[0001] Die Erfindung betrifft eine Dunstabzugsvorrichtung und ein Verfahren zum Betreiben
einer Dunstabzugsvorrichtung.
[0002] Zur Reinigung von Luft, insbesondere bei Dunstabzugsvorrichtungen, die in Küchen,
zum Entfernen und Reinigen von Kochdünsten, verwendet werden, ist es bekannt, neben
der Reinigung der Luft durch Filter in einer Dunstabzugshaube auch Luftaufbereitungsvorrichtungen
einzusetzen, in denen die Luft, vorzugsweise nach einer Vorreinigung aktiv behandelt
wird. Bei solchen Luftaufbereitungsvorrichtungen werden beispielsweise Vorrichtungen
verwendet, mit denen die zu reinigende Luft mittels hoher Energien behandelt wird.
Hierzu werden beispielsweise Luftaufbereitungsvorrichtungen, die auch als Luftreinigereinheiten
oder Luftreiniger bezeichnet werden, verwendet, bei denen die Reinigung auf dielektrischer
Barriereentladung (DBE) basierend durchgeführt wird.
[0003] Ein Nachteil dieser bekannten Technologie besteht darin, dass der Benutzer der Dunstabzugsvorrichtung
in der Regel über den Betrieb der Luftaufbereitungsvorrichtung keinerlei oder keine
ausreichenden Informationen erhält.
[0004] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es somit eine Möglichkeit zu schaffen, mittels
derer relevante Informationen betreffend den Betrieb der Luftaufbereitungsvorrichtung
ermittelt werden können.
[0005] Gemäß einem ersten Aspekt wird die Aufgabe daher durch eine Dunstabzugsvorrichtung
gelöst, die zumindest eine Dunstabzugshaube und zumindest eine Luftaufbereitungsvorrichtung
umfasst. Die Dunstabzugsvorrichtung ist dadurch gekennzeichnet, dass die Luftaufbereitungsvorrichtung
eine aktive Luftaufbereitungsvorrichtung darstellt und die Dunstabzugsvorrichtung
zumindest eine Erfassungseinheit zum Erfassen zumindest eines Zustandes zumindest
einer Komponente der Luftaufbereitungsvorrichtung und zumindest eine Erkennungseinheit
zum Erkennen eines Fehlers des Betriebes der Luftaufbereitungsvorrichtung aufweist.
[0006] Als Dunstabzugsvorrichtung wird erfindungsgemäß vorzugsweise eine Dunstabzugsvorrichtung
bezeichnet, die im Haushalt, insbesondere in einer Küche zum Entfernen und Reinigen
von Kochdünsten, verwendet wird. Als Dunstabzugshaube wird erfindungsgemäß eine Einrichtung
bezeichnet, die ein Gebläse, das auch als Lüfter bezeichnet wird, aufweist, mittels
dessen Luft aus dem Bereich um und insbesondere unterhalb der Dunstabzugshaube eingesaugt
wird. In oder an der Dunstabzugshaube sind vorzugsweise Filterelemente, insbesondere
mindestens ein Fettfilterelement vorgesehen. Aus der Dunstabzugshaube wird die zumindest
vorgereinigte Luft dann entweder in den Raum, in dem die Dunstabzugsvorrichtung betrieben
wird, geleitet oder aber in die Umgebung abgegeben. Im ersten Fall wird die Dunstabzugsvorrichtung
daher auch als Umlufteinrichtung und im zweiten Fall als Ablufteinrichtung bezeichnet.
[0007] Erfindungsgemäß umfasst die Dunstabzugsvorrichtung zumindest eine aktive Luftaufbereitungsvorrichtung.
Die Luftaufbereitungsvorrichtung kann in der Dunstabzugshaube angeordnet oder separat
zu dieser vorgesehen sein und beispielsweise über eine Luftleitung in Form eines Verbindungsrohres
oder Kanals mit der Dunstabzugshaube verbunden sein. Als Luftaufbereitungsvorrichtung
wird erfindungsgemäß vorzugsweise eine Vorrichtung bezeichnet, in der mindestens eine
Luftbehandlungseinrichtung vorgesehen ist, mittels derer Luft in dem Luftstrom, der
in die Luftaufbereitungsvorrichtung eintritt, mit hoher Energie behandelt werden kann,
um Verunreinigungen, insbesondere Geruchsstoffe aus der Luft zu entfernen. Durch die
hohe Energie, die in der Luftbehandlungseinrichtung erzeugt wird, werden Geruchsstoffe,
die in dem zu behandelnden Luftstrom enthalten sind, zersetzt oder reagieren mit einander
oder mit anderen Spezies. Beispielsweise können Sauerstoffmoleküle zersetzt und Ozon
gebildet werden, wobei das Ozon wiederum als reaktive Spezies mit den Geruchsstoffen
in dem zu behandelnden Luftstrom reagieren kann. Somit unterscheidet sich die erfindungsgemäße
aktive Luftaufbereitungsvorrichtung von bekannten Geruchsfiltern, in denen Geruchsstoffe
nicht zersetzt sondern lediglich abgelagert werden.
[0008] Erfindungsgemäß weist die Dunstabzugsvorrichtung zumindest eine Erfassungseinheit
zum Erfassen zumindest eines Zustandes zumindest einer Komponente der Luftaufbereitungsvorrichtung
auf.
[0009] Als Zustand zumindest einer Komponente kann hierbei beispielsweise eine Einstellung
an einer oder mehrerer der Komponenten der Luftaufbereitungsvorrichtung und/oder eine
Beschaffenheit einer oder mehrerer Komponenten der Luftaufbereitungsvorrichtung bezeichnet
werden. Die Einstellung einer Komponente kann deren Aktivierungszustand (aktiv / deaktiv)
und/oder einen Wert eines Betriebsparameters der Komponente darstellen. Die Beschaffenheit
der Komponente ist erfindungsgemäß vorzugsweise die aktuelle Beschaffenheit der Komponente.
[0010] Die mindestens eine Komponente stellt vorzugsweise eine Funktionskomponente der Luftaufbereitungsvorrichtung
dar. Als Funktionskomponente wird hierbei eine Komponente bezeichnet, die mittelbar
oder unmittelbar für die Funktion der Luftaufbereitungsvorrichtung notwendig ist.
