BEREICH DER ERFINDUNG
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung im Bereich
des Buchbindens zum Binden eines Innenbuchs oder eines Hefts, wobei mittels eines
berührungs- und verschleißfreien Stanzverfahrens Perforiermuster in Klebeabschnitte
einzelner Blätter bzw. Bögen eingebracht werden, um einen sicheren Halt der einzelnen
Blätter im Innenbuch oder Heft zu gewährleisten und gleichzeitig den Aufwand für die
Instandhaltung der verwendeten Maschinen zu reduzieren.
STAND DER TECHNIK
[0002] Eine sehr einfache Vorgehensweise zum Binden eines Innenbuchs beruht darin, einzelne
Blätter zu einem Buchblock zu stapeln, den Stapel zu stabilisieren und anschließend
den Buchrücken mit Klebstoff zu beaufschlagen. Bei diesem Verfahren hat es sich als
problematisch erwiesen, dass der Klebstoff lediglich minimal zwischen die einzelnen
Blätter eindringen kann und eine sehr kleine Klebefläche entsteht. Aufgrund der kleinen
Klebefläche ist die Festigkeit der Klebeverbindung relativ gering, so dass sich einzelne
Blätter oftmals aus der Klebeverbindung lösen.
[0003] Um eine höhere Festigkeit der Klebeverbindung zu erreichen, wird im Stand der Technik
vorgeschlagen, die den Buchrücken bildenden Seitenkanten oder Falzkanten der Blätter
aufzurauen. Zwar erhält man eine geringfügig gesteigerte Festigkeit der Klebeverbindung,
die jedoch nicht ausreichend für einen festen Halt der Blätter im Buch oder Heft ist.
Alternativ können die einzelnen Blätter im Bereich des Buchrückens aufgefächert werden,
so dass auch benachbarte Bereiche zur Falzkante bzw. Blattkante mit Klebstoff versehen
werden können und eine größere Klebefläche gewährleistet wird. Dieses Verfahren hat
jedoch den Nachteil, dass durch das Auffächern des Blockrückens nicht exakt bestimmt
werden kann, wie weit der Klebstoff zwischen den Seiten eindringt, und insbesondere,
dass der Klebstoff gleich weit zwischen jede Seite eindringt. Damit ergibt sich das
Problem, dass mit Hilfe des Auffächerns keine exakten Verbindungen erreicht werden
können.
AUFGABE DER ERFINDUNG
[0004] Ausgehend von dem genannten Stand der Technik ist es die Aufgabe der Erfindung eine
feste Klebeverbindung zwischen den einzelnen Seiten zu gewährleisten, die kostengünstig
und auf einfache Art und Weise herstellbar ist. Es soll außerdem gewährleistet werden,
dass eine sehr exakte und stabile Bindung des Innenbuchs oder Hefts ermöglicht wird.
TECHNISCHE LÖSUNG
[0005] Diese Aufgabe wird gelöst durch das Verfahren zum Binden eines Innenbuchs oder eines
Hefts gemäß Anspruch 1 sowie die Vorrichtung zum Binden eines Innenbuchs oder Hefts
nach Anspruch 9. Vorteilhafte Weiterbildungen der vorliegenden Erfindung werden in
den abhängigen Ansprüchen beschrieben.
[0006] Ein Innenbuch oder ein Heft wird aus einer Vielzahl einzelner Blätter bzw. Bögen
(die Begriffe werden synonym verwendet) gebunden, wobei jedes Blatt eine oder zwei
Blattflächen mit jeweils mindestens einem Klebeabschnitt aufweist. Der Klebeabschnitt
ist vorzugsweise streifenförmig, insbesondere beidseitig jeder Blattfläche, ausgebildet
und im Wesentlichen angrenzend an eine Blatt- oder Falzkante des Blattes angeordnet.
Benachbarte Blätter bzw. Bögen sind im gebundenen Zustand im Bereich des Klebeabschnitts
miteinander verbunden. Zur Herstellung eines solchen Innenbuchs oder Hefts wird gemäß
der vorliegenden Erfindung zumindest ein Teil der Blätter einzeln oder in Bündeln
von zwei oder mehr Blättern im Bereich mindestens eines ihrer Klebeabschnitte mit
Hilfe eines berührungslosen Stanz- oder Schneideverfahrens mit einem Perforiermuster
versehen. Anschließend werden die perforierten Blätter so übereinander zu einem Stapel
angeordnet, dass die an die Klebeabschnitte angrenzenden Blatt- und/oder Falzkanten
einen Buchrücken bilden, wobei zumindest die Klebeabschnitte benachbarter Blätter
einander berühren. Zum Fixieren des Innenbuchs wird ein Klebemittel, insbesondere
ein Klebstoff, auf den Buchrücken aufgetragen, der vorzugsweise zwischen Klebeabschnitte
benachbarter Blätter eindringt, um die Klebeabschnitte stoffschlüssig miteinander
zu verbinden.
[0007] Unter einem Blatt im Sinne der vorliegenden Erfindung ist ein einzelnes Blatt mit
einer einzigen Blattfläche oder ein gefaltetes Blatt mit zwei Blattflächen zu verstehen.
Im Falle eines gefalteten Blattes können die beiden Blattflächen gleich groß ausgebildet
sein und durch eine Falzkante bzw. Falzlinie virtuell voneinander getrennt sein.
[0008] Das erfindungsgemäße Verfahren schließt somit ein Verfahren zum Binden eines Innenbuchs
oder eines Hefts aus einer Vielzahl einzelner, nicht gefalteter Blätter mit einer
einzelnen Blattfläche, die entlang einer Blattkante mindestens einen vorzugsweise
streifenförmigen Klebeabschnitt aufweist, ein, wobei mindestens ein Klebeabschnitt
eines Teils der Blätter oder aller Blätter einzeln oder in Bündeln von zwei oder mehr
Blättern mit Hilfe eines berührungs- und verschleißlosen Stanz- oder Schneideverfahrens
mit einem Perforiermuster versehen werden. Anschließend werden die nicht gefalteten
Blätter entsprechend einer vorgegebenen Reihenfolge gestapelt und stabilisiert, so
dass die Klebeabschnitte benachbarter Blätter bzw. Blattflächen einander berühren.
Anschließend wird ein Klebemittel auf dem Buchrücken, der aus den Blattkanten, an
die der mindestens eine Klebeabschnitt angrenzt, gebildet wird, aufgetragen, wobei
das Klebemittel vorzugsweise so flüssig ausgebildet ist, dass das vorzugsweise entsprechend
einer Breite des Klebeabschnittes zwischen die einzelnen Blätter fließt, um die Klebeabschnitte
stoffschlüssig miteinander zu verbinden. Das Perforiermuster kann vorzugsweise so
ausgebildet sein, dass es als Aufnahmeeinheit, insbesondere als Leimtasche, für den
Kleber dient. Besonders vorteilhaft ist ein Perforiermuster, das keine Schlitze parallel
zur Blattkante aufweist.
