[0001] Die Erfindung betrifft einen Lastumschalter für einen Stufenschalter mit für jede
Phase leistungslos schaltenden Dauerhauptkontakten.
[0002] Es ist langjähriger Stand der Technik, an Lastumschaltern von Stufenschaltern zwei
Dauerhauptkontakte vorzusehen, die im stationären Betrieb den Dauerstrom der jeweils
geschalteten Seite A oder B des Lastumschalters führen und damit die eigentlichen
Schaltkontakte des Lastumschalters entlasten. Zu Beginn jeder Umschaltung, d.h. jeder
Betätigung des Lastumschalters, öffnet als erstes der bisher den Strom führende Dauerhauptkontakt,
der Strom wird auf die Schaltkontakte des Lastumschalters kommutiert; nach Beendigung
der gesamten Lastumschaltung schließt dann der andere Dauerhauptkontakt und übernimmt
den Dauerstrom wieder.
[0003] Eine konstruktive Ausführung eines gattungsgemäßen Lastumschalters mit für jede Phase
elektrisch leistungslos schaltenden Dauerhauptkontakten ist aus der
DE 103 12 176 B3 bekannt, wobei jedes der Dauerhauptkontaktpaare einen gemeinsamen, elektrisch leitendeten
Dauerhauptkontakt aufweist, der in zwei verschiedene Endstellungen verschenkbar ist
und damit die jeweiligen Dauerhauptkontaktpaare im stationären Betrieb alternativ
überbrückt. Dazu ist im Inneren des Lastumschalters eine zentrisch verlaufende Schaltwelle
angeordnet, durch die der bewegliche, elektrisch leitende und als Überbrückungskontakt
ausgebildete Dauerhauptkontakt betätigbar ist. Jedes Dauerhauptkontaktpaar besteht
aus einem ersten und einem zweiten Dauerhauptkontakt, die voneinander elektrisch isoliert
sind. Der eine dieser ersten Dauerhauptkontakte ist mit der einen Seite A, der andere
dieser ersten Dauerhauptkontakte mit der anderen Seite B des Lastumschalters elektrische
verbunden. Die beiden zweiten Dauerhauptkontakte sind mit einer gemeinsamen Lastableitung
des Lastumschalters dauerhaft verbunden, da die Auflaufflächen des beweglichen Dauerhauptkontaktes
derart ballig dimensioniert sind, dass sie beim Verschwenken des Dauerhauptkontaktes
um sein Lager ständig mit den beiden zweiten Dauerhauptkontakten beider Dauerhauptkontaktpaare,
die mit der Lastableitung elektrisch verbunden sind, in Kontakt bleiben; dies erfolgt
in Form eines Gleitens bzw. Abwälzens. Es besteht damit also eine permanente elektrische
Verbindung des beweglichen Dauerhauptkontaktes zur Lastableitung, unabhängig von der
Stellung des beweglichen Dauerhauptkontaktes. Im Gegensatz dazu sind die beiden jeweils
darunter angeordneten Kontaktflächen des beweglichen Dauerhauptkontaktes derart ausgebildet,
dass sie nur beim Verschwenken des beweglichen Dauerhauptkontaktes in einer seiner
beiden Endlagen in Kontakt mit den jeweils korrespondierenden festen ersten Dauerhauptkontakten
in Kontakt gelangen. Die Betätigung des beweglichen Dauerhauptkontaktes erfolgt durch
eine Betätigungslasche, die eine Führung in Form eines Langlochs aufweist und durch
Befestigungsmittel angelenkt ist. In der Führung läuft ein Betätigungszapfen einer
Umlenkkurbel, die wiederum um einen Drehpunkt gelagert ist. An ihrem freien Ende weist
die Umlenkkurbel eine Kontur auf, die aus Rolleneingriffen sowie einer dazwischen
befindlichen Sperrkontur besteht.
[0004] Damit sind in der
DE 103 12 176 B3 zwei hintereinander geschaltete Kurbelantriebe zur Dauerhauptkontaktbetätigung funktional
notwendig, die konstruktiv bedingt toleranzbehaftet sein können und zudem die Führung
der Umlenkkurbel während der eigentlichen Umschaltung rein über einen nur kleinen
Kreissektor einer reibenden, an der Stirnseite der Antriebsscheibe vorgesehenen, Sperrkontur
bewerkstelligen.
