[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Behandlung von Wäsche in einer Waschmaschine
bei niedriger Temperatur sowie eine hierzu besonders geeignete Waschmaschine. Die
Erfindung betrifft insbesondere ein Verfahren zur Behandlung von Wäsche bei niedriger
Temperatur mit Ozon.
[0002] In letzter Zeit zeichnet sich ein Trend zum Waschen von Wäsche bei niedriger Temperatur
ab. Diese Entwicklung wird durch ein Angebot an speziellen hierfür geeigneten sogenannten
Kaltwaschmitteln unterstützt. Erfahrungsgemäß nimmt jedoch die Hygieneleistung eines
Waschmittelsystems, d.h. seine Fähigkeit zur Reduktion von ggf. gesundheitschädlichen
Keimen, mit sinkender Waschtemperatur ab. Die üblichen Bleichsysteme, die zu einer
Verringerung der Anzahl von Keimen beitragen können, sind bei Temperaturen unterhalb
von <30°C sehr reaktionsträge oder überhaupt unwirksam. Es sind zwar spezielle enzymatische
Komponenten erhältlich. Diese sind teilweise wirksam, jedoch teuer und häufig nicht
lagerstabil.
[0003] Es werden daher bisweilen in Waschmaschinen elektrochemische Erzeuger von Bleichmitteln
eingesetzt, z.B. Titan-Iridium-Elektroden zur Bildung von Chlorbleichlauge aus kochsalzhaltigem
Wasser oder Silber-Elektroden zur Erzeugung von Silberionen. Es ist außerdem zur Aufbereitung
bzw. Desinfektion von Wasser bekannt, mit Bor dotierte Diamantelektroden einzusetzen,
um direkt aus Wasser Hydroxylradikale zu erzeugen, die effiziente Bleichmittel sind.
[0004] Diese Methoden haben jedoch Nachteile. So zerfallen Hydroxylradikale relativ schnell
und müssen ständig nachgebildet werden. Silberionen reagieren rasch unter Bildung
von unlöslichen Verbindungen mit weiteren Bestandteilen im Wasser. Außerdem wird das
Abwasser mit Schwermetallen angereichert und auf der Wäsche können Rückstände gebildet
werden. Chlorbleichlauge hinterlässt auf der mit ihr behandelten Wäsche einen deutlichen
Geruch nach Chlor.
[0005] Schließlich ist die Verwendung von Ozon zur Geruchsbeseitigung und allgemein zur
Hygiene von Hausgeräten bekannt. Ozon ist eines der wirksamsten Oxidationsmittel und
wird großtechnisch z.B. in der Papierindustrie unter anderem als effizientes und umweltfreundliches
Bleichmittel eingesetzt. Auch in der gewerblichen Wäschepflege wird Ozon zum Bleichen
und Desinfizieren von Textilien verwendet. Ozon hat den Vorteil, dass es keine umweltschädlichen
Reaktionsprodukte erzeugt und bei seiner Anwendung rückstandslos abgebaut wird. Nachteilig
ist allerdings die fehlende Lagerfähigkeit, so dass Ozon immer unmittelbar vor seiner
Verwendung erzeugt werden muss.
[0006] Die Verwendung von Ozon in einem Hausgerät, insbesondere in einer Waschmaschine oder
einem anderen Gerät zur Wäschepflege, hat daher in letzter Zeit an Attraktivität zugenommen.
Ozon ist dabei nicht nur ein kräftiges Desinfektionsmittel; es bewirkt auch im Zusammenwirken
mit einem in einem Hausgerät angewendeten Pflege- oder Reinigungsmittel komplexe und
schnelle Reaktionen, die zu einer verbesserten Pflege- oder Reinigungswirkung führen
können.
[0007] Die
WO 2007/143785 A1 beschreibt ein System und eine Vorrichtung für die Einführung von Ozon in eine Waschmaschine.
Das System beinhaltet eine erste Rohrleitung zur Einführung von Ozon ausgehend von
einer Ozonversorgung in einen Waschflüssigkeitseinlass und eine zweite Rohrleitung
zur Abgabe von Ozon in einen Bereich oberhalb einer Waschkammer. Zum Einbringen von
Ozon und zur Mischung mit einer Waschflüssigkeit wird eine Venturidüse eingesetzt.
Dabei ist die Venturidüse operativ mit Waschflüssigkeitseinlassmitteln gekoppelt,
um das Ozon in die Waschflüssigkeit zu ziehen, während die Waschflüssigkeit in den
Waschbehälter gegeben wird.
[0008] In der
WO 2008/119631 A1 ist eine Waschmaschine beschrieben, bei der in einem Waschmittelverteiler, d.h. einer
Einspülschale, vorhandene Mikroorganismen durch direkte Einführung von Ozon aus einem
Ozongenerator in die Einspülschale beseitigt werden. In einer Ausführungsform wird
Wasser gleichzeitig mit dem Ozon in die Einspülschale gegeben, so dass die Ozon/Wasser-Mischung
durch die Einspülschale geleitet wird. Hierdurch soll die Möglichkeit für ein Entweichen
von Ozon aus der Waschmaschine minimiert werden.
[0009] Die
US 2008/0302139 A1 offenbart einen Tunnelwascher, der eine Vielzahl von Zonen für das Waschen von Wäsche
auf kontinuierliche Weise, zwei Stellen zum Injizieren von Ozon, einen Wasserkreislauf,
der einen Wassereingang und einen Wasserausgang verbindet, wobei der Wasserkreislauf
einen Wasservorratsbehälter und einen Venturiinjektor für das Auflösen von Ozon in
Wasser umfasst, sowie einen Ozongenerator umfasst. Ein negativer Druck oder ein Vakuum
kann an den Tunnelwascher über eine Ozonbeseitigungsvorrichtung angelegt werden, um
Leckagen von Ozon zu verhindern. Für die Erzeugung des negativen Drucks kann ein Gebläse
eingesetzt werden. Überschüssiges oder austretendes Ozon kann in der Ozonbeseitigungsvorrichtung
auf katalytischem Wege wieder in normalen Sauerstoff umgewandelt werden.
[0010] Die
US 2006/0096038 A1 beschreibt ein System für die Überwachung von Ozon und die Kontrolle der Versorgung
einer Waschmaschine mit Ozon. Ein Ozonsensor zeigt das Überschreiten eines festgesetzten
Ozongrenzwertes an, woraufhin ein Ozongenerator abgeschaltet wird, bis die Ozonkonzentration
wieder unterhalb dieses Grenzwertes liegt. Eine Beseitigung von Ozon ist nicht vorgesehen.
[0011] Die
DE 32 32 057 A1 beschreibt eine Reinigungsmaschine für Wäsche, Geschirr oder dergleichen mit einem
Vorratsbehälter für ein Reinigungsmittel und einem Ozongenerator, an dessen Ausgang
zwecks Ozonisierung des Reinigungsmittels eine in dieses mündende Ozon-Zuführleitung
angeschlossen ist. In einer Ausführungsform sind dem Vorratsbehälter eine Entlüftungsleitung
und eine aus einer Heizspirale bestehende Entozonisierungseinrichtung zugeordnet.
Fig. 1 zeigt eine Waschmaschine, bei der ein Ozongenerator einen Kompressor aufweist,
damit das Ozon mit dem erforderlichen Überdruck in den Vorratsbehälter einströmen
kann. Ein Überlauf dient als Entlüftungsleitung, durch welche die über dem Reinigungsmittelspiegel
mit geringem Druck entstehende Luft entweichen kann. Dabei kann der Überlauf mit einer
Heizvorrichtung versehen sein, die auf eine so hohe Temperatur aufgeheizt wird, dass
etwa in der Luft befindliches Restozon vernichtet wird, bevor die Luft in die Umgebung
gelangt. Stattdessen kann z.B. ein Aktivkohlefilter vorhanden sein.
