[0001] Die Erfindung betrifft eine Filtriervorrichtung für hochviskose Medien mit den Merkmalen
des Oberbegriffs des Anspruchs 1
[0002] Solche Filtriervorrichtungen sind beispielsweise aus der
DE 102 54 022 A1 oder der
DE 103 17 170 A1 bekannt. Sie besitzen insbesondere entweder zwei Siebbolzen mit jeweils einer Siebstelle
oder einen Siebbolzen mit zwei Siebstellen. Hierdurch wird es ermöglicht, eine der
Siebstellen im Produktionsbetrieb zu halten, während die andere gereinigt wird. Eine
solche Filtriervorrichtung erlaubt daher einen kontinuierlichen Betrieb einer Anlage,
in der ein hochviskoses Medium, insbesondere eine Kunststoffschmelze, gereinigt werden
muss.
[0003] Die
WO 2004/026432 A1 offenbart eine Vorrichtung mit einem Austrittskanal, der eine Eintrittszone, eine
Umlenkungsstelle und eine Austrittszone umfasst. Die Eintrittszone geht von einem
Randbereich eines Trichterabschnitts aus. Die Austrittszone ist als eine sich auf
der Außenseite des Siebbolzens und/oder auf der Innenseite der Siebbolzenbohrung erstreckende
Nut ausgebildet. Die Umlenkstelle liegt im Gehäuse. Je nach der axialen Position des
Siebbolzens steht jedoch nicht immer ein Bereich der Austrittszone mit dem Austrittskanal
in Verbindung.
[0004] Die
DE 203 19 832 U1 offenbart eine Vorrichtung, die eine ähnliche Nut auf der Außenseite des Siebbolzens
aufweist. Diese Nut verbindet zwei Austrittskanäle an einer Umlenkstelle, jedoch vor
der entsprechenden Austrittszone. Mit der Nut sind beide Kanäle gleichzeitig nutzbar,
z.B. bei einer Rückspülung.
[0005] Obwohl sich die bekannten Filtriervorrichtungen bewährt haben, kann es insbesondere
beim Filtrieren von Kunststoffschmelzen zu einem partiellen Materialabbau kommen,
der dazu führt, dass die Schmelze auf der Reinseite des Siebes partiell verkohlt,
wodurch gerade bei transparenten Kunststoffen Fehlstellen gebildet werden. Diese Probleme
treten insbesondere auf, wenn geringe Anlagendurchsätze größere Filterflächen erforderlich
machen, weil besonders fein gefilterte werden soll.
[0006] Diese Zersetzungsprozesse sind darauf zurückzuführen, dass das zu filternde Medium
in der Filtriervorrichtung heiß gehalten werden muss, um die Viskosität des Mediums
so niedrig wie möglich zu halten und damit mit nur einem vergleichsweise geringen
Druck das Medium durch die Filtereinsätze pressen zu können.
[0007] Im normalen, zügigen Durchlauf mit definierter Strömungsgeschwindigkeit wirkt sich
der Temperatureinfluss noch nicht zersetzend aus. Die oben beschriebenen Störungen
können jedoch dann auftreten, wenn sich bei bestimmten rheologischen Eigenschaften
des Mediums innerhalb der Fließkanäle Strömungszonen ausbilden, in denen Schmelze
über längere Zeit verweilt und dem Temperatureinfluss ausgesetzt ist.
[0008] Beide bekannten Varianten von kontinuierlichen Siebwechslern benötigen immer mehrere
und auch größere Fließkanäle, die zusammen ein relativ großes Volumen besitzen, was
wiederum geringere Strömungsgeschwindigkeiten bzw. höhere Verweilzeiten des Mediums
nach sich zieht.
[0009] Neben den strömungstechnischen Überlegungen spielen Herstellungskosten eine Rolle.
In der Regel besitzen kontinuierlich arbeitende Siebwechsler zwei Siebbolzen mit je
einer Siebstelle. Dafür müssen größere Gehäuse vorgesehen und zwei Passungen zwischen
Gehäusebohrung und Siebbolzen hergestellt werden. Weiterhin werden zum Verschieben
der Siebbolzen zwei Hydraulikeinheiten benötigt usw.
[0010] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es somit, solche Verweilzonen, auch Totwasserzonen
genannt, zu reduzieren, um möglichst den gesamtem Volumenbereich innerhalb der Siebkavitäten
gleichmäßig durchspülen zu lassen und eine gleichmäßige Verweilzeit für alle Stromfäden
einer Strömung durch den Siebbolzen zu erreichen. Weitere Aufgabe ist es, eine kostengünstigere
Bauweise einer kontinuierlich zu betreibenden Filtriervorrichtung zu ermöglichen.
[0011] Diese Aufgabe wird gemäß der vorliegenden Erfindung durch eine Filtriervorrichtung
mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
[0012] Erfindungswesentlich ist daran, dass die Eintrittszone des Austrittskanals auf der
Reinseite eines Siebelements in der Siebkavität exzentrisch angeordnet ist, nämlich
in einem Randbereich des sich verjüngenden Trichterabschnitts, der sich insbesondere
ganz bis an die Peripherie der Siebkavität erstreckt. Hierdurch wird dem filtrierten
Medium eine solche Strömungsrichtung aufgezwungen, die verhindert, dass Schmelze oder
ein anders Medium in einem seitlichen Randbereich verwirbelt wird und somit dort länger
verweilt, als die zentralen Strömungsfäden.
