[0001] Die Erfindung betrifft eine Dunstabzugshaube mit Auszugsschirm.
[0002] Bei einigen Arten von Dunstabzugshaube, beispielsweise bei so genannten Flachschirmhauben,
ist ein gegenüber dem Dunstabzugsgehäuse der Dunstabzugshaube verschiebbarer Auszugsschirm
vorgesehen. Durch Verschieben des Auszugsschirms, der im Folgenden auch als Schublade
bezeichnet wird, und insbesondere durch ein nach vorne Herausziehen des Auszugsschirms
kann die Fläche, über die Dünste und Wrasen in das Dunstabzugsgehäuse eingesaugt werden
kann, vergrößert werden. Auch bei anderen Arten von Dunstabzugshauben, wie beispielsweise
bei sogenannten Auszugsessen, liegt ein Auszugsschirm in Form eines Korpus vor. Dieser
kann bei Auszugsessen gegenüber dem Kamin als Dunstabzugsgehäuse verschoben und insbesondere
nach vorne verschoben werden. Auch hierbei wird die Ansaugfläche vergrößert.
[0003] Auszugsschirme in Dunstabzugshauben, insbesondere in Flachschirmhauben, werden im
Allgemeinen in Teleskopschienen beziehungsweise Rollschienen geführt. Um den Auszugsschirm
gegenüber dem Dunstabzugsgehäuse in den Schienen zu verschieben ist es bekannt, dass
dieser manuell bewegt wird. In der
DE 198 25 324 A1 ist zudem eine Dunstabzugshaube beschrieben, bei der der Auszugsschirm über eine
hinter dem Auszugsschirm angeordnete Spiralfeder bewegt wird. Hierdurch kann die Handhabung
für den Benutzer zwar gegenüber einer rein manuellen Betätigung verbessert werden.
Allerdings sind die Betätigungs- oder Bewegungskräfte, die der Benutzer insbesondere
im Endbereich vor dem vollständigen Einfahren des Auszugsschirms aufbringen muss hoch.
Weiterhin sind diverse motorisch betriebene Verschiebesysteme, die auch als Öffnungssysteme
bezeichnet werden, bekannt. Hierbei wird der Auszugsschirm motorisch in die Betriebsstellung
gebracht, das heißt ausgezogen oder eingefahren.
[0004] Ein Nachteil der manuell betätigten Systeme besteht darin, dass der Benutzer den
zum Teil schweren Auszugsschirm von Hand bewegen muss und damit hohe Kräfte aufbringen
muss. Motorisch angetriebene Systeme haben hingegen den Nachteil dass diese einen
komplexen Aufbau aufweisen, einer regelmäßigen Wartung unterliegen müssen und teuer
in der Herstellung und im Betrieb sind.
[0005] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher eine Dunstabzugshaube zu schaffen,
an der der Auszugsschirm auf leicht verfahren werden kann und der Aufbau der Dunstabzugshaube
dennoch einfach ist.
[0006] Der Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, dass diese Aufgabe gelöst werden kann,
indem ein geeignetes Federelement zur Unterstützung der Bewegung des Auszugsschirms
verwendet wird.
[0007] Die Aufgabe wird daher gelöst durch eine Dunstabzugshaube, die ein Dunstabzugsgehäuse
und einen gegenüber dem Dunstabzugsgehäuse verschiebbaren Auszugsschirm aufweist.
Die Dunstabzugshaube ist dadurch gekennzeichnet, dass die Dunstabzugshaube mindestens
eine Rollfeder zur Unterstützung des Verschiebens des Auszugsschirms aufweist, deren
Federkraft in Richtung der Rolle der Rollfeder weist.
[0008] Als Dunstabzugshaube wird im Sinne der Erfindung vorzugsweise eine Flachschirmhaube
bezeichnet. Aber auch andere Dunstabzugshauben mit verschiebbarem Auszugsschirm, wie
beispielsweise Auszugessen werden als erfindungsgemäße Dunstabzugshaube verstanden.
Das Dunstabzugsgehäuse bezeichnet erfindungsgemäß das Gehäuse, in dem vorzugsweise
das Gebläse oder der Lüfter der Dunstabzugshaube aufgenommen ist. Der Auszugsschirm,
der auch als Auszugsschublade oder Schublade bezeichnet wird, weist vorzugsweise zumindest
eine Einlassöffnung für den Einlass von Dünsten und Wrasen auf. In dem Auszugsschirm
ist vorzugsweise wenigstens ein Filterelement vorgesehen. Zudem ist der Auszugsschirm
vorzugsweise so mit dem Dunstabzugsgehäuse verbunden, dass im ausgefahrenen Zustand
des Auszugsschirms Luft, die an den oder in den Auszugsschirm strömt, in das Innere
des Dunstabzugsgehäuses geleitet werden kann. Vorzugsweise ist der Auszugsschirm horizontal
verschiebbar. Es liegt aber auch im Rahmen der Erfindung, dass der Auszugsschirm in
einer von der Horizontalen abweichenden Richtung verschoben wird.
[0009] Der gegenüber dem Dunstabzugsgehäuse ausgefahrene oder ausgezogene Zustand des Auszugsschirms
wird im Folgenden auch als Betriebsposition bezeichnet. Der an dem oder in das Dunstabzugsgehäuse
eingefahrene oder eingezogene Zustand des Auszugsschirms wird im Folgenden auch als
Ruheposition bezeichnet. Die Bewegung zwischen der Ruheposition und der Betriebsposition
und umgekehrt wird als Verschieben oder Verfahren bezeichnet. Der Abstand, um den
der Auszugsschirm hierbei verschoben wird, wird als Verfahrweg oder Verschiebeweg
bezeichnet.
[0010] Erfindungsgemäß weist die Dunstabzugshaube mindestens eine Rollfeder zur Unterstützung
des Verschiebens des Auszugsschirms auf, deren Federkraft in Richtung der Rolle der
Rollfeder weist.