[0012] Die
DE 10 2008 024 322 A1 beschreibt eine Geschirrspülmaschine mit einem Spülbehälter, einer Zulaufleitung
für Spülwasser in den Spülbehälter und einem Ozongenerator mit einer Luftzuführung,
der mit einer Injektordüse verbunden ist zum Vermischen des von ihm erzeugten Ozon/Luftgemisches
mit Klarspülwasser.
[0013] Die
WO 2008/000813 A1 beschreibt eine Waschmaschine mit einem Ozongenerator, der aktiviert wird, nachdem
die Wäsche gewaschen worden ist. Ozon wird dann in die Wäschetrommel liefert, ohne
dass es mit dem Waschwasser gemischt wird. In Ausführungsformen ist die Wäsche während
der Einleitung von Ozon noch in der Trommel und die Trommel wird während der Einleitung
von Ozon nach links und nach rechts rotiert.
[0014] Aufgrund der hohen Reaktivität des Ozons ist es allerdings für einen effizienten
Einsatz des Ozons von Bedeutung, dass dieser zum richtigen Zeitpunkt erfolgt, so dass
nicht unerwünschte chemische Reaktionen Ozon verbrauchen. Außerdem ist die Löslichkeit
von Ozon in Wasser relativ gering.
[0015] Die
DE 101 03 905 A1 beschreibt einen Apparat und ein Verfahren zur Trocknung von Wäsche unter Verwendung
eines die Wäsche aufnehmenden Behälters, eines Gebläses zum Lufttransport, einer Heizung
zur Aufheizung der transportierten Luft und einem zentralen Steuerungsgerät, wobei
die Luft, welche der zu trocknenden Wäsche zugeführt wird, mit Ozon vermischt wird.
[0016] Die
CH 687 030 A5 beschreibt eine Vorrichtung zum Entwässern von textilem Gut, mit einer motorisch
in Drehung um ihre Achse versetzbaren, gelochten Trommel zur Aufnahme des zu entwässernden
Guts, welche Trommel in einen oben offenen Bottich mit einem Abfluss für die dem Gut
entzogene Flüssigkeit eingesetzt ist, wobei ein Heizgebläse vorgesehen ist, mittels
welchem im Betrieb der Vorrichtung ein aufgeheizter Luftstrom in die rotierende Trommel
einleitbar ist. Hierdurch wird die Entwässerungswirkung im Vergleich zu einer herkömmlichen
Wäscheschleuder noch erheblich beschleunigt. Eine Ozonlampe kann vorgesehen sein,
um den in die Trommel geleiteten Warmluftstrom mit Ozon zu versetzen und dadurch das
behandelte Gut gleichzeitig mit der Entwässerung zu desinfizieren.
[0017] Die
EP 1 980 660 A1 beschreibt eine Waschmaschine, umfassend: einen Behandlungsbehälter für die Aufbewahrung
von Kleidung, sowie für das Waschen und das Schleudertrocknen der aufbewahrten Wäsche;
ein Ozonerzeugungsmittel, ein Bereitstellungsmittel für das erzeugte Ozon in den Behandlungsbehälter
oder einen Luftkanal; einen Betätigungsschalter für ein Luftwaschen und/oder das Durchführen
einer Schimmelkontrolloperation, ein Kontrollmittel für das Luftwaschen und/oder die
Schimmelkontrolle für den Betrieb des Ozonerzeugungsmittels und des Bereitstellungsmittels
sowie ggf. eines Gebläses auf eine vorbestimmte Weise als Reaktion auf die Instruktionen
vom Betätigungsschalter. Unter "Luftwaschen" wird dabei die Sterilisierung oder Deodorisierung
von Wäsche mit Ozon-haltiger Luft anstelle von Wasser bezeichnet. Vorzugsweise wird
das Ozon durch Erhitzen aktiviert, damit die Sterilisierungs- oder Deodorisierungseffizienz
verbessert wird.
[0018] Die
EP 1 932 962 A1 beschreibt einen Wäschetrockner mit einem Behandlungsbehälter, in dem die Kleidungsstücke
getrocknet werden, einem Gebläse in einem Trocknungsluftkanal, sowie mit einem Ozongenerator
außerhalb einen Trocknungsluftkanals, um aus von außen angesaugter Luft Ozon zu erzeugen,
um diese dann an einen Ausgang abzugeben. In einer Ausführungsform ist der Ausgang
mit einem Teil des Trocknungsluftkanals stromaufwärts einer Gebläseeinheit verbunden.
Eine Ozonversorgungskontrolle kann vorgesehen sein, die erst dann das vom Ozongenerator
erzeugte Ozon in den Behandlungsbehälter gibt, nachdem eine die Trocknung nachweisende
Einheit ein bestimmtes Trocknungsniveau anzeigt. Bei einer beschriebenen Waschmaschine
ist ein Ozongenerator vorgesehen sowie eine Ozonversorgungskontrolle, die das erzeugte
Ozon während eines entwässernden Schritts in den Behandlungsbehälter liefert.
[0019] Die
WO 2010/003944 A1 beschreibt eine Waschmaschine, umfassend einen Behälter, in dem die Waschoperation
durchgeführt wird, eine Trommel, die innerhalb des Behälters positioniert ist und
die darin platzierte Wäsche bewegt, und einen Ozongenerator, der Ozon herstellt und
über eine auf dem Behälter befindliche Öffnung in den Behälter gibt, wobei der Ozongenerator
nur während des Trocknungsschleuderns, während dem die Trommel mit hoher Geschwindigkeit
rotiert wird, Ozon für den Behälter bereitstellt. Da das Ozongas nur während des Trocknungsschleuderns
bereitgestellt wird, aber nicht während des Hauptwaschschrittes, kann das Ozongas
nicht die chemische Zusammensetzung des verwendeten Waschmittels beeinflussen.
[0020] Aufgabe der Erfindung ist es vor diesem Hintergrund, ein Verfahren zur Behandlung
von Wäsche in einer Waschmaschine bereitzustellen, bei dem Ozon auf sehr effiziente
Weise eingesetzt werden kann. Gegenstand der Erfindung ist außerdem eine hierfür geeignete
Waschmaschine.
[0021] Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe wird durch ein Verfahren und eine Waschmaschine
gemäß jeweiligem unabhängigem Patentanspruch gelöst. Bevorzugte Ausgestaltungen der
Erfindung sind in den jeweils abhängigen Patentansprüchen aufgeführt. Bevorzugten
Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen Verfahrens entsprechen bevorzugte Ausgestaltungen
der erfindungsgemäßen Waschmaschine, auch wenn hierin nicht jeweils gesondert darauf
hingewiesen wird.
[0022] Die Erfindung lehrt somit ein Verfahren zur Behandlung von Wäsche in einer Waschmaschine
mit einem Laugenbehälter, einer im Laugenbehälter drehbar gelagerten Trommel zur Aufnahme
von zu behandelnder Wäsche mit Ozon und einer Vorrichtung zur Bereitstellung von Ozon,
wobei Ozon-haltige Luft bei einer Temperatur von nicht mehr als 35°C, insbesondere
von nicht mehr als 30°C, auf in der Trommel befindliche gewaschene und noch feuchte
Wäsche geleitet wird, während in der Trommel im Wesentlichen keine Waschmittel oder
Waschhilfsmittel vorhanden sind, und wobei anschließend ein Spülgang für die Wäsche
in der Trommel erfolgt.
[0023] Erfindungsgemäß wird die Ozon-haltige Luft nur dann in die Trommel eingeleitet, wenn
ein oberer Grenzwert c
lim für die Konzentration an Waschmittel und/oder Waschhilfsmittel in der Trommel nicht
überschritten wird. Hierbei wird die Konzentration c an Waschmittel und/oder Waschhilfsmittel
in der Trommel mit Hilfe eines Sensorsystems gemessen.
[0024] Erfindungsgemäß ist in einer zur Durchführung des Verfahrens verwendeten Waschmaschine
ein geeigneter Sensor zur Bestimmung der Konzentration an Waschmittel und/oder Waschhilfsmittel
in der Trommel vorhanden. Als ein geeigneter Sensor kann beispielsweise ein optischer
Sensor, ein Leitfähigkeitssensor oder ein Tensiometer eingesetzt werden. Dieser Sensor
kann die gemessenen Signale zur weiteren Verarbeitung über eine Signalleitung einer
im Allgemeinen vorhandenen Steuereinrichtung der Waschmaschine zuführen.
[0025] Die Vorrichtung zur Bereitstellung von Ozon kann insbesondere ein Ozongenerator oder
aber eine Zugangsöffnung oder ein Zwischenspeicher für Ozon-haltige Luft sein.
[0026] Im erfindungsgemäßen Verfahren erfolgt anschließend an das Behandeln der Wäsche in
der Trommel mit Ozon ein Spülgang für diese Wäsche, bei dem die Wäsche nochmals mit
frischem Wasser gespült wird und eventuell verbliebene Reste des Ozons aus der Wäsche
sowie aus der im Laugenbehälter verbliebenen Luft entfernt werden können.
[0027] Im erfindungsgemäßen Verfahren wird die Ozon-haltige Luft vorzugsweise nach einem
vorletzten Spülgang in die Trommel eingeleitet. Ganz besonders bevorzugt wird hierbei
die Ozon-haltige Luft vor dem letzten Spülgang in die Trommel geleitet.
[0028] Im Allgemeinen ist hierzu die Wäsche nach Beendigung eines Waschverfahrens und Durchführung
von einem oder mehreren Spülgängen geschleudert worden. Hierbei kann durch die Ausgestaltung
des Schleuderns eine gewünschte Feuchte der Wäsche eingestellt werden.
[0029] Es ist erfindungsgemäß bevorzugt, dass die Ozon-haltige Luft eingeleitet wird, während
die Trommel im Wesentlichen stillsteht und noch mehr bevorzugt, dass die Trommel dabei
stillsteht. "Im Wesentlichen stillsteht" bedeutet hier insbesondere, dass die Trommel
für einen Zeitraum von weniger als 20 %, bezogen auf den Zeitraum für das Einleiten
von Ozon-haltiger Luft, mit einer Drehzahl von maximal 50 Umdrehungen betrieben wird.
[0030] Die Einleitung der Ozon-haltigen Luft dauert vorzugsweise von 1 bis 10 Minuten und
mehr bevorzugt von 3 bis 7 Minuten.
[0031] In einer ganz besonders bevorzugten Ausführungsform des Verfahrens wird Ozon-haltige
Luft während eines Zeitraumes von 1 bis 10 Minuten, insbesondere von 3 bis 7 Minuten,
eingeleitet, während die Trommel stillsteht.
[0032] Die Trommel wird nach beendeter Einleitung von Ozon-haltiger Luft vorzugsweise in
einem Reversierrhythmus betrieben. Beim Reversierrhythmus wird die Trommel vorzugsweise
bei einer Drehzahl im Bereich von 35 bis 55 und mehr bevorzugt im Bereich von 40 bis
50 Umdrehungen pro Minute gedreht. Hierbei wird die Trommel vorzugsweise nur 1 bis
5 Male, insbesondere 2 bis 3 Male, gedreht.
[0033] Vor einem Richtungswechsel der Trommel kann hierbei vorteilhaft eine kurze Pause
eingelegt werden, in der sich die Trommel nicht bewegt. Eine solche Pause kann beispielsweise
5 bis 15 Sekunden, insbesondere 10 Sekunden, dauern.
[0034] Anschließend an das Betreiben der Trommel in einem Reversierrhythmus wird vorzugsweise
erneut Ozon-haltige Luft eingeleitet, während die Trommel im Wesentlichen stillsteht.
Der Zeitraum für das erneute oder wiederholte Einleiten ist im Allgemeinen kürzer
als der Zeitraum für das erste Einleiten von Ozon-haltiger Luft und beträgt vorzugsweise
10 bis 30 % des ersten Zeitraums. Wenn beispielsweise zunächst Ozon-haltige Luft für
einen Zeitraum von 5 Minuten eingeleitet wurde, beträgt der Zeitraum für das erneute
Einleiten von Ozon-haltiger Luft vorzugsweise ungefähr 60 Sekunden.
[0035] Das Betreiben der Trommel im Reversierrhythmus und das Einleiten von Ozon-haltiger
Luft können vorteilhaft wiederholt werden.
[0036] Vorzugsweise werden dabei mindestens die drei letzten Reversierintervalle, bestehend
aus einer Links- und einer Rechtsdrehung der Trommel, ohne Einleitung von Ozonhaltiger
Luft durchgeführt. Dadurch wird auf besonders effiziente Weise ein allmähliches Abklingen
der Ozonkonzentration erreicht. Dies ist insbesondere vorteilhaft, wenn anschließend
ein weiterer Spülschritt durchgeführt wird, da in diesem durch das einfließende Wasser
ggf. Ozon-haltige Luft aus der Trommel verdrängt wird. Durch die vorherige Minimierung
der Ozonkonzentration kann dann eine ungewollte Ozonemission verhindert werden.
[0037] Die Dauer des erfindungsgemäßen Verfahrens wird im Allgemeinen von der Art und Menge
der Beladung mit zu behandelnder Wäsche abhängen. Empfindliche Wäschestücke und geringe
Beladungsmengen bedingen im Allgemeinen eine geringere Verfahrensdauer als unempfindliche
Wäschestücke und große Beladungsmengen. Im Allgemeinen wird eine Dauer des erfindungsgemäßen
Verfahrens ca. 20 bis 40 Minuten, insbesondere ca. 30 Minuten, dauern.
[0038] In einer vorteilhaften Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens kann vor
der Einleitung von Ozon-haltiger Luft Art und Menge der Beladung mit Wäschestücken
mittels geeigneter Vorrichtungen automatisch erkannt oder eingestellt werden.
[0039] Im letzten Spülschritt kann ggf. noch ein Wäschepflegemittel eingesetzt werden.
[0040] Die hierin verwendeten Begriffe "Waschmittel" und "Waschhilfsmittel" sind nicht besonders
beschränkt. Im Allgemeinen sind es oberflächenaktive chemische Substanzen. Ein Waschhilfsmittel
im Sinne der Erfindung ist insbesondere ein Weichspüler oder ein anderes Wäschepflegemittel.
[0041] Es ist erfindungsgemäß überdies bevorzugt, dass die Ozon-haltige Luft mittels eines
Gebläses durch die Trommel befördert wird.
[0042] Für die Einleitung von Ozon-haltiger Luft in die Trommel sind insbesondere zwei Varianten
geeignet:
Bei einer ersten Variante wird von einem Ozonerzeuger erzeugte Ozon-haltige Luft in
die Trommel und auf die in der Trommel befindliche gewaschene und noch feuchte Wäsche
geleitet und anschließend bei im Allgemeinen, z.B. über eine regelbare Verschlussvorrichtung,
abgetrennter Ozonzufuhr aus dem Ozonerzeuger in einem Kreislauf geführt, der die Trommel
und einen Umluftkanal umfasst.
[0043] Bei einer zweiten Variante wird dagegen die von einem Ozonerzeuger erzeugte Ozon-haltige
Luft nicht im Kreis geführt. Hierbei verbleibt die eingeleitete Ozon-haltige Luft
stattdessen für einen gewünschten Zeitraum in der Trommel, um dann anschließend ggf.
durch Absaugen oder Abpumpen entsorgt zu werden.
[0044] In einer besonders bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens wird
die Ozon-haltige Luft in einem Kreislauf, umfassend die Trommel und einen Umluftkanal,
befördert.
