(19)
(11) EP 2 585 396 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
18.06.2014  Patentblatt  2014/25

(21) Anmeldenummer: 11729300.1

(22) Anmeldetag:  30.06.2011
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
B66B 19/02(2006.01)
(86) Internationale Anmeldenummer:
PCT/EP2011/061021
(87) Internationale Veröffentlichungsnummer:
WO 2012/010391 (26.01.2012 Gazette  2012/04)

(54)

KLEMM- UND ZUGVORRICHTUNG

CLAMPING AND PULLING DEVICE

DISPOSITIF DE SERRAGE ET DE TRACTION


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR

(30) Priorität: 22.07.2010 DE 102010032004

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
01.05.2013  Patentblatt  2013/18

(73) Patentinhaber: Olko-Maschinentechnik GmbH
59399 Olfen (DE)

(72) Erfinder:
  • SCHRÖDER, Walter
    57258 Freudenberg (DE)

(74) Vertreter: Kohlmann, Kai 
Donatusstrasse 1
52078 Aachen
52078 Aachen (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
DE-C1- 3 329 152
FR-A1- 2 606 764
FR-A1- 2 544 705
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft eine Klemm- und Zugvorrichtung zum taktweisen Herausziehen der Förderseile wahlweise eines der Trume einer Schachtförderanlage, umfassend in Längsrichtung der Förderseile feststehende Klemmelemente und verschiebbar angeordnete Klemmelemente, wobei jeweils zwei sich gegenüberliegende, verschiebbare Klemmelemente paarweise das Förderseil umfassend eine kraftschlüssige Anpressung an das Förderseil bewirken, mindestens eine keilige Klemmfläche mit nach oben weisender Keilspitze und mindestens eine keilige Klemmfläche mit nach unten weisender Keilspitze an jedem feststehenden und an jedem verschiebbaren Klemmelement und einen Antrieb zum Hin- und Herbewegen der verschiebbaren Klemmelemente.

    [0002] Das Ziehen von Förderseilen zum Zweck der Entlastung der Seile mit Hilfe einer Klemm- und Zugvorrichtungen ist zum Beispiel beim Seilwechsel, Ausbau und Einbau von Fördermitteln und Seilgeschirren sowie bei Reparaturen erforderlich.

    [0003] Ein Verfahren zum taktweisen Herausziehen eines Förderseils zum Zwecke der Entlastung der Seile bei einer Schachtförderanlage mittels einer Klemm- und Zugvorrichtung ist in der DE 33 44 231 C2 beschrieben. Bei dem Verfahren ist eine Klemmvorrichtung ortsfest in dem einen Trum und eine Klemm- und Zugvorrichtung in dem anderen Trum angeordnet. Die beweglich angeordnete Klemm- und Zugvorrichtung wird beispielsweise mit Hubzylindern längs der Förderseile in dem Trum hin- und herbewegt, um das Förderseil herauszuziehen. Die ortsfeste Klemmvorrichtung und die bewegliche Klemm- und Zugvorrichtung können auch in demselben Trum übereinander angeordnet sein.

    [0004] Aus der DE 39 36 845 C1 ist eine Klemm- und Zugvorrichtung bekannt, mit der ein Ziehen der Last unabhängig von der Wirkrichtung der Last im Förderseil ohne aufwendigen Umbau der Vorrichtung möglich ist. Diese gattungsgemäße Klemm- und Zugvorrichtung ist mit in Längsrichtung der Förderseile feststehenden und mittels Verstellzylindern verschiebbar angeordneten Klemmkeilen versehen, die jeweils paarweise das Förderseil umfassend eine kraftschlüssige Anpressung an das Förderseil bewirken und zwischen denen jeweils Ausnehmungen zum Verkürzen des notwendigen Hubes verwendet werden, wobei ferner zwischen den sich gegenüberliegenden bewegbaren Klemmkeilen und den feststehenden Klemmkeilen zwei Wälzkörper angeordnet sind. Die Ausnehmungen dienen als Ruhepositionen, in denen die Wälzkörper liegen, wenn die verfahrbaren Klemmkeilen der Klemm- und Zugvorrichtung völlig geöffnet sind und daher die Förderseile frei hängen. Die Ausnehmungen sind erforderlich, um den Bewegungsweg der verschiebbaren Klemmkeile für eine hinreichende Klemmwirkung in Grenzen zu halten. Ohne die Ausnehmungen wäre auch ein außerordentlich langer Bewegungsweg erforderlich, um einen hinreichenden Abstand zwischen den Klemmelementen für das Eintauchen der Förderseile zu schaffen.

    [0005] Die keiligen Klemmflächen von den bewegbaren Klemmkeilen und den feststehenden Klemmkeilen sind in Längsrichtung des Förderseils abwechselnd in Klemmflächen mit nach unten weisenden und nach oben weisenden Keilspitzen unterteilt. An den Außenseiten der keiligen Klemmflächen der bewegbaren Klemmkeile, der feststehenden Klemmkeile und der Ausnehmungen sind durchlaufende Verzahnungen angeordnet, in die Zahnräder eingreifen, die drehbar in Bezug auf die Wälzkörper gelagert sind. Um den Eingriff der Verzahnung sicherzustellen, sind die bewegbaren Klemmkeile mit Bolzen versehen, die in einer Profilnut geführt sind.

    [0006] Ein wesentlicher Nachteil der bekannten Klemm- und Zugvorrichtung besteht in deren großer Bauhöhe. Ein weiterer Nachteil besteht in dem hohen Platzbedarf der über die Wälzkörper zusammenwirkenden Klemmkeile, insbesondere bei hohen Lasten. Sämtliche Klemmkräfte zwischen den Klemmkeilen werden von den lediglich zwei Wälzkörpern aufgenommen und übertragen, die bei hohen Lasten große Durchmesser aufweisen müssen, um die Belastung schadlos und dauerhaft aufnehmen zu können. Die bekannte Klemm- und Zugvorrichtung kann daher bei Schachtförderanlagen mit hohen Seillasten und geringen Seilabständen nicht eingesetzt werden.

