(19)
(11) EP 2 570 560 A2

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
20.03.2013  Patentblatt  2013/12

(21) Anmeldenummer: 12184393.2

(22) Anmeldetag:  14.09.2012
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
E04B 1/90(2006.01)
E04C 2/24(2006.01)
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR
Benannte Erstreckungsstaaten:
BA ME

(30) Priorität: 14.09.2011 DE 202011105663 U

(71) Anmelder: Dasse, Jörn
22397 Hamburg (DE)

(72) Erfinder:
  • Dasse, Jörn
    22397 Hamburg (DE)

(74) Vertreter: Eisenführ, Speiser & Partner 
Johannes-Brahms-Platz 1
20355 Hamburg
20355 Hamburg (DE)

   


(54) Dämmplattenanordnung, insbesondere Stufen-Dämmplatte, und Dämmvorrichtung


(57) Dämmplattenanordnung, insbesondere Stufen-Dämmplatte, zur akustischen teilweisen, vorzugsweise vollständigen Trennung von Räumen, umfassend: ein erstes Plattenelement und ein zweites Plattenelement, wobei eine Plattenaußenfläche des ersten Plattenelements an einer Plattenaußenfläche des zweiten Plattenelements anliegt und die Plattenaußenflächen flächig aneinander befestigt sind, und wobei eine Kante des ersten Plattenelements in Erstreckungsrichtung des Plattenelements gesehen versetzt zu einer Kante des zweiten Plattenelements ist.




Beschreibung


[0001] Die Erfindung betrifft eine Dämmplattenanordnung, insbesondere Stufen-Dämmplatte, sowie eine Dämmvorrichtung zur akustischen teilweisen, vorzugsweise vollständigen Trennung von Räumen.

[0002] Dämmplatten sind aus dem Stand der Technik grundsätzlich bekannt. Häufig werden Dämmplatten dazu verwendet, um Räume in einem Gebäude akustisch teilweise, vorzugsweise vollständig voneinander zu trennen. Dazu werden die Dämmplatten beispielsweise an eine zwei Räume eines Gebäudes trennende Wand zur zusätzlichen Schalldämmung gelegt. Die EP 0 966 579 B1 beschreibt ein schalldämmendes Flächenbauelement mit einem Flächenelement aus Wellpappe, welches eng benachbarte und zueinander parallele Kanalräume aufweist, die mit einem Füllstoff gefüllt sind. Die Wellpappe ist an ihren beiden offenen Endflächen verschlossen und das Wellpappe-Flächenelement weist zwei miteinander verbundene Wellenbahnen auf, wobei sich die Kanalräume der benachbarten Wellenbahnen kreuzen. Als Füllstoff dient ein in den Kanalräumen angeordnetes Sandmaterial sowie ein Pulvermaterial.

[0003] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Dämmplattenanordnung zu schaffen, mittels der mehrere Dämmplatten besonders einfach und für das akustische teilweise, vorzugsweise vollständige Trennen von Räumen zweckmäßig verlegt werden können, und die Verarbeitung insgesamt effizienter wird.

[0004] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch eine Dämmplattenanordnung der eingangs genannten Art, welche umfasst: ein erstes Plattenelement und ein zweites Plattenelement, wobei eine Plattenaußenfläche des ersten Plattenelements an einer Plattenaußenfläche des zweiten Plattenelements anliegt und die Plattenaußenflächen flächig aneinander befestigt sind, und wobei eine Kante des ersten Plattenelements in Erstreckungsrichtung des Plattenelements gesehen versetzt zu einer Kante des zweiten Plattenelements ist.

[0005] Die vorliegende Erfindung hat erkannt, dass die bekannten Dämmplatten mehrere Nachteile aufweisen. Zum einen müssen die bekannten Dämmplatten, welche häufig quaderförmig ausgebildet sind, an ihren Kanten flächig aneinandergereiht werden, damit eine ausreichende Schalldämmwirkung erzielt wird und freie Zwischenräume zwischen den Dämmplatten vermieden werden. Dies ist jedoch ohne handwerkliches Geschick nur beim Anlegen der Dämmplatten an glatten Grundflächen möglich. Beim Verlegen der Dämmplatten an gekrümmten Flächen liegen die einander zugewandten Kanten-Außenflächen der Dämmplatten nicht mehr flächig aneinander. Selbst bei einem geringen Winkel zwischen den aneinander liegenden Platten liegen die aneinander zugewandten Kanten-Außenflächen der Dämmplatten nicht flächig aneinander und die Schalldämmwirkung wird erheblich beeinträchtigt. Somit ist das Verlegen der bekannten Dämmplatten häufig schwierig und mit handwerklichem Geschick verbunden. Auch mit viel Geschick wird häufig nur ein unzureichendes Ergebnis erzielt.