[0045] Vorzugsweise befindet sich im Kreislauf ein Ozonsensor, der eine Änderung der Ozonkonzentration
messen und als Reaktion auf die gemessene Ozonkonzentration und/oder deren zeitliche
Änderung beispielsweise die Behandlung von Wäsche mit Ozon abbrechen kann oder aber
eine Nachlieferung von Ozon aus der Ozon bereitstellenden Vorrichtung veranlassen
kann.
[0046] Vorteilhaft ist die Ozon bereitstellende Vorrichtung mittels einer ersten regelbaren
Verschlussvorrichtung von dem Kreislauf abtrennbar. Die erste regelbare Verschlussvorrichtung
ist im Allgemeinen mit einer Steuereinrichtung der Waschmaschine verbunden, die beispielsweise
als Reaktion auf ein Signal eines Ozonsensors, welches eine zu geringe Ozonkonzentration
im Kreislauf anzeigt, eine Öffnung der ersten regelbaren Verschlussvorrichtung veranlassen
kann.
[0047] Die im erfindungsgemäßen Verfahren eingesetzte Ozonkonzentration richtet sich im
Allgemeinen nach Art und Menge der Beladung der Trommel mit Wäsche sowie einem gewünschten
Ausmaß der Behandlung (z.B. Bleichung), wobei aber Schäden vermieden werden sollen.
[0048] Die Ozon-haltige Luft tritt vorzugsweise durch eine Manschette im Bereich einer Beschickungsöffnung
der Trommel in die Trommel ein. Überdies ist es bevorzugt, dass die Ozon-haltige Luft
die Trommel durch einen hinteren Ausgang der Trommel verlässt.
[0049] Gegenstand der Erfindung ist außerdem eine Waschmaschine mit einem Laugenbehälter,
einer im Laugenbehälter drehbar gelagerten Trommel zur Aufnahme von zu behandelnder
Wäsche, eine Steuereinrichtung und einer Vorrichtung zur Bereitstellung von Ozon,
bei welcher Waschmaschine die Vorrichtung über eine Ozonzuführungsleitung mit der
Trommel verbunden ist und die Steuereinrichtung eingerichtet ist zur Durchführung
eines Verfahrens zur Behandlung der Wäsche in der Trommel mit Ozon, bei dem Ozon-haltige
Luft bei einer Temperatur von nicht mehr als 35°C auf in der Trommel befindliche gewaschene
und noch feuchte Wäsche geleitet wird, während in der Trommel im Wesentlichen keine
Waschmittel oder Waschhilfsmittel vorhanden sind, und bei dem anschließend ein Spülgang
für die Wäsche in der Trommel erfolgt. Die Waschmaschine weist erfindungsgemäß ein
Sensorsystem auf mit dessen Hilfe bei der die Konzentration c an Waschmittel und/oder
Waschhilfsmittel gemessen wird. Die Ozon-haltige Luft wird nur dann in die Trommel
eingeleitet, wenn ein oberer Grenzwert c
lim für die Konzentration an Waschmittel und/oder Waschhilfsmittel in der Trommel nicht
überschritten wird.
[0050] In einer bevorzugten Ausführungsform dieser Waschmaschine ist ein Gebläse in einem
ersten Abluftteilkanal oder einem Umluftkanal angeordnet und spaltet sich der erste
Abluftteilkanal in den Umluftkanal und einen zweiten Abluftteilkanal auf, wobei in
der Ozonzuführungsleitung eine erste regelbare Verschlussvorrichtung, im Umluftkanal
eine zweite regelbare Verschlussvorrichtung und im zweiten Abluftteilkanal eine dritte
regelbare Verschlussvorrichtung angeordnet sind.
[0051] In einer ebenfalls bevorzugten Ausführungsform dieser Waschmaschine sind die Ozonzuführungsleitung
über eine Manschette mit der Trommel und der erste Abluftteilkanal über einen hinteren
Ausgang der Trommel mit der Trommel verbunden.
[0052] Die Vorrichtung zur Bereitstellung von Ozon ist vorzugsweise ein Ozongenerator. Einem
Ozongenerator in einer Waschmaschine wird im Allgemeinen Luft zugeführt, aus welcher
der Ozongenerator Ozon erzeugt. Ozon kann hierbei auf unterschiedliche Weise erzeugt
werden, zum Beispiel mittels eines UV-Lampen-Generators durch Bestrahlung von Sauerstoff
mit UV-Strahlung unterhalb von 200 nm, oder durch eine Corona-Entladung, bei der Sauerstoff
einer elektrischen Entladung in Form einer Corona ausgesetzt wird.
[0053] Dem Ozongenerator wird vorzugsweise trockene Luft zugeführt, da die Ozonausbeute
bei getrockneter Luft deutlich höher ist als bei Raumluft mit normaler Luftfeuchtigkeit.
Zur Trocknung der Luft kann ein übliches Trocknungsmittel verwendet werden, das vorzugsweise
reversibel entwässert werden kann, z.B. Zeolith. Vorzugsweise wird ein Peltierelement
verwendet, das in einem Zuluftkanal für den Ozongenerator als Kältefinger fungieren
kann. Auf der kalten Seite des Peltierelementes kondensiert die Luftfeuchtigkeit,
die dann abgeleitet wird und auf der heißen Seite des Peltierelements oder selbstständig
verdampft. Dem Ozongenerator kann die Luft durch eine Pumpe oder ein Gebläse zugeführt
werden.
[0054] Die erfindungsgemäße Waschmaschine weist vorzugsweise mindestens einen Ozonsensor
auf, um wie oben beschrieben die Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens überwachen
und steuern zu können.
[0055] Der Austritt von Ozon aus der Waschmaschine sollte verhindert werden.
[0056] In einer Ausführungsform der Erfindung ist daher eine in einer Waschmaschine im Allgemeinen
vorhandene Einspülschale gegenüber dem Laugenbehälter und der Trommel abtrennbar.
Dies kann beispielsweise dadurch verwirklicht werden, dass ein Einfüllschlauch zwischen
der Einspülschale und dem Laugenbehälter mit einer Siphon-Funktion ausgestattet ist,
bei der ein Verschluss durch eine wässrige Flüssigkeit sichergestellt ist.
[0057] Vorzugsweise weist die erfindungsgemäße Waschmaschine alternativ oder in Ergänzung
hierzu eine Ozonbeseitigungsvorrichtung sowie ein Gebläse und/oder eine Saugpumpe
auf, welche Ozon-haltige Luft durch die Ozonbeseitigungsvorrichtung ziehen können.
[0058] In der Ozonbeseitigungsvorrichtung wird Ozon insbesondere dadurch beseitigt, dass
es an einem geeigneten Material absorbiert oder zersetzt wird. Die Zersetzung kann
beispielsweise dadurch geschehen, dass das Ozon mit einem geeigneten Material chemisch
reagiert oder aber katalytisch zersetzt wird, beispielsweise unter Bildung von Sauerstoff.
[0059] In einer bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Waschmaschine umfasst
eine Ozonbeseitigungsvorrichtung eine Filtereinheit, wobei die Filtereinheit vorzugsweise
ein Kohlenstoff enthaltendes Material oder ein anderes leicht oxidierbares Material
umfasst. Hierbei ist wiederum bevorzugt, dass das Kohlenstoff enthaltende Material
mindestens eine Substanz ist, die ausgewählt ist aus der Gruppe, die aus Aktivkohle,
Polyarylenthioethern, Polyarylenethern und makroporösen Copolymeren besteht.
[0060] Besonders bevorzugt wird als Kohlenstoff enthaltendes Material Aktivkohle verwendet.
Aktivkohle wird im Allgemeinen von Ozon unter Bildung von Kohlendioxid zersetzt, so
dass die Menge an Aktivkohle in einer Filtereinheit allmählich abnimmt. Diese Abnahme
kann in einem an der Ozonbeseitigungsvorrichtung angeordneten Schauglas verfolgt werden.
