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(11) |
EP 2 574 206 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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26.10.2016 Patentblatt 2016/43 |
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Anmeldetag: 01.02.2012 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2012/051704 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2012/104353 (09.08.2012 Gazette 2012/32) |
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| (54) |
LACKTROCKNUNGSVERFAHREN UND LACKTROCKNUNGSVORRICHTUNG
PAINT DRYING METHOD AND PAINT DRYING APPARATUS
PROCÉDÉ DE SÉCHAGE DE PEINTURE ET DISPOSITIF DE SÉCHAGE DE PEINTURE
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
01.02.2011 DE 102011000440
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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03.04.2013 Patentblatt 2013/14 |
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Patentinhaber: Imtech Deutschland GmbH & Co. KG |
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22041 Hamburg (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- DETZER, Ruediger
35418 Buseck (DE)
- WINKLER, Thomas
22946 Großensee (DE)
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| (74) |
Vertreter: RGTH |
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Patentanwälte PartGmbB
Neuer Wall 10 20354 Hamburg 20354 Hamburg (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
DE-C- 479 074 US-A- 1 448 000 US-A- 2 822 458
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FR-E- 10 516 US-A- 2 521 232 US-A- 3 167 407
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Trocknung von einem mit einem Farbauftrag
versehenen Bauteil mittels zugeführter Warmluft und eine Anordnung hierzu.
Stand der Technik
[0002] Bei Flugzeugen werden der Rumpf zumeist einfarbig und das Seitenleitwerk meist mehrfarbig
lackiert. Zur Anwendung kommen hier Zweikomponenten-Lacke, die nach dem Aufbringen
je nach Lacksystem bisher 12 bis 24 Stunden trocknen, wobei die Trocknungsdauer auch
von dem eingesetzten Härter und den Umgebungsbedingungen abhängen.
[0003] In den Lackierräumen erfolgt die Lackaufbringung, die für sich schon mehrere Stunden
in Anspruch nimmt. Nach der Lackaufbringung erfolgt eine erste Lüftung des lackierten
Bauteils während einer Ablüftzeit von etwa ein bis zwei Stunden, damit sichergestellt
ist, dass das im Lackierraum vorhandene Luft-Lösemittel-Gemisch nicht mehr explosiv
ist.
[0004] Es erfolgt dann die Trocknung. Bei der Trocknung trocknet der Lack auf dem Bauteil
bei Raumlufttemperaturen im Bereich von z.B. 20°C bis 23°C. Dabei wird dem Lackierraum
permanent aufbereitete Außenluft zugeführt. Die Zulufteinbringung erfolgt in aller
Regel oberhalb des Bauteils. Eine Verkürzung der Trocknungsdauer über eine Steigerung
der Heizleistung ist prinzipiell möglich. Dabei ist jedoch darauf zu achten, dass
keine zu schnelle Trocknung der Oberfläche und damit eine Oberflächenverdichtung erfolgt,
wodurch das Ausdiffundieren des Lösungsmittels aus dem frisch aufgebrachten Lack erschwert
werden würde.
[0005] Eine Vorrichtung zur Trocknung von Farbbeschichtungen wird in der
US 2,521,232 A beschrieben. Die Vorrichtung umfasst Infrarotlampen, welche in Reihen oder Einheiten
zusammengefasst sind. Zwischen je zwei Reihen oder Einheiten wird der zu trocknende
Gegenstand hindurchgeführt. Durch die Wärmezufuhr der Infrarotlampen entstehen thermische
Strömungseffekte, so dass Luft entlang der Oberfläche des zu trocknenden Gegenstands
strömt.
[0006] US 2010/0086669 A1 beschreibt die Trocknung eines mit einem Farbauftrag versehenen Flugzeugrumpfabschnittes
mittels Strahlung.
Darstellung der Erfindung: Aufgabe, Lösung, Vorteile
[0007] Es ist daher Aufgabe der Erfindung, ein Lacktrocknungsverfahren zu schaffen, das
energieeffizienter und schneller arbeitet als die bekannten Trocknungsverfahren.
[0008] Zur Lösung dieser Aufgabe wird das erfindungsgemäße Verfahren gemäß Anspruch 1 und
eine Anordnung gemäß Anspruch 6 vorgeschlagen.
[0009] Das Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, dass die Warmluft in einem vorgegeben horizontalem
Abstand zum Bauteil im Fuß- oder Befestigungs- oder Standbereich des Bauteils impulsarm
zugeführt und zur Erreichung und Erhaltung einer insbesondere oberflächenbezogen homogenen
Oberflächentemperatur des Bauteils, die insbesondere höher ist als die Umgebungs-
bzw. Raumlufttemperatur im Lackierraum, mittels thermischer Strömungseffekte im Wesentlichen
vertikal am Bauteil entlang und/oder über die und entlang der Oberfläche des Bauteils
geführt wird, wobei als Luftausströmungsquelle mindestens eine in einem horizontalen
und/oder vertikalen Abstand zum Bauteil angeordnete, etwa bodenparallel verlaufende
und/oder annähernd horizontal verlaufende Luftquelle verwendet wird, und dass als
Luftausströmungsquelle ein Rohrabschnitt und/oder ein Schlauchabschnitt verwendet
wird, der in einem Abstand gemessen zwischen der Mittellängsachse des Rohr- oder Schlauchabschnittes
und der Oberfläche des Bauteils von ≤ 1m, insbesondere von 0,5 und weniger, angeordnet
wird.