[0013] "Trichterförmig" bezeichnet im Sinne der vorliegenden Erfindung nicht nur die Form
eines Kegelstumpfes, sondern schließt auch andere sich verjüngende Formen ein, die
geeignet sind, das Fluid von einer großen Querschnittsfläche hinter dem Filterelement
zu kanalisieren und der Eintrittszone des Kanals zuzuführen.
[0014] Weiterhin ist erfindungsgemäß vorgesehen, dass der Austrittskanal eine Austrittszone
besitzt, welche als eine Nut ausgebildet ist, die sich axial erstreckt und zwar:
- entweder nur außen am Mantel des insbesondere zylindrischen Siebbolzens
- oder nur in der Wandung der Siebbolzenbohrung
- oder auf beiden Seiten, so dass sich Teilnuten ergeben, die sich in Produktionsstellung
des Siebbolzens zu einer Gesamtnut ergänzen und in anderen Stellungen teilweise überlappen.
[0015] Zwischen der Eintrittszone, welche sich an den Trichterabschnitt hinter der Siebstelle
anschließt, und der nutförmigen Austrittszone ist eine Umlenkstelle vorgesehen. Ein-
und Austrittszone schneiden sich im Bereich einer Umlenkstelle und schließen dort
einen Winkel zwischen 30° und 90° ein. Durch die erzwungene scharfe Umlenkung wird
die Vermischung des Mediums abermals verbessert.
[0016] Vorzugsweise ist vorgesehen, dass die Eintrittszone des Siebbolzenaustrittskanals
im Querschnitt gesehen dreieckig ist. Die dreieckige Eintrittszone wird durch eine
erste Flanke begrenzt, die sich an die zentrale Spitze des Trichterbereichs anschließt
und von dort nach außen hin führt. Diese erste Flanke streckt sich vorzugsweise in
Verlängerung der kegelförmigen Wand des Trichterbereichs, sodass im Querschnitt gesehen
ein nahtloser Übergang aus dem Trichterbereich in die Eintrittszone des Siebbolzenaustrittskanals
erfolgt. Die andere Begrenzung der Eintrittszone wird bevorzugt durch eine zweite
Flanke gebildet, welche in Durchflussrichtung ausgerichtet ist und sich unmittelbar
an den Außenumfang des Siebelements anschließt. Diese Flanke erstreckt sich also-
wiederum im Querschnitt durch den Siebbolzen gesehen - nahezu in Verlängerung der
äußeren Begrenzung der Siebkavität. Dabei ist lediglich ein kleiner Absatz notwendig,
um das in die Siebkavität eingesetzte Siebelement abzustützen.
[0017] Die vorstehenden Beschreibungen beziehen sich auf einen Querschnitt, der in der Ebene
der Mittelachse liegt und dabei auch die gehäuseseitigen Zu- und Ablaufbohrungen schneidet.
[0018] In einer Schnittebene quer durch den Siebbolzen und längs durch eine der Siebkavitäten
erscheint die Eintrittszone dann wie eine Scheibe, welche an den hohlkegelförmigen
Trichterbereich der Siebkavität angesetzt ist.
[0019] Die beschriebene, bevorzugte Ausbildung der Eintrittszone mit der schrägen Flanke
hat folgende strömungstechnische Vorteile:
Die exzentrische Anordnung des Austrittskanals, zumindest des Bereichs des Austrittskanals
bis zu der Umlenkstelle, erfolgt der Durchfluss durch die Siebkavität nicht nur in
der Gehäusedurchflussrichtung, sondern es wird innerhalb der Siebkavität ein deutlicher
seitlicher Drall erzeugt der der Bildung von Verwirbelungen entgegen wirkt.
[0020] Durch die schräge Flanke wird auch der Bereich der Wandhaftung der Schmelze verlängert.
Solange der Einfluss der Wandhaftung nämlich stark genug auf die fließende Schmelze
wirkt, bleibt die Strömung laminar.
[0021] Die erfindungsgemäße Bauweise führt nicht nur zu einer vorteilhaften Filtriervorrichtung
mit zwei Siebbolzen und je einer Siebstelle, sondern sie ermöglicht insbesondere auch
den Bau einer Filtriervorrichtung mit nur einem Siebbolzen und zwei Siebstellen. Hierdurch
können erhebliche Kosten bei der Herstellung eingespart werden. Die Bauweise mit nur
einem Bolzen wird einmal durch die nutförmige Austrittszone ermöglicht. Diese führt
dazu, dass unabhängig von der axialen Position des Siebbolzens immer ein Bereich von
ihr mit dem Gehäuseaustrittskanal in Verbindung steht, also auch dann, wenn eine Siebstelle
zur Reinigung aus dem Gehäuse heraus gefahren worden ist.
[0022] Um große Filterflächen bereit stellen zu können, ist es vorteilhaft, wenn zwei unabhängig
voneinander im Gehäuse verschiebbare Siebbolzen mit je zwei Paaren von Siebkavitäten
vorgesehen sind. Die Siebkavitäten eines Paars sind dabei an gegenüberliegenden Seiten
der Siebbolzen angeordnet. Auf diese Weise wird eine Filtriervorrichtung mit insgesamt
acht Siebkavitäten bereit gestellt.
[0023] Bei der erfindungsgemäßen Filtriervorrichtung können mit Vorteil auch ovale und andere
langgestreckte Formen von Filterelementen verwendet werden und dementsprechend die
Siebkavitäten länglich ausgebildet werden. Die erfindungsgemäße Strömungslenkung begünstigt
eine Strömung, die in der Austrittszone der Längserstreckung der Siebkavität folgt.
