[0001] Die Erfindung betrifft ein Getriebe für einen Treibstangenbeschlag eines Fensters,
einer Tür oder dergleichen, mit einem Betätigungselement zum Antrieb einer Treibstange,
sowie einem linear quer zur Treibstangenbewegungsrichtung bewegbaren Sperrelement,
das in einer Verriegelungsstellung des Getriebes mit einer Sperrkontur derart zusammenwirkt,
dass eine Treibstangenbewegung verhindert wird.
[0002] Ein Treibstangenbeschlag soll üblicherweise nur mittels eines im Getriebe vorgesehenen
Betätigungselements aus einer Verriegelungsstellung in eine Öffnungsstellung bewegt
werden können. Das Betätigungselement kann z.B. eine mittels eines Handgriffs drehbare
Nuss oder ein Zahnrad sein. Durch direkten Zugriff zur Treibstange oder einem daran
befestigten Verriegelungselement kann ein Treibstangenbeschlag aber häufig durch Unbefugte
aus der Verriegelungsstellung in die Öffnungsstellung gebracht werden, falls keine
ihn in der Verriegelungsstellung sichernde Sperrvorrichtung vorhanden ist. Eine Einbruchsicherung
ist somit häufig nicht gegeben. Dies gestaltet sich besonders problematisch bei Fenstern,
Türen oder dergleichen, die nach außen öffnende Flügel aufweisen, wie dies häufig
in skandinavischen Ländern der Fall ist.
[0003] Aus der
DE 92 10 980 U1 ist ein Betätigungsgetriebe für einen Treibstangen-beschlag mit Sperrvorrichtung
gegen unbefugtes Öffnen bekannt, mit einem Getriebegehäuse, einem darin verschiebbar
gelagerten Kupplungsschieber, der mit einer Treibstange verbunden oder einstückig
ausgebildet ist, und einem im Getriebegehäuse drehbar gelagerten Betätigungselement,
welches mit dem Kupplungsschieber durch Kupplungsmittel derart verbunden ist, dass
durch Drehen des Betätigungselements zwischen zwei Einstellungen der Kupplungsschieber
zusammen mit der Treibstange zwischen einer Schließstellung und einer Öffnungsstellung
verschiebbar ist. Im Getriebegehäuse ist ein federbelastetes bewegliches Sperrglied
vorgesehen, das bei in Schließstellung befindlicher Treibstange mit einem Anschlag
des Kupplungsschiebers oder der Treibstange zusammenwirkt und diese in der Schließstellung
blockiert. Die Kupplungsmittel sind derart mit Spiel ausgebildet, dass zwischen dem
Beginn der Drehung des Betätigungselements aus seiner Endstellung heraus und dem Beginn
der Verschiebung des Kupplungsschiebers aus der Schließlage heraus ein Leerlaufweg
des Betätigungselements liegt. Am Betätigungselement ist ein an dem Sperrglied angreifendes
Ausrückelement vorgesehen, das während des Leerlaufweges des Betätigungselements das
Sperrglied entgegen der Federkraft in eine die Verschiebung des Kupplungsschiebers
und der Treibstange freigebende Ausrückstellung bewegt.
[0004] Bei dem bekannten Betätigungsgetriebe ist das Sperrglied als im Wesentlichen flacher
Sperrhebel ausgebildet, der schwenkbar im Gehäuse angeordnet ist. Aufgrund der Ausgestaltung
und Anordnung des Sperrhebels ist nicht auszuschließen, dass dieser sich bei entsprechender
Kraftaufwendung verbiegt oder aus der Verriegelungsstellung springt.
[0005] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es deshalb, ein Betätigungsgetriebe bereit
zu stellen, das diese Nachteile vermeidet.