[0006] Ein Vorteil der Erfindung besteht darin, dass die erfindungsgemäße Dämmplattenanordnung ermöglicht, mehrere Dämmplattenanordnungen einfach ohne handwerkliches Geschick durch Aneinanderreihen zu verlegen. Bevorzugt werden die Dämmplattenanordnungen korrespondierend zu einander ausgebildet. Dazu können die versetzten Kanten der Dämmplattenanordnungen korrespondierend zu versetzten Kanten einer weiteren Dämmplattenanordnung ausgebildet sein, so dass die beiden Dämmplattenanordnungen einfach und ohne handwerkliches Geschick aneinandergelegt werden können, wobei die versetzten Kanten jeweils als zueinander korrespondierende Anschläge dienen. Ein weiterer Vorteil der erfindungsgemäßen Dämmplattenanordnung besteht darin, dass diese sowohl für die Trittschalldämmung als auch für die Luftschalldämmung verwendet werden kann. Die erfindungsgemäße Dämmplattenanordnung kann zudem als schalldämmender Estrich, vorzugsweise Trockenestrich verwendet werden.

[0007] Bevorzugt ist das erste und/oder zweite Plattenelement als quaderförmige, flache Dämmplatten ausgeführt. Unter dem Begriff Plattenaußenfläche des ersten Plattenelements und Plattenaußenfläche des zweiten Plattenelements sind im Rahmen der vorliegenden Erfindung beispielsweise die rechteckigen großen Grundflächen der Dämmplatten zu verstehen.

[0008] Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform der erfindungsgemäßen Dämmplattenanordnung weisen die aneinander liegenden Plattenaußenflächen des ersten und zweiten Plattenelements gleiche Abmessungen auf, wobei das zweite Plattenelement parallel versetzt zu dem ersten Plattenelement angeordnet ist. Dadurch kann eine besonders einfache und gleichzeitig zweckmäßige und schnell zu verarbeiternde Anordnung zweier Plattenelemente erfolgen, die einen erfindungsgemäßen Aufbau aufweisen und bei denen die versetzten Kante durch zwei parallel zueinander versetzte Platten gleicher Abmessung erzielt werden.

[0009] Nach einer weiteren erfindungsgemäßen Ausführungsvariante der Plattenanordnung umfasst das erste Plattenelement eine mechanisch belastbare Platte, wie zum Beispiel eine Gipskartonplatte, Faserzementplatte, Brandschutzplatte oder Platten mit vergleichbaren mechanischen Eigenschaften, eine Wärmedämmplatte oder eine Holzwerkstoffplatte und das zweite Plattenelement eine Wellpappe. Dadurch wird eine besonders vorteilhafte Hybridfunktion der Dämmplattenanordnung erzielt. Zum einen wird die akustische Dämmwirkung durch das zweite Plattenelement mit einer entsprechend ausgeführten Wellpappe, bevorzugt auf einer dem Innenraum eines Gebäuderaums abgewandten Seite der Dämmplattenanordnung, entfaltet. Zudem kann die Gipskartonplatte, welche bevorzugt an einer dem Innenraum eines Gebäuderaums zugewandten Seite der Dämmplattenanordnung angeordnet ist, als Verkleidung der Dämmplattenanordnung dienen. Somit können die bekannten Vorteile von Gipskartonplatten bzw. den anderen angeführten Plattenausführungen, beispielsweise für den Innenausbau von Gebäuden, genutzt werden.

[0010] Alternativ kann das erste und oder zweite Plattenelement und gfs. weitere Plattenelemente auch aus einem Wabenstrukturmaterial (honeycomb material) gefertigt sein, insbesondere mit Wabenwänden aus einem Holzwerkstoff wie Pappe oder Papier.

[0011] Nach einer weiteren Ausführungsform der erfindungsgemäßen Dämmplattenanordnung umfasst das erste und/oder zweite Plattenelement eine Wellpappe. Dadurch wird ein besonders einfacher Aufbau und Verarbeitungsmöglichkeit der erfindungsgemäßen Dämmplattenanordnung erzielt.

