[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung und ein Verfahren zum Biegen von Rohren in
Rohrbiegemaschirien, in denen die zu biegenden Rohre an der Biegestelle induktiv erwärmt
werden. Bei den Rohren handelt es sich hierbei um oft dickwandige Stahlrohre mit Wanddicken
von 3 bis zu 120 mm und mit großen Durchmessern von 50 bis 1060 mm und dabei Gewichten
von mehreren Tonnen. Entsprechend groß und schwer sind auch die dazu entwickelten
Rohrbiegemaschinen, mit denen sich üblicherweise Biegeradien von 0,1 bis 10 Metern
realisieren lassen.
[0002] Für jede Biegung muss das zu biegende Rohr dabei an seinem geraden Ende in einen
Vorschubwagen eingespannt werden, während an dem zu biegenden Ende ein sogenanntes
Biegeschloss befestigt wird. Zwischen Biegeschloss und Vorschubwagen befindet sich
eine ringförmige Vorrichtung zum induktiven Erwärmen, üblicherweise auch als Induktionsring
bezeichnet.
[0003] Aufgrund der wirkenden großen aufzunehmenden Kräfte werden Biegeschlösser oft sehr
massiv konstruiert und nehmen viel Raum in Anspruch. Eine entsprechende Vorrichtung
wird beispielsweise in der
DE 10 2007 022 004 A beschrieben. Hierbei ist das Biegeschloss auf einem Biegearm montiert, wobei der
Biegearm um eine vertikale Drehachse gedreht werden kann.
[0004] Oft müssen an Rohren mehrere Biegungen in verschiedene Richtungen nacheinander durchgeführt
werden. Damit lassen sich komplizierte Krümmungen im Raum oder etwa S-förmige oder
mäanderförmige Rohrgeometrien erreichen, die auf derartigen Rohrbiegemaschinen sehr
präzise unter kontrollierten Bedingungen gefertigt werden können, und was am späteren
Einsatzort oft nur unter Einsatz von Rohrformteilen und Schweißungen und unter Einschränkungen
hinsichtlich der erreichbaren Präzision möglich wäre.
[0005] Bei Rohrbiegemaschinen nach dem herkömmlichen Stand der Technik sind solche Biegevorgänge
teilweise nacheinander durchführbar, wenn die gewünschte Rohrgeometrie aber erfordert,
dass sich aber die Biegerichtung zwischen zwei aufeinander folgenden Biegevorgängen
ändert, sind zwischen den Biegevorgängen sehr aufwändige Montagearbeiten erforderlich.
Zu diesem Zweck muss nämlich jedes Mal das komplette Biegeschloss zusammen mit dem
Biegearm demontiert werden und auf der spiegelbildlich entgegengesetzten Rohrseite
wieder neu montiert und ausgerichtet werden. Oder das zu biegende Rohr muss aus einer
Linksbiegemaschine entnommen werden und einer weiteren Maschine, einer Rechtsbiegemaschine,
zugeführt werden. Hierbei entstehen geometrische Ungenauigkeiten, die nur durch sehr
großen Aufwand beseitigt werden können.
[0006] Beispielsweise wird in der
DE 25 13 561 A1 eine Maschine gezeigt mit einem kleinem und einem großen Biegearm, einmal rechts
und einmal links drehend. Um dieses System für Raumbiegungen nutzen zu können, muss
das Rohr aus der rechtsdrehenden Maschinenseite entnommen und dann in die linksdrehende
Seite erneut eingespannt und positioniert werden. Dies ist mit großem Zeitaufwand
verbunden und führt zu Ungenauigkeiten.
[0007] In der
DE 100 60 605 A1 werden links und rechts drehende Biegeköpfe gezeigt, wobei das Rohrende aber wegen
der übereinander liegenden Biegeköpfe komplett nach unten verfahren werden muss, um
auf den zweiten Biegekopf kommen zu können,
[0008] Da sowohl die zu biegenden Rohre als auch die Ausrüstungsteile des Biegeschlosses
mit dem Biegearm sehr schwer sind, müssen großer Aufwand und große Vorsicht beim Betrieb
der Hebezeuge getrieben werden, damit bei den Montagearbeiten keine Beschädigungen
auftreten, und sich die Lage des zu biegenden Rohres nicht unkontrolliert ändert.