[0005] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es demnach, einen Lastumschalter für einen
Stufenschalter anzugeben, bei dem die Dauerhauptkontaktpaarungen eine erhöhte dielektrische
Spannungsfestigkeit zwischen den einzelnen spannungstragenden Bauteilen, bei gleichzeitig
mechanisch vereinfachter Konstruktion, aufweisen.
[0006] Diese Aufgabe wird durch einen Lastumschalter für einen Stufenschalter mit den Merkmalen
des ersten Patentanspruches gelöst. Die Unteransprüche betreffen besonders vorteilhafte
Weiterbildungen der Erfindung.
[0007] Die allgemeine erfinderische Idee besteht darin, die festen Dauerhauptkontakte der
Seite A oder B des Lastumschalters mittels eines beweglichen schienenförmigen Dauerhauptkontaktes
zu beschalten, der nur in seinen jeweiligen Endlagen eine elektrische Verbindung mit
den jeweils korrespondierenden Dauerhauptkontakten der Lastableitung herstellt und
zudem nur eine einzige Umlenkung zur Betätigung vorsieht, die die jeweils federnd
angelenkten mehreren Kontaktlamellen des entsprechenden festen Dauerhauptkontaktes
rein drückend beschaltet. Es ist also damit gerade nicht, wie nach dem Stand der Technik,
die Lastableitung während des kompletten Umschaltvorgangs über zumindest einen Teilbereich
des beweglich verschwenkbaren Dauerhauptkontaktes mit diesem elektrisch verbunden,
sondern nur in den jeweiligen Endlagen der Umschaltung. Die räumlichen Abstände zwischen
den stromtragenden Bauteilen, insbesondere der Abstand zwischen den Auflaufflächen
des beweglichen Dauerhauptkontaktes und den Kontaktlamellen des korrespondierenden
festen Dauerhauptkontaktes der jeweils nicht beschalteten Seite, erhöhen sich im stationären
Betrieb durch den schienenförmig ausgeführten beweglichen Dauerhauptkontakt erheblich,
da dieser im Vergleich zum Stand der Technik schmaler ausgeführt werden kann und damit
eine größere Spannungsfestigkeit zwischen den spannungstragenden Bauteilen aufweist.
[0008] Erfindungsgemäß ist der bewegliche schienenförmige Dauerhauptkontakt nur über eine
einzige Umlenkung betätigbar, d. h. verschwenkbar. Hierfür ist eine aus zwei Einzelscheiben
bestehende Antriebsscheibe vorgesehen, die jeweils um 120° Grad gegeneinander versetzte
Rolleneingriffe aufweist, wobei diese, in Abhängigkeit der Schaltrichtung, mit an
einer Schwinge des beweglichen Dauerhauptkontakts angeordneten Betätigungsrollen in
Eingriff gebracht werden können, um den Dauerhauptkontakt damit in seine jeweilige
Endlage zu verschwenken, derart, dass die jeweils federnd angelenkten mehreren Kontaktlamellen
des entsprechenden festen Dauerhauptkontaktes rein drückend beschaltet werden. Zudem
laufen die Betätigungsrollen während der kompletten Umschaltung leichtgängig an der
äußeren Stirnseite der jeweiligen Antriebsscheibe kontaktschlüssig entlang. Es findet
damit also gerade keine reibende Sperrung in einer Mittelstellung statt, sondern eine
leichte durchgängige Bewegung an der stirnseitigen Kontur der jeweiligen Antriebsscheibe.
[0009] Nach einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist der schienenförmige bewegliche
Dauerhauptkontakt austauschbar ausgebildet. Dadurch wird im Falle eines Kontaktverschleißes
eine einfache Möglichkeit geschaffen, den schienenförmigen beweglichen Dauerhauptkontakt
zu warten bzw. zu ersetzen.
[0010] Die Erfindung soll nachfolgend an Hand von Zeichnungen beispielhaft noch näher erläutert
werden.
