| (19) |
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(11) |
EP 2 569 393 B9 |
| (12) |
KORRIGIERTE EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis: Bibliographie entspricht dem neuesten Stand |
| (15) |
Korrekturinformation: |
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Korrigierte Fassung Nr. 1 (W1 B1) |
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Korrekturen, siehe Beschreibung |
| (48) |
Corrigendum ausgegeben am: |
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12.04.2017 Patentblatt 2017/15 |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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22.02.2017 Patentblatt 2017/08 |
| (22) |
Anmeldetag: 10.05.2011 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2011/057528 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2011/141467 (17.11.2011 Gazette 2011/46) |
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| (54) |
KOMBINATION VON LUMINESZENZSTOFFEN
COMBINATION OF LUMINESCENT SUBSTANCES
COMBINAISON D'AGENTS LUMINESCENTS
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
10.05.2010 DE 102010028818
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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20.03.2013 Patentblatt 2013/12 |
| (73) |
Patentinhaber: Swiss Authentication Research and Development AG |
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8274 Tägerwilen (CH) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- EBERT, Dieter
CH-8274 Gottlieben (CH)
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| (74) |
Vertreter: Weickmann & Weickmann PartmbB |
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Postfach 860 820 81635 München 81635 München (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A2- 1 346 839 JP-A- 9 052 479
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GB-A- 2 258 659 US-A1- 2004 079 800
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine lumineszierende Zusammensetzung enthaltend eine durch
Infrarot (IR)-Strahlung anregbare Komponente und eine durch Ultraviolett (UV)-Strahlung
anregbare Komponente. Die Zusammensetzung weist ein charakteristisches Emissionsspektrum
auf und kann gegebenenfalls zusammen mit einem an das Emissionsspektrum angepassten
Auslesesystem zur Markierung von Stoffen oder Stoffgemischen eingesetzt werden.
[0002] Verbindungen, die Lanthanoidionen in der Oxidationsstufe +3 enthalten, sind oftmals
Lumineszenzstoffe, die bei Anregung mit Strahlung im Infrarotbereich kürzerwelliges
Licht, z.B. im sichtbaren Bereich und/oder im UV-Bereich emittieren. Diese als "Upconversion"
oder "Antistokes Fluoreszenz" bezeichnete Eigenschaft kann darauf zurückgeführt werden,
dass Elektronen der 4f-Schale von Lanthanoidionen bei Bestrahlung durch sequentielle
Mehrfachanregung in einen Energiezustand angehoben werden, der ein gegenüber der Absorption
eines einzigen Photons erhöhtes Niveau aufweist. Aus diesem Energiezustand kann bei
Relaxation ein energiereicheres Photon als das ursprünglich absorbierte Photon emittiert
werden.
[0003] Die Verwendung von Lanthanoidoxidsulfiden als Antistokes-Lumineszenzstoffe ist beispielsweise
in
WO 00/60527,
WO 2008/000461 sowie in den
US-Patenten 6 802 992 und
6 686 074 beschrieben. Weiterhin ist es bekannt, diese Lanthanoidoxidsulfide zur Markierung
von Stoffen oder Stoffgemischen einzusetzen.
[0004] Gemäß vorliegender Erfindung werden neue lumineszierende Zusammensetzungen bereitgestellt,
die zwei in verschiedenen Wellenlängenbereichen anregbare Komponenten (a) und (b)
enthalten, wie in den Ansprüchen definiert. Komponente (a) ist eine durch IR-Strahlung
anregbare Komponente, umfassend ein Oxid, Oxidsulfid oder Oxidfluorid von Yttrium
und ein Oxid, Oxidsulfid oder Oxidfluorid von mindestens einem weiteren Element, ausgewählt
aus Lanthan, Cer, Praseodym, Neodym, Samarium, Europium, Gadolinium, Terbium, Dysprosium,
Holmium, Erbium, Thulium, Ytterbium und Lutetium, sowie ggf. mindestens einen Dotierstoff,
ausgewählt aus Oxiden und/oder Fluoriden von Haupt- und Nebengruppenelementen. Das
Oxid, Oxidsulfid oder Oxidfluorid von Yttrium liegt in einem Anteil von ≥ 85 mol-%,
bezogen auf die gesamte Komponente (a), vor. Komponente (b) ist eine durch UV-Strahlung
anregbare Komponente, bei der es sich günstigerweise um eine unter Umgebungsbedingungen
inerte anorganische Verbindung, z.B. ein gegebenenfalls dotiertes Aluminat, handelt,
das im UV-Wellenlängenbereich absorbiert und eine für die Verbindung charakteristische
Lumineszenzstrahlung, z.B. Fluoreszenzstrahlung, emittiert.
[0005] Ein Gegenstand der Erfindung ist somit eine lumineszierende Zusammensetzung, enthaltend
- (a) eine durch IR-Strahlung anregbare Komponente, wie vorstehend definiert, und
- (b) eine durch UV-Strahlung anregbare Komponente.
[0006] Komponente (a) der Zusammensetzung ist vorzugsweise ein Lumineszenzstoff mit "Upconverter"-
und/oder "Antistokes"-Eigenschaften. Vorzugsweise enthält die Komponente (a) ein Oxid,
Oxidsulfid oder Oxidfluorid von Yttrium und ein Oxid, Oxidsulfid oder Oxidfluorid
von mindestens zwei oder mindestens drei weiteren Elementen ausgewählt aus Lanthan,
Cer, Praseodym, Neodym, Samarium, Europium, Gadolinium, Terbium, Dysprosium, Holmium,
Erbium, Thulium, Ytterbium und Lutetium sowie gegebenenfalls mindestens einen Dotierstoff,
ausgewählt aus Oxiden und/oder Fluoriden von Haupt- oder Nebengruppenelementen. Beispielsweise
handelt es sich bei Komponente (a) um einen Lumineszenzstoff wie in
WO 2008/000461 beschrieben, auf deren Offenbarung hiermit ausdrücklich Bezug genommen wird.
[0007] In der Patentanmeldung
GB2258659 A ist z.B. in Beispiel 10 eine ähnliche lumineszierende Zusammensetzung offenbart.
[0008] In der gesamten Komponente (a) liegt das Oxid, Oxidsulfid oder Oxidfluorid von Yttrium
in einem Anteil von ≥ 85 mol-%, vorzugsweise ≥ 90 mol-%, ≥ 92 mol-%, ≥ 94 mol-% oder
≥ 96 mol-% vor. Weitere Oxide, Oxidsulfide oder Oxidfluoride liegen vorzugsweise in
einem Anteil von jeweils bis zu 5 mol-%, bis zu 3,5 mol-% oder bis zu 2 mol-% bezogen
auf die gesamte Komponente (a) vor. Vorzugsweise sind die weiteren Oxide, Oxidsulfide
oder Oxidfluoride ausgewählt aus den Oxiden, Oxidsulfiden oder Oxidfluoriden von Erbium,
Ytterbium und von mindestens einem weiteren Element, insbesondere von Lutetium, Gadolinium,
Holmium, Thulium, Dysprosium und/oder Europium. Die Oxide, Oxidsulfide oder Oxidfluoride
von Erbium und Ytterbium liegen vorzugsweise in einem Anteil von jeweils 0,5-2 mol-%,
besonders bevorzugt von 1-2 mol-% bezogen auf die gesamte Komponente (a) vor. Die
weiteren Oxide, Oxidsulfide oder Oxidfluoride werden vorzugsweise in geringeren Anteilen
von beispielsweise 0,1-1 mol-%, besonders bevorzugt 0,1-0,5 mol-% bezogen auf die
gesamte Komponente (a) verwendet.
[0009] Die Komponente (a) der Zusammensetzung enthält neben dem Oxid, Oxidsulfid oder Oxidfluorid
von Yttrium noch Oxide, Oxidsulfide oder Oxidfluoride von 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7 oder
noch mehr weiteren Elementen.
[0010] Komponente (a) der erfindungsgemäßen Zusammensetzung enthält zusätzlich mindestens
einen Dotierstoff ausgewählt aus Oxiden und/oder Fluoriden von Haupt- oder Nebengruppenelementen.
Die Dotierstoffe liegen vorzugsweise in einem Anteil jeweils bis zu 5 mol-%, besonders
bevorzugt von jeweils bis zu 2 mol-%, noch mehr bevorzugt von jeweils bis zu 1 mol-%,
noch mehr bevorzugt von 0,05-1 mol-% und am meisten bevorzugt von 0,1-0,2 mol-% bezogen
auf die gesamte Komponente (a) vor.
[0011] Ein bevorzugter Dotierstoff ist ein Fluorid, das beispielsweise als ein Erdalkalimetallfluorid
oder als Alkalimetallfluorid, z.B. als Kaliumfluorid, eingesetzt werden kann. Das
Fluorid liegt vorzugsweise in einem Anteil 0,1-0,2 mol-% bezogen auf die gesamte Komponente
(a) vor.
[0012] Weitere bevorzugte Dotierstoffe sind Erdalkalimetalle und/oder Nebengruppenelemente,
die als zweifach oder noch höher positiv geladene Kationen, vorzugsweise in Form von
Oxiden und/oder Fluoriden vorliegen. Nebengruppenelemente, die als zweifach oder noch
höher positiv geladene Kationen, vorzugsweise in Form von Oxiden und/oder Fluoriden
vorliegen. Besonders bevorzugte Dotierstoffe sind Calcium, Zink und/oder Titan, beispielsweise
in Form der Oxide Calciumoxid, Zinkoxid bzw. Titandioxid. Die kationischen Dotierstoffe
liegen vorzugsweise in einem Anteil von jeweils 0,1-0,2 mol-% bezogen auf die gesamte
Komponente (a) vor.
[0013] Die IR-anregbare Komponente (a) der lumineszierenden Zusammensetzung zeichnet sich
einerseits durch eine hohe Lumineszenzintensität und andererseits durch Emissionslinien
bzw. -peaks aus, die für das Vorhandenseins und die Anteile der einzelnen Anteile
charakteristisch sind. So können durch spezifische Kombinationen von Oxiden, Oxidsulfiden
oder Oxidfluoriden mit Dotierstoffen eine praktisch unbegrenzte Zahl verschiedener
Emissionsspektren erzeugt werden.
[0014] Komponente (a) der erfindungsgemäßen Zusammensetzung kann wie in
WO 2008/000461 beschrieben hergestellt werde. Der Zusatz von Dotierstoffen, z.B. von mehrwertigen
Kationen und/oder Fluorid, bewirkt drastische Veränderungen der Lage und/oder Intensität
einzelner Emissionswellenlängen. Ferner wird auch eine starke Erhöhung der Lumineszenz-Gesamtintensität
gefunden. Es wird angenommen, dass zusätzlich zu der bei Anti-Stokes Materialien bekannten
Zweiphotonenabsorption auch eine Dreiphotonenabsorption stattfindet.
[0015] Komponente (b) der erfindungsgemäßen Zusammensetzung ist eine durch UV-Strahlung
anregbare Komponente, die nach Anregung eine charakteristische Lumineszenzstrahlung
emittiert. Es handelt sich dabei vorzugsweise um ein Aluminat, das gegebenenfalls
mit Übergangsmetall- und/oder Lanthanoidionen dotiert ist. Vorzugsweise enthält Komponente
(b) ein Aluminat von Erdalkalimetallionen, Übergangsmetallionen und/oder Lanthanoidionen,
vorzugsweise ein Aluminat von Barium oder Magnesium oder ein Aluminat von Yttrium,
gegebenenfalls dotiert mit Eu-, Mn-, Th- und/oder Cr-Ionen. Durch Einstellung der
Stöchiometrie von Erdalkalimetall-, Übergangsmetall- und/oder Lanthanoidionen im Aluminat
kann die Lage und/oder Intensität der Emissionswellenlängen variiert werden. Durch
Dotierung mit Übergangsmetall- und/oder Lanthanoidionen wird die UV-Sensibilität gesteigert.
Der Dotierstoff der Komponente (b) liegt günstigerweise in einem Anteil von bis zu
10 mol-%, bis zu 5 mol-% oder bis zu 1 mol-% bezogen auf die gesamte Komponente (b)
vor.
[0016] Die Komponente (b) liegt günstigerweise in einem Gesamtanteil von 1-30 %, 5-20 %
oder 8-12 % bezogen auf das Gesamtgewicht der Komponenten (a) und (b) vor.
[0017] Die Komponenten (a) und/oder (b) liegen in der erfindungsgemäßen lumineszenten Zusammensetzung
vorzugsweise in kristalliner Form vor. Weiterhin ist bevorzugt, dass die einzelnen
Komponenten aus einer einzigen Phase, beispielsweise einer kristallinen Phase bestehen,
die durch röntgendiffraktometrische Methoden bestimmt werden kann. Besonders bevorzugt
liegt die Komponente (a) in hexagonal kristalliner Form vor. Gegebenenfalls können
die einzelnen Komponenten (a) und/oder (b) auch jeweils aus einer Mischung mehrerer
Lumineszenzstoffe bestehen.
[0018] Die Zusammensetzung liegt üblicherweise in Form von Partikeln vor, wobei die mittlere
Partikelgröße ≥5 nm, insbesondere ≥ 1 nm ist. Vorzugsweise liegt die Partikelgröße
im Bereich von 50 nm-100 µm, vorzugsweise von 50 nm-50 µm und besonders bevorzugt
von etwa 100 nm-10 µm.
[0019] Die Komponenten (a) und (b) liegen in der Zusammensetzung vorzugsweise in einer im
wesentlichen homogenen Verteilung, z.B. als homogene Verteilung von Partikeln, insbesondere
von kristallinen Partikeln wie zuvor beschrieben, vor. Diese homogene Verteilung kann
durch gemeinsames Mahlen der Komponenten in üblichen Mahlvorrichtungen, z.B. Kugelmühlen,
erreicht werden.
[0020] Die erfindungsgemäßen Lumineszenzstoffe können als Nachweis- und Markierungsstoffe,
beispielsweise als Sicherheitsmarkierungen von Stoffen oder Stoffgemischen, verwendet
werden. Auf diese Weise kann die Echtheit von Produkten oder Dokumenten bestimmt werden.
Der Lumineszenzstoff kann, da er chemisch inert ist, in beliebige feste und/oder flüssige
Stoffe oder Stoffgemische eingebracht oder darauf aufgebracht werden. Beispielsweise
kann der Lumineszenzstoff Trägersubstanzen, wie etwa Lacke, Toner, Tinten, Farben
etc., oder in Produkte, wie Kunststoffe, Metalle, Glas, Silikone, Papier, Gummi, Medikamente
etc., aufgebracht bzw. eingebracht werden. So können beispielsweise Gegenstände mit
einer Auflage des Lumineszenzstoffes auf ihrer Oberfläche oder Teilen davon versehen
werden, die eine Schichtdicke von beispielsweise 1-10 µm, bevorzugt 1-5 µm aufweisen.
Vorzugsweise wird der Lumineszenzstoff dem Produkt oder einem Teil des Produkts in
einem Anteil von 20-2000 ppm, vorzugsweise 50-200 ppm, hinzugesetzt. Auch zum Einsatz
in biologischen Systemen, z.B. Zellkulturen, Proben aus Körperflüssigkeiten bzw. Gewebeschnitten
oder als Kontrastmittel, ist der erfindungsgemäße Lumineszenzstoff geeignet. Dabei
kann der Lumineszenzstoff in nano- oder mikropartikulärer Form an biologische Nachweisreagenzien
gekoppelt werden. Weiterhin können die Oberflächen von Partikeln des Lumineszenzstoffes
mit Deodetominen oder anderen Haftsubstanzen modifiziert werden, um die Suspendierungseigenschaften
z.B. in organischen Flüssigkeiten wie etwa Ölen, Benzinen, Flüssiggasen etc., in wässrigen
Flüssigkeiten wie etwa Körperflüssigkeiten, in wässrigorganischen Flüssigkeitssystemen
und fließfähigen Pulvern wie etwa Tonern, zu verbessern. Je kleiner die Partikel sind,
desto geringer ist ihre Neigung zur Sedimentation. Durch intensives Mahlen kann z.B.
die Partikelgröße soweit, z.B. auf ≤ 100 nm verringert werden, dass auch ohne Zusatz
von Haftsubstanzen eine stabile Suspension der Partikel in Flüssigkeiten erreicht
wird.
[0021] Eine Fälschungssicherheit der Markierung ist dadurch gegeben, dass die für den jeweiligen
Lumineszenzstoff charakteristischen Emissionslinien eine kryptografischen Schlüssel
darstellen, die mit einem an den jeweiligen Stoff angepassten Detektor, d.h. dem Schloss,
nachgewiesen werden können.
[0022] Die erfindungsgemäße Zusammensetzung enthält wie vorstehend definiert zwei Komponenten,
die durch Strahlung in unterschiedlichen Wellenlängenbereichen zur Lumineszenz angeregt
werden können. Vorzugsweise kann die Komponente (a) mit IR-Strahlung im Bereich von
850-1500 nm, insbesondere von 920-1000 nm, zur Lumineszenz angeregt werden und/oder
die Komponente (b) mit UV-Strahlung im Bereich von 350-420 nm, insbesondere von 380-410
nm, zur Lumineszenz angeregt werden.
[0023] Der Nachweis des Vorhandenseins des Lumineszenzstoffes in einem Gegenstand erfolgt
durch Bestrahlung mit zwei Wellenlängen. Zur Anregung der Komponente (a) wird eine
erste Wellenlänge im Infrarotbereich, insbesondere mit IR-monokohärentem Laserlicht
oder mit einer IR-Leuchtdiode mit Wellenlängen zwischen etwa 850 nm und 1500 nm, vorzugsweise
zwischen etwa 920 nm und 1000 nm, besonders bevorzugt zwischen etwa 950 nm und 1000
nm, am meisten bevorzugt zwischen 920 nm und 985 nm verwendet, wobei die Komponente
(a) angeregt und die resultierende Emissionsstrahlung etwa im Bereich zwischen 300
nm und 1700 nm, insbesondere zwischen 350 nm und 1000 nm nachgewiesen wird. Die Bestrahlung
von Komponente (a) erfolgt vorzugsweise mit einer Leistung von 1-200 mW, insbesondere
10-80 mW.
[0024] Zur Anregung der Komponente (b) wird eine zweite Wellenlänge im UV-Bereich, insbesondere
mit UV-monokohärentem Laserlicht oder mit einer UV-Leuchtdiode mit Wellenlängen zwischen
etwa 350 nm und 450 nm, vorzugsweise zwischen etwa 380 nm und 400 nm verwendet, wobei
die Komponente (b) angeregt und die Emissionsstrahlung durch z.B. Fluoreszenz etwa
im Bereich zwischen 300 nm und 1700 nm, insbesondere zwischen 350 nm und 1000 nm nachgewiesen
wird. Die Bestrahlung von Komponente (b) erfolgt vorzugsweise mit einer Leistung von
2-50 mW, insbesondere 5-30 mW.
[0025] Bevorzugt ist, dass die Komponenten (a) und (b) der Zusammensetzung durch Bestrahlung
mit einer Wellenlänge im IR-Bereich und durch Bestrahlung mit einer Wellenlänge im
UV-Bereich jeweils separat zur Lumineszenz angeregt werden und die Emissionsstrahlung
der Komponenten (a) und (b) separat nachgewiesen wird. Hierzu kann die Anregung von
Komponente (a) und Komponente (b) sequenziell, d.h. zu unterschiedlichen Zeiten erfolgen,
wobei vorzugsweise zunächst die Komponente (a) und anschließend die Komponente (b)
angeregt wird.
[0026] In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung kann die Emissionsstrahlung der
Komponenten (a) und (b) digital nachgewiesen werden. Dabei können digitalisierte Signale
der von den Komponenten (a) und (b) stammenden Signale oder Teile dieser Signale (z.B.
Signale einzelner Peaks) durch kryptografische Maßnahmen unter Anwendung geeigneter
Algorithmen in eine neues Signal umgewandelt werden. Durch Kombination dieser von
zwei verschiedenen Komponenten stammenden Signale kann die Datendichte um eine Faktor
von bis zu etwa 10
4 erhöht werden.
[0027] Ein weiterer Gegenstand der Erfindung ist ein Auslesesystem zum Nachweis einer Lumineszenzmarkierung
umfassend eine erfindungsgemäße Zusammensetzung in einem Stoff oder Stoffgemisch,
enthaltend:
- (i) eine erste Strahlenquelle im IR-Bereich,
- (ii) eine zweite Strahlenquelle im UV-Bereich,
- (iii) gegebenenfalls einen Kontaktsensor zur Aktivierung der ersten und zweiten Strahlenquelle
bei Kontakt des Auslesesystems mit einem Stoff oder Stoffgemisch und
- (iv) mindestens ein optisches Detektionselement für den selektiven Nachweis von spezifischen
Emissionslinien oder Lumineszenzmarkierung.
[0028] Die erste und zweite Strahlenquelle sind vorzugsweise jeweils ein IR- und UV-Laser.
Das Auslesesystem enthält vorzugsweise weiterhin einen Kontaktsensor, z.B. einen optischen
Kontaktsensor, der die erste und zweite Strahlenquelle steuert, so dass eine Aktivierung
der Strahlenquelle nur bei Kontakt des Auslesesystems mit einer zu bestimmenden Probe
erfolgt. Die Bestrahlung des den Lumineszenzstoff enthaltenden Produkts durch das
Auslesesystem kann direkt mit einem Lichtwellenleiter oder einem anderen optisch relevanten
Transfermedium, z.B. einem optischen Feststoffkörper, einem Fluid, Gas etc., erfolgen.
Die Detektion kann visuell oder mittels Detektoren erfolgen.
[0029] Es können beispielsweise Lichtwellenleiter verwendet werden, deren Köpfe als Sammellinse
geschliffen sind, so dass eingestrahltes Licht (IR- bzw. UV-Licht) und vom Lumineszenzstoff
emittiertes Licht (spezifisches Emissionsspektrum) eine Einheit bilden und im gleichen
Punkt fokussiert sein können. Ein Vorteil dabei ist, dass keine mechanische Dejustierung
zwischen Empfänger und Sender erfolgen kann. Der Dämpfungsfaktor des Lichtwellenleiters,
z.B. aus Glas oder Kunststoff, kann variieren, wobei der Übergang von den optischen
Bauelementen (Strahlungsquelle bzw. Detektionselement) zum Lichtwellenleiter kovisionsarm
angebracht ist. Die Länge des Lichtwellenleiters kann variieren und liegt typischerweise
zwischen 1 cm und 50 cm.
[0030] Das Auslesesystem enthält weiterhin ein oder mehrere optische Detektionselemente,
die für den selektiven Nachweis von spezifischen Emissionslinien des Lumineszenzstoffs,
z.B. hinsichtlich der Wellenlänge und/oder Intensität, vorgesehen sind. Die Detektionselemente
können beispielsweise Dioden, Fotoelemente oder elektronische Detektoren sein. Vorzugsweise
werden Detektormatrices mit mehreren, vorzugsweise unterschiedlich eingestellten Detektoren
verwendet, z.B. Dioden-, Fotoelemente- oder CCD-Matrices. Die Detektoren bzw. einzelne
Detektoren der Detektormatrix können mit einem Spektrometer und/oder optischen Filtern,
z.B. Bandpassfiltern, kombiniert werden.
[0031] Das Auslesesystem kann außerdem gegebenenfalls eine programmierbare elektronische
Einheit enthalten, die eine digitale Auswertung und Aufbereitung des Messsignals ermöglicht.
[0032] Das erfindungsgemäße Auslesesystem wird in Verbindung mit einer aus zwei Komponenten
(a) und (b) wie zuvor beschrieben bestehenden lumineszenten Zusammensetzung verwendet.
