[0001] Die Erfindung betrifft einen Abstreifer nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1. Derartige
Abstreifer sind in vielfältiger Form in Gebrauch, um Kosmetikapplikatoren abzustreifen,
die, solange sie unbenutzt sind, in einen Kosmetikvorrat eintauchen, aus dem sie herausgezogen
werden, um den Applikator einsatzbereit zu machen.
[0002] Ein immer wiederkehrendes Problem wird dadurch verursacht, dass ein stark mit Kosmetikmasse
beladener Applikator verhindert, dass während des Herausziehens des Applikators aus
dem Kosmetikvorrat Luft in den Vorratsbehälter nachströmt, da der Kosmetikapplikator
und seine Beladung nahezu luftdicht gegen die Abstreiferlippe abdichten. Hierdurch
baut sich in dem Kosmetikvorratsbehälter ein Unterdruck auf, der schlagartig in sich
zusammenbricht, sobald das distale, d. h. dem Griff abgewandte Ende des Applikators
die Abstreiferlippe passiert hat. Das plötzliche Zusammenbrechen des Unterdrucks führt
zu einem lauten Geräusch, das sich lautmalerisch als "Plopp" umschreiben lässt. Dieses
Geräusch wird vielfach als Widerspruch zu einer hochwertigen optischen und haptischen
Aufmachung der Kosmetikeinheit empfunden. Noch weitaus störender ist dabei die Tatsache,
dass der plötzliche Druckausgleich nicht selten dazu führt, dass deutlich wahrnehmbare
Tropfen des Kosmetikums aus dem öffnungsnahen Bereich des Kosmetikvorratsbehälters
herausspritzen oder das distale Ende des Applikators mit Mascaramasse überfrachtet
ist und eine saubere Applikation verhindern.
[0003] Um insoweit Abhilfe zu schaffen, sind in der Vergangenheit die unterschiedlichsten
Lösungen vorgeschlagen worden. Diese Lösungen gehen tendenziell alle in die gleiche
Richtung - es werden kleinere Spalte oder Öffnungen in einem seitlichen Bereich des
Abstreifers und/oder Unterbrechungen in der Abstreiferlippe selbst geschaffen, die
eine Art "Bypass" bilden, der gewährleistet, dass kontinuierlich Luft in den Kosmetikvorratsbehälter
nachströmen kann, so dass sich kein oder nur ein geringerer Unterdruck aufbaut. Das
Problem ist jedoch, dass es schwer ist sicherzustellen, dass sich die kleineren Spalte,
Öffnungen oder Unterbrechungen im Laufe der Zeit auch wirklich nicht durch Kosmetikmasse
verstopfen, die sich infolge mehrfachen Herausziehens und Wiedereinführens des seltenst
vollständig entladenen Kosmetikapplikators vor oder hinter dem Abstreifer ablagert
und dort evtl. antrocknet.
[0004] Die
US 5,349,972 offenbart einen Applikator mit einem Gehäuse, welches einen primären und einen sekundären
Abstreifer enthält. Unter dem sekundären Abstreifer ist eine zylinderförmige Vorrichtung
angebracht, die örtliche Schlitze aufweist.
[0005] Die
WO 2010/131215 A2 beschreibt einen Abstreifer, bei dem die Abstreiforgane aneinander angebracht sind,
seitliche Lüftungsschlitzte werden nicht offenbart.
[0006] Angesichts dessen liegt der Erfindung die Aufgabe zu Grunde, einen Abstreifer bzw.
eine mit einem Abstreifer versehene Kosmetikeinheit zu schaffen, die dauerhaft eine
verringerte Tendenz zur Geräuschentwicklung und/oder Spritzerneigung beim Herausziehen
des Applikators zeigt bzw. den Applikator am distalen Ende von überschüssigem Kosmetikum
befreit.
[0007] Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt mit den Merkmalen des Anspruchs 1.
[0008] Demgemäß wird ein Abstreifer zum Abstreifen eines Kosmetikapplikators mit einem vorzugsweise
rohrartigen Halteabschnitt zum Festsetzen des Abstreifers an einem Kosmetikvorratsbehälter
vorgeschlagen, der mehrere in Wirkrichtung - d. h. regelmäßig in Entnahmerichtung
des Kosmetikapplikators - hintereinander angeordnete Abstreiforgane aufweist, von
denen mindestens ein Abstreiforgan so an dem Halteabschnitt oder dem benachbarten
Abstreiforgan gehalten ist, dass es sowohl auf seiner Vorderseite als auch auf seiner
Rückseite ungehindert mit dem das Kosmetikum bevorratenden Raum kommuniziert. Ein
solches ungehindertes Kommunizieren liegt jedenfalls dann vor, wenn direkt neben dem
Abstreiforgan, vorzugsweise auf kürzestmöglichem Weg, eine direkte Verbindung zwischen
der (in Entnahmerichtung gesehen) Vorderseite des Abstreiforgans und der Rückseite
des Abstreiforgans besteht. Dabei ist der lichte Querschnitt der Verbindung so groß,
dass auch im Laufe der Dauer des bestimmungsgemäßen Gebrauchs der betreffenden Kosmetikeinheit
kein vollständiges Zusetzen der Verbindung zu befürchten ist. Eine solchermaßen kürzestmögliche
Verbindung ist z. B. dann gegeben, wenn das betreffende Abstreiforgan ein scheibenförmiger
Körper ist und unmittelbar entlang des Umfangsrandes des scheibenförmigen Körpers
eine Verbindung zwischen dessen Vorder- und Rückseite geschaffen ist.
[0009] Eine andere, zur Lösung des erfindungsgemäßen Problems bevorzugt eingesetzte Variante
des erfindungsgemäßen Abstreifers sieht einen Abstreifer zum Abstreifen eines Kosmetikapplikators
mit einem vorzugsweise rohrartigen Halteabschnitt zum Festsetzen des Abstreifers an
einem Kosmetikvorratsbehälter vor. Dabei weist dieser Abstreifer mehrere in Wirkrichtung
hintereinander angeordnete Abstreiforgane auf, von denen mindestens ein Abstreiforgan
nur mittels mehrerer Säulen an dem Halteabschnitt oder dem benachbarten Abstreiforgan
gehalten ist. Hierdurch können seitlich im Nahbereich des ggf. auch trichterförmigen
Abstreiforgans große "Fenster" verwirklicht werden, die den erfindungsgemäß gewünschten
Effekt hervorbringen bzw. ihm Vorschub leisten.
