[0001] Die Erfindung betrifft eine Abstützauflage zum geführten Ansetzen einer Ausziehvorrichtung
an einer in einem Motorgehäuse angeordneten Injektordüse, mit einem Basiselement,
an dem die Ausziehvorrichtung führbar ist, am Basiselement jeweils über eine Drehachse
drehbar angeordneten Tragarmen und zumindest drei, relativ zum Basiselement bewegbaren
und festlegbaren Abstützfüßen, über die die Abstützauflage am Motorgehäuse abstützbar
ist, wobei an jedem Tragarm wenigstens einer der Abstützfüßen angeordnet und mit diesem
Tragarm um dessen Drehachse drehbar gelagert ist. Weiters betrifft die Erfindung eine
Demontagevorrichtung zum Demontieren einer Injektordüse aus einem Motorgehäuse, mit
einer Abstützauflage und einer an der Injektordüse ansetzbaren Ausziehvorrichtung.
[0002] Bei Problemen mit Motoren - insbesondere Fahrzeugmotoren - liegt oftmals eine Fehlerquelle
im Bereich der Injektordüsen. Diese Injektordüsen sind in speziellen Ausnehmungen
im Motorgehäuse eingesteckt und stehen mit der Düsenspitze in eine Brennkammer im
Motorgehäuse. Durch Einspritzung von Brennstoff über die Einspritzdüse erfolgt in
der Brennkammer eine Zündung. Bei Schäden in den Injektordüsen ist ein Austauschen
der Injektordüsen oftmals relativ schwierig, da diese aufgrund von Korrosion und Ähnlichem
relativ fest im Motorgehäuse festsitzen und nur mit hohem Kraftaufwand aus dem Motorgehäuse
gezogen werden können. Um dies zu bewerkstelligen, sind diverse Demontagevorrichtungen
bereits seit Jahren bekannt (siehe beispielsweise
AT 007 605 U1 und
DE 20 2010 009 355 U1).
[0003] Ein generelles Problem bei Demontagevorrichtungen besteht dahingehend, wie und wo
eine Abstützung der Demontagevorrichtung am Motorgehäuse erfolgt. Je weiter sich dabei
eine Injektordüse im Motorgehäuse "versteckt" und schlecht angreifbar ist, desto schwieriger
ist das Ansetzen einer Demontagevorrichtung sowie das Abstützen dieser Demontagevorrichtung.
[0004] Eine stabile Lösung für dieses Problem wird in der
EP 2 163 347 A2 gezeigt. Dabei besteht eine Abstützauflage bzw. ein Träger aus einer Quertraverse
und aus entlang dieser Quertraverse verschiebbaren und an der Quertraverse festlegbaren
Stellschienen, die wiederum über Stützbolzen am Zylinderkopf bzw. Motorgehäuse aufliegen
und den Träger bzw. die Abstützauflage abstützen. An der dadurch abgestützten und
vom Motor beabstandeten Quertraverse wird dann eine Ausziehvorrichtung mit einer Zugstange
und weiteren dafür benötigten Bestandteilen angelegt, und die Zugstange wird mit der
Injektordüse verbunden. Dann wird die Kraft auf die Ausziehvorrichtung aufgebracht
und die in Ausziehrichtung wirkende Kraft auf die Injektordüse wird durch Abstützung
über die Quertraverse, die Stellschienen und die Stützbolzen auf das Motorgehäuse
weifiergeleitet.
[0005] Nachteilig bei dieser Ausführung ist, dass die beiden Stützbolzen bzw. Abstützfüße
an einer Stellschiene (Tragarm) immer nur abhängig voneinander im Bereich des Motorgehäuses
angebracht werden können. Das heißt, wenn ein Abstützfuß näher an der Injektordüse
am Motorgehäuse angesetzt wird, ist der jeweils andere Stützbolzen zwangsweise weiter
entfernt von der Injektordüse. Da ein stabiler Sitz der Abstützauflage bzw. des Trägers
am Motorgehäuse hauptsächlich mit zumindest drei Abstützfüßen bzw. Stützbolzen erreicht
werden kann, sind die Einsatzmöglichkeiten dieser bekannten Demontagevorrichtung beschränkt
und nicht bei jedem Motor gleich gut bzw. bei manchen Motoren gar nicht verwendbar.