[0010] Der Maximalwert der Bauteiloberflächentemperatur wird durch das verwendete Lacksystem
begrenzt.
[0011] Als Bauteil ist ein auf seiner Oberfläche zu lackierendes Bauteil, beispielsweise
ein Flugzeugseitenleitwerk, ein Flugzeugrumpf, eine Flugzeugtragfläche oder ein Fahrzeugbauteil,
wie ein Kfz-Bauteil, vorgesehen.
[0012] Der spezielle Erfindungsgedanke besteht darin, dass nach der Lackierung an das lackierte
und zu trocknende Bauteil entsprechende Luftströme herangeführt und, insbesondere
impulsarm in der direkten Bauteilumgebung in einem vorgegebenen Abstand freigesetzt
werden, wobei es sich gegenüber der Umgebungs- bzw. Raumlufttemperatur im Lackierraum
um erwärmte Luft handelt, so dass aufgrund der Thermik ein Überströmen der Lackoberfläche
des Bauteils erfolgt.
[0013] Nach einer Ausgestaltung des Verfahrens ist vorgesehen, dass an das lackierte und
zu trocknende Bauteil entsprechende Luftströme herangeführt und impulsarm in der direkten
Bauteilumgebung in einem vorgegebenen Abstand freigesetzt werden, wobei es sich gegenüber
der Umgebungs- bzw. Raumlufttemperatur im Lackierraum um erwärmte Luft handelt, so
dass aufgrund der Thermik ein Überströmen der Oberfläche des Bauteils erfolgt. Dabei
erfolgt die Luftzuführung vorteilhafter Weise so, dass erwärmte Luft in entsprechender
Menge das Bauteil überstreicht und die aus dem Lack ausdiffundierende Feuchtigkeit
und/oder das Lösungsmittel abgeführt wird. Die Trocknung erfolgt dabei gesteuert so,
dass die Bauteiloberfläche bzw. die Lackoberfläche optimal so temperiert, dass ein
schneller Feuchtigkeits- und/oder Lösemittelaustritt ohne ein Verschließen der Lackoberfläche
erfolgen kann.
[0014] Dies gelingt insbesondere aufgrund der vorteilhaften Anordnung der Luftausströmungsquelle.
Hierzu ist vorgesehen, dass als Luftausströmungsquelle mindestens eine in einem horizontalen
und/oder vertikalen Abstand zum Bauteil angeordnete, etwa bodenparallel verlaufende
und/oder annähernd horizontal verlaufende Luftquelle verwendet wird. Bevorzugter Weise
wird als Luftausströmungsquelle ein Rohrabschnitt und/oder ein Schlauchabschnitt verwendet
wird, der in einem Abstand, gemessen zwischen der Mittellängsachse des Rohr- oder
Schlauchabschnittes und der Oberfläche des Bauteils von ≤ 1m, insbesondere von 0,5
m und weniger, angeordnet wird.
[0015] Bevorzugterweise ist vorgesehen, dass erwärmte Luft in entsprechender Menge (≤ 2000
m
3/(h lfm)) im unteren Bauteilbereich über annähernd horizontal verlaufende Luftausströmquellen
zugeführt wird. Das heißt, dass über Luftaussströmquellen 16 insgesamt eine Luftmenge
von ≤ 2000 m
3 pro Stunde und pro laufendem Meter Bauteillänge in Bezug auf seine horizontale Längserstreckung
zugeführt wird. Die einzelnen Luftausströmquellen verlaufen hierbei, vorzugsweise
linienförmig, entlang des Bauteils in einem horizontalen Abstand zum Bauteil, der,
gemessen von der Bauteilaußenkante als horizontaler Abstand der Bauteilaußenkante,
insbesondere bei einem Bauteil mit etwa rechteckigem Querschnitt, oder als horizontaler
Abstand eines Bauteilaußenbereichs im Bereich der größten horizontalen Bauteilerstreckung,
insbesondere bei einem Bauteil mit etwa rundem, ovalem oder elliptischem Querschnitt,
und der jeweiligen Luftausströmquelle, bevorzugterweise gemessen als Abstand Bauteiloberfläche
- Mittelachse des die Luftausströmquelle bildenden Rohr oder Schlauchabschnitts, ≤
1m ist. Die Luftausströmung an einer Luftausströmquelle erfolgt impulsarm mit einer
Ausströmgeschwindigkeit ≤ 1m/s, die angrenzend an den Luftausströmschlitz an den Luftausströmschlitz
oder an den Luftausströmöffnungen gemessen wird.
[0016] Bevorzugterweise wird als Luftausströmungsquelle eine in einem horizontalen und/oder
vertikalen Abstand zum Bauteil angeordnete, etwa bodenparallel verlaufende und/oder
annähernd horizontal verlaufende Luftquelle verwendet.
[0017] Zur Durchführung des Verfahrens wird eine speziell ausgebildete Anordnung verwendet,
wie sie in Anspruch 6 angegeben ist.
