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(11) |
EP 2 582 267 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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21.09.2016 Patentblatt 2016/38 |
| (22) |
Anmeldetag: 14.06.2011 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2011/002908 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2011/157392 (22.12.2011 Gazette 2011/51) |
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
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Priorität: |
15.06.2010 DE 102010023787
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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24.04.2013 Patentblatt 2013/17 |
| (73) |
Patentinhaber: |
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- Plikat, Claudia
13357 Berlin (DE)
- Schmitz, Johann Burkhard
10627 Berlin (DE)
- Zwick, Carola
10623 Berlin (DE)
- Zwick, Roland
14059 Berlin (DE)
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| (72) |
Erfinder: |
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- Plikat, Claudia
13357 Berlin (DE)
- Schmitz, Johann Burkhard
10627 Berlin (DE)
- Zwick, Carola
10623 Berlin (DE)
- Zwick, Roland
14059 Berlin (DE)
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| (74) |
Vertreter: Zacco GmbH |
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Bayerstrasse 83 80335 München 80335 München (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A1- 0 049 310 EP-A1- 2 100 539 DE-A1- 4 023 607 US-A- 5 195 801
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EP-A1- 1 785 068 EP-A2- 1 327 400 US-A- 2 273 980
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft einen Stuhl, welcher ein durchgehendes Abstützelement, eine
Bewegungsmechanik und ein Gestell umfasst.
[0002] Aus der
DE 1 282 262 A1 ist ein Stuhl mit einem durchgehenden Abstützelement bekannt, welches als Sitzschale
ausgebildet ist, wobei der Rückenbereich der Sitzschale in einem Lordosenbereich durch
ein zentral angeordnetes Doppelrohr abgestützt ist.
[0003] Aus der
EP 0 049 310 B1 ist ein Stuhl mit einem durchgehenden Abstützelement bekannt, dessen Rückenbereich
durch seitlich neben dem Abstützelement angeordnete Arme abgestützt und abgefedert
ist.
[0004] Aus der
EP 1 946 676 A1 ist ein Stuhl mit einem durchgehenden Abstützelement bekannt, welches als Sitzschale
ausgebildet ist, wobei der Rückenbereich durch zwei seitlich und symmetrisch angeordnete
Tragarme in einem Lordosenbereich abgestützt und abgefedert ist.
[0005] Aus der
EP 2 110 050 A1 ist ein Stuhl bekannt, welcher eine durchgehende Abstützung aufweist, welche zwei
L-förmige Tragholme umfasst, die eine Bespannung tragen, wobei die Abstützung in einem
Übergangsbereich und einem Rückenbereich durch einen starres Rückenelement getragen
ist, welches in die Abstützung integriert ist.
[0006] Aus der
EP2100539 A1 ist ein anderer Stuhl nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 bekannt.
[0007] Es ist Aufgabe der Erfindung, einen Stuhl mit einem durchgehenden, leichten Abstützelement
zu entwickeln, welcher einen erhöhten Sitzkomfort und einen leichten Aufbau aufweist.
[0008] Diese Aufgabe wird ausgehend von den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs 1 durch
die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1 gelöst. In den Unteransprüchen sind vorteilhafte
und zweckmäßige Weiterbildungen angegeben.
[0009] Bei dem erfindungsgemäßen Stuhl umfasst die Bewegungsmechanik ein Torsionselement,
welches das Rückenteil trägt und die Neigung des Rückenteils steuert, wobei das Rückenteil
des Abstützelements ausschließlich oberhalb der Lordosenabstützung mit dem Torsionselement
verbunden ist. Durch die Abstützung des Rückenbereichs des Abstützelements über ein
Torsionselement und die Anlenkung des Rückenbereichs des Abstützelements in einer
oberen Hälfte des Rückenbereichs an das Torsionselement ist eine geringere Eigenstabilität
des Rückenbereichs des Abstützelements erforderlich, da dieser in seinem oberen Rückenbereich
durch das Torsionselement getragen und stabilisiert wird. Dies ist insbesondere deshalb
von großem Vorteil, da die Torsionskräfte vom Nutzer genau in diesem oberen Rückenbereich
insbesondere über dessen Schulterblätter eingeleitet werden, wenn der auf dem Stuhl
sitzende Nutzer sich nach rechts oder links hinten beugt, um zum Beispiel einen hinter
ihm stehenden Ordner zu greifen. Durch die örtliche Nähe zwischen den Krafteinleitungspunkten
im Bereich der Schulterblätter des auf dem Abstützelement des Stuhl sitzenden Nutzers
und dem oder den Anlenkpunkten des Torsionselements in der oberen Hälfte des Rückenbereichs
des Abstützmittels wird ein Spannungsaufbau im Rückenelement weitgehend vermieden,
so dass dieses als Leichtbauelement ausgebildet werden kann. Durch diesen Leichtbau,
welchen die spezielle Anordnung und Anbindung des Torsionselements ermöglicht, ist
es auch möglich, die erforderliche Relativbewegung, welche bei einer Veränderung der
Belastung des Stuhls durch den sitzenden Nutzer auftritt, durch eine elastische Verformung
des Abstützelements zwischen Rückenbereich und Sitzbereich zu gewährleisten, ohne
hierfür aufwendige technische Maßnahmen ergreifen zu müssen.
[0010] Erfindungsgemäß ist bei dem Stuhl der Rückenbereich gegenüber dem Sitzbereich aus
einer aufrechten Sitzposition heraus in eine zurückgelehnte Sitzposition neigbar und/oder
tordierbar, wobei eine von einem sitzenden Menschen in das Abstützelement eingeleitete
Kraft, welche ein Aufbiegen des Abstützelements und/oder eine Verdrehung des Rückenteils
gegenüber dem Sitzteil bewirkt, durch die Bewegungsmechanik eine Gegenkraft erfährt,
wobei die Bewegungsmechanik mit dem Abstützelement im Rückenbereich oberhalb einer
Lordosenabstützung insbesondere in einem mittigen Anlenkpunkt oder insbesondere in
zwei seitlichen Anlenkpunkten verbunden ist und wobei die Bewegungsmechanik mit dem
Abstützelement im Sitzbereich, insbesondere fest verbunden ist oder insbesondere über
zwei im Sitzbereich angeordnete Drehachsen verbunden ist. Durch eine derartige Anbindung
des Abstützelements, welches den sitzenden Menschen trägt, an die Bewegungsmechanik
kann der Anforderung, dem sitzenden Menschen beim aufrechten Sitzen und bei zurückgelehnten
Sitzen eine Rumpfdrehung zu ermöglichen, optimal entsprochen werden. Der Stuhl kann
mit seinem Rückenteil der Rumpfdrehung optimal folgen, da die Bewegungsmechanik ähnlich
wie die Wirbelsäule des Menschen im Bereich des Übergangsteils und in der unteren
Hälfte des Rückenteils als verdrehbare und in der Symmetrieebene liegende Struktur
ausgebildet ist.
[0011] Die Erfindung sieht auch vor, das Torsionselement mit einem Torsionsstab auszustatten,
welcher nach oben bis über die Lordosenabstützung hinaus in einer senkrecht im Raum
stehenden Symmetrieebene des Stuhls verläuft. Hierdurch ist der Torsionsstab optimal
auf asymmetrische Belastungen des Rückenbereichs des Abstützelements ausgerichtet,
welche durch eine Drehung des Oberkörpers einer auf dem Stuhl sitzenden Person erzeugbar
sind.
[0012] Erfindungsgemäß wir die elastische Verformung des Abstützelements zwischen Rückenbereich
und Sitzbereich insbesondere auch durch einen Verzicht einer Anbindung des Abstützelements
an die Bewegungsmechanik in einem unteren Rückenbereich und in einem Übergangsbereich
erreicht.
[0013] Erfindungsgemäß umfasst das Abstützelement gemäß einer ersten Ausführungsvariante
zwei L-förmig gebogene Tragholme und eine Bespannung, wobei die Bespannung zwischen
den Tragholmen aufgespannt ist. Eine derartige Konstruktion führt auf einfache Weise
zu einem Leichtbau des Abstützelements.
[0014] Die Erfindung sieht auch vor, die Bewegungsmechanik zwischen dem Gestell und dem
Abstützelement anzuordnen, wobei die Bewegungsmechanik sowohl das Rückenteil des Abstützelements
als auch das Sitzteil des Abstützelements trägt, wobei durch die Bewegungsmechanik
eine Neigung des Sitzteils und eine Neigung des Rückenteils in Abhängigkeit von den
Kräften, mit welchen ein sitzender Mensch auf den Stuhl einwirkt, gesteuert wird,
wobei die Neigung des Sitzteils und die Neigung des Rückenteils abhängig voneinander
gesteuert sind und wobei die Neigung des Rückenteils zwischen einer Anfangsstellung
und einer Endstellung stärker zunimmt als die Neigung des Sitzteils. Durch eine derartige
Bewegungsmechanik wird ein besonders hoher Sitzkomfort erreicht.
[0015] Gemäß einer weiteren Ausführungsvariante sieht die Erfindung vor, das Abstützelement
als L-förmig gebogene Sitzschale auszubilden. Eine derartig ausgebildete Sitzschale
ist fertigungstechnisch besondere einfach beispielsweise als einstückiges Spritzgussteil
herstellbar.
[0016] Die Erfindung sieht bei einer einfachen Ausführungsvariante vor, das Abstützelement
in seinem Sitzbereich starr an dem Gestell zu fixieren und lediglich einen Kragarm,
welche aus den Übergangsbereich und dem Rückenbereich des Abstützelements umfasst
durch den Torsionsstab abzustützen. Ein derartiger Stuhl weist bei hohem Sitzkomfort
eine besondere einfache Bewegungsmechanik auf und ist deshalb einfach herstellbar
und damit kostengünstig.
[0017] Weiterhin sieht die Erfindung einen parallelen Verlauf der beiden im Sitzbereich
angeordneten Drehachsen vor, wobei die Drehachsen eine senkrecht im Raum stehende
Symmetrieebene des Stuhls orthogonal durchdringen. Durch die Lagerung des Sitzteils
an den Drehachsen wird das Sitzteil von der Bewegungsmechanik stabilisiert und das
Bewegungsprofil des Sitzteils definiert.
[0018] Erfindungsgemäß beträgt die Gegenkraft, welche von der Bewegungsmechanik zur Kompensation
der von einem sitzenden Menschen eingeleiteten Kraft erzeugt wird, wenigstens 50 %
und insbesondere wenigstens 70 % einer erforderlichen Gesamtgegenkraft, wobei die
restliche Gegenkraft durch das sich verformende Abstützelement erzeugt wird. Hierdurch
wird das Abstützelement stark entlastete und kann so entsprechend leicht und flexibel
gestaltet werden.
