[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Seilwindenvorrichtung, insbesondere ein Seilwindenvorrichtung
eines Kranes mit wenigstens einer Seilwinde, mit wenigstens einem Seil, wobei das
Seil zumindest teilweise auf der Seilwinde aufgewickelt und/oder auf- und/oder abwickelbar
ist, sowie einen Kran mit wenigstens einer Seilwindenvorrichtung.
[0002] Krane, wie beispielsweise Tiefseekrane, aber auch grundsätzlich jegliche Krane, die
einen Hauptarbeitsbereich im Übergang von einer Lage zu einer anderen Lage haben,
weisen wenigstens eine Seilwindenvorrichtung bzw. eine Spulvorrichtung auf, die insbesondere
im Hubwerksbetrieb arbeitet.
[0003] Im Hubwerksbetrieb in bestimmten Hakenhöhen kann es vorkommen, dass das Seil ständig
im Wechsel von zwei Lagen arbeitet und so auf Grund der erhöhten Flächenpressung in
diesem Bereich einem erhöhten Verschleiß unterliegt. Dieser erhöhte Verschleiß verringert
die Standzeit des Seiles und führt somit zu einem frühzeitigen Ausfall des Seiles.
[0004] So kann beispielsweise bei einem Verkippen der Seilwinde eines Kranes um mindestens
den Winkel des Aufstiegsbereiches des Seiles an der Bordscheibe der Hauptarbeitsbereich
aus diesem Bereich verlegt werden.
[0005] Grundsätzlich ist es aber wünschenswert, die Standzeit des Seiles eines Kranes zu
erhöhen, da ein Austausch aufwändig und daher mit vergleichsweise hohem Kostenaufwand
verbunden ist.
[0006] Aus der
DD 256 500 A1 ist bereits eine gattungsgemäße Seilwindenvorrichtung vorgesehen.
[0007] Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Seilwindenvorrichtung sowie
einen Kran der eingangs genannten Art in vorteilhafter Weise weiterzubilden, insbesondere
dahingehend, dass der Verschleiß des Seiles eines Kranes im Hubwerksbetriebs verringert
und hierdurch die Standzeit des Seiles erhöht werden kann.
[0008] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch eine Seilwindenvorrichtung mit den
Merkmalen des Anspruchs 1. Danach ist vorgesehen, dass eine Seilwindenvorrichtung
mit wenigstens einer Seilwinde, mit wenigstens einem Seil, wobei das Seil zumindest
teilweise auf der Seilwinde aufgewickelt und/oder auf- und/oder abwickelbar ist, und
mit wenigstens einem Verkippmittel versehen ist, mittels dessen die Seilwinde zumindest
teilweise um eine Achse, die im Wesentlichen parallel zur Längsachse der Seilwinde
ist, kippbar und/oder verschwenkbar ist.
[0009] Erfindungsgemäß ist wenigstens ein elektronisches Ansteuermittel vorgesehen, mittels
dessen das Verkippmittel ansteuerbar ist. Das wenigstens eine elektronische Ansteuermittel
kann beispielsweise eine elektronische Ansteuerung des Verkippmittels sein. Diese
Ansteuerung kann dabei eine eigenständige Ansteuerung oder auch ein Teil der Steuerung
der Seilwindenvorrichtung sein.
[0010] Ferner ist wenigstens ein Positionserfassungsmittel vorgesehen , mittels dessen mittelbar
und/oder unmittelbar die aktuelle Hubhöhe einer mit der Seilwindenvorrichtung gehobenen
Last und/oder die Windung des Seiles auf der Seilwinde erkennbar und/oder erfassbar
ist.