[0011] Als Rollfeder wird ein Federelement oder eine Feder bezeichnet, die eine Spezialform
einer Spiralfeder ist und keinen Windungsabstand aufweist. Im entspannten Zustand
liegen somit die Windungen des Federelementes unmittelbar aneinander an. Eines der
Enden, das im Folgenden auch als freies Ende bezeichnet wird, erstreckt sich vorzugsweise
tangential an der Rolle, in der die Windungen des Federelementes aufgerollt sind.
Die Federkraft der Rollfeder hält die Feder über deren gesamten Länge, abzüglich des
freien Endes in dem aufgerollten Zustand, das heißt ist von dem freien Ende auf die
Rolle der Rollfeder gerichtet. Erfindungsgemäß ist in der Dunstabzugshaube mindestens
eine Rollfeder vorgesehen. Es liegt aber auch im Rahme der Erfindung mehrere Rollfedern
vorzusehen. Aus Gründen der Klarheit, wird im Folgenden im Wesentlichen auf eine Rollfeder
Bezug genommen. Die Ausführungen gelten aber - soweit anwendbar - auch jeweils entsprechend
für mehrere Rollfedern, ohne dass dies erwähnt wird.
[0012] Das Unterstützen des Verschiebens des Auszugsschirms, das durch die Rollfeder bewirkt
wird, erfolgt vorzugsweise in einer Verschieberichtung durch die Federkraft der Rollfeder.
In der entgegen gesetzten Verschieberichtung erfolgt die Unterstützung des Verschiebens
indem die Rollfeder zumindest teilweise als Führung für den Auszugsschirm dient und
insbesondere ein Verkanten des Auszugsschirms verhindert wird. Zusätzlich zu der Rollfeder
können in der erfindungsgemäßen Dunstabzugshaube weitere Führungselemente, wie beispielsweise
Schienen oder Rollen vorgesehen sein, sind aber nicht zwingend erforderlich.
[0013] Die Rollfeder kann an der Achse der Rolle gelagert sein. Erfindungsgemäß ist es aber
auch möglich keine feste Lagerung der Rollfeder an der Achse vorzusehen, sondern die
Rolle mit deren äußeren Windung an einem Bauteil anzuordnen, so dass beim Abrollen
der Rolle die äußere Windung gegen das Bauteil gedrückt wird. Das Bauteil kann beispielsweise
ein Steg oder Keil sein.
[0014] Indem bei der erfindungsgemäßen Dunstabzugshaube eine Rollfeder als Federelement
verwendet wird, kann eine Reihe von Vorteilen erzielt werden. Zum einen können Rollfedern
eine konstante Federkennlinie aufweisen. Bei Verwendung einer solchen Rollfeder kann
eine konstante Betätigungskraft über die gesamte Länge des Verschiebeweges erzielt
werden. Hierdurch ist auch die Bewegungskraft, die zum entgegen gesetzten Bewegen
des Auszugsschirm notwendig ist, über den gesamten Verschiebeweg konstant. Insbesondere
für eine Bewegung aus den Endlagen, das heißt aus der Ruheposition oder Betriebsposition
des Auszugsschirms, sind bei Verwendung einer Rollfeder auch mit Federkennlinien,
die von einer konstanten Federkennlinie abweichen, keine großen Kräfte zu überwinden.
Zudem weist eine Rollfeder im entspannten Zustand eine geringe Größe auf, wodurch
nur ein geringer Bauraum in der Dunstabzugshaube für die Rollfeder bereitgestellt
werden muss. Schließlich ist eine Rollfeder robust, so dass auch Auszugsschirme mit
großem Gewicht mittels der Rollfeder oder der Rollfedern bewegt werden können.
[0015] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ist die Rollfeder so ausgerichtet, dass die
Achse der Rolle der Rollfeder senkrecht zu der Fläche des Auszugsschirms steht. Durch
diese Anordnung der Rollfeder ist die Höhe, die für die Unterbringung der Rollfeder
notwenig ist, gering. Zum anderen kann bei dieser Anordnung der Durchmesser der Rolle
groß sein, da dieser in der Horizontalen liegt und so auch bei geringer Höhe des Auszugsschirms
einfach in den Auszugsschirm oder in das Dunstabzugsgehäuse aufgenommen werden kann.
[0016] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ist die Rollfeder im ausgefahrenen Zustand
des Auszugsschirms, also der Betriebsposition des Auszugsschirms, entspannt. In der
Ruheposition hingegen ist die Rollfeder vorzugsweise gespannt. Hierdurch wird erreicht,
dass das Ausfahren des Auszugsschirms aufgrund der Rollfeder bei ausreichender Federkraft
vollständig selbsttätig erfolgen kann. Der Benutzer muss für diese Bewegung somit
keine zusätzliche Kraft aufbringen. Für das Einschieben des Auszugsschirms muss der
Benutzer lediglich der Federkraft entgegenwirken. Da diese bei einer Rollfeder über
den Federweg konstant sein kann, ist auch die vom Benutzer aufzubringende entgegen
gesetzte Kraft gering und insbesondere in der Endphase oder Anfangsphase des Einschiebens
müssen keine höheren oder nur geringfügig höhere Kräfte aufgebracht werden.
[0017] Gemäß einer Ausführungsform weist die Dunstabzugshaube zwei Rollfedern auf, die an
den Längskanten des Auszugschirms angeordnet sind. Als Längskanten werden hierbei
die Kanten verstanden, die in der Verschieberichtung des Auszugsschirms liegen. Als
Anordnung der Rollfedern an diesen Kanten, wird vorzugsweise eine Anordnung verstanden,
bei der der abgewickelte Bereich der Rollfeder, das heißt der sich tangential von
der Rolle erstreckende Teil innen oder außen an der Längskante des Auszugsschirms
anliegt oder in einem geringen Abstand zu der Längskante verläuft. Die Rolle der Rollfeder
ist insbesondere bei der Ausführungsform, bei der die Achse der Rolle senkrecht zu
der Fläche des Auszugsschirms liegt, so angeordnet, dass diese von der Längskante,
an der oder neben der der abgewickelte Bereich verläuft, weg weist. Somit kann ein
gradliniges Abwickeln der Rolle erfolgen.
