[0001] Die Erfindung betrifft eine Klemm- und Zugvorrichtung zum taktweisen Herausziehen
der Förderseile wahlweise eines der Trume einer Schachtförderanlage, umfassend in
Längsrichtung der Förderseile feststehende Klemmelemente und verschiebbar angeordnete
Klemmelemente, wobei jeweils zwei sich gegenüberliegende, verschiebbare Klemmelemente
paarweise das Förderseil umfassend eine kraftschlüssige Anpressung an das Förderseil
bewirken, mindestens eine keilige Klemmfläche mit nach oben weisender Keilspitze und
mindestens eine keilige Klemmfläche mit nach unten weisender Keilspitze an jedem feststehenden
und an jedem verschiebbaren Klemmelement und einen Antrieb zum Hin- und Herbewegen
der verschiebbaren Klemmelemente.
[0002] Das Ziehen von Förderseilen zum Zweck der Entlastung der Seile mit Hilfe einer Klemm-
und Zugvorrichtungen ist zum Beispiel beim Seilwechsel, Ausbau und Einbau von Fördermitteln
und Seilgeschirren sowie bei Reparaturen erforderlich.
[0003] Ein Verfahren zum taktweisen Herausziehen eines Förderseils zum Zwecke der Entlastung
der Seile bei einer Schachtförderanlage mittels einer Klemm- und Zugvorrichtung ist
in der
DE 33 44 231 C2 beschrieben. Bei dem Verfahren ist eine Klemmvorrichtung ortsfest in dem einen Trum
und eine Klemm- und Zugvorrichtung in dem anderen Trum angeordnet. Die beweglich angeordnete
Klemm- und Zugvorrichtung wird beispielsweise mit Hubzylindern längs der Förderseile
in dem Trum hin- und herbewegt, um das Förderseil herauszuziehen. Die ortsfeste Klemmvorrichtung
und die bewegliche Klemm- und Zugvorrichtung können auch in demselben Trum übereinander
angeordnet sein.
[0004] Aus der
DE 39 36 845 C1 ist eine Klemm- und Zugvorrichtung bekannt, mit der ein Ziehen der Last unabhängig
von der Wirkrichtung der Last im Förderseil ohne aufwendigen Umbau der Vorrichtung
möglich ist. Diese gattungsgemäße Klemm- und Zugvorrichtung ist mit in Längsrichtung
der Förderseile feststehenden und mittels Verstellzylindern verschiebbar angeordneten
Klemmkeilen versehen, die jeweils paarweise das Förderseil umfassend eine kraftschlüssige
Anpressung an das Förderseil bewirken und zwischen denen jeweils Ausnehmungen zum
Verkürzen des notwendigen Hubes verwendet werden, wobei ferner zwischen den sich gegenüberliegenden
bewegbaren Klemmkeilen und den feststehenden Klemmkeilen zwei Wälzkörper angeordnet
sind. Die Ausnehmungen dienen als Ruhepositionen, in denen die Wälzkörper liegen,
wenn die verfahrbaren Klemmkeilen der Klemm- und Zugvorrichtung völlig geöffnet sind
und daher die Förderseile frei hängen. Die Ausnehmungen sind erforderlich, um den
Bewegungsweg der verschiebbaren Klemmkeile für eine hinreichende Klemmwirkung in Grenzen
zu halten. Ohne die Ausnehmungen wäre auch ein außerordentlich langer Bewegungsweg
erforderlich, um einen hinreichenden Abstand zwischen den Klemmelementen für das Eintauchen
der Förderseile zu schaffen.
[0005] Die keiligen Klemmflächen von den bewegbaren Klemmkeilen und den feststehenden Klemmkeilen
sind in Längsrichtung des Förderseils abwechselnd in Klemmflächen mit nach unten weisenden
und nach oben weisenden Keilspitzen unterteilt. An den Außenseiten der keiligen Klemmflächen
der bewegbaren Klemmkeile, der feststehenden Klemmkeile und der Ausnehmungen sind
durchlaufende Verzahnungen angeordnet, in die Zahnräder eingreifen, die drehbar in
Bezug auf die Wälzkörper gelagert sind. Um den Eingriff der Verzahnung sicherzustellen,
sind die bewegbaren Klemmkeile mit Bolzen versehen, die in einer Profilnut geführt
sind.
[0006] Ein wesentlicher Nachteil der bekannten Klemm- und Zugvorrichtung besteht in deren
großer Bauhöhe. Ein weiterer Nachteil besteht in dem hohen Platzbedarf der über die
Wälzkörper zusammenwirkenden Klemmkeile, insbesondere bei hohen Lasten. Sämtliche
Klemmkräfte zwischen den Klemmkeilen werden von den lediglich zwei Wälzkörpern aufgenommen
und übertragen, die bei hohen Lasten große Durchmesser aufweisen müssen, um die Belastung
schadlos und dauerhaft aufnehmen zu können. Die bekannte Klemm- und Zugvorrichtung
kann daher bei Schachtförderanlagen mit hohen Seillasten und geringen Seilabständen
nicht eingesetzt werden.
[0007] Wird die bekannte Klemm- und Zugvorrichtung gleichwohl bei geringen Seilabständen
und hohen Seillasten eingesetzt, müssen die Klemmkeile äußerst schlank ausgeführt
werden. Dies birgt das Risiko eines Versagens einzelner im Eingriff befindlicher Klemmkeile
mit der Folge, dass das Förderseil den Halt verliert und in den Schacht stürzen kann.
Hierdurch wird nicht nur ein erheblicher Sachschaden, sondern möglicherweise auch
ein Personenschaden verursacht.
[0008] Ausgehend von diesem Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zu Grunde,
eine Klemm- und Zugvorrichtung der eingangs erwähnten Art zu schaffen, die eine geringere
Bauhöhe aufweist und für einen Einsatz an Schachtförderanlagen mit hohen Seillasten
bei geringen Seilabständen geeignet ist.
[0009] Diese Aufgabe wird bei einer Klemm- und Zugvorrichtung der eingangs erwähnten Art
dadurch gelöst, dass die keiligen Klemmflächen mit nach oben weisender Keilspitze
und mit nach unten weisender Keilspitze an jedem Klemmelement quer zur Längsrichtung
des Förderseils nebeneinander angeordnet sind.
[0010] Abweichend zum Stand der Technik sind die keiligen Klemmflächen nicht mehr in Längsrichtung
des Förderseils hintereinander, sondern quer zur Längsrichtung des Förderseils nebeneinander
angeordnet. Die derart ausgebildeten Keilelemente bilden ein gegenläufiges "Parallel-Keilsystem".
Die Selbsthemmung der Klemmelemente basiert auf dem Verhältnis des Keilwinkels der
gegenläufigen Klemmflächen zu den Reibwerten am Förderseil und zwischen den zusammenwirkenden,
gegenläufigen Klemmflächen.
[0011] Die geringere Bauhöhe der erfindungsgemäßen Klemm- und Zugvorrichtung reduziert den
Platzbedarf im Fördergerüst oder -turm, wodurch sich die Kosten für die Errichtung
des Fördergerüstes oder -turms reduzieren oder bei einem schon vorhandenen Fördergerüst
oder -turm ein nachträglicher Einbau erst ermöglicht wird.
[0012] Ein weiterer Vorteil der erfindungsgemäßen Klemmelemente besteht darin, dass die
Geometrie der Klemmflächen gegenüber dem Stand der Technik einfach sein kann. Die
Klemmflächen sind im einfachsten Fall als Ebenen ohne die Notwendigkeit komplexer
Übergangsbereiche, wie sie im Stand der Technik erforderlich sind, ausgebildet.
[0013] Um die Klemmsicherheit des Förderseils zu erhöhen sind in vorteilhafter Ausgestaltung
der Erfindung zwischen jeder keiligen Klemmfläche mit nach oben weisender Keilspitze
und der gegenüberliegenden keiligen Klemmfläche mit nach unten weisender Keilspitze,
nachfolgend auch als Klemmflächensatz bezeichnet, jeweils mehrere Wälzkörper angeordnet.
Die Rollreibung der Wälzkörper ist im allgemeinen um eine 10er Potenz niedriger als
die unmittelbare Gleitreibung zwischen den keiligen Klemmflächen.
[0014] Die bei hohen Lasten im Förderseil erforderlichen Klemmkräfte können in dieser Ausgestaltung
der Erfindung von einer Vielzahl von Wälzkörpern zwischen den Klemmflächen eines Klemmflächensatzes
übernommen werden. In Folge dessen ist bei hohen Lasten keine Vergrößerung der Durchmesser
der Wälzkörper erforderlich, um die hohen Belastungen schadlos und dauerhaft aufnehmen
zu können. Hierdurch lässt sich die erfindungsgemäße Klemm- und Zugvorrichtung unter
Nutzung der vorteilhaften Rollreibung auch bei hohen Seillasten und geringen Seilabständen
einsetzen.
[0015] Konstruktiv vorteilhaft werden die mehreren Wälzkörper zwischen den Klemmflächen
eines Klemmflächensatzes in einem Wälzkörperkäfig gehaltert, der an den feststehenden
oder verschiebbaren Klemmelementen befestigt ist.
[0016] Der Wälzkörperkäfig kann beispielsweise aus zwei länglichen Flachprofilen bestehen,
zwischen denen die Wälzkörper gelagert sind. Der Abstand der Flachprofile entspricht
in etwa der Breite der Klemmflächen des Klemmflächensatzes. Die aufwendige, beim Stand
der Technik erforderliche Anordnung von Zahnrädern an den Wälzkörpern, die in entsprechende
Verzahnungen eingreifen kann erfindungsgemäß vollständig entfallen. Als Wälzkörper
können Standardbauteile verwendet werden. Da es sich bei den Wälzkörpern um Verschleißteile
handelt, können diese bei Zusammenfassung in einem Wälzkörperkäfig besonders einfach
ausgetauscht und/oder gewartet werden.
[0017] In einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung weist jedes Klemmelement drei
keilige Klemmflächen auf, wobei die Klemmelemente mit Hilfe von zwei der Klemmflächen
die Seillast in einer Richtung und mittels einer der Klemmflächen die Seillast in
der entgegengesetzten Richtung abfangen. Die den zwei Klemmflächen zugeordneten Wälzkörper
sind aufgrund der geringeren Breite der beiden Klemmflächen weniger lang als die der
breiteren Klemmfläche zugeordneten Wälzkörper. Hierdurch wird eine Überlastung der
Klemmelemente vermieden. Die beiden gleichlaufenden Klemmflächen, die die Seillast
in der ersten Richtung aufnehmen sind links und rechts von der gegenläufigen Klemmfläche
angeordnet, die die Seillast in der entgegengesetzten Richtung aufnimmt.
[0018] Um zwischen jeweils zwei gegenüberliegenden verschiebbaren Klemmelementen eine wirksame
Führung des Förderseils und kraftschlüssige Anpressung an das Förderseil zu bewirken,
ist in einer vorteilhaften Ausgestaltung der Klemm- und Zugvorrichtung vorgesehen,
dass jedes verschiebbare Klemmelement eine ebene Begrenzungsfläche aufweist, die ebenen
Begrenzungsflächen der sich gegenüberliegenden verschiebbaren Klemmelemente im Abstand
parallel zueinander angeordnet sind, ausgehend von den ebenen Begrenzungsflächen in
jedes verschiebbare Klemmelement jeweils eine in Längsrichtung des Förderseils verlaufende
Nut eingebracht ist, die im Querschnitt teilkreisförmig ist und sich über die gesamte
Länge der ebenen Begrenzungsfläche erstreckt und die Nuten in gegenüberliegenden verschiebbaren
Klemmelementen miteinander fluchten.
[0019] Vorzugsweise nehmen die Nuten in den gegenüberliegenden verschiebbaren Klemmelementen
formschlüssig jeweils ein zylindrisches Führungsteil eines zweiteiligen Führungselementes
für das Förderseil auf, wobei jedes Führungsteil um eine senkrechte Achse parallel
zum Nutverlauf in der Nut verschwenkbar ist. In jedes Führungsteil ist zum Förderseil
hin eine Seilbettungsnut eingebracht, die an dem Förderseil bündig zur Anlage bringbar
ist. Zur Aufnahme des Förderseils werden die zylindrischen Führungsteile des Führungselementes
durch Drehung um ihre senkrechten Achsen geöffnet, um die Klemm- und Zugvorrichtung
in Richtung des Förderseils quer zu dessen Längserstreckung zu verschieben, wobei
jedes Förderseil seitlich zwischen die ebenen Begrenzungsflächen sich gegenüberliegender
verschiebbarer Klemmelemente gelangt. Bei diesem seitlichen Eintauchen der Förderseile
zwischen die Begrenzungsflächen schließen sich die zylindrischen Führungsteile zwangsläufig
und gelangen an der Seilbettungsnut bündig zur Anlage. Nach einer geringfügigen vertikalen
Verschiebung der verschieblichen Klemmelemente wird die erforderliche Anfangsklemmung
herbeigeführt. Die in derselben Richtung angreifende Seillast bewegt das verschiebliche
Klemmelement weiter bis beim Zusammendrücken des Förderseils eine selbsthemmende Verklemmung
erfolgt. Da die verschiebbaren Klemmelemente bei einer geringfügigen vertikalen Bewegung
in Seilrichtung unmittelbar an dem Förderseil zur Anlage gelangen, werden die bei
der bereits bekannten Klemm- und Zugvorrichtung erforderlichen Ausnehmungen in den
keiligen Klemmflächen nicht benötigt.
[0020] Aufgrund der lediglich formschlüssigen Aufnahme des zweiteiligen Führungselementes
in den Nuten der verschiebbaren Klemmelemente kann das Führungselement einfach ausgetauscht
werden. Dies lässt eine Ausbildung des Führungselementes als Verschleißteil zu. Des
Weiteren kann das Führungselement durch Einbringen unterschiedlich großer Seilbettungsnuten
an unterschiedliche Durchmesser der Förderseile angepasst werden. Schließlich kann
durch die Materialwahl der Führungsteile ein seilschonendes Verklemmen der Förderseile
bewirkt werden. In Betracht kommt insbesondere Lagermetall. Dies ist eine Legierung
aus Blei, Zinn, Antimon und Kupfer, die insbesondere für Gleitlager vorteilhaft ist.
Aufgrund der relativ geringen Härte und Druckfestigkeit der Lagermetalle besteht vorzugsweise
ausschließlich die Seilbettungsnut aus Lagermetall.
[0021] Um bei geöffneten Klemmelementen der Klemm- und Zugvorrichtung die zylindrischen
Führungsteile an einem Herausgleiten aus den Nuten der Klemmelemente zu hindern, ist
in vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung an jedem Führungsteil zumindest an seiner
Deckfläche ein Bund angeordnet. Vorzugsweise befindet sich auch an der Grundfläche
jedes Führungsteils ein Bund. Der Bund an der Deckfläche liegt auf der Oberseite der
verschiebbaren Klemmelemente auf. Um ein Herausgleiten der Führungsteile aus der jeweiligen
Nut quer zur Längsrichtung des Förderseils zu verhindern und eine stets gleiche Schwenkbewegung
der lediglich formschlüssig von den Nuten aufgenommenen Führungsteile zu gewährleisten,
ist in einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung vorgesehen, dass der Bund Mittel
zur Führung der Schwenkbewegung des Führungsteils in der jeweiligen Nut aufweist.
Als Führungsmittel kommt beispielsweise ein auf der Oberseite des Bundes angeordneter
Stift in Betracht, der in eine die Schwenkbewegung vorgebende Führungskulisse eingreift.
[0022] Um die Bewegung der verschiebbaren Klemmteile zu führen, wird jedes verschiebbare
Klemmteil mittels mindestens eines Bolzens in einer Profilnut in dem Gestell der Klemm-
und Zugvorrichtung geführt. Das Gestell der Klemm- und Zugvorrichtung umfasst vorzugsweise
eine abnehmbare Frontplatte und eine rückwärtige rahmenartige Platte, wobei die Profilnut
vorzugsweise in die abnehmbare Frontplatte eingebracht wird. Zwischen den Platten
sind die feststehenden und verschieblichen Keilelemente angeordnet. Die Profilnut
ist vorzugsweise derart ausgebildet, dass die Klemmelemente in der vertikalen Mittelstellung
entlang ihres Verschiebewegs in Richtung des Förderseils stets ihren größten Abstand
voneinander aufweisen. Aus der vertikalen Mittelstellung können die beweglichen Klemmelemente
mit Hilfe des Antriebs in Richtung des Förderseils sowohl nach oben als auch nach
unten verschoben werden.
[0023] Nachfolgend wird die Erfindung anhand der Figuren näher erläutert. Es zeigen:
- Figur 1
- eine isometrische Darstellung einer erfindungsgemäßen Klemm- und Zugvorrichtung,
- Figur 2
- eine Vorderansicht auf eine erfindungsgemäße Klemm- und Zugvorrichtung für drei Förderseile
mit abgenommenen Frontblechen,
- Figur 3
- eine Aufsicht auf die Klemm- und Zugvorrichtung nach Figur 2 jedoch mit montierten
Frontblechen,
- Figur 4
- eine isometrische Darstellung eines Führungsteils eines zweiteiligen Führungselementes
der erfindungsgemäßen Klemm- und Zugvorrichtung,
- Figur 5
- eine teilweise Seitenansicht auf eine erfindungsgemäße Klemm- und Zugvorrichtung entsprechend
Figur 2 mit den Schnittlinien A-A und B-B,
- Figur 6
- eine Darstellung entlang der Schnittlinie A-A nach Figur 5 in einer ersten Betriebsposition
des Führungselementes,
- Figur 7
- eine Darstellung entlang der Schnittlinie A-A nach Figur 5 in einer zweiten Betriebsposition
des Führungselementes,
- Figur 8
- eine Darstellung entlang der Schnittlinie B-B nach Figur 5 in der ersten Betriebsposition
des Führungselementes,
- Figur 9
- eine Darstellung entlang der Schnittlinie B-B nach Figur 5 in der zweiten Betriebsposition
des Führungselementes,
- Figur 10
- eine schematische Darstellung entlang der Schnittlinien C-C und E-E nach Figur 9 ohne
Darstellung der Wälzkörper,
- Figur 11
- eine schematische Darstellung entlang der Schnittlinie D-D nach Figur 9 ohne Darstellung
der Wälzkörper,
- Figur 12
- eine schematische Teildarstellung der Klemm- und Zugvorrichtung in Seitenansicht zur
Veranschaulichung der Lastabtragung in einer ersten Richtung ohne Darstellung der
Wälzkörper,
- Figur 13
- eine schematische Teildarstellung der Klemm- und Zugvorrichtung zur Veranschaulichung
der Lastabtragung in zu Figur 12 entgegengesetzter Richtung ohne Darstellung der Wälzkörper
sowie
- Figur 14
- eine teilweise Vorderansicht auf eine erfindungsgemäße Klemm- und Zugvorrichtung zur
Veranschaulichung des Verlaufs der Führungsnuten zur Führung der verschiebbaren Klemmelemente.
[0024] Die in Figur 1 dargestellte Klemm- und Zugvorrichtung (1) für ein vertikal laufendes,
in Figur 1 nicht dargestelltes Seil (2) eines der Trume einer Schachtförderanlage
umfasst in Längsrichtung (3) des Förderseils zwei feststehende Klemmelemente (4) und
zwei verschiebbare Klemmelemente (5), die mit an den oberen Stirnflächen der verschiebbaren
Klemmelemente (5) angreifenden Antrieben (26) zum Hin- und Herbewegen verbunden sind
(vgl. Figur 2). Als Antrieb (26) kommt beispielsweise ein in Figur 2 dargestellter
hydraulischer Zylinder zum Einsatz. In Betracht kommen jedoch auch andere Linear-Antriebe
oder Hebelsysteme, die die Hin- und Herbewegung der verschiebbaren Klemmelemente (5)
in Längsrichtung (3) des Förderseils (2) bewirken.
[0025] Die beiden verschiebbaren Klemmelemente (5) umfassen paarweise das Förderseil (2)
und bewirken durch Verschiebung der Klemmelemente (5) eine Anpressung an das Förderseil
(2). An den Klemmelementen (4, 5) befinden sich Klemmflächen (6) mit nach oben weisender
Keilspitze und Klemmflächen (7) mit nach unten weisender Keilspitze. Die Keilspitze
der Klemmflächen ergibt sich durch eine gedachte Vertikal-Ebene, die mit der keiligen
Klemmfläche (6, 7) den Keilwinkel (α) einschließt. Die Keilwinkel (α) stimmen bei
sämtlichen Klemmelementen überein.
[0026] In dem in Figur 1 dargestellten Ausführungsbeispiel liegen jeweils zwei Klemmflächen
(6) mit nach oben weisender Keilspitze an den feststehenden Klemmelementen (4) zwei
Klemmflächen (7) mit nach unten weisenden Keilspitzen gegenüber, die an dem verschiebbaren
Klemmelement (5) angeordnet sind. Der mittleren Klemmfläche (7) mit nach unten weisender
Keilspitze jedes feststehenden Klemmelementes (4) liegt jeweils eine Klemmfläche (6)
mit nach oben weisender Keilspitze an den beiden verschiebbaren Klemmelementen (5)
gegenüber.
[0027] Abweichend zum Stand der Technik sind die keiligen Klemmflächen (6, 7) an sämtlichen
Klemmelementen (4, 5) quer (3a) zur Längsrichtung (3) des Förderseils nebeneinander
in dem Gehäuse der Klemm- und Zugvorrichtung (1) angeordnet. Das Gehäuse umfasst mehrere
in Figur 1 dargestellte Frontplatten (8) und eine in Figur 1 nicht dargestellte rahmenartige
rückwärtige Platte (9) (vgl. Figur 3).
[0028] Zwischen jeder keiligen Klemmfläche (6) mit nach oben weisender Keilspitze und der
ihr gegenüberliegenden keiligen Klemmfläche (7) mit nach unten weisender Keilspitze
sind jeweils mehrere Wälzkörper (10) angeordnet, die in einem Wälzkörperkäfig (11)
gelagert sind. Die Wälzkörperkäfige (11) werden aus zwei länglichen plattenförmigen
Profilen (12) gebildet, zwischen denen sich die Wälzkörper (10) erstrecken. Die Wälzkörperkäfige
(11) sind an quaderförmigen Blöcken (13 a, b) lösbar mittels eines Bolzens (14) gehaltert,
der in endseitig an den Profilen angeordnete Langlöcher eingreift. Die Langlöcher
erlauben eine Relativbewegung der Wälzkörperkäfige gegenüber den Klemmflächen (6,7)
beim Abrollen der Wälzkörper. Aufgrund der lösbaren Anordnung sind die Wälzkörper
als Verschleißteile rasch auswechselbar. Die breiteren Blöcke (13 a) sind an der oberen
Stirnfläche der feststehenden Klemmelemente (4) angeordnet, während die schmaleren
Blöcke (13 b) an der oberen Stirnfläche der verschiebbaren Klemmelemente (5) angeordnet
sind.
[0029] Die beiden verschiebbaren Klemmelemente (5) weisen jeweils eine ebene Begrenzungsfläche
(15 a, b) auf, die in einem Abstand parallel zueinander angeordnet sind. Ausgehend
von der ebenen Begrenzungsfläche (15 a, b) ist in jedes der beiden verschiebbaren
Klemmelemente (5) eine in Längsrichtung (3) des Förderseils (2) verlaufende, im Querschnitt
halbkreisförmige Nut (16) eingebracht, die sich über die gesamte Länge des verschiebbaren
Klemmelementes (5) erstreckt. Weiter ist insbesondere aus den Figuren 8, 9 erkennbar,
dass die Nuten (16) miteinander fluchten, um ein zweiteiliges Führungselement (17)
für das Förderseil (2) aufzunehmen.
[0030] Zur Erläuterung des Aufbaus und der Wirkungsweise des Führungselementes (17) wird
auf die Darstellung in den Figuren 4 - 9 hingewiesen. Das Führungselement (17) umfasst
zwei zylindrische Führungsteile (18 a, b), wobei in jedes Führungsteil (18 a, b) eine
Seilbettungsnut (19) eingebracht ist. Die Führungsteile (18 a, b) sind innerhalb der
Nuten (16) in den verschiebbaren Klemmelementen (5) um eine Achse parallel zum Verlauf
der Nut (16) schwenkbar, wie sich dies insbesondere aus den Figuren 6 - 9 ergibt.
Aus den Schnittdarstellungen in den Figuren 8 und 9 ist erkennbar, wie die zylindrischen
Führungsteile (18 a, b) formschlüssig von den Nuten (16) aufgenommen werden. Der Außenmantel
(28) der Führungsteile (18 a, b) weist im Querschnitt einen übereinstimmenden Durchmesser
wie die im Querschnitt halbkreisförmige Nut (16) auf, so dass die Nuten (16) eine
Rundführung für die zylindrischen Führungsteile (18 a, b) bilden.
[0031] An den zylindrischen Führungsteilen (18 a, b) ist sowohl an der Grund- als auch der
Deckfläche ein als Anschlag dienender ringförmiger Bund (20) angeordnet, der bei geöffneten
Klemmelementen (5) ein Abgleiten der Führungsteile (18a, b) in Seilrichtung (3) verhindert.
Jeder Bund (20) weist zusätzlich einen Stift (22) auf, der in eine Führungskulisse
(21) eingreift, die die Schwenkbewegung der Führungsteile (18 a, b) um ihre Schwenkachse
führt und verhindert, dass die Führungsteile bei geöffneten Klemmelementen (5) quer
(3a) zur Längsrichtung (3) des Förderseils (2) aus der Nut (16) herausgleiten können.
[0032] Die Führung der verschiebbaren Klemmelemente (5) in dem Gehäuse der Klemm- und Zugvorrichtung
(1) erfolgt mittels der aus den Figuren 1 und 14 erkennbaren, sich quer durch die
verschiebbaren Klemmelemente (5) erstreckenden Bolzen (23), die jeweils in eine Führungsnut
(24) in der Frontplatte (8) eingreifen, deren Verlauf aus der Aufsicht auf die Frontplatte
(8) in Figur 14 erkennbar ist. In der vertikalen Mittelstellung weisen die verschiebbaren
Klemmelemente (5), aufgrund des dort größten Abstandes der gegenüberliegenden Führungsnuten
(24), den größten Abstand zueinander auf.
[0033] Figuren 7 und 9 zeigen die Stellung, die die Führungsteile (18 a, b) in der Mittelstellung
einnehmen, bevor die Klemm- und Zugvorrichtung (1) in die Ebene der Förderseile (2)
geschoben wird. In dieser geöffneten Position der verschiebbaren Klemmelemente (5)
und der Führungsteile (18a, b) wird die Klemm- und Zugvorrichtung (1) in Richtung
des Trums über die Förderseile (2) geschoben, bis diese sich zwischen den geöffneten
Führungsteilen (18 a, b) des Führungselementes (17) befinden. Die Bewegungsrichtung
quer zu den Förderseilen (2) ist in den Figuren 7 und 9 durch den Pfeil (25) angedeutet.
[0034] Beim Eintauchen des Förderseils (2) zwischen die Führungsteile (18 a, b) gelangt
das Förderseil (2) an einer Seilbettungsnut (19) zur Anlage und dreht die Führungsteile
(18 a, b) um ihre senkrechte Achse, so dass diese in die in den Figuren 6 bzw. 8 dargestellte,
geschlossene Position gelangen. Nach diesem Schließen der Führungsteile (18a, b) liegt
das Förderseil (2) bereits bis auf geringe Toleranzen bezüglich des Seildurchmessers
in der Seilbettungsnut (19) des Führungselementes (17). Abweichend zum Stand der Technik
ist nur noch ein außerordentlich kleiner Hub des Antriebs (26) erforderlich, um die
erforderliche kraftschlüssige Anpressung der Seilbettungsnut (19) an dem Förderseil
(2) mittels der verschiebbaren Klemmelemente (5) zu bewirken.
[0035] In Figur 2 ist eine vollständige Klemm- und Zugvorrichtung (1) für die Aufnahme von
drei Förderseilen (2) in Vorderansicht mit abgenommener Frontplatte (8) dargestellt.
Die als hydraulische Zylinder ausgebildeten Antriebe (26) zum Hin- und Herbewegen
der verschiebbaren Klemmelemente (5) in Längsrichtung (3) sind in dieser Darstellung
gut erkennbar.
[0036] Figur 3 zeigt eine Draufsicht auf die Klemm- und Zugvorrichtung (1) nach Figur 2
mit geöffneten Führungsteilen (18 a, b) der Führungselemente (17). In der Aufsicht
nach Figur 3 sind die Frontplatten (8) montiert. Die Frontplatten (8) werden mittels
Schraubverbindungen (27) an der rückwärtigen, rahmenartigen Platte (9) der Klemm-
und Zugvorrichtung (1) angeschraubt, die durch die feststehenden Klemmelemente (4)
hindurchgehen und diese ebenfalls an der rückwärtigen Platte 9 befestigen.
[0037] Figur 10 zeigt die Schnitte entlang der Linien C-C und E-E nach Figur 9 zur Veranschaulichung
des Verlaufs der Klemmflächen (6) mit nach oben weisender Keilspitze an den feststehenden
Klemmelementen (4) und der Klemmflächen (7) mit nach unten weisenden Keilspitzen an
den beweglichen Klemmelementen (5), während Figur 11 den Verlauf der Klemmflächen
(7) mit nach unten weisender Keilspitze an den feststehenden Klemmelementen (4) und
der Klemmflächen (6) mit nach oben weisender Keilspitze an den verschiebbaren Klemmelementen
(5) veranschaulicht. Des Weiteren ist der Keilwinkel (α) zwischen der Klemmfläche
(6, 7) und einer gedachten Vertikal-Ebene (29), die sich durch das Klemmelement (4
bzw. 5) erstreckt, dargestellt. Die keiligen Klemmflächen (6, 7) bilden zusammen mit
der gedachten Vertikal-Ebene eine nach unten weisende Keilspitze (30) an jedem verschiebbaren
Klemmelement (5) und eine nach oben weisende Keilspitze (31) an jedem feststehenden
Klemmelement (4) aus. In der Schnittdarstellung D-D nach Figur 11 ist die Richtung
der Keilspitzen (30, 31) zwischen den Klemmelementen (4, 5) vertauscht.
[0038] Figur 12 veranschaulicht die Lastaufnahme durch in Figur 10 dargestellte Klemmflächen
(6, 7) durch eine in Richtung des Förderseils (2) nach unten wirkende Last, wobei
die Klemmflächen (7) sich nach unten verjüngende äußere Klemmkeile des verschiebbaren
Klemmelementes (5) bilden. In Figur 12 befinden sich die zunächst mittels der Antriebe
(26) vorgespannten beweglichen Klemmelemente (5) bereits in einer selbsthemmenden
Position, in der das Förderseil (2) durch die hohe Klemmkraft zwischen den Führungsteilen
(18 a, b) des Führungselementes (17) zusammengedrückt wird.
[0039] Figur 13 veranschaulicht die Lastaufnahme durch die in Figur 11 dargestellten Klemmflächen
(6, 7) durch eine in Richtung des Förderseils (2) nach oben wirkende Last, wobei jede
Klemmfläche (6) einen sich nach oben verjüngenden inneren Klemmkeil des verschiebbaren
Klemmelementes (5) bildet. In Figur 13 befinden sich die zunächst mittels der Antriebe
(26) vorgespannten beweglichen Klemmelemente (5) bereits in einer selbsthemmenden
Position, in der das Förderseil (2) durch die hohe Klemmkraft zwischen den Führungsteilen
(18 a, b) des Führungselementes (17) zusammengedrückt wird.
Bezugszeichenliste
| Nr. |
Bezeichnung |
Nr. |
Bezeichnung |
| 1 |
Klemm- und Zugvorrichtung |
27 |
Schraubverbindungen |
| 2 |
Förderseil |
28 |
Außenmantel |
| 3 |
Längsrichtung |
29 |
Vertikalebene |
| 3 a |
quer zur Längsrichtung |
| 4 |
feststehende Klemmelemente |
30 |
Keilspitze (unten) |
| 5 |
verschiebbare Klemmelemente |
31 |
Keilspitze (oben) |
| 6 |
Klemmflächen mit nach oben weisender Keilspitze |
α |
Keilwinkel |
| 7 |
Klemmflächen mit nach unten weisender Keilspitze |
|
|
| 8 |
Frontplatte |
|
|
| 9 |
rückwärtige Platte |
|
|
| 10 |
Wälzkörper |
|
|
| 11 |
Walzkörperkäfig |
|
|
| 12 |
Profile |
|
|
| 13 a, b |
Blöcke |
|
|
| 14 |
Bolzen (Wälzkörperkäfig) |
|
|
| 15 a, b |
ebene Begrenzungsfläche |
|
|
| 16 |
Nut |
|
|
| 17 |
Führungselement |
|
|
| 18 a, b |
Führungsteile |
|
|
| 19 |
Seilbettungsnut |
|
|
| 20 |
Bund |
|
|
| 21 |
Führung |
|
|
| 22 |
Stift |
|
|
| 23 |
Bolzen (Klemmteil) |
|
|
| 24 |
Führungsnut |
|
|
| 25 |
Pfeil (Einschubrichtung) |
|
|
| 26 |
Antrieb |
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1. Klemm- und Zugvorrichtung zum taktweisen Herausziehen der Förderseile wahlweise eines
der Trume einer Schachtförderanlage, umfassend
- in Längsrichtung der Förderseile feststehende Klemmelemente und verschiebbar angeordnete
Klemmelemente, wobei jeweils zwei sich gegenüberliegende, verschiebbare Klemmelemente
paarweise das Förderseil umfassend eine kraftschlüssige Anpressung an das Förderseil
bewirken,
- mindestens eine keilige Klemmfläche mit nach oben weisender Keilspitze und mindestens
eine keilige Klemmfläche mit nach unten weisender Keilspitze an jedem feststehenden
und an jedem verschiebbaren Klemmelement,
- einen Antrieb zum Hin- und Herbewegen der verschiebbaren Klemmelemente,
dadurch gekennzeichnet, dass
- die keiligen Klemmflächen (6, 7) mit nach oben weisender Keilspitze und mit nach
unten weisender Keilspitze an jedem Klemmelement (4, 5) quer (3a) zur Längsrichtung
(3) jedes Förderseils (2) nebeneinander angeordnet sind.
2. Klemm- und Zugvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen jeder keiligen Klemmfläche (6) mit nach oben weisender Keilspitze und der
ihr gegenüberliegenden keiligen Klemmfläche (7) mit nach unten weisender Keilspitze
sich gegenüberliegender Klemmelemente (4, 5) jeweils mehrere Wälzkörper (10) angeordnet
sind.
3. Klemm- und Zugvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Wälzkörper (10) in einem Wälzkörperkäfig (11) gehaltert sind.
4. Klemm- und Zugvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass jedes Klemmelement (4, 5) drei keilige Klemmflächen (6,7) aufweist, wobei die Klemmelemente
(4,5) mit Hilfe von zwei der Klemmflächen (6,7) die Seillast in einer Richtung und
mittels einer der Klemmflächen (6,7) die Seillast in der entgegengesetzten Richtung
abfangen.
5. Klemm- und Zugvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, dass
- jedes verschiebbare Klemmelement (5) eine ebene Begrenzungsfläche (15 a, b) aufweist,
- die ebenen Begrenzungsflächen (15 a, b) sich gegenüberliegender verschiebbarer Klemmelemente
(5) im Abstand parallel zueinander angeordnet sind,
- ausgehend von den ebenen Begrenzungsflächen (15 a, b) in jedes verschiebbare Klemmelement
(5) jeweils eine in Längsrichtung des Förderseils (2) verlaufende Nut (16) eingebracht
ist, die im Querschnitt teilkreisförmig ist und sich über die gesamte Länge der ebenen
Begrenzungsfläche (15a, b) erstreckt und
- die Nuten (16) in gegenüberliegenden verschiebbaren Klemmelementen (5) miteinander
fluchten.
6. Klemm- und Zugvorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Nuten (16) in den gegenüberliegenden verschiebbaren Klemmelementen (5) formschlüssig
jeweils ein zylindrisches Führungsteil (18a, b) eines zweiteiligen Führungselementes
(17) für das Förderseil (2) aufnehmen, wobei jedes Führungsteil (18 a, b) um eine
Achse parallel zum Nutverlauf in der Nut (16) schwenkbar ist.
7. Klemm- und Zugvorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass in jedes Führungsteil (18 a, b) eine Seilbettungsnut (19) eingebracht ist, die an
dem Förderseil (2) bündig zur Anlage bringbar ist.
8. Klemm- und Zugvorrichtung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass an jedem Führungsteil (18 a, b) zumindest an seiner Deckfläche ein Bund (20) angeordnet
ist.
9. Klemm- und Zugvorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Bund (20) Mittel zur Führung (22) der Schwenkbewegung des Führungsteils (18 a,
b) in der jeweiligen Nut (16) aufweist.
10. Klemm- und Zugvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass jedes verschiebbare Klemmteil (5) mittels mindestens einem Bolzen (23) in einer Führungsnut
(24) geführt wird, die am Gestell (8,9) der Klemm- und Zugvorrichtung (1) angeordnet
ist.
1. Clamping and pulling device for the cycled extraction of the hoisting cables of optionally
one of the strands of a shaft hoisting system, comprising
- fixed clamping elements in the longitudinal direction of the hoisting cables and
movably arranged clamping elements, wherein two respective opposite movable clamping
elements, which surround the hoisting cable in pairs, effect non-positive pressing
on the hoisting cable,
- at least one wedge-shaped clamping surface having an upwardly pointing wedge tip
and at least one wedge-shaped clamping surface having a downwardly pointing wedge
tip on each fixed and on each movable clamping element,
- a drive for moving the movable clamping elements back and forth
characterised in that
- the wedge-shaped clamping surfaces (6, 7) having an upwardly pointing wedge tip
and having a downwardly pointing wedge tip are arranged adjacent to each other on
each clamping element (4, 5) transversely (3a) to the longitudinal direction (3) of
each hoisting cable (2).
2. The clamping and pulling device according to claim 1, characterised in that respectively a plurality of roller bodies (10) are disposed between each wedge-shaped
clamping surface (6) having an upwardly pointing wedge tip and the wedge-shaped clamping
surface (7) opposite thereto of opposite clamping elements (4, 5).
3. The clamping and pulling device according to claim 2, characterised in that the roller bodies (10) are held in a roller body cage (11).
4. The clamping and pulling device according to any one of claims 1 to 3, characterised in that each clamping element (4, 5) has three wedge-shaped clamping surfaces (6, 7), wherein
the clamping elements (4, 5) capture the cable load in one direction with the aid
of two of the clamping surfaces (6, 7) and capture the cable load in the opposite
direction by means of one of the clamping surfaces (6, 7).
5. The clamping and pulling device according to any one of claims 1 to 4,
characterised in that
- each movable clamping element (5) has a flat boundary surface (15a, b),
- the flat boundary surfaces (15a, b) of opposite movable clamping elements are disposed
at a distance parallel to one another,
- starting from the flat boundary surfaces (15a, b) respectively one groove (16) running
in the longitudinal direction of the hoisting cable (2) is incorporated in each movable
clamping element (5), which groove is partially circular in cross-section and extends
over the entire length of the flat boundary surface (15a, b) and
- the grooves (16) are aligned with one another in opposite movable clamping elements
(5).
6. The clamping and pulling device according to claim 5, characterised in that the grooves (16) in the opposite movable clamping elements (5) positively receive
respectively one cylindrical guide part (18a, b) of a two-part guide element (17)
for the hoisting cable, wherein each guide part (18a, b) is pivotable about an axis
parallel to the groove profile in the groove (16).
7. The clamping and pulling device according to claim 6, characterised in that a cable bedding groove (19) is incorporated in each guide part (18a, b), which can
be brought to abut flush against the hoisting cable (2).
8. The clamping and pulling device according to claim 6 or 7, characterised in that a collar (20) is disposed on each guide part (18a, b) at least on its top surface.
9. The clamping and pulling device according to claim 8, characterised in that the collar (20) has means for guiding (22) the pivoting movement of the guide part
(18a, b) in the respective groove (16).
10. The clamping and pulling device according to any one of claims 1 to 9, characterised in that each movable clamping part (5) is guided by means of at least one pin (23) in a guide
groove (24), which is disposed on the frame (8, 9) of the clamping and pulling device
(1).
1. Dispositif de serrage et de traction pour retirer en cadence les câbles tracteurs
de l'un des brins au choix d'une installation d'extraction, comprenant
- des éléments de serrage stationnaires en direction longitudinale des câbles de traction
et des éléments de serrage disposés en étant déplaçables, chaque fois deux éléments
de serrage déplaçables opposés provoquant par paires une pression par complémentarité
de force contre le câble de traction, en enserrant le câble de traction,
- au moins une surface de serrage cunéiforme, avec la pointe du cône dirigée vers
le haut et au moins une surface de serrage cunéiforme, avec la pointe du cône dirigée
vers le bas sur chaque élément de serrage stationnaire et sur chaque élément de serrage
déplaçable,
- un entraînement pour le déplacement aller et retour des éléments de serrage déplaçables
caractérisé en ce que
- à la transversale (3a) de la direction longitudinale (3) de chaque câble de traction
(2), les surfaces de serrage cunéiformes (6, 7) avec la pointe du cône dirigée vers
le haut et avec la pointe du cône dirigée vers le bas sont disposées côte à côte sur
chaque élément de serrage (4, 5).
2. Dispositif de serrage et de traction selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'entre chaque surface de serrage cunéiforme (6) avec la pointe du cône dirigée vers
le haut et la surface de serrage cunéiforme (7) avec la pointe du cône dirigée vers
le bas qui lui est opposée d'éléments de serrage (4, 5) opposés sont disposés chaque
fois plusieurs corps de roulement (10).
3. Dispositif de serrage et de traction selon la revendication 2, caractérisé en ce que les corps de roulement (10) sont maintenus dans une cage (11) pour corps de roulement.
4. Dispositif de serrage et de traction selon l'une quelconque des revendications 1 à
3, caractérisé en ce que chaque élément de serrage (4, 5) comporte trois surface de serrage cunéiformes (6,
7), à l'aide de deux des surfaces de serrage (6, 7), les éléments de serrage (4, 5)
récupérant la charge du câble dans une direction et au moyen de l'une des surfaces
de serrage (6, 7), récupérant la charge du câble dans la direction opposée.
5. Dispositif de serrage et de traction selon l'une quelconque des revendications 1 à
4,
caractérisé en ce que
- chaque élément de serrage (5) déplaçable comporte une surface de délimitation (15
a, b) plane,
- les surfaces de délimitation (15 a, b) planes d'éléments de serrage (5) déplaçables
opposés sont disposées en étant mutuellement parallèles, avec un écart,
- en partant des surfaces de délimitation (15 a, b) planes, dans chaque élément de
serrage (5) déplaçable est ménagée chaque fois une rainure (16) s'étendant dans la
direction longitudinale du câble de traction (2), qui dans la section transversale
est en forme de cercle primitif et qui s'étend sur toute la longueur des surfaces
de délimitation (15 a, b) planes et
- les rainures (16) dans des éléments de serrage (5) déplaçables opposés sont alignées
les unes par rapport aux autres.
6. Dispositif de serrage et de traction selon la revendication 5, caractérisé en ce que les rainures (16) dans les éléments de serrage (5) déplaçables opposés reçoivent
par complémentarité de forme chaque fois une pièce de guidage (18 a, b) cylindrique
d'un élément de guidage (17) en deux pièces pour le câble de traction (2), chaque
pièce de guidage (18 a, b) pouvant pivoter dans la rainure (16) autour d'un axe, à
la parallèle du trajet de la rainure (16).
7. Dispositif de serrage et de traction selon la revendication 6, caractérisé en ce que dans chaque pièce de serrage (18 a, b) est ménagée une rainure (19) de logement du
câble que l'on peut amener en appui affleurant contre le câble de traction (2).
8. Dispositif de serrage et de traction selon la revendication 6 ou la revendication
7, caractérisé en ce que sur chaque pièce de guidage (18 a, b), au moins sur sa surface de recouvrement est
disposé un collet de butée (20).
9. Dispositif de serrage et de traction selon la revendication 8, caractérisé en ce que le collet de butée (20) comporte des moyens pour le guidage (22) du mouvement de
pivotement de la pièce de guidage (18 a, b) dans la rainure (16) concernée.
10. Dispositif de serrage et de traction selon l'une quelconque des revendications 1 à
9, caractérisé en ce que chaque pièce de serrage (5) déplaçable est guidée au moyen d'au moins un boulon (23)
dans une rainure de guidage (24) qui est disposée sur le bâti (8, 9) du dispositif
de serrage et de traction (1).