Die Komponenten der Luftaufbereitungsvorrichtung können beispielsweise eine Strom-
oder Spannungsversorgung, eine strömungsbeeinflussende Komponente, wie beispielsweise
ein Gebläse oder eine Klappe und/oder ein Filterelement sein. Eine Klappe oder Sicherheitsklappe
kann beispielsweise eine Klappe sein, die den Lufteinlass der Luftaufbereitungsvorrichtung
zumindest zeitweise verschließen kann. Hierdurch wird insbesondere ein Austreten von
reaktiven Spezies, wie Ozon, die in der Luftaufbereitungsvorrichtung erzeugt werden,
zu der Dunstabzugshaube verhindert. Als Filterelement kann bei einer Luftaufbereitungsvorrichtung
vorzugsweise ein Geruchsfilterelement verwendet werden. Dieses kann beispielsweise
einen Teil des Gehäuses der Luftaufbereitungsvorrichtung bilden. In einem solchen
Filterelement werden zum einen nicht zersetzte Geruchsstoffe abgelagert. Zum anderen
können reaktive Spezies, wie beispielsweise Ozon in dem Filterelement zurückgehalten
werden.
[0011] Da bei der erfindungsgemäßen Dunstabzugsvorrichtung eine Erfassungseinheit zum Erfassen
zumindest eines Zustandes der Komponente(n) der Luftaufbereitungsvorrichtung vorgesehen
ist, steht der so erfasste Zustand für weitere Zwecke in der Dunstabzugsvorrichtung
zur Verfügung. Insbesondere kann der oder können die erfassten Zustände zum Erkennen
eines Fehlers des Betriebes der Luftaufbereitungsvorrichtung verwendet werden.
[0012] Die Erfassungseinheit kann eine separate Einheit in der Dunstabzugsvorrichtung darstellen.
Es ist aber auch möglich, dass die Erfassungseinheit in der Luftaufbereitungsvorrichtung
oder der Dunstabzugshaube integriert ist. Beispielsweise kann die Erfassungseinheit
in einer Steuereinheit der Luftaufbereitungsvorrichtung oder einer Steuerung der Dunstabzugshaube
integriert sein. Zusätzlich oder alternativ zu einer Verbindung mit oder Integration
in eine Steuereinheit oder Steuerung kann die Erfassungsvorrichtung mit mindestens
einem Sensor verbunden sein. Hierdurch können beispielsweise Druckverhältnisse in
der Luftaufbereitungsvorrichtung ermittelt und erfasst werden. Auch das Verschließen
des Lufteinlasses durch eine Sicherheitsklappe kann erfindungsgemäß beispielsweise
mittels Sensoren erfasst werden. Das Erfassen des Zustandes kann erfindungsgemäß das
Ermitteln, Erkennen oder Erhalten von Werten, die den Zustand unmittelbar beschreiben,
umfassen. Erfindungsgemäß ist es zudem möglich, dass das Erfassen des Zustandes auch
das Berechnen oder Bestimmen des Zustandes aus Werten von Betriebsparametern der Komponente
umfasst. So kann beispielsweise über ein Sensorsignal ein Wert für den Öffnungsgrad
einer Sicherheitsklappe bestimmt werden.
[0013] Das Vorsehen einer Erfassungseinheit zum Erfassen des Zustandes zumindest einer Komponente
der Luftaufbereitungsvorrichtung ist vorteilhaft, da bei einer erfindungsgemäß verwendeten
aktiven Luftaufbereitungsvorrichtung unterschiedliche Zustände von Komponenten auf
den Betrieb der Luftaufbereitungsvorrichtung Einfluss nehmen. Die Zustände der Komponenten
der Luftaufbereitungsvorrichtung können sich während des Betriebs der Dunstabzugsvorrichtung
aktiv oder passiv verändern. Da der Zustand erfindungsgemäß erfasst wird, kann diese
Information zu weiteren Zwecken verwendet werden. Beispielsweise kann der Benutzer
über den Zustand informiert werden.
[0014] Erfindungsgemäß weist die Dunstabzugsvorrichtung zusätzlich zu der Erfassungseinheit
zumindest eine Erkennungseinheit zum Erkennen eines Fehlers des Betriebes der Luftaufbereitungsvorrichtung
auf. Die Erkennungseinheit kann eine separate Einheit in der Dunstabzugsvorrichtung
darstellen. Es ist aber auch möglich, dass die Erkennungseinheit in der Luftaufbereitungsvorrichtung
oder der Dunstabzugshaube integriert ist. Beispielsweise kann die Erkennungseinheit
in einer Steuereinheit der Luftaufbereitungsvorrichtung oder einer Steuerung der Dunstabzugshaube
integriert sein. Zusätzlich oder alternativ kann die Erkennungseinheit mit der Erfassungseinheit
zusammen als eine Einheit beispielsweise in einer Steuereinheit ausgebildet sein.
[0015] Als Fehler des Betriebes der Luftaufbereitungsvorrichtung wird erfindungsgemäß eine
Unregelmäßigkeit oder Störung im Betrieb der Luftaufbereitungsvorrichtung verstanden.
Insbesondere bezeichnet ein Fehler des Betriebs der Luftaufbereitungsvorrichtung eine
Unregelmäßigkeit oder eine Störung einer der Komponenten der Luftaufbereitungsvorrichtung.
Indem bei der erfindungsgemäßen Dunstabzugsvorrichtung nicht nur der Zustand der mindestens
einen Komponente der Luftaufbereitungsvorrichtung erfasst, sonder auch Fehler des
Betriebes der Luftaufbereitungsvorrichtung, die auch als Fehler im oder bei dem Betrieb
der Luftaufbereitungsvorrichtung bezeichnet werden können, erkannt werden, können
dem Benutzer oder Komponenten der Dunstabzugsvorrichtung detaillierte Informationen
zur Verfügung gestellt werden. Dies erlaubt es geeignete Maßnahmen rechtzeitig einzuleiten.
Die Fehlererkennung erfolgt erfindungsgemäß vorzugsweise auf der Basis der erfassten
Zustände oder des erfassten Zustandes mindestens einer der Komponenten der Dunstabzugsvorrichtung.