[0006] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung liegt daher darin, eine gegenüber dem Stand
der Technik verbesserte Abstützauflage für eine Ausziehvorrichtung einer Demontagevorrichtung
zu schaffen. Insbesondere sollen die Einsatzmöglichkeiten der Abstützauflage nicht
aufgrund der Besonderheiten bei Motoren unterschiedlicher Motorenhersteller eingeschränkt
sein.
[0007] Dies wird für eine Abstützauflage mit den Merkmalen des Oberbegriffes von Anspruch
1 dadurch erreicht, dass jeder der zumindest drei Abstützfüße unabhängig von den jeweils
anderen zumindest zwei Abstützfüßen mit dem Tragarm an dem er angeordnet ist um dessen
Drehachse drehbar gelagert ist. Das heißt, jeder der drei Abstützfüße ist autark von
den anderen an einem Ansetz- bzw. Abstützpunkt am Motorgehäuse ansetzbar. Dadurch
kann eine Abstützauflage gemäß der vorliegenden Erfindung viel besser an die unterschiedlich
gestalteten Motorgehäuse verschiedner Hersteller angesetzt werden. Dazu ist bevorzugt
vorgesehen, dass jeder der drei Abstützfüße über einen eigenen, ihm zugeordneten Tragarm
drehbar am Basiselement gelagert ist.
[0008] Grundsätzlich soll nicht ausgeschlossen sein, dass an einem Tragarm mehrere Abstützfüße
angeordnet sind. Bevorzugt ist allerdings vorgesehen, dass nur ein einziger Abstützfuß
pro Tragarm vorgesehen ist. Anders ausgedrückt ist bevorzugt vorgesehen, dass nur
in einer einzigen, von jeder Drehachse radial wegführenden Richtung jeweils ein Abstützfuß
an jedem Tragarm angeordnet ist.
[0009] Es ist generell möglich, dass die Tragarme nur drehbar am Basiselement gelagert sind.
Bei einer derartigen Ausführung könnten die Abstützfüße relativ zum Tragarm in Richtung
Basiselements und von diesem weggeschoben werden. Bevorzugt ist jedoch vorgesehen,
dass jeder Tragarm verschiebbar am Basiselement angeordnet ist.
[0010] Um möglichst vielfältige Einsatzmöglichkeiten der erfindungsgemäßen Abstützauflage
zu erreichen, ist bevorzugt vorgesehen, dass im Basiselement mehrere, vorzugsweise
acht, vorzugsweise regelmäßig, voneinander beabstandete Bohrungen ausgebildet sind,
an denen jeweils ein Tragarm über eine Befestigungsvorrichtung befestigbar ist. Fertigungstechnisch
vorteilhaft ist ein Basiselement mit zehn Bohrungen. Dadurch können verschiedenste,
vom Basiselement unterschiedlich weit entfernte Ansatzpunkte am Motorgehäuse erreicht
werden. Diesbezüglich soll aber grundsätzlich nicht ausgeschlossen werden, dass im
Basiselement keine Bohrungen sondern Fortsätze ausgebildet sind, an denen die Tragarme
über eine Befestigungsvorrichtung befestigt werden können.
[0011] Ein besonders bevorzugtes Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung kann vorsehen,
dass zumindest ein, vorzugsweise jeder. Abstützfuß längenverstellbar ist. Dadurch
ist ein Anpassen an unterschiedliche Höhen und Abstände zu unterschiedlichen Ansetzpunkten
am Motorgehäuse ermöglicht. Die Ansetzpunkte müssen somit nicht auf einer Ebene liegen.
