[0001] Die Erfindung betrifft eine Möbelanordnung nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1
[0002] Derartige Möbelanordnungen sind bekannt.
[0003] Es ist die Aufgabe der Erfindung, die Funktionalität der gattungsgemäßen Möbelanordnung
zu erweitern und ihren Aufbau einfach zu gestalten.
[0004] Die Erfindung löst diese Aufgabe durch den Gegenstand des Anspruchs 1.
[0005] Vorteilhafte Ausgestaltungen sind den Unteransprüchen zu entnehmen.
[0006] Es ist/sind an einem der Möbelteile von einem der Möbel, insbesondere Schubkästen,
eine oder mehrere der Bedienungseinrichtungen angeordnet und die Eingabe dieser Bedienungseinrichtung(en)
wird auch oder nur zur Ansteuerung von Geräten an anderen Möbeln genutzt. Es wird
somit eine Bedienungseinrichtung an einem Möbelteil auch zur Ansteuerung von Geräten
an anderen Möbeln genutzt, was weitere Bedieneinrichtungen einspart.
[0007] Vorzugsweise sind das oder die elektrischen Geräte Ausstoßvorrichtungen zum Ausstoßen
beweglicher Möbelteile, insbesondere der Schubkästen und dass die Eingabe der Bedienungseinrichtung(en)
werden auch oder nur zur Ansteuerung der Ausstoßvorrichtungen von einem oder anderen
der Möbelteile, insbesondere Schubkästen, dieses Möbels oder eines anderen Möbels
der Möbelanordnung genutzt werden.
[0008] Vorzugsweise ist oder sind zudem (vorzugsweise nur) danach an einem der Schubkästen
eine oder mehrere der Bedienungseinrichtungen angeordnet und die Eingabe dieser Bedienungseinrichtung(en)
wird auch oder nur zur Ansteuerung der Ausstoßvorrichtungen von einem oder mehreren
anderen Schubkästen genutzt, die dann vorzugsweise keine eigene Bedienungseinrichtung
aufweisen. Derart können weitere Bedieneinrichtungen gespart werden, was die Optik
des Möbels verbessert und die Bedienung vereinfacht.
[0009] Vorzugsweise weist eine Koppeleinrichtung zumindest eine erste elektrische Schaltung
am Möbelkorpus auf, die zumindest zur Übertragung elektrischer Energie vom Möbelkorpus
zum beweglichen Möbelteil zur Versorgung einer korrespondierenden zweiten elektrischen
Schaltung am beweglichen Möbelteil ausgelegt ist, und die zweite Schaltung ist zudem
zumindest zur Übertragung von an wenigstens einer Bedienungseinrichtung eingebbaren
Bediendaten oder -signalen zur Schaltung am Möbelkorpus zur Steuerung wenigstens eines
elektrischen Geräts ausgelegt.
[0010] Die Bedienungseinrichtung ist in ihrer einfachsten Form ein Auslöseelement wie ein
Tastschalter.
[0011] Derart kann auf einfache Weise auf mitgeschleppte Kabel zwischen dem Möbelkorpus
und dem beweglichen Möbelteil verzichtet werden und es kann mit einem Bedienelement
am Schubkasten, insbesondere an der Frontblende dennoch ein elektrisches Gerät wie
eine Ausstoßvorrichtung am Möbelkorpus bedient bzw. angesteuert werden.
[0012] Vorzugsweise weist die Koppeleinrichtung Baueinheiten mit Gehäusen mit den korrespondierenden
Koppeleinrichtungen auf, wobei wenigstens eines der Gehäuse oder ein Teil des Gehäuses
begrenzt beweglich am Möbelkorpus oder am beweglichen Möbelteil angeordnet ist. Werden
die Gehäuse zudem mit korrespondierenden, im geschlossenen Zustand des Möbelteils
ineinander greifenden Mitteln versehen, wozu eines der Gehäuse mit wenigstens einer
Einlaufausformung versehen ist und das andere Gehäuse mit einem Ansatz versehen ist,
der dazu ausgelegt ist, im vollständig eingeschobenen Zustand des Schubkastens in
die Einlaufausformung einzutauchen, wird auf einfache Weise sichergestellt, dass trotz
des Spiels des Schubkastens senkrecht zur Schiebebewegung die Gehäuse mit den Koppelmitteln
im geschlossenen Zustand derart relativ zueinander ausgerichtet sind, dass die Energie-
und Datenübertragung mit hoher Funktionssicherheit erfolgt. Damit kann auf eine besonders
paßgenaue Ausgestaltung der relativ zueinander beweglichen Möbelteile verzichtet werden.
Der Begriff des Gehäuses ist nicht zu eng zu fassen. Er umfasst jegliches gehäuse-
aber auch plattenartige Element, das zum Tragen zumindest der Koppelmittel dient.
Das Gehäuse kann aber auch eine vollständige Schaltung aufnehmen oder sogar rundum
einschließen.
[0013] Nachfolgend wird die Erfindung unter Bezug auf die Zeichnung anhand von Ausführungsbeispielen
näher erläutert, wobei auch zahlreiche weitere Optionen zur Ausgestaltung der Erfindung
offenbart werden. Es zeigt:
- Fig. 1
- eine perspektivische Ansicht eines Möbels;
- Fig. 2
- eine vereinfachte, schematisierte Schnittansicht durch ein weiteres Möbel;
- Fig. 3
- eine perspektivische Ansicht von Baueinheiten mit induktiven Koppelelementen in einer
ersten Gebrauchsstellung;
- Fig. 4
- eine Schnittansicht durch die Anordnung aus Fig. 3;
- Fig. 5
- die Einrichtung aus Fig. 3 in einer zweiten Gebrauchsstellung;
- Fig. 6
- eine Schnittansicht durch die Anordnung aus Fig. 5;
- Fig. 7
- eine relativ zu Fig. 6 senkrechte (Teil-) Schnittansicht durch die Anordnung aus Fig.
5 und 6;
- Fig. 8
- ein Impulsdiagram zur Veranschaulichung der bevorzugten Betriebsweise der Vorrichtung
aus Fig, 3;
- Fig. 9
- ein Blockschaltbild eines Erregers; und
- Fig. 10
- ein Blockschaltbild eines Transponders.
[0014] Fig. 1 zeigt ein Möbel 1 mit einem Möbelkorpus 2 und hier drei relativ zum Möbelkorpus
2 beweglichen Möbelteilen, die als ausziehbare und einschiebbare Schubkästen 3, 4,
5 ausgebildet sind.
[0015] An dem hier beispielhaft obersten Schubkasten 3 ist frontseitig - an der Frontblende
6 - wenigstens eine Bedieneinrichtung 7 zur Eingabe von Bedieninformationen angeordnet.
[0016] Diese Bedieneinrichtung 7 kann auf verschiedenste Weise ausgebildet werden, so als
ein einzelner oder mehrere Tastschalter, Kippschalter oder Drehschalter oder aber
als Touchscreen oder dgl.
[0017] Es können auch mehrere der Bedieneinrichtungen 7 vorgesehen sein: so ist es als vorteilhafte
Weiterbildung, die auch als eigenständige Erfindung betrachtet werden kann, anzusehen,
nur an einem der beweglichen Möbelteile, hier dem Schubkasten 3, eine oder mehrere
der Bedieneinrichtungen 7 vorzusehen und diese auch zur Ansteuerung anderer oder weiterer
Möbelteile, hier Schubkästen 4, 5 zu nutzen.
[0018] Jedenfalls eine der Bedieneinrichtungen 7 dient dazu, wenigstens ein im Möbelkorpus
2 angeordnetes elektrisches Gerät anzusteuern, bei dem es sich insbesondere - aber
nicht zwingend - um wenigstens eine elektrische Ausstoßvorrichtung zum Ausstoßen des
beweglichen Möbelteils, aber auch um eine elektrische Einrichtung anderer Art wie
einen sonstigen elektrischen Antrieb aber auch eine elektrische Leuchte oder dgl.
handeln kann. Vorzugsweise ist jedem der Schubkästen eine elektrische Ausstoßvorrichtung
zugeordnet.
[0019] Damit keine mitgeschleppte elektrische Leitung zwischen dem beweglichen Möbelteil
3 und dem Möbelkorpus 2 angeordnet werden muss, ist das Möbel 1 mit einer Koppeleinrichtung
zur drahtlosen Übertragung von elektrischer Energie zwischen dem Möbelkorpus und dem
beweglichen Möbelteil versehen, die zumindest
- zur Übertragung elektrischer Energie insbesondere zur Versorgung eines elektrischen
oder elektronischen Bauteils am beweglichen Möbelteil - insbesondere der Bedieneinrichtung
und einer dieser zugeordneten elektrischen Schaltung am Schubkasten 3 - und
- zur Übertragung von Daten zur Steuerung des wenigstens einen elektrischen Geräts am
Möbelkorpus ausgelegt ist.
[0020] Es ist auch denkbar, dass die Energie- und Datenübertragung über zwei separate Vorrichtungen
erfolgt.
[0021] Die Koppeleinrichtung zur drahtlosen Übertragung von elektrischer Energie umfasst
- siehe die vereinfachte Darstellung der Fig. 2 - eine am Möbelkorpus 2 angeordnete
erste Baueinheit 9 und eine an einem der Schubkästen 3, 4 ,5 angeordnete zweite Baueinheit
10, die mit zusammenwirkenden elektrischen Schaltungen 11, 12 versehen sind, die vorzugsweise
als Erreger und Transponder ausgebildet sind und die vorzugsweise - aber nicht zwingend
- einen Aufbau und eine Funktionalität aufweisen, wie sie dem Diagramm der Fig. 8
und den Blockschaltbildern der Fig. 11 und 12 zu entnehmen ist und wie sie weiter
unten noch näher beschrieben wird.
[0022] Jede der elektrischen Schaltungen 11, 12 weist ein Koppelelement auf, das in bevorzugter
Ausgestaltung als induktives Koppelelement 31, 36 ausgebildet ist. Eine Ausgestaltung
als kapazitives Koppelelement ist alternativ denkbar.
[0023] Als induktive Koppelelemente 31, 36 werden vorzugsweise zwei Spulen 13, 14 verwendet,
welche beispielhaft in Fig. 3 und 4 zu erkennen sind, und die auf entsprechend ausgelegte
Spulenträger aufgewickelt sein können.
[0024] Dabei ist eine der Spulen 13 vorzugsweise an der ersten Baueinheit 9 und die andere
der Spulen 14 an der zweiten Baueinheit 10 angeordnet, d.h., die Spulen 13, 14 sind
relativ zueinander beweglich, da die eine der Spulen 14 zusammen mit dem Schubkasten
ausgezogen und eingeschoben wird (siehe auch Fig. 2, in welcher die ausgezogene Stellung
des Schubkastens 3 dargstellt ist).
[0025] Wesentlich ist, dass die beiden Spulen 13 bzw. 14 derart am Möbelkorpus 2 bzw. am
Schubkasten 3 angeordnet sind, dass zumindest in der vollständig oder fast vollständig
eingeschobenen Stellung des Schubkastens 3 im Möbelkorpus eine Energie- und Datenübertragung
zwischen den Baueinheiten 9, 10 bzw. der Schaltungen 11, 12 der Koppeleinrichtung
möglich ist.
[0026] Im ausgezogenen Zustand des Schubkastens 3 ist dagegen nach der Lehre der Erfindung
eine Energie- und Datenübertragung jedenfalls dann entbehrlich, wenn die wenigstens
eine Bedieneinrichtung 7 zur Ansteuerung einer Möbelausstoßvorrichtung dient, die
lediglich dazu ausgelegt ist, den Schubkastens etwas aus seiner eingeschobenen Stellung
auszustoßen, die aber nicht auch zum Schließen des Schubkastens dient, da dies weiter
manuell durch Einschieben erfolgt.
[0027] Wie aus Fig. 2 zu erkennen, kann die eine der Baueinheiten 9 an der Innenseite der
Möbelkorpusrückwand 15 angeordnet sein und die andere der Baueinheiten 10 beispielsweise
an einer Montagetraverse 16 des Schubkastens 3.
[0028] Die am Möbelkorpus angeordnete Baueinheit 9 ist vorzugsweise über ein Mehrleiterkabel
17 mit der Ausstoßvorrichtung 18 oder einer anderen elektrischen Einrichtung sowie
vorzugsweise (hier nicht dargestellt) mit einem Netzteil verbunden, welches zur Energieversorgung
der Ausstoßvorrichtung und der Schaltung 11 dient.
[0029] Die am oder im Schubkasten 3 angeordnete Baueinheit 10 ist vorzugsweise über ein
Mehrleiterkabel 19 mit der wenigstens einen oder den mehreren Bedieneinrichtung(en
7 verbunden.
[0030] Das Zusammenwirken der Baueinheiten 9, 10 erschließt sich aus einer kombinierten
Betrachtung der Fig. 3 bis 10.
[0031] Wie in Fig. 3 und 4 zu erkennen, weist jede der Baueinheiten 9, 10 vorzugsweise ein
Gehäuse 20, 21 auf, die jeweils am Möbelkorpus und am Schubkasten 2, 3 befestigt werden
(hier nicht dargestellt).
[0032] Dabei ist das Gehäuse 20 mit einer Einlaufausformung 22 versehen und das andere Gehäuse
21 mit einem Ansatz 23, der dazu ausgelegt ist, im vollständig eingeschobenen Zustand
des Schubkastens in die Einlaufausformung 22 einzutauchen (Fig. 5).
[0033] Der Ansatz 23 weist einen Ferritkern 24 auf oder ist als solcher ausgebildet und
erstreckt sich vorzugsweise in dem Gehäuse 21 bis in die Spule 14 der Baueinheit 10.
[0034] Im zusammengeschobenen Zustand - Fig. 5 bis 7 - ragt der Ansatz 23 mit dem Ferritkern
24 in die Spule 13, welche konzentrisch zur Einlaufausformung 22 angeordnet ist.
[0035] Derart wird jedenfalls im vollständig eingeschobenen Zustand des Schubkastens eine
induktiv wirkende Koppeleinrichtung realisiert, die zumindest zur drahtlosen Übertragung
von Versorgungsenergie von der Schaltung 11 am Möbelkorpus zur Schaltung 12 am Schubkasten
3 und zur drahtlosen Übertragung von Daten in umgekehrter Richtung ausgebildet ist
(siehe Figuren 9 und 10).
[0036] Die Gehäuse 20, 21 sind jeweils an Montagemitteln bzw. Befestigungsmitteln wie Bohrungen
oder Langlöchern 25 der Baueinheiten 9, 10 an dem zugeordneten Möbelteil- Möbelkorpus
2 oder Schubkasten 3 montierbar.
[0037] Dabei wird die Anordnung bevorzugt, bei welche die Baueinheit 9 am Möbelkorpus 2
und die Baueinheit 10 am Schubkasten 3 befestigt ist. Die umgekehrte Anordnung wäre
aber ebenfalls denkbar.
[0038] Es ist besonders vorteilhaft, wenn wenigstens eine der Baueinheiten an ihrem zugeordneten
Möbelteil beweglich angeordnet ist. Zu diesem Zweck ist nach Fig. 3 die Baueinheit
9 am Möbelkorpus 2 relativ zu diesem begrenzt beweglich.
[0039] Dies wird in einfacher Weise dadurch erreicht, dass ein mittiger Gehäusebereich 20a
zur Aufnahme der Schaltung 11 der Baueinheit 9 beweglich mit Gehäusebereichen 20b,
c verbunden ist, welche die Montagemittel - hier die Aussparungen 25 - zur Montage
der Baueinheit am Möbelkorpus mittels Schrauben oder dgl. aufweisen.
[0040] Diese Beweglichkeit kann dadurch realisiert werden, dass der Gehäusebereich 20a über
einen oder mehrere Federstege 26 mit Montageplatten 27 verbunden ist, welche die als
die Bereiche 20b, c dienen, welche die Montagemittel 25 aufweisen. Die Beweglichkeit
kann auch durch elastisches Material an sich realisiert werden.
[0041] Bevorzugt ist der Gehäusebereich 20a mittig zwischen den Montageplatten 27 angeordnet
und beidseitig über einen oder mehrere - hier drei - wellenartig geschwungene und
voneinander beabstandete Federstege 26 mit den Montageplatten 27 verbunden, wobei
die beweglichen Federstege 26 gestreckt und gestaucht werden können, was die Beweglichkeit
realisiert.
[0042] Es erscheint zweckmäßig und kostengünstig, das Gehäuse 20 mit den Federstegen 26
und den Montageplatten 27 einstückig herzustellen, und zwar insbesondere aus Kunststoff.
[0043] Die vorstehend beschriebene Anordnung wird auf einfache und dennoch besonders vorteilhafte
Weise dem Effekt gerecht, dass zwischen den relativ zueinander beweglichen Möbelteilen
Möbelkorpus 2 und Schubkasten 3 auch quer zur Verschieberichtung ein gewisses Spiel
vorhanden ist, denn dadurch, dass der Gehäusebereich 20a mit der Spule 13 durch die
Federstege 26 etwas relativ zum Möbelkorpus 2 beweglich ist, wird der Ansatz 23 des
Schubkastens 3 beim Zusammenschieben der relativ beweglichen Möbelteile Möbelkorpus
2 und Schubkasten 3 sicher in die Einlaufausformung 22 geführt, was eine sehr gute
Funktionssicherheit der Anordnung gewährleistet und es ermöglicht, die Koppeleinrichtung
auch an weniger paßgenau bzw. mit mehr Spiel relativ zueinander geführten Möbelteilen
einzusetzen.
[0044] Es ist denkbar, durch eine leicht konische Ausgestaltung des Ansatzes 23 und/oder
der Einlaufausformung 22 die Funktionssicherheit nochmals zu erhöhen. Zudem kann die
Einlaufausformung 22 auch einen etwas größeren Durchmesser aufweisen als der Ansatz
23 mit dem Ferritkern, was die Funktionalität der Schaltungen 11, 12 nicht beeinträchtigt.
Schließlich ist es sogar denkbar, dass die Energie- und Datenübertragung jedenfalls
dann noch gewährleistet wird, wenn der Ferritkern 13 zwar nicht in die Einlaufausformung
13 eintaucht aber sehr nahe zu dieser angeordnet ist, d.h., wenn der Schubkasten 3
versehentlich nicht ganz geschlossen wurde.
[0045] Alternativ könnten die Spulen 13, 14 im eingeschobenen Zustand auch in anderer Weise
relativ zueinander ausgerichtet sein.
[0046] Nach Fig. 9 weist die Schaltung 11 am Möbelkorpus 2, die als Erreger ausgebildet
ist, vorzugsweise eine Stromversorgungseinrichtung 28, einen dieser nachgeschalteten
Oszillator 29, eine dem Oszillator 29 nachgeschaltete Einrichtung zur Impulsaufbereitung
30 und das der Einrichtung 30 nachgeschaltete induktive Koppelelement 31 auf, das
in Fig. 3 durch die Spule 13 gebildet ist.
[0047] Derart kann Energie vom induktiven Koppelelement 31 zu dem korrespondierenden Koppelelement
36 am Schubkasten 3 übertragen werden, die dort dazu genutzt wird, um die Schaltung
12 am Schubkasten, die bevorzugt als Transponder ausgebildet ist, mit elektrischer
Energie zu versorgen. Es wäre theoretisch auch denkbar, neben der Energie auch Daten
zum Transponder zu übertragen, was aber nicht zwingend erforderlich ist.
[0048] In das induktive Koppelement 31 eingekoppelte bzw. vom Transponder drahtlos ausgesendete
und über das Koppelelement 31 empfangene Signale werden vom Koppelelement 31 zu einer
Signalabtastungseinrichtung 32 geleitet, welcher ein Demodulator 33 und eine Einrichtung
zur Signalauswertung 34 nachgeschaltet sind, welche dazu ausgelegt sein kann, in Abhängigkeit
von diesen Signalen einen Verbraucher wie die bereits erwähnte Ausstoßvorrichtung
anzusteuern.
[0049] Eine Steuerungseinrichtung, insbesondere ein Mikrocontroller 35, kann mit einer oder
mehreren der Komponenten der Schaltung versehen sein. Hier ist er mit dem Oszillator
29, der Einrichtung 30 zur Impulsaufbereitung, der Signalabtastungseinrichtung 32,
dem Demodulator 33 und der Einrichtung zur Signalauswertung 34 verbunden.
[0050] Nach Fig. 10 weist die Schaltung 12 am Möbelkorpus 2, die als der Transponder ausgebildet
ist, ein induktives Koppelelement 36 auf, das in Fig. 3 durch die Spule 14 gebildet
ist. Dem induktiven Koppelement 36 sind hier in paralleler Schaltung eine Stromversorgungseinrichtung
37 und eine Impulsabtrennstufe 38 nachgeschaltet, um sowohl die zum Transponder übertragene
Energie als auch die übertragenen Signale voneinander trennen bzw. nutzen zu können.
Die Impulsabtrennstufe 38 ist mit einer Steuerungseinrichtung 39 verbunden, welche
wiederum vorzugsweise als Mikrocontroller ausgebildet ist.
[0051] An einen Eingang der Steuerungseinrichtung 39 ist die Bedieneinrichtung angeschlossen,
der eine Input/Output-Logik 40 zugeordnet ist.
[0052] In Abhängigkeit von der Eingabe an der Bedienungseinrichtung 7 werden von einem der
Stromversorgungseinrichtung 37 und nachgeschalteten und mit der Steuerungseinrichtung
39 verbundenen Modulator 41 Signale an einen diesem nachgeschalteten Oszillator 42
ausgegeben, dessen Signale wiederum an das induktive Koppelelement 36 übertragen werden,
um Steuerungssignale an den Erreger am Möbelkorpus zu senden.
[0053] Derart ist es auf einfache Weise möglich, auf ein mitschleppendes Kabel zwischen
dem Schubkasten 3 und dem Möbelkorpus 2 zu verzichten, da sowohl die Energie- als
auch die Datenübertragung zwischen dem Möbelkorpus 2 und dem Schubkasten 3 drahtlos
erfolgt. Eine analoge Anordnung wäre zwischen einem Möbelkorpus 2 und einem anderen
beweglichen Möbelteil 3, beispielsweise bei einer Drehtür, realisierbar.
[0054] Besonders vorteilhaft - aber nicht zwingend - ist es, wenn nach Art der Fig. 8 die
Datenübertragung S vom Transponder 12 zum Erreger 11 einerseits und die Energieübertragung
E vom Erreger 11 zum Transponder 12 andererseits in zeitlich versetzter Weise in Blöcken
E, S, E erfolgt, da dies die Energieübertragung und die Signalauswertung besonders
einfach und sicher macht.
[0055] Durch die Erfindung wird es möglich, nur an einem der Schubkästen 3 eine Bedienungseinrichtung
vorzusehen und dennoch auch andere Schubkästen 4, 5 im Möbelkorpus anzusteuern. Dies
kann zum Beispiel derart genutzt werden, dass die Bedienungseinrichtung 7 an einem
für den Benutzer gut zugänglichen Schubkasten 3 angeordnet wird und auch dazu genutzt
wird einen etwas weniger einfach zugänglichen - beispielsweise tief oder hoch angeordneten
Schubkasten - z.B. den Schubkasten 5 - ganz oder teilweise zu öffnen.
[0056] Denkbar ist auch, dass die Bedienungseinrichtung 7 des Schubkastens 3 überhaupt nur
dazu genutzt wird, um die Ausstoßvorrichtung 18 eines anderen Schubkastens anzusteuern.
[0057] Weiterhin ist denkbar, dass mittels der Bedienungseinrichtung eines Möbels bewegliche
Möbelteile eines anderen Möbels angesteuert werden. Dies kommt einer feldbusartigen
Vernetzung der Möbel untereinander gleich.
[0058] Die Schaltungen 11, 12 werden vorzugsweise jeweils vollständig in die Baueinheiten
9, 10 bzw. die Gehäuse 20, 21 integriert, an welchen Kontakte 43 oder Steckvorrichtungen
zum Anschluss elektrischer Leiter ausgebildet sein können, was in Fig. 4 angedeutet
ist. Dies ist aber für die Funktion der Schaltungen nicht zwingend erforderlich.
[0059] Beim Schließen und Öffnen wird reibend im Bereich der Elemente 22, 23 ggf. auch eine
Reinigungswirkung zwischen aneinander liegenden Flächen erreicht.
Bezugszeichen
[0060]
- Möbel
- 1
- Möbelkorpus
- 2
- Schubkästen
- 3, 4, 5
- Frontblende
- 6
- Eingabeeinrichtung
- 7
- Koppeleinrichtung
- 8
- erste Baueinheit
- 9
- zweite Baueinheit
- 10
- Schaltungen
- 11, 12
- Spulen
- 13, 14
- Möbelkorpusrückwand
- 15
- Montagetraverse
- 16
- Mehrleiterkabel
- 17
- Ausstoßvorrichtung
- 18
- Mehrleiterkabel
- 19
- Gehäuse
- 20, 21
- Einlaufausformung
- 22
- Ansatz
- 23
- Stift
- 24
- Befestigungsmittel
- 25
- Federstege
- 26
- Montageplatten
- 27
- Stromversorgungseinrichtung
- 28
- Oszillator
- 29
- Einrichtung zur Impulsaufbereitung
- 30
- Koppelelement
- 31
- Signalabtastungseinrichtung
- 32
- Demodulator
- 33
- Einrichtung zur Signalauswertung
- 34
- Mikrocontroller
- 35
- Koppelelement
- 36
- Stromversorgungseinrichtung
- 37
- Impulsabtrennstufe
- 38
- Steuerungseinrichtung
- 39
- Input/Output-Logik
- 40
- Modulator
- 41
- Oszillator
- 42
- Datenübertragung
- S
- Energieübertragung
- E
1. Möbelanordnung mit mehreren Möbeln (1) mit jeweils einem Möbelkorpus (2) und mehreren
relativ zum Möbelkorpus (2) beweglichen Möbelteilen, insbesondere Schubkästen (3),
und mit einer Bedienungseinrichtung (7) zur Eingabe von Bedieninformationen, dadurch gekennzeichnet, dass an einem der Möbelteile von einem der Möbel, insbesondere Schubkästen (3), eine oder
mehrere der Bedienungseinrichtungen (7) angeordnet ist/sind und dass die Eingabe dieser
Bedienungseinrichtung(en) (7) auch oder nur zur Ansteuerung von Geräten an anderen
Möbeln genutzt wird.
2. Möbelanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das oder die elektrischen Geräte Ausstoßvorrichtungen zum Ausstoßen beweglicher Möbelteile,
insbesondere der Schubkästen (3), sind und dass die Eingabe der Bedienungseinrichtung(en)
(7) auch oder nur zur Ansteuerung der Ausstoßvorrichtungen von einem oder mehreren
anderen der Möbelteile, insbesondere Schubkästen, dieses Möbels oder eines anderen
Möbels der Möbelanordnung genutzt werden.
3. Möbelanordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Bedieninformationen Bediendaten oder -signale für eine Schaltung (11) zur Steuerung
des elektrischen Geräts, insbesondere der Ausstoßvorrichtung sind.
4. Möbelanordnung nach Anspruch 1, 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet, dass die Möbel folgendes aufweisen: eine Koppeleinrichtung zur drahtlosen Übertragung
von elektrischer Energie zwischen dem Möbelkorpus (2) und dem wenigstens einen beweglichen
Möbelteil (3), wobei die Koppeleinrichtung zumindest folgendes aufweist:
a) eine erste elektrische Schaltung (11) am Möbelkorpus,
b) eine zweite elektrische Schaltung (12) am beweglichen Möbelteil (3),
c) wobei die erste elektrische Schaltung (11) zumindest zur Übertragung elektrischer
Energie vom Möbelkorpus zum beweglichen Möbelteil (3) zur Versorgung der korrespondierenden
zweiten elektrischen Schaltung (11) am beweglichen Möbelteil ausgelegt ist, und
d) wobei die zweite Schaltung (12) zumindest zur Übertragung von an wenigstens einer
Bedienungseinrichtung (7) eingebbaren Bediendaten oder -signalen zur Schaltung (11)
am Möbelkorpus (2) zur Steuerung wenigstens eines elektrischen Geräts ausgelegt ist.
5. Möbelanordnung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass jedem der Schubkästen eine der Ausstoßvorrichtungen (18) zugeordnet ist.
6. Möbelanordnung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Koppeleinrichtung induktiv wirkend ausgelegt ist.
7. Möbelanordnung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die induktiv wirkende Koppeleinrichtung zur Daten- und Energieübertragung nur im
eingeschobenen Zustand des Schubkastens (3) ausgelegt ist.
8. Möbelanordnung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Koppeleinrichtung zur drahtlosen Übertragung von elektrischer Energie folgendes
aufweist: eine am Möbelkorpus (2) angeordnete erste Baueinheit (9) und eine an einem
der Schubkästen (3, 4, 5) angeordnete zweite Baueinheit (10), die jeweils mit den
zusammenwirkenden elektrischen Schaltungen (11, 12) mit Koppelelementen (31, 36) versehen
sind.