Anders als bei einer zentralen Ausströmung aus der Siebkavität in die Gehäuseaustrittskanäle
nach dem Stand der Technik besteht bei der erfindungsgemäßen Ausbildung selbst bei
sehr lang gestreckten Siebkavitäten keine Gefahr der Bildung von Totwasserzonen in
Randbereichen.
[0024] Die erfindungsgemäße Strömungsumlenkung wirkt sich nicht nur in der normalen Betriebsstellung
vorteilhaft aus, sondern gerade auch in der Siebwechselstellung, denn anders als bei
bekannten Vorrichtungen, die mehrere Siebbolzenaustrittskanäle je Siebstelle vorsehen,
von denen in Siebwechselstellung nur einer betriebsbereit bleibt und bei dessen anderem
Kanal die Schmelze bewegungslos verweilt, kommt es bei der erfindungsgemäß Filtriervorrichtung
wegen der stets vor dem Gehäuseaustrittskanal liegenden Austrittszone zu keiner wesentlichen
Reduktion des auslaufseitigen Strömungsquerschnitts und zu keiner negativen Veränderung
der Strömung auf der Siebreinseite.
[0025] Die Erfindung wird nachfolgend mit Bezug auf die Zeichnungen näher erläutert. Die
Figuren zeigen im Einzelnen:
- Fig. 1
- eine Filtriervorrichtung gemäß einer ersten Ausführungsform im Schnitt in Produktionsstellung;
- Fig. 2
- die Filtriervorrichtung gemäß Fig. 1 in einer um 90° versetzten Schnittebene;
- Fig. 3
- die Filtriervorrichtung gemäß Fig. 1 in Siebwechselstellung von oben im Schnitt;
- Fig. 4
- die Filtriervorrichtung gemäß den Figuren 1 bis 3 in Entlüftungsstellung von oben
im Schnitt;
- Fig. 5
- eine Filtriervorrichtung gemäß einer zweiten Ausführungsform in Produktionsstellung
von oben im Schnitt;
- Fig. 6
- die Filtriervorrichtung gemäß Fig. 5 in Rückspülstellung von oben im Schnitt;
- Fig. 7a
- eine Filtriervorrichtung gemäß einer dritten Ausführungsform in Produktionsstellung
in seitlicher Ansicht;
- Fig. 7b
- eine Filtriervorrichtung gemäß der dritten Ausführungsform in Siebwechselstellung
in seitlicher Ahnsicht und
- Fig. 8
- die Filtriervorrichtung gemäß der dritten Ausführungsform im Querschnitt.
[0026] Fig. 1 zeigt eine Filtriervorrichtung 100, die im Wesentlichen aus einem Gehäuse
20 und einem Siebbolzen 10 besteht. Der insbesondere zylindrische Siebbolzen 10 ist
in einer Siebbolzenbohrung 27 des Gehäuses 20 verschiebbar gelagert.
[0027] Auf der Eintrittsseite des Gehäuses 20 ist eine Zulauföffnung 23 vorgesehen, welche
sich in zwei Gehäuseeintrittskanäle 21, 22 verzweigt. Jeder Gehäuseeintrittskanal
21, 22 steht mit einer Siebkavität 13, 14 im Siebbolzen 10 in Verbindung, wenn sich
der Siebbolzen 10 in der in Fig. 1 gezeigten Produktionsstellung befindet.
[0028] Auf der anderen Seite des Gehäuses 20 ist eine Auslauföffnung 26 vorgesehen, an welcher
sich zwei Gehäuseaustrittskanäle 24, 25 vereinigen. Die Gehäuseaustrittskanäle 24,
25 stehen jeweils mit der Reinseite der Siebkavitäten 13, 14 in Verbindung.
[0029] Innerhalb der Siebkavitäten 13, 14 sind Siebelemente 13.1 eingesetzt. In Durchflussrichtung
gesehen hinter den Siebelementen 13.1 verjüngt sich die Siebkavität 11 jeweils in
einen Trichterbereich 11.6. Während bei herkömmlichen Filtriervorrichtungen meist
ein Siebbolzenaustrittskanal unmittelbar von der Spitze des Trichterbereichs 13.1
ausgeht, ist bei der erfindungsgemäßen Filtriervorrichtung 100 ein Siebbolzenaustrittskanal
11 mit einem Einlaufbereich 11.1 vorgesehen, der sich unmittelbar an den Trichterbereich
11.6 anschließt.
[0030] Die Eintrittszone 11.1 wird durch eine Flanke 11.2 begrenzt, die etwa von der Spitze
des kegelförmigen Trichterbereichs 11.6 ausgeht und von dort ein Stück auf eine zweite
Flanke 11.5 zuläuft. Die zweite Flanke 11.5 erstreckt sich etwa in Verlängerung der
seitlichen Begrenzung der Siebkavität 11 und damit in etwa parallel zur Mittelachse
der Siebkavität 11.
[0031] An einer Umlenkstelle 11.3 wird der Siebbolzenaustrittskanal 11 um einen Winkel von
90° oder auch weniger umgelenkt und geht in eine Austrittszone 11.2 über.
[0032] In der Austrittszone 11.2 verläuft der Siebbolzenaustrittskanal 11 dann als eine
Nut weiter, welche bevorzugt etwa in Form einer Passfedernut ausgebildet ist, und
geht schließlich in den Gehäuseaustrittskanal 24 über.