[0011] Es zeigen:
- Figur 1
- einen erfindungsgemäßen Lastumschalter mit Dauerhauptkontakten in schematischer, perspektivischer
Darstellung, wobei aus Gründen einer besseren Übersichtlichkeit eine Reihe von Bauteilen
und Schaltmitteln, die zur Erläuterung der Erfindung nicht unbedingt erforderlich
sind, weggelassen sind
- Figuren 2a bis 2c
- eine ebenfalls schematische Schnittdarstellung eines erfindungsgemäßen Lastumschalter
mit Dauerhauptkontakten in verschiedenen Schaltungsstellungen.
[0012] Tragendes Element des Lastumschalters ist eine Grundplatte 1, die für jede Phase
die beweglichen Dauerhauptkontakte und die Mittel zu ihrer Betätigung aufnimmt und
trägt. Hier ist nur ein solcher vollständiger Dauerhauptkontakt 2 dargestellt. Feste
Dauerhauptkontaktpaare 3, 4 sind, mit diesem zusammenwirkend, an der inneren Wandung
eines nicht dargestellten Ölgefäßes, das den gesamten Lastumschalter umschließt, befestigt.
Dazu sind für jede Phase drei Kontaktträger 5, 6, 7 vorgesehen. An der linken Seite
ist das erste feste Dauerhauptkontaktpaar 3, bestehend aus unten angeordneten festen
ersten Dauerhauptkontakten 8, die mit der einen Seite A des Lastumschalters elektrisch
in Verbindung stehen, und darüber angeordneten festen zweiten Dauerhauptkontakten
9, die zur gemeinsamen Lastableitung des Lastumschalters führen, angeordnet. Es ist
zu sehen, dass jeder der festen Dauerhauptkontakte 8 bzw. 9 aus einer Vielzahl einzelner
Kontaktlamellen 8.1 bzw. 9.1 besteht. Jede der Kontaktlamellen 8.1 bzw. 9.1 ist an
einer Federschwinge 28 bzw. 29 befestigt, die um eine Achse 30 bzw. 31 federnd drehbar
gelagert ist. Mittels nur angedeuteten Kontaktfedern 10 bzw. 11 sind die Kontaktlamellen
8.1 bzw. 9.1 ihrerseits wiederum federnd an der jeweiligen Federschwinge 28 bzw. 29
angelenkt. Auf der rechten Seite befindet sich das zweite feste Dauerhauptkontaktpaar
4. Dieses besteht ganz analog aus unten angeordneten festen ersten Dauerhauptkontakten
12, die mit der anderen Seite B des Lastumschalters elektrisch in Verbindung stehen
und darüber angeordneten festen zweiten Dauerhauptkontakten 13, die zur gemeinsamen
Lastableitung führen. Auch hierbei ist jeder der festen Dauerhauptkontakte 12 bzw.
13 aus einer Vielzahl einzelner Kontaktlamellen 12.1 bzw. 13.1 bestehend, die wiederum
ganz analog durch nur angedeutete Kontaktfedern 14 bzw. 15 einzeln federnd an einer
Federschwinge 32 bzw. 33, die ihrerseits um eine Achse 34 und eine in dieser Darstellung
nicht sichtbaren Achse 35 drehbar gelagert, angelenkt sind. Die festen Dauerhauptkontakte
9 und 13 sind auf dem ersten elektrisch leitenden Kontaktträger 5 angeordnet und bilden
die gemeinsame Lastableitung. Die festen Dauerhauptkontakte 8 sind auf dem zweiten
Kontaktträger 6 angeordnet und mit der Seite A des Lastumschalters verbunden, und
die festen Dauerhauptkontakte 12 sind, davon elektrisch isoliert, auf dem dritten
Kontaktträger 7 angeordnet und mit der Seite B des Lastumschalters verbunden.
[0013] Weiterhin ist ein gemeinsamer elektrisch leitender und als Kontaktschiene ausgebildeter
beweglicher Dauerhauptkontakt 16 vorgesehen. Er besitzt im oberen Bereich an seiner
linken Seite eine Auflauffläche 17, die mit den festen Dauerhauptkontakten 9 korrespondiert,
sowie auf seiner rechten Seite eine Auflauffläche 18, die mit den festen Dauerhauptkontakten
13 korrespondiert. In seinem unteren Bereich weist er an der linken Seite eine in
dieser Darstellung nicht zu sehende Kontaktfläche 19 auf, die mit den festen Dauerhauptkontakten
8 korrespondiert sowie an der rechten Seite ganz analog eine weitere Kontaktfläche
20, die ihrerseits mit den festen Dauerhauptkontakten 12 korrespondiert. Der bewegliche
schienenförmige Dauerhauptkontakt 16 weist weiterhin ein Lager 21 auf, das mit einer
nicht näher dargestellten Aufnahme zusammenwirkt, derart, dass der bewegliche Dauerhauptkontakt
16 in Längsachse des Lastumschalters um das Lager 21 herum verschwenkbar ist. Eine
genauere Beschreibung des Verschwenkenvorgangs des Dauerhauptkontaktes 16 findet sich
in Ausführungen zu Figur 2 wieder.