[0018] Hierbei ist vorgesehen, dass ein oder mehrere Luftausströmungsquellen vorgesehen
sind, mit denen die Warmluft in einem vorgegebenen horizontalen Abstand zum Bauteil
im Fuß- oder Befestigungs- oder Standbereich des Bauteils impulsarm zugeführt und
zur Erreichung und Erhaltung einer, insbesondere oberflächenbezogen homogenen, Oberflächentemperatur
des Bauteils mittels thermischer Strömungseffekte im Wesentlichen vertikal am Bauteil
entlang geführt wird. Hierdurch wird erreicht, dass durch optimale Anordnung der Luftausströmungsquellen
eine optimale, insbesondere homogene Oberflächentemperatur erreicht wird. Zur Trocknung
eines Flugzeugrumpfabschnittes und/oder eines Flugzeugrumpfes als Bauteil ist mindestens
ein Rohr- oder Schlauchabschnitt boden- oder unterseitig und mindestens auf jeder
Rumpflängsseite des Rumpfes je ein weiterer Rohr- oder Schlauchabschnitt angeordnet.Zur
impulsarmen Ausströmung der Warmluft ist bevorzugter Weise vorgesehen, dass als Luftausströmungsquelle
ein Rohrabschnitt mit einem rohrabschnittachsparallelen Ausströmungsschlitz, ein Rohr-
oder Schlauchabschnitt mit einer Vielzahl von auf den Umfang verteilten Luftaustrittsöffnungen
oder ein Schlauchabschnitt mit luftdurchlässiger Oberfläche vorgesehen ist.
[0019] Der Schlauchabschnitt kann beispielsweise eine luftdurchlässige Kunstfaseroberfläche,
eine Zellstoffoberfläche oder ein anderes zum impulsarmen Luftdurchtritt geeignetes
Oberflächenmaterial aufweisen. Anstelle eines Ausströmschlitzes kann auch eine Vielzahl
einzelner Ausströmöffnungen (Düsen), die in einem Kanalteil angeordnet sind, verwendet
werden.
[0020] Grundsätzlich wird angestrebt, dass die Oberflächentemperaturverteilung des zu trocknenden
Bauteils homogen ist, damit der Trocknungsvorgang für das gesamte Bauteil gleichmäßig
erfolgt. Die Positionierung der Zuluftdurchlässe (Schläuche etc.) erfolgt vorzugsweise
in Abhängigkeit der Bauteilgeometrie.
[0021] Vorzugsweise ist vorgesehen, dass in der für die Trocknung vorgesehenen Trocknungsposition,
bevorzugterweise auf jeder Bauteillängsseite, mindestens ein Rohr- oder Schlauchabschnitt
im Bereich der Bodenfläche angeordnet ist.
[0022] Nach einer bevorzugten Ausführungsform sind dann in Bezug auf die vertikale Bauteilhöhe
voneinander beabstandet weitere Rohr- oder Schlauchabschnitte an allen Bauteillängsseiten
etwa bodenparallel angeordnet.
[0023] Für den Fall, dass ein zu trocknendes Bauteil einen kreisförmigen oder ovalen oder
ähnlichen Querschnitt aufweist, ist vorgesehen, dass mindestens ein Rohrabschnitt
boden- oder unterseitig und bevorzugterweise auf jeder Bauteillängsseite mindestens
je ein weiterer Rohr- oder Schlauchabschnitt angeordnet ist.
[0024] Hierdurch wird eine Oberflächenüberströmung der zylinderförmigen Bauteiloberfläche
erzeugt, die sich zwar im oberen, d. h. also bodenentfernten Abschnitt der Außenoberfläche
ablöst, wobei sich jedoch mindestens ein Rückströmwirbel ergibt, der zu einer Oberflächenüberströmung
der gesamten frisch lackierten Bauteiloberfläche führt.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0025] Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachstehend anhand der Zeichnungen näher
erläutert. Es zeigen in rein schematischer Darstellung:
Fig. 1 und 2 eine erfindungsgemäße Anordnung zum Trocknen eines lackierten Bauteils
in einer Seitenansicht und einer Ansicht von vorne, und
Fig. 3 bis 6 weitere erfindungsgemäße Anordnungen zum Trocknen eines lackierten Bauteils
in einer Seitenansicht.
Bevorzugte Ausführungsform der Erfindung
[0026] In Fig. 1 und 2 ist eine Anordnung 100 zum Trocknen in einem nur angedeuteten Lackierraum
10 dargestellt. Bei einem solchen Raum kann es sich um den Lackierraum selbst oder
um einen weiteren Raum zur Nachbearbeitung bzw. Trocknung eines Bauteils 11 handeln.
Das Bauteil 11, das eine größere Höhenerstreckung H als Breite B aufweist, ist über
eine geeignete Halterung 12 in einem vorgegebenen vertikalen Abstand AV zur Bodenfläche
13 in einer vertikalen Ausrichtung V gehalten, wobei die Halterung 12 so gestaltet
ist, dass sie eine Luftumströmung des Bauteils 11 ausgenommen an den Berührungsflächen
mit dem Bauteil 11 nicht behindert.