Ein Benutzer der Waschmaschine kann dann ggf. erkennen, ob die Filtereinheit noch
einwandfrei funktioniert, indem beispielsweise noch genügend Aktivkohle vorhanden
ist.
[0061] Ein in einer erfindungsgemäßen Waschmaschine vorzugsweise eingesetzter Ozongenerator
erzeugt ungefähr 20 mg/h bis 30 mg/h Ozon. Hierfür reicht im Allgemeinen die Verwendung
einer Filtereinheit, die mit etwa 10 g Aktivkohle beladen ist, für die gesamte Betriebsdauer
der Waschmaschine aus.
[0062] Ist eine Ozonbeseitigungsvorrichtung vorhanden, so kann diese alternativ oder zusätzlich
zu einer Filtereinheit einen Katalysator für die Zersetzung von Ozon aufweisen, beispielsweise
einen Katalysator zur Umwandlung von Ozon in Sauerstoff.
[0063] Die Ozonbeseitigungsvorrichtung ist vorzugsweise im zweiten Abluftteilkanal angeordnet.
Zur Beförderung der Ozon-haltigen Luft im zweiten Abluftteilkanal können in diesem
ein Gebläse und/oder eine Saugpumpe angeordnet sein. Sofern im ersten Abluftteilkanal
bereits ein Gebläse vorhanden ist, kann auf ein Gebläse und/oder eine Saugpumpe im
zweiten Abluftteilkanal verzichtet werden.
[0064] Vorteilhaft wird das Gebläse für einen vorbestimmten Zeitraum auch dann noch betrieben,
wenn der Ozongenerator bereits abgestellt ist und/oder die Beförderung von Ozon im
Kreislauf durch die Trommel beendet ist.
[0065] Darüber hinaus kann auch vorgesehen sein, dass eine Tür der Waschmaschine von einem
Benutzer erst nach einer vorbestimmten Zeit nach beendeter Ozonzugabe oder nach Abschalten
eines Ozongenerators geöffnet werden kann.
[0066] Der zweite Abluftteilkanal kann in einen Aufstellraum der Waschmaschine führen, da
die Abluft nur geringe Mengen an Kohlendioxid und keine sonstigen störenden Komponenten
enthält.
[0067] Die Waschmaschine weist vorzugsweise eine optische und/oder akustische Anzeigevorrichtung
auf, mit der die Durchführung eines stattfindenden erfindungsgemäßen Verfahrens, ein
Ende dieses Verfahrens oder eine nicht mehr ordnungsgemäß funktionierende Ozonbeseitigungsvorrichtung
angezeigt werden kann. Zur Überwachung des ordnungsgemäßen Funktionieren der Ozonbeseitigungsvorrichtung
kann auch ein der Ozonbeseitigungsvorrichtung in Fließrichtung der Luft nachgeschalteter
Ozonsensor vorhanden sein.
[0068] Der im erfindungsgemäßen Verfahren vorzugsweise eingesetzte mindestens eine Ozonsensor
kann auf verschiedenen Messprinzipien beruhen, wobei in der Waschmaschine auch unterschiedliche
Messprinzipien Anwendung finden können.
[0069] In einer besonders bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens kann
der Ozonsensor eine Ozonkonzentration dadurch bestimmen, dass durch Einwirkung von
Ozon auf eine im Ozonsensor befindliche Substanz deren elektrischer Widerstand reversibel
geändert wird.
[0070] Als ein solches Material kann beispielsweise Indiumoxid verwendet werden. Indiumoxid
ändert aufgrund der Oxidation mit Ozon seinen Widerstand, kann aber auf einfache und
rasche Weise mittels eines kalten photochemischen Reduktionsprozesses regeneriert
werden. So ändert sich beispielsweise der elektrische Widerstand einer 15 nm dicken
Indiumoxidschicht durch Oxidation proportional zur Ozonkonzentration. Die Indiumoxidschicht
kann beispielsweise auf der Rückseite einer violetten Leuchtdiode (LED) aufgebracht
sein. Wird die LED eingeschaltet, regenerieren sich die oxidierte Indiumoxidschicht
und damit der Ozonsensor durch einen kalten photochemischen Reduktionsprozess.
[0071] In der erfindungsgemäßen Waschmaschine ist im Allgemeinen eine Steuereinrichtung
vorhanden, die neben der Steuerung des erfindungsgemäßen Verfahrens auch im Falle
einer nicht funktionierenden Ozonbeseitigung Gegenmaßnahmen ergreifen kann. So kann
die Steuereinrichtung bei einer nicht funktionierenden Ozonbeseitigung den Ozongenerator
ausschalten und/oder eine entsprechende akustische und/oder optische Anzeige auf einer
Anzeigevorrichtung bewirken.
[0072] Eine Waschmaschine weist im Allgemeinen auch ein am Boden des Laugenbehälters angeordnetes
Laugenablaufsystem mit einer Laugenpumpe auf sowie im Allgemeinen auch Wäschemitnehmer
und/oder Schöpfvorrichtungen. Vorzugsweise enthält eine Waschmaschine im Laugenbehälter
auch einen Drucksensor und/oder einen Temperatursensor, die vorzugsweise in einem
unteren Bereich des Laugenbehälters angeordnet sind, so dass Druck und/oder Temperatur
einer im Laugenbehälter vorhandenen wässrigen Flüssigkeit gemessen werden können.
[0073] Die Erfindung hat zahlreiche Vorteile. Durch den direkten Kontakt des Ozons mit der
Wäsche wird ein Verbrauch von Ozon durch verbliebene Waschmittel- oder Schmutzbestandteile
vermieden. Schließlich ist die Löslichkeit von Ozon in Wasser nicht sehr hoch und
in Wasser läuft die Zersetzung von Ozon rascher ab als in Luft. Das erfindungsgemäße
Verfahren ermöglicht es nun, dass Ozon überwiegend auf der Oberfläche von Wäsche reagieren
kann. Die notwendige Ozonmenge und dessen Einwirkzeit können somit verringert werden.
Neben einer Bleichwirkung kann das Ozon hier auch auffrischend wirken und gewaschene
Wäsche mit der Frische bei einer Trocknung im Freien ausstatten. Schließlich muss
für das Erzielen einer Bleichwirkung die Temperatur einer Waschlauge nicht erhöht
werden, da das Bleichen nicht im Rahmen der eigentlichen Waschphase stattfindet. Bei
Verwendung von Flüssigwaschmittetn, die generell keine Bleichmittel erhalten, ermöglicht
es die Erfindung, dass die Funktion eines Vollwaschmittels realisiert werden kann.
Letztendlich findet bei Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens am Ende eines Wäschebehandlungsverfahrens
auch eine Desinfektion von Wäsche und Oberflächen statt, wodurch eine Bildung von
Biofilmen in der Waschmaschine verhindert oder zumindest reduziert wird.
[0074] Darüber hinaus hat die Erfindung den Vorteil, dass eine unerwünschte Ozonemission
auf einfache und effiziente Weise verhindert werden kann.
[0075] Die Erfindung wird im Folgenden anhand der in Fig. 1 gezeigten beispielhaften Waschmaschine
weiter erläutert. Andere Ausführungsformen sind denkbar.
[0076] Die in Fig. 1 gezeigte Waschmaschine weist einen Laugenbehälter 1 auf, in dem eine
Trommel 2 um eine im Wesentlichen horizontal angeordnete Drehachse 3 der Trommel 2
drehbar gelagert ist und durch einen Antriebsmotor 14 betrieben werden kann. Der lange
Pfeil zeigt eine Drehrichtung der Trommel 2 an. Wäschemitnehmer 4 und Schöpfeinrichtungen
5 für die Waschlauge 6 an der Innenfläche des Trommelmantels bewirken eine Intensivierung
der Durchflutung der Wäsche 7 mit Waschlauge 6.
[0077] Die Waschmaschine weist ein Laugenzulaufsystem auf, das eine Wasseranschlussarmatur
für das Hauswassernetz 8, ein elektrisch steuerbares Ventil 9 und eine Zuleitung 10
zum Laugenbehälter 1, die über eine Waschmitteleinspüleinrichtung ("Einspülschale")
11 geführt ist, aus der das zulaufende Wasser Waschmittelportionen in den Laugenbehälter
1 transportieren kann, umfasst. In der Zuleitung 10 befindet sich ein Siphon 21, der
mit einer wässrigen Flüssigkeit gefüllt ist und so eine Isolation der Einspülschale
11 gegenüber dem Eindringen von Ozon-haltiger Luft aus dem Laugenbehälter 2 darstellt.
[0078] Ein Ozongenerator 20 als Ozon bereit stellende Einrichtung ist über eine Ozonzuführungsleitung
25, in der sich eine erste regelbare Verschlussvorrichtung 27 befindet, und über eine
in der Ansicht von Figur 1 nur angedeutete Manschette 24 an einer Beschickungsöffnung
23 der Trommel 2 mit der Trommel 2 verbunden. Ein erster Abluftteilkanal 33 ist mit
einem hinteren Ausgang 32 der Trommel 2 verbunden. Im ersten Abluftteilkanal 33 befindet
sich ein Gebläse 19 und ein Ozonsensor 31. Der erste Abluftteilkanal 33 spaltet sich
in einen Umluftkanal 26 und einen zweiten Abluftteilkanal 17 auf. Die Ozon-haltige
Luft kann in einem Kreislauf, der den Umluftkanal 26 und die Trommel 2 umfasst, geführt
werden. Die kurzen Pfeile zeigen die Fließrichtung der Ozon-haltigen Luft an. Der
Ozongenerator 20 wird über einen Zuluftkanal 30 und einer dem Zuluftkanal 30 vorgeschalteten
Trocknungsvorrichtung 16 mit Raumluft versorgt.
[0079] Das Gebläse 19 kann einerseits die Ozon-haltige Luft über den Umluftkanal 26 im Kreis
führen, wenn die zweite regelbare Verschlussvorrichtung 34 im zweiten Abluftteilkanal
17 geschlossen ist und eine dritte regelbare Verschlussvorrichtung 35 im Umluftkanal
26 geöffnet ist. Ist dagegen die dritte regelbare Verschlussvorrichtung 35 geschlossen
und die zweite regelbare Verschlussvorrichtung 34 geöffnet, kann das Gebläse 19 die
Ozon-haltige Luft in einen zweiten Abluftteilkanal 17 befördern, in dem eine Ozonbeseitigungsvorrichtung
18 vorhanden ist. Auf diese Weise kann die Beförderung von Ozon-haltiger Luft im Kreislauf
durch die Trommel 2 beendet und überschüssiges Ozon in der Ozonbeseitigungsvorrichtung
18 vernichtet werden. Die gereinigte Luft gelangt dann über den zweiten Abluftteilkanal
17 in einen Aufstellraum der Waschmaschine.
[0080] In der Ozonbeseitigungsvorrichtung 18 befindet sich eine Filtereinheit 28, die im
vorliegend beschriebenen Ausführungsbeispiel Aktivkohle als ein Kohlenstoff enthaltendes
Material enthält. Zur akustischen und/oder optischen Anzeige der Durchführung des
erfindungsgemäßen Verfahrens und/oder einer nicht ordnungsgemäß funktionierenden Beseitigung
von Ozon befindet sich an der Waschmaschine der hier gezeigten Ausführungsform eine
Anzeigevorrichtung 29.
[0081] Die Beförderung der Luft in der Ozonzuführungsleitung 25 sowie im Zuluftkanal 30
kann durch ein hier nicht gezeigtes Gebläse unterstützt werden.
[0082] Die in Fig. 1 beschriebene Waschmaschine illustriert zwei Varianten für die Behandlung
von Wäsche mit Ozon-haltiger Luft.
[0083] Bei einer ersten Variante wird vom Ozonerzeuger 20 erzeugte Ozon-haltige Luft in
die Trommel 2 geleitet und anschließend bei im Allgemeinen über die erste regelbare
Verschlussvorrichtung 27 abgetrennter Ozonzufuhr aus dem Ozonerzeuger 20 in einem
Kreislauf geführt, der die Trommel 2 und den Umluftkanal 26 umfasst.
[0084] Bei einer zweiten Variante wird dagegen die vom Ozonerzeuger 20 erzeugte Ozon-haltige
Luft nicht im Kreis geführt. Hierzu ist die dritte regelbare Verschlussvorrichtung
35 geschlossen. Stattdessen verbleibt die Ozon-haltige Luft für einen gewünschten
Zeitraum in der Trommel 2, um dann bei geöffneter zweiter regelbarer Verschlussvorrichtung
34 über den zweiten Abluftteilkanal 17 entsorgt zu werden.
[0085] Außerdem befinden sich im Laugenbehälter 1 dieser Ausführungsform eine Heizung 13,
eine Pumpe 22 zum Abpumpen von wässriger Flüssigkeit aus dem Laugenbehälter 1 sowie
ein Sensor 15 für die Messung der Konzentration an Waschmittel und/oder Waschhilfsmittel.
Diese Komponenten sowie das Ventil 9, der Antriebsmotor 14, der Ozongenerator 20,
die regelbaren Verschlussvorrichtungen 27, 34, 35, der Ozonsensor 31 und das Gebläse
19 sind mit einer Steuereinrichtung 12 verbunden, welche die Waschmaschine in Abhängigkeit
von einem Ablaufplan steuern kann, der an ein Zeitprogramm und/oder an das Erreichen
von gewissen Messwerten von Parametern wie Laugenniveau, Laugentemperatur, Drehzahl
der Trommel, Ozonkonzentration, Konzentration an Waschmittel und/oder Waschhilfsmittel
usw. innerhalb der Waschmaschine gebunden sein kann.
[0086] Zur Durchführung eines erfindungsgemäßen Verfahrens zur Behandlung von Wäsche 7 in
dieser Waschmaschine wird Ozon-haltige Luft in die Trommel 2 eingeleitet, während
in der Trommel 2 im Wesentlichen keine, vorzugsweise keine, Waschmittel oder Waschhilfsmittel
vorhanden sind. Daher wird bei dieser Ausführungsform Ozon-haltige Luft nach einem
vorletzten Spülgang in die Trommel 2 eingeleitet. Jedenfalls wird hier Ozon-haltige
Luft nur dann in die Trommel 2 eingeleitet, wenn ein oberer Grenzwert c
lim für die Konzentration an Waschmittel und/oder Waschhilfsmittel in der Trommel nicht
überschritten wird.
[0087] Damit dies festgestellt wird kann, wird die Konzentration c an Waschmittel und/oder
Waschhilfsmittel mit Hilfe eines Sensorsystems 15 gemessen.
[0088] Bei der hier gezeigten Ausführungsform wird die Ozon-haltige Luft mittels des Gebläses
19 durch die Trommel 2 befördert, wobei die Ozon-haltige Luft hier in einem Kreislauf,
umfassend die Trommel 2 und den Umluftkanal 26, befördert wird. Hierzu tritt die Ozon-haltige
Luft durch die Manschette 24 im Bereich der Beschickungsöffnung 23 in die Trommel
2 und verlässt diese durch einen hinteren Ausgang 32 der Trommel 2.
[0089] Bei dem hier beschriebenen Ausführungsbeispiel steht die Trommel 2 während der Einleitung
der Ozon-haltigen Luft in die Trommel 2 still und wird erst nach Beendigung der Einleitung
von Ozon-haltiger Luft in einem Reversierrhythmus betrieben. Außerdem wird die Ozon-haltige
Luft nach einem vorletzten und vor einem letzten Spülgang nach dem Abpumpen des Spülwassers
eingeleitet, wobei vor der Zugabe der Ozon-haltigen Luft eine Schleuderphase durchgeführt
wird.
Bezugszeichenliste
[0090]
- 1
- Laugenbehälter
- 2
- Trommel
- 3
- Drehachse
- 4
- Wäschemitnehmer
- 5
- Schöpfeinrichtung
- 6
- Waschlauge
- 7
- Wäsche
- 8
- Hauswassernetz
- 9
- elektrisch steuerbares Ventil
- 10
- Zuleitung zum Laugenbehälter
- 11
- Waschmitteleinspüleinrichtung, Einspülschale
- 12
- Steuereinrichtung
- 13
- Heizung
- 14
- Antriebsmotor
- 15
- Sensor zur Bestimmung von Waschmittel oder Waschmittelhilfsstoff
- 16
- Trocknungsvorrichtung
- 17
- Zweiter Abluftteilkanal
- 18
- Ozonbeseitigungsvorrichtung
- 19
- Gebläse
- 20
- Ozongenerator
- 21
- Siphon
- 22
- Pumpe
- 23
- Beschickungsöffnung
- 24
- Manschette
- 25
- Ozonzuführungsleitung
- 26
- Umluftkanal
- 27
- Erste regelbare Verschlussvorrichtung
- 28
- Filtereinheit
- 29
- Anzeigevorrichtung
- 30
- Zuluftkanal für den Ozongenerator
- 31
- Ozonsensor
- 32
- hinterer Ausgang der Trommel
- 33
- Erster Abluftteilkanal
- 34
- Zweite regelbare Verschlussvorrichtung
- 35
- Dritte regelbare Verschlussvorrichtung
1. Verfahren zur Behandlung von Wäsche (7) in einer Waschmaschine mit einem Laugenbehälter
(1), einer im Laugenbehälter (1) drehbar gelagerten Trommel (2) zur Aufnahme der zu
behandelnden Wäsche (7) mit Ozon und einer Vorrichtung (20) zur Bereitstellung von
Ozon, wobei Ozon-haltige Luft bei einer Temperatur von nicht mehr als 35°C auf in
der Trommel (2) befindliche gewaschene und noch feuchte Wäsche (7) geleitet wird,
während in der Trommel (2) im Wesentlichen keine Waschmittel oder Waschhilfsmittel
vorhanden sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Konzentration an Waschmittel und/oder Waschhilfsmittel in der Trommel (2) mit
Hilfe eines Sensorsystems (15) gemessen wird, dass die Ozon-haltige Luft nur dann
in die Trommel (2) eingeleitet wird, wenn ein oberer Grenzwert für die Konzentration
an Waschmittel und/oder Waschhilfsmittel in der Trommel (2) nicht überschritten wird,
und dass anschließend ein Spülgang für die Wäsche (7) in der Trommel (2) erfolgt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Ozon-haltige Luft nach einem vorletzten Spülgang in die Trommel (2) eingeleitet
wird.
3. Verfahren nach einem der vorigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Ozon-haltige Luft eingeleitet wird, während die Trommel (2) im Wesentlichen stillsteht.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Ozon-haltige Luft während eines Zeitraumes von 1 bis 10 Minuten eingeleitet wird,
während die Trommel (2) stillsteht.
5. Verfahren nach einem der vorigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Trommel (2) nach beendeter Einleitung von Ozon-haltiger Luft in einem Reversierrhythmus
betrieben wird.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass anschließend an das Betreiben der Trommel (2) in einem Reversierrhythmus erneut Ozon-haltige
Luft eingeleitet wird, während die Trommel (2) im Wesentlichen stillsteht.
7. Verfahren nach einem der vorigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Ozon-haltige Luft mittels eines Gebläses (19) durch die Trommel (2) befördert
wird.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Ozon-haltige Luft in einem Kreislauf, umfassend die Trommel (2) und einen Umluftkanal
(26), befördert wird.
9. Verfahren nach einem der vorigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Ozon-haltige Luft durch eine Manschette (24) im Bereich einer Beschickungsöffnung
(23) in die Trommel (2) tritt.
10. Verfahren nach einem der vorigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Ozon-haltige Luft die Trommel (2) durch einen hinteren Ausgang (32) der Trommel
(2) verlässt.
11. Waschmaschine mit einem Laugenbehälter (1), einer im Laugenbehälter (1) drehbar gelagerten
Trommel (2) zur Aufnahme von zu behandelnder Wäsche (7), eine Steuereinrichtung (12)
und einer Vorrichtung (20) zur Bereitstellung von Ozon, wobei die Vorrichtung (20)
über eine Ozonzuführungsleitung (25) mit der Trommel (2) verbunden ist, und dass die
Steuereinrichtung (12) eingerichtet ist zur Durchführung eines Verfahrens zur Behandlung
der Wäsche (7) in der Trommel (2) mit Ozon, bei dem Ozon-haltige Luft bei einer Temperatur
von nicht mehr als 35°C auf in der Trommel (2) befindliche gewaschene und noch feuchte
Wäsche (7) geleitet wird, während in der Trommel (2) im Wesentlichen keine Waschmittel
oder Waschhilfsmittel vorhanden sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Waschmaschine ein Sensorsystem (15) zur Bestimmung der Konzentration an Waschmittel
und/oder Waschhilfsmittel aufweist, dass bei dem Verfahren zur Behandlung der Wäsche
(7) in der Trommel (2) mit Ozon die Konzentration an Waschmittel und/oder Waschhilfsmittel
in der Trommel (2) mit Hilfe des Sensorsystems (15) gemessen wird, die Ozon-haltige
Luft nur dann in die Trommel (2) eingeleitet wird, wenn ein oberer Grenzwert für die
Konzentration an Waschmittel und/oder Waschhilfsmittel in der Trommel (2) nicht überschritten
wird, und anschließend ein Spülgang für die Wäsche (7) in der Trommel (2) erfolgt.
12. Waschmaschine nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass ein Gebläse (19) in einem ersten Abluftteilkanal (33) oder einem Umluftkanal (26)
angeordnet ist und sich der erste Abluftteilkanal (33) in den Umluftkanal (26) und
einen zweiten Abluftteilkanal (17) aufspaltet, wobei in der Ozonzuführungsleitung
(25) eine erste regelbare Verschlussvorrichtung (27), im Umluftkanal (26) eine zweite
regelbare Verschlussvorrichtung (34) und im zweiten Abluftteilkanal (17) eine dritte
regelbare Verschlussvorrichtung (35) angeordnet sind.
13. Waschmaschine nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Ozonzuführungsleitung (25) über eine Manschette (24) mit der Trommel (2) und
der erste Abluftteilkanal (33) über einen hinteren Ausgang (32) der Trommel (2) mit
der Trommel (2) verbunden ist.
14. Waschmaschine nach einem der Ansprüche 12 und 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (20) ein Ozongenerator ist.
1. Method for treating laundry (7) in a washing machine having a tub (1), a drum (2)
rotatably supported in the tub (1) for accommodating the laundry (7) to be treated
with ozone and an apparatus (20) for supplying ozone, wherein ozone-containing air
is directed onto washed and still damp laundry (7) in the drum (2) at a temperature
of no more than 35°C, while essentially no detergent or washing aid is present in
the drum (2), characterised in that the concentration of detergent and/or washing aid in the drum (2) is measured with
the aid of a sensor system (15), the ozone-containing air is only then introduced
into the drum (2) if an upper limit value for the concentration of detergent and/or
washing aid in the drum (2) is not exceeded, and a rinse cycle then takes place for
the laundry (7) in the drum (2).
2. Method according to claim 1, characterised in that the ozone-containing air is introduced into the drum (2) after a penultimate rinse
cycle.
