[0001] Die Erfindung betrifft zunächst ein Verfahren zur Abdichtung einer Bauwerksfuge durch
Einbringen eines aus einem zumindest teilweise offenzelligen, elastisch rückstellfähigem
Schaumstoff bestehenden Dichtelement, vorzugsweise einem langgestreckt ausgebildeten
Dichtelement, in die Bauwerksfuge, wobei das Dichtelement aufgrund elastischer Rückstellung
des Schaumstoffs aus einem komprimierten Zustand in einen teilweise oder vollständig
entspannten Zustand expandieren kann und mit einem die Expansion beeinflussenden Mittel
versehen ist.
[0002] In einem solchen Verfahren benutzte Dichtelemente sind in vielfacher Hinsicht bekannt.
Es handelt sich beispielsweise um aus einem offenzelligen Weichschaumstoff, etwa Polyurethan-Weichschaumstoff,
bestehende Dichtelemente oder Dichtbänder, die im komprimierten Zustand in Rollenform
vorliegen. Sie werden entrollt und in eine Bauwerksfuge, etwa zwischen einem Fenster
und der Laibung, eingesetzt. Zufolge ihrer Durchsetzung mit einem die Rückstellfähigkeit
beeinflussenden Mittel, was üblicherweise auch als Imprägnierung bezeichnet wird,
wobei das Mittel beispielsweise eine acrylatbasierte flüssige Masse sein kann, erfolgt
die Rückstellung verzögert. Die Verzögerung bis zur (theoretisch) vollständigen Rückstellung
beträgt bei üblichen Umgebungsbedingungen etwa eine Viertelstunde bis zu vier Stunden.
Dies ermöglicht den ungehinderten Einbau, führt aber nach Ablauf der genannten Zeit
zu der erwünschten Dichtigkeit. Zum Stand der Technik ist bezüglich solcher Schaumstoff-Dichtelemente
etwa auf die
DE 10 2006 043 050 A1 und die
DE 35 44 277 C1 zu verweisen. Darüber hinaus etwa auf die
EP 688 382 B1.
[0003] Wenn auch die genannte verzögerte Rückstellung in vielen Fällen im Hinblick auf den
Einbau günstig ist, besteht doch eine Problematik darin, dass diese Rückstellung in
Abhängigkeit von den Umgebungsbedingungen, insbesondere hoher oder niedriger Temperatur,
unterschiedlich verläuft. Bei hohen Temperaturen, etwa im Sommer, erfolgt eine vergleichsweise
schnelle Rückstellung, bei niedrigen Temperaturen, etwa im Winter, entsprechend eine
vergleichsweise langsame.
[0004] Es wurde daher bereits nach Möglichkeiten gesucht, die Rückstellung bewusst auszulösen,
also nicht darauf angewiesen zu sein, das von der Rolle oder einer sonstigen Verpackung
entnommene Dichtband auch sogleich einzubauen, um den Vorteil der verzögerten Rückstellung
ausnutzen zu können. Hierzu ist es etwa aus der
EP 1131 525 B1 bekannt, den - gleichwohl zur verzögerten Rückstellung imprägnierten - Schaumstoffstreifen
in einer Umhüllungsfolie aufzunehmen, die als Aufreißfolie ausgebildet ist. Erst nach
entsprechender Öffnung der Umhüllungsfolie stellt sich der Schaumstoffstreifen zurück,
zufolge der genannten Imprägnierung aber hierbei auch verzögert. Eine Weiterbildung
hierzu ist auch aus der
EP 1 795 664 A2 bekannt. Aus der
EP0664363A1 ist ein Dichtsystem umfassend ein Dichtband und ein gesondert von dem Dichtband vorliegendes
Heizelement zur Freigabe oder Expansion des Dichtbands bekannt. Auch die beschriebenen
Aufreiß-Dichtelemente haben eine sehr hohe praktische Bedeutung erreicht. Es besteht
aber noch weiterhin ein Bedürfnis, diese gewollte Auslösung der Rückstellung, insbesondere
auch einer verzögerten Rückstellung, vorteilhafter auszubilden.
[0005] Hiervon ausgehend beschäftigt sich die Erfindung gemäß einem Aspekt mit der Aufgabenstellung,
ein Verfahren zur Abdichtung einer Bauwerkfuge mittels eines Dichtelementes anzugeben,
bei welchem das Dichtelement einfach eingesetzt und zuverlässig in den Dichtzustand
versetzt werden kann.
[0006] Eine mögliche Lösung dieser Aufgabe ist nach einem Erfindungsgedanken durch den Gegenstand
der Ansprüche 1 und 2 gegeben. Wesentlich ist, dass insofern auch ein übliches, bevorzugt
zur verzögerten Expansion getränktes Schaumstoffband als Dichtelement verwendet werden
kann. Die vorherige oder nachherige Einbringung des Heizmittels in die Bauwerksfuge
ermöglicht es hiermit, dem Dichtelement soviel Wärme zukommen zu lassen, dass die
Expansion freigegeben wird oder jedenfalls unterstützt wird. Grundsätzlich kann das
Heizelement, wenn es auch gesondert von dem Dichtelement vorliegt, auch zusammen mit
dem Dichtelement, etwa übereinander gelegt, in die Bauwerksfuge eingebracht werden.
Beispielsweise können hierzu das Dichtelement und das Heizelement an ein und derselben
Fugenwand befestigt werden und zusammen mit dem die Fugenwand bereitstellenden Bauteil
(hier Bauteil II genannt), wie einem Fenster- oder Türrahmen, in eine korrespondierende
Mauerwerksöffnung eingesetzt werden, wobei das Mauerwerk das Bauteil I darstellt.
Durch das Einsetzen des Bauteils II oder allgemein die Positionierung der beiden Bauteile
I und II nebeneinander, wird die Fuge ausgebildet. Das Dichtelement kann hierbei an
dem jeweiligen Bauteil II, also dem Fenster- oder Türrahmen, befestigt sein (beispielsweise
durch Kleben oder kraft- oder formschlüssig, z.B. durch Verklemmen) und das Heizelement
auf der dem Bauteil II abgewandten Seite des Dichtelementes angeordnet sein. Das Heizelement
kann durch geeignete Befestigungsmittel wie eine Selbstklebeschicht an dem Dichtelement
befestigbar oder befestigt sein. Gegebenenfalls kann auch das Heizelement auf der
dem Bauteil II zugewandten Seite des Dichtelementes angeordnet sein. Es kann jeweils
das Dichtelement auf Abschnitte abgelängt werden, welche dann, vorzugsweise miteinander
auf Stoß gesetzt, an dem Bauteil II befestigt werden. An mindestens einem, mehreren
oder sämtlichen Eckbereichen des Bauteils II kann das Dichtelement (vorzugsweise vollständig)
durchtrennt sein, bzw. auf eine Länge Eckbereich-Eckbereich (Eckbereiche des Bauteils
II) abgelängt sein (zuzüglich den überdeckenden Stoßbereich). Das Heizelement kann
sich hierbei über zumindest einen, mehrere oder sämtliche Eckbereiche des Bauelementes
II durchgehend erstrecken, so dass also z.B. ein das Bauelement II zumindest im Wesentlichen
vollumfänglich umgebendes Heizelement vorgesehen ist. Das derart mit Dichtelement(en)
und Heizelement bestückte Bauteil II kann dann in die korrespondierende Mauerwerksöffnung
eingesetzt werden, wobei nach erfindungsgemäßer Expansion des Dichtelementes die Fuge
zwischen Mauerwerk und Bauteil II ausgefüllt wird.
[0007] Die ledigliche Unterstützung der Expansion ist beispielsweise auch dann schon vorteilhaft,
wenn es sich um ein herkömmlich getränktes Dichtband handelt, aber auf Grund niedriger
Außentemperaturen die Expansion sich nicht in der Geschwindigkeit vollzieht, wie dies
gewünscht ist. Ein "herkömmliches" Dichtband ist ein solches, welches sich bei üblichen
Umgebungsbedingungen (d.h. 10-30°C; insbesondere bei Raumtemperatur (20°C)) aus einem
komprimiertem Zustand eigenständig (also ohne zusätzliche Hilfsmittel wie eine Wärmequelle)
zurückstellt.
[0008] Andererseits kann auch ein Dichtband verwendet werden, das mit einem Mittel getränkt
ist, das als solches auch bei üblichen Umgebungstemperaturen (bspw. 10° C bis 30°
C, insbesondere bei 20°C) noch die Expansion (Rückstellung) vollständig oder praktisch
vollständig hindert. Gegebenenfalls kann das Dichtband mit einem Mittel getränkt sein,
welches bei auch bei einer Temperatur von 35°C oder bei 40°C, gegebenenfalls auch
bei 45°C oder bei 50°C oder bei 60°C die Expansion vollständig hindert, so dass also
auch nach Druckentlastung des komprimierten Dichtelementes bei den genannten Temperaturen
noch keine Rückstellung erfolgt, sondern erst bei höheren Temperaturen. Es versteht
sich, dass hierzu die Glasübergangstemperatur des Imprägnats entsprechend angepasst
zu wählen ist, unter der Maßgabe, dass je höher die Glasübergangstemperatur des Imprägnats
desto höher die Temperatur, ab welcher eine Rückstellung des Dichtelementes erfolgt.
Die gesonderte Einbringung des Heizmittels kann dann gezielt die Expansion des Dichtmittels
freigeben. Das oben Gesagte kann gelten für Variante I oder Variante II nach Anspruch
1 oder für beide Varianten, und/oder Anspruch 8 und/oder Anspruch 10.
[0009] Gegenstand der Erfindung ist auch ein gesondert in eine Bauwerksfuge einbringbares
Heizelement, das bandartig ausgebildet ist und Flächenverbindungsmittel aufweist zur
Anbringung in der Bauwerksfuge.
[0010] Die bandartige Ausbildung stellt insbesondere darauf ab, dass das Heizelement, das
insofern auch aus einer Vielzahl von Einzelelementen bestehen kann, wie ein Band zusammenhängend
handhabbar ist. Bevorzugt ist es auch, dass es zur Bevorratung in Rollenform vorliegen
kann. Die Flächenverbindungsmittel können beispielsweise aus einem Selbstklebestreifen
bestehen. Der Selbstklebestreifen kann sich über die ganze Länge und bevorzugt auch
gesamte Breite des Heizmittels erstrecken.
[0011] Die Breite eines solchen Heizelementes ist bevorzugt an die Fugentiefe, d.h. an die
Erstreckung der Bauwerkstiefe quer zur Rückstellrichtung eines eingebrachten Dichtelementes,
angepasst. Sie kann beispielsweise zwischen 5 und 80 mm liegen, gegebenenfalls zwischen
5 und 200 mm oder bis zu 250 mm oder darüber hinaus.
