[0001] Die Erfindung betrifft eine Druckeinheit einer Druckmaschine mit einer Speichereinrichtung
sowie ein Verfahren zum Bereitstellen mehrerer neu aufzubringender Druckformen gemäß
den Merkmalen des Anspruches 1 bzw. 12.
[0002] Durch die
DE 196 20 997 A1 ist eine Vorrichtung zur Zuführung von Druckformen bekannt, wobei an einer Einhängeleiste
einer ersten Bereitstellungseinrichtung und einer hierzu versetzt angeordneten Einhängeleiste
einer zweiten Bereitstellungseinrichtung abgebogene Enden nebeneinander angeordneter
Druckformen angeordnet sind. Die Druckformen werden durch eine Greif- und Andrückeinrichtung
aufgenommen und zum zugeordneten Formzylinder zu dessen Bestückung transportiert.
Hierbei ist die Greif- und Andrückeinrichtung durch einen im Gestell angeordneten
Linearantrieb angetrieben und greift z. B in eine einem motorisch getriebene Spindeltrieb
ein.
[0003] Die
DE 10 2004 023 434 A1 offenbart eine Saug- und Rollenvorrichtung, welche sich über die Länge des zugeordneten
Formzylinders erstreckt und im Seitegestell stirnseitig fest gelagert ist. Gruppen
von an der Vorrichtung gelagerten Saugnäpfen und Rollen können mechanisch voneinander
gelagert oder pneumatisch voneinander getrennt aktiviert werden.
[0004] In der
DE 10 2008 043 687 A1 ist eine Leiste mit einer Einhängekante offenbart, in welche die abgebogenen Enden
von aufzulegenden Druckformen einhängbar sind. Die Leiste weist mindestens einen Stift
oder Pin zur seitenregistergerechten Aufnahme der Druckformen auf. In die Kante können
mehrere Druckformen übereinander eingehängt werden.
[0005] Die
EP 2 110 247 A2 betrifft eine Vorrichtung und ein Verfahren für den Wechsel einer Druckform, wie
sie in Illustrationsdruckmaschinen Anwendung finden. Beim Aufziehen dieser einen neuen
Druckform wird diese in seitlichen Haltestifte einer Halteeinrichtung eingehängt und
seitlich ausgerichtet, an einem Schwenkarm geklemmt, und durch Verschwenken des Armes
mit dem Druckformende in den Kanal des Formzylinders eingefädelt. Die Druckform wird
durch Drehen des Formzylinders aufgewickelt, wobei hierbei eine Andrückvorrichtung
angestellt ist und die Klemmung für eine erste Phase des Aufwickelns erhaltern bleibt.
Nach dem Einfädeln auch des zweiten Endes in den Kanal erfolgt ein Spannen der Druckform.
Beim Abnehmen der gebrauchten Druckform wird durch den entsprechend positionierten
Schwenkarm und einem Leitelement ein Führungstrichter gebildet, durch welche sich
das zunächst gelöste Druckformende beim Drehen des Formzylinders bewegt. Bevor auch
das andere Ende gelöst wird, wird die Druckform durch am Schwenkarm geklemmt. Die
Druckform wird schließlich in ein am Gestell vertikal bewegbares Altdruckplattenfach
geführt.
[0006] In der
DE 10 2004 052 020 A1 ist für den Druckformwechsel ein Druckformmanipulator vorgesehen, welcher eine der
Anzahl der nebeneinander aufzunehmender Druckformen entsprechende Anzahl von Manipulatorköpfen
mit jeweils mehreren Halteorganen aufweist. Der Manipulator ist zwei übereinander
angeordneten Druckwerken einer Druckeinheit zugeordnet und hierzu in vertikaler Richtung
im Gestell bewegbar gelagert.
[0007] Die
DE 10 2004 022 089 A1 offenbart eine Druckplattenkassette mit einem Altfach und einem Neufach, wobei über
eine Ober- oder Unterseite die alte bzw. neue Druckformen mit dem Formzylinder ausgetauscht,
und über eine seitliche Öffnung eine Entnahme der alten bzw. Bestückung mit einer
neuen Druckform vorgenommen wird.
[0008] Durch die
EP 1 787 813 A2 ist ein Druckformmagazin bekannt, in welchem in übereinander angeordneten Führungen
aufzulegende Druckformen gespeichert und durch einen dem Magazin zugeordneten Linearantrieb
zum Formzylinder förderbar sind.
[0009] Die
DE 10 2009 045 402 A1 offenbart ein in einem der Druckeinheit zugeordneten Druckformmagazin austauschbar
angeordnetes Wechselmagazin, welches gleichzeitig als Sammelbehälter innerhalb eines
automatischen Transportsystems dient um z. B neue Druckformen zur Druckeinheit zu
fördern
[0010] Durch die
EP 2 017 081 A2 ist eine Handhabungsvorrichtung einer Druckmaschine mit einem Manipulator offenbart,
welcher am Manipulatorkopf eine Saugleiste mit zwei Saugnäpfen je gleichzeitig aufzunehmender
Druckform umfasst. Der Manipulator ist an einer Bahnführungswand angeordnet und in
dieser vertikal und axial bewegbar gelagert.
[0011] Die
EP 2 006 102 A2 offenbart ein Verfahren zur Handhabung von Druckplatten, wobei belichtete Druckformen
mittels eines Horizontalförderers zum Druckturm, dort durch automatisierte Übergabe
an eine zweite Fördereinrichtung übergeben und von dieser in die Formzylinderposition
verbracht wird.
[0012] Die
EP 1 155 858 A2 betrifft ein Druckformwechselsystem an einer I-Druckeinheit mit einer Druckformhalteeinrichtung,
welche aus einer vertikalen Stand-By-Position in eine Plattenwechselposition verschwenkbar
ist.
[0013] Die
WO 2005/105 444 A2 offenbart einen Druckformspeicher, welcher insgesamt vertikal an einem Druckturm
verfahrbar angeordnet ist. Der Druckformspeicher weist hierbei in einem Gehäuse übereinander
fächerartig angeordnete Druckformstützelemente auf, welche zur Druckformzufuhr jeweils
in ihrer Längsrichtung in Richtung Formzylinder aus dem Gehäuse heraus verfahrbar
sind.
[0014] Durch die
US 6 644 191 B2 ist ein Aufzug für einen Druckformspeicher offenbart, wobei der Druckformspeicher
fächerartig angeordnete Böden zur Aufnahme von Druckformen aufweist.
[0015] Die
EP 0 714 771 A2 offenbart eine Vorrichtung und ein Verfahren zur Bereitstellung einer Druckplatte,
wobei eine Bereitstellungseinrichtung von einer zylinderfernen in eine zylindernahe
Position verbringbar ist. Die Bereitstellungseinrichtung weist beidseitig eines Abführschachtes
Schwenkarme auf, welche am zylindernahen Ende eine Einhängeleiste zur Aufnahme von
vorlaufenden, abgekanteten Plattenenden aufweist. Zusätzlich kann an den Schwenkarmen
vom zylindernahen Ende beabstandet eine zweite Einhängeleiste vorgesehen sein, in
welche weitere Druckformen mit ihren Plattenenden einhängbar sind. Die Einhängeleisten
werden in zylinderferner Position manuell oder durch eine Zuführeinrichtung mit aufzuziehenden
Druckformen bestückt.
[0016] Durch die
US 4 727 807 ist eine Vorrichtung zur automatischen Bestückung und Entnahme von Druckformen einer
Rotationsdruckmaschine offenbart, wobei durch einen Manipulator Druckformen aus einer
Wechselkassette entnehmbar sind. In der Kassette sind die Druckformen in Bügeln eingehängt.
[0017] Durch die
DE 10 2008 024 402 A1 ist ein Verfahren zur Handhabung von Druckplatten einer I-Druckeinheit bekannt, wobei
eine abgekantete Druckplatte mit einer Griffschiene versehen wird, und die Griffschiene
mittels stirnseitig der Griffschiene vorgesehenen Führungsstiften auf einem Transportwagen
eingehängt werden kann, um die Druckplatte zur Druckeinheit zu befördern. Auf dem
Transportwagen können mehrere derartige jeweils eine Druckplatte tragende Griffschienen
eingehängt und transportiert werden.
[0018] Die
DE 10 2009 039 050 A1 betrifft eine Rollenrotationsdruckmaschine, wobei ein Transportwagen mit einem Oberteil
vorgesehen ist, auf welchem nebeneinander Druckplattenbehälter befördert werden können.
[0019] Die
US 5,535,898 A offenbart einen zusammenklappbar ausgebildeten Wagen zur Beförderung von Druckformen
hin zu oder weg von einer Druckmaschine. Der Wagen weist auf zwei Höhen horizontal
verlaufende, in Längsrichtung der aufzunehmenden Druckformen beabstandete Kanten auf,
in welche abgebogene Druckformen eingehängt werden können.
[0020] Durch die
DE 20 2008 005 809 U1 ist ebenfalls ein Transportwagen für Druckplatten offenbart, wobei an einem Gestell
mehrere horizontal verlaufende, in Längsrichtung der aufzunehmenden Druckformen beabstandete
Kanten vorgesehen sind, in welche abgebogene Druckformen eingehängt werden können.
[0021] Durch die nachveröffentlichte
WO 2011/042277 A1 (Stand der Technik nach Artikel 54(3)EPÜ) ist eine Druckeinheit mit einer Aufplatteinrichtung
sowie ein Transportwagen zum Transport von Druckformen offenbart.
[0022] Die
DE 20 2009 016 761 U1 offenbart eine Transporteinrichtung für Druckplatten, wobei an einer Gondel hintereinander
mehrere Druckplatten jeweils mit ihrem abgebogenen Ende an Aufnahmeelementen zweier
Tragleisten einhängbar sind. Die Gondel ist auf einer Führungsbahn von einer Bereitstellung
bis zu einer Einbauebene, z. B. einer Galerie, verfahrbar.
[0023] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Druckeinheit einer Druckmaschine mit
einer Speichereinrichtung sowie ein Verfahren zum Bereitstellen mehrerer neu aufzubringender
Druckformen zu schaffen.
[0024] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Anspruches 1 bzw. 12 gelöst.
[0025] Die mit der Erfindung erzielbaren Vorteile bestehen insbesondere darin, dass durch
das System insgesamt und/oder durch die Ausgestaltung einzelner Systemkomponente ein
einfaches, sicheres und dennoch bzgl. der Ausgestaltung unterschiedlicher Maschinen,
insbesondere Zeitungsdruckmaschinen, variables System ermöglicht wird.
[0026] Durch die Ausführung einer Speichereinrichtung mit mehreren nebeneinander und hintereinander
vorgesehenen Speicherplätzen ist ein einfacher, raumsparender und dennoch gut bedienbarer
Druckformspeicher geschaffen, in welchem an definierten Positionen Druckformen anzuordnen
und durch eine Transfereinheit zu entnehmen sind. Von besonderem Vorteil ist eine
Ausführung, wobei ein die Druckformen aufnehmender Teil der Speichereinrichtung als
Trägerelement entnehmbar und somit auch zur Beförderung der Druckformen außerhalb
der Druckeinheit dienen kann. In vorteilhafter Ausführung eines Logistiksystems der
Druckerei kann dann das Transportsystem zu der Druckeinheit und das Trägerelement
in der Weise aufeinander abgestimmt sein, dass das selbe einfach und besonders leicht
ausgebildete
[0027] Trägerelement für den Transport und die Vorhaltung eingesetzt wird.
[0028] Besonders raumsparend, was die Zugänglichkeit zur Druckeinheit betrifft, ist eine
Ausführung, wobei der Druckeinheit eine eigens für gebrauchte Druckformen vorgesehene
Speichereinrichtung baulich getrennt von der neue Druckformen tragenden Speichereinrichtung
vorgesehen ist. Insbesondere in Verbindung mit einer o. g. raumsparenden Speichereinrichtung
für neue Druckformen ist die Zugänglichkeit gewahrt und/oder eine einfache Bestückung
der Druckeinheit mit neue Druckformen tragenden Trägerelementen - z. B vorteilhaft
eingebunden in ein automatisches Logistiksystem - möglich.
[0029] In einer vorteilhaften Ausführung eines Transportsystems in der Druckeinheit vom
Speicher zum Formzylinder ist eine Transfereinheit vorgesehen, welche ihren Antrieb
selbst aufweist und sich auf einem entsprechenden Führungssystem bewegt. Hierdurch
ist es zum einen möglich, dass je nach Anforderung auch kurvenförmige Transportabschnitte
und/oder Erweiterungen vorgenommen werden können. Das Transportsystem kann andererseits
ohne weitere Änderungen allein durch Gestaltung der Führungswege variabel an unterschiedliche
Maschinen angepasst werden. Dabei ist in jedem Fall ein stabiles und sicheres Führen
gewährleistet, selbst wenn z. B Einschränkungen in der Zugänglichkeit vorliegen. Von
besonderem Vorteil hinsichtlich der Flexibilität ist hierbei die Ausbildung des Führungssystems
als Schienensystem - ggf. unter Anwendung einer Weiche und/oder von Vorrichtung zur
Positionierung im Schienenweg. In einer mehrere Druckwerke aufweisenden Druckeinheit
kann ein gemeinsames Führungssystem und/oder ein gemeinsamer Druckformspeicher aus
Kosten- und/oder Bauraumgründen von besonderem Vorteil sein.
[0030] Durch eine baulich und/oder funktional getrennte Ausführung von Druckformspeichereinrichtung
und Transfereinheit ist - im Gegensatz zu kombinierten Aggregaten - eine flexible
Anordnung der Speichereinrichtung in oder an der Druckeinheit möglich.
[0031] Ist wie in einer vorteilhaften Ausführung des Druckformwechselsystems zusätzlich
zu einer Transfereinheit eine Anlageeinrichtung vorgesehen, so wird ein stabiles,
reproduzierbares Auflegen der Druckformen, selbst bei wechselnden Druckformbreiten
und/oder bei nicht horizontaler Förderrichtung der aufzubringenden Druckform, ermöglicht.
[0032] Wie erläutert, wird somit durch die Komponenten und insbesondere auch durch Kombinationen
ein besonders einfaches, variables und sicheres System geschaffen.
[0033] Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt und werden
im Folgenden näher beschrieben.
[0034] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Darstellung einer Druckeinheit mit Druckformwechselsystem;
- Fig. 2
- eine schematische Schnittdarstellung einer Druckform und eines Kanäle aufweisenden
Formzylinders a) sowie eine Seitenansicht eines mit Druckformen bestückten Formzylinders
b);
- Fig. 3
- eine perspektivische Darstellung einer Druckeinheit mit Systemkomponenten des Druckformwechselsystems;
- Fig. 4
- eine Darstellung gemäß Fig. 3, jedoch unter Auslassung der Transfereinheit;
- Fig. 5
- einen vergrößerten, u. a. den Druckformspeicher in der Druckeinheit darstellenden
Ausschnitt aus Fig. 4;
- Fig. 6
- eine perspektivische Darstellung des Druckformspeichers mit Halterung und Antrieb;
- Fig. 7
- eine Vorder-, Schräg- und Schnittansicht a), b) und c) eines Trägerelementes des Druckformspeichers;
- Fig. 8
- eine Darstellung der Speichereinrichtung in a) einer Ruheposition, b) einer ersten
Arbeitsposition und c) in einer weiteren Arbeitsposition;
- Fig. 9
- eine perspektivische Darstellung einer Ausführung einer Transfereinheit aus einer
auf Seite II liegenden Perspektive;
- Fig. 10
- eine Seitenansicht von Seite I der Transfereinheit aus Fig. 9;
- Fig. 11
- einen vergrößerten Ausschnitt eines stirnseitigen Führungs- und Vortriebsmechanismus
einer Transfereinheit aus Fig. 9;
- Fig. 12
- eine perspektivische Schnittansicht einer mit Rollen und Antriebsrad zusammenwirkenden
Führungsschiene mit Zahnstange gemäß Fig. 11;
- Fig. 13
- einen vergrößerten, u. a. eine Ausgestaltung des Führungssystems, jedoch ohne Abdeckung
darstellenden Ausschnitt aus Fig. 3;
- Fig. 14
- eine erste Stellung einer Ausführung für eine dem Führungssystem zugeordneten Weiche;
- Fig. 15
- eine zweite Stellung der Weiche aus Fig. 14;
- Fig. 16
- eine Vorderansicht der Führung der Transfereinheit auf dem Führungssystem und dem
Antrieb der Weiche in deren Führungsabschnitt;
- Fig. 17
- eine schematische Darstellung einer Zuführung der Druckform zum Formzylinder mittels
der Transfereinheit;
- Fig. 18
- eine perspektivische Ansicht einer gemäß Fig. 3 oder 4 in der Druckeinheit vorgesehenen
Anlageeinrichtung;
- Fig. 19
- einen Querschnitt XIX - XIX durch einen Längsabschnitt der Anlageeinrichtung gemäß
Fig. 18;
- Fig. 20
- eine schematische Darstellung einer Zuführung der Druckform zum Formzylinder mittels
der Transfereinheit bei Verwendung einer Anlageeinrichtung;
- Fig. 21
- eine perspektivische Darstellung einer mit dem Formzylinder zusammen wirkenden Andrückvorrichtung;
- Fig. 22
- ein von "hinten" betrachteter linksseitiger Ausschnitt einer geöffneten Andrückvorrichtung
gemäß Fig. 21;
- Fig. 23
- einen vergrößerten, u. a. die Speichereinrichtung zur Aufnahme gebrauchter Druckformen
darstellenden Ausschnitt aus Fig. 1 in Ruheposition;
- Fig. 24
- den Ausschnitt aus Fig. 23 in Aufnahmeposition;
- Fig. 25
- eine Sequenz schematischer Darstellung für die Abfolge von Schritten beim Abplatten
a) bis f) und beim Aufplatten g) bis n);
- Fig. 26
- eine schematische Darstellung von Aggregaten und Funktionsbereichen einer Druckerei;
- Fig. 27
- ein Ausführungsbeispiel für einen manuell bewegten Transportwagen;
- Fig. 28
- ein Ausführungsbeispiel für einen automatisiert bewegbaren Transportwagen;
- Fig. 29
- einen druckeinheitsnahen Ausschnitt eines Transportsystems zum Transport von Druckformen
zu den Druckeinheiten;
- Fig. 30
- ein vergrößerter Ausschnitt einer Übergabeposition für die Übergabe eines Druckformen
tragenden Trägerelementes an den der Druckeinheit zugeordneten Träger;
- Fig. 31
- ein Querschnitt eines Druckformen tragenden Transportwagens;
- Fig. 32
- einen Querschnitt eines zur zumindest motorisch unterstützten Aufnahme eines Trägerelementes
ausgebildeten Trägers;
- Fig. 33
- eine perspektivische Darstellung einer Ausführung einer Speichereinrichtung;
- Fig. 34
- ein Querschnitt eines Trägerelementes im Schnitt A - A gemäß Fig. 33;
- Fig. 35
- ein Trägerelement mit pneumatisch betätigbarem Haltemechanismus in perspektivischer
und Detaildarstellung;
- Fig. 36
- ein vergrößerter Ausschnitt eines Trägerelementes gemäß Fig. 35 sowie eine Schnittansicht
B - B.
[0035] Eine Druckeinheit 01 einer Druckmaschine, insbesondere einer Rollenrotationsdruckmaschine,
vorzugsweise Zeitungsmaschine, weist zumindest ein Druckwerk 02 mit einem als Formzylinder
03 ausgebildeten Druckwerkszylinder 03 auf, welcher in Seitengestellen 04 in nicht
näher dargestellter Weise rotierbar gelagert ist (Fig. 1). Vorzugsweise ist die Druckeinheit
01 als Druckeinheit 01 für den Betrieb mit im wesentlichen vertikalem Bahnlauf ausgebildet,
d. h. eine in Produktion die Druckeinheit 01 durchlaufende Bahn 16 verläuft - im Gegensatz
zu Druckwerken von Illustrationsdruckmaschinen z. B von unten nach oben oder ausnahmsweise
umgekehrt. Die hier bevorzugte Druckeinheit 01 weist z. B in vorzugsweise einem selben
Gestell oder zumindest einem selben Druckturm mindestens zwei mit einer selben Bahnseite
zusammenwirkende Druckwerke 02, insbesondere vertikal übereinander, auf. Davon umfasst
sollen jedoch z. B auch Drucktürme sein, wobei zwei oder mehrere Doppeldruckwerke
zu einem selben Druckturm gestapelt sind, wobei mindestens zwei vertikal übereinander
angeordnete Druckwerke auf eine selbe Seite der Bahn 16 drucken.
[0036] Der Formzylinder 03 ist zur Aufnahme einer, insbesondere mehrerer lösbar am Formzylinder
03 fixierbarer Druckformen 06, z. B Druckplatten 06, ausgebildet. Hierzu weist er
an seinem Umfang eine oder mehrere axial verlaufende Öffnungen 07 von Kanälen 08 auf,
in welche Enden 09; 11 der Druckformen 06, z. B Druckformenden 09; 11, einführbar
und durch Form- und/oder Reibschluss gehalten werden (Fig. 2 a)). Zumindest ein vorlaufendes
Ende 09 der Druckform 06 kann vorzugsweise unter einem spitzen Winkel derart abgekantet
sein, sodass es in eine im Querschnitt nasenförmig ausgebildete Kante im Bereich der
Öffnung 07 eingehängt werden kann und dadurch hinsichtlich einer Umfangsrichtung an
der Kante formschlüssig fixierbar ist. Das nachlaufende Ende 11 ist vorteilhaft in
einem Winkel von 80°- 100°, vorzugsweise 85°- 95°, insbesondere 90°,abgekantet. Die
Druckform 06 ist flächig ausgebildet und weist ein quer verlaufendes vorlaufendes
Ende 09, vorzugsweise als vorlaufendes, insbesondere winkelig abgekantetes Ende 09,
ein quer verlaufendes nachlaufendes Ende 11, vorteilhafter Weise als nachlaufendes,
ebenfalls abgekantetes Ende 11 sowie zwei in Längsrichtung der Druckform 06 verlaufende
Seitenkanten auf. Als die Querrichtung bzw. Querausdehnung der Druckform 06 wird somit
die Richtung des Verlaufs des vorlaufenden, vorzugsweise abgekanteten Endes 09 verstanden,
wobei die Richtung einer hierzu senkrecht verlaufenden Seitenkante die Längsrichtung
bzw. Längsausdehnung der Druckform 06 festlegt. Des weiteren weist die flächig ausgebildete
Druckform 06 eine Vorderseite auf, welche in auf dem Formzylinder 06 aufgespanntem
Zustand nach Außen weist und/oder die zu übertragenden Information zum Druckbild trägt.
Die dem Formzylinder 06 im montierten Zustand zugewandte Seite kann dann als Rückseite
bezeichnet sein.
[0037] Vorzugsweise ist im Kanal 08 eine nicht näher dargestellte Haltevorrichtung vorgesehen,
welche zumindest das nachlaufende Ende 11 reib- und/oder formschlüssig im Kanal 08
hält. Vorzugsweise ist der Formzylinder 03 im Hinblick auf seinen Umfang "doppeltrund"
ausgebildet, d. h., er weist hier einen Umfang auf, welcher im wesentlichen einer
Anzahl von k = 2 (k ∈

, z. B k = 1 oder 2) hintereinander angeordneten Druckseiten bzw. Druckabschnittslängen,
vorzugsweise Zeitungsseiten, entspricht. Er weist in Umfangsrichtung hintereinander
beispielsweise eine Anzahl von I Kanälen 08 (l ∈

, z. B l = 1 oder 2, vorzugsweise l = k) mit entsprechender Öffnung 07 zur Mantelfläche
auf, in welchen in Umfangsrichtung hintereinander I Druckformen 06 am Formzylinder
03 fixierbar sind. In hier dargelegter doppeltrunder Ausführung ist I = 2. In axialer
Richtung des Formzylinders 03 ist dieser vorzugsweise mit einer wirksamen bzw. nutzbaren
Länge ausgeführt, welche nebeneinander mehreren, z. B bis zu n (n ∈

, z. B n ≥ 2) Druckseiten bzw. Druckbildbreiten, vorzugsweise Zeitungsseiten eines
Nennformates, entspricht. Hierzu ist er vorzugsweise mit mehreren, z. B mit bis zu
mindestens m (m ∈

, z. B m ≥ 2) Druckformen 06 nebeneinander bestückbar ausgebildet. In einer vorteilhaften
Ausführung ist der Formzylinder 03 mit einer Breite ausgebildet, welche mindestens
vier (n = 4) nebeneinander angeordneten Druckseiten entspricht. Hierzu ist er nebeneinander
mit mindestens zwei Druckformen 06 nebeneinander, vorzugsweise mit bis zu vier (m
= 4) als Einzeldruckformen ausgebildeten
[0038] Druckformen 06 bestückbar (Fig. 2 b)). Er kann auch als wahlweise mit mindestens
zwei jeweils zwei Druckseiten tragenden, als Panoramadruckformen ausgebildeten Druckformen
06 oder mit vier jeweils eine Druckseite tragenden, als Einzeldruckformen ausgebildeten
Druckformen 06 oder auch gemischt durch zwei einseitenbreite und eine zweiseitenbreite
Druckform 06 bestückbar ausgebildet sein. Vorzugsweise sind die Druckformenden 09;
11 sämtlicher benachbarter Druckformen 06 axial fluchtend zueinander am Formzylinder
03 angeordnet. Zur Aufnahme der fluchtenden Druckformen 06 sind die Kanäle 08 und/oder
deren Öffnungen 07 in einer vorteilhaften Ausführung über die nutzbare, d. h. die
mit Druckformen 06 belegbare Länge, durchgehend ausgebildet. In einer Alternative
sind nicht die Druckformenden sämtlicher benachbarter Druckformen 06 fluchtend angeordnet,
sondern jeweils paarweise zueinander um eine halbe Druckformlänge in Umfangsrichtung
versetzt.