[0033] Noch ein weiterer Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zum Nachweis einer Lumineszenzmarkierung
umfassend eine erfindungsgemäße Zusammensetzung in einem Stoff oder Stoffgemisch,
umfassend die Schritte:
- (a) Bereitstellen eines Stoffes oder Stoffgemisches, der/das auf das Vorhandensein
einer lumineszierenden Zusammensetzung enthaltend die Komponenten (a) und (b) wie
zuvor beschrieben, getestet werden soll,
- (b) Bestrahlen des Stoffes oder Stoffgemisches mit einer ersten Strahlungsquelle im
IR-Bereich und einer zweiten Strahlungsquelle im UV-Bereich, um Emissionsstrahlung
von IR- und UV-anregbaren Komponenten der Lumineszenzmarkierung zu erzeugen,
- (c) separates Nachweisen der erzeugten Emissionsstrahlungen und
- (d) Bestimmen eines Messsignals aus den nachgewiesenen Emissionsstrahlungen oder eines
daraus durch kryptografische Maßnahmen gewonnenen Signals und gegebenenfalls Vergleichen
des Signals mit einem vorgegebenen Muster.
[0034] Vorzugsweise erfolgt in Schritt (b) zunächst die Bestrahlung im IR-Bereich und anschließend
die Bestrahlung im UV-Bereich. Vorzugsweise umfasst Schritt (d) eine digitale Aufbereitung
des Messsignals oder Teilen davon.
[0035] In
Figur 1 ist das Spektrum einer erfindungsgemäßen lumineszierenden Zusammensetzung gezeigt.
Die von Komponente (a) stammenden Emissionslinien sind in weißer Farbe eingezeichnet,
während von Komponente (b) stammende Emissionslinien in blauer Farbe eingezeichnet
sind. Durch digitale Kombination der Einzelsignale oder Teilen davon kann mittels
kryptografischer Methoden ein neues Signal erzeugt werden, das für ein sehr hohes
Maß an Verifikationssicherheit sorgt.
1. Lumineszierende Zusammensetzung, enthaltend
(a) eine durch IR-Strahlung anregbare Komponente, umfassend zumindest ein Oxid, Oxidsulfid
oder Oxidfluorid von Lanthanoidionen, und
(b) eine durch UV-Strahlung anregbare Komponente,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Komponente (a) ein Oxid, Oxidsulfid oder Oxidfluorid von Yttrium und ein Oxid,
Oxidsulfid oder Oxidfluorid von mindestens einem weiteren Element ausgewählt aus Lanthan,
Cer, Praseodym, Neodym, Samarium, Europium, Gadolinium, Terbium, Dysprosium, Holmium,
Erbium, Thulium, Ytterbium und Lutetium sowie gegebenenfalls mindestens einen Dotierstoff,
ausgewählt aus Oxiden und/oder Fluoriden von Haupt- oder Nebengruppenelementen, enthält,
wobei das Oxid, Oxidsulfid oder Oxidfluorid von Yttrium in einem Anteil von ≥ 85 mol-%
bezogen auf die gesamte Komponente (a) vorliegt.
2. Lumineszierende Zusammensetzung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die weiteren Oxide, Oxidsulfide oder Oxidfluoride in einem Anteil von jeweils bis
zu 5 mol-%, bis zu 3,5 mol-% oder bis zu 2 mol-% bezogen auf die gesamte Komponente
(a) vorliegen.
3. Zusammensetzung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die weiteren Oxide, Oxidsulfide oder Oxidfluoride ausgewählt sind aus Oxidsulfiden
oder Oxidfluoriden von Erbium, Ytterbium und von mindestens einem weiteren Element,
insbesondere von Lutetium, Gadolinium, Holmium, Thulium, Dysprosium und/oder Europium.
4. Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass sie ein Fluorid als Dotierstoff enthält,
und/oder dass sie ein Erdalkalimetall und/oder ein Nebengruppenelement, vorzugsweise
Calcium, Zink und/oder Titan, als Dotierstoff enthält,
wobei die Dotierstoffe insbesondere in einem Anteil von jeweils bis zu 1 mol-% bezogen
auf die gesamte Komponente (a) vorliegen.
5. Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Komponente (b) ein Aluminat, gegebenenfalls dotiert mit Übergangsmetall- und/oder
Lanthanoidionen, enthält,
insbesondere ein Aluminat von Erdalkalimetallionen, Übergangsmetallionen und/oder
Lanthanoidionen, vorzugsweise ein Aluminat von Barium oder Magnesium oder ein Aluminat
von Yttrium, gegebenenfalls dotiert mit Eu-, Mn-, Th- und/oder Cr-Ionen, enthält.
6. Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Komponente (b) in einem Gewichtsanteil von 1-30 %, 5-20 % oder 8-12 % bezogen
auf das Gesamtgewicht von (a) und (b) vorliegt.
7. Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 1-6, dadurch gekennzeichnet, dass die Komponenten (a) und/oder (b) in kristalliner Form vorliegen,
und/oder dass die Komponenten (a) und (b) in Form von Partikeln, insbesondere mit
einer mittleren Partikelgröße von 50 nm-100 µm vorliegen.
8. Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 1-7, dadurch gekennzeichnet, dass die Komponente (a) mit IR-Strahlung im Bereich von 850-1500 nm, insbesondere von
920-1000 nm, zur Lumineszenz angeregt werden kann
und/oder die Komponente (b) mit UV-Strahlung im Bereich von 350-420 nm, insbesondere
von 380-410 nm, zur Lumineszenz angeregt werden kann.
9. Verwendung einer lumineszierenden Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 1 bis 8
zur Markierung von Stoffen oder Stoffgemischen, wobei insbesondere mindestens eine
lumineszierende Zusammensetzung als Mischung oder als Muster in den Stoff oder das
Stoffgemisch eingebracht oder darauf aufgebracht wird.
