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EP 2 584 301 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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13.08.2014 Patentblatt 2014/33 |
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Anmeldetag: 19.10.2011 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Hochtemperatur-Wärmeübertrager
High temperature heat exchanger
Caloporteur à température élevée
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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24.04.2013 Patentblatt 2013/17 |
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Patentinhaber: WS-Wärmeprozesstechnik GmbH |
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71272 Renningen (DE) |
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Erfinder: |
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- Wünning, Joachim A.
71229 Leonberg (DE)
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Vertreter: Rüger, Barthelt & Abel |
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Patentanwälte
Webergasse 3 73728 Esslingen 73728 Esslingen (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A1- 2 138 795 FR-A2- 2 293 684 US-A- 1 946 234
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FR-A1- 2 812 719 JP-A- 2005 180 268 US-A- 4 836 276
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft einen Hochtemperatur-Wärmeübertrager, insbesondere für gasförmige
Medien. Ein Wärmetauscher mit den Merkmalen des Oberbegriffes des Anspruchs 1 ist
z.B aus der
FR 2293684 bekannt.
[0002] Die Energieeffizienz von Hochtemperatur-Prozessen kann mit Hilfe von Gas/Gas-Wärmeübertragern
erheblich gesteigert werden, wenn die Wärmeübertrager den Wärmeinhalt eines Gasstroms
möglichst vollständig auf einen anderen Gasstrom übertragen. Bei den Gasströmen kann
es sich bspw. um Edukte und Produkte eines chemischen Reaktionsprozesses bspw. in
Form eines Verbrennungsprozesses handeln. Die Reaktion kann bspw. in einer SOFC-Brennstoffzelle
oder einem Brennstoffzellensystem, in Mikrogasturbinen oder anderen Wärmekraftmaschinen
ablaufen. In vielen Fällen sind dabei die Massen bzw. Wärmekapazitätsströme der beiden
Gase (z.B. Frischluft und Abgas) ungefähr gleich.
[0003] Entsprechende Wärmetauscher müssen verschiedene Anforderungen genügen, die untereinander
teilweise nur schwer vereinbart sind. Die Wärmeübertrager müssen für:
- hohe Temperaturen und dabei insbesondere für
- eine hohe Temperaturspreizung, d.h. eine große Differenz zwischen den Eintrittstemperaturen
der beiden Medien, geeignet sein. Bei SOFC-Systemen kann diese Temperaturspreizung
bis zu 800 K betragen. Dabei werden
- hohe Wirkungsgrade der Wärmeübertragung von möglichst über 80% ebenso angestrebt,
wie
- eine kompakte Bauart,
- niedrige Druckverluste,
- niedrige Herstellkosten und
- hohe Dauerhaftigkeit. Auch müssen
- Druckdifferenzen zwischen den beiden Gasströmen ausgehalten werden. Weitere Anforderungen,
wie bspw.
- hohe Temperaturwechselbeständigkeit, kann bei Systemen eine Rolle spielen, die häufig
ein- und ausgeschaltet bzw. hoch- und heruntergefahren werden.
[0004] Um Medien miteinander in Wärmetausch zu bringen, sind verschiedne Wärmetauscheranordnungen
bekannt. Beispielsweise offenbart die
WO 96/20808 einen Wärmetauscher mit einem geschlossenen etwa zylindrischen, durch gerundete Endkappen
abgeschlossenen Gefäß und an gegenüber liegenden Enden des Gefäßes angeordneten Rohrböden.
Die Rohrböden teilen den Innenraum in drei separate Räume ab, nämlich z.B. zwei Sammelräume
und dazwischen ein Rohrbündelraum. Die Anschlüsse der Sammelräume sind bspw. konzentrisch
zur Längsachse des zylindrischen Gehäuses an dessen Endkappen angeordnet. Zufluss
und Abfluss des Rohrbündelraums sind z.B. radial an der zylindrischen Gehäusewand
angeordnet. Die Rohre des Rohrbündels sind je nach Ausführungsform z.B. gerade ausgebildet
und mit Abschnitten verschiedenen Querschnitts versehen. Es wechseln Rundquerschnitte
mit Ovalquerschnitten.
[0005] Während das vorgenannte Dokument einen geschlossenen Wärmetauscher offenbart, zeigt
die
EP 1 995 516 B1 einen offenen Wärmetauscher mit nur einseitig gefassten Flachrohren. Diese sind an
ihren Enden rund und in einem mittleren Abschnitt flach ausgebildet. In dem flachen
Abschnitt wird der Querschnitt des Rohres durch zwei einen Spalt begrenzende Abschnitte
gebildet, die mit großem Radius gekrümmt sind, wobei diese an ihren Enden durch Abschnitte
untereinander verbunden sind, die mit einem geringen Radius gekrümmt sind. Die Flachrohre
sind auf konzentrischen Kreisen des insgesamt im Wesentlichen rotationssymmetrisch
ausgebildeten Wärmetauschers angeordnet. Auf jedem Kreis ist dabei die gleiche Rohrzahl
vorgesehen. Zwischen den Rohren sind gewellte Abstandshalter angeordnet. Dieser Flachrohrwärmeübertrager
wird im Gegenstrombetrieb betrieben. Auf der einem Brennraum zugewandten Seite der
Flachrohre sind Düsen ausgebildet, die eine hohe Gasaustrittsgeschwindigkeit bewirken.
Es handelt sich hier speziell um einen Abgaswärmerekuperator, der aufgrund der hohen
Gasaustrittsgeschwindigkeit in dem angeschlossenen Brennraum eine flammenlose Oxidation
bewirken soll.
[0006] Es ist Aufgabe der Erfindung, einen Wärmeübertrager anzugeben, der die oben genannten
Bedingungen erfüllt. Insbesondere soll er eine hohe Temperaturspreizung, einen hohen
Übertragungswirkungsgrad, eine hohe Packungsdichte und eine hohe Lebensdauer mit niedrigen
Druckverlusten und niedrigen Herstellkosten verbinden.