[0014] Die beiden Auflaufflächen 17 und 18 sind dabei nicht, wie nach dem Stand der Technik
bekannt, ballig dimensioniert, so dass sie beim Verschwenken des beweglichen Dauerhauptkontaktes
16 um sein Lager 21 ständig mit den festen Dauerhauptkontakten 9 und 13 in Kontakt
bleiben würden, sondern geradlinig schienenförmig, derart, dass sie nur beim Verschwenken
des beweglichen Dauerhauptkontaktes 16 in eine seiner beiden Endlagen in Kontakt mit
den jeweils korrespondierenden festen Dauerhauptkontakten 9 oder 13 in Kontakt gelangen.
Damit findet während des eigentlichen Umschaltvorgangs des beweglichen Dauerhauptkontaktes
16 eine vollständige galvanische Trennung zwischen den beiden ersten Dauerhauptkontakt
8 bzw. 12 und dem jeweils korrespondierenden oberen zweiten Dauerhauptkontakt 9 bzw.
13 statt. Mit anderen Worten: Es besteht damit gerade keine permanente elektrische
Verbindung des beweglichen Dauerhauptkontaktes 16 zur Lastableitung während des eigentlichen
Umschaltvorgangs. Die potenzialmäßige Anlenkung während des Verschwenkens des Dauerhauptkontakts
16 übernimmt eine in dieser Darstellung nicht erkennbare ständige Verbindung zur Lastableitung.
[0015] Die Betätigung des verschwenkbaren Dauerhauptkontaktes 16 erfolgt mittels einer aus
zwei Einzelscheiben 23.1 und 23.2 bestehenden Antriebsscheibe 23, die jeweils um 120°
Grad gegeneinander versetzte Rolleneingriffe 22.1 bzw. 22.2 aufweist, wobei diese,
in Abhängigkeit der Schaltrichtung, mit an der jeweiligen Seite einer Schwinge 24
des beweglichen Dauerhauptkontakts 16 angeordneten Betätigungsrollen 25.1 oder 25.2
in Eingriff gebracht werden können, um den Dauerhauptkontakt 16 damit um sein Lager
21 in seine jeweilige Endlage zu verschwenken, derart, dass die jeweils federnd angelenkten
mehreren Kontaktlamellen des entsprechenden festen Dauerhauptkontaktes rein drückend
beschaltet werden. Die obere Betätigungsrolle 25.1 wirkt dabei mit der oberen Antriebsscheibe
23.1 zusammen, wohingegen die untere, in dieser Darstellung nicht sichtbare, Betätigungsrolle
25.2 mit den Rolleneingriffen 23 der unteren Antriebsscheibe 23.2 in Eingriff gebracht
werden kann. Zudem laufen die Betätigungsrollen 25.1 oder 25.2 während der kompletten
Umschaltung leichtgängig an entsprechenden äußeren Stirnseiten 27.1 oder 27.2 der
jeweiligen Antriebsscheibe 23.1 oder 23.2 kontaktschlüssig entlang und bewirken durch
diese Zwangsführungen eine über die entsprechende stirnseitige Kontur 27.1 oder 27.2
der Antriebsscheibe 23.1 oder 23.2 hervorgerufene, von der Schaltsequenz der Umschaltung
abhängige, definierte Bewegung des beweglichen Dauerhauptkontaktes 16. Erfindungsgemäß
findet damit also gerade keine reibende Sperrung in einer Mittelstellung statt, sondern
eine leichte durchgängige Bewegung des beweglichen Dauerhauptkontaktes 16 mittels
der Betätigungsrollen 25.1 oder 25.2 an den entsprechend stirnseitigen Konturen 27.1
oder 27.2 der jeweiligen Antriebsscheibe 23.1 oder 23.2. Weiterhin ist in der Antriebscheibe
23 eine zentrische Öffnung 26 vorgesehen, in die eine nicht dargestellten Antriebswelle
des Lastumschalters eingreift und auf die Antriebsscheibe 23, im Falle einer Umschaltung,
eine Drehbewegung ausübt.
