[0001] In vielen verfahrenstechnischen Anlagen stellt sich die Aufgabe, Strömungs- und Zustandsfelder
in Fluidströmungen zu homogenisieren. Ein Grund hierfür liegt darin, dass die Inhomogenität
der Geschwindigkeitsverteilung in einem Fluid hinter einer Anlagenkomponente zu erhöhten
Druckverlusten oder auch zu Schwingungsanregung in nachfolgenden Anlagenteilen führen
kann. Außerdem können durch inhomogene Temperatur- und Konzentrationsfelder in Fluiden
Korrosionsschäden verursacht werden. Daher existiert in manchen Fällen auch unabhängig
von der Aufgabe einer Homogenisierung der Geschwindigkeitsverteilung das Ziel, das
Feld der Zustandsgrößen in einem strömenden Fluid zu homogenisieren. Nachfolgend bezeichnen
wir dieses Fluid als primäres Fluid.
[0002] Ferner kann es notwendig sein, gasförmige oder auch in einem Trägergas suspendierte
partikuläre Additive, die wir als sekundäres Fluid bezeichnen, möglichst homogen in
die Grundströmung eines primären Fluids einzumischen. In manchen Fällen soll jedoch
lediglich ein heißeres Gas als sekundäres Fluid in das primäre Fluid eingemischt werden,
z. B. um eine Beladung des primären Fluids mit Tropfen durch Verdunstung abzubauen.
In vielen Fällen steht für die Bewältigung dieser Mischungs - Aufgabe nur eine verhältnismäßig
kurze Laufstrecke der Strömung des primären Fluids zur Verfügung. Es ist bekannt,
dass der Druckverlust, den das primäre Fluid in einem Mischer erleidet, in aller Regel
umso höher ausfällt, je kürzer die verfügbare Mischungsstrecke ist.
[0003] Mit der vorliegenden Erfindung wird eine Lösung der Aufgabe angeboten, die Homogenisierung
von Strömungs- und Zustandsfeldern innerhalb einer relativ kurzen Laufstrecke bei
möglichst geringen Totaldruckverlusten oder in vielen Fällen sogar mit Druckrückgewinn
zu bewerkstelligen. Unter Druckrückgewinn verstehen wir dabei einen Anstieg des mittleren
statischen Drucks in der Primärfluid - Strömung.
Stand der Technik
[0004] Die
US 5 335 501 A beschreibt einen von einem Fluid durchströmten Kanalabschnitt mit Querschnittserweiterung
in Strömungsrichtung. Im Kanalabschnitt sind Einbauten angeordnet, durch welche der
Kanalquerschnitt in wenigstens 3 Teilkanäle aufgeteilt wird. Die Verdrängungsdicke
wenigstens eines Teils der Einbauten nimmt dabei in Strömungsrichtung zu.
[0005] Aus der
EP 0 414 021 A2 ist ein Induktivdurchlass mit mindestens einer schlitzförmigen Einlassöffnung und
mindestens zwei Auslassöffnungen, die an einander zugewandten Seiten durch einen Staukörper
begrenzt sind, bekannt, welcher in seinem Grundriss dem Querschnitt der Einlassöffnung
angepasst und, der Strömungsrichtung folgend, in einem senkrechten Abstand zur Ebene
der Einlassöffnung angeordnet ist, wobei zwei Blechplatten, von denen eine einen Rahmen
für die Einlassöffnung und die andere je einen Rahmen für die Auslassöffnungen bildet,
vorgesehen sind, wobei zur Erzeugung der Einlassöffnung die eine Blechplatte mit einem
doppel-T-förmigen Schlitz versehen ist und die beiden dadurch entstehenden Zungen
jeweils in Richtung auf eine Auslassöffnung umgebogen sind und wobei zur Bildung der
Auslassöffnungen die andere Blechplatte mit zwei U-förmigen Schlitzen versehen ist
und die beiden dadurch entstehenden Zungen in Richtung auf die Einlassöffnung abgewinkelt
sind.
[0006] In der
FR 2 165 330 A5 wird ein Abgasaustrittskanal offenbart, der zur Regulierung und Orientierung eines
Luftstroms dient, wobei sich der Querschnitt des Abgasaustrittskanals in der Strömungsrichtung
weitet. Ferner ist ein Mobilteil vorgesehen, das den Verschluss darstellt, eine pyramidale
Form aufweist und den Querschnitt des Abgasaustrittskanals in zwei Teilkanäle aufteilt,
wobei die Verdrängungsdicke des Mobilteils 7 in der Strömungsrichtung zunimmt.
[0007] Nachfolgend orientieren wir uns an der Situation, wie sie häufig stromab großer Axialgebläse
9 gemäß dem Stand der Technik angetroffen wird, Fig. 1. Dort schließt sich an das
Gebläselaufrad 10 mit den Laufschaufeln 11 in aller Regel ein Ringdiffusor 1 an. In
diesem Diffusor soll die mit einem Querschnittsmittelwert von ca. 80 - 100 m/s recht
hohe Abströmgeschwindigkeit 35 des primären Fluids unter Druckrückgewinn abgebaut
und die Geschwindigkeitsverteilung homogenisiert werden.
[0008] Der Ringdiffusor 1 besteht hier aus einem sich schwach erweiternden kegelförmigen
Gehäuse 2 und einem zylindrischen Innenkörper 3, auch Nabenkörper genannt, der eine
stumpfe Endfläche 4 besitzt, sodass hier eine sprunghafte Querschnittserweiterung
erzeugt wird, die einem Carnot'schen Stoßdiffusor entspricht.
[0009] Der Nabenkörper 3 ist über mehr oder weniger sternförmig radial ausgerichtete Bleche
5 und 6 in zwei axialen Positionen 7 und 8 zentriert. Dabei können die Bleche 5 als
Nachleitschaufeln des Gebläses gekrümmt ausgeführt sein, mit dem Ziel, den Drall in
der Abströmung des primären Fluides aus den Laufschaufeln abzubauen und somit eine
weitgehend axiale Durchströmung der nachfolgenden Komponente zu erreichen. An den
Ringdiffusor 1 schließt sich bei diesem Beispiel ein kurzer zylindrischer Kanalabschnitt
12 sowie ein 90° - Krümmer 13 an. Der Krümmer ist mit einem Leitgitter 14 ausgerüstet.
Da auch ein aerodynamisch optimiertes Krümmerleitgitter einen relevanten Druckverlust
aufweist, wirkt es in manchen Situationen wie ein das Strömungsfeld vergleichmäßigendes
Drosselgitter.
[0010] Die Axialgeschwindigkeitsverteilung 15 des primären Fluids weist am Eintritt in den
Ringdiffusor 1 hinter den Laufschaufeln 11 eines Axialgebläses, insbesondere bei hoher
aerodynamischer Belastung relativ hohe Übergeschwindigkeiten auf, wobei das Geschwindigkeitsmaximum
16 zu einem größeren Radius r
vmax verlagert ist. In dem hier dargestellten schlanken Ringdiffusor 1 kommt es durch
innere Reibung in dem hoch turbulenten Strömungsfeld des Primärfluids zu einer Vergleichmäßigung
der Geschwindigkeitsverteilung und somit zu einem Abbau des Geschwindigkeitsmaximums
16. Nach einer sehr langen Laufstrecke der Strömung würde sich ein turbulentes Gleichgewichts
- Geschwindigkeitsprofil herausbilden, welches durch große Geschwindigkeitsgradienten
in Wandnähe gekennzeichnet ist. Man spricht hier gelegentlich von einem annähernd
kastenförmigen Profil bzw. von einem Blockprofil. Das am Austritt 17 aus dem Ringdiffusor
1 dargestellte Geschwindigkeitsprofil 18 hat zwar noch nicht die Gestalt eines turbulenten
Gleichgewichts - Geschwindigkeitsprofils angenommen, aber sich diesem doch bereits
erheblich angenähert. Das Geschwindigkeitsmaximum 16 des Ausgangsprofils 15 ist weitgehend
abgebaut und die Umwandlung des Profils 15 in das Profil 18 führt zu einem Anstieg
des statischen Drucks in Strömungsrichtung des Primärfluids, nach landläufiger Ausdrucksweise
zu einem Druckrückgewinn, obwohl der Prozess der Strömungsverzögerung selbstverständlich
mit einem Totaldruckverlust verbunden ist.
[0011] Fig. 2 zeigt eine zweite Ringdiffusor - Konfiguration 19 nach dem Stand der Technik,
die sich durch eine wesentlich stärkere Querschnittserweiterung in Strömungsrichtung
des Primärfluids auszeichnet. Hier ist die Außenbegrenzung 2 wie schon bei der Konfiguration
nach Fig. 1 als kegelig schwach divergentes Gehäuse ausgeführt. Zusätzlich ist der
Nabenkörper 3 in zwei Abschnitten 20 und 21 in Strömungsrichtung konvergent gestaltet,
wie dies auch der Fachliteratur zu entnehmen ist. Bei der hier dargestellten Geschwindigkeitsverteilung
15, die durch geringe Strömungsgeschwindigkeiten in Wandnähe, oder genauer, durch
niedrige Geschwindigkeitsgradienten und somit durch eine geringe Wandschubspannung
TW gekennzeichnet ist, verkraftet die Strömung längs des Nabenkörpers den Druckanstieg
in Strömungsrichtung bei dem dargestellten Beispiel nicht, und es kommt zur Strömungsablösung
mit Rückströmzonen 40. In diesem Fall wird allenfalls ein geringer Druckrückgewinn
erzielt. Der schlankere Diffusor gemäß Fig. 1 kann dann strömungstechnisch hinsichtlich
des erzielbaren Druckrückgewinns überlegen sein.
[0012] Fig. 3 zeigt eine weitere Konfiguration, die sich von jener gemäß Fig. 2 dadurch
unterscheidet, dass ein Drosselgitter 22, welches aus Stäben 24 aufgebaut sein kann,
im Bereich des hinteren Endes 23 des Nabenkörpers eingebaut ist. Durch die Rückwirkung
des Drosselgitters auf die Strömung des Primärfluids kann die Strömungsablösung an
der Nabe verhindert werden. Dieses Drosselgitter kann als sogenanntes Gradientengitter
konfiguriert sein, wodurch eine Anpassung an die Geschwindigkeitsverteilung der Strömung
des Primärfluids am Eintritt in den Ringdiffusor möglich ist. Sollte in einem Zwischenabschnitt
trotz des Einbaues des Drosselgitters dennoch Strömungsablösung auftreten, legt sich
die Strömung zum Drosselgitter hin wieder an die Feldberandungen an.
[0013] Ein derartiges Drosselgitter leidet unter zwei negativen Eigenschaften: Es erzeugt
einen erheblichen Druckverlust. Es bewirkt nur eine kleinräumige Vermischung, die
näherungsweise der Maschenweite des Gitters entspricht. Der wesentliche Vorteil liegt
in einer Homogenisierung der Geschwindigkeitsverteilung stromauf der nachgeschalteten
Komponenten, sodass beispielsweise der Druckverlust in einem nachgeschalteten Krümmer
oder in einem Register aus Schalldämpferkulissen erheblich reduziert werden kann.
[0014] Bereits in der deutschen Patentanmeldung
DE 10 2010 024 091 waren Maßnahmen vorgeschlagen worden, mit denen eine Verzögerung der Strömung in
sich stark erweiternden Kanalabschnitten bei geringen Totaldruckverlusten bzw. bei
einem relevanten statischen Druckrückgewinn zu erzielen ist. Hierfür wurden Verdrängungskörper
vorgeschlagen, die als zur Hauptachse zentrisch symmetrische Ringe ausgeführt sind
und die zur Hinterkante hin verdickt sind. Derartige konzentrische Verdrängungskörper
sind prinzipiell bekannt. Ein zusätzliches kennzeichnendes Merkmal der Ausführung
gemäß der deutschen Patentanmeldung
DE 10 2010 024 091 besteht darin, dass die Querschnitte zwischen den zur Hauptachse konzentrischen Verdrängungskörpern
auf eine bestimmte Weise bemessen sind. Und zwar sollte in allen Teilkanälen derselbe
Druckverlauf erzeugt werden, unabhängig von der Geschwindigkeitsverteilung am Eintritt
in diese Komponente. Aber es stellt sich natürlich auch die Frage nach einer möglichst
einfachen und somit kostengünstigen Ausführung der Verdrängungskörper. Die Herstellung
konzentrischer Ringe, die in Strömungsrichtung verdickt sind, ist teuer und ferner
sind derartige Bauteile relativ schwer, sodass sie Probleme hinsichtlich der Statik
verursachen könnten.
[0015] Außerdem werden derartige konzentrische Verdrängungskörper, die gleichzeitig die
Funktion von Leitkörpern ausüben, in der
EP 0789195 A1 beschrieben. Die Anwendung derartiger konzentrischer Verdrängungskörper beschränkt
sich bisher auf Diffusoren bei Flugtriebwerken oder bei stationären Kompaktgasturbinen.
Hier sind die Abmessungen vergleichsweise gering und die Fertigungskosten für derartige
Ringe spielen keine entscheidende Rolle.
[0016] Aus dem Bestreben, die Gesamtheit der beteiligten Komponenten in ihrem Zusammenspiel
zu optimieren, haben sich die Erfinder noch einmal intensiv mit einer sowohl unter
aerodynamischen Aspekten als auch hinsichtlich der Fertigungskosten vorteilhaften
Gestaltung der Verdrängungskörper befasst.
[0017] In der nachfolgend beschriebenen Lösung geht es prinzipiell darum, dass bei einem
derart großen Gesamtöffnungswinkel des stark erweiterten Kanalabschnitts hinter einem
schlanken Gebläsediffusor nur dann Strömungsablösung vermieden werden kann, wenn der
Querschnitt durch Verdrängungskörper teilweise blockiert wird. Die Strömung tritt
dann in Gestalt einzelner Jets aus den Zwischenräumen aus, die von den Verdrängungskörpern
freigegeben sind. Die Verzögerung der Strömungsgeschwindigkeit wird nur soweit getrieben,
dass keine Strömungsablösung in den Kanalabschnitten auftritt. Die Strömungsablösung
wird auf definierte Kanten am Austritt der Einbauten beschränkt.
[0018] Die vorliegende Erfindung betrifft einen von einem Primärfluid durchströmten Kanalabschnitt
mit Querschnittserweiterung in Strömungsrichtung sowie mit Einbauten, durch welche
der Kanalquerschnitt in wenigstens 2 Teilkanäle aufgeteilt wird, wobei die Verdrängungsdicke
wenigstens eines Teils der Einbauten in Strömungsrichtung zunimmt, wobei der Kanalabschnitt
einen schlanken Gebläsediffusor mit einem Öffnungswinkel im Bereich von 10° bis 20°
aufweist, an welchen sich ein stark erweiterter Kanalabschnitt mit einem Öffnungswinkel
im Bereich von 20° bis 120° anschließt, wobei die Einbauten als radial verlaufende
V-förmige Zwickelbleche in dem stark erweiterten Kanalabschnitt ausgeführt sind.
[0019] Erfindungsgemäss werden anstelle von konzentrischen Verdrängungskörpern im Wesentlichen
radial verlaufende V - förmige Zwickelbleche in den stark erweiterten Kanalabschnitt
eingebaut, wie in Fig. 13 und 15 der vorliegenden Erweiterung dargestellt ist. Diese
Ausgestaltung gemäß der Erfindung bietet insbesondere bei den großen Gebläsen für
Kraftwerke mit einem Diffusordurchmesser von ca. 5 m entscheidende Vorteile hinsichtlich
der Fertigungskosten. In aller Regel ist es vorteilhaft, die radialen V - förmigen
Zwickel nicht bis zum Nabenkörper durchzuführen. Dies würde nahe der Nabe eine zu
starke Querschnittsversperrung bewirken. Daher wird gemäß der Erfindung vorgeschlagen,
die Zwickel an einem zur Diffusorachse konzentrischen Innenring enden zu lassen, der
nur noch über einfache radiale Stegbleche mit der Nabe verbunden ist.
[0020] Aber wenn der Nabenkörper des Gebläsediffusors bereits im Endabschnitt des Gebläsediffusors
abgestützt ist, könnte auf eine Abstützung der Einbauten in dem sich anschließenden
stark erweiterten Kanalabschnitt zur Nabe hin verzichtet werden. Er würde dann durch
die Anhängung an das Gehäuse des stark erweiterten Kanalabschnitts zentriert werden.
[0021] Zwischen den V - förmigen radialen Zwickeln können zusätzlich noch Leitschaufeln
vorgesehen sein, die eine Zuteilung der Strömung zum nachfolgenden Querschnitt unterstützen.
Diese zur Diffusorhauptachse konzentrischen Leitbleche müssen dann aber nicht unbedingt
in Strömungsrichtung und somit zur Hinterkante hin verdickt ausgeführt werden. Sie
können vielmehr aus gewalzten und doppelt gekrümmten dünnwandigen Blechringabschnitten
bestehen, die kostengünstig herzustellen sind und nur ein geringes Zusatzgewicht bedingen.
[0022] In Sonderfällen, die eine Aufteilung der Strömung in einzelne Jets erfordern, können
aber auch beide Lösungsansätze kombiniert werden, also die konzentrischen Verdrängungskörper,
die zur Hinterkante hin verdickt sind und die radial verlaufenden V-förmigen Zwickelbleche.
Dabei kann es ausreichend und sogar vorteilhaft sein, die konzentrischen Verdrängungskörper
49 lediglich in die Endabschnitte der V - förmigen Zwickelbleche einzubauen.
[0023] Die radial verlaufenden Zwickel, die schon aus Gewichtsgründen hohl ausgeführt sind,
können für die Zuführung eines sekundären Fluids genutzt werden, welches in das primäre
Fluid eingemischt werden soll. Jedem Zwickel wäre dann ein Eintrittsstutzen zugeordnet,
Fig. 15. Die Gesamtheit der Stutzen würde über eine hier nicht dargestellte Ringleitung
mit dem sekundären Fluid beaufschlagt werden.
[0024] Ausserdem können auch in einem kurzen Diffusor mit relativ starker Querschnittserweiterung
Zonen mit Strömungsablösung weitgehend unterbunden werden. Es kann eine großräumige
Vermischung in der Strömung des Primärfluids bewirkt werden. Es kann ein möglichst
hoher Druckrückgewinn erzielt werden.
[0025] Dabei ist zu berücksichtigen, dass bei Anlagen nach dem Stand der Technik in vielen
Fällen ein zusätzlicher Mischer in den Kanal hinter einem Gebläse eingebaut werden
muss; dieser Mischer erzeugt natürlich einen zusätzlichen Druckverlust. Wenn dieser
Mischer durch die Mischwirkung der neuartigen Diffusorkonfiguration gemäß der Erfindung
entfallen kann, ist dies als Nutzeffekt der neuen Diffusorkonfiguration zu werten.
Letztlich geht es ja um den Gesamtdruckverlust, der zum Erreichen eines vorgegebenen
Ziels aufgewandt werden muss.
[0026] In vielen verfahrenstechnischen Anlagen stellt sich die Aufgabe, Strömungs- und Zustandsfelder
in Fluidströmungen zu homogenisieren. Ein Grund hierfür liegt darin, dass die Inhomogenität
der Geschwindigkeitsverteilung in einem Fluid hinter einer Anlagenkomponente zu erhöhten
Druckverlusten oder auch zu Schwingungsanregung in nachfolgenden Anlagenteilen führen
kann. Außerdem können durch inhomogene Temperatur- und Konzentrationsfelder in Fluiden
Korrosionsschäden verursacht werden. Daher existiert in manchen Fällen auch unabhängig
von der Aufgabe einer Homogenisierung der Geschwindigkeitsverteilung das Ziel, das
Feld der Zustandsgrößen in einem strömenden Fluid, hier als primäres Fluid 41 bezeichnet,
zu homogenisieren. Das primäre Fluid kann eine Flüssigkeit oder ein Gas oder eine
Mischung umfassen.
[0027] Ferner kann es notwendig sein, gasförmige oder auch in einem Trägergas suspendierte
partikuläre Additive, die wir als sekundäres Fluid 42 bezeichnen, möglichst homogen
in die Grundströmung des primären Fluids 41 einzumischen. In manchen Fällen soll jedoch
lediglich ein heißeres Gas als sekundäres Fluid in das primäre Fluid eingemischt werden,
z. B. um eine Beladung des primären Fluids mit Tropfen durch Verdunstung abzubauen.
In vielen Fällen steht für die Bewältigung dieser Mischungs - Aufgabe nur eine verhältnismäßig
kurze Strömungs - Laufstrecke bzw. Verweilzeit zur Verfügung. Es ist bekannt, dass
der Druckverlust, den das primäre Fluid in einem Mischer erleidet, in aller Regel
umso höher ausfällt, je kürzer die verfügbare Mischungsstrecke bzw. Verweilzeit ist.
[0028] Mit der vorliegenden Erfindung wird eine Lösung der Aufgabe angeboten, die Homogenisierung
von Strömungs- und Zustandsfeldern innerhalb einer relativ kurzen Laufstrecke bei
möglichst geringen Totaldruckverlusten oder in vielen Fällen sogar mit Druckrückgewinn
zu erreichen. Unter Druckrückgewinn verstehen wir dabei einen Anstieg des mittleren
statischen Drucks in der Primärfluid - Strömung. Der Totaldruck nimmt naturgemäß in
Strömungsrichtung ab, sofern keine Verdichtungsarbeit zugeführt wird. Als Anwendungsgebiet
kommen insbesondere erweiterte Kanalabschnitte in Frage, in denen die Strömungsgeschwindigkeit
des primären Fluides 41 von relativ hohen Werten, z. B. 80 m/s, auf niedrige Weite,
z. B. 10 m/s, verringert werden soll. Ein weiterer Anwendungsfall der Grundprinzipien
der vorliegenden Erfindung sind Kanalkrümmer mit erweitertem oder gleichbleibendem
Querschnitt.
[0029] Es wird ausserdem ein Kanal beschrieben, der eine Strömungsleitfläche enthält.
[0030] In den deutschen Patentanmeldungen
DE 10 2010 022 418 und
DE 10 2010 024 091 deren Inhalt zum integralen Bestandteil dieser Anmeldung erklärt wird, wurden die
Grundüberlegungen zur Optimierung von Diffusoren, insbesondere hinter großen Axialgebläsen
dargelegt. Im Zuge einer weiteren intensiven Beschäftigung mit der Aufgabenstellung
wurden weitere Ausgestaltungen erarbeitet, die im Hinblick auf die großtechnische
Umsetzung erhebliche Vorteile bieten.
[0031] Bekanntlich kommt es an den festen Berandungen eines Strömungsfeldes mit Druckanstieg
zu einer beschleunigten Zunahme der Dicke der Strömungsgrenzschicht an besagter Berandung.
Dies ist die Folge einer unzureichenden Versorgung der wandnahen Strömungszone mit
Impuls aus der "gesunden" impulsreichen Außenströmung. Aus zahlreichen Patentanmeldungen,
wie z. B.
US2650752 A,
DE19757187 A1,
JP63105300 A,
DE4325977 A1,
DE3534268 A,
DE102006048933 A1 ist prinzipiell bekannt, dass die Strömungsablösung an den Wänden eines Diffusors
durch Impulseintrag in die Strömungsgrenzschicht verhindert oder stromabwärts verlagert
werden kann. Es stellt sich jedoch die Frage, wie dieser Impulseintrag erfolgen sollte,
damit möglichst wenig Strömungsenergie verbraucht wird. Hier bietet sich noch ein
weites Entwicklungsfeld an.
[0032] In Fig. 4 der Deutschen Patentanmeldung
DE 10 2010 022 418 sind ungefähr auf halber Diffusorlänge tragflügelähnliche Leitelemente dargestellt,
die eine verbesserte Versorgung des nabennahen Strömungsfeldes mit Impuls aus wandfernen
Zonen mit höherer Strömungsgeschwindigkeit bewirken, ohne dass es zu einer starken
Verwirbelung in der Strömung kommen müsste. Vielmehr wird Fluid aus einer Zone mit
hoher Strömungsgeschwindigkeit mit Hilfe aerodynamisch optimierter Leitelemente möglichst
reibungsfrei abgeschöpft und als turbulenzarmer Übergeschwindigkeitsstrahl in die
impulsschwachen Zonen eingeleitet. Dieses Grundprinzip kann selbstverständlich auch
dazu angewandt werden, die Grenzschicht an der Außenwand des Diffusors mit Impuls
zu versorgen, sofern dies erforderlich ist. Zwar ist dies im Hinblick auf die Vermeidung
einer Strömungsablösung an der Gehäusewand in der Regel nicht erforderlich. Soll jedoch
am Eintritt in die Kanalerweiterung, die auf den Gebläsediffusor folgt, ein möglichst
homogenes Geschwindigkeitsprofil erzeugt werden, ist es sinnvoll, auch die Wandgrenzschicht
am Gehäuse durch Einspeisung von Teilmengen der impulsreichen wandfernen Strömung
zu beschleunigen.
[0033] Durch ein homogenes Geschwindigkeitsprofil am Eintritt in die starke Kanalerweiterung,
die sich in vielen Anwendungsfällen an einen schlanken Gebläsediffusor anschließt,
wird hier die Aufgabe, eine möglichst gleichmäßige Anströmung der nachfolgenden Komponenten
sicherzustellen, wesentlich vereinfacht. Ferner wird durch die Homogenisierung des
Strömungsfeldes bereits im Diffusor erreicht, dass der massenstromgewichtete mittlere
dynamische Druck am Diffusoraustritt gering ist. Somit ist mit einem derartigen Diffusor
prinzipiell ein höherer Rückgewinn an statischem Druck zu erzielen. Voraussetzung
hierfür ist jedoch, dass die Maßnahmen, die zur Homogenisierung der Geschwindigkeitsverteilung
ergriffen werden, nicht selbst bereits mit einem höheren Druckverlust verbunden sind.
Das Ziel soll mit möglichst geringen Druckverlusten erreicht werden. Maßnahmen, die
mit einer starken Verwirbelung der Strömung verbunden sind, verursachen hohe Druckverluste
und sind somit für die Grenzschichtbeschleunigung weniger geeignet. Dies dürfte auch
der Grund dafür sein, dass die in älteren Patenten bzw. Patentanmeldungen enthaltenen
Vorschläge bisher zumindest keine generelle Umsetzung gefunden haben. Zu nennen sind
hier insbesondere die
US2650752 A und die
DE 4325977 A1. Bei der
DE 4325977 A1 wird im Hauptanspruch ausdrücklich die Erzeugung eines Vorderkantenwirbels an den
Einbauflächen im Diffusor als kennzeichnendes Merkmal angeführt. In der vorliegenden
Patentanmeldung werden Maßnahmen vorgeschlagen, die auf eine starke Verwirbelung der
Strömung in Hochgeschwindigkeitszonen verzichten.
[0034] Um die in der vorliegenden Erfindung enthaltenen Vorschläge leichter verständlich
zu machen, soll zunächst noch kurz auf die Situation am Austritt großer Axialgebläse
eingegangen werden. Es ist seit langem bekannt, dass die Verteilung der Axialgeschwindigkeit
hinter dem aus einer Vielzahl von Leitschaufeln bestehenden Nachleitrad eines Axialgebläses
bereits eine erhebliche Inhomogenität und eine relevante Grenzschichtdicke aufweist.
Auf die Berücksichtigung des Sachverhalts, dass die Axialgeschwindigkeitsverteilung
am Austritt eines Axialgebläses, präziser ausgedrückt, unmittelbar stromab des Nachleitrades
eines derartigen Gebläses, in einem koaxialen Schnitt ein ausgeprägtes Maximum aufweist,
Fig. 1 der Patentanmeldung
DE 10 2010 022 418, wird im Rahmen der vorliegenden Erfindung besonders geachtet.
[0035] Neben diesem in Umfangsrichtung gemittelten Axialgeschwindigkeitsprofil ist ferner
an jeder der radial verlaufenden Schaufeln des Nachleitrades eine impulsverarmte Strömungs-Nachlaufzone
("Totwasser") festzustellen. In diesen Nachlaufzonen neigt die Strömung auch in einem
schlanken Diffusor verstärkt zur Strömungsablösung von den Wänden. Folgt auf den schlanken
Gebläsediffusor eine stark divergente Kanalerweiterung, so ist hier ohne geeignete
Abhilfemassnahmen umso mehr mit Strömungsablösung zu rechnen.
[0036] Nachfolgend sollen zunächst noch die Begriffe "schlanker Diffusor" und "stark divergente
Kanalerweiterung" erläutert werden. Als Diffusoren bezeichnet man Kanalabschnitte
mit einer Verringerung der Strömungsgeschwindigkeit in Hauptströmungsrichtung. Bei
Unterschallströmungen zeichnen sich Diffusoren durch eine Erweiterung des Strömungsquerschnitts
in Strömungsrichtung aus. Diffusoren können sehr unterschiedlich gestaltet werden.
Der einfachste Fall ist ein zentrisch symmetrischer Kreisflächendiffusor, der nur
aus einem zentrisch symmetrischen und kegelig divergenten Außengehäuse besteht und
folglich ohne Nabenkörper ausgeführt ist. Bei derartigen Kreisflächendiffusionen wird
der Schlankheitsgrad durch den Gesamtöffnungswinkel 2 x α des kegeligen Gehäuses beschrieben.
Bei Diffusoren mit einem Nabenkörper werden der Schlankheitsgrad bzw. der effektive
Öffnungswinkel folgendermaßen ermittelt: Der axiale Verlauf des freien Strömungsquerschnitts
des Ringraumes zwischen Nabe und Gehäuse wird in den axialen Verlauf des Querschnitts
bei einem Kreisflächendiffusor umgerechnet. Dieser Kreisflächendiffusor wird als Ersatzkreisflächendiffusor
für den Ringdiffusor bezeichnet. Der Öffnungswinkel des Ersatzkreisflächendiffusors
dient dann als Maß für den Schlankheitsgrad. Von einem schlanken Diffusor spricht
man in aller Regel dann, wenn der Ersatzkreisflächendiffusor einen Gesamtöffnungswinkel
von 2 x α<10° bis 20° aufweist. Den Öffnungswinkel des Ersatzkreisflächendiffusors
bezeichnet man auch als effektiven Öffnungswinkel des Diffusors. Von einer starken
Kanalerweiterung sprechen wir dann, wenn für den effektiven Öffnungswinkel bzw. für
den Gesamtöffnungswinkel des zugeordneten Ersatzkreisflächendiffusors 2 x α > 20°
bis ca. 120° gilt. Es gibt demnach einen Grenzbereich, in welchem sich die Gesamtöffungswinkel
von schlanken Diffusoren und stark erweiterten Kanalerweiterungen überlappen. Dies
hängt mit der Vorgeschichte der Strömung zusammen. Wenn die wandnahe Strömungszone
bereits stark impulsverarmt ist, dann wirkt bereits ein Kanal mit einem geringen effektiven
Öffnungswinkel wie eine starke Erweiterung und erfordert entsprechende Maßnahmen zur
Optimierung des Druckrückgewinns.
[0037] Es werden Maßnahmen zur Optimierung der Durchströmung schlanker Diffusoren und stark
erweiterter Kanalabschnitte und somit der Anströmung nachfolgender Komponenten beschrieben.
[0038] Hierzu ist ein Kanal vorgesehen, in welchem ein Fluid leitbar ist, wobei der Kanal
von Kanalwänden begrenzt ist, wobei die Kanalwände eine Eintrittsöffnung und eine
Austrittsöffnung aufweisen, durch welche das Fluid in den Kanal eintreten kann und
den Kanal verlassen kann. Das Fluid weist eine Strömungsgeschwindigkeit auf, welche
entlang der Kanalwände auch ausserhalb der unmittelbaren Wandreibungsschicht kleiner
als in der Kanalmitte ist, sodass im Kanal eine Zone höherer Strömungsgeschwindigkeit
und eine Zone niedrigerer Strömungsgeschwindigkeit ausbildbar ist, wobei in dem Kanal
eine Strömungsleitfläche angeordnet ist, mittels welcher ein Teil des Fluids aus der
Zone höherer Strömungsgeschwindigkeit abschöpfbar und in die Zone niedrigerer Strömungsgeschwindigkeit
einmischbar ist. Das Fluid kann eine Flüssigkeit oder ein Gas oder eine Mischung umfassen.
[0039] Die Kanalwände spannen nach einem Ausführungsbeispiel eine Querschnittsfläche auf,
wobei der Kanal einen Abschnitt aufweist, dessen Querschnittsfläche in Strömungsrichtung
zunimmt. Insbesondere kann die Querschnittsfläche kreisförmig oder ringförmig sein.
[0040] Nach einem Ausführungsbeispiel ist eine Mehrzahl von Strömungsleitflächen im Kanal
angeordnet. Insbesondere können die Strömungsleitflächen nebeneinander angeordnet
sein. Die Strömungsleitfläche kann in dem Abschnitt angeordnet sein, dessen Querschnittsfläche
in Strömungsrichtung zunimmt.
[0041] Nach einem Ausführungsbeispiel ist der Kanal als Ringdiffusor für ein Axialgebläse
mit Nachleitschaufeln ausgebildet. Die Strömungsleitfläche kann insbesondere als eine
Leitschaufel ausgebildet sein. Die Leitschaufel kann eine Hilfsleitschaufel enthalten,
welche sich von der Hinterkante der Leitschaufel stromabwärts erstreckt.
[0042] Erfindungsgemäß weist der Abschnitt einen ersten Teilabschnitt mit einem Öffnungswinkel
im Bereich von 10° bis 20° auf, an welchen ein zweiter Teilabschnitt mit einem Öffnungswinkel
im Bereich von 20° bis 120° anschließt.
[0043] In zumindest einem der ersten oder zweiten Teilabschnitte ist zumindest ein Hohlkörper,
insbesondere ein radial verlaufender keilförmiger Hohlkörper angeordnet. Des weiteren
kann eine Mehrzahl von keilförmigen Hohlkörpern vorgesehen sein, insbesondere können
mindestens 3 keilförmige Hohlkörper vorgesehen sein. Der effektive Öffnungswinkel
in den Teilkanälen zwischen den keilförmigen Hohlkörpern kann in der Grössenordnung
von 0° bis 18° liegen. In seltenen Fällen, insbesondere bei einer besonders ungünstigen
Geschwindigkeitsverteilung am Eintritt in den Diffusor kann auch eine Beschleunigung
der Strömung in Teilkanälen bzw. Teilabschnitten eines Diffusors mit Leitflächen nach
der Erfindung vorteilhaft sein. Dann wäre der effektive Öffnungswinkel in diesen Teilbereichen
negativ.
[0044] Die keilförmigen Hohlkörper können auf einem Ring enden, welcher in einem als Ringdiffusor
ausgebildeten Abschnitt konzentrisch um dessen Mittenachse angeordnet ist. Entlang
der Mittenachse kann eine Nabe angeordnet sein.
[0045] Die keilförmigen Hohlkörper können auch auf einem Ring enden, welcher die Nabe des
Ringdiffusors konzentrisch umschliesst. Zwischen den Hohlkörpern können zur Mittenachse
des Kanals konzentrische Leitbleche eingezogen sein.
[0046] Nach einem Ausführungsbeispiel kann ein zweites Fluid in den Kanal eingeleitet werden.
Insbesondere kann das zweite Fluid über Düsen in der Nähe der Strömungsleitflächen
in das Fluid eingeleitet werden. Das zweite Fluid kann in die Hohlkörper einleitbar
sein, wobei die Hohlkörper Öffnungen enthalten, um das zweite Fluid in das Fluid einzublasen.
[0047] Diese Ausführungsbeispiele können sich auf einen schlanken Diffusor beziehen, der
in aller Regel unmittelbar hinter einem Axialgebläse angeordnet ist. Anschließend
werden Ausführungsbeispiele beschrieben, die in einem sich anschließenden stark erweiterten
Kanalabschnitt Anwendung finden können.
Schlanke Diffusoren:
[0048] Wegen des vorstehend beschriebenen Sachverhalts werden in Ergänzung zu den in Fig.
4 der
DE 10 2010 022 418 bzw. Fig. 6 der
DE 10 2010 024 091 (Fig. 11) gezeigten Leitschaufeln im Diffusor bereits im Bereich nahe der Abströmkante
der Gebläsenachleitschaufeln (Hinterkante: "trailing edge") Hilfsleitschaufeln eingebaut.
Sie können auf die Abströmkanten der bereits vorhandenen Gebläsenachleitschaufeln
gesetzt werden, siehe Fig. 13 und Fig. 16 der vorliegenden Erfindung. Grundsätzlich
ist jedoch auch eine Befestigung dieser Hilfsleitschaufeln an der Diffusorwand bzw.
an der Diffusornabe möglich. Diese schwach gekrümmten Hilfsleitschaufeln sind geringfügig
zur Gehäusewand bzw. zur Nabe hin angestellt. Dadurch wird insbesondere im kritischen
Bereich des Nachlauftotwassers der Leitschaufeln Impuls in die Strömungsgrenzschicht
eingespeist. Demzufolge stellt sich am Diffusoreintritt ein Geschwindigkeitsprofil
ein, welches sich durch hohe wandnahe Strömungsgeschwindigkeiten auszeichnet. Dabei
könnte das wandnahe Geschwindigkeitsmaximum anfangs sogar höher sein als die Geschwindigkeit
in der Mitte des Ringdiffusors, siehe Fig. 14. Es ist durchaus vorteilhaft, wenn die
Strömungsgrenzschicht über einen gewissen Impulsüberschuss verfügt, denn sie muss
ja nicht nur den Druckanstieg des Diffusors verkraften, sondern auch noch die Wandreibungskräfte
überwinden.
[0049] In einer weiteren Ausgestaltung sind die prinzipiell bereits in Fig. 4 der
DE 10 2010 022 418 (entspricht Fig. 4 der vorliegenden Anmeldung) und Fig. 6 der
DE 10 2010 024 091 (Fig. 11) dargestellten Leitschaufeln als aerodynamisch optimierte Flügel ausgeführt,
siehe auch Fig. 13. Diese Flügel sind geringfügig gegen die Strömung angestellt, sodass
es hier nicht zu einer starken Verwirbelung durch Strömungsablösung kommt. Insbesondere
soll eine besonders verlustträchtige Vorderkantenablösung der Strömung vermieden werden.
Im Gegensatz zur Ausführung gemäß Fig. 4 in der
DE 10 2010 022 418 ist der Verlauf des Kanals zwischen Flügel und Diffusorgehäuse in Strömungsrichtung
hier nicht divergent, sondern schwach konvergent ausgeführt, denn bei dieser Ausgestaltung
soll ja der Impuls nicht in den nabennahen Bereich eingespeist werden, sondern in
die Grenzschicht an der Gehäusewand.
[0050] Ein 1. Ring aus derartigen Flügeln ist der Gehäusewand des Diffusors zugeordnet.
Ein 2. Ring ist der Nabe des Diffusors zugeordnet, sofern es sich um einen Ringdiffusor
handelt. Wie groß die Zahl der Flügel auf dem äußeren und auf dem inneren Ring sein
soll, kann derzeit noch nicht zuverlässig vorhergesagt werden. Es könnte vorteilhaft
sein, die Zahl der Leitschaufeln auf diesen Ringen auf die Zahl der Nachleitschaufeln
des Axialgebläses abzustimmen. Da es an den Vorderkanten dieser flügelähnlichen Leitelemente,
die in Gebieten mit hoher Strömungsgeschwindigkeit positioniert sind, zu einem gewissen
Aufstau und somit auch zu Ausweichströmungen kommt, kann eine Überkrümmung der Skelettlinie
dieser Tragflügel vorteilhaft sein, um eine verlustarme stoßfreie Anströmung zu gewährleisten.
Der aus der Literatur über die Aerodynamik der Schaufelgitter bekannte Begriff der
Überkrümmung einer Skelettlinie soll hier nur kurz erläutert werden. Die Außenkontur
eines Tragflügels kann man dadurch konstruieren, dass man einer Skelettlinie als Zentrallinie
eines Körpers den Radiusverlauf einer Kreisschar überlagert, deren Mittelpunkte auf
der Skelettlinie liegen. Die Umhüllende der Kreisschar bildet dann die Kontur des
Tragflügels. Häufig werden ein Tragflügel oder ein flügelähnliches Leitelement derart
angeordnet, dass die Tangente an die Skelettlinie im Bereich der Profilnase parallel
zur Richtung der ungestörten Anströmung v
∞ in größerem Abstand von der Profilnase verläuft. Durch die Wechselwirkung zwischen
Leitelement und Anströmung kommt es zu einer Änderung der Strömungsrichtung bei Annäherung
an die Profilnase bzw. Anströmkante. Um eine möglichst verlustfreie "stoßfreie" Anströmung
des Leitelements zu erzielen, kann die Wirkung des Leitelements auf die Richtung der
Anströmung mit Hilfe einer Überkrümmung der Skelettlinie kompensiert werden.
[0051] Auch diese Flügel bzw. Leitelemente können wiederum als turbulenzarme Mischelemente
ausgeführt sein. Das einzumischende zweite Fluid kann über eine äußere Ringleitung
auf die der Gehäusewand zugewandten Seite des Flügels geleitet werden, Fig. 14. Von
hier aus wird es in die bewusst turbulenzarm gehaltene Nachlaufströmung eingemischt.
Ferner kann das zweite Fluid auch über die hohle Nabe dem dieser Nabe zugeordneten
inneren Ring von Flügeln zugeführt werden. Bei der Anordnung derartiger Elemente zur
Homogenisierung der Geschwindigkeitsverteilung in einem Ringdiffusor ist darauf zu
achten, dass dieser Abschnitt jedenfalls bei großen Kraftwerksgebläsen für Inspektionen
begehbar bleibt.
[0052] Durch die Kombination der Hilfsleitschaufeln an den Hinterkanten der Nachleitschaufeln
des Axialgebläses und der Leitschaufeln im mittleren Bereich der Längserstreckung
des Diffusors ist es möglich, am Eintritt in den sich anschließenden stark erweiterten
Abschnitt ein weitgehend homogenes sogenanntes "Blockprofil" der Geschwindigkeitsverteilung
zu erzeugen. Durch den Abbau der Übergeschwindigkeiten als Folge einer homogenen Füllung
des Strömungsquerschnitts kann bereits im Diffusor ein erheblicher zusätzlicher Druckrückgewinn
im Sinne eines Anstiegs des statischen Drucks erzielt werden. Ferner ist bei einer
weitgehend homogenen Zuströmung zu einem stark erweiterten nachfolgenden Kanalabschnitt,
der sich in aller Regel an den schlanken Gebläsediffusor anschließt, auch hier unter
Anwendung der noch zu diskutierenden Maßnahmen gemäß dieser Erfindung ein wesentlicher
Druckrückgewinn zu erzielen.
[0053] Hinzu kommt, dass mit einer weitgehend homogenen Abströmung aus dem stark erweiterten
Kanalabschnitt auch die Zuströmung zu nachfolgenden Komponenten, z. B. zu einem Schalldämpfer
oder zu einem Strömungsleitgitter in einem Rohrbogen wesentlich homogenisiert wird,
sodass hier keine zusätzlichen homogenisierenden Maßnahmen in Gestalt von Drosselgittern
ergriffen werden müssen, die einen weiteren Druckverlust verursachen würden. Bei der
Bewertung der erreichten Verbesserung müssen alle an der Druckverlusterzeugung beteiligten
Komponenten der Anlage in die Betrachtung einbezogen werden.
[0054] Auf den schlanken Gebläsediffusor folgt in aller Regel ein sich stark erweiternder
Kanalabschnitt, der zu einem in üblicher Weise dimensionierten Rauchgaskanal überleitet
oder auch zu einem Gehäuse, in welchem beispielsweise Schalldämpferkulissen eingebaut
sein können. Während die mittleren Strömungsgeschwindigkeiten am Austritt des Diffusors
eines großen Axialgebläses in einem Bereich von ca. 40 - 60 m/s liegen, betragen die
mittleren Strömungsgeschwindigkeiten in Rauchgaskanälen nur ca. 20 m/s. Diese Geschwindigkeitsreduktion
ist sinnvoll, um die trömungsverluste in den Rauchgaskanälen und insbesondere in Kanalkrümmern
in vertretbaren Grenzen zu halten. Folgt dagegen auf ein Axialgebläse unmittelbar
ein Schalldämpfer, so muss die Strömungsgeschwindigkeit in der Kanalerweiterung noch
weiter reduziert werden. Die Schalldämpferkulissen bewirken eine Querschnittsversperrung
von ca. 50 %. Damit die Strömungsgeschwindigkeit in den relativ langen Kanälen zwischen
benachbarten Kulissen nicht zu hoch wird, was zu erhöhten Druckverlusten sowie zur
Geräuscherzeugung an den Schalldämpferkulissen führen würde, verringert man die Leerraumgeschwindigkeit
bzw. die Anströmgeschwindigkeit der Kulissen auf ca. 12 m/s. Grundsätzlich wird das
Ziel verfolgt, diese Geschwindigkeitsreduktionen bei möglichst geringen Totaldruckverlusten
und bei einem möglichst großen statischen Druckgewinn zu verwirklichen.
[0055] Wie in der zugehörigen Basisanmeldung
DE 10 2010 024 091 ausgeführt ist, bietet die Erfindung mit dem Merkmal Gleichdruckverteiler insbesondere
dann wesentliche Vorteile, wenn die Geschwindigkeitsverteilung am Eintritt in den
stark divergenten Abschnitt (typischer Öffnungswinkel 2 α = 90°) hinter einem normalen
Gebläsediffusor (typischer effektiver Öffnungswinkel 2 α = 12°) ausgeprägt inhomogen
ist. In diesem Fall würde ja eine relevante Verzögerung der impulsstarken Strömung
einen so starken Druckanstieg bewirken, dass die impulsschwachen Zonen nicht den in
besagten impulsstarken Zonen erzeugten Druckberg hinauf strömen könnten. Dies hätte
eine sehr nachteilige Geschwindigkeitsverteilung in der Abströmung aus dem stark erweiterten
Kanalabschnitt und somit eine ungünstige Anströmung einer nachfolgenden Komponente
zur Folge.
[0056] Ist andererseits die Geschwindigkeitsverteilung am Eintritt in den stark divergenten
Kanalabschnitt weitgehend homogen, kann durchaus noch eine gewisse Verzögerung der
Strömung in allen Teilkanälen verkraftet werden. Der Begriff "Gleichdruck" bezieht
sich dann nicht auf den Druckverlauf in Strömungsrichtung, sondern auf den Gleichlauf
des Druckanstiegs in den benachbarten Teilkanälen.
[0057] Letztlich kommt es im Interesse einer insgesamt optimalen Lösung darauf an, alle
strömungstechnischen Optimierungsmaßnahmen im schlanken Gebläsediffusor sowie in einem
sich anschließenden stark erweiterten Kanalabschnitt auf vorteilhafte Weise gemäß
dieser Erfindung zu kombinieren und dabei die anlagenseitig vorgegebenen Randbedingungen
zu berücksichtigen, insbesondere auch die Anströmung nachgeschalteter Komponenten
wie z. B. eines Schalldämpfers oder eines Kanalkrümmers.
[0058] Die Erfindung betrifft somit nach einem Ausführungsbeispiel einen ein Fluid führenden
Kanal, insbesondere einen ein primäres Fluid führenden Kanal mit einer mehr oder weniger
stark ausgeprägten inhomogenen Geschwindigkeitsverteilung und/oder Verteilung der
Zustandsgrößen des primären Fluids sowie mit einem sich anschließenden Strömungsdiffusor
und gegebenenfalls eines sich daran anschließenden stark erweiternden Kanalabschnitts,
wobei Strömungsleitflächen im Kanal angeordnet sind, durch die Teilmengen des primären
Fluids aus Zonen mit hoher Geschwindigkeit abgeschöpft und in Zonen mit niedriger
Geschwindigkeit eingemischt werden.
[0059] Insbesondere hat der das primäre Fluid führende Kanal einen kreisringförmigen Querschnitt
und eine weitgehend zentrisch symmetrische Geschwindigkeitsverteilung mit einem mehr
oder weniger stark ausgeprägten Geschwindigkeitsmaximum, wobei im Kreisringquerschnitt
Strömungsleitflächen in Zonen mit hoher Strömungsgeschwindigkeit angeordnet sind,
durch die Teilmengen des primären Fluids abgeschöpft und in Zonen mit niedriger Geschwindigkeit
eingemischt werden. Die Strömungsleitflächen können auf wenigstens einem Ring zwischen
radial angeordneten Schwertern befestigt sein.
[0060] Des weiteren ist ein das primäre Fluid führender ringförmiger Kanal, insbesondere
ein Ringdiffusor vorgesehen, der hinter einem Axialgebläse mit Nachleitschaufeln angeordnet
ist, wobei in Zonen mit hoher Strömungsgeschwindigkeit Hilfsleitschaufeln an den Hinterkanten
der Nachleitschaufeln bzw. in der Nachbarschaft der Hinterkanten der Nachleitschaufeln
am Gehäuse des Diffusors bzw. der Nabe derart angebracht sind, dass Teilmengen des
primären Fluids aus Hochgeschwindigkeitszonen abgeschöpft und in die langsameren Strömungsgrenzschichten
an Gehäuse und Nabe eingespeist werden.
[0061] Nach einem Ausführungsbeispiel ist der Kanal Bestandteil eines Axialgebläses mit
Nachleitschaufeln, insbesondere ist der Kanal ein Ringdiffusor hinter einem Axialgebläse
mit Nachleitschaufeln. Zwischen dem Diffusoreintritt und Diffusoraustritt sind Leitflügel
angeordnet, durch die Teilmengen des primären Fluids aus Hochgeschwindigkeitszonen
in langsamere Strömungsgrenzschichten eingespeist werden.
[0062] Der Ringdiffusor hinter einem Axialgebläse mit Nachleitschaufeln weist einen schwach
divergenten Diffusor mit einem effektiven Öffnungswinkel von ca. 10° - 18° auf. An
den schwach divergenten Diffusor kann eine starke Kanalerweiterung mit einem geometrischen
Öffnungswinkel von ca. 15° -120° anschließen. Vorteilhafterweise können in diese Kanalerweiterung
wenigstens 3 relativ zur Hauptachse näherungsweise radial ausgerichtete und in Strömungsrichtung
keilförmige Hohlkörper eingebaut sein.
[0063] Der effektive Öffnungswinkel in den Teilkanälen zwischen den keilförmigen Hohlkörpern
kann in der Größenordnung von ca. 0° - 18° liegen. Die keilförmigen Hohlkörper können
auf einem Ring enden, welcher die Nabe des Ringdiffusors konzentrisch umschließt.
Zwischen den Hohlkörpern können zur Diffusorachse konzentrische Leitbleche eingezogen
sein.
[0064] Zwischen dem Diffusoreintritt und Diffusoraustritt können Leitflügel angeordnet sein,
durch die Teilmengen des primären Fluids aus Hochgeschwindigkeitszonen in langsamere
Strömungsgrenzschichten eingespeist werden und ein sekundäres Fluid über Düsen im
Nahbereich der Flügel in das primäre Fluid eingeleitet wird. Des weiteren kann in
einem Ausführungsbeispiel ein sekundäres Fluid in die keilförmigen Hohlkörper eingeleitet
werden und von hier über Öffnungen in das primäre Fluid eingeblasen werden.
[0065] Gemäss eines Ausführungsbeispiels ist ein Ringdiffusor mit einem zur Hauptachse konzentrischen
Ring aus Leitelementen vorgesehen, wobei der konzentrische Ring aus Leitelementen
den Ringdiffusor in zwei zueinander konzentrische Ringe mit näherungsweise gleicher
Flächengröße aufteilt und die Leitelemente die Primärfluidströmung abwechselnd nach
außen zur Gehäusewand hin bzw. nach innen zur Nabe hin leiten.
[0066] Die Erfindung soll anhand der Figuren beschrieben werden, es zeigen:
- Fig. 1
- ein Axialgebläse nach dem Stand der Technik,
- Fig. 2
- einen Ausschnitt aus einem Ringdiffusor nach einem weiteren Ausführungsbeispiel nach
dem Stand der Technik,
- Fig. 3
- einen Ausschnitt aus einem Ringdiffusor nach einem weiteren Ausführungsbeispiel nach
dem Stand der Technik,
- Fig. 4
- einen Ausschnitt aus einem Ringdiffusor nach einem ersten Ausführungsbeispiel,
- Fig. 5
- einen Radialschnitt durch den Ringdiffusor gemäss Fig. 4,
- Fig. 6
- ein Axialgebläse nach dem Stand der Technik mit Ringdiffusor, Kanalerweiterung, Drosselgitter
und Kulissenschalldämpfern,
- Fig. 7
- ein Axialgebläse mit Ringdiffusor, Kanalerweiterung mit Gleichdruckverteiler, sowie
mit Kulissenschalldämpfern,
- Fig. 8
- eine Kanalerweiterung mit ringförmigem Gleichdruckverteiler und Mischerelementen,
- Fig. 9
- eine Kanalerweiterung mit ringförmigem Gleichdruckverteiler und Verdrängungskörpern
auf den Radialschwertern,
- Fig. 10
- eine Kanalerweiterung mit ringförmigem Gleichdruckverteiler aus Hohlkörpern und mit
hohlen Verdrängungskörpern auf den Radialschwertern für die Zufuhr eines Sekundärfluids,
- Fig. 11
- ein Axialgebläse mit Mischer- und Leitelementen im Ringdiffusor, mit Verdrängungskörpern
in einer Kanalerweiterung im Bereich eines Kanalkrümmers sowie mit Einleitungsvorrichtungen
für ein Sekundärfluid und Mischerelementen,
- Fig. 12
- eine Draufsicht auf die Abströmseite der Verdrängungskörper mit Mischerelementen gemäß
Fig. 11,
- Fig. 13
- eine Übersichtszeichnung mit den Komponenten der Erfindung,
- Fig. 14
- eine Detaildarstellung zu Fig. 13 mit Leitelementen auf einem gehäusenahen und auf
einem nabennahen Ring,
- Fig. 15
- eine Ansicht vom Austritt des stark divergenten Teils stromaufwärts,
- Fig. 16
- Nachleitschaufeln des Axialgebläses 5 mit zusätzlichen Hilfsleitschaufeln,
- Fig. 17
- schwach angestellte Leitelemente auf einem Radius, welcher die Gesamtringfläche des
Diffusors in zwei näherungsweise flächengleiche zueinander konzentrische Ringe aufteilt,
- Fig. 18
- schwach angestellte Leitelemente auf einem Radius, welcher die Gesamtringfläche des
Diffusors in zwei näherungsweise flächengleiche zueinander konzentrische Ringe aufteilt,
- Fig. 19
- eine Variante der Fig. 7.
[0067] Lösungsansätze: Fig. 4 und Fig. 5 zeigen einen Lösungsansatz. Fig. 4 stellt einen
Längsschnitt durch den Austrittsbereich eines Axialgebläses 9 mit einem nachgeschalteten
Ringdiffusor 1 dar, Fig. 5 einen Querschnitt AB durch den vorderen Abschnitt des Ringdiffusors
mit Projektion in axialer Richtung. Im mittleren Abschnitt des Diffusors, evtl. auch
in der Nähe des Diffusoraustritts sind tragflügelähnliche Strömungsleitflächen 24
eingebaut. Diese erstrecken sich jedoch nicht als Ringleitflächen über den gesamten
Umfang, sondern überdecken jeweils nur kürzere Abschnitte des Umfanges, wie aus Fig.
5 zu entnehmen ist. Die Strömungsleitflächen 24 sind mit sogenannten tip wings 25
ausgestattet, welche die Bildung von Wirbelzöpfen im Nachlauf der Flügelenden dämpfen,
wie von den Tragflügeln großer Flugzeuge bekannt ist. Die Tragflügelabschnitte 24
sind über die tip wings an mehr oder weniger radial verlaufenden Schwertern 26 derart
befestigt, dass ihre Winkellage α im Stillstand justiert werden kann. Die Schwerter
26 sind hier am Nabenkörper befestigt. Sie könnten jedoch auch an das Außengehäuse
2 montiert werden. Zur Aussteifung sind Distanzhalter 27, die ebenfalls tragflügelförmig
ausgeführt sein können, näher zur Nabe hin zwischen den Schwertern befestigt. Durch
die Strömungsleitflächen 24 wird Primärfluid aus einer Zone im Bereich des Geschwindigkeitsmaximums
16 abgeschöpft und zu der in zwei Abschnitten 20 und 21 konvergent verlaufenden Nabe
hin gelenkt. Dadurch wird ein ansonsten durch Strömungsablösung entstehendes Nabentotwasser
aufgefüllt, eine Strömungsablösung wird unterbunden. Bei richtiger Dimensionierung
der Leitflächen unter Berücksichtigung der Geschwindigkeitsverteilung 15 am Eintritt
in den Ringdiffusor wird langsam strömendes Primärfluid aus dem nabennahen Bereich
in den Abschnitten 20 und 21 nach außen verdrängt, Stromlinie 29 in Fig. 4 strichpunktiert
dargestellt, und vermischt sich dort mit den längs des kegeligen Gehäuses strömenden
Teilmengen 30 des Primärfluides.
[0068] In einer weiteren Ausgestaltung wird ein sekundäres gasförmiges Fluid 32, welches
in das primäre gasförmige Fluid 35 eingemischt werden soll, über eine Rohrleitung
31 dem Innenraum des Nabenkörpers 20 bzw. 21 zugeführt. Von hier aus wird es über
Düsen 33 und 34 mit einer angepassten Geschwindigkeit in das Primärfluid eingeblasen,
sodass es in den Vermischungsprozess optimal einbezogen wird, welcher durch die Strömungsleitflächen
generiert wird.
[0069] Eine weitere Möglichkeit zur Vermischung von Primär- und Sekundärfluid besteht darin,
die Schwerter 26 als Hohlprofile auszuführen, die an den Hinterkanten mit Bohrungen
versehen sind, über welche das sekundäre Fluid in das primäre Fluid eingeblasen wird.
Auch die tragflügelförmigen Strömungsleitflächen können als Hohlprofile ausgeführt
sein, die über die Schwerter 26 mit Sekundärfluid versorgt werden, welches dann über
Bohrungen an der Hinterkante der Leitflächen 24 in das Primärfluid eingeblasen bzw.
eingemischt wird.
[0070] Häufig weist die Abströmung aus dem Laufrad eines Gebläses oder Verdichters noch
eine erhebliche Drallkomponente bzw. Umfangskomponente auf. Bei einer hohen nabennahen
Umfangskomponente neigt die Strömung verstärkt zur Strömungsablösung von der Nabe.
Durch Gleichrichtung kann ein Teil der im Drall steckenden Strömungsenergie zurückgewonnen
werden. Die Schwerter 26 können als Gleichrichterflächen dienen. Bei stärker verdrallten
Strömungen ist es sinnvoll, die Vorderkanten der Schwerter derart zu krümmen, dass
eine weitgehend stoßfreie und somit aerodynamisch optimierte Anströmung des Primärfluides
erreicht wird. In aller Regel ist es jedoch vorzuziehen, die Radialstützen 5 in Fig.
1 oder 4 als Strömungsleitbleche auszuführen.
[0071] Selbstverständlich könnte man das einzumischende sekundäre Fluid statt über die hohle
Nabe auch von außen über Bohrungen am Gehäuse einleiten, was hier nicht bildlich dargestellt
ist. Und wenn auf den Gebläsediffusor, der ja grundsätzlich mit einem kleinen Öffnungswinkel
ausgeführt wird, eine starke Querschnittserweiterung mit großem Öffnungswinkel folgt,
z. B. vor einem Wärmetauscher oder vor einem Register aus Schalldämpferkulissen, so
kann es sinnvoll sein, zusätzliche tragflügelförmige Leitelemente einzubauen, durch
deren Wirkung das Strömungsfeld die starke Querschnittserweiterung ohne Strömungsablösung
annimmt.
[0072] Nachfolgend werden zunächst der Stand der Technik anhand der Fig. 6 und anschließend
Ausführungen anhand der Fig. 7 - 12 beschrieben.
Stand der Technik
[0073] Nachfolgend orientieren wir uns an der Situation, wie sie häufig stromab eines großen
Axialgebläses 9 gemäß dem Stand der Technik angetroffen wird, welches das primäre
Fluid 41 fördert, Fig. 6. Dort schließt sich an die Anströmnase 12 und das Gebläselaufrad
10 mit den Laufschaufeln 11 in aller Regel ein zur Hauptachse 16 konzentrischer Ringdiffusor
1 an. In diesem Diffusor soll die mit einem Querschnittsmittelwert von ca. 80 - 100
m/s recht hohe Abströmgeschwindigkeit 35 des primären Fluids 41 aus dem Axialverdichter
unter einem Rückgewinn an statischem Druck möglichst weitgehend und bei geringem Totaldruckverlust
abgebaut werden.
[0074] Der Ringdiffusor 1 besteht hier aus einem sich schwach erweiternden kegelförmigen
Gehäuse 2 und einem zylindrischen Innenkörper 3, auch Nabenkörper genannt, der eine
stumpfe Endfläche 4 besitzt, sodass hier im Zentralbereich eine sprunghafte Querschnittserweiterung
erzeugt wird, die einem Carnot'schen Stoßdiffusor entspricht. An den Nabenkörper schließt
sich das Nabentotwasser 13 an.
[0075] Der Nabenkörper 3 ist über mehr oder weniger sternförmig - radial ausgerichtete Bleche
5 und 6 in zwei axialen Positionen 7 und 8 zentriert. Dabei können die Bleche 5 als
Nachleitschaufeln des Gebläses gekrümmt ausgeführt sein, mit dem Ziel, den Drall in
der Abstimmung des primären Fluides 41 aus den Laufschaufeln 11 abzubauen und somit
eine weitgehend axiale Durchströmung der nachfolgenden Komponente zu erreichen. Die
Radialbleche 6 am Diffusorende, gelegentlich auch als Schwerter bezeichnet, sind meist
ohne Krümmung mit axialer Ausrichtung ausgeführt. In einem derartigen Ringdiffusor
wird die über dem Kanalquerschnitt gemittelte Strömungsgeschwindigkeit von ca. 80
m/s, wie sie noch hinter Laufrad 10 oder hinter dem Nachleitrad 5 im Schnitt 2.1 herrscht,
auf einen Mittelwert von ca. 45 m/s im Schnitt 2.2 reduziert. Insbesondere bei einer
hohen aerodynamischen Belastung des Axialgebläses 9 bzw. des Laufrades 10 zeigt die
Geschwindigkeitsverteilung 15 am Diffusoreintritt 2.1 ein ausgeprägtes Maximum, welches
zu einem größeren Radius r
Vmax. 2.1 verlagert sein kann. In einem schwach belasteten Diffusor, der mit einem geringen
Öffnungswinkel ausgeführt sein muss, kommt es zu einem erheblichen statischen Druckrückgewinn
bei einem nur geringfügig abfallenden Totaldruck. Am Austritt 2.2 des Gebläsediffusors
liegt allerdings immer noch eine von einem Blockprofil stark abweichende Geschwindigkeitsverteilung
17 vor, deren Maximum ebenfalls in aller Regel nach außen zu einem größeren r
Vmax 2.2 verlagert ist. Mit steigender aerodynamischer Belastung des Gebläses ist das Geschwindigkeitsmaximum
in aller Regel stärker ausgeprägt und zu einem größeren Radius verlagert. Dies hat
zur Folge, dass nachfolgende Komponenten je nach Betriebszustand des Gebläses mit
unterschiedlichen Geschwindigkeitsverteilungen angeströmt werden.
[0076] Durch die starke Querschnittsvergrößerung in der nachfolgenden Kanalerweiterung 18
kommt es zwangsläufig zur Strömungsablösung 19 von den Kanalwänden, und demzufolge
werden die nachfolgenden Komponenten, wie hier die Schalldämpferkulissen 20, bereichsweise
mit einer noch sehr hohen Geschwindigkeit vom Primärfluid angeströmt. Dies ist mit
zusätzlichem Druckverlust infolge einer inhomogenen Durchströmung des Registers aus
Schalldämpferkulissen sowie mit einer Beeinträchtigung der Schalldämpfung und häufig
auch mit Schwingungsanregung verbunden, was zu Schäden an den Schalldämpferkulissen
oder an anderen Kanaleinbauten führen kann. In der Vergangenheit hat man eine Vergleichmäßigung
der Geschwindigkeitsverteilung im stark divergenten Kanalabschnitt bzw. vor Schalldämpferkulissen
20 dadurch näherungsweise verwirklicht, dass man ein Drosselgitter 43 in die Erweiterung
bzw. in den Kanal 40 vor den Schalldämpferkulissen eingebaut hat. Bei der normalerweise
zur Verfügung stehenden kurzen Ausgleichsstrecke vom Diffusoraustritt 2.2 zu den Schalldämpferkulissen
20 ist aber auch mit einem Drosselgitter 43 keine befriedigend homogene Geschwindigkeitsverteilung
zu erreichen, jedenfalls dann nicht, wenn die zusätzlichen Druckverluste in vertretbaren
Grenzen gehalten werden sollen. Man sollte sich hier vergegenwärtigen, dass ein gering
erscheinender Druckverlust von 1 mbar bei dem sehr hohen Rauchgasvolumenstrom eines
großen Kraftwerksblockes bereits einen zusätzlichen Aufwand an Gebläseleistung von
ca. 100 kW zur Folge hat.
[0077] Auch der Einbau von dünnen Leitblechen oder schlanken, tragflügelähnlichen Profilen,
hier nicht dargestellt, in den stark erweiterten Kanalabschnitt 18, führt nicht zu
der angestrebten Vergleichmäßigung der Geschwindigkeitsverteilung. Dies haben umfangreiche
Untersuchungen des Erfinders gezeigt. Durch den Einbau dünner Leitbleche wird eine
Parallelschaltung von Strömungsdiffusoren erreicht. Dies hat hier negative Auswirkungen.
Ein besonders starker Anstieg des statischen Druckes wird in einem beschaufelten Diffusor
in jenen Bereichen erzielt, die mit besonders hoher Geschwindigkeit angeströmt werden.
Der hohe statische Enddruck, der in diesen "starken" Bereichen erzielt wird, wird
den benachbarten Zonen aufgeprägt, die mit geringerer Strömungsgeschwindigkeit und
daher auch mit einem geringeren dynamischen Druck angeströmt werden. Der dynamische
Druck in besagten "schwachen" Zonen reicht dann aber nicht aus, den von den "starken"
Zonen aufgeprägten Druckberg zu erklimmen. In den schwachen Zonen wird somit durch
den hohen Gegendruck in den benachbarten starken Zonen ein Rückstaueffekt auf die
Strömung ausgeübt. Dadurch erhöht sich die Inhomogenität der Geschwindigkeitsverteilung
und es kann in Bereichen, die ohne zusätzliche Diffusorbeschaufelung noch mit geringer
vorwärts gerichteter Geschwindigkeit durchströmt werden, sogar zur Rückströmung kommen.
[0078] Ziel der vorliegenden Erfindung ist es, die für notwendige Ausgleichsvorgänge in
einem stark erweiterten Kanalabschnitt bei einem geringen Abstand zur nachfolgenden
Komponente, z. B. eines Kulissenschalldämpfers, erforderlichen Druckverluste so weit
wie möglich zu verringern. Ferner soll gemäß der Erfindung die Möglichkeit geschaffen
werden, ein sekundäres Fluid 42 in diesem Bereich in das primäre Fluid 41 einzumischen,
zumal dies hier mit geringen zusätzlichen Druckverlusten gelingt. Denn mit den gemäß
der Erfindung in den erweiterten Kanalabschnitt einzubringenden Einbauten existiert
bereits ein Verteilungsgitter für das sekundäre Fluid. Selbstverständlich könnte man
das sekundäre Fluid auch über einen nachgeschalteten gesonderten Mischer in das primäre
Fluid einspeisen. Aber eine derartige zusätzliche Komponente ist teuer und verursacht
zusätzliche Druckverluste. Wenn derartige zusätzliche Druckverluste vermieden werden
können, weil die Einbauten für den Druckrückgewinn in den erweiterten Kanal hinter
dem Axialgebläse gemäß der Erfindung diese Aufgabe übernehmen, muss man die erzielten
Druckverlusteinsparungen durch den dann möglichen Verzicht auf einen zusätzlichen
Mischer als Erfolg der Einbauten gemäß der Erfindung werten.
[0079] Fig. 7 zeigt einen Lösungsansatz. Sie stellt einen Längsschnitt durch den Austrittsbereich
eines Axialgebläses 9 mit einem nachgeschalteten Ringdiffusor 1, einem stark erweiterten
Kanalabschnitt 18 und einem Register von Schalldämpferkulissen 20 in einem Gehäuse
40 dar.
[0080] Der Ringdiffusor 1 kann in klassischer Weise oder unter Anwendung der Prinzipien
gemäß der Deutschen Patentanmeldung
DE 10 2010 022 418 ausgeführt sein. In den stark erweiterten Kanalabschnitt 18, der hier noch kreisrund
gestaltet ist, sind ringförmige Verdrängungsköper 21.1, 21.2 und 21.3 eingebaut, die
wenigstens teilweise eine schlanke Vorderkante und ein dickes abströmseitiges Ende
22.1, 22.2 und 22.3 aufweisen. Der Verlauf der Strömungsquerschnitte 23.1, 23.2 und
23.3 zwischen benachbarten Ringen ist derart dimensioniert, dass der statische Druck
in Strömungsrichtung weitgehend konstant bleibt. Wir sprechen hier demnach von einer
angenäherten Gleichdruckumlenkung bzw. von einer näherungsweise isokinetischen Umlenkung
mit Aufteilung des am Diffusoraustritt 2.2 noch zusammenhängenden inhomogenen Strömungsfeldes
in einzelne Strömungsringe. Am Austritt aus den ringförmigen Kanälen 23.1, 23.2 und
23.3 werden sprunghafte Querschnittserweiterungen 24.1, 24.2 und 24.3 angeboten, wie
es von Carnot'schen Stoßdiffusoren bekannt ist. In diesen parallel geschalteten Carnot'schen
Stoßdiffusoren wird ebenfalls noch ein erheblicher Druckrückgewinn erzielt. Der Endabschnitt
der Nabe 25 ist hier leicht konvergent ausgeführt. Dies ist keinesfalls zwingend,
sondern von der jeweiligen Einbausituation abhängig. Durch die Aufteilung des Gesamtströmungsfeldes
mit der Geschwindigkeitsverteilung 17 in einzelne schmalere ringförmige Zonen 23.1,
23.2 und 23.3 gelingen der Druckrückgewinn und die Vergleichmäßigung der Geschwindigkeitsverteilung
schon bei einer relativ kurzen Lauflänge, allerdings im Wesentlichen erst stromab
der Einbauten 21. Die ringförmigen Strömungsfelder 26.1, 26.2 und 26.3 am Austritt
aus den Teilkanälen 23.1, 23.2 und 23.3 sind dabei derart ausgerichtet, dass die Eintrittsfläche
des nachfolgenden Registers von Schalldämpferkulissen 20 gleichmäßig mit dem primären
Fluid 41 versorgt wird.
[0081] Wichtig ist für das Verständnis der vorliegenden Erfindung auch noch folgender Aspekt:
In den Carnot'schen Stoßdiffusoren 24.1, 24.2 und 24.3, die auf die Gleichdruckumlenkung
folgen, wird bekanntlich auch noch ein Anstieg des statischen Druckes erzielt. Dieser
ist umso höher, je größer die Austrittsgeschwindigkeit aus den Teilkanälen 24 ist.
Auch dieser Anstieg des statischen Drucks wird den benachbarten Zonen aufgeprägt und
kann dort zu einer erheblichen Drosselwirkung führen. Deshalb ist in einer Verfeinerung
des Prinzips der Gleichdruckumlenkung anzustreben, auch unter Einschluss der Wirkung
der Carnot'schen Stoßdiffusoren noch eine möglichst homogene statische Gegendruckverteilung
zu erzeugen. Insbesondere bei einer stärker inhomogenen Geschwindigkeitsverteilung
17 am Diffusoraustritt 2.2 ist dies unter Umständen nur durch zusätzliche Drosselelemente
in jenen Kanalabschnitten zu erzielen, die mit hoher Strömungsgeschwindigkeit bzw.
mit einem hohen dynamischen Druck angeströmt werden. Dies zeigt, dass es nachteilig
ist, wenn die Geschwindigkeitsverteilung am Austritt des Gebläse - Ringdiffusors 1
bereits stark inhomogen ist. Der Gebläse - Ringdiffusor sollte daher nicht zu hoch
aerodynamisch belastet werden, weil sich dann das wandnahe Geschwindigkeitsprofil
dem Ablöseprofil mit Wandschubspannung Null (Geschwindigkeitsgradient an der Wand
= 0) annähert. Demzufolge ist ein Gebläsediffusor, der zusätzlich zu einem sich erweiternden
Gehäuse mit einer konvergenten Nabe ausgestattet ist, in vielen Fällen eher nachteilig.
Es kann dagegen sogar von Vorteil sein, den Nabenkörper innerhalb des Diffusorabschnitts
1 in Strömungsrichtung noch etwas zu erweitern und den Öffnungswinkel des Gehäuses
2 ebenfalls etwas zu vergrößern. Auf diese Weise gelingt es wesentlich besser, die
Anströmfläche eines nachfolgenden Registers aus Schalldämpferkulissen in einem stark
erweiterten Kanalabschnitt homogen anzuströmen. Denn dann sind die Versorgungswege
zu den Rändern der Schalldämpferkulissen bzw. zum Zentralbereich derselben näherungsweise
gleich lang. Aber im Einzelnen hängt dies von den Abmessungen der Anströmfläche der
Schalldämpferkulissen sowie vom Abstand der Kulisseneintrittsebene zu den die Strömung
vergleichmäßigenden Einbauten 21.1, 21.2 und 21.3 ab. Und ferner können ja auch ganz
andere Einbauten nachfolgen, deren Anströmung anderen Erfordernissen genügen muss,
sodass wir hier nicht näher auf diese Problematik eingehen wollen. Anstelle des Einbaus
von Drosselelementen in Zonen mit zu hohem dynamischen Druck kann es vorteilhaft sein,
durch Leitelemente hochenergetisches Fluid in Zonen mit geringerem dynamischen Druck
einzuleiten. Hiermit kann ein Strahlpumpeneffekt erzielt werden, durch den langsame
Fluidzonen beschleunigt und einen Druckberg hoch geschleppt werden. Fig. 8 zeigt eine
entsprechende Ausgestaltung. Hier sind auf die Endflächen 22.1, 22.2, 22.3 und 22.4
Deflektorbleche 28 montiert, durch welche die Strömung am Austritt der ringförmigen
Kanäle 24.1, 24.2 und 24.3, vergl. Fig. 7, in Umfangsrichtung abwechselnd nach außen
bzw. nach innen umgelenkt wird. Dies ist nur in der oberen Hälfte des Querschnitts
eingezeichnet, während in der unteren Hälfte die Geschwindigkeitsverteilung 17 und
ein Radialschwert 27 dargestellt sind. Derartige Radialschwerter dienen der Zentrierung
der Ringelemente 21, Fig. 7 und Fig. 8.
[0082] Ein derartiger Mischer für Teilströme unterschiedlicher Geschwindigkeit (Impulsmischer)
bietet selbstverständlich auch sehr gute Voraussetzungen für die Einmischung eines
sekundären Fluids 42 in das primäre Fluid 41. Hier würde sich eine Kombination der
Varianten gemäß der Fig. 8 und 10 anbieten.
[0083] Die ringförmigen Einbauten 21.1, 21.2 und 21.3 in Fig. 7 werden üblicherweise über
radiale Schwerter 27 zentriert. Aber durch diese Maßnahme alleine kann in manchen
Fällen noch keine ausreichende fluiddynamische Entkopplung der Teilströme 26.1, 26.2
und 26.3 erreicht werden. Diese ringförmigen Teilströme neigen dazu, eine instationäre
Wechselwirkung untereinander einzugehen. Diese kann durch die Deflektorbleche gemäß
Fig. 8 stark gedämpft werden. Eine weitere Möglichkeit der Dämpfung ist in Fig. 9
im Schnitt (links) und in einer Ansicht von der Abströmseite her (rechts) dargestellt.
Hier sind zwischen die Ringe 21.1. 21.2 und 21.3, Fig. 7, und zur Nabe 25 hin austrittsseitige
Verdrängungskörper 29.1. 29.2 und 29.3 installiert, die sinnvollerweise auf den bereits
angesprochenen Radialschwertern 27 montiert werden. Durch diese Verdrängungskörper
werden die weitgehend geschlossenen Strömungsringe in Ringabschnitte aufgeteilt, die
weniger stark zu Wechselwirkung neigen.
[0084] Mit einer Gleichdruckumlenkung gemäß Fig. 9 ist gemäß der Erfindung auch die Aufgabe
gelöst, ein sekundäres Fluid 42 in das primäre Fluid 41 einzumischen. Das sekundäre
Fluid 42 wird über eine Rohrleitung 30 sowie über die hohl ausgeführten Verdrängungskörper
29.1, 29.2 und 29.3, vergl. Fig. 10, in die hohl ausgeführten Ringelemente 21.1, 21.2,
21.3 und in den Nabenkörper 25, Fig. 7, der Gleichdruckumlenkung eingeleitet. Aus
den Ringen 21.1, 23.2, 21.3 sowie aus dem Nabenkörper 25 tritt das sekundäre Fluid
42 in das primäre Fluid 41 über Öffnungen 31 ein. Der Vermischungsprozess kann durch
Deflektorbleche 28 stark angefacht werden, die gemäß Fig. 8 austrittsseitig an den
Ringelementen der Gleichdruckumlenkung befestigt sind, und die die aus den Zwischenräumen
23.1, 23.2 und 23.3 austretenden Primärfluidstrahlen 26.2, 26.2 und 26.3 abwechselnd
nach außen, d. h. zu größeren Radien, und nach innen umlenken. Somit kann mit dieser
Gleichdruckumlenkung gemäß der Erfindung sowohl die Aufgabe einer Homogenisierung
der Strömung bei geringerem Druckverlust bzw. sogar bei einem statischen Druckrückgewinn
als auch die Einmischung eines sekundären Fluids bewirkt werden. Nimmt man dagegen
die Aufgabe der Einmischung eines sekundären Fluids aus der Zielrichtung der Erfindung
heraus und ordnet sie einer getrennten Mischerkomponente zu, so ist dies in jedem
Falle mit einem zusätzlichen Druckverlust sowie mit zusätzlichen Investitionskosten
verbunden.
[0085] Die vorstehend beschriebenen Wirkmechanismen und Lösungskonzepte können selbstverständlich
auch auf andere Konfigurationen angewandt werden, wie sie beispielsweise in Fig. 11
dargestellt sind. So ist es gemäß der Erfindung sehr vorteilhaft, einen beschaufelten
Krümmer 32, insbesondere dann, wenn dieser in Strömungsrichtung eine Querschnittserweiterung
aufweist, mit Leitkörpern 33 auszustatten, die eine verdickte Abströmseite 34 aufweisen.
Durch die hiermit verbundene Verdrängungswirkung kann ebenfalls eine Gleichdruckumlenkung
mit sich anschließenden Carnot'schen Stoßdiffusoren erzeugt werden. Hier kann es sogar
vorteilhaft sein, die Verdickung etwas stärker auszuführen, als für einen gleichbleibenden
Strömungsquerschnitt zwischen den Leitkörpern erforderlich wäre. Durch die Beschleunigung,
die mit der Querschnittsabnahme in Strömungsrichtung bei Unterschallströmungen einher
geht, wird eine Strömungsablösung auf der Saugseite der Umlenkschaufeln auch dann
vermieden, wenn eine starke Umlenkung um z. B. 90° verwirklicht werden soll.
[0086] Selbstverständlich können alle im Zusammenhang mit der ringförmigen Gleichdruckumlenkung
beschriebenen Prinzipien, insbesondere auch die Maßnahmen für die Zumischung eines
sekundären Fluides, auch in einer Kanalumlenkung zur Anwendung kommen. Hierfür werden
die Umlenkschaufeln 33 hohl ausgeführt und über einen Stutzen 30 an die Versorgung
mit dem zuzumischenden sekundären Fluid angeschlossen, wie in den Fig. 11 und 12 dargestellt
ist. Auf die abströmseitigen Endflächen 34 des Gerüstes aus Umlenkschaufeln 33 können
Deflektorschaufeln 28 aufgesetzt werden, die eine Intensivierung der Vermischung bewirken.
Bei einer sehr inhomogenen Zuströmung zu dem Gitter aus Umlenkschaufeln 33 kann es
sinnvoll sein, die Konfiguration der Deflektorschaufeln 28 an die lokale Situation
derart anzupassen, sodass eine Vergleichmäßigung der Durchströmung oder jedenfalls
eine Vergleichmäßigung der Abströmung vom Umlenkgitter zu der nachfolgenden Komponente
bewirkt wird. Zu diesem Zweck kann nach der Erfindung der Anstellwinkel α der Deflektorbleche
28 von Ort zu Ort variiert werden. Mit abnehmendem Winkel α kommt es zu einer stärkeren
lokalen Drosselung der Strömung des Primärfluides sowie zu einer Intensivierung der
Einmischung in benachbarte Zonen. Wenn kein sekundäres Fluid 42 eingemischt werden
soll, wirkt das System mit den Deflektorblechen 28 als Mischer und Homogenisierungskomponente
innerhalb des primären Fluides 41.
[0087] In Fig. 11 sind auch in den Gebläsediffusor 2 Leitflächen 36 eingezeichnet, wie bereits
in einer früheren deutschen Patentanmeldung
DE 10 2010 022 418, siehe Fig. 1 bis Fig. 5, desselben Erfinders vorgeschlagen wurde. Hiermit kann eine
Vergleichmäßigung der Abströmung aus dem Ringdiffusor erzielt werden, und dies ist
von erheblichem Vorteil für die Durchströmung des nachfolgenden Krümmers.
[0088] Fig. 12 zeigt ausschnittsweise eine Draufsicht auf die Abströmseiten 34 der Leitschaufeln
33. Hier sind die abwechselnd nach links bzw. nach rechts abgewinkelten Deflektorbleche
28 zu erkennen sowie die zugeordneten Ausblasbohrungen 39 für ein sekundäres Fluid
42. Der Zuführungskanal 44 für das sekundäre Fluid 42 ist hier außerhalb des Krümmers
angeordnet.
[0089] Fig. 13 dieser Erfindung stellt eine Übersichtszeichnung dar. Sie zeigt insbesondere
auch die zusätzlichen Funktionselemente im Vergleich mit den früheren Anmeldungen
der Erfinder. Dabei ist ein erster Ring 45.1 von Hilfsleitschaufeln 45 nahe der Gehäuseaußenwand
an den Nachleitschaufeln 5 des Gebläses angebracht. Ein zweiter Ring 45.2 von Hilfsleitschaufeln
45 ist nahe der Nabe 7 an denselben Nachleitschaufeln angeordnet. Üblicherweise sind
größenordnungsmäßig 20 Nachleitschaufeln vorhanden. Durch die leicht zu den jeweiligen
Wänden hin geneigten Hilfsleitschaufeln wird eine Beschleunigung der wandnahen Strömungsfelder
bzw. der Strömungsgrenzschichten bewirkt, ohne dass es zu einer relevanten Strömungsablösung
und demzufolge zu erheblichen Druckverlusten kommen müsste. Die Hilfsleitschaufeln
können z. B. auf der Druckseite 5.1 der Leitschaufeln 5 angebracht sein oder sowohl
auf der Druckseite 5.2 als auch auf der Saugseite 5.1, vergl. die Detaildarstellung
in Fig. 16. Da diese Hilfsleitschaufeln in Zonen mit hoher Strömungsgeschwindigkeit
angeordnet sind, müssten sie selbstverständlich als aerodynamisch optimierte Flügel
ausgeführt sein.
[0090] Die Wirkung dieser Hilfsleitschaufeln zeigt sich in einem Geschwindigkeitsprofil
gemäß Ziffer 46 mit großen Geschwindigkeitsgradienten 46.1 an der Gehäusewand bzw.
an der Nabe 46.2. Es kann sogar vorteilhaft sein, nahe der Wände eine Zone mit etwas
höheren Strömungsgeschwindigkeiten als in Kanalmitte zu erzeugen, wie dies für das
Geschwindigkeitsprofil 46 in Fig. 13 dargestellt ist.
[0091] Im mittleren Abschnitt des divergenten Gehäuses 2 des Ringdiffusors 1 ist an der
Innenwand ein Ring 47.1 von einzelnen nur geringfügig gegen die Strömung angestellten
Leitschaufeln angeordnet. Ein entsprechender Ring 47.2 von Leitschaufeln ist an der
Nabe 3 angebracht. Die Leitschaufeln auf beiden Ringen könnten hier auch als Deltaflügel
48 ausgeführt sein. In aller Regel würden wir jedoch keine Deltaflügel einsetzen,
sondern Flügelabschnitte mit einer definierten Vorderkante, die auf einem zur Diffusorachse
näherungsweise konzentrischen Ring liegen. Die Flügelabschnitte könnten vorteilhafterweise
mit "tip wings" ausgestattet sein, wodurch die Randwirbelbildung und demzufolge der
Druckverlust reduziert werden, wie dies bereits in der Anmeldung
DE10 2010 022 418 vorgeschlagen wurde. Durch die leichte Anstellung gegen die Anströmung erzeugt jeder
Flügel einen in die Strömungsgrenzschicht hinein gerichteten Impulsstrom.
[0092] Grundsätzlich können auch mehrere Ringe von Leitschaufelelementen bzw. Leitflügeln
an unterschiedlichen axialen Positionen des Ringdiffusors angebracht werden. Durch
die Maßnahmen in Gestalt der Hilfsleitbleche 45.1 und 45.2 an den Hinterkanten der
Nachleitschaufeln 5 des Gebläses sowie der Leitschaufeln 47.1 und 47.2 im divergenten
Abschnitt des Ringdiffusors 1 wird in Querschnitt 2.2 am Diffusorende ein weitgehend
homogenes Geschwindigkeitsprofil 17 erzeugt, welches sich insbesondere durch starke
Geschwindigkeitsgradienten in den wandnahen Bereichen 17.1 und 17.2 auszeichnet. Auf
Basis eines derartigen Geschwindigkeitsprofils gelingt es, bei minimalen Totaldruckverlusten
und bei einem bestmöglichen statischen Druckrückgewinn im nachfolgenden stark erweiterten
Abschnitt 18 durch geeignete Einbauten eine weitgehend homogene Zuströmung 51 zu den
nachfolgenden Komponenten, hier einem Kulissenschalldämpfer 20, zu erzeugen. Als Einbauten
sind hier keilförmige Hohlkörper bzw. V - förmige Zwickelbleche 52 vorgesehen mit
einer radial ausgerichteten und ziemlich scharf zulaufenden Anströmungs- bzw. Vorderkante
52.1. Das durch die Zwickelbleche gebildete V muss nicht unbedingt an der Hinterkante
geschlossen sein. Wenn eine höhere Staubbeladung im Fluid auftritt, kann es jedoch
zur Vermeidung von Staubansammlungen sinnvoll sein, die Zwickelbleche als Hohlkörper
auszuführen und ein hinteres Deckblech 52.2 vorzusehen, vergl. auch Fig. 13.
[0093] In diesem Falle bilden die Zwickelbleche radial verlaufende Hohlkörper, denen über
einzelne Stutzen 52.3 ein zweites Fluid zugeführt werden kann, sofern eine derartige
Zumischung z. B. von Warmluft erforderlich ist. Das zweite Fluid kann über Bohrungen
52.4 in den primären Fluidstrom eingeleitet werden. Zwischen den Zwickelblechen sind
zusätzliche Leitschaufeln 52.5 angebracht. Die Zwickelbleche 52 enden an einem konzentrischen
Ring 52.7, der gleichzeitig das nabennächste Leitelement 52.5 darstellt. Zur Nabe
52.6 hin ist Ring 52.7 über radiale Schwerter 52.8 abgestützt. In Fig. 13 sind die
konzentrischen Leitbleche 52.5 zwischen den V - förmigen Zwickelblechen mit einer
verdickten Hinterkante 49 dargestellt. Diese Lösung stellt eine Kombination der beiden
unterschiedlichen Konzepte dar, die Strömungsablösung in einem stark erweiterten Kanalabschnitt
zu vermeiden; hier sind die V - förmigen radial verlaufenden Zwickelbleche 52 mit
zur Hauptachse 30 konzentrischen und zur Hinterkante hin verdickten Verdrängungskörpern
49 kombiniert.
[0094] Für die Einleitung und Einmischung eines sekundären Fluids (z. B. Heißluft oder Ammoniak)
in das primäre Fluid existieren mehrere Möglichkeiten.
[0095] In Fig. 14 sind Stutzen 47.3 und 47.4 für die Einleitung des sekundären Fluids in
naher räumlicher Zuordnung zu den Leitschaufeln 47.1 und 47.2 angebracht. Das primäre
Fluid wird in die mit geringer Turbulenz abgeschöpften Teilströme eingemischt. Da
auf die Erzeugung einer hoch turbulenten Strömung im Hinblick auf die Minimierung
der Druckverluste bei dieser Erfindung verzichtet wurde, ist für die Einmischung des
sekundären Fluids eine größere Laufstrecke erforderlich.
[0096] In Fig. 15, welche eine Darstellung bei Blickrichtung stromauf zur Hauptströmung
des primären Fluids 41 darstellt, ist das Prinzip der Einleitung eines sekundären
Fluids in das primäre Fluid über die keilförmigen Hohlkörper 52 dargestellt. Jedem
Hohlkörper 52 ist ein Eintrittsstutzen 52.3 zugeordnet. Die Austrittsbohrungen 52.4
für das sekundäre Fluid sind nur in Fig. 13 bildlich wiedergegeben. Fig.13 zeigt auch
die Endfläche 52.9 des Nabenkörpers 52.6 sowie radiale Stegbleche 52.8, über die der
Ring 52.7 zur Nabe 52.6 abgestützt ist.
[0097] Fig. 17 und Fig. 18 zeigen noch einen Sonderfall der Konfiguration nach Fig. 13 oder
Fig. 14. Hier sind im Gebläsediffusor schwach angestellte Leitelemente näherungsweise
auf einem zur Hauptachse 16 konzentrischen Ring angeordnet, durch die das Primärfluid
abwechselnd nach außen auf die Gehäusewand zu bzw. nach innen zur Nabe hin geleitet
wird. Dabei können die Leitelemente 47.1 und 47.2 unterschiedlich groß ausgeführt
sein. Der Radius des zur Hauptachse 16 konzentrischen Ringes, auf welchem die Leitelemente
angeordnet sind, wird so dimensioniert, dass der Primärfluidstrom näherungsweise in
zwei gleichgroße Volumen - Teilströme aufgeteilt wird. Insbesondere bei einem inhomogenen
Geschwindigkeitsprofil des Primärfluides kann es aber auch vorteilhaft sein, den Radius
des Ringes so zu dimensionieren, dass er den Primärluftstrom näherungsweise in zwei
gleich große Impuls - Teilströme aufteilt.
[0098] Fig. 19 zeigt eine Variante der Fig. 7. Gemäss dieser Variante können im Ringdiffusor
1 oder in der nachfolgenden Kanalerweiterung 18 eine Segmentierung des Ringkanals
und/oder der Kanalerweiterung vorgesehen sein. Die Segmentierung erfolgt durch Kanalsegmente,
welche über radiale Streben 51, 61 mit der Innenwand des Ringdiffusors 1 oder der
Innenwand der Kanalerweiterung 18 verbunden sind. 50, 60. Die Kanalsegmente 50, welche
sich im Ringdiffusor 1 zwischen dessen Innenwand und der Nabe 3 befinden können, als
Zylindersegmente ausgebildet sein. Alternativ können sie auch parallel zur Innenwand
des Ringdiffusors verlaufen, somit als Segmente eines Konus ausgebildet sein.
[0099] Die Kanalsegmente 60, welche sich in der Kanalerweiterung stromabwärts der ringförmigen
Verdrängungskörper 21.1, 21.2 und 21.3 befinden, können ebenfalls als Segmente eines
Konus ausgebildet sein. Die Neigung des Konus kann der Neigung des die Kanalerweiterung
bildenden Konus entsprechen, kann aber auch größer oder auch kleiner sein, je nach
der gewünschten Einflussnahme auf die Fluidströmung durch die Kanalerweiterung.
Nomenklatur (zu Fig. 6 bis Fig. 18)
[0100]
- 1
- Ringdiffusor
- 2
- Gehäuse des Ringdiffusors
- 2.1
- Eintrittsebene zum Ringdiffusor
- 2.2
- Austrittsebene des Ringsdiffusors
- 3
- Nabe des Ringdiffusors
- 4
- Endfläche eines zylindrischen Ringdiffusors
- 5
- Nachleitschaufeln des Gebläses bzw. Radialschwerter am Anfang der Nabe
- 6
- Radialschwerter im Endabschnitt der Nabe
- 7
- vorderer Abschnitt der Nabe
- 8
- hinterer Abschnitt der Nabe
- 9
- Axialgebläse
- 10
- Rotor des Axialgebläses
- 11
- Laufschaufeln des Axialgebläses
- 12
- Anströmnase des Axialgebläses
- 13
- Nachlauftorwasser hinter der zylindrischen Nase
- 14
- Nachlauftotwasser hinter einer schwach konvergenten Nabe
- 15
- Geschwindigkeitsverteilung in 2.1
- 16
- Achse des Ventilators
- 17
- Geschwindigkeitsverteilung in 2.2
- 18
- stark divergenter Gehäuseabschnitt, bevorzugt kreisrund
- 19
- Strömungsablösegebiet in 18
- 20
- Schalldämpferkulissen
- 21
- ringförmige Einbauten in 18
- 22
- abströmseitige Endflächen der Einbauten 21
- 23
- ringförmige Kanäle zwischen den Einbauten 18 sowie der Nabe
- 24
- Camot'sche Stoßdiffusoren
- 25
- schwach konvergenter Nabenabschnitt
- 26
- Anströmung der Schalldämpferkulissen
- 27
- Radialschwerter
- 28
- Deflektorbleche
- 29
- Verdrängungskörper zwischen den ringförmigen Einbauten und den Radialschwertern
- 30
- Eintrittsstutzen für das sekundäre Fluid
- 31
- Einströmung des sekundären Fluids in die Kanäle 23
- 32
- Krümmer
- 33
- Hohl - Leitkörper im Krümmer
- 34
- Endflächen der Hohl - Leitkörper 33
- 35
- Strömung des Primärfluides im Axialgebläse
- 36
- Verdrängungskörper mit Leitwirkung im Ringdiffusor
- 37
- Nachlauftotwasser hinter den Einbauten 36 im Ringdiffusor
- 38
- Ausströmung des Primärfluides 41 zwischen den Einbauten 18
- 39
- Ausströmbohrungen für das Sekundärfluid 42 an den ab strömseitigen Endflächen 34 der
Einbauten 33
- 40
- abgerundete Anströmnasen der Leitkörper 33
- 41
- Primärfluid Strömung
- 42
- Sekundärfluidströmung
- 43
- Drosselgitter
- 44
- Zuführungskanal für das sekundäre Fluid 42
- 45
- Hilfsleitschaufeln
- 45.1
- Hilfsleitschaufeln nahe der Gehäusewand
- 45.2
- Hilfsleitschaufeln nahe der Nabe 7
- 46
- Geschwindigkeitsprofil hinter den Nachleitschaufeln mit Hilfsleitschaufeln nahe dem
Diffusoreintritt 2.1
- 46.1
- Geschwindigkeitsprofil mit großen Geschwindigkeitsgradienten an der Gehäusewand
- 46.2
- Geschwindigkeitsprofil mit großen Geschwindigkeitsgradienten an der Nabe
- 47
- Leitschaufeln im mittleren Abschnitt des Ringdiffusors
- 47.1
- Leitschaufeln am Gehäuse
- 47.2
- Leitschaufeln an der Nabe
- 47.3
- Stutzen für die Einleitung eines sekundären Fluids vom Gehäuse her
- 47.4
- Stutzen für die Einleitung eines sekundären Fluids von der Nabe her
- 48
- Leitblech in Gestalt eines leicht angestellten Flügels
- 49
- Verdickte Hinterkantenabschnitt der Leitschaufeln 52.5
- 50.1
- Strömungsgrenzschicht nahe der Gehäusewand
- 50.2
- Strömungsgrenzschicht nahe der Nabe
- 51
- Ausströmung aus dem stark divergenten Abschnitt 18 bzw. Zuströmung zu den Schalldämpferkulissen
20
- 52
- keilförmige Hohlkörper bzw. Zwickelbleche
- 52.1
- Vorderkante bzw. Anströmkante der Zwickelbleche
- 52.2
- Deckblech der keilförmigen Hohlkörper am abströmseitigen Ende
- 52.3
- Stutzen für die Einleitung eines sekundären Fluids in die Hohlkörper 52
- 52.4
- Bohrungen zur Einleitung des sekundären Fluids in die Primärfluidströmung
- 52.5
- Leitschaufeln zwischen den Zwickelblechen
- 52.6
- Nabe im stark divergenten Abschnitt 18
- 52.7
- zur Nabe 52.6 konzentrischer Ring
- 52.8
- radiale Stützbleche zwischen der Nabe und dem Ring 52.7
- 52.9
- Endfläche des Nabenabschnitts 52.6
- 53
- Übergang vom kreisrunden stark divergenten Abschnitt 18 zum rechteckigen Einbauabschnitt
der Schalldämpferkulissen 20