[0019] Weiterhin sieht die Erfindung vor, die Bewegungsmechanik zwischen dem Gestell und
dem Abstützelement anzuordnen, wobei die Bewegungsmechanik eine erste Schwinge, eine
zweite Schwinge und einen Grundkörper umfasst, wobei die zweite Schwinge drehbar an
dem Grundkörper und drehbar an einer vorderen Hälfte des Sitzteils angelenkt ist,
wobei die erste Schwinge drehbar an dem Grundkörper angelenkt ist, drehbar an einer
hinteren Hälfte des Sitzteils angelenkt ist und das Torsionselement umfasst, welches
mit dem Rückenbereich oberhalb einer Lordosenabstützung verbunden ist. Durch eine
derartige Anlenkung und eine jeweils spiegelsymmetrische und starre Ausbildung der
beiden Schwingen zu der Symmetrieebene lassen sich das Neigungsverhalten und das Torsionsverhalten
des Stuhls mit wenigen Bauelementen realisieren.
[0020] Alternativ sieht die Erfindung auch vor, eine zwischen dem Gestell und dem Abstützelement
angeordnete Bewegungsmechanik, mit einem Auflageelement auszustatten, welches insbesondere
elastisch verformbar ist, wobei das Auflageelement zwischen dem Gestell und dem Sitzteil
angeordnet ist und das Sitzteil fixiert und wobei die Bewegungsmechanik eine elastisch
verformbare Schwinge umfasst, welche das Torsionselement umfasst und mit dem Gestell
und mit dem Rückenbereich oberhalb einer Lordosenabstützung verbunden ist. Durch eine
solche Gestaltung des Stuhls weist der Stuhl auch ohne eine mit Drehgelenken angelenkte
Bewegungsmechanik das gewünschte Neigungsverhalten und das gewünschte Torsionsverhalten
auf.
[0021] Erfindungsgemäß umfasst das Abstützelement auch zwei Distanzstäbe, wobei die beiden
Tragholme sowohl durch die zwei Distanzstäbe, welche freie Enden der Tragholme verbinden,
in einem vordefinierten Abstand gehalten werden, als auch durch die Bewegungsmechanik,
in diesem definierten Abstand parallel zueinander gehalten werden. Durch einen derartigen
Aufbau des Abstützelements als geschlossener Rahmen ist es möglich, dessen Bespannung
mit hohen Spannkräften aufzuspannen, wobei das Abstützelement auch durch die Bewegungsmechanik
bzw. seine Anlenkung an das Auflageelement versteift wird.
[0022] Erfindungsgemäß ist es vorgesehen, die Bewegungsmechanik durch wenigstens einen Federmechanismus
oder ein Federelement zu dämpfen. Hierdurch ist insbesondere bei einem einstellbaren
Federmechanismus oder bei einem austauschbaren Federelement eine Einstellung des Neigungs-
und/oder Torsionsverhaltens des Stuhls auf die den Stuhl nutzende Person möglich.
[0023] Gemäß der Erfindung ist es vorgesehen, das Sitzteil durch eine Vierpunktlagerung
an vier Anlenkpunkten mit der Bewegungsmechanik zu verbinden und das Rückenteil insbesondere
durch eine Zweipunktlagerung insbesondere an Tragholmen mit einer oberen Hälfte des
Rückenteils insbesondere an zwei Anlenkpunkten mit der Bewegungsmechanik zu verbinden.
Durch eine Vierpunktanlenkung des Sitzteils und eine starre Koppelung der durch die
Symmetrieebene geteilten linken und rechten Hälfte der Bewegungsmechanik ist das Sitzteil
auf eine Neigebewegung festgelegt und wird ein ungewünschtes Wanken des Sitzteils
um eine in der Symmetrieebene liegende Wank-Achse unterbunden. Eine Zweipunktanlenkung
des Rückenteils bietet in den Punkten, in welchen vom Nutzer des Stuhls die Kräfte
eingeleitet werden, eine optimale Abstützung des Rückenteils durch die Bewegungsmechanik.
[0024] Schließlich ist es vorgesehen, das Rückenteil mit einer ersten Knickeinrichtung auszubilden,
wobei durch die erste Knickeinrichtung ein an das Übergangsteil anschließender unteren
Abschnitt des Rückenteils und einen an den unteren Abschnitt anschließenden oberen
Abschnitt des Rückenteils verschwenkbar verbunden sind, wobei die erste Knickeinrichtung
unterhalb eines Anlenkbereichs ausgebildet ist, in welchem das Torsionselement an
das Rückenteil angelenkt ist, wobei das Torsionselement eine zweite Knickeinrichtung
umfass, wobei durch die zweite Knickeinrichtung ein an einem Grundkörper der Bewegungsmechanik
angelenkter unterer Abschnitt des Torsionselements und ein an das Rückenelement angelenkter
oberer Abschnitt des Torsionselements verschwenkbar verbunden sind, wobei die zweite
Knickeinrichtung oberhalb der Lordosenabstützung ausgebildet ist. Durch eine derartige
Ergänzung des erfindungsgemäßen Stuhls um zwei Knickeinrichtungen ist der Stuhl unter
Beibehaltung seiner beschriebenen Eigenschaften um eine weitere Funktion ergänzbar.
Diese zusätzliche Funktion ist insbesondere für Stühle mit einer hohen Rückenlehne,
welche bis in den Nackenbereich oder bis in den Kopfbereich einer auf dem Stuhl sitzenden
Person reicht, vorgesehen. Hierbei kippt der obere Abschnitt des Rückenelements in
Folge der speziellen Anordnung der Knickeinrichtungen nach vorne, wenn sich eine in
dem Stuhl sitzende Person gegen das Rückenteil zurücklehnt und unterstützt so die
sitzende Person dabei, eine etwa waagrechte Blickachse beizubehalten, wenn die Person
zum Beispiel auch beim Zurücklehnen weiterhin einen Monitor im Blick behalten will.
[0025] Weitere Einzelheiten der Erfindung werden in der Zeichnung anhand von schematisch
dargestellten Ausführungsbeispielen beschrieben.
[0026] Hierbei zeigt:
- Figur 1 und 2:
- eine Seitenansicht und eine Rückansicht einer ersten Ausführungsvariante eines erfindungsgemäßen
Stuhls;
- Figur 3 und 4:
- eine Seitenansicht und eine Rückansicht einer zweiten Ausführungsvariante eines erfindungsgemäßen
Stuhls;
- Figur 5 und 6:
- eine Seitenansicht und eine Rückansicht einer dritten Ausführungsvariante eines erfindungsgemäßen
Stuhls;
- Figur 7 und 8:
- eine Seitenansicht und eine Rückansicht einer vierten Ausführungsvariante eines erfindungsgemäßen
Stuhls;
- Figur 9 und 10:
- eine Seitenansicht und eine Rückansicht einer fünften Ausführungsvariante eines erfindungsgemäßen
Stuhls;
- Figur 11 und 12:
- eine Seitenansicht und eine Rückansicht einer sechsten Ausführungsvariante eines erfindungsgemäßen
Stuhls;
- Figur 13 - 15:
- jeweils eine Schrägansicht zu der ersten, dritten und fünften Ausführungsvariante;
- Figur 16:
- eine perspektivische Darstellung der ersten Ausführungsvariante mit auskonstruierten
Details;
- Figur 17, 18:
- weitere Ansichten des in der Figur 16 gezeigten Stuhls bei abgenommenem Gestell;
- Figur 19 - 21:
- Modifikationen zu der ersten Ausführungsvariante in zwei Seitenansichten und einer
Rückansicht;
- Figur 22 - 24:
- Modifikationen zu der zweiten Ausführungsvariante in zwei Seitenansichten und einer
Rückansicht;
- Figur 25 - 27:
- Modifikationen zu der dritten Ausführungsvariante in zwei Seitenansichten und einer
Rückansicht;
- Figur 28 - 30:
- Modifikationen zu der vierten Ausführungsvariante in zwei Seitenansichten und einer
Rückansicht;
- Figur 31 - 33:
- Modifikationen zu der fünften Ausführungsvariante in zwei Seitenansichten und einer
Rückansicht und
- Figur 34 - 36:
- Modifikationen zu der sechsten Ausführungsvariante in zwei Seitenansichten und einer
Rückansicht.
[0027] In der Figur 1 ist in Seitenansicht eine erste Ausführungsvariante eines Stuhls 1
gezeigt. Der Stuhl 1 umfasst ein durchgehendes Abstützelement 2, eine Bewegungsmechanik
3 und ein Gestell 4. Das Abstützelement 2 umfasst einen Sitzbereich 5, einen Rückenbereich
6 und einen Übergangsbereich 7. Hierbei bildet der Sitzbereich 5 ein Sitzteil 8, der
Rückenbereich 6 ein Rückenteil 9 und der Übergangsbereich 7 ein Übergangsteil 10 des
Abstützelements 2. Die Bewegungsmechanik 3 umfasst ein Torsionselement 11 und zwei
vordere Hebel 12 und 13, wobei der zweite vordere Hebel 12 in der Darstellung der
Figur 1 durch den ersten vorderen Hebel 12 verdeckt wird. Das Torsionselement 11 ist
als erste Schwinge 14 ausgebildet, welche um eine Drehachse 15 drehgelenkig mit dem
Sitzteil 8 und um eine Drehachse 16 drehgelenkig mit dem Gestell 4 in Verbindung steht.
Die zwei vorderen Hebel 12, 13 sind als einteiliges Bauteil als zweite Schwinge 38
ausgebildet. Weiterhin ist das Torsionselement 11 an zwei Befestigungspunkten 17 und
18 mit dem Rückenteil 9 verbunden. Die Befestigungspunkte 17 und 18 liegen in y-Richtung
betrachtet oberhalb einer Lordosenabstützung 19 des Rückenteils 9 in einer oberen
Hälfte 20 des Rückenteils 9. Ein Mittelteil M11 des Torsionselements 11 ist als Torsionsstab
21 ausgebildet, welcher in einer senkrecht im Raum stehenden Symmetrieebene 22 des
Stuhls 1 verläuft. Die Symmetrieebene 22 wird auch als xy-Ebene bezeichnet und steht
senkrecht auf der Zeichnungsebene der Figur 2, welche den Stuhl 1 aus einer in der
Figur 1 angegebenen Pfeilrichtung II zeigt. Das Gestell 4 ist als Standgestell ausgebildet.