Derartige Montagearbeiten können sich über viele Stunden hinziehen und begrenzen den
Durchsatz an Biegevorgängen der Rohrbiegemaschine.
[0009] Die Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine wirtschaftliche Methode zur Verfügung
zu stellen, bei denen derartige Montagearbeiten auf ein Minimum reduziert werden können
und somit eine deutliche Durchsatzerhöhung solcher Biegemaschinen im Einsatz bei Mehrfachbiegungen
erreicht werden kann.
[0010] Die Erfindung löst diese Aufgabe durch eine Vorrichtung zum Biegen von Rohren großer
Durchmesser in unterschiedliche Biegerichtungen, wobei
- in dieser Vorrichtung zum Biegen ein Rohr in axialer Richtung durch eine dieses Rohr
ringförmig umschließende, induktiv wirkende Erwärmungseinrichtung geführt wird,
- das Rohr an seinem zu biegenden Ende von einem Biegeschloss festgehalten wird,
- sich bei dem in Vorschubrichtung des Rohres gelegenen Teil der Vorrichtung zum Biegen
mindestens ein Biegearm befindet, der um eine vertikale Drehachse drehbar gelagert
ist,
- das Biegeschloss indirekt mit dem Biegearm verbunden ist,
- das Biegeschloss eine Kraftübertragungseinrichtung zwischen der Aufnahmevorrichtung
für Rohre und dem Biegearm aufweist,
- die Kraftübertragungseinrichtung mit dem Biegearm in der Weise einstellbar verbunden
ist, dass die Abstände zwischen der Mittelachse der Aufnahmevorrichtung für Rohre
und der vertikalen Drehachse zwischen einem kleinsten und einem größten Abstand wählbar
sind, wodurch ein Bereich zwischen einem größten und einem kleinsten Biegeradius einstellbar
ist,
- die Vorrichtung mindestens ein weiteres Biegeschloss mit einem weiteren Biegearm,
einer Aufnahmevorrichtung für Rohre und einer Kraftübertragungseinrichtung für Biegekräfte
von der Aufnahmevorrichtung auf den weiteren Biegearm aufweist,
- wobei die Drehrichtung des weiteren Biegearms entgegengesetzt der Drehrichtung des
ersten Biegearms ist, und
- jeder der beiden Biegearme parallel zueinander und perpendikular zur Vorschubrichtung
der zu biegenden Rohre bewegbar ist.
[0011] Durch den Einsatz von 2 verfahrbaren Biegearmen mit Biegeschlössern kann erreicht
werden, dass für Rechtsdrehungen und für Linksdrehungen der jeweiligen vertikalen
Drehachsen jeweils entweder das eine oder das andere Biegeschloss zum Einsatz kommen
kann, während das jeweils nicht benötigte Biegeschloss aus dem Schwenkbereich herausgefahren
wird. Die aufwändigen Montagearbeiten entfallen dadurch komplett.
[0012] Die Erfindung löst diese Aufgabe auch durch ein auf die Vorrichtung abgestimmtes
Verfahren zum Biegen von Rohren großer Durchmesser, indem
- das Rohr in einem ersten Biegeschloss eingespannt wird, das mit einem ersten Biegearm
verbunden ist, der um eine erste Drehachse gedreht werden kann,
- während ein zweites Biegeschloss entgegen der Drehrichtung aus dem Schwenkbereich
des Rohres in prependikularer Richtung zur Vorschubrichtung des zu biegenden Rohres
wegbewegt wird,
- dann unter Vorschub des Rohres ein erster Abschnitt des Rohres gebogen wird,
- unter Fixierung des Rohres das Rohr aus dem ersten Biegeschloss ausgespannt wird,
- das erste Biegeschloss aus dem Schwenkbereich des Rohres in prependikularer Richtung
zur Vorschubrichtung des zu biegenden Rohres weg bewegt wird,
- das zweite Biegeschloss in den Schwenkbereich des Rohres bewegt wird,
- das zu biegende Rohr in das zweite Biegeschloss eingespannt wird,
- dann unter Vorschub des Rohres ein zweiter Abschnitt des Rohres gebogen wird. Während
des Wechsels der Biegerichtung bleibt das Rohr durch die Einspannung im Vorschubwagen
in absolut fixierter Position.