[0006] Gelöst wird diese Aufgabe erfindungsgemäß durch ein Getriebe für einen Treibstangenbeschlag
eines Fensters, einer Tür oder dergleichen, mit einem Betätigungselement zum Antrieb
einer Treibstange des Getriebes, sowie einem linear quer zur Treibstangenbewegungsrichtung
bewegbaren Sperrelement, das in einer Verriegelungsstellung des Getriebes mit einer
Sperrkontur der Treibstange derart zusammenwirkt, dass eine Treibstangenbewegung verhindert
wird, wobei ein mittels des Betätigungselements bei einer Bewegung aus der Verriegelungsstellung
heraus bewegbares Löseelement vorgesehen ist, das einen Entsperrabschnitt aufweist,
mit dem das Sperrelement in eine Freigabestellung verbringbar ist. Dadurch, dass das
Sperrelement ausschließlich eine Bewegung linear quer zur Treibstangenbewegungsrichtung
ausführen kann, kann das Sperrelement klein bauend sein und muss nur geringste Wege
zwischen einer Sperrstellung und einer Öffnungsstellung zurück legen.
[0007] Dabei ist das Sperrelement linear quer zur Bewegungs-richtung der Treibstange bzw.
zur Längsrichtung der Treibstange bewegbar. Es steht somit nicht zu befürchten, dass
das Sperrelement aus der Verriegelungsstellung unbeabsichtigt ausgeschwenkt wird.
Weiterhin kann das Sperrelement relativ massiv ausgebildet werden, um so eine zuverlässige
Rückdrucksicherung auszugestalten.
[0008] Das Getriebe weist vorzugsweise ein Gehäuse auf, in dem die beweglichen Teile des
Getriebes gelagert sind. Besondere Vorteile ergeben sich, wenn das Sperrelement an
einer Gehäusekontur geführt ist. Insbesondere kann die Gehäusekontur als Sackloch
ausgebildet sein, in dem das Sperrelement verlagerbar ist. Somit kann sich das Sperrelement
an der Wandung des Sackloches abstützen, wodurch sich eine sehr stabile Rückdrucksicherung
ergibt.
[0009] Weitere Vorteile ergeben sich, wenn sich das Sperrelement über ein Federelement am
Gehäuse abstützt. Insbesondere kann sich das Sperrelement über das Federelement am
Boden des Sackloches abstützen. Wenn demnach die Treibstange über das Betätigungselement
in eine Verriegelungsstellung verlagert wird, kann das federbeaufschlagte Sperrelement
selbsttätig in eine Wirkverbindung mit der Sperrkontur gelangen. Somit wird eine zuverlässige
Funktionsweise der Rückdrucksicherung sichergestellt.
[0010] Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung kann die Sperrkontur an der Treibstange
ausgebildet sein. Grundsätzlich ist es denkbar, dass an der Treibstange als Sperrkontur
ein Vorsprung vorgesehen ist, der in einer Verriegelungsstellung durch das Sperrelement
hintergriffen wird. Einfacher zu realisieren ist jedoch eine Ausnehmung an der Treibstange,
in die das Sperrelement in der Verriegelungsstellung eingreifen kann. Eine besonders
zuverlässige Rückdrucksicherung ergibt sich, wenn an der Treibstange zwei, insbesondere
gegenüber liegende Ausnehmungen vorgesehen sind, in die das Sperrelement in einer
Verriegelungsstellung eingreifen kann.
[0011] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung kann das Sperrelement eine
Auflauffläche für den Entsperrabschnitt aufweisen.
[0012] Dadurch kann sichergestellt werden, dass das Sperrelement bei relativ geringem Kraftaufwand
in eine Entsperrstellung verlagert werden kann. Die Auflauffläche kann beispielsweise
eine Schräge sein oder im Wesentlichen kalottenförmig ausgebildet sein.
[0013] Besondere Vorteile ergeben sich, wenn das Löseelement in Treibstangenlängsrichtung
relativ zur Treibstange begrenzt beweglich ist. Somit kann zu Beginn einer Drehung
des Betätigungselements zunächst das Löseelement relativ zur Treibstange bewegt werden,
wodurch der Entsperrabschnitt mit dem Sperrelement zusammenwirken kann und dieses
außer Eingriff mit der Sperrkontur bringen kann. Erst bei einer weiteren Bewegung
des Betätigungselements kann dann die Treibstange, nachdem diese entsperrt wurde,
bewegt werden.