[0033] Gleiches gilt für die andere Siebstelle 12 auf der rechten Seite der in Fig. 1 gezeigten
Filtriervorrichtung 100 mit einem Siebbolzenaustrittskanal 12, der ebenfalls eine
Einlaufzone 12.1, eine Umlenkstelle 12.3 und eine Austrittszone 12.2 aufweist.
[0034] Beim dargestellten Ausführungsbeispiel verlaufen jeweils die äußeren Flanken 11.5,
12.5 der Eintrittszone 11.1, 12.1 parallel zur Fließrichtung, und die schrägen Flanken
11.2, 12.2 verlaufen beim dargestellten Ausführungsbeispiel von innen nach außen,
wobei "innen" als die Mittelinie definiert ist, welche zwischen den Siebkavitäten
13, 14 verläuft, und welche damit in der gezeigten Produktionsstellung auch mittig
durch die Zulauföffnung 23 und die Austrittsöffnung 26 verläuft.
[0035] Während in Fig. 1 die Eintrittszonen 11.1, 12.1 dreieckig erscheint, erscheinen sie
in einer Schnittebene quer durch den Siebbolzen 10, wie in Fig. 2 dargestellt, lediglich
als eine dicke Scheibe, welche sich an den Trichterbereich 11.6 anschließt.
[0036] Die Funktion der erfindungsgemäßen Filtriervorrichtung wird nachfolgend erläutert:
Im normalen Produktionsbetrieb gemäß Figur 1 liegen beide Siebkavitäten 13, 14 vor
den Eintrittskanälen 21, 22. Auf der Austrittsseite liegen die Mündungen der Austrittszonen
11.2, 12.2 ebenfalls vor den Mündungen der Austrittskanäle 24, 25. Die Schmelze kann
gleichmäßig durch beide Siebkavitäten 13, 14 fließen und es stellt sich die durch
die Pfeile angedeutete Strömungsverteilung ein.
[0037] Bei Verschmutzung einer Siebstelle kann - wie in Figur 3 gezeigt - der Siebbolzen
10 so weit aus dem Gehäuse 20 verfahren werden, dass eine der Siebkavitäten 14 frei
zugänglich außerhalb des Gehäuses 20 liegt. Dort kann die Siebkavität 14 einschließlich
der Austrittszone 12.2 mühelos gereinigt werden. Das Siebelement 12.7 ist ebenfalls
frei zugänglich, um herausgenommen und ersetzt zu werden.
[0038] Währenddessen kann Schmelze nach wie vor durch den Gehäuseeintrittskanal 22 hindurch
bis in die Siebkavität 13 fließen und von dort über den Gehäuseaustrittskanal 25 wieder
abfließen, sodass der Produktionsbetrieb nicht unterbrochen zu werden braucht.
[0039] Nachdem die Siebkavität 12 gereinigt und ggf. mit einem neuen Siebeinsatz versehen
ist, wird der Siebbolzen 10 wieder zurück in das Gehäuse 20 gefahren, jedoch zunächst
noch nicht in die Produktionsstellung gemäß Fig. 1, sondern in eine in Fig. 4 gezeigte
Stellung, in der eine allmähliche Befüllung der zuvor gereinigten Siebkavität 12 mit
Schmelze und gleichzeitige Entlüftung der Siebkavität 12 erfolgt.
[0040] In dieser Stellung geht die Siebkavität 14 mit dem Gehäuseeintrittskanal 22 lediglich
über eine sehr schmale Verbindungsstelle 14.2 in Verbindung, sodass nur ein sehr gebremster
Schmelzefluss in die Siebkavität 14 hinein möglich ist. Schmelze kann sich somit in
der Siebkavität 14 sammeln und die darin enthaltende Luft verdrängen.
[0041] Im oberen Bereich des Siebbolzens ist eine Entlüftungsnut 14.3 vorgesehen. Diese
liegt real nicht, wie hier dargestellt, in der Schnittebene durch die Mittelachse,
sondern oberhalb davon, auf dem Zylindermantel des Siebbolzens. Sie ist daher in Fig.
4 durch die strichpunktierte Linie nur angedeutet. Aufsteigende Luft kann aus der
Bohrung 14.4 austreten und gelangt in die Nut 14.3, welche sich bis außerhalb der
Gehäusekante des Gehäuses 20 erstreckt, sodass die Luft dort entweichen kann.
[0042] Nach dem Vorfluten der Siebkavität 12 und dem Entlüften wird dann der Siebbolzen
10 wieder in die in Fig. 1 gezeigte Produktionsstellung verfahren. Die Nut 14.3 liegt
dann wieder vollständig innerhalb des Gehäuses 20 und ist somit in der Gehäusebohrung
27 abgedichtet.
[0043] In Fig. 5 ist eine weitere Ausführungsform einer Filtriervorrichtung 100' dargestellt.
Der Gehäuseaufbau des Gehäuses 20 entspricht der vorstehend beschriebenen Ausführungsform.
Es sind lediglich unterhalb des Siebbolzens 10' zusätzliche Rückspülbohrungen 28 vorgesehen.
[0044] Der Siebbolzen 10' ist ebenfalls weitgehend ähnlich zum Siebbolzen 10 der ersten
Ausführungsform. Die erfindungswesentliche Ausbildung des Siebbolzenaustrittskanals
mit einer Eintrittszone 11.1' und einer Austrittszone 11.2' entspricht derjenigen
bei der ersten Ausführungsform.
[0045] Unterschiedlich ist, dass neben den Siebkavitäten '13', 14' jeweils eine Rückspülöffnung
15' vorgesehen ist, welche mit den Rückspülbohrungen 28 im Gehäuse 20 in Übereinstimmung
zu bringen ist.