[0018] Indem an jeder Längsseite des Auszugsschirms eine Rollfeder vorgesehen ist, kann
ein gradliniges Ausfahren des Auszugsschirms sicher gestellt werden, da beim Ausfahren
vorzugsweise die Federkraft auf den Auszugsschirm wirkt und diese Federkraft auf beiden
Seiten des Auszugsschirms anliegt. Zu diesem Zweck weisen die beiden Rollfedern an
den beiden Seiten des Auszugsschirms vorzugsweise mit der gleichen Federkraft auf.
Zudem bietet die Anordnung der Rollfedern an den Längskanten des Auszugsschirms den
Vorteil, dass das freie Ende der Rollfeder einfach mit der Rückseite des Auszugsschirm
oder der Vorderseite des Dunstabzugsgehäuses, insbesondere eines Rahmens des Dunstabzugsgehäuses
befestigt werden kann.
[0019] Gemäß einer Ausführungsform ist die Rollfeder in dem Dunstabzugsgehäuse, insbesondere
einem Rahmen des Dunstabzugsgehäuses angeordnet. Dabei ist zumindest die Rolle der
Rollfeder in dem Dunstabzugsgehäuse und insbesondere in dem Rahmen aufgenommen. Vorzugsweise
liegt bei abgerollter Rollfeder auch der abgerollte Bereich der Rollfeder in dem Rahmen.
Als Rahmen wird ein Teil des Dunstabzugsgehäuses bezeichnet, der an der Unterseite
der Dunstabzugshaube vorgesehen ist und in dem beispielsweise eine Ansaugöffnung mit
Filterelement angeordnet sein kann. Der Rahmen weist vorzugsweise eine nach vorne
offene U-Form auf. Die Rollfedern werden bei einer solchen Form des Rahmens vorzugsweise
mit deren Rolle im vorderen Bereich der Schenkel der U-Form angeordnet. Bei Anordnung
der Rollfeder in dem Rahmen des Dunstabzugsgehäuses erstreckt sich vorzugsweise das
freie Ende der Rollfeder aus dem Rahmen heraus, um mit dem Auszugsschirm verbunden
werden zu können. Der Vorteil der Anordnung der Rollenfeder in dem Rahmen des Dunstabzugsgehäuses
besteht darin, dass dieser bezüglich Breite und Höhe in der Regel frei ausgelegt werden
kann. Zudem ist durch das Aufnehmen der Rollfeder in dem Rahmen das Vorsehen eines
separaten Gehäuses nicht erforderlich und die Rollfeder ist dennoch vor Verunreinigungen
geschützt.
[0020] Alternativ oder zusätzlich kann zumindest eine der Rollfedern in dem Auszugsschirm
aufgenommen sein. Auch hierbei ist zumindest die Rolle der Rollfeder in dem Auszugsschirm
aufgenommen. Vorzugsweise liegt bei abgerollter Rollfeder auch der abgerollte Bereich
der Rollfeder in dem Auszugsschirm. Das freie Ende der Rollfeder ragt vorzugsweise
über die Seite des Auszugsschirms heraus, um an dem Dunstabzugsgehäuse und insbesondere
dem Auszugsschirm befestigt zu werden. Die Rollfeder ist in dem Auszugsschirm vorzugsweise
im hinteren Bereich angeordnet. Beim Abrollen der Rollfeder erstreckt sich der abgewickelte
Bereich vorzugsweise entlang der Längskante des Auszugsschirms. Der abgewickelte Bereich
kann hierbei innerhalb des Auszugsschirms oder außerhalb des Auszugsschirms verlaufen.
Ein Vorteil der Anordnung der Rollfeder in dem Auszugsschirm besteht darin, dass das
Dunstabzugsgehäuse nicht verändert werden muss, das heißt der mit den Rollfedern ausgestattete
Auszugsschirm auch an einem herkömmlichen Dunstabzugsgehäuse vorgesehen werden kann.
[0021] Vorzugsweise wird somit zumindest die Rolle der Rollfeder in einem Gehäuse in dem
Dunstabzugsgehäuse oder einem Aufnahmeraum in dem Auszugsschirm gehalten. Das Gehäuse
in dem Dunstabzugsgehäuse und der Aufnahmeraum in dem Auszugsschirm können durch Elemente,
wie beispielsweise Keile oder Stege geschaffen werden, die sich in den jeweiligen
Innenraum erstrecken und so einen separaten Raum definieren. Die Elemente, die den
Aufnahmeraum oder das Gehäuse an einer Seite begrenzen, sind vorzugsweise so ausgelegt,
dass diese nicht die gesamte Breite des Dunstabzugsgehäuses oder des Rahmens beziehungsweise
des Auszugsschirms abdecken. Hierdurch bleibt ein Durchlass für den abgewickelten
Bereich der Rollfeder erhalten.
[0022] Vorzugsweise ist an dem Auszugsschirm und dem Dunstabzugsgehäuse jeweils ein Rastelement
einer Rastverbindung vorgesehen ist. Die Rastelemente der Rastverbindung wirken vorzugsweise
so miteinander, dass durch einmaliges Aufbringen eines Drucks die Rastverbindung gelöst
wird. Die Rastelemente sind bei einer Ausführungsform der Dunstabzugshaube, bei der
die Rollfedern im eingefahrenen Zustand des Auszugsschirms gespannt sind, vorzugsweise
im rückwärtigen Bereich des Auszugsschirms und an einem diesem Bereich gegenüber liegenden
Fläche des Dunstabzugsgehäuses, insbesondere des Rahmens vorgesehen. Hierdurch kann
der Auszugsschirm in der Ruheposition gegen die Federkraft der Rollfeder durch die
Rastverbindung gehalten werden. Wird die Rastverbindung gelöst, kann sich der Auszugsschirm
durch die Federkraft in die Betriebsposition bewegen. Die Rastelemente können auch
statt im rückwärtigen Bereich des Auszugsschirms beispielsweise an der Rückseite einer
Griffleiste des Auszugsschirm vorgesehen sein, die eine größere Breite als der Rest
des Auszugsschirms aufweist, und mit Rastelementen zusammenwirken, die an der Vorderseite
des Dunstabzugsgehäuses, insbesondere des Rahmens, vorgesehen sind.