[0012] In einer weiteren Ausführungsform der erfindungsgemäßen Dämmplattenanordnung umfasst diese ein innerhalb der Wellpappe befindliches Füllmaterial, insbesondere Sand. Dadurch werden die akustischen Dämmeigenschaften der Wellpappe verbessert. Die Wellpappe gewinnt an Masse, wodurch die Absorption etwaiger auf die Dämmplattenanordnung treffenden Schallwellen erhöht wird. Insbesondere bei der Verwendung von Sand als Füllmaterial, wird die Absorption von auf die Dämmplatte treffenden Schallwellen verbessert. Unter dem Begriff Sand ist im Rahmen der vorliegenden Erfindung ein aus einzelnen Partikeln bestehendes unverfestigtes Partikelmaterial in verdichteter oder unverdichteter Form zu verstehen, bei dem die Partikel einen Korngrößenbereich von 0,01 bis 2 mm aufweisen.

[0013] In einer anderen bevorzugten Ausführungsvariante der erfindungsgemäßen Dämmplattenanordnung weist die Wellpappe zumindest zwei Wellbahnen auf. Dadurch wird ein zusätzlicher Schalldämmeffekt erzielt und gleichzeitig die Stabilität der Wellpappe erhöht. Zudem bieten sich weitere Räume für das Befüllen mit Füllmaterial.

[0014] Nach einer anderen zweckmäßigen Ausführungsform der erfindungsgemäßen Dämmplattenanordnung mit zwei Wellbahnen umfasst diese ein zwischen den Wellbahnen angeordnetes Trennelement, insbesondere eine glatte Papierbahn. Dadurch werden die akustischen Dämmeigenschaften der Dämmplatte zusätzlich verbessert. Eine Dämmplattenanordnung dieser Art ist im Rahmen der vorliegenden Erfindung zu verstehen als Doppel- oder Mehrfachwellplatte, welche quer zur Erstreckungsrichtung gesehen aufweist: eine Außendecke in Form einer Papierbahn, eine Wellbahn, eine Zwischendecke in Form einer Papierbahn, eine zweite Wellbahn und eine weitere Außendecke in Form einer Papierbahn. In einer anderen vorteilhaften Ausführungsform der erfindungsgemäßen Dämmplattenanordnung ist das Füllmaterial in durch die Wellbahnen gebildeten Kanälen angeordnet. Die Wellbahnen bilden bevorzugt mit den Zwischen- und Außendecken Kanäle. Im Herstellungsprozess kann das Füllmaterial z. B. Sand in Kanalerstreckungsrichtung beispielsweise von oben in die Kanäle eingefüllt werden. Die Enden der Kanäle werden daraufhin mittels Decken beispielsweise in Form von verklebten Papierbahnen / Klebebänder verschlossen.

[0015] Nach einer weiteren Ausführungsform der erfindungsgemäßen Dämmplattenanordnung sind die Plattenelemente mittels eines Klebemittels, insbesondere Leim, aneinander befestigt. Damit wird ein besonders einfaches Mittel zur flächigen Befestigung der Plattenelemente aneinander erzielt. Insbesondere bei der Verwendung von Wellpappen als Plattenelemente ist die Befestigung mittels eines Klebemittels besonders zweckmäßig, rationell und für den Verwendungszweck der Dämmplattenanordnung sinnvoll.

[0016] Die erfindungsgemäße Dämmplattenanordnung kann weiter fortgebildet werden durch ein drittes und gfs. viertes Plattenelement, wobei eine, vorzugsweise zwei Kanten des zweiten Plattenelements versetzt zu entsprechend parallel liegenden Kanten des ersten Plattenelements sind, eine, vorzugsweise zwei Kanten des dritten Plattenelements versetzt zu entsprechend parallel liegenden Kanten des zweiten Plattenelements sind, und gfs. eine, vorzugsweise zwei Kanten des vierten Plattenelements versetzt zu entsprechend parallel liegenden Kanten des dritten Plattenelements sind. Mit dieser Fortbildung wird eine größere Wandstärke bei zugleich sicherer und schalldichter Verbindung zweier Dämmplatten miteinander erreicht. Zudem können die erfindungsgemäßen Dämmplatten auf Grundlage eines Plattenausgangsmaterials in bis zu drei unterschiedlichen Gesamtstärken aufgebaut und hergestellt werden, wobei durch modulare Fertigungsweise eine effiziente Herstellung erreicht wird.