[0046] In der in Fig. 5 gezeigten Position erfolgt ein normaler Produktionsbetrieb. Die
beiden Siebkavitäten 13', 14' werden durch die Gehäuseeintrittskanäle 21, 22 gespeist.
[0047] Aus der Produktionsstellung gemäß Fig. 5 heraus kann der Siebbolzen 10' seitlich
aus dem Gehäuse 20 verfahren werden, sodass eine der Siebkavitäten, in diesem Fall
die rechte Siebkavität 14', von den Gehäuseeintrittskanälen 21, 22 vollständig abgeschnitten
ist. Die Schmelze kann jetzt durch die linke Siebkavität 13 und deren Siebbolzenaustrittskanal
11 in den Auslaufkanal 24 und dann wieder über den Auslaufkanal 25 in die rechte Siebkavität
14' fließen, da auf der Schmutzseite der Siebkavität 14' kein Druck mehr ansteht.
[0048] Vielmehr besteht in dieser Position auf der Schmutzseite der Siebkavität 14' eine
Verbindung zur Rückspülbohrung 15'. Die Schmelze kann darüber zu der Rückspülbohrung
28 im Gehäuse fließen und gelangt von dort an die Außenseite des Gehäuses 20. Grobe
Schmutzpartikel, die auf der Schmutzseite der Siebelemente 13.1 anhaften, können durch
die Rückspülung in an sich bekannter Weise gelöst werden.
[0049] Auch bei der zweiten Ausführungsform einer Filtriervorrichtung 100' kann der Siebbolzen
10' noch weiter nach außerhalb des Gehäuses 20 verfahren werden, sodass ein Siebwechsel
analog zur Stellung in Fig. 3 möglich ist. Ebenso ist eine Entlüftung und Vorflutung
der gereinigten Siebkavität analog zu der bei Fig. 4 beschriebenen Vorgehensweise
möglich.
[0050] Eine dritte Ausführungsform einer Filtriervorrichtung 200 ist in den Figuren 7a,
7b und 8 dargestellt. Diese umfasst zwei identische Siebbolzen 210, 210', die über
Hydraulikzylinder 231, 232 unabhängig voneinander in einem Gehäuse 220 verschiebbar
sind.
[0051] Jeder Siebbolzen 210, 210' besitzt, wie in den Figuren 7a und 7b erkennbar, zwei
Siebkavitäten 213, 214, 213', 214' nebeneinander und darüber hinaus, wie wiederum
im Querschnitt nach Figur 8 erkennbar, die gleiche Anzahl von Siebkavitäten auf der
rückwärtigen Seite noch einmal, so dass die Filtriervorrichtung 200 insgesamt acht
Siebkavitäten besitzt.
[0052] In Figur 7a ist die Produktionsstellung in seitlicher Ansicht auf die Filtriervorrichtung
200 gezeigt, in der beide Siebbolzen 210, 210' so positioniert sind, dass alle Siebkavitäten
213, 214, 213', 214' durchströmt werden.
[0053] Das Fluid strömt über eine Zulauföffnung 223 oben im Gehäuse in davon abzweigende
Gehäuseeintrittskanäle 221, 222 bis in die Siebkavitäten 213, 214, 213', 214', die
jeweils wenigstens ein Filterelement aufweisen, das hier nicht dargestellt ist.
[0054] In Strömungsrichtung hinter den Filterelementen ist jeweils - in gleicher Weise wie
bei den Ausführungsformen nach den Figuren 1 bis 6 auch - ein Trichterbereich vorhanden,
in dem das Fluid gesammelt und zu einer Einlaufzone 211.1, 212.1 eines Siebbolzenaustrittskanals
211, 212 geleitet wird, die in einem Randbereich der jeweiligen Siebkavität 213, 214,
213', 214' ihren Anfang nimmt. Daran schließt sich im Siebbolzenaustrittskanal 211,
212 jeweils eine Umlenkstelle 211.3, 212.3 an, wo ein Übergang in die Austrittszone
211.2, 212.2 erfolgt. Letztere verläuft parallel zur Mittelachse der Siebbolzen 210,
210', bis sie in die V-förmig voneinander abgespreizten Gehäuseaustrittskanäle 224,
225 münden. Die Gehäuseaustrittskanäle 224, 225 führen zu einer gemeinsamen Auslauföffnung
226 unten am Gehäuse 220.
[0055] Figur 7b zeigt eine Situation, in der sich der obere Siebbolzen 210 in einer sogenannten
Siebwechselstellung befindet. Dabei sind die links außen sichtbare Siebkavität 213
sowie die zugehörige Siebkavität desselben Paars auf der rückwärtigen Seite des Siebbolzens
210 außerhalb des Gehäuses 220 positioniert. Die Siebkavitäten 213 können gereinigt
und die darin befindlichen Filterelemente können entnommen werden. Die rechte Siebkavität
214 besitzt währenddessen eine Verbindung mit dem linken Gehäuseaustrittskanal 224
und kann so weiterhin voll genutzt werden.
[0056] Figur 8 zeigt einen Querschnitt entlang der strichpunktierten Linie in Figur 7a,
welche durch die Zulauf- und die Auslauföffnung 223, 226 läuft.
[0057] Die in den Figuren 7a und 7b von der Seite sichtbaren Siebkavitäten 214, 214' besitzen
auf der anderen Seite der Siebbolzen 210, 210' Gegenstücke in Form der Siebkavitäten
216, 216'.