[0010] Im Rahmen einer bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, dass mindestens ein Abstreiforgan
des Abstreifers, besser mindestens zwei Abstreiforgane des Abstreifers, als im Wesentlichen
senkrecht zur Abstreiferlängsachse L angeordnete Scheibe ausgebildet ist bzw. sind.
Als Scheibe in diesem Sinne wird jedenfalls ein Gebilde angesehen, dessen Erstreckung
in Richtung parallel zur Längsachse nicht mehr als die 5,5-fache, besser nicht mehr
als die 3-fache maximale Wandstärke in Richtung parallel zur Wandstärke beträgt.
[0011] Vorzugsweise ist es so, dass die behältereinwärtige Hauptfläche einer oder mehrerer
der besagten Scheiben im Wesentlichen kegelig ist.
[0012] Im Rahmen einer bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, dass mindestens ein Abstreiforgan
des Abstreifers, besser mindestens zwei Abstreiforgane des Abstreifers eine Anzahl
von Schlitzen aufweisen, die das betreffende Abstreiforgan in mehrere Segmente aufteilen,
wobei die Segmente vorzugsweise nach der Art von Kuchenstücken ausgebildet sind, deren
Spitzen sich mittig gegenüberliegen bzw. treffen und die mit ihren Flanken aneinander
anliegen oder nur durch einen kleinen Spalt voneinander getrennt sind. Ein Spalt ist
jedenfalls dann klein im Sinne dieser Weiterbildung, wenn seine maximale Breite nicht
mehr als 1 mm und vorzugsweise nicht mehr als 0,5 mm beträgt.
[0013] Vorzugsweise weist mindestens ein Abstreiforgan des Abstreifers, besser weisen mindestens
zwei Abstreiforgane des Abstreifers eine zentrale Öffnung auf, die stets unverschlossen
ist, solange kein Kosmetikapplikator durch das betreffende Abstreiforgan hindurchragt.
[0014] Bevorzugt werden die Segmente des segmentierten Abstreiforgans derart gestaltet,
dass sie einseitig eingespannte Biegeträger bilden, die sich beim Herausziehen des
Kosmetikapplikators in Richtung der Zugkraft elastisch federnd verbiegen, wobei die
der Biegung entgegenwirkende Federkraft so groß ist, dass die Segmente schon dann
im Wesentlichen in ihre unausgelenkte Position zurückschnappen, wenn der Kosmetikapplikator
im Zuge seines Herausziehens das betreffende Abstreiforgan überwiegend, aber noch
nicht vollständig, passiert hat.
[0015] Dabei ist es idealerweise so, dass die Dicke der einen einseitig eingespannten Biegeträger
bildenden Segmente jeweils in Richtung von ihrer Einspannstelle hin zu ihrem freien
Ende abnimmt. Hierdurch wird sichergestellt, dass der zentral liegende Bereich jedes
Biegeträgers keine allzu große Druckwirkung auf den Borstenbesatz oder den an dessen
Stelle tretenden Abstreiferbereich ausübt und so nirgendwo eine übermäßige Abstreifwirkung
entfaltet.
[0016] Vorzugsweise ist es so, dass der Halteabschnitt ein weiteres Abstreiforgan ausbildet.
Dies geschieht am besten dadurch, dass er einen rohrförmigen Körper ausbildet, der
sich an seinem behältereinwärtigen Ende derart verjüngt, dass die Verjüngung eine
kreisrunde, idealerweise in Umfangrichtung vollständig in sich geschlossene Abstreiferlippe
ausbildet. Mit einem solchen zusätzlichen Abstreifer kann dafür gesorgt werden, dass
der Stiel des Applikators optimal abgestreift wird. Bei richtiger, bevorzugt vorzusehender
Dimensionierung erfolgt das Abstreifen des Stiels, ohne dass durch dieses Abstreiforgan
eine übermäßige Abstreifwirkung im Bereich des Borstenbesatzes ausgeübt wird, für
dessen ordnungsgemäßes Abstreifen zumindest überwiegend das andere Abstreiforgan zuständig
ist.
[0017] Vorzugsweise ist der rohrförmige Körper an seinem Umfang vollständig geschlossen
und bildet so dadurch einen Abstreifervorhof, der im Wesentlichen und bevorzugt ausschließlich
über die von der Abstreiferlippe berandete Abstreiferöffnung mit dem das Kosmetikum
bevorratenden Raum kommuniziert.
[0018] Im Rahmen einer bevorzugten, aber zu den bisherigen Vorschlägen vollständig alternativen
Lösung ist vorgesehen, dass der Abstreifer mehrere in Wirkrichtung hintereinander
angeordnete Abstreiforgane aufweist, wobei eines dieser Abstreiforgane als ganz oder
im Wesentlichen senkrecht zur Abstreiferlängsachse angeordnete, vorzugsweise geschlitzte
und idealerweise nach Maßgabe eines der vorhergehenden Ansprüche ausgestaltete Scheibe
ausgebildet ist und ein weiteres der Abstreiforgane durch einen rohrförmigen Körper
ausgebildet wird, der sich an seinem behältereinwärtigen Ende derart verjüngt, dass
die Verjüngung eine kreisrunde, idealerweise in Umfangrichtung vollständig in sich
geschlossene Abstreiferlippe ausbildet.
[0019] Eine Weiterbildung der Erfindungen sieht vor, dass die Schlitze teilweise oder vorzugsweise
alle nicht geradlinig sind, sondern vorzugsweise so gestaltet, dass sie einen S-förmigen
Verlauf bilden.
[0020] Es wird vorzugsweise zusätzlicher Schutz beansprucht für ein System aus einem Kosmetikvorratsbehälter
und einem daran festgesetzten Abstreifer nach einem der anderen Ansprüche, wobei mindestens
ein Abstreiforgan frei in den Innenraum des Kosmetikvorratsbehälters hineinragt, ohne
in unmittelbarem Kontakt zu der oder den Wänden des Kosmetikvorratsbehälters zu stehen,
wobei das System vorzugsweise auch einen Kosmetikapplikator umfasst.
[0021] Vorzugsweise ist ein solches System so gestaltet, dass das besagte Abstreiforgan
rundum mindestens 1 mm, besser 3 mm minimalen Abstand zu der oder den Wänden des Kosmetikvorratsbehälters
einhält.
[0022] Schutz wird auch für die Kombination einzelner Merkmale eines der Unteransprüche
mit dem Hauptanspruch beansprucht.
[0023] Weitere Vorteile, Wirkungsweisen und Ausgestaltungsmöglichkeiten der Erfindungen
ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung dreier Ausführungsbeispiele anhand
der nachfolgend gelisteten Figuren.
[0024] Die Figur 1 zeigt eine Seitenansicht eines ersten Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen
Abstreifers, eingebaut in den Hals einer Flasche, die als Kosmetikvorratsbehälter
dient.
[0025] Die Figur 2 zeigt eine perspektivische Seitenansicht des ersten Ausführungsbeispiels
des erfindungsgemäßen Abstreifers.
[0026] Die Figur 3 zeigt eine perspektivische Seitenansicht des ersten Ausführungsbeispiels
des erfindungsgemäßen Abstreifers in einen Schnitt entlang der Abstreiferlängsachse
L.
[0027] Die Figur 4 zeigt eine Draufsicht auf das behältereinwärtige Abstreiforgan des Abstreifers,
der hier das erste Ausführungsbeispiel darstellt.
[0028] Die Figur 5 zeigt eine Seitenansicht eines zweiten Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen
Abstreifers.
[0029] Die Figur 6 zeigt eine perspektivische Seitenansicht des zweiten Ausführungsbeispiels
des erfindungsgemäßen Abstreifers.
[0030] Die Figur 7 zeigt eine perspektivische Seitenansicht des zweiten Ausführungsbeispiels
des erfindungsgemäßen Abstreifers in einen Schnitt entlang der Abstreiferlängsachse
L.
[0031] Die Figur 8 zeigt eine Draufsicht auf das behältereinwärtige Abstreiforgan des Abstreifers,
der hier das zweite Ausführungsbeispiel darstellt.
[0032] Die Figuren 9 bis 12 zeigen ein drittes Ausführungsbeispiel der Erfindung.
[0033] Wie man recht gut anhand der Figur 1 erkennt, besteht der Abstreifer 1 des ersten
Ausführungsbeispiels aus einem Halteabschnitt 2 und zwei Abstreiforganen 3 und 4.
[0034] Der Halteabschnitt 2 ist hier, so wie es bevorzugt ist, als in Umfangsrichtung vollständig
in sich geschlossener rohrförmiger Körper ausgebildet, mit dessen Hilfe der Abstreifer
1 in dem Hals der Flasche 13 festgesetzt wird, die hier als Kosmetikvorratsbehälter
dient. Zu diesem Zweck ist der Halteabschnitt 2 vorzugsweise mit einem kragenartigen
Anschlag 14 versehen, der gegen eine Stirnfläche des Flaschenhalses anschlägt und
so den Weg begrenzt, um den der Abstreifer 1 in den Flaschenhals eingeführt werden
kann, und gleichzeitig als Dichtung fungiert, um so ein Auslaufen des Kosmetikums
aus dem Behälter zu verhindern. Wie man sieht, ist der Halteabschnitt 2 zusätzlich
mit mindestens einem Rastorgan 15 ausgestattet, das mit einem entsprechenden Rastorgan
oder einer entsprechenden Fläche des Flaschenhalses verrastet. Der Außendurchmesser
des Halteabschnitts 2 ist im Regelfall an den Innendurchmesser des zu seiner Aufnahme
vorgesehenen Flaschenhalses angepasst, um so auch in radialer Richtung einen spielfreien
Sitz des Abstreifers 1 sicherzustellen. Bei diesem Ausführungsbeispiel weist der Halteabschnitt
2 einen im Wesentlichen konstanten Innendurchmesser auf, d. h. der Halteabschnitt
2 trägt als solcher nicht in wesentlichem Umfang zur Abstreifwirkung bei. An seinem
behältereinwärtigen Ende geht der Halteabschnitt 2 in mehrere Säulen 7 über. Mithilfe
dieser Säulen 7 ist ein Abstreiforgan 3 an dem Halteabschnitt 2 befestigt.
[0035] Das Abstreiforgan 3 ist hier als Scheibe ausgebildet, die vorzugsweise kreisförmig
ist. Eine Scheibe im Sinne der Erfindung ist ein Gebilde, das zwei große Hauptflächen
und eine im Vergleich dazu kleine Umfangsfläche besitzt. Die beiden großen Hauptflächen
sind dabei so angeordnet, dass sie im Wesentlichen senkrecht auf die Abstreiferlängsachse
L stehen.
[0036] Vorzugsweise ist diese Scheibe leicht kegelig, d. h. mindestens eine ihrer beiden
großen Hauptflächen, bevorzugt aber beide großen Hauptflächen, sind nicht hundertprozentig
senkrecht zur Abstreiferlängsachse L orientiert, sondern verlaufen stattdessen vorzugsweise
in einem Winkel von 90° +/- max. 15° und idealerweise in einem Winkel von 90° +/-
max. 10° zur Abstreiferlängsachse L. Idealerweise sind die beiden großen Hauptflächen
derart kegelig, dass sie in Richtung der Scheibenmitte leicht in behältereinwärtige
Richtung geneigt sind. Das erleichtert das Wiedereinführen des Applikators.
[0037] Die Scheibe ist in Richtung parallel zur Längsachse vorzugsweise zwischen 0,5 und
1,75 mm dick, wobei dieser Bereich, trotz der zur Mitte hin abnehmenden Dicke der
Scheibe, nicht voll ausgeschöpft werden muss. Sie ist mit einer Anzahl von Schlitzen
versehen, die sich vom Zentrum der Scheibe zum Scheibenrand erstrecken. Bei dem von
den Fig. 1 bis 4 gezeigten, bevorzugten Ausführungsbeispiel bilden immer zwei sich
im Mittenbereich unmittelbar gegenüberliegende Schlitze eine S-förmige Schlitzanordnung
aus, wodurch gegenüber ausschließlich gerade verlaufenden Schlitzen überraschenderweise
eine verbesserte Abstreifwirkung erzeugt wird. Durch die geraden oder S-förmigen Schlitze
wird der überwiegende Teil der großen Hauptflächen in einseitig eingespannte Biegeträger
aufgeteilt, die eine kuchenstückartige, dreieckige Gestalt aufweisen und wie die Stücke
eines Kuchens im Kreis angeordnet sind. Der spitze Winkel jedes Biegeträgers auf seiner
der Mitte zugewandten Seite liegt vorzugsweise in einem Bereich, für den gilt 42°
≤ β ≤ 28 °. Derart ausgestaltete Spitzen "kämmen" den Applikator sehr effektiv und
bewirken daher gerade bei borstenbesetzten Applikatoren ein ausgesprochen gutes Abstreifergebnis.
[0038] Wie man am besten anhand der Fig. 3 sieht, ist es vorzugsweise so, dass die Dicke
der Scheibe von ihrem äußeren Umfang hin zur Scheibenmitte abnimmt, was das Verformungsverhalten
des Abstreiforgans bzw. seiner Biegeträger positiv beeinflusst. Die Biegeträger verbiegen
sich beim Herausziehen des Kosmetikapplikators elastisch federnd. Dabei ist die der
Biegung entgegenwirkende Federkraft vorzugsweise so groß, dass die Segmente schon
dann im Wesentlichen in ihre unausgelenkte Position zurückschnappen, wenn der Kosmetikapplikator
im Zuge seines Herausziehens das betreffende Abstreiforgan überwiegend, aber noch
nicht vollständig passiert hat. Hierdurch wird insbesondere das dem Applikatorgriff
abgewandte, freie Ende des Applikators sehr effektiv abgestreift.
[0039] Vorzugsweise enden die Schlitze außenseitig an einem gedachten Kreis mit einem Radius,
der etwa % des maximalen Scheibenradius ausmacht, so dass die Scheibe trotz der Schlitze
noch die erforderliche Eigenstabilität aufweist und nicht dauerhaft "umstülpt", wenn
der Applikator durch sie hindurchgezogen wird. In ihrem Zentrum ist die Scheibe gelocht.
Dabei ist der Lochdurchmesser, den die dem Behälterinneren zugewandte Scheibe aufweist,
vorzugsweise größer (idealerweise um mindestens 20 %, besser um mindestens 30 %) als
der Lochdurchmesser, den die der Behälteröffnung zugewandte Scheibe aufweist, auf
die gleich noch zu sprechen zu kommen ist.
[0040] Wie bereits oben gesagt, wird das Abstreiforgan 3 mithilfe mehrerer Säulen 7 an dem
Halteabschnitt 2 in Position gehalten. Bei diesen Säulen 7 handelt es sich jeweils
um vorzugsweise viereckige Stäbe, also um Gebilde, deren Länge parallel zur Längsachse
L des Abstreifers 1 wesentlich größer ist als ihre Breite in Umfangsrichtung. Vorzugsweise
sind die Stäbe jeweils so schlank, dass ihre Erstreckung RE in Umfangsrichtung maximal
7,5 % und vorzugsweise maximal 5 % des Umfangs ausmacht, entlang dessen die Stäbe
aufgestellt sind. In Einzelfällen können die Stäbe breiter sein und jeweils maximal
10 % des Umfangs ausmachen, eine solche Ausführungsform ist jedoch nicht bevorzugt,
sondern tatsächlich nur die Ausnahme, für die nur sekundär Schutz beansprucht wird.
Idealerweise ist die Zahl der ein Abstreiforgan 3 haltenden Stäbe beschränkt, so dass
maximal 4 solcher Stäbe für ein Abstreiforgan 3 vorgesehen sind. In Einzelfällen können
bis zu 6 solcher Stäbe für ein Abstreiforgan 3 vorgesehen sein, wobei dann aber jeder
Stab im Regelfall eine Erstreckung RE haben sollte, die maximal 5 % des Umfangs ausmacht
und besser maximal 3 % des Umfangs ausmacht. Im Regelfall sind die Säulen gleichmäßig
entlang des Umfangs verteilt.
[0041] Bemerkenswert ist, dass die Säulen vorzugsweise so ausgestaltet sind, dass sie in
radialer Richtung eine Dicke aufweisen, die größer ist als die in radialer Richtung
gemessene Wandstärke des Halteabschnitts 2. Die Fig. 4 veranschaulicht dies recht
gut, denn sie zeigt, dass die Säulen bei diesem Ausführungsbeispiel innenseitig über
die Innenoberfläche des Halteabschnitts 2 hinausragen.
[0042] Wie man am besten anhand der Figur 1 sieht, werden auf diese Art und Weise große
seitliche "Fensterflächen" geschaffen, über die das Abstreiforgan ungehindert mit
dem das Kosmetikum bevorratenden Raum des Vorratsbehälters kommunizieren kann - was
nichts anderes bedeutet, als dass sich beim Herausziehen des Kosmetikapplikators durch
das Abstreiforgan hindurch keine spürbare Druckdifferenz zwischen der Vorderseite
und der Rückseite des Abstreiferelementes ausbilden kann. Dies ist selbst dann sichergestellt,
wenn sich an den Rändern des Abstreiforgans 3 größere Mengen an abgestreiftem Kosmetikum
angesammelt haben. Denn die "Fensterflächen" sind so groß, dass die sich durch das
Abstreifen an den Rändern des Abstreiforgans 3 ansammelnde Kosmetikmasse in den Vorratsraum
zurücktropft oder zurückfällt, bevor die Fensterflächen hiervon verstopft werden.
Dies ermöglicht es dem betreffenden Abstreiforgan, insbesondere aus der Spitze des
Applikators eine größere Menge an überschüssigem Kosmetikum zu entfernen, ohne dass
es zu dem aus anwendungstechnischen und akustischen Gründen unerwünschten, weil ein
Spritzen begünstigenden und unschön klingenden "Plopp-Effekt" kommt, der durch Druckunterschiede
zwischen der Vorderseite und der Rückseite eines Abstreiforgans zustande kommt.
[0043] Das bisher für das Abstreiforgan 3 Beschriebene gilt bis auf die nachfolgend näher
beschriebenen Abweichungen auch für das Abstreiforgan 4 und vorzugsweise auch für
jedes weitere scheibenförmige Abstreiforgan, soweit ein solches im Einzelfall vorgesehen
ist - wobei zwei hintereinandergeschaltete, scheibenförmige Abstreiforgane für die
Mehrzahl der Fälle das Optimum sind und daher bevorzugt Schutz beanspruchen.
[0044] Auch das Abstreiforgan 4 ist als Scheibe ausgebildet, so, wie das oben für das Abstreiforgan
3 beschrieben worden ist. Das Abstreiforgan 4 wird ebenfalls mithilfe mehrerer Säulen
an dem vorhergehenden Abstreiforgan 3 gehalten. Aufgrund dessen kann auch das Abstreiforgan
4 ungehindert mit dem das Kosmetikum bevorratenden Raum des Vorratsbehälters kommunizieren.
Der vorzugsweise einzige Unterschied zum Abstreiforgan 3 ist der, dass der Lochdurchmesser,
den das zentrale Loch dieses scheibenförmigen Abstreiforgans aufweist, kleiner ist
als der des scheibenförmigen Abstreiforgans 3. Nicht zuletzt auf Grund dessen vermag
das Abstreiforgan 4 noch einen gewissen Anteil der Kosmetikmasse von dem Applikator
abzustreifen, die zunächst das Abstreiforgan 3 passiert hatte, ohne abgestreift zu
werden.
[0045] Die Figuren 5 bis 8 zeigen ein zweites Ausführungsbeispiel der Erfindung. Dieses
zweite Ausführungsbeispiel der Erfindung ist im Wesentlichen genauso gestaltet wie
das erste Ausführungsbeispiel der Erfindung. Aufgrund dessen gilt das für das erste
Ausführungsbeispiel der Erfindung Gesagte in gleicher Weise, soweit sich aus den nachfolgend
beschriebenen Unterschieden nicht etwas anderes ergibt.
[0046] Das zweite Ausführungsbeispiel unterscheidet sich unter drei Gesichtspunkten von
dem ersten Ausführungsbeispiel:
Die scheibenförmigen Abstreiforgane haben bei diesem Ausführungsbeispiel eine konstante
Dicke parallel zur Richtung der Längsachse L.
[0047] Außerdem sind die scheibenförmigen Abstreiforgane bei diesem Ausführungsbeispiel
vollständig eben, d. h. sie sind nicht kegelig, sondern ihre beiden großen Hauptflächen
sind jeweils orthogonal zur Längsachse L orientiert.
[0048] Darüber hinaus ist der Halteabschnitt 2 bei diesem Ausführungsbeispiel so geformt,
dass er sich zur Behälterinnenseite hin verjüngt und eine in Umfangsrichtung in sich
geschlossene, kreisförmige Abstreiferlippe ausbildet. Zu diesem Zweck ist der Halteabschnitt
2 an seinem behälterinnenseitigen Ende kegelig ausgeformt. Vorzugsweise ist es so,
dass diese kreisförmige Abstreiferlippe am inneren Ende des kegeligen Abschnitts insbesondere
den Zweck hat, den Stiel des Applikators abzustreifen und so gut wie möglich von dort
anhaftendem Kosmetikum zu befreien. Entsprechend ist diese Abstreiferlippe dimensioniert.
Dabei weisen der kreisförmige Applikator bzw. der Halteabschnitt 2 vorzugsweise keine
Bypassöffnung auf, d. h. keinen Pfad, der die Abstreiferlippe umgeht, um Luft in den
Kosmetikvorratsbehälter nachzuführen.
[0049] Vorzugsweise ist diese kreisförmige Abstreiferlippe stattdessen so dimensioniert,
dass sie einen größeren lichten Durchmesser aufweist als vergleichbare Abstreiferlippen,
die nicht nur die Aufgabe haben, den Applikatorstiel abzustreifen, sondern auch den
eigentlichen Applikatorkörper bzw. den Borstenbesatz des Applikators. Die Größe des
lichten Durchmessers wird erfindungsgemäß so gewählt, dass die kreisförmige Abstreiferlippe
im Wesentlichen nur den Applikatorstiel abstreift und gegenüber dem eigentlichen Applikatorkörper
bzw. dem Borstenbesatz des Applikators keine wesentliche Abstreifwirkung mehr entfaltet.
Letzteres ist der Fall, wenn die kreisförmige Abstreiferlippe so viel Abstand zu der
Seele des Applikators hält, an der die Borsten befestigt sind, dass durch den bereits
anderweitig abgestreiften Borstenbesatz hinreichend viel Luft in den Kosmetikvorratsbehälter
nachströmen kann, um das störende "Plopp" und/oder das im Zuge dessen auftretende
Spritzen bzw. die vermehrte Ablagerung von Kosmetikum an der Applikatorspitze im Wesentlichen
zu vermeiden.
[0050] Bevorzugt wird der Applikatorstiel bei diesem Ausführungsbeispiel so dimensioniert,
dass er bei vollständig in seine Verstauposition geschobenem Applikator nach wie vor
durch die kreisförmige Abstreiferlippe hindurchragt, wodurch der Kosmetikvorratsbehälter
vollständig abgedichtet wird, so dass das bevorratende Kosmetikum den Abstreifer auch
dann nicht passieren kann, wenn die Kosmetikeinheit beispielsweise bei höheren Temperaturen
im Kopfstand gelagert wird, was in einer Handtasche unwillkürlich vorkommen kann.
[0051] Die Figuren 9 bis 12 zeigen ein drittes Ausführungsbeispiel der Erfindung. Das Ausführungsbeispiel
ist so ausgestaltet, dass die beiden scheibenförmigen Abstreiforgane zu 100 % so gestaltet
sind wie bei dem ersten Ausführungsbeispiel, während der zugehörige Halteabschnitt
ein zusätzliches Abstreiforgan ausbildet, so, wie bei dem zweiten Ausführungsbeispiel.
[0052] Unabhängig von dem Gegenstand, der durch die separat aufgestellten Ansprüche beansprucht
wird, wird auch Schutz für einen Abstreifer beansprucht, der folgende Merkmale aufweist:
[0053] Abstreifer 1 zum Abstreifen eines Kosmetikapplikators, wobei der Abstreifer 1 mehrere
in Wirkrichtung hintereinander angeordnete Abstreiforgane 3, 4, 5 aufweist, wobei
eines dieser Abstreiforgane als im Wesentlichen senkrecht zur Abstreiferlängsachse
L angeordnete, vorzugsweise geschlitzte und idealerweise nach Maßgabe der in dieser
Anmeldung beschriebenen Möglichkeiten ausgestatteten Scheibe ausgebildet ist und ein
weiteres der Abstreiforgane durch einen rohrförmigen Körper ausgebildet wird, der
sich an seinem behältereinwärtigen Ende derart verjüngt, dass die Verjüngung eine
kreisrunde, idealerweise in Umfangsrichtung vollständig in sich geschlossene Abstreiferlippe
11 ausbildet.
[0054] Unabhängig davon wird auch selbständiger Schutz für einen Abstreifer beansprucht,
der folgende Merkmale aufweist:
[0055] Abstreifer 1 zum Abstreifen eines Kosmetikapplikators mit einem Halteabschnitt 2
zum Festsetzen des Abstreifers 1 an einem Kosmetikvorratsbehälter 6, dadurch gekennzeichnet,
dass der Abstreifer 1 mehrere in Wirkrichtung hintereinander angeordnete Abstreiforgane
3, 4, 5 aufweist, von denen mindestens ein Abstreiforgan nur mittels mehrerer Säulen
7 an dem Halteabschnitt 2 oder an dem benachbarten Abstreiforgan gehalten ist.
[0056] Für beide der vorgehend genannten Gegenstände, für die auch eigenständiger Schutz
unabhängig von den separat aufgestellten Ansprüchen begehrt wird, gilt, dass diese
Gegenstände weiter ausgestaltet werden können durch Verwendung der Merkmale, die in
den explizit aufgestellten Unteransprüchen enthalten sind.
Bezugszeichenliste
[0057]
- 1
- Abstreifer
- 2
- Halteabschnitt des Abstreifers
- 3
- Abstreiforgan
- 4
- Abstreiforgan
- 5
- Abstreiforgan
- 6
- Kosmetikum bevorratender Raum bzw. Kosmetikvorratsbehälter
- 7
- Säule
- 8
- Schlitz im Abstreiforgan
- 9
- Zentrale Öffnung des Abstreiforgans
- 10
- Segment des Abstreiforgans (in Fig. 5 und 11 durch Schraffierung optisch veranschaulicht)
- 11
- Abstreiferlippe
- 12
- Abstreifervorhof
- 13
- Vorratsbehälter
- 14
- Kragenanschlag
- 15
- Rastorgan
- E
- Entnahmerichtung
- L
- Abstreiferlängsachse
- V
- Vorderseite Abstreiforgan
- R
- Rückseite Abstreiforgan
- β
- spitzer Winkel eines Segments
1. Abstreifer (1) zum Abstreifen eines Kosmetikapplikators mit einem Halteabschnitt (2)
zum Festsetzen des Abstreifers (1) an einem Kosmetikvorratsbehälter (6); wobei der
Abstreifer (1) mehrere in Wirkrichtung hintereinander angeordnete Abstreiforgane (3,
4, 5) zum Abstreifen eines Kosmetikapplikators aufweist, die mit dem Halteabschnitt
verbunden sind von denen mindestens ein Abstreiforgan so an dem Halteabschnitt (2)
oder dem benachbarten Abstreiforgan gehalten ist, dass es sowohl auf seiner Vorderseite
(V) als auch auf seiner Rückseite (R) ungehindert mit dem das Kosmetikum bevorratenden
Raum (6) kommuniziert, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Abstreiforgan nur mittels mehrerer Säulen (7), in Gestalt von Stäben,
also Gebilden, deren Erstreckung in Umfangsrichtung jeweils maximal 10 % des Umfangs
ausmacht, an dem Halteabschnitt (2) oder dem benachbarten Abstreiforgan gehalten ist.
2. Abstreifer (1) nach Anspruch 1 zum Abstreifen eines Kosmetikapplikators mit einem
Halteabschnitt (2) zum Festsetzen des Abstreifers (1) an einem Kosmetikvorratsbehälter
(6); wobei der Abstreifer (1) mehrere in Wirkrichtung hintereinander angeordnete Abstreiforgane
(3, 4, 5) aufweist, von denen mindestens ein Abstreiforgan so an dem Halteabschnitt
(2) oder dem benachbarten Abstreiforgan gehalten ist, dass es sowohl auf seiner Vorderseite
(V) als auch auf seiner Rückseite (R) ungehindert mit dem das Kosmetikum bevorratenden
Raum (6) kommuniziert, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstreifer (1) mindestens zwei hintereinander angeordnete Abstreiforgane (3,
4, 5) aufweist, die beide so an dem Halteabschnitt (2) oder dem benachbarten Abstreiforgan
gehalten sind, dass beide sowohl auf ihrer Vorderseite (V) als auch auf ihrer Rückseite
(R) ungehindert mit dem das Kosmetikum bevorratenden Raum (6) kommunizieren und/oder
nur mittels mehrerer Säulen (7) an dem Halteabschnitt (2) oder dem benachbarten Abstreiforgan
gehalten sind.
3. Abstreifer (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Abstreiforgan des Abstreifers (1), besser mindestens zwei Abstreiforgane
des Abstreifers (1) als senkrecht zur Abstreiferlängsachse (L) angeordnete Scheiben
ausgebildet sind.
4. Abstreifer (1) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die behältereinwärtige Hauptfläche einer oder mehrerer der besagten Scheiben kegelig
ist.
5. Abstreifer (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Abstreiforgan des Abstreifers (1), besser mindestens zwei Abstreiforgane
des Abstreifers (1) eine Anzahl von Schlitzen (8) aufweisen, die das betreffende Abstreiforgan
in mehrere Segmente (10) aufteilen, wobei die Segmente (10) vorzugsweise nach der
Art von Kuchenstücken ausgebildet sind, deren Spitzen sich mittig gegenüberliegen
bzw. treffen und die mit ihren Flanken aneinander anliegen oder nur durch einen kleinen
Spalt voneinander getrennt sind.
6. Abstreifer (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Abstreiforgan des Abstreifers (1), besser mindestens zwei Abstreiforgane
des Abstreifers (1) eine zentrale Öffnung (9) aufweisen, die stets unverschlossen
ist, solange kein Kosmetikapplikator durch das betreffende Abstreiforgan hindurchragt.
7. Abstreifer (1) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Segmente (10) des segmentierten Abstreiforgans derart gestaltet sind, dass sie
einseitig eingespannte Biegeträger bilden, die sich beim Herausziehen des Kosmetikapplikators
in Richtung der Zugkraft elastisch federnd verbiegen, wobei die der Biegung entgegenwirkende
Federkraft so groß ist, dass die Segmente (10) schon dann in ihre unausgelenkte Position
zurückschnappen, wenn der Kosmetikapplikator im Zuge seines Herausziehens das betreffende
Abstreiforgan überwiegend, aber noch nicht vollständig passiert hat.
8. Abstreifer (1) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Dicke der einen einseitig eingespannten Biegeträger bildenden Segmente (10) jeweils
in Richtung von ihrer Einspannstelle hin zu ihrem freien Ende abnimmt.
9. Abstreifer (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Halteabschnitt (2) ein weiteres Abstreiforgan ausbildet, vorzugsweise dadurch,
dass er einen rohrförmigen Körper ausbildet, der sich an seinem behältereinwärtigen
Ende derart verjüngt, dass die Verjüngung eine kreisrunde, idealerweise in Umfangrichtung
vollständig in sich geschlossene Abstreiferlippe (11) ausbildet.
10. Abstreifer (1) nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der rohrförmige Körper an seinem Umfang vollständig geschlossen ist und dadurch einen
Abstreifervorhof (12) bildet, der bevorzugt ausschließlich über die von der Abstreiferlippe
(11) berandete Abstreiferöffnung mit dem das Kosmetikum bevorratenden Raum (6) kommuniziert.
11. Abstreifer (1) zum Abstreifen eines Kosmetikapplikators nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, wobei der Abstreifer (1) mehrere in Wirkrichtung hintereinander angeordnete
Abstreiforgane (3, 4, 5) aufweist, wobei eines dieser Abstreiforgane als senkrecht
zur Abstreiferlängsachse (L) angeordnete, vorzugsweise geschlitzte und idealerweise
nach Maßgabe eines der vorhergehenden Ansprüche ausgestaltete Scheibe ausgebildet
ist und ein weiteres der Abstreiforgane durch einen rohrförmigen Körper ausbildet
wird, der sich an seinem behältereinwärtigen Ende derart verjüngt, dass die Verjüngung
eine kreisrunde, idealerweise in Umfangrichtung vollständig in sich geschlossene Abstreiferlippe
(11) ausbildet.
12. Abstreifer (1) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Schlitze (8) teilweise oder vorzugsweise alle nicht geradlinig sind, sondern
vorzugsweise so gestaltet, dass sie einen S-förmigen Verlauf bilden.
13. System aus einem Kosmetikvorratsbehälter (6) und einem daran festgesetzten Abstreifer
(1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Abstreiforgan frei in den Innenraum des Kosmetikvorratsbehälters (6)
hineinragt, ohne in unmittelbarem Kontakt zu der oder den Wänden des Kosmetikvorratsbehälters
(6) zu stehen, wobei das System vorzugsweise auch einen Kosmetikapplikator umfasst.
14. System gemäß Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass das besagte Abstreiforgan rundum mindestens 1 mm, besser 3 mm minimalen Abstand zu
der oder den Wänden des Kosmetikvorratsbehälters (6) einhält.
1. A stripper (1) for stripping a cosmetics applicator, comprising a holding section
(2) for fixing the stripper (1) on a cosmetics reservoir (6); wherein the stripper
(1) includes a plurality of stripping members (3, 4, 5) arranged one behind the other
in the direction of operation for stripping a cosmetics applicator, which are connected
to the holding section, whereby at least one stripping member of which is held on
the holding section (2) or the neighboring stripping member in such a way that, both
on its front surface (V) and on its rear surface (R), it freely communicates with
the space (6) containing the cosmetic, characterized in that at least one stripping member is held on the holding section (2) or the neighboring
stripping member only by means of a plurality of pillars (7) in the form of rods,
i.e. configurations having an extension in the circumferential direction which is
no more than 10% of the circumference.
2. The stripper (1) according to claim 1, for stripping a cosmetics applicator, comprising
a holding section (2) for fixing the stripper (1) on a cosmetics reservoir (6); wherein
the stripper (1) includes a plurality of stripping members (3, 4, 5) arranged one
behind the other in the direction of operation, whereby at least one stripping member
of which is held on the holding section (2) or the neighboring stripping member in
such a way that, both on its front surface (V) and on its rear surface (R), it freely
communicates with the space (6) containing the cosmetic, characterized in that the stripper (1) includes at least two stripping members (3, 4, 5) arranged one behind
the other, which are both held on the holding section (2) or the neighboring stripping
member in such a way that, both on their front surfaces (V) and on their rear surfaces
(R), they both freely communicate with the space (6) containing the cosmetic and/or
are held on the holding section (2) or the neighboring stripping member only by means
of a plurality of pillars (7).
3. The stripper (1) according to any one of the preceding claims, characterized in that at least one stripping member of the stripper (1), more preferably at least two stripping
members of the stripper (1), are formed as discs arranged perpendicular to the longitudinal
axis (L) of the stripper.
4. The stripper (1) according to claim 3, characterized in that the main surface of the one or more said discs facing the inside of the reservoir
is conical.
5. The stripper (1) according to any one of the preceding claims, characterized in that the at least one stripping member of the stripper (1), more preferably two stripping
members of the stripper (1), include a number of slots (8) subdividing the stripping
member in question into a plurality of segments (10), wherein the segments (10) are
preferably formed in the manner of cake slices, whose tips face or meet each other
in the center and whose flanks are adjacent to each other, or are only separated from
each other by a narrow gap.
6. The stripper (1) according to any one of the preceding claims, characterized in that at least one stripping member of the stripper (1), more preferably two stripping
members of the stripper (1), have a central opening (9) which is always unobstructed
as long as no cosmetics applicator extends through the stripping member in question.
7. The stripper (1) according to claim 5, characterized in that the segments (10) of the segmented stripping member are formed in such a way that
they form unilaterally clamped cantilevers, which are elastically bent in the direction
of the pulling force when the cosmetics applicator is withdrawn, wherein the spring
force counteracting the bending is sufficiently strong for the segments (10) to spring
back into their non-deflected positions as soon as the cosmetics applicator has largely
but not yet fully passed the stripping member in question during its withdrawal.
8. The stripper (1) according to claim 7, characterized in that the thickness of each of the segments (10) forming a unilaterally clamped cantilever
decreases from the location of clamping towards their free ends.
9. The stripper (1) according to any one of the preceding claims, characterized in that the holding section (2) forms one further stripping member, preferably by forming
a tubular body that tapers at its end facing the inside of the reservoir in such a
way that the taper forms a circular stripper lip (11) ideally fully closed in the
circumferential direction.
10. The stripper (1) according to claim 9, characterized in that the tubular body is fully closed at its circumference and thus forms a stripper forecourt
(12) communicating with the space (6) containing the cosmetic preferably exclusively
via the stripper opening defined by the stripper lip (11).
11. The stripper (1) for stripping a cosmetics applicator according to any one of the
preceding claims, wherein the stripper (1) includes a plurality of stripping members
(3, 4, 5) arranged one behind the other in the direction of operation, wherein one
of said stripping members is formed as a disc arranged perpendicular to the longitudinal
axis (L) of the stripper, is preferably slotted and ideally is configured according
to any one of the preceding claims, and one further of the stripping members is formed
by a tubular body tapering at its end facing the inside of the reservoir in such a
way that the taper forms a circular stripper lip (11) ideally fully closed in the
circumferential direction.
12. The stripper (1) according to claim 5, characterized in that some or preferably all of the slots (8) are not straight but preferably configured
in such a way that they form an S shape.
13. A system comprised of a cosmetics reservoir (6) and a stripper (1) according to any
one of the preceding claims fixed thereon, characterized in that at least one stripping member freely protrudes into the interior of the cosmetics
reservoir (6) without being in direct contact with the side wall or walls of the cosmetics
reservoir (6), wherein the system preferably comprises a cosmetics applicator.
14. The system according to claim 13, characterized in that said stripping member keeps a minimum peripheral distance of at least 1 mm, more
preferably 3 mm to the wall or walls of the cosmetics reservoir (6).
1. Racleur (1) pour racler un applicateur de cosmétique comprenant une portion de maintien
(2) pour immobiliser le racleur (1) sur un récipient de réserve de cosmétique (6)
; dans lequel le racleur (1) comprend plusieurs organes de raclage (3, 4, 5) agencés
les uns derrière les autres en direction d'action et destinés à racler un applicateur
de cosmétique, qui sont reliés à la portion de maintien et parmi lesquels au moins
un organe de raclage est retenu sur la portion de maintien (2) ou sur l'organe de
raclage voisin de telle manière qu'il communique sans entrave aussi bien sur son côté
antérieur (V) que sur son côté postérieur (R) avec le volume (6) qui contient le cosmétique,
caractérisé en ce qu'au moins un organe de raclage est retenu uniquement au moyen de plusieurs colonnettes
(7), sous la configuration de barreaux, donc de structures dont l'extension en direction
périphérique est respectivement au maximum 10 % de la périphérie, sur la portion de
maintien (2) ou sur l'organe de raclage voisin.
2. Racleur (1) selon la revendication 1 pour racler un applicateur de cosmétique comprenant
une portion de maintien (2) pour immobiliser le racleur (1) sur un récipient de réserve
de cosmétique (6) ; dans lequel le racleur (1) comprend plusieurs organes de raclage
(3, 4, 5) agencés les uns derrière les autres en direction d'action, parmi lesquels
au moins un organe de raclage est retenu sur la portion de maintien (2) ou sur l'organe
de raclage voisin de telle manière qu'il communique sans entrave aussi bien sur son
côté antérieur (V) que sur son côté postérieur (R) avec le volume (6) qui contient
le cosmétique, caractérisé en ce que le racleur (1) comprend au moins deux organes de raclage (3, 4, 5) agencés l'un derrière
les autres, qui sont retenus tous les deux sur la portion de maintien (2) ou sur l'organe
de raclage voisin, de telle manière qu'ils communiquent sans entrave tous les deux
aussi bien sur leur côté antérieur (V) que sur leur côté postérieur (R) avec le volume
(6) qui contient le cosmétique et/ou en ce qui sont retenus uniquement au moyen de
plusieurs colonnettes (7) sur la portion de maintien (2) ou sur l'organe de raclage
voisin.
3. Racleur (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'au moins un organe de raclage du racleur (1), ou mieux au moins deux organes de raclage
du racleur (1) sont réalisés sous forme de disques agencés perpendiculairement à l'axe
longitudinal (L) du racleur.
4. Racleur (1) selon la revendication 3, caractérisé en ce que la surface principale, du côté intérieur au récipient, de l'un ou de plusieurs desdits
disques est conique.
5. Racleur (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'au moins un organe de raclage du racleur (1), ou mieux au moins deux organes de raclage
du racleur (1) comporte(nt) un certain nombre de fentes (8) qui subdivisent l'organe
de raclage concerné en plusieurs segments (10), tels que les segments (10) sont réalisés
de préférence à la manière de parts de gâteau, dont les pointes sont opposées ou se
rencontrent au milieu et qui s'appliquent avec leurs flancs les uns contre les autres,
ou bien ne sont séparés les uns des autres que par une petite fente.
6. Racleur (1) selon l'une au moins des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'au moins un organe de raclage du racleur (1), ou mieux au moins deux organes de raclage
du racleur (1) comporte(nt) une ouverture centrale (9) qui reste en permanence sans
obturation aussi longtemps qu'aucun applicateur de cosmétique ne passe à travers l'organe
de raclage concerné.
7. Racleur (1) selon la revendication 5, caractérisé en ce que les segments (10) de l'organe de raclage segmenté sont conçus de telle manière qu'ils
forment des supports de flexion enserrés sur un côté, qui fléchissent avec effet élastique
en direction de la force de traction lors de l'extraction de l'applicateur de cosmétique,
la force élastique s'opposant à la flexion étant si importante que les segments (10)
se rabattent déjà en retour dans leur position non déviée lorsque l'applicateur de
cosmétique, au cours de son extraction, a passé en majeure partie l'organe de raclage
concerné, mais pas encore entièrement.
8. Racleur (1) selon la revendication 7, caractérisé en ce que l'épaisseur des segments (10) qui forment un support de flexion enserré sur un côté
diminue respectivement en direction depuis l'emplacement de serrage jusqu'à leur extrémité
libre.
9. Racleur (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la portion de maintien (2) forme un autre organe de raclage, de préférence du fait
qu'elle forme un corps de forme tubulaire, qui va en se rétrécissant à son extrémité
sur le côté intérieur du récipient, de telle manière que le rétrécissement réalise
une lèvre de raclage circulaire (11) fermée sur elle-même et de façon idéale entièrement
en direction périphérique.
10. Racleur (1) selon la revendication 9, caractérisé en ce que le corps de forme tubulaire est entièrement fermé à sa périphérie et forme grâce
à cela une chambre préliminaire de raclage (12), qui communique avec le volume (6)
contenant le cosmétique de préférence exclusivement au moyen de l'ouverture de raclage
bordée par la lèvre de raclage (11).
11. Racleur (1) pour racler un applicateur de cosmétique selon l'une des revendications
précédentes, dans lequel le racleur (1) comprend plusieurs organes de raclage (3,
4, 5) agencés les uns derrière les autres en direction d'action, dans lequel l'un
desdits organes de raclage est formé comme un disque agencé perpendiculairement à
l'axe longitudinal (L) du racleur, de préférence fendu et de manière idéale conformé
selon l'une des revendications précédentes, et dans lequel un autre des organes de
raclage est formé par un corps de forme tubulaire qui va en se rétrécissant à son
extrémité sur le côté intérieur du récipient de telle manière que le rétrécissement
forme une lèvre de raclage circulaire (11) fermée sur elle-même, et de manière idéale
entièrement en direction périphérique.
12. Racleur (1) selon la revendication 5, caractérisé en ce que les fentes ne sont partiellement pas rectilignes ou de préférence ne sont toutes
pas rectilignes, mais sont de préférence ainsi conçues qu'elles forment un tracé en
forme de S.
13. Système constitué d'un récipient de réserve de cosmétique (6) et d'un racleur (1)
immobilisé sur celui-ci selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'au moins un organe de raclage pénètre librement dans le volume intérieur du récipient
de réserve de cosmétique (6) sans être en contact direct avec la ou les paroi(s) du
récipient de réserve de cosmétique (6), et le système inclut de préférence également
un applicateur de cosmétique.
14. Système selon la revendication 13, caractérisé en ce que ledit organe de raclage reste tout autour à une distance minimale d'au moins 1 mm,
ou mieux 3 mm de la ou des parois du récipient de réserve de cosmétique.