[0027] Außerhalb des Lackierraums 10 ist ein Luftaufbereiter 14 angeordnet, mit dem Luft
verdichtet und erwärmt sowie be- bzw. entfeuchtet werden kann, und zwar zur Bereitstellung
von Trocknungsluft, die dem Lackierraum 10 zugeführt wird. Dabei wird die Trocknungsluft
dem Lackierraum 10 über ein Kanalsystem 15 zugeführt, das sich in den Lackierraum
10 erstreckt.
[0028] Die erfindungsgemäße Anordnung sieht vor, dass die über das Kanalsystem 15 herangeführte
Trocknungsluft dem Bauteil 11 zugeführt wird, indem als Quelle für die Trocknungsluft
eine in einem horizontalen und/oder vertikalen Abstand AQH, AQV (gemessen zwischen
der Mittellinie oder Mittellängsachse M der Luftströmungsquelle 16 und der Oberfläche
20 und/oder der Unterkante 23 des Bauteils 11) zum Bauteil 11 angeordnete, etwa bodenparallel
verlaufende oder annähernd horizontal verlaufende Luftströmungsquelle 16 verwendet
wird.
[0029] Im dargestellten Ausführungsbeispiel sind als Luftquelle je ein Rohrabschnitt 17A,
17B vorgesehen, der jeweils einen rohrabschnittsachsparallelen Ausströmschlitz 18
aufweist, aus dem die Luft mit möglichst geringer Ausströmgeschwindigkeit LV auf das
Bauteil 11 zuströmt und dieses bis zu seiner Oberkante überstreicht. Das Überstreichen
wird dadurch erreicht, dass die vom Luftaufbereiter 14 zur Verfügung gestellte und
über das Kanalsystem 15 der Luftausströmungsquelle 16 zugeführte Luft erwärmt ist,
so dass sich am Bauteil eine natürliche Konvektionsströmung ergibt, die dazu führt,
dass das Bauteil zur Erwärmung der Oberfläche 20 überströmt wird. Die Rohrabschnitte
17A, 17B weisen zueinander einen horizontalen Mittelabstand AQH2 auf.
[0030] Wenn sich dann eine Erwärmung der Oberfläche 20 eingestellt hat, diffundiert aus
der Bauteiloberfläche 20 des Bauteils 11, das vorher mit einem entsprechenden Farbauftrag
20A versehen wurde, bzw. aus der Oberflächenschicht des Farbauftrages 20A ein verwendetes
Lösemittel und/oder auch Feuchtigkeit aus und wird vom Luftstrom 21 abgeführt. Der
Lackierraum 10 verfügt über in der Zeichnung nicht dargestellte Luftabführungseinrichtungen,
die die lösemittel- und/oder feuchtigkeitsbefrachtete Luft aus dem Lackierraum 10
abführen.
[0031] Ziel der Anordnung ist es, bauteilnah einen Luftstrom 21 so zu freizusetzen, dass
dieser das Bauteil 11 optimal trocknet und im Hinblick auf Erwärmung der Oberfläche
20 und damit des Farbauftrages 20A auf dem Bauteil 11 eine optimale Oberflächentemperatur
erzeugt, die ein Ausdiffundieren von Lösemittel und Feuchtigkeit zulässt und zu einer
schnellen Durchtrocknung des Farbauftrages 20A führt. Diese Bedingungen müssen nur
in Bauteilnähe erreicht werden, während der gesamte Lackierraum 10 eine nicht erwärmte
Umgebungs- oder Raumtemperatur aufweisen kann.
[0032] Um dies zu erreichen, kann anstelle des Rohrabschnitts 17A, 17B mit dem Ausströmschlitz
18 ein Rohrabschnitt verwendet werden, der anstelle eines Ausströmschlitzes eine Vielzahl
von aus dem Umfang verteilten Luftaustrittsöffnungen (angedeutet bei 22) aufweist
oder der Abschnitt kann alternativ als Schlauchabschnitt mit einer luftdurchlässigen
Oberfläche ausgebildet sein. Hier ist ein luftdurchlässiges Kunststofffaser- oder
Naturfasergewebe, ein Zellstoffgewebe oder ein anderes zum impulsarmen Luftdurchtritt
geeignetes Material vorzusehen.
[0033] Bei der Anordnung 100 gem. Fig. 1 ist vorgesehen, dass die beiden nebeneinander angeordneten
Rohrabschnitte 17A, 17B in einem vertikalen Abstand AQV zur Unterkante 23 des Bauteils
11 und in einem horizontalen Abstand AQH2 bezüglich ihrer Mittellinien zueinander
angeordnet sind. Der Abstand AQV kann ggf. auch negativ werden, d.h. die Luftausströmquellen
sind oberhalb der Unterkante des Bauteils (20) angeordnet, wenn die Platzverhältnisse
dies erfordern. Im Allgemeinen ist jedoch eine Anordnung unterhalb der Bauteilunterkante
anzustreben.
[0034] In den Fig. 3 bis 6 sind alternative Ausführungsformen dargestellt.
[0035] Gemäß Fig. 3 ist vorgesehen, dass gegenüber Fig. 1 der horizontale Abstand AQH der
beiden Rohrabschnitte 17A, 17B zueinander vergrößert ist. Demgegenüber ist der Abstand
AQV zur Unterkante 23 des Bauteils 11 verkleinert.