[0007] Diese Aufgabe wird mit dem Flachrohrwärmetauscher nach Anspruch 1 gelöst:
[0008] Der erfindungsgemäße Flachrohrwärmetauscher weist ein geschlossenes Gehäuse auf,
in dem zwei Rohrböden und ein zwischen den Rohrböden angeordnetes und von den Rohrböden
getragenes Rohrbündel angeordnet ist. Das Rohrbündel umfasst mindestens einige sich
in Rohrbündellängsrichtung erstreckende Flachrohre. Die Flachrohre sind an ihren Enden
rund und in einem mittleren Abschnitt flach. Die im Querschnitt runden Enden der Flachrohre
können kreisrund sein oder eine abweichende Rundform aufweisen. Z.B. können sie einen
elliptischen Querschnitt, einen Ovalquerschnitt oder auch einen Polygonalquerschnitt
(dreieckig, quadratisch, rechteckig, sechseckig oder dergleichen) aufweisen, der eine
Rundform annähert. Der Querschnitt des Rundabschnitts liegt zwischen vorzugsweise
50% bis 70% des Querschnitts des Flachquerschnitts. Während die Rundquerschnitte kreisförmig
sind, haben die Flachquerschnitte eine Ovalgestalt, die sich vorzugsweise aus bogenförmigen
Endabschnitten mit geringem Radius und geraden Wandabschnitten ohne Krümmung zusammensetzt.
Zum Beispiel werden derartige Flachrohre erzeugt, indem zunächst von einem Rohr ausgegangen
wird, das zwischen zwei Abschnitten mit Kreisquerschnitt und geringerem Durchmesser
einen Abschnitt mit Kreisquerschnitt und größerem Durchmesser aufweist. Der Abschnitt
mit größerem Durchmesser kann in einem Umformprozess, z.B. Walzprozess, z.B. zwischen
Zylinderwalzen, flachgedrückt werden. Die insoweit beschriebene Konfiguration der
Flachrohre wird für alle Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Wärmetauschers bevorzugt.
[0009] Vorzugsweise sind in dem Rohrbündelraum drei Zonen ausgebildet, nämlich zwei bei
den Rohrbündelraumanschlüssen ausgebildete Querströmungszonen und eine zwischen diesen
Querströmungszonen ausgebildete Längsströmungszone. Die Querströmungszonen werden
vorzugsweise dadurch definiert, dass auf beiden an die Rohrböden grenzenden Seiten
jeweils ein Abschnitt vorgesehen wird, indem die Flachrohre einen Rundquerschnitt
(vorzugsweise Kreisquerschnitt) oder kreisähnlichen Polygonalquerschnitt aufweisen
und verjüngt sind, um die Ein- bzw. Ausströmung des Gases quer zu den Flachrohren
zu ermöglichen. Vorzugsweise sind dazu zwischen den einzelnen Flachrohren entsprechende
Gassen ausgebildet. Es wird bevorzugt, diese Gassen in Ein- bzw. Ausströmungsrichtung
zu orientieren. Bei einem rotationssymmetrischen Aufbau sind diese Gassen vorzugsweise
radial orientiert. Der Zu- oder Abstrom kann radial von innen oder auch radial von
oder nach außen erfolgen. Die von der Querströmungszone festgelegte Querströmungsrichtung
ist vorzugsweise senkrecht zu den Flachseiten der Flachrohre, d.h. parallel zu der
Flächennormalenrichtung der Flachseiten orientiert. Dieses Konzept kann bei allen
Ausführungsformen des Wärmetauschers angewandt werden.
[0010] Die Längsströmungszone ist dadurch definiert, dass in ihr im wesentlichen keine Querströmung
existiert. Die sich zwischen den Flachrohrabschnitten einstellende Strömung verläuft
antiparallel zu der in den Flachrohren fließenden Strömung. Insbesondere wechselt
die Strömung vorzugsweise nicht zwischen den verschiedenen zwischen den Flachrohren
vorhandenen Längsströmungsgassen. Dies wird erreicht, indem benachbarte Flachrohre
einander berührend oder mit geringem Spalt fast berührend angeordnet sind.
[0011] Der Flachrohrwärmetauscher kann als Rechteck oder auch als Rundanordnung aufgebaut
sein. In der Rechteckanordnung weist er einen quaderförmigen Rohrbündelraum auf. In
der Rundanordnung weist er einen zylindrischen Rohrbündelraum auf. Bevorzugterweise
ist der Wärmetauscher in Rundanordnung als Ringwärmetauscher aufgebaut. Sein Gehäuse
ist dann bspw. zylindrisch oder auch polygonal begrenzt. Koaxial zu der Außenwand
kann das Wärmetauschergehäuse eine Innenwand aufweisen. Diese kann weitere Aggregate
umschließen, wie bspw. einen Reaktor, in dem das zugeführte Prozessgas einen chemischen
Prozess durchläuft, einen Brenner, eine sonstige Wärmequelle oder Kombinationen davon.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform ist der Längsströmungsraum, in dem die Flachabschnitte
der Flachrohre angeordnet sind, ringförmig (d.h. hohlzylindrisch) ausgebildet. Mindestens
einer der beiden Querströmungsräume ist hingegen vorzugsweise zylindrisch ausgebildet
und weist einen freien zentralen Gasverteilungsraum (Gassammelraum) auf, von dem ausgehend
die Gaströmung radial nach außen zwischen die runden Abschnitte der Flachrohre führt
(oder umgekehrt).
[0012] Das Rohrbündel weist in Querströmungsrichtung vorzugsweise eine Ausdehnung auf, die
höchstens doppelt so groß ist wie die in Rohrbündellängsrichtung gemessene Länge der
Quereinströmzone. Dadurch kann eine gleichmäßige Verteilung des Gases erreicht werden,
bevor es durch die Längsströmungszone zwischen den Flachrohren entlang strömt. Die
genannte Maßnahem schafft auch eine gute Voraussetzung dafür, die Flachrohre in dem
Rohrbündel relativ dicht anordnen zu können, so dass sich eine gute Raumausnutzung
und damit eine kompakte Bauform ergeben. Dazu kann auch beitragen, dass für die Flachrohre
bestimmte Maße eingehalten werden. Vorzugsweise haben die Flachrohre eine innere Spaltweite
s von 1 mm bis 5 mm, vorzugsweise 1mm bis 3mm. Optimal beträgt die Spaltweite 2mm.
Die freie Breite des Flachrohrinnenraums beträgt vorzugsweise 7 mm bis 20 mm. Die
Flachrohre sind vorzugsweise in einer Packungsdichte p von 0,9 m
2/dm
3 bis 0,2 m
2/dm
3 angeordnet.