[0009] Alternativ schließt das Verfahren zum Binden eines Innenbuchs oder Hefts auch das
Binden eines Innenbuchs oder Hefts aus einer Vielzahl einzelner Blätter mit zwei Blattflächen
ein, wobei die beiden Blattflächen durch eine Falzlinie bzw. Falzkante voneinander
getrennt sind und jeweils mindestens ein Klebeabschnitt, der angrenzend an die Falzkante
angeordnet ist, aufweisen. Zur Herstellung eines Innenbuchs oder Hefts aus einer Vielzahl
gefalteter Blätter kann ein Teil der Blätter oder alle Blätter noch vor dem Falten
einzeln oder in Bündeln von zwei oder mehreren Blättern beidseitig der Falzlinie in
den daran angrenzenden Klebeabschnitten mit einem Perforiermuster versehen werden.
Vorzugsweise werden die Klebeabschnitte beidseitig der Falzkante mit einem Perforiermuster
versehen. Möglich ist jedoch auch, lediglich mindestens einen Klebeabschnitt einer
einzelnen Blattfläche mit einem Perforiermuster zu versehen, während der Klebeabschnitt
bzw. die Klebeabschnitte der zweiten Blattfläche unbearbeitet bleiben. Nach dem Perforieren
der Blätter können diese entlang einer Falzlinie gefaltet werden und entsprechend
einer vorgegebenen Reihenfolge zu einem Stapel gestapelt werden. In dem Stapel bilden
die Falzkanten einen Buchrücken, wobei die Klebeabschnitte benachbarter Blätter oder
benachbarter Blattflächen einander berühren. Nach der Stabilisierung des Stapels aus
gefalteten Blättern wird ein Klebemittel auf den Buchrücken aufgetragen, um die Klebeabschnitte
der einzelnen Blätter oder Blattflächen stoffschlüssig miteinander zu verbinden.
[0010] Alternativ kann gemäß dem erfindungsgemäßen Verfahren zur Herstellung eines Innenbuchs
oder eines Hefts aus einer Vielzahl einzelner gefalteter Blätter auch derart vorgegangen
werden, dass zunächst die einzelnen Blätter gefaltet werden und anschließend zumindest
ein Teil der Blätter oder alle Blätter nach dem Falten einzeln oder in Bündeln von
zwei oder mehreren Blättern mit einem Perforiermuster versehen werden, wobei sich
das Perforiermuster in den Klebeflächen beider Blattflächen des gefalteten Blattes
bzw. der gefalteten Blätter befindet und das Perforiermuster mit Hilfe eines berührungs-
und verschleißfreien Stanz- oder Schneideverfahrens gebildet wird. Anschließend wird
ein Stapel gebildet, so dass die Klebeabschnitte benachbart zueinander angeordnet
sind und die Falzkanten einen Buchrücken bilden. Nach der Stabilisierung des Stapels
wird ein Klebemittel auf den Buchrücken aufgetragen, um die einzelnen Klebeabschnitte
stoffschlüssig miteinander zu verbinden.
[0011] Vorteilhafterweise können Klebeabschnitte von im Stapel benachbart angeordneten Blättern
oder Blattflächen unterschiedliche Perforiermuster aufweisen. Bei einem Innenbuch
oder Heft aus einzelnen Blättern mit jeweils nur einer Blattfläche kann bspw. nur
jedes zweite Blatt mit einem Perforiermuster versehen sein. Alternativ können benachbarte
nicht gefaltete Blätter bzw. Blattflächen unterschiedliche Perforiermuster aufweisen,
wobei die Perforiermuster vorzugsweise entlang und/oder quer zur Blattkante, an die
der Klebeabschnitt angrenzt, versetzt zueinander sind.
[0012] Beim Binden eines Innenbuchs aus einer Vielzahl gefalteter Blätter können bspw. die
Klebeabschnitte der beiden Blattflächen jedes Blattes unterschiedlich ausgebildet
sein, insbesondere entlang und/oder quer zur Blattfalzkante versetzt sein. In diesem
Fall können benachbarte, gefaltete Blätter gleichartig ausgebildet sein, wobei jedoch
jeweils Klebeabschnitte benachbart sind, die unterschiedliche Perforiermuster aufweisen.
Alternativ kann auch lediglich der Klebeabschnitt einer einzelnen Blattfläche eines
gefalteten Blattes mit einem Perforiermuster versehen sein, wobei jeweils ein Klebeabschnitt
ohne Perforiermuster einen Klebeabschnitt mit Perforiermuster berührt und diese miteinander
verbunden werden. Alternativ ist es auch möglich, die Klebeabschnitte der beiden Blattflächen
gefalteter Blätter mit gleichen Perforiermustern zu versehen, wobei dann jeweils Klebeabschnitte
mit gleichen Perforiermustern miteinander verbunden werden. Es ist auch möglich, die
Perforiermuster benachbarter Blätter, nicht jedoch benachbarter Blattflächen eines
einzigen Blattes mit unterschiedlichen Perforiermustern zu versehen.
[0013] Vorteilhafterweise können die Perforiermuster eine Vielzahl an Schlitzen und/oder
Löchern aufweisen. Die Schlitze können bspw. parallel und/oder senkrecht zur Blatt-
oder Falzkante ausgerichtet sein. Außerdem können die Schlitze unter einem bestimmten
Winkel zwischen 0° und 90° zur Falzkante ausgerichtet sein. Die Löcher können bspw.
als runde, mehreckige oder sternförmige Löcher ausgebildet sein, die chaotisch / zufällig
oder in bestimmten Wiederholsequenzen im Klebeabschnitt der Blätter ausgebildet sind.
Vorteilhafterweise kann zumindest ein Teil der Schlitze und/oder Löcher oder alle
Schlitze und/oder Löcher in Klebeabschnitten von einem Stapel benachbart angeordneten
Blättern oder Blattflächen so angeordnet sein, dass sie nicht oder nur teilweise überlappen.
Insbesondere eine Kombination aus Löchern und Schlitzen, die keine Seitenkante der
Schlitze und/oder der Löcher parallel zur Falzkante oder Blattkante aufweisen, sind
vorteilhaft.
[0014] Vorzugsweise kann ein Blatt, das zwei Blattflächen aufweist und beidseitig der Falzkanten
einen Klebeabschnitt mit unterschiedlichen Perforiermustern enthält, aus parallel
zur Falzkante ausgerichteten Schlitzlinien bestehen. Die Schlitzlinie ist aus Schlitzen
gleicher Länge, die in gleichen Abständen voneinander angeordnet sind, aufgebaut.
Vorteilhafterweise sind die Schlitze der beiden Klebeabschnitte um die halbe Länge
der Summe der Schlitzlinie und des Abstands zwischen zwei benachbarten Schlitzen zueinander
versetzt. Weiterhin können die Schlitzenden der Schlitze der beiden Klebeabschnitte
durch Querschlitze, die senkrecht oder geneigt zur Falzkante ausgerichtet sind, miteinander
verbunden sein und durchgängige oder unterbrochene Perforiermuster bilden. Als vorteilhaft
hat sich ein mäanderförmiges, schwalbenschwanzförmiges oder wellenförmiges Perforiermuster
herausgestellt.