[0036] Bei der Ausführungsform der Anordnung 100 gemäß Fig. 4 ist vorgesehen, dass noch
zusätzliche Rohrabschnitte 17C, 17D parallel angeordnet werden, was den Vorteil hat,
dass insgesamt ein quantitativ größere Luftstrom mit gleicher oder kleinerer Luftgeschwindigkeit
LV an das Bauteil 11 herangeführt wird.
[0037] Bei der Ausführungsform der Anordnung 100 gemäß Fig. 5 ist wiederum der horizontale
Abstand AQH2 der Rohrabschnitte 17A, 17B zueinander vergrößert und zusätzlich sind
Rohrabschnitte 17E, 17F in einem horizontalen Abstand ABH3 zum Bauteil 11 und in einem
großen Abstand AQV2 zur Bodenfläche 13 jeweils an einer Seite des Bauteils 11 ABH
angeordnet. Hier kann vorteilhafterweise erreicht werden, dass trotz der eintretenden
Abkühlung des Luftstroms 21 eine noch gleichmäßigere Temperaturverteilung an der Oberfläche
20 des Bauteils 11 erreicht wird. Der Luftstrom 21 ist der Thermikluftstrom, der,
ausgehend von den Luftausströmquellen 17A und 17B das Bauteil 11 vertikal überströmt.
Die Abkühlung resultiert aus der Induktion von (kälterer) Umgebungsluft in die Thermikströmung
[0038] Bei der Ausführungsform der Anordnung 100 gemäß Fig. 6 ist als beispielhaftes Bauteil
11 ein Flugzeugrumpf im Lackierraum 10 angedeutet, von dem nur die äußere Umrisslinie
25 bei einer Schnittdarstellung dargestellt ist. Um das Bauteil 11 sind als Luftausströmquelle
16 je ein Rohr- oder Schlauchabschnitt 17A, 17B, 17C, 17D in einem lotrechten Abstand
ABL, gemessen zwischen der Mittellängsachse des Rohr- oder Schlauchabschnittes und
der Bauteiloberfläche 20, zwischen der Außenseite der Luftausströmungsquelle 16 und
dem Bauteil 11 angeordnet, wobei jeder Abschnitt jeweils entweder einen rohrabschnittsachsparallelen
Ausströmschlitz 18 oder bevorzugterweise umlaufend angeordnete Luftausströmöffnungen
22 aufweist, woraus die Luft mit möglichst geringer Ausströmgeschwindigkeit LV auf
das Bauteil 11 zuströmt und dies bis in den Bereich seiner Oberseite überstreicht.
Das Überstreichen wird dadurch erreicht, dass die von einem nicht dargestellten Luftaufbereiter
zur Verfügung gestellte und über ein Kanalsystem der jeweiligen Luftausströmungsquelle
16 zugeführte Luft erwärmt wird, so dass sich am Bauteil 11 eine natürliche Konvektionsströmung
ergibt, die dazu führt, dass das Bauteil 11 bevorzugterweise homogen oder nahezu homogen,
d.h. mit geringen Differenzen im Hinblick auf die Oberflächentemperatur zur Erwärmung
der Oberfläche 20 umströmt wird.
[0039] Wie bereits erläutert, führt die Erwärmung der Oberfläche 20 dazu, dass Lösemittel
und/oder Feuchtigkeit aus der Oberflächenschicht des Farbauftrages 20a abgeführt und
mittels des Luftstroms 21 vom Bauteil 11 weg zu einem nicht dargestellten Abzug geführt
wird.
[0040] Die Anordnung der Luftausströmquelle 16 ist dabei so, dass die in der Zeichnungsebene
jeweils rechts und links außen angeordneten Luftausströmquellen 16 (Rohrabschnitten
17A, 17D) in einem vorgegebenen horizontalen Abstand AQH zwischen der Luftausströmquelle
16 und der Bauteiloberfläche in Bezug auf den runden oder ovalen Querschnitt im mittleren
Bauteiloberflächenbereich 25 angeordnet sind. Hierdurch ist sichergestellt, dass in
erster Linie die für die Ausbildung einer Konvektionsströmung an der Bauteiloberfläche
20 notwendige Luft bereit gestellt wird, ohne dass die Notwendigkeit der Gesamterwärmung
des Lackierraumes besteht. Dies ist nicht nur energetisch vorteilhaft, sondern auch
sinnvoll, damit sich die notwendige Konvektionsströmung einstellt, was darauf beruht,
dass der zum Bauteil 11 entsprechend zugeführte Luftstrom gegenüber der Raumlufttemperatur
im Lackierraum 10 erwärmte Luft ist, so dass sich aufgrund der Thermik ein Überströmen
der Oberfläche 20 und damit des Farbauftrages 20a des Bauteils 11 erfolgt. Weitere
Trocknungsluft wird über die weiteren Rohrabschnitte 17B, 17C bereit gestellt, die
ebenfalls in einem Abstand ABL zur Bauteiloberfläche 20 angeordnet sind.