[0058] Die gestrichelten Linien geben den Verlauf der Gehäuseeintrittskanäle 221, 221' und
Gehäuseaustrittskanäle 225 an. Um die insgesamt acht Siebkavitäten der Filtriervorrichtung
200 versorgen zu können, sind vier senkrechte Gehäuseeintrittskanäle 221, 221' vorgesehen,
die von der Zulauföffnung 223 zunächst verzweigen und dann beidseits der Siebbolzen
210, 210' nach unten führen, wobei sie tangential die Siebkavitäten 214, 216, 214',
216' schneiden. Zugleich sind vier Gehäuseaustrittskanäle 225 vorgesehen, die sowohl
in Längsrichtung von einer Auslauföffnung 226 verzweigen (vgl. Fig. 7a, 7b) bzw. in
dieser münden wie auch in der Höhe (vgl. Fig. 8) so abgespreizt sind, dass sie den
oberen Siebbolzen 210 unten und den unteren Siebbolzen 210' oben anschneiden.
[0059] Deutlich sichtbar sind in dieser Darstellung die nutenförmigen Austrittszonen 212.2,
212.2', die mit den Gehäuseaustrittskanälen 225 in Verbindung stehen.
1. Filtriervorrichtung (100; 100'; 200) für hochviskose Medien, mit wenigstens einem
Siebbolzen (10; 10'; 210, 210'), der zwischen einer Zulauföffnung (23; 223) und einer
Auslauföffnung (26; 226) eines Gehäuses (20; 220) verschiebbar in einer Siebbolzenbohrung
(27; 227) angeordnet ist und der wenigstens eine Siebkavität (13, 14; 13', 14'; 213,
214, 216, 213', 214', 216') aufweist,
- in welcher wenigstens ein Filterelement (13.1) angeordnet ist,
- welche in einer Produktionsstellung mit dem Gehäuseein- und Gehäuseaustrittskanal
(21, 22, 24, 25; 221, 222, 224, 225) des Gehäuses (20; 220) in Verbindung zu bringen
ist,
- und welche sich in einem in Durchflussrichtung der Siebkavität (13, 14; 13', 14';
213, 214, 213', 214', 216, 216') gesehen hinteren Bereich zu einem Trichterabschnitt
(11.6; 11.6') verjüngt, welcher in wenigstens einem Siebbolzenaustrittskanal (11,
12; 211, 212) mündet, der in einer Produktionsstellung an einem Gehäuseaustrittskanal
(24, 25; 224, 225) mündet,
dadurch gekennzeichnet, dass der Siebbolzenaustrittskanal (11, 12; 211, 212) wenigstens eine Eintrittszone (11.1,
12.1; 11.1', 12.1'), wenigstens eine Umlenkungsstelle (11.3; 11.3') und wenigstens
eine Austrittszone (11.2, 12.2; 11.2', 12.2') umfasst, wobei die Eintrittszone (11.1,
12.1; 11.1', 12.1') von einem Randbereich des Trichterabschnitts (11.6; 11.6') ausgeht
und wobei die Austrittszone (11.2, 12.2; 11.2', 12.2') als eine sich auf der Außenseite
des Siebbolzens (10; 10'; 210, 210') und/oder auf der Innenseite der Siebbolzenbohrung
(27; 227) erstreckende Nut ausgebildet ist.
2. Filtriervorrichtung (100; 100'; 200) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die jeweils vor und hinter der Umlenkungsstelle (11.3, 12.3; 11.3', 12.3', 211.3,
212.3) liegenden Zonen des Siebbolzenaustrittskanals (11, 12; 11', 12'; 211, 212,
212') miteinander einen Winkel von 90° oder weniger einschließen.
3. Filtriervorrichtung (100; 100'; 200) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Eintrittszone (11.1, 12.1; 11.1', 12.1'; 211.1, 212.1) des Siebbolzenaustrittskanals
(11, 12; 11', 12'; 211, 212, 212') in einem Querschnitt senkrecht zur Mittelachse
des Siebbolzens (10; 10'; 210, 210') gesehen dreieckig ist und durch eine schräg zur
Fließrichtung ausgerichtete erste, zentrale Flanke (11.4; 11.4'), die vom Zentrum
des Trichterbereichs (11.6; 11.6') nach außen führt, und durch eine zweite, in Durchflussrichtung
ausgerichtete Flanke (11.5) an der Peripherie der Eintrittszone (11.1, 12.1; 11.1',
12.1'; 211.1, 212.1) begrenzt ist.
4. Filtriervorrichtung (100; 100'; 200) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Flanke (11.4; 11.4') und die Austrittszone (11.2, 12.2; 11.2', 12.2') einen
Winkel von 30° bis 60° einschließen.
5. Filtriervorrichtung (100; 100'; 200) nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass sich im Querschnitt gesehen die erste Flanke (11.4; 11.4') in Verlängerung des Trichterbereichs
(11.6, 11.6') erstreckt.
6. Filtriervorrichtung (100; 100'; 200) nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, dass die Eintrittszone (11.1, 12.1; 11.1', 12.1'; 211.1, 212.1) ein zu einer Querschnittsebene
ausgerichteter, scheibenförmiger Hohlraum ist, der sich an den hohlkegelförmigen Trichterbereich
(11.6; 11.6') anschließt.
7. Filtriervorrichtung (100; 100'; 200) nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, dass sich die Austrittszone (11.2, 12.2; 11.2', 12.2'; 211.2, 212.2) auf der Außenseite
des Siebbolzens (10; 10'; 210, 210') und parallel zu dessen Mittelachse erstreckt.
8. Filtriervorrichtung (200) nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass im Gehäuse (220) zwei unabhängig voneinander verschiebbare Siebbolzen (210; 210')
angeordnet sind.
9. Filtriervorrichtung (100; 100') nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Siebbolzen (10; 10')zwei Siebkavitäten (13, 14; 13', 14'; 213, 214, 216, 213',
214', 216') aufweist.
10. Filtriervorrichtung (200) nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Siebbolzen (210; 210') jeweils zwei Paare von Siebkavitäten (213, 214, 213',
214' 216') aufweist
11. Filtriervorrichtung (200) nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Siebkavitäten (213, 214, 216, 213', 214', 216') eines Paares an diametral
gegenüber liegenden Seiten des Siebbolzens (210; 210') angeordnet sind.
1. Filtering apparatus (100; 100'; 200) for highly viscous media, having at least one
screen piston (10; 10'; 210, 210'), which is arranged in a screen-piston bore (27;
227) such that it can be displaced between an inflow opening (23; 223) and an outflow
opening (26; 226) of a housing (20; 220) and which has at least one screen cavity
(13, 14, 13', 14'; 213, 214, 216, 213', 214', 216'),
- in which at least one filter element (13.1) is arranged,
- which, in a production position, can be connected to the entrance channel and discharge
channel (21, 22, 24, 25; 221, 222, 224, 225) of the housing (20; 220),
- and which tapers in a rear region, as seen in the throughflow direction of the screen
cavity (13, 14; 13', 14'; 213, 214, 213', 214', 216, 216'), to form a funnel portion
(11.6; 11.6') which opens out in at least one screen-piston discharge channel (11,
12; 211, 212), which opens out, in a production position, at a housing discharge channel
(24, 25; 224, 225),
characterized in that the screen-piston discharge channel (11, 12; 211, 212) comprises at least one entrance
zone (11.1, 12.1; 11.1', 12.1'), at least one deflecting location (11.3; 11.3') and
at least one discharge zone (11.2, 12.2; 11.2', 12.2'), wherein the entrance zone
(11.1, 12.1; 11.1', 12.1') extends from a peripheral region of the funnel portion
(11.6; 11.6'), and wherein the discharge zone (11.2, 12.2; 11.2', 12.2') is designed
as a groove which extends on the outside of the screen piston (10; 10'; 210, 210')
and/or on the inside of the screen-piston bore (27; 227)
2. Filtering apparatus (100; 100'; 200) according to Claim 1, characterized in that those zones of the screen-piston discharge channel (11, 12; 11', 12'; 211, 212, 212')
which are located in each case upstream and downstream of the deflecting location
(11.3, 12.3; 11.3', 12.3', 211.3, 212.3) enclose an angle of 90° or less with one
another.
3. Filtering apparatus (100; 100'; 200) according to Claim 1 or 2, characterized in that the entrance zone (11.1, 12.1; 11.1', 12.1'; 211.1, 212.1) of the screen-piston discharge
channel (11, 12; 11', 12'; 211, 212, 212') is triangular, as seen in a cross section
perpendicular to the centre axis of the screen piston (10; 10'; 210, 210'), and is
bounded by a first, central flank (11.4; 11.4'), which is oriented obliquely in relation
to the direction of flow and leads outwards from the centre of the funnel region (11.6;
11.6'), and by a second flank (11.5), oriented in the throughflow direction, at the
periphery of the entrance zone (11.1, 12.1; 11.1', 12.1'; 211.1, 212.1).
4. Filtering apparatus (100; 100'; 200) according to Claim 3, characterized in that the first flank (11.4; 11.4') and the discharge zone (11.2, 12.2; 11.2', 12.2') enclose
an angle of 30° to 60°.
5. Filtering apparatus (100; 100'; 200) according to Claim 3 or 4, characterized in that, as seen in cross section, the first flank (11.4; 11.4') runs in extension of the
funnel region (11.6, 11.6').
6. Filtering apparatus (100; 100'; 200) according to at least one of Claims 1 to 5, characterized in that the entrance zone (11.1, 12.1; 11.1', 12.1'; 211.1, 212.1) is a disc-shaped cavity
which is oriented in relation to a cross-sectional plane and follows the hollow-cone-shaped
funnel region (11.6; 11.6').
7. Filtering apparatus (100; 100'; 200) according to at least one of Claims 1 to 6, characterized in that the discharge zone (11.2, 12.2; 11.2', 12.2'; 211.2, 212.2) extends on the outside
of the screen piston (10; 10'; 210, 210') and parallel to the centre axis thereof.
8. Filtering apparatus (200) according to at least one of Clams 1 to 7, characterized in that two screen pistons (210; 210'), which can be displaced independently of one another,
are arranged in the housing (220).
9. Filtering apparatus (100; 100') according to at least one of Claims 1 to 8, characterized in that each screen piston (10; 10') has two screen cavities (13, 14; 13', 14'; 213, 214,
216, 213', 214', 216').
10. Filtering apparatus (200) according to at least one of Clams 1 to 8, characterized in that each screen piston (210; 210') has in each case two pairs of screen cavities (213,
214, 213', 214', 216')
11. Filtering apparatus (200) according to Claim 9, characterized in that the two screen cavities (213, 214, 216, 213', 214', 216') of a pair are arranged
on diametrically opposite sides of the screen piston (210; 210').
1. Dispositif de filtration (100 ; 100' ; 200) pour milieux hautement visqueux, comprenant
au moins un bloc filtrant (10 ; 10' ; 210, 210') qui est disposé de manière à pouvoir
être déplacé dans un alésage de bloc filtrant (27 ; 227) entre une ouverture d'amenée
(23 ; 223) et une ouverture de sortie (26 ; 226) d'un boîtier (20 ; 220) et qui présente
au moins une cavité de filtre (13, 14 ; 13', 14' ; 213, 214, 216, 213', 214', 216'),
- dans laquelle cavité de filtre est disposé au moins un élément filtrant (13.1),
- laquelle cavité de filtre doit être amenée en liaison dans une position de production
avec le canal d'entrée du boîtier et le canal de sortie du boîtier (21, 22, 24, 25
; 221, 222, 224, 225) du boîtier (20 ; 220),
- et laquelle se rétrécit dans une région arrière, vu dans la direction d'écoulement
de la cavité de filtre (13, 14 ; 13', 14' ; 213, 214, 213', 214', 216, 216'), jusqu'à
une section en entonnoir (11.6 ; 11.6'), laquelle débouche dans au moins un canal
de sortie du bloc filtrant (11, 12 ; 211, 212) qui débouche dans une position de production
au niveau d'un canal de sortie du boîtier (24, 25 ; 224, 225),
caractérisé en ce que le canal de sortie du bloc filtrant (11, 12 ; 211, 212) comprend au moins une zone
d'entrée (11.1, 12.1 ; 11.1', 12.1'), au moins un point de renvoi (11.3 ; 11.3') et
au moins une zone de sortie (11.2, 12.2 ; 11.2', 12.2'), la zone d'entrée (11.1, 12.1
; 11.1', 12.1') partant d'une région de bord de la section en entonnoir (11.6 ; 11.6')
et la zone de sortie (11.2, 12.2 ; 11.2', 12.2') étant réalisée sous forme de rainure
s'étendant du côté extérieur du bloc filtrant (10 ; 10' ; 210, 210') et/ou du côté
intérieur de l'alésage de bloc filtrant (27 ; 227).
2. Dispositif de filtration (100 ; 100' ; 200) selon la revendication 1, caractérisé en ce que les zones du canal de sortie du boîtier (11, 12 ; 11', 12' ; 211, 212, 212') situées
à chaque fois devant et derrière le point de renvoi (11.3 , 12.3 ; 11.3', 12.3', 211.3,
212.3) forment entre elles un angle de 90° ou moins.
3. Dispositif de filtration (100 ; 100' ; 200) selon la revendication 1, caractérisé en ce que la zone d'entrée (11.1, 12.1 ; 11.1', 12.1' ; 211.1, 212.1) du canal de sortie du
boîtier (11, 12 ; 11', 12' ; 211, 212, 212'), vu en section transversale perpendiculairement
à l'axe médian du bloc filtrant (10 ; 10' ; 210, 210'), est triangulaire et est limitée
par un premier flanc central (11.4 ; 11.4') orienté obliquement par rapport à la direction
d'écoulement, lequel conduit vers l'extérieur depuis le centre de la région en entonnoir
(11.6 ; 11.6'), et par un deuxième flanc (11.5) orienté dans la direction d'écoulement
au niveau de la périphérie de la zone d'entrée (11.1, 12.1 ; 11.1', 12.1' ; 211.1,
212.1).
4. Dispositif de filtration (100 ; 100' ; 200) selon la revendication 3, caractérisé en ce que le premier flanc (11.4 ; 11.4') et la zone de sortie (11.2, 12.2 ; 11.2', 12.2')
forment un angle de 30° à 60°.
5. Dispositif de filtration (100 ; 100' ; 200) selon la revendication 3 ou 4, caractérisé en ce que, vu en section transversale, le premier flanc (11.4 ; 11.4') s'étend dans le prolongement
de la région en entonnoir (11.6, 11.6').
6. Dispositif de filtration (100 ; 100' ; 200) selon au moins l'une quelconque des revendications
1 à 5, caractérisé en ce que la zone d'entrée (11.1, 12.1 ; 11.1', 12.1' ; 211.1, 212.1) est une cavité en forme
de disque orientée vers un plan en section transversale et qui se raccorde à la région
en entonnoir en forme de cône creux (11.6 ; 11.6').
7. Dispositif de filtration (100 ; 100' ; 200) selon au moins l'une quelconque des revendications
1 à 6, caractérisé en ce que la zone de sortie (11.2, 12.2 ; 11.2', 12.2' ; 211.2, 212.2) s'étend du côté extérieur
du bloc filtrant (10 ; 10' ; 210, 210') et parallèlement à son axe médian.
8. Dispositif de filtration (200) selon au moins l'une quelconque des revendications
1 à 7, caractérisé en ce que dans le boîtier (220) sont disposés deux blocs filtrants (210 ; 210') déplaçables
indépendamment l'un de l'autre.
9. Dispositif de filtration (100 ; 100') selon au moins l'une quelconque des revendications
1 à 8, caractérisé en ce que chaque bloc filtrant (10 ; 10') présente deux cavités de filtre (13, 14 ; 13', 14'
; 213, 214, 216, 213', 214', 216').
10. Dispositif de filtration (200) selon au moins l'une quelconque des revendications
1 à 8, caractérisé en ce que chaque bloc filtrant (210 ; 210') présente à chaque fois deux paires de cavités de
filtre (213, 214, 213', 214', 216').
11. Dispositif de filtration (200) selon la revendication 9, caractérisé en ce que les deux cavités de filtre (213, 214, 216, 213', 214', 216') d'une paire sont disposées
sur des côtés du bloc filtrant (210 ; 210') diamétralement opposés.