[0013] In weiteren Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen Verfahrens werden Rohrbewegungen
zwischen den einzelnen Biegevorgängen durchgeführt. Hierbei können eine Drehung des
Rohres um die Mittelachse des Rohres oder auch ein Längsvorschub des Rohres vorgenommen
werden. Auf diese Weise können auch eine Vielzahl von Biegevorgängen nacheinander
durchgeführt werden.
[0014] Die Erfindung wird nachfolgend anhand der Figuren 1 bis 4e näher erläutert. Figur
1 zeigt eine Isometrie einer Doppelbiegemaschine, Figur 2 zeigt eine Draufsicht. Fig.
3 zeigt eine Vorderansicht. Die Figuren 4a bis 4e zeigen die einzelnen Vorgänge bei
der Mehrfachbiegung eines Rohres in der Draufsicht.
[0015] Die Figuren 1 bis 3 zeigen eine derartige Doppelbiegemaschine 1 mit den beiden Biegearmen
2 und 3 und den Biegeschlössern 4 und 5. Das nicht gezeigte zu biegende Rohr wird
auf dem Vorschubwagen 6 durch den Induktionsring 7 geschoben, wobei entweder das Biegeschloss
4 oder das Biegeschloss 5 das Rohr erfasst und um die Drehachse 8 oder die Drehachse
9 biegt.
[0016] Fig. 4 zeigt den Vorgang einer S-förmigen Biegung eines Rohres 20.
[0017] Fig. 4a ist der Ausgangszustand. Das Rohr 20 liegt im Vorschubwagen 6, sein vorderes
Rohrende 21 ist durch den Induktionsring 7 hindurchgeschoben und wird vom Biegeschloss
5 festgehalten. Der Biegearm 3 ist daher so positioniert, dass der gewünschte Biegeradius
12 einstellbar ist und der Biegearm 2 ist aus dem Schwenkbereich herausgefahren.
[0018] Fig. 4b zeigt das Ende des ersten Biegevorgangs, in diesem Fall einer 135-Grad-Biegung.
[0019] Fig. 4c zeigt, dass das Biegeschloss 5 entfernt und der Biegearm 3 weggefahren wurde
und ein Vorschub um die Vorschublänge 13 erfolgte.
[0020] Fig. 4d zeigt, dass der Biegearm 2 so positioniert wurde, dass der Biegeradius 14
einstellbar ist, und dass das Biegeschloss 4 das Rohr 20 festhält. Der Biegearm 3
bleibt aus dem Schwenkbereich herausgefahren.
[0021] Fig. 4e zeigt das Ergebnis des zweiten Biegevorgangs, in diesem Fall einer zur ersten
Biegung genau gegenläufigen 135-Grad-Biegung.
[0022] Es ist hierbei klar, dass auch viele andere räumliche Biegevorgänge auf diese Weise
durchgeführt werden können, ohne dass das Werkstück oder einer der Biegearme hierfür
demontiert werden müssen, was gegenüber dem herkömmlichen Stand der Technik viel Rüstzeit
einspart und somit den erreichbaren Umsatz der Maschine auf wirtschaftliche Weise
erhöht.
Bezugszeichenliste
[0023]
- 1
- Doppelbiegemaschine
- 2
- Biegearm A
- 3
- Biegearm B
- 4
- Biegeschloss A
- 5
- Biegeschloss B
- 6
- Vorschubwagen
- 7
- Induktionsring
- 8
- Drehachse A
- 9
- Drehachse B
- 20
- Rohr
- 21
- vorderes Rohrende
- 12
- Biegeradius A
- 13
- Vorschublänge
- 14
- Biegeradius B
1. Vorrichtung (1) zum Biegen von Rohren (20) großer Durchmesser in unterschiedliche
Biegerichtungen, wobei
- das Rohr (20) in einem Vorschubwagen (6) gelagert ist, der in Längsrichtung verschiebbar
ist,
- das Rohr (20) in axialer Richtung durch eine das Rohr (20) ringförmig umschließende,
induktiv wirkende Erwärmungseinrichtung (7) geführt wird, welche an dem in Vorschubrichtung
des Rohres (20) vorne gelegenen Teil der Vorrichtung (1) angeordnet ist,
- bei dem in Vorschubrichtung des Rohres vorne gelegenen Teil der Vorrichtung (1)
mindestens zwei Biegearme (2, 3) mit jeweils einem Biegeschloss (4, 5), in welchem
das Rohr (20) an seinem zu biegenden Ende festgehalten wird, angeordnet sind, wobei
die Biegearme (2, 3) jeweils um eine vertikale Drehachse (8, 9) drehbar gelagert sind,
- das Biegeschloss (4, 5) jeweils indirekt mit dem Biegearm (2, 3) verbunden ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Biegeschloss (4, 5) jeweils eine Kraftübertragungseinrichtung zwischen der Aufnahmevorrichtung
und dem Biegearm (2, 3) aufweist, welche Kraftübertragungseinrichtung mit dem Biegearm
(2, 3) in der Weise einstellbar verbunden ist, dass die Abstände zwischen der Mittelachse
der Aufnahmevorrichtung für Rohre (20) und der vertikalen Drehachse (8, 9) zwischen
einem kleinsten und einem größten Abstand wählbar sind, wodurch ein Bereich zwischen
einem größten und einem kleinsten Biegeradius einstellbar ist,
dass beidseits einer Längsachse des Vorschubwagens (6) jeweils ein Biegearm (2, 3) mit
seiner vertikalen Drehachse (8, 9) angeordnet ist und dass die Drehrichtungen der
Biegearme (2, 3) beim Biegen entgegengesetzt zueinander sind, dass die beiden Biegearme
(2, 3) mit ihren Drehachsen (8,9) parallel zueinander und jeweils senkrecht zur Vorschubrichtung
der zu biegenden Rohre (20) bewegbar sind und dass die beiden Aufnahmevorrichtungen
an einer zu dem Rohr (20) weisenden Seite der Biegeschlösser (4, 5) eine Einführöffnung
besitzen.
2. Verfahren zum Durchführen mehrerer Biegevorgänge von Rohren (20) großer Durchmesser
mittels einer Vorrichtung (1) entsprechend Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
- das Rohr (20) in einem ersten Biegeschloss (4, 5) eingespannt wird, das mit einem
ersten Biegearm (2, 3) verbunden ist, der um eine erste Drehachse (8, 9) gedreht werden
kann,
- während ein zweites Biegeschloss (4, 5) entgegen der Drehrichtung aus dem Schwenkbereich
des Rohres (20) senkrecht zur Vorschubrichtung des zu biegenden Rohres wegbewegt wird,
- dann unter Vorschub des Rohres (20) ein erster Abschnitt des Rohres (20) gebogen
wird,
- unter Fixierung des Rohres das Rohr (20) aus dem ersten Biegeschloss (4, 5) ausgespannt
wird,
- das erste Biegeschloss (4, 5) aus dem Schwenkbereich des Rohres (20) über eine Bewegung
seiner Drehachse (8, 9) senkrecht zur Vorschubrichtung des zu biegenden Rohres (20)
wegbewegt wird,
- das zweite Biegeschloss (5) über eine Bewegung seiner Drehachse (8, 9) in den Schwenkbereich
des Rohres (20) bewegt wird,
- das zu biegende Rohr (20) in das zweite Biegeschloss (5) eingespannt wird,
- dann unter Vorschub des Rohres (20) ein zweiter Abschnitt des Rohres (20) gebogen
wird.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen zwei Biegevorgängen eine Drehung des Rohres (20) um die Mittelachse des
Rohres (20) durchgeführt wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen zwei Biegevorgängen ein Längsvorschub des Rohres (20) in Richtung der Mittelachse
des Rohres (20) durchgeführt wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass eine Vielzahl von Biegevorgängen nacheinander vorgenommen wird.