Gemäß einer nicht dargestellten Ausführungsvariante ist es vorgesehen, das Gestell
4 als Drehgestell mit Rollen auszuführen, um den Stuhl beispielsweise als Bürostuhl
zu verwenden. Zwischen dem Abstützelement 2 und dem Gestell 3 ist ein schematisch
dargestelltes Federelement 23 angeordnet, welche das Abstützelement 2 in der in der
Figur 1 gezeigten Ruhestellung R1 hält und eine Belastung des Abstützelements 2 durch
eine auf dem Abstützelement 2 sitzende Person teilweise kompensiert und eine begrenzte
Veränderung der Position des Abstützelements 2 gegenüber dem Gestell 3 bei entsprechend
hoher Belastung zulässt. Die oben beschriebene Bewegungsmechanik 3 ist so ausgelegt,
dass die Neigung des Sitzteils und die Neigung des Rückenteils abhängig voneinander
erfolgen und die Neigung des Rückenteils 9 zwischen einer in der Figur 1 gezeigten
Anfangsstellung 9-1 und einer mit gestrichelten Linien angedeuteten Endstellung 9-2
stärker zunimmt als die Neigung des Sitzteils 8 zwischen einer in der Figur 1 gezeigten
Anfangsstellung 8-1 und einer mit gestrichelten Linien angedeuteten Endstellung 8-2.
Eine Relativbewegung, welche zwischen dem Sitzteil 8 und dem Rückenteil 9 erfolgt,
wenn sich diese aus ihren Anfangsstellungen 8-1 und 9-1 in ihre Endstellungen 8-2
und 9-2 bewegen, wird durch eine Verformung des Übergangsteils 10 kompensiert, so
dass trotz des durchgehenden Abstützelements 2 bei dem Stuhl 1 eine so genannte Synchronmechanik
24 realisiert ist. Die Torsionseigenschaften des Torsionselements 11 kommen dann zum
Tragen, wenn sich die auf dem Stuhl 1 sitzende Person nicht mittig im Bereich der
Symmetrieebene 22 an dem Rückenteil 9 anlehnt, sondern dieses seitlich, beispielsweise
in einem Belastungspunkt 25 belastet. Eine derartige Belastung des Abstützelements
2 führt zu einer Verformung des Abstützelements 2, nämlich zu einer Torsion zwischen
dem Sitzteil 8 und dem Rückenteil 9. Diese Torsion des Abstützelements 2 wird durch
das Torsionselement 11 und insbesondere dessen Torsionsstab 21 begrenzt, da dieses
eine Gegenkraft aufbaut, welche über die Befestigungspunkte 17 und 18 in das Rückenteil
9 eingeleitet wird, wobei sich das Torsionselement 11 hierzu an dem Grundgestell 4
abstützt. Eine derartige, begrenzte Torsion des Abstützelements 2 ist unabhängig von
der Neigung des Rückenteils 9 des Abstützelements 2 in jeder Neigestellung zwischen
der Anfangsstellung 9-1 und der Endstellung 9-2 möglich. Der Torsionsstab 21 erstreckt
sich in y-Richtung nach oben bis über die Lordosenabstützung 19 hinaus. Das Abstützelement
der in den Figuren 1 und 2 gezeigten ersten Ausführungsvariante umfasst zwei L-fömig
gebogene Tragholme 26 und 27 und eine Bespannung 28, welche zwischen den Tragholmen
26 und 27 aufgespannt ist. Das Torsionselement 11 sowie die Hebel 12 und 13 der Bewegungsmechanik
3 greifen jeweils an den Tragholmen 26 bzw. 27 an. In Fortsetzung des Torsionsstabs
21 ist das Torsionselement 11 als Geweih 29 ausgebildet, welches den Torsionsstab
21 zu oberen freien Enden 26a und 27a der Tragholme 26 bzw. 27 verzweigt.
[0028] In der Figur 13 ist der Stuhl 1 ergänzend in einer Schrägansicht schräg von hinten
gezeigt. In dieser Ansicht ist erkennbar wie die beiden Hebel 12 und 13 durch einen
diese verbindenden Bügel 37 die zweite Schwinge 38 bilden. Somit umfasst die Bewegungsmechanik
3 im Wesentlichen die erste Schwinge 14, die zweite Schwinge 38 und einen Grundkörper
41. Die zweite Schwinge 38 weist ebenso wie die erste Schwinge 14 eine Drehachse 39
und eine Drehachse 40 auf, wobei alle vier Drehachsen 15, 16 und 39, 40 der Bewegungsmechanik
3 parallel zueinander verlaufen. Die erste Schwinge 14 ist nicht nur im Bereich der
Drehachse 15 an das Abstützelement 2 angelenkt, sondern mit diesem auch an den Befestigungspunkten
17, 18 mit dessen Tragholmen 26, 27 verbunden. Eine freie Drehbarkeit der Schwingen
14, 38 um die Drehachsen 16, 40 ist durch einen Federmechanismus 42 gedämpft und begrenzt,
welcher in den Grundkörper 41 integriert.
[0029] In den Figuren 3 und 4 ist eine zweite Ausführungsvariante eines Stuhls 30 in Seitenansicht
und Rückansicht gezeigt. Bezüglich dieser zweiten Ausführungsvariante wird zunächst
auf die Beschreibung zu der in den Figuren 1 und 2 gezeigten ersten Ausführungsvariante
verwiesen. Entsprechend sind die vergleichbaren Bauteile mit den in den Figuren 1
und 2 verwendeten Bezugszeichen bezeichnet. Im Unterschied zu der ersten Ausführungsvariante
umfasst die Bewegungsmechanik 3 im Wesentlichen nur ein Torsionselement 11, welches
starr zwischen dem Sitzteil 8 des Abstützelements 2 und dem Gestell 4 befestigt ist.
Dieses Torsionselement 11 umfasst wie das Torsionselement der ersten Ausführungsvariante
einen Torsionsstab 21, welcher sich als Geweih 29 aufspaltet, welches an den freien
Enden 26a und 27a der Tragholme 26 und 27 befestigt ist. Zusätzlich zu seinen Torsionseigenschaften
ist das Torsionselement 11 noch biegeelastisch ausgebildet und federt hierdurch das
Rückenteil 9 des Abstützelements 2 zwischen der Anfangsstellung 9-1 und der Endstellung
9-2 ab, wobei hierzu der Übergangsbereich 7 des Abstützelements 2 elastisch verformt
wird. Die Bewegungsmechanik umfasst auch ein Auflageelement 48, mit welchem die beiden
Tragholme 26, 27 in einem vordefinierten Abstand zueinander gehalten werden.
[0030] Die Figuren 5 und 6 zeigen eine dritte Ausführungsvariante eines Stuhls 31. Bezüglich
dieser dritten Ausführungsvariante wird zunächst auf die Beschreibung zu der in den
Figuren 1 und 2 gezeigten ersten Ausführungsvariante verwiesen. Entsprechend sind
die vergleichbaren Bauteile mit den in den Figuren 1 und 2 verwendeten Bezugszeichen
bezeichnet. Im Unterschied zu der ersten Ausführungsvariante umfasst das Abstützelement
2 bei der dritten Ausführungsvariante keine Tragholme und keine Bespannung, sondern
eine L-förmig gebogene Sitzschale 32, welche z.B. aus Kunststoff geformt ist. Die
Sitzschale 32 ist insbesondere in ihrem Übergangsbereich 7 elastisch verformbar. Analog
zu der Figur 13 ist in der Figur 14 eine Schrägansicht auf den in den Figuren 5 und
6 gezeigten Stuhl 31 gezeigt. Entsprechend wird hier auf die Beschreibung zu der Figur
13 verwiesen. Die erste Schwinge 14 ist vergleichbar zu der ersten Schwinge der ersten
Ausführungsvariante ausgebildet und an zwei Anlenkpunkten mit dem Abstützelement 2
verbunden statt an Tragholmen liegen die Anlenkpunkten 17, 18 jedoch an der Sitzschale
32.
[0031] Die Figuren 7 und 8 zeigen eine vierte Ausführungsvariante eines Stuhls 33. Bezüglich
dieser vierten Ausführungsvariante wird zunächst auf die Beschreibung zu der in den
Figuren 1 und 2 gezeigten ersten Ausführungsvariante verwiesen. Entsprechend sind
die vergleichbaren Bauteile mit den in den Figuren 1 und 2 verwendeten Bezugszeichen
bezeichnet. Im Unterschied zu der ersten Ausführungsvariante umfasst das Abstützelement
2 bei der vierten Ausführungsvariante keine Tragholme und keine Bespannung, sondern
eine L-förmig gebogene Sitzschale 32, welche z.B. aus Kunststoff geformt ist. Die
Sitzschale 32 ist insbesondere in ihrem Übergangsbereich 7 elastisch verformbar. Weiterhin
umfasst die Bewegungsmechanik 3 der vierten Ausführungsvariante im Unterschied zu
der Bewegungsmechanik der ersten Ausführungsvariante nur ein Torsionselement 11, welches
starr zwischen dem Sitzteil 8 des Abstützelements 2 und dem Gestell 4 befestigt ist.
Dieses Torsionselement 11 umfasst wie das Torsionselement der ersten Ausführungsvariante
einen Torsionsstab 21, welche sich als Geweih 29 aufspaltet und an den freien Enden
26a und 27a der Tragholme 26 und 27 befestigt ist. Zusätzlich zu seinen Torsionseigenschaften
ist das Torsionselement 11 noch biegeelastisch ausgebildet und federt hierdurch das
Rückenteil 9 des Abstützelements 2 zwischen der Anfangsstellung 9-1 und der Endstellung
9-2 ab, wobei hierzu der Übergangsbereich 7 des Abstützelements 2 elastisch verformt
wird.
[0032] Die Figuren 9 und 10 zeigen eine fünfte Ausführungsvariante eines Stuhls 34. Bezüglich
dieser fünften Ausführungsvariante wird zunächst auf die Beschreibung zu der in den
Figuren 1 und 2 gezeigten ersten Ausführungsvariante verwiesen. Entsprechend sind
die vergleichbaren Bauteile mit den in den Figuren 1 und 2 verwendeten Bezugszeichen
bezeichnet. Im Unterschied zu der ersten Ausführungsvariante umfasst das Abstützelement
2 bei der fünften Ausführungsvariante keine Tragholme und keine Bespannung, sondern
eine L-förmig gebogene Sitzschale 32, welche z.B. aus Kunststoff geformt ist. Die
Sitzschale 32 ist insbesondere in ihrem Übergangsbereich 7 elastisch verformbar. Weiterhin
ist die Sitzschale 32 nicht über ein Geweih des Torsionselements 11 angebunden, sondern
ist mittig im Bereich der Symmetrieebene 22 an einer Verlängerung 35 des Torsionsstabs
21 befestigt. Analog zu der Figur 13 und zur Figur 14 ist in der Figur 15 eine Schrägansicht
auf den in den Figuren 9 und 10 gezeigten Stuhl 34 gezeigt. Entsprechend wird hier
auf die Beschreibung zu der Figur 13 bzw. 14 verwiesen. Die erste Schwinge 14 gabelt
sich abweichend von der ersten Schwinge der ersten und der dritten Ausführungsvariante
nicht geweihförmig, sondern weist nur einen mittigen Anlenkpunkt 18 auf, in welchem
die erste Schwinge 14 mit der Sitzschale 32 des Stuhls 34 verbunden ist.