[0017] Dabei ist es bevorzugt, dass die Versatzrichtung zwischen den Kanten des ersten und zweiten Plattenelements übereinstimmend mit der Versatzrichtung zwischen den Kanten des zweiten und dritten Plattenelements und gfs. zwischen den Kanten des dritten und vierten Plattenelements ist. Hierdurch wird ein gestufter Aufbau ohne Hinterschnitte erzielt, der eine einfache Verarbeitung gewährleistet

[0018] Die erfindungsgemäße Dämmplattenanordnung kann weiter fortgebildet werden durch eine durchbruchhemmende, insbesondere durchschusshemmende Schicht zwischen zwei Plattenelementen. Mit dieser Fortbildung wird eine weitere Funktion in die Dämmplattenanordnung integriert, was den zusätzlichen verarbeitungsschritt für eine separate Aufbringung einer Schicht mit einer solchen Funktion im Zuge des Bauvorgangs im Rohbau vermeidet und zudem ein ästhetisch ansprechendes Ergebnis mit kaschierter Zusatzfunktion erzielt. Die durchschusshemmende Schicht kann insbesondere ein oder mehrere Fasergeflechte, insbesondere Metalldraht gitter oder -gewebe oder gewirkte oder gewebte Kunstfaserlagen umfassen, wie beispielsweise Kevlargewebe.

[0019] Die Eingangs genannte Aufgabe wird zudem gelöst durch eine Dämmvorrichtung zur akustischen teilweisen, vorzugsweise vollständigen Trennung von Räumen, umfassend: wenigstens eine erste und zweite Dämmplattenanordnung der vorstehend genannten Art, welche derart aneinanderreihbar sind, dass das erste Plattenelement der zweiten Dämmplattenanordnung in Erstreckungsrichtung an das erste Plattenelement der zweiten Dämmplattenanordnung gereiht ist und das erste Plattenelement der ersten Dämmplattenanordnung mit dem zweiten Plattenelement der zweiten Dämmplattenanordnung quer zur Erstreckungsrichtung gesehen in einem Teilbereich überlappt. Dadurch wird eine besonders zweckmäßige und vorteilhafte Aneinanderreihung mehrerer erfindungsgemäßer Dämmplattenanordnungen erzielt. Zum einen bildet das erste Plattenelement der ersten Dämmplattenanordnung ein Anschlagelement für das erste Plattenelement der zweiten Dämmplattenanordnung und das zweite Plattenelement der ersten Dämmplattenanordnung ein Anschlagelement für das zweite Plattenelement der zweiten Dämmplattenanordnung. Durch das Überlappen des ersten Plattenelements der ersten Dämmplattenanordnung mit dem zweiten Plattenelement der zweiten Dämmplattenanordnung ist eine ausreichende und gleichbleibende akustische Dämmung im Übergangsbereich zwischen zwei Dämmplattenanordnungen sichergestellt.

[0020] Die erfindungsgemäße Dämmplatte kann auf verschiedene Unterkonstruktionen aufgebracht und montiert werden, insbesondere direkt auf eine gemauerte Wandstruktur, Betonwände oder -boden, Putz, Metall- oder Holzstrukturen oder -konstruktionen. Der Versatz der Plattenelemente kann in einem weiten Bereich varriert werden, insbesondere zwischen 10mm und 100mm.

[0021] Bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung werden anhand der beiliegenden Figuren erläutert. Es zeigen:
Figur 1
ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Dämmplattenanordnung,
Figur 2
ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Dämmvorrichtung, und
Figur 3
eine Schnittansicht einer erfindungsgemäßen Dämmplattenanordnung,


[0022] Figur 1 zeigt eine Dämmplattenanordnung 1 in einer perspektivischen Ansicht. Ein erstes Plattenelement 2 ist als quaderförmige Dämmplatte 3 ausgebildet und ein zweites Plattenelement 4 ist als quaderförmige Dämmplatte 5 ausgebildet. Eine dem Betrachter abgewandte Plattenaußenfläche des ersten Plattenelements 2 liegt an einer Plattenaußenfläche 6 des zweiten Plattenelements 4 an. Die aneinander liegenden Bereichen der Plattenaußenfläche sind mittels eines Leims flächig fest miteinander verbunden.