10. Verfahren zum Nachweis des Vorhandenseins einer lumineszierenden Zusammensetzung,
umfassend die Schritte
(i) Verwendung einer lumineszierenden Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 1-8
zur Markierung von Stoffen oder Stoffgemischen, wobei insbesondere mindestens eine
lumineszierende Zusammensetzung als Mischung oder als Muster in den Stoff oder das
Stoffgemisch eingebracht oder darauf aufgebracht wird, und
(ii) Nachweis des Vorhandenseins der lumineszierenden Zusammensetzung, wobei insbesondere
eine lumineszierende Zusammensetzung mit einem charakteristischen Emissionsspektrum
durch ein daran angepasstes Auslesesystem nachgewiesen wird.
11. Verfahren nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Komponenten (a) und (b) der Zusammensetzung durch Bestrahlung mit einer Wellenlänge
im IR-Bereich und durch Bestrahlung mit einer Wellenlänge im UV-Bereich jeweils separat
zur Lumineszenz angeregt werden und die Emissionsstrahlung der Komponenten (a) und
(b) separat nachgewiesen wird,
wobei die Komponente (a) vorzugsweise durch Bestrahlung mit einer Wellenlänge im Bereich
von etwa 850-1500 nm, insbesondere von etwa 920-1000 nm, angeregt wird
und/oder die Komponente (b) vorzugsweise durch Bestrahlung mit einer Wellenlänge im
Bereich von 350-450, insbesondere von 380-410 nm angeregt wird, und wobei die Emissionsstrahlung
vorzugsweise in einem Bereich von 300-1700 nm, insbesondere von 350-1000 nm, nachgewiesen
wird.
12. Verfahren nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Komponente (a) durch Bestrahlung mit einem IR-Laser, insbesondere mit einer Leistung
von 10-100 mW, angeregt wird und/oder dass die Komponente (b) durch Bestrahlung mit
einem UV-Laser, insbesondere mit einer Leistung von 5-30 mW, angeregt wird.
13. Verfahren nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Bestrahlung der Komponente (a) und Komponente (b) sequenziell erfolgt, wobei
vorzugsweise zuerst die Komponente (a) und anschließend die Komponente (b) bestrahlt
wird.
14. Auslesesystem zum Nachweis einer Lumineszenzmarkierung umfassend eine Zusammensetzung
nach einem der Ansprüche 1-8 in einem Stoff oder Stoffgemisch, enthaltend:
(i) eine erste Strahlenquelle im IR-Bereich,
(ii) eine zweite Strahlenquelle im UV-Bereich,
(iii) gegebenenfalls einen Kontaktsensor zur Aktivierung der ersten und zweiten Strahlenquelle
bei Kontakt des Auslesesystems mit einem Stoff oder Stoffgemisch und
(iv) mindestens ein optisches Detektionselement für den selektiven Nachweis von spezifischen
Emissionslinien oder Lumineszenzmarkierung, wobei das Detektionselement insbesondere
ein CCD-Modul gekoppelt mit einem Spektrometer umfasst.
15. Verfahren zum Nachweis einer Lumineszenzmarkierung umfassend eine Zusammensetzung
nach einem der Ansprüche 1-8 in einem Stoff oder Stoffgemisch, umfassend die Schritte:
(a) Bereitstellen eines Stoffes oder Stoffgemisches, der/das auf das Vorhandensein
einer Lumineszenzmarkierung umfassend eine lumineszierende Zusammensetzung nach einem
der Ansprüche 1 bis 8, getestet werden soll,
(b) Bestrahlen des Stoffes oder Stoffgemisches mit einer ersten Strahlungsquelle im
IR-Bereich und einer zweiten Strahlungsquelle im UV-Bereich, um Emissionsstrahlung
von IR-und UV-anregbaren Komponenten der Lumineszenzmarkierung zu erzeugen,
(c) separates Nachweisen der erzeugten Emissionsstrahlungen und
(d) Bestimmen eines Messsignals aus den nachgewiesenen Emissionsstrahlungen oder eines
daraus durch kryptografische Maßnahmen gewonnenen Signals und gegebenenfalls Vergleichen
des Signals mit einem vorgegebenen Muster.
16. Stoff oder Stoffgemisch, in das eine lumineszente Zusammensetzung nach einem der Ansprüche
1-8 eingebracht oder darauf aufgebracht ist.
17. Stoff oder Stoffgemisch nach Anspruch 17,
wobei die Zusammensetzung nach einer Ansprüche 1-8 in einem Anteil von 10-2000 ppm
im Stoff oder Stoffgemisch enthalten ist.
1. Luminescent composition comprising
(a) a component which can be excited by IR radiation and which comprises at least
one oxide, oxide sulphide or oxide fluoride of lanthanoid ions and
(b) a component which can be excited by UV radiation,
characterised in that
the component (a) comprises an oxide, oxide sulphide or oxide fluoride of yttrium
and an oxide, oxide sulphide or oxide fluoride of at least one additional element
selected from lanthanum, cerium, praseodymium, neodymium, samarium, europium, gadolinium,
terbium, dysprosium, holmium, erbium, thulium, ytterbium and lutetium and optionally
at least one dopant selected from oxides and/or fluorides of main or auxiliary group
elements,
the oxide, oxide sulphide or oxide fluoride of yttrium being present in a proportion
of ≥ 85 mol% based on the total component (a).
2. Luminescent composition according to claim 1,
characterised in that
the additional oxides, oxide sulphides or oxide fluorides are present in a proportion
of up to 5 mol%, up to 3.5 mol% or up to 2 mol% based on the total component (a).
3. Composition according to claim 2,
characterised in that the additional oxides, oxide sulphides or oxide fluorides are selected from oxide
sulphides or oxide fluorides of erbium, ytterbium and of at least one additional element,
in particular lutetium, gadolinium, holmium, thulium, dysprosium and/or europium.
4. Composition according to either claim 2 or claim 3,
characterised in that
it comprises a fluoride as dopant,
and/or in that it comprises an alkaline earth metal and/or an auxiliary group element, preferably
calcium, zinc and/or titanium, as dopant,
the dopants being present in each case in particular in a proportion of up to 1 mol%
based on the total component (a).