[0016] Die Figuren 2a bis 2c zeigen die Draufsicht eines erfindungsgemäßen Lastumschalter
mit Dauerhauptkontakten in verschiedenen Schaltstellungen eines Umschaltvorgangs von
der beschalteten Seite B auf die Seite A des Lastumschalters. Dabei ist in Figur 2a
der stationäre Zustand der Beschaltung der Seite B der Lastumschalters gezeigt, in
dem die Auflauffläche 18 des bewegliche Dauerhauptkontakt 16 mittels der Rolleneingriffe
22.2 der unteren Antriebsscheibe 23.2 und der an der Unterseite der Schwinge 24 korrespondierenden
Betätigungsrolle 25.2 fest gegen die entsprechenden Kontaktlamellen 12.1 bzw. 13.1
der festen Dauerhauptkontakte 12 bzw. 13 gedrückt wird. Auch in dieser Endlagenposition
verlässt die Betätigungsrolle 25.1 nicht die stirnseitige Kontur 27.1 der oberen Antriebsscheibe
23.1. Zudem ist damit erfindungsgemäß ein großer dielektrischer Abstand zwischen der
Auflauffläche 17 des beweglichen Kontaktes 16 und den entsprechenden Kontaktlamellen
8.1 bzw. 9.1 der festen Dauerhauptkontakte 8 bzw. 9 der nicht beschalteten Seite A
realisierbar.
[0017] In Figur 2b ist der bewegliche Kontakt 16 um sein Lager 21 in die Mittelstellung
verschwenkt und steht dabei weder mit den festen Dauerhauptkontakten 12 der Seite
B, noch den festen Dauerhauptkontakten 8 der Seite A, noch den festen Dauerhauptkontakten
9 bzw. 13 der Lastableitung elektrisch in Verbindung. Weiterhin wälzt sich die obere
Betätigungsrolle 25.1 dabei an der stirnseitigen Kontur 27.1 der oberen Antriebsscheibe
23.1 entlang, wohingegen sich die untere Betätigungsrolle 25.2 an der stirnseitigen
Kontur 27.2 der unteren Antriebsscheibe 23.2 abrollt. Es findet hierdurch eine besonders
reibungsarme Sperrung des beweglichen Dauerhauptkontaktes 16 in der Mittelstellung
statt.
[0018] Die Figur 2c zeigt die Beschaltung der Seite A des Laststufenschalters im stationären
Zustand, nach vollzogener Umschaltung. Dabei wird die Auflauffläche 17 des bewegliche
Dauerhauptkontakt 16 mittels der Rolleneingriffe 22.1 der oberen Antriebsscheibe 23.1
und der an der Oberseite der Schwinge 24 korrespondierenden Betätigungsrolle 25.1
fest gegen die entsprechenden Kontaktlamellen 8.1 bzw. 9.1 der festen Dauerhauptkontakte
8 bzw. 9 gedrückt wird. Auch in dieser Endlagenposition verlässt die Betätigungsrolle
25.2 nicht die stirnseitige Kontur 27.2 der unteren Antriebsscheibe 23.2.