[0014] Vorteilhafterweise ist das Löseelement an der Treibstange geführt. Insbesondere kann
die Treibstange ein Langloch aufweisen, in dem das Löseelement zumindest teilweise
angeordnet ist. Das Löseelement kann innerhalb des Langloches relativ zur Treibstange
begrenzt verlagert werden. Wenn das Löseelement an einem der Enden des Langloches
anschlägt, kann über das Löseelement auch die Treibstange verlagert werden. Vorzugsweise
wirkt daher das Löseelement mit dem Betätigungselement zusammen und dient außer zur
Entsperrung des Sperrelements zur Verlagerung der Treibstange. Das Löseelement kann
demnach ein Kupplungselement, welches zwischen Betätigungselement und Treibstange
angeordnet ist, darstellen.
[0015] Wenn an dem Sperrelement ein Rastvorsprung vorgesehen ist, der in eine entsprechende
Ausnehmung des Löseelements greifen kann, so kann einem Benutzer durch das Einrasten
angezeigt werden, dass sich das Betätigungselement und somit der gesamte Treibstangenbeschlag
in einer Verriegelungsstellung befindet. Durch den Rastvorsprung, der in eine Ausnehmung
des Löseelements eingreift, kann somit die Schaltstellung des Getriebes für einen
Benutzer spürbar gemacht werden. Dadurch, dass Rastfunktion und Sperrfunktion durch
das Sperrelement realisiert werden, ist nur ein Bauteil für beide Funktionen notwendig.
[0016] Dabei kann der Rastvorsprung als Auflauffläche ausgebildet sein. Der Rastvorsprung
kann somit die Auflauffläche darstellen, mit der der Entsperrabschnitt zusammenwirkt.
Somit kann der Rastvorsprung eine Doppelfunktion ausführen. Die Auflauffläche kann
dabei beispielsweise als Oberfläche einer Kalotte ausgebildet sein. Weiterhin kann
der Rastvorsprung keilförmig ausgebildet sein, so dass sich als Auflauffläche eine
Schräge ergibt.
[0017] Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform kann eine zweite an der Treibstange
vorgesehene, von der ersten Ausnehmung in Längsrichtung der Treibstange beabstandete
Ausnehmung vorgesehen sein, mit der der Rastvorsprung zusammenwirkt. Somit kann bei
einer anderen Stellung des Treibstangenbeschlags dem Benutzer eine zweite Funktionsstellung
durch Einrasten des Rastvorsprungs in die Ausnehmung angezeigt werden. Eine solche
Schaltstellung kann beispielsweise einer Öffnungs-stellung des Treibstangenbeschlags
entsprechen. Grundsätzlich ist es denkbar, an der Treibstange weitere Ausnehmungen
vorzusehen, die mit dem Rastvorsprung zusammenwirken. Beispielsweise könnte mit einer
weiteren Schaltstellung eine Kippöffnungsstellung des Treibstangenbeschlags für einen
Benutzer angezeigt werden.
[0018] Im Bereich der zweiten Ausnehmung kann eine Sperrelementaufnahme vorgesehen sein.
Diese Sperrelementaufnahme dient jedoch nicht zur sperrenden Aufnahme des Sperrelements
sondern stellt einen Freiraum dar, so dass der Rastvorsprung in die zweite Ausnehmung
eingreifen kann. Die Ausnehmung ist dabei so groß bemessen, dass keine Sperrwirkung
erfolgt und das Sperrelement bei einer Bewegung der Treibstange aus der Raststellung
verlagert werden kann. Vorzugsweise erstreckt sich die Ausnehmung symmetrisch in zwei
Richtungen relativ zur zweiten Ausnehmung, so dass die Treibstange in beide Richtungen
bewegt werden kann, ohne dass sie durch das Sperrelement blockiert wird. Denkbar ist
auch eine unsymmetrische Ausführung, um in eine Richtung zu sperren und in eine andere
Richtung eine Bewegung zuzulassen, um beispielsweise den Hub des Getriebes zu begrenzen.
[0019] In den Rahmen der Erfindung fällt außerdem ein Fenster, eine Tür oder dergleichen
mit einem erfindungsgemäßen Getriebe.
[0020] Weitere Merkmale und Vorteile der durch die Patentansprüche definierten Erfindung
ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen der Erfindung,
anhand der Figuren der Zeichnung, und aus den Ansprüchen.