5. Composition according to any one of claims 1 to 4,
characterised in that the component (b) comprises an aluminate, optionally doped with transition metal
and/or lanthanoid ions,
in particular said component (b) comprises an aluminate of alkaline earth metal ions,
transition metal ions and/or lanthanoid ions, preferably an aluminate of barium or
magnesium or an aluminate of yttrium, optionally doped with Eu, Mn, Th and/or Cr ions.
6. Composition according to any one of claims 1 to 5,
characterised in that
the component (b) is present in a weight proportion of from 1 to 30%, from 5 to 20%
or from 8 to 12% based on the total weight of (a) and (b).
7. Composition according to any one of claims 1 to 6,
characterised in that the components (a) and/or (b) are present in crystalline form,
and/or in that the components (a) and (b) are present in the form of particles, in particular having
a mean particle size of from 50 nm to 100 µm.
8. Composition according to any one of claims 1 to 7, characterised in that the component (a) can be excited to luminescence with IR radiation in the range from
850 nm to 1500 nm, in particular from 920 nm to 1000 nm,
and/or the component (b) can be excited to luminescence with UV radiation in the range
from 350 to 420 nm, in particular from 380 to 410 nm.
9. Use of a luminescent composition according to any one of claims 1 to 8 in order to
mark substances or mixtures of substances,
in particular at least one luminescent composition in the form of an admixture or
a pattern being introduced into or applied to the substance or the mixture of substances.
10. Method for identifying the presence of a luminescent composition, comprising the steps
of
(i) using a luminescent composition according to any one of claims 1 to 8 for marking
substances or mixtures of substances, in particular at least one luminescent composition
in the form of an admixture or a pattern being introduced into or applied to the substance
or the mixture of substances, and
(ii) identifying the presence of the luminescent composition, in particular a luminescent
composition having a characteristic emission spectrum being identified by a reading
system adapted thereto.
11. Method according to claim 10,
characterised in that the components (a) and (b) of the composition are in each case excited to luminescence
separately by irradiation at a wavelength in the IR range and by irradiation at a
wavelength in the UV range and the emission radiation of the components (a) and (b)
is identified separately,
the component (a) preferably being excited by irradiation at a wavelength in the range
from approximately 850 nm to 1500 nm, in particular from approximately 920 nm to 1000
nm, and/or
the component (b) preferably being excited by irradiation at a wavelength in the range
from 350 to 450 nm, in particular from 380 to 410 nm, and the emission radiation preferably
being identified in a range from 300 to 1700 nm, in particular from 350 to 1000 nm.
12. Method according to claim 11,
characterised in that
the component (a) is excited by irradiation with an IR laser, in particular having
a power of from 10 to 100 mW,
and/or in that the component (b) is excited by irradiation with a UV laser, in particular having
a power of from 5 to 30 mW.
13. Method according to either claim 11 or claim 12, characterised in that the irradiation of the component (a) and component (b) is carried out sequentially,
the component (a) preferably being irradiated first and the component (b) being irradiated
subsequently.
14. Reading system for identifying a luminescent marking, comprising a composition according
to one of claims 1 to 8, in a substance or mixture of substances, comprising:
(i) a first radiation source in the IR range,
(ii) a second radiation source in the UV range,
(iii) optionally a contact sensor for activating the first and second radiation source
in the event of contact of the reading system with a substance or mixture of substances
and
(iv) at least one optical detection element for selectively identifying specific emission
lines or luminescent marking, the detection element comprising in particular a CCD
module coupled to a spectrometer.
15. Method for identifying a luminescent marking comprising a composition according to
any one of claims 1 to 8 in a substance or mixture of substances comprising the steps
of:
(a) providing a substance or mixture of substances which is to be tested for the presence
of a luminescent marking comprising a luminescent composition according to any one
of claims 1 to 8,
(b) irradiating the substance or mixture of substances with a first radiation source
in the IR range and a second radiation source in the UV range in order to produce
emission radiation of IR and UV-excitable components of the luminescent marking,
(c) separately identifying the emission radiations produced and
(d) determining a measurement signal from the identified emission radiations or a
signal obtained therefrom by cryptographic means and optionally comparing the signal
with a predetermined pattern.
16. Substance or mixture of substances into or to which a luminescent composition according
to any one of claims 1 to 8 is introduced or applied.
17. Substance or mixture of substances according to claim 17, wherein the composition
according to any one of claims 1 to 8 is contained in said substance or mixture of
substances in a proportion of from 10-2000 ppm.
1. Composition luminescente, contenant
(a) un composant excitable par un rayonnement IR, comprenant au moins un oxyde, un
sulfure d'oxyde ou un fluorure d'oxyde d'ions lanthanides, et
(b) un composant excitable par un rayonnement UV,
caractérisée en ce
que le composant (a) contient un oxyde, un sulfure d'oxyde ou un fluorure d'oxyde d'yttrium
et un oxyde, un sulfure d'oxyde ou un fluorure d'oxyde d'au moins un autre élément
choisi parmi le lanthane, le cérium, le praséodyme, le néodyme, le samarium, l'europium,
le gadolinium, le terbium, le dysprosium, l'holmium, l'erbium, le thulium, l'ytterbium
et le lutétium ainsi que, éventuellement, au moins une substance dopante choisie parmi
des oxydes et/ou des fluorures d'éléments du groupe principal ou de groupes secondaires,
dans laquelle l'oxyde, le sulfure d'oxyde ou le fluorure d'oxyde d'yttrium sont présents
en une proportion de ≥ 85 % en mole par rapport au composant (a) total.
2. Composition luminescente selon la revendication 1,
caractérisée en ce
que les autres oxydes, sulfures d'oxydes ou fluorures d'oxyde sont présents en une proportion
respectivement allant jusqu'à 5 % en mole, jusqu'à 3,5 % en mole ou jusqu'à 2 % en
mole par rapport au composant (a) total.
3. Composition selon la revendication 2,
caractérisée en ce
que les autres oxydes, sulfures d'oxyde ou fluorure d'oxyde sont choisis parmi des sulfures
d'oxyde ou des fluorures d'oxyde d'erbium, d'ytterbium et d'au moins un autre élément,
en particulier du lutétium, du gadolinium, de l'holmium, du thulium, du dysprosium
et/ou de l'europium.