[0015] Vorteilhafterweise wird das Perforiermuster mit Hilfe eines Laserstrahls in die jeweiligen
Klebeabschnitte eingebracht. Als Laserstrahl bietet sich bspw. der Strahl eines Kohlenstoffdioxidlasers
(CO2-Lasers), eines Festkörperlasers, insbesondere eines Neodym YAG-Lasers, oder eines
Faserlasers in Frage. Mit Hilfe der genannten Laserstrahlen ist es möglich, die Perforiermuster
verlässlich herzustellen, um sicherzustellen, dass das Klebemittel beim Binden durch
die Schlitze gelangt.
[0016] Zur Herstellung des Perforiermusters mit Hilfe eines Laserstrahls ist es vorteilhaft,
wenn der mindestens eine Laserstrahl während des Perforierens entsprechend den zu
stanzenden Perforiermustern relativ zu der zu stanzenden Blattfläche in eine erste
und/oder in eine zweite Richtung bewegbar ist. Vorzugsweise ist dabei die erste Richtung
senkrecht zur zweiten Richtung ausgerichtet. Die Relativbewegung zwischen dem Laserstrahl
und der bzw. den zu stanzenden Blattflächen kann dabei gleichzeitig oder abwechselnd
in die erste und/oder zweite Richtung erfolgen. Vorteilhafterweise wird eine Quelle
des Laserstrahls, insbesondere der verwendete Laser, in die erste und die zweite Richtung
bewegt. Alternativ kann auch der Laserstrahl mit Hilfe von bewegbaren Spiegel- und/oder
Strahlteilern derart umgelenkt werden, dass der Laserstrahl in eine erste und/oder
zweite Richtung über der bzw. den zu stanzenden Blattflächen bewegt wird. Des Weiteren
besteht auch die Möglichkeit, die Blattfläche zu bewegen, während der Laser und/oder
der Laserstrahl ortsfest angeordnet sind. Auch eine Mischform ist denkbar, so dass
sich sowohl der Laserstrahl bzw. der Laser als auch die zu stanzende Blattfläche bzw.
Blattflächen in eine erste und/oder zweite Richtung bewegen.
[0017] In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung wird das Trennen bzw. Stanzen mittels
einer Fluid- oder Materialstrahls durchgeführt, also mittels eines Fluidschneid- oder
Fluidstanzverfahrens. Als Fluid kommt beim Stanzen von Papier vorzugsweise Gas, beispielsweise
Luft, in Frage. In jedem Fall muss das Fluid mit so hohem Druck beaufschlagt werden,
dass es das Papier durchdringen und somit durchschneiden bzw. Bereiche davon Stanzen
kann. Der oder die Papierbögen werden relativ zu "Schneidköpfen" bewegt und dabei
durch den Fluidstrahl durchtrennt.
[0018] Zum Binden eines Innenbuchs oder eines Hefts sind die zu bindenden Blätter vorzugsweise
einseitig oder beidseitig bedruckt und ggf. einseitig oder beidseitig beschichtet.
Vorteilhafterweise werden die Blätter vor dem Stanzen und bestenfalls vor dem Falzen
der Blätter beschichtet, um zu verhindern, dass die gestanzten Perforiermuster durch
das Beschichtungsmaterial aufgefüllt werden, so dass kein Klebemittel mehr in die
Schlitze und/oder Löcher des Perforiermusters eindringen kann.
[0019] Die einzelnen Blätter können vorzugsweise vor dem Stanzen und bestenfalls vor dem
Falzen vor oder nach dem Beschichten bedruckt werden. Ggf. ist auch ein Bedrucken
nach dem Stanzschritt möglich.
[0020] Ggf. kann es notwendig sein, dass die einzelnen Blätter zugeschnitten werden müssen.
Dies kann zu jedem Zeitpunkt des vorgeschlagenen Verfahrens erfolgen. Eine Variante,
die ein Zuschneiden der Blätter notwendig macht, besteht darin, dass die Klebeabschnitte
einzelner Blätter (gefalteter sowie nicht gefalteter Blätter) gleiche Perforiermuster
aufweisen, und die Blätter versetzt zueinander gestapelt werden, so dass im Stapel
die Perforiermuster benachbarter Blätter versetzt zueinander angeordnet sind. Nach
dem Stapeln kann dann der jeweils überstehende Bereich der Blätter zugeschnitten werden.
[0021] Das berührungslose und verschleißfreie Stanzen ermöglicht zum einen eine sehr exakte
Herstellung der Perforiermuster und gewährleistet zum anderen eine lange Nutzungsdauer
ohne aufwendige Wartung. Außerdem ist mit Hilfe des berührungs- und verschleißfreien
Stanzens, insbesondere des Laserstanzens, ein Stanzen unterschiedlicher Papierarten,
Kunststoffarten sowie anderen Materialien möglich, ohne dabei die Zuverlässigkeit
und Lebensdauer des Stanzgeräts zu beeinflussen.
[0022] Zum Positionieren sowie Stapeln der einzelnen Blätter können die einzelnen Blätter
einen Positionsmarker sowie einen Barcode enthalten, die vor dem Stanzen auf die einzelnen
Blätter aufgebracht wurden. Vorzugsweise erfolgt die Aufbringung von Barcode und/oder
Positionsmarker während eines dem Stanzprozess vorangehenden Druckprozesses. Alternativ
kann das Blatt oder die Blattbündel mit Hilfe eines Kantensensors in geeigneter Art
und Weise angeordnet werden, so dass das Perforiermuster eingebracht werden kann.
[0023] Wichtig im Zusammenhang mit der Erfindung ist, dass das Stapeln der einzelnen Blätter
nach dem Stanzen durchgeführt wird. Es werden also einzelne Blätter, oder, in einer
alternativen Ausführungsform, wenige Blätter gestanzt. Anschließend (oder auch vor
dem Stanzen) werden ggf. die einzelnen oder wenigen Blätter entlang der Perforationslinie
gefalzt, mit anderen einzelnen oder wenigen ggf. gefalzten Blättern/Bögen zu einem
Block oder Heft gestapelt und miteinander verbunden.
[0024] Die vorliegende Erfindung betrifft weiterhin eine Vorrichtung zum Binden eines Innenbuchs
oder eines Hefts aus einer Vielzahl einzelner Blätter mit je einer oder zwei Blattflächen,
die jeweils mindestens einen Klebeabschnitt, insbesondere einen streifenförmigen Klebeabschnitt
aufweisen. Der streifenförmige Klebeabschnitt ist dabei im Wesentlichen angrenzend
an eine Blatt- oder Falzkante angeordnet und dient zur Verbindung benachbart angeordneter
Blätter miteinander. Die Vorrichtung enthält erfindungsgemäß eine Auflageeinheit zum
Auflegen eines Blattes oder Blattbündels sowie eine Einheit zum berührungslosen und
verschleißfreien Stanzen von Perforiermustern in den mindestens einen Klebeabschnitt
einzelner Blätter oder Blattbündel. Die Vorrichtung zum Binden des Innenbuchs oder
Heftes kann weiter eine Vielzahl an Beförderungseinheiten sowie eine Einheit zum Stapeln
und Kleben der einzelnen Blätter zu einem Innenbuch oder Heft enthalten.
[0025] Die Vorrichtung zum berührungslosen Stanzen kann bspw. eine Einheit zum Laserstanzen
und/oder Laserschneiden sein. Eine solche Laserstanzeinheit ist insbesondere vorteilhaft,
da Papierblätter unterschiedlicher Stärken sowie beschichtete Blätter als auch Kunststoffblätter
oder Blätter aus anderen Materialien stanzbar sind.
[0026] Die Einheit zum Laserstanzen und/oder Laserschneiden ist vorzugsweise derart ausgebildet,
dass mindestens ein Laserstrahl, vorzugsweise genau ein oder genau zwei oder mehr
Laserstrahlen, erzeugbar sind. Die Anzahl der benötigten Laserstrahlen richtet sich
nach der Art des Blattes, insbesondere danach, ob ein nicht gefaltetes Blatt mit lediglich
einer Blattfläche oder ein gefaltetes Blatt mit zwei Blattflächen gestanzt wird. Außerdem
ist es ausschlaggebend, ob bei gefalteten Blättern lediglich der Klebeabschnitt einer
einzigen Blattfläche perforiert wird oder ob Klebeabschnitte beider Blattflächen perforiert
werden. Des Weiteren spielt auch die Art des Perforiermusters eine wesentliche Rolle
bei der Anzahl an Laserstrahlen.
[0027] Zur Erzeugung der entsprechenden Laserstrahlen weist die Einheit zum Laserstanzen
mindestens eine Laserlichtquelle auf. Als Laserlichtquelle kommen bspw. CO2-Laser,
Festkörperlaser wie bspw. Neodym YAG-Laser, oder Faserlaser in Frage. Vorzugsweise
kann die Einheit zum Laserstanzen genau eine oder genau zwei Laserlichtquellen aufweisen.
Die Vorrichtung zum Binden eines Innenbuchs oder eines Hefts ist vorzugsweise derart
gestaltet, dass die Auflageeinheit relativ zur Laserstanzeinheit bzw. zum Laserstrahl
bewegbar ist. Die Vorrichtung kann demnach ähnlich einem Laserscanner ausgebildet
sein. Alternativ kann auch die mindestens eine Laserlichtquelle relativ zur Auflageebene
bewegbar sein, und somit eine Art Laserplotter bilden. Außerdem ist es möglich, dass
sowohl die Auflageeinheit als auch die Laserlichtquelle beide bewegbar sind, wobei
die Auflageeinheit und/oder die Laserlichtquelle in eine erste bzw. eine zweite Richtung
bewegbar sind. Die erste und die zweite Richtung sind dabei vorzugsweise senkrecht
zueinander ausgerichtet.
[0028] Eine weitere Möglichkeit, den Laserlichtstrahl über die zu stanzende Oberfläche eines
Blattes zu führen besteht darin, dass das Laserlicht über mindestens einen Spiegel
so abgelenkt wird, dass der Laserstrahl über die zu stanzende Oberfläche des Blattes
geführt werden kann. Dazu ist der mindestens eine Spiegel vorzugsweise in die erste
und/oder in die zweite Richtung bewegbar und/oder rotierbar ausgebildet.
[0029] Um zu vermeiden, dass eine zweite Laserlichtquelle notwendig ist, kann bspw. ein
Strahlteiler vorgesehen sein, der vorzugsweise in die erste und/oder die zweite Richtung
bewegbar und/oder rotierbar ist.
[0030] Die Vorrichtung zum Binden eines Innenbuchs oder Hefts kann bspw. eine Andockstation
zum Verbinden mit weiteren Buchherstellungsvorrichtungen oder mindestens eine weitere
Buchherstellungsvorrichtung enthalten. Unter Buchherstellungsvorrichtung ist dabei
bspw. eine Falzvorrichtung, eine Stapeleinheit, eine Klebevorrichtung, eine Presse,
Transportvorrichtungen wie bspw. Transportbänder, Rollen, Einzug und Auswurf und/oder
eine Druckeinheit zu verstehen.
[0031] Eine Laserlichtquelle kann auch so eingesetzt werden, dass sie sowohl "Laserstanzen"
als auch Schneidvorgänge zum Abschneiden bzw. Durchtrennen von Papier in der Vorrichtung
durchführt.
[0032] Die Vorrichtung ist vorzugsweise derart ausgestaltet, dass eines der oben beschriebenen
Verfahren mit Hilfe der Vorrichtung durchführbar ist.
[0033] Insbesondere weist die Vorrichtung wenigstens eine Düse zur Erzeugung eines Fluidstrahls
auf, mittels dessen ein Papierbogen gestanzt und/oder geschnitten werden kann. Das
Material wird relativ zu "Schneidköpfen" bewegt und dabei durch den Wasserstrahl durchtrennt.
Als Fluid kommt beim Stanzen von Papier vorzugsweise Gas, beispielsweise Luft, in
Frage. In jedem Fall muss das Fluid mit so hohem Druck beaufschlagt werden, dass es
das Papier durchdringen und somit durchschneiden bzw. Bereiche davon Stanzen kann.
Als Parameter spielt neben dem Druck auch die Öffnung der Düse eine große Rolle. Man
kann bei dieser Technik von Fluidstrahlschneiden bzw. -stanzen sprechen. Wasserstrahlschneiden
wird beispielsweise mit einem Wasserdruck von über 3000 bar, über 4000 bar, über 5000
bar, über 6000 bar oder über 7000 bar durchgeführt. Der Fluidstrahl wird mit einer
Hochdruckpumpe erzeugt. Gas kann vor dem Austritt aus der Düse verdichtet werden.
Der Volumenstrom kann ebenfalls eingestellt werden. Ein beispielhafter Wert für Wasser
liegt in der Größenordnung von 101/min beim gleichzeitigen Betrieb mehrerer Schneidköpfe.
Ähnlich funktioniert dies mit einem Hochdruck-Gasstrahl, wobei die Parameter ähnlich
sein können wie bei Wasser, oder an die Fluideigenschaften angepasst werden können.
Der Kontakt mit dem Fluid ist sehr kurz, sodass - abgesehen vom Schnitt bzw. Stanzen
- keine Schädigung des Materials eintritt. Zusammenfassend gewährleistet die vorliegende
Erfindung ein sicheres Verbinden einzelner Blätter zu einem Innenbuch oder Heft, wobei
die Herstellung des Innenbuchs oder Hefts schnell und präzise durchgeführt werden
kann und auf Blätter aus verschiedensten Materialien anwendbar ist, ohne dabei eine
aufwendige Wartung der Geräte notwendig zu machen und die Lebensdauer der Geräte zu
reduzieren. Die geschilderten Verfahren sind zudem in vorteilhafter Weise staubfrei
und das Material wird nicht seitlich verschoben, wie dies beim Einsatz von Messern
der Fall ist.
[0034] Unter dem Begriff "Stanzen" soll im Rahmen dieser Anmeldung jedes Herausnehmen von
Material zur Erzeugung einer Öffnung in dünnem Werkstoff (Papier, Pappe, Textilien)
verstanden werden. Im Gegensatz zum herkömmlichen Schneiden durch Schneidwerkzeuge
werden jedoch im Rahmen der Erfindung berührungslose Verfahren verwendet, um Material
herauszunehmen bzw. "auszustanzen".
BESCHREIBUNG DER FIGUREN
[0035] Nachfolgend wird die vorliegende Erfindung anhand einiger Figuren im Detail erklärt.
[0036] Es zeigen:
- Figur 1
- eine erfindungsgemäße Vorrichtung nach Art eines Laserscans;
- Figur 2
- eine erfindungsgemäße Vorrichtung nach Art eines Laserplotters;
- Figur 3
- eine erfindungsgemäße Vorrichtung mit zwei Laserlichtquellen und bewegbaren Spiegelelementen;
- Figur 4
- eine erfindungsgemäße Vorrichtung mit einer einzigen Laserlichtquelle, deren Strahl
geteilt wird und mit Hilfe bewegbarer Spiegel umgelenkt wird;
- Figuren 5A - 5F
- Blätter mit Falzlinie mit beidseitigen teilweise parallel zur Falzlinie ausgerichteten
Schlitzen;
- Figuren 6A -6D
- Blätter mit Falzlinie, wobei beidseitig der Falzlinie Schlitzmuster ohne Schlitze
parallel zur Falzkante angeordnet sind;
- Figuren 7A und 7B
- Blätter mit Falzlinie, wobei beidseitig der Falzlinie Punktstrukturen perforiert sind;
- Figuren 8A und 8B
- Blätter mit Falzlinie, wobei beidseitig der Falzlinie kombinierte Punkt- und Schlitzmuster
angeordnet sind;
- Figur 9
- Blatt mit Perforiermuster entlang der Blattkante;
- Figur 10
- Blatt mit Falzlinie, wobei einseitig der Falzlinie ein Schlitzmuster perforiert ist;
- Figur 11
- ein Flussdiagramm eines erfindungsgemäßen Verfahrens zum Binden von Blättern mit einer
einzigen Blattfläche;
- Figur 12
- Flussdiagramm des erfindungsgemäßen Verfahrens zum Binden von Blättern mit zwei Blattflächen;
und
- Figur 13
- Flussdiagramm für ein weiteres erfindungsgemäßes Verfahren zum Binden von Blättern
mit zwei Blattflächen.
AUSFÜHRUNGSBEISPIELE
[0037] Figur 1 zeigt eine erfindungsgemäße Vorrichtung 100, welche eine Laserlichtquelle
1 zum Ausstrahlen eines Laserstrahls 10 sowie eine Auflageeinheit 2 zum Auflegen und
Ausrichten eines Blattes 3 enthält. Die Laserlichtquelle 1 ist ortsfest angeordnet
und so ausgerichtet, dass der Laserstrahl 10 senkrecht auf das Blatt 3 und die Auflageeinheit
2 auftrifft. Die Auflageeinheit 2 dagegen ist entlang einer X-Achse (siehe Pfeil A)
und entlang einer Y-Achse (siehe Pfeil B) relativ zur Laserlichtquelle 1 bzw. der
Stanzeinheit bewegbar ist. Die Auflageeinheit 2 kann Mittel zum Befestigen des Blattes
3 aufweisen, um das Blatt 3 in geeigneter Weise zum Laserstrahl 10 zu fixieren.
[0038] Das auf der Auflageeinheit 2 angeordnete Blatt 3 weist eine Falzlinie 30 auf, die
das Blatt 3 in zwei gleich große Blattflächen 31 und 32 einteilt. Zum Ausrichten des
Blattes 3 auf der Auflageeinheit 2 weist das Blatt 3 einen Positionierungsmarker 37
auf, der im vorliegenden Beispiel auf der Blattfläche 31 angeordnet ist. Angrenzend
an die Falzlinie 30 weist das Blatt 3 beidseitig der Falzlinie 30 einen Klebeabschnitt
33 auf der Blattfläche 31 und einen Klebeabschnitt 34 auf der Blattfläche 32 auf.
Nach dem Ausrichten des Blattes 3 wird im Bereich der Klebeabschnitte 33 und 34 ein
Perforationsmuster 35 mit Hilfe des Laserstrahls 10 eingestanzt. Das Perforationsmuster
35 weist Schlitze auf, die parallel zur Falzkante 30 ausgerichtet sind, sowie Verbindungsschlitze,
die senkrecht zur Falzlinie 30 ausgerichtet sind und jeweils Enden von Schlitzen verschiedener
Klebeabschnitte 33, 34 miteinander verbinden. Auf der Blattfläche 32 ist ein Barcode
36 angebracht, um nach dem Stanzen die Blätter 3 in geeigneter Reihenfolge stapeln
zu können.
[0039] Figur 2 zeigt eine ähnliche erfindungsgemäße Vorrichtung wie Figur 1. Jedoch unterscheidet
sich die Vorrichtung der Figur 2 dadurch, dass eine Laserlichtquelle 1 entlang einer
X- sowie einer Y-Achse bewegbar ist (siehe Pfeile C und D), während die Auflageeinheit
2 ortsfest angeordnet ist. Auf der Auflageeinheit 2 befindet sich wiederum ein Blatt
3, das entsprechend dem Blatt 3 aus Figur 1 ausgebildet ist. Im Bereich der Klebeabschnitte
33 und 34 wird mit Hilfe des Laserstrahls 10 ein Perforationsmuster in Mäanderstruktur
eingestanzt. Auf dem Blatt 3 ist ein Barcode 36 sowie ein Positionierungsmarker 37
ausgebildet sein, wobei der Barcode 36 für eine Stapelung in geeigneter Reihenfolge
der Blätter verantwortlich ist, während der Positioniermarker 37 eine exakte Ausrichtung
des Blattes 3 auf der Auflageeinheit 2 relativ zur Laserlichtquelle ermöglicht. Anstelle
des Positioniermarkers 37 kann auch ein Kantensensor (nicht gezeigt) eingesetzt werden,
um das Blatt 3 in geeigneter Art und Weise auf der Auflageeinheit 2 auszurichten.
[0040] Eine weitere erfindungsgemäße Vorrichtung kann auch als Kombination der Ausführungsformen
aus Figur 1 und Figur 2 ausgebildet sein, so dass sowohl die Laserlichtquelle 1 entlang
der X-Achse (Pfeil C) und/oder der Y-Achse (Pfeil D) und die Auflageeinheit 2 in Richtung
der X-Achse (→ A) und/oder in Richtung der Y-Achse (→ B) bewegbar sind.
[0041] Figur 3 zeigt eine weitere Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung. Die
erfindungsgemäße Vorrichtung enthält zwei Laserlichtquellen 1A und 1B, die die Lichtstrahlen
10A und 10B ausstrahlen. Die Laserlichtstrahlen 10A und 10B werden parallel zur Auflageebene
der Auflageeinheit 2 bzw. der Blattfläche 3 eingestrahlt und mit Hilfe von Spiegeln
4A und 4B in Richtung der Auflageebene der Auflageeinheit 2 bzw. des Blattes 3 umgelenkt.
Die Spiegel 4A und 4B sind dabei entlang einer X-Achse verfahrbar (siehe Pfeil E).