1. Apparatus (1) for bending large-diameter pipes (20) in different bending directions,
wherein
- the pipe (20) is mounted in an advancement carriage (6), which can be displaced
in the longitudinal direction,
- the pipe (20) is guided in the axial direction by an inductively active heating
device (7), which encloses the pipe (20) in angular fashion and is arranged on the
front part of the apparatus (1), as seen in the advancement direction of the pipe
(20),
- the front part of the apparatus (1), as seen in the advancement direction of the
pipe, has arranged on it at least two bending arms (2, 3), each with a bending lock
(4, 5), in which the pipe (20) is secured at its end which is to be bent, wherein
the bending arms (2, 3) are surmounted such that they can be rotated in each case
about a vertical rotary spindle (8, 9),
- the bending lock (4, 5) is connected indirectly in each case to the bending arm
(2, 3),
characterized
in that the bending lock (4, 5) has a respective force-transmission device between the accommodating
apparatus and the bending arm (2, 3), which force-transmission device is connected
to the bending arm (2, 3) in adjustable fashion such that the distances between the
centre axis of the accommodating apparatus for pipes (20) and the vertical rotary
spindle (8, 9) can be selected between a smallest distance and a largest distance,
this making it possible to adjust a range between a largest bending radius and a smallest
bending radius,
in that a respective bending arm (2, 3) with its vertical rotary spindle (8, 9) is arranged
on either side of a longitudinal axis of the advancement carriage (6), and in that
the directions of rotation of the bending arms (2, 3) are oriented counter to one
another during the bending operation,
in that the two bending arms (2, 3) can be moved with their rotary spindles (8, 9) parallel
to one another and in each case perpendicular to the advancement direction of the
pipes (20) which are to be bent, and in that the two accommodating apparatuses have
an introduction opening on a side of the bending locks (4, 5) which is oriented towards
the pipe (20).
2. Method of implementing a plurality of bending operations on large-diameter pipes (20)
by means of an apparatus (1) corresponding to Claim 1,
characterized in that
- the pipe (20) is clamped in a first bending lock (4, 5), which is connected to a
first bending arm (2, 3), which can be rotated about a first rotary spindle (8, 9),
- while a second bending lock (4, 5) is moved away, counter to the direction of rotation,
out of the pivoting region of the pipe (20) in the direction perpendicular to the
advancement direction of the pipe which is to be bent,
- then, with the pipe (20) being advanced, a first portion of the pipe (20) is bent,
- with the pipe fixed, the pipe (20) is released from the first bending lock (4, 5),
- the first bending lock (4, 5) is moved away out of the pivoting region of the pipe
(20) via a movement of the rotary spindle (8, 9) of said bending lock in a direction
perpendicular to the advancement direction of the pipe (20) which is to be bent,
- the second bending lock (5) is moved into the pivoting region of the pipe (20) via
a movement of the rotary spindle (8, 9) of said bending lock,
- the pipe (20) which is to be bent is clamped into the second bending lock (5),
- then, with the pipe (20) being advanced, a second portion of the pipe (20) is bent.
3. Method according to Claim 2, characterized in that, between two bending operations, the pipe (20) is rotated about the centre axis of
the pipe (20).
4. Method according to either of Claims 2 and 3, characterized in that, between two bending operations, the pipe (20) is advanced longitudinally in the
direction of the centre axis of the pipe (20).
5. Method according to one of Claims 2 to 4, characterized in that a multiplicity of bending operations are carried out one after the other.