[0012] Weitere Merkmale der Erfindung sind nachstehend, auch in der Figurenbeschreibung,
oftmals in ihrer bevorzugten Zuordnung zu den bereits vorstehend erläuterten Anspruchskonzepten
angesprochen, sie können aber auch in einer Zuordnung zu nur einem oder mehreren einzelnen
Merkmalen eines dieser Ansprüche oder unabhängig oder in einem anderen Gesamtkonzept
von Bedeutung sein.
[0013] So ist es zunächst verfahrensmäßig bevorzugt, dass die Bauwerksfuge eine erste und
eine zweite Fugenwand aufweist, die sich in Expansionsrichtung des Dichtelementes
gegenüberliegen, und dass das Heizelement zwischen einer der Fugenwände und dem Dichtelement
angeordnet wird. Grundsätzlich könnten auch zwei, jeweils die Fuge nur teilweise -
im komprimierten Zustand - ausfüllende Dichtbänder in eine Bauwerksfuge eingebracht
werden und das Heizmittel dann zwischen die Dichtbänder in die Fuge ebenfalls eingebracht
werden. Bevorzugt ist jedoch die zunächst genannte Vorgehensweise.
[0014] Weiter bevorzugt wird das Heizelement mit einer der Fugenwände verbunden. Hierbei
kann eine Klebeverbindung, beispielsweise mittels eines bereits genannten Selbstklebestreifens,
gegebenenfalls auch eines doppelseitig wirkenden Selbstklebestreifens, vorgenommen
sein. Es kann auch ein Anheften oder Anklemmen beispielsweise vorgenommen werden.
[0015] Weiter bevorzugt wird die Verbindung des Heizelementes, wenn es sich um eine Fuge
bei einem Fenster oder einer Tür beispielsweise handelt, mit den Fenster- oder Türrahmen
vorgenommen. Das Heizelement kann hierbei auf der dem Rahmen zugewandten oder dem
Rahmen abgewandten Seite des Dichtelementes angebracht sein. Die Befestigung des Heizelementes
an dem Rahmen kann beispielsweise mittels eines Keders erfolgen, welcher vorzugsweise
an dem Heizelement oder an einer Trägerlage des Heizelementes angeordnet ist. Die
Befestigung des Heizelementes an dem jeweils anderen Bauteil kann auch mittels einer
Selbstklebeschicht erfolgen.
[0016] Das Heizelement, insbesondere das gesondert von dem Dichtelement einbringbare Heizelement,
ist bevorzugt auf einer Trägerlage aufgebracht. Beispielsweise kann die Trägerlage
eine Kunststofffolie oder eine Gewebelage, oder eine entsprechende Kombination von
Lagen sein. Besonders bevorzugt ist das Heizelement auf einer von dem Schaumstoff
des Dichtelementes gesonderten Schaumstofflage aufgebracht. Diese Trägerlage, speziell
beispielsweise die Schaumstofflage, kann es zunächst günstig ermöglichen, das Heizelement
in Rollen-Vorratsform bereit zu halten. Der Schaumstoff kann empfindlichere Teile
des Heizelementes günstig schützen. Weiter kann der Schaumstoff aber auch zur Isolation
in dem eingebrachten Zustand, beispielsweise zu dem Fensterrahmen hin, wirken. Somit
kann die Wärme gezielter zu einer Seite, nämlich bevorzugt zu der Seite, auf der sich
das durch die Wärme zu beeinflussende Dichtelement befindet, freigegeben werden.
[0017] Hinsichtlich der gesonderten Schaumstofflage des Heizelementes ist bevorzugt, dass
es sich um eine solche handelt, die lediglich eine elastische Rückstellung aufweist,
also keine verzögerte Rückstellung, auch wenn in besonderen Fällen eine verzögert
rückstellende Ausbildung der Schaumstofflage gegeben sein kann. Grundsätzlich kann
hier auch ein offenzelliger Schaumstoff zur Anwendung kommen, wenn auch in diesem
Zusammenhang ebenfalls ein geschlossenzelliger Schaumstoff bevorzugt ist.
[0018] Wesentlich ist jedenfalls in diesem Zusammenhang, dass ein solches gesondertes Heizelement
nicht allein in der Lage ist, die Fuge im Hinblick auf die geforderte Dichtigkeit
zu verschließen. Es kann im zurückgestellten Zustand beispielsweise eine Dicke (Abmessung
in Fugenbreitenrichtung, d. h. in Rückstellrichtung, wenn ein rückstellfähiger Schaumstoff
bei dem Heizelemente angewendet ist), von 2 bis 40 mm aufweisen, was also die Dicke
des Heizelementes einschließlich gegebenenfalls vorgesehener Trägerlage ist. Die Dicke
kann auch ≥ 3-5 mm und/oder ≤ 20-30 mm betragen. Die Dicke des Heizelementes selber,
also ohne Trägerlage, kann im Bereich von 3-2000 µ oder im Bereich von 5-1000 µ, vorzugsweise
im Bereich von 10-500 µ oder 10-250 µ liegen, so dass einerseits das Heizelement flexibel
ist, andererseits mechanisch ausreichend stabil und stromtransportfähig.
[0019] Weiterhin ist bevorzugt, dass das Heizelement, insbesondere das gesondert in die
Bauwerksfuge einzubringende Heizelement, zur elektrischen Kontaktierung durch eine
abgewinkelte Verlegung aus der Fuge herausgeführt wird, was eine "bogenförmige" Verlegung
aus der Fuge ebenfalls umfasst, so dass das Heizelement außerhalb der Fuge elektrisch
kontaktiert werden kann. Besondere, sich innerhalb der Fuge befindende oder in die
Bauwerksfuge einzubringende Kontaktierungsmittel sind dann nicht erforderlich. Durch
die einfache Verlegemaßnahme, abgewinkelt das Heizelement herauszuführen, kann dann
außerhalb der Fuge beispielsweise durch Klemmen oder dergleichen die elektrische Kontaktierung
einfach durchgeführt werden.
[0020] Hinsichtlich des rohr- oder schlauchförmig ausgebildeten Heizelementes ist bevorzugt,
dass es zur Durchleitung von Heißluft ausgebildet ist. Auch insofern kann eine einfache
winkelmäßige Herausführung aus der Fuge zum Anschluss von einer Heißluftquelle oder
dergleichen genutzt werden. Das rohr- oder schlauchförmig ausgebildete Heizelement
kann weiter über seine Länge regelmäßig oder unregelmäßig verteilte Öffnungen und
Durchbrüche aufweisen, die ein Herausströmen von Heißluft oder eines sonstigen Fluids
über die gesamte Länge des Heizelementes dann ermöglichen. Es wäre gegebenenfalls
auch ein außerhalb der Fuge angebrachter Schlauch mit Öffnungen einsetzbar, der in
geringem Abstand zum Dichtband dessen Profil folgt.
[0021] Eine weitere bevorzugte Vorgehensweise ist auch dadurch gegeben, dass ein in die
Fuge eingebrachtes Dichtelement mittels einem außerhalb der Fuge befindlichen Bestrahlungsgerät
durch Bestrahlung aufgeheizt wird. Bei dieser Vorgehensweise ist hinsichtlich des
Dichtelementes auch grundsätzlich keine besondere Ausgestaltung erforderlich. Es können
auch insoweit herkömmliche, beispielsweise zur verzögerten Expansion getränkte Dichtelemente
Anwendung finden. Es wird dann in üblicher Weise nur ein Dichtelement selbst in die
Bauwerksfuge eingebracht. Die Einbringung eines Heizelementes ist nicht erforderlich.
Andererseits können in dem Dichtelement beispielsweise die Strahlungswärme günstig
weiterleitende oder verteilende Elemente, vorzugsweise metallische Elemente, vorgesehen
sein.
Die Erwärmung des Dichtelementes durch Bestrahlung wird weiter bevorzugt mit einer
Infrarotbestrahlung durchgeführt.
[0022] Hinsichtlich der Tränkung des Dichtelementes ist weiter bevorzugt, dass das Imprägniermittel
eine Glasübergangstemperatur von -70° C oder höher aufweist, wobei das Imprägnat vorzugsweise
aus einem Acrylat besteht oder Acrylat-basiert ist, insbesondere jeweils in Form einer
Dispersion. Nach einer ersten besonders bevorzugten Ausführungsform liegt die Glasübergangstemperatur
Tg des Imprägniermittels im Bereich von -70 bis - 45°C, vorzugsweise im Bereich von
-65 bis -50°C. Derartig imprägnierte Dichtelemente zeigen bei 20°C eine ausreichend
starke Expansion oder Rückstellung auch ohne zusätzliche Hilfsmittel wie eine Wärmeeinbringung.
Nach einer anderen besonders bevorzugten Ausführungsform weist das Imprägniermittel
eine Glasübergangstemperatur Tg im Bereich von -40° C bis -10°C oder bis 0°C oder
gegebenenfalls höher auf, gegebenenfalls eine Glasübergangstemperatur von ≥ -35°C
oder von ≥ -30°C. Derartig imprägnierte Dichtelemente expandieren nicht bei 20°C,
sondern erst bei 40°C oder mehr. Zur Einstellung des Rückstellverhaltens des Dichtelementes
sind gegebenenfalls auch Mischungen beider Typen möglich. Vorzugsweise besteht in
beiden bevorzugten Varianten das Imprägnat aus einem Acrylat oder ist Acrylat-basiert.
[0023] Allgemein im Rahmen der Erfindung kann das Acrylat ein polymeres Acrylat wie ein
Acrylsäureester oder Acrylsäureamid sein. "Acrylat-basiert" heißt genauer gesagt,
dass das Imprägnat polymere Acrylate als wesentlichen Bestandteil enthält, beispielsweise
in Kombination mit Copolymeren wie beispielsweise Polyethylen-, Polybutadien- oder
Polyvinylverbindungen oder anderen polymerisierten ungesättigten organischen Verbindungen.
Gegebenenfalls können hier auch andere Imprägnate wie z.B. SBR (Styrol-Butadien-Rubber),
Latex, Bitumen, modifiziertes Bitumen, PVA usw. eingesetzt werden. Das Imprägnat kann
in Form einer Dispersion vorliegen. Der Gehalt des Imprägnats an Acrylaten kann bezogen
auf dessen Feststoffanteil in Gew.-% ≥ 10-20 % oder ≥ 30-40% betragen, gegebenenfalls
auch in Bezug auf den Monomerenanteil des Imprägnats. Bevorzugt enthält das Imprägnat
Acrylate als Hauptbestandteil des Imprägnats also, ohne Berücksichtigung des Wassergehaltes
des Imprägnats, zu ≥ 50 Gew.-% oder ≥ 60-70 Gew.-%des Imprägnats. Entsprechendes gilt
wenn Acrylsäureverbindungen wie Acrylsäureester oder -amide als Bestandteile von Block-
oder Copolymere vorliegen in Bezug auf den Monomerengehalt, der hier überwiegend,
also zu ≥ 50 Gew.-%, durch Acrylsäureester-Monomere bereitgestellt wird.
