Stand der Technik
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Reduzierung der Temperaturtoleranz von Glühstiftkerzen.
Weiterhin betrifft die Erfindung eine Vorrichtung zur Reduzierung der Temperaturtoleranz
von Glühstiftkerzen. Die
US 2009/0316328 A, die
DE 10 2006 010081 A1 und die
EP 1 762 724 A1 zeigen Verfahren und Vorrichtungen zur Identifizierung von Glühstiftkerzentypen auf
Basis elektrischer Parameter. Bei niedrigen Temperaturen benötigt eine selbstzündende
Verbrennungskraftmaschine eine Zündhilfe. Insbesondere wird die Zündhilfe zum Starten
der Verbrennungskraftmaschine benötigt. Hierzu werden Glühstiftkerzen eingesetzt,
die jeweils im Zylinderkopf eingebaut sind und in den Brennraum hineinragen. Die Glühstiftkerzen
umfassen üblicherweise einen Glühstift, der dem zu zündenden Kraftstoff-Luft-Gemisch
eine heiße Stelle anbietet, an der sich das Kraftstoff-Luft-Gemisch entzünden kann.
Bei üblicherweise eingesetzten Glühstiftkerzen umfasst der Glühstift ein als elektrischer
Widerstand ausgebildetes Heizelement. An das Heizelement wird eine Spannung angelegt,
so dass durch das Heizelement ein Strom fließt, der den Glühstift auf eine definierte
Temperatur aufheizt. Diese Temperatur wird so gewählt, dass sie ausreichend ist, um
das Kraftstoff-Luft-Gemisch im Brennraum der Verbrennungskraftmaschine zu zünden.
Die Temperatur des Glühstiftes ergibt sich durch die angelegte Spannung und die Kühlung
des Glühstiftes durch die laufende Verbrennungskraftmaschine. Je nach Motorzustand
kann die Temperatur durch die Höhe der angelegten Spannung eingestellt werden. Damit
während des Starts der Verbrennungskraftmaschine und in der Warmlaufphase der Glühstift
die richtige Temperatur hat, muss das Glühsystem, umfassend Glühstiftkerze, Steuergerät
und Software angepasst werden.
[0002] Die Temperatur, auf die der Glühstift einer Glühstiftkerze aufgeheizt wird liegt
üblicherweise im Bereich von 800 bis 1300°C. Im Allgemeinen weisen Glühstiftkerzen
eine fertigungsbedingte Temperaturtoleranz auf. Diese liegt im Allgemeinen bei ungefähr
+/-50°C. Die Temperaturunterschiede der einzelnen Glühstiftkerzen, die sich durch
die Temperaturtoleranz bei der Fertigung ergeben, führen jedoch zu einer negativen
Beeinflussung des Verbrennungsverhaltens im Kaltstart und dem Emissionsbetrieb. Zudem
wird die Lebensdauer einzelner Glühstiftkerzen durch Temperaturabweichungen reduziert.
Offenbarung der Erfindung
Vorteile der Erfindung
[0003] Das erfindungsgemäße Verfahren zur Reduzierung der Temperaturtoleranz von Glühstiftkerzen
umfasst folgende Schritte:
- (a) Klassifizieren der Glühstiftkerzen einer selbstzündenden Verbrennungskraftmaschine
in mindestens zwei Temperaturklassen wobei mindestens eine Temperaturklasse einen
Temperaturbereich oberhalb eines Solltemperaturbereichs umfasst, mindestens eine Temperaturklasse
einen Temperaturbereich unterhalb des Solltemperaturbereichs und/oder eine Temperaturklasse
den Solltemperaturbereich,
- (b) Absenken der Ansteuerspannung von Glühstiftkerzen, die einer Temperaturklasse
zugeordnet wurden, die einen Temperaturbereich oberhalb des Solltemperaturbereichs
umfasst und Erhöhen der Ansteuerspannung von Glühstiftkerzen, die einer Temperaturklasse
zugeordnet wurden, die einen Temperaturbereich unterhalb des Solltemperaturbereichs
umfasst.
[0004] Durch das erfindungsgemäße Verfahren lässt sich die Temperaturtoleranz der Glühstiftkerzen
reduzieren. Insbesondere wird durch das Verfahren die Toleranzkette, umfassend Kabelbaum,
Kontaktwiderstände und Glühstiftkerze, berücksichtigt. Durch die Reduzierung der Temperaturtoleranz
kann ein besseres Verhalten im Kaltstart erzielt werden und der Emissionsbetrieb verbessert
werden. Zudem lässt sich eine längere Lebensdauer der Glühstiftkerze erreichen.
[0005] Durch die Verbesserung des Glühverhaltens und des Verbrennungsverhaltens wird die
Verbrennungsstabilität beim Kaltstart erhöht und es werden die Kohlenwasserstoff-
und Kohlenmonoxid-Emissionen verringert.
[0006] Ein weiterer Vorteil ist, dass das Verfahren an der Verbrennungskraftmaschine im
laufenden Betrieb durchgeführt werden kann, so dass keine externe Einstellung notwendig
ist. Dies hat zudem den Vorteil, dass eine regelmäßige Überwachung der Temperaturtoleranzen
erfolgen kann.