4. Composition selon l'une des revendications 2 ou 3, caractérisée en ce qu'elle contient un fluorure comme substance dopante,
et/ou en ce qu'elle contient un métal alcalino-terreux et/ou un élément du groupe secondaire, de
préférence du calcium, du zinc et/ou du titane, comme substance dopante,
dans laquelle les substances dopantes se présentent en particulier en une proportion
allant respectivement jusqu'à 1 % en mole par rapport au composant (a) total.
5. Composition selon l'une des revendications 1 à 4,
caractérisée en ce
que le composant (b) contient un aluminate, éventuellement dopé avec des ions de métal
de transition et/ou lanthanides,
en particulier un aluminate d'ions alcalino-terreux, d'ions de métal de transition
et/ou d'ions lanthanides, de préférence un aluminate de baryum ou de magnésium ou
un aluminate d'yttrium, éventuellement dopé avec des ions Eu, Mn, Th et/ou Cr.
6. Composition selon l'une des revendications 1 à 5,
caractérisée en ce
que le composant (b) est présent en une proportion en poids de 1 à 30 %, de 5 à 20 %
ou de 8 à 12 % par rapport au poids total de (a) et (b).
7. Composition selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisée en ce que les composants (a) et/ou (b) sont présents sous forme cristalline,
et/ou en ce que les composants (a) et (b) sont présents sous forme de particules, en particulier
avec une taille de particules moyenne de 50 nm à 100 µm.
8. Composition selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisée en ce que le composant (a) peut être excité avec un rayonnement IR dans la plage de 850 à 1500
nm, en particulier de 920 à 1000 nm, pour la luminescence
et/ou le composant (b) peut être excité avec un rayonnement UV dans la plage de 350
à 420 nm, en particulier de 380 à 410 nm pour la luminescence.
9. Utilisation d'une composition luminescente selon l'une des revendications 1 à 8 pour
le marquage de substances ou de mélanges de substances, dans laquelle en particulier
au moins une composition luminescente peut être intégrée comme mélange ou comme modèle
dans la substance ou le mélange de substances ou appliquée sur ceux-ci.
10. Procédé de détection de la présence d'une composition luminescente, comprenant les
étapes suivantes
(i) l'utilisation d'une composition luminescente selon l'une des revendications 1
à 8, pour le marquage de substances ou de mélanges de substances, dans lequel en particulier
au moins une composition luminescente est intégrée comme mélange ou comme modèle dans
la substance ou le mélange de substances ou appliquée sur ceux-ci, et
(ii) la détection de la présence de la composition luminescente, dans lequel en particulier
une composition luminescente est détectée avec un spectre d'émission caractéristique
par un système de lecture adapté à cette fin.
11. Procédé selon la revendication 10,
caractérisé en ce
que les composants (a) et (b) de la composition sont excités respectivement séparément
par irradiation avec une longueur d'ondes dans la plage IR et par irradiation avec
une longueur d'ondes dans la plage UV pour la luminescence et le rayonnement d'émission
des composants (a) et (b) est détecté séparément,
dans lequel le composant (a) est excité de préférence par irradiation avec une longueur
d'ondes dans la plage d'environ 850 à 1500 nm, en particulier d'environ 920 à 1000
nm,
et/ou le composant (b) est excité de préférence par irradiation avec une longueur
d'ondes dans la plage de 350 à 450, en particulier de 380 à 410 nm, et dans lequel
le rayonnement d'émission est détecté de préférence dans une plage de 300 à 1700 nm,
en particulier de 350 à 1000 nm.
12. Procédé selon la revendication 11,
caractérisé en ce
que le composant (a) est excité par irradiation avec un laser IR, en particulier avec
une puissance de 10 à 100 mW,
et/ou en ce que le composant (b) est excité par irradiation avec un laser UV, en particulier
avec une puissance de 5 à 30 mW.
13. Procédé selon la revendication 11 ou 12, caractérisé en ce que l'irradiation du composant (a) et du composant (b) s'effectue séquentiellement, dans
lequel de préférence le composant (a) est irradié tout d'abord et ensuite, le composant
(b).
14. Système de lecture pour la détection d'un marquage luminescent comprenant une composition
selon l'une des revendications 1 à 8, dans une substance ou un mélange de substances,
contenant :
(i) une première source de rayons dans la plage IR,
(ii) une deuxième source de rayons dans la plage UV,
(iii) éventuellement un capteur de contact pour l'activation des première et deuxième
sources de rayons par contact du système de lecture avec une substance ou un mélange
de substances et
(iv) au moins un élément de détection optique pour la détection sélective de lignes
d'émission ou de marquage luminescent spécifiques, dans lequel l'élément de détection
couple en particulier un module CCD à un spectromètre.
15. Procédé de détection d'un marquage luminescent comprenant une composition selon l'une
des revendications 1 à 8, dans une substance ou un mélange de substances, comprenant
les étapes suivantes :
(a) la mise à disposition d'une substance ou d'un mélange de substances qui doit être
testé(e) pour déterminer la présence d'un marquage luminescent comprenant une composition
luminescente selon l'une des revendications 1 à 8,
(b) l'irradiation de la substance ou du mélange de substances avec une première source
de rayonnement dans la plage IR et une deuxième source de rayonnement dans la plage
UV, pour générer un rayonnement d'émission de composants excitables par IR et UV du
marquage luminescent,
(c) la détection séparée des rayonnements d'émission générés et
(d) la détermination d'un signal de mesure issu des rayonnements d'émission détectés
ou d'un signal obtenu par des mesures cryptographiques et éventuellement, comparaison
du signal avec un modèle prédéterminé.
16. Substance ou mélange de substances, dans lequel une composition luminescente selon
l'une des revendications 1 à 8 est intégrée ou sur laquelle/lequel une composition
luminescente est appliquée.
17. Substance ou mélange de substances selon la revendication 17,
dans lequel la composition selon l'une des revendications 1 à 8 est contenue en une
proportion de 10 à 2000 ppm dans la substance ou le mélange de substances.

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