[0023] Vorzugsweise weist die Dunstabzugshaube mindestens ein Dämpfungselement zum Dämpfen
der Bewegung des Auszugsschirms zumindest am Anfang und/oder am Ende des Verfahrweges
des Auszugsschirms auf. Das Dämpfungselement kann in dem Dunstabzugsgehäuse, insbesondere
in dem Rahmen vorgesehen sein und mit einem von dem Auszugsschirm zumindest seitlich
überstehenden Vorsprung oder Arm zusammenwirken. Vorzugsweise ist das Dämpfungselement
so angeordnet, dass dieses die Bewegung des Auszugsschirms in der letzten Phase des
Ausfahrens des Auszugsschirms, das heißt kurz vor der Betriebsposition dämpft, das
heißt verlangsamt. Obwohl von nur einem Dämpfungselement gesprochen wird, können selbstverständlich
auch mehrere Dämpfungselemente vorgesehen sein.
[0024] Gemäß einer Ausführungsform weist die Rollfeder an deren freien Ende eine Abkantung
zum Anlegen an die Rückseite des Auszugsschirms oder an der Vorderseite eines Rahmens
des Dunstabzugsgehäuses auf. Hierdurch wird die Befestigung des freien Endes weiter
erleichtert. Es kann ausreichen die Abkantung an die Auszugsschirm oder das Dunstabzugsgehäuse,
insbesondere den Rahmen anzulegen. Vorzugsweise wird die Abkantung aber auch bei dieser
Ausführungsform an dem Auszugsschirm oder dem Dunstabzugsgehäuse befestigt um ein
versehentliches Abrutschen zu verhindern.
[0025] Die Erfindung wird im Folgenden erneut unter Bezugnahme auf die beiliegenden Zeichnungen
erläutert. Es zeigen:
Figur 1: eine schematische Unteransicht einer ersten Ausführungsform eines Auszugsschirms
an einem Dunstabzugsgehäuse in der Betriebsposition;
Figur 2: eine schematische Unteransicht der Ausführungsform eines Auszugsschirms an
einem Dunstabzugsgehäuse nach Figur 1 in der Ruheposition;
Figur 3: eine schematische Detailansicht der Rollfeder aus Figur 1;
Figur 4: eine schematische perspektivische Detailansicht der Rollfeder aus Figur 1;
Figur 5: eine schematische Unteransicht einer zweiten Ausführungsform eines Auszugsschirms
an einem Dunstabzugsgehäuse in der Betriebsposition;
Figur 6: eine schematische Unteransicht der Ausführungsform eines Auszugsschirms an
einem Dunstabzugsgehäuse nach Figur 5 in der Ruheposition; und
Figur 7: eine schematische perspektivische Detailansicht der Rollfeder aus Figur 5.
[0026] In Figur 1 ist eine schematische Unteransicht einer ersten Ausführungsform des Auszugsschirms
10 an einer Dunstabzugshaube 1 in der Betriebsposition gezeigt. In der dargestellten
Ansicht sind ausschließlich der Rahmen 110 des Dunstabzugsgehäuses 11 und der Auszugsschirm
10 gezeigt. Die weiteren Bestandteile der Dunstabzugshaube 1, wie Filterelemente und
dergleichen sind nicht dargestellt.
[0027] Die Dunstabzugshaube 1 umfasst einen Rahmen 110 eines Dunstabzugsgehäuses 11, der
beispielweise den unteren Teil einer Flachschirmhaube darstellen kann. Der Rahmen
110 besitzt eine noch vorne offene U-Form. An der Basis der U-Form des Rahmens 110
ist an der Vorderseite in der Mitte ein Rastelement einer Rasteinrichtung 14 vorgesehen.
[0028] Der Rahmen 110 ist vorzugsweise hohl ausgestaltet und kann beispielsweise aus Blech
gefertigt sein. Zwischen den Schenkeln der U-Form des Rahmens 110 ist ein Auszugsschirm
10 gehalten.
[0029] In dem vorderen Ende eines der Schenkel der U-Form des Rahmens 110 ist ein nach hinten
wirkendes Dämpfungselement 15 vorgesehen. Weiterhin ist in den vorderen Enden beider
Schenkel der der U-Form des Rahmens 110 jeweils eine Rollfeder 12, insbesondere die
Rolle 120 der Rollfeder 12 aufgenommen. Die Rolle 120 wird zwischen der Vorderseite
des Schenkels und einem in dem Schenkel vorgesehenen Keil 111 gehalten. Der Keil 111
erstreckt sich in Breitenrichtung des Dunstabzugsgehäuses 11 und insbesondere des
Schenkels der U-Form des Rahmens 110. Zu dem inneren Rand des Schenkels der U-Form
des Rahmens 110 ist der Keil 111 aber beabstandet. Zudem weist der Keil 111 eine geringere
Höhe als der Schenkel der U-Form des Rahmens 110 auf. Zwischen der Vorderseite des
Schenkels der U-Form des Rahmens 110 und dem Keil 111 wird somit ein Gehäuse 13 für
die Aufnahme der Rollfeder 12 definiert. Die Achse der Rollen 120 liegt senkrecht
zu der Fläche des Rahmens 110 und damit auch senkrecht zu der Fläche des Auszugsschirms
10. Der tangentiale Teil oder abgewickelte Bereich 121 der Rollfeder 12 erstreckt
sich nach hinten. An dem freien Ende 122 der Rollfeder 12 ist das Federmaterial der
Rollfeder 12 nach außen abgekantet. Diese Abkantung 123 ragt über die Innenseite des
Rahmens 110 heraus und liegt an der Rückseite des Auszugsschirms 10 an.