[0007] Um das Verfahren durchzuführen umfasst die Erfindung auch eine Vorrichtung zur Reduktion
der Temperaturtoleranz von Glühstiftkerzen, umfassend Mittel zum Klassifizieren der
Glühstiftkerzen in mindestens zwei Temperaturklassen, wobei mindestens eine Temperaturklasse
einen Temperaturbereich oberhalb eines Solltemperaturbereichs umfasst, mindestens
eine Temperaturklasse einen Temperaturbereich unterhalb des Solltemperaturbereichs
und/oder eine Temperaturklasse den Solltemperaturbereich, sowie Mittel zum Anpassen
der Ansteuerspannung der Glühstiftkerzen in Abhängigkeit von der Temperaturklasse,
der die Glühstiftkerze zugeordnet wurde.
[0008] Als Mittel zum Klassifizieren der Glühstiftkerzen und Mittel zum Anpassen der Ansteuerspannung
der Glühstiftkerzen wird vorzugsweise ein Glühzeitsteuergerät eingesetzt, wie es bereits
derzeit in Verbrennungskraftmaschinen verwendet wird.
[0009] Dies ermöglicht es auch, das erfindungsgemäße Verfahren an Verbrennungskraftmaschinen
zu adaptieren, die bereits betrieben werden.
[0010] In einer ersten Ausgestaltung der Erfindung werden zur Klassifizierung der Glühstiftkerzen
Strom, Spannung und Ansteuerzeit gemessen und daraus Merkmale zur Klassifizierung
berechnet. Als Merkmale zur Klassifizierung werden zum Beispiel Leistung, Widerstand,
Energie und Zeitkonstante T
63, T
100 berechnet. Die Zeitkonstante berücksichtigt die zeitliche Änderung der Temperatur
respektive den Widerstand der Kerze bei Änderung der Ansteuerspannung (Spannungssprung).
[0011] Leistung, Widerstand, E und T
63 und T
100 können aus Strom, Spannung und Ansteuerzeit bereits mit derzeit eingesetzten Glühzeitsteuergeräten
bestimmt werden. Dies erlaubt eine einfache Adaption des erfindungsgemäßen Verfahrens
auch an bereits bestehende Systeme. Ein weiterer Vorteil ist, dass ohne großen apparativen
Aufwand eine Klassifizierung der Glühstiftkerzen durchgeführt werden kann. Um die
Glühstiftkerzen zu klassifizieren werden die Merkmale zur Klassifizierung, beispielsweise
Leistung, Widerstand, E und T
63, T
100 mit vorgegebenen Referenzwerten verglichen. Die vorgegebenen Referenzwerte sind dabei
in einer ersten Ausführungsform Referenzwerte, die von außen vorgegeben werden und
im Glühzeitsteuergerät oder einer anderen Vorrichtung zur Berechnung der Merkmale
zur Klassifizierung abgelegt sind.
[0012] In einer alternativen Ausführungsform werden die Merkmale der einzelnen Glühstiftkerzen
der Verbrennungskraftmaschine miteinander verglichen. Wenn sich in diesem Fall zum
Beispiel die Merkmale einer Glühstiftkerze signifikant von den Merkmalen der anderen
Glühstiftkerzen der Verbrennungskraftmaschine unterscheiden, so wird diese Glühstiftkerze
je nachdem, wie sich die Merkmale unterscheiden, in die Temperaturklasse oberhalb
des Solltemperaturbereichs oder in die Temperaturklasse unterhalb des Solltemperaturbereichs
klassifiziert. In die Temperaturklasse, die den Temperaturbereich oberhalb des Solltemperaturbereichs
umfasst, wird die Glühstiftkerze zum Beispiel dann klassifiziert, wenn diese im Vergleich
zu den anderen Glühstiftkerzen bei gleicher Ansteuerspannung deutlich mehr Leistung
umsetzt. Entsprechend wird eine Glühstiftkerze, die bei gleicher Ansteuerspannung
relativ zu den anderen Glühstiftkerzen der Verbrennungskraftmaschine weniger Leistung
umsetzt in die Temperaturklasse eingeteilt, die den Temperaturbereich unterhalb des
Solltemperaturbereichs abdeckt. Um die Glühstiftkerzen in diesem Fall jeweils in die
Temperaturklassen einteilen zu können, ist es insbesondere bevorzugt, wenn die Merkmale
aller Glühstiftkerzen der Verbrennungskraftmaschine zur Klassifizierung miteinander
verglichen werden, wobei als Sollwertbereich ein Bereich festgelegt wird, in den bei
mehr als drei Glühstiftkerzen die Merkmale von mindestens zwei Glühstiftkerzen fallen
und bei drei Glühstiftkerzen die Merkmale, die eine mittlere Temperatur festlegen.
[0013] Darüber hinaus kann bei Über- oder Unterschreitung von Diagnosegrenzwerten die Kerze
als defekt erkannt werden, wobei in diesem Fall keine Spannungsanpassung durchgeführt
wird. Diagnosegrenzwerte sind z.B. Widerstände die weit außerhalb des möglichen Fertigungstoleranzbandes
liegen. So kann zum Beispiel der Widerstand extrem hoch sein, das heißt deutlich größer
als ein möglicher Toleranzwert und im Grenzfall gegen unendlich gehen, was auf eine
unterbrochene Heizerleitung hinweist. Weiterhin kann der Widerstand einen sehr kleinen
Wert aufweisen, der im Grenzfall gegen 0 Ohm geht, was auf einen Kurzschluss hinweist.
[0014] Neben den Merkmalen, die aus den gemessenen Größen, beispielsweise Strom, Spannung
und Ansteuerzeit, berechnet werden, können auch Toleranzangaben aus der Fertigung
bzw. der Einbauanordnung der Glühstiftkerzen innerhalb der Verbrennungskraftmaschine
berücksichtigt werden, um die Wahrscheinlichkeit zu berücksichtigen, ob die Glühstiftkerze
eine heiße oder eine kalte Glühstiftkerze ist und dazu in die Temperaturklasse, die
den Temperaturbereich oberhalb des Solltemperaturbereichs oder in die Temperaturklasse,
die den Temperaturbereich unterhalb des Solltemperaturbereichs abdeckt, zu klassifizieren
ist.