[0033] Die Figuren 11 und 12 zeigen eine sechste Ausführungsvariante eines Stuhls 36. Bezüglich
dieser sechsten Ausführungsvariante wird zunächst auf die Beschreibung zu der in den
Figuren 1 und 2 gezeigten ersten Ausführungsvariante verwiesen. Entsprechend sind
die vergleichbaren Bauteile mit den in den Figuren 1 und 2 verwendeten Bezugszeichen
bezeichnet. Im Unterschied zu der ersten Ausführungsvariante umfasst das Abstützelement
2 bei der sechsten Ausführungsvariante keine Tragholme und keine Bespannung, sondern
eine L-förmig gebogene Sitzschale 32, welche z.B. aus Kunststoff geformt ist. Die
Sitzschale 32 ist insbesondere in ihrem Übergangsbereich 7 elastisch verformbar. Weiterhin
umfasst die Bewegungsmechanik 3 der sechsten Ausführungsvariante im Unterschied zu
der Bewegungsmechanik der ersten Ausführungsvariante nur ein Torsionselement 11, welches
starr zwischen dem Sitzteil 8 des Abstützelements 2 und dem Gestell 4 befestigt ist.
Die Sitzschale 32 ist nicht über ein Geweih des Torsionselements angebunden, sondern
ist mittig im Bereich der Symmetrieebene 22 an einer Verlängerung 35 des Torsionsstabs
21 befestigt. Zusätzlich zu seinen Torsionseigenschaften ist das Torsionselement 11
noch biegeelastisch ausgebildet und federt hierdurch das Rückenteil 9 des Abstützelements
2 zwischen der Anfangsstellung 9-1 und der Endstellung 9-2 ab, wobei hierzu der Übergangsbereich
7 des Abstützelements 2 elastisch verformt wird.
[0034] In der Figur 16 ist mit Bezug auf die schematischen Darstellungen der Figuren 1,
2 und 13 der als erste Ausführungsvariante beschriebene Stuhl 1 mit konstruktiven
Details dargestellt, wobei das Gestell 4 ohne vorgesehene Rollen gezeigt ist. Auch
eine Bespannung 28 ist zur Erhaltung der Übersichtlichkeit nur als schraffierte Fläche
angedeutet. Das Abstützelement 2 umfasst neben den Tragholmen 26, 27 und der Bespannung
28 auch zwei schematische dargestellte Distanzstäbe 43, 44. Die Distanzstäbe 43, 44
halten die beiden Tragholme 26, 27 an ihren freien Enden 26a, 26b und 27a, 27b in
einem definierten Abstand a43, a44 (siehe Figur 18) und sichern so eine hohe Tragfähigkeit
der Bespannung 28. Eine hohe Tragfähigkeit der Bespannung 28 wird weiterhin durch
die Anlenkung der Tragholme 26, 27 an der Bewegungsmechanik 3 gewährleistet. Im Sitzbereich
5 ist der Tragholm 26 über einen ersten Anlenkpunkt A an der ersten Schwinge 14 und
über einen zweiten Anlenkpunkt B, welcher verdeckt liegt, an der zweiten Schwinge
38 angelenkt. Im Sitzbereich 5 ist der Tragholm 27 über einen ersten Anlenkpunkt C
an der ersten Schwinge 14 und über einen zweiten Anlenkpunkt D an der zweiten Schwinge
38 angelenkt. Weiterhin bilden die Befestigungspunkte 17, 18, mit welchen das sich
gabelnde Torsionselement 11 in die Tragholme 26, 27 übergeht, zwei weitere Anlenkpunkte
E und F. Durch eine derartige Vierpunktlagerung des Sitzbereichs 5 wird beim dynamischen
Sitzen eine Torsion des Sitzbereichs 5 oder ein Wanken des Sitzbereichs 5 um eine
in der Symmetrieebene 22 liegende und in x-Richtung verlaufende Wank-Achse WA (siehe
Figur 2) sicher vermieden und sicher gestellt, dass sich das Rückenteil 9, bei entsprechender
Belastung durch die sitzende Person, gegenüber dem Sitzbereich 5 tordiert. Durch einen
etwa X-förmigen Geometrie des Torsionselements 11 bzw. der ersten Schwinge 14 gibt
die Bewegungsmechanik 3 dem Stuhl 1 eine hohe Stabilität bei gleichzeitiger Ermöglichung
einer torsionsartigen Verwindung zwischen der oberen Hälfte 20 des Rückenteils 9 und
des Sitzteils 5, wobei die Torsion durch eine elastische Verformung des Torsionselements
11, der Tragholme 26, 27 und der Bespannung 28 ermöglicht wird. Die Torsion erfolgt
insbesondere im Bereich der Lordosenabstützung 19 und des Übergangsteils 10. Durch
die drehbare Anlenkung der ersten Schwinge 14 an dem Grundkörper 41 der Bewegungsmechanik
3 ermöglicht das Torsionselement 11 bei entsprechender Belastung durch die sitzende
Person eine Überlagerung der torsionsartigen Verwindung mit der in der Figur 2 durch
die Stellungen 9-1 und 9-1 angedeuteten Neigebewegung des Rückenteils 9. Das Sitzteil
8 ist in seiner vorderen Hälfte 8a, welche dem Distanzelement 44 nahe liegt, mit der
zweiten Schwinge 38 verbunden und in seiner hinteren Hälfte 8b, welche sich zu dem
Distanzelement 43 an die vordere Hälfte 8a anschließt, mit der ersten Schwinge 14
verbunden. Hierdurch sind die Tragholme 26, 27 mit zwei spiegelbildlich zu der Symmetrieebene
22 angeordneten Parallelogrammführung P1 und P2 an dem Grundkörper 41 geführt, wobei
die Parallelogrammführungen P1, P2 im Wesentlichen durch die beiden Schwingen 14 und
38 gebildet sind und synchron arbeiten.
[0035] In den Figuren 17 und 18 ist der Stuhl 1 perspektivisch in Unteransichten gezeigt,
wobei auf die Darstellung des Gestells, der Distanzstäbe, der Bespannung und des Federmechanismus
verzichtet wurde. In dem Grundkörper 41 sind zwei Einbauräume 45, 46 für den nicht
dargestellten Federmechanismus erkennbar. Der nicht dargestellte Federmechanismus
nimmt jedoch ausschließlich Einfluss auf das Neigungsverhalten des Stuhls 1. Das Torsionsverhalten
des Stuhls 1 wird nicht von dem Federmechanismus, sondern nur von dem Torsionselement
11 beeinflusst. In der Figur 17 ist vollständig erkennbar wie das Sitzteil 8 mittels
einer Vierpunktlagerung 47 an der Bewegungsmechanik 3 über die Anlenkpunkten A bis
D aufgehängt ist. Weiterhin ist erkennbar wie das Rückenteil 9, welches nur mit den
Tragholmen 26, 27 und ohne Bespannung und Distanzstab gezeigt ist, mittels einer Zweipunktlagerung
49 über die Anlenkpunkte E und F an der Bewegungsmechanik 3 aufgehängt ist.
[0036] In der Figur 18 sind nochmals die vier parallel laufenden Drehachsen 15, 16, 39 und
40 und die vier freien Enden 26a, 26b und 27a, 27b der beiden Tragholme 26, 27 bezeichnet.
[0037] Zu den Figuren 16 bis 18 wird auch auf die Beschreibung zu den Figuren 1, 2 und 13
verwiesen, wobei die dort genannten Bezugszeichen teilweise auch in den Figuren 16
bis 18 vermerkt sind.
[0038] Eine Überlagerung von Neigungs- und Torsionsbewegung ist auch dann möglich, wenn
die erste Schwinge 14 λ-förmig bzw. Kopf stehend y-förmig ausgebildet ist, wie dies
in der fünften und sechsten Ausführungsvariante gezeigt ist.
[0039] In den Figuren 19 bis 36 sind Modifikationen zu den sechs in den Figuren 1 bis 12
dargestellten Ausführungsvarianten in jeweils zwei Seitenansichten und einer Rückansicht
dargestellt. Bezüglich des grundsätzlichen Aufbaus und der grundsätzlichen Funktionsweise
der in den Figuren 19 bis 36 gezeigten Modifikationen wird entsprechend auf die Beschreibung
zu den Figuren 1, 2 und 3, 3 und 4, 5 und 5, 6 und 7, 8 und 9, 10 und 11, 12 verwiesen.
Im Unterschied zu den in den Figuren 1 bis 12 gezeigten Stühlen umfasst bei allen
sechs in den Figuren 19 bis 36 gezeigten Stühlen 1a (siehe Figur 19 bis 21), 30a (siehe
Figur 22 bis 24), 31a (siehe Figur 25 bis 27), 33a (siehe Figur 28 bis 30), 34a (siehe
Figur 31 bis 33)und 36a (siehe Figuren 34 bis 36) das Rückenteil 9 eine symbolisch
dargestellte erste Knickeinrichtung 50 und das Torsionselement 11 eine zweite symbolisch
dargestellte Knickeinrichtung 51, wobei durch die erste Knickeinrichtung 50 ein an
das Übergangsteil 10 anschließender unterer Abschnitt 52 des Rückenteils 9 und ein
an den unteren Abschnitt 52 anschließender oberer Abschnitt 53 des Rückenteils 9 verschwenkbar
verbunden sind. Hierbei ist die erste Knickeinrichtung 50 unterhalb eines Anlenkbereichs
54 angeordnet, in welchem das Torsionselement 11 mit dem Rückenteil 9 verbunden ist.