1. Lastumschalter für einen Stufenschalter, wobei
- für jede zu schaltende Phase zwei feste Dauerhauptkontaktpaare (3, 4) vorgesehen
sind, die von einem einzigen, beweglichen, elektrisch leitenden Dauerhauptkontakt
(16), der in zwei verschiedene Endstellungen verschwenkbar ist, überbrückbar sind,
- in jeder zu schaltenden Phase jeweils eines der Dauerhauptkontaktpaare (3, 4) im
stationären Zustand überbrückt ist und den Dauerstrom führt, derart, dass zu Beginn
einer Lastumschaltung das bisher den Dauerstrom führende eine Dauerhauptkontaktpaar
(3, 4) öffnet und am Ende jeder Lastumschaltung das bisher geöffnete andere Dauerhauptkontaktpaar
(4, 3) überbrückt wird und den Dauerstrom übernimmt,
- im Inneren des Lastumschalters eine zentrisch verlaufende Schaltwelle angeordnet
ist, durch die der bewegliche Dauerhauptkontakt (16) betätigbar ist,
- jedes der beiden Dauerhauptkontaktpaare (3, 4) jeweils aus einem ersten Dauerhauptkontakt
(8, 12) und einem zweiten, davon elektrisch isolierten zweiten Dauerhauptkontakt (9,
13) besteht,
- jeweils der eine (8) der ersten Dauerhauptkontakte (8, 12) mit einer Seite A und
der andere (12) der ersten Dauerhauptkontakte (8, 12) mit der zweiten Seite B des
Lastumschalters verbunden ist,
- die beiden zweiten Dauerhauptkontakte (9, 13) mit einer gemeinsamen Lastableitung
des Lastumschalters elektrisch verbunden sind,
dadurch gekennzeichnet, dass
- der bewegliche Dauerhauptkontakt (16) schienenförmig ausgebildet ist, derart, dass
dieser nur in seinen jeweiligen Endlagen elektrisch mit den Dauerhauptkontakten (9,
13) der Lastableitung verbunden ist,
- eine aus zwei Einzelscheiben (23.1, 23.2) bestehende Antriebsscheibe (23) vorgesehen
ist, die jeweils um 120° Grad gegeneinander versetzte Rolleneingriffe (22.1, 22.2)
aufweist, die in Abhängigkeit der Schaltrichtung mit an einer Schwinge (24) des beweglichen
Dauerhauptkontakts (16) angeordneten Betätigungsrollen (25.1, 25.2) in Eingriff gebracht
werden können, derart, dass der bewegliche schienenförmige Dauerhauptkontakt (16)
nur über eine einzige Umlenkung betätigbar ist.
2. Lastumschalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der bewegliche schienenförmige Dauerhauptkontakt (16) austauschbar ausgebildet ist.
3. Laststufenschalter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die festen Dauerhauptkontakte (8, 9; 12, 13) jeweils aus einer Vielzahl einzelner
Kontaktlamellen (8.1, 9.1; 12.1, 13.1) bestehen.
4. Lastumschalter nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, dass
- jede der Kontaktlamellen (8.1, 9.1; 12.1, 13.1) jeweils an einer Federschwinge (28,
29; 32, 33) befestigt ist, die um eine Achse (30, 31; 34, 35) federnd drehbar gelagert
ist,
- mittels Kontaktfedern (10; 11) die Kontaktlamellen (8.1, 9.1; 12.1, 13.1) ihrerseits
wiederum federnd an der Federschwinge (28, 29; 32, 33) angelenkt sind.
1. Load changeover switch for a tap changer, wherein
- for each phase to be switched two fixed permanent main contact pairs (3, 4) are
provided which can be bridged over by a single movable electrically-conductive permanent
main contact (16) pivotable into two different end positions,
- in each phase to be switched a respective one of the permanent main contact pairs
(3, 4), when in the stationary state, is bridged over and conducts the permanent current,
in such a manner that at the start of a load changeover the permanent main contact
pair (3, 4) previously conducting the permanent current opens and at the end of each
load changeover the previously open other permanent main contact pair (4, 3) is bridged
over and takes over the permanent current,
- in the interior of the load changeover switch, a centrally extending switching shaft
is arranged by which the movable permanent main contact (16) is actuable,
- each of the two permanent main contact pairs (3, 4) respectively consists of a first
permanent main contact (8, 12) and a second permanent main contact (9, 13) electrically
insulated therefrom,
- in each instance one (8) of the first permanent main contacts (8, 12) is connected
with side A and the other one (12) of the first permanent main contacts (8, 12) is
connected with the second side B of the load changeover switch,
- the two second permanent main contacts (9, 13) are electrically connected with a
common load shunt of the load changeover switch,
characterised in that
- the movable permanent main contact (16) is of rail-shaped construcion in such a
manner that this is electrically connected only in the respective end positions thereof
with the permanent main contacts (9, 13) of the load shunt,
- a drive disc (23) consisting of two individual discs (23.1, 23.2) is provided, which
has roller engagements (22.1, 22.2), which are offset relative to one another through
120° and which can be, depending on the switching direction, so brought into engagement
with actuating rollers (25.1, 25.2) arranged at a rocker (24) of the movable permanent
main contact (16) that the movable rail-shaped permanent main contact (16) is actuable
by way of only a single deflection.