[0023] Das erste Plattenelement 2 und das zweite Plattenelement 4 weisen im Wesentlichen gleiche Abmessungen auf. Das heißt, zumindest die Grundfläche 7 des ersten Plattenelements 2 sowie die Plattenaußenfläche 6 des zweiten Plattenelement 4 weisen eine gleiche Höhen- und Breitenabmessung auf. Dabei ist das zweite Plattenelement 4 parallel versetzt zu dem ersten Plattenelement 2 angeordnet, so dass eine Kante 10 des ersten Plattenelements 2 in einer Richtung 9 versetzt zu einer zur Kante 10 parallelen Kante 12 des zweiten Plattenelements 4 angeordnet ist. Dabei entsteht ein Versatz 60 zwischen dem ersten Plattenelement 2 und dem zweiten Plattenelement 4 in Richtung 9. Zudem ist eine Kante 14 des ersten Plattenelements 2 in einer Richtung 8 versetzt zu einer zur Kante 14 parallelen Kante 16 des zweiten Plattenelements 4 angeordnet. Dabei entsteht ein Versatz 64 zwischen dem ersten Plattenelement 2 und dem zweiten Plattenelement 4 in Richtung 8. Das erste Plattenelement 2 bildet eine einem Gebäudeinnenraum zugewandte Dämmplatte 3 der Dämmplattenanordnung 1, welche als Gipskartonplatte 17 ausgebildet ist. Das zweite Plattenelement 4 bildet eine Dämmplatte 5, welche an einer einem Gebäudeinnenraum abgewandten Seite der Dämmplattenanordnung 1 angeordnet und als Wellpappe 18 ausgebildet ist.

[0024] Figur 2 zeigt eine Dämmvorrichtung 20 zur akustischen Trennung von Räumen mit einer ersten Dämmplattenanordnung 22 und einer zweiten Dämmplattenanordnung 21. Die erste und zweite Dämmplattenanordnung sind jeweils wie die in Figur 1 gezeigte Dämmplattenanordnung 1 ausgebildet. Figur 2 zeigt eine Aneinanderreihung der ersten und zweiten Dämmplattenanordnung, wobei ein erstes Plattenelement 26 der ersten Dämmplattenanordnung 22 in Erstreckungsrichtung 25 gesehen an ein erstes Plattenelement 23 der zweiten Dämmplattenanordnung 21 gereiht ist. Zudem ist ein zweites Plattenelement 29 der ersten Dämmplattenanordnung 22 in Erstreckungsrichtung 25 gesehen an ein zweites Plattenelement 28 der zweiten Dämmplattenanordnung 21 gereiht. In Betrachtungsrichtung gesehen überlappt dabei das erste Plattenelement 26 der ersten Dämmplattenanordnung 22 in einem Teilbereich 30 mit dem zweiten Plattenelement 28 der zweiten Dämmplattenanordnung 21. In dem Überlappbereich können die Dämmplattenanordnungen 22 und 21 mittels eines Klebemittels, beispielsweise eines Leims fest miteinander verbunden werden. Entsprechend können weitere Dämmplattenanordnungen an die in Figur 2 gezeigte Dämmvorrichtung 20 angereiht werden.

[0025] Figur 3 zeigt eine Schnittansicht einer erfindungsgemäßen Dämmplattenanordnung 40 mit einem ersten Plattenelement 41 und einem zweiten Plattenelement 42. Das erste Plattenelement 41 bzw. das zweite Plattenelement 42 wird jeweils durch eine Doppelwellpappe 43 bzw. 44 gebildet. Dabei weist das erste Plattenelement 41 zwei Wellbahnen 45 und 46 und das zweite Plattenelement 42 zwei Wellbahnen 47 und 48 auf. Zwischen den Wellbahnen eines Plattenelements befindet sich ein als glatte Papierbahn oder Karton ausgebildetes Trennelement 49 bzw. 50. Nach außen werden die Wellbahnen dabei durch glatte Papierbahnen 51 bzw. 52 begrenzt.

[0026] Die Wellbahnen bilden sich in Betrachtungsrichtung erstreckende Kanäle 55 bzw. 56. Ein als Sand ausgebildetes Füllmaterial 57 bzw. 58 befindet sich in den Kanalräumen 55 bzw. 56.


Ansprüche

1. Dämmplattenanordnung, insbesondere Stufen-Dämmplatte, zur akustischen teilweisen, vorzugsweise vollständigen Trennung von Räumen, umfassend:

- ein erstes Plattenelement (2) und

- ein zweites Plattenelement (4),

- wobei eine Plattenaußenfläche des ersten Plattenelements an einer Plattenaußenfläche (6) des zweiten Plattenelements (4) anliegt und die Plattenaußenflächen flächig aneinander befestigt sind, und

- wobei eine Kante (10; 14) des ersten Plattenelements (2) in Erstreckungsrichtung des Plattenelements gesehen versetzt zu einer Kante (12; 16) des zweiten Plattenelements (4) ist.