[0013] An den Flachrohren können außerdem abstandshaltende Strukturen, bspw. in Gestalt
aufgeprägter Noppen, Rippen oder dergleichen vorhanden sein, um den Abstand zwischen
den Rohren zu fixieren. Der Abstand zwischen den Flachrohren liegt vorzugsweise höchstens
in der Größenordnung der Spaltweite. Die Spaltweite beträgt vorzugsweise allenfalls
wenige Millimeter. Der Abstand der gerundeten Bereiche der Flachrohre voneinander
ist vorzugsweise geringer als die Spaltweite. Damit sind die zwischen den Flachrohren
gebildeten Gassen praktisch voneinander separiert. Der gleichmä-ßigen Gasverteilung
in der Querströmungszone kommt hohe Bedeutung zu.
[0014] Anstelle der Flachsrohre können auch sogenannte strukturierte Rohre genutzt werden,
bei denen der Wärmeübergang durch Turbulenzwirbel verbessert wird. Zur Erzeugung von
Turbulenzwirbeln können an den inneren und/oder äußeren Oberflächen der Flachrohre
turbulenzerzeugende Elemente, bspw. Rippen, Vorsprünge, Dellen oder dergleichen, ausgebildet
sein.
[0015] Vorzugsweise haben alle Flachrohre die gleiche Form, sind also einheitlich ausgebildet,
was den Herstellungsaufwand niedrig hält.
[0016] Die Rohre können einstückig oder mehrteilig ausgebildet sein. Dies kann insbesondere
bei einer sehr hohen Temperaturspreizung zweckmäßig sein. Es können Rohre aus unterschiedlichen
Materialien stumpf aneinander gefügt insbesondere geschweißt werden. Somit können
in der kalten Zone andere Materialien angewendet werden als in der warmen Zone. An
dem Gehäuse kann ein Dehnungselement angeordnet sein, das Ausdehnungsunterschiede
zwischen dem Gehäuse und dem Rohrbündel kompensiert. Das Dehnungsausgleichselement
wird vorzugsweise auf der kalten Seite des Wärmeübertragers angeordnet.
[0017] Sind die Wärmetauscherrohre in einer Ringzone angeordnet, die einen zentralen Bereich
umschließt, kann dort ein Brenner mit einer Brennkammer angeordnet sein, bspw. um
einen dort vorhandenen Reaktor zu beheizen. Zwischen der Brennkammer und dem Wärmeübertrager
wird vorzugsweise eine Isolierschicht angeordnet. Diese Kombination aus Wärmeübertrager
und Brennkammer eignet sich beispielsweise für die Erwärmung der Katodenluft für eine
SOFC-Brennstoffzelle.
[0018] In dem Innenraum, insbesondere in dem Rohrbündelraum des Wärmeübertragers kann auch
ein katalytischer Reaktor angebracht sein. Dieser kann bspw. als Reformer in dem Anodengaskreislauf
eines SOFC-Brennstoffzellensystems angeordnet werden.
[0019] Mit dem erfindungsgemäßen Flachrohrwärmetauscher können im Gegenstrombetrieb Wirkungsgrade
über 80% erreicht werden. Vorzugsweise wird das zu erwärmende Gas in den Rohren und
das wärmeabgebende Gas zwischen den Rohren geführt. Es können Gase mit sehr hohen
Eintrittstemperaturen, wie bspw. 1000°C verarbeitet werden. Die Wärmeübertragungsraten
liegen bezogen auf das Bauvolumen im gleichen Bereich wie die von Plattenwärmeübertragern
und Regeneratoren bei vergleichbaren Spaltweiten. Allerdings sind geschweißte Plattenwärmeübertrager
für derart hohe Temperaturen nicht geeignet. Der vorgeschlagene Flachrohrwärmetauscher
eignet sich somit insbesondere bei der dezentralen Energieerzeugung z.B. bei SOFC-Brennstoffzellen
oder Mikrogasturbinen. Er kommt ohne die bei Regeneratoren erforderlichen Umschaltventile
und Steuerungen aus.
[0020] Weitere Einzelheiten vorteilhafter Ausführungsformen der Erfindung sind Gegenstand
von Unteransprüchen der Zeichnung und der Beschreibung. In der Beschreibung sind einige
wenige Ausführungsmöglichkeiten der Erfindung veranschaulicht. Es versteht sich, dass
die Erfindung nicht auf die konkreten Ausführungsformen und Beispiel beschränkt ist.
Es zeigen:
Figur 1 einen erfindungsgemäßen Flachrohrwärmetauscher im schematisierten Längsschnitt,
Figur 2 den Flachrohrwärmetauscher nach Figur 1, geschnitten entlang der Linie A-A
in Figur 1,
Figur 3 den Flachrohrwärmetauscher nach Figur 1, geschnitten entlang der Line B-B
in Figur 1,
Figur 4 ein Flachrohr des Flachrohrwärmetauschers, in Draufsicht, in schematisierter
Darstellung,
Figur 5 das Flachrohr nach Figur 4, in einer abschnittsweisen Seitenansicht,
Figur 6 das Flachrohr nach Figur 4 und 5, in einer Perspektivansicht,
Figur 7 den Flachrohrwärmetauscher mit eingebautem Brenner, in einer längs geschnittenen
Prinzipansicht,
Figur 8 eine abgewandelte Ausführungsform des erfindungsgemäßen Flachrohrwärmetauschers,
im Vertikalschnitt,
Figur 9 eine weitere abgewandelte Ausführungsform des erfindungsgemäßen Flachrohrwärmetauschers,
in vertikal geschnittener Seitenansicht,
Figur 10 den Flachrohrwärmetauscher nach Figur 9, geschnitten an der Linie X-X in
Fig. 9 und mit einer Schnittlinie IX-IX zur Veranschaulichung der Schnittführung in
Fig. 9, und
Figur 11 den Flachrohrwärmetauscher nach Figur 9, geschnitten entlang der Linie XI-XI
in Figur 9.