[0011] Des Weiteren ist es vorgesehen, dass die aktuelle Hubhöhe einer mit der Seilwindenvorrichtung
gehobenen Last und/oder die Windung des Seiles auf der Seilwinde mittels des wenigstens
einen Positionserfassungsmittels automatisch erkennbar und/oder erfassbar ist. Vorteilhafterweise
können so z. B. die aktuelle Hubhöhe als auch die Windung des Seiles auf der Seilwinde
über die Kransteuerung mittels des Positionserfassungsmittels automatisch erkannt
werden. Somit kann eine Verkippung der Seilwinde und damit ein Ausgleich der Hubhöhe
ohne manuelles Eingreifen des Kranführers erfolgen. Das System ermöglicht somit insbesondere
den seilschonenden Betrieb ohne beispielsweise eine Änderung der Auslegerstellung
vornehmen zu müssen. Hierdurch ist auch keine Änderung der Traglast zu beachten.
[0012] Insbesondere kann es sich um die Seilwindenvorrichtung eines Kranes, z. B. eines
Tiefseekranes handeln, wobei es sich jedoch grundsätzlich bei den Kranen um jegliche
Art von Kranen handeln kann.
[0013] Hierdurch ergibt sich insbesondere der Vorteil, dass der Verschleiß des Seiles eines
Kranes im Hubwerksbetriebs verringert und hierdurch die Standzeit des Seiles merklich
bzw. deutlich erhöht werden kann.
[0014] So kann beispielsweise bei einem Verkippen der Seilwinde eines Kranes um mindestens
den Winkel des Aufstiegsbereiches des Seiles an der Bordscheibe der Hauptarbeitsbereich
aus diesem Bereich verlegt werden.
[0015] Insbesondere kann es sich um die Seilwindenvorrichtung eines Kranes, z. B. eines
Tiefseekranes handeln, wobei es sich jedoch grundsätzlich bei den Kranen um jegliche
Art von Kranen handeln kann.
[0016] Außerdem ist möglich, dass das wenigstens eine Positionserfassungsmittel mit dem
elektronischen Ansteuermittel verbindbar und/oder verbunden ist und/oder dass das
Positionserfassungsmittel Bestandteil des elektronischen Ansteuermittels ist.
[0017] Darüber hinaus kann vorgesehen sein, dass das Verkippmittel, wenigstens ein Kippgelenk
und/oder wenigstens ein Antriebsmittel aufweist.
[0018] Weiter ist vorteilhaft denkbar, dass die Seilwinde wenigstens einen Seilwindenantriebsmittel
aufweist, mittels dessen die Seilwinde derart drehbar ist, so dass das Seil aufwickelbar
und/oder abwickelbar ist.
[0019] Des Weiteren betrifft die vorliegende Erfindung einen Kran mit den Merkmalen des
Anspruchs 4. Danach ist vorgesehen, dass ein Kran mit wenigstens einer Seilwindenvorrichtung
nach einem der Ansprüche 1 bis 3 versehen ist.
[0020] Der Kran kann ein Tiefseekran sein, wobei es sich jedoch grundsätzlich bei den Kranen
um jegliche Art von Kranen handeln kann.
[0021] Besonders vorteilhaft kann ein erfindungsgemäßer Kran in einem Umfeld eingesetzt
werden, bei dem der Kran einen Hauptarbeitsbereich im Übergang einer Lage zur anderen
Lage hat.
[0022] Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung sollen nun anhand eines in der Zeichnung
dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert werden.
[0023] Die einzige Figur zeigt eine schematische Darstellung der erfindungsgemäßen Seilwindenvorrichtung
für einen Kran.
[0024] Figur 1 zeigt in schematischer Darstellung eine erfindungsgemäße Seilwindenvorrichtung
10 in einer vorteilhaften Ausführungsform mit einer Seilwinde 20, auf der ein Seil
30 teilweise aufgewickelt ist.
[0025] Dabei ist ein Verkippmittel 40 vorgesehen, mittels dessen die Seilwinde 20 zumindest
teilweise um eine Achse A, die im Wesentlichen parallel zur Längsachse X der Seilwinde
20 ist, kippbar und/oder verschwenkbar ist. Das Verkippmittel 40 weist ein oder mehrere,
vorzugsweise zwei Kippgelenke 42 und ein oder mehrere Antriebsmittel 44 auf. Das Antriebsmittel
44 ist dabei beispielsweise ein Linearantrieb oder ein Drehantrieb und gemäß der in
Figur 1 gezeigten Ausführungsform ein hydraulisch betätigter Hubzylinder 44. Grundsätzlich
kann das Antriebsmittel aber ein hydraulisches, pneumatisches oder elektrisches oder
ein sonstiges geeignetes Antriebsmittel sein.