[0030] Der Auszugsschirm 10 weist eine im Wesentlichen rechteckige Form auf und ebenfalls
vorzugsweise hohl ausgestaltet. In dem Auszugsschirm 10 sind weiterhin vorzugsweise
Filterelemente (nicht gezeigt) aufgenommen. An der Vorderseite des Auszugsschirms
10 ist eine Griffleiste 102 vorgesehen, die eine Breite aufweist, die größer ist als
die Breite des restlichen Körpers des Auszugsschirms 10. Hierdurch steht die Griffleiste
102 an den Seiten des Auszugsschirms 11 über den Körper des Auszugsschirms 10 über.
An der Rückseite des Auszugsschirms, das heißt der Seite, die der Basis der U-Form
des Rahmens 110 zugewandt ist, erstrecken sich an den beiden seitlichen Enden des
Auszugsschirms 10 Arme 100 nach hinten. Die Arme 100 sind an deren freien Enden nach
außen abgewinkelt und greifen in die Innenseiten der Schenkel der U-Form des Rahmens
110 ein. Weiterhin ist an der Rückseite des Auszugsschirms 10 in der Mitte ein Rastelement
einer Rasteinrichtung 14 vorgesehen. Dieses Rastelement kann mit dem Rastelement der
Rasteinrichtung 14 an der Basis der U-Form des Rahmens 110 zusammenwirken. Dies wird
später genauer erläutert.
[0031] In Figur 1 ist der Betriebszustand der Dunstabzugshaube 1 gezeigt, in dem sich der
Auszugsschirm 10 in der Betriebsposition befindet. In diesem Zustand ist der Auszugsschirm
10 aus dem Dunstabzugsgehäuse 11, insbesondere dem Rahmen 110 ausgezogen, das heißt
gegenüber dem Rahmen 110 nach vorne bewegt und steht über die Vorderseite des Rahmens
110 über. Der rückwärtige Bereich des Auszugsschirms 10 ist weiterhin zwischen den
Schenkeln der U-Form des Rahmens 110 gehalten. In der Betriebsposition liegt in der
dargestellten Ausführungsform der abgewinkelte Bereich eines der Arme 100 des Auszugsschirms
10 an dem Dämpfungselement 15 in dem Rahmen 110 an und wirkt auf dieses ein. Die Rollfeder
12 ist in dieser Betriebsposition entlastet, das heißt das Federmaterial ist auf der
Rolle 120 aufgerollt.
[0032] Soll der Auszugsschirm 10 aus der in Figur 1 gezeigten Betriebsposition in die in
Figur 2 gezeigten Ruheposition gebracht werden, kann der Benutzer dies durch Druck
auf die Vorderseite des Auszugsschirms 10, insbesondere auf die Griffleiste 102 bewirken.
Durch Druck auf den Auszugsschirm 10 wird dieser nach hinten bewegt beziehungsweise
verschoben. Das Verschieben kann durch Gleitscheinen oder Rollen (nicht dargestellt)
in dem Rahmen 110 und/oder dem Auszugsschirm 10 unterstützt werden. Beim Verschieben
des Auszugsschirms 10 nach hinten wirkt die Rückseite des Auszugsschirms 10 auf die
Abkantung 123 der Rollfeder 12 und bewirkt dadurch, dass das Federmaterial entgegen
der Federkraft der Rollfeder 12 von der Rolle 120 abgerollt wird. Der abgewickelte
Bereich 121 der Rollfeder 120 erstreckt sich dabei in dem Rahmen 110 parallel zur
Seitenwand des Auszugsschirms 10. Die Rolle 120 der Rollfeder 12 wird während des
Verschiebens des Auszugsschirms 10 nach hinten durch den Keil 111 in Position gehalten,
der auf die äußere Windung der Rolle 120 wirkt.
[0033] Beim Erreichen der in Figur 2 gezeigten Ruheposition, kommen die Rastelemente der
Rasteinrichtung 14 miteinander in Kontakt und verrasten. Hierdurch wird der durch
die gespannte Rollfeder 12 nach vorne belastete Auszugsschirm 10 in der Ruheposition
gehalten. In der dargestellten Ausführungsform liegt in der Ruheposition die Rückseite
der Griffleiste 102 an der Vorderseite der Schenkel der U-Form des Rahmens 110 an.
[0034] Um den Auszugsschirm 10 aus der Ruheposition wieder in die Betriebsposition zu bringen,
bedarf es bei der dargestellten Ausführungsform lediglich eines kurzen Drucks auf
die Vorderseite des Auszugsschirms 10. Hierdurch wird die als Push-to-open ausgebildete
Rasteinrichtung 14 geöffnet, das heißt die Rastelemente der Rasteinrichtung gelangen
aus dem gegenseitigen Eingriff und der Auszugsschirm 10 kann bewegt werden. Durch
die Federkraft, die bei der gespannten Rollfeder 12 nach vorne gerichtet ist, wird
der Auszugsschirm 10 selbsttätig nach vorne gedrückt, das heißt verschoben. In der
Endphase des Ausfahrens des Auszugsschirms 10 gelangt der abgewinkelte Bereich des
Armes 100 des Auszugsschirms 10 mit der Vorderseite des Dämpfungselementes 15 in Kontakt.