Bezugszeichenliste
[0041]
Anordnung 100
Lackierraum 10
Bauteil 11
Halterung 12
Bodenfläche 13
Luftaufbereiter 14
Kanalsystem 15
Luftausströmungsquelle 16
Rohr- oder Schlauchabschnitte 17A, 17B, 17C, 17D, 17E, 17F
Ausströmschlitz 18
Oberkante 19
Oberfläche 20
Farbauftrag 20A
Luftströmung 21
Öffnung 22
Unterkante 23
Oberseite 24
Umrisslinie 25
Höhe H
Breite B
vertikaler Abstand AV
vertikaler Abstand Luftströmungsquelle AQV
horizontaler Abstand Luftströmungsquelle AQH, AQH2
Luftgeschwindigkeit LV
horizontaler Abstand Luftausströmungsquelle-Bauteil ABH
lotrechter Abstand Luftausströmungsquelle-Bauteil ABL
Mittellängsachse M
1. Verfahren zur Trocknung von einem mit einem Farbauftrag (20A) versehenen Bauteil (11)
mittels zugeführter Warmluft, wobei die Warmluft in einem vorgegeben horizontalen
Abstand zum Bauteil im Fuß- oder Befestigungs- oder Standbereich des Bauteils, insbesondere
impulsarm, zugeführt und zur Erreichung und Erhaltung einer, insbesondere oberflächenbezogen
homogenen, Oberflächentemperatur des Bauteils, die insbesondere höher ist als die
Umgebungs- bzw. Raumlufttemperatur im Lackierraum, mittels thermischer Strömungseffekte
im Wesentlichen vertikal am Bauteil entlang und/oder über die und entlang der Oberfläche
(20) des Bauteils (11) geführt wird, und wobei als Luftausströmungsquelle (16) mindestens
eine in einem horizontalen und/oder vertikalen Abstand (AQH, AQV) zum Bauteil (11)
angeordnete, etwa bodenparallel verlaufende und/oder annähernd horizontal verlaufende
Luftquelle (16) verwendet wird, und dass als Luftausströmungsquelle (16) ein Rohrabschnitt
(17A, 17B, 17C, 17D, 17E, 17F) und/oder ein Schlauchabschnitt (17A, 17B, 17C, 17D,
17E, 17F) verwendet wird, der in einem Abstand (AQH, AQV, ABL), gemessen zwischen
der Mittellängsachse (M) des Rohr- oder Schlauchabschnittes und der Oberfläche (20)
des Bauteils (11) von ≤ 1m, insbesondere von 0,5 und weniger, angeordnet wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass an das lackierte und zu trocknende Bauteil (11) entsprechende Luftströme herangeführt
und impulsarm in der direkten Bauteilumgebung in einem vorgegebenen Abstand (AQH,
AQV, ABL) freigesetzt werden, wobei es sich gegenüber der Umgebungs- bzw. Raumlufttemperatur
im Lackierraum (10) um erwärmte Luft handelt, so dass aufgrund der Thermik ein Überströmen
der Oberfläche (20) des Bauteils erfolgt.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass erwärmte Luft in entsprechender Menge das Bauteil (11) überstreicht.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass zur Trockung des Bauteils (11) über eine oder mehrere Luftausströmungsquellen (16)
pro Stunde (h) und pro laufendem Meter Bauteillänge (lfm), in horizontaler Erstreckung
gemessen, zumindest im unteren Bauteilbereich erwärmte Luft in einer Menge von ≤ 2000
m3/(h lfm) zugeführt wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die zugeführte Warmluft aus jeder Luftausströmungsquelle (16) im Pulsarm, d.h. mit
einer Ausströmgeschwindigkeit ≤ 1m / s, insbesondere von 0,5 m/s oder weniger, ausströmt.
6. Anordnung (100) zur Trocknung von einem mit einem Farbauftrag (20a) versehenen Bauteil
(11) mittels zugeführter Warmluft, insbesondere nach dem Verfahren gemäß Anspruch
1 bis 5, wobei ein oder mehrere Luftausströmungsquellen (16) vorgesehen sind, mit denen die Warmluft
in einem vorgegebenen horizontalen Abstand zum Bauteil im Fuß- oder Befestigungs-
oder Standbereich des Bauteils (11), insbesondere impulsarm, zugeführt und zur Erreichung
und Erhaltung einer, insbesondere oberflächenbezogen homogenen, Oberflächentemperatur
des Bauteils (11), die insbesondere höher ist als die Umgebungs- bzw. Raumlufttemperatur
im Lackierraum, mittels thermischer Strömungseffekte im Wesentlichen vertikal am Bauteil
(11) entlang und/oder über die und entlang der Oberfläche (20) des Bauteils (11) entlang
geführt wird, und wobei zur Trocknung eines Flugzeugrumpfabschnittes und/oder eines
Flugzeugrumpfes als Bauteil (11) mindestens ein Rohr- oder Schlauchabschnitt (17A,
17B) boden- oder unterseitig und mindestens auf jeder Rumpflängsseite des Rumpfes
je ein weiterer Rohr- oder Schlauchabschnitt (17E, 17F) angeordnet ist.
7. Anordnung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass als Luftausströmungsquelle (16) ein Rohrabschnitt (17A, 17B, 17C, 17D, 17E, 17F)
mit einem rohrabschnittachsparallelen Ausströmungsschlitz (18), ein Rohr- oder Schlauchabschnitt
(17A, 17B, 17C, 17D, 17E, 17F) mit einer Vielzahl von auf den Umfang verteilten Luftaustrittsöffnungen
oder ein Schlauchabschnitt mit luftdurchlässiger Oberfläche vorgesehen ist.