[0026] Die Seilwinde 20 weist wenigstens ein Seilwindenantriebsmittel 22 auf, mittels dessen
die Seilwinde derart drehbar ist, so dass das Seil 30, das beispielsweise über die
Seilrolle 80 geführt wird, aufwickelbar und abwickelbar ist. Über das Seilwindenantriebsmittel
22 kann, wie nachstehend noch ausgeführt wird, die Hubhöhe der Last 70 korrigiert
werden.
[0027] Die Seilwindenvorrichtung 10 weist ein elektronisches Ansteuermittel 50 auf, mittels
dessen das Verkippmittel 40 ansteuerbar ist. Weiter ist ein Positionserfassungsmittel
60 vorgesehen, mittels dessen mittelbar und unmittelbar die aktuelle Hubhöhe einer
mit der Seilwindenvorrichtung 10 gehobenen Last 70 und die Windung des Seiles 30 auf
der Seilwinde 20 automatisch erkennbar und erfassbar ist. Das Positionserfassungsmittel
60 ist dabei Bestandteil des elektronischen Ansteuermittels 50.
[0028] Durch das Kippen der Seilwinde 20 vorzugsweise um mindestens den Winkel des Aufstiegsbereiches
des Seiles 30 an der Bordscheibe kann der Hauptarbeitsbereich aus diesem Bereich verlegt
werden. Die Hubhöhenkorrektur erfolgt über die Heben/Senken-Funktion des Seilwindenantriebsmittels
22, d. h. bei dem in Figur 1 gezeigten Ausführungsbeispiels über die Heben/Senken-Funktion
des Hubwerkes 22.
[0029] Da sowohl die aktuelle Hubhöhe als auch die Windung des Seiles 30 auf der Seilwinde
20 über die Kransteuerung 50 mittels des Positionserfassungsmittels 60 automatisch
erkannt werden, kann dieser Ausgleich ohne manuelles Eingreifen des Kranführers erfolgen.
Das System ermöglicht den seilschonenden Betrieb ohne beispielsweise eine Änderung
der Auslegerstellung vornehmen zu müssen. Hierdurch ist auch keine Änderung der Traglast
zu beachten.
1. Seilwindenvorrichtung (10), insbesondere Seilwindenvorrichtung eines Kranes mit wenigstens
einer Seilwinde (20), mit wenigstens einem Seil (30), wobei das Seil (30) zumindest
teilweise auf der Seilwinde (20) aufgewickelt und/oder auf- und/oder abwickelbar ist,
und mit wenigstens einem Verkippmittel (40), mittels dessen die Seilwinde (20) zumindest
teilweise um eine Achse (A), die im Wesentlichen parallel zur Längsachse der Seilwinde
(20) ist, kippbar und/oder verschwenkbar ist,
dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein elektronisches Ansteuermittel (50) vorgesehen ist, mittels dessen
das Verkippmittel (40) ansteuerbar ist, sowie dass wenigstens ein Positionserfassungsmittel
(60) vorgesehen ist, mittels dessen mittelbar und/oder unmittelbar die aktuelle Hubhöhe
einer mit der Seilwindenvorrichtung (10) gehobenen Last (70) und die Windung des Seiles
(30) auf der Seilwinde (20) erkennbar und/oder erfassbar ist, wobei mittels des wenigstens
einen Positionserfassungsmittels (60), welches Bestandteil des elektronischen Ansteuermittels
(50) ist, die aktuelle Hubhöhe einer mit der Seilwindenvorrichtung (10) gehobenen
Last (70) und die Windung des Seiles (30) auf der Seilwinde (20) automatisch erkennbar
und erfassbar ist.
2. Seilwindenvorrichtung (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Verkippmittel (40) wenigstens ein Kippgelenk (42) und/oder wenigstens ein Antriebsmittel
(44) aufweist.
3. Seilwindenvorrichtung (10) nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Seilwinde (20) wenigstens ein Seilwindenantriebsmittel (22) aufweist, mittels
dessen die Seilwinde derart drehbar ist, so dass das Seil (30) aufwickelbar und/oder
abwickelbar ist.
4. Kran mit wenigstens einer Seilwindenvorrichtung (10) nach einem der vorhergehenden
Ansprüche.
1. A cable winch device (10), in particular a cable winch device of a crane with at least
one cable winch (20), with at least one cable (30), wherein the cable (30) is at least
partly wound up on the cable winch (20) and/or can be wound up and/or unwound, and
with at least one tilting means (40) by means of which the cable winch (20) can at
least partly be tilted and/or pivoted about an axis (A) which is substantially parallel
to the longitudinal axis of the cable winch (20),
characterized in that at least one electronic actuating means (50) is provided, by means of which the tilting
means (40) can be actuated, and that at least one position detection means (60) is
provided, by means of which the current hoisting height of a load (70) lifted with
the cable winch device (10) and the turn of the cable (30) on the cable winch (20)
is directly and/or indirectly recognizable and/or detectable, wherein by means of
the at least one position detection means (60), which is part of the electronic actuating
means (50), the current hoisting height of a load (70) lifted with the cable winch
device (10) and the turn of the cable (30) on the cable winch (20) is recognizable
and detectable automatically.
2. The cable winch device (10) according to claim 1, characterized in that the tilting means (40) includes at least one tilt joint (42) and/or at least one
drive means (44).
3. The cable winch device (10) according to any of claims 1 or 2, characterized in that the cable winch (20) includes at least one cable winch drive means (22) by means
of which the cable winch is rotatable such that the cable (30) can be wound up and/or
unwound.
4. A crane with at least one cable winch device (10) according to any of the preceding
claims.
1. Dispositif de treuil de câble (10), en particulier dispositif de treuil de câble d'une
grue, comportant au moins un treuil de câble (20), avec au moins un câble (30), le
câble (30) étant au moins partiellement enroulé sur le treuil de câble (20) et/ou
pouvant être enroulé sur celui-ci et/ou déroulé de celui-ci, et comportant au moins
un moyen de basculement (40) au moyen duquel le treuil de câble (20) peut être au
moins partiellement basculé et/ou pivoté autour d'un axe (A) qui est sensiblement
parallèle à l'axe longitudinal du treuil de câble (20),
caractérisé en ce qu'il est prévu au moins un moyen de pilotage (50) électronique au moyen duquel le moyen
de basculement (40) peut être piloté, ainsi en ce qu'il est prévu au moins un moyen de détection de position (60) au moyen duquel la hauteur
de levage actuelle d'une charge (70) levée avec le dispositif de treuil de câble (10)
et l'enroulement du câble (30) sur le treuil de câble (20) peuvent être indirectement
et/ou directement reconnus et/ou détectés, la hauteur de levage actuelle d'une charge
(70) levée avec le dispositif de treuil de câble (10) et l'enroulement du câble (30)
sur le treuil de câble (20) pouvant être automatiquement reconnus et détectés au moyen
du au moins un moyen de détection de position (60) qui fait partie du moyen de pilotage
(50) électronique.
2. Dispositif de treuil de câble (10) selon la revendication 1, caractérisé en ce que le moyen de basculement (40) présente au moins une articulation de basculement (42)
et/ou au moins un moyen d'entraînement (44).
3. Dispositif de treuil de câble (10) selon l'une quelconque des revendications 1 ou
2, caractérisé en ce que le treuil de câble(20) présente au moins un moyen d'entraînement de treuil de câble
(22) au moyen duquel le treuil de câble peut être tourné de telle sorte que le câble
(30) peut être enroulé et/ou déroulé.
4. Grue comportant au moins un dispositif de treuil de câble (10) selon l'une quelconque
des revendications précédentes.