[0012] Schutz wird auch begehrt für eine Demontagevorrichtung zum Demontieren einer Injektordüse
aus einem Motorgehäuse, mit einer Abstützauflage nach einem der Ansprüche 1 bis 6
und einer an der Injektordüse ansetzbaren Ausziehvorrichtung. Bevorzugt kann dabei
vorgesehen sein, dass im Basiselement der Abstützauflage eine, vorzugsweise zentrale,
Durchtrittsöffnung für die Ausziehvorrichtung ausgebildet ist. Am Rande dieser Durchtrittsöffnung
kann die Ausziehvorrichtung geführt anliegen.
[0013] Ein weiterer Aspekt der Erfindung befasst sich mit der Problematik des Anbringens
der Demontagevorrichtung an schräg gestellten Injeklordüsen. Um für eine Demontagevorrichtung
mit einer Abstützauflage in Form eines Basiselementes mit Abstützfüßen auch ein Demontieren
von gegenüber dem Basiselement schrägen (also nicht normal ausgerichteten) Injektordüsen
zu ermöglichen, ist vorgesehen, dass die Ausziehvorrichtung über eine eine Durchtrittsöffnung
für die Ausziehvorrichtung aufweisende Positioniervorrichtung am Basiselement geführt
ist, wobei die Positioniervorrichtung einen konvex-kugelförmigen Oberflächenbereich
aufweist, über den die Positioniervorrichtung drehgelenkig verschiebbar am Basiselement
anlegbar ist. Dadurch ist das Anlegen der Ausziehvorrichtung am Führungselement nicht
mehr in eine einzige Richtung begrenzt, sondern kann durch Drehen bzw. Verschieben
der Positioniervorrichtung entlang seiner konvex-kugelförmigen Oberfläche entsprechend
an die schief gestellte lnjektordüse herangeführt werden.
[0014] Bevorzugt kann diesbezüglich vorgesehen sein, dass das Basiselement ein um die Durchtrittsöffnung
angeordnetes Ringelement aufweist, an dem die Positioniervorrichtung anlegbar ist,
wobei besonders bevorzugt das Ringelement einen konkav-kugelförmigen Oberflächenbereich
aufweist und der konkav-kugelförmige Oberflächenbereich des Ringelements und der konvex-kugelförmige
Oberflächenbereich der Positionsvorrichtung aneinander anliegend zueinander - unter
Verstellung bzw. Bewegung der Längsachse der Ausziehvorrichtung um den gedachten Mittelpunkt
des konvex-kugelförmigen Oberflächenbereichs - verschiebbar sind. Durch diese Ausführung
bildet die Positioniervorrichtung mit dem Ringelement eine Art Kugelgelenk, wobei
die Positioniervorrichtung den Kugelgelenkskopf und das Ringelement die Gelenkspfanne
bildet. Die Längsachse der Ausziehvorrichtung führt immer durch den Mittelpunkt des
konvex-kugelförmigen Bereichs der Positioniervorrichtung. Das Ringelement - insbesondere
dessen konkav-kugelförmige Oberfläche - kann auch einstückig mit dem Basiselement
ausgebildet sein.
[0015] Weitere Einzelheiten und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden anhand der Figurenbeschreibung
unter Bezugnahme auf die in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiele im
Folgenden näher erläutert. Darin zeigen:
- Fig. 1
- eine 3D-Ansicht einer am Motorgehäuse angesetzten Demontagevorrichtung,
- Fig. 2
- eine Explosionsdarstellung einer Abstützauflage für eine Ausziehvorrichtung,
- Fig. 3
- eine 3D-Ansicht einer Abstützauflage mit einer alternativen Ausführungsform des Basiselements,
- Fig. 4
- eine Frontansicht einer am Motorgehäuse angesetzten Demontagevorrichtung,
- Fig. 5
- eine teilweise Schnittdarstellung einer Demontagevorrichtung samt Motorgehäuse und
- Fig. 6
- eine teilweise Schnittdarstellung einer Demontagevorrichtung bei schräg gestellter
Injektordüse.
[0016] Fig. 1 zeigt ein Motorgehäuse 3 (z.B. eines Common Rail Dieselmotors), wobei an einer
Injektordüse 4 eine Ausziehvorrichtung 2 (Hubvorrichtung) angesetzt ist. Diese Ausziehvorrichtung
besteht dabei im Wesentlichen aus der Komponente 19 (die vorzugsweise ein Hydraulik-Hohlkolbenzylinder
ist), der Ausziehstange 20 und der Ansetzvorrichtung 21, mit der die Ausziehvorrichtung
2 am Kopf der Injektordüse 4 angesetzt bzw, angeschraubt ist (die Ausziehstange 20
kann auch direkt an der Injektordüse 4 angesetzt bzw. angeschraubt werden).
[0017] Um für das Herausziehen der festgeklemmten Injektordüse 4 eine Abstützung der Ausziehvorrichtung
2 zu ermöglichen, ist eine Abstützauflage 1 für die Ausziehvorrichtung 2 am Motorgehäuse
3 aufgesetzt. Diese Abstützauflage 1 weist als wesentliche Bestandteile ein Basiselement
5 mit einer Durchtrittsöffnung 13 für die Ausziehvorrichtung 2, drei am Basiselement
5 drehbar und verschiebbar festgesetzte Tragarme 6 und drei an den Tragarmen 6 festlegbare
Abstützfüßen 7 auf. Diese drei Abstützfüße 7 sind dabei unabhängig bzw. autark voneinander
an unterschiedlichen Abstützpunkten 22 auf dem Motorgehäuse 3 aufsetzbar bzw. festlegbar.
Wenn nun eine in Ausziehrichtung wirkende Kraft auf die Komponente 19 aufgebracht
wird, erfolgt eine Abstützung über die Abstützauflage 1 am Motorgehäuse 3. Die Komponente
19 könnte im einfachsten Fall als Mutter ausgebildet sein, wobei durch Drehung dieser
am Basiselement 5 anliegenden Mutter eine Bewegung der Ausziehstange 20 in Ausziehrichtung
erfolgt.
[0018] Durch die in Fig. 1 dargestellte Ausführung der Abstützfüße 7 und der Tragarme 6
ist eine gegenüber dem Stand der Technik vielseitigere und bei unterschiedlichen Motorausführungen
einsetzbare Abstützauflage 1 für Demontagevorrichtungen 12 geschaffen.
[0019] Fig. 2 zeigt eine Explosionsdarstellung einer Abstützauflage 1. Dabei sind im Basiselement
5 mehrere Bohrungen 8 ausgebildet, über die vom Mechaniker individuell über Befestigungsvorrichtungen
9 die Tragarme 6 angebracht werden können. Eine Befestigungsvorrichtung 9 weist dabei
eine Gewindestange 24, eine Beilagscheibe 25, eine Mutter 26 und einen Gleitschuh
10 auf, wobei diese durch Festdrehen der Mutter 26 nach Durchführen der Gewindestange
24 durch eine Bohrung 8 und nach Festdrehen der Mutter 26 am Basiselement 5 festlegbar
ist. Der Gleitschuh 10 ist in einer im Tragarm 6 ausgebildeten Verschiebebahn 11 geführt.
Die Verschiebebewegung ist einerseits durch die Ausbildung der Verschiebebahn 11 und
andererseits durch ein einschraubbares Begrenzungselement 23 begrenzt. Der Tragarm
6 ist nach seinem Anbringen am Basiselement 5 über die Befestigungsvorrichtung 9 um
die Drehachse D drehbar und entlang des Gleitschuhs 10 verschiebbar. Erst mit dem
Festdrehen der Mutter 26 wird eine stabile Festlegung des Tragarms 6 gegenüber dem
Basiselement 5 erreicht. Im Tragarm 6 selbst befindet sich am von der Befestigungsvorrichtung
9 abgewandten Ende eine Durchtrittsöffnung 32 für einen Abstützfuß 7_ Dieser Abstützfuß
7 besteht aus den Komponenten 27, 28, 29, 30 und 31. Eine Längenveränderung dieses
Abstützfußes 7 ist durch Drehen und unterschiedliches Festlegen der einzelnen Komponenten
zueinander möglich. Weiters weist die Abstützauflage 1 eine Positioniervorrichtung
15 mit einer Durchtrittsöffnung 14 sowie ein Ringelement 17 auf. Die Positioniervorrichtung
15 liegt dabei über seinen konvex-kugelförmigen Oberflächenbereich 16 am konkav-kugelförmigen
Oberflächenbereich 18 des Ringelementes 17 auf, welches wiederum selbst plan auf dem
Basiselement 5 aufliegt.
[0020] Die Abstützauflage 1 im zusammengebauten Zustand ist in Fig. 3 ersichtlich, wobei
gemäß diesem Ausführungsbeispiel das Basiselement 5 nicht kreisförmig sondern kreuzförmig
ausgebildet ist und vier langlochförmige Bohrungen 8 aufweist. Die Ausbildung der
Tragarme 6 und der Abstützfüße 7 ist gegenüber der Fig. 2 unverändert. Auch die vielfältige
Positionierbarkeit der einzelnen Abstützfüße 6 ist durch die in diesem Fall vier Tragarme
6 mit vier Abstützfüßen 7 - wie gemäß der Erfindung vorgesehen - möglich. In dieser
Fig. 3 ist auch die von der Drehachse D wegweisende Richtung R eingezeichnet, wobei
nur in einer einzigen, von jeder Drehachse D radial wegführenden Richtung R jeweils
ein Abstützfuß 7 an jedem Tragarm 6 angeordnet ist. Bezüglich der im Anspruch 1 geforderten
Unabhängigkeit der Abstützfüße 7 voneinander sei erwähnt, dass diese nur so weit gilt,
so weit die einzelnen Abstützpunkte 22 nicht zu nahe beieinander liegen. Falls diese
zu nahe beieinander liegen, könnte eine Bewegungseinschränkung der Tragarme 6 durch
Anstoßen aneinander gegeben sein. Da durch nahe beieinander liegende Abstützfüße 6
bzw. Abstützpunkte 22 ohnehin eine geringere Stabilität der Abstützauflage 1 gegeben
wäre, stellt dies kein Problem für die Verwendung der vorliegenden Erfindung dar.
Vielmehr ist durch die unabhängige Bewegung der einzelnen Abstützfüße 6 ein möglichst
großes Areal unterhalb des Basiselements 5 für die Festlegung bzw. Abstützung der
Abstützauflage 1 gegeben. Vor allem ist es dadurch ermöglicht, dass in einem Umkreis
um die Drehachse D jeder einzelne Abstützfuß 6 am Motorgehäuse 3 abstützend angebracht
werden kann. Allgemein sei angeführt, dass das Basiselement 5 im Wesentlichen flächig
ausgebildet ist, wobei die Ausdehnung dieser Fläche normal zur Längserstreckung der
Abstützfüße 7 steht. Die Längserstreckung der Tragarme 6 ist dagegen im Wesentlichen
parallel zur Erstreckung der Fläche des Basiselementes 5.
[0021] In Fig. 4 ist eine Frontansicht eines Motorgehäuses 3 samt aufgebrachter Demontagevorrichtung
12 abgebildet. Dabei liegt der Ausziehhebel 19 über die Positioniervorrichtung 15
und das Ringelement 17 am Basiselement 5 auf. Im unteren Bereich des Motorgehäuses
3 ist die in die Brennkammer vorstehende Spitze 33 der Injektordüse 4 ersichtlich.
[0022] In Fig. 5 sind in einer Schnittdarstellung einerseits die Injektordüse 4 im Motorgehäuse
3 und andererseits die einzelnen Komponenten 27, 28, 29, 30 und 31 des Abstützfußes
7 dargestellt. Dabei sind die Längen der beiden dargestellten Abstützfüße 7 unterschiedlich.
Die Länge kann dabei vor allem durch Bewegen der Komponente 29 gegenüber der Komponente
27 verändert werden. Sobald die gewünschte Länge eingestellt ist, wird durch Eindrehen
der Komponente 30 in den Tragarm 6 über das Gewinde 34 eine Festklemmung der Komponenten
29 und 27 zueinander erreicht. Die Abstützfüße 7 sind über die Komponente 30 in Achsbohrungen
(Durchtrittsöffnung 32) mit dem Gewinde 34 am Tragarm 6 anbringbar und festlegbar.
In dieser Fig. 5 ist auch im Schnitt ersichtlich, dass die unterste Komponente 31
des Abstützfußes 7 an den unterschiedlich hohen Abstützpunkten 22 des Motorgehäuses
3 aufliegt, Die Ausziehstange 20 ist direkt mit dem aus dem Motorgehäuse 3 vorstehenden
Kopf der Injektordüse 4 verbunden.
[0023] In Fig. 6 ist ein weiterer Aspekt der Erfindung dargestellt, wonach das Basiselement
5 nicht normal zur Ausziehrichtung der Injektordüse 4 am Motorgehäuse 3 festgelegt
werden muss. Vielmehr ist durch die über die konvex-kugelförmigen Oberflächenbereiche
16 und konkav-kugelförmigen Oberflächenbereiche 18 der Positioniervorrichtung 15 und
des Ringelements 17 ein Ansetzen der Ausziehvorrichtung 12 auch an im Motorgehäuse
3 schräg gestellten Injektordüsen 4 möglich. Bevorzugt kann diesbezüglich vorgesehen
sein, dass der konkav-kugelförmige Oberflächenbereich 18 des Ringelements 17 und der
konvex-kugelförmige Oberflächenbereich 16 der Positionsvorrichtung 15 denselben Radius
aufweisen. Die Durchtrittsöffnung 14 in der Positioniervorrichtung 15 kann so gewählt
werden, dass deren Durchmesser nur geringfügig größer ist als der Durchmesser der
Ausziehstange 20. Durch die beim Betätigen der Ausziehvorrichtung 2 auftretende Krafteinwirkung
vom Ausziehhebel 19 über die Positioniervorrichtung 15 auf das Ringelement 17 wird
dieses am Basiselement 5 angepresst und verrutscht durch die erhöhte Reibung nicht
mehr am Basiselement 5. Grundsätzlich ist es aber möglich, dass seitliche Begrenzungsvorrichtungen
gegen ein Verrutschen des Ringelements 17 am Basiselement 5 angebracht sind. Es wäre
auch möglich, dass an der unteren planen Fläche des Ringelements 17 eine gleithemmende
Schicht aufgebracht ist.
[0024] Durch die vorliegende Erfindung ist somit eine Abstützauflage 1 für eine Demontagevorrichtung
12 gezeigt, bei der zumindest drei Abstützfüße 7 unabhängig voneinander auf unterschiedlichen
Abstützpunkten 22 am Motorgehäuse 3 aufgesetzt werden können, wodurch eine größere
Unabhängigkeit von der Ausbildung der Oberfläche des Motorgehäuses 3 gegeben ist.
Zusätzlich wird diese Unabhängigkeit dadurch erhöht, dass die Abstützfüße 7 längenverstellbar
sind und dass die Ausziehvorrichtung 2 über die Positioniervorrichtung 15 mit konvex-kugelförmigem
Oberflächenbereich 16 unabhängig von der Ausrichtung des Basiselements 5 das Ausziehen
bzw. Demontieren von schief gestellten Injektordüsen 4 aus dem Motorgehäuse 3 ermöglicht.
Durch die längenverstellbaren Abstützfüße 7 ist kein Spiel mehr beim Aufsetzen der
Abstützauflage 1 auf dem Motorgehäuse 3 gegeben. Das schräge Ansetzen der Ausziehvorrichtung
2 erhöht die Einsetzbarkeit. Generell ist durch die Erfindung eine universelle Abstützung
der Abstützauflage 1 am Motorgehäuse 3 gegeben.