[0024] Ein solches Imprägniermittel kann auch dadurch beschrieben sein, dass ein hieraus
gebildeter Imprägniermittelfilm eine Zugfestigkeit von 0,001 N/mm
2 oder mehr aufweist, gegebenenfalls von 0,005 N/mm
2 oder mehr, und/oder eine Reißdehnung von 1000% oder mehr, beispielsweise ≥1500 %.
Der Imprägnierungsfilm wird durch Trocknung von beispielsweise auf Silikonpapier streifenartig
aufgetragenem Imprägnierungsmittel erreicht. Er kann für eine Handhabung dann in einer
beispielsweise Zugkraft-Prüfmaschine in geeigneter Dicke, beispielsweise 1 bis 3 mm
Dicke, und geeigneter Breite, beispielsweise 5 bis 30 mm Breite, ausgebildet werden.
Die Zugfestigkeit kann bis hin zu 0,05 N/mm
2 oder bis zu 0,5 N/mm
2 betragen. Die Reißdehnung beispielsweise bis bin zu 6000%.
[0025] Nach einer besonders bevorzugten Ausführungsform wird ein Imprägniermittel eingesetzt,
bei welchem der der oben definierte Imprägniermittelfilm eine Zugfestigkeit von 0,005
bis 0,5N/mm2 aufweist. Dies gilt insbesondere für Imprägniermittel mit einer Glasübergangstemperatur
Tg im Bereich von -70 bis -45°C. Nach einer weiteren besonders bevorzugten Ausführungsform
wird ein Imprägniermittel eingesetzt, bei welchem der der oben definierte Imprägniermittelfilm
eine Zugfestigkeit von 0,05 bis 1,0 N/mm2 aufweist. Dies gilt insbesondere für Imprägniermittel
mit einer Glasübergangstemperatur Tg im Bereich von -40 bis -10°C oder bis 0°C oder
gegebenenfalls bis +10°C. Durch die genannte Kombination von Glasübergangstemperatur
und Zugfestigkeit des Imprägniermittelfilmes lassen sich einerseits Dichtelemente
bereitstellen, welche einerseits bei 10°-30°C, insbesondere ca. 20°C, eine ausreichend
schnelle Rückstellung aufweisen (Variante I). Andererseits lassen sich Dichtelemente
herstellen, welche bei Temperaturen von ≥ 40°C unter zusätzlicher Wärmeeinwirkung
eine ausreichend schnelle Rückstellung aufweisen - aber bei Raumtemperatur oder im
Bereich von 10-30°C (ohne zusätzliche Wärmeeinbringung) keine oder praktisch keine
Rückstellung- (Variante II), wobei in Kombination mit den Zugfestigkeiten die Rückstellung
unter zusätzlicher Wärmeeinwirkung ausreichend beschleunigt wird, um ein einfach handhabbares,
gezielt durch Wärmeeinwirkung rückstellbares Dichtband bereitstellen zu können. Die
Rückstellung nach einer Kompression des Dichtbandes auf ein Volumen von 15% des Ausgangsvolumens
eines vollständig entspannten Dichtbandes kann so bei den gegebenen Temperaturen von
10-30°C (Variante I - ohne Wärmeeinbringung) oder 40°C (Variante II - mit Wärmeeinbringung)
bis zur vollständigen Rückstellung 0,25 bis 48 Stunden oder 0,25 bis 24 Stunden oder
vorzugsweise 0,5 bis 10 Stunden oder besonders bevorzugt 1 bis 4 Stunden betragen
(jeweils bei 50% relativer Luftfeuchtigkeit). Dies gilt insbesondere unter der Maßgabe,
dass die Kompression bei Raumtemperatur (20°C) erfolgte. Die Angabe "vollständige
Rückstellung" heißt, dass eine weitere Rückstellung nicht mehr erfolgt, bezogen auf
den Ausgangszustand des Dichtelementes vor der Komprimierung kann ein gewisser Druckverformungsrestes
gegeben sein.
[0026] Weiter ist bevorzugt, dass das Mittel ein auf Acrylatbasis gegebenes Imprägnierungsmittel
ist, das mit einer solch hohen Glasübergangstemperatur ausgewählt ist, dass sich bei
Raumtemperatur keine selbsttätige Rückstellung ergibt. Die bisher verwendeten Imprägnierungsmittel,
bei denen schon bei Raumtemperatur (20°C), oder auch darunter, eine selbsttätige Rückstellung
erfolgt, sind grundsätzlich auch solche auf Acrylatbasis. Weiter gibt es auch Imprägnierungsmittel
auf Paraffinbasis. Wie vorstehend ausgeführt, können diese gemäß einem Aspekt der
Erfindung grundsätzlich auch hierbei zur Anwendung kommen. Als Imprägnierungsmittel
bevorzugt ist ein kunststoffbasiertes Mittel verwendet, das amorph oder teilkristallin
ist. Unterhalb der Glasübergangstemperatur ist das Mittel zumindest sehr zähfließend
oder nahezu fest oder fest. Oberhalb der Glasübergangstemperatur ergibt sich eine
rasche Abnahme der Zähigkeit und eine rasche Abnahme der Viskosität. Dies führt dazu,
dass die Rückstellkräfte des Schaumstoffes die auf die Zellwände wirkenden Zusammenhaltungskräfte
des Imprägnats überwinden können, und der Schaumstoff beginnen kann, sich zurückzustellen.
Spätestens wenn eine vollständige Zurückstellung, jedenfalls potenziell, d. h. ein
vollständiges Entfalten der Dichtkraft in der Fuge beispielsweise, erreicht ist, wird
zwar die Wärmeeinwirkung beendet. Aufgrund der Tatsache, dass die Zellen des Schaumstoffes
damit aber auch größer geworden sind, d. h. aus einer zusammengedrückten, eher flachen
Konfiguration in eine mehr in Richtung einer Kugelform sich entwickelnde Konfiguration
geändert haben und die Zellwände sich voneinander entfernt haben, bleibt entgegen
dem zuvor gegebenen Zustand in der vollständigen Komprimierung die elastische Rückstellfähigkeit
des Schaumstoffes bzw. des so gebildeten Dichtstreifens erhalten. Trotzdem also das
Imprägnat bzw. der diesbezüglich vorgesehene Bestandteil des Imprägnats, etwa das
Acrylat, mit der relativ hohen Glasübergangstemperatur, nach erfolgter Abkühlung,
wiederum die Glasübergangstemperatur unterschritten hat.
[0027] Bevorzugt ist das Imprägnierungsmittel hinsichtlich seiner Glasübergangstemperatur
so ausgewählt, dass sich eine selbsttätige Rückstellung erst bei einer Erwärmung des
Dichtelementes auf 30° C oder mehr einstellt, beispielsweise auf Erwärmung auf 40°C
oder 50°C. Weiter bevorzugt erst dann, wenn eine Erwärmung auf 60°, 70° oder 80°C
oder mehr erreicht ist, beispielsweise 100°C. Eine realistische Grenze nach oben ist
etwa im Bereich von 120°C gegeben. Bezüglich der genannten Temperaturbereiche sind
hiermit auch alle Zwischenwerte in die Offenbarung eingeschlossen, und zwar insbesondere
in 1°C-Schritten. Besonders bevorzugt ist das Imprägnierungsmittel hinsichtlich seiner
Glasübergangstemperatur so ausgewählt, dass sich die selbsttätige Rückstellung nach
einer Kompression des Dichtbandes auf ein Volumen von 15% des Ausgangsvolumens eines
vollständig entspannten Dichtbandes bis zur vollständigen Rückstellung (ggf. unter
Berücksichtigung eines Druckverformungsrestes) bei einer Erwärmung des Dichtelementes
auf die genannte Temperatur in einem Zeitraum von 0,25 bis 24 Stunden oder vorzugsweise
0,5 bis 10 Stunden oder besonders bevorzugt 1 bis 4 Stunden ergibt. Dies gilt insbesondere
unter der Maßgabe, dass die Kompression bei Raumtemperatur (20°C) erfolgte.
[0028] Die Glasübergangstemperatur kann im Rahmen der Erfindung auf verschiedene Weisen
bestimmt werden. Beispielsweise über dilatomerische, dielektrische, dynamisch-mechanische
oder refraktometrische Messungen, beispielsweise mit Hilfe der NMR-Spekroskopie. Insbesondere
ist im Rahmen vorliegender Anmeldung bevorzugt, die genannten Glasübergangstemperaturen
durch eine Methode zu bestimmen, wie sie als ASTM-Standard bekannt ist (Designation:
D1356-03). Es kann auch das ISO-Standardverfahren benutzt werden, welches die Bestimmung
mit Hilfe von differenziellem kalorischen Scanning (DSC) vornimmt, insbesondere DIN
EN ISO 11357-1 (Bestimmung mit Wärmestrom-Differenz-Kalorimeter; einfache Kalibrierung).
Die hier genannten Temperaturwerte können grundsätzlich jeder der genannten Messmethoden
zugerechnet werden. Sollte sich hierdurch eine mangelnde Klarheit ergeben, ist jedenfalls
die Messung nach dem ISO-Standardverfahren zurechenbar. Es versteht sich, dass die
Glasübergangstemperatur an dem Feststoffanteil des Imprägniermittels bestimmt ist.
Dieser kann durch Trocknung und Entfernung der Lösungsmittelanteile des Imprägniermittels
erhalten werden.
[0029] Hinsichtlich der erforderlichen Erwärmung des Dichtelementes bzw. insbesondere des
dieses durchsetzenden Mittels, kann auf verschiedene Weise vorgegangen werden. Zunächst
ist beispielsweise auf eine (äußerliche) Lufterwärmung, also etwa mit einem Föhn,
möglich.
[0030] Bevorzugt ist jedoch, dass die Erwärmung elektrisch erfolgt. Hierzu ist es weiter
bevorzugt, dass das Mittel elektrisch leitfähige oder jedenfalls Bestandteile enthält,
die durch elektromagnetische Wechselfelder, d. h. induktiv, im Sinne einer Erwärmung
anregbar sind. Diese Bestandteile, unabhängig davon wie die Erwärmung erfolgt, können
pulverartig, rußartig, drahtartig oder folienartig ausgebildet sein. Sie sind bevorzugt
so vorgesehen, dass sie die Expansion des Dichtelementes mit vollziehen können. Dies
kann etwa durch quer zur oder in Längserstreckung durchgesteckte oder - im Hinblick
auf über- oder nebeneinander befindliche einzelne Lagen - zwischen gefasste Drahtabschnitte
erfolgen, die gegebenenfalls mit "wandern" können. Es kann auch durch diesbezügliche
Folienelemente erfolgen. Im Bereich der Folienelemente ergibt sich entsprechend eine
Trennung im Schaumstoff. Insgesamt kann der Schaumstoff hierfür auch lagenmäßig aufgebaut
sein. Die Trennung der Lagen kann parallel zu einer ebenflächigen Grundfläche vorgesehen
sein. Sie kann aber auch in Form einer gekrümmten Fläche, beispielsweise einer im
Längsschnitt wellenförmigen Fläche, vorgesehen sein.