8. Anordnung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Schlauchabschnitt (17A, 17B, 17C, 17D, 17E, 17F) ein luftdurchlässiges Kunstfasergewebe
oder Zellstoffgewebe oder ein anderes zum impulsarmen Luftdurchtritt geeignetes Material
aufweist.
9. Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass in der für die Trocknung vorgesehene Trocknungsposition des Bauteils (11) auf jeder
Bauteilseite (11A, 11B) mindestens ein Rohr- oder Schlauchabschnitt (17A, 17B) im
Bereich der Bodenfläche (13) angeordnet ist.
10. Anordnung nach einem der vorgehenden Ansprüche 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass in Bezug auf die vertikale Bauteilhöhe (H) voneinander beabstandet weitere Rohr-
oder Schlauchabschnitte (17C, 17D) an allen Bauteillängsseiten (11A, 11B) etwa bodenparallel
angeordnet sind.
1. Method for drying a component (11) provided with a paint application (20A) by means
of supplied warm air, wherein the warm air is supplied in particular with a low momentum,
at a predefined horizontal distance from the component in the base or fastening or
standing region of the component, and in order to achieve and sustain an, in particular
surface-related homogenous surface temperature of the component, which in particular
is higher than the ambient or room air temperature in the paint shop, is guided by
means of thermal flow effects substantially vertically along the component and/or
over and along the surface (20) of the component (11), and wherein at least one air
source (16) arranged at a horizontal and/or vertical distance (AQH, AQV) from the
component (11), running approximately parallel to the ground and/or running approximately
horizontally is used as air outflow source (16), and that a pipe section (17A, 17B,
17C, 17D, 17E, 17F) and/or a hose section (17A, 17B, 17C, 17D, 17E, 17F), which is
arranged at a distance (AQH, AQV, ABL), measured between the central longitudinal
axis (M) of the pipe or hose section and the surface (20) of the component (11) of
≦1 m, in particular of 0.5 and less is used as air outflow source (16)..
2. The method according to claim 1, characterized in that appropriate air flows are brought to the painted component (11) to be dried and are
released having a low momentum in the direct surroundings of the component at a predefined
distance (AQH, AQV, ABL), wherein the air flows consist of heated air compared with
the ambient or room air temperature in the paint shop (10), so that a flow over the
surface (20) of the component occurs due to the thermal.
3. The method according to claim 1 or 2, characterized in that heated air sweeps over the component (11) in an appropriate quantity.
4. The method according to any one of claims 1 to 3, characterized in that heated air in a quantity of ≦2000 m3/(h rm) is supplied for drying the component (11) via one or more air outflow sources
(16) per hour (h) and per running metre of component length (rm), measured in the
horizontal extension, at least in the lower component region.
5. The method according to any one of claims 1 to 4, characterized in that the supplied warm air flows out from each air outflow source (16) with a low momentum,
i.e. at an outflow velocity of ≦1 m/s, in particular of 0.5 m/s or less.
6. Arrangement (100) for drying a component (11) provided with a paint application (20A)
by means of supplied warm air, in particular according to the method according to
claim 1 to 5, wherein one or more air outflow sources (16) are provided by means of
which the warm air is supplied in particular with a low momentum, at a predefined
horizontal distance from the component in the base or fastening or standing region
of the component (11), and in order to achieve and sustain an, in particular surface-related
homogenous surface temperature of the component (11), which in particular is higher
than the ambient or room air temperature in the paint shop, is guided by means of
thermal flow effects substantially vertically along the component (11) and/or over
and along the surface (20) of the component (11) and wherein for drying an aircraft
fuselage section and/or an aircraft fuselage as component (11), at least one pipe
or hose section (17A, 17B) is arranged on the bottom side or underside and respectively
one further pipe or hose section (17E, 17F) is arranged at least on each fuselage
longitudinal side of the fuselage.
7. The arrangement according to claim 6, characterized in that a pipe section (17A, 17B, 17C, 17D, 17E, 17F) with an outflow slit (18) axially parallel
to the pipe section, a pipe or hose section (17A, 17B, 17C, 17D, 17E, 17F) with a
plurality of air outlet openings distributed over the circumference or a hose section
with an air-permeable surface is provided as air outflow source.
8. The arrangement according to claim 6 or 7, characterized in that the hose section (17A, 17B, 17C, 17D, 17E, 17F) has an air-permeable synthetic fibre
fabric or cellulose fabric or another material suitable for a low-momentum passage
of air.
9. The arrangement according to any one of the preceding claims 6 to 8, characterized in that in the drying position of the component (11) provided for the drying at least one
pipe or hose section (17A, 17B) is arranged in the region of the ground surface (13)
on each component side (11A, 11B).
10. The arrangement according to any one of the preceding claims 6 to 9, characterized in that further pipe or hose sections (17C, 17D) are arranged approximately parallel to the
ground spaced apart from one another in relation to the vertical component height
(H) on all component longitudinal sides (11A, 11B).