1. Abstützauflage (1) zum geführten Ansetzen einer Ausziehvorrichtung (2) an einer in
einem Motorgehäuse (3) angeordneten Injektordüse (4), mit
- einem Basiselement (5), an dem die Ausziehvorrichtung (2) führbar ist,
- am Basiselement (5) jeweils über eine Drehachse (D) drehbar angeordneten Tragarmen
(6) und
- zumindest drei, relativ zum Basiselement (5) bewegbaren und festlegbaren Abstützfüßen
(7), über die die Abstützauflage (1) am Motorgehäuse (4) abstützbar ist,
wobei an jedem Tragarm (6) wenigstens einer der Abstützfüße (7) angeordnet und mit
diesem Tragarm (6) um dessen Drehachse (D) drehbar gelagert ist,
dadurch gekennzeichnet, dass jeder der zumindest drei Abstützfüße (7) unabhängig von den jeweils anderen zumindest
zwei Abstützfüßen (7) mit dem Tragarm (6) an dem er angeordnet ist um dessen Drehachse
(D) drehbar gelagert ist.
2. Abstützauflage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass nur in einer einzigen, von jeder Drehachse (D) radial wegführenden Richtung (R) jeweils
ein Abstützfuß (7) an jedem Tragarm (6) angeordnet ist.
3. Abstützauflage nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Tragarm (6) verschiebbar am Basiselement (5) angeordnet ist.
4. Abstützauflage nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass im Basiselement (5) mehrere, vorzugsweise acht, vorzugsweise regelmäßig, voneinander
beabstandete Bohrungen (8) ausgebildet sind, an denen jeweils ein Tragarm (6) über
eine Befestigungsvorrichtung (9) befestigbar ist.
5. Abstützauflage nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungsvorrichtung (9) einen Gleitschuh (10) aufweist, der in einer Verschiebebahn
(11) im Tragarm (6) angeordnet und begrenzt verschiebbar ist.
6. Abstützauflage nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein, vorzugsweise jeder, Abstützfuß (7) längenverstellbar ist.
7. Demontagevomchtung (12) zum Demontieren einer Injektordüse (4) aus einem Motorgehäuse
(3), mit einer Abstützauflage (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 6 und einer an der
Injektordüse (4) ansetzbaren Ausziehvorrichtung (2).
8. Demontagevorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass im Basiselement (5) der Abstützauflage (1) eine, vorzugsweise zentrale, Durchtrittsöffnung
(13) für die Ausziehvorrichtung (2) ausgebildet ist.
9. Demontagevorrichtung, insbesondere nach Anspruch 8, zum Demontieren einer injektordüse
(4) aus einem Motorgehäuse (3), mit einer Ausziehvorrichtung (2) für die Injektordüse
(4) und einer Abstützauflage (1) zum geführten Ansetzen der Ausziehvorrichtung (2)
an der im Motorgehäuse (3) angeordneten Injektordüse (4), wobei die Abstützauflage
(1) ein Basiselement (5) und mit dem Basiselement (5) verbindbare Abstützfüßen (7),
über die die Abstützauflage (1) am Motorgehäuse (3) abstützbar ist, aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausziehvorrichtung (2) über eine eine Durchtrittsöffnung (14) für die Ausziehvorrichtung
(2) aufweisende Positioniervorrichtung (15) am Basiselement (5) geführt ist, wobei
die Positioniervorrichtung (15) einen konvex-kugelförmigen Oberflächenbereich (16)
aufweist, über den die Positioniervorrichtung (15) verschiebbar am Basiselement (5)
anlegbar ist.
10. Demontagevorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Basiselement (5) ein um die Durchtrittsöffnung (14) angeordnetes Ringelement
(17) aufweist, an dem die Positioniervorrichtung (15) anlegbar ist.
11. Demontagevorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Ringelement (17) einen konkav-kugelförmigen Oberflächenbereich (18) aufweist
und der konkav-kugelförmige Oberflächenbereich (18) des Ringelements (17) und der
konvex-kugelförmige Oberflächenbereich (16) der Positionsvorrichtung (15) aneinander
anliegend zueinander verschiebbar sind.
12. Demontagevorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der konkav-kugelförmige Oberflächenbereich (18) des Ringelements (17) und der konvex-kugelförmige
Oberflächenbereich (16) der Positionsvorrichtung (15) denselben Radius aufweisen.