[0031] Zwischen den Lagen kann das Folienelement, beispielsweise eine Aluminiumfolie oder
sonstige Metallfolie, mittels eines oder mehrerer Selbstklebestreifen gehaltert sein.
Es kann sich entsprechend um zwei oder (wenn beispielsweise ober- und unterseitig
des Folienelementes angeordnet) mehrere Schaumstofflagen handeln. Geeigneterweise
handelt es sich um sich in Längsrichtung des Dichtelementes erstreckende Schaumstofflagen.
Unabhängig hiervon oder ergänzend hierzu können die Folienelemente oder ein durchgehendes
Folienelement auch gewellt in dem Dichtelement verlaufen. Etwa in dem sie nach Art
eines Stanzwerkzeuges in den Schaumstoff eingedrückt werden, diesen aber nicht vollständig
durchtrennen. Sie können ihn auch vollständig durchtrennen, in beiden Fällen etwa
im Sinne eines "verlorenen" Stanzwerkzeuges.
[0032] Anstelle eines oder ergänzend zu einem durchgehenden Selbstklebestreifen, mit welchem
ein Folienelement beispielsweise zwischen zwei Schaumstofflagen ist, können auch nur
zwischen sich Bereiche geringere Klebekraft oder vorzugsweise klebstofffreie Bereiche
belassende Klebeflecken oder Klebepunkte vorgesehen sein. Die Klebeflecken (so insbesondere
im Hinblick auf einen nicht runden, speziell nicht kreisförmigen Grundriss bezeichnet)
bzw. Klebepunkte (die vorzugsweise runde, insbesondere kreisförmige Grundrisse aufweisen
-mit Ausnahme von Überlappungen zwischen einzelnen Klebepunkten -) können auch inselartig
isoliert in Bezug auf weitere Klebeflecken bzw. Klebepunkte vorgesehen sein. Darüber
hinaus ist eine Ausführungsform möglich, bei der zwischen zueinander distanzierten
Klebepunkten im Vergleich zu den Klebepunkten dünne Verbindungsbahnen - auch aus Klebstoff
gebildet - zwischen den Klebepunkten gebildet sind. Insbesondere kann ein Klebepunkt
über zwei oder mehr Verbindungsbahnen mit benachbarten Klebepunkten in Verbindung
stehen. Insbesondere mit 3, 4, 6 oder mehr Verbindungsbahnen. Bevorzugt ist zwischen
zwei Klebepunkten immer nur eine Verbindungsbahn ausgebildet. Wenn in dieser Hinsicht
bspw. sechs Verbindungsbahnen ausgebildet sind, bedeutet dies, dass ein Klebepunkt
von sechs weiteren Klebepunkten umgeben ist.
[0033] Die genannten Klebepunkte oder Klebeflecken können einerseits auf einem üblichen
Trägermaterial, wie er für Selbstklebestreifen bekannt ist, etwa einem Gewebestreifen,
aufgebracht sein. Dieser Selbstklebestreifen ist anderseitig dann mit dem elektrischen
Leiter, insbesondere einem folienartigen elektrischen Leiter, verbunden. Weiter bevorzugt
ist diese Ausgestaltung dann beidseitig des elektrischen Leiters vorgenommen. Darüber
hinaus können diese Klebepunkte aber auch nur auf dem elektrischen Leiter, insbesondere
dem folienartigen elektrischen Leiter ausgebildet sein. Wie auch, in der zuvor beschriebenen
Ausführungsform, eine durchgehend homogene Klebelage unmittelbar auf dem elektrischen
Leiter ausgebildet sein kann. Insofern ist dann der elektrische Leiter zugleich auch
das Trägermaterial für den Klebestoff bzw. bildet in dieser Hinsicht auch einen beidseitig
mit dem Schaumstoff verklebten Selbstklebestreifen.
[0034] Eine solche Ausbildung ermöglicht ein einfaches Aufspalten von zwei hierdurch - vermittels
der leitfähigen Lage, insbesondere einer metallischen Folie - zusammengehaltenen Schaumstoffstreifen
im Bereich der Zusammenhaftung. Beispielsweise ist hierdurch eine gute Zugänglichkeit
zu der leitfähigen Lage erreichbar, etwa um zur Aufheizung eine leitende Verbindung
zu einer Stromleitung herzustellen. Alternativ ist es auch möglich, einen diesbezüglichen
Selbstklebestreifen zumindest zugeordnet einer Längsrandseite, mit einer geringeren
Breite vorzusehen. Ein oder beide Außenbereiche der Schaumstoffdichtstreifen sind
dann über den "fehlenden" Breitebereich, der etwa 1/20 bis 1/3 oder mehr der Höhe
des insgesamt rückgestellten Schaumstoff-Dichtstreifens entsprechen kann, nicht miteinander
verhaftet. Die genannte Breitenangabe beinhaltet auch alle Zwischenwerte, insbesondere
zur Einschränkung des genannten Breitenbereiches von oben und/oder unten, vorzugsweise
in Schritten von 1/40 der Höhe. Auch die Fleck- oder Klebepunktbereiche können in
diesem Sinne mit einer geringeren Breite ausgebildet sein. Dies eben auch jeweils
einseitig oder beidseitig.
[0035] Weiter alternativ kann die Verhaftung mit der aufheizfähigen Lage auch allein durch
das im Dichtelement befindliche Imprägnierungsmittel erreicht sein. Besondere Klebemittel
können hierdurch in Wegfall kommen. Zur Erwärmung können die diesbezüglichen Elemente,
also insbesondere drahtartige oder folienartige Elemente, durch elektrische Widerstandsheizung
erwärmt werden.
[0036] Hinsichtlich der elektrisch leitfähigen Bestandteile oder Bestandteilen, die durch
elektromagnetische Wechselfelder, d. h. induktiv, im Sinne einer Erwärmung anregbar
sind, sind insbesondere metallische Bestandteile bevorzugt.
[0037] Etwa auf Basis eines der Elemente Fe, Co, Ni, Cu, Al, Cn oder Sn oder Legierungen
aus zwei oder mehreren dieser Elemente.
[0038] Zur induktiven Erwärmung sind insbesondere die Metalle, konkreter die Ferrite geeignet.
Weiter ist bevorzugt, dass die Bestandteile homogen in dem Schaumstoff verteilt angeordnet
sind. Sie sind bevorzugt fein dispersiert. Die Bestandteile, insbesondere im Hinblick
auf die genannten ruß- oder pulverartigen Bestandteile, weisen bevorzugt eine Größe
von 5 bis 1000 µm auf, wobei auch sämtliche Zwischenwerte, insbesondere in 1 µm-Schritten,
hiermit in die Offenbarung einbezogen sind. Vorzugsweise weisen diese Bestandteile
eine Größe von 10 bis 500 µm oder von 50 bis 500 µm, gegebenenfalls auch im Bereich
von 500 bis 1000 µm. Einerseits sollen die Bestandteile nicht zu grob sein, beispielsweise
um durch ein Imprägnierverfahren in dem Schaumstoff verteilt angeordnet werden zu
können, anderenfalls soll die Größe ausreichend sein, um eine gute induktive Ankoppelung
zu ermöglichen. Genauer gesagt ist der Begriff "Größe" hier wie sonst allgemein üblich
im Sinne von "mittlerem Durchmesser" zu verstehen. Gegebenenfalls können die Bestandteile
auch kleiner sein, z.B. im Nanometerbereich.
[0039] Die spezifische Menge der Bestandteile und die Intensität der Erwärmung, sei es nun
über Luft, elektrische Leitung oder Induktion, ist insbesondere so aufeinander abgestimmt,
dass sich die zur Freigabe der Expansion erforderliche Erwärmung in einem Zeitraum
von fünf bis dreitausend Sekunden, bevorzugt in fünf bis neunhundert Sekunden, beispielsweise
aber auch in einem Zeitraum von fünf bis 600 Sekunden oder 5 bis 300 Sekunden, vollzieht.
Zur Durchführung der Erwärmung, beispielsweise im Hinblick auf eine induktive Erwärmung,
ist auch ein entsprechendes Handgerät, beispielsweise ein Handinduktionsgerät, vorgesehen.
Das Handgerät kann akkumulatorbetrieben oder mit Steckeranschluss vorgesehen sein.
Es ist von einer solchen Größe und Gewicht vorgesehen, dass es in einfacher Weise
an einer mit einem entsprechenden Dichtelement ausgestatteten Fuge entlang geführt
werden kann. Oder - im Falle einer elektrischen Widerstandsheizung -, dass Anschlusselemente
an das beispielsweise in dem Dichtelement befindliche Folienelement anschließbar sind
und zufolge eines elektrisch leitenden Anschlusses sich dann die erforderliche Erwärmung
zur Freigabe der Rückstellung des Dichtelementes ergibt. Über eine bei einer Ausführung
als Induktionsgerät in dem Handgerät vorgesehene Induktionsspule, an der eine hochfrequente
Wechselspannung dann anliegt, werden in den metallischen Partikeln Wirbelstrome induziert,
die zu einer raschen Erwärmung der Partikel und darüber des die Kompression beeinflussenden
Mittels insgesamt fuhren. Eine typische Leistungsaufnahme eines solchen Handgerätes
kann zwischen 0,1 und 5 KW liegen, wobei auch sämtliche Zwischenwerte dieses Bereiches,
insbesondere 0,1 KW-Schritten, in die Offenbarung einbezogen sind. Beispielsweise
kann die Leistungsaufnahme im Bereich von 0,2 bis 3 kW oder im Bereich von 0,5 bis
5 kW liegen. Das Gerät wird über die oben genannte Zeit mit der genannten Leistungsaufnahme
betrieben.
[0040] Hinsichtlich der absoluten Menge der Bestandteile, bezogen insbesondere auf in dem
Dichtelement gleichmäßig verteilte pulverartige Bestandteile, kann es sich beispielsweise
um einen Anteil von 2 bis 30 Gew.-% oder 5 bis 10 Gew.-%, bezogen auf das Gewicht
des insgesamt in dem Dichtelement enthaltenen Mittels handeln. In Bezug auf Volumenprozent
kann es sich beispielsweise um einen Anteil von 2 bis 20 Volumenprozent, bezogen auf
das Volumen des insgesamt in dem Dichtelement enthaltenen Mittels handeln. Auch hierbei
sind alle Zwischenwerte, insbesondere in 0,1 %-Schritten, in die Offenbarung mit einbezogen.