[0015] Nach der Klassifizierung der Glühstiftkerzen in die Temperaturklassen wird für die
Glühstiftkerzen, die einer Temperaturklasse zugeordnet wurden, die den Temperaturbereich
oberhalb des Solltemperaturbereichs abdeckt, die Ansteuerspannung abgesenkt und für
die Glühstiftkerzen, die einer Temperaturklasse zugeordnet wurden, die einen Temperaturbereich
unterhalb des Solltemperaturbereichs umfasst, die Ansteuerspannung erhöht. Bei Glühstiftkerzen,
die in die Temperaturklasse fallen, die den Solltemperaturbereich umfasst, wird die
Ansteuerspannung nicht korrigiert. Durch das Erhöhen der Ansteuerspannung setzt die
Glühstiftkerze mehr Leistung um und die Temperatur der Glühstiftkerze steigt. Entsprechend
setzt die Glühstiftkerze bei einer reduzierten Ansteuerspannung weniger Leistung um
und die Glühstiftkerze heizt auf eine niedrigere Temperatur. Insbesondere bei mehr
als nur einer Temperaturklasse, die jeweils die Temperaturbereiche oberhalb des Solltemperaturbereichs
und unterhalb des Solltemperaturbereichs umfassen, kann anhand der Temperaturklasse,
in die die Glühstiftkerze eingeteilt wurde auch eine unterschiedliche Erhöhung oder
Absenkung der Ansteuerspannung realisiert werden. Je stärker die Temperatur von der
Solltemperatur abweicht umso stärker erfolgt in diesem Fall die Änderung der Ansteuerspannung.
[0016] Durch die Korrektur der Ansteuerspannung können die Glühstiftkerzen, die der Temperaturklasse,
die einen Temperaturbereich unterhalb des Solltemperaturbereichs umfasst bzw. die
der Temperaturklasse, die einen Temperaturbereich oberhalb des Solltemperaturbereichs
umfasst, in ein Zieltemperaturtoleranzband, das üblicherweise dem Solltemperaturbereich
entspricht, gebracht werden. Die Zieltemperaturtoleranz liegt dabei vorzugsweise bei
einer Temperaturabweichung von einer Solltemperatur von ΔT = 25°C. Für den Solltemperaturbereich
bedeutet dies, dass dieser zwischen minimaler und maximaler Temperatur eine Temperaturdifferenz
von 50°C umfasst.
[0017] Das erfindungsgemäße Verfahren zur Klassifizierung der Glühstiftkerzen und der Anpassung
wird vorzugsweise während des Stillstands des Fahrzeugs bei aktivierter Zündung oder
nach Ausschalten der Zündung, wenn sich das Steuergerät im Nachlauf befindet, durchgeführt.
Alternativ ist es zum Beispiel auch möglich, die Messung im Leerlauf der Verbrennungskraftmaschine
durchzuführen, da hier eine konstante Drehzahl und Einspritzmenge und damit ein stationärer
Betriebspunkt vorliegt. Bei der Messung müssen die Glühstiftkerzen jeweils einzeln
angesteuert werden. Durch die Durchführung des Verfahrens bei Stillstand des Fahrzeugs,
beispielsweise unmittelbar nach dem Starten der Verbrennungskraftmaschine bzw. zum
Beispiel bei einem Ampelstopp wird sichergestellt, dass nicht während der Fahrt durch
die Einstellung der Glühstiftkerzen Änderungen in der Leistung des Motors auftreten.
Zudem wird der Motor bei Stillstand des Fahrzeugs üblicherweise bei Leerlaufdrehzahl
bewegt, so dass ein konstantes Drehzahlniveau zum Einstellen und Anpassen der Glühstiftkerzen
vorliegt.
[0018] In einer Ausführungsform der Erfindung werden zunächst die Merkmale zur Klassifizierung
mit vorgegebenen Referenzwerten verglichen, um die Glühstiftkerzen zu klassifizieren
und anschließend werden zur Verifikation die Merkmale aller Glühstiftkerzen der Verbrennungskraftmaschine
zur Klassifizierung miteinander verglichen, wobei als Sollwertbereich ein Bereich
festgelegt wird, in den bei mehr als drei Glühstiftkerzen die Merkmale von mindestens
zwei Glühstiftkerzen fallen und bei drei Glühstiftkerzen die Merkmale, die eine mittlere
Temperatur festlegen. Durch den Vergleich mit vorgegebenen Referenzwerten und den
Vergleich der Merkmale der Glühstiftkerzen untereinander wird eine zusätzliche Sicherheitsstufe
zur Anpassung der Ansteuerspannung bereitgestellt.
[0019] Durch das erfindungsgemäße Verfahren ist es möglich, die Temperaturtoleranz von Glühstiftkerzen
sowohl im gesteuerten als auch im geregelten Betrieb der Verbrennungskraftmaschine
zu reduzieren. Durch die Reduktion der Temperaturtoleranz der Glühstiftkerzen wird
das Glühverhalten bzw. das Verbrennungsverhalten der Verbrennungskraftmaschine verbessert.
Dies führt zu einer Verbrennungsstabilität beim Kaltstart sowie zu einer Verringerung
von Kohlenwasserstoff- und Kohlenmonoxid-Emissionen. Ein weiterer Vorteil des erfindungsgemäßen
Verfahren ist, dass die Anpassung der Temperaturtoleranz der Glühstiftkerzen ohne
zusätzlichen apparativen Aufwand und ohne zusätzliche Geräte durchgeführt werden kann.