2. Load changeover switch according to claim 1, characterised in that the movable rail-shaped permanent main contact (16) is constructed to be exchangeable.
3. Load changeover switch according to claim 1 or 2, characterised in that the fixed permanent main contacts (8, 9; 12, 13) respectively consist of a plurality
of individual contact blades (8.1, 8.1; 12.1, 13.1).
4. Load changeover switch according to claim 3,
characterised in that
- each of the contact blades (8.1, 8.1; 12.1, 13.1) is respectively fastened to a
spring rocker (28, 29; 32, 33) which is mounted to be resiliently rotatable about
an axle (30, 31; 34, 35),
- the contact blades (8.1, 8.1; 12.1, 13.1) are in turn resiliently articulated to
the spring rockers (28, 29; 32, 33) by means of contact springs (10; 11).
1. Commutateur en charge pour un commutateur à prises dans lequel :
- pour chacune des phases à commuter sont prévues deux paires de contacts principaux
permanents fixes (3, 4) qui peuvent être court-circuités par un seul contact principal
permanent électriquement conducteur (16) mobile pouvant être déplacé par pivotement
dans deux positions d'extrémité différentes,
- dans chacune des phases devant être commutées, l'une des paires de contacts principaux
permanents (3, 4) respective est court-circuités à l'état stationnaire et conduit
le courant permanent de sorte que, au début d'une commutation en charge la paire de
contacts principaux permanents conduisant jusqu'alors le courant permanent est ouverte
et qu'à la fin de chaque commutation en charge l'autre paire de contacts principaux
permanents jusqu'alors ouverte (4, 3) est court-circuités et reçoit le courant permanent,
- à la partie interne du commutateur en charge est monté un arbre de commutation s'étendant
dans une position centrale par lequel le contact principal permanent mobile (16) peut
être actionné,
- chacune des deux paires de contacts principaux permanents est respectivement constituée
d'un premier contact principal permanent (8, 12) et d'un second contact principal
permanent (9, 13) électriquement isolé de celui-ci,
- l'un (8) des premiers contacts principaux permanents (8, 12) est respectivement
relié à un côté A tandis que l'autre (12) parmi les premiers contacts principaux permanents
(8, 12) est relié au second côté B du commutateur en charge,
- les deux seconds contacts principaux permanents (9, 13) sont reliés électriquement
à une dérivation de charge commune du commutateur en charge,
caractérisé en ce que
- le contact principal permanent mobile (16) est réalisé en forme de rail de sorte
que celui-ci ne soit relié électriquement avec les contacts principaux permanents
(9, 13) de la dérivation de charge que dans sa position terminale respective,
- il est prévu un disque d'entrainement (23) constitué de deux disques individuels
(23.1, 23.2) qui comportent des engrènements de contact à galets (22.1, 22.2) respectivement
décalés de 120° qui peuvent être mis en prise en fonction de la direction de commutation
avec des galets d'actionnement (25.1, 25.2) montés sur une bielle oscillante (24)
du contact principal permanent mobile (16) de sorte que le contact principal permanent
(16) en forme de rail mobile ne puisse être actionné que par un seul changement de
direction.
2. Commutateur en charge conforme à la revendication 1,
caractérisé en ce que
le contact principal permanent (16) en forme de rail mobile est interchangeable.
3. Commutateur en charge conforme à la revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce que
les contacts principaux permanents fixes (8, 9, 12, 13) sont respectivement constitués
par plusieurs lamelles de contact (8.1, 9.1, 12.1, 13.1) individuelles.
4. Commutateur en charge conforme à la revendication 3,
caractérisé en ce que
- chacune des lamelles de contact (8.1, 9.1, 12.1, 13.1) est respectivement fixée
sur une bielle oscillante élastique (28, 29, 32, 33) qui est montée mobile en rotation
élastiquement autour d'un axe (30, 31, 34, 35),
- les lamelles de contact (8.1, 9.1, 12.1, 13.1) sont de leur côté également articulées
élastiquement sur la bielle oscillante élastique (28, 29, 32, 33) au moyen de ressorts
de contact (10, 11).