[0021] In Figur 1 ist ein Flachrohrwärmetauscher 10 veranschaulicht, der hier in einem zylindrischen
Gehäuse 11 untergebracht ist. An beiden Enden des Gehäuses 11 sind vorzugsweise gewölbte
Verschlussdeckel 12, 13 angebracht, die zu dem Gehäuse 11 gehören und z.B. Teil desselben
sein können. Das Gehäuse 11 umschließt zusammen mit den Deckeln 12, 13 einen Innenraum,
der durch zwei Rohrböden 14, 15 in insgesamt drei Räume nämlich einen eingangsseitigen
Sammelraum 16 (Figur 1 unten), einen Rohrbündelraum 17 und einen ausgangsseitigen
Sammelraum 18 unterteilt. Die Sammelräume 16, 18 sind jeweils mit einem Anschluss
19, 20 versehen. Der Anschluss 19 wird bspw. mit kalter Luft beaufschlagt. An dem
Anschluss 20 soll bspw. heiße Luft abgegeben werden.
[0022] Zwischen den Rohrböden 14, 15 ist ein Rohrbündel 21 angeordnet. Dieses besteht aus
zahlreichen untereinander vorzugsweise gleich ausgebildeten Flachrohren 22. Die Querschnitte
der Flachrohre 22 weisen gerade Flanken auf, die zwischen einander den inneren Spaltquerschnitt
begrenzen. Die flachen Flanken sind untereinander durch mit geringem Radius gebogener
Abschnitte verbunden. Jedes Flachrohr 22 ist vorzugsweise gerade ausgebildet und parallel
zu einer gedachten Zentralachse 23 des Gehäuses 11 angeordnet. Die Flachrohre 22 sind
mit ihren Enden 24, 25 an den Rohrböden 14, 15 verankert. Beispielsweise sind sie
mit dem jeweiligen Rohrboden 14, 15 verschweißt, hart verlötet, verpresst, vercrimpt
oder auf andere geeignete Weise verbunden. Vorzugsweise ist die Verbindung fluiddicht
und temperaturfest.
[0023] Jedes Flachrohr 22 weist einen vergleichsweise langen mittleren Abschnitt A mit Flachquerschnitt
und an seinen beiden Enden 24, 25 einen kürzeren Abschnitt B mit Rundquerschnitt auf.
Figur 2 veranschaulicht das Rohrbündel 21 im Bereich seines Abschnitts A in Schnittdarstellung.
Wie ersichtlich, weist jedes Flachrohr 22 einen inneren Spaltquerschnitt auf, dessen
Weite 1 mm bis 4 mm, vorzugsweise 2 mm bis 3 mm beträgt. Der Umfang dieses Querschnitts
liegt vorzugsweise zwischen 20 mm und 40 mm. Wie ersichtlich, sind die Flachrohre
22 jeweils in einer ringförmig geschlossenen Reihe angeordnet, wobei jede Reihe kreisförmig
(genau genommen polygonal) ist und konzentrisch zu der Zentralachse 23 angeordnet
ist.
[0024] Innerhalb der Reihe sind die Flachrohre 22 zumindest vorzugsweise so angeordnet,
dass sich die einzelnen Flachrohre 22 mit ihren stark gekrümmten Abschnitten gerade
eben nicht berühren. Die verbleibenden Spalte zwischen den Flachrohren 22 innerhalb
einer Reihe sind jedoch gering. Die Flachrohre können sich alternativ auch bei jeder
Temperatur oder nur bei bestimmten Temperaturen gegenseitig berühren. Die Flachseiten
der Flachrohre sind in Umfangsrichtung orientiert, also tangential zu dem jeweiligen
Kreis, auf dem sie angeordnet sind.
[0025] Die zwischen den Reihen oder Grenzen verschiedener Flachrohre 22 gebildeten ringförmigen
Zwischenräume sind relativ eng. Es handelt sich um weitgehend frei von anderen Einbauten
gehaltene ringförmige Strömungskanäle. Die einzelnen ringförmigen Strömungskanäle
sind voneinander durch die Flachrohrkränze strömungsmäßig weitgehend getrennt.
[0026] Es wird darauf hingewiesen, dass andere Flachrohrkonfigurationen anwendbar sind.
Beispielsweise können die Flachrohre in einer einzigen zu einer Spirale gewundenen
Reihe angeordnet sein. Auch können sie gegen die Umfangsrichtung etwas geneigt, also
um ihre jeweilige Längsachse etwas gedreht sein. Mit der Tangentialrichtung schließen
sie dann einen spitzen Winkel ein. Die obigen Ausführungen hinsichtlich Querschnittsform
und Rohrabstand gelten aber entsprechend.
[0027] Vorzugsweise sind die in jeder in Figur 2 dargestellten ringförmigen Reihe angeordneten
Rohre in ihrer Anzahl so bemessen, dass sich eine möglichst geschlossene Reihe ergibt.
Vorzugsweise stimmen die Anzahl der Flachrohre 22 in den Reihen miteinander nicht
überein. Die Rohrzahl nimmt vorzugsweise radial gesehen von innen nach außen zu. Vorzugsweise
unterscheiden sich die Anzahlen der Rohre benachbarter ringförmiger Reihen um 1 bis
3, vorzugsweise 2.
[0028] Wie aus Figur 3 ersichtlich ist, bilden die Flachrohre 22 mit ihren Abschnitten B
eine Anordnung, die radial strömungsdurchlässig ist, jedenfalls durchlässiger als
die Anordnung der Abschnitte A gemäß Figur 2. Es bilden sich Strömungsgassen 26 bis
28, die eine radiale Strömung ermöglichen. Somit ist bei den runden Abschnitte B der
Flachrohre 22 eine Querströmungszone 29 gebildet. Dies gilt sowohl für die an den
oberen Rohrboden 14 grenzenden Enden 24 der Flachrohre wie auch für die an den unteren
Boden 15 grenzenden Enden 25 der Flachrohre 22. Das Rohrbündel 21 weist in Quereinströmungsrichtung
eine Dicke C auf, die vorzugsweise höchstens doppelt so groß ist wie die Länge des
Abschnitts B, d.h. der Quereinströmungszone. Die Flachabschnitte A der Flachrohre
22 können sich in die Quereinströmungszone 29 erstrecken. Dies insbesondere, wenn
die Quereinströmung, wie es auch möglich ist, parallel oder im spitzen Winkel zu den
Flachseiten der Flachabschnitte erfolgt. Dies gilt für alle Ausführungsformen.
[0029] Die zwischen den beiden Querströmungszonen 29 liegenden Abschnitte A der Flachrohre
22 bilden eine Längsströmungszone 30, die dem eigentlichen Wärmetausch dient.
[0030] Zum Einleiten und Ausleiten von Fluid in den Rohrbündelraum 17 dienen Rohrbündelraumanschlüsse
31, 32, die z.B. koaxial zu der Zentralachse 23 angeordnet sein koaxial zu der Zentralachse
23 angeordnet sein können und in diesem Fall die Verschlussdeckel 12, 13 und die Rohrböden
14, 15 durchsetzen. Es wird darauf hingewiesen, dass die Rohrbündelanschlüsse 32,
33 auch anderweitig angeordnet sein können. Beispielsweise können sie das Gehäuse
11 durchsetzend in den Bereichen B radial oder tangential an das Gehäuse 11 ansetzend
ausgebildet sein. Weiter kann konzentrisch zu der Zentralachse 23 eine innere Gehäusewand
33 angeordnet sein. Diese kann durch einen Vollkörper oder einen Hohlkörper gebildet
sein. Sie kann weitere Anlagenteile, einen Wärmespeicher oder Ähnliches umschließen
oder auch leer sein.
[0031] Das Gehäuse 11 kann an geeigneter Stelle mit einem Dehnungsausgleichselement 34 versehen
sein. Vorzugsweise ist dieses in dem zylindrischen Bereich des Gehäuses 11 zwischen
den Rohrböden 14, 15, vorzugsweise in der Nähe des kälteren Rohrbodens, d.h. hie des
eingangsseitigen Anschlusses 19 angebracht. Das Dehnungsausgleichselement kann in
gewissen Grenzen eine axiale Dehnung und Stauchung des Gehäuses 11 gestatten, so dass
der Abstand zwischen den Rohrböden 14, 15 von der Temperatur und somit der Länge des
Rohrbündels 21 festgelegt ist. Das Gehäuse 11 passt sich entsprechend an.
[0032] Der insoweit beschriebene Flachrohrwärmetauscher 10 arbeitet wie folgt:
[0033] In Betrieb wird dem Flachrohrwärmetauscher 10 über den Rohrbündelraumanschluss 31
heißes, vorzugsweise gasförmiges Fluid, bspw. Abgas einer Mikrogasturbine oder dergleichen
zugeleitet. Oberhalb des ungefähr zylindrischen, durch die innere Gehäusewand 33 umschlossenen
Mittelkörpers wird diese Strömung im Wesentlichen in Radialrichtung umgelenkt. Sie
erreicht die in Figur 3 ersichtlichen Gassen 26 bis 28 und verteilt sich radial und
in Umfangsrichtung in dem Rohrbündel 21. Von der Querreinströmungszone 29 ausgehend
verläuft der Heißgasstrom dann in Längsrichtung im Wesentlichen parallel zu der Zentralachse
23 durch die ringförmigen Zonen zwischen den Flachrohren 22, die in Figur 2 zu erkennen
sind. Die in dem Heißgasstrom enthaltene Wärme überträgt sich auf die Wandung der
Flachrohre 22.
[0034] Gleichzeitig wird über den eingangsseitigen Anschluss 19 kaltes Gas, bspw. Luft mit
Umgebungstemperatur in den Sammelraum 16 geleitet. Sie tritt von dort aus in die runden
unteren Enden der Flachrohre 22 ein und strömt durch die inneren Spaltvolumina der
Flachrohre 22 in den gegenüber liegenden Sammelraum 18 ab. Dabei fließt sie im Gegenstrom
zu dem Heißgas, dessen Eingangstemperatur, bspw. um 1000° C betragen kann. Die zugeführte
kühle Luft nimmt einen großen Teil der Wärme auf und kann in dem Sammelraum, bspw.
800° oder 900° erreichen. Sie fließt dann über den ausgangsseitigen Anschluss 20 ab.
[0035] Aufgrund der dargestellten Strömungsstruktur weist der Flachrohrwärmetauscher 10
sowohl für den Heißgasstrom wie auch für den Kaltgasstrom nur einen geringen Differenzdruckbedarf
auf. Der entstehende Druckverlust ist gering. Aufgrund der engen Spaltweite der Flachrohre
22 und der dichten Anordnung derselben wird eine hohe Wärmeausnutzung erreicht. Das
den Rohrbündelraum 17 über den Rohrbündelraumanschluss 32 verlassende Abgas ist bspw.
auf geringe Temperaturen von wenigen 100°C, bspw. 200°C oder 300°C abgekühlt.
[0036] Figur 4 bis 6 veranschaulichen optionale Einzelheiten des Flachrohrs 22. Vorzugsweise
weist es in den Abschnitten A und B unterschiedliche Umfänge auf, wie oben schon anhand
der Querschnitte erläutert.
[0037] Weiter optional können insbesondere die Flachseiten des Abschnitts A jedes Flachrohrs
22 mit Vorsprüngen 35 bspw. in Form von Noppen oder Rippen, Flossen oder dergleichen
versehen sein. Diese Vorsprünge 35 können als Abstandshalter dienen, um zu verhindern,
dass sich Flachrohre 22 verschiedener Reihen zu sehr annähern und den dazwischen vorhandenen
Strömungskanal versperren. Es ist auch möglich, diese Vorsprünge 35 als turbulenzerzeugende
Elemente zu nutzen, um den Wärmeübergang von dem zwischen den Flachrohren 22 strömenden
Heißgasen auf die Flachrohre 22 zu verbessern.
[0038] Figur 7 veranschaulicht eine abgewandelte Ausführungsform des Flachrohrwärmetauschers
10. Dieser ist hier mit einem Brenner 36 zur Erzeugung von Heißgas kombiniert un baulich
vereinigt. Dazu ist der Rohrbündelraumanschluss 31 als Zuluftkanal für Verbrennungsluft
ausgebildet bzw. genutzt. In diesem Kanal ist z.B. konzentrisch ein Brennstoffkanal
37 angeordnet. Über diesen kann bspw. Anodenrestgas oder ein sonstiger Brennstoff
in den Brennraum 38 geführt werden. Der Brennraum 38 kann in dem Innenraum des von
der inneren Gehäusewand 33 umschlossenen Behälters angeordnet sein. Eie Zündelektrode
39, die sich z.B. durch den Brennstoffkanal 37 erstrecken kann, komplettiert den Brenner.
Die innere Gehäusewand 33 kann innen mit einer thermisch isolierenden Auskleidung
40 versehen sein. Sie bildet mit einem den Brennraum 38 eingrenzenden Rohr einen Ringkanal
41, der zu dem Querströmungsraum 29 hin offen ist. Von dort strömt das von dem Brenner
36 abgegebene Heißgas durch die Längsströmungszone 30 (Rohrabschnitte A), um dort
die vorhandene Wärme abzugeben. Das abgekühlte Abgas verlässt den Flachrohrwärmetauscher
10 wieder durch die Querströmungszone 29 (in Figur 7 links) und den Rohrbündelraumanschluss
32. Die über den Anschluss 19 zugeleitete Luft wird im Gegenstrom durch die Flachrohre
22 geführt und dabei stark erhitzt, um durch den Sammelraum 18 und den Anschluss 20
mit hoher Temperatur bspw. deutlich höher als 700° oder 800° abgegeben zu werden.
In dieser Anordnung bildet der Flachrohrwärmetauscher 10 einen Wärmetauscher mit interner
Wärmequelle. Als Wärmequelle dient ein Brenner. Es können aber bei ansonsten gleicher
Ausführung auch andere Wärmequellen in den Wärmetauscher 10 integriert werden.
[0039] Die vorstehend beschriebenen Prinzipien lassen sich auch an nicht ringförmigen bzw.
nicht zylindrischen Wärmetauschern verwirklichen. Figur 8 veranschaulicht einen solchen
Flachrohrwärmetauscher 10. Das von den Flachrohren 22 gebildete Rohrbündel 21 ist
von einem im Querschnitt recheckigen oder quadratischen Gehäuse 11 umschlossen. Die
Flachrohre 22 sind in zueinander parallelen Reihen angeordnet und wie vorstehend beschrieben
ausgebildet. Ihre runden Abschnitte B bilden Querströmungszonen. Beispielsweise kann
dem Rohrbündelraum 17 Heißgas über einen oder mehrere Anschlüsse 31 zugeleitet werden.
Abgekühltes Heißgas kann über einen oder mehrere Anschlüsse 32 aus dem Rohrbündelraum
17 ausgeleitet werden. Die Sammelräume 16, 18 können kastenförmig ausgebildet sein.
Bei dieser wie bei den vorbeschriebenen Ausführungsformen weist das von den Flachrohren
22 gebildete Rohrbündel in Quereinströmungsrichtung eine Dicke auf, die vorzugsweise
höchstens doppelt so groß ist wie die Länge des Abschnitts B, d.h. der Quereinströmungszone.
Dies dient der Erzielung einer gleichmäßigen Gasverteilung zwischen den Flachrohren
22. Während die Richtung der Quereinströmung bei der Ausführungsform des Flachrohrwärmetauschers
10 nach Figur 8 durch die Längsrichtung der Anschlüsse 31, 32 bestimmt wird (in Figur
8 senkrecht zur Zeichenebene) ist diese Richtung bei den vorstehenden Ausführungsformen
die Radialrichtung. Somit ist die Dicke C des Rohrbündels 21 im Ausführungsbeispiel
nach Figur 1 bis 3 durch den Abstand der äußeren Wand des Gehäuses 11 mit der inneren
Gehäusewand 33 bestimmt. Dieser Abstand C ist vorzugsweise höchstens 1,5 bis 2 mal
so groß wie die Länge B.
[0040] Einen weiter abgewandelten Wärmetauscher 10 veranschaulichen Figur 9 bis Figur 11.
Soweit strukturelle und/oder funktionelle Übereinstimmung mit dem Wärmetauscher 10
nach Figur 8 und im weiteren Sinne mit dem Wärmetauscher 10 nach Figur 1 - 7 besteht,
wird unter Zugrundelegung der bereits eingeführten Bezugszeichen auf die vorige Beschreibung
verwiesen. Ergänzend wird auf die Vorsprünge 35 hingewisen, die hier als Verdickungen
der Flachabschnitte A der Flachrohre 22 ausgebildet sind. Die Verdickungen dienen
als Abstandshalter. Die z.B. zwischen 0,5 und 1 m Flachrohre 22 können solche Verdickungen
35 im Abstand von mehreren dm, z.B. 2 dm aufweisen. Sie stabilisieren die Abstände
zwischen den Flachrohren 22 und machen den Wärmetauscher 10 unempfindlich gege thermischen
Versug, z.B. infolge von Temperaturdifferenzen.
[0041] Zur Verbesserung der Energieeffizienz von Hochtemperaturprozessen wird ein Flachrohrwärmetauscher
10 vorgeschlagen, der für hohe Temperaturen geeignet ist, eine hohe Temperaturspreizung
verträgt und im Gegenstrombetrieb Übertragungswirkungsgrade von über 80% erreicht.
Außerdem weist er eine hohe Packungsdichte, niedrige Druckverluste und z.B. weniger
als 50 mbar, eine hohe Dauerhaftigkeit und Robustheit sowie niedrige Herstellungskosten
auf. Der Flachrohrwärmetauscher weist Flachrohre auf, die flache Wärmetauscherabschnitte
und runde Enden aufweisen. Die runden Enden definieren Quereinströmungszonen, die
eine gleichmäßige Gasverteilung eines Heißgases zwischen den Flachabschnitten der
Flachrohre 22 bei niedrigen Druckverlusten erbringen. Der Wirkungsgrad eines solchen
Flachrohrwärmetauschers ist mit dem eines Plattenwärmetauschers vergleichbar, wobei
jedoch eine wesentlich höhere Robustheit gegeben ist.