Die zweite in dem Torsionselement 11 ausgebildete Knickeinrichtung 51 umfasst einen
mit einem Grundkörper 41 der Bewegungsmechanik 3 verbundenen unteren Abschnitt 55
des Torsionselements 11 und einen mit dem Rückenelement 9 in dem Anlenkbereich 54
verbundenen oberen Abschnitt 56 des Torsionselements 11, wobei die beiden Abschnitte
55, 56 durch die zweite Knickeinrichtung 51 verschwenkbar verbunden sind. In dem Anlenkbereich
54 sind der obere Abschnitt 53 des Rückenteils 9 und der obere Abschnitt 56 des Torsionselements
11 miteinander verbunden. Die zweite Knickeinrichtung 51 und damit auch die erste
Knickeinrichtung 50 sind oberhalb der Lordosenabstützung 19 des Stuhls 1a, 30a, 31a,
33a, 34a bzw. 36a ausgebildet. Hierbei ist die zweite Knickeinrichtung 51 unterhalb
der ersten Knickeinrichtung 50 angeordnet.
[0040] Die erste Knickeinrichtung 50 ist vorzugsweise als Biegezone B50 ausgebildet, welche
einer Art Knickbildung zwischen dem unteren Abschnitt 52 und dem oberen Abschnitt
53 des Rückenteils 9 in Abhängigkeit davon zulässt, in welcher Stellung sich der Stuhl
1a 30a, 31a, 33a, 34a bzw. 36a befindet. In einer Ruhestellung R1, wie diese in den
Figuren 19, 22, 25, 28, 31 und 34 gezeigt ist, weisen der untere Abschnitt 52 und
der obere Abschnitt 53 des Rückenteils 9 zueinander einen ersten Öffnungswinkel α-R1
auf, wobei der Öffnungswinkel α-R1 in der zu den einzelnen Ausführungsvarianten bereits
beschriebenen Symmetrieebene 22 liegt und zwischen einer zu einer sitzenden Person
Kontakt aufweisenden Oberfläche 52a des unteren Abschnitts 52 und einer zu einer sitzenden
Person Kontakt aufweisenden Oberfläche 53a des oberen Abschnitts 53 gemessen wird.
Die Ruhestellung R1 wird von dem Stuhl 1a 30a, 31a, 33a, 34a bzw. 36a eingenommen,
wenn dieser unbelastet ist oder wenn eine Person derart auf dem Stuhl sitzt, dass
die Person keinen oder nur geringen Druck auf dessen Rückenelement 9 ausübt. In einer
zurückgelehnten Stellung R2 wie diese in den Figuren 20, 23, 26, 29, 32 und 35 gezeigt
ist, weisen der untere Abschnitt 52 und der obere Abschnitt 53 des Rückenteils 9 zueinander
einen zweiten Öffnungswinkel α-R2 auf, wobei der Öffnungswinkel α-R2 ebenfalls in
der erwähnten Symmetrieebene 22 liegt. Die beiden in Wechselwirkung stehenden Knickeinrichtungen
50 und 51 des Rückenteils 9 und des Torsionselements 11 bewirken beim Übergang von
der Stellung R1 in die Stellung R2 eine Verkleinerung des Öffnungswinkels von dem
Wert α-R1 auf den Wert α-R2. Somit verändert sich die Stellung, welche die beiden
Abschnitte 52, 53 des Rückenteils 9 zueinander einnehmen nach Art einer sich leicht
schließenden Klappe. Der obere Abschnitt 53 des Rückenteils 9 bewegt sich relativ
zu dem unteren Abschnitt 52 des Rückenteils 9 nach vorne in die Pfeilrichtung x. Das
heißt, der obere Abschnitt 53 des Rückenteils 9 bewegt sich während der Neigebewegung,
welche der Stuhl 1a 30a, 31a, 33a, 34a bzw. 36a ausführt, wenn sich eine auf dem Stuhl
1a 30a, 31a, 33a, 34a bzw. 36a sitzende Person gegen das Rückenteil 9 zurücklehnt,
relativ zu dem unteren Abschnitt 52 des Rückenteils 9 und knickt hierbei nach vorne.
Diese Bewegung, welche zur Neigebewegung, welche in die Pfeilrichtungen x' und y'
gerichtet ist, gegenläufig ist, stabilisiert abhängig von der Formgebung und der Größe
des oberen Abschnitts 53 des Rückenteils 9 den Nacken und den Kopf der auf dem Stuhl
1a 30a, 31a, 33a, 34a bzw. 36a sitzenden Person und ermöglicht der Person in ergonomisch
gewünschter Weise eine in der aufrecht sitzenden Position eingenommene Blickachse
beim Zurückneigen und in der zurück geneigten Position beizubehalten, da der obere
Abschnitt 53 des Rückenteils 9, an dessen Oberfläche 53a der Kopf der auf dem Stuhl
sitzenden Person anliegt, sich zwischen der Stellung R1 und der Stellung R1 in geringerem
Maße neigt als der untere Abschnitt 52 des Rückenteils 9, an dessen Oberfläche 52a
die auf dem Stuhl sitzende Person sich mit ihrem Oberkörper anlehnt. Hierbei ist die
zweite Knickeinrichtung 51 in beiden Stellungen R1 und R2 des Stuhls 1a, 30a, 31a,
33a, 34a bzw. 36a unterhalb der ersten Knickeinrichtung 50 angeordnet.
[0041] Die zweite Knickeinrichtung 51 ist vorzugsweise ebenfalls als Biegezone B51 ausgebildet,
welche einer Art Knickbildung zwischen dem unteren Abschnitt 55 und dem oberen Abschnitt
56 des Torsionsstabs 11 erlaubt. Wobei die Knickbildung von der Bewegungsmechanik
3 gesteuert ist, deren Bestandteil die Knickeinrichtung 51 ist. In einer Ruhestellung
R1, wie diese in den Figuren 19, 22, 25, 28, 31 und 34 gezeigt ist, weisen der untere
Abschnitt 55 und der obere Abschnitt 56 des Torsionsstabs 11 zueinander einen ersten
Öffnungswinkel β-R1 auf, wobei der Öffnungswinkel β-R1in der zu den einzelnen Ausführungsvarianten
bereits beschriebenen Symmetrieebene 22 liegt bzw. gemessen wird. In einer zurückgelehnten
Stellung R2 wie diese in den Figuren 20, 23, 26, 29, 32 und 35 gezeigt ist, weisen
der untere Abschnitt 55 und der obere Abschnitt 56 des Torsionselements 11 zueinander
einen zweiten Öffnungswinkel β-R2 auf, wobei der Öffnungswinkel β-R2 ebenfalls in
der Symmetrieebene 22 gemessen wird. Dadurch dass der obere Abschnitt 56 beim Wechsel
von der Stellung R1 in die Stellung R2 nach vorne in x-Richtung knickt, verkleinert
sich der Wert des Öffnungswinkels von β-R1 auf β-R2. Somit bewegt sich der obere Abschnitt
56 des Torsionselements 11 relativ zu dem unteren Abschnitt 55 des Torsionselements
11 nach vorne, wenn sich eine auf dem Stuhl 1a 30a, 31a, 33a, 34a bzw. 36a sitzende
Person zurück lehnt. Die beiden Knickeinrichtungen 50 und 51 arbeiten somit - in Folge
der Verbindung ihrer oberen Abschnitte 53 und 56 in dem Anlenkbereich 54 - synchron,
so dass eine Schließbewegung der Bewegungsmechanik 3, zu welcher die Knickeinrichtung
51 und der obere Abschnitt 56 des Torsionselements 11 gehören, auf das Rückenteil
9 des Abstützelements 2 übertragen wird. Entsprechend erfolgt beim Verlassen der Stellung
R2 in die Stellung R1 wieder eine Öffnungsbewegung des unteren und des oberen Abschnitts
55, 56 der Bewegungsmechanik 3 und somit in Folge der Kopplung auch wieder eine Öffnungsbewegung
des unter Abschnitts 52 und des oberen Abschnitts 53 des Rückenteils 9.
[0042] Für die erste Knickeinrichtung 50 ist es vorgesehen, diese etwa auf einer Höhe des
obersten Brustwirbels einer auf dem Stuhl 1a 30a, 31a, 33a, 34a bzw. 36a sitzenden
Person anzuordnen, um deren Nacken bzw. Kopf in einer zurückgelehnten Sitzposition
optimal abzustützen. Entsprechend ist das Rückenteil bei den in den Figuren 19 bis
36 gezeigten Modifikationen so dimensioniert, dass der obere Abschnitt 53 des Rückenteils
9 auf der Höhe eines Nackenbereichs oder eines Nacken- und Kopfbereichs einer auf
dem Stuhl sitzenden Person liegt.
[0043] Bei den in den Figuren 19 bis 21 und 22 bis 24 gezeigten Modifikationen der ersten
und zweiten Ausführungsvariante ist die erste Knickeinrichtung 50 technisch in den
beiden Tragholmen 26, 27 durch jeweils eine als elastischer Bereich ausgebildete Biegezone
B50 ausgeführt oder alternativ durch jeweils ein Gelenkelement gebildet. Die Bespannung
28 folgt der durch die Tragholme 26, 27 vorgegebenen Bewegung ohne zusätzliche Anpassung.
[0044] Bei den in den Figuren 25 bis 27, 28 bis 30, 31 bis 33 und 34 bis 36 gezeigten Modifikationen
der dritten bis sechsten Ausführungsvariante ist die erste Knickeinrichtung 50 in
die das Abstützelement 2 bildenden Sitzschale 32 integriert und erstreckt sich in
waagrechter Ausrichtung über das Rückenteil 9. Die erste Knickeinrichtung 50 ist durch
eine als elastischer Bereich ausgebildete Biegezone B50 oder alternativ ein Gelenkelement
gebildet.
[0045] Bei den in den Figuren 19 bis 21, 22 bis 24, 25 bis 27 und 28 bis 30 gezeigten Modifikationen
der ersten bis vierten Ausführungsvariante ist die zweite Knickeinrichtung 51 in dem
Torsionselement 11 bzw. der ersten Schwinge 14, welche das Torsionselement 11 bildet,
unterhalb des Geweihs 29 ausgebildet, in welches sich der Torsionsstab 21 gabelt,
um in dem Anlenkbereich 54 in die Tragholme 26, 27 überzugehen. Die zweite Knickeinrichtung
51 ist durch eine als elastischer Bereich ausgebildete Biegezone B51 oder alternativ
als Gelenkelement gebildet. Das Geweih 29 bildet den oberen Abschnitt 56 des Torsionselements
11. Das Geweih 29 ist insbesondere flächig mit den Tragholmen 26, 37 verbunden.
[0046] Bei den in den Figuren 31 bis 33 und 34 bis 36 gezeigten Modifikationen der fünften
und sechsten Ausführungsvariante ist die zweite Knickeinrichtung 51 in dem Torsionselement
11 bzw. der ersten Schwinge 14, welche das Torsionselement 11 bildet, unterhalb des
zentralen Anlenkbereichs 54 ausgebildet, in welchem die Schwinge 14 an der Sitzschale
32 angelenkt ist. Die zweite Knickeinrichtung 51 ist durch eine als elastischer Bereich
ausgebildete Biegezone B51 oder alternativ durch ein Gelenkelement gebildet.