Die Auflageeinheit 2 ist hingegen in Y-Richtung (Pfeil B) bewegbar. Somit kann mit
Hilfe der Laserstrahlen 10A und 10B ein Perforationsmuster 35 in Form einer unterbrochenen
Mäanderstruktur oder auch in Form einer Mäanderstruktur (nicht gezeigt) in das Blatt
3 gestanzt werden. Alternativ können die Laserstrahlen 10A und 10B auch entlang einer
Y-Richtung eingestrahlt werden und mit Hilfe von Spiegeln 4A und 4B, die entlang der
Y-Achse bewegbar sind, auf das Blatt 3 umgelenkt werden. In diesem Fall ist die Auflageeinheit
vorzugsweise so ausgebildet, dass sie entlang der X-Achse verfahrbar ist. Eine weitere
Alternative bieten Spiegel 4A und 4B, die derartig rotierbar sind, dass der Laserstrahl
so auf das Blatt 3 gerichtet wird, dass sich ein geeignetes Perforationsmuster stanzen
lässt. Es ist auch möglich, lediglich einen einzelnen Laserstrahl über einen bewegbaren
Spiegel auf das Blatt 3 zu richten, wobei der Spiegel und/oder die Auflageeinheit
2 in geeigneter Weise verfahrbar sind.
[0042] Figur 4 zeigt eine weitere Variante einer erfindungsgemäßen Vorrichtung mit einer
einzigen Laserlichtquelle 1, die ortsfest angeordnet ist. Die Laserlichtquelle 1 strahlt
einen Laserstrahl 10 aus, der mit Hilfe eines Strahlteilers 40 in einen Strahl 10A
und einen Strahl 10B aufgeteilt wird. Die jeweiligen Strahlen 10A, 10B werden mit
Hilfe von Spiegeln 4A und 4B in Richtung des Blattes 3 umgelenkt. Um ein geeignetes
Perforationsmuster in das Blatt 3 stanzen zu können, sind vorzugsweise die Spiegel
4A und 4B in geeigneter Weise rotierbar und/oder verfahrbar. Alternativ oder zusätzlich
kann auch die Auflageeinheit 2 in X- und/oder Y-Richtung verfahrbar ausgebildet sein.
Mit Hilfe der Vorrichtung in Figur 4 kann bspw. ein mäanderförmiges Perforationsmuster
35 mit unterbrochenen oder durchgängigen Querschlitzen gebildet werden.
[0043] Die Figuren 5A bis 5F zeigen Beispiele für Blätter 3, die eine Falzlinie 30 aufweisen,
wobei die Falzlinie 30 das Blatt 3 in zwei gleich große Blattflächen 31 und 32 teilt.
Beidseitig der Falzlinie 30 weisen sämtliche Perforationsmuster in den Klebeabschnitten
33 und 34 parallel zur Falzlinie 30 ausgerichtete Schlitze 50 auf, die in zwei Linien
beidseitig der Falzlinie angeordnet sind und wobei die Schlitze 50 der beiden Linien
gegeneinander versetzt sind. Figur 5A zeigt lediglich eine Doppelschlitzlinie, wobei
die Schlitze 50 jeweils versetzt gegeneinander ausgebildet sind. In Figur 5B sind
neben den Schlitzen 50 Verbindungsschlitze 51 ausgebildet, die jeweils die Enden der
Schlitze 50 verschiedener Schlitzlinien miteinander verbinden, so dass ein Mäandermuster,
das die Falzlinie 30 umgibt, entsteht. Die Verbindungsschlitze 51 sind dabei senkrecht
zur Falzlinie 30 ausgerichtet. Figur 5C zeigt wiederum ein mäanderartiges Perforationsmuster
35, das um die Falzlinie 30 herum angeordnet ist. Im Gegensatz zu den Verbindungsschlitzen
51 weist das Perforationsmuster 35 in Figur 5C unterbrochene Verbindungsschlitze 52
auf, so dass im Bereich der Falzlinie 30 keine Perforation stattfindet.
[0044] Figur 5D zeigt anstelle des mäanderförmigen Perforationsmusters 35 ein Schwalbenschwanzmuster,
wobei parallel zur Falzkante 30 ausgerichtete Schlitze 50 vorgesehen sind, die mit
Hilfe von Verbindungsschlitzen 53, die einen Winkel < 90° zur Falzkante 30 aufweisen,
verbunden sind. In Figur E sind die Verbindungsschlitze 53 durch unterbrochene Schlitze
54 ersetzt.
[0045] Figur 5F zeigt ein wellenförmiges Perforationsmuster, das im Bereich um die Falzkante
30 ausgebildet ist.
[0046] Die Figuren 6A bis 6D zeigen weitere Beispiele für Blätter mit einer Falzkante, wobei
beidseitig der Falzkante Perforationsmuster 35 vorgesehen sind. Die Perforationsmuster
sind aus einer Mehrzahl von Schlitzen gebildet, die einen Winkel zwischen 0° und 90°
mit der Falzlinie 30 ausbilden. Figur 6A zeigt eine Art Fischgrätmuster, wobei die
Schlitze 60A im Klebeabschnitt 33 der Blattfläche 31 unter α von 45° zur Falzlinie
30 ausgerichtet sind, während die Schlitze 60B in Klebeabschnitt 34 der Blattfläche
32 unter einem spitzen Winkel β von ca. 45° zur Falzlinie 30 angeordnet sind, wobei
die Schlitze 60A und 60B versetzt zueinander angeordnet sind.
[0047] Figur 6B zeigt Schlitze 61, die in den beiden Klebeabschnitten 33 und 34 parallel
zueinander ausgerichtet sind, einen Winkel von ca. 45 ° mit der Falzlinie 30 bilden
und vorzugsweise nicht versetzt zueinander sind. Figur 6C zeigt dachförmige Schlitze
62, die ein unterbrochenes Zick-Zack-Bands entlang der Falzlinie 30 in den Klebebereichen
33 und 34 bilden. Der Winkel der dachförmigen Struktur kann beliebig gewählt werden,
im Bereich zwischen 0° und 180°. Figur 6D zeigt Schlitze 63, die in Form von Kreuzschlitzen
rechts und links der Falzlinie 30 in den Klebeabschnitten 33 und 34 des Blattes 3
eingestanzt sind. Die sich kreuzenden Schlitze 63 der beiden Klebeabschnitte 33, 34
sind entlang einer Linie parallel zur Falzkante 30 ausgerichtet und gegenüber den
Schlitzen des anderen Klebeabschnitts 34, 33 versetzt.
[0048] Die Figuren 7A und 7B zeigen wiederum ein Blatt 3 mit einer Falzkante 30, die das
Blatt 3 in eine Bildfläche 31 und eine Blattfläche 32 teilt. In den Klebebereichen
33 und 34 der Blattflächen 31 bzw. 32 sind lochförmige Perforationsmuster 35 eingebracht.
Figur 7A zeigt in jedem Klebeabschnitt 33, 34 Löcher 70, die entlang einer Linie parallel
zur Falzlinie 30 angeordnet sind, wobei die Löcher 70 der beiden Klebeabschnitte 33
und 34 gegenüber den Löchern des jeweils anderen Klebeabschnitts 34, 33 versetzt sind.