1. Procédé de séchage d'une pièce de construction (11) pourvue d'un enduit coloré (20A)
au moyen d'air chaud acheminé, dans lequel l'air chaud est guidé à une distance horizontale
prédéfinie par rapport à la pièce de construction au niveau du pied ou de la fixation
ou de la position de la pièce de construction, en particulier avec peu d'impulsions,
et, pour atteindre et obtenir une température de surface, en particulier homogène
par rapport à la surface, de la pièce de construction, qui est en particulier supérieure
à la température ambiante ou de l'air ambiant dans le local de peinture, est guidé
au moyen d'effets d'écoulement thermiques sensiblement verticalement le long de la
pièce de construction et/ou sur et le long de la surface (20) de la pièce de construction
(11) et dans lequel on utilise comme source d'écoulement d'air (16) au moins une source
d'air (16) disposée à une distance horizontale et/ou verticale (AQH, AQV) de la pièce
de construction (11) orientée approximativement parallèlement au fond et/ou orientée
pratiquement horizontalement est utilisée et qu'on utilise comme source d'écoulement
d'air (16) une section tubulaire (17A, 17B, 17C, 17D, 17E, 17F) et/ou une section
de tuyau (17A, 17B, 17C, 17D, 17E, 17F) qui est disposée à une distance (AQH, AQV,
ABL), mesurée entre l'axe longitudinal central (M) de la section tubulaire ou de tuyau
et la surface (20) de la pièce de construction (11) ≤ 1 m, en particulier de 0,5 et
moins.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que des courants d'air correspondants sont approchés de la pièce de construction peinte
et à sécher (11) et libérés avec peu d'impulsions dans l'environnement direct de la
pièce de construction à une distance prédéfinie (AQH, AQV, ABL), dans lequel s'agit,
par rapport à la température ambiante ou de l'air ambiant dans le local de peinture
(10), d'air réchauffé, de sorte que, en raison de l'aspect thermique, la surface (20)
de la pièce de construction est noyée.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que de l'air réchauffé en quantité correspondante recouvre la pièce de construction (11).
4. Procédé selon une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que, pour sécher la pièce de construction (11), par l'intermédiaire d'une ou plusieurs
sources d'écoulement d'air (16) par heure (h) et par mètre linéaire de longueur de
pièce de construction (m), mesurée dans l'extension horizontale, de l'air réchauffé
est acheminé en une quantité ≤ 2000 m3 au moins dans la partie inférieure de la pièce de construction.
5. Procédé selon une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que l'air chaud acheminé s'écoule depuis chaque source d'écoulement d'air (16) avec peu
d'impulsions, c'est-à-dire à une vitesse d'écoulement ≤ 1 m/s, en particulier de 0,5
m/s ou moins.
6. Dispositif (100) de séchage d'une pièce de construction (11) pourvue d'un enduit coloré
(20a) au moyen d'air chaud acheminé, en particulier selon le procédé selon les revendications
1 à 5, dans lequel sont prévues une ou plusieurs sources d'écoulement d'air (16) au
moyen desquelles l'air chaud est acheminé à une distance horizontale prédéfinie de
la pièce de construction au niveau du pied ou de la fixation ou de la position de
la pièce de construction (11), en particulier avec peu d'impulsions, et, pour atteindre
et obtenir une température de surface, en particulier homogène par rapport à la surface,
de la pièce de construction (11) qui est en particulier supérieure à la température
ambiante ou de l'air ambiant dans le local de peinture, au moyen d'effet d'écoulement
thermique, est guidé sensiblement verticalement le long de la pièce de construction
(11) et/ou sur et le long de la surface (20) de la pièce de construction (11), dans
lequel, pour sécher une section de tronc d'avion et/ou un tronc d'avion sous forme
de pièce de construction (11), au moins une section tubulaire ou de tuyau (17A, 17B)
est disposée au niveau du fond ou du dessous et, au moins sur chacune des faces longitudinales
de tronc du tronc, une autre section tubulaire ou de tuyau (17E, 17F) est disposée.
7. Dispositif selon la revendication 6, caractérisé en ce qu'il est prévu comme source d'écoulement d'air (16) une section tubulaire (17A, 17B,
17C, 17D, 17E, 17F) dotée d'une fente d'écoulement parallèle à l'axe de la section
tubulaire (18), une section tubulaire ou de tuyau (17A, 17B, 17C, 17D, 17E, 17F) dotée
d'une pluralité d'orifices de sortie d'air répartis sur la circonférence ou une section
tubulaire dotée d'une surface perméable à l'air.
8. Dispositif selon la revendication 6 ou 7, caractérisé en ce que la section tubulaire (17A, 17B, 17C, 17D, 17E, 17F) présente un textile à base de
fibres artificielles ou un textile à base de cellulose perméable à l'air ou un autre
matériau propice au passage d'air avec peu d'impulsions.
9. Dispositif selon une des revendications précédentes 6 à 8, caractérisé en ce que, dans la position de séchage prévue pour le séchage de la pièce de construction (11),
sur chaque face de la pièce de construction (11A, 11B), au moins une section tubulaire
ou de tuyau (17A, 17B) est disposée au niveau de la surface du fond (13).
10. Dispositif selon une des revendications précédentes 6 à 9, caractérisé en ce que, par rapport à la hauteur verticale de la pièce de construction (H), d'autres sections
tubulaires ou de tuyau espacées les unes des autres (17C, 17D) sont disposées approximativement
parallèlement au fond au niveau de toutes les faces longitudinales de la pièce de
construction (11A, 11B).
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