Dies weist den Vorteil auf, dass als Fehler nicht nur eine Unregelmäßigkeit oder Störung
der Luftaufbereitungsvorrichtung erkannt und gegebenenfalls eine Warnung ausgegeben
wird, sondern der Fehler auch mit der oder den entsprechenden Komponenten in Zusammenhang
gebracht werden kann. Es kann somit für den Benutzer ersichtlich gemacht werden, welcher
Zustand welcher Komponente zu dem Fehler im Betrieb der Luftaufbereitungsvorrichtung
geführt hat.
[0016] Gemäß einer Ausführungsform weist die Dunstabzugsvorrichtung eine Ausgabevorrichtung
zur Ausgabe zumindest einer Fehlermeldung entsprechend eines erkannten Fehlers des
Betriebes der Luftaufbereitungsvorrichtung auf.
[0017] Die Ausgabevorrichtung kann eine Anzeigevorrichtung darstellen, die auch als Anzeigeeinheit
oder Display bezeichnet wird. Alternativ oder zusätzlich kann die Ausgabevorrichtung
eine akustische Ausgabevorrichtung, beispielsweise in Form eines Lautsprechers sein.
Die Ausgabevorrichtung gibt vorzugsweise zumindest eine Fehlermeldung entsprechend
einem Fehler des Betriebes der Luftaufbereitungsvorrichtung aus, der durch die Erkennungseinheit
erkannt wurde. Die Fehlermeldung kann auch als Warnung oder Warnhinweis bezeichnet
werden und umfasst zumindest eine Angabe darüber, dass ein Fehler im Betrieb der Luftaufbereitungsvorrichtung
vorliegt. Zusätzlich kann zu der reinen Fehlerangabe vorzugsweise aber auch der Grund
für den Fehler an der Ausgabevorrichtung ausgegeben werden. Als Grund wird insbesondere
eine Angabe der Komponente, aufgrund derer Unregelmäßigkeiten oder Störungen festgestellt
wurden, gegebenenfalls in Kombination mit einer Angabe über die Abweichung von einem
Sollzustand, Sollwert oder Schwellwert, die als Fehler erkannt wird, bezeichnet. Wird
der Zustand der Komponente durch Werte, beispielsweise durch Werte von Betriebsparametern
der Komponente angegeben, so kann die Abweichung beispielsweise als Überschreiten
eines Schwellwertes angegeben werden. Wird der Zustand durch die Beschaffenheit einer
Komponente angegeben, so kann die Abweichung beispielsweise die Angabe darstellen,
dass der Sollzustand nicht gegebene ist beziehungsweise nicht vorliegt. Hierbei können
beispielsweise der Werte des Betriebsparameters oder die Beschaffenheit oder der Abweichung
zusammen mit einer Bezeichnung oder einem Symbol der Komponente angegeben werden.
Bei einer akustischen Ausgabevorrichtung kann die Komponente beispielsweise durch
die Art eines Warntons angegeben werden.
[0018] Die Ausgabevorrichtung ist vorzugsweise mit der Erkennungseinheit der Luftaufbereitungsvorrichtung
verbunden. Über diese Verbindung können die anzuzeigenden Informationen an der Ausgabevorrichtung
erhalten werden. Die Verbindung zwischen der Ausgabevorrichtung und der Erkennungseinheit
kann mittelbar oder unmittelbar sein. Bei einer mittelbaren Verbindung können beispielsweise
Steuerungs- oder Verarbeitungsmittel zwischengeschaltet sein. Die Ausgabevorrichtung
kann ausschließlich zur Ausgabe von Fehlermeldungen für erkannte Fehler des Betriebs
der Luftaufbereitungsvorrichtung dienen. Vorzugsweise dient die Ausgabevorrichtung
aber gleichzeitig auch beispielsweise zur Anzeige von Betriebszuständen der Dunstabzugshaube
oder der Luftaufbereitungsvorrichtung. Die Ausgabevorrichtung kann somit in einer
Anzeigevorrichtung der Dunstabzugshaube integriert sein.
[0019] Die Position, an der die Ausgabevorrichtung an der Dunstabzugsvorrichtung vorgesehen
ist, ist nicht auf einen bestimmten Ort beschränkt. Die Ausgabevorrichtung kann beispielsweise
an der Luftaufbereitungsvorrichtung selber vorgesehen sein. Gemäß einer bevorzugten
Ausführungsform ist die Ausgabevorrichtung aber an der Dunstabzugshaube, beispielsweise
an einer Sichthaube der Dunstabzugshaube, vorgesehen. Bei dieser Ausführungsform ist
die Ausgabevorrichtung vorzugsweise eine Anzeigevorrichtung. Durch diese Anordnung
der Ausgabevorrichtung ist für den Benutzer der Dunstabzugsvorrichtung die Fehlermeldung
insbesondere auch bei einer weiter entfernten Installation der Luftaufbereitungsvorrichtung
in seinem Anwendungsraum, zum Beispiel auf Augenhöhe während des Kochens, zugänglich.
[0020] Handelt es sich bei der Ausgabevorrichtung um eine Ausgabevorrichtung für akustische
Signale, so kann diese beispielsweise auch an der Luftaufbereitungsvorrichtung selber
angeordnet sein.
[0021] Gemäß einer Ausführungsform umfasst die Luftaufbereitungsvorrichtung eine Luftbehandlungseinrichtung
für eine Luftbehandlung mittels dielektrischer Barriereentladung, die im Folgenden
auch als DBE bezeichnet wird. Die Luftbehandlungseinrichtung weist daher beispielsweise
zumindest zwei parallel zueinander angeordnete Elektroden auf, die selektiv mit Spannung
beaufschlagt werden können und dadurch die Entladung zwischen den Elektroden erzeugt
werden kann. Bei dieser Art der Luftbehandlungseinrichtung ist das erfindungsgemäße
Erfassen von Zuständen und das Erkennen von Fehlern von besonderer Bedeutung, da es
bei der DBE beispielsweise zu Ozonerzeugung kommt und der Austritt von Ozon aus Sicherheitsgründen
zuverlässig verhindert werden muss. Indem Zustände, die zu einem solchen Austritt
von Ozon oder anderen Störungen führen können, erfindungsgemäß erfasst und die entsprechenden
Fehler erkannt werden können, können Konsequenzen aus solchen Störungen bei der erfindungsgemäßen
Dunstabzugsvorrichtung zuverlässig verhindert werden. Beispielsweise kann durch den
Benutzer in dem Fall, in dem eine Fehlermeldung angezeigt wird, eine entsprechende
Maßnahme eingeleitet werden, um den erkannten Fehler zu beheben.
[0022] Gemäß einem weiteren Aspekt betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Betreiben einer
Dunstabzugsvorrichtung, die zumindest eine Dunstabzugshaube und zumindest eine Luftaufbereitungsvorrichtung
umfasst. Das Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, dass über mindestens eine Erfassungseinheit
zumindest zeitweise zumindest ein Zustand zumindest einer Komponente der Luftaufbereitungsvorrichtung
erfasst wird und aufgrund des mindestens einen erfassten Zustandes das Auftreten eines
Fehlers des Betriebes der Luftaufbereitungsvorrichtung überwacht wird.
[0023] Vorteile und Merkmale, die bezüglich der erfindungsgemäßen Dunstabzugsvorrichtung
beschrieben werden, gelten - soweit anwendbar - entsprechend für das erfindungsgemäße
Verfahren und umgekehrt und werden daher gegebenenfalls nur einmalig in Bezug auf
das Verfahren oder in Bezug auf die Dunstabzugsvorrichtung beschrieben.
[0024] Die Überwachung des Auftretens eines Fehlers gemäß dem erfindungsgemäßen Verfahren
wird vorzugsweise durch eine Erkennungseinheit durchgeführt. Die Erkennungseinheit
kann dabei kontinuierlich erfasste Zustände der Komponenten der Luftaufbereitungsvorrichtung
empfangen und entsprechend verarbeiten, um das Auftreten eines Fehlers zuverlässig
erkennen zu können.
[0025] Bei Erkennen eines Fehlers, das heißt, wenn eine Störung oder Unregelmäßigkeit erkannt
wird, wird vorzugsweise zumindest eine Fehlermeldung entsprechend des erkannten Fehlers
an einer Ausgabevorrichtung ausgegeben, vorzugsweise angezeigt. Die Fehlermeldung
kann auch eine Angabe über die Komponente an der der Zustand erfasst wurde, aufgrund
dessen der Fehler erkannt wurde, umfassen. Dies ist gegenüber einer reinen Ausgabe
einer Warnung beispielsweise eines Warntons, der nur über das Vorliegen eines Fehlers
informiert, von Vorteil, da der Benutzer der Dunstabzugsvorrichtung gezielte Maßnahmen
zur Beseitigung des Fehlers einleiten kann.
[0026] So können durch den Benutzer beispielsweise Betriebsparameter an der entsprechenden
Komponente der Luftaufbereitungsvorrichtung durch Einstellen verändert werden oder
eine Komponente ausgetauscht werden, um deren Beschaffenheit zu ändern.
[0027] Gemäß einer Ausführungsform ist mindestens einer der Zustände mindestens einer Komponente
der Luftaufbereitungsvorrichtung, der erfasst werden kann, die Inbetriebnahme und/oder
das Abschalten der Luftaufbereitungsvorrichtung. Dieser Zustand der Luftaufbereitungsvorrichtung
wird beispielsweise durch die Erfassung des Zustandes einer Strom- oder Spannungsversorgungseinheit
erfasst. Zusätzlich oder alternativ kann zum Erfassen der Inbetriebnahme und/oder
des Abschaltens der Luftaufbereitungsvorrichtung auch der Zustand einer Steuereinheit,
insbesondere die aktuellen Einstellungen in einer Steuereinheit erfasst werden. Indem
diese Zustände erfasst werden, kann dadurch ein Fehler beim Inbetriebnehmen oder Außerbetriebgehen
der Luftaufbereitungsvorrichtung erkannt werden.
[0028] Gemäß einer weiteren Ausführungsform ist mindestens einer der Zustände der mindestens
einen Komponente der Luftaufbereitungsvorrichtung der Zustand einer der strömungsbeeinflussenden
Komponenten der Luftaufbereitungsvorrichtung.
[0029] Als strömungsbeeinflussende Komponenten werden hierbei Komponenten bezeichnet, die
eine Strömung zu oder in der Luftaufbereitungsvorrichtung erzeugen, beeinträchtigen
oder regeln. Diese Komponenten können daher Gebläse oder Lüfter, Filterelemente, insbesondere
Geruchsfilter an der Luftaufbereitungsvorrichtung, sowie Einstellmittel, wie beispielsweise
Klappen oder Ventile umfassen. Der Zustand eines Gebläses oder Lüfters, der beispielsweise
der Lüfter der Dunstabzugshaube sein kann, stellt insbesondere die Lüfterstufe des
Lüfters dar. Bei Klappen oder Ventilen wird als Zustand vorzugsweise deren Stellung
oder Position erfasst. Bei einem Filterelement kann als Zustand die Beschaffenheit
des Filterelementes, insbesondere dessen Sättigungsgrad erfasst werden. Diese Zustände
können beispielsweise durch andere Komponenten der Dunstabzugsvorrichtung oder durch
den Benutzer der Dunstabzugsvorrichtung verändert werden. Wird somit ein Fehler aufgrund
eines dieser Zustände erkannt und eine entsprechende Fehlermeldung ausgegeben, kann
entweder automatisch oder durch den Benutzer eine Maßnahme zur Änderung des Zustandes
und damit zur Beseitigung des Fehlers eingeleitet werden. Beispielsweise kann ein
Filterelement durch den Benutzer ausgetauscht werden oder ein Regenerierungsvorgang
des Filterelementes durch eine Komponente in der Dunstabzugsvorrichtung initiiert
werden. Ebenso kann beispielsweise die Lüfterstufe des Lüfters der Dunstabzugshaube
oder eines anderen Lüfters in der Dunstabzugsvorrichtung durch eine andere Komponente
in der Dunstabzugsvorrichtung automatisch oder durch den Benutzer manuell verändert
werden. Schließlich kann bei einer Klappe oder einem Ventil ebenfalls entweder automatisch
oder durch den Benutzer manuell die Einstellung verändert werden oder die Klappe oder
das Ventil durch den Benutzer ausgetauscht werden.
[0030] Gemäß einer weiteren Ausführungsform ist zusätzlich oder alternativ zu dem Zustand
der strömungsbeeinflussenden Komponente mindestens einer der Zustände mindestens einer
der Komponenten der Luftaufbereitungsvorrichtung, die erfasst werden, der Zustand
zumindest eines Teils einer Luftbehandlungseinrichtung der Luftaufbereitungsvorrichtung.
[0031] Als Luftbehandlungseinrichtung wird insbesondere der Teil der Luftaufbereitungsvorrichtung
bezeichnet, durch den die zu behandelnde Luft mit hoher Energie beaufschlagt wird.
Bei einer Luftbehandlungseinrichtung, bei der die Luftbehandlung durch DBE erfolgt,
kann als Zustand eines Teils dieser Luftbehandlungseinrichtung beispielsweise die
Spannung, die an einer der Elektroden anliegt, erfasst werden. Beim Erkennen eines
Fehlers aufgrund dieses Zustandes wird, kann entweder eine andere Komponente der Dunstabzugsvorrichtung,
wie beispielsweise eine Steuereinheit oder der Benutzer selber die Betriebsparameter,
insbesondere die Spannung oder Frequenz an der Luftbehandlungseinrichtung ändern und
so den Zustand aufgrund dessen der Fehler erkannt wurde, ändern.
[0032] Vorzugsweise wird ein erfasster Zustand zumindest einer der Komponenten der Luftaufbereitungsvorrichtung
mit zumindest einem vorgegebenen Wert verglichen. Der vorgegebene Wert stellt beispielsweise
einen Schwellwert oder einen Sollwert dar. Bei dem Zustand, der das Inbetriebnehmen
oder das Außerbetriebnehmen der Luftaufbereitungsvorrichtung darstellt, kann der Zustand
beispielsweise durch Angaben, wie Null für ausgeschaltet und Eins für eingeschaltet,
erfasst werden und mit entsprechenden Vorgaben verglichen werden. Allerdings liegt
es auch im Rahmen der Erfindung, dass beim Inbetriebnehmen oder Außerbetriebnehmen
der Luftaufbereitungsvorrichtung die Dauer dieser Aktionen als Zustand erfasst wird
und mit entsprechend vorgegebenen Zeitangaben verglichen wird. Bei einem Zustand,
der Aussage über die Filtersättigung gibt, kann beispielsweise ein Schwellwert als
Vergleichswert verwendet werden. Hierbei wird der Schwellwert vorzugsweise so gewählt,
dass dieser niedriger ist, als ein Maximalwert, bei dem der Filter keine oder eine
unzureichende Menge an Luft durchlässt. Somit kann ein rechtzeitiges Wechseln des
Filters gewährleistet werden, da ein Fehler bei Vergleich mit einem solchen Schwellwert
frühzeitig erkannt wird. Bei einer Klappe, die beispielsweise eine Sicherheitsklappe
darstellen kann, kann der Zustand den Öffnungsgrad der Klappe darstellen. Ob die Klappe
nicht oder nicht ausreichend geöffnet ist, kann durch Vergleich mit einem Sollwert
für diese Klappe erkannt werden.
[0033] Erfindungsgemäß ist es möglich, dass ein Wert eines Zustandes vor der Überprüfung,
ob ein Fehler vorliegt, verarbeitet wird. Beispielsweise kann eine Umrechnung oder
andere Verarbeitung notwendig sein, um den Wert mit einem Schwellwert oder Sollwert
vergleichen zu können.
[0034] Gemäß einer Ausführungsform des Verfahrens wird ein erfasster Wert eines Zustandes
mindestens einer Komponente der Luftaufbereitungsvorrichtung mit zumindest einem Wert
eines weiteren Zustandes einer weiteren Komponente der Luftaufbereitungsvorrichtung
verarbeitet. Diese Art der Verarbeitung kann insbesondere eine Berücksichtigung beim
Vergleich des erstgenannten Wertes mit einem Schwellwert oder Sollwert darstellen.
Beispielsweise kann beim Überwachen des Zustandes einer Komponente, die die Strömung
beeinflusst, beispielsweise einer Klappenstellung, die an einem Lüfter in der Dunstabzugsvorrichtung
eingestellte Lüfterstufe berücksichtigt werden, da die erforderliche Klappenstellung
und damit der Sollwert für einen Vergleich bei unterschiedlichen Lüfterstufen unterschiedlich
sein kann.
[0035] Vorzugsweise wird das erfindungsgemäße Verfahren mit einer erfindungsgemäßen Dunstabzugshaube
durchgeführt.
[0036] Die Erfindung wird im Folgenden erneut unter Bezugnahme auf die beiliegenden Zeichnungen
erläutert. Hierbei zeigen:
Figur 1: eine schematische Blockansicht einer Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Dunstabzugsvorrichtung;
Figur 2: eine weitere schematische Blockansicht der Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Dunstabzugsvorrichtung nach Figur 1; und
Figur 3: eine schematische, perspektivische Ansicht einer Ausführungsform einer Luftaufbereitungsvorrichtung
einer Ausführungsform der erfindungsgemäßen Dunstabzugsvorrichtung.
[0037] In Figur 1 ist eine Ausführungsform der erfindungsgemäßen Dunstabzugsvorrichtung
1 in Blockdarstellung gezeigt. Die Dunstabzugsvorrichtung 1 umfasst eine Dunstabzugshaube
10 und eine Luftaufbereitungsvorrichtung 11. Die Dunstabzugshaube 10 besteht bei der
dargestellten Ausführungsform aus einer Sichthaube 100 und einem sich oberhalb der
Sichthaube 100 erstreckenden Kamin 101. In dem Kamin 101 ist ein Gebläse 102 angeordnet,
das auch als Lüfter bezeichnet wird. An der Vorderseite der Sichthaube 100 sind Bedienelemente
103 vorgesehen, über die insbesondere die Dunstabzugshaube 10, vorzugsweise zumindest
das Gebläse 102, bedient werden kann. Weiterhin ist an der Vorderseite der Sichthaube
100 eine Ausgabevorrichtung 107 angeordnet. Über diese Ausgabevorrichtung 107 können
der Betriebszustand der Dunstabzugshaube 10 und wie später noch erläutert wird, auch
eine oder mehrere Fehlermeldungen bezüglich der Luftaufbereitungsvorrichtung 11 an
einer Anzeige der Ausgabevorrichtung 107 angezeigt oder über einen Lautsprecher der
Ausgabevorrichtung 107 akustisch ausgegeben werden.
