weitere Mustermöglichkeiten enthalten, die für den Fachmann klar aus den Patentansprüchen ableitbar sind.

[0054] Die Figuren 11 bis 13 zeigen jeweils Flussdiagramme für Verfahren zum Binden eines Innenbuchs. Die Figur 11 zeigt ein Flussdiagramm zur Veranschaulichung eines erfindungsgemäßen Verfahrens zum Binden eines Innenbuchs oder Hefts aus einer Vielzahl einzelner Blätter, wobei jedes Blatt lediglich eine Blattfläche aufweist und somit nicht vorgesehen ist, das Blatt zu falten. In einem ersten Schritt S1 werden die einzelnen Blätter 3 bedruckt und ggf. beschichtet. Anschließend werden die Blätter einzeln mit Hilfe einer Beförderungseinrichtung zu einer Stanzvorrichtung befördert (S2), die in Form einer Vorrichtung, wie sie in den Figuren 1 bis 4 dargestellt ist, ausgebildet sein kann. Anschließend wird im Schritt S3 jedes Blatt einzeln oder in einem Bündel auf der Auflageeinheit ausgerichtet und nach dem Ausrichten gestanzt (S4). Nach dem Stanzen der Blätter einzeln oder in Bündeln werden die Blätter in Richtung einer Vorrichtung zum Stapeln transportiert (S5) und in einer endgültigen Reihenfolge gestapelt (S6). Nach dem Stapeln werden die einzelnen Blätter 3 verklebt (S7). Nach einem Aushärten des Klebemittels ist das Innenbuch fertig gestellt.

[0055] Figur 12 zeigt wiederum ein Flussdiagramm zum Binden eines Innenbuchs. Entsprechend dem Schritt S1 in Figur 11 werden die einzelnen Blätter 3 bedruckt (S 11). Anschließend werden die Blätter in Richtung der Stanzeinheit transportiert (S22) und in der Stanzeinheit in geeignete Art und Weise ausgerichtet (S3). Anschließend werden die einzelnen Blätter, wie in den Figuren 5A bis 8B und 10 dargestellt, gestanzt (S44). Daraufhin werden die Blätter einzeln gefalzt (S45) und anschließend in einer endgültigen Reihenfolge gestapelt (S66). Abgeschlossen wird das Verfahren durch Aufbringen eines Klebemittels auf den Buchrücken, der durch das Falzen S45 entstehenden Falzkanten gebildet wird (S77).

[0056] Figur 13 zeigt ein weiteres Flussdiagramm für ein ähnliches Verfahren zum Binden eines Innenbuchs mit Blättern, die zwei Blattflächen aufweisen und im Innenbuch gefalzt vorliegen. In einem Schritt S111 werden die einzelnen Blätter bedruckt und ggf. beschichtet. Anschließend werden die einzelnen Blätter gefalzt (S 112) und zu einer Stanzvorrichtung transportier (S222). Die Blätter werden in der Stanzvorrichtung derart ausgerichtet, dass entlang der Falzkante eines gefalteten Blattes ein Perforationsmuster eingestanzt werden kann (S333). Anschließend erfolgt ein Stanzprozess S444, wobei die Perforationsmuster in den beiden Klebeabschnitten der beiden Blattflächen gleich ausgebildet sind. Nach dem Stanzen S444 werden die einzelnen gefalteten Blätter zu einer Stapelvorrichtung transportiert (555) und anschließend (S666), dass die Falzkanten der Blätter einen Buchrücken bilden, die Klebeabschnitte einander berühren, wobei die Perforationsmuster benachbarter Blätter einander unterscheiden. Nach dem Stapeln wird der Buchrücken mit Klebstoff beaufschlagt und ausgehärtet.

[0057] Zusammenfassend beseitigt die vorliegende Erfindung die Probleme des Stands der Technik und gewährleistet das Binden von Innenbüchern, welche eine sicheren Verbindung der einzelnen Blätter bzw. der einzelnen gefalteten Blätter gewährleistet, wobei dies insbesondere durch besonders exakt gefertigte Perforationsmuster sichergestellt wird, die es erlauben, dass Leim zwischen die einzelnen Perforationsmuster eintritt. Um die exakt gefertigten Perforationsmuster möglichst schnell und ohne Wartungsaufwand herstellen zu können, wird ein berührungsloses Stanzverfahren eingesetzt.


Ansprüche

1. Verfahren zum Binden eines Innenbuchs oder eines Hefts aus einer Vielzahl einzelner Blätter, wobei jedes Blatt wenigstens eine oder zwei Blattflächen mit jeweils mindestens einem Klebeabschnitt, insbesondere mindestens einem streifenförmigen Klebeabschnitt, aufweist, der im Wesentlichen angrenzend an eine Blatt- oder Falzkante des Blattes angeordnet ist und im Bereich dessen benachbart angeordnete Blätter miteinander verbunden sind,
wobei
zumindest ein Teil der Blätter einzeln oder in Bündeln von zwei oder mehreren Blättern im Bereich mindestens eines ihrer Klebeabschnitte mit Hilfe eines berührungslosen Stanz- oder Schneideverfahrens mit einem Perforiermuster versehen werden,
die perforierten Blätter so übereinander zu einem Stapel gestapelt werden, dass die an die Klebeabschnitte angrenzenden Blatt- und/oder Falzkanten einen Buchrücken bilden, wobei zumindest die Klebeabschnitte benachbarter Blätter einander berühren; und
ein Klebemittel auf den Buchrücken aufgetragen wird, um die Klebeabschnitte stoffschlüssig miteinander zu verbinden.
 