Bezugszeichenliste:
[0042]
- 10
- Flachrohrwärmetauscher
- 11
- Gehäuse
- 12, 13
- Verschlussdeckel
- 14, 15
- Rohrböden
- 16
- eingangsseitiger Sammelraum
- 17
- Rohrbündelraum
- 18
- ausgangsseitiger Sammelraum
- 19
- eingangsseitiger Anschluss
- 20
- ausgangsseitiger Anschluss
- 21
- Rohrbündel
- 22
- Flachrohr
- 23
- Zentralachse
- A
- flacher Abschnitt des Flachrohrs 22
- B
- runder Abschnitt des Flachrohrs 22
- C
- Rohbündeldicke
- 24, 25
- Ende des Flachrohrs 22
- 26 - 28
- Gassen
- 29
- Querströmungszone
- 30
- Längsströmungszone
- 31, 32
- Rohrbündelraumanschlüsse
- 33
- innere Gehäusewand
- 34
- Dehnungsausgleichselement
- 35
- Vorsprünge
- 36
- Brenner
- 37
- Brennstoffkanal
- 38
- Brennraum
- 39
- Zündelektrode
- 40
- Auskleidung
- 41
- Ringkanal
- Q
- Querströmungsrichtung
1. Rohrwärmetauscher (10), insbesondere für gasförmige Medien,
mit einem geschlossenen Gehäuse (11, 12, 13), das an zwei einander gegenüberliegenden
Seiten zwei Rohrböden (14, 15) aufweist, die in dem Gehäuse (11, 12, 13) einen eingangsseitigen
Sammelraum (16), einen Rohrbündelraum (17) und einen ausgangsseitigen Sammelraum (18)
abteilen,
mit einem Rohrbündel (21), das eine Rohrbündellängsrichtung (23) festlegt und aus
Rohren besteht , die parallel zu der Rohrbündellängsrichtung (23) angeordnet und an
den Rohrböden (14, 15) bei entsprechenden Öffnungen befestigt sind, so dass die Rohre
(22) mit den Sammelräumen (16, 18) kommunizieren,
wobei jeder Sammelraum (16, 18) mit zumindest einem Sammelraumanschluss (19, 20) und
der Rohrbündelraum (17) mit zumindest zwei in Rohrbündellängsrichtung (23) voneinander
im Abstand angeordneten Rohrbündelraumanschlüssen (31, 32) versehen ist,
wobei der Rohrbündelraum (17) drei Zonen aufweist, nämlich zwei bei den Rohrbündelraumanschlüssen
(31, 32) ausgebildete Querströmungszonen (29) und eine zwischen diesen Querströmungszonen
(29) ausgebildete Längsströmungszone (30),
dadurch gekennzeichnet, daß das Rohrbündel zumindest vorwiegend aus gerade ausgebildeten Flachrohren (22) mit
runden oder polygonalen Enden (B) besteht.
2. Rohrwärmetauscher nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Querströmungszonen (29) unmittelbar an die beiden Rohrböden (14, 15) grenzen.
3. Rohrwärmetauseher nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Flachrohre (22) in den Querströmungszonen (29) jeweils einen Rund-, Kreis- oder
Polygonalquerschnitt und in der Längsströmungszone (30) einen Flachquerschnitt aufweisen.
4. Rohrwärmetauscher nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Flachrohre (22) in der Längsströmungszone (30) einen Flachquerschnitt mit ebenen
Flanken aufweisen.
5. Rohrwärmetauscher nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass, wenn das Rohrbündel (21) in der Querströmungszone (29) in Querströmungsrichtung
(Q) eine Querausdehnung (C) aufweist und wenn die Querströmungszone (29) in Rohrbündellängsrichtung
(23) eine Länge (B) aufweist, die Länge (B) mindestens das 0,5-fache der Querausdehnung
(C) beträgt.
6. Rohrwärmetauscher nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (11, 12, 13) eine im Querschnitt ringförmig geschlossene Innenwand (33)
und eine im Querschnitt ebenfalls ringförmig geschlossene Außenwand (11) aufweist.
7. Rohrwärmetauscher nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Innenwand (33) eine Wärmequelle (36) umschließt.
8. Rohrwärmetauscher nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Flachrohre (22) auf zueinander konzentrischen Kreisen angeordnet sind.
9. Rohrwärmetauscher nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass in Umfangsrichtung zu messenden Abstände geringer sind als die Spaltweite der Flachrohrabschnitte
(A).
10. Rohrohrwärmetauscher nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den runden Enden der Flachrohre Querströmungsgassen (26, 27, 28) ausgebildet
sind.
11. Rohrwärmetauscher nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Rohrbündelraumanschlüsse (31, 32) den Rohrboden (14, 15) durchsetzend angeordnet
sind.
12. Rohrwärmetauscher nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Flachrohre (22) mit Abstandshaltestrukturen (35) versehen sind.
13. Rohrwärmetauscher nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens einige der Flachrohre (22) mit Turbulenz erzeugenden Strukturen (35) versehen
sind.
14. Rohrwärmetauscher nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (11, 12, 13) mit zumindest einem Dehnungsausgleichselement (34) versehen
ist.
15. Rohrwärmetauscher nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Rohrbündelraum (17) ein Katalysator angeordnet ist.
1. Tubular heat exchanger (10), in particular for gaseous media,
with a closed housing (11, 12, 13), which on two opposing sides has two tube bottoms
(14, 15), which in the housing (11, 12, 13) divide off a collecting chamber (16) on
the inlet side, a tube bank chamber (17) and a collecting chamber (IS) on the outlet
side, with a tube bank (21), which defines a tube bank longitudinal direction (23)
and consists of tubes, which are arranged parallel to the tube bank longitudinal direction
(23) and are fastened to the tube bottoms (14, 15) at corresponding openings, so that
the tubes (22) communicate with the collecting chambers (16, 18),
wherein each collecting chamber (16, 18) is provided with at least one collecting
chamber connection (19, 20) and the tube bank chamber (17) is provided with at least
two tube bank chamber connections (31, 32) spaced from one another in tube bank longitudinal
direction (23),
wherein the tube bank chamber (17) has three zones, namely two cross flow zones (29)
configured at the tube bank chamber connections (31, 32) and a longitudinal flow zone
(30) configured between these cross flow zones (29),
characterised in that the tube bank at least predominantly consists of straight flat tubes (22) with round
or polygonal ends (B).
2. Tubular heat exchanger according to claim 1, characterised in that the cross flow zones (29) directly adjoin the two tube bottoms (14, 15).
3. Tubular heat exchanger according to claim 1 or 2, characterised in that the flat tubes (22) respectively have a round, circular or polygonal cross-section
in the cross flow zones (29) and a flat cross-section in the longitudinal flow zone
(30).
4. Tubular heat exchanger according to claim 3, characterised in that in the longitudinal flow zone (30) the flat tubes (22) have a flat cross-section
with plane flanks.
5. Tubular heat exchanger according to one or more of the preceding claims, characterised in that when the tube bank (21) has a cross dimension (C) in cross flow direction (Q) in
the cross flow zone (29) and when the cross flow zone (29) has a length (B) in tube
bank longitudinal direction (23), the length (B) amounts to at least 0.5-times the
cross dimension (C).