[0038] In der Sichthaube 100 ist weiterhin ein Fettfilter 104 an der Unterseite vorgesehen.
Über diesen wird verunreinigte Luft, die die Dunstabzugshaube 10 von unten anströmt
und die auch als Wrasen bezeichnet wird, von festen und flüssigen Verunreinigungen,
wie beispielsweise Fettpartikeln befreit. In der dargestellten Ausführungsform ist
zudem in Strömungsrichtung nach dem Fettfilter 104 und vor dem Gebläse 102 ein Geruchsfilter
105 angeordnet. Dieser kann beispielsweise ein Aktivkohlefilter sein. Der Geruchsfilter
105 kann auch als Vorfilter bezeichnet werden und kann zusätzlich zum Abscheiden von
Geruchsstoffen auch zum Abscheiden von Partikeln dienen. Alternativ kann der Vorfilter
auch nur zum Abscheiden von Partikeln dienen. Für die vorliegende Erfindung ist aber
das Vorsehen eines Vorfilters nicht zwingend erforderlich.
[0039] An den Kamin 101 schließt sich bei der dargestellten Ausführungsform der Dunstabzugsvorrichtung
1 ein Verbindungsrohr 12 an, das die Dunstabzugshaube 10 mit einer separaten Luftaufbereitungsvorrichtung
11 verbindet.
[0040] In der dargestellten Ausführungsform der Dunstabzugsvorrichtung 1 ist zusätzlich
im Kamin 101 eine Luftaufbereitungsvorrichtung 11 gezeigt. Diese beiden gezeigten
Luftaufbereitungsvorrichtungen 11 werden vorzugsweise alternativ verwendet. Das bedeutet,
dass beim Vorsehen einer separaten Luftaufbereitungsvorrichtung 11, die mit der Dunstabzugshaube
10 nur über eine Leitung oder ein Verbindungsrohr 12 verbunden ist, keine weiter Luftaufbereitungsvorrichtung
11 in der Dunstabzugshaube 10, insbesondere im Kamin 101, vorgesehen ist und umgekehrt.
In der weiteren Beschreibung wird auf eine Dunstabzugshaube 10 Bezug genommen, in
der insbesondere in dem Gehäuse der Dunstabzugshaube 10 und besonders bevorzugt im
Kamin 101 eine Luftaufbereitungsvorrichtung 11, angeordnet ist. Die folgenden Ausführungen
gelten aber entsprechend für eine separate Luftaufbereitungsvorrichtung 11.
[0041] Die Luftaufbereitungsvorrichtung 11 umfasst eine Steuereinheit 110, die in der dargestellten
Ausführungsform in der Luftaufbereitungsvorrichtung 11 integriert ist aber auch getrennt
dazu vorliegen kann. Weiterhin ist eine Fernbedienung 112 gezeigt, mittels derer die
Luftaufbereitungsvorrichtung 11 von dem Benutzer bedient werden kann.
[0042] In Figur 2 sind die Bestandteile der Dunstabzugsvorrichtung 1 insbesondere im Inneren
des Kamins 101 genauer gezeigt und insbesondere deren elektrischen und elektronischen
Verbindungen angedeutet. In der Luftaufbereitungsvorrichtung 11 ist eine Erfassungseinheit
14 zum Erfassen der Zustände oder des Zustandes einer oder mehrerer Komponenten der
Luftaufbereitungsvorrichtung 11 vorgesehen. Die Erfassungseinheit 14 ist bei der dargestellten
Ausführungsform in die Steuereinheit 110 integriert. Zusätzlich ist in der Steuereinheit
110 eine Erkennungseinheit 15 vorgesehen, mittels derer Fehler aufgrund der von der
Erfassungseinheit erfassten Zustände erkannt werden können und die Zustände daher
überwacht werden können.
[0043] Die Bedienelemente 103 an der Sichthaube 100 sind mit einer Steuerung 106 der Dunstabzugshaube
10 verbunden. Über diese Steuerung 106 wird beispielsweise das Gebläse 102 der Dunstabzugshaube
10 gesteuert und eingestellt. Die so eingestellte Lüfter- oder Gebläsestufe wird an
der Ausgabevorrichtung 107 angezeigt. Weiterhin ist in der dargestellten Ausführungsform
die Steuerung 106 auch mit der Steuereinheit 110 der Luftaufbereitungsvorrichtung
11 verbunden.
[0044] Über diese Verbindung können Signale von Komponenten der Dunstabzugshaube 10, an
die Steuereinheit 110 übertragen werden. Zudem können über diese Verbindung auch Informationen
von der Luftaufbereitungsvorrichtung 11, insbesondere von der Steuereinheit 110 an
die Steuerung 106 übertragen werden. Hierbei kann es sich beispielsweise um Fehlermeldungen
betreffend bestimmte Komponenten der Luftaufbereitungsvorrichtung 11 handeln. Über
die Steuerung 106 können diese Informationen dann an die Ausgabevorrichtung 107 geleitet
und dort angezeigt oder akustisch ausgegeben werden.