[0047] Die Erfindung ist nicht auf dargestellte oder beschriebene Ausführungsbeispiele beschränkt.
Sie umfasst vielmehr Weiterbildungen der Erfindung im Rahmen der Schutzrechtsansprüche.
Bezugszeichenliste:
[0048]
- 1
- Stuhl, 1. Ausführungsvariante
- 1a
- Stuhl, Modifikation von 1
- 2
- Abstützelement
- 3
- Bewegungsmechanik
- 4
- Gestell
- 5
- Sitzbereich von 2
- 6
- Rückenbereich von 2
- 7
- Übergangsbereich von 2
- 8
- Sitzteil von 2
- 8a
- vordere Hälfte von 8
- 8b
- hintere Hälfte von 8
- 8-1
- Anfangsstellung von 8
- 8-2
- Endstellung von 8
- 9
- Rückenteil von 2
- 9-1
- Anfangsstellung von 9
- 9-2
- Endstellung von 9
- 10
- Übergangsteil von 2
- 11
- Torsionselement
- 12, 13
- Hebel
- 14
- erste Schwinge
- 15
- erste Drehachse von 14
- 16
- zweite Drehachse von 14
- 17, 18
- Befestigungspunkt
- 19
- Lordosenabstützung
- 20
- oberen Hälfte von 9
- 21
- Torsionsstab von 11
- 22
- Symmetrieebene bzw. xy-Ebene
- 23
- Federelement
- 24
- Synchronmechanik
- 25
- Belastungspunkt
- 26, 27
- Tragholm
- 28
- Bespannung
- 29
- Geweih
- 30
- Stuhl, 2. Ausführungsvariante
- 30a
- Stuhl, Modifikation von 30
- 31
- Stuhl, 3. Ausführungsvariante
- 31a
- Stuhl, Modifikation von 31
- 32
- Sitzschale
- 33
- Stuhl, 4. Ausführungsvariante
- 33a
- Stuhl, Modifikation von 33
- 34
- Stuhl, 5. Ausführungsvariante
- 34a
- Stuhl, Modifikation von 34
- 35
- Verlängerung von 21
- 36
- Stuhl, 6. Ausführungsvariante
- 36a
- Stuhl, Modifikation von 36
- 37
- Bügel zwischen 12 und 13
- 38
- zweite Schwinge
- 39
- Drehachse von 38
- 40
- Drehachse von 38
- 41
- Grundkörper von 3
- 42
- Federmechanismus in 41
- 43, 44
- Distanzstab zwischen 26 und 27
- 45, 46
- Einbauraum für 42
- 47
- Vierpunktlagerung von 5
- 48
- Auflageelement für 5
- 49
- Zweipunktlagerung von 9
- 50
- erste Knickeinrichtung von 9
- 51
- zweite Knickeinrichtung von 11
- 52
- unterer Abschnitt von 9
- 52a
- Oberfläche von 52
- 53
- oberer Abschnitt von 9
- 53a
- Oberfläche von 53
- 54
- Anlenkbereich von 11 an 9
- 55
- unterer Abschnitt von 11
- 56
- oberer Abschnitt von 11
- A - F
- Anlenkpunkt von 2
- a43
- Abstand zwischen 26a und 26b
- a44
- Abstand zwischen 27a und 27b
- B50
- Biegezone
- B51
- Biegezone
- M11
- Mittelteil von 11
- P1, P2
- Parallelogrammführung
- R1
- Ruhestellung des Stuhls
- R2
- zurück geneigte Stellung des Stuhls
- WA
- Wank-Achse
- x, y, z
- Richtung
- α-R1
- erster Öffnungswinkel zwischen 52 und 53
- α-R2
- zweiter Öffnungswinkel zwischen 52 und 53
- β-R1
- erster Öffnungswinkel zwischen 55 und 56
- β-R2
- zweiter Öffnungswinkel zwischen 55 und 56
1. Stuhl (1, 31, 34; 1a, 31a, 34a) umfassend,
- ein durchgehendes Abstützelement (2), eine Bewegungsmechanik (3) und ein Gestell
(4),
- wobei das Abstützelement (2) einen Sitzbereich (5) umfasst, welcher ein Sitzteil
(8) bildet,
- wobei das Abstützelement (2) einen Rückenbereich (6) umfasst, welcher ein Rückenteil
(9) bildet,
- wobei das Abstützelement (2) einen Übergangsbereich (7) umfasst, welcher den Sitzbereich
(5) und den Rückenbereich (6) verbindet,
- wobei das Abstützelement (2) eine Relativbewegung zwischen dem Rückenbereich (6)
und dem Sitzbereich (5), welche bei einer Veränderung der Belastung des Stuhls (1,
31, 34; 1a, 31a, 34a) durch den sitzenden Menschen auftritt, durch eine elastische
Verformung kompensiert, wobei die Bewegungsmechanik (3) ein Torsionselement (11) umfasst
,
- wobei das Torsionselement (11) das Rückenteil (9) trägt und die Neigung des Rückenteils
(9) steuert,
- wobei das Rückenteil (9) des Abstützelements (2) ausschließlich oberhalb einer Lordosenabstützung
(19) mit dem Torsionselement (11) verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, dass
- die Bewegungsmechanik zwischen dem Gestell (4) und dem Abstützelement (2) angeordnet
ist,
- dass die Bewegungsmechanik (3) eine erste Schwinge (14), eine zweite Schwinge (38)
und einen Grundkörper (41) umfasst,
- dass die zweite Schwinge (38) drehbar an dem Grundkörper (41) und drehbar an einer
vorderen Hälfte (8a) des Sitzteils (8) angelenkt ist,
- und dass die erste Schwinge (14) drehbar an dem Grundkörper (41) angelenkt ist,
drehbar an einer hinteren Hälfte (8b) des Sitzteils (8) angelenkt ist und das Torsionselement
(11) umfasst, welches mit dem Rückenbereich (6) oberhalb einer Lordosenabstützung
(9) verbunden ist.
2. Stuhl (1, 31 34; 1a, 31a, 34a) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
- der Rückenbereich (6) gegenüber dem Sitzbereich (5) aus einer Sitzposition heraus
neigbar und/oder tordierbar ist,
- wobei eine von einem sitzenden Menschen in das Abstützelement (2) eingeleitete Kraft,
welche ein Aufbiegen des Abstützelements und/oder eine Verdrehung des Rückenteils
(9) gegenüber dem Sitzteil (8) bewirkt, durch die Bewegungsmechanik (3) eine Gegenkraft
erfährt,
- wobei die Bewegungsmechanik (3) mit dem Abstützelement (2) im Rückenbereich oberhalb
einer Lordosenabstützung (19) insbesondere in einem mittigen Anlenkpunkt (18) oder
insbesondere in zwei seitlichen Anlenkpunkten (17, 18) verbunden ist und im Sitzbereich
(5), insbesondere fest verbunden ist oder insbesondere über zwei im Sitzbereich (5)
angeordnete Drehachsen (15, 39) verbunden ist.
3. Stuhl (1, 31, 34; 1a 31a, 34a) nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass das Torsionselement (11) einen Torsionsstab (21) umfasst, welcher nach oben bis über
die Lordosenabstützung (19) hinaus in einer senkrecht im Raum stehenden Symmetrieebene
(22) des Stuhls (1, 31, 34; 1a, 31a, 34a) verläuft.
4. Stuhl (1, 31, 34; 1a, 31a, 34a) nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass zur Ermöglichung der Verformung eine Anbindung des Abstützelements (2) an die Bewegungsmechanik
(3) in dem Rückenbereich (6) des Abstützelements (2) unterhalb der Lordosenabstützung
(19) und in dem Übergangsbereich (7) des Abstützelements (2) vermieden ist.
5. Stuhl (1; 1a) nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Abstützelement (2) zwei L-förmig gebogene Tragholme (26, 27) und eine Bespannung
(28) umfasst, wobei die Bespannung (28) zwischen den Tragholmen (26, 27) aufgespannt
ist.
6. Stuhl (1, 31, 34; 1a, 31a, 34a) nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Bewegungsmechanik (3) zwischen dem Gestell (4) und dem Abstützelement (2) angeordnet
ist und sowohl das Rückenteil (9) des Abstützelements (2) als auch das Sitzteil (8)
des Abstützelements (2) trägt, wobei durch die Bewegungsmechanik (3) eine Neigung
des Sitzteils (8) und eine Neigung des Rückenteils (9) in Abhängigkeit von den Kräften,
mit welchen ein sitzender Mensch auf den Stuhl (1, 31, 34; 1a, 31a, 34a) einwirkt,
gesteuert wird, wobei die Neigung des Sitzteils (8) und die Neigung des Rückenteils
(9) abhängig voneinander gesteuert sind und wobei die Neigung des Rückenteils (9)
zwischen einer Anfangsstellung (9-1) und einer Endstellung (9-2) stärker zunimmt als
die Neigung des Sitzteils (8).
7. Stuhl (31, 34; 31a, 34a) nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Abstützelement (2) als L-förmig gebogene Sitzschale (32) ausgebildet ist.
8. Stuhl () nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Abstützelement (2) in seinem Sitzbereich (5) starr an dem Gestell (4) fixiert
ist.
9. Stuhl (1, 31, 34; 1a, 31a, 34a) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden im Sitzbereich angeordneten Drehachsen (15, 39) parallel zueinander verlaufen
und eine senkrecht im Raum stehende Symmetrieebene (22) des Stuhls (1, 31, 34; 1a,
31a, 34a) orthogonal durchdringen; dadurch gekennzeichnet, dass die von der Bewegungsmechanik (3) zur Kompensation der von einem sitzenden Menschen
eingeleiteten Kraft eine Gegenkraft erzeugt, welche wenigstens 50 % und insbesondere
wenigstens 70 % einer erforderlichen Gesamtgegenkraft beträgt, wobei die restliche
Gegenkraft durch das sich verformende Abstützelement (2) erzeugt wird.
10. Stuhl nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Bewegungsmechanik (3) zwischen dem Gestell (4) und dem Abstützelement (2) angeordnet
ist, wobei die Bewegungsmechanik (3) ein insbesondere elastisch verformbares Auflageelement
(48) umfasst, welches zwischen dem Gestell (4) und dem Sitzteil (8) angeordnet ist
und wobei die Bewegungsmechanik (3) eine elastisch verformbare Schwinge (14) umfasst,
welche das Torsionselement (11) umfasst und mit dem Gestell (4) und mit dem Rückenbereich
(6) oberhalb einer Lordosenabstützung (9) verbunden ist.