3. Method according to one of the preceding claims, characterised in that the ozone-containing air is introduced while the drum (2) is essentially stationary.
4. Method according to claim 3, characterised in that the ozone-containing air is introduced for a time period of 1 to 10 minutes, while
the drum (2) is stationary.
5. Method according to one of the preceding claims, characterised in that the drum (2) is operated with a reverse rhythm after the introduction of ozone-containing
air has ceased.
6. Method according to claim 5, characterised in that after the drum (2) has operated with a reverse rhythm, ozone-containing air is introduced
again, while the drum (2) is essentially stationary.
7. Method according to one of the preceding claims, characterised in that the ozone-containing air is conveyed through the drum (2) by means of a fan (19).
8. Method according to claim 7, characterised in that the ozone-containing air is conveyed in a circuit comprising the drum (2) and a circulating
air channel (26).
9. Method according to one of the preceding claims, characterised in that the ozone-containing air enters the drum (2) through a seal (24) in the region of
a loading opening (23).
10. Method according to one of the preceding claims, characterised in that the ozone-containing air leaves the drum (2) through a rear outlet (32) of the drum
(2).
11. Washing machine having a tub (1), a drum (2) rotatably supported in the tub (1) for
accommodating laundry (7) to be treated, a control facility (12) and an apparatus
(20) for supplying ozone, wherein the apparatus (20) is connected to the drum (2)
by way of an ozone supply line (25) and the control facility (12) is set up to implement
a method for treating the laundry (7) in the drum (2) with ozone, wherein ozone-containing
air is directed onto washed and still damp laundry (7) in the drum (2) at a temperature
of no more than 35°C, while essentially no detergent or washing aid is present in
the drum (2), characterised in that the washing machine has a sensor system (15) for determining the concentration of
detergent and/or washing aid, that during the method for treating laundry (7) in the
drum (2) with ozone the concentration of detergent and/or washing aid in the drum
(2) is measured with the aid of the sensor system (15), the ozone-containing air is
only then introduced into the drum (2) if an upper limit value for the concentration
of detergent and/or washing aid in the drum (2) is not exceeded, and a rinse cycle
then takes place for the laundry (7) in the drum (2).
12. Washing machine according to claim 11, characterised in that a fan (19) is disposed in a first discharged air sub-channel (33) or a circulating
air channel (26) and the first discharged air sub-channel (33) splits into the circulating
air channel (26) and a second discharged air sub-channel (17), a first regulatable
closing apparatus (27) being disposed in the ozone supply line (25), a second regulatable
closing apparatus (34) being disposed in the circulating air channel (26) and a third
regulatable closing apparatus (35) being disposed in the second discharged air sub-channel
(17):
13. Washing machine according to claim 12, characterised in that the ozone supply line (25) is connected to the drum (2) by way of a seal (24) and
the first discharged air sub-channel (33) is connected to the drum (2) by way of a
rear outlet (32) of the drum (2).
14. Washing machine according to one of claims 12 and 13, characterised in that the apparatus (20) is an ozone generator.
1. Procédé de traitement du linge (7) dans un lave-linge avec une cuve de lavage (1),
un tambour rotatif (2) disposé dans la cuve de lavage (1) afin d'accueillir le linge
à traiter (7) avec de l'ozone et avec un dispositif (20) de mise à disposition d'ozone,
dans lequel l'air contenant de l'ozone est dirigé vers le linge encore humide (7)
qui se trouve dans le tambour (2) à une température n'excédant pas 35°C tandis qu'essentiellement
aucun agent de lavage ou adjuvant de lavage ne se trouve dans le tambour (2), caractérisé en ce que la concentration en agent de lavage et/ou adjuvant de lavage dans le tambour (2)
se mesure à l'aide d'un système de capteurs (15), en ce que l'air contenant de l'ozone est uniquement inséré dans le tambour (2) lorsqu'une valeur
limite supérieure de la concentration en agent de lavage et/ou adjuvant de lavage
dans le tambour (2) n'est pas excédée, et en ce qu'un rinçage du linge (7) s'opère ensuite dans le tambour (2).
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'air contenant de l'ozone est inséré dans le tambour (2) après un avant-dernier
rinçage.
3. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'air contenant de l'ozone est inséré lorsque le tambour (2) est essentiellement
à l'arrêt.
4. Procédé selon la revendication 3, caractérisé en ce que l'air contenant de l'ozone est inséré pendant une période de temps située entre 1
et 10 minutes, alors que le tambour (2) est à l'arrêt.
5. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le tambour (2) est exploité selon un rythme d'inversion de marche au terme de l'insertion
de l'air contenant de l'ozone.
6. Procédé selon la revendication 5, caractérisé en ce que suite à l'exploitation du tambour (2) selon un rythme d'inversion de marche, de l'air
contenant de l'ozone est à nouveau inséré pendant que le tambour (2) est essentiellement
à l'arrêt.
7. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'air contenant de l'ozone est transporté à travers le tambour (2) à l'aide d'un
ventilateur (19).
8. Procédé selon la revendication 7, caractérisé en ce que l'air contenant de l'ozone est transporté dans un circuit comprenant le tambour (2)
et un canal à air circulant (26).
9. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'air contenant de l'ozone pénètre dans le tambour (2) via une manchette (24) dans
la zone d'un orifice d'alimentation (23).
10. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'air contenant de l'ozone quitte le tambour (2) par une sortie arrière (32) du tambour
(2).
11. Lave-linge avec une cuve de lavage (1), un tambour rotatif (2) disposé dans la cuve
de lavage (1) afin d'accueillir le linge à traiter (7), un dispositif de commande
(12) et un dispositif (20) de mise à disposition d'ozone, dans lequel le dispositif
(20) est relié au tambour (2) via un conduit d'introduction d'ozone (25), et dans
lequel le dispositif de commande (12) est prévu afin de réaliser un procédé de traitement
du linge (7) dans le tambour (2) avec de l'ozone, dans lequel l'air contenant de l'ozone
est dirigé vers le linge encore humide (7) qui se trouve dans le tambour (2) à une
température n'excédant pas 35°C tandis qu'essentiellement aucun agent de lavage ou
adjuvant de lavage ne se trouve dans le tambour (2), caractérisé en ce que le lave-linge présente un système de capteurs (15) afin de déterminer la concentration
en agent de lavage et/ou adjuvant de lavage, en ce que la concentration en agent de lavage et/ou adjuvant de lavage dans le tambour (2)
est mesurée à l'aide du système de.capteurs (15) durant le procédé de traitement du
linge (7) dans le tambour (2), en ce que l'air contenant de l'ozone est uniquement inséré dans le tambour (2) lorsqu'une valeur
limite supérieure de la concentration en agent de lavage et/ou adjuvant de lavage
dans le tambour (2) n'est pas excédée, et en ce qu'un rinçage du linge (7) s'opère ensuite dans le tambour (2).
12. Lave-linge selon la revendication 11, caractérisé en ce qu'un ventilateur (19) est disposé dans un premier canal partiel à air sortant (33) ou
un canal à air circulant (26) et en ce que le premier canal à air sortant (33) se scinde en le canal à air circulant (26) et
un deuxième canal partiel à air sortant (17), dans lequel un premier dispositif d'obturation
(27) réglable est disposé dans le conduit d'introduction d'ozone (25), un deuxième
dispositif d'obturation (34) réglable est disposé dans le canal à air circulant (26)
et un troisième dispositif d'obturation (35) réglable est disposé dans le deuxième
canal partiel à air sortant (17).
13. Lave-linge selon la revendication 12, caractérisé en ce que le conduit d'introduction d'ozone (25) est relié au tambour (2) via une manchette
(24) et le premier canal partiel à air sortant (33) est relié au tambour (2) via une
sortie arrière (32) du tambour (2).
14. Lave-linge selon l'une des revendications 12 et 13, caractérisé en ce que le dispositif (20) est un générateur d'ozone.