[0001] Die Erfindung betrifft eine Dämmplattenanordnung, insbesondere Stufen-Dämmplatte,
sowie eine Dämmvorrichtung zur akustischen teilweisen, vorzugsweise vollständigen
Trennung von Räumen.
[0002] Dämmplatten sind aus dem Stand der Technik grundsätzlich bekannt. Häufig werden Dämmplatten
dazu verwendet, um Räume in einem Gebäude akustisch teilweise, vorzugsweise vollständig
voneinander zu trennen. Dazu werden die Dämmplatten beispielsweise an eine zwei Räume
eines Gebäudes trennende Wand zur zusätzlichen Schalldämmung gelegt. Die
EP 0 966 579 B1 beschreibt ein schalldämmendes Flächenbauelement mit einem Flächenelement aus Wellpappe,
welches eng benachbarte und zueinander parallele Kanalräume aufweist, die mit einem
Füllstoff gefüllt sind. Die Wellpappe ist an ihren beiden offenen Endflächen verschlossen
und das Wellpappe-Flächenelement weist zwei miteinander verbundene Wellenbahnen auf,
wobei sich die Kanalräume der benachbarten Wellenbahnen kreuzen. Als Füllstoff dient
ein in den Kanalräumen angeordnetes Sandmaterial sowie ein Pulvermaterial.
[0003] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Dämmplattenanordnung zu schaffen,
mittels der mehrere Dämmplatten besonders einfach und für das akustische teilweise,
vorzugsweise vollständige Trennen von Räumen zweckmäßig verlegt werden können, und
die Verarbeitung insgesamt effizienter wird.
[0004] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch eine Dämmplattenanordnung der eingangs
genannten Art, welche umfasst: ein erstes Plattenelement und ein zweites Plattenelement,
wobei eine Plattenaußenfläche des ersten Plattenelements an einer Plattenaußenfläche
des zweiten Plattenelements anliegt und die Plattenaußenflächen flächig aneinander
befestigt sind, und wobei eine Kante des ersten Plattenelements in Erstreckungsrichtung
des Plattenelements gesehen versetzt zu einer Kante des zweiten Plattenelements ist.
[0005] Die vorliegende Erfindung hat erkannt, dass die bekannten Dämmplatten mehrere Nachteile
aufweisen. Zum einen müssen die bekannten Dämmplatten, welche häufig quaderförmig
ausgebildet sind, an ihren Kanten flächig aneinandergereiht werden, damit eine ausreichende
Schalldämmwirkung erzielt wird und freie Zwischenräume zwischen den Dämmplatten vermieden
werden. Dies ist jedoch ohne handwerkliches Geschick nur beim Anlegen der Dämmplatten
an glatten Grundflächen möglich. Beim Verlegen der Dämmplatten an gekrümmten Flächen
liegen die einander zugewandten Kanten-Außenflächen der Dämmplatten nicht mehr flächig
aneinander. Selbst bei einem geringen Winkel zwischen den aneinander liegenden Platten
liegen die aneinander zugewandten Kanten-Außenflächen der Dämmplatten nicht flächig
aneinander und die Schalldämmwirkung wird erheblich beeinträchtigt. Somit ist das
Verlegen der bekannten Dämmplatten häufig schwierig und mit handwerklichem Geschick
verbunden. Auch mit viel Geschick wird häufig nur ein unzureichendes Ergebnis erzielt.
[0006] Ein Vorteil der Erfindung besteht darin, dass die erfindungsgemäße Dämmplattenanordnung
ermöglicht, mehrere Dämmplattenanordnungen einfach ohne handwerkliches Geschick durch
Aneinanderreihen zu verlegen. Bevorzugt werden die Dämmplattenanordnungen korrespondierend
zu einander ausgebildet. Dazu können die versetzten Kanten der Dämmplattenanordnungen
korrespondierend zu versetzten Kanten einer weiteren Dämmplattenanordnung ausgebildet
sein, so dass die beiden Dämmplattenanordnungen einfach und ohne handwerkliches Geschick
aneinandergelegt werden können, wobei die versetzten Kanten jeweils als zueinander
korrespondierende Anschläge dienen. Ein weiterer Vorteil der erfindungsgemäßen Dämmplattenanordnung
besteht darin, dass diese sowohl für die Trittschalldämmung als auch für die Luftschalldämmung
verwendet werden kann. Die erfindungsgemäße Dämmplattenanordnung kann zudem als schalldämmender
Estrich, vorzugsweise Trockenestrich verwendet werden.
[0007] Bevorzugt ist das erste und/oder zweite Plattenelement als quaderförmige, flache
Dämmplatten ausgeführt. Unter dem Begriff Plattenaußenfläche des ersten Plattenelements
und Plattenaußenfläche des zweiten Plattenelements sind im Rahmen der vorliegenden
Erfindung beispielsweise die rechteckigen großen Grundflächen der Dämmplatten zu verstehen.
[0008] Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform der erfindungsgemäßen Dämmplattenanordnung
weisen die aneinander liegenden Plattenaußenflächen des ersten und zweiten Plattenelements
gleiche Abmessungen auf, wobei das zweite Plattenelement parallel versetzt zu dem
ersten Plattenelement angeordnet ist. Dadurch kann eine besonders einfache und gleichzeitig
zweckmäßige und schnell zu verarbeiternde Anordnung zweier Plattenelemente erfolgen,
die einen erfindungsgemäßen Aufbau aufweisen und bei denen die versetzten Kante durch
zwei parallel zueinander versetzte Platten gleicher Abmessung erzielt werden.
[0009] Nach einer weiteren erfindungsgemäßen Ausführungsvariante der Plattenanordnung umfasst
das erste Plattenelement eine mechanisch belastbare Platte, wie zum Beispiel eine
Gipskartonplatte, Faserzementplatte, Brandschutzplatte oder Platten mit vergleichbaren
mechanischen Eigenschaften, eine Wärmedämmplatte oder eine Holzwerkstoffplatte und
das zweite Plattenelement eine Wellpappe. Dadurch wird eine besonders vorteilhafte
Hybridfunktion der Dämmplattenanordnung erzielt. Zum einen wird die akustische Dämmwirkung
durch das zweite Plattenelement mit einer entsprechend ausgeführten Wellpappe, bevorzugt
auf einer dem Innenraum eines Gebäuderaums abgewandten Seite der Dämmplattenanordnung,
entfaltet. Zudem kann die Gipskartonplatte, welche bevorzugt an einer dem Innenraum
eines Gebäuderaums zugewandten Seite der Dämmplattenanordnung angeordnet ist, als
Verkleidung der Dämmplattenanordnung dienen. Somit können die bekannten Vorteile von
Gipskartonplatten bzw. den anderen angeführten Plattenausführungen, beispielsweise
für den Innenausbau von Gebäuden, genutzt werden.
[0010] Alternativ kann das erste und oder zweite Plattenelement und gfs. weitere Plattenelemente
auch aus einem Wabenstrukturmaterial (honeycomb material) gefertigt sein, insbesondere
mit Wabenwänden aus einem Holzwerkstoff wie Pappe oder Papier.
[0011] Nach einer weiteren Ausführungsform der erfindungsgemäßen Dämmplattenanordnung umfasst
das erste und/oder zweite Plattenelement eine Wellpappe. Dadurch wird ein besonders
einfacher Aufbau und Verarbeitungsmöglichkeit der erfindungsgemäßen Dämmplattenanordnung
erzielt.
[0012] In einer weiteren Ausführungsform der erfindungsgemäßen Dämmplattenanordnung umfasst
diese ein innerhalb der Wellpappe befindliches Füllmaterial, insbesondere Sand. Dadurch
werden die akustischen Dämmeigenschaften der Wellpappe verbessert. Die Wellpappe gewinnt
an Masse, wodurch die Absorption etwaiger auf die Dämmplattenanordnung treffenden
Schallwellen erhöht wird. Insbesondere bei der Verwendung von Sand als Füllmaterial,
wird die Absorption von auf die Dämmplatte treffenden Schallwellen verbessert. Unter
dem Begriff Sand ist im Rahmen der vorliegenden Erfindung ein aus einzelnen Partikeln
bestehendes unverfestigtes Partikelmaterial in verdichteter oder unverdichteter Form
zu verstehen, bei dem die Partikel einen Korngrößenbereich von 0,01 bis 2 mm aufweisen.
[0013] In einer anderen bevorzugten Ausführungsvariante der erfindungsgemäßen Dämmplattenanordnung
weist die Wellpappe zumindest zwei Wellbahnen auf. Dadurch wird ein zusätzlicher Schalldämmeffekt
erzielt und gleichzeitig die Stabilität der Wellpappe erhöht. Zudem bieten sich weitere
Räume für das Befüllen mit Füllmaterial.
[0014] Nach einer anderen zweckmäßigen Ausführungsform der erfindungsgemäßen Dämmplattenanordnung
mit zwei Wellbahnen umfasst diese ein zwischen den Wellbahnen angeordnetes Trennelement,
insbesondere eine glatte Papierbahn. Dadurch werden die akustischen Dämmeigenschaften
der Dämmplatte zusätzlich verbessert. Eine Dämmplattenanordnung dieser Art ist im
Rahmen der vorliegenden Erfindung zu verstehen als Doppel- oder Mehrfachwellplatte,
welche quer zur Erstreckungsrichtung gesehen aufweist: eine Außendecke in Form einer
Papierbahn, eine Wellbahn, eine Zwischendecke in Form einer Papierbahn, eine zweite
Wellbahn und eine weitere Außendecke in Form einer Papierbahn. In einer anderen vorteilhaften
Ausführungsform der erfindungsgemäßen Dämmplattenanordnung ist das Füllmaterial in
durch die Wellbahnen gebildeten Kanälen angeordnet. Die Wellbahnen bilden bevorzugt
mit den Zwischen- und Außendecken Kanäle. Im Herstellungsprozess kann das Füllmaterial
z. B. Sand in Kanalerstreckungsrichtung beispielsweise von oben in die Kanäle eingefüllt
werden. Die Enden der Kanäle werden daraufhin mittels Decken beispielsweise in Form
von verklebten Papierbahnen / Klebebänder verschlossen.
[0015] Nach einer weiteren Ausführungsform der erfindungsgemäßen Dämmplattenanordnung sind
die Plattenelemente mittels eines Klebemittels, insbesondere Leim, aneinander befestigt.
Damit wird ein besonders einfaches Mittel zur flächigen Befestigung der Plattenelemente
aneinander erzielt. Insbesondere bei der Verwendung von Wellpappen als Plattenelemente
ist die Befestigung mittels eines Klebemittels besonders zweckmäßig, rationell und
für den Verwendungszweck der Dämmplattenanordnung sinnvoll.
[0016] Die erfindungsgemäße Dämmplattenanordnung kann weiter fortgebildet werden durch ein
drittes und gfs. viertes Plattenelement, wobei eine, vorzugsweise zwei Kanten des
zweiten Plattenelements versetzt zu entsprechend parallel liegenden Kanten des ersten
Plattenelements sind, eine, vorzugsweise zwei Kanten des dritten Plattenelements versetzt
zu entsprechend parallel liegenden Kanten des zweiten Plattenelements sind, und gfs.
eine, vorzugsweise zwei Kanten des vierten Plattenelements versetzt zu entsprechend
parallel liegenden Kanten des dritten Plattenelements sind. Mit dieser Fortbildung
wird eine größere Wandstärke bei zugleich sicherer und schalldichter Verbindung zweier
Dämmplatten miteinander erreicht. Zudem können die erfindungsgemäßen Dämmplatten auf
Grundlage eines Plattenausgangsmaterials in bis zu drei unterschiedlichen Gesamtstärken
aufgebaut und hergestellt werden, wobei durch modulare Fertigungsweise eine effiziente
Herstellung erreicht wird.
[0017] Dabei ist es bevorzugt, dass die Versatzrichtung zwischen den Kanten des ersten und
zweiten Plattenelements übereinstimmend mit der Versatzrichtung zwischen den Kanten
des zweiten und dritten Plattenelements und gfs. zwischen den Kanten des dritten und
vierten Plattenelements ist. Hierdurch wird ein gestufter Aufbau ohne Hinterschnitte
erzielt, der eine einfache Verarbeitung gewährleistet
[0018] Die erfindungsgemäße Dämmplattenanordnung kann weiter fortgebildet werden durch eine
durchbruchhemmende, insbesondere durchschusshemmende Schicht zwischen zwei Plattenelementen.