[0021] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine perspektivische Ansicht eines Getriebes mit offenem Gehäuse;
- Fig. 2a
- eine Schnittdarstellung durch das erfindungsgemäße Getriebe, wobei sich der Treibstangenbeschlag
in einer Öffnungsstellung befindet;
- Fig. 2b
- eine der Fig. 2a entsprechende Schnittdarstellung, wobei sich der Treibstangenbeschlag
in einer Verriegelungsstellung befindet und die Rückdrucksicherung aktiviert ist;
- Fig. 2c
- eine weitere Schnittdarstellung, wobei der Treibstangenbeschlag in einer Verriegelungsstellung
ist, die Rückdrucksicherung jedoch deaktiviert ist;
- Fig. 3
- eine perspektivische Darstellung eines Sperrelements;
- Fig. 4a
- eine Ansicht von unten auf eine Treibstange, wobei die Rückdrucksicherung aktiv ist;
- Fig. 4b
- eine der Fig. 4a entsprechende Darstellung, wobei die Rückdrucksicherung deaktiviert
ist.
[0022] Figur 1 zeigt ein Getriebe 1 eines Treibstangenbeschlags 2. Das Getriebe 1 weist
ein Betätigungselement 3 auf, welches einen Innenvierkant 4 aufweist, in den ein Handgriff
eingesteckt werden kann. Das Betätigungselement 3 ist als Zahnrad ausgebildet. Es
wirkt mit einem Löseelement 5 zusammen, welches in einem Schlitz einer Treibstange
6 angeordnet ist. Ein Sperrelement 7 stützt sich über ein Federelement 8 in dem Gehäuse
ab. Dabei ist das Sperrelement 7 teilweise in einem Sackloch des Gehäuses angeordnet
und geführt. Das Federelement 8 stützt sich am Ende des Sachloches ab. Das Sperrelement
7 ist demnach linear quer, insbesondere senkrecht zur Längsrichtung der Treibstange
6 bzw. zur Bewegungsrichtung der Treibstange 6 verlagerbar. An der Treibstange 6 ist
als Sperrkontur eine Ausnehmung 9 vorgesehen, mit der das Sperrelement 7 in einer
Verriegelungsstellung des Treibstangenbeschlags 2 zusammenwirkt. Weiterhin ist in
der Figur 1 zu erkennen, dass die
[0023] Treibstange 6 eine Ausnehmung 10 aufweist, die mit einem Rastelement zusammenwirken
kann. Im Bereich der Ausnehmung 10 ist eine weitere eine Sperrelementaufnahme 11 bildende
Ausnehmung zu erkennen, die es dem Sperrelement 7 erlaubt, linear quer zur Treibstangenlängsrichtung
bewegt zu werden, wenn es mit dem an dem Sperrelement 7 angeordneten Rastvorsprung
mit der Ausnehmung 10 zusammenwirkt.
[0024] In der Figur 2a ist der Treibstangenbeschlag 2 in einer Offenstellung gezeigt. Dies
bedeutet, dass in der gezeigten Darstellung das Betätigungselement 3 aus einer Endstellung
heraus entgegen dem Uhrzeigersinn verdreht wurde. Dadurch wurde das Löseelement 5,
welches auch als Kupplungselement mit der Treibstange 6 dient, vollständig in seine
rechte Position verlagert, so dass das Ende 21 des Löseelements 5, welches zumindest
teilweise als Zahnstange ausgebildet ist, mit einem Ende 22 des Schlitzes bzw. Langlochs
der Treibstange 6 zusammenwirkt bzw. daran anschlägt. Dies bedeutet, dass die Treibstange
6 durch Betätigung des Betätigungselements 3 über das Löseelement 5 in die Offenstellung
nach rechts verstellt wurde. In dieser Position befindet sich die Rastausnehmung der
Treibstange 6 über dem Sperrelement 7, so dass ein Rastvorsprung 23 des Sperrelements
7 in der Öffnung 10 liegt.
Dadurch wird einem Benutzer eine Offenstellung des Treibstangenbeschlags 2 angezeigt.
Um die Treibstange 6 aus dieser Stellung herauszubewegen, muss zunächst eine genügend
große Kraft aufgewendet werden, um das Sperrelement 7 entgegen der Federkraft des
Federelements 8 zu verdrängen.
[0025] Die Figur 2b zeigt den Treibstangenbeschlag 2 in einer Geschlossenstellung bzw. Verriegelungsstellung,
wobei die Rückdrucksicherung aktiv ist. Es ist zu erkennen, dass das Betätigungselement
3 vollständig im Uhrzeigersinn verschwenkt wurde, bis es die in der Figur 2b gezeigte
[0026] Endlage erreicht hat. Weiterhin ist zu erkennen, dass das Löseelement 5 durch das
Betätigungselement 3 relativ zur Treibstange 6 in eine linke Endposition verlagert
wurde, in der das linke Ende 24 des Löseelements 5 mit einem Anschlag 25 der Treibstange
6 zusammenwirkt. Die Treibstange 6 wurde demnach über das Betätigungselement 3 und
das Löseelement 5 in eine linke Endlage verlagert. Nun liegt der Rastvorsprung 23
des Sperrelements 7 in einer Rastausnehmung 26 des Löseelements 5. Somit wird einem
Benutzer angezeigt, dass sich der Treibstangenbeschlag 2 in einer Verriegelungsstellung
befindet. Gleichzeitig greifen Vorsprünge des Sperrelements 7 in die Ausnehmung 9
der Treibstange 6. Dies bedeutet, dass die Treibstange 6 nicht durch externe Krafteinwirkung
auf die Treibstange 6 oder ein Schließelement, welches an der Treibstange 6 angeordnet
ist, verlagert werden kann. Die Rückdrucksicherung ist demnach aktiv.
[0027] Die Figur 2c zeigt das Deaktivieren der Rückdrucksicherung. Dabei wird das Betätigungselement
3 ein Stück weit entgegen dem Uhrzeigersinn bewegt. Dadurch wird das Löseelement 5
relativ zur Treibstange 6 in seine rechte Endlage bezüglich der Treibstange 6 verlagert.
Ein Entsperrabschnitt 27, der unten bündig mit der Treibstange 6 verläuft, bewegt
sich über den Rastvorsprung 23, dessen Oberfläche hier eine Auflauffläche darstellt.
Dadurch wird das Sperrelement 7 entgegen der Federkraft des Federelements 8 linear
quer zur Treibstangenbewegungsrichtung verlagert. Die Vorsprünge des Sperrelements
7 geraten außer Eingriff mit der Ausnehmung 9 der Treibstange 6, so dass die Treibstange
6 nun für eine Bewegung freigegeben ist. Ein weiteres Drehen des Betätigungselements
3 entgegen dem Uhrzeigersinn kann nun eine Verlagerung der Treibstange 6 nach rechts
bewirken.
[0028] Die Figur 3 zeigt das Sperrelement 7 in einer perspektivischen Darstellung. Es ist
zu erkennen, dass das Sperrelement 7 eine kalottenförmige Erhebung aufweist, die den
Rastvorsprung 23 darstellt. An der Seite sind Erhebungen oder Vorsprünge 30, 31 zu
erkennen, die in die Ausnehmung 9 der Treibstange 6 eingreifen können, um somit die
Treibstange 6 zu sperren. Wenn demnach die Vorsprünge 30, 31 in der Ausnehmung 9 liegen,
ist die Rückdrucksicherung aktiv. An der Unterseite des Sperrelements 7 ist eine weitere
kalottenförmige Erhebung 32 zu erkennen. Diese dient zur Fixierung der Lage des Federelements
8.
[0029] Die Figur 4a zeigt eine Ansicht von unten auf die Treibstange 6. Durch die Treibstange
6 hindurch ist das Löseelement 5 zu erkennen, welches sich in der Stellung gemäß der
Figur 2b befindet. Die Rückdrucksicherung ist also aktiv. Die Rastausnehmung 26 befindet
sich im Bereich der Ausnehmung 9 der Treibstange 6. Die Ausnehmung 9 kann auf besonders
einfache Art und Weise mittels Stanzen hergestellt werden. Grundsätzlich sind jedoch
auch andere Formen für eine Sperrkontur an der Treibstange denkbar. Es ist beispielsweise
auch denkbar, ein zusätzliches Element an der Treibstange 6 zu befestigen, um dadurch
eine Sperrkontur zu realisieren.
[0030] Die Treibstange 6 weist weiterhin die Ausnehmung 10 auf. Im Bereich der Ausnehmung
10 ist die Sperrelementaufnahme 11 zu erkennen. Die Sperrelementaufnahme 11 ist länger
als die Ausnehmung 9. Dies deshalb, um ein Blockieren der Treibstange 6 zu verhindern,
wenn sich der Rastvorsprung 23 in der Ausnehmung 10 befindet. Wenn somit die Treibstange
6 bewegt wird, wird der Rastvorsprung 23 durch die Treibstange 6 selbst nach unten
verlagert bzw. verdrängt, ohne dass dabei das Sperrelement 7 an den Enden der Sperrelementaufnahme
11 anschlägt. Die Sperrelementaufnahme 11 erstreckt sich zu beiden Seiten der Ausnehmung
10 symmetrisch, um ein Bewegen der Treibstange 6 in beide Richtungen zu ermöglichen.
[0031] Die Figur 4b entspricht im Wesentlichen der Figur 4a mit dem Unterschied, dass sich
das Löseelement 5 in der in der Figur 2c gezeigten Stellung befindet. Der Entsperrabschnitt
27 wurde somit über den Rastvorsprung 23 geschoben und das Sperrelement 7 konnte dadurch
entgegen der Federkraft verdrängt werden.
1. Getriebe (1) für einen Treibstangenbeschlag (2) eines Fensters, einer Tür oder dergleichen,
mit einem Betätigungselement (3) zum Antrieb einer Treibstange (6) des Getriebes,
sowie einem linear quer zur Treibstangenbewegungsrichtung bewegbaren Sperrelement
(7), das in einer Verriegelungsstellung des Getriebes (1) mit einer Sperrkontur der
Treibstange (6) derart zusammenwirkt, dass eine Treibstangenbewegung verhindert wird,
wobei ein mittels des Betätigungselements (3) bei einer Bewegung aus der Verriegelungsstellung
heraus bewegbares Löseelement (5) vorgesehen ist, das einen Entsperrabschnitt (27)
aufweist, mit dem das Sperrelement (7) in eine Freigabestellung verbringbar ist.
2. Getriebe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Sperrelement (7) an einer Gehäusekontur geführt ist.
3. Getriebe nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass sich das Sperrelement (7) über ein Federelement (8) am Gehäuse abstützt.
4. Getriebe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Sperrkontur an der Treibstange (6) ausgebildet ist.
5. Getriebe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Sperrelement (7) eine Auflauffläche für den Entsperrabschnitt (27) aufweist.
6. Getriebe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Löseelement (5) in Treibstangenlängsrichtung relativ zur Treibstange (6) begrenzt
beweglich ist.
7. Getriebe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Löseelement (5) an der Treibstange (6) geführt ist.
8. Getriebe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Sperrelement (7) ein Rastvorsprung (23) vorgesehen ist, der in einer Verriegelungsstellung
in eine entsprechende Ausnehmung (26) des Löseelements (5) greift.
9. Getriebe nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Rastvorsprung (23) die Auflauffläche ausbildet.
10. Getriebe nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass eine zweite an der Treibstange (6) vorgesehene Ausnehmung (10) vorgesehen ist, mit
der der Rastvorsprung (23) zusammenwirkt.
11. Getriebe nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich der zweiten Ausnehmung (10) eine Sperrelementaufnahme (11) vorgesehen
ist.
12. Fenster, Tür oder dergleichen mit einem Getriebe nach einem der vorhergehenden Ansprüche.
1. Mechanism (1) for a connecting rod fitting (2) of a window, door or the like, having
an actuation element (3) for driving a connecting rod (6) of the mechanism and a locking
element (7) which can be moved in a linear manner transversely relative to the connecting
rod movement direction and which in a locking position of the mechanism (1) cooperates
with a locking contour of the connecting rod (6) in such a manner that a connecting
rod movement is prevented, wherein there is provided a release element (5) which can
be moved by means of the actuation element (3) during a movement out of the locking
position and which has an unlocking portion (27) with which the locking element (7)
can be moved into a release position.
2. Mechanism according to claim 1, characterised in that the locking element (7) is guided on a housing contour.
3. Mechanism according to claim 1 or claim 2, characterised in that the locking element (7) is supported on the housing by means of a resilient element
(8).
4. Mechanism according to any one of the preceding claims, characterised in that the locking contour is formed on the connecting rod (6).
5. Mechanism according to any one of the preceding claims, characterised in that the locking element (7) has a leading face for the unlocking portion (27).
6. Mechanism according to any one of the preceding claims, characterised in that the release element (5) can be moved in a limited manner relative to the connecting
rod (6) in the connecting rod longitudinal direction.
7. Mechanism according to any one of the preceding claims, characterised in that the release element (5) is guided on the connecting rod (6).
8. Mechanism according to any one of the preceding claims, characterised in that there is provided on the locking element (7) a catch projection (23) which in a locking
position engages in a corresponding recess (26) of the release element (5).
9. Mechanism according to claim 8, characterised in that the catch projection (23) forms the leading face.
10. Mechanism according to claim 8 or claim 9, characterised in that there is provided a second recess (10) which is provided on the connecting rod (6)
and with which the catch projection (23) cooperates.
11. Mechanism according to claim 10, characterised in that a locking element receiving member (11) is provided in the region of the second recess
(10).
12. Window, door or the like having a mechanism according to any one of the preceding
claims.
1. Transmission (1) dévolue à une crémone (2) de fenêtre, de porte ou d'objet similaire,
comprenant un élément d'actionnement (3) affecté à l'entraînement d'une tige de manoeuvre
(6) de ladite transmission, ainsi qu'un élément de blocage (7) doué de mobilité linéaire,
transversalement par rapport à la direction de mouvement de ladite tige de manoeuvre,
et coopérant avec un profil de blocage de ladite tige de manoeuvre (6) dans une position
de verrouillage de la transmission (1), de manière à empêcher un mouvement de ladite
tige de manoeuvre, sachant qu'il est prévu un élément de libération (5) qui peut être
mû au moyen dudit élément d'actionnement (3), lors d'un mouvement faisant quitter
la position de verrouillage, et est doté d'une zone de déblocage (27) par laquelle
ledit élément de blocage (7) peut être amené à une position de dégagement.
2. Transmission selon la revendication 1, caractérisée par le fait que l'élément de blocage (7) est guidé sur un profil de boîtier.
3. Transmission selon la revendication 1 ou 2, caractérisée par le fait que l'élément de blocage (7) est en appui sur le boîtier par l'intermédiaire d'un élément
élastique (8).
4. Transmission selon l'une des revendications précédentes, caractérisée par le fait que le profil de blocage est ménagé sur la tige de manoeuvre (6).
5. Transmission selon l'une des revendications précédentes, caractérisée par le fait que l'élément de blocage (7) est pourvu d'une surface formant rampe d'ascension, dédiée
à la zone de déblocage (27).
6. Transmission selon l'une des revendications précédentes, caractérisée par le fait que l'élément de libération (5) est doué de mobilité limitée par rapport à la tige de
manoeuvre (6) dans la direction longitudinale de ladite tige de manoeuvre.
7. Transmission selon l'une des revendications précédentes, caractérisée par le fait que l'élément de libération (5) est guidé sur la tige de manoeuvre (6).
8. Transmission selon l'une des revendications précédentes, caractérisée par le fait qu'une saillie encliquetable (23) prévue sur l'élément de blocage (7) pénètre, dans une
position de verrouillage, dans un évidement correspondant (26) de l'élément de libération
(5).
9. Transmission selon la revendication 8, caractérisée par le fait que la saillie encliquetable (23) matérialise la surface formant rampe d'ascension.
10. Transmission selon la revendication 8 ou 9, caractérisée par le fait qu'un second évidement (10), avec lequel la saillie encliquetable (23) coopère, est prévu
sur la tige de manoeuvre (6).
11. Transmission selon la revendication 10, caractérisée par le fait qu'un logement (11) de l'élément de blocage est prévu dans la région du second évidement
(10).
12. Fenêtre, porte ou objet similaire équipé(e) d'une transmission conforme à l'une des
revendications précédentes.