6. Tubular heat exchanger according to one or more of the preceding claims, characterised in that the housing (11, 12, 13) has an inside wall (33) closed in a ring shape in cross-section
and an outside wall (11) likewise closed in a ring shape on cross-section.
7. Tubular heat exchanger according to claim 6, characterised in that the inside wall (33) encloses a heat source (36).
8. Tubular heat exchanger according to claim 6, characterised in that the flat tubes (22) are arranged in concentric circles.
9. Tubular heat exchanger according to claim 8, characterised in that distances to be measured in circumferential direction are smaller than the gap width
of the flat tube sections (A).
10. Tubular heat exchanger according to one or more of the preceding claims, characterised in that cross flow channels (26, 27, 28) are configured between the round ends of the flat
tubes.
11. Tubular heat exchanger according to claim 6, characterised in that the tube bank chamber connections (31, 32) are arranged to pass through the tube
bottom (1.4, 15).
12. Tubular heat exchanger according to one or more of the preceding claims, characterised in that the flat tubes (22) are provided with spacer structures (35).
13. Tubular heat exchanger according to one or more of the preceding claims, characterised in that at least some of the flat tubes (22) are provided with turbulence-generating structures
(35).
14. Tubular heat exchanger according to one or more of the preceding claims, characterised in that the housing (11, 12, 13) is provided with at least one extension compensating element
(34).
15. Tubular heat exchanger according to one or more of the preceding claims, characterised in that a catalyst is arranged in the tube bank chamber (17).
1. Echangeur de chaleur tubulaire (10), destiné en particulier à des fluides gazeux,
comprenant une enveloppe (11, 12, 13) fermée qui présente, sur deux côtés opposés,
deux plaques tubulaires (14, 15) qui séparent, dans l'enveloppe (11, 12, 13), un espace
collecteur (16) côté entrée, un espace de faisceau tubulaire (17) et un espace collecteur
(18) côté sortie,
comprenant un faisceau tubulaire (21) qui définit un sens longitudinal de faisceau
tubulaire (23) et est constitué de tubes qui sont disposés parallèlement au sens longitudinal
de faisceau tubulaire (23) et sont fixés aux plaques tubulaires (14, 15), sur des
ouvertures correspondantes, de sorte que les tubes (22) communiquent avec les espaces
collecteurs (16, 18),
chaque espace collecteur (16, 18) étant doté d'au moins un raccord d'espace collecteur
(19, 20), et l'espace de faisceau tubulaire (17) étant doté d'au moins deux raccords
d'espace de faisceau tubulaire (31, 32) disposés à distance l'un de l'autre dans le
sens longitudinal de faisceau tubulaire (23),
l'espace de faisceau tubulaire (17) présentant trois zones, à savoir deux zones d'écoulement
transversal (29), formées près des raccords d'espace de faisceau tubulaire (31, 32),
et une zone d'écoulement longitudinal (30) formée entre ces zones d'écoulement transversal
(29),
caractérisé en ce que le faisceau tubulaire est constitué au moins majoritairement de tubes plats (22)
de forme rectiligne, dotés d'extrémités (B) rondes ou polygonales.
2. Echangeur de chaleur tubulaire selon la revendication 1, caractérisé en ce que les zones d'écoulement transversal (29) sont directement contiguës aux deux plaques
tubulaires (14, 15).
3. Echangeur de chaleur tubulaire selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que dans les zones d'écoulement transversal (29), les tubes plats (22) présentent respectivement
une section ronde, circulaire ou polygonale, et présentent une section plate dans
la zone d'écoulement longitudinal (30).
4. Echangeur de chaleur tubulaire selon la revendication 3, caractérisé en ce que dans la zone d'écoulement longitudinal (30), les tubes plats (22) présentent une
section plate avec des flancs plans.
5. Echangeur de chaleur tubulaire selon une ou plusieurs des revendications précédentes,
caractérisé en ce que, si le faisceau de tubes (21) présente, dans la zone d'écoulement transversal (29),
une dimension transversale (C) dans le sens d'écoulement transversal (Q), et si la
zone d'écoulement transversal (29) présente une longueur (B) dans le sens longitudinal
de faisceau tubulaire (23), la longueur (B) correspond au moins à 0,5 fois la dimension
transversale (C).
6. Echangeur de chaleur tubulaire selon une ou plusieurs des revendications précédentes,
caractérisé en ce que l'enveloppe (11, 12, 13) présente une paroi intérieure (33), fermée de façon annulaire
en section, et une paroi extérieure (11), également fermée de façon annulaire en section.
7. Echangeur de chaleur tubulaire selon la revendication 6, caractérisé en ce que la paroi intérieure (33) entoure une source de chaleur (36).
8. Echangeur de chaleur tubulaire selon la revendication 6, caractérisé en ce que les tubes plats (22) sont disposés sur des cercles concentriques les uns par rapport
aux autres.
9. Echangeur de chaleur tubulaire selon la revendication 8, caractérisé en ce que des distances à mesurer dans la direction périphérique sont plus faibles que l'interstice
des tronçons de tubes plats (A).
10. Echangeur de chaleur tubulaire selon une ou plusieurs des revendications précédentes,
caractérisé en ce que des voies d'écoulement transversal (26, 27, 28) sont aménagées entre les extrémités
rondes des tubes plats.
11. Echangeur de chaleur tubulaire selon la revendication 6, caractérisé en ce que les raccords d'espace de faisceau tubulaire (31, 32) sont disposés de manière à traverser
la plaque tubulaire (14, 15).
12. Echangeur de chaleur tubulaire selon une ou plusieurs des revendications précédentes,
caractérisé en ce que les tubes plats (22) sont dotés de structures d'écartement (35).
13. Echangeur de chaleur tubulaire selon une ou plusieurs des revendications précédentes,
caractérisé en ce qu'au moins quelques-uns des tubes plats (22) sont dotés de structures (35) génératrices
de turbulences.
14. Echangeur de chaleur tubulaire selon une ou plusieurs des revendications précédentes,
caractérisé en ce que l'enveloppe (11, 12, 13) est dotée d'au moins un élément compensateur de dilatation
(34).
15. Echangeur de chaleur tubulaire selon une ou plusieurs des revendications précédentes,
caractérisé en ce qu'un catalyseur est disposé dans l'espace de faisceau tubulaire (17).
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