Auch ist es möglich, durch die Anpassung der Temperaturtoleranz der Glühstiftkerzen
direkt in der Verbrennungskraftmaschine Glühstiftkerzen mit einem größeren Temperaturtoleranzband
aus der Fertigung einzusetzen, so dass ein geringerer Ausschuss bei der Fertigung
entsteht.
[0020] Insbesondere hat das erfindungsgemäße Verfahren den Vorteil, dass durch Einstellung
der Temperaturtoleranz der Glühstiftkerzen zum einen die spezifizierte Glühtemperatur
im Kraftfahrzeug besser eingehalten werden kann und zum anderen die Glühtemperatur
erhöht werden kann bzw. die Glühstiftkerzenlebensdauer in der Verbrennungskraftmaschine
verlängert werden kann.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0021] Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Figur dargestellt und werden in der
nachfolgenden Beschreibung näher erläutert.
[0022] Die einzige Figur zeigt Spannungs-, Temperatur-, und Widerstandsverläufe in Abhängigkeit
von der Zeit.
Ausführungsbeispiel der Erfindung
[0023] In der einzigen Figur sind die Verläufe von Temperatur, Widerstand und Spannung in
Abhängigkeit von der Zeit dargestellt.
[0024] Um Glühstiftkerzen zu klassifizieren, die außerhalb einer vorgegebenen Temperaturtoleranz
liegen, werden zunächst Merkmale berechnet, die das dynamische Verhalten und das stationäre
Verhalten der Glühstiftkerze beschreiben. Hierzu ist es zum Beispiel möglich, in einer
Verbrennungskraftmaschine eines Kraftfahrzeugs bei Stillstand des Kraftfahrzeugs und
damit bei ruhiger Umgebungsluft die Glühstiftkerze mit einer vorgegebenen Ansteuerspannung
anzusteuern, um die Merkmale der Glühstiftkerze zu bestimmen. Über den gesamten Zeitraum
der Klassifizierung und der Erfassung der Temperaturtoleranz der Glühstiftkerze werden
Spannung und Strom gemessen und zu vorgegebenen Zeitstempeln werden charakteristische
Werte berechnet. Die berechneten charakteristischen Werte sind zum Beispiel der Widerstand
der Glühstiftkerze, die Leistung der Glühstiftkerze, Zeitkonstanten T
63, das heißt, die Zeit bis 63% des Sollwertes, bzw. Zielwertes erreicht ist, wobei
die Zeit wird mittels Timer im Steuergerät bestimmt wird, die Zeit, um ein bestimmtes
Widerstandsniveau zu erzielen sowie Gradienten dT/dR.
[0025] Die Bestimmung der charakteristischen Merkmale für eine Glühstiftkerze ist zum Beispiel
in Figur 1 dargestellt. Hierzu wird in einem ersten Schritt ein Anfangswiderstand
R
0 zu einem Startzeitpunkt 1 bestimmt. Zum Startzeitpunkt wird die Ansteuerspannung
auf einen ersten Wert 3 angehoben. Durch das Anheben der Ansteuerspannung auf den
ersten Wert 3 steigt die Temperatur 5 der Glühstiftkerze und der Widerstand 7 nimmt
aufgrund der steigenden Temperatur ebenfalls zu.
[0026] Um einen schnellen Temperaturanstieg der Glühstiftkerze zu erzielen, liegt der erste
Wert 3 für die Ansteuerspannung höher als die spätere Ansteuerspannung der Glühstiftkerze.
Am Ende des Startvorgangs zu einem Zeitpunkt t
1 haben sich ein erstes Temperaturmaximum 9 und ein erstes Widerstandsmaximum 11 eingestellt.
Zum Zeitpunkt t
1 wird die Spannung auf einen zweiten Wert 13 abgesenkt. Der Zeitpunkt, zu dem die
Ansteuerspannung auf den zweiten Wert 13 abgesenkt wird, bestimmt sich durch

worin U die Ansteuerspannung, t die Zeit und E
thres die Energieschwelle, die so definiert ist, dass die Glühstiftkerze das zulässige
Temperaturmaximum in der schnellen Aufheizphase (Pushen, U
push>>U
nominal) nicht überschreitet. Die Energie kann entweder nach Gleichung 1 bestimmt werden,
d.h. mittels Integral von (U
2/R), wobei in Gleichung 1 R=1 gilt, oder alternativ durch das Integral von(U*I) entsprechend
Gleichung (2).

[0027] Nach dem Absenken der Ansteuerspannung auf den zweiten Wert 13 nehmen sowohl Widerstand
7 als auch Temperatur 5 ab. Für den Widerstand 7 ergibt sich ein lokales Minimum 15.
Dieses wird berechnet.
[0028] Nach einer vorgegebenen Zeit t
2 wird die Spannung auf einen dritten Wert angehoben. Der dritte Wert 17 der Ansteuerspannung
ist dabei höher als der zweite Wert 13 und niedriger als der erste Wert 3. Übliche
Werte für die Ansteuerspannung sind zum Beispiel für den ersten Wert 11 V, für den
zweiten Wert 3,0 oder 5,5 V und für den dritten Wert 5 V, 7 V oder 7,5 V. Im Allgemeinen
liegt der erste Wert für die Ansteuerspannung im Bereich von 9 bis 13 V, der zweite
Wert für die Ansteuerspannung im Bereich von 2 bis 6 V und der dritte Wert für die
Ansteuerspannung im Bereich von 4 bis 9 V.