11. Stuhl (1; 1a) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Abstützelement auch zwei Distanzstäbe (43, 44) umfasst, wobei die Tragholme (26,
27) sowohl durch die zwei Distanzstäbe (43, 44), welche freie Enden (26a, 26b; 27a,
27b) der Tragholme (26, 27) verbinden, in einem definierten Abstand gehalten werden,
als auch durch die Bewegungsmechanik (3) in dem definierten Abstand gehalten werden.
12. Stuhl (1, 31, 34; 1a, 31a, 34a) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Bewegungsmechanik durch wenigstens einen Federmechanismus (42) oder ein Federelement
(23) gedämpft ist.
13. Stuhl (1, 31, 34; 1a, 31a, 34a) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Sitzteil (8) durch eine Vierpunktlagerung (47) an vier Anlenkpunkten (A, B, C,
D) mit der Bewegungsmechanik (3) verbunden ist und dass das Rückenteil insbesondere
durch eine Zweipunktlagerung (49) insbesondere an Tragholmen (26, 27) mit einer oberen
Hälfte (20) des Rückenteils (9) insbesondere an zwei Anlenkpunkten (E, F) mit der
Bewegungsmechanik (3) verbunden ist.
14. Stuhl (1a, 31a, 34a) nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
- dass das Rückenteil (9) eine erste Knickeinrichtung (50) umfasst ,
- wobei die erste Knickeinrichtung (50) einen an das Übergangsteil (10) anschließenden
unteren Abschnitt (52) des Rückenteils (9) und einen an den unteren Abschnitt (52)
anschließenden oberen Abschnitt (53) des Rückenteils (9) verschwenkbar verbindet,
- wobei die erste Knickeinrichtung (50) unterhalb eines Anlenkbereichs (54) angeordnet
ist, in welchem das Torsionselement (11) mit dem Rückenteil (9) verbunden ist,
- wobei das Torsionselement (11) eine zweite Knickeinrichtung (51) umfasst,
- wobei die zweite Knickeinrichtung (51) einen an einen Grundkörper (41) der Bewegungsmechanik
(3) angelenkten unteren Abschnitt (55) des Torsionselements (11) und einen an das
Rückenelement (9) angelenkten oberen Abschnitt (56) des Torsionselements (11) verschwenkbar
verbindet,
- wobei die zweite Knickeinrichtung (51) oberhalb der Lordosenabstützung (19) ausgebildet
ist.
15. Stuhl nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Knickeinrichtung (51) bei einer Bewegung des Stuhls (1a, 30a, 31a, 33a,
34a, 36a) aus einer Ruhestellung (R1) in eine zurückgelehnte Stellung (R2) durch eine
Verkleinerung eines in einer senkrecht im Raum stehenden Symmetrieebene (22) gemessenen
Öffnungswinkels (β-R1, β-R2) zwischen dem unteren Abschnitt (55) des Torsionselements
(11) und dem oberen Abschnitt (56) des Torsionselements (11) eine Verkleinerung eines
ebenfalls in der senkrecht im Raum stehenden Symmetrieebene (22) gemessenen Öffnungswinkels
(α-R1, α-R2) zwischen dem unteren Abschnitt (52) des Rückenteils (9) und dem oberen
Abschnitt (53) des Rückenteils (9) erzwingt, so dass bei der Bewegung des Stuhls (1a,
30a, 31a, 33a, 34a, 36a) aus der Ruhestellung (R1) in die zurückgelehnte Stellung
(R2) der obere Abschnitt (53) des Rückenteils (9) relativ zu dem unteren Abschnitt
(52) des Rückenteils (9) nach vorne in eine Pfeilrichtung (x) bewegt wird.
1. A chair (1, 31, 34; 1a, 31a, 34a) comprising,
- a continuous support element (2), a movement mechanism (3) and a frame (4),
- wherein the support element (2) comprises a seat region (5), which forms a seat
part (8),
- wherein the support element (2) comprises a back region (6), which forms a back
part (9),
- wherein the support element (2) comprises a transition region (7), which connects
the seat region (5) and the back region (6),
- wherein the support element (2) uses elastic deformation to compensate for a relative
movement between the back region (6) and the seat region (5), which occurs when the
loading to which the chair (1, 31, 34; 1a, 31a, 34) is subjected, is changed by the
person sitting on it,
- wherein the movement mechanism (3) comprises a torsion element (11),
- wherein the torsion element (11) supports the back part (9) and controls the inclination
of the back part (9),
- wherein the back part (9) of the support element (2) is connected to the torsion
element (11) only above a lordosis support (19),
characterized in that
- the movement mechanism is arranged between the frame (4) and the support element
(2),
- that the movement mechanism (3) comprises a first rocker (14), a second rocker (38)
and a base body (41),
- that the second rocker (38) is rotatably hinged to the base body (41) and is rotatably
hinged to a front half (8a) of the seat part (8),
- and that the first rocker (14) is rotatably hinged to the base body (41), is rotatably
hinged to a rear half (8b) of the seat part (8), and comprises the torsion element
(11), which is connected to the back region (6) above a lordosis support (9).
2. The chair (1, 31, 34; 1a, 31a, 34a) according to claim 1,
characterized in that
- the back region (6) can be inclined and/or twisted from a sitting position relative
to the seat region (5),
- wherein a force, which causes the support element to be bent open and/or which causes
a rotation of the back part (9) relative to the seat part (8) and which is introduced
into the support element (2) by a sitting person, experiences a counter force by means
of the movement mechanism (3),
- wherein the movement mechanism (3) is connected to the support element (2) in the
back region above a lordosis support (19), in particular in a central pivot point
(18) or in particular in two lateral pivot points (17, 18), and is connected, in particular
fixedly, in the seat region (5), or is in particular connected via two axes of rotation
(15, 39), which are arranged in the seat region (5).
3. The chair (1, 31, 34; 1a, 31a, 34a) according to at least one of the preceding claims,
characterized in that the torsion element (11) comprises a torsion rod (21), which runs upwards beyond
the lordosis support (19) in a vertical axis of symmetry (22) of the chair (1, 31,
34; 1a, 31a, 34).
4. The chair (1, 31, 34; 1a, 31a, 34a) according to at least one of the preceding claims,
characterized in that a connection of the support element (2) to the movement mechanism (3) in the back
region (6) of the support element (2) below the lordosis support (19) and in the transition
region (7) of the support element (2) is avoided so as to provide the deformation.
5. The chair (1; 1a) according to at least one of the preceding claims, characterized in that the support element (2) comprises two support beams (26, 27), which are bent in an
L-shaped manner, and a cover (28), wherein the cover (28) is stretched between the
support beams (26, 27).
6. The chair (1, 31, 34; 1a, 31a, 34a) according to at least one of the preceding claims,
characterized in that the movement mechanism (3) is arranged between the frame (4) and the support element
(2) and supports the back part (9) of the support element (2) as well as the seat
part (8) of the support element (2), wherein the movement mechanism (3) controls an
inclination of the seat part (8) and an inclination of the back part (9) is controlled
as a function of the forces, with which a person sitting on the chair (1, 31, 34;
1a, 31a, 34a) acts on the latter,
wherein the inclination of the seat part (8) and the inclination of the back part
(9) are controlled as a function of one another, and wherein the inclination of the
back part (9) between an initial position (9-1) and an end position (9-2) increases
more than the inclination of the seat part (8).
7. The chair (31, 34; 31a, 34a) according to at least one of the preceding claims, characterized in that the support element (2) is embodied as seat shell (32), which is bent in an L-shaped
manner.
8. The chair (1) according to at least one of the preceding claims, characterized in that, in its seat region (5), the support element (2) is rigidly fixed to the frame (4).
9. The chair (1, 31, 34; 1a, 31a, 34a) according to claim 2, characterized in that the two axes of rotation (15, 39), which are arranged in the seat region, run parallel
to one another and orthogonally penetrate a vertical plane of symmetry (22) of the
chair (1, 31, 34; 1a, 31a, 34a);
characterized in that the force, which the movement mechanism (3) introduces to compensate the force introduced
by a sitting person, creates a counter force, which is at least 50% and in particular
at least 70% of a required total counter force, wherein the remaining counter force
is created by means of the support element (2), which deforms.
10. The chair according to at least one of the preceding claims 1 to 9, characterized in that the movement mechanism (3) is arranged between the frame (4) and the support element
(2), wherein the movement mechanism (3) comprises an in particular elastically deformable
bearing element (48), which is arranged between the frame (4) and the seat part (8),
and wherein the movement mechanism (3) comprises an elastically deformable rocker
(14), which comprises the torsion element (11) and which is connected to the frame
(4) and to the back region (6) above a lordosis support (9).
11. The chair (1; 1a) according to claim 5, characterized in that the support element also comprises two spacer rods (43, 44), wherein the support
beams (26, 27) are held at a defined distance by means of the two spacer rods (43,
44), which connect free ends (26a, 26b; 27a, 27b) of the support beams (26, 27), and
are held in the defined distance by means of the movement mechanism (3).
12. The chair (1, 31, 34; 1a, 31a, 34a) according to one of the preceding claims, characterized in that the movement mechanism is cushioned by means of at least one spring mechanism (42)
or a spring element (23).
13. The chair (1, 31, 34; 1a, 31a, 34a) according to one of the preceding claims, characterized in that the seat part (8) is connected to the movement mechanism (3) at four pivot points
(A, B, C, D) by means of a four point bearing (47), and that the back part is connected
to an upper half (20) of the back part (9), in particular by means of a two point
bearing (49) in particular at support beams (26, 27) in particular to the movement
mechanism (3) at two pivot points (E, F).
14. The chair (1a, 31a, 34a) according to at least one of the preceding claims,
characterized in
- that the back part (9) comprises a first bending device (50),
- wherein the first bending device (50) connects a lower section (52) of the back
part (9), which adjoins the transition part (10), and an upper section (53) of the
back part (9), which adjoins the lower section (52), in a pivotable manner,
- wherein the first bending device (50) is arranged below a pivot region (54), in
which the torsion element (11) is connected to the back part (9),
- wherein the torsion element (11) comprises a second bending device (51),
- wherein the second bending device (51) connects a lower section (55) of the torsion
element (11), which is hinged to a base body (41) of the movement mechanism (3), and
an upper section (56) of the torsion element (11), which is hinged to the back element
(9), in a pivotable manner,
- wherein the second bending device (51) is embodied above the lordosis support (19).