    [0007] Wird die bekannte Klemm- und Zugvorrichtung gleichwohl bei geringen Seilabständen und hohen Seillasten eingesetzt, müssen die Klemmkeile äußerst schlank ausgeführt werden. Dies birgt das Risiko eines Versagens einzelner im Eingriff befindlicher Klemmkeile mit der Folge, dass das Förderseil den Halt verliert und in den Schacht stürzen kann. Hierdurch wird nicht nur ein erheblicher Sachschaden, sondern möglicherweise auch ein Personenschaden verursacht.

    [0008] Ausgehend von diesem Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zu Grunde, eine Klemm- und Zugvorrichtung der eingangs erwähnten Art zu schaffen, die eine geringere Bauhöhe aufweist und für einen Einsatz an Schachtförderanlagen mit hohen Seillasten bei geringen Seilabständen geeignet ist.

    [0009] Diese Aufgabe wird bei einer Klemm- und Zugvorrichtung der eingangs erwähnten Art dadurch gelöst, dass die keiligen Klemmflächen mit nach oben weisender Keilspitze und mit nach unten weisender Keilspitze an jedem Klemmelement quer zur Längsrichtung des Förderseils nebeneinander angeordnet sind.

    [0010] Abweichend zum Stand der Technik sind die keiligen Klemmflächen nicht mehr in Längsrichtung des Förderseils hintereinander, sondern quer zur Längsrichtung des Förderseils nebeneinander angeordnet. Die derart ausgebildeten Keilelemente bilden ein gegenläufiges "Parallel-Keilsystem". Die Selbsthemmung der Klemmelemente basiert auf dem Verhältnis des Keilwinkels der gegenläufigen Klemmflächen zu den Reibwerten am Förderseil und zwischen den zusammenwirkenden, gegenläufigen Klemmflächen.

    [0011] Die geringere Bauhöhe der erfindungsgemäßen Klemm- und Zugvorrichtung reduziert den Platzbedarf im Fördergerüst oder -turm, wodurch sich die Kosten für die Errichtung des Fördergerüstes oder -turms reduzieren oder bei einem schon vorhandenen Fördergerüst oder -turm ein nachträglicher Einbau erst ermöglicht wird.

    [0012] Ein weiterer Vorteil der erfindungsgemäßen Klemmelemente besteht darin, dass die Geometrie der Klemmflächen gegenüber dem Stand der Technik einfach sein kann. Die Klemmflächen sind im einfachsten Fall als Ebenen ohne die Notwendigkeit komplexer Übergangsbereiche, wie sie im Stand der Technik erforderlich sind, ausgebildet.

    [0013] Um die Klemmsicherheit des Förderseils zu erhöhen sind in vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung zwischen jeder keiligen Klemmfläche mit nach oben weisender Keilspitze und der gegenüberliegenden keiligen Klemmfläche mit nach unten weisender Keilspitze, nachfolgend auch als Klemmflächensatz bezeichnet, jeweils mehrere Wälzkörper angeordnet. Die Rollreibung der Wälzkörper ist im allgemeinen um eine 10er Potenz niedriger als die unmittelbare Gleitreibung zwischen den keiligen Klemmflächen.

    [0014] Die bei hohen Lasten im Förderseil erforderlichen Klemmkräfte können in dieser Ausgestaltung der Erfindung von einer Vielzahl von Wälzkörpern zwischen den Klemmflächen eines Klemmflächensatzes übernommen werden. In Folge dessen ist bei hohen Lasten keine Vergrößerung der Durchmesser der Wälzkörper erforderlich, um die hohen Belastungen schadlos und dauerhaft aufnehmen zu können. Hierdurch lässt sich die erfindungsgemäße Klemm- und Zugvorrichtung unter Nutzung der vorteilhaften Rollreibung auch bei hohen Seillasten und geringen Seilabständen einsetzen.

    [0015] Konstruktiv vorteilhaft werden die mehreren Wälzkörper zwischen den Klemmflächen eines Klemmflächensatzes in einem Wälzkörperkäfig gehaltert, der an den feststehenden oder verschiebbaren Klemmelementen befestigt ist.

    [0016] Der Wälzkörperkäfig kann beispielsweise aus zwei länglichen Flachprofilen bestehen, zwischen denen die Wälzkörper gelagert sind. Der Abstand der Flachprofile entspricht in etwa der Breite der Klemmflächen des Klemmflächensatzes. Die aufwendige, beim Stand der Technik erforderliche Anordnung von Zahnrädern an den Wälzkörpern, die in entsprechende Verzahnungen eingreifen kann erfindungsgemäß vollständig entfallen. Als Wälzkörper können Standardbauteile verwendet werden. Da es sich bei den Wälzkörpern um Verschleißteile handelt, können diese bei Zusammenfassung in einem Wälzkörperkäfig besonders einfach ausgetauscht und/oder gewartet werden.

    [0017] In einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung weist jedes Klemmelement drei keilige Klemmflächen auf, wobei die Klemmelemente mit Hilfe von zwei der Klemmflächen die Seillast in einer Richtung und mittels einer der Klemmflächen die Seillast in der entgegengesetzten Richtung abfangen. Die den zwei Klemmflächen zugeordneten Wälzkörper sind aufgrund der geringeren Breite der beiden Klemmflächen weniger lang als die der breiteren Klemmfläche zugeordneten Wälzkörper. Hierdurch wird eine Überlastung der Klemmelemente vermieden. Die beiden gleichlaufenden Klemmflächen, die die Seillast in der ersten Richtung aufnehmen sind links und rechts von der gegenläufigen Klemmfläche angeordnet, die die Seillast in der entgegengesetzten Richtung aufnimmt.