[0039] Der Formzylinder 03 wirkt im vorzugsweise als Offsetdruckwerk 02 ausgebildeten Druckwerk
02 mit einem als Übertragungszylinder 12 ausgeführten Druckwerkszylinder 12 sowie
zumindest mit einem Farbwerk 13 und ggf. einem Feuchtwerk 14 zusammen. Übertragungszylinder
12, Farbwerk 13 und ggf. vorgesehenes Feuchtwerk 14 sind mit einer auf die wirksame
Länge des Formzylinders 03 abgestimmten Länge ausgebildet. Die Druckeinheit 01 weist
hier - wie oben bereits dargelegt - zwei mit einer selben Bahnseite einer die Druckeinheit
01 durchlaufenden Bahn 16, z. B als Papierbahn ausgebildete Bedruckstoffbahn 16, zusammen
wirkende Druckwerke 02 übereinander auf. Insgesamt weist sie vier Druckwerke 02 auf,
welche jeweils paarweise an ihren Übertragungszylindern 12 in Druck-An Doppeldruckstellen
ausbilden. Die Druckeinheit 01 könnte als Baueinheit jedoch auch mehr als vier Druckwerke
02 aufweisen. Grundsätzlich könnten - zumindest die beiden übereinander angeordneten
Übertragungszylinder 12 - mit einem gemeinsamen Gegendruckzylinder zusammenwirken,
wobei die Druckeinheit 01 dann als sog. 9-Zylinder- oder 10-Zylindersatellitendruckeinheit
ausgebildet ist und die übereinander angeordneten Druckwerke 02 mit einer selben Bahnseite
zusammen wirken. Vorzugsweise ist sie jedoch mit zwei übereinander angeordneten Doppeldruckwerken,
insbesondere wie dargestellt als H-Druckeinheit 01, ausgebildet.
[0040] Im vorliegenden Beispiel ist der Formzylinder 03 "doppeltbreit" ausgebildet, was
einer wirksamen bzw. nutzbaren Länge (Nennweite L
N) von n = 4 nebeneinander angeordneten Druckseiten im für die Druckeinheit 01 angegebenen
Nennformat entspricht. Das Genannte ist auch auf die Ausführung einer einfachbreiten
Druckeinheit 01 (n = 2) oder einer dreifachbreiten Druckeinheit 01 (n = 6) entsprechend
anzuwenden, wobei die maximale Anzahl m aufzuziehender Druckformen 06, z. B. Einzeldruckformen
06 vorzugsweise der Anzahl n entspricht. Die Druckeinheit 01 bzw. der Formzylinder
03 ist vorzugsweise mehrfachbreit (z. B n = 4 oder 6), hier dargestellt doppeltbreit
(n = 4) ausgeführt und mit bis zu m = 4 oder m = 6, hier mit bis zu m = 4, Druckformen
06 nebeneinander bestückbar.
[0041] Der Druckeinheit 01 ist ein Druckformwechselsystem zu- und/oder beigeordnet, welches
zumindest eine Speichereinrichtung 17, z. B einen Druckformspeicher 17, zur druckwerksnahen
Vorhaltung mehrerer neu aufzubringender Druckformen 06 sowie eine Transfereinheit
18 für den Transport der aufzubringenden Druckform 06 aus einer formzylinderfernen
bzw. druckformspeichernahen ersten Position P18.1, z. B Aufnahmeposition P18.1, zu
einer zweiten Position P18.2, z. B formzylindernahen Übergabeposition P18.2, als Systemkomponenten
17; 18 aufweist. Die Transfereinheit 18 ist vorzugsweise nicht Bestandteil der Speichereinrichtung
17 bzw. in diese integriert. Sie ist von der Speichereinrichtung 17 baulich verschieden
und/oder unabhängig von der Speichereinrichtung 17 bewegbar in der Druckeinheit 01
vorgesehen, obgleich sie unter Umständen eine ggf. entsprechend ausgebildete Speichereinrichtung
17 auf ihrem Bewegungspfad zumindest teilweise durchdringen kann. Fig. 1 zeigt die
Transfereinheit 18 in durchgezogenen Linien in einer Übergabeposition P18.2 und lediglich
grob angedeutet in unterbrochenen Linien zusätzlich in Aufnahmeposition P18.1. In
einer vorteilhaften Weiterbildung weist das Druckformwechselsystem als weitere als
Systemkomponente(n) 19; 21; 22 eine die aufzulegende Druckform 06, z. B nach Abgabe
durch die Transfereinheit 18, führende Anlageeinrichtung 19 und/oder eine das Einhängen
und/oder Aufwickeln unterstützende Andrückvorrichtung 21 und/oder eine abgenommener
Druckformen 06 aufnehmende Speichereinrichtung 22. Der Druckformspeicher 17 kann Stützelemente
24 oder eine entsprechende, als Stützelemente 24 wirksame Ausgestaltung umfassen,
welche die am Druckformspeicher 17 bestückte Druckform 06 gegen ein Durchbiegen zu
stützen und ein hierdurch ggf. resultierendes Drehmoment in einem Haltebereich zu
vermeiden. Der Druckformspeicher 17 kann in Längsrichtung der bestückten Druckformen
06 betrachtet auch eine entsprechende Länge bzw. Verlängerung aufweisen, welche dann
ebenfalls als Stützelement 24 wirksam ist. Auch kann jedem Formzylinder 03 auf dem
Transportweg der Druckform 06 eine nicht dargestellte Seitenregistervorrichtung zugeordnet
sein, welche die aufzubringende Druckform 06 durch z. B seitliche Anschläge führt
und/oder positioniert. Die Anschläge können hierbei in axialer Richtung positionierbar
bzw. justierbar ausgebildet sein.
[0042] Wie ebenfalls in Fig. 1 angedeutet, bewegt sich die Transfereinheit 18 in der Druckeinheit
01 nicht frei, sondern entlang eines in der Druckeinheit 01 vorgesehenen und räumlich
vorgegebenen Transportpfades 23; 23.1; 23.2, z. B gebildet durch ein vorzugsweise
gestellfestes Führungssystem 23 mit einem oder mehreren Führungszweigen 23.1; 23.2,
insbesondere einem vorzugsweise gestellfesten Schienensystem 23 mit einem oder mehreren
Schienenzweigen 23.1; 23.2. Der Transportpfad 23; 23.1; 23.2 ist somit vorzugsweise
durch ein gestellfest in der Druckeinheit 01 angeordnetes Schienensystem 23 gebildet,
auf welchem sich die Transfereinheit 18 geführt bewegt. Der Transportpfad 23; 23.1;
23.2 verläuft zwischen Speichereinrichtung 17 und formzylindernahen Übergabeposition
P18.2 innerhalb einer zur Formzylinderachse senkrechten Ebene. Ein der Druckeinheit
01 zugeordnetes Transportsystem umfasst somit eine oder mehrere Transfereinheiten
18 sowie ein Führungssystem 23 als weitere Systemkomponente 23 - z. B gestellfeste
Führungen umfassend - , welche den möglichen Transportweg bzw. Bewegungspfad der Transfereinheit(en)
18 vorgeben. Transfereinheit(en) 18 und Führungssystem 23 können auch gemeinsam als
eine Systemkomponente "Transportsystem" (18, 23) betrachtet sein.
[0043] Grundsätzlich kann jedem Formzylinder 03 der Druckeinheit 01 eine eigene Transfereinheit
18 und ein eigener, getrennter Transportpfad 23; 23.1; 23.2 und ggf. ein eigener Druckformspeicher
17 als Systemkomponenten 17; 18; 23; 23.1; 23.2 eines Druckformwechselsystems zugeordnet
sein. In einer vorteilhaften Ausführung, wobei mehrere Druckwerke 02 in einem Druckturm
oder in einer Druckeinheit 01 übereinander angeordnet sind, sind für zwei übereinander
benachbart angeordnete Druckwerke 02 jedoch nicht zwei völlig voneinander getrennte
Druckformwechselsysteme vorgesehen, sondern greifen auf zumindest eine gemeinsame
Systemkomponente 17; 18; 23; 23.1; 23.2, z. B auf ein gemeinsames, verbindbares bzw.
verbundenes Führungssystem 23 und/oder eine beiden Druckwerken 02 zugeordnete Transfereinheit
18 und/oder einen beiden Druckwerken 02 zugeordneten Druckformspeicher 17 zurück.
Es können für die beiden Druckwerke 02 z. B zwei getrennte Transportsysteme (18, 23),
jeweils einen Transportpfad 23; 23.1; 23.2 und eine Transfereinheit 18 umfassend,
auf einen gemeinsamen Druckformspeicher 17 zurückgreifen. Es können auch zwei Transfereinheiten
18 auf einem verbundenen Transportpfad 23; 23.1; 23.2 vorgesehen sein, welche auf
einen den beiden Druckwerken 02 zugeordneten gemeinsamen, oder ggf. auf zwei je einem
Druckwerk 02 zugeordneten Druckformspeicher 17 zugreifen. In einer bzgl. Aufwand und
Raumbedarf vorteilhaften Ausführung sind den beiden benachbarten Druckwerken 02 ein
gemeinsames, verbundenes bzw. verbindbares Führungssystem 23 und ein gemeinsamer Druckformspeicher
17 zugeordnet, wobei im gemeinsamen Führungssystem 23 eine beiden Druckwerken 02 zugeordnete
Transfereinheit 18, und in einer zeitsparenden Alternative zwei Transfereinheiten
18 auf einen gemeinsamen Druckformspeicher 17 zugreifen. Der Druckformspeicher 17
muss hier, wenn zunächst ein Formzylinder 03 des einen, und anschließend ein Formzylinder
03 des anderen Druckwerks 02 mit einer neuen Druckform 06 bestückt werden soll, nicht
verfahren werden, d. h. nicht beispielsweise in seiner relativen Höhe bzw. bzw. seinem
Abstand zum Druckwerk 02 verändert werden, sondern kann ortsfest bzw. mit gestellfester
Schwenkachse in der Druckeinheit 01 angeordnet sein. Er nimmt dann z. B für beide
Fälle eine selbe Arbeitsposition (s. u. P17.2; P17.3) ein. Die Transfereinheit 18
ist nicht der Speichereinrichtung 17 zugeordnet - wie es beispielsweise bei Druckformwechselmagazinen
der Fall sein kann, sondern dem der Druckeinheit 01 gestellfest zugeordneten Führungssystem
23.
[0044] Zusätzlich oder insbesondere anstelle einer eigens im Druckformwechselsystem vorzusehenden
Andrückvorrichtung 21 kann grundsätzlich eine formzylindernahe Walze 26 des Druckwerks
02, z. B eine dem formzylindernahen Ende des Transportpfades 23.1; 23.2 nächste Auftragwalze
26 eines Farb- oder Feuchtwerks 13; 14, als Andrückvorrichtung 26 wirksam sein bzw.
werden. Dies kann insbesondere in Verbindung mit einer räumlichen Anordnung von Systemkomponenten
19; 23.1; 23.2 des Druckformwechselsystems vorteilhaft sein, durch welche sich die
aufzulegende Druckform 06 an der Position des Erstkontaktes entlang einer überwiegend
oder im wesentlichen vertikal verlaufenden Tangente, z. B maximal ± 40°, vorteilhaft±
20°, vorzugsweise ± 10° Abweichung, erstreckt bzw. entlang einer überwiegend oder
im wesentlichen vertikal verlaufenden Tangente am Formzylinder 03 beim Heranführen
zur Anlage kommt. Grundsätzlich kann die Variante mit einer als Andrückvorrichtung
26 wirksamen Walze 26 und/oder einer in Anlageposition sich im wesentlichen vertikal
erstreckenden Druckform 06 für jedes Druckwerk 02 Anwendung finden. Von Vorteil ist
jedoch eine als Andrückvorrichtung 26 wirksame Walze 26 und/oder eine in Anlageposition
im wesentlichen vertikal verlaufende Druckform 06 für eines von zwei Druckwerken 02,
welche durch von einem gemeinsamen Druckformspeicher 17 her und/oder über ein gemeinsames
Führungssystem 23 mit neuen Druckformen 06 bestückt werden. Hierbei kann der Transportpfad
23; 23.1 23.2 derart ausgebildet sein, sodass die Druckform 06 an den Formzylinder
03 eines der beiden Druckwerke 02 entlang einer überwiegend oder im wesentlichen horizontal
verlaufenden Tangente, z. B maximal ± 40°, vorteilhaft± 20°, vorzugsweise maximal
10° Abweichung,Tangente beim Heranführen zur Anlage kommt bzw. sich in Anlageposition
überwiegend oder im wesentlichen horizontal erstreckt, und die Druckform 06 an den
Formzylinder 03 des anderen der beiden Druckwerke 02 entlang einer überwiegend oder
im wesentlichen vertikal verlaufenden Tangente (s. o.) beim Heranführen zur Anlage
an den Formzylinder 03 kommt bzw. sich in Anlageposition überwiegend oder im wesentlichen
vertikal erstreckt. Hierdurch ist eine Versorgung von einem selben Druckformspeicher
17 her in einfacher Weise möglich, ohne dass die Zugänglichkeit des Raumes zischen
den beiden Druckwerken 02 zu sehr eingeschränkt wird.
[0045] Fig. 3 zeigt die Druckeinheit 01 mit den Systemkomponenten 17; 18; 19; 23 ihres Druckformwechselsystems,
jedoch ohne eine ggf. optional vorgesehene bzw. beigeordnete Speichereinrichtung 22
und ohne ggf. optional vorgesehene Andrückvorrichtung 21, in perspektivischer Ansicht.
Der Druckformspeicher 17 ist hier weitgehend durch die in einer formzylinderfernen
Position befindliche Transfereinheit 18 verdeckt, sodass Fig. 4 die Druckeinheit 01
unter Auslassung der Transfereinheit 18 zeigt. Eine die beiden Führungszweige 23.1;
23.2, insbesondere Transportpfadzweige 23.1; 23.2 zum Formzylinder 03 des unteren
und des oberen Druckwerkes 02 verknüpfende Verbindung 27, z. B eine dem Transportsystem
oder Führungssystem 23 zuzuordnende, die Führungszweige 23.1; 23.2 verbindende Weiche
27, und eine ggf. vorzusehende Positioniervorrichtung 28, z. B einer Vorrichtung zur
variablen Wegbegrenzung 28 wie beispielsweise eine dem Transportsystem oder Führungssystem
23 zuzuordnende Anschlagvorrichtung 28 und/oder Sensoranordnung 28, ist hier beispielsweise
unter einer Schutzabdeckung 29, z. B innerhalb eines Gehäuses 29, verborgen. Um nachfolgend
dargestellte Ansichten einzelner Bauteile bezeichnen zu können, ist eine in Fig. 3
und 4 weiter im Vordergrund liegende Stirnseite der Druckeinheit 01 mit Seite I und
die entfernter liegende Stirnseite mit Seite II gekennzeichnet.
[0046] Obgleich die genannten Systemkomponenten 17; 18; 19; 21; 22; 23, welche im Folgenden
in Ausführungsbeispielen näher dargelegt werden, bereits jeweils für sich genommen
vorteilhafte und unabhängig anwendbare Einzellösungen darstellen und als solche zu
betrachten sind, entwickeln sie jedoch besondere Vorteile in spezifischer Kombination
zweier oder mehrerer dieser Systemkomponenten 17; 18; 19; 21; 22; 23 durch deren abgestimmtes
Zusammenwirken. Schließlich bilden eine oder mehrere dieser Systemkomponenten 17;
18; 19; 21; 22; 23 in einem Gesamtsystem einer Druckformlogistik besondere Vorteile
aus, welche nicht nur die der Druckeinheit 01 zugeordnete Handhabung (Speicherung,
Transport, Auf-/Abplatten), sondern auch die Handhabung in einer Druckformherstellung
und/oder Beförderung, z. B einer automatischen Druckformanlieferung an die Druckeinheit(en)
01, innerhalb der Druckmaschine, insbesondere innerhalb einer Druckerei, umfasst.
[0047] Fig. 5 zeigt einen vergrößerten Ausschnitt aus Fig. 4, in welchem im Vordergrund
die Speichereinrichtung 17 für die Vorhaltung neu aufzubringender Druckformen 06 zu
erkennen ist. Die, z. B als Druckformspeicher 17 ausgebildete, Speichereinrichtung
17 erstreckt sich in axialer Richtung der Druckwerkszylinder 03; 12 betrachtet über
mindestens deren Nennweite W
N bzw. die Nennweite W
N der Druckeinheit 01 und ist beidseitig mittel- oder unmittelbar am Seitengestell
04 gelagert. Die Lagerung der Speichereinrichtung 17 kann in einer einfachen Ausführung
grundsätzlich gestellfest und ohne Bewegungsfreiheitsgrad gegenüber dem Seitengestell
04 ausgebildet sein, wovon jedoch eine ggf. vorliegende Lösbarkeit aus Wartungs- oder
Demontagegründen nicht berührt sein soll. Vorzugsweise ist sie jedoch um eine Schwenkachse
S17 verschwenkbar, welche vorzugsweise parallel zur axialen Richtung des Formzylinders
03 verläuft. Die Lagerung kann beispielsweise über am Seitengestell 04 um die Schwenkachse
S17 verschwenkbar gelagerte Halterungen 31, z. B Hebel 31, erfolgen, wovon in einer
getriebenen, z. B automatisierbaren Ausführung mindestens einer der Hebel 31 oder
beide durch ein exzentrisch angreifendes Antriebsmittel 32, z. B einen Pneumatik-
oder Hydraulikzylinder 32 oder einen Elektromotor 32, schwenkbar sind. In einfacherer
Ausführung kann die Speichereinrichtung 17 auch rein manuell verschwenkbar sein. In
angetriebener und in manueller Ausführung ist vorzugsweise jedoch für zumindest eine
Arbeitsstellung durch eine entsprechende Positioniereinrichtung eine definierte Lage
der Speichereinrichtung 17 herstellbar. Diese kann im Fall eines Pneumatik- oder Hydraulikzylinders
32 beispielsweise ein die Schwenkbewegung begrenzender Anschlag, bei einem Elektromotor
32 z. B ein diesen abschaltender Sensor oder bei einem als Schrittmotors ausgebildeten
Antriebsmittels 32 die Vorgabe einer definierten Lage sein. In Fig. 8 ist das Antriebsmittel
32 als Pneumatik- oder Hydraulikzylinder 32 ausgeführt, welcher am Seitengestell 04
in nicht näher dargestellter Weise angelenkt ist.
[0048] Die Speichereinrichtung 17, insbesondere ein Träger 36 der Speichereinrichtung 17
bzw. ein unten näher erläutertes, vorzugsweise in die Speichereinrichtung 17 einsetzbares
bzw. eingesetztes Trägerelement 37 und/oder ein als Transportelement 37 vorgesehenes
Trägerelement 37 weist eine Seite 49; 51, insbesondere eine Längsseite 49; 51 mit
einer sich in Längsrichtung r
1 erstrechenden Länge, und einer sich hierzu in Querrichtung r
q erstreckenden Höhe auf. Diese Seite 49; 51 ist nicht zwingend homogen oder geschlossen
ausgebildet, sondern stellt eine der Außenseiten des ggf. als inhomogenes Bauteil
ausgebildeten Trägers 36 (z. B. Druckformträger) oder Trägerelements 37 dar.
[0049] Die Speichereinrichtung 17, insbesondere ein Träger 36 der Speichereinrichtung 17
bzw. ein unten näher erläutertes, vorzugsweise in die Speichereinrichtung 17 einsetzbares
bzw. eingesetztes Trägerelement 37 und/oder ein als Transportelement 37 vorgesehenes
Trägerelement 37 weist auf der Oberfläche einer ihrer Seiten 49; 51, insbesondere
der genanten Längsseite 49; 51, - in Längsrichtung r
1 dieser Seite 49: 51 bzw. des Druckformträgers betrachtet z. B. zumindest abschnittsweise
- eine Struktur 34 mit einer Mehrzahl (z. B eine Anzahl j) von in Querrichtung r
q dieser Längsseite 49; 51 voneinander beabstandeter Halteelemente 33 oder Gruppen
von Halteelementen 33 auf, in welche hintereinander bzw. in Querrichtung r
q dieser Längsseite 49; 51 voneinander beabstandet die abgebogenen vorlaufenden Enden
09 mehrerer Druckformen 06 eingehakt werden können. Hierdurch ist jeweils eine entgegen
einer in Richtung des nachlaufendes Endes 11 gerichteten Kraft wirkende formschlüssige
Verbindung herstellbar bzw. hergestellt. Mittels der hintereinander bzw. in Querrichtung
r
q dieser Längsseite 49; 51 voneinander beabstandet angeordneter Halteelemente 33 sind
somit mehrere Druckformen 06 hintereinander, d. h. eine selbe zu ihrer Längsrichtung
parallel verlaufende, senkrecht auf der Druckformfläche stehende Ebene schneidend,
speicherbar. In bestücktem Zustand hintergreifen die Halteelemente 33 die z. B unter
einem spitzen Innenwinkel von < 90° abgebogenen Enden 09 der Druckformen 06, wobei
die Halteelemente 33 die Druckform 06 an einer Relativbewegung in Richtung nachlaufendes
Ende 11 hindern und für den Fall einer Bewegung der Halteelemente 33 mit einer Komponente
in die entgegengesetzte Richtung diese mitnehmen. Unabhängig davon, ob die Speichereinrichtung
17 und mit ihr die Halteelemente 33 bewegbar bzw. verschwenkbar oder ortsfest gelagert
sind, werden letztere aufgrund der Art und Wirkung der Verbindung im Folgenden auch
als Mitnehmer 33 bezeichnen Die Speichereinrichtung 17 bzw. der den Druckformträger
; ausbildende Träger 36 bzw. ein den Druckformträger ; ausbildendes, unten näher erläutertes
Trägerelement 37 weist somit in Längsrichtung einer eingehängten Druckform 06 betrachtet
(d. h. in ihrer zum abgekanteten Ende 09; 11 senkrecht verlaufenden Ausdehnung) mehrere
voneinander beabstandete Halteelemente 33 derart auf, sodass die abgebogenen Enden
09 mehrerer Druckformen 06 voneinander in Längsrichtung der Druckformen 06 beabstandet
bzw. versetzt an unterschiedlichen, voneinander beabstandeten Halteelementen 33 eingehakt
werden können. Die die Halteelemente 33 aufweisende Längsseite 49; 51 (siehe Fig.
8) ist umgekehrt diejenige Seite der Speichereinrichtung 17 bzw. des Trägerelements
37, welche mit Druckformen 06 bestückbar ist. Im Gegensatz zur Speicherung von Druckformen
06 in raumgreifenden Schachtanordnungen sind hier die Druckformenden 09; 11 mehrerer
Druckformen 06 in Halteelemente 33 einhakbar, welche, insbesondere starr, auf einer
selben Seite bzw. Oberfläche eines selben Bauteils - z. B direkt auf einer Seite und
Oberfläche eines der Speichereinrichtung 17 zuzurechnenden Trägers 36, z. B. als Druckformträger,
oder auf einer selben Seite bzw. Oberfläche einer Trägerleiste 47 eines Trägerelements
37 (s. u.) - hintereinander angeordnet sind. Die mehreren auf der selben Seite des
Bauteils (36; 47) hintereinander angeordneten Halteelemente 33 sind somit starr und
relativ zueinander unbeweglich an einem selben Bauteil (Träger 36 oder Trägerleiste
47) angeordnet. Sie sind betriebsmäßig starr bzw. unbeweglich (ggf. jedoch in mehrteiliger
Ausführung grundsätzlich zur Montage bzw. Demontage trennbar, beispielsweise verschraubt
oder geklemmt) am Bauteil, d. h. am Träger 36 oder an der Trägerleiste 47 angeordnet.
Mehrere, z. B. sämtliche, in der Speichereinrichtung 17 in einer selben radial zum
Formzylinder 03 verlaufenden Flucht zu speichernden bzw. die hintereinander an der
Trägerleiste 47 aufzunehmenden Druckformen 06 sind in bevorzugter Ausführung somit
z. B nicht in jeweils eigenen Schächten oder Führungen vorgehalten, sondern kommen
aufeinander zu liegen, wobei ihre Enden 09 zueinander versetzt durch voneinander beabstandete
Halteelemente 33 gehalten sind bzw. werden. In der Ausführung, wobei die Halteelemente
33 betriebsmäßig ortsfest (ggf. zu Monage-/Wartungszwecken lösbar) am Träger 36 der
Speichereinrichtung 17 angeordnet sind, dient der Träger 36 gleichzeitig als Basiskörper,
an welchem die Halteelementen 33 in beschriebener Struktur 34 angeordnet sind. Die
Halteelemente 33 können hierbei einteilig mit dem Basiskörper (Träger 36) oder einem
Teil eines mehrteiligen Basiskörpers (Träger 36) ausgebildet sein oder aber einzeln
oder in Gruppen auf dem Basiskörper (Träger 36) durch eine ggf. lösbare Verbindung
angeordnet sein.
[0050] Vorzugsweise weist die Speichereinrichtung 17 auf einer Länge L34, welche zumindest
der Nennweite W
N entspricht, eine derartige Struktur 34 mit einer Anzahl j von in Querrichtung r
q voneinander beabstandeten über die Nennweite W
N durchgehenden Mitnehmern 33, längsabschnittsweise unterbrochenen oder abgesetzten
Mitnehmern 33 oder Längsabschnitten zugeordnete Gruppen von Mitnehmern 33 auf. D.
h., in Längsrichtung r
1 der Speichereinrichtung 17 sind in axialer Richtung nebeneinander eine mit der Nennweite
W
N korrespondierende Anzahl m von Druckformen 06, und in Querrichtung r
q der Speichereinrichtung 17 eine der Anzahl j der Mitnehmer 33 bzw. Gruppen von Mitnehmern
33 entsprechende Anzahl von Druckformen 06 hintereinander durch die Speichereinrichtung
17 aufnehmbar bzw. vorhaltbar. Selbstverständlich müssen nicht immer alle Druckformspeicherplätze
belegt sein. Die mit der Nennweite W
N korrespondierende Anzahl der in Längsrichtung r
1 nebeneinander anordnenbaren Druckformen 06 ist auch von der Ausbildung als z. B Einzel-
oder Panoramadruckformen 06 abhängig und sinngemäß zu übertragen. Der o. g. "Längsabschnitt"
bzw. der Ausdruck "längsabschnittsweise" ist im hiesigen Beispiel auf eine Druckformbreite
einer Einzeldruckform 06 im Nennformat bezogen und exemplarisch in Fig. 6 durch zu
Fig. 2 b)) korrespondierende strichliert angedeutete Abschnitte a
1; a
2; a
3 und a
4, z. B Längsabschnitte a
1; a
2; a
3; a
4, verdeutlichst. Jeder Abschnitt a
1; a
2; a
3; a
4 entspricht einer Länge, die im wesentlichen der Breite einer aufzunehmenden Druckform
06 entspricht, wobei ggf. erforderliche geringfügige Abstände zwischen den auf den
Formzylinder 03 aufzulegenden Druckformen 06 zu berücksichtigen sind, und korrespondiert
zu entsprechenden Abschnitten a
1; a
2; a
3; a
4 am Formzylinder 03 (siehe z. B Fig. 2 b)).
[0051] Im dargelegten Beispiel doppeltbreiter und doppeltrunder Formzylinder 03 ist die
mit Mitnehmern 33 ausgebildete Struktur derart ausgebildet, dass durch die Speichereinrichtung
17 nebeneinander in Längsrichtung r
l bis zu n = m = 4 und in Querrichtung rq betrachtet hintereinander mindestens j =
l = 2 Einzeldruckformen 06, im Fall der hier vorliegenden Zuordnung der Speichereinrichtung
17 zu zwei doppeltrunden Druckwerken 02 eine Anzahl von j = 2*l = 4 Einzeldruckformen
06 getragen bzw. vorgehalten werden können. Die Kapazität der Speichereinrichtung
17 ist sinngemäß auf andere Ausführungen der Formzylinderdimensionierung im Hinblick
auf die Anzahl k bzw. I der in Umfangsrichtung anordenbaren Druckseiten bzw. Druckformen
06 und die Anzahl n bzw. m der in Längsrichtung anordenbaren Druckseiten bzw. Druckformen
06 unter Beachtung der Anzahl der zuzuordnenden Druckwerke 02 anzuwenden.
[0052] Die an einer Oberfläche der Speichereinrichtung 17 vorgesehene, ein Halten mehrerer
nebeneinander und mehrerer hintereinander angeordneter Druckformen 06 ermöglichende
Struktur 34 von Mitnehmern 33 kann - wie oben bereits angedeutet - in unterschiedlicher
Weise ausgeführt sein. So können je zu haltender Druckform 06 eine Gruppe einzelner,
z. B zwei Mitnehmer 33 auf dem betreffenden Längsabschnitt a
1; a
2; a
3; a
4 vorgesehen sein, wobei mehrere (z. B eine der Anzahl n; m der maximal aufzubringender
Druckformen 06 bzw. Druckseiten) dieser Gruppen in Längsrichtung r
l nebeneinander und zueinander fluchtend angeordnet sind. Auch können je Längsabschnitt
a
1; a
2; a
3; a
4 ein sich gegen ein Verkippen ausreichend in Längsrichtung r
l erstreckender, z. B ein mindestens die halbe Plattenbreite breiter, Mitnehmer 33
vorgesehen sein.
[0053] Die Struktur 34 kann in einfacherer Ausführung Teil eines zwischen den Lagerstellen
am Seitengestell 04, z. B zwischen den Halterungen 31 verlaufenden Trägers 36, z.
B einer Traverse 36, sein. Das oben zur Anordnung (Srtruktur 34) der Halteelemente
33 in Bezug auf deren Anordnung relativ zur Längs- und insbesondere Querrichtung der
Speichereinrichtung 17 und zur Lage der eingehängten Druckformen 06 ist hierbei entsprechend
auf die Anordnung und Lage am Träger 36 anzuwenden. Die Struktur 34 kann dann entweder
direkt auf einer entsprechenden Längsseite am Träger 36 eingearbeitet oder in Einzelteilen
fest angebracht sein. Sie kann jedoch auch Teil eines oder mehrerer die Struktur 34
bzw. Teile der Struktur 34 tragender Trägerelemente 37 sein. Ein einziges dieser Trägerelemente
34 kann dann die über sämtliche Abschnitte a
1; a
2; a
3; a
4 reichende Struktur 34 tragen. Dies kann vorteilhaft sein, wenn die Maschine eine
kleine oder mittlere Nennweite W
N aufweist bzw. einfachbreit oder maximal doppeltbreit ausgeführt ist. Dieses Trägerelement
37 kann dann z. B am Träger 36 beispielsweise durch Verschrauben befestigt sein. Es
können jedoch auch mehrere, je einen Teil der Struktur 34 tragender Elemente vorgesehen
sein, welche am Träger 36 in axialer Richtung nebeneinander befestigt sind bzw. werden
können. Eine Teilung mehrerer Trägerelemente 37 kann sich beispielsweise an den Abschnitten
a
1; a
2; a
3; a
4 orientieren, wobei ein teilbreites Trägerelement 37 dann beispielsweise die Struktur
34 bzw. Halteelemente 33 eines oder in vorteilhafter Ausführung zweier Abschnitte
a
1; a
2; a
3; a
4 trägt (beispielhaft in Fig. 5, 6 und 7 erkennbar). Das oben zur Anordnung (Srtruktur
34) der Halteelemente 33 in Bezug auf deren Anordnung relativ zur Längs- und insbesondere
Querrichtung der Speichereinrichtung 17 und zur Lage der eingehängten Druckformen
06 ist hierbei entsprechend auf die Anordnung und Lage am Trägerelement 37 anzuwenden.
Das Trägerelement 37 umfasst somit eine Trägerleiste 47, auf deren Oberfläche einer
selben Längsseite 51 sie mehrere in Querrichtung r
q dieser-Längsseite 51 voneinander beabstandete Halteelemente 33 oder Reihen von Halteelementen
33 oder Gruppen von Halteelementen 33 derart aufweist, sodass in Längsrichtung r
l des Trägerelementes 37 auf dieser Längsseite 51 nebeneinander eine Anzahl n von mindestens
zwei Druckformen (06) und in Querrichtung rq hierzu in voneinander beabstandeten Halteelementen
33 mindestens zwei Druckformen 06 mit jeweils einem Ende 09; 11 am Trägerelement 37
einhängbar sind (mit z. B. n ∈

und n ≥ 2), wobei die mehreren quer voneinander beabstandeten Halteelemente 33 in
Längsrichtung einer eingehängten Druckform 06 betrachtet derart angeordnet sind, sodass
die abgebogenen Enden 09 mehrerer Druckformen 06 voneinander in Längsrichtung der
Druckformen 06 betrachtet versetzt an unterschiedlichen, voneinander beabstandeten
Halteelementen (33) eingehakt werden können. Dies gilt insbesondere auch für ein betriebsmäßig
als Transportelement 37 ausgebildetes Trägerelement 37, welches in vorteilhafter Weise
auch als Druckformspeicher in die Speichereinrichtung 17 in die der Druckeinheit zugeordnete
Speichereinrichtung 17 einsetzbar ist.
[0054] In bevorzugter Ausführung ist das Trägerelement 37 bzw. sind die mehreren Trägerelemente
37 z. B als Einsatz bzw. Einsätze betriebsmäßig lösbar am Träger 36 angeordnet bzw.
anordenbar. Die die Halteelemente 33 aufweisende Längsseite 49 der Speichereinrichtung
17 ist hierbei dann durch die die Halteelemente 33 aufweisende Längsseite 51 einer
oder mehrerer in die Speichereinrichtung 17 eingesetzter Trägerelemente 37 gebildet.
Zur betriebsmäßig lösbaren Anordnung eines oder mehrerer Trägerelemente 37 ist ein
hier nicht näher dargestellter Mechanismus vorgesehen, welcher durch das Bedienpersonal,
einen Manipulator oder auf Veranlassung einer die Prozesse automatisierenden Steuerung
durch einen Antrieb das Trägerelement 37 zur Entnahme freigibt, sodass dieses vom
Träger 36 entfernt werden kann. Dieser Mechanismus kann beispielsweise durch einen
vorzugsweise selbstsichernd ausgeführten Schnappverschluss, eine vorzugsweise selbstsichernd
ausgebildete Verriegelung, Klemmung oder in anderer Weise als zwischen Träger 36 und
Trägerelement 37 wirksamer, schnell lösbarer Rückhaltemechanismus ausgebildet sein.
Im Beispiel (z. B erkennbar in Fig. 6) sind Träger 36 und Trägerelement 37 derart
in ihrer Form korrespondierend ausgebildet, sodass das Trägerelement 37 bis auf eine
offenen, die Struktur 34 aufweisende Frontseite auf sämtlichen Längsseiten umgeben
ist und einen festen Sitz im hier rahmenartig das Trägerelement 37 umgreifenden Träger
36 aufweist. Ein Rückhaltemechanismus hat hier lediglich das Trägerelement 37 gegen
eine Bewegung zur offenen Seite hin zu sichern. Beispielsweise könnten in der Darstellung
der Fig. 6 am unteren Schenkel des Trägers 36 von unten in das Trägerelement 37 geringfügig
eingreifende oder dessen Frontseite geringfügig umgreifender Überstand 39 oder Nasen
39 (in Fig. 6 exemplarisch strichliert angedeutet), und am gegenüberliegenden Schenkel
im Trägerelement 37 ein gefederter Riegel 41, z. B Schnapper 41 (in Fig. 6 nicht sichtbar,
jedoch exemplarisch durch Pfeil angedeutet) vorgesehen sein, welcher federnd in eine
korrespondierende Öffnung des Trägers 36 eingreift. Zusätzlich oder alternativ (siehe
z. B unten zu Fig. 31 und 32) kann das Trägerelement 37 durch eine lediglich eine
Relativbewegung in Längsrichtung r
l zulassende wechselseitige Formgebung betriebsmäßig lösbar mit der Traverse 36 verbunden
oder verbindbar sein. In einer weiteren Ausführung nach Fig. 33 und 34 können Träger
36 und Trägerelement 37 auch in der Weise korrespondierend ausgeführt sein, dass das
Trägerelement 37 am Träger 36 durch Anordnung entsprechender Haken 166; 167 formschlüssig
einhängbar ist.
[0055] Dieser betriebsmäßig - d. h. nicht lediglich zu Montage- und/oder Wartungszwecken
- lösbar ausgebildete Mechanismus zur Verbindung bzw. Verriegelung zwischen Trägerelement
37 und Träger 36 erlaubt es nun dem Bedienpersonal, einem Manipulator und/oder einem
unten näher genannten Logistiksystem, das Trägerelement 37 aus der Speichereinrichtung
17 bzw. aus der Druckeinheit 01 zu entnehmen und ggf. druckeinheitsfem zu bestücken.
Hierzu weist das Trägerelement 37 vorzugsweise eine entsprechende Transportschnittstelle
38 (in Fig.°6 exemplarisch strichliert angedeutet) auf, welche für die manuelle Ausführung
als z. B an der oberen Längsseite ausgebildeter Tragegriff, für automatisierten Transport
als eine mit dem Greifer eines Manipulators und/oder Transportmittels zusammen wirkende
Halterung 38 ausgebildet ist. Ist die Struktur 34 über den Einsatz betriebsmäßig lösbar
an der Speichereinrichtung 17 befestigt, so weist die Speichereinrichtung 17 bzw.
der Träger 36 die genannte Struktur 34 in mit dem Einsatz bestücktem Zustand auf der
betreffenden Längsseite 49 auf.
[0056] Das oben zur Anordnung (Srtruktur 34) der Halteelemente 33 in Bezug auf deren Anordnung
relativ zur Längs- und insbesondere Querrichtung der Speichereinrichtung 17 und zum
Trägerelement 37 und zur Lage der eingehängten Druckformen 06 ist hierbei entsprechend
auf die Anordnung und Lage am betriebsmäßig lösbaren Trägerelement 37, insbesondere
auch für das unten als Transportelement 37 einzusetzende Trägerelement 37 anzuwenden.
[0057] In den Ausführungen zur Anordnung der Halteelemente 33 auf einer Längsseite der Speichereinrichtung,
einer Längsseite des Trägerelementes 37 bzw. auf der Seite der Trägerleiste 47 verläuft
die eingehängten Druckform 06 bzw. verlaufen die eingehängten Druckformen 06 in ihrer
flächigen Ausdehnung im wesentlichen in einer zur Flucht der nebeneinander und/oder
hintereinander auf dieser Seite angeordneten Halteelemente 33 parallelen Ebene. In
anderen Worten verläuft die flächige Ausdehnung der eingehängten Druckform 06, beispielsweise
eine Vorder- und Rückseite der Druckform 06 zumindest auf Höhe der Halteelemente 33
im wesentlichen parallel zu einer die druckformnahen Enden der Haltemittel 33 verbindenden
Ebene.
[0058] In sämtlichen Ausführungen der Speichereinrichtung 17 bzw. des Druckformspeichers
17 weist dieser - vorzugsweise je Abschnitt a
1; a
2; a
3; a
4 - z. B. mindestens eine Einrichtung zur Unterstützung der seitlich korrekten Positionierung
der Druckformen 06 am Druckformspeicher 17, im Folgenden Seitenregistereinrichtung
42 genannt, auf. Es kann grundsätzlich für jedes der miteinander in Querrichtung q
fluchtenden j Druckformplätze eines Abschnittes a
1; a
2; a
3; a
4 eine eigene Seitenregistereinrichtung 42 in Art eines einzelnen, mit einer Druckform
06 zusammenwirkenden Registerelementes 43, z. B. ein sog. Registerstein, vorgesehen
sein. Vorzugsweise ist jedoch eine über die j fluchtenden Druckformplätze reichende
Seitenregistereinrichtung 42 mit mehreren als Registerelemente 43 wirksamen Abschnitten
oder z. B. nasenartigen Ausstülpungen bzw. Nasen 43 vorgesehen, welche mit den Druckformen
06 dieser Flucht von Druckformplätzen zusammen wirkt. Beispielsweise kann die Seitenregistereinrichtung
42 wie in Fig. 7 c) beispielhaft dargestellt einteilig ausgeführt sein, und im Bereich
seiner nasenartigen Registerelemente 43 mit Ausnehmungen 44 in den abgebogenen vorlaufenden
Enden 09 sämtlicher in einer Flucht eingehängter Druckformen 06 die seitliche Lage
bestimmend zusammen wirken.
[0059] Die im Beispiel dargelegte Struktur 34 ist durch am Trägerelement 37 längs verlaufende,
rippenartige Erhebungen 48, z. B Rippen 48, und hierzu korrespondierende Vertiefungen
46 gebildet. Die Mitnehmer 33 sind hier mit den vorlaufenden Enden 09 der Druckformen
06 zusammen wirkender Teil der Rippen 48. Die Rippen 48 erheben sich aus einem Basiskörper
47, z. B. einer Grundplatte 47, wobei Grundplatte 47 und Rippen 48 entweder aus getrennten
Bauteilen, z. B einer Trägerleiste 47 und darauf befestigten Halteelementen 33, zusammengefügt,
oder aber vorzugsweise einstückig hergestellt, z. B gegossen, sein können. Die Rippen
48 und deren Formgebung ist im Querschnitt betrachtet vorzugsweise derart ausgebildet,
dass das durch den Mitnehmer 33 hintergriffene Ende 09 ausreichend Spielraum für eine
Kippbewegung um die Mitnehmerkante aufweist. D. h., der Mitnehmer 33 weist in seiner
Formgebung vorzugsweise keine zu dem Innenwinkel der Abkantung korrespondierende Passform,
z. B korrespondierend abgewinkelte Nase, auf, sondern ist ohne eine derartige "Winkel-Passung"
ausgeführt. In einer vorteilhaften Ausführung sind die Halteelemente 33 hier mit abgesetztem
Kantenverlauf in der Weise ausgebildet, sodass die jeweilige Druckform 06 nicht auf
ihrer gesamten Breite, sondern lediglich auf zwei Abschnittlängen gehalten wird.
[0060] In der Struktur 34, deren Ausprägung oder der Ausführung der Halteelemente 33 können
auch - passive oder aktive - Haltemechanismen (52) vorgesehen sein, welche form- oder
reibschlüssig mit der eingehängten Druckform 06 in der Weise zusammen wirken, dass
letztere an einem unbeabsichtigten aushaken gehindert, zumindest jedoch gehemmt wird.
Eine beispielsweise selbsthemmende Ausbildung derartiger Haltemechanismen (52) kann
insbesondere für die Ausführung von Vorteil sein, in welche die Struktur 34 auf betriebsmäßig
lösbaren Trägerelementen 37 ausgebildet ist und letztere auch einer Beförderung außerhalb
der Druckeinheit 01 dienen sollen.
[0061] Fig. 37 und Fig. 38 zeigen exemplarisch eine vorteilhafte Ausführung des Trägerelementes
37 mit pneumatisch betätigbaren Haftemechardsmen 52, durch welche in einem Haltezustand
die in den Halteelementen 33 eingehakten abgekanteten Druckformenden 09 geklemmt werden
bzw. sein können und In anderer Betriebssituation, z. B. einem Freigabezustand, freigegeben
sind. Durch die Haltemechanismen 52 werden im Haltezustand die abgewinkelten Enden
09 z. B. kraftschlüssig gehalten, indem diese beispielsweise gegen ein trägerelementfestes
Bauteil, z. B. gegen das betreffende Halteelement 33, gedrückt werden.
[0062] Grundsätzlich können für sämtliche Speicherplätze, insbesondere auch für alle hintereinander
angeordnete, d. h. quer zur Längsrichtung des Druchformträgers voneinander beabstandete
Speicherplätze Haltemechanismen 52 vorgesehen sein. Dies ist beispielsweise dann von
Vorteil, wenn sämtliche Druckformen 06 bei einem Transport in der Druckerei zusätzlich
gesichert sein sollen.
[0063] In der dargestellten Ausführung genügt es beispielsweise zur Sicherung der Druckformen
06 für den Vorgang während der Entnahme einer darüber liegenden Druckform, wenn lediglich
die dem ersten bzw. vordersten Speicherplatz in Querrichtung des Druckformträgers
folgenden Speicherplätze bzw. den den ersten in Querrichtung des Druckformträgers
folgenden Halteelementen 33 Haltemechanismen 52 zugeordnet sind. Wird eine Druckform
06 entnommen, so kann jeweils die darunterliegende bzw. in Querrichtung als nächste
folgende Druckform 06 geklemmt werden.
[0064] Die pneumatisch betätigbaren Haltemechanismen 52 umfassen beispielsweise als mit
Druckluft beaufschlagbare Pneumatikelemente 53, welche z. B. bei Beaufschlagung mit
Druckluft den Haltezustand herstellen und ein eingehaktes Ende 09 einer Druckform
06 klemmen. Die Pneumatikelemente 53 können beispielsweise in Art von z. B. Pneumatikzylindern
53 mit Stößel ausgebildet sein. In dargestellter Ausführung umfasst das Pneumatikelement
53 einen mit Druckluft beaufschlagbaren Hohlkörper 53, welcher auf zumindest der mit
der Druckform 06 zusammen wirkenden Seite reversibel verformbar ausgebildet ist. Durch
Beaufschlagung mit Druckluft wölbt sich zumindest diese Seite nach außen und bewirkt
ein Klemmen des Plattenendes.
[0065] In selbsthemmender, nicht dargestellter Ausführung wird das Plattenende im Haltezustand
beispielsweise durch ein federndes Element geklemmt. Ein Pneumatikelement 53 ist nun
derart angeordnet, dass das federnde Element durch Betätigung des Pneumatikelementes
53, d. h. Beaufschlagung mit Druckluft, entgegen seiner Federkraft vom Plattenende
abgestellt wird und damit der Freigabezustand hergestellt wird.
[0066] Wie in Fig. 37 erkennbar, sind je zu klemmendem Speicherplatz zwei mit der eingehakten
Druckform 06 zusammen wirkende Haltemechanismen 52 vorgesehen. Bei entsprechend ausgebildeter
zur Klemmung wirksamen Länge des Haltemechanismus 52 in Längsrichtung des Druckformträgers
können Haltemechanismen 52 gleichzeitig mit Enden 09 von zwei benachbarten Duckformen
06 zusammen wirken. So können in Längsrichtung r
l des zwei Druckformen 06 nebeneinander aufnehmenden Druckformträgers beispielsweise
drei Haltermechanismen 52 für zwei nebeneinander anzuordnende Druckformen 06 vorgesehen
sein, wobei der mittlere Haltemechanismus 52 mit beiden benachbarten Druckformen 06
zusammen wirkt. Soll nun eine vorderste bzw. oberste Druckform 06 - z. B. durch die
Transfereinheit 18 - entnommen werden, so wird beispielsweise die darunter liegende
Druckform 06 durch den mindestens einen zugeordneten Haltemechanismus 52 geklemmt.
Damit halten auch ggf. weitere darunter liegenden Druckformen 06 in ihren Halteelementen
33 - z. B. ohne dass die diesen zugeordneten Haltemechanismen 52 aktiviert bzw. beaufschlagt
werden müssen.
[0067] Das Klemmen bzw. Halten und das Öffnen bzw. Lösen erfolgt bevorzugt zumindest in
einer Betriebssituation, bei welcher gespeicherte Druckformen 06 in der Speichereinrichtung
17 - direkt oder mittelbar - gehalten sind und entnommen werden sollen. Eine Druckluftversorgung
ist daher an der Traverse 36 vorgesehen.
[0068] Sind die Halteelemente 33 direkt und fest an der Traverse 36 als Druckförmtrager
angeordnet, so kann eine Druckuftversorgung der Haltemechanismen 52 einer jeweiligen
Reihe von in Längsrichtung r
i nebeneinander angeordneten und miteinander fluchtenden Halteelementen 33 über steuerbare
Ventile erfolgen. Damit ist immer eine einer Reihe von Haltemechanismen 52 nebeneinander
angeordneter fluchtender Speicherplätze aktivierbar bzw. deaktivierbar. Ist der Druckformträger
als ein oder mehrere betriebsmäßig entnehmbare Trägerelemente 37 ausgebildet, so sind
beispielsweise stirnseitig oder auf der Rückseite des Trägerelementes 37 Schnittstellen
54, z. B. Anschlussstutzen 54, für die Versorgung der Reihen von Haltemechanismen
52 vorgesehen. Wird das Trägerelement 37 an der Traverse 36 eingesetzt, so wird die
Druckluftversorgung Ober den Anschlussstutzen und ein nicht dargestelltes Gegenstück
beispielsweise automatisch hergestellt Eine Ansteuerung der Reihen für ein Aktivieren
bzw. Desaktivieren erfolgt dann über nicht dargestellte fernbetätigt ansteuerbare
Ventile, z. B. synchronisiert und/oder in Abhängigkeit zum Fortschritt des Aufziehens
der neuen Druckformen 06.
[0069] Der in vorteilhafter Ausführung verschwenkbar in der Druckeinheit 01 gelagerte Druckformspeicher
17 ist in zumindest zwei definierte Positionen P17.1; P17.2; P17.3 verbingbar, wobei
eine der Positionen P17.1 eine Ruhe- oder Ladeposition P17.1 darstellt, in welcher
der Druckformspeicher 17 mit Druckformen 06 bzw. mit einem oder mehreren Druckformen
06 tragenden Trägerelementen 37 bestückbar ist. In dieser Position P17.1 verläuft
die die Mitnehmer 33 aufweisende Seite 49; 51 (bzw. die Längserstreckung der gehaltenen
Druckformen 06) überwiegend vertikal, d. h. sie bildet mit der Vertikalen z. B einen
Winkel α mit α < 45°, vorzugsweise α ≤ 30°. In dieser Position P17.1 ist zum einen
ein vereinfachtes Bestücken möglich und zum anderen ein geringer Raumbedarf vonnöten.
In wenigstens einer weiteren Position P17.2; P17.3 befindet sich der Druckformspeicher
17 in einer Arbeits- oder Entladeposition P17.2; P17.3, zumindest eine der am Druckformspeicher
17 gespeicherten Druckformen 06 in den Wirkbereich der Transfereinheit 18 gelangt.
In dieser Position P17.2; P17.3 verläuft die die Mitnehmer 33 aufweisende Seite 49;
51 (bzw. die Längserstreckung der gehaltenen Druckformen 06) überwiegend horizontal,
d. h. sie bildet mit der Vertikalen z. B einen Winkel α mit α > 45°, vorzugsweise
α ≥ 60°. In dieser Position P17.2; P17.3 kann eine gespeicherte Druckform 06 durch
die Transfereinheit 18 aufgenommen und über das Führungssystem 23 in Richtung Formzylinder
03 gefördert werden. Vorzugsweise ist eine erste Arbeitsposition P17.2 für die Phase
des Erstkontaktes der Transfereinheit 18 mit der aufzunehmenden Druckform 06, insbesondere
während des Aufnehmens, und eine zweite Arbeitsposition P17.3 für eine Phase des Transportes
der Aufgenommenen Druckform 06 vorgesehen, wobei der Druckformspeicher 17 in erster
Arbeitsposition P17.2 z. B einen größeren Winkel α (≤90°) einnimmt als in der zweiten
Arbeitsposition P17.3. Im vorliegenden Beispiel beträgt der Winkel α in der ersten
Arbeitsposition P17.2 etwa 90° (± 5°) und liegt in der zweiten Arbeitsposition P17.3
signifikant, z. B um mindestens 8°, insbesondere mindestens 10°, darunter. Verallgemeinert
lässt sich in Bezug auf einen sich dem Aufnahmebereich bzw. der Aufnahmeposition P18.1
der Transfereinheit 18 direkt anschließenden Transportpfad 23 feststellen, dass in
erster Arbeitsposition P17.2 die Ebene der die Druckformenden 09 aufnehmende Seite
49 (51) in etwa parallel zur Richtung des sich direkt anschließenden Transportpfadabschnittes
verlaufen. Ist in vorteilhafter Ausführung eine zweite Arbeitsposition P17.3 vorgesehen,
so sollte in dieser die besagte Ebene um zumindest 8°, vorzugsweise mindestens 10°,
zum sich anschließenden Transportpfadabschnitt verlaufen. Auf diese Weise ist gewährleistet,
dass das vorlaufende Ende 09 besser aus der Struktur 34 von Halteelementen 33 aushakbar
ist und/oder die gegriffene Druckform 06 mit ihrem nachlaufenden Ende 11 beim anschließenden
Transport nicht auf einer darunter befindlichen Druckform 06 schleift.
[0070] Die dargelegte Ausbildung der Speichereinrichtung 17 mit ihren vorteilhaften Ausführungsvarianten
und die Ausbildung eines Trägerelementes 37 für die Beförderung von Druckformen 06
begründen für sich betrachtet bereits vorteilhafte Lösungen, entwickeln jedoch noch
darüber hinaus gehende Vorzüge im Zusammenspiel mit Merkmalen des Transportsystems
18, 23, dessen Ausbildung mit vorteilhaften Ausführungsvarianten im Folgenden beschrieben
ist. Einzelne oder Kombinationen von Merkmalen der nachfolgend beschriebenen Ausführung
für das Transportsystem 18, 23 sind - wo sinnvoll möglich bzw. nicht widersprüchlich
- auf die oben in der Beschreibung des Gesamtsystems genannten Konfigurationsvarianten
für die Ausbildung der Druckeinheit 01 und die Ausrüstung der Druckeinheit 01 mit
Systemkomponenten 17; 18; 19; 21; 22; 23 zu übertragen.
[0071] Wie bereits erwähnt, bewirkt die Transfereinheit 18 zusammen mit dem Führungssystem
23; 23.1; 23.2 den Transport der neu aufzubringenden Druckform 06 aus einer formzylinderfernen
bzw. druckformspeichernahen Aufnahmeposition P18.1 zu einer formzylindernahen Übergabeposition
P18.2. Hierzu nimmt die Transfereinheit 18 in der ersten Position P18.1 die aufzubringende
Druckform 06 von einem die Druckform 06 tragenden Druckformspeicher 17 auf, welcher
grundsätzlich beliebig ausgeführt sein kann. Z. B kann er als einfache Auflage ausgebildet
sein, auf welche die Druckformen 06 manuell oder durch einen Manipulator abgelegt
werden, oder als mehretagisches Speicher- oder Rahmensystem, in welchem mehrere Druckformen
06 in übereinander liegenden Schächten oder Führungen vorgehalten sind. Unabhängig
von der speziellen Ausführung sollte die Transfereinheit 18 Zugriff auf die noch im
oder am Druckformspeicher 17 ruhende Druckform 06 haben können, damit dort kein eigener
Vortriebsmechanismus für die Druckformen 06 vorgesehen werden muss. In einer bevorzugten
Ausführung findet daher ein Druckformspeicher 17 Anwendung, welcher entsprechend einer
der Ausführungsformen der oben beschriebenen Speichereinrichtung 17 ausgebildet ist.
In dieser Ausführung kann die Transfereinheit 18 ungehindert auf die Oberfläche der
aufzulegenden, noch in Speicherposition befindlichen Druckform 06 zugreifen, wobei
auf engstem Raum, d. h. ohne größere Differenzen im Ort des Erstkontaktes zwischen
Transfereinheit 18 und jeweiliger Druckform 06, eine Mehrzahl von nacheinander aufzulegenden
Druckformen 06 vorzuhalten ist.
[0072] Die Transfereinheit 18 erstreckt sich in der Druckeinheit 01 parallel zur Formzylinderachse
(siehe z. B Fig. 3). Sie weist in axialer Richtung des Formzylinders 03 betrachtet
mindestens einer Länge L18 auf, sodass sie sich mit jedem der Abschnitte a
1; a
2; a
3; a
4 zur Aufnahme der m auf dem Formzylinder 03 nebeneinander anordenbaren Druckformen
06 zumindest teilweise überschneidet (siehe z. B Fig. 9). Vorzugsweise erstreckt sie
sich über die gesamte Nennweite W
N des zu bestückenden Formzylinders 03. Sie umfasst eine ein- oder mehrteilig ausgebildete,
sich über die Länge L18 erstreckende Traverse 61, und mindestens eine Aufnahmeeinrichtung
62, z. B Halteeinrichtung 62, welche eine wenigstens der Anzahl m der maximal durch
den Formzylinder 03 nebeneinander aufzunehmenden Druckformen 06 entsprechende Anzahl
p von Aufnahmeelemente 63, z. B Halteelementen 63, oder Gruppen von jeweils mehreren,
z. B zwei, Aufnahme- bzw. Halteelementen 63 umfasst. Die Aufnahmeelemente 63 sind
- zumindest im Ruhezustand (nicht angestellt) - vorzugsweise in einer zur Längsachse
der Transfereinheit 18 parallelen Flucht angeordnet. Die Aufnahmeelemente 63 können
grundsätzlich mit beliebig ausgeführten Aufnahmemitteln ausgebildet sein, sofern sie
ein Aufnehmen und Tragen einer Druckform 06 gewähren. So könnte das Aufnehmen beispielsweise
auf magnetischem Effekt beruhen und die Aufnahmeelemente 63 als Permanent- oder Elektromagnete
ausgebildete Aufnahmemittel aufweisen. Ebenso könnte ein mechanisches Greifen durch
entsprechende, mit den Druckformen 06 zusammen wirkende Greifer vorgesehen sein. Bevorzugt
ist jedoch eine Ausführung, in welcher das Aufnehmen und Halten auf Unterdruck basiert,
wobei die Aufnahmeeinrichtung 62 als Saugvorrichtung 62 ausgebildet ist und die einzelnen
Aufnahmeelemente 63 als Aufnahmemittel Saugnäpfe 64 umfassen. Vorzugsweise sind je
axial nebeneinander anzuordnender Druckform 06 bzw. je Abschnitt a
1; a
2; a
3; a
4 zwei Aufnahmeelemente 63 mit Saugnäpfen 64 vorgesehen.
[0073] Grundsätzlich können die Aufnahmeelemente 63 der Aufnahmeeinrichtung 62 sämtlich
ortsfest auf einer dem Druckformspeicher 17 bzw. der aufzunehmenden Druckform 06 zugewandten
Seite der Traverse 61 angeordnet sein, sodass ein Aufsetzen der Saugnäpfe 64 allein
durch ein Bewegen der Traverse 61 bzw. der Transfereinheit 18 insgesamt bewirkt würde.
In einer vorteilhaften Ausführung sind jedoch die Aufnahmeelemente 63 derart an der
Traverse 61 oder die Saugnäpfe 64 derart am jeweiligen Aufnahmeelement 63 gelagert,
sodass die Saugnäpfe 64 mit zumindest einer Komponente in einer senkrecht zur Längsachse
der Traverse 61 bzw. Transfereinheit 18 verlaufenden Richtung relativbeweglich sind.
In einer vorteilhaften, mechanisch einfachen Ausführung sind hierfür sämtliche Aufnahmeelemente
63 an einem gemeinsamen, gegenüber der Traverse 61 relativbeweglichen Träger gelagert,
welcher durch Betätigung zumindest eines Aktors insgesamt entlang besagter Richtung
bewegbar ist. Nach Aufsetzen auf den Druckformen 06 kann ggf. durch selektive Beaufschlagung
der Saugnäpfe 64-d. h. eine Aktivierung einzelner Aufnahmeelemente 63 bzw. Saugnäpfe
64 oder eine Aktivierung einzelner Gruppen von Aufnahmeelementen 63 bzw. Saugnäpfen
64 - eine Wahl über die aufzunehmenden Druckformen 06 (alle oder spezielle) getroffen
werden. In dieser vorteilhaften Ausführung werden zwar sämtliche Aufnahmeelemente
63 bzw. Saugnäpfe 64 (Aufnahmemittel) oder sämtliche Gruppen von Aufnahmeelementen
63 bzw. Saugnäpfen 64 (Aufnahmemittel) in Richtung Druckformspeicher 17 bewegt, jedoch
lediglich diejenigen Aufnahmeelemente 63 bzw. Saugnäpfe 64 (Aufnahmemittel) oder Gruppen
von Aufnahmeelementen 63 bzw. Saugnäpfen 64 (Aufnahmemittel) bzgl. eines Haltens und/oder
Aufnehmens aktiviert, welche den Abschnitten a
1; a
2; a
3; a
4 aufzunehmender Druckformen 06 entsprechen. Sollen die Druckformen 06 aller Abschnitte
a
1; a
2; a
3, a
4 aufgenommen werden, so werden nach dem Aufsetzen sämtliche Aufnahmeelemente 63 bzw.
Saugnäpfe 64 (Aufnahmemittel) oder sämtliche Gruppen von Aufnahmeelementen 63 bzw.
Saugnäpfen (Aufnahmemittel) 64 aktiviert.
[0074] In einer hierzu weitergebildeten Variante sind die Aufnahmeelemente 63 jeweils zweier
benachbarter Abschnitte a
1; a
2; a
3; a
4 oder eines jeden Abschnittes a
1; a
2; a
3; a
4 an jeweils gemeinsamen, gegenüber der Traverse 61 relativbeweglichen Trägern gelagert,
welche jeweils durch Betätigung zumindest eines Aktors entlang besagter Richtung bewegbar
ist. Im Hinblick auf die Gefahr eines Verkippens ist jedoch die hier vorliegende Ausführung
von besonderem Vorteil, wobei jeder Saugnapf 64 mechanisch unabhängig von den übrigen
Saugnäpfen 64 der Aufnahmeeinrichtung 62 senkrecht zur Längsachse der Traverse 61
bzw. Transfereinrichtung 18 relativbeweglich gelagert ist. Das Bewegen erfolgt beispielsweise
jeweils über Aktoren 66, 67, welche grundsätzlich beliebig, beispielsweise als Motoren,
auf magnetischen Kräften oder auf Druckmitteln beruhend, ausgebildet sein können.
Die Bewegung kann als Linearbewegung oder aber auch in der Art einer Schwenkbewegung
über einen Hebel erfolgen. In hier bevorzugter Ausführung beruht der Antrieb auf mit
Druckmitteln beauschlagbaren Aktoren 66, 67. Hierzu umfassen die Aufnahmeelemente
63 beispielsweise jeweils einen traversenfesten, mit Druckmittel beaufschlagbaren
Zylinder 66, in welchem ein mit dem Saugnapf 64 über einen Stößel 67 verbundener Kolben
läuft (oder umgekehrt). In Alternative könnte der Stößel 67 auch auf einen Hebelarm
wirken und den an diesem verschwenkbar gelagerten Saugnapf 64 verschwenken.
[0075] Die den Aufnahmeelementen 63 der Aufnahmeeinrichtung 62 zugeordneten Aktoren 66,
67 (bzw. deren Zylinder und Stößel 66; 67) können hierbei grundsätzlich sämtlich gemeinsam
oder in größeren Gruppen, z. B jeweils diejenigen der Aufnahmeelemente 63 zweier benachbarter
Abschnitte a
1; a
2; a
3; a
4, mit einer selben Druckmittelzufuhr in Wirkverbindung stehen, d. h. an einer selben
Druckmittelleitung angeschlossen sein. In diesem Fall sind die an einer selben Druckmittelleitung
angeschlossenen Aufnahmeelemente 63 zwar nur sämtlich gleichzeitig zu steuern, jedoch
besitzen in Stellrichtung einen Freiheitsgrad. In der hier dargestellten Ausführung
sind zumindest die einem selben Abschnitt a
1; a
2; a
3; a
4 zugeordneten Aufnahmeelemente 63 jeweils durch von anderen Abschnitten a
1; a
2; a
3; a
4 unabhängig mit Druckmittel beaufschlagbar. Hierzu ist eine Ventilstation 68 mit zumindest
einer der Anzahl der unabhängig zu beaufschlagenden Aufnahmeelemente 63 bzw. Gruppen
von Aufnahmeelementen 63 entsprechenden Anzahl von steuerbaren Ventilen 69 vorgesehen,
welche auf ihrer Ausgangsseite über nicht dargestellte Leitungen mit den mit den betreffenden
Aufnahmeelementen 63 verbunden sind. Auf diese Weise sind zumindest die einzelnen
Druckformen 06 zuzuordnenden Aufnahmeelemente 63 unabhängig von denen anderer Druckformen
06 aufsetz- bzw. abhebbar. Die Aufnahmeelemente 63 sind wie dargelegt z. B einzeln
oder in Gruppen durch Beaufschlagung mit Druckmittel in zwei Positionen P63.1 (Ruheposition)
und P63.2 (Aufnahmeposition) verbingbar (Fig. 10).
[0076] Über eine entsprechende Anzahl von Ventilen 69 sind auch die Saugnäpfe 64 mit Unterdruck
beaufschlagbar. Die Saugnäpfe 64 können hierbei wieder grundsätzlich sämtlich gemeinsam
oder in größeren Gruppen, z. B jeweils diejenigen der Aufnahmeelemente 63 zweier benachbarter
Abschnitte a
1; a
2; a
3; a
4, mit einer selben Druckmittelzufuhr in Wirkverbindung stehen, d. h. an einer selben
Druckmittelleitung angeschlossen sein. In bevorzugter Ausführung sind zumindest die
einem selben Abschnitt a
1; a
2; a
3; a
4 zugeordneten Saugnäpfe 64 jeweils über entsprechende Leitungen (nicht dargestellt)
von anderen Abschnitten a
1; a
2; a
3; a
4 unabhängig mit Unterdruck beaufschlagbar. Durch eine Steuerung können dann je nach
Bedarf die Saugnäpfe 64 eines oder mehrere Abschnitte a
1; a
2; a
3; a
4 aktiviert sein.
[0077] In einer vorteilhaften Weiterbildung weist die Transfereinheit 18, z. B in einer
zweiten Flucht, einer eine zweite Aufnahmeeinrichtung 71, z. B zweite Halteeinrichtung
71, insbesondere eine zweite Saugvorrichtung 71, mit einer Anzahl von nebeneinander
angeordneten, z. B ebenfalls Saugnäpfe 76 aufweisenden Aufnahmeelementen 72, z. B.
Halteelement 72 auf. Zu der Anordnung, Ausführung, Anzahl und Zuordnung zu Gruppen
und/oder Abschnitten ist das zur ersten Aufnahmeeinrichtung 62 Genannte vorzugsweise
mit dem Unterschied anzuwenden, dass die Aufnahmeelemente 72 der zweiten Aufnahmeeinrichtung
71 gegenüber der Traverse 61 um eine zur Längsachse der Traverse 61 bzw. Transfereinheit
17 parallele Schwenkachse S71 verschwenkbar gelagert sind (siehe z. B Fig. 10). Das
Verschwenken kann hierbei grundsätzlich in zu oben genannten Gruppen vergleichbaren
Gruppen (z. B je Abschnitt a
1; a
2; a
3; a
4 oder je zwei benachbarte Abschnitte a
1; a
2; a
3; a
4 an einem verschwenkbaren Träger 73 gemeinsam), jedoch auch einzeln erfolgen. Als
Antrieb können entsprechend der Ausführungen der ersten Aufnahmeeinrichtung 62 auf
Druckmittel basierende Aktoren vorgesehen sein, welche dann beispielsweise ebenfalls
an Ventilen der Ventilstation 69 anschließbar wären.
[0078] In der dargestellten Ausführung sind die Aufnahmeelemente 72 jeweils zweier benachbarter
Abschnitte a
1; a
2; a
3; a
4 bzw. zu handhabender Druckformen 06 gemeinsam verschwenkbar gelagert. Dies erfolgt
beispielsweise durch einen gegenüber der Traverse 61 verschwenkbaren Träger 73, an
welchem die derart gebildete Gruppe von Aufnahmeelementen 72 angeordnet, und somit
gemeinsam um die Schwenkachse S71 verschwenkbar ist. Das Verschwenken des Trägers
73 erfolgt hier beispielsweise über einen Aktor 74, welcher entweder ebenfalls als
durch Druckmittel betätigbarer Aktor 74 oder als Motor, z. B Schrittmotor, ausgeführt
sein kann. Die zweiten Aufnahmeelemente 72 sind - zumindest im Ruhezustand - vorzugsweise
ebenfalls in einer zur Längsachse der Transfereinheit 18 parallelen Flucht angeordnet.
Die Saugnäpfe 76 der zweiten Aufnahmeeinrichtung 71 bzw. die Flucht der zweiten Aufnahmeelemente
72 sind im Hinblick auf die Lage zum Formzylinder 03 weiter von diesem an der Traverse
61 bzw. an der Transfereinheit 18 angeordnet. Sie sind zwischen zwei Positionen P72.1
und P72.2 (P72.3) verschwenkbar.
[0079] In einer Ausführung der Transfereinheit 18, z. B wenn mindestens ein kurvenförmiger
Führungsabschnitt 84.2 vorhanden ist und/oder ein Verschwenken z. B aus Gründen des
Ein-/Aushakens vorteilhaft ist (siehe z. B Fig. 25 d) bzw. 25 i)), kann statt der
ersten Aufnahmeeinrichtung 62 mit den ersten Aufnahmeelementen 63 lediglich die zweite
Aufnahmeeinrichtung 71 mit verschwenkbaren Aufnahmeelementen 72 vorgesehen sein, oder
aber lediglich die erste Aufnahmeeinrichtung 62, jedoch mit in der Art der zweiten
Aufnahmeelemente 72 verschwenkbaren ersten Aufnahmeelementen 63.
[0080] Durch die Aufnahmeeinrichtung(en) 62; 71 sind durch die Transfereinheit 18 somit
je nach Beauschlagung bestimmter Aufnahmeelemente 63; 72 oder Gruppen derselben mit
Unterdruck und/oder je nach Positionierung von Aufnahmeelementen 63; 72 eine oder
mehrere Druckformen 06 vom Druckformspeicher 17 aufnehmbar, um diese entlang eines
Transportpfades 23; 23.1; 23.2 zum zu bestückenden Formzylinder 03 zu fördern. Das
Fördern der Transfereinheit 18 entlang des Transportpfades 23; 23.1; 23.2 kann grundsätzlich
durch ein gestellfestes Antriebsmittel, z. B einen gestellfesten Antriebsmotor erfolgen,
welcher über ein Getriebe und/oder ein Zugmittel die Transfereinheit 18 entlang des
Transportpfades 23; 23.1; 23.2 fördert. So könnte beispielsweise die Transfereinheit
18 mit einem entsprechend ausgebildeten Mitnehmer in einen durch einen gestellfesten
Antriebsmotor angetriebenen Gewindetrieb oder in ein entlang des Transportpfades 23;
23.1; 23.2 verlaufendes, durch einen gestellfesten Antriebsmotor angetriebenes Zugmittel
(z. B eine Kette oder ein Zugband) eingreifen. Die zweite Alternative birgt zumindest
die Möglichkeit von Transportwegen, welche einen Richtungswechsel erfordern.
[0081] In bevorzugter Ausführung erfolgt der Antrieb der Transfereinheit 18 jedoch durch
ein der Transfereinheit 18 zugeordnetes, durch die Transfereinheit 18 mitgeführtes
Antriebsmittel 77, z. B einen Antriebsmotor 77. Der Vortrieb entlang des Transportpfades
23; 23.1; 23.2 erfolgt vom Antriebsmotor 77 über mindestens ein Antriebsrad 78, welches
form- oder reibschlüssig mit einem - bzgl. der Druckeinheit 01 - gestellfesten Laufpfad
83 zusammenwirkt (zu einer vorteilhaften Ausführung siehe unten). Die Transfereinheit
18 umfasst den Antriebsmotor 77, welcher hier beispielsweise unter Zwischenschaltung
eines Getriebes 79 eine Welle 81 antreibt. An der Welle 81 sind - z. B jeweils stirnseitig
der Traverse 61 - die Antriebsräder 78 drehfest angeordnet. Grundsätzlich könnten
für die beiden stirnseitigen Antriebsräder 78 auch zwei Antriebsmotoren 77 vorgesehen
sein, welche jedoch dann auf elektronischem Wege zu synchronisieren wären.
[0082] Ein Führen und Sichern der Transfereinheit 18 gegen Verkippen kann je nach Ausprägung
der Paarung Antriebsrad/Laufpfad 78/83 und/oder zusätzlicher zusammen wirkender Führungselemente
82 in unterschiedlicher Weise ausgebildet sein. So können beispielsweise an der Transfereinheit
18 je Stirnseite in Transportrichtung hintereinander zwei Antriebsräder 78 angeordnet
sein, welche mit dem Laufpfad 83 zusammen wirken. Es kann auch ein Antriebsrad 78
und ein zusätzliches Führungselement 82, z. B eine Führungsrolle 82 an der Transfereinheit
18 stirnseitig vorgesehen sein, welches mit einem gestellfestem Führungselement 84,
z. B einer Führungsschiene 84, die Transfereinheit 18 führend und gegen Verkippen
stützend zusammen wirkt (zu einer vorteilhaften Ausführung siehe unten).
[0083] In vorteilhafter Ausführung weist die Transfereinheit 18 bzw. die Traverse 61 zumindest
auf einer Stirnseite, insbesondere jedoch auf beiden Stirnseiten mindestens drei,
z. B drei oder vier Führungselemente 82, z. B Führungsrollen 82, auf, wobei die drei
oder vier Führungselemente 82 vorzugsweise derart zueinander positioniert sind, dass
deren Rotationsachsen im Fall von drei als Führungsrollen 82 ausgebildeten Führungselementen
82 ein im wesentlichen gleichschenkliches Dreieck bilden und für den Fall von vier
als Führungsrollen 82 ausgebildeten Führungselementen 82 eine von einem Parallelogramm
oder einer Rechteckform abweichende Form, z. B Trapezform, insbesondere eine spiegelsymmetrische
Trapezform, nachbilden. Hierdurch wird auch eine Kurvenführung bei hoher Führungsgenauigkeit
und -sicherheit ermöglicht. Die Stirnseiten der Transfereinheit 18 sind mit ihren
Führungsrollen 82 somit in der Art eines Führungswagens wirksam.
[0084] In Fig. 11 ist ein vergrößerter Ausschnitt einer vorteilhaften Ausführung und deren
Zusammenwirken für das Führen und/oder den Vortrieb der Transfereinheit 18 dargestellt.
Das Antriebsrad 78 ist hierbei als Zahnrad 78 ausgebildet, welches mit einem Zähne
86 aufweisenden Laufpfad 83 einer gestellfest montierten Zahnstange 87 zusammen wirkt
(am vorderen Ende des dargestellten Führungsabschnittes dargestellt, bei Position
86 mit dem Pfeil angedeutet (siehe auch Fig. 12). Die Führungsschiene 84 kann einteilig
aus einem Flachstahl gebildet sein, wobei eine obere und/oder untere Schmalseite mit
mindestens einer oberen und/oder mindestens einer unteren Führungsrolle 82 in zu deren
Führung im Eingriff steht. Dabei kann grundsätzlich die Schmalseite der Führungsschiene
84 mit einer Laufnut und die Führungsrolle 82, kurz Rolle 82, in diese eingreifen
ausgebildet sein, oder umgekehrt. In dargestellter, vorteilhafter Ausführung weist
die Führungsschiene 84 auf ihrer bzw. ihren mit den Rollen 82 zusammen wirkenden Schmalseite
eine in einer Nut eines z. B als Flachstahl ausgebildeten Grundkörpers 89 eingefügten
Rundstahl als Laufkörper 88, und die Rolle 82 eine entsprechend ausgebildete konkave
Lauffläche auf.
[0085] Für den Fall, dass die Transfereinheit 18 lediglich einem Formzylinder 03 zugeordnet
ist, kann das die Rollen 82 der Transfereinheit 18 führende Führungselement 84 von
der Aufnahmeposition P18.1 bis zur Übergabeposition P18.2 als z. B geradlinige Führungsschiene
84 mit einem oder mehreren linearen Führungs- bzw. Schienenabschnitten 84.1 oder -
entsprechend ggf. vorliegender Anforderung an räumliche Gegebenheiten - mit einem
oder mehreren linearen, und ggf. einem oder mehreren kurvenförmigen Schienenabschnitten
84.2 ausgebildet sein. So kann beispielsweise ein erster Führungsabschnitt 84.1 im
Bereich der Aufnahmeposition P18.1 geradlinig ausgebildet sein, und je nach Raumverhältnissen
sich geradlinig oder unter Einbeziehen einer Kurve zur Übergabeposition P18.2 verlaufen.
Im hier dargestellten Ausführungsbeispiel der Fig. 3, 4 und 13 kann der untere Weg
als ein Beispiel für einen einzelnen, aus Führungsabschnitt 84.1 bzw. geradlinigen
Führungsabschnitten 84.1 ausgebildeten Transportpfad 23; 23.1; 23.2, und der obere
Weg als Beispiel für einen einzelnen, aus geradlinigen und kurvenförmige Führungsabschnitten
84.1; 84.2 gebildeten Transportpfad 23; 23.1; 23.2 angesehen werden.
[0086] Für die vorteilhafte Ausführung, wobei die Formzylinder 03 mehrerer Druckwerke 02
von einer selben Speichereinrichtung 17 her und/oder über einen gemeinsamen Transportpfad
23; 23.1; 23.2 mit neuen Druckformen 06 versorgt werden können, ist - wie oben bereits
erwähnt - vorzugsweise eine Weiche 27 vorgesehen, durch welche die Transfereinheit
18 wahlweise auf den einen, oder den anderen Transportpfad 23; 23.1; 23.2 zur dem
eine oder des anderen Formzylinders 03 zugeordneten Übergabeposition P18.2 gelangt.
Die Weiche 27 kann grundsätzlich in beliebiger Weise ausgeführt sein, sodass dieses
wahlweise Führen ermöglicht ist. Sie kann beispielsweise - zumindest im Bereich der
Wegteilung - mit zwei axial nebeneinander oder vertikal untereinander angeordneten,
die jeweilige Schienenflucht der beiden Wege fortsetzenden Führungsabschnitten 84.3
(z. B ein geradliniger und ein kurvenförmiger für die beiden Wege) ausgebildet sein,
von welchen wahlweise einer der beiden in die Schienenflucht einbringbar ist. Ist
eine derartige Weiche 27 an irgend einer Stelle im Transportpfad 23; 23.1; 23.2 angeordnet,
so muss der bewegbare Führungsabschnitt 84.3 beidseitig der Weiche 27 den jeweiligen
Weg exakt fortsetzen. Dies gilt gleichzeitig für den Fall eines Antriebes über einen
gestellfesten Laufpfad 83 auch für die entsprechenden Laufpfadabschnitte.
[0087] In der hier dargestellten vorteilhaften Lösung ist eine Weiche 27 direkt am formzylinderfernen
Transportpfadende vorgesehen, d. h. ein (insbesondere selber) bewegbarer, der Weiche
27 zuzuordnender Führungsabschnitt 84.3 stellt gleichzeitig den ersten, formzylinderfernen
Führungsabschnitt des Transportpfades 23, insbesondere der beiden Transportpfadzweige
23.1; 23.2 dar. D. h., je nach Status der Weiche 27 fluchtet des formzylindernähere
Ende des der Weiche 27 zuzuordnenden Führungsabschnittes 84.3 (z. B im Folgenden auch
kurz als Weichenabschnitt 84.3 bezeichnet), mit einem gestellfesten Führungsabschnitt
84.1; 84.2 des einen oder des anderen Führungszweiges 23.1; 23.2. Auf diese Weise
ist im Führungssystem 23 lediglich je Stirnseite ein Führungsabschnitt 84.3 bewegbar
auszubilden und jeweils lediglich auf einer Seite in die Flucht mit einem von zwei
sich anschließenden Führungsabschnitt 84.1; 84.2 zu verbringen.
[0088] Grundsätzlich kann der z. B schienenartige Weichenabschnitt 84.3 durch Linear- oder
durch Schwenkbewegung (z. B um eine zum Stoß der Abschnitte fernen Achse verschwenkbar)
in die beiden, mit den sich anschließenden Führungsabschnitt 84.1; 84.2 fluchtende
Stellungen verbracht werden. In bevorzugter Ausführung der Weiche 27 ist der Weichenabschnitt
84.3 jedoch entlang eines linearen Stellweges S27 wahlweise in die Flucht mit einem
Führungsabschnitt 84.1; 84.2 des einen, oder des anderen Führungsabschnittes 84.1
bzw. des Führungszweiges 23.1; 23.2 verbingbar.
[0089] Fig. 13 zeigt einen vergrößerten Ausschnitt aus Fig. 3, jedoch ohne eine Abdeckung
29, sodass die Führungsabschnitte 84.1 (84.2) der beiden Führungszweige 23.1; 23.2
mit ihren Enden 91; 91.1; 91.2; 91.3 erkennbar sind. Fig. 14 und 15 verdeutlichen
die Wirkungsweise der Weiche 27 unter Auslassung der Transfereinheit 18, indem in
Fig. 14 ein Ende 91.3 des Weichenabschnittes 84.3 mit dem Ende 91.1 des ersten Führungszweiges
23.1, und in Fig. 15 mit dem Ende 91.2 des zweiten Führungszweiges 23.1 fluchtend
angeordnet ist. Der linear zwischen den beiden Positionen P27.1; P27.2 bzw. Stellungen
P27.1; P27.2 bewegbare Weichenabschnitt 84.3 ist hierzu linear bewegbar, vorzugsweise
mittel- oder unmittelbar an einer Linearführung 93 gelagert. Im Beispiel ist der Weichenabschnitt
84.3 an einem Montageelement 92, z. B einer Montageplatte 92, angeordnet, welche ihrerseits
mit entsprechenden Lagermitteln ausgeführt an der Linearführung 93 gelagert ist. Die
Richtung des linearen Stellweges S27 verläuft vorzugsweise senkrecht zur Transportrichtung
T; T1 (d. h. zum Bewegungsfreiheitsgrad zwischen Führung und geführtem Teil) des Weichenabschnittes
84.3, welche vorzugsweise der Transportrichtung T im Bereich der jeweiligen Enden
91.1; 91.2 der fortzusetzenden Transportpfade 23.1; 23.2 entspricht.
[0090] Ein Stellen der Weiche 27 erfolgt vorzugsweise über ein Antriebsmittel 94, welches
z. B grundsätzlich als Antriebsmotor 94 oder als durch Druckmittel betätigbarer Aktor
94 ausgebildet sein kann. Bei der Ausbildung als Antriebsmotor 94 ist, beispielsweise
durch Endschalter oder durch widerstandbedingte Abschaltung und entsprechende Anschläge,
dafür Sorge zu tragen, dass definierte Positionen erreicht werden und dann eine Abschaltung
erfolgt. In hier dargestellter, vorteilhafter Ausführung erfolgt das Stellen der Weiche
27 durch Betätigung eines mit Druckmitteln betätigbaren Aktors 94, z. B Pneumatik-
oder Hydraulikzylinders 94, durch welchen eine Relativbewegung zwischen Seitengestell
04, z. B einer gestellfesten Halterung 96, und Weichenabschnitt 84.3 entlang des Stellweges
S27 erfolgt (siehe z. B Fig. 16). Bei der Ausbildung des Antriebsmittel 94 als durch
Druckmittel betätigbarer Aktor 94 kann - wie bevorzugt und hier dargestellt - der
Pneumatik- oder Hydraulikzylinders 94 gestellfest angeordnet sein und der zu bewegende
Weichenabschnitt 84.3 mittel- oder unmittelbar, über z. B ein Verbindungsstück 97
und die Montageplatte 92, mit dem im Pneumatik- oder Hydraulikzylinders 94 beweglichen
Kolben, oder aber auch umgekehrt der Kolben sich gestellfest abstützen und der Pneumatik-
oder Hydraulikzylinders 94 beweglich und den Weichenabschnitt 84.3 mitnehmend angeordnet
sein.
[0091] Prinzipiell unabhängig davon, ob das Transportsystem 18, 23 mit einem einzigen Transportpfad
23, mit mehreren Transportpfaden 23.1; 23.2 und/oder mit Weiche 27 ausgebildet ist,
kann eine oben bereits erwähnte Positioniervorrichtung 28, z. B ausgebildet als Vorrichtung
zur variablen Wegbegrenzung 28, wie beispielsweise einer dem Transportsystem 18, 23
oder Führungssystem 23 zuzuordnende Anschlagvorrichtung 28 und/oder Sensoranordnung
28, im zylinderfernen Bereich des Transportpfades 23; 23.1; 23.2 vorgesehen sein.
Durch diese sind der Transfereinheit 18 für die beim Aufnehmen einer neuen Druckform
06 einzunehmende Aufnahmeposition P18.1 definiert mindestens zwei verschiedene, entlang
der in diesem Aufnahmebereich vorliegende Transportrichtung T1 voneinander beabstandete
Orte zuweisbar. Alternativ hierzu kann auch ein Stellungsgeber am Antriebsmotor 77
bzw. in der diesem zugeordneten Steuerung als "Positionsvorrichtung" wirkend vorgesehen
sein. Je nach schaltungstechnischem oder mechanischem Zustand der Positioniervorrichtung
28 nimmt die Transfereinheit 18 auf dem Transportpfad 23; 23.1; 23.2 in ihrer Aufnahmeposition
P18.1 unterschiedliche Lagen am Transportpfad 23; 23.1; 23.2, insbesondere zumindest
geringfügig voneinander beabstandete Positionen bzw. Stellungen im Aufnahmebereich
P18.1 des Transportpfades 23; 23.1; 23.2 ein.
[0092] Diese, wahlweise mehrere definierte Positionen für die Aufnahmeposition P18.1 vorgebende
Positioniervorrichtung 28 ist besonders vorteilhaft in Verbindung mit einer Ausführung
des Druckformwechselsystems, wobei das Transportsystem 18, 23 in einem Aufnahmebereich
P18.1 mit einem Druckformspeicher 17 zusammen wirkt, in welchem die Druckformen 06
in Transportrichtung T1 einer in Aufnahmeposition P18.1 befindlichen Transfereinheit
18 betrachtet mit ihren Enden 09; 11, insbesondere vorlaufenden Enden 09, zueinander
versetzt angeordnet sind, wie es beispielsweise für die Ausführung der o. g. Speichereinrichtung
17 der Fall ist. In nicht dargestellter Ausführung kann eine derartige Positioniervorrichtung
28 dadurch gebildet sein, dass eine zumindest der Anzahl der unterschiedlichen Positionen
bzw. Stellungen entsprechende Anzahl von in Transportrichtung T1 voneinander beabstandeter
Initiatoren, z. B Kontakte, Schalter oder kontaktlose Schaltelemente (magnetisch oder
optisch wirkend) vorgesehen sind, welche die An- bzw. Abwesenheit der Transfereinheit
18 bzw. dessen stirnseitigen Führungswagens erkennen. Eine Steuerschaltung bzw. ein
Steuerprogramm kann dann derart ausgeführt sein, dass ein Fördern der Transfereinheit
18 in Richtung zylinderfernem Ende des Transportpfades 23 jeweils bis zum Erreichen
des für die gewünschte Endposition zugehörigen Schaltzustandes erfolgt und bei Erreichen
dieses Schaltzustandes der Antrieb, z. B der die Transfereinheit 18 fördernde Antrieb,
z. B den Antriebsmotor 77, abschaltet. So wäre beispielsweise der Antriebsmotor 77
für die zylinderfernste Position erst abzuschalten, wenn auch der die zylinderfernste
Position repräsentierende Initiator die Anwesenheit der Transfereinheit 18 bzw. deren
Führungswagen detektiert.
[0093] In einer dargestellten Ausführung der Positioniervorrichtung 28 ist dieses als den
Weg mechanisch durch eine Anzahl von Anschlagelementen 101, kurz Anschlägen 101, begrenzendes
System ausgebildet, wobei die als Wegbegrenzung wirksamen Anschlagflächen in Transportweg
voneinander entsprechend der für die unterschiedlichen Positionen geforderten Wegdifferenzen
voneinander beabstandet sind. So ist beispielsweise ein letzter, den Weg zum formzylinderfernen
Ende begrenzender Anschlag 101 ortsfest (ggf. justierbar) angeordnet, während eine
Anzahl von formzylindernäher im Transportweg angeordneter Anschläge 101 wahlweise
in und außer Eingriff mit einem der Transporteinheit 18 zuzuordnenden Anschlag verbringbar
ist. Am der Transporteinheit 18 zuzuordnenden Anschlag kann ein Schaltelement vorgesehen
sein, durch welches bei Zusammenwirken mit einem der Anschläge 101 der die Transfereinheit
18 fördernde Antrieb, z. B der Antriebsmotor 77, abgeschaltet wird. Jedoch kann auch
eine Motorregelung derart vorgesehen sein, dass der Motor aufgrund des sich beim Anschlagen
ergebenden Widerstandes und der damit einhergehenden Änderung der elektrischen Leistung
bzw. des anliegenden Drehmomentes ein Abschalten erfolgt. Im dargelegten Beispiel
sind die bewegbaren Anschläge 101 durch Bewegen entlang eines Stellweges S101 in bzw.
außer Eingriff bringbar, welcher zumindest eine zur Transportrichtung T1 senkrechte
Bewegungskomponente aufweist, insbesondere linear und senkrecht zur Transportrichtung
T1 verläuft. In dargestellter Ausführung sind die Anschläge 101 in einer zur axialen
Richtung der Transfereinheit 18 parallelen Stellrichtung S10 bewegbar.
[0094] Bei vorteilhafter Anwendung einer Speichereinrichtung 17 mit in Transportrichtung
T1 versetzten Druckformenden 09, z. B einem Druckformspeicher 17 in o. g. Ausführung,
ist durch die Positioniervorrichtung 28 gewährleistet, dass die Aufnahmeeinrichtung
71 jede Druckform 06 in einem selben Abstand zum vorlaufenden Ende 09 greift. Die
Schaltung bzw. Programmierung der Positioniervorrichtung 28 ist entsprechend auf den
Ablauf des Druckformwechsels abzustimmen.
[0095] Nach der Aufnahme der Druckform 06 bzw. mehrerer Druckformen 06 wird diese bzw. werden
diese durch die Transfereinheit 18 über den Transportpfad 23; 23.1; 23.2 an die zylindernahe
Übergabeposition P18.2 verbracht. Die nachfolgende Übergabe kann direkt an den Formzylinder
03 oder aber an eine zylindernahe Anlageeinrichtung 19 erfolgen. Die nachfolgend beschriebenen
Schritte und ggf. eingesetzten Hilfsmittel (z. B Anlageeinrichtung 19 und/oder Andrückvorrichtung
21) sind grundsätzlich von der vorbeschriebenen Ausprägung des Transportsystems 18,
23 und/oder der Speichereinrichtung 17 unabhängig einzusetzen, jedoch in Verbindung
mit einem oder mehreren der Merkmale der beschriebenen Ausführungen für die Speichereinrichtung
17 und/oder die Transfereinheit 18 und/oder das Führungssystem 23 von besonderem Vorteil.
[0096] In einer, in Bezug auf die verbauten Systemkomponenten (17; 18; 19; 21; 22; 23) einfacheren
Ausführung des Druckformwechselsystems wird die aufgenommene Druckform 06 bzw. werden
die aufgenommenen Druckformen 06 von der Transfereinheit 18 mit ihrem Ende 09 bzw.
ihren Enden 09 direkt, im wesentlichen tangential, an den zu bestückenden Formzylinder
03 verbracht, so dass das z. B im spitzen Innenwinkel abgebogene Ende 09, z. B innerhalb
eines Winkelbereichs von ± 15° von der tangentialen Berührstelle, in Berührkontakt
kommt (siehe z. B Fig. 17). Die Druckform 06 wird zu diesem Zeitpunkt noch von der
Aufnahmeeinrichtung 62 bzw. deren Halteelemente 63 gehalten. Vorzugsweise wird die
Druckform 06 in Höhe und Längsausrichtung derart an den Formzylinder 03 herangeführt,
dass sie zumindest im Längsbereich der Fixierung durch die Halteeinrichtung 62 bzw.
deren Saugnäpfe 64 mit einer Tangente T03 des Formzylinders 03 fluchtet (z. B maximale
Abweichung ± 2 mm in der Höhe), wobei aufgrund der z. B deutlich unter 1 mm liegenden
Stärke der Druckform 03 die Lage der Tangente T03 im Druckformquerschnitt vernachlässigbar
sein soll. Durch das abgebogene Ende 09, mit z. B einer tatsächlichern Höhe von mindestens
5 mm, erfährt sie beim Aufsetzen oder Auflaufen auf die Formzylindermantelfläche eine
Durchbiegung und somit eine in radialer Richtung des Formzylinders 03 wirkende Vorspannung,
sodass sie bei Eintreffen an der Öffnung 07 zumindest mit einem Teil des Endes 09
in den Kanal 08 eintaucht. Beispielsweise ist zur Unterstützung des Einhängens und/oder
vorzugsweise zum Aufwickelns eine unten näher beschriebene Andrückvorrichtung 21 vorgesehen,
welche ggf. das vorlaufende Ende 09 in den Kanal 08 drückt, sobald die Öffnung 07
am Formzylinder 03 und die Kante des vorlaufenden Endes 09 miteinander fluchten.
[0097] Der Formzylinder 03 ist für das Aufziehen (Aufplatten) neuer Druckformen 06 vorzugsweise
vor oder ggf. nach dem Heranführen der Druckform 06 in die für das Einhängen vorbestimmte
Position gedreht. Nachdem sich das Ende 09 - ggf. mit Unterstützung durch die Andrückvorrichtung
21 - im Kanal 08 und dort ggf. zusätzlich durch entsprechende Mittel gesichert wurde,
wird der Formzylinder 03 derart verdreht, sodass er die Druckform 06 nach und nach
auf seiner Mantelfläche aufrollt. Hierbei können auf der Druckform 06 abrollende Rollen
der Andrückvorrichtung 21 ein sicheres und gleichmäßiges Aufziehen bzw. Aufwickeln
unterstützen. Während des Aufwickelns können die Aufnahmeelemente 63 weiterhin wirksam
sein, ggf. mit verminderter Haltekraft, um die Druckform 06 bis zum Verlassen des
Wirkbereichs der Aufnahmeeinrichtung 62 zu halten und/oder zu führen. In Ausgestaltung
der Halteelemente 63 mit Saugnäpfen 64 kann der Unterdruck, ggf. vermindert, aufrechterhalten
werden, wobei der Formzylinder 03 die Druckform 06 entgegen der Haltekraft unter der
Aufnahme- bzw. Halteeinrichtung 62 wegzieht, so dass die noch aktiven Saugnäpfe 64
z. B auf der Druckformoberfläche zwangsweise gleiten. Wenn die Druckform 06 vollständig
aufgewickelt ist, kommt das andere Druckformende 11 über der der selben (einfachrunde
Ausführung) oder über einer in Umfangsrichtung versetzen Öffnung 07 (doppeltrunde
Ausführung) zu liegen und wird, vorzugsweise mit Unterstützung durch die Andrückvorrichtung
21, in den Kanal 08 gedrückt und dort z. B durch entsprechende Mittel gehalten.
[0098] In einer aufwändigeren, jedoch hinsichtlich möglicher Störungen noch robusteren Ausführung,
insbesondere wenn auch Druckformen 06 besonders großer Abmessung und/oder geringer
Stärke und/oder Druckformen 06 unterschiedlicher Stärken und/oder Abmessungen Verwendung
finden sollen, wird die Druckform 06 bzw. werden die Druckformen 06 zunächst an eine
formzylindernahe Anlageeinrichtung 19 angelegt bzw. vorzugsweise übergeben, bevor
sie auf dem Umfang des Formzylinders 03 aufgewickelt wird. Die Anlage der Druckform
06 erfolgt hierbei auf einer Vorder- oder vorzugsweise Rückseite der flächig ausgebildeten
Druckform 06, d. h. die Anlageeinrichtung 19 wirkt mit der Druckform 06 auf einer
Vorder- oder insbesondere Rückseite der Druckform zusammen. Die Anlageeinrichtung
19 sorgt u. a. dafür, dass die Druckformen 06 eine gestellfest definierte Lage einnehmen
und, in einer vorteilhaften Ausführungsvariante mit einer Halteeinrichtung 102, eine
definierte Rückhaltekraft und/oder eine Kraft für eine erwünschte Verformung aufbringbar
ist.
[0099] Die Anlageeinrichtung 19 erstreckt sich in der Druckeinheit 01 parallel zur Formzylinderachse
(siehe z. B Fig. 4). Sie weist in axialer Richtung des Formzylinders 03 betrachtet
mindestens einer Länge L19 auf, sodass sie sich mit jedem der in Fig. 18 angedeuteten
Abschnitte a
1; a
2; a
3; a
4 = (am für den m-ten Abschnitt) zur Aufnahme der m maximal auf dem Formzylinder 03
nebeneinander anordenbaren Druckformen 06 zumindest teilweise überschneidet (siehe
z. B Fig. 18, hier wieder mit m = 4). Vorzugsweise erstreckt sie sich über die gesamte
Nennweite W
N des zu bestückenden Formzylinders 03. Sie umfasst eine ein- oder mehrteilig ausgebildete,
sich über zumindest die Länge der m Abschnitte a
1; a
2; a
3; a
4 erstreckende Ablagefläche 103, welche entweder direkt eine Oberseite einer sich axial
erstreckenden, stirnseitig am Seitengestell 04 gelagerten, hier nicht sichtbaren Traverse,
oder aber wie dargestellt die Oberseite einer an einer stirnseitig gelagerten Traverse
angeordneten Abdeckung 104. In einfachster Ausführung wird die Druckform 06 bzw. werden
die Druckformen 06 durch die Transfereinheit 18 auf der Ablagefläche 103 abgelegt,
wenn die Kante des vorlaufenden Endes 09 mit der Öffnung 07 des Kanals 08 fluchtet.
Die Kante hakt zumindest teilweise ein, sodass sie bei Verdrehen des Formzylinders
03 in der durch strichlierte Pfeile angedeuteten Drehrichtung nun weiter hineingezogen
und im weiteren Verlauf die Druckform 06 auf den Formzylinder 03 aufgewickelt wird.
[0100] Vorzugsweise ist die Anlageeinrichtung 19 jedoch mit der oben erwähnten Halteeinrichtung
102 ausgebildet, welche eine wenigstens der Anzahl m der maximal durch den Formzylinder
03 nebeneinander aufzunehmenden Druckformen 06 entsprechende Anzahl von Halteelementen
106, oder ggf. Gruppen von jeweils mehreren, z. B zwei, Halteelementen 106 umfasst
(siehe z. B Fig. 18 und 19). Die Halteelemente 106 sind vorzugsweise in einer zur
Längsachse der Anlageeinrichtung 19 parallelen Flucht angeordnet. Die Halteelemente
106 können grundsätzlich mit beliebig ausgeführten Haltemitteln ausgebildet sein,
sofern sie ein Halten einer Druckform 06 gewähren. So könnte das Halten beispielsweise
auf magnetischem Effekt beruhen und die Halteelemente 106 als Permanent- oder Elektromagnete
ausgebildete Aufnahmemittel aufweisen (sofern die Druckform 06 entsprechend magnetisiebare
Anteile aufweist). Ebenso könnte ein mechanisches Greifen durch entsprechende, mit
den Druckformen 06 zusammen wirkende Greifer vorgesehen sein. Bevorzugt ist jedoch
eine Ausführung, in welcher das Halten auf Unterdruck basiert, wobei die Halteeinrichtung
102 als Saugvorrichtung 102 ausgebildet ist und die einzelnen Halteelemente 106 als
Haltemittel Saugnäpfe 107 umfassen. Vorzugsweise ist je axial nebeneinander anzuordnender
Druckform 06 bzw. je Abschnitt a
1; a
2; a
3; a
4 ein Halteelement 106 mit einem Saugnapf 107 mittig zum Abschnitt a
1; a
2; a
3; a
4 vorgesehen. Wird nun durch die Transfereinheit 18 oder ggf. auch manuell eine Druckform
06 auf der Ablagefläche 103 im entsprechenden Abschnitt a
1; a
2; a
3; a
4 ab- bzw. aufgelegt (ggf. auch unter Anwendung einer geringfügigen Andrückkraft),
so wird bei aktiviertem Halteelement 106, z. B anliegendem Unterdruck, die Druckform
06 reibschlüssig an der Ablagefläche 103 gehalten und ist nur gegen einen Widerstand
durch Drehen des Formzylinders 03 in dessen Richtung zu fördern. Die Ablagefläche
103 ist in dieser Ausführung gleichzeitig als großflächige Auflagefläche 103 wirksam.
[0101] In einer vorteilhaften Weiterbildung sind in der Ablagefläche 103 beidseitig, vorzugsweise
auf einer sich zumindest überschneidenden selben Höhe in Längsrichtung der Druckform
06 betrachtet, Auflageelemente 108 vorgesehen, welche geringfügig, z. B um maximal
2 mm, über die Oberfläche der Ablagefläche 103 hinausragen. Die freien Enden der Halteelemente
106, z. B der Saugnäpfe 107, können ebenfalls in inaktivem Zustand aus der Oberfläche
der Ablagefläche 103 heraus ragen, insbesondere können sie, was die Höhe über der
Ablagefläche 103 betrifft, im inaktiven Zustand im wesentlichen mit den Auflageflächen
der Auflageelemente 108 fluchten oder auf einer Höhe zwischen der Oberfläche der Auflageelemente
108 und der Oberfläche der Ablagefläche 103 liegen. Das Halteelement 106 und/oder
die Auflageelemente 108 können in einer Weiterbildung in der Höhe ihres Überstandes
gegenüber der Ablagefläche 103 und/oder in ihrer relativen Höhe zueinander justierbar
sein.
[0102] Grundsätzlich können die Halteelemente 106 betriebsmäßig geringfügig, z. B um mindestens
1/10 mm, in einer Richtung senkrecht zur Ablagefläche 103 beweglich gelagert und durch
ggf. mindestens einen Aktor bewegbar ausgebildet sein. Bei Ausbildung der Halteelemente
106 mit Saugnäpfen 107 ist dies jedoch nicht erforderlich, wenn der Saugnapf 107 in
vorteilhafter Ausführung in seiner Höhe aufgrund elastischer Eigenschaft durch Beaufschlagung
mit Unterdruck geringfügig, z. B um mindestens 0,05 mm, z. B 1/10 mm, veränderlich
ausgebildet ist. In diesem Fall zieht sich der Saugnapf 107 beim Ansaugen der Druckform
06 geringfügig, z. B. um 1 bis 4 mm, zusammen. Die Druckform 06 wird hierdurch beim
Ansaugen, sich gegen die Auflageelemente 101 abstützend, in Bezug auf die Ebene der
Ablagefläche 103 geringfügig konvex durchgebogen. Ein Einführen in den Kanal 08, zunächst
in einem mittigen Bereich der Druckform 06 wird hierdurch erleichtert. Vorzugsweise
ist im mittigen Bereich des vorlaufenden Druckformendes 09 eine Ausnehmung vorgesehen,
welche mit einem im Kanal 08 angeordneten, korrespondierenden Registerelement formschlüssig
im Hinblick auf das Seitenregister zusammen wirkt.
[0103] Die Anlageeinrichtung 19 ist beispielsweise betriebsmäßig gestellfest stirnseitig
im bzw. am Seitengestell 04 gelagert. In einer vorteilhaften Weiterbildung ist sie
jedoch zu Montage- und/oder Wartungszwecken derselben oder eines Bauteils des Druckwerks
02 um eine zur Formzylinderachse parallele Schwenkachse S19 aus dem Arbeitsbereich
wegschwenkbar gelagert. Hierzu weist sie beispielsweise stirnseitig Hebel 109 auf,
welche am Seitengestell 04 verschwenkbar befestigt sind. Eines die Schwenkbewegung
unterstützenden Antriebes bedarf es nicht zwingend, da das Verschwenken vorzugsweise
nicht betriebsmäßig, sondern lediglich zu Wartungsarbeiten erfolgt. Ein unterstützender
Antrieb kann jedoch für besonders breite, z. B dreifachbreite Druckwerke 02, und damit
besonders lange und schwere Anlageeinrichtungen 19 vorgesehen sein.
[0104] Wie in Fig. 20 vergleichbar zu Fig. 17 dargestellt, wird die Druckform 06 auch bei
Anwendung einer Anlageeinrichtung 19 durch die Transfereinheit 18 bzw. durch deren
Haltevorrichtung 62 mit der Kante ihres vorlaufenden Endes 09 bis über die Öffnung
07 des Kanals 08 gefördert. Jedoch wird die Druckform 06 bevor ein Drehen des Formzylinders
03 erfolgt auf die Ablagefläche 103 abgelegt oder gar mit geringfügigem Druck aufgesetzt,
sodass die Druckform 06 mit dem Halteelement 106 bzw. dessen Saugnapf 107 in Kontakt
kommt. Das Halteelement 106 bzw. der Saugnapf 107 wird nun aktiviert, d. h. im Fall
des Saugnapfes 107 mit Unterdruck beaufschlagt. Für den Fall, dass o. g. Auflageelemente
108 vorgesehen sind, wird die Druckform 06 durchgebogen und gleichzeitig reibschlüssig
gegen ein Bewegen in Transportrichtung zurückgehalten. Durch anschließendes Drehen
des Formzylinders 03 rutscht die zuvor lediglich teilweise eingreifende Kante des
vorlaufenden Endes 09 nun vollständig in den Kanal 08 und wird durch die Rückhaltekraft
an die Kanalkante herangezogen und dadurch ausgerichtet. Vorzugsweise fluchtet die
Auflagefläche 103, oder bei Vorliegen von o. g. Auflageelementen 108 deren Auflageflächen
mit einer Tangente T03 des Formzylinders 03. Nach Aktivierung des Halteelementes 106
erfährt die Druckform 06 hierdurch dann die zu Fig. 17 beschriebene Durchbiegung und
Vorspannung.
[0105] In Fig. 17 bis 20 ist die Anlageeinrichtung 19 mit im wesentlichen oder zumindest
überwiegend horizontaler Erstreckung ihrer Ablagefläche 103 bzw. der aufzulegenden
Druckformen 06 dargelegt. Wie jedoch am oberen Druckwerk 02 der Fig. 1, 3 und 4 erkennbar,
kann die Anlagevorrichtung 19, insbesondere die mit Halteelementen 106 ausgeführte
Anlagevorrichtung 19, auch insbesondere dann von Vorteil sein, wenn die Ablagefläche
103 bzw. die aufzulegende Druckformen 06 in Längsrichtung überwiegend vertikal, insbesondere
z. B im wesentlichen vertikal verläuft. Das zu der horizontal angeordneten Anlageeinrichtung
19 in Bezug auf deren Ausgestaltung und deren Zusammenwirken mit dem Formzylinder
03 und/oder der Transfereinheit 18 sowie in Bezug auf deren Relativlage und -ausrichtung
zueinander Genannte ist auf die horizontal geneigte, auf die überwiegend vertikal
verlaufende und auf die im wesentlichen vertikal ausgerichtete Anordnung sinngemäß
anzuwenden.
[0106] Wie bereits erwähnt, kann zur Unterstützung des Einhakens und/oder Aufwickelns eine
Andrückvorrichtung 21 vorgesehen sein (siehe z. B Fig. 21 und 22).
[0107] Die Andrückvorrichtung 21 erstreckt sich in der Druckeinheit 01 parallel zur Formzylinderachse
(siehe z. B Fig. 21). Sie weist in axialer Richtung des Formzylinders 03 betrachtet
mindestens einer Länge L21 auf, sodass sie sich mit jedem der Abschnitte a
1; a
2; a
3; a
4 zur Aufnahme der m auf dem Formzylinder 03 nebeneinander anordenbaren Druckformen
06 zumindest teilweise überschneidet. Vorzugsweise erstreckt sie sich über die gesamte
Nennweite W
N des zu bestückenden Formzylinders 03. Sie umfasst eine ein- oder mehrteilig ausgebildete,
sich über die Länge L21 erstreckende Traverse 111, an welcher nebeneinander eine wenigstens
der Anzahl m der maximal durch den Formzylinder 03 nebeneinander aufzunehmenden Druckformen
06 entsprechende Anzahl von Andrückelementen 112, vorzugsweise als Andrückrollen 112
ausgeführt, oder Gruppen von jeweils mehreren, z. B zwei, Andrückelementen 112 umfasst.
Die Andrückelemente 112 sind - zumindest im Ruhezustand (d. h. nicht an den Formzylinder
03 angestellt) - vorzugsweise in einer zur Längsachse der Andrückvorrichtung 21 parallelen
Flucht angeordnet. Vorzugsweise sind je axial nebeneinander anzuordnender Druckform
06 bzw. je Abschnitt a
1; a
2; a
3; a
4 zwei Andrückelemente 112 vorgesehen.
[0108] Grundsätzlich können die Andrückelemente 112 der Andrückvorrichtung 21 sämtlich ortsfest
auf einer dem Druckformspeicher 17 bzw. der aufzunehmenden Druckform 06 zugewandten
Seite der Traverse 111 angeordnet sein, sodass ein Aufsetzen der Andrückelemente 112
allein durch ein Bewegen der Traverse 111 bzw. der Transfereinheit 18 - eine Bewegbarkeit
der Traverse 111 vorausgesetzt - insgesamt bewirkt würde. In einer vorteilhaften Ausführung
sind jedoch die Andrückelemente 112 derart an der Traverse 111 gelagert, sodass sie
mit zumindest einer Komponente in einer senkrecht zur Längsachse der Andrückvorrichtung
21 verlaufenden Richtung relativbeweglich sind. Die die Andrückelemente 112 tragende
Traverse 111 selbst ist vorzugsweise raumfest im bzw. am Seitengestell 04, d. h. gestellfest
gelagert. In einer einfachen, nicht dargestellten Ausführung können sämtliche Andrückelemente
112 an einem gemeinsamen, gegenüber der Traverse 111 relativbeweglichen Träger gelagert
sein, welcher durch Betätigung zumindest eines Aktors insgesamt entlang besagter Richtung
auf den Formzylinder 03 zu bewegbar ist. In einer hierzu weitergebildeten Variante
sind die Andrückelemente 112 jeweils zweier benachbarter Abschnitte a
1; a
2; a
3; a
4 oder die Andrückelemente 112 eines jeden Abschnittes a
1; a
2; a
3; a
4 an jeweils gemeinsamen, gegenüber der Traverse 111 relativbeweglichen Trägern gelagert,
welche jeweils durch Betätigung zumindest eines Aktors entlang besagter Richtung bewegbar
ist.
[0109] Im Hinblick auf die Gefahr eines Verkippens ist jedoch die hier vorliegende Ausführung
von besonderem Vorteil, wobei jedes Andrückelement 112 mechanisch unabhängig von den
übrigen Andrückelementen 112 der Andrückvorrichtung 21 mit zumindest einer Bewegungskomponente
senkrecht zur Längsachse der Traverse 111 relativbeweglich gelagert ist. Das Bewegen
erfolgt beispielsweise jeweils über Aktoren 113, welche grundsätzlich beliebig, beispielsweise
als Motoren, auf magnetischen Kräften oder auf Beaufschlagung mit Druckmitteln beruhend,
ausgebildet sein können. Die Bewegung kann als Linearbewegung oder aber auch in der
Art einer Schwenkbewegung über einen Hebelarm erfolgen. In hier bevorzugter Ausführung
beruht der Antrieb auf mit Druckmitteln beauschlagbaren Aktoren 113. Hierzu ist je
Andrückelement 112 ein traversenfester, mit Druckmittel beaufschlagbaren Zylinder
114, z. B Druckmittelzylinder 114, vorgesehen, in welchem ein mit dem Andrückelement
112 über z. B einen Stößel 116 verbundener Kolben läuft (oder umgekehrt). In Alternative
könnte ein Stößel 116 auch auf einen Hebelarm wirken und das an diesem gelagerte Andrückelement
112 verschwenken. Das vorzugsweise als Andrückrolle 112 ausgebildete Andrückelement
112 ist am Aktor 113 bzw. an dessen linearbeweglichen Stößel 116 über eine Halterung
117 rotierbar gelagert. Vorzugsweise verläuft die Rotationsachse R112 im wesentlichen
parallel zur Formzylinderachse. Damit dies gewährleistet ist, kann z. B an der Halterung
117 eine Verdrehsicherung 118 vorgesehen sein, welche beispielsweise als parallel
zum Stößel 116 verlaufender Führungsstift ausgebildet sein kann, der in eine traversenfeste
Passbohrung, z. B eine in der Zylinderwandung stirnseitig vorgesehene Bohrung, eintaucht
und dadurch neben dem Stößel 116 eine zweite Führung gegen ein verdrehen um die Stößelachse
bietet.
[0110] Durch die einzelbewegliche Lagerung der Andrückelemente 112 kann ein Verkanten vermieden
und/oder eine Schrägstellung und/oder geringfügig unterschiedliche Abstände ausgeglichen
werden. Die den Andrückelementen 112 der Andrückvorrichtung 21 zugeordneten Aktoren
113 können hierbei grundsätzlich sämtlich gemeinsam oder in größeren Gruppen, z. B
jeweils diejenigen Andrückelemente 112 zweier benachbarter Abschnitte a
1; a
2; a
3; a
4, mit einer selben Druckmittelzufuhr in Wirkverbindung stehen, d. h. an einer selben
Druckmittelleitung angeschlossen sein. In diesem Fall sind die an einer selben Druckmittelleitung
angeschlossenen Andrückelemente 112 zwar nur sämtlich gleichzeitig zu steuern, besitzen
jedoch in Stellrichtung einen Freiheitsgrad. In der hier dargestellten, bevorzugten
Ausführung sind die einem Abschnitt a
1; a
2; a
3; a
4 zugeordneten Andrückelemente 112 jeweils von anderen Abschnitten a
1; a
2; a
3; a
4 unabhängig mit Druckmittel beaufschlagbar. Hierzu ist z. B eine nicht dargestellte
Ventilstation mit zumindest einer der Anzahl der unabhängig zu beaufschlagenden Andrückelemente
112 bzw. Gruppen von Andrückelementen 112 entsprechenden Anzahl von steuerbaren Ventilen
vorgesehen, welche auf ihrer Ausgangsseite über nicht dargestellte Leitungen mit den
Aktoren 113 der betreffenden Andrückelemente 112 verbunden sind. Auf diese Weise sind
zumindest die einzelnen Abschnitten a
1; a
2; a
3; a
4 bzw. aufzuwickelnden Druckformen 06 zuzuordnenden Andrückelemente 112 unabhängig
von denen anderer Abschnitte a
1; a
2; a
3; a
4 bzw. Druckformen 06 an den Formzylinder 03 bzw. die Druckform 06 anstell- bzw. abhebbar.
Die Andrückelemente 112 sind wie dargelegt z. B einzeln oder in Gruppen je nach Beaufschlagung
mit Druckmittel wahlweise in eine von zwei Positionen, nämlich einer Ruheposition
(abgestellt) und einer Arbeitsposition (angestellt), verbingbar. Vorzugsweise befindet
sich das jeweilige Andrückelement 112 ohne Druckmittelbeaufschlagung, z. B durch Federkraft,
in Ruheposition. Die als Andrückrollen 112 ausgebildeten Andrückelemente 112 sind
z. B durch mehrere voneinander in Richtung Rotationsachse R112 beabstandete Rollensegmente
119 oder mit mehreren auf einem Rollengrundkörper nebeneinander angeordneten Ringen
119 ausgebildet.
[0111] In der dargestellten Ausführung der Andrückvorrichtung 21 kann diese auch eine Schutzvorrichtung
121, z. B ein Schutzblech 121, aufweisen, welcher bzw. welches ein Eingreifen in einen
zwischen Formzylinderoberfläche und Andrückvorrichtung 21 gebildeten Spalt schützt.
Diese Schutzvorrichtung 121 kann entweder raumfest mit der Traverse 111 verbunden
sein, oder aber in einer Weiterbildung bzgl. ihres Abstandes zur Formzylindermantelfläche
gegenüber der Traverse 111 relativbeweglich gelagert sein. Dies kann z. B durch eine
Linearbewegung mittels eines hierfür vorgesehenen Antriebes 122, z. B mindestens zweier
ebenfalls durch Druckmittel betätigbarer stirnseitennaher Aktoren 122, erfolgen, dessen
linearbeweglicher Kolben z. B über einen entsprechenden Halter 123 mit dem - ein oder
mehrteiligen - Schutzblech 121 verbunden ist.
[0112] Ist eine Druckform 06 mit ihrer Kante des vorlaufenden Endes 09 in Deckung mit der
Öffnung 07 gebracht, so ist in einer Ausführungsvariante vorgesehen, dass die dieser
Druckform 06 bzw. diesem Abschnitt a
1; a
2; a
3; a
4 zugeordneten Andrückrollen 112 durch Aktivierung ihrer Aktoren 113 angestellt werden
und das Eingreifen des abgebogene Endes 09 unterstützen. Im folgenden rollen dann
die Andrückelemente 112 mit Drehen des Formzylinders 03 auf der aufzuspannenden Druckform
06 ab und befördern schließlich das nachlaufende Ende 11 in den hierfür vorgesehenen
Kanal 08. Dieses wird dann z. B durch Aktivierung eines Haltemittels im Kanal 08 gehalten.
In einer anderen Ausführung erfolgt ihn der Phase, in welcher das vorlaufende Ende
09 noch nicht vollständig in den Kanal 08 eingetaucht ist, noch kein Kontakt mit der
Andrückrolle 112. Diese wird bzw. werden hier lediglich zur Unterstützung des Aufwickelns
und zum Eindrücken des nachlaufenden Endes 11 in den betreffenden Kanal 08 eingesetzt.
Das Risiko eines Bruches im Bereich des vorlaufenden, vorzugsweise spitzwinkelig abgebogenen
Endes 09 durch ggf. gewaltsames Eindrücken wird hierdurch vermindert.
[0113] In einer Variante zur Verwendung einer eigens vorzusehenden Andrückvorrichtung 21
kann auch eine radial an den Formzylinder 03 an- bzw. abstellbare Walze 26 eines Farb-
oder Feuchtwerks 13; 14 als Andrückvorrichtung 26 in oben genanter Funktionalität
Anwendung finden, wobei jedoch kein abschnittsweises Stellen, sondern lediglich ein
Stellen der gesamten Walze 26, d. h. ein Aktivieren der Andrückvorrichtung 26 über
die gesamte Formzylinderlänge bzw. sämtliche Abschnitte a
1; a
2; a
3; a
4 gleichzeitig erfolgt. Als Antriebe hierfür wären dann beispielsweise zwei zum radialen
Stellen der Walze 26 jeweils stirnseitig vorgesehene Stellantriebe zu betrachten.
Dies können beispielsweise ebenfalls mit Druckmittel betätigbare, z. B pneumatisch
oder hydraulisch wirkende Aktoren sein. Eine in dieser Alternative ausgebildete Andrückvorrichtung
26 ist vorteilhaft in einem Druckwechselsystem mit einem Transportpfad 23.2, dessen
formzylindernaher Abschnitt wie oben für das obere Druckwerk 02 beschrieben überwiegend
vertikal verläuft.
[0114] Grundsätzlich können die oder ein Teil der bislang dargelegten Systemkomponenten
21; 26; 23; 18; 17, z. B die Andrückvorrichtung 21; 26 und/oder die auf dem Transportpfad
23 bewegte Transfereinheit 18 und/oder eine entsprechend ausgebildete oder zusätzlich
vorgesehene Speichereinrichtung 17; 22, in einer zu der im Zusammenhang mit dem Zuführen
und Aufziehen einer neuen Druckform 06 beschriebenen Weise umgekehrten Abfolge und
Funktionalität zum Abnehmen und Entfernen ("Abplatten") einer gebrauchten Druckform
06 Anwendung finden. Hierzu erfolgt beispielsweise ein Lösen des nachlaufenden Endes
11 am Formzylinder 03, ggf. ein Niederhalten des nachlaufenden Endes 11 bzw. der Druckform
06 beim Abwickeln durch eine Andrückvorrichtung 21; 26, eine Aufnahme der abgewickelten
Druckform 06 vom Formzylinder 03 oder von einer ggf. vorgesehenen, die abgewickelte
Druckform 06 übernehmenden Anlageeinrichtung 19 durch die Transfereinheit 18 und ein
Transport entlang des Transportpfades 23; 23.1; 23.2 zurück zu einem Aufnahmeschacht
einer sowohl für neue als auch gebrauchte Druckformen 06 vorgesehenen, oder entlang
eines z. B modifizierten Transportpfades 23; 23.1; 23.2 zu einer zusätzlich für gebrauchte
Druckformen 06 vorgesehenen Speichereinrichtung 17; 22.
[0115] In einer für sich allein, jedoch insbesondere auch in Kombination und im Zusammenspiel
mit Ausführungen für eine oder mehrere der o. g. Systemkomponenten 21; 26; 23; 18;
17, ist die Speichereinrichtung 22 zur Aufnahme benutzter Druckformen 06 räumlich
getrennt von der Speichereinrichtung 17 zur Aufnahme und Vorhaltung neu aufzuziehender
Druckformen 06 ausgebildet. Dies hat insbesondere Vorteile in Verbindung mit einer
einfach und kostengünstig aufgebauten, leicht zu handhabenden und/oder zu transportierenden
Speichereinrichtung 17 in einer Ausführung als Druckformspeicher 17, wie er oben beschrieben
ist. Die im Folgenden auch als Rücknahmespeicher 22 bezeichnete Speichereinrichtung
22 weist hierzu einen - vorzugsweise baulich von der Speichereinrichtung 17 getrennt
angeordneten - Druckformen 06 aufnehmen Speicher 124, z. B Speicherschacht 124, auf,
welcher sich parallel zur Formzylinderachse und in axialer Richtung des Formzylinders
03 betrachtet sich über die gesamte Nennweite W
N des die abzunehmende Druckform(en) 06 tragenden Formzylinders 03 erstreckt. Der Speicher
124 ist zur Aufnahme einer Anzahl von Druckformen 06 nebeneinander ausgebildet, welche
der Anzahl m der maximal auf dem Formzylinder 03 nebeneinander anordenbaren Druckformen
06 entspricht. Er kann über die Länge durchgehend, jedoch ggf. auch über Stege geringer
Stärke einzelne Abschnitte umfassen. Der Speicher 124 bietet in seiner Breite Platz
für mindestens eine Anzahl hintereinander angeordneter Druckformen 06, welche dem
Produkt aus der Anzahl der dem Speicher 124 zugeordneten Druckwerke 02 und der jeweiligen
Anzahl von in Umfangsrichtung auf den Formzylindern 03 hintereinander aufzulegenden
Druckformen 06 entspricht. Im vorliegenden Beispiel ist der Speicher 124 zwei jeweils
doppeltrund ausgebildeten Druckwerken 02 zugeordnet, sodass der Speicher 124 hintereinander
(mindestens) vier Druckformen 06 fasst. Der Speicher 124 bzw. die Speichereinrichtung
22 kann auch Druckwerken 02 zweier benachbarter Druckeinheiten 01 zugeordnet sein.
[0116] In der hier dargestellten vorteilhaften Ausführung ist der Speicher 124 bzw. ist
die Speichereinrichtung 22 räumlich getrennt von der Druckeinheit 01 derart angeordnet,
dass zwischen Speichereinrichtung 22 und Druckeinheit 01 - zumindest in inaktivem
Zustand der Speichereinrichtung 22 - ein freier Raum 126 für den seitlichen Zugang
zur Druckeinheit 01 , z. B ein Bedienraum 126 für das Personal, verbleibt. Um einerseits
den Zugang nicht zu behindern und andererseits eine Aufnahme gebrauchter Druckformen
06 zu bewerkstelligen ist der Speicher 124 oder zumindest eine der Druckeinheit 01
zugewandte Front bzw. Seitenwand des Speichers 124 in der Weise bewegbar an einem
raumfesten Gestell 127, z. B einem ehedem in der Druckmaschine vorgesehenen Tragelement
127 oder Träger 127, gelagert, sodass er aus einer ersten Position P124.1, z. B Ruheposition
P124.1, in eine zweite Position P124.2, z. B Aufnahmeposition P124.2, verbringbar
ist, in welcher er mit seiner offenen Seite 128, z. B einer Ladeöffnung 128, in den
Raum 126 hinein und/oder in eine zur Druckeinheit 01, insbesondere zu einer die gebrauchte
Druckform 06 transportierenden Transfereinheit 18 nähere Position P124.2 verbracht
ist. In der Ruheposition P124.1 verläuft der Speicher 124 bzgl. seiner Höhe vorzugsweise
im wesentlichen vertikal, und damit raumsparend.
[0117] Das Bewegen zwischen den beiden genanten Positionen P124.1; P124.2 kann grundsätzlich
in unterschiedlichster Weise durch eine Linearbewegung und/oder eine Schwenkbewegung
erfolgen. In einer einfachen, nicht dargestellten Ausführung ist der Speicher 124
- beispielsweise auf einer Höhe, welche unterhalb eines Niveaus einer Übergabeposition
P18.3 (rücknahmespeichernah) der zusammenwirkenden Transfereinheit 18 liegt - um eine
zur Formzylinderachse parallel verlaufende, raumfeste Schwenkachse gegenüber dem Gestell
127 verschwenkbar. Ein Verschenken kann beispielsweise durch einen an Gestell 127
und Speicher 124 angreifenden pneumatisch oder hydraulisch wirkenden Aktor erfolgen
[0118] In einer hinsichtlich Zugänglichkeit des Speichers 124 durch das Bedienpersonal vorteilhaften
Ausführung wird der Speicher 124 wie in Fig. 23 und 24 dargestellt durch eine Kombination
von Schwenkbewegung und Translation bzw. Linearbewegung zwischen den Positionen P124.1
und P124.2 verbracht. Der Speicher 124 ist hierbei in einem dem Boden 129 näheren
Bereich um eine zur Formzylinderachse parallel verlaufende, raumfeste Schwenkachse
S124 gegenüber dem Gestell 127 verschwenkbar gelagert. Die Schwenkachse S124, bzw.
eine ein- oder mehrteilige Achse 131, ist jedoch nicht gestellfest, sondern entlang
einer vorzugsweise vertikalen Bewegungsrichtung T131 translatorisch im bzw. am Gestell
127 bewegbar gelagert. Dies kann z. B derart gelöst sein, dass eine Achse 131 oder
z. B zwei kurze, jedoch fluchtende Achsen 131 drehfest mit dem Speicher 124 verbunden,
jedoch im Gestell 127 schwenkbar und linear entlang der Bewegungsrichtung T131 bewegbar
gelagert ist oder eine oder zwei Achsen 131 drehfest, jedoch linear bewegbar im Gestell
127 gelagert sind, an welcher bzw. an welchen der Speicher 124 über entsprechende
Lager verschwenkbar gelagert ist.
[0119] Die Schwenkachse S124 bzw. Achse 131 befindet sich vorzugsweise im Endbereich eines
der Ladeöffnung 128 gegenüberliegende Endes, z. B nahe des Bodens 129 des Speichers
124, welches bzw. welcher beim Wechsel von der Ruheposition P124.1 in die Ladeposition
P124.2 dann in einer vorzugsweise vertikalen, Bewegungsrichtung T131 nach oben bewegt
wird. Auf einer der Ladeöffnung 128 näher als die Schwenkachse S124 liegenden Höhe
des Speichers 124 greift ein mit Speicher 124 und Gestell 127 jeweils um Schwenkachsen
S132.1; S132.2 verschwenkbar verbundener Hebel 132 an. Die beiden Schwenkachsen S132.1;
S132.2 stehen räumlich derart miteinander und mit der Schwenkachse S124 in Beziehung,
sodass in Ruheposition P124.1 des Speichers 124 die der Achse 131 zugeordnete Schwenkachse
S124 in einer zur Druckeinheit 01 am weitesten entfernt liegenden, die zwischen Gestell
127 und Hebel 132 wirksame Schwenkachse S132.2 in einer näheren, und die zwischen
Hebel 132 und Speicher 124 wirksame Schwenkachse S132.1 in einer der Druckeinheit
01 am nächsten liegenden vertikalen Ebene verlaufen, wobei die Schwenkachse S132.1
in einer Höhe zwischen den beiden anderen liegt. Wird nun die Achse 131 von einer
Ruheposition P131.1 nach oben in eine Arbeitsposition P131 bewegt, so weicht der Angriffspunkt
zwischen Hebel 132 und Speicher 124 (d. h. der Bereich der Schwenkachse S132.1) in
eine Richtung zur Druckeinheit 01 hin aus und führt somit die Ladeöffnung 128 entlang
einer durch die Auslegung und Anordnung der Bauteile vorbestimmten Bewegungsbahn in
Richtung Druckeinheit 01 bzw. Transfereinheit 18.
[0120] Die Hebellänge zwischen der Anlenkung von Speicher 124 und Gestell 127 sowie die
Höher der Anlenkung am Gestell 127 sind derart abgestimmt aufeinander und auf den
translatorischen Stellweg sowie auf die Höhe des Speichers 124 und die Breite des
Raumes 126 hin bemessen, sodass durch den Speicher 124 die Aufnahmeposition P124.1
erreicht ist, wenn die Achse 131 ihre Arbeitsposition P131.2 erreicht hat.
[0121] Die Linearbewegung der Achse(n) 131 im Gestell 127 kann grundsätzlich direkt, d.
h. ohne Zwischenschalten eines Getriebes und/oder einer Umlenkung, durch einen als
Linearmotor wirksamen Elektromotor oder einen pneumatisch oder hydraulisch wirkenden
Aktor, oder über ein Getriebe wie z. B einen motorisch angetriebenen Spindeltrieb
oder in sonstiger Weise erfolgen. In der dargestellten, vorteilhaften Ausführung erfolgt
der Antrieb über ein Zugmittel 133, z. B mindestens ein Band 133, ein Seil 133 oder
eine Kette 133, welches an einem Ende 134 ortsfest, insbesondere am Gestell 127, befestigt
ist und über eine Umlenkmittel 136, z. B eine Umlenkrolle 136, geführt am bodennahen
Bereich des Speichers 124, insbesondere an oder im Bereich der Achse 131 bzw. der
Schwenkachse S124, angreift. Vorzugsweise verlaufen die zwischen Ende 134 und Umlenkrolle
136 und zwischen Umlenkrolle 136 und Speicher 124 Zugmittelverläufe im wesentlichen
parallel und entgegengesetzt zueinander und/oder im wesentlichen parallel zur Bewegungsrichtung
T131. Die Umlenkrolle 136 ist gegenüber dem Gestell 127 linear, insbesondere entlang
einer zur Transportrichtung T131 parallelen und/oder vertikalen Richtung, beweglich
gelagert und durch ein Antriebsmittel 137 bewegbar. Hierzu kann die Umlenkrolle 136
entweder im Gestell 127 entsprechend gelagert und über ein Koppel 138 vom Antriebsmittel
137 bewegt, oder aber direkt am mit dem Antriebsmittel 137 verbundenen Koppel 138
gelagert sein. In der dargestellten Ausführung ist das Antriebsmittel 137 durch einen
mit Druckmittel beaufschlagbaren Aktor 137, z. B einen Pneumatik- oder Hydraulikzylinder
137, gebildet, dessen mit dem Kolben verbundener Stößel 138 als Koppel 138 auf eine
Achse der Umlenkrolle 136 wirkt, die ihrerseits linear bewegbar im Gestell 127 gelagert
ist.
[0122] Der Speicher 124 kann wie dargestellt - z. B auf der der Druckeinheit 01 zugewandten
Frontseite - einen die Höhe der Seitenbegrenzung bzw. Seitenwand des Speichers 124
über das Maß zumindest einer der Stirnseiten und/oder einer Rückwand hinaus verlängernden
Abschnitt 139, z. B eine Verlängerung 139, aufweisen, welcher bei der Übergabe der
gebrauchten Druckform 06 von der Transfereinheit 18 an den Speicher 18 den Raum 126
überbrücken hilft und in der Art einer Führung die Druckform 06 aufnimmt. Die Verlängerung
139 kann grundsätzlich einteilig und großflächig, z. B als Fortsetzung eines die Frontseite
bildenden Bleches sein. Sie kann jedoch auch in der Art von einzelnen Zungen ausgebildet
sein, welche entweder ein die Vorderseite bildendes Blech, oder eine die Vorderseite
bildende Gitterstruktur fortsetzt.
[0123] In der Folgenden Sequenz von schematischen Darstellungen der Fig. 25 wird in der
Art von Momentaufnahmen (a bis n) für den Fall, dass sämtliche beschriebenen Systemkomponenten
17; 18; 19; 21; 22; 23 vorgesehen sind, ein insgesamt, jedoch auch in Teilsequenzen
vorteilhafter Verfahrensablauf dargelegt. Bezugszeichen sind für die wesentlichen
hieran beteiligten Komponenten in Fig. 25 a), und in den nachfolgenden Sequenzen lediglich
für die im Hinblick auf ihren Zustand veränderten Komponenten wiedergegeben.
[0124] Fig. 25 a) zeigt die Druckeinheit 01 mit ihren den beiden Druckwerken 02 zugeordneten
Formzylindern 03, Übertragungszylindern 12, dem neue Druckformen 06 vorhaltenden Druckformspeicher
17, der erste und zweite Halteelemente 63; 72 aufweisenden Transfereinheit 18, dem
unteren und dem mit diesem über die Weiche 27 verbindbaren oberen Transportpfad 23.1;
23.2, mit einer Anlageeinrichtung 19 mit Halteelementen 106 je Druckwerk 02, der die
Rollen 112 aufweisenden Andrückvorrichtung 21 im unteren Druckwerk 02 und der als
Andrückvorrichtung 26 wirksamen Walze 26 des oberen Druckwerks 02. sowie einem bewegbaren
Speicher 124 zur Aufnahme gebrauchter Druckformen 06.
[0125] Anhand Fig. 25 a) bis f) wird der Vorgang eines Abnehmens einer oder mehrerer Druckformen
06 am Beispiel des oberen Druckwerks 02 dargelegt. Das Druckformwechselsystem befindet
sich in Fig. 25 a) bereits in einer Phase, in welcher eine Druckform 06 vom oberen
Druckwerk 02 abgenommen werden soll. Hierzu wurde - falls sich die Transfereinheit
18 nicht bereits zuvor dieser Position P18.2 befand - die Transfereinheit 18 durch
entsprechende Bewegen auf dem Führungssystem 23 in ihre Arbeitsposition P18.2 (hier
am oberen Druckwerk 02) verbracht. Der Formzylinder 03 wird bzw. wurde in eine für
den Start des Druckformwechselprozesses definierte Drehwinkellage verbracht. In dieser
Position wird am Formzylinder 03 das ggf. vorgesehene Haltemittel im Kanal 08 in Weise
geöffnet, sodass das insbesondere nachlaufende Ende 11 heraustreten kann.
[0126] In Fig. 25 a) hat das nachlaufende Ende 11 der Druckform 06 bereits den Kanal 08
verlassen, wobei die noch zum Großteil am Formzylinder 03 aufgewickelte Druckform
06 z. B durch die Walze 26 und/oder die ersten Halteelemente 63 der Transfereinheit
18 abgestützt wird. Der Speicher 124 kann bereits in seine Aufnahmeposition P124.2
gefahren sein (wie dargestellt) oder verbracht werden. Der Formzylinder 03 wird nun
- z. B entgegen seiner Produktionsdrehrichtung - verdreht, sodass sich die Druckform
06 abwickelt.
[0127] In Fig. 25 b) wurde die Druckform 06 durch Drehen des Formzylinders 03 bereits soweit
gefördert, dass sie sich bereits im Bereich zwischen Transfereinheit 18 und Anlageelement
19 befindet. In dieser Phase wird die Druckform 06 durch ein Halteelement 63; 72 der
Transfereinheit 18, im Fall des oberen Druckwerkes 02 z. B des verschwenkbaren Halteelementes
72, gegriffen, sodass bei Weiterdrehen des Formzylinders 03 und Lösen des zweiten
Druckformendes 09 die Druckform 06 gehalten ist. Die Übernahme durch die Transfereinheit
18 kann hier zu einem Zeitpunkt bzw. einer Drehwinkellage des Formzylinder 03 erfolgen,
zu dem das Druckformende 09 im Begriff ist, den Kanal 08 zu verlassen. Nachdem der
Formzylinder 03 unter der Druckform 06 hinweggedreht wurde, sodass das Ende 09 den
Kanal 08 verlassen konnte, werden nun z. B für den Fall eines nichtlinearen Transportpfades
23.2 die Halteelemente 72 in Richtung des nachfolgenden Kurvenverlaufs verschwenkt,
sodass das zunächst gelöste Druckformende 11 ohne Kollision mit anderen Komponenten
der Druckeinheit 01 entlang eines kurvenförmigen Führungsabschnittes 84.2 gefördert
werden kann (Fig. 25 d)), wobei nach Durchlaufen diese kurvenförmigen Abschnittes
die Halteelemente 72 wieder in ihre Normallage verschwenkt werden können (Fig. 25
e)).
[0128] Nach Erreichen eines druckwerksfernen Endes des hier oberen Transportpfadzweiges
23.2, d. h. nach Erreichen der Weiche 27, kann die Transfereinheit 18 durch Betätigung
der Weiche 27 in die Übergabeposition P18.3 zur Abgabe der Druckform 06 an den Speicher
124 verbracht werden (Fig. 25 f)). Für den Fall, dass im Führungssystem 23 lediglich
ein Führungszweig oder zwei Führungszweige 23.1; 23.1 mit jeweils einer Transfereinheit
18 mit entsprechenden Stellwegen der Halteeinrichtung 62; 71, und folglich keine Weiche
27 vorgesehen ist bzw. sein muss, und/oder für den Fall, dass der momentan benutzte
Führungszweig 23.1; 23.2 auf Höhe der Übergabeposition P18.3 endet (z. B hier für
den unteren) und die Weiche 27 diesen verlängert, ist kein Bewegen mittels einer Weiche
27 erforderlich. Ist die Transfereinheit 18 nun in Übergabeposition P18.3, so können
die Halteelemente 72 (stattdessen ggf. 63) deaktiviert werden und die Druckform 06
wird an den in Aufnahmeposition P124.2 befindlichen Speicher 124 abgegeben werden.
Der Speicher 124 kann nachfolgend durch entsprechende Betätigung des in Fig. 25 nicht
dargestellten Antriebsmittels 137 wieder in seine Position P124.1 verbracht werden.
[0129] Für den Fall eines geradlinigen Führungsweges 23.1 kann das Aufnehmen der Druckform
06, das Halten und Abgeben beim beschriebenen Vorgang durch z. B allein die ersten
Halteelemente 63 erfolgen.
[0130] Anhand Fig. 25 g) bis n) wird der Vorgang eines Aufziehens einer oder mehrerer neuer
Druckformen 06 am Beispiel des unteren Druckwerks 02 dargelegt. Zunächst wird der
Druckformspeicher 17 in die Arbeitsposition P17.2 (P17.3) verbracht, was in Fig. 25
g) bereits erfolgt ist. Die ersten und zweiten Halteelemente 63; 72 stehen noch außer
Eingriff zu aufzuziehenden Druckform 06. Für den hier dargestellten Fall, dass erste
und zweite (schwenkbare) Halteelemente 63; 72 vorgesehen sind, werden nun die zweiten
Halteelemente 72 durch Verschwenken derselben mit der aufzunehmenden (obersten) Druckform
06 in Eingriff gebracht (Fig. 25 h)) und aktiviert, hier also mit Unterdruck beaufschlagt.
Anschließend werden die Halteelemente 72 wieder in druckwerksferner Richtung zurückverschwenkt,
sodass ein Zug der vorlaufenden Druckformkante in die Halteelemente 33 des Druckformspeichers
17 hinein entsteht, wobei die Druckform 06 eine definierte Lage und Ausrichtung erfährt
und/oder ein anschließendes Aushängen der Kante ermöglicht wird (Fig. 25 i)). Sodann
wird, wie Fig. 25 j) zeigt, der Druckformspeicher 17 wieder in seine Ruheposition
P17.1 verschwenkt. Für den hier vorliegenden Fall, dass die Schwenkachse S17 und die
Hebellänge entsprechend gewählt ist, gleitet durch das Verschwenken des Druckformspeichers
17 das abgekantete vorlaufende Ende 09 der durch die Halteelemente 72 (63) gehaltenen
Druckform 06 aus der Halterung des Druckformspeichers 17. In Abwandlung kann dies
auch durch Bewegen der Transfereinheit 18 in Transportrichtung T erfolgen.
[0131] In eine, hier nicht dargestellter alternativen Fall, dass z. B lediglich erste Halteelemente
63 vorgesehen sind, werden - ausgehend von einer zu Fig. 25 g) vergleichbaren Ausgangslage
- diese ersten Halteelemente 63 mit der aufzunehmenden (obersten) Druckform 06 in
Eingriff gebracht und aktiviert. Anschließend wird der Druckformspeicher 17 in eine
zweite, näher zur Ruheposition P17.1 liegende Arbeitsposition P17.3 verschwenkt, sodass
entweder bereits hierdurch oder im nachfolgenden Schritt ein vollständiges Aushängen
der Kante einfacher ermöglicht wird (Fig. 25 i)). Durch Bewegen der Transfereinheit
18 in zylindernähere Richtung (Transportrichtung T) wird in dieser alternativen Ausführung
die Kante nun ggf. vollständig vom Druckformspeicher 17 gelöst bzw. von diesem entfernt.
Der Druckformspeicher 17 kann dann wieder vergleichbar zu Fig. 25 j) in seine Ruheposition
P17.1 verschwenkt werden.
[0132] Der Formzylinder 03 befindet sich entweder bereits in einer für das Aufplatten erforderlichen
Drehwinkellage oder wird nun eine derartige verbracht. Nun wird die die Druckform
06 tragende Transfereinheit 18 in ihre zylindernahe Übergabeposition P18.2 bewegt
(Fig. 25 k)), wo sie durch Absenken, hier Verschwenken, der Halteelemente 72 (63)
auf die Anlageeinrichtung 19 angelegt oder gar aufgedrückt wird. Bestückung Die der
Anlageeinrichtung 19 zugeordneten Halteelemente 106 werden nun aktiviert, hier also
mit Unterdruck beaufschlagt, die der Transfereinheit 18 zugeordneten Halteelemente
72 (63) deaktiviert und abgehoben bzw. weggeschwenkt (Fig. 25 m)), sodass die Druckform
06 an die Anlageeinrichtung 19 übergeben ist. Eine vorteilhafte Position, in welcher
die Druckform 06 bei Übergabe mit ihrem vorlaufenden Ende 09 zu liegen kommen sollte,
ist oben i.V.m. Fig. 17 und 20 dargelegt. In der hier dargestellten Ausführung wird
beim Transport durch die Transfereinheit 18 bereits vor Übergabe an die Anlageeinrichtung
19 die Druckform 06 durch die Transfereinheit 18 derart positioniert, dass das vorlaufende
Endes 09 an oder in der Öffnung 07 des Kanals 08 positioniert und/oder gar bereits
zumindest teilweise in diesen eingehakt (Fig. 25 k)).
[0133] Schließlich wird bei aktivierten Halteelementen 106 der Anlageeinrichtung 19 der
Formzylinder 03 in Produktionsrichtung gedreht, während Andrückelemente 112 einer
ggf. vorgesehenen Andrückvorrichtung 21 angestellt sind. Hierdurch wird die unter
Zug stehende Druckform 06 auf den Umfang des Formzylinders 03 aufgewickelt bis die
Andrückelemente 112 schließlich das nachlaufende Ende 11 in den Kanal 08 drücken,
wobei diese dort ggf. durch Aktivierung entsprechender Mittel gehalten werden (Fig.
25 n)).
[0134] Die genannten Abläufe für das exemplarisch am oberen Druckwerk 02 erläuterte Abplatten
und exemplarisch am unteren Druckwerk 02 erläutere Aufplatten sind jeweils auch auf
das jeweilige andere Druckwerk 02 zu übertragen, wobei entsprechend der Ausbildung
des jeweiligen Transportpfades 23; 23.1; 23.2 (Pfadform, Weiche) einzelne Schritte
hinzukommen oder entfallen können.
[0135] Eine oder mehrere der beschriebenen Systemkomponenten 17; 18; 19; 21; 22; 23 und/oder
Sequenzen, beispielsweise zumindest die als Druckformspeicher 17 ausgebildete Systemkomponente
17 und/oder eine Abnahme der Druckform 06 vom Druckformspeicher 17 und den Transport
zum Formzylinder 03, sind in einer vorteilhaften Lösung in einem Gesamtsystem einer
Druckformlogistik eingebunden, welche nicht nur die der Druckeinheit 01 zugeordnete
Handhabung (Speicherung, Transport, Auf-/Abplatten), sondern auch die Handhabung innerhalb
der Druckmaschine bzw. der Druckerei in einem Funktionsbereich 141 der Druckformherstellung
und/oder in einem Transport- und/oder Logistiksystem zur Beförderung zumindest der
für eine neue Produktion benötigten Druckformen 06 mit z. B hierauf abgestimmten Transportmitteln
151; 152, z. B mittels hierfür geeigneter Transportwagen 151; 152 in einem manuell
gehandhabten oder einem für eine automatische Druckformanlieferung an die Druckeinheit(en)
01 (teil-)automatisiert ausgebildeten Transportsystem 142.
[0136] Fig. 26 zeigt schematisch und exemplarisch Funktionsbereiche 141; 143; 149 sowie
Aggregate 01; 144; 146; 147; 148 einer Druckerei, wobei beispielhaft in einem hier
als Maschinenraum 143 bezeichneten Funktionsbereich 143 zwei Druckeinheiten 01, ein
Falzapparat 144 und zwei Rollenwechsler 146, und in einem hier als Druckformherstellung
141 bezeichneten Funktionsbereich 141 beispielhaft ein Druckformbelichter 147 (zur
Belichtung der Druckformen 06 mit den entsprechenden Druckbildern) und eine Druckformstanze
148 (zum Abkanten der Druckformenden 09; 11 und/oder Stanzen von das Seitenregister
definierenden Ausnehmungen) dargestellt sind. In Fig. 26 ist ein dritter, wenigstens
einen Leitstand zur Steuerung der Druckmaschine aufweisender Funktionsbereich 149
mit dargestellt. Die Funktionsbereiche 141; 143; 149 können räumlich auch in anderer
Weise zueinander angeordnet oder voneinander beabstandet sein und/oder durch z. B
wahlweise schließbare Durchlässe aufweisende Wände voneinander getrennt sein.
[0137] Die in der Druckformherstellung 141 für eine neue Produktion hergestellten Druckformen
06 müssen zur Bestückung der Formzylinder 03 an die jeweils für die Druckseite des
Produktes und den Farbauszug relevante Stelle der Druckmaschine, d. h. an einen definierten
Platz eines konkreten Formzylinders 03 einer bestimmten Druckeinheit 01, verbracht
und dort schließlich aufgezogen werden.
[0138] In einer einfachen, z. B besonders für kleinere Druckereien vorteilhaften Ausführung
kann der Transport der Druckformen 06 zu den Druckeinheiten 01 hin durch manuell oder
lediglich motorunterstützt bewegte Transportwagen 151 bewerkstelligt sein (exemplarisch
in Fig. 27), durch welchen ein mehrere Druckformen 06 eines Druckwerks 02 in definierter
räumlicher Zuordnung aufnehmendes Trägerelement 37 aufgenommen bzw. aufnehmbar ist.
Der Transportwagen 151 ist hierbei vorzugsweise lösbar mit einem oder vorzugsweise
mehreren dieser jeweils mehrere Druckformen 06 tragenden Trägerelemente 37, insbesondere
an vordefinierten Plätzen, bestückbar. Das jeweilige, mit mehreren Druckformen 06
bestückte Trägerelement 37 kann vorzugsweise als Speicherelement in der Art eines
Wechselmagazins vor Ort an der Druckeinheit 01 insgesamt, d. h. mitsamt den Druckformen
06 vom Transportwagen 151 abgenommen und mitsamt den Druckformen 06 in bzw. an einem
entsprechenden, der Druckeinheit 01 zugeordneten Träger 36 in der Weise positioniert
eingesetzt werden, dass der mit dem die Druckformen 06 tragende Trägerelement 37 bestückte
Träger 36 ein der Druckeinheit 01 zugeordnetes, mit neuen Druckformen 06 bestücktes
Druckformmagazin bilden. In vorteilhafter Ausführung ist das Trägerelement 37 in oben
genannter Weise mit mehreren, in Längsrichtung der hintereinander aufzunehmenden Druckformen
06 voneinander beabstandeten Halteelementen 33 zur Aufnahme der abgebogenen Enden
09; 11 der Druckformen 06 ausgebildet. Vorzugsweise ist das oben zur Ausgestaltung
des Trägerelementes 37, des Trägers 36 und dessen Anordnung in der Druckeinheit 01
anzuwenden. Anstatt die mit Druckformen 06 bestückten Trägerelemente 37 direkt in
die Druckeinheit 01 bzw. einen entsprechenden Träger 36 einzusetzen, können auch Halterungen
in Druckwerksnähe, beispielsweise an den Seitangestellen 04 der Druckeinheiten 01,
vorgesehen sein, welche z. B Parkpositionen PP1; PP2; PP3; PP4 für bestückte Trägerelemente
37 zur Verfügung stellen. Von diesen Parkpositionen PP1; PP2; PP3; PP4 können die
Trägerelemente 37 im Anschluss je nach technischer Ausstattung des Systems manuell
oder durch einen Manipulator abgenommen und in die Druckeinheit 01 bzw. einen entsprechenden
Träger 36 eingesetzt werden.
[0139] In einer insbesondere für große Druckereien vorteilhaften Ausführung der Druckformlogistik
kann der Transport der Druckformen 06 zu den Druckeinheiten 01 hin z. B durch Transportwagen
152 (exemplarisch in Fig. 28) bewerkstelligt sein, welche sich als Teil eines Transportsystems
142 geführt entlang eines entsprechenden Transportpfad 153, z. B. entlang eines als
Schienensystems 153 ausgeführten Führungssystems 153, bewegen (siehe z. B Fig. 26
und 29). Das Schienensystem 153 kann einen Hauptpfad aufweisen, welcher z. B in einem
geschlossenen Ring die Druckformherstellung mit den Druckeinheiten 01 nahen Transportpfadzweigen,
Stichwegen oder Parkpositionen verbindet (Fig. 26). Die Bewegung auf dem Schienensystem
153 erfolgt motorisch und vorzugsweise im Hinblick auf die Steuerung des Transportwagens
152 im Schienensystem 153, z. B was ggf. erforderliche Abzweige und/oder die ein Stoppen
an einer Zielposition (z. B Park- oder auch Übergabeposition PP1; PP2; PP3; PP4) betrifft,
zumindest auf dem Weg zwischen dem Verlassen der Druckformherstellung 141 oder eines
Pufferlagers 164 für z. B bereits bestückte Trägerelemente 37 und/oder Transportwagen
151 und der Zielposition automatisiert über eine nicht dargestellte Steuereinrichtung.
[0140] Durch jeden dieser schienengeführten Transportwagen 152 ist zumindest ein mehrere
Druckformen 06 eines Druckwerks 02 in definierter räumlicher Zuordnung aufnehmendes
Trägerelement 37 in zum genannten Trägerelement 37 entsprechende Weise aufgenommen
bzw. aufnehmbar. Der Transportwagen 152 ist auch hier vorzugsweise betriebsmäßig lösbar
mit dem mehrere Druckformen 06 tragenden Trägerelement 37 bestückbar. Die mit Trägerelement
37 bestückbaren Transportwagen 152 bewegen sich an Schienen 154 des Schienensystems
153, indem sie beispielsweise die Schiene 154 übergreifen und sich auf deren Oberseite,
z. B über Rollen, abstützen. In der exemplarisch in Fig. 28 schematisch dargestellten
hängenden Ausführung greifen die Transportwagen 152 mit ihrem oberen Ende in eine
in Art eines U-Profils ausgebildete Schiene 154 ein und stützt sich z. B Ober Rollen
beidseitig auf an den Schenkeln des U-Profils abgebogenen Laufflächen ab.
[0141] Das jeweilige, mit mehreren Druckformen 06 bestückte Trägerelement 37 kann vorzugsweise
ebenfalls in der Art eines Wechselmagazins zu beispielsweise an den Seitengestellen
04 der Druckeinheiten 01 vorgesehenen Parkpositionen PP1; PP2; PP3; PP4 gefördert
werden, wobei die Trägerelemente 37 im Anschluss je nach technischer Ausstattung des
Systems manuell oder durch einen Manipulator vom in Parkposition PP1; PP2; PP3; PP4
befindlichen Transportwagen 152 oder von einem an einer Parkposition PP1; PP2; PP3;
PP4 vorgesehenen Halter (an welchen das Trägerelemente 37 z. B vorher abgegeben wurde)
abgenommen und in die Druckeinheit 01 bzw. einen entsprechenden Träger 36 eingesetzt
werden. Das Trägerelement 37 wird vorzugsweise dabei in der Weise positioniert eingesetzt,
dass der mit dem die Druckformen 06 tragende Trägerelement 37 bestückte Träger 36
ein der Druckeinheit 01 zugeordnetes, mit neuen Druckformen 06 bestücktes Druckformmagazin
bildet.
[0142] Fig. 29 zeigt beispielhaft einen Ausschnitt eines derartigen Transportsystems 142,
z. B aus einer Ansicht von Seite II der Fig. 26, wobei die in durchgezogenen Linien
dargestellten Schienen 154 eines Hauptpfades des Schienensystems 153 im oberen Bereich
oder oberhalb der Druckeinheiten 01 verlaufen. Hiervon können wie hier dargestellt
stichwegartig Führungswege, z. B als Park- und/oder Übergabepositionen PP1; PP2; PP3;
PP4, oder aber auch in einen Rücklauf des Hauptpfades mündende Transportpfadzweige
abgehen. Die technische Ausführung der Kreuzungspunkt bzw. Abzweigungen ist hier nicht
dargestellt, kann jedoch in für Schlenensysteme üblicher Weise, z.B durch Drehkreuze
oder Welchen, ausgebildet sein.
[0143] In einer Weiterbildung des automatisierten Transportsystems wird das durch den Transportwagen
152 zur Druckeinheit 01 transportierte Trägerelement 37 vom Transportwagen 152 direkt
an einen das Trägerelement 37 aufnehmenden, der Druckeinheit 01 zugeordneten Träger
36 abgegeben, ohne dass ein zusätzlicher Manipulator erforderlich wäre. Hierfür fluchtet
das noch am Transportwagen 152 angeordnete Trägerelement 37 an der Übergabestelle
PP1; PP2; PP3; PP4 der Druckeinheit 01, welche beispielsweise im Bereich der Parkpositionen
PP1; PP2; PP3; PP4 liegen kann, mit dem z. B in eine Lade- oder Ruheposition befindlichen
Träger 36 in der Weise, dass durch eine Bewegung in Längsrichtung des Trägerelementes
37 dieses aus dem Transportwagen 152 in die Halterung des Trägers 36 bewegbar, d.
h. somit übergebbar ist. Hierzu kann es zweckmäßig sein, dass nicht nur die Park-
oder Übergabeposition PP1; PP2; PP3; PP4, sondern, wie in Fig. 29 strichliert angedeutet,
zumindest ein der Druckeinheit 01 naher Teil des Schienensystems 153 auf einer Höhe
der Druckeinheit 01 verläuft, sodass sich Träger 36 und im Transportwagen 152 befindliches
Trägerelement 37 bereits in etwa auf selber Höhe befinden.
[0144] Grundsätzlich kann die Übergabe des Trägerelementes 37 vom Transportwagen 152 auf
den Träger 36 in manueller Ausführung durch das Bedienpersonal ausgeführt werden.
In einer automatisierbaren bzw. automatisierten Ausführung ist jedoch der Transportwagen
152 mit einem mit dem Trägerelemente 37 zusammen wirkenden Antrieb derart ausgebildet,
sodass bei Aktivierung des Antriebes ein Entladen des Transportwagens 152, insbesondere
durch Längsbewegen des Trägerelements 37, erfolgt. Hierzu weist das Trägerelement
37 beispielsweise auf einer Längsseite, z. B Unterseite, sich in Längsrichtung erstreckenden
Zahnreihe 156, z. B in der Art einer Zahnstange 156, und der Transportwagen 152 hierzu
korrespondierend ein in die Zahnreihe 156 eingreifendes Antriebsrad 157, z. B Zahnrad
157, auf (Fig. 30 und 31). Das Zahnrad 157 kann über ein eigenes Antriebsmittel 158,
beispielsweise einen eigenen Motor 158, oder ggf. über eine schaltbare Kupplung von
einem den Vortrieb des Transportwagens 152 bewirkendes Antriebsmittel 159, z. B. einen
Motor 159 angetrieben sein, wobei für den zweiten Fall ein wahlweises Kuppeln eines
für den Vortrieb mit der Schiene 154 zusammen wirkenden, durch den Motor 159 angetrieben
Antriebsrades 161, z. B Zahnrades 161, vorgesehen sein sollte. Ein Schalten der Motoren
158; 159 oder des Motors 159 und der Kupplung kann über kontaktlose Initiatoren und/oder
über drahtlose Signalverbindung ferngesteuert erfolgen. Die Stromversorgung kann über
nicht dargestellte, an der Schiene 154 verlaufende Schleifkontakte gewährleistet sein.
Durch eine derartige oder ähnliche Antriebseinrichtung 156, 157 (158) kann das Trägerelement
37 zur Stirnseite des Transportwagens 152 herausgefördert werden.
[0145] Der Träger 36 weist eine vorzugsweise zum seitlichen Antrieb am Transportwagen 152
ähnlich ausgebildete Antriebseinrichtung zur Übernahme des Trägerelementes auf (Fig.
32). Je nach Länge des Trägers 36 und/oder der Ausführung zur Aufnahme lediglich einen
Trägerelementes 37 oder nebeneinander mehrerer Trägerelemente 37 sind in axialer Richtung
des Trägers 36 eine oder mehrere, ein Bewegen eines Trägerelementes 37 in dessen Längsrichtung
r
1 bewerkstelligende Antriebseinrichtungen 162, 163, z. B vergleichbar mit der dem Transportwagen
152 zugeordneten Antriebseinrichtung mit ebenfalls einem als Zahnrad 162 ausgebildeten
Antriebsrad 162 und einem dieses antreibenden Antriebsmittel 163, z. B. Motor 163
ausgebildet. Ein Schaltern, insbesondere ein Abschalten in einer gewünschten Endposition,
kann beispielsweise über Initiatoren erfolgen.
[0146] Fig. 33 und 34 zeigen eine Ausführung der Speichereinrichtung 17 bzw. eine einander
korrespondierende Ausführung des Trägers 36 und des durch diesen aufzunehmenden Trägerelementes
37, wobei diese Ausführung vorteilhaft für manuelle oder durch einen Manipulator (z.
B Roboterarm) durchgeführte Bestückung sein kann. Dabei wird das Trägerelement 37
zumindest an zwei in Längsrichtung r
1 voneinander beabstandeten Stellen durch Halteelemente 166 formschlüssig gegen eine
Querbewegung in Richtung unteres bzw. hinteres (bezogen auf die Bewegungsrichtung
zur Entnahme der Druckformen 06, Entnahmerichtung E) Ende abgestützt. Vorzugsweise
sind die Halteelemente 166 als Haken 166 ausgebildet, in welche z. B die untere bzw.
hintere Kante des Trägerelements 37 eingreift und dieses gleichzeitig gegen ein Abheben
sichert. Es könnten auch umgekehrt Haken am Trägerelement 37 vorgesehen sein, welche
sich beispielsweise in Ausnehmungen des Trägers 36 entsprechend abstützen. Vorzugsweise
ist im oberen bzw. vorderen Bereich des Trägerelementes 37 mindestens ein z. B als
Haken 167 ausgebildetes Halteelement 167, vorzugsweise mindestens zwei Halteelemente
167, vorgesehen, welches bzw. welche in eine Ausnehmung 168 in die vordere bzw. obere
Kante des Trägers 36 eingreift und das Trägerelement 37 gegen Verkippen sichert bzw.
sichern.
[0147] Am Trägerelement 37 können weiterhin lediglich angedeutete Sicherungselemente 169
vorgesehen sein, welche die eingehängten Druckformen 06 bzw. deren Enden 09 (hier
nicht dargestellt) gegen ein unbeabsichtigtes Lösen aus dem Trägerelement 37 hemmen
oder gar hindern. Dies kann beispielsweise passiv durch federbelastete Sicherungselemente
169 bewirkt sein, welche z. B mit dosierter Kraft auf die Druckformen 06 bzw. deren
Enden 09 kraft- oder formschlüssig wirken, und bei Aufbringen einer über eine Grenzkraft
liegenden Kraft nachgeben oder einen Reibschluss überwinden. In Weiterbildung kann
auch in aktiver Ausführung ein Verriegelungsmechanismus vorgesehen sein, welcher aktivier-
und deaktivierbar ist und in aktiviertem Zustand eine oder mehrere Druckformen 06
an einer Bewegung in Entnahmerichtung E hindert.
Bezugszeichenliste
[0148]
- 01
- Druckeinheit, H-Druckeinheit, Aggregat
- 02
- Druckwerk, Offsetdruckwerk
- 03
- Druckwerkszylinder, Formzylinder
- 04
- Seitengestell
- 05
- --
- 06
- Druckform, Druckplatte, Einzeldruckform, Panoramadruckform
- 07
- Öffnung
- 08
- Kanal
- 09
- Ende, Druckformende, vorlaufend (06)
- 10
- --
- 11
- Ende, Druckformende, nachlaufend (06)
- 12
- Druckwerkszylinder, Übertragungszylinder
- 13
- Farbwerk
- 14
- Feuchtwerk
- 15
- --
- 16
- Bahn, Bedruckstoffbahn
- 17
- Speichereinrichtung, Druckformspeicher, Systemkomponente
- 18
- Transfereinheit, Systemkomponente
- 19
- Anlageeinrichtung, Systemkomponente
- 20
- --
- 21
- Andrückvorrichtung, Systemkomponente
- 22
- Speichereinrichtung, Systemkomponente, Rücknahmespeicher
- 23
- Transportpfad, Führungssystem, Schienensystem, Systemkomponente
- 24
- Stützelement
- 25
- --
- 26
- Walze, Auftragwalze, Andrückvorrichtung
- 27
- Verbindung, Weiche
- 28
- Positioniervorrichtung, Vorrichtung zur Wegbegrenzung, Anschlagvorrichtung, Sensoranordnung
- 29
- Schutzabdeckung, Gehäuse
- 30
- --
- 31
- Halterung, Hebel
- 32
- Antriebsmittel, Pneumatikzylinder, Hydraulikzylinder, Elektromotor
- 33
- Halteelement, Mitnehmer
- 34
- Struktur
- 35
- --
- 36
- Träger, Traverse
- 37
- Trägerelemente
- 38
- Transportschnittstelle
- 39
- Überstand, Nase
- 40
- --
- 41
- Riegel, Schnapper
- 42
- Seitenregistereinrichtung
- 43
- Regelelement, Nase (42)
- 44
- Ausnehmung
- 45
- --
- 46
- Vertiefung
- 47
- Basiskörper, Grundplatte, Trägerleiste
- 48
- Erhebung, Rippe
- 49
- Seite, Längsseite
- 50
- --
- 51
- Seite, Längsseite
- 52
- Haltemechanismus
- 53
- Pneumatikelement, Pneumatikzylinder, beaufschlagbarer Hohlkörper
- 54
- Schnittstellen, Anschlussstutzen
- 55
- --
- 56
- --
- 57
- --
- 58
- --
- 59
- --
- 60
- --
- 61
- Traverse
- 62
- Aufnahmeeinrichtung, Halteeinrichtung, Saugvorrichtung
- 63
- Aufnahmeelement, Halteelement
- 64
- Saugnapf
- 65
- --
- 66
- Zylinder
- 67
- Stößel
- 68
- Ventilstation
- 69
- Ventil
- 70
- --
- 71
- Aufnahmeeinrichtung, Halteeinrichtung, Saugvorrichtung
- 72
- Aufnahmeelement, Halteelement
- 73
- Träger
- 74
- Aktor
- 75
- --
- 76
- Saugnapf
- 77
- Antriebsmittel, Antriebsmotor
- 78
- Antriebsrad, Zahnrad
- 79
- Getriebe
- 80
- --
- 81
- Welle
- 82
- Führungselement, Führungsrolle, Rolle
- 83
- Laufpfad
- 84
- Führungselement (gestellfest), Führungsschiene
- 85
- --
- 86
- Zahn
- 87
- Zahnstange
- 88
- Laufkörper
- 89
- Grundkörpers
- 90
- --
- 91
- Ende (23; 23.1; 23.2; 84; 84.1; 84.2; 84.3)
- 92
- Montageelement, Montageplatte
- 93
- Linearführung
- 94
- Antriebsmittel, Antriebsmotor, durch Druckmittel betätigbarer Aktor, Pneumatikzylinder,
Hydraulikzylinder
- 95
- --
- 96
- Halterung
- 97
- Verbindungsstück
- 98
- --
- 99
- --
- 100
- --
- 101
- Anschlagelement, Anschlag
- 102
- Halteeinrichtung, Saugvorrichtung
- 103
- Ablagefläche, Auflagefläche
- 104
- Abdeckung
- 105
- --
- 106
- Halteelement
- 107
- Saugnapf
- 108
- Auflageelemente
- 109
- Hebel
- 110
- --
- 111
- Traverse
- 112
- Andrückelement, Andrückrolle
- 113
- Aktor
- 114
- Zylinder, Druckmittelzylinder
- 115
- --
- 116
- Stößel
- 117
- Halterung
- 118
- Verdrehsicherung
- 119
- Rollensegment, Ring
- 120
- --
- 121
- Schutzvorrichtung, Schutzblech
- 122
- Antrieb, Aktor
- 123
- Halter
- 124
- Speicher, Speicherschacht
- 125
- --
- 126
- Raum, Bedienraum
- 127
- Gestell, Tragelement, Träger
- 128
- offene Seite, Ladeöffnung
- 129
- Boden
- 130
- --
- 131
- Achse
- 132
- Hebel
- 133
- Zugmittel, Band, Seil, Kette
- 134
- Ende (133)
- 135
- --
- 136
- Umlenkmittel, Umlenkrolle
- 137
- Antriebsmittel, Aktor, Pneumatikzylinder, Hydraulikzylinder
- 138
- Koppel, Stößel
- 139
- Abschnitt, Verlängerung
- 140
- --
- 141
- Funktionsbereich, Druckformherstellung
- 142
- Transportsystem
- 143
- Funktionsbereich, Maschinenraum
- 144
- Aggregat, Falzapparat
- 145
- --
- 146
- Aggregate, Rollenwechsler
- 147
- Aggregate, Druckformbelichter
- 148
- Aggregate, Druckformstanze
- 149
- Funktionsbereich
- 150
- --
- 151
- Transportmittel, Transportwagen
- 152
- Transportmittel, Transportwagen
- 153
- Führungssystem, Schienensystem, Transportpfad
- 154
- Schiene
- 155
- --
- 156
- Zahnreihe, Zahnstange
- 157
- Antriebsrad, Zahnrad
- 158
- Antriebsmittel, Motor
- 159
- Antriebsmittel, Motor
- 160
- Antriebsrades
- 161
- Antriebsrad, Zahnrad
- 162
- Antriebsmittel, Motor
- 163
- Pufferlager
- 164
- --
- 165
- --
- 166
- Halteelement, Haken
- 167
- Halteelement, Haken
- 168
- Ausnehmung
- 169
- Sicherungselement
- 23.1
- Transportpfad, Führungszweig, Schienenzweig, Transportpfadzweig
- 23.2
- Transportpfad, Führungszweig, Schienenzweig, Transportpfadzweig
- 84.1
- Führungsabschnitt, Schienenabschnitt, linear
- 84.2
- Führungsabschnitt, Schienenabschnitt, kurvenförmig
- 84.3
- Führungsabschnitt, Weichenabschnitt
- 91.1
- Ende (23.1;84.1)
- 91.2
- Ende (23.1,84.1)
- 91.3
- Ende (84.3)
- P27.1
- Position, Stellung
- P27.2
- Position, Stellung
- P17.1
- Position, Ladeposition, Ruheposition
- P17.2
- Position, Arbeitsposition, Entladeposition
- P17.3
- Position, Arbeitsposition
- P18.1
- Position, Aufnahmeposition
- P18.2
- Position, Übergabeposition, formzylindernah
- P18.3
- Position, Übergabeposition, rücknahmespeichernah
- P63.1
- Position, Ruheposition
- P63.2
- Position, Aufnahmeposition
- P72.1
- Position
- P72.2
- Position
- P124.1
- Position, Ruheposition
- P124.2
- Position, Aufnahmeposition
- P131.1
- Ruheposition
- P131.2
- Arbeitsposition
- PP1
- Parkposition, Übergabeposition
- PP2
- Parkposition, Übergabeposition
- PP3
- Parkposition, Übergabeposition
- PP4
- Parkposition, Übergabeposition
- a1
- Abschnitt, Längsabschnitt
- a2
- Abschnitt, Längsabschnitt
- a3
- Abschnitt, Längsabschnitt
- a4
- Abschnitt, Längsabschnitt
- E
- Entnahmerichtung
- rl
- Längsrichtung (17, 34)
- rq
- Querrichtung (17, 34)
- I
- Seite
- II
- Seite
- L18
- Länge
- L19
- Länge
- L21
- Länge
- R112
- Rotationsachse
- T
- Transportrichtung
- T1
- Transportrichtung (P18.1)
- T131
- Bewegungsrichtung
- T03
- Tangente
- S17
- Schwenkachse
- S19
- Schwenkachse
- S71
- Schwenkachse
- S124
- Schwenkachse
- S132.1
- Schwenkachse
- S132.2
- Schwenkachse
- S27
- Stellweg
- S101
- Stellweg
- α
- Winkel