2. Verfahren nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass
die Blätter vor dem Einbringen des Perforiermusters in die Klebeabschnitte oder nach dem Einbringen des Perforiermusters in die Klebeabschnitte und vor dem Stapeln der Blätter entlang einer Falzkante gefaltet werden.
 
3. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
die Klebeabschnitte von im Stapel benachbart angeordneten Blättern oder im Stapel benachbart angeordneten Klebeabschnitten unterschiedliche Perforiermuster, insbesondere entlang und/oder quer zur Blatt- oder Falzkante zueinander versetze Perforiermuster, aufweisen.
 
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
das Perforiermuster Schlitze und/oder Löcher, insbesondere runde, mehreckige oder sternförmige Löcher, aufweist, wobei sich zumindest ein Teil der Schlitze und/oder Löcher oder alle Schlitze und/oder Löcher in Klebeabschnitten von im Stapel benachbart angeordneten Blättern oder in im Stapel benachbart angeordneten Klebeabschnitten vorzugsweise nicht oder nur teilweise überlappen.
 
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
jedes zwei Blattflächen aufweisende Blatt beidseitig der Falzkante an jeder Blattfläche jeweils einen Klebeabschnitt aufweist, wobei jeder Klebeabschnitt eine parallel zur Falzkante ausgerichtete Schlitzlinie insbesondere mit Schlitzen gleicher Länge und gleichen Abständen zwischen zwei benachbarten Schlitzen aufweist, wobei die Schlitze der beiden Klebeabschnitte insbesondere um die halbe Summe der Schlitzlänge und des Abstands zwischen zwei benachbarten Schlitzen, zueinander versetzt sind und/oder die Schlitzenden der Schlitze der beiden Klebeabschnitte insbesondere durch Querschlitze miteinander verbunden sind, dass insbesondere ein durchgängiges oder unterbrochenes mäander-, schwalbenschwanz- oder wellenförmiges Perforiermuster entsteht.
 
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
das Perforiermuster mit Hilfe mindestens eines Laserstrahls, insbesondere mit Hilfe mindestens eines Strahls mindestens eines Kohlenstoffdioxidlasers (CO2-Laser), eines Festkörperlasers, insbesondere eines Nd:YAG-Lasers, oder eines Faserlasers, berührungslos gestanzt und/oder geschnitten wird.
 
7. Verfahren nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Laserstrahl während des Perforierens entsprechend dem zu stanzenden Perforiermuster relativ zu der zu stanzenden Blattfläche in eine erste Richtung und/oder in eine, insbesondere zur ersten Richtung senkrecht ausgerichtete, zweite Richtung gleichzeitig oder abwechselnd bewegt wird.
 
8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
die Blätter vor dem Stanzen einseitig oder beidseitig beschichtet werden und/oder vor oder nach dem Stanzen einseitig oder beidseitig bedruckt werden und/oder vor oder nach dem Stanzen zugeschnitten werden.
 
9. Vorrichtung zum Binden eines Innenbuchs oder eines Hefts aus einer Vielzahl einzelner Blätter, wobei jedes Blatt eine oder zwei Blattflächen mit jeweils mindestens einem Klebeabschnitt, insbesondere mindestens einem streifenförmigen Klebeabschnitt, aufweist, der im Wesentlichen angrenzend an eine Blatt- oder Falzkante des Blattes angeordnet ist und im Bereich dessen benachbart angeordnete Blätter miteinander verbunden sind,
mit
einer Auflageeinheit zum Auflegen eines Blattes oder Blattbündels und
einer Einheit zum berührungslosen Stanzen von Perforiermustern in den mindestens einen Klebeabschnitt einzelner Blätter oder Blattbündel.
 
10. Vorrichtung nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Einheit zum berührungslosen Stanzen eine Einheit zum Laserstanzen und/oder Laserschneiden ist, mit der insbesondere mindestens ein Laserstrahl, insbesondere genau ein oder genau zwei oder mehrere Laserstrahlen, erzeugbar ist.
 
11. Vorrichtung nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass
die Einheit zum Laserstanzen und/oder Laserschneiden mindestens eine Laserlichtquelle, insbesondere genau eine oder genau zwei oder mehr Laserlichtquellen, insbesondere mindestens einen CO2-Laser, einen Festkörperlaser, insbesondere einen Nd:YAG-Laser, oder einen Faserlaser, aufweist.
 
12. Vorrichtung nach einem der beiden vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
die Einheit zum Laserstanzen und/oder Laserschneiden mindestens einen Spiegel, insbesondere einen in die erste und/oder die zweite Richtung bewegbaren Spiegel, und/oder mindestens einen Strahlteiler, insbesondere einen in die erste und/oder die zweite Richtung bewegbaren Strahlteiler, aufweist.
 
13. Vorrichtung nach einem der vier vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
die Einheit zum berührungslosen Stanzen, insbesondere die mindestens eine Laserlichtquelle, und/oder die Auflageeinheit in eine erste Richtung und/oder in eine zweite, zur ersten Richtung insbesondere senkrecht ausgerichtete, Richtung verfahrbar sind.
 
14. Vorrichtung nach einem der fünf vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
die Vorrichtung eine Andockstation zum Verbinden mit weiteren Buchherstellungsvorrichtungen oder mindestens eine weitere Buchherstellungsvorrichtung enthält, wobei die weiteren Buchherstellungsvorrichtungen insbesondere eine Falzvorrichtung, eine Stapeleinheit, eine Klebevorrichtung und/oder eine Presse sind.
 
15. Vorrichtung nach einem der sechs vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung wenigstens eine Düse zur Erzeugung eines Fluidstrahls umfasst, mittels dessen ein Papierbogen gestanzt und/oder geschnitten werden kann.
 




Zeichnung
















Recherchenbericht









Recherchenbericht