15. The chair according to claim 14, characterized in that, in response to a movement of the chair (1a, 30a, 31a, 33a, 34a, 36a) from a rest
position (R1) into a reclined position (R2) as a result of a decrease of an opening
angle (β-R1, β-R2) between the lower section (55) of the torsion element (11) and
the upper section (56) of the torsion element (11) measured in a vertical plane of
symmetry (22), the second bending device (51) forces a decrease of an opening angle
(α-R1, α-R2) between the lower section (52) of the back part (9) and the upper section
(53) of the back part (9), also measured in the vertical plane of symmetry (22), so
that the upper section (53) of the back part (9) is moved forwards in an arrow direction
(x) relative to the lower section (52) of the back part (9) in response to moving
the chair (1a, 30a, 31a, 33a, 34a, 36a) from the rest position (R1) into the reclined
position (R2).
1. Chaise (1, 31, 34 ; la, 31a, 34a) comprenant
- un élément de soutien continu (2), un mécanisme de mouvement (3) et un piètement
(4),
- dans laquelle l'élément de soutien (2) comprend une zone d'assise (5) qui forme
un siège (8),
- dans laquelle l'élément de soutien (2) comprend une zone dorsale (6) qui forme un
dossier (9),
- dans laquelle l'élément de soutien (2) comprend une zone de transition (7) qui relie
la zone d'assise (5) et la zone dorsale (6),
- dans laquelle l'élément de soutien (2) compense un mouvement relatif entre la zone
dorsale (6) et la zone d'assise (5), qui se produit en cas de modification de la charge
de la chaise (1, 31, 34 ; la, 31a, 34a) par la personne qui y est assise, par une
déformation élastique,
- dans laquelle le mécanisme de mouvement (3) comprend un élément de torsion (11),
- dans laquelle l'élément de torsion (11) supporte le dossier (9) et commande l'inclinaison
du dossier (9),
- dans laquelle le dossier (9) de l'élément de soutien (2) est relié exclusivement
au-dessus d'un soutien de lordose (19) à l'élément de torsion (11),
caractérisée en ce que
- le mécanisme de mouvement est disposé entre le piètement (4) et l'élément de soutien
(2),
- le mécanisme de mouvement (3) comporte un premier basculeur (14), un second basculeur
(38) et un corps de base (41),
- le second basculeur (38) s'articule en rotation au niveau du corps de base (41)
et en rotation au niveau d'une moitié avant (8a) du siège (8)
- et le premier basculeur (14) s'articule en rotation au niveau du corps de base (41),
en rotation au niveau d'une moitié arrière (8b) du siège (8) et comprend l'élément
de torsion (11) qui est relié à la zone dorsale (6) au-dessus d'un soutien de lordose
(9).
2. Chaise (1, 31 34 ; la, 31a, 34a) selon la revendication 1,
caractérisée en ce que
- la zone dorsale (6) peut être inclinée et/ou tordue par rapport à la zone d'assise
(5) en partant d'une position d'assise,
- dans laquelle une force conduite par une personne assise dans l'élément de soutien
(2) et qui provoque une courbure de l'élément de soutien et/ou une rotation du dossier
(9) par rapport au siège (8) subit une contre-force par l'intermédiaire du mécanisme
de mouvement (3),
- dans laquelle le mécanisme de mouvement (3) est relié à l'élément de soutien (2)
dans la zone dorsale, au-dessus d'un soutien de lordose (19), en particulier à un
point d'articulation central (18) ou en particulier à deux points d'articulation latéraux
(17, 18), est relié et dans la zone d'assise (5), en particulier fixement ou en particulier
par l'intermédiaire de deux axes de rotation (15, 39) disposés dans la zone d'assise
(5).
3. Chaise (1, 31, 34 ; 1a, 31a, 34a) selon au moins une des revendications précédentes,
caractérisée en ce que l'élément de torsion (11) comprend une barre de torsion (21) qui s'étend vers le
haut jusqu'au-dessus du soutien de lordose (19) dans un plan de symétrie (22) situé
verticalement dans l'espace de la chaise (1, 31, 34 ; la, 31a, 34a).
4. Chaise (1, 31, 34 ; la, 31a, 34a) selon au moins une des revendications précédentes,
caractérisée en ce que, pour permettre la déformation, une jonction de l'élément de soutien (2) au mécanisme
de mouvement (3) dans la zone dorsale (6) de l'élément de soutien (2) est évitée en-dessous
du soutien de lordose (19) et dans la zone de transition (7) de l'élément de soutien
(2).
5. Chaise (1 ; la) selon au moins une des revendications précédentes, caractérisée en ce que l'élément de soutien (2) comprend deux traverses supports recourbées en forme de
L (26, 27) et une garniture (28), la garniture (28) étant tendue entre les traverses
supports (26, 27).
6. Chaise (1, 31, 34 ; la, 31a, 34a) selon au moins une des revendications précédentes,
caractérisée en ce que le mécanisme de mouvement (3) est disposé entre le piètement (4) et l'élément de
soutien (2) et supporte aussi bien le dossier (9) de l'élément de soutien (2) que
le siège (8) de l'élément de soutien (2), une inclinaison du siège (8) et une inclinaison
du dossier (9) étant commandée par le mécanisme de mouvement (3) en fonction des forces
par lesquelles une personne assise agit sur la chaise (1, 31, 34 ; la, 31a, 34a),
l'inclinaison du siège (8) et l'inclinaison du dossier (9) étant commandées l'une
en fonction de l'autre et l'inclinaison du dossier (9) augmentant plus fortement entre
une position initiale (9-1) et une position terminale (9-2) que l'inclinaison du siège
(8).
7. Chaise (31, 34 ; 31a, 34a) selon au moins une des revendications précédentes, caractérisée en ce que l'élément de soutien (2) est réalisé sous forme d'une coque de siège recourbée en
forme de L (32).
8. Chaise (1) selon au moins une des revendications précédentes, caractérisée en ce que l'élément de soutien (2) est fixé de manière rigide par sa zone d'assise (5) au piètement
(4).
9. Chaise (1, 31, 34 ; la, 31a, 34a) selon la revendication 2, caractérisée en ce que les deux axes de rotation (15, 39) disposés dans la zone d'assise s'étendent parallèlement
l'un à l'autre et traversent orthogonalement un plan de symétrie (22) situé verticalement
dans l'espace de la chaise (1, 31, 34 ; la, 31a, 34a);
caractérisée en ce que la force introduite par le mécanisme de mouvement (3) pour la compensation de la
force introduite par une personne assise génère une contre-force qui représente au
moins 50 % et en particulier au moins 70 % d'une contre-force nécessaire, la contre-force
restante étant générée par l'élément de soutien (2) se déformant.
10. Chaise selon au moins une des revendications précédentes 1 à 9, caractérisée en ce que le mécanisme de mouvement (3) est disposé entre le piètement (4) et l'élément de
soutien (2), le mécanisme de mouvement (3) comprenant un élément d'appui (48) en particulier
déformable élastiquement qui est disposé entre le piètement (4) et le siège (8) et
le mécanisme de mouvement (3) comprenant un basculeur élastiquement déformable (14)
qui comprend l'élément de torsion (11) et est relié au piètement (4) et à la zone
dorsale (6) au-dessus d'un soutien de lordose (9).
11. Chaise (1 ; la) selon la revendication 5, caractérisée en ce que l'élément de soutien comprend aussi deux barres d'espacement (43, 44), les traverses
supports (26, 27) étant maintenues dans un écartement défini aussi bien par les deux
barres d'espacement (43, 44), qui relient les extrémités libres (26a, 26b ; 27a, 27b)
des traverses supports (26, 27), que par le mécanisme de mouvement (3) dans l'écartement
défini.
12. Chaise (1, 31, 34 ; la, 31a, 34a) selon une des revendications précédentes, caractérisée en ce que le mécanisme de mouvement est amorti par au moins un mécanisme à ressort (42) ou
un élément à ressort (23).
13. Chaise (1, 31, 34 ; la, 31a, 34a) selon une des revendications précédentes, caractérisée en ce que le siège (8) est relié par un palier à quatre points (47) au niveau de quatre points
d'articulation (A, B, C, D) au mécanisme de mouvement (3) et que le dossier est relié
en particulier par un palier à deux points (49), en particulier au niveau de traverses
supports (26, 27), à une moitié supérieure (20) du dossier (9), en particulier au
niveau de deux points d'articulation (E, F), au mécanisme de mouvement (3).
14. Chaise (1a, 31a, 34a) selon au moins une des revendications précédentes,
caractérisée en ce que
- le dossier (9) comprend un premier dispositif de pliage (50),
- le premier dispositif de pliage (50) reliant de manière pivotable une section inférieure
(52) du dossier 9 se raccordant à la pièce de transition (10) et une section supérieure
(53) du dossier (9) se raccordant à la section inférieure (52),
- le premier dispositif de pliage (50) étant disposé en-dessous d'une zone d'articulation
(54) dans laquelle l'élément de torsion (11) est relié au dossier (9),
- l'élément de torsion (11) comprenant un second dispositif de pliage (51),
- le second dispositif de pliage (51) reliant de manière pivotable une section inférieure
(55) de l'élément de torsion (11) articulée à un corps de base (41) du mécanisme de
mouvement (3) et une section supérieure (56)de l'élément de torsion (11) articulée
au dossier (9),
- le second dispositif de pliage (51) étant réalisé au-dessus du soutien de lordose
(19).
15. Chaise selon la revendication 14, caractérisée en ce que le second dispositif de pliage (51), en cas de mouvement de la chaise (1a, 30a, 31a,
33a, 34a, 36a) d'une position de repos (RI) vers une position inclinée en arrière
(R2), par une réduction d'un angle d'ouverture (ß-R1, ß-R2) mesurée dans un plan de
symétrie (22) situé verticalement dans l'espace entre la section inférieure (55) de
l'élément de torsion (11) et la section supérieure (56) de l'élément de torsion (11),
impose une réduction d'un angle d'ouverture (α-RI, α-R2) également mesuré dans le
plan de symétrie (22) situé verticalement dans l'espace entre une section inférieure
(52) du dossier (9) et la section supérieure (53) du dossier (9), de sorte que, lors
du mouvement de la chaise (1a, 30a, 31a, 33a, 34a, 36a) de la position de repos (R1)
vers la position inclinée en arrière (R2), la section supérieure (53) du dossier (9)
est déplacée vers l'avant dans un sens de la flèche (x) par rapport à la section inférieure
(52) du dossier (9).
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