[0029] Nach dem lokalen Minimum 15 des Widerstandes 7 steigt dieser wieder an. Hierbei stellt
sich dann ein konstanter Wert 19 für den Widerstand ein. Der konstante Wert 19 wird
bestimmt. Unmittelbar vor dem Anheben der Ansteuerspannung auf den dritten Wert wird
der konstante Wert 19 erneut bestimmt. Nach dem Anheben der Ansteuerspannung auf den
dritten Wert 17 wird erneut der Widerstand und damit auch die Leistung bestimmt. Zur
Überprüfung, ob sich ein konstanter Widerstand bzw. eine konstante Leistung einstellt,
wird am Ende des Messvorganges erneut der Widerstand bestimmt.
[0030] Anhand der gemessenen und bestimmten Werte wird die Glühstiftkerze in eine Temperaturklasse
eingeteilt. Üblicherweise werden hierzu drei Temperaturklassen verwendet, wobei eine
Temperaturklasse einen Temperaturbereich oberhalb eines Solltemperaturbereichs umfasst,
eine Temperaturklasse einen Temperaturbereich unterhalb des Solltemperaturbereichs
und eine Temperaturklasse den Solltemperaturbereich.
[0031] Zur Einteilung der Glühstiftkerzen in eine der Temperaturklassen erfolgt ein Vergleich
der gemessenen Werte mit abgespeicherten Werten. Die Werte können dabei zum Beispiel
in einem Glühzeitsteuergerät abgelegt sein.
[0033] In den vorstehenden Zuordnungen bedeutet 1 eine Zuordnung in die Temperaturklasse,
die den Temperaturbereich oberhalb des Solltemperaturbereichs umfasst, -1 die Temperaturklasse,
die den Temperaturbereich unterhalb des Solltemperaturbereichs umfasst und 0 die Temperaturklasse,
die den Solltemperaturbereich umfasst.
[0034] In den Zuordnungen bedeuten:
C1:
R0: Kaltwiderstand der Kerze, Widerstand beim Einschalten der Glühstiftkerze
R0,lower: untere Grenze für den Kaltwiderstand, damit die Kerze anhand von diesem Kriterium
als Nominalkerze eingeordnet werden kann.
R0,upper: obere Grenze für den Kaltwiderstand, damit die Kerze anhand von diesem Kriterium
als Nominalkerze eingeordnet werden kann.
C2:
t: Zeit von Bestromung der Kerze bis zum Erreichen des maximalen Widerstands (Zeit
von Punkt 1 bis 11),
tlower: obere Grenze für die Zeit damit die Kerze anhand von diesem Kriterium als Nominalkerze
eingeordnet werden kann
tupper: untere Grenze für die Zeit damit die Kerze anhand von diesem Kriterium als Nominalkerze
eingeordnet werden kann.
C3:
Rpushmax: maximaler Widerstand nach dem Pushen (schnelles Aufheizen), d.h. Widerstand nach
dem Anlegen der hohen Spannung Punkt 3 von z.B. 11V. Indizes lower, upper analog C1,
C2 jedoch in dem Fall für den Widerstand nach dem Pushen (max. Widerstand nach dem
Pushen)
C4:
RPostMin: minimaler Widerstand nach dem Pushen und Anlegen einer niedrigeren Spannung von
z.B. 5.5V (Punkt 13)
C5:
Zeitkonstante bis 63% oder 100% des stationären Widerstands beim Anlegen einer Spannung
von z.B. 5.5V erreicht ist. Ausgangswert ist der minimale Widerstand nach dem Pushen,
d.h. es wird die Differenz zwischen R(5.5V stationär) und RPostMin, ΔR = R(5.5V) - RpostMin gebildet. Die Zeitkonstante wird dann aus der Zeitdifferenz (Δt=t(5.5V)- t(Rpostmin)) von RPostMin bis zum Erreichen von 63% oder 100% von R(5.5V) bestimmt. T63 = 63% von Δt bzw. T100 = 100% von Δt.
C6:
R: Widerstand (berechnet aus gemessener Spannung U und Stromstärke I) zwischen t1 und t2; der Widerstand der Kerze ist stationär und repräsentiert einen stationären Temperaturwert
der Kerze. Alternativ kann in dieser Phase auch die Leistung P bestimmt werden
C7:
Zeitkonstante bis 63% oder 100% des stationären Widerstands beim Anlegen einer Spannung
von z.B. 7.4V erreicht ist. Ausgangswert ist der stationäre Widerstand zwischen t1 und t2, das heißt, es wird die Differenz zwischen R(7.4V) und R(5.5V), ΔR = R(7.4V) - (R5.5V)
gebildet. Die Zeitkonstante wird dann aus der Zeitdifferenz (Δt=t(7.4V) - t(5.5))
von R(5.5V) bis zum Erreichen von 63% oder 100% von R(7.4V) bestimmt. T63 = 63% von Δt bzw. T100= 100% von Δt
C8:
analog C6 jedoch für die Phase t>t2
C9:
dT / dR = (T(7.4)-T(5.5V)) / (R(7.4V)-R(5.5V)), T = Temperatur, 7.4V exemplarische
Spannung in der Phase, t>t2 und 5.5V für t1<t<t2. Die Referenztemperaturen für die Referenzspannung (z.B. 5.5V und 7.4V) werden im
Steuergerät hinterlegt.
C10:
R60-R0: Widerstandsdifferenz zwischen stationärem Endwert (R60 entspricht hierbei dem Widerstand R von C6_1 bzw. dem Widerstand R von C8_1) im Zeitbereich
t1<t<t2 oder für t>t2 und Kaltwiderstand R0 (C1).