 
2. Dämmplattenanordnung nach Anspruch 1,

- wobei die aneinander anliegenden Plattenaußenflächen des ersten und zweiten Plattenelements gleiche Abmessungen aufweisen und das zweite Plattenelement (4) parallel versetzt zu dem ersten Plattenelement (2) angeordnet ist.


 
3. Dämmplattenanordnung nach Anspruch 1 oder 2,
wobei das erste Plattenelement (2) eine mechanisch belastbare Platte (17), wie zum Beispiel eine Gipskartonplatte, Faserzementplatte, Brandschutzplatte oder Platten mit vergleichbaren mechanischen Eigenschaften, eine Wärmedämmplatte oder eine Holzwerkstoffplatte und das zweite Plattenelement (4) eine Wellpappe (18) umfasst.
 
4. Dämmplattenanordnung nach einem der vorstehenden Ansprüche 1 oder 2, wobei das erste und/oder zweite Plattenelement eine Wellpappe (43, 44) oder Wabenpappe umfasst.
 
5. Dämmplattenanordnung nach Anspruch 3 oder 4, umfassend:

ein innerhalb der Wellpappe bzw. Wabenpappe befindliches loses oder verdichtetes Füllmaterial (57, 58), insbesondere Sand.


 
6. Dämmplattenanordnung nach einem der vorstehenden Ansprüche 3-5,
wobei die Wellpappe zumindest zwei Wellbahnen (45, 46; 47, 48) aufweist.
 
7. Dämmplattenanordnung nach Anspruch 6, umfassend:

ein zwischen den Wellbahnen (45, 46; 47, 48) angeordnetes Trennelement (49, 50), insbesondere eine glatte Papierbahn.


 
8. Dämmplattenanordnung nach einem der vorstehenden Ansprüche 3-7,
wobei das Füllmaterial in durch die Wellbahnen (45, 46; 47, 48) gebildeten Kanälen (55, 56) angeordnet ist.
 
9. Dämmplattenanordnung nach einem der vorstehenden Ansprüche,
wobei die Plattenelemente mittels eines Klebemittels, insbesondere Leim, aneinander befestigt sind.
 
10. Dämmplattenanordnung nach einem der vorstehenden Ansprüche,
gekennzeichnet durch ein drittes und gfs. viertes Plattenelement, wobei

- eine, vorzugsweise zwei Kanten des zweiten Plattenelements versetzt zu entsprechend parallel liegenden Kanten des ersten Plattenelements sind,

- eine, vorzugsweise zwei Kanten des dritten Plattenelements versetzt zu entsprechend parallel liegenden Kanten des zweiten Plattenelements sind, und gfs.

- eine, vorzugsweise zwei Kanten des vierten Plattenelements versetzt zu entsprechend parallel liegenden Kanten des drittenPlattenelements sind,


 
11. Dämmplattenanordnung nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet, dass die Versatzrichtung zwischen den Kanten des ersten und zweiten Plattenelements übereinstimmend mit der Versatzrichtung zwischen den Kanten des zweiten und dritten Plattenelements und gfs. zwischen den Kanten des dritten und vierten Plattenelements ist.
 
12. Dämmplattenanordnung nach einem der vorstehenden Ansprüche,
gekennzeichnet durch eine durchbruchhemmende, insbesondere durchschusshemmende Schicht zwischen zwei Plattenelementen.
 
13. Dämmvorrichtung zur akustischen teilweisen, vorzugsweise vollständigen Trennung von Räumen, umfassend:

wenigstens eine erste (22) und zweite Dämmplattenanordnung (21) nach einem der vorstehenden Ansprüche 1-8, welche derart aneinander-reihbar sind, dass

- das erstes Plattenelement (26) der ersten Dämmplattenanordnung (22) in Erstreckungsrichtung (25) an das erste Plattenelement (23) der zweiten Dämmplattenanordnung (21) gereiht ist und

- das erste Plattenelement (26) der ersten Dämmplattenanordnung (22) mit dem zweiten Plattenelement (28) der zweiten Dämmplattenanordnung (21) quer zur Erstreckungsrichtung gesehen in einem Teilbereich (30) überlappt.


 




Zeichnung














Angeführte Verweise

IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



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In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente