[0001] Die Erfindung betrifft eine mit pulverförmigen oder flüssigen Getränkebasisstoffen
gefüllte Portionskapsel zur Extraktion mit einer Extraktionsflüssigkeit und Zubereitung
eines Getränkes in einem Getränkezubereitungsgerät nach dem Oberbegriff des Anspruchs
1 wie sie bereits aus der
WO00/56629 A1 und
EP 1247756 A1 bekannt ist.
[0002] Derartige Portionskapseln, die mit einer bestimmten Menge von pulverförmigen oder
flüssigen Getränkebasisstoffen befüllt sind, werden in Getränkezubereitungsgeräten,
insbesondere Espressomaschinen verwendet.
[0003] Stand der Technik sind Portionskapseln, die aus einem aus Aluminiumfolie tiefgezogenem
Topf, dessen offene Einfüllseite mit einer Aluminiumfolie luft - und - aromadicht
verschlossen ist, oder aus einem aus Kunstofffolie tiefgezogenem Topf, dessen offene
Einfüllseite mit einer Kunststofffolie verschlossen ist, oder einem im Kunststoff-Spritzgussverfahren
hergestellten Kunsttofftopf, dessen offene Einfüllseite ebenfalls mit einer Kunststoff
- oder Aluminiumfolie verschlossen ist, bestehen.
[0004] Zur Zubereitung eines Getränkes wird die jeweilige Portionskapsel in eine geöffnete
Brüh-oder Zubereitungskammer eines Getränkezubereitungsgerätes eingelegt, die aus
einem ersten ortsfesten Kammerteil mit Öffnungsmitteln zum Öffnen der Portionskapsel
zum Auslauf des Getränkes mit einer Struktur zum Abfließen des Getränkes fluidleitend
verbunden ist, und einem zweiten, gegenüber dem ersten Kammerteil horizontal oder
vertikal beweglichen Kammerteil, das zur Versorgung der Portionskapsel mit der Extraktionsflüssigkeit
mit einem die Extraktionsflüssigkeit zuführenden Aggregat fluidleitend verbunden ist
und mit Aufstechmitteln zum Öffnen der Portionseinheit versehen ist, wobei das bewegliche
Kammerteil zur Aufnahme der Portionskapsel die Kammer öffnet und zur Extraktion der
Portionskapsel die Kammer verschließt.
[0005] Ein dem Stand der Technik entsprechendes Getränkezubereitungsgerät, das mit einer
Brüh - oder Zubereitungskammer für die Verwendung von aus einer Aluminiumfolie hergestellten
Portionskapseln ausgestattet ist, ist mit einer Prüfvorrichtung versehen, die prüft,
ob sich eine Portionskapsel in der Brüh - oder Zubereitungskammer befindet und ob
die Brüh - oder Zubereitungskammer geschlossen ist. Zu diesem Zweck sind in dem beweglichen
glockenförmigen Brüh - oder Zubereitungskammerteil, in welchem das Portionskapseltopf-Bodenteil
bei geschlossenener Brüh - oder Zubereitungskammer liegt, wenigstens zwei elektrische,
von einander und von der Brüh- oder Zubereitungskammer elektrisch isolierte Kontakte
angeordnet, die die Enden eines offenen Steuerstromkreises einer Steuervorrichtung
bilden und bei in der Brüh-oder-Zubereitungskammer liegender Portionskapsel und geschlossener
Brüh - oder Zubereitungskammer in elektrisch leitendem Kontakt zu der elektrisch leitenden
Portionskapsel stehen und mittels der elektrisch leitenden Portionskapsel den Steuerstromkreis
für die Steuervorrichtung schließen. Die Steuervorrichtung gibt den Start für eine
Getränkezubereitung nur frei, wenn sich eine elektrisch leitende Portionskapsel in
der Brüh - oder Zubereitungskammer befindet und die Brüh- oder Zubereitungskammer
geschlossen ist.
[0006] Da aus Aluminium bestehende Portionskapseln nur relativ aufwendig zu recyceln sind,
wäre es vorteilhaft, Portionskapsel für Getränkezubereitungsgeräte, die mit einer
Brüh - oder Zubereitungskammer für die Verwendung von aus einer Aluminiumfolie hergestellten
Portionskapseln ausgestattet sind, aus einem recycelbaren oder biologisch abbaubaren
Kunststoff herzustellen, was außer dem ökologischen Vorteil, den Vorteil von günstigeren
Herstellkosten für die Portionskapsel hätte. Da die beschriebenen Getränkezubereitungsgeräte
einen Zubereitungszyklus aber nur starten, wenn sich eine elektrisch leitende Portionskapsel
in der Brüh- oder Zubereitungskammer befindet, wäre die Verwendung von derartigen
Kunststoff-Portionskapsel in diesen Zubereitungsgeräten nicht möglich.
[0007] Aufgabe der Erfindung ist es, eine aus Kunststoff bzw. elektrisch nicht leiten -
dem Material bestehende und kostengünstig herzustellende und recycelbare Portionkapsel
darzustellen, die in einem Getränkezubereitungsgerät, das mit einer Brüh - oder Zubereitungskammer
ausgestattet ist, die nur mittels der elektrischen Leitfähigkeit der Portionskapsel
einen Steuerstromkreis für eine Steuervorrichtung zum Start eines Zubereitungszyklus
schließt, verwendet werden kann.
[0008] Die Aufgabe wird durch eine Portionskapsel mit den in Anspruch 1 angegebenen Merkmalen
gelöst. Zweckmäßige Ausgestaltungen der Erfindung werden in den Unteransprüchen beschrieben.
Erfindungsgemäß wird vorgeschlagen, eine aus elektrisch nicht leitendem Material bestehende
Portionskapsel partiell so mit wenigstens einer elektrisch leitenden Zone auszustatten,
dass die in der Brüh - oder Zubereitungskammer eines Getränkezubereitungsgerätes angeordneten
elektrischen Kontakte einer Steuereinheit bei in der Brüh- oder Zubereitungskammer
liegender Portionskapsel und geschlossener Brüh - oder Zubereitungskammer in elektrisch
leitendem Kontakt zu der elektrisch leitenden Zone der Portionskapsel stehen und einen
Steuerstromkreis schließen.
[0009] Die Erfindung wird in den Figuren 1, 1a, 5 und 5a dargestellt.
Figur 1: zeigt perspektivisch eine topfförmige Portionskapsel, die aus einem elektrisch
nicht leitenden Material besteht und deren Topfbodenseite mit einem elektrisch leitenden
coating versehen ist.
Figur 1 a: zeigt die Seitenansicht der Portionskapsel von Figur1.
Figur 2: zeigt perspektivisch eine nicht erfindungsgemäße topfförmige Portionskapsel,
die aus einem elektrisch nicht leitenden Material besteht und auf deren Topfbodenseite
eine elektrisch leitende Folie aufgebracht ist.
Figur 2a: zeigt die Seitenansicht der Portionskapsel von Figur 2.
Figur 3: zeigt perspektivisch eine nicht erfindungsgemäße topfförmige Portionskapsel,
die aus einem elektrisch nicht leitenden Material besteht und deren Topfbodenseite
von einer elektrisch leitenden Folie gebildet wird.
Figur 3a: zeigt, teilweise geschnitten, die Seitenansicht der Portionskapsel von Figur
3.
Figur 4: zeigt perspektivisch eine nicht erfindungsgemäßetopfförmige aus elektrisch
nicht leitendem Material im Kunststoff-Spritzgussverfahren hergestellte Portionskapsel
mit einem in die Topfbodenseite eingespritzten elektrisch leitenden inlay.
Figur 4a: zeigt, teilweise geschnitten, die Seitenansicht der Portionskapsel von Figur
4.
Figur 5: zeigt perspektivisch eine topfförmige Portionskapsel, die aus einem elektrisch
nicht leitenden Material besteht und deren Topfbodenseite teilweise aus einem elektrisch
leitenden Kunststoff besteht.
Figur 5a: zeigt die Seitenansicht der Portionskapsel von Figur 5.
Bezugszeichenliste
[0010]
- 1:
- Kunststoff-Portionskapsel
- 2:
- Portionskapseltopfbodenseite
- 3.
- Portionkapseleinfüllseite
- 4:
- Portionskapseltopfrand
- 5:
- Deckelverschlussfolie
- 6:
- elektrisch leitendes coating
- 7:
- elektrisch leitende Folie
- 8:
- elektrisch leitende Folie
- 9:
- elektrisch leitendes inlay
- 10:
- elektrisch leitender Kunststoff
1. Topfförmige Portionskapsel (1) aus einem elektrisch nicht leitendem Material bestehend,
wobei diese partiell wenigstens mit einer elektrisch leitenden Zone (6; 8; 10) ausgestattet
ist, mit einer Topfbodenseite (2) und einer mit einem elektrisch nicht leitenden oder
elektrisch leitenden Deckelelement (5) verschlossenen Einfüllseite (3), die mit pulverförmigen
oder flüssigen Getränkebasisstoffen befüllt ist, und in einer Brüh- oder Zubereitungskammer
eines Getränkezubereitungsgerätes zur Zubereitung eines Getränkes extrahiert werden
kann,
wobei die topfförmige Portionskapsel (1) an ihrer Topfbodenseite (2) mit der wenigstens
einen elektrisch leitenden Zone (6; 8; 10) ausgestattet ist, die so ausgebildet und
angeordnet ist, dass sie bei in der Brüh- oder Zubereitungskammer liegender Portionskapsel
(1) und geschlossener Brüh- oder Zubereitungskammer in elektrisch leitendem Kontakt
zu in der Brüh- oder Zubereitungskammer angeordneten elektrisch leitenden Kontakten
einer Steuervorrichtung steht,
dadurch gekennzeichnet, dass
i) die elektrisch leitende Zone ein elektrisch leitendes Coating (6) ist, wobei die
Topfbodenseite mit dem elektrisch leitenden Coating (6) versehen ist oder
ii) die elektrisch leitende Zone ein elektrisch leitender Kunststoff (10) ist, wobei
die Topfbodenseite teilweise aus dem elektrisch leitenden Kunststoff (10) besteht.
2. Topfförmige Portionskapsel nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass die elektrisch leitende Zone (6; 8; 10) von Aufstechmitteln der Brüh- oder Zubereitungskammer
durchstochen werden kann.
1. Pot-shaped portion capsule (1) consisting of an electrically non-conductive material,
wherein said portion capsule is partially equipped with at least one electrically
conductive zone (6; 8; 10), with a pot bottom side (2) and a filling side (3), which
is closed by an electrically non-conductive or electrically conductive cover element
(5), filled with pulverulent or liquid basic drinks ingredients; and can be extracted
in a brewing or preparation chamber of a beverage preparation device in order to prepare
a beverage,
wherein the pot-shaped portion capsule (1) is equipped on its pot bottom side (2)
with the at least one electrically conductive zone (6; 8; 10) which is designed and
arranged such that it is in electrically conductive contact with electrically conductive
contacts, arranged in the brewing or preparation chamber, of a control device when
the portion capsule (1) is located in the brewing or preparation chamber and the brewing
or preparation chamber is closed,
characterized in that
i) the electrically conductive zone is an electrically conductive coating (6), wherein
the pot bottom side is provided with the electrically conductive coating (6), or
ii) the electrically conductive zone is an electrically conductive plastic (10), wherein
the pot bottom side partially consists of the electrically conductive plastic (10).
2. Pot-shaped portion capsule according to claim 1,
characterized in that the electrically conductive zone (6; 8; 10) can be pierced by penetration means of
the brewing or preparation chamber.
1. Dosette en forme de pot (1) composée de matière électrique non conductrice, dans laquelle
celle-ci est équipée partiellement d'au moins une zone électriquement conductrice
(6 ; 8 ; 10), avec un côté fond de pot (2) et un côté remplissage (3) fermé par un
élément de couvercle (5) électriquement conducteur ou non conducteur, côté qui est
rempli avec des substances de base pour boissons sous forme de poudre ou de liquide
et qui peut être extrait dans une chambre de préparation ou de percolation d'un appareil
de préparation de boisson pour la préparation
d'une boisson,
dans laquelle la dosette en forme de pot (1) est équipée sur son côté fond de pot
(2) d'au moins une zone électriquement conductrice (6 ; 8 ; 10), qui est conçue et
disposée de manière à être, lorsque la dosette en forme de pot (1) est placée dans
la chambre de préparation ou de percolation et que la chambre de préparation ou de
percolation est fermée, en contact électrique conducteur avec des contacts électriquement
conducteurs disposés dans la chambre de préparation ou de percolation d'un dispositif
de commande, caractérisée en ce que
i) la zone électriquement conductrice est un revêtement électriquement conducteur
(6), dans laquelle le côté fond de pot est doté du revêtement électriquement conducteur
(6) ou
ii) la zone électriquement conductrice est une matière plastique électriquement conductrice
(10), dans laquelle le côté fond de pot est constitué de la matière plastique électriquement
conductrice (10).
2. Dosette en forme de pot selon la revendication 1,
caractérisée en ce que la zone électriquement conductrice (6 ; 8 ; 10) peut être percée par des moyens de
perçage de la chambre de préparation ou de percolation.