[0035] Um ein Kriterium zu finden, welcher Temperaturklasse die Glühstiftkerze im Endeffekt
zugeordnet wird, werden die einzelnen Klassifikationen jeweils mit einem Gewichtsfaktor
multipliziert und addiert. Wenn der so bestimmte Wert größer als ein oberer vorgegebener
Wert ist, wird die Glühstiftkerze der Temperaturklasse zugeordnet, die oberhalb des
Solltemperaturbereichs liegt, wenn der bestimmte Wert kleiner ist als ein unterer
vorgegebener Grenzwert, wird die Glühstiftkerze der Temperaturklasse zugeordnet, die
den Temperaturbereich unterhalb des Solltemperaturbereichs umfasst, und wenn der Wert
zwischen dem oberen und dem unteren Grenzwert liegt, der Temperaturklasse, die den
Solltemperaturbereich umfasst.
[0036] Wenn die Glühstiftkerze der Temperaturklasse zugeordnet wird, die den Temperaturbereich
unterhalb des Solltemperaturbereichs umfasst, wird die Ansteuerspannung erhöht und
wenn die Glühstiftkerze der Temperaturklasse zugeordnet wird, die den Temperaturbereich
oberhalb des Solltemperaturbereichs umfasst, wird die Ansteuerspannung reduziert.
[0037] Alternativ ist es auch möglich, anstelle der Ansteuerspannung den Widerstand der
Glühstiftkerze zu ändern. Hierbei wird ebenfalls die Spannung verändert, jedoch nicht
"pauschal" mit einer fest definierten konstanten Korrekturspannung, sondern derart,
dass sich ein geforderter Widerstand einstellt. Die Spannung wird solange variiert
bis sich eine gewünschte Temperatur und damit ein bestimmter Widerstand an der Glühstiftkerze
einstellt. Ist z.B. der Widerstand zu niedrig wird mehr Leistung umgesetzt und die
Kerze ist zu heiß. In diesem Fall wird die Spannung reduziert bis ein geforderter
Widerstand erreicht ist.
[0038] In einer alternativen Ausführungsform ist es auch möglich, die Glühstiftkerzen untereinander
zu vergleichen. Hierzu können die gleichen berechneten Merkmale herangezogen werden
wie zuvor beschrieben, beispielsweise Leistung, Widerstand, Strom, T
63 oder auch Gradienten.
[0039] Nach der Bestimmung der Merkmale kann zum Beispiel anhand eines Wahrscheinlichkeitsmodells
abgeschätzt werden, welcher Temperaturklasse die Glühstiftkerze zugeordnet werden
soll.
[0040] Üblicherweise erfolgt bereits eine Klassifizierung in Temperaturbereiche bei der
Produktion der Glühstiftkerzen. Diese werden üblicherweise eingeteilt in kalte Glühstiftkerzen,
mittlere Glühstiftkerzen und heiße Glühstiftkerzen. In der weiteren Verwendung werden
dann jeweils Glühstiftkerzen aus der gleichen Gruppe in eine Verbrennungskraftmaschine
eingebaut.
[0041] Die Temperaturbereiche, in denen die Glühstiftkerzen bei der Produktion klassifiziert
werden, sind jedoch im Allgemeinen größer als die gewünschte Temperaturtoleranz für
die Verbrennungskraftmaschine. Es ist jedoch immer möglich, dass auch in einer Verbrennungskraftmaschine
Glühstiftkerzen aus unterschiedlichen Temperaturklassen eingebaut werden. In diesem
Fall kann durch das erfindungsgemäße Verfahren die Temperaturtoleranz zum Beispiel
durch Anpassen der Ansteuerspannung eingestellt werden.
1. Verfahren zur Reduzierung der Temperaturtoleranz von Glühstiftkerzen, wobei das Verfahren
in einem laufenden Betrieb der Verbrennungskraftmaschine durchgeführt wird, folgenden
Schritte umfassend:
(a) Klassifizieren der Glühstiftkerzen einer selbstzündenden Verbrennungskraftmaschine
in mindestens zwei Temperaturklassen, wobei mindestens eine Temperaturklasse einen
Temperaturbereich oberhalb eines Solltemperaturbereichs umfasst, mindestens eine Temperaturklasse
einen Temperaturbereich unterhalb des Solltemperaturbereichs und/oder eine Temperaturklasse
den Solltemperaturbereich,
(b) Absenken der Ansteuerspannung von Glühstiftkerzen, die einer Temperaturklasse
zugeordnet wurden, die einen Temperaturbereich oberhalb des Solltemperaturbereichs
umfasst und Erhöhen der Ansteuerspannung von Glühstiftkerzen, die einer Temperaturklasse
zugeordnet wurden, die einen Temperaturbereich unterhalb des Solltemperaturbereichs
umfasst,
(c) wobei für die Klassifizierung zu einem Startzeitpunkt ein erster Wert (3) einer
Ansteuerspannung, danach ein zweiter Wert (13) einer Ansteuerspannung und danach ein
dritte Wert (17) für die Ansteuerspannung an die Glühkerze angelegt wird, dass der
dritte Wert für die Ansteuerspannung höher ist als der zweite Wert (13) für die Ansteuerspannung
und niedriger ist als der erste Wert (3) für die Ansteuerspannung,
(d) wobei für die Klassifizierung Strom, Spannung und Ansteuerzeit gemessen werden
und daraus Merkmale zur Klassifizierung berechnet werden,
(e) wobei als Merkmale zur Klassifizierung Leistung, Widerstand, Energie und Zeitkonstante
T63 berechnet werden.
2. Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Merkmale zur Klassifizierung mit vorgegebenen Referenzwerten verglichen werden,
um die Glühstiftkerzen zu klassifizieren.
3. Verfahren gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Merkmale aller Glühstiftkerzen der Verbrennungskraftmaschine zur Klassifizierung
miteinander verglichen werden, wobei als Sollwertbereich ein Bereich festgelegt wird,
in den bei mehr als drei Glühstiftkerzen die Merkmale von mindestens zwei Glühstiftkerzen
fallen und bei drei Glühstiftkerzen die Merkmale, die eine mittlere Temperatur festlegen.
4. Verfahren gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Klassifizierung der Glühstiftkerzen und die Anpassung der während Stillstands
des Fahrzeugs durchgeführt werden.
5. Verfahren gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zunächst die Merkmale zur Klassifizierung mit vorgegebenen Referenzwerten verglichen
werden, um die Glühstiftkerzen zu klassifizieren und anschließend zur Verifikation
die Merkmale aller Glühstiftkerzen der Verbrennungskraftmaschine zur Klassifizierung
miteinander verglichen werden, wobei als Sollwertbereich ein Bereich festgelegt wird,
in den bei mehr als drei Glühstiftkerzen die Merkmale von mindestens zwei Glühstiftkerzen
fallen und bei drei Glühstiftkerzen die Merkmale, die eine mittlere Temperatur festlegen.
6. Vorrichtung zur Reduzierung der Temperaturtoleranz von Glühstiftkerzen im laufenden
Betrieb der Verbrennungskraftmaschine, umfassend Mittel zum Klassifizieren der Glühstiftkerzen
in mindestens zwei Temperaturklassen, wobei mindestens eine Temperaturklasse einen
Temperaturbereich oberhalb eines Solltemperaturbereichs umfasst, mindestens eine Temperaturklasse
einen Temperaturbereich unterhalb des Solltemperaturbereichs und/oder eine Temperaturklasse
den Solltemperaturbereich, sowie Mittel zum Anpassen der Ansteuerspannung der Glühstiftkerzen
in Abhängigkeit von der Temperaturklasse, der die Glühstiftkerze zugeordnet wurde,
wobei die Mittel für die Klassifizierung zu einem Startzeitpunkt ein erster Wert (3)
einer Ansteuerspannung, danach ein zweiter Wert (13) einer Ansteuerspannung und danach
ein dritter Wert (17) für die Ansteuerspannung an die Glühkerze anlegen, so dass der
dritte Wert für die Ansteuerspannung höher ist als der zweite Wert (13) für die Ansteuerspannung
und niedriger ist als der erste Wert (3) für die Ansteuerspannung, wobei die Mittel
für die Klassifizierung Strom, Spannung und Ansteuerzeit messen und daraus Merkmale
zur Klassifizierung berechnen, wobei die Mittel als Merkmale zur Klassifizierung Leistung,
Widerstand, Energie und Zeitkonstante T63 berechnen.
7. Vorrichtung gemäß Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel zum Klassifizieren der Glühstiftkerzen und die Mittel zum Anpassen der
Ansteuerspannung der Glühstiftkerzen ein Glühzeitsteuergerät umfassen.
1. Method for reducing the temperature tolerance of glow plugs, the method being carried
out during continuous operation of the internal combustion engine, comprising the
following steps:
(a) classifying the glow plugs of an auto compression-ignition internal combustion
engine into at least two temperature classes, wherein at least one temperature class
comprises a temperature range above a target temperature range, at least one temperature
class comprises a temperature range below the target temperature range and/or a temperature
class comprises the target temperature range,
(b) lowering the drive voltage of glow plugs which have been assigned to a temperature
class which comprises a temperature range above the target temperature range, and
increasing the drive voltage of glow plugs which have been assigned to a temperature
class which comprises a temperature range below the target temperature range,
(c) wherein, for the classification at a starting time, a first value (3) of a drive
voltage, after that a second value (13) of a drive voltage and after that a third
value (17) for the drive voltage is applied to the glow plug, wherein the third value
for the drive voltage is higher than the second value (13) for the drive voltage and
is lower than the first value (3) for the drive voltage,
(d) wherein, for the classification, current, voltage and drive time are measured
and features for the classification are calculated therefrom,
(e) wherein power, resistance, energy and time constant T63 are calculated as features for the classification.
2. Method according to Claim 1, characterized in that the features for the classification are compared with predefined reference values
in order to classify the glow plugs.
3. Method according to one of the preceding claims, characterized in that the features of all the glow plugs of the internal combustion engine are compared
with one another for the classification, wherein the target value range is defined
as a range in which, in the case of more than three glow plugs, the features of at
least two glow plugs fall and, in the case of three glow plugs, the features which
define an average temperature.
4. Method according to one of the preceding claims, characterized in that the classification of the glow plugs and the adaptation of the are carried out while
the vehicle is at a standstill.
5. Method according to one of the preceding claims characterized in that first of all the features for the classification are compared with a predefined reference
value in order to classify the glow plugs and then, for verification the features
of all the glow plugs of the internal combustion engine are compared with one another
for the classification, wherein the range defined as a target value range is a range
in which, in the case of more than three glow plugs, the features of at least two
glow plugs fall and, in the case of three glow plugs, the features which define an
average temperature.
6. Device for reducing the temperature tolerance of glow plugs during continuous operation
of the internal combustion engine, comprising means for classifying the glow plugs
into at least two temperature classes, wherein at least one temperature class comprises
a temperature range above a target temperature range, at least one temperature class
comprises a temperature range below the target temperature range and/or a temperature
class comprises the target temperature range, and means for adapting the drive voltage
of the glow plugs on the basis of the temperature class to which the glow plugs have
been assigned, wherein, for the classification at a starting time, the means apply
a first value (3) of a drive voltage, after that a second value (13) of a drive voltage
and after that a third value (17) for the drive voltage to the glow plug, so that
the third value for the drive voltage is higher than the second value (13) for the
drive voltage and is lower than the first value (3) for the drive voltage, wherein
the means for the classification measure current, voltage and drive time and calculate
features for the classification therefrom, wherein the means calculate power, resistance,
energy and time constant T63 as features for the classification.
7. Device according to Claim 6, characterized in that the means for classifying the glow plugs and the means for adapting the drive voltage
of the glow plugs comprise a glow-plug controller.
1. Procédé de réduction de la tolérance en température de bougies crayons de préchauffage,
le procédé étant mis en oeuvre pendant un fonctionnement du moteur à combustion interne,
comprenant les étapes suivantes :
(a) classification des bougies crayons de préchauffage d'un moteur à combustion interne
à autoallumage en au moins deux classes de température, au moins une classe de température
comprenant une plage de températures au-dessus d'une plage de températures de consigne,
au moins une classe de température une plage de températures au-dessous de la plage
de températures de consigne et/ou une classe de température la plage de températures
de consigne,
(b) abaissement de la tension d'excitation des bougies crayons de préchauffage qui
ont été affectées à une classe de températures qui comprend une plage de températures
au-dessus de la plage de températures de consigne et élévation de la tension d'excitation
des bougies crayons de préchauffage qui ont été affectées à une classe de températures
qui comprend une plage de températures au-dessous de la plage de températures de consigne,
(c) la classification étant effectuée en appliquant à la bougie crayon de préchauffage,
à un instant de départ, une première valeur (3) d'une tension d'excitation, ensuite
une deuxième valeur (13) de la tension d'excitation et ensuite une troisième valeur
(17) de la tension d'excitation, la troisième valeur de la tension d'excitation étant
supérieure à la deuxième valeur (13) de la tension d'excitation et inférieure à la
première valeur (3) de la tension d'excitation,
(d) le courant, la tension et la durée d'excitation étant mesurés pour la classification
et des caractéristiques destinées à la classification étant calculées à partir de
ceux-ci,
(e) les caractéristiques destinées à la classification calculées étant la puissance,
la résistance, l'énergie et la constante de temps T63.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que les caractéristiques destinées à la classification sont comparées à des valeurs de
référence prédéfinies afin de classifier les bougies crayons de préchauffage.
3. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les caractéristiques de toutes les bougies crayons de préchauffage du moteur à combustion
interne sont comparées entre elles en vue de la classification, la plage définie en
tant que plage de consigne étant celle dans laquelle se trouvent les caractéristiques
d'au moins deux bougies crayons de préchauffage dans le cas de plus de trois bougies
crayons de préchauffage et, dans le cas de trois bougies crayons de préchauffage,
les caractéristiques qui définissent une température moyenne.
4. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la classification des bougies crayons de préchauffage et l'adaptation de sont effectuées
pendant l'arrêt du véhicule.
5. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les caractéristiques destinées à la classification sont tout d'abord comparées à
des valeurs de référence prédéfinies afin de classifier les bougies crayons de préchauffage,
et ensuite, pour vérification, les caractéristiques de toutes les bougies crayons
de préchauffage du moteur à combustion interne sont comparées entre elles en vue de
la classification, la plage définie en tant que plage de consigne étant celle dans
laquelle se trouvent les caractéristiques d'au moins deux bougies crayons de préchauffage
dans le cas de plus de trois bougies crayons de préchauffage et, dans le cas de trois
bougies crayons de préchauffage, les caractéristiques qui définissent une température
moyenne.
6. Dispositif de réduction de la tolérance en température de bougies crayons de préchauffage
pendant le fonctionnement du moteur à combustion interne, comprenant des moyens servant
à la classification des bougies crayons de préchauffage en au moins deux classes de
température, au moins une classe de température comprenant une plage de températures
au-dessus d'une plage de températures de consigne, au moins une classe de température
une plage de températures au-dessous de la plage de températures de consigne et/ou
une classe de température la plage de températures de consigne, ainsi que des moyens
servant à l'adaptation de la tension d'excitation des bougies crayons de préchauffage
en fonction de la classe de températures à laquelle a été affectée la bougie crayon
de préchauffage, les moyens servant à la classification appliquant à la bougie crayon
de préchauffage, à un instant de départ, une première valeur (3) d'une tension d'excitation,
ensuite une deuxième valeur (13) d'une tension d'excitation et ensuite une troisième
valeur (17) de la tension d'excitation, de telle sorte que la troisième valeur de
la tension d'excitation est supérieure à la deuxième valeur (13) de la tension d'excitation
et inférieure à la première valeur (3) de la tension d'excitation, les moyens servant
à la classification mesurant le courant, la tension et la durée d'excitation et calculant
des caractéristiques destinées à la classification à partir de ceux-ci, les moyens
calculant comme caractéristiques destinées à la classification la puissance, la résistance,
l'énergie et la constante de temps T63.
7. Dispositif selon la revendication 6, caractérisé en ce que les moyens servant à la classification des bougies crayons de préchauffage et les
moyens servant à l'adaptation de la tension d'excitation des bougies crayons de préchauffage
comprennent un contrôleur de temps de préchauffage.