Bei einer Ausbildung des Bestandteils als Folienelement ist eine Dicke im Bereich
von beispielsweise 2 µm bis 1 mm oder 10 µm bis 1 mm, insbesondere 20 µm bis 500 µm
, auch wiederum unter Einschluss aller Zwischenwerte, insbesondere in 1µm-Schritten,
bevorzugt, insbesondere eine Dicke von ≥ 3 µm. Die Breite kann der Breite des Dichtelementes
entsprechen oder geringer sein. Die Breite kann auch so gewählt sein, dass sie über
die Länge des Dichtelementes unterschiedlich ist. Insbesondere können wiederholend
über die Lange des Dichtelementes Abschnitte vorgesehen sein, die bis zum Längsrand
des Dichtelementes reichen oder freistehende Bereiche bilden. In letzterem Fall gehen
sie also in Breitenrichtung über den Längsrand hinaus. Solche Bereiche können beispielsweise
als Anschlussbereiche für den Stromanschluss etwa im Hinblick auf eine Widerstandsheizung
dienen.
[0041] Gegenstand der Erfindung ist des Weiteren ein Dichtelement, insbesondere ein Dichtbandstreifen,
aus einem zumindest teilweise offenzelligen, elastisch rück-stellfähigen Schaumstoff,
wobei das Dichtelement aus einem komprimierten Zustand in einen entspannten Zustand
expandieren kann und mit einem die Expansion beeinflussenden Mittel durchsetzt ist.
[0042] Zum Stand der Technik wird auf die bereits weiter oben genannten Druckschriften verwiesen.
Weiter wird auch auf den beschriebenen Ausgangspunkt der Erfindung Bezug genommen,
der sich entsprechend auch gegenständlich dahingehend ergibt, dass nach einem im Hinblick
auf die Auslösung der Expansion einfach zu handhabenden Dichtelement gesucht ist.
[0043] Gegenständlich stellt sich daher die Aufgabe, ein Schaumstoff-Dichtelement anzugeben,
das in einfacher Weise aus einem komprimierten Zustand in einen rückgestellten Zustand
versetzt werden kann.
[0044] Diese Aufgabe ist mit einem weiteren Aspekt der Erfindung beim Gegenstand des Anspruches
10 gelöst, wobei darauf abgestellt ist, dass das Dichtelement durch das Mittel in
einem komprimierten Zustand gehalten ist und durch Wärmeeinwirkung auf das Mittel
die Expansion freigebbar ist.
[0045] Die im Zusammenhang mit der vorstehenden Erläuterung des Verfahrens im Hinblick auf
das Dichtelement gegebene Charakterisierung ist entsprechend in gleicher Weise für
die hier vornehmlich betroffene gegenständliche Charakterisierung des Dichtelementes
von Bedeutung, wie umgekehrt auch in diesem Zusammenhang beschriebene Verfahrensaspekte
für das bereits grundsätzlich beschriebene Verfahren zur Abdichtung von Bedeutung
sind. Dies betrifft bspw. auch die vorstehenden Ausführungen hinsichtlich eines Verbindens
der das Dichtelement mit eingebettetem Heizelement ergebenden Schaumstoffstreifen
mittels Selbstklebestreifen, Klebeflecken oder Klebepunkten.
[0046] Das Dichtelement verbleibt bevorzugt ohne weiteres Zutun, ohne dass es eines Hilfsmittels
wie etwa einer das Dichtelement einhüllenden Folie bedarf, im komprimierten Zustand.
Der komprimierte Zustand kann nur willensbetont, durch Einwirkung mittels Wärme auf
das Dichtelement, aufgehoben werden. In gleicher Weise wie die bekannten Dichtelemente
kann auch dieses Dichtelement liefermäßig in Rollenform aufgewickelt vorliegen. Auch
kann grundsätzlich eine teilweise oder vollständige Folienumhüllung vorgesehen sein.
[0047] Entsprechend der Beschreibung weiter oben wird dieser Komprimierungszustand durch
die Wahl zumindest eines wesentlichen Bestandteils des Imprägnierungsmittels im Hinblick
auf einen Kunststoff mit einer entsprechend ausgewählten (hohen) Glasübergangstemperatur
erreicht. Auch insofern ist auf die Ausführungen weiter vorne zu verweisen.
[0048] Die Wärmeeinwirkung kann in den schon beschriebenen Weisen erfolgen. Insbesondere
ist vorgesehen, dass das Mittel, möglichst gleichmäßig, fein dispers oder homogen,
mit Bestandteilen durchsetzt ist, die, insbesondere bei induktiver Beaufschlagung,
sich erwärmen und so es erreichen lassen, dass die genannte Glasübergangstemperatur
(deutlich) überschritten wird und die Rückstellung des Dichtelementes einsetzt.
[0049] In allgemeinerer Hinsicht ist die Erfindung nicht darauf beschränkt, dass es sich
um ein Dichtelement handelt. Es kann sich auch um ein sonstiges Schaumstoffteil handeln.
Zur Änderung der Eigenschaft eines solchermaßen mit einem Mittel getränkten Schaumstoffelementes
ist auch nicht notwendig erforderlich, dass es sich in einem komprimierten Zustand
befindet. Die Erfindung kann auch von Bedeutung sein, wenn, wobei entsprechend eine
größere Menge von Imprägnierungsmittel in der Regel enthalten ist, oder ein kleinzelligerer
Schaumstoff gewählt ist, das Schaumstoffelement sich (ständig) in entspanntem Zustand
befindet. Hierbei kann durch die Verwendung des beschriebenen Mittels in einer seiner
Ausgestaltungen erreicht werden, dass die Eigenschaft des Schaumstoffteils sich von
quasi starr bzw. hoch fest in weich und elastisch verformbar, jedenfalls für den Zeitraum,
in welchem eine die Glastemperatur überschreitende Erwärmung vorliegt, ändert. In
dem starren Zustand kann das Schaumstoffelement auch in an sich für elastisch rückstellfähigen
Weichschaumstoff untypischer Weise erhebliche Belastungen aufnehmen ohne merklich
eingedrückt zu werden. Beispielsweise im Bereich von 50 N/cm
2 oder mehr oder 100 N/cm
2 oder mehr, beispielsweise bis zu 125 N/cm
2·. "Merklich" bedeutet hierbei, dass bei einer solchen Belastung eine Dickenverminderung
in Belastungsrichtung von 5 % oder weniger auftritt. Beispielsweise im Bereich von
0,1 bis 2 %.
[0050] Die Erwärmung durch Stromleitung ist insbesondere günstig mit Wechselstrom zu erreichen.
Insbesondere bei hoher Frequenz bzw. dünnen Leitern ergibt sich verstärkt der Effekt,
dass nur noch ein dünner Bereich an der Oberfläche des elektrischen Leiters tatsächlich
stromführend ist. Hierbei kann mit einer geringen Stromstarke (geringe Amperezahl)
günstig sehr viel Energie in Form von Wärme an das Dichtelement als solches abgegeben
werden.
[0051] Die vor- und nachstehend angegebenen dimensionslosen oder dimensionsbehafteten Bereiche
wie Temperaturbereiche, Dickenbereiche, Breitenbereiche, Festigkeitsbereiche, Dehnungsbereiche
oder sonstige Größenbereiche schließen hinsichtlich Offenbarung auch sämtliche Zwischenwerte
ein, insbesondere in 1/100-Schritten des jeweiligen Anfangs- oder Endwertes des jeweiligen
Bereiches, also beispielsweise 1/10 mm/N oder °C, einerseits zur Eingrenzung der genannten
Bereichsgrenzen von unten und/oder von oben, alternativ oder ergänzend, aber auch
im Hinblick auf die Offenbarung eines oder mehrerer singulärer Werte aus einem jeweiligen
Bereich.
[0052] Nach der Erfindung ist das Dichtelement ein Dichtband. Das Dichtelement oder Dichtband
kann in einer Fuge zwischen einem Rahmen, z. B. einem Tür- oder Fensterrahmen, eingesetzt
werden.
[0053] Das erfindungsgemäße Dichtelement ist vorzugsweise verzögert rückstellfähig. Vorzugsweise
ist das Dichtelement zur verzögerten Rückstellung mit dem Imprägnat bzw. Imprägniermittel
imprägniert. Vorzugsweise ist das Dichtelement oder Dichtband vollständig und homogen
mit dem Imprägnat imprägniert, also gleichmäßig über seinen Querschnitt und seine
Länge. Gegebenenfalls kann das Dichtelement auch nur teilweise oder ungleichmäßig
imgrägniert sein, z.B. zonen- oder bereichsweise, Beispielsweise nur an seinen Randbereich
oder nur in seinem mittlern Bereich.
[0054] Gegebenenfalls kann das Dichtelement bzw. Dichtband in einer Aufreißumhüllung angeordnet
sein, vorzugsweise in komprimiertem Zustand des Dichtelementes, wobei zur Rückstellung
des Dichtelementes die Aufreißhülle zu öffnen ist. Vorzugsweise ist das Dichtelement
bzw. Dichtband nicht in einer Aufreißumhüllung angeordnet.
[0055] Nachstehend ist die Erfindung des Weiteren anhand der beigefügten Zeichnung, die
jedoch lediglich Ausführungsbeispiele wiedergibt, erläutert. Hierbei zeigt:
- Fig. 1
- ein teilweise abgewickeltes, in Rollenform befindliches Dichtband;
- Fig. 2
- eine schematisch dargestellte Einbausituation der Dichtbänder in Bezug auf ein Fenster;
- Fig. 3
- einen Querschnitt durch den Gegenstand der Fig. 2, geschnitten entlang der Linie III-III.
wobei mittels eines Induktionsgerätes eine Erwärmung des Dichtbandes erfolgt;
- Fig. 4
- in einer vergrößerten Darstellung gemäß Fig. 1 ein Dichtelement mit einem Folienelement;
- Fig. 5
- eine Darstellung der Ausbildung von Klebepunkten;
- Fig. 6
- eine schematische Ansicht der Einbringung eines gesonderten Heizelementes und eines
gesonderten Dichtelementes in eine Bauwerksfuge;
- Fig. 7
- eine schematische Darstellung eines gesonderten Heizelementes;
- Fig. 8
- eine Darstellung der möglichen Verlegung des Heizelementes zur elektrischen Kontaktierung;
- Fig. 9
- eine weitere Darstellung einer möglichen Anordnung zur elektrischen Kontaktierung
eines Heizelementes;
- Fig. 10
- eine weitere Darstellung einer möglichen Anordnung zur Befestigung eines Heizelementes.,
- Fig. 11
- eine weitere Darstellung einer erfindungsgemäßen Anordnung eines Bauelementes mit
Dichtelement und Heizelementes.
[0056] Dargestellt und beschrieben ist, zunächst mit Bezug zu Fig. 1, ein Dichtband 1, das
zu einer Rolle 2 aufgewickelt ist. Es ist teilweise von der Rolle abgewickelt. Im
Unterschied zu üblichen zur verzögerten Rückstellung imprägnierten Dichtbändern bleibt
der Komprimierungsgrad, der beispielsweise im Bereich von 10 bis 25 % der Ausgangsgröße
liegen kann, nach diesem Abwickeln erhalten. Denn das Imprägnat weist einen wesentlichen
Bestandteil auf, mit einer erhöhten Glasübergangstemperatur, die beispielsweise deutlich
oberhalb der Raumtemperatur liegen kann, oder auch im Bereich von -40°C bis +10°C
oder beispielsweise ≥ -30°C. Das Imprägnat ist nunmehr (bei Raumtemperatur) fest bis
zähelastisch derart, dass die Rückstellkräfte des Weichschaumstoffes den Zusammenhalt
durch das Imprägnat nicht überwinden können. Nach einer alternativen Ausführungsform
weist das Imprägnat eine Glasübergangstemperatur im Bereich von -70°C bis - 45°C auf,
so dass bei einer Entspannung des Dichtelementes bei tiefen Temperaturen, z.B. bei
5°C, eine vollständige Rückstellung unter Zuhilfenahme eines gesonderten Heizelementes,
welches in die Bauwerksfuge eingebracht wird, erfolgt.
[0057] Weiter ist das Imprägnat homogen mit ferritischen, pulverartigen Bestandteilen versetzt,
die eine effektive induktive Erwärmung des Imprägnats ermöglichen.
[0058] Beim Gegenstand der Fig. 2 ist das Dichtband 1, in mehreren Teilabschnitten, zwischen
einem Fenster 3 und einer Laibung bzw. Mauerwerk 4 eingesetzt. Ein deutlicher Spalt
5 zwischen Fenster und Mauerwerk ist noch gegeben. Denn das Dichtband 1 weist einseitig
eine Selbstklebelage auf, mit der es im Beispielsfall an dem Fensterrahmen des Fensters
3 angeklebt ist.
[0059] Aus Fig. 3 ist ersichtlich, dass die Erwärmung des Dichtbandes 1 im eingebauten Zustand
mittels eines Induktionsgerätes 6 vorgenommen wird. Die in dem Imprägnat des Dichtbandes
1 fein verteilt angeordneten ferritischen Elemente werden durch den Wirbelstrom zur
Erwärmung gebracht und erwärmen so insgesamt das Dichtband 1, so dass die Glasübergangstemperatur
überschritten wird und die - verzögerte - Rückstellung des Dichtbandes freigegeben
wird.
[0060] Mit Bezug zu Fig. 4 ist eine weitere Ausführungsform eines Dichtbandes im Querschnitt
dargestellt, wie es gleichfalls in Rollenform vorgehalten werden kann. Hierbei ist
die Dicke der einzelnen Lagen nicht maßstäblich dargestellt, sondern zum besseren
Verständnis mit Ausnahme der Schaumstofflagen übertrieben groß. In analoger Ansicht
zu der Darstellung gemäß Fig. 1 ist unterseitig eine Selbstklebelage 7 vorgesehen,
die von einem Abdeckstreifen 8 abgedeckt ist. Darüber befindet sich eine erste Schaumstofflage
9 und - bezogen die Darstellung - deckenseitig eine zweite Schaumstofflage 10. Zwischen
den Schaumstofflagen 9, 10 ist ein Folienelement 11 angeordnet, das ober- und unterseitig
jeweils vermittels einer weiteren Selbstklebeschicht 12, 13 mit der Schaumstofflage
9 bzw. 10 verbunden ist. Die Folienlage 11, bei der es sich beim Ausführungsbeispiel
um eine Aluminiumfolienlage handelt, kann durch Anlegen einer elektrischen Spannung,
induktiv erwärmt werden. Der Heizungstyp ist eine HF-Widerstandsheizung. Die entstehende
Wärme heizt zunächst die benachbarten Bereiche und schließlich praktisch das gesamte
Dichtband so weit auf, dass die Glasübergangstemperatur des Imprägnierungsmittels
überschritten wird und so die Rückstellung freigegeben wird.
[0061] Die Folienlage kann sehr dünn ausgebildet sein. Beispielsweise im Bereich von 0,001
bis 0,2 mm, wobei hierbei auch alle Zwischenwerte, insbesondere zur Einschränkung
von oben und/oder unten des angegebenen Wertebereichs, vor-zugsweise in Schritten
von 0,0005 mm bzw. von 1 µm, in die Offenbarung einbezogen sind.
[0062] Aufgrund der Rückstellung stellt sich das Dichtband, das in der Regel einen rechteckigen
Querschnitt aufweist, etwa auf 1/3 bis 1/2 seiner unbeeinflussten Ausgangshöhe (gesehen
senkrecht zur Klebefläche bzw. in spaltquerender Richtung) zurück. Es ist dann in
Anlage an beiden gegenüberliegenden Flanken des zu dichtenden Spaltes. Aufgrund der
so gehinderten vollständigen Rückstellung ist aber eine elastische Dichtanlage auf
beiden Seiten gewährleistet.
[0063] Bei den Ausführungsbeispielen der Figuren 1 bis 11 kann nach einer ersten Variante
das Dichtelement mit einem Imprägniermittel zur verzögerten Rückstellung imprägniert
sein, welches eine Glasübergangstemperatur Tg im Bereich von -70 bis -45°C, beispielsweise
-60°C, hat, sowie eine Zugfestigkeit von beispielsweise 0,01 N/mm
2 aufweist. Nach einer zweiten Variante kann das eingesetzte Imprägniermittel eine
Glasübergangstemperatur Tg im Bereich von -40 bis -10°C oder -40 bis +10°C, aufweisen,
z.B. -20°C, und der Imprägniermittelfilm eine Zugfestigkeit von 0,1 N/mm
2 aufweisen.
[0064] In Fig. 5 ist schematisch die Ausbildung eines Klebepunktrasters wiedergegeben. Ein
solches Klebepunktraster kann auf dem elektrischen Leiter, also bspw. einer Folie,
bevorzugt dann beidseitig, aufgebracht sein. Es kann aber auch auf einen üblichen
Träger für einen Selbstklebestreifen, also bspw. einer Vlies- oder Gewebelage, aufgebracht
sein. Vorzugsweise sind dann beidseitig - im Querschnitt - des elektrischen Leiters
derartige Selbstklebestreifen angeordnet. Diese Selbstklebestreifen besitzen dann
ein solches Punktmuster oder, wie weiter vorne beschrieben, Fleckenmuster - aus Klebstoff
- auf ihrer dem elektrischen Leiter zugewandten Seite und/oder auf ihrer dem Schaumstoff
zugewandten Seite. In beiden Fällen ist es somit möglich, durch Aufspalten der Schaumstofflagen
den elektrischen Leiter selbst freizulegen um ihn dann zu kontaktieren. Soweit die
Freilegung mit noch anhaftenden Selbstklebestreifen erfolgt, kann ein etwa unter Federvorspannung
stehendes Kontaktierungselement vorgesehen sein, das diese Selbstklebestreifen sicher
durchdringt und somit dann auch den erforderlichen elektrischen Kontakt herstellt.
[0065] Im Einzelnen sind ersichtlich Klebepunkte 14 vorgesehen, die beim Ausführungsbeispiel
einen mehreckigen Grundriss aufweisen. Speziell einen sechseckigen Grundriss. Eine
Vielzahl solcher Klebepunkte 14 ist mit Nachbarklebepunkten jeweils über eine Klebebahn
15 verbunden. Die Klebebahnen sind er-sichtlich deutlich dünner als ein Klebepunkt.
Bezüglich eines (größten) Durchmessers des Klebepunktes weisen sie eine Breite auf,
die 1/10 oder weniger entspricht. Bis bin zu 1/100. Die größte Breite eines Klebepunktes
kann zwischen bspw. 0,5 und 5 mm liegen. Der Abstand zwischen. zwei Klebepunkten entspricht
bevorzugt 1/10 bis dem 2- bis hin zum 5-fachen des Durchmessers eines Klebepunktes.
[0066] Mit Bezug zu Figur 6 ist eine Bauwerksfuge, hier eine Fensterfuge 16 zwischen einem
Fenster 3 und einem Mauerwerk 4 dargestellt, in welche gesondert ein Heizelement 17
und ein übliches, vorzugsweise zur verzögerten Rückstellung getränktes Dichtband 1
eingebracht wird. Auf Grund der gegebenen Komprimierung des Dichtbandes 1 verbleibt
zunächst ein Spalt 18 zu dem Mauerwerk 4 hin. Der Spalt verbleibt nur bei niedriger
Temperatur, z.B. -10°C und darunter, und bei Verwendung eines sogenannten herkömmlichen
Imprägnats.
[0067] Es kann nun auf Grund des Heizelementes 17 ausgewählt die Expansion des Dichtbandes
1 ausgelöst oder unterstützt werden. Das als Dichtband 1 ausgebildete Dichtelement
kann dann zufolge seiner Selbstklebelage beispielsweise unmittelbar auf dem Heizelement,
aber erst in der Bauwerksfuge bevorzugt, aufgeklebt werden. Es ist dann beispielsweise
klebeverbunden mit dem Fensterrahmen vermittels des Heizelementes (in Fig. 6 ist der
klareren Darstellung der Bauteile wegen zwischen Heizelement 17 und Dichtband 1 ein
Spalt dargestellt, in Praxis ist das Dichtband jedoch auf dem Heizelement aufgeklebt).
[0068] Ein solches Heizelement 17 kann beispielsweise wie in Fig. 7 in weiterer Einzelheit
im Querschnitt dargestellt, aufgebaut sein. Hier ist unterseitig zunächst ein Selbstklebestreifen
19 vorgesehen, beispielsweise zur Anklebung an dem Fensterrahmen oder der Mauerlaibung.
Darüber ist ein Schaumstoffstreifen 20 angeordnet. Der Schaumstoffstreifen 20 kann
auch in Wegfall kommen. Dann würde die darüber befindliche elektrisch leitfähige Folie
21, beispielsweise eine Aluminiumfolie, unmittelbar auf der Selbstklebelage 19 aufliegen.
Die Selbstklebelage 19 wäre dann alleinige Trägerlage.
[0069] Hinsichtlich des Schaumstoffstreifens 20 kann eine unbeeinflusste, gegebenenfalls
expandierende Dicke im Bereich von 0,1 bis 10 mm beispielsweise vorgesehen sein. Es
kann sich um Polyethylenschaum, Polyurethanschaum oder beispielsweise auch PVC-Schaum
handeln. Oberhalb der Folie 21 kann, wie beim Ausführungsbeispiel bevorzugt, noch
ein Gitterelement 22 vorgesehen sein. Dies zur Verstärkung der Folie, die damit sehr
dünn ausgebildet sein kann.
[0070] Zur Kontaktierung kann das Dichtelement insgesamt, wenn es unmittelbar mit dem Heizelement
verbunden ist oder gegebenenfalls nur das Heizelement, wie in Fig. 8 dargestellt,
zunächst durch eine 90°-Umfaltung bezüglich des Fensterrahmens oder der Bauwerksfuge
nach außen geführt sein. Hier können dann, wie durch die Plus- und Minuszeichen dargestellt,
elektrische Klemmen angeschlossen werden, die dann eine entsprechende Spannungsbeaufschlagung
er-möglichen.
[0071] Es können auch gesonderte Kontaktierungsstreifen 23, wie in Fig. 9 dargestellt, hierzu
vorgesehen sein. Diese Kontaktierungsstreifen können beispielsweise auch aus einem
elektrisch leitfähigen Streifenabschnitt, also wiederum beispielsweise einer Folie,
insbesondere einer Aluminiumfolie, bestehen. Dieser Streifenabschnitt kann zur Befestigung
auf dem Dichtelement und/oder dem gesonderten Heizelement beispielsweise mit einem
Klebepunktraster versehen sein, der zugleich auch die Kontaktierung - dazwischen -
noch zuverlässig ermöglicht. Ergänzend oder alternativ kann auch der Klebstoff, etwa
durch Metallbestandteil, elektrisch leitfähig eingestellt sein.
[0072] Nach erfolgter Erwärmung können dann überstehende Streifenbereiche beispielsweise
durch Abschneiden entfernt werden.
[0073] Alle offenbarten Merkmale sind (für sich) erfindungswesentlich. In die Offenbarung
der Anmeldung wird hiermit auch der Offenbarungsinhalt der zugehörigen/beigefügten
Prioritätsunterlagen (Abschrift der Voranmeldung) vollinhaltlich mit einbezogen, auch
zu dem Zweck, Merkmale dieser Unterlagen in Ansprüche vorliegender Anmeldung mit aufzunehmen.
Die Unteransprüche charakterisieren in ihrer fakultativ nebengeordneten Fassung eigenständige
erfinderische Weiterbildung des Standes der Technik, insbesondere um auf Basis dieser
Ansprüche Teilanmeldungen vorzunehmen.
[0074] Figur 10 zeigt eine weitere Ausgestaltung eines Heizelementes 30 gemäß der Erfindung.
Das Heizelement 30 ist hier mit einem Keder 35 als Befestigungselement versehen. Der
Keder 35 kann an einer zugeordneten Aufnahme (nicht dargestellt) eines Rahmenteils
wie einem Fensterrahmen oder Türrahmen festgelegt werden. Das Heizelement 30 ist hier
als Folie, insbesondere Metallfolie, ausgebildet. Das Heizelement 30 ist an einer
Trägerlage 32 befestigt, beispielsweise dauerhaft verbunden, besonders bevorzugt durch
eine Verklebung. Die Trägerlage 32 besteht hier aus einem Schaumstoffmaterial, beispielsweise
PVC-Schaum. Der Keder 35 ist an der Trägerlage festgelegt, vorzugsweise dauerhaft
festgelegt, insbesondere durch eine Verklebung. Der Keder 35 kann sich über die gesamte
Längserstreckung des Heizelementes 30 und/oder der Trägerlage 32 erstrecken. Der Keder
35 kann in die korrespondierende Aufnahme des Rahmenteils eingeklipst oder durch Verschiebung
des Heizelementes in dessen Längsrichtung eingezogen werden. Der Keder 35 weist einen
Befestigungsbereich 36 auf, um kraft- und/oder formschlüssig an der Aufnahme befestigbar
zu sein. Der Befestigungsbereich 36 kann somit in in der Aufnahme zur Halterung eingeklemmt
werden oder eine Hinterscheidung hintergreifen. Hierdurch kann das Heizelementes auf
einfache Weise an dem zugeordneten Rahmen befestigt werden und gegebenenfalls unabhängig
bzw. gesondert von dem Dichtelement in die Bauwerksfuge eingebracht werden.
[0075] Fig. 11 zeigt ein Ausführungsbeispiel, welches allgemein im Rahmen der Erfindung
gelten kann, wobei das Heizelement 17 gesondert von dem Dichtelement 1 vorliegt, und
gegebenenfalls zusammen mit dem Dichtelement, etwa mit diesem übereinander gelegt,
in die Bauwerksfuge eingebracht wird. Das Dichtelement ist hier zu 4 Teilstücken 1a-1d
abgelängt, welche jeweils mit Rahmen 3 verbunden sind, z.B. durch Kleben oder kraft-
oder formschlüssig. Die Dichtelementstücke 1a-1d stoßen an den Stoßstellen 1s aneinander
an. Hierdurch kann eine Dichtung ohne Wölbungen in den Eckbereichen 3a hergestellt
werden. Das Heizelement erstreckt sich hier durchgehend über zumindest einen Eckbereich
3a des Fensters oder allgemein des Bauteils II, im speziellen ist es hier vollumfänglich
um das Bauteil II durchgehend ausgebildet, also um sämtliche Eckbereiche des Bauelementes
II durchgehend herumgeführt. Das das Fenster aufnehmende Mauerwerk ist dann das Bauteil
I. Das Heizelement ist hierdurch an der Anschlussstelle 23 einfach elektrisch kontaktierbar,
um einen Strom zur Widerstandsheizung durchzuleiten. Auch bei induktiver Erwärmung
hat die durchgehende Ausbildung des Heizelementes Vorteile, da dann auch das Dichtelement
an den Eckbereichen des Bauteils II gleichmäßig erwärmt wird. Das derart mit Dichtelement(en)
und Heizelement bestückte Bauteil II kann dann in die korrespondierende Mauerwerksöffnung
eingesetzt werden, wobei nach erfindungsgemäßer Expansion des Dichtelementes die Fuge
zwischen Mauerwerk und Bauteil II ausgefüllt wird. Das Heizelement 17 ist hier auf
der dem Bauteil II abgewandten Seite des Dichtelementes angeordnet, kann ggf. jedoch
auch innenseitig an dem Dichtelement angeordnet sein.
1. Verfahren zur Abdichtung einer Bauwerksfuge durch Einbringen eines aus einem zumindest
teilweise offenzelligen, elastisch rückstellfähigem Schaumstoff bestehenden Dichtbandes
(1) in die Bauwerksfuge, wobei das Dichtband (1) aufgrund elastischer Rückstellung
des Schaumstoffs aus einem komprimierten Zustand in einen teilweise oder vollständig
entspannten Zustand expandieren kann und mit einem die Expansion beeinflussenden Mittel
versehen ist und wobei zur Freigabe oder Unterstützung der Expansion des Dichtbandes
(1) gesondert von dem Dichtband ein Heizelement (17) in die Bauwerksfuge eingebracht
wird,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Heizelement (17) bandartig ausgebildet ist und Flächenverbindungsmittel zur Anbringung
in der Bauwerksfuge aufweist und auf einer von dem Schaumstoff des Dichtelementes
gesonderten Schaumstofflage aufgebracht ist, wobei das Heizelement (17) eine Trägerlage
für ein oder mehrere Aufheizelemente aufweist und mit einer der Fugenwände verbunden
wird und das Dichtband (1) unterseitig eine Selbstklebelage (7) aufweist, die von
einem Abdeckstreifen (8) abgedeckt wird, und nach Entfernen des Abdeckstreifens (8)
mit der Selbstklebelage (7) in der Bauwerksfuge unmittelbar auf dem Heizelement (17)
aufgeklebt wird.
2. Verfahren zur Abdichtung einer Bauwerksfuge durch Einbringen eines aus einem zumindest
teilweise offenzelligen, elastisch rückstellfähigem Schaumstoff bestehenden Dichtbandes
(1) in die Bauwerksfuge, wobei die Bauwerksfuge eine Fugenwand aufweist, die durch
ein Bauteil, insbesondere einen Fenster- oder Türrahmen, bereitgestellt ist und das
Dichtband (1) aufgrund elastischer Rückstellung des Schaumstoffs aus einem komprimierten
Zustand in einen teilweise oder vollständig entspannten Zustand expandieren kann und
mit einem die Expansion beeinflussenden Mittel versehen ist, wobei zur Freigabe oder
Unterstützung der Expansion des Dichtbandes (1) ein gesondert von dem Dichtband (1)
vorliegendes Heizelement verwendet wird,
dadurch gekennzeichnet, dass
vor dem Einsetzen des Bauteils in eine korrespondierende Mauerwerksöffnung das Heizelement
(17) auf der dem Bauteil abgewandten Seite des Dichtbandes (1) angeordnet wird, wobei
das Dichtband (1) an dem Bauteil befestigt wird, oder das Heizelement (17) auf der
dem Bauteil zugewandten Seite des Dichtbandes (1) angeordnet wird und das derart mit
dem Dichtband (1) und dem Heizelement (17) bestückte Bauteil dann in die korrespondierende
Mauerwerksöffnung eingesetzt wird, wobei das Dichtband (1) unterseitig eine Selbstklebelage
(7) aufweist, die von einem Abdeckstreifen (8) abgedeckt wird, und das Heizelement
einen Selbstklebestreifen (19) aufweist, wobei das Heizelement auf einer von dem Schaumstoff
des Dichtelementes gesonderten Schaumstofflage aufgebracht ist.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Dichtband (1) auf Abschnitte abgelängt wird, welche dann, vorzugsweise miteinander
auf Stoß gesetzt, an dem Bauteil befestigt werden.
4. Verfahren nach Anspruch 3, wobei das Bauteil mehrere Eckbereiche aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass das Dichtband (1) an mindestens einem der Eckbereiche durchtrennt ist.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass sich das Heizelement (17) über zumindest einen der Eckbereiche des Bauteils durchgehend
erstreckt.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Heizelement (17) mit einer der Fugenwände klebeverbunden wird.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Heizelement (17) mittels eines Selbstklebestreifens (19), mit einer der Fugenwände
verbunden wird.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Heizelement (17) als Heizmittel eine elektrisch leitfähige Folie (21) umfasst.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Heizelement (17) zur elektrischen Kontaktierung durch eine abgewinkelte Verlegung
aus der Bauwerksfuge herausgeführt wird, so dass das Heizelement (17) außerhalb der
Bauwerksfuge elektrisch kontaktierbar ist.
10. Set aus einem Dichtband (1) und einem gesondert davon vorliegenden Heizelement (17),
wobei das Dichtband (1) aus einem zumindest teilweise offenzelligen, elastisch rückstellfähigen
Schaumstoff besteht und aufgrund elastischer Rückstellung des Schaumstoffs aus einem
komprimierten Zustand in einen teilweise oder vollständig entspannten Zustand expandierbar
und mit einem die Expansion beeinflussenden Mittel versehen ist, das Dichtband (1)
eine Selbstklebelage (7) aufweist, die von einem Abdeckstreifen (8) abgedeckt ist,
dadurch gekennzeichnet, dass das Heizelement bandartig ausgebildet ist und Flächenverbindungsmittel aufweist zur
Anbringung in der Bauwerksfuge und wobei das Heizelement (17) eine Trägerlage für
ein oder mehrere Aufheizelemente aufweist und auf einer von dem Schaumstoff des Dichtelementes
gesonderten Schaumstofflage aufgebracht ist.
11. Set nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Heizelement (17) einen Selbstklebestreifen (19) aufweist.
12. Set nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Heizelement (17) als Heizmittel eine elektrisch leitfähige Folie (21) umfasst.
13. Set nach einem der Ansprüche 10 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Dichtband mit einem Imprägnat aus polymerem Acrylat wie ein Acrylsäureester oder
Acrylsäureamid versehen ist.
1. Method for sealing a building joint by introducing a sealing tape (1) consisting of
an at least partially open-celled, elastically recoverable foam material into the
building joint, wherein the sealing tape (1) can expand from a compressed state into
a partially or fully relaxed state because of the elastic recovery of the foam material
and is provided with a means which influences the expansion and wherein to enable
or assist the expansion of the sealing tape (1), a heating element (17) is introduced
separately from the sealing tape into the building joint,
characterised in that
the heating element (17) is formed like a tape and has surface joining means for application
in the building joint and is applied to a foam material layer which is separate from
the foam material of the sealing element, wherein the heating element (17) has a carrier
layer for one or more heating-up elements and is joined to one of the joint walls
and the sealing tape (1) has on the underside a self-adhesive layer (7) which is covered
by a cover strip (8), and after removal of the cover strip (8) is adhered directly
on the heating element (17) with the self-adhesive layer (7) in the building joint.
2. Method for sealing a building joint by introducing a sealing tape (1) consisting of
an at least partially open-celled, elastically recoverable foam material into the
building joint, wherein the building joint has a joint wall which is provided by a
component, in particular a window frame or door frame, and the sealing tape (1) can
expand from a compressed state into a partially or fully relaxed state because of
the elastic recovery of the foam material and is provided with a means which influences
the expansion, wherein to enable or assist the expansion of the sealing tape (1),
a heating element which is separate from the sealing tape (1) is used, characterised in that,
before the insertion of the component into a corresponding masonry wall opening, the
heating element (17) is arranged on the side of the sealing tape (1) facing away from
the component, wherein the sealing tape (1) is fastened on the component, or the heating
element (17) is arranged on the side of the sealing tape (1) facing the component,
and the component equipped in such a way with the sealing tape (1) and the heating
element (17) is then inserted into the corresponding masonry wall opening, wherein
the sealing tape (1) has on the underside a self-adhesive layer (7) which is covered
by a cover strip (8), and the heating element has a self-adhesive strip (19), wherein
the heating element is applied to a foam material layer which is separate from the
foam material of the sealing element.
3. Method according to claim 2, characterised in that the sealing tape (1) is cut into sections which are then, preferably placed end to
end, fastened to the component.
4. Method according to claim 3, wherein the component has a plurality of corner regions,
characterised in that the sealing tape (1) is cut through on at least one of the corner regions.
5. Method according to claim 4, characterised in that the heating element (17) extends continuously over at least one of the corner regions
of the component.
6. Method according to one of claims 1 to 5, characterised in that the heating element (17) is adhesively joined to one of the joint walls.
7. Method according to claim 6, characterised in that the heating element (17) is joined by means of a self-adhesive strip (19) to one
of the joint walls.
8. Method according to one of claims 1 to 7, characterised in that the heating element (17) comprises an electrically conductive film (21) as heating
means.
9. Method according to one of claims 1 to 8, characterised in that, for electrical contacting, the heating element (17) is led out of the building joint
by being laid at an angle, so that the heating element (17) is electrically contactable
outside the building joint.
10. Set consisting of a sealing tape (1) and a separately provided heating element (17),
wherein the sealing tape (1) consists of an at least partially open-celled, elastically
recoverable foam material and can expand from a compressed state into a partially
or fully relaxed state because of the elastic recovery of the foam material and is
provided with a means which influences the expansion, and the sealing tape (1) has
a self-adhesive layer (7) which is covered by a cover strip (8), characterised in that the heating element is formed like a tape and has surface joining means for application
in the building joint, and wherein the heating element (17) has a carrier layer for
one or more heating-up elements and is applied to a foam material layer which is separate
from the foam material of the sealing element.
11. Set according to claim 10, characterised in that the heating element (17) has a self-adhesive strip (19).
12. Set according to claim 10 or 11, characterised in that the heating element (17) comprises an electrically conductive film (21) as heating
means.
13. Set according to one of claims 10 to 12, characterised in that the sealing tape is provided with an impregnate consisting of a polymer acrylate
such as an acrylic acid ester or acrylic acid amide.
1. Procédé de calfeutrement d'un joint de construction par insertion d'une bande d'étanchéité
(1) se composant d'une mousse apte au retour élastique, au moins partiellement à pores
ouverts, dans le joint de construction, dans lequel la bande d'étanchéité (1) peut
se dilater depuis un état comprimé vers un état partiellement ou entièrement détendu
compte tenu du retour élastique de la mousse et est pourvue d'un moyen impactant l'expansion,
et un élément de chauffage (17) est inséré, séparément de la bande d'étanchéité, dans
le joint de construction pour libérer ou aider l'expansion de la bande d'étanchéité
(1),
caractérisé en ce que
l'élément de chauffage (17) est conçu en forme de bande, présente des moyens de liaison
surfacique pour la disposition dans le joint de construction et est disposé sur une
couche de mousse séparée de la mousse de l'élément d'étanchéité, l'élément de chauffage
(17) comportant une couche de support pour un ou plusieurs éléments chauffants et
étant lié à l'une des parois de joint, et la bande d'étanchéité (1) comportant, sur
la face inférieure, une couche autocollante (7) recouverte d'une bande de recouvrement
(8), et étant collée directement sur l'élément de chauffage (17) avec la couche autocollante
(7) dans le joint de construction après élimination de la bande de recouvrement (8).
2. Procédé de calfeutrement d'un joint de construction par insertion d'une bande d'étanchéité
(1) se composant d'une mousse apte au retour élastique, au moins partiellement à pores
ouverts, dans le joint de construction, dans lequel le joint de construction comporte
une paroi de joint qui est mise en œuvre par un composant, en particulier un cadre
de fenêtre ou de porte, et la bande d'étanchéité (1) peut se dilater depuis un état
comprimé vers un état partiellement ou entièrement détendu compte tenu du retour élastique
de la mousse et est pourvue d'un moyen impactant l'expansion, dans lequel un élément
de chauffage existant séparément de la bande d'étanchéité (1) est utilisé pour libérer
ou aider l'expansion de la bande d'étanchéité (1), caractérisé en ce que,
avant l'insertion du composant dans une ouverture de mur correspondante, l'élément
de chauffage (17) est disposé du côté de la bande d'étanchéité (1) tournant le dos
au composant, la bande d'étanchéité (1) étant fixée au composant ou l'élément de chauffage
(17) étant disposé du côté de la bande d'étanchéité (1) tournée vers le composant,
et le composant ainsi muni de la bande d'étanchéité (1) et de l'élément de chauffage
(17) étant inséré ensuite dans l'ouverture de mur correspondante, la bande d'étanchéité
(1) comportant du côté inférieur une couche autocollante (7) recouverte par une bande
de recouvrement (8), et l'élément de chauffage présentant une bande autocollante (19),
l'élément de chauffage étant disposé sur une couche de mousse séparée de la mousse
de l'élément d'étanchéité.
3. Procédé selon la revendication 2, caractérisé en ce que la bande d'étanchéité (1) est tronçonnée en sections qui sont ensuite fixées sur
le composant, de préférence les unes aux autres en aboutement.
4. Procédé selon la revendication 3, dans lequel le composant comporte plusieurs zones
angulaires, caractérisé en ce que la bande d'étanchéité (1) est sectionnée sur au moins l'une des zones angulaires.
5. Procédé selon la revendication 4, caractérisé en ce que l'élément de chauffage (17) s'étend en continu sur au moins l'une des zones angulaires
du composant.
6. Procédé selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que l'élément de chauffage (17) est lié par collage à l'une des parois de joint.
7. Procédé selon la revendication 6, caractérisé en ce que l'élément de chauffage (17) est lié à l'une des parois de joint au moyen d'une bande
autocollante (19).
8. Procédé selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que l'élément de chauffage (17) comprend comme moyen de chauffage un film électrique
conducteur (21).
9. Procédé selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que l'élément de chauffage (17) est extrait du joint de construction pour la mise en
contact électrique par un déplacement en angle de sorte que l'élément de chauffage
(17) puisse être mis en contact électriquement en dehors du joint de construction.
10. Ensemble constitué d'une bande d'étanchéité (1) et d'un élément de chauffage (17)
existant séparément de celle-ci, dans lequel la bande d'étanchéité (1) se compose
d'une mousse apte au retour élastique, au moins partiellement à pores ouverts, peut
se dilater depuis un état comprimé vers un état partiellement ou entièrement détendu
compte tenu du retour élastique de la mousse et est pourvue d'un moyen impactant l'expansion,
la bande d'étanchéité (1) comporte une couche autocollante (7) recouverte par une
bande de recouvrement (8), caractérisé en ce que l'élément de chauffage est conçu sous forme de bande et présente des moyens de liaison
surfacique pour la disposition dans le joint de construction, et dans lequel l'élément
de chauffage (17) présente une couche de support pour un ou plusieurs éléments chauffants
et est disposé sur une couche de mousse séparée de la mousse de l'élément d'étanchéité.
11. Ensemble selon la revendication 10, caractérisé en ce que l'élément de chauffage (17) présente une bande autocollante (19).
12. Ensemble selon la revendication 10 ou 11, caractérisé en ce que l'élément de chauffage (17) comprend comme moyen de chauffage un film électrique
conducteur (21).
13. Ensemble selon l'une des revendications 10 à 12, caractérisé en ce que la bande d'étanchéité est munie d'un agent d'imprégnation d'un polymère d'acrylate
comme un ester d'acide acrylique ou un amide d'acide acrylique.