1. Dispositif (1) pour le cintrage de tubes (20) de grand diamètre dans différentes directions
de cintrage, dans lequel
- le tube (20) est déposé dans un chariot d'avancement (6), qui est déplaçable en
direction longitudinale,
- le tube (20) est guidé en direction axiale à travers un dispositif de chauffage
(7) opérant par induction et entourant le tube (20) sous forme d'anneau, qui est disposé
sur la partie du dispositif (1) située à l'avant dans la direction d'avancement du
tube (20),
- dans la partie du dispositif (1) située à l'avant dans la direction d'avancement
du tube sont disposés au moins deux bras de cintrage (2, 3) comportant respectivement
un verrou de cintrage (4, 5), dans lequel le tube (20) est maintenu à son extrémité
à cintrer, dans lequel les bras de cintrage (2, 3) sont disposés de façon rotative
respectivement autour d'un axe de rotation vertical (8, 9),
- le verrou de cintrage (4, 5) est respectivement relié indirectement au bras de cintrage
(2, 3),
caractérisé en ce que
le verrou de cintrage (4, 5) présente respectivement un dispositif de transmission
de force entre le dispositif de réception et le bras de cintrage (2, 3), ce dispositif
de transmission de force étant relié de façon réglable au bras de cintrage (2, 3),
de telle manière que les distances entre l'axe médian du dispositif de réception pour
des tubes (20) et l'axe de rotation vertical (8, 9) puissent être choisies entre une
plus petite et une plus grande distance, une plage étant ainsi réglable entre un rayon
de courbure très grand et un rayon de courbure très petit,
un bras de cintrage (2, 3) est respectivement disposé avec son axe de rotation vertical
(8, 9) de part et d'autre d'un axe longitudinal du chariot d'avancement (6) et les
sens de rotation des bras de cintrage (2, 3) sont opposés l'un à l'autre lors du cintrage,
les deux bras de cintrage (2, 3) sont mobiles avec leurs axes de rotation (8, 9) parallèles
l'un à l'autre et respectivement perpendiculaires à la direction d'avancement des
tubes à cintrer (20) et les deux dispositifs de réception comportent une ouverture
d'introduction sur un côté des verrous de cintrage (4, 5) tourné vers le tube (20).
2. Procédé pour exécuter plusieurs opérations de cintrage de tubes (20) de grand diamètre
au moyen d'un dispositif (1) selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
- on serre le tube (20) dans un premier verrou de cintrage (4, 5), qui est relié à
un premier bras de cintrage (2, 3), qui peut tourner autour d'un premier axe de rotation
(8, 9),
- pendant que l'on écarte un deuxième verrou de cintrage (4, 5) contre le sens de
rotation hors de la plage de pivotement du tube (20), perpendiculairement à la direction
d'avancement du tube à cintrer,
- on cintre alors une première partie du tube (20) avec avancement du tube (20),
- on desserre le tube (20) hors du premier verrou de cintrage (4, 5) tout en fixant
le tube,
- on écarte le premier verrou de cintrage (4, 5) hors de la plage de pivotement du
tube (20) par un déplacement de son axe de rotation (8, 9) perpendiculairement à la
direction d'avancement du tube à cintrer (20),
- on déplace le deuxième verrou de cintrage (5) dans la plage de pivotement du tube
(20) par un déplacement de son axe de rotation (8, 9),
- on serre le tube à cintrer (20) dans le deuxième verrou de cintrage (5), et
- on cintre une deuxième partie du tube (20) avec un avancement du tube (20).
3. Procédé selon la revendication 2, caractérisé en ce que l'on effectue, entre deux opérations de cintrage, une rotation du tube (20) autour
de l'axe médian du tube (20).
4. Procédé selon l'une des revendications 2 ou 3, caractérisé en ce que l'on effectue, entre deux opérations de cintrage, un avancement longitudinal du tube
(20) dans la direction de l'axe médian du tube (20).
5. Procédé selon l'une quelconque des revendications 2 à 4, caractérisé en ce que l'on effectue une multiplicité d'opérations de cintrage l'une après l'autre.