Das weitere Verschieben des Auszugsschirms 10 bis in die Betriebsposition wird nun
durch das Dämpfungselement 15 gedämpft, das heißt abgebremst oder verlangsamt. Sobald
das Dämpfungselement 15 seine Endposition erreicht hat, kann der Auszugsschirm nicht
weiter nach vorne verschoben werden und befindet sich in der Betriebsposition. Zusätzlich
können in dem Dunstabzugsgehäuse 11 auch Anschläge (nicht dargestellt) vorgesehen
sein, die den Auszugsschirm 10 in der Betriebsposition halten, das heißt ein weiteres
Verschieben des Auszugsschirms 10 nach vorne verhindern.
[0035] In den Figuren 3 und 4 ist der Zustand der Rollfeder 12 in der Betriebsposition des
Auszugsschirms 10 genauer gezeigt. Auch die Anordnung des Dämpfungselementes 15 unterhalb
der Rollfeder 12 lässt sich diesen Figuren entnehmen. Wie sich den Figuren 3 und 4
weiter entnehmen lässt, weis das Dämpfungselement 15 einen verschiebbaren Stab auf,
der in der Betriebsposition des Auszugsschirms 10 in einer Hülse des Dämpfungselementes
15 eingefahren ist. Beim Einfahren des Auszugsschirms 10 wird dieser Stab durch Dämpfungsmittel
in dem Dämpfungselement 15, die beispielsweise Federmittel sein können, in der Hülse
nach hinten verschoben bis der Stab an eine Endposition gelangt. In der Endposition
des Stabes löst sich der Kontakt zwischen dem abgewinkelten Bereich des Armes 100
des Auszugsschirms 10 und dem Dämpfungselement 15.
[0036] In Figur 5 ist eine schematische Unteransicht einer zweiten Ausführungsform des Auszugsschirms
10 an einer Dunstabzugshaube 1 in der Betriebsposition gezeigt. Der Aufbau der zweiten
Ausführungsform entspricht im Wesentlichen dem der ersten Ausführungsform. Lediglich
die Anordnung der Rollfeder 12 ist bei dieser Ausführungsform anders. Die weiteren
Bestandteile der Dunstabzugshaube und deren Funktionsweise wird daher nicht erneut
erläutert sondern diesbezüglich vollinhaltlich Bezug auf die Ausführungen zu den Figuren
1 bis 4 verwiesen.
[0037] Weiterhin ist bei der zweiten Ausführungsform im hinteren Bereich des Auszugsschirms
10 in den seitlichen Eckbereichen jeweils ein Steg 101 vorgesehen. Dieser erstreckt
sich parallel zu der Rückseite des Auszugsschirms 10 und ist vorzugsweise an der Decke
oder dem Boden des Auszugsschirms 10 angeordnet. Die Höhe des Steges 101 ist geringer
als die Höhe des Auszugsschirms 10. Die Breite des Steges 101 ist ebenfalls wesentlich
geringer als die Breite des Auszugsschirms 10. Zudem ist der Steg 101 in der dargestellte
Ausführungsform so angeordnet, dass dieser von dem seitlichen Rand des Auszugsschirms
10 beabstandet ist. Zwischen der Rückseite des Auszugsschirms 10 und der Vorderseite
des Steges 101 wird in den beiden rückwärtigen Eckbereichen des Auszugsschirms 10
jeweils ein Aufnahmeraum 103 gebildet.
[0038] In dem Aufnahmeraum 103 ist die Rolle 120 einer Rollfeder 12 aufgenommen. In der
dargestellten Ausführungsform ist in jedem der beiden Aufnahmeräume 103 eine Rolle
120 einer Rollfeder 12 aufgenommen. Die Achse der Rollen 120 liegt senkrecht zu der
Fläche des Auszugsschirms 10. Der tangentiale Teil oder abgewickelte Bereich 121 der
Rollfeder 12 erstreckt sich nach vorne. An dem freien Ende 122 der Rollfeder 12 ist
das Federmaterial der Rollfeder 12 nach außen abgekantet. Diese Abkantung 123 ragt
über die Seite des Auszugsschirms 10 heraus und liegt an der Vorderseite des Rahmens
110, insbesondere des Schenkels der U-Form des Rahmens 110 an.
[0039] In Figur 5 ist der Betriebszustand der Dunstabzugshaube 1 gezeigt, in dem sich der
Auszugsschirm in der Betriebsposition befindet. In diesem Zustand ist der Auszugsschirm
10 aus dem Dunstabzugsgehäuse 11, insbesondere dem Rahmen 110 ausgezogen, das heißt
gegenüber dem Rahmen 110 nach vorne bewegt und steht über die Vorderseite des Rahmens
110 über. Der rückwärtige Bereich des Auszugsschirms 10 ist weiterhin zwischen den
Schenkeln der U-Form des Rahmens 110 gehalten. In der Betriebsposition liegt in der
dargestellten Ausführungsform der abgewinkelte Bereich eines der Arme 100 des Auszugsschirms
10 an dem Dämpfungselement 15 in dem Rahmen 110 an und wirkt auf dieses ein.
[0040] Soll der Auszugsschirm 1 aus der in Figur 5 gezeigten Betriebsposition in die in
Figur 6 gezeigten Ruheposition gebracht werden, kann der Benutzer dies durch Druck
auf die Vorderseite des Auszugsschirms 10, insbesondere auf die Griffleiste 102 bewirken.
Durch Druck auf den Auszugsschirm 10 wird dieser nach hinten bewegt beziehungsweise
verschoben. Das Verschieben kann durch Gleitscheinen oder Rollen (nicht dargestellt)
in dem Rahmen 110 und/oder dem Auszugsschirm 10 unterstützt werden. Beim Verschieben
des Auszugsschirms 10 nach hinten wirkt die Vorderseite der Schenkel der U-Form des
Rahmens 110 auf die Abkantung 123 der Rollfeder 12 und bewirkt dadurch, dass das Federmaterial
entgegen der Federkraft der Rollfeder 12 von der Rolle 120 abgerollt wird. Der abgewickelte
Bereich 121 der Rollfeder 120 erstreckt sich dabei in dem Auszugsschirm 10 parallel
zur Seitenwand des Auszugsschirms 10. Die Rolle 120 der Rollfeder 12 wird während
des Verschiebens des Auszugsschirms 10 nach vorne durch den Steg 101 in Position gehalten,
der auf die äußere Windung der Rolle 120 wirkt.