[0045] Weiterhin ist in den Figuren 1 und 2 ein Sensor 113 gezeigt, der in der dargestellten
Ausführungsform in der Luftaufbereitungsvorrichtung 11 vorgesehen ist. Der Sensor
113 kann insbesondere einen Drucksensor oder Berührungssensor darstellen. Alternativ
kann der Sensor 113 beispielsweise einen Sensor darstellen, über den beispielsweise
der Ozongehalt in der Luftaufbereitungsvorrichtung 11 gemessen werden kann. Durch
diese Sensorangaben kann beispielsweise auf den Zustand der Luftbehandlungseinrichtung
116, die später genauer erläutert wird, rückgeschlossen werden. Handelt es sich bei
dem Sensor 113 um einen Berührungssensor, kann dieser beispielsweise dazu dienen das
Öffnen oder Schließen einer Klappe (114 in Figur 3) oder eines anderen beweglichen
Elementes (nicht gezeigt) an der Luftaufbereitungsvorrichtung 11 zu überwachen. Über
einen oder mehrere Drucksensoren können die Druckverhältnisse oder die Änderung der
Druckverhältnisse in der Luftaufbereitungsvorrichtung 11 ermittelt werden und dadurch
beispielsweise der Zustand eines Filterelementes 115 der Luftaufbereitungsvorrichtung
11 erfasst werden.
[0046] In Figur 3 ist eine Ausführungsform der Luftaufbereitungsvorrichtung 11 mit einer
Luftbehandlungseinrichtung 116 gezeigt. Die Luftaufbereitungsvorrichtung 11 ist hierbei
in Explosionsansicht gezeigt, so dass das Innere der Luftaufbereitungsvorrichtung
11 erkennbar ist. Hierzu ist das Filterelement 115, das im eingebauten Zustand die
Vorderseite und Oberseite der Luftaufbereitungsvorrichtung 11 bildet, abgenommen gezeigt.
Die Luftbehandlungseinrichtung 116 stellt hierbei eine Luftbehandlungseinrichtung
116 dar, die auf dem Prinzip der dielektrischen Barriereentladung (DBE) arbeitet.
Hierzu sind in der Luftbehandlungseinrichtung 116 zwei Elektroden 1160, 1161 vorgesehen,
die in der dargestellten Ausführungsform parallel zueinander ausgerichtet sind. Hierbei
kann beispielsweise eine der Elektroden 1160, 1161 mit einer Grundspannung beaufschlagt
werden, wobei die Spannung und die Frequenz gezielt und separat zueinander durch die
geeignete Einstellmittel (nicht gezeigt) auf bestimmte Werte eingestellt werden.
[0047] Der Luftstrom, der über die in Figur 3 schematisch gezeigte Luftzuleitung 13, die
durch das Verbindungsrohr 12 gebildet werden kann oder, wie in den Figuren 1 und 2
gezeigt, als Leitung in dem Kamin 101 der Dunstabzugshaube 10 von dem Gebläse 102
ausgehend vorgesehen sein kann, wird bei der Luftaufbereitungsvorrichtung 11 mit dieser
Art von Luftbehandlungseinrichtung 116 zwischen die Elektroden 1160, 1161 geleitet
und dort mit hoher Energie beaufschlagt. Nicht zersetzte Geruchsstoffe sowie gegebenenfalls
nicht reagiertes Ozon werden in dem Filterelement 115 aufgenommen.
[0048] Zum Einstellen der Strömungsverhältnisse in der Luftaufbereitungsvorrichtung 11 und
insbesondere zur Vermeidung des Rückströmens von Luft aus der Luftaufbereitungsvorrichtung
11 in die Dunstabzugshaube 10, ist an der Luftaufbereitungsvorrichtung 11 in der dargestellten
Ausführungsform eine Sicherheitsklappe 114 vorgesehen. Durch Schließen der Sicherheitsklappe
114 kann insbesondere das Austreten von Ozon, das in der Luftaufbereitungsvorrichtung
11 gebildet wird, verhindert werden. Ist die Sicherheitsklappe 114 aber geschlossen,
so kann keine Luft in die Luftaufbereitungsvorrichtung 11 eintreten und diese darf
nicht aktiviert werden. Zur Verhinderung der Aktivierung der Luftaufbereitungsvorrichtung
11 und insbesondere der Luftbehandlungseinrichtung 116 sind in der Luftaufbereitungsvorrichtung
11 vorzugsweise Sicherheitsschaltungen (nicht gezeigt) vorgesehen, die das Aktivieren
verhindern. In einem solchen Fall kann gemäß der vorliegenden Erfindung beispielsweise
erfasst werden, dass die Sicherheitsklappe 114 geschlossen ist, obwohl die Luftbehandlungseinrichtung
116 nach der Stellung einer Aktivierungseinheit aktiviert sein sollte. In diesem Fall
entspricht somit der Zustand der Sicherheitsklappe 114 nicht der Solleinstellung beziehungsweise
dem Sollwert für die gewählte Einstellung an der Aktivierungseinheit, nach der die
Luftbehandlungseinrichtung 116 aktiviert sein sollte. Dies wird von der Erkennungseinheit
15 als Fehler erkannt und an der Ausgabevorrichtung 107 kann die Fehlermeldung ausgegeben
werden "Sicherheitsklappe nicht/nicht vollständig geöffnet".
[0049] Wird somit durch die Erfassungseinheit 14 in der Luftaufbereitungsvorrichtung ein
Zustand erfasst, der durch die Erkennungseinheit 15 als Fehler erkannt wird, so wird
dieser Fehler als Fehlermeldung vorzugsweise mit Angabe der Komponente aufgrund deren
Zustand der Fehler erkannt wurde, an die Ausgabevorrichtung 107 übermittelt und dort
ausgegeben. Beispielsweise können Fehler, die auf diese Art erkannt und ausgegeben
werden sein, dass eine Sicherheitsklappe 114 an der Luftaufbereitungsvorrichtung 11
nicht oder nicht vollständig geöffnet ist. Ist dies der Fall, so darf die Luftaufbereitungsvorrichtung
11 nicht betrieben werden und kann daher vorzugsweise aufgrund von Sicherheitseinstellungen
nicht gestartet werden. Da der Benutzer bei der erfindungsgemäßen Ausführungsform
nicht nur die Information erhält, dass die Luftaufbereitungsvorrichtung 11 nicht gestartet
wird, sondern beim Erfassen einer falschen Einstellung einer Sicherheitsklappe 114
beispielsweise die Information darüber erhält, kann der Benutzer die geeigneten Maßnahmen
ergreifen, um diesen Zustand der Sicherheitsklappe 114 zu ändern und so ein Starten
der Luftaufbereitungsvorrichtung 11 zu ermöglichen.