Figur 7B zeigt dagegen Löcher 70, die in unregelmäßiger Art und Weise in die Klebeabschnitte
33 und 34 eingestanzt sind.
[0049] Die Figuren 8A und 8B zeigen wiederum Blätter 3, die in zwei Blattflächen 31 und
32 eingeteilt sind, wobei die Perforationsmuster 35 im Bereich der Klebeabschnitte
33 und 34 durch Schlitze 60 und die Löcher 70 gebildet sind. Figur 8A zeigt eine Kombination
der Muster aus Figur 6A und Figur 7B, wobei in jedem Klebeabschnitt 33 und 34 abwechselnd
fischgrätartig angeordnete Schlitze 60A und 60B und Löcher 70 angeordnet sind.
[0050] Figur 8B zeigt S-förmige Schlitze 60 sowie rautenförmige Löcher 70, die abwechselnd
entlang einer Linie parallel zur Falzlinie 30 in den Klebebereichen 33 und 34 angeordnet
sind, wobei die Löcher 70 bzw. die Schlitze 60 der beiden Klebebereiche 33 und 34
versetzt zueinander angeordnet sind.
[0051] Figur 9 gibt ein Beispiel für ein Blatt 3A, das lediglich eine einzige Blattfläche
aufweist und damit nicht gefaltet wird. Entlang einer Blattkante 300 weist das Blatt
einen Klebebereich 330 auf, in dem ein Perforationsmuster 35 vorgesehen ist. Das Perforationsmuster
35 weist eine Vielzahl an Schlitzen 600 sowie Löchern 700 auf, wobei die Schlitze
60 unter einem Winkel α zur Seitenkante 300 angeordnet sind und jeweils durch zwei
runde Löcher 70 voneinander beabstandet sind. Das Perforationsmuster kann jedoch auch
eine andere Form als die in der Figur 9 Gezeigte aufweisen, beispielsweise so ausgebildet
sein wie hinsichtlich der Muster der Klebeabschnitte 33, 34 eines gefalteten Blattes
der vorhergehenden Figuren beschrieben.
[0052] Figur 10 zeigt ein Blatt 3, das in zwei Blattflächen entlang einer Falzlinie 30 geteilt
ist, wobei lediglich ein Klebeabschnitt 33 im Bereich der Blattfläche 31 mit einem
Perforationsmuster 35 versehen ist. Das Perforationsmuster weist eine Reihe von Schlitzen
auf, wobei sich jeweils zwei kreuzartig überschneiden. Wiederum kann das Perforationsmuster
beliebig gestaltet sein und ist nicht auf das in Figur 10 dargestellte Muster beschränkt.
[0053] Die Figuren 5A bis 10 geben einen Überblick über verschiedene Perforationsmuster
35. Jedoch sind im Schutzumfang noch weitere Mustermöglichkeiten enthalten, die für
den Fachmann klar aus den Patentansprüchen ableitbar sind.
[0054] Die Figuren 11 bis 13 zeigen jeweils Flussdiagramme für Verfahren zum Binden eines
Innenbuchs. Die Figur 11 zeigt ein Flussdiagramm zur Veranschaulichung eines erfindungsgemäßen
Verfahrens zum Binden eines Innenbuchs oder Hefts aus einer Vielzahl einzelner Blätter,
wobei jedes Blatt lediglich eine Blattfläche aufweist und somit nicht vorgesehen ist,
das Blatt zu falten. In einem ersten Schritt S1 werden die einzelnen Blätter 3 bedruckt
und ggf. beschichtet. Anschließend werden die Blätter einzeln mit Hilfe einer Beförderungseinrichtung
zu einer Stanzvorrichtung befördert (S2), die in Form einer Vorrichtung, wie sie in
den Figuren 1 bis 4 dargestellt ist, ausgebildet sein kann. Anschließend wird im Schritt
S3 jedes Blatt einzeln oder in einem Bündel auf der Auflageeinheit ausgerichtet und
nach dem Ausrichten gestanzt (S4). Nach dem Stanzen der Blätter einzeln oder in Bündeln
werden die Blätter in Richtung einer Vorrichtung zum Stapeln transportiert (S5) und
in einer endgültigen Reihenfolge gestapelt (S6). Nach dem Stapeln werden die einzelnen
Blätter 3 verklebt (S7). Nach einem Aushärten des Klebemittels ist das Innenbuch fertig
gestellt.
[0055] Figur 12 zeigt wiederum ein Flussdiagramm zum Binden eines Innenbuchs. Entsprechend
dem Schritt S1 in Figur 11 werden die einzelnen Blätter 3 bedruckt (S 11). Anschließend
werden die Blätter in Richtung der Stanzeinheit transportiert (S22) und in der Stanzeinheit
in geeignete Art und Weise ausgerichtet (S3). Anschließend werden die einzelnen Blätter,
wie in den Figuren 5A bis 8B und 10 dargestellt, gestanzt (S44). Daraufhin werden
die Blätter einzeln gefalzt (S45) und anschließend in einer endgültigen Reihenfolge
gestapelt (S66). Abgeschlossen wird das Verfahren durch Aufbringen eines Klebemittels
auf den Buchrücken, der durch das Falzen S45 entstehenden Falzkanten gebildet wird
(S77).
[0056] Figur 13 zeigt ein weiteres Flussdiagramm für ein ähnliches Verfahren zum Binden
eines Innenbuchs mit Blättern, die zwei Blattflächen aufweisen und im Innenbuch gefalzt
vorliegen. In einem Schritt S111 werden die einzelnen Blätter bedruckt und ggf. beschichtet.
Anschließend werden die einzelnen Blätter gefalzt (S 112) und zu einer Stanzvorrichtung
transportier (S222). Die Blätter werden in der Stanzvorrichtung derart ausgerichtet,
dass entlang der Falzkante eines gefalteten Blattes ein Perforationsmuster eingestanzt
werden kann (S333). Anschließend erfolgt ein Stanzprozess S444, wobei die Perforationsmuster
in den beiden Klebeabschnitten der beiden Blattflächen gleich ausgebildet sind. Nach
dem Stanzen S444 werden die einzelnen gefalteten Blätter zu einer Stapelvorrichtung
transportiert (555) und anschließend (S666), dass die Falzkanten der Blätter einen
Buchrücken bilden, die Klebeabschnitte einander berühren, wobei die Perforationsmuster
benachbarter Blätter einander unterscheiden. Nach dem Stapeln wird der Buchrücken
mit Klebstoff beaufschlagt und ausgehärtet.
[0057] Zusammenfassend beseitigt die vorliegende Erfindung die Probleme des Stands der Technik
und gewährleistet das Binden von Innenbüchern, welche eine sicheren Verbindung der
einzelnen Blätter bzw. der einzelnen gefalteten Blätter gewährleistet, wobei dies
insbesondere durch besonders exakt gefertigte Perforationsmuster sichergestellt wird,
die es erlauben, dass Leim zwischen die einzelnen Perforationsmuster eintritt. Um
die exakt gefertigten Perforationsmuster möglichst schnell und ohne Wartungsaufwand
herstellen zu können, wird ein berührungsloses Stanzverfahren eingesetzt.
1. Verfahren zum Binden eines Innenbuchs oder eines Hefts aus einer Vielzahl einzelner
Blätter, wobei jedes Blatt wenigstens eine oder zwei Blattflächen mit jeweils mindestens
einem Klebeabschnitt, insbesondere mindestens einem streifenförmigen Klebeabschnitt,
aufweist, der im Wesentlichen angrenzend an eine Blatt- oder Falzkante des Blattes
angeordnet ist und im Bereich dessen benachbart angeordnete Blätter miteinander verbunden
sind,
wobei
zumindest ein Teil der Blätter einzeln oder in Bündeln von zwei oder mehreren Blättern
im Bereich mindestens eines ihrer Klebeabschnitte mit Hilfe eines berührungslosen
Stanz- oder Schneideverfahrens mit einem Perforiermuster versehen werden,
die perforierten Blätter so übereinander zu einem Stapel gestapelt werden, dass die
an die Klebeabschnitte angrenzenden Blatt- und/oder Falzkanten einen Buchrücken bilden,
wobei zumindest die Klebeabschnitte benachbarter Blätter einander berühren; und
ein Klebemittel auf den Buchrücken aufgetragen wird, um die Klebeabschnitte stoffschlüssig
miteinander zu verbinden.
2. Verfahren nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass
die Blätter vor dem Einbringen des Perforiermusters in die Klebeabschnitte oder nach
dem Einbringen des Perforiermusters in die Klebeabschnitte und vor dem Stapeln der
Blätter entlang einer Falzkante gefaltet werden.
3. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
die Klebeabschnitte von im Stapel benachbart angeordneten Blättern oder im Stapel
benachbart angeordneten Klebeabschnitten unterschiedliche Perforiermuster, insbesondere
entlang und/oder quer zur Blatt- oder Falzkante zueinander versetze Perforiermuster,
aufweisen.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
das Perforiermuster Schlitze und/oder Löcher, insbesondere runde, mehreckige oder
sternförmige Löcher, aufweist, wobei sich zumindest ein Teil der Schlitze und/oder
Löcher oder alle Schlitze und/oder Löcher in Klebeabschnitten von im Stapel benachbart
angeordneten Blättern oder in im Stapel benachbart angeordneten Klebeabschnitten vorzugsweise
nicht oder nur teilweise überlappen.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
jedes zwei Blattflächen aufweisende Blatt beidseitig der Falzkante an jeder Blattfläche
jeweils einen Klebeabschnitt aufweist, wobei jeder Klebeabschnitt eine parallel zur
Falzkante ausgerichtete Schlitzlinie insbesondere mit Schlitzen gleicher Länge und
gleichen Abständen zwischen zwei benachbarten Schlitzen aufweist, wobei die Schlitze
der beiden Klebeabschnitte insbesondere um die halbe Summe der Schlitzlänge und des
Abstands zwischen zwei benachbarten Schlitzen, zueinander versetzt sind und/oder die
Schlitzenden der Schlitze der beiden Klebeabschnitte insbesondere durch Querschlitze
miteinander verbunden sind, dass insbesondere ein durchgängiges oder unterbrochenes
mäander-, schwalbenschwanz- oder wellenförmiges Perforiermuster entsteht.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
das Perforiermuster mit Hilfe mindestens eines Laserstrahls, insbesondere mit Hilfe
mindestens eines Strahls mindestens eines Kohlenstoffdioxidlasers (CO2-Laser), eines Festkörperlasers, insbesondere eines Nd:YAG-Lasers, oder eines Faserlasers,
berührungslos gestanzt und/oder geschnitten wird.
7. Verfahren nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Laserstrahl während des Perforierens entsprechend dem zu stanzenden
Perforiermuster relativ zu der zu stanzenden Blattfläche in eine erste Richtung und/oder
in eine, insbesondere zur ersten Richtung senkrecht ausgerichtete, zweite Richtung
gleichzeitig oder abwechselnd bewegt wird.
8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
die Blätter vor dem Stanzen einseitig oder beidseitig beschichtet werden und/oder
vor oder nach dem Stanzen einseitig oder beidseitig bedruckt werden und/oder vor oder
nach dem Stanzen zugeschnitten werden.
9. Vorrichtung zum Binden eines Innenbuchs oder eines Hefts aus einer Vielzahl einzelner
Blätter, wobei jedes Blatt eine oder zwei Blattflächen mit jeweils mindestens einem
Klebeabschnitt, insbesondere mindestens einem streifenförmigen Klebeabschnitt, aufweist,
der im Wesentlichen angrenzend an eine Blatt- oder Falzkante des Blattes angeordnet
ist und im Bereich dessen benachbart angeordnete Blätter miteinander verbunden sind,
mit
einer Auflageeinheit zum Auflegen eines Blattes oder Blattbündels und
einer Einheit zum berührungslosen Stanzen von Perforiermustern in den mindestens einen
Klebeabschnitt einzelner Blätter oder Blattbündel.
10. Vorrichtung nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Einheit zum berührungslosen Stanzen eine Einheit zum Laserstanzen und/oder Laserschneiden
ist, mit der insbesondere mindestens ein Laserstrahl, insbesondere genau ein oder
genau zwei oder mehrere Laserstrahlen, erzeugbar ist.
11. Vorrichtung nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass
die Einheit zum Laserstanzen und/oder Laserschneiden mindestens eine Laserlichtquelle,
insbesondere genau eine oder genau zwei oder mehr Laserlichtquellen, insbesondere
mindestens einen CO2-Laser, einen Festkörperlaser, insbesondere einen Nd:YAG-Laser,
oder einen Faserlaser, aufweist.
12. Vorrichtung nach einem der beiden vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
die Einheit zum Laserstanzen und/oder Laserschneiden mindestens einen Spiegel, insbesondere
einen in die erste und/oder die zweite Richtung bewegbaren Spiegel, und/oder mindestens
einen Strahlteiler, insbesondere einen in die erste und/oder die zweite Richtung bewegbaren
Strahlteiler, aufweist.
13. Vorrichtung nach einem der vier vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
die Einheit zum berührungslosen Stanzen, insbesondere die mindestens eine Laserlichtquelle,
und/oder die Auflageeinheit in eine erste Richtung und/oder in eine zweite, zur ersten
Richtung insbesondere senkrecht ausgerichtete, Richtung verfahrbar sind.
14. Vorrichtung nach einem der fünf vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
die Vorrichtung eine Andockstation zum Verbinden mit weiteren Buchherstellungsvorrichtungen
oder mindestens eine weitere Buchherstellungsvorrichtung enthält, wobei die weiteren
Buchherstellungsvorrichtungen insbesondere eine Falzvorrichtung, eine Stapeleinheit,
eine Klebevorrichtung und/oder eine Presse sind.
15. Vorrichtung nach einem der sechs vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung wenigstens eine Düse zur Erzeugung eines Fluidstrahls umfasst, mittels
dessen ein Papierbogen gestanzt und/oder geschnitten werden kann.