[0041] Beim Erreichen der in Figur 6 gezeigten Ruheposition, kommen die Rastelemente der
Rasteinrichtung 14 miteinander in Kontakt und verrasten. Hierdurch wird der durch
die gespannte Rollfeder 12 nach vorne belastete Auszugsschirm 10 in der Ruheposition
gehalten. In der dargestellten Ausführungsform liegt in der Ruheposition die Rückseite
der Griffleiste 102 an der Vorderseite der Schenkel der U-Form des Rahmens 110 an
und die Abkantung 123 der Rollfeder 12 liegt zwischen der Rückseite der Griffleiste
102 und der Vorderseite der Schenkel der U-Form des Rahmens 110.
[0042] Um den Auszugsschirm 10 aus der Ruheposition wieder in die Betriebsposition zu bringen,
bedarf es bei der dargestellten Ausführungsform lediglich eines kurzen Drucks auf
die Vorderseite des Auszugsschirms 10. Hierdurch wird die als Push-to-open ausgebildete
Rasteinrichtung 14 geöffnet, das heißt die Rastelemente der Rasteinrichtung gelangen
aus dem gegenseitigen Eingriff und der Auszugsschirm 10 kann bewegt werden. Durch
die Federkraft, die bei der gespannten Rollfeder 12 nach vorne gerichtet ist, wird
der Auszugsschirm 10 selbsttätig nach vorne gedrückt, das heißt verschoben. In der
Endphase des Ausfahrens des Auszugsschirms 10 gelangt der abgewinkelte Bereich des
Armes 100 des Auszugsschirms 10 mit der Vorderseite des Dämpfungselementes 15 in Kontakt.
Das weitere Verschieben des Auszugsschirms 10 bis in die Betriebsposition wird nun
durch das Dämpfungselement 15 gedämpft, das heißt abgebremst oder verlangsamt. Sobald
das Dämpfungselement 15 seine Endposition erreicht hat, kann der Auszugsschirm nicht
weiter nach vorne verschoben werden und befindet sich in der Betriebsposition. Zusätzlich
können in dem Dunstabzugsgehäuse 11 auch Anschläge (nicht dargestellt) vorgesehen
sein, die den Auszugsschirm 10 in der Betriebsposition halten, das heißt ein weiteres
Verschieben des Auszugsschirms 10 nach vorne verhindern.
[0043] In der Figur 7 ist der Zustand der Rollfeder 12 in der Betriebsposition des Auszugsschirms
10 der zweiten Ausführungsform genauer gezeigt. Auch die Anordnung des Dämpfungselementes
15 unterhalb der Rollfeder 12 lässt sich diesen Figuren entnehmen.
[0044] Die vorliegende Erfindung ist nicht auf die dargestellten Ausführungsformen beschränkt.
[0045] Die vorliegende Erfindung wurde im Wesentlichen unter Bezugnahme auf Flachschirmhauben
beschrieben. Durch entsprechende Modifikation und gegebenenfalls Neupositionierung
in der Dunstabzugshaube kann die Erfindung aber auch in Wandessen, die auch als Auszugsessen
bezeichnet werden, oder für sogenannte Downdraft-Dunstabzüge zum Einsatz kommen.
[0046] Der Auszugmechanismus der erfindungsgemäßen Dunstabzugshaube setzt sich vorzugsweise
aus den folgenden Komponenten zusammen. Der Mechanismus, der auch als Öffnungssystem
oder System bezeichnet wird, umfasst insbesondere mindestens eine Rollfeder, deren
aufgerollter Körperteil fixiert ist, einen verfahrbaren Auszugsschirm, der gemäß einer
Ausführungsform formbeziehungsweise kraftschlüssig mit dem freien Ende der Rollfeder
verbunden ist, gemäß einer Ausführungsform ein feststehendes Gehäuse, das den nicht
abgewinkelten Teil der Rollfeder in Position hält. Weiterhin umfasst das System vorzugsweise
Führungskomponenten, die eine Translation der Schublade in Bezug auf das Gehäuse ermöglichen
sowie eine Push-to-open-Einheit, als Rasteinheit, bestehend aus zwei miteinander formschlüssig
verrastbaren Komponenten und mindestens eine Dämpfungskomponente, die die Endphase
und/oder die Anfangsphase des Ausfahrvorgangs dämpft.
[0047] Grundsätzlich kann das Öffnungssystem so ausgelegt werden, dass die Rollfeder im
feststehenden Gehäuse oder aber in der beweglichen Schublade positioniert sind.
[0048] Das System ist vorzugsweise so ausgelegt, dass die Rollfeder im ausgezogenen Zustand
des Auszugsschirms sich immer im nahezu entspannten Zustand befindet, das heißt aufgerollt
ist. Auf die Dunstabzugshaube bezogen bedeutet das, dass die Hauptfunktionalität des
ausfahrenden Auszugsschirms in den Betriebszustand über einen leichten Druck auf den
Auszugsschirm mit dem Öffnen der Push-to-open-Einheit ausgelöst wird und der Auszugsschirm
mittels der sich entspannenden Rollfeder ausfährt. Der Betätigungsweg der Push-to-open-Einheit
kann hierbei beispielsweise im Bereich von 0,5 bis 3,5mm liegen.
[0049] Der Auszugsschirm mit einem relativ geringen aber gleichbleibenden Gesamtgewicht
wird über den gesamten Verfahrweg mit einer vorzugsweise konstanten beziehungsweise
entsprechend den Erfordernissen leicht variierenden Federkraft, beispielsweise aufgrund
der Überwindung der Haftreibung im System, beaufschlagt und fährt bis zum vorderen
Endlagenanschlag aus. Die Federkraft ist so dimensioniert, dass sie die Reibwiderstände
des Systems und gegebenenfalls schräge Einbausituationen des Auszugsschirms berücksichtigt.
[0050] Sowohl in der Anfangsphase des selbsttätigen Verfahrweges als auch zum Ende hin können
Dämpfungselemente die Verfahreigenschaften für den Benutzer der Dunstabzugshaube qualitativ
angenehm machen. Die Erfindung beinhaltet ein selbsttätiges, nicht motorisch getriebenes
Ausfahren des Auszugsschirms in den jeweiligen Betriebszustand, in dem die optimale
Wrasenabsaugung erzielt werden kann.
[0051] Das Einfahren des Auszugsschirms erfolgt von Hand gegen die Federkraft der Rollfedern.
Diese von Hand zu überwindende Kraft sollte daher sehr gering und für den Benutzer
nicht unangenehm sein. In der Endstellung des Einfahrvorgangs wird wieder die Push-to-Open-Einheit
aktiv, die das Halten der Schublade gegen die Kräfte des Rollfedersystems gewährleistet.
[0052] Bei einem Ausfahren in vertikaler Richtung, beispielsweise bei so genannten Downdraft-Abzügen,
sind die in der Dunstabzugshaube vorhandenen Rollfedern so auszulegen, dass sie neben
den Reibkräften auch die Gewichtskraft des zu bewegenden Auszugsschirms ausgleichen
und überwinden können.
[0053] Grundsätzlich ist es ebenfalls möglich die Rollfedern so aufzubauen, dass der entspannte
Zustand der Rollfeder generell bei eingeschobener Position des Auszugsschirms vorliegt.
Dies bedeutet, dass der ausgezogene Zustand dann durch Verrastungen oder Rastelemente
gehalten werden muss. Nach dem Lösen der Verrastung würde sich der Auszugsschirm selbsttätig
in die eingeschobene Position zurückbewegen. In diesem Fall wird vorzugsweise ein
Dämpfungselement zum Dämpfen der Bewegung vor dem Erreichen der Ruheposition vorgesehen.
Mit der vorliegenden Erfindung kann eine Reihe von Vorteilen erzielt werden. Insbesondere
können unabhängig vom Gewicht des zu bewegenden Teils, das heißt des Auszugsschirms
bei entsprechender Gegenkraftauslegung der Rollfedern geringe Betätigungskräfte in
horizontaler und vertikaler Richtung ausreichen. Zudem kann eine konstante Betätigungskraft
über die gesamte Länge des Einfahrweges durch Einsatz der Rollfedern gewährleistet
werden. Durch Integration eines Dämpfungselementes können hervorragende haptische
Eigenschaften erzielt werden. Das Auslösen des Ausfahrvorgangs des Auszugsschirms
wird vorzugsweise durch einen Push-to-Open Vorgang erzielt.
Bezugszeichenliste
[0054]
- 1
- Dunstabzugshaube
- 10
- Auszugsschirm
- 100
- Arm
- 101
- Steg
- 102
- Griffleiste
- 103
- Aufnahmeraum
- 11
- Dunstabzugsgehäuse
- 110
- Rahmen
- 111
- Keil
- 12
- Rollfeder
- 120
- Rolle
- 121
- abgewickelter Bereich
- 122
- freies Ende
- 123
- Abkantung
- 13
- Gehäuse
- 14
- Rasteinrichtung
- 15
- Dämpfungselement
1. Dunstabzugshaube, die ein Dunstabzugsgehäuse (11) und einen gegenüber dem Dunstabzugsgehäuse
(11) verschiebbaren Auszugsschirm (10) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die Dunstabzugshaube (1) mindestens eine Rollfeder (12) zur Unterstützung des Verschiebens
des Auszugsschirms (10) aufweist, deren Federkraft in Richtung der Rolle (120) der
Rollfeder (12) weist.
2. Dunstabzugshaube nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Rollfeder (12) so ausgerichtet ist, dass die Achse der Rolle (120) senkrecht
zu der Fläche des Auszugsschirms (10) steht.
3. Dunstabzugshaube nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Rollfeder (12) im ausgefahrenen Zustand des Auszugsschirms (10) entspannt und
im eingefahrenen Zustand des Auszugsschirms (10) gespannt ist.
4. Dunstabzugshaube nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Dunstabzugshaube (1) zwei Rollfedern (12) aufweist, die an den Längskanten des
Auszugschirms (10) angeordnet sind.
5. Dunstabzugshaube nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Rollfeder (12) in dem Dunstabzugsgehäuse (11), insbesondere einem Rahmen (110)
des Dunstabzugsgehäuses (11) angeordnet ist.
6. Dunstabzugshaube nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Rollfeder (12) in dem Auszugsschirm (10) aufgenommen ist.
7. Dunstabzugshaube nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Auszugsschirm (10) und dem Dunstabzugsgehäuse (11) jeweils ein Rastelement
einer Rasteinrichtung (14) vorgesehen ist.
8. Dunstabzugshaube nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Dunstabzugshaube (1) mindestens ein Dämpfungselement (15) zum Dämpfen der Bewegung
des Auszugsschirms (10) zumindest am Anfang und/oder am Ende des Verfahrweges des
Auszugsschirms (10) aufweist.
9. Dunstabzugshaube nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest die Rolle (120) der Rollfeder (12) in einem Gehäuse (13) in dem Dunstabzugsgehäuse
(11) oder einem Aufnahmeraum (103) in dem Auszugsschirm (10) gehalten wird.
10. Dunstabzugshaube nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Rollfeder (12) an deren freien Ende (122) eine Abkantung (123) zum Anlegen an
die Rückseite des Auszugsschirms (10) oder an der Vorderseite eines Rahmens (110)
des Dunstabzugsgehäuses (11) aufweist.