[0050] Mit der vorliegenden Erfindung wird eine Kombination einer Luftaufbereitungsvorrichtung,
die auch als Luftreinigereinheit bezeichnet wird, basierend auf dielektrischer Barriereentladung
(DBE) und einer Dunstabzugshaube, die auch als Dunstabzug bezeichnet wird, bereitgestellt.
Zudem kann mit der vorliegenden Erfindung ein sicherer Betrieb der Luftaufbereitungsvorrichtung
und damit der Dunstabzugsvorrichtung gewährleistet werden. Der Betrieb der Luftreinigungseinheit
ist nur bei bestimmten Zuständen der Dunstabzugsvorrichtung, die auch als System bezeichnet
wird, erlaubt. Werden festgelegte Bedingungen nicht erfüllt, soll die Luftaufbereitungsvorrichtung
nicht betrieben werden können oder abgeschaltet werden können. Bei der vorliegenden
Erfindung werden hierzu die Zustände einer Luftreinigereinheit erkannt und vorzugsweise
bei Erkennen eines Fehlers als Fehlermeldung ausgegeben werden. Dies kann durch optische
akustische oder ähnliche Signale geschehen. Ein Vorteil der vorliegenden Erfindung
besteht darin, dass dem Anwender mitgeteilt werden kann, in welchem Zustand sich seine
Dunstabzugsvorrichtung und insbesondere die Luftaufbereitungsvorrichtung befinden.
So ist ersichtlich, ob die Dunstabzugsvorrichtung und insbesondere die Luftaufbereitungsvorrichtung
ordnungsgemäß in oder außer Betrieb geht, ob eine Wartung, beispielsweise ein Filterwechsel,
erforderlich ist oder ob beispielsweise ein Fehler im System wie eine nicht geöffnete
Hälfte der Sicherheitsklappe vorliegt, so dass das System nicht ordnungsgemäß starten
kann.
Bezugszeichenliste
[0051]
- 1
- Dunstabzugsvorrichtung
- 10
- Dunstabzugshaube
- 100
- Sichthaube
- 101
- Kamin
- 102
- Gebläse
- 103
- Bedienelemente
- 104
- Fettfilter
- 105
- Geruchsfilter
- 106
- Steuerung
- 107
- Ausgabevorrichtung
- 11
- Luftaufbereitungsvorrichtung
- 110
- Steuereinheit
- 111
- Schnittstelle
- 112
- Fernbedienung
- 113
- Sensor
- 114
- Sicherheitsklappe
- 115
- Filterelement
- 116
- Luftbehandlungseinrichtung
- 1160, 1661
- Elektroden
- 12
- Verbindungsrohr
- 13
- Luftzuleitung
- 14
- Erfassungseinheit
- 15
- Erkennungseinheit
1. Dunstabzugsvorrichtung, die zumindest eine Dunstabzugshaube (10) und zumindest eine
Luftaufbereitungsvorrichtung (11) umfasst, dadurch gekennzeichnet, dass die Luftaufbereitungsvorrichtung (11) eine aktive Luftaufbereitungsvorrichtung (11)
darstellt und die Dunstabzugsvorrichtung (1) zumindest eine Erfassungseinheit (14)
zum Erfassen zumindest eines Zustandes zumindest einer Komponente (114, 115) der Luftaufbereitungsvorrichtung
(11) und zumindest eine Erkennungseinheit (15) zum Erkennen eines Fehlers des Betriebes
der Luftaufbereitungsvorrichtung (11) aufweist.
2. Dunstabzugsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Dunstabzugsvorrichtung (1) eine Ausgabevorrichtung (107) zur Ausgabe zumindest
einer Fehlermeldung entsprechend einem erkannten Fehler des Betriebes der Luftaufbereitungsvorrichtung
(11) aufweist.
3. Dunstabzugsvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausgabevorrichtung (107) an der Dunstabzugshaube (10) vorgesehen ist.
4. Dunstabzugsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Luftaufbereitungsvorrichtung (11) eine Luftbehandlungseinrichtung (116) für eine
Luftbehandlung mittels dielektrischer Barriereentladung umfasst.
5. Verfahren zum Betreiben einer Dunstabzugsvorrichtung (1), die zumindest eine Dunstabzugshaube
(10) und zumindest eine Luftaufbereitungsvorrichtung (11) umfasst, dadurch gekennzeichnet, dass über mindestens eine Erfassungseinheit (14) zumindest zeitweise zumindest ein Zustand
zumindest einer Komponente (114, 115) der Luftaufbereitungsvorrichtung (11) erfasst
wird und aufgrund des mindestens einen erfassten Zustandes das Auftreten eines Fehlers
des Betriebes der Luftaufbereitungsvorrichtung (11) überwacht wird.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass bei Erkennen eines Fehlers, zumindest eine Fehlermeldung entsprechend dem erkannten
Fehler an einer Ausgabevorrichtung (107) ausgegeben wird.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens einer der Zustände mindestens einer Komponente der Luftaufbereitungsvorrichtung
(11) die Inbetriebnahme und/oder das Abschalten der Luftaufbereitungsvorrichtung (11)
ist.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens einer der Zustände mindestens einer der Komponenten (114, 115) der Luftaufbereitungsvorrichtung
(11) der Zustand einer der strömungsbeeinflussenden Komponenten (114, 115) der Luftaufbereitungsvorrichtung
(11) ist.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens einer der Zustände mindestens einer der Komponenten (114, 115) der Luftaufbereitungsvorrichtung
(11) der Zustand zumindest eines Teils einer Luftbehandlungseinrichtung (116) der
Luftaufbereitungsvorrichtung (11) ist.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 5 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass ein erfasster Zustand zumindest einer der Komponenten (114, 115) der Luftaufbereitungsvorrichtung
(11) mit zumindest einem vorgegebenen Wert verglichen wird.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 5 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass ein erfasster Wert eines Zustandes mindestens einer Komponente (114, 115) der Luftaufbereitungsvorrichtung
(11) mit zumindest einem Wert eines weiteren Zustandes einer weiteren Komponente (114,
115) der Luftaufbereitungsvorrichtung (11) verarbeitet wird.
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 5 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass dieses mit einer Dunstabzugsvorrichtung (1) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 4 durchgeführt
wird.