Mit dieser Fortbildung wird eine weitere Funktion in die Dämmplattenanordnung integriert,
was den zusätzlichen verarbeitungsschritt für eine separate Aufbringung einer Schicht
mit einer solchen Funktion im Zuge des Bauvorgangs im Rohbau vermeidet und zudem ein
ästhetisch ansprechendes Ergebnis mit kaschierter Zusatzfunktion erzielt. Die durchschusshemmende
Schicht kann insbesondere ein oder mehrere Fasergeflechte, insbesondere Metalldraht
gitter oder -gewebe oder gewirkte oder gewebte Kunstfaserlagen umfassen, wie beispielsweise
Kevlargewebe.
[0019] Die Eingangs genannte Aufgabe wird zudem gelöst durch eine Dämmvorrichtung zur akustischen
teilweisen, vorzugsweise vollständigen Trennung von Räumen, umfassend: wenigstens
eine erste und zweite Dämmplattenanordnung der vorstehend genannten Art, welche derart
aneinanderreihbar sind, dass das erste Plattenelement der zweiten Dämmplattenanordnung
in Erstreckungsrichtung an das erste Plattenelement der zweiten Dämmplattenanordnung
gereiht ist und das erste Plattenelement der ersten Dämmplattenanordnung mit dem zweiten
Plattenelement der zweiten Dämmplattenanordnung quer zur Erstreckungsrichtung gesehen
in einem Teilbereich überlappt. Dadurch wird eine besonders zweckmäßige und vorteilhafte
Aneinanderreihung mehrerer erfindungsgemäßer Dämmplattenanordnungen erzielt. Zum einen
bildet das erste Plattenelement der ersten Dämmplattenanordnung ein Anschlagelement
für das erste Plattenelement der zweiten Dämmplattenanordnung und das zweite Plattenelement
der ersten Dämmplattenanordnung ein Anschlagelement für das zweite Plattenelement
der zweiten Dämmplattenanordnung. Durch das Überlappen des ersten Plattenelements
der ersten Dämmplattenanordnung mit dem zweiten Plattenelement der zweiten Dämmplattenanordnung
ist eine ausreichende und gleichbleibende akustische Dämmung im Übergangsbereich zwischen
zwei Dämmplattenanordnungen sichergestellt.
[0020] Die erfindungsgemäße Dämmplatte kann auf verschiedene Unterkonstruktionen aufgebracht
und montiert werden, insbesondere direkt auf eine gemauerte Wandstruktur, Betonwände
oder -boden, Putz, Metall- oder Holzstrukturen oder -konstruktionen. Der Versatz der
Plattenelemente kann in einem weiten Bereich varriert werden, insbesondere zwischen
10mm und 100mm.
[0021] Bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung werden anhand der beiliegenden Figuren
erläutert. Es zeigen:
- Figur 1
- ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Dämmplattenanordnung,
- Figur 2
- ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Dämmvorrichtung, und
- Figur 3
- eine Schnittansicht einer erfindungsgemäßen Dämmplattenanordnung,
[0022] Figur 1 zeigt eine Dämmplattenanordnung 1 in einer perspektivischen Ansicht. Ein
erstes Plattenelement 2 ist als quaderförmige Dämmplatte 3 ausgebildet und ein zweites
Plattenelement 4 ist als quaderförmige Dämmplatte 5 ausgebildet. Eine dem Betrachter
abgewandte Plattenaußenfläche des ersten Plattenelements 2 liegt an einer Plattenaußenfläche
6 des zweiten Plattenelements 4 an. Die aneinander liegenden Bereichen der Plattenaußenfläche
sind mittels eines Leims flächig fest miteinander verbunden.
[0023] Das erste Plattenelement 2 und das zweite Plattenelement 4 weisen im Wesentlichen
gleiche Abmessungen auf. Das heißt, zumindest die Grundfläche 7 des ersten Plattenelements
2 sowie die Plattenaußenfläche 6 des zweiten Plattenelement 4 weisen eine gleiche
Höhen- und Breitenabmessung auf. Dabei ist das zweite Plattenelement 4 parallel versetzt
zu dem ersten Plattenelement 2 angeordnet, so dass eine Kante 10 des ersten Plattenelements
2 in einer Richtung 9 versetzt zu einer zur Kante 10 parallelen Kante 12 des zweiten
Plattenelements 4 angeordnet ist. Dabei entsteht ein Versatz 60 zwischen dem ersten
Plattenelement 2 und dem zweiten Plattenelement 4 in Richtung 9. Zudem ist eine Kante
14 des ersten Plattenelements 2 in einer Richtung 8 versetzt zu einer zur Kante 14
parallelen Kante 16 des zweiten Plattenelements 4 angeordnet. Dabei entsteht ein Versatz
64 zwischen dem ersten Plattenelement 2 und dem zweiten Plattenelement 4 in Richtung
8. Das erste Plattenelement 2 bildet eine einem Gebäudeinnenraum zugewandte Dämmplatte
3 der Dämmplattenanordnung 1, welche als Gipskartonplatte 17 ausgebildet ist. Das
zweite Plattenelement 4 bildet eine Dämmplatte 5, welche an einer einem Gebäudeinnenraum
abgewandten Seite der Dämmplattenanordnung 1 angeordnet und als Wellpappe 18 ausgebildet
ist.
[0024] Figur 2 zeigt eine Dämmvorrichtung 20 zur akustischen Trennung von Räumen mit einer
ersten Dämmplattenanordnung 22 und einer zweiten Dämmplattenanordnung 21. Die erste
und zweite Dämmplattenanordnung sind jeweils wie die in Figur 1 gezeigte Dämmplattenanordnung
1 ausgebildet. Figur 2 zeigt eine Aneinanderreihung der ersten und zweiten Dämmplattenanordnung,
wobei ein erstes Plattenelement 26 der ersten Dämmplattenanordnung 22 in Erstreckungsrichtung
25 gesehen an ein erstes Plattenelement 23 der zweiten Dämmplattenanordnung 21 gereiht
ist. Zudem ist ein zweites Plattenelement 29 der ersten Dämmplattenanordnung 22 in
Erstreckungsrichtung 25 gesehen an ein zweites Plattenelement 28 der zweiten Dämmplattenanordnung
21 gereiht. In Betrachtungsrichtung gesehen überlappt dabei das erste Plattenelement
26 der ersten Dämmplattenanordnung 22 in einem Teilbereich 30 mit dem zweiten Plattenelement
28 der zweiten Dämmplattenanordnung 21. In dem Überlappbereich können die Dämmplattenanordnungen
22 und 21 mittels eines Klebemittels, beispielsweise eines Leims fest miteinander
verbunden werden. Entsprechend können weitere Dämmplattenanordnungen an die in Figur
2 gezeigte Dämmvorrichtung 20 angereiht werden.
[0025] Figur 3 zeigt eine Schnittansicht einer erfindungsgemäßen Dämmplattenanordnung 40
mit einem ersten Plattenelement 41 und einem zweiten Plattenelement 42. Das erste
Plattenelement 41 bzw. das zweite Plattenelement 42 wird jeweils durch eine Doppelwellpappe
43 bzw. 44 gebildet. Dabei weist das erste Plattenelement 41 zwei Wellbahnen 45 und
46 und das zweite Plattenelement 42 zwei Wellbahnen 47 und 48 auf. Zwischen den Wellbahnen
eines Plattenelements befindet sich ein als glatte Papierbahn oder Karton ausgebildetes
Trennelement 49 bzw. 50. Nach außen werden die Wellbahnen dabei durch glatte Papierbahnen
51 bzw. 52 begrenzt.
[0026] Die Wellbahnen bilden sich in Betrachtungsrichtung erstreckende Kanäle 55 bzw. 56.
Ein als Sand ausgebildetes Füllmaterial 57 bzw. 58 befindet sich in den Kanalräumen
55 bzw. 56.
1. Dämmplattenanordnung, insbesondere Stufen-Dämmplatte, zur akustischen teilweisen,
vorzugsweise vollständigen Trennung von Räumen, umfassend:
- ein erstes Plattenelement (2) und
- ein zweites Plattenelement (4),
- wobei eine Plattenaußenfläche des ersten Plattenelements an einer Plattenaußenfläche
(6) des zweiten Plattenelements (4) anliegt und die Plattenaußenflächen flächig aneinander
befestigt sind, und
- wobei eine Kante (10; 14) des ersten Plattenelements (2) in Erstreckungsrichtung
des Plattenelements gesehen versetzt zu einer Kante (12; 16) des zweiten Plattenelements
(4) ist.
2. Dämmplattenanordnung nach Anspruch 1,
- wobei die aneinander anliegenden Plattenaußenflächen des ersten und zweiten Plattenelements
gleiche Abmessungen aufweisen und das zweite Plattenelement (4) parallel versetzt
zu dem ersten Plattenelement (2) angeordnet ist.
3. Dämmplattenanordnung nach Anspruch 1 oder 2,
wobei das erste Plattenelement (2) eine mechanisch belastbare Platte (17), wie zum
Beispiel eine Gipskartonplatte, Faserzementplatte, Brandschutzplatte oder Platten
mit vergleichbaren mechanischen Eigenschaften, eine Wärmedämmplatte oder eine Holzwerkstoffplatte
und das zweite Plattenelement (4) eine Wellpappe (18) umfasst.
4. Dämmplattenanordnung nach einem der vorstehenden Ansprüche 1 oder 2, wobei das erste
und/oder zweite Plattenelement eine Wellpappe (43, 44) oder Wabenpappe umfasst.
5. Dämmplattenanordnung nach Anspruch 3 oder 4, umfassend:
ein innerhalb der Wellpappe bzw. Wabenpappe befindliches loses oder verdichtetes Füllmaterial
(57, 58), insbesondere Sand.
6. Dämmplattenanordnung nach einem der vorstehenden Ansprüche 3-5,
wobei die Wellpappe zumindest zwei Wellbahnen (45, 46; 47, 48) aufweist.
7. Dämmplattenanordnung nach Anspruch 6, umfassend:
ein zwischen den Wellbahnen (45, 46; 47, 48) angeordnetes Trennelement (49, 50), insbesondere
eine glatte Papierbahn.
8. Dämmplattenanordnung nach einem der vorstehenden Ansprüche 3-7,
wobei das Füllmaterial in durch die Wellbahnen (45, 46; 47, 48) gebildeten Kanälen
(55, 56) angeordnet ist.
9. Dämmplattenanordnung nach einem der vorstehenden Ansprüche,
wobei die Plattenelemente mittels eines Klebemittels, insbesondere Leim, aneinander
befestigt sind.
10. Dämmplattenanordnung nach einem der vorstehenden Ansprüche,
gekennzeichnet durch ein drittes und gfs. viertes Plattenelement, wobei
- eine, vorzugsweise zwei Kanten des zweiten Plattenelements versetzt zu entsprechend
parallel liegenden Kanten des ersten Plattenelements sind,
- eine, vorzugsweise zwei Kanten des dritten Plattenelements versetzt zu entsprechend
parallel liegenden Kanten des zweiten Plattenelements sind, und gfs.
- eine, vorzugsweise zwei Kanten des vierten Plattenelements versetzt zu entsprechend
parallel liegenden Kanten des drittenPlattenelements sind,
11. Dämmplattenanordnung nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet, dass die Versatzrichtung zwischen den Kanten des ersten und zweiten Plattenelements übereinstimmend
mit der Versatzrichtung zwischen den Kanten des zweiten und dritten Plattenelements
und gfs. zwischen den Kanten des dritten und vierten Plattenelements ist.
12. Dämmplattenanordnung nach einem der vorstehenden Ansprüche,
gekennzeichnet durch eine durchbruchhemmende, insbesondere durchschusshemmende Schicht zwischen zwei Plattenelementen.
13. Dämmvorrichtung zur akustischen teilweisen, vorzugsweise vollständigen Trennung von
Räumen, umfassend:
wenigstens eine erste (22) und zweite Dämmplattenanordnung (21) nach einem der vorstehenden
Ansprüche 1-8, welche derart aneinander-reihbar sind, dass
- das erstes Plattenelement (26) der ersten Dämmplattenanordnung (22) in Erstreckungsrichtung
(25) an das erste Plattenelement (23) der zweiten Dämmplattenanordnung (21) gereiht
ist und
- das erste Plattenelement (26) der ersten Dämmplattenanordnung (22) mit dem zweiten
Plattenelement (28) der zweiten Dämmplattenanordnung (21) quer zur Erstreckungsrichtung
gesehen in einem Teilbereich (30) überlappt.