    [0018] Um zwischen jeweils zwei gegenüberliegenden verschiebbaren Klemmelementen eine wirksame Führung des Förderseils und kraftschlüssige Anpressung an das Förderseil zu bewirken, ist in einer vorteilhaften Ausgestaltung der Klemm- und Zugvorrichtung vorgesehen, dass jedes verschiebbare Klemmelement eine ebene Begrenzungsfläche aufweist, die ebenen Begrenzungsflächen der sich gegenüberliegenden verschiebbaren Klemmelemente im Abstand parallel zueinander angeordnet sind, ausgehend von den ebenen Begrenzungsflächen in jedes verschiebbare Klemmelement jeweils eine in Längsrichtung des Förderseils verlaufende Nut eingebracht ist, die im Querschnitt teilkreisförmig ist und sich über die gesamte Länge der ebenen Begrenzungsfläche erstreckt und die Nuten in gegenüberliegenden verschiebbaren Klemmelementen miteinander fluchten.

    [0019] Vorzugsweise nehmen die Nuten in den gegenüberliegenden verschiebbaren Klemmelementen formschlüssig jeweils ein zylindrisches Führungsteil eines zweiteiligen Führungselementes für das Förderseil auf, wobei jedes Führungsteil um eine senkrechte Achse parallel zum Nutverlauf in der Nut verschwenkbar ist. In jedes Führungsteil ist zum Förderseil hin eine Seilbettungsnut eingebracht, die an dem Förderseil bündig zur Anlage bringbar ist. Zur Aufnahme des Förderseils werden die zylindrischen Führungsteile des Führungselementes durch Drehung um ihre senkrechten Achsen geöffnet, um die Klemm- und Zugvorrichtung in Richtung des Förderseils quer zu dessen Längserstreckung zu verschieben, wobei jedes Förderseil seitlich zwischen die ebenen Begrenzungsflächen sich gegenüberliegender verschiebbarer Klemmelemente gelangt. Bei diesem seitlichen Eintauchen der Förderseile zwischen die Begrenzungsflächen schließen sich die zylindrischen Führungsteile zwangsläufig und gelangen an der Seilbettungsnut bündig zur Anlage. Nach einer geringfügigen vertikalen Verschiebung der verschieblichen Klemmelemente wird die erforderliche Anfangsklemmung herbeigeführt. Die in derselben Richtung angreifende Seillast bewegt das verschiebliche Klemmelement weiter bis beim Zusammendrücken des Förderseils eine selbsthemmende Verklemmung erfolgt. Da die verschiebbaren Klemmelemente bei einer geringfügigen vertikalen Bewegung in Seilrichtung unmittelbar an dem Förderseil zur Anlage gelangen, werden die bei der bereits bekannten Klemm- und Zugvorrichtung erforderlichen Ausnehmungen in den keiligen Klemmflächen nicht benötigt.

    [0020] Aufgrund der lediglich formschlüssigen Aufnahme des zweiteiligen Führungselementes in den Nuten der verschiebbaren Klemmelemente kann das Führungselement einfach ausgetauscht werden. Dies lässt eine Ausbildung des Führungselementes als Verschleißteil zu. Des Weiteren kann das Führungselement durch Einbringen unterschiedlich großer Seilbettungsnuten an unterschiedliche Durchmesser der Förderseile angepasst werden. Schließlich kann durch die Materialwahl der Führungsteile ein seilschonendes Verklemmen der Förderseile bewirkt werden. In Betracht kommt insbesondere Lagermetall. Dies ist eine Legierung aus Blei, Zinn, Antimon und Kupfer, die insbesondere für Gleitlager vorteilhaft ist. Aufgrund der relativ geringen Härte und Druckfestigkeit der Lagermetalle besteht vorzugsweise ausschließlich die Seilbettungsnut aus Lagermetall.

    [0021] Um bei geöffneten Klemmelementen der Klemm- und Zugvorrichtung die zylindrischen Führungsteile an einem Herausgleiten aus den Nuten der Klemmelemente zu hindern, ist in vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung an jedem Führungsteil zumindest an seiner Deckfläche ein Bund angeordnet. Vorzugsweise befindet sich auch an der Grundfläche jedes Führungsteils ein Bund. Der Bund an der Deckfläche liegt auf der Oberseite der verschiebbaren Klemmelemente auf. Um ein Herausgleiten der Führungsteile aus der jeweiligen Nut quer zur Längsrichtung des Förderseils zu verhindern und eine stets gleiche Schwenkbewegung der lediglich formschlüssig von den Nuten aufgenommenen Führungsteile zu gewährleisten, ist in einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung vorgesehen, dass der Bund Mittel zur Führung der Schwenkbewegung des Führungsteils in der jeweiligen Nut aufweist. Als Führungsmittel kommt beispielsweise ein auf der Oberseite des Bundes angeordneter Stift in Betracht, der in eine die Schwenkbewegung vorgebende Führungskulisse eingreift.

    [0022] Um die Bewegung der verschiebbaren Klemmteile zu führen, wird jedes verschiebbare Klemmteil mittels mindestens eines Bolzens in einer Profilnut in dem Gestell der Klemm- und Zugvorrichtung geführt. Das Gestell der Klemm- und Zugvorrichtung umfasst vorzugsweise eine abnehmbare Frontplatte und eine rückwärtige rahmenartige Platte, wobei die Profilnut vorzugsweise in die abnehmbare Frontplatte eingebracht wird. Zwischen den Platten sind die feststehenden und verschieblichen Keilelemente angeordnet. Die Profilnut ist vorzugsweise derart ausgebildet, dass die Klemmelemente in der vertikalen Mittelstellung entlang ihres Verschiebewegs in Richtung des Förderseils stets ihren größten Abstand voneinander aufweisen. Aus der vertikalen Mittelstellung können die beweglichen Klemmelemente mit Hilfe des Antriebs in Richtung des Förderseils sowohl nach oben als auch nach unten verschoben werden.

    [0023] Nachfolgend wird die Erfindung anhand der Figuren näher erläutert. Es zeigen:
    Figur 1
    eine isometrische Darstellung einer erfindungsgemäßen Klemm- und Zugvorrichtung,
    Figur 2
    eine Vorderansicht auf eine erfindungsgemäße Klemm- und Zugvorrichtung für drei Förderseile mit abgenommenen Frontblechen,
    Figur 3
    eine Aufsicht auf die Klemm- und Zugvorrichtung nach Figur 2 jedoch mit montierten Frontblechen,
    Figur 4
    eine isometrische Darstellung eines Führungsteils eines zweiteiligen Führungselementes der erfindungsgemäßen Klemm- und Zugvorrichtung,
    Figur 5
    eine teilweise Seitenansicht auf eine erfindungsgemäße Klemm- und Zugvorrichtung entsprechend Figur 2 mit den Schnittlinien A-A und B-B,
    Figur 6
    eine Darstellung entlang der Schnittlinie A-A nach Figur 5 in einer ersten Betriebsposition des Führungselementes,
    Figur 7
    eine Darstellung entlang der Schnittlinie A-A nach Figur 5 in einer zweiten Betriebsposition des Führungselementes,
    Figur 8
    eine Darstellung entlang der Schnittlinie B-B nach Figur 5 in der ersten Betriebsposition des Führungselementes,
    Figur 9
    eine Darstellung entlang der Schnittlinie B-B nach Figur 5 in der zweiten Betriebsposition des Führungselementes,
    Figur 10
    eine schematische Darstellung entlang der Schnittlinien C-C und E-E nach Figur 9 ohne Darstellung der Wälzkörper,
    Figur 11
    eine schematische Darstellung entlang der Schnittlinie D-D nach Figur 9 ohne Darstellung der Wälzkörper,
    Figur 12
    eine schematische Teildarstellung der Klemm- und Zugvorrichtung in Seitenansicht zur Veranschaulichung der Lastabtragung in einer ersten Richtung ohne Darstellung der Wälzkörper,
    Figur 13
    eine schematische Teildarstellung der Klemm- und Zugvorrichtung zur Veranschaulichung der Lastabtragung in zu Figur 12 entgegengesetzter Richtung ohne Darstellung der Wälzkörper sowie
    Figur 14
    eine teilweise Vorderansicht auf eine erfindungsgemäße Klemm- und Zugvorrichtung zur Veranschaulichung des Verlaufs der Führungsnuten zur Führung der verschiebbaren Klemmelemente.


    [0024] Die in Figur 1 dargestellte Klemm- und Zugvorrichtung (1) für ein vertikal laufendes, in Figur 1 nicht dargestelltes Seil (2) eines der Trume einer Schachtförderanlage umfasst in Längsrichtung (3) des Förderseils zwei feststehende Klemmelemente (4) und zwei verschiebbare Klemmelemente (5), die mit an den oberen Stirnflächen der verschiebbaren Klemmelemente (5) angreifenden Antrieben (26) zum Hin- und Herbewegen verbunden sind (vgl. Figur 2). Als Antrieb (26) kommt beispielsweise ein in Figur 2 dargestellter hydraulischer Zylinder zum Einsatz. In Betracht kommen jedoch auch andere Linear-Antriebe oder Hebelsysteme, die die Hin- und Herbewegung der verschiebbaren Klemmelemente (5) in Längsrichtung (3) des Förderseils (2) bewirken.

    [0025] Die beiden verschiebbaren Klemmelemente (5) umfassen paarweise das Förderseil (2) und bewirken durch Verschiebung der Klemmelemente (5) eine Anpressung an das Förderseil (2). An den Klemmelementen (4, 5) befinden sich Klemmflächen (6) mit nach oben weisender Keilspitze und Klemmflächen (7) mit nach unten weisender Keilspitze. Die Keilspitze der Klemmflächen ergibt sich durch eine gedachte Vertikal-Ebene, die mit der keiligen Klemmfläche (6, 7) den Keilwinkel (α) einschließt. Die Keilwinkel (α) stimmen bei sämtlichen Klemmelementen überein.

    [0026] In dem in Figur 1 dargestellten Ausführungsbeispiel liegen jeweils zwei Klemmflächen (6) mit nach oben weisender Keilspitze an den feststehenden Klemmelementen (4) zwei Klemmflächen (7) mit nach unten weisenden Keilspitzen gegenüber, die an dem verschiebbaren Klemmelement (5) angeordnet sind. Der mittleren Klemmfläche (7) mit nach unten weisender Keilspitze jedes feststehenden Klemmelementes (4) liegt jeweils eine Klemmfläche (6) mit nach oben weisender Keilspitze an den beiden verschiebbaren Klemmelementen (5) gegenüber.

    [0027] Abweichend zum Stand der Technik sind die keiligen Klemmflächen (6, 7) an sämtlichen Klemmelementen (4, 5) quer (3a) zur Längsrichtung (3) des Förderseils nebeneinander in dem Gehäuse der Klemm- und Zugvorrichtung (1) angeordnet. Das Gehäuse umfasst mehrere in Figur 1 dargestellte Frontplatten (8) und eine in Figur 1 nicht dargestellte rahmenartige rückwärtige Platte (9) (vgl. Figur 3).

    [0028] Zwischen jeder keiligen Klemmfläche (6) mit nach oben weisender Keilspitze und der ihr gegenüberliegenden keiligen Klemmfläche (7) mit nach unten weisender Keilspitze sind jeweils mehrere Wälzkörper (10) angeordnet, die in einem Wälzkörperkäfig (11) gelagert sind. Die Wälzkörperkäfige (11) werden aus zwei länglichen plattenförmigen Profilen (12) gebildet, zwischen denen sich die Wälzkörper (10) erstrecken. Die Wälzkörperkäfige (11) sind an quaderförmigen Blöcken (13 a, b) lösbar mittels eines Bolzens (14) gehaltert, der in endseitig an den Profilen angeordnete Langlöcher eingreift. Die Langlöcher erlauben eine Relativbewegung der Wälzkörperkäfige gegenüber den Klemmflächen (6,7) beim Abrollen der Wälzkörper. Aufgrund der lösbaren Anordnung sind die Wälzkörper als Verschleißteile rasch auswechselbar. Die breiteren Blöcke (13 a) sind an der oberen Stirnfläche der feststehenden Klemmelemente (4) angeordnet, während die schmaleren Blöcke (13 b) an der oberen Stirnfläche der verschiebbaren Klemmelemente (5) angeordnet sind.

    [0029] Die beiden verschiebbaren Klemmelemente (5) weisen jeweils eine ebene Begrenzungsfläche (15 a, b) auf, die in einem Abstand parallel zueinander angeordnet sind. Ausgehend von der ebenen Begrenzungsfläche (15 a, b) ist in jedes der beiden verschiebbaren Klemmelemente (5) eine in Längsrichtung (3) des Förderseils (2) verlaufende, im Querschnitt halbkreisförmige Nut (16) eingebracht, die sich über die gesamte Länge des verschiebbaren Klemmelementes (5) erstreckt. Weiter ist insbesondere aus den Figuren 8, 9 erkennbar, dass die Nuten (16) miteinander fluchten, um ein zweiteiliges Führungselement (17) für das Förderseil (2) aufzunehmen.

    [0030] Zur Erläuterung des Aufbaus und der Wirkungsweise des Führungselementes (17) wird auf die Darstellung in den Figuren 4 - 9 hingewiesen. Das Führungselement (17) umfasst zwei zylindrische Führungsteile (18 a, b), wobei in jedes Führungsteil (18 a, b) eine Seilbettungsnut (19) eingebracht ist. Die Führungsteile (18 a, b) sind innerhalb der Nuten (16) in den verschiebbaren Klemmelementen (5) um eine Achse parallel zum Verlauf der Nut (16) schwenkbar, wie sich dies insbesondere aus den Figuren 6 - 9 ergibt. Aus den Schnittdarstellungen in den Figuren 8 und 9 ist erkennbar, wie die zylindrischen Führungsteile (18 a, b) formschlüssig von den Nuten (16) aufgenommen werden. Der Außenmantel (28) der Führungsteile (18 a, b) weist im Querschnitt einen übereinstimmenden Durchmesser wie die im Querschnitt halbkreisförmige Nut (16) auf, so dass die Nuten (16) eine Rundführung für die zylindrischen Führungsteile (18 a, b) bilden.

    [0031] An den zylindrischen Führungsteilen (18 a, b) ist sowohl an der Grund- als auch der Deckfläche ein als Anschlag dienender ringförmiger Bund (20) angeordnet, der bei geöffneten Klemmelementen (5) ein Abgleiten der Führungsteile (18a, b) in Seilrichtung (3) verhindert. Jeder Bund (20) weist zusätzlich einen Stift (22) auf, der in eine Führungskulisse (21) eingreift, die die Schwenkbewegung der Führungsteile (18 a, b) um ihre Schwenkachse führt und verhindert, dass die Führungsteile bei geöffneten Klemmelementen (5) quer (3a) zur Längsrichtung (3) des Förderseils (2) aus der Nut (16) herausgleiten können.

    [0032] Die Führung der verschiebbaren Klemmelemente (5) in dem Gehäuse der Klemm- und Zugvorrichtung (1) erfolgt mittels der aus den Figuren 1 und 14 erkennbaren, sich quer durch die verschiebbaren Klemmelemente (5) erstreckenden Bolzen (23), die jeweils in eine Führungsnut (24) in der Frontplatte (8) eingreifen, deren Verlauf aus der Aufsicht auf die Frontplatte (8) in Figur 14 erkennbar ist. In der vertikalen Mittelstellung weisen die verschiebbaren Klemmelemente (5), aufgrund des dort größten Abstandes der gegenüberliegenden Führungsnuten (24), den größten Abstand zueinander auf.

    [0033] Figuren 7 und 9 zeigen die Stellung, die die Führungsteile (18 a, b) in der Mittelstellung einnehmen, bevor die Klemm- und Zugvorrichtung (1) in die Ebene der Förderseile (2) geschoben wird. In dieser geöffneten Position der verschiebbaren Klemmelemente (5) und der Führungsteile (18a, b) wird die Klemm- und Zugvorrichtung (1) in Richtung des Trums über die Förderseile (2) geschoben, bis diese sich zwischen den geöffneten Führungsteilen (18 a, b) des Führungselementes (17) befinden. Die Bewegungsrichtung quer zu den Förderseilen (2) ist in den Figuren 7 und 9 durch den Pfeil (25) angedeutet.

    [0034] Beim Eintauchen des Förderseils (2) zwischen die Führungsteile (18 a, b) gelangt das Förderseil (2) an einer Seilbettungsnut (19) zur Anlage und dreht die Führungsteile (18 a, b) um ihre senkrechte Achse, so dass diese in die in den Figuren 6 bzw. 8 dargestellte, geschlossene Position gelangen. Nach diesem Schließen der Führungsteile (18a, b) liegt das Förderseil (2) bereits bis auf geringe Toleranzen bezüglich des Seildurchmessers in der Seilbettungsnut (19) des Führungselementes (17). Abweichend zum Stand der Technik ist nur noch ein außerordentlich kleiner Hub des Antriebs (26) erforderlich, um die erforderliche kraftschlüssige Anpressung der Seilbettungsnut (19) an dem Förderseil (2) mittels der verschiebbaren Klemmelemente (5) zu bewirken.

    [0035] In Figur 2 ist eine vollständige Klemm- und Zugvorrichtung (1) für die Aufnahme von drei Förderseilen (2) in Vorderansicht mit abgenommener Frontplatte (8) dargestellt. Die als hydraulische Zylinder ausgebildeten Antriebe (26) zum Hin- und Herbewegen der verschiebbaren Klemmelemente (5) in Längsrichtung (3) sind in dieser Darstellung gut erkennbar.

    [0036] Figur 3 zeigt eine Draufsicht auf die Klemm- und Zugvorrichtung (1) nach Figur 2 mit geöffneten Führungsteilen (18 a, b) der Führungselemente (17). In der Aufsicht nach Figur 3 sind die Frontplatten (8) montiert. Die Frontplatten (8) werden mittels Schraubverbindungen (27) an der rückwärtigen, rahmenartigen Platte (9) der Klemm- und Zugvorrichtung (1) angeschraubt, die durch die feststehenden Klemmelemente (4) hindurchgehen und diese ebenfalls an der rückwärtigen Platte 9 befestigen.

    [0037] Figur 10 zeigt die Schnitte entlang der Linien C-C und E-E nach Figur 9 zur Veranschaulichung des Verlaufs der Klemmflächen (6) mit nach oben weisender Keilspitze an den feststehenden Klemmelementen (4) und der Klemmflächen (7) mit nach unten weisenden Keilspitzen an den beweglichen Klemmelementen (5), während Figur 11 den Verlauf der Klemmflächen (7) mit nach unten weisender Keilspitze an den feststehenden Klemmelementen (4) und der Klemmflächen (6) mit nach oben weisender Keilspitze an den verschiebbaren Klemmelementen (5) veranschaulicht. Des Weiteren ist der Keilwinkel (α) zwischen der Klemmfläche (6, 7) und einer gedachten Vertikal-Ebene (29), die sich durch das Klemmelement (4 bzw. 5) erstreckt, dargestellt. Die keiligen Klemmflächen (6, 7) bilden zusammen mit der gedachten Vertikal-Ebene eine nach unten weisende Keilspitze (30) an jedem verschiebbaren Klemmelement (5) und eine nach oben weisende Keilspitze (31) an jedem feststehenden Klemmelement (4) aus. In der Schnittdarstellung D-D nach Figur 11 ist die Richtung der Keilspitzen (30, 31) zwischen den Klemmelementen (4, 5) vertauscht.

    [0038] Figur 12 veranschaulicht die Lastaufnahme durch in Figur 10 dargestellte Klemmflächen (6, 7) durch eine in Richtung des Förderseils (2) nach unten wirkende Last, wobei die Klemmflächen (7) sich nach unten verjüngende äußere Klemmkeile des verschiebbaren Klemmelementes (5) bilden. In Figur 12 befinden sich die zunächst mittels der Antriebe (26) vorgespannten beweglichen Klemmelemente (5) bereits in einer selbsthemmenden Position, in der das Förderseil (2) durch die hohe Klemmkraft zwischen den Führungsteilen (18 a, b) des Führungselementes (17) zusammengedrückt wird.

    [0039] Figur 13 veranschaulicht die Lastaufnahme durch die in Figur 11 dargestellten Klemmflächen (6, 7) durch eine in Richtung des Förderseils (2) nach oben wirkende Last, wobei jede Klemmfläche (6) einen sich nach oben verjüngenden inneren Klemmkeil des verschiebbaren Klemmelementes (5) bildet. In Figur 13 befinden sich die zunächst mittels der Antriebe (26) vorgespannten beweglichen Klemmelemente (5) bereits in einer selbsthemmenden Position, in der das Förderseil (2) durch die hohe Klemmkraft zwischen den Führungsteilen (18 a, b) des Führungselementes (17) zusammengedrückt wird.
    Bezugszeichenliste
    Nr. Bezeichnung Nr. Bezeichnung
    1 Klemm- und Zugvorrichtung 27 Schraubverbindungen
    2 Förderseil 28 Außenmantel
    3 Längsrichtung 29 Vertikalebene
    3 a quer zur Längsrichtung
    4 feststehende Klemmelemente 30 Keilspitze (unten)
    5 verschiebbare Klemmelemente 31 Keilspitze (oben)
    6 Klemmflächen mit nach oben weisender Keilspitze α Keilwinkel
    7 Klemmflächen mit nach unten weisender Keilspitze    
    8 Frontplatte    
    9 rückwärtige Platte    
    10 Wälzkörper    
    11 Walzkörperkäfig    
    12 Profile    
    13 a, b Blöcke    
    14 Bolzen (Wälzkörperkäfig)    
    15 a, b ebene Begrenzungsfläche    
    16 Nut    
    17 Führungselement    
    18 a, b Führungsteile    
    19 Seilbettungsnut    
    20 Bund    
    21 Führung    
    22 Stift    
    23 Bolzen (Klemmteil)    
    24 Führungsnut    
    25 Pfeil (Einschubrichtung)    
    26 Antrieb    



    Ansprüche

    1. Klemm- und Zugvorrichtung zum taktweisen Herausziehen der Förderseile wahlweise eines der Trume einer Schachtförderanlage, umfassend

    - in Längsrichtung der Förderseile feststehende Klemmelemente und verschiebbar angeordnete Klemmelemente, wobei jeweils zwei sich gegenüberliegende, verschiebbare Klemmelemente paarweise das Förderseil umfassend eine kraftschlüssige Anpressung an das Förderseil bewirken,

    - mindestens eine keilige Klemmfläche mit nach oben weisender Keilspitze und mindestens eine keilige Klemmfläche mit nach unten weisender Keilspitze an jedem feststehenden und an jedem verschiebbaren Klemmelement,

    - einen Antrieb zum Hin- und Herbewegen der verschiebbaren Klemmelemente,

    dadurch gekennzeichnet, dass

    - die keiligen Klemmflächen (6, 7) mit nach oben weisender Keilspitze und mit nach unten weisender Keilspitze an jedem Klemmelement (4, 5) quer (3a) zur Längsrichtung (3) jedes Förderseils (2) nebeneinander angeordnet sind.


     
    2. Klemm- und Zugvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen jeder keiligen Klemmfläche (6) mit nach oben weisender Keilspitze und der ihr gegenüberliegenden keiligen Klemmfläche (7) mit nach unten weisender Keilspitze sich gegenüberliegender Klemmelemente (4, 5) jeweils mehrere Wälzkörper (10) angeordnet sind.
     
    3. Klemm- und Zugvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Wälzkörper (10) in einem Wälzkörperkäfig (11) gehaltert sind.
     
    4. Klemm- und Zugvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass jedes Klemmelement (4, 5) drei keilige Klemmflächen (6,7) aufweist, wobei die Klemmelemente (4,5) mit Hilfe von zwei der Klemmflächen (6,7) die Seillast in einer Richtung und mittels einer der Klemmflächen (6,7) die Seillast in der entgegengesetzten Richtung abfangen.
     
    5. Klemm- und Zugvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass

    - jedes verschiebbare Klemmelement (5) eine ebene Begrenzungsfläche (15 a, b) aufweist,

    - die ebenen Begrenzungsflächen (15 a, b) sich gegenüberliegender verschiebbarer Klemmelemente (5) im Abstand parallel zueinander angeordnet sind,

    - ausgehend von den ebenen Begrenzungsflächen (15 a, b) in jedes verschiebbare Klemmelement (5) jeweils eine in Längsrichtung des Förderseils (2) verlaufende Nut (16) eingebracht ist, die im Querschnitt teilkreisförmig ist und sich über die gesamte Länge der ebenen Begrenzungsfläche (15a, b) erstreckt und

    - die Nuten (16) in gegenüberliegenden verschiebbaren Klemmelementen (5) miteinander fluchten.


     
    6. Klemm- und Zugvorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Nuten (16) in den gegenüberliegenden verschiebbaren Klemmelementen (5) formschlüssig jeweils ein zylindrisches Führungsteil (18a, b) eines zweiteiligen Führungselementes (17) für das Förderseil (2) aufnehmen, wobei jedes Führungsteil (18 a, b) um eine Achse parallel zum Nutverlauf in der Nut (16) schwenkbar ist.
     
    7. Klemm- und Zugvorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass in jedes Führungsteil (18 a, b) eine Seilbettungsnut (19) eingebracht ist, die an dem Förderseil (2) bündig zur Anlage bringbar ist.
     
    8. Klemm- und Zugvorrichtung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass an jedem Führungsteil (18 a, b) zumindest an seiner Deckfläche ein Bund (20) angeordnet ist.
     
    9. Klemm- und Zugvorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Bund (20) Mittel zur Führung (22) der Schwenkbewegung des Führungsteils (18 a, b) in der jeweiligen Nut (16) aufweist.
     
    10. Klemm- und Zugvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass jedes verschiebbare Klemmteil (5) mittels mindestens einem Bolzen (23) in einer Führungsnut (24) geführt wird, die am Gestell (8,9) der Klemm- und Zugvorrichtung (1) angeordnet ist.
     


    Claims

    1. Clamping and pulling device for the cycled extraction of the hoisting cables of optionally one of the strands of a shaft hoisting system, comprising

    - fixed clamping elements in the longitudinal direction of the hoisting cables and movably arranged clamping elements, wherein two respective opposite movable clamping elements, which surround the hoisting cable in pairs, effect non-positive pressing on the hoisting cable,

    - at least one wedge-shaped clamping surface having an upwardly pointing wedge tip and at least one wedge-shaped clamping surface having a downwardly pointing wedge tip on each fixed and on each movable clamping element,

    - a drive for moving the movable clamping elements back and forth

    characterised in that

    - the wedge-shaped clamping surfaces (6, 7) having an upwardly pointing wedge tip and having a downwardly pointing wedge tip are arranged adjacent to each other on each clamping element (4, 5) transversely (3a) to the longitudinal direction (3) of each hoisting cable (2).


     
    2. The clamping and pulling device according to claim 1, characterised in that respectively a plurality of roller bodies (10) are disposed between each wedge-shaped clamping surface (6) having an upwardly pointing wedge tip and the wedge-shaped clamping surface (7) opposite thereto of opposite clamping elements (4, 5).
     
    3. The clamping and pulling device according to claim 2, characterised in that the roller bodies (10) are held in a roller body cage (11).
     
    4. The clamping and pulling device according to any one of claims 1 to 3, characterised in that each clamping element (4, 5) has three wedge-shaped clamping surfaces (6, 7), wherein the clamping elements (4, 5) capture the cable load in one direction with the aid of two of the clamping surfaces (6, 7) and capture the cable load in the opposite direction by means of one of the clamping surfaces (6, 7).
     
    5. The clamping and pulling device according to any one of claims 1 to 4, characterised in that

    - each movable clamping element (5) has a flat boundary surface (15a, b),

    - the flat boundary surfaces (15a, b) of opposite movable clamping elements are disposed at a distance parallel to one another,

    - starting from the flat boundary surfaces (15a, b) respectively one groove (16) running in the longitudinal direction of the hoisting cable (2) is incorporated in each movable clamping element (5), which groove is partially circular in cross-section and extends over the entire length of the flat boundary surface (15a, b) and

    - the grooves (16) are aligned with one another in opposite movable clamping elements (5).


     
    6. The clamping and pulling device according to claim 5, characterised in that the grooves (16) in the opposite movable clamping elements (5) positively receive respectively one cylindrical guide part (18a, b) of a two-part guide element (17) for the hoisting cable, wherein each guide part (18a, b) is pivotable about an axis parallel to the groove profile in the groove (16).
     
    7. The clamping and pulling device according to claim 6, characterised in that a cable bedding groove (19) is incorporated in each guide part (18a, b), which can be brought to abut flush against the hoisting cable (2).
     
    8. The clamping and pulling device according to claim 6 or 7, characterised in that a collar (20) is disposed on each guide part (18a, b) at least on its top surface.
     
    9. The clamping and pulling device according to claim 8, characterised in that the collar (20) has means for guiding (22) the pivoting movement of the guide part (18a, b) in the respective groove (16).
     
    10. The clamping and pulling device according to any one of claims 1 to 9, characterised in that each movable clamping part (5) is guided by means of at least one pin (23) in a guide groove (24), which is disposed on the frame (8, 9) of the clamping and pulling device (1).
     


    Revendications

    1. Dispositif de serrage et de traction pour retirer en cadence les câbles tracteurs de l'un des brins au choix d'une installation d'extraction, comprenant

    - des éléments de serrage stationnaires en direction longitudinale des câbles de traction et des éléments de serrage disposés en étant déplaçables, chaque fois deux éléments de serrage déplaçables opposés provoquant par paires une pression par complémentarité de force contre le câble de traction, en enserrant le câble de traction,

    - au moins une surface de serrage cunéiforme, avec la pointe du cône dirigée vers le haut et au moins une surface de serrage cunéiforme, avec la pointe du cône dirigée vers le bas sur chaque élément de serrage stationnaire et sur chaque élément de serrage déplaçable,

    - un entraînement pour le déplacement aller et retour des éléments de serrage déplaçables

    caractérisé en ce que

    - à la transversale (3a) de la direction longitudinale (3) de chaque câble de traction (2), les surfaces de serrage cunéiformes (6, 7) avec la pointe du cône dirigée vers le haut et avec la pointe du cône dirigée vers le bas sont disposées côte à côte sur chaque élément de serrage (4, 5).


     
    2. Dispositif de serrage et de traction selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'entre chaque surface de serrage cunéiforme (6) avec la pointe du cône dirigée vers le haut et la surface de serrage cunéiforme (7) avec la pointe du cône dirigée vers le bas qui lui est opposée d'éléments de serrage (4, 5) opposés sont disposés chaque fois plusieurs corps de roulement (10).
     
    3. Dispositif de serrage et de traction selon la revendication 2, caractérisé en ce que les corps de roulement (10) sont maintenus dans une cage (11) pour corps de roulement.
     
    4. Dispositif de serrage et de traction selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que chaque élément de serrage (4, 5) comporte trois surface de serrage cunéiformes (6, 7), à l'aide de deux des surfaces de serrage (6, 7), les éléments de serrage (4, 5) récupérant la charge du câble dans une direction et au moyen de l'une des surfaces de serrage (6, 7), récupérant la charge du câble dans la direction opposée.
     
    5. Dispositif de serrage et de traction selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que

    - chaque élément de serrage (5) déplaçable comporte une surface de délimitation (15 a, b) plane,

    - les surfaces de délimitation (15 a, b) planes d'éléments de serrage (5) déplaçables opposés sont disposées en étant mutuellement parallèles, avec un écart,

    - en partant des surfaces de délimitation (15 a, b) planes, dans chaque élément de serrage (5) déplaçable est ménagée chaque fois une rainure (16) s'étendant dans la direction longitudinale du câble de traction (2), qui dans la section transversale est en forme de cercle primitif et qui s'étend sur toute la longueur des surfaces de délimitation (15 a, b) planes et

    - les rainures (16) dans des éléments de serrage (5) déplaçables opposés sont alignées les unes par rapport aux autres.


     
    6. Dispositif de serrage et de traction selon la revendication 5, caractérisé en ce que les rainures (16) dans les éléments de serrage (5) déplaçables opposés reçoivent par complémentarité de forme chaque fois une pièce de guidage (18 a, b) cylindrique d'un élément de guidage (17) en deux pièces pour le câble de traction (2), chaque pièce de guidage (18 a, b) pouvant pivoter dans la rainure (16) autour d'un axe, à la parallèle du trajet de la rainure (16).
     
    7. Dispositif de serrage et de traction selon la revendication 6, caractérisé en ce que dans chaque pièce de serrage (18 a, b) est ménagée une rainure (19) de logement du câble que l'on peut amener en appui affleurant contre le câble de traction (2).
     
    8. Dispositif de serrage et de traction selon la revendication 6 ou la revendication 7, caractérisé en ce que sur chaque pièce de guidage (18 a, b), au moins sur sa surface de recouvrement est disposé un collet de butée (20).
     
    9. Dispositif de serrage et de traction selon la revendication 8, caractérisé en ce que le collet de butée (20) comporte des moyens pour le guidage (22) du mouvement de pivotement de la pièce de guidage (18 a, b) dans la rainure (16) concernée.
     
    10. Dispositif de serrage et de traction selon l'une quelconque des revendications 1 à 9, caractérisé en ce que chaque pièce de serrage (5) déplaçable est guidée au moyen d'au moins un boulon (23) dans une rainure de guidage (24) qui est disposée sur le bâti (8, 9) du dispositif de serrage et de traction (1).
     




    Zeichnung



































    Angeführte Verweise

    IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



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    In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente