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EP 2 587 017 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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13.05.2015 Patentblatt 2015/20 |
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Anmeldetag: 14.07.2012 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Kraftfahrzeug mit einer flüssigkeitsgekühlten Brennkraftmaschine
Vehicle with a liquid-cooled internal combustion engine
Véhicule avec un moteur à combustion interne refroidi par liquide
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
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Priorität: |
26.10.2011 DE 102011116933
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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01.05.2013 Patentblatt 2013/18 |
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Patentinhaber: MAN Truck & Bus AG |
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80995 München (DE) |
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Erfinder: |
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- Böhm, Martin
90559 Burgthann (DE)
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Entgegenhaltungen: :
EP-A2- 2 037 097 DE-A1- 10 215 262 US-A1- 2009 223 657 US-B1- 6 539 899
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WO-A1-2008/080872 DE-A1- 10 332 907 US-B1- 6 371 060
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Kühlkreislauf für eine flüssigkeitsgekühlte
Brennkraftmaschine für Kraftfahrzeuge gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
[0002] Einen gattungsgemäßen Kühlkreislauf beschreibt die
DE 103 32 907 A1 mit einem Hauptkühlkreislauf für die Brennkraftmaschine und einem Nebenkühlkreislauf
für einen Retarder als Bremseinrichtung des Kraftfahrzeugs. Der Hauptkühlkreislauf
mit einer integrierten Kurzschlussleitung zur Abkopplung des Kühlers bei noch kalter
Brennkraftmaschine ist mittels eines Thermostatventils gesteuert. Die im Retarder
im aktivierten Zustand bzw. Bremsbetrieb entstehende Wärme wird über den Hauptkühlkreislauf
abgeführt. Dabei ist in den Nebenkühlkreislauf ein Umschaltventil integriert, mittels
dem bei nicht aktiviertem Retarder der Nebenkühlkreislauf zur Entlastung der die beiden
Kühlkreisläufe versorgenden Förderpumpe abkoppelbar ist.
[0003] Ein solcher Kühlkreislauf ist ebenfalls aus der
WO2008/080872 A1 bekannt.
[0004] US2009/0223657 A1 lehrt einen Kühlkreislauf einer Brennkraftmaschine umfassend einen Kühler und eine
Getriebeeinheit, wobei eine Teilmenge des durch den Kühler und/oder am Kühler vorbeigeführtes
Kühlmittel der Getriebeeinheit zugeführt wird.
[0005] US 6,371,060 B1 und
US 6,539,899 B1 beschreiben jeweils Kühlkreisläufe einer Brennkraftmaschine deren Kühlmedium parallel
und damit anteilig wahlweise entweder einem Kühler, einem Wärmetauscher und einer
Bypassleitung umgehend den Kühler und den Wärmetauscher zugeführt werden kann. Eine
Reihenschaltung dieser drei Alternativen Wege ist hierbei nicht vorgesehen.
[0006] Aufgabe der Erfindung ist es, einen Kühlkreislauf der gattungsgemäßen Art vorzuschlagen,
der bei baulich geringem Aufwand eine verbesserte thermische Auslegung und Steuerung
der Flüssigkeitsströme beider Kreisläufe zulässt.
[0007] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 gelöst.
Vorteilhafte und besonders zweckmäßige Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand
der Unteransprüche.
[0008] Erfindungsgemäß wird vorgeschlagen, dass die beiden Kühlkreisläufe über ein einziges
Drehschieberventil gesteuert sind, an dessen Durchströmöffnungen aufweisendem Gehäuse
beide Kühlkreisläufe derart zusammengeschaltet sind, dass deren Durchflussraten zum
Kühler und/oder zum Retarder in vorgegebener bzw. definierter Weise, vorzugsweise
zwischen 0% und 100%, veränderbar sind. Das Drehschieberventil ermöglicht in baulich
und steuerungstechnisch einfacher Weise nicht nur die wahlweise Abkopplung des Kühlers
und/oder des Nebenkreislaufs des Retarders, sondern auch beliebige Zwischenstellungen
zu einer verbesserten thermischen Steuerung und Anpassung an verschiedene Betriebszustände
der Brennkraftmaschine und des Retarders.
[0009] Das Gehäuse des Drehschieberventils weist vier Durchflussöffnungen auf und ist in
die Vorlaufleitung von der Brennkraftmaschine zum Kühler eingeschaltet, wobei über
eine dritte Durchflussöffnung die Kurzschlussleitung zwischen der Vorlaufleitung und
der Rücklaufleitung des Hauptkühlkreislaufs und schließlich die Rücklaufleitung des
Retarders an die vierte Durchflussöffnung angeschlossen ist und wobei ferner die Vorlaufleitung
des Retarders stromauf des Drehschieberventils mit der Vorlaufleitung des Hauptkühlkreislaufs
verbunden ist.
[0010] Drei der Durchflussöffnungen sind radial und in Umfangsrichtung verteilt am Gehäuse
des Drehschieberventils angeordnet und sind über einen zum Beispiel im Querschnitt
sichelförmigen Drehschieber gesteuert, wobei die vierte Durchflussöffnung für die
Rücklaufleitung des Retarders axial zum Drehschieber mündet und ständig geöffnet ist.
Dies hat insbesondere den Vorteil, dass nur drei Durchflussöffnungen über den Drehschieber
zu steuern sind, während bei der ständig offenen Durchflussöffnung der Durchflusswiderstand
des Nebenkühlkreislaufs in die Steuerung mit einbezogen ist.
[0011] Ein Drosselelement ist in der Vorlaufleitung von der Brennkraftmaschine zum Kühler
stromauf des Drehschieberventils, jedoch stromab der Abzweigung der Vorlaufleitung
des Nebenkühlkreislaufs vorgesehen, das einen Mindestdurchsatz an Kühlflüssigkeit
durch den Retarder sicherstellt. Beispielsweise kann das Drosselelement im Bereich
des Drehschieberzulaufs durch eine Blende oder eine Querschnittsverjüngung gebildet
sein.
[0012] In besonders vorteilhafter Weiterbildung der vorliegenden Erfindungsidee ist in den
Hauptkühlkreislauf eine Fördereinrichtung, insbesondere eine Förderpumpe, eingeschaltet,
wobei bevorzugt vorgesehen ist, dass die Fördereinrichtung im Hauptkühlkreislauf leistungsgeregelt
ausgebildet ist und/oder temporär abhängig von der Schaltstellung des Drehschieberventils
mit mehr oder weniger Förderleistung betreibbar ist. Die Fördereinrichtung kann dabei
zum Beispiel durch eine elektrisch regelbare Förderpumpe gebildet sein oder aber auch
alternativ durch eine mittels einer Kupplungseinrichtung, wie zum Beispiel einem Riementrieb,
an die Brennkraftmaschine und damit deren "Drehzahl" angekoppelte mechanische Förderpumpe
ausgebildet sein. Bei letzterer kann die Förderleistung wiederum mittels einer Einstelleinrichtung
regelbar sein, wobei als Einstelleinrichtung zum Beispiel eine Kupplungseinrichtung
dienen kann, wie beispielsweise eine Magnetkupplung oder eine Viscokupplung, um nur
einige Beispiele zu nennen. Alternativ oder zusätzlich kann die Einstelleinrichtung
aber auch durch eine verstellbare Leitschaufelanordnung gebildet sein. Bei einem derartigen
Aufbau kann die Antriebsleistung der Förderpumpe (bei gleichbleibender Förderleistung)
bei über das Drehschieberventil abgekoppeltem Retarder und/oder bei im Kurzschluss
betriebenen Hauptkühlkreis (ohne Durchströmung des Kühlers) deutlich vermindert sein
und damit Antriebsenergie der Brennkraftmaschine eingespart werden.
[0013] Das Drehschieberventil bzw. der Drehschieber kann bevorzugt elektrisch über einen
Schrittmotor verstellbar sein, wobei die Betriebstemperaturen der Kühlkreisläufe,
Lastzustände der Brennkraftmaschine und Betriebszustände der Betriebsbremse des Kraftfahrzeugs
erfasst und nach Maßgabe dieser Daten der Drehschieber und gegebenenfalls die Förderleistung
der Förderpumpe verstellt wird. Der Schrittmotor kann bevorzugt in beide Drehrichtungen
den Drehschieber verstellen und somit unterschiedliche Schaltungsabfolgen steuern.
[0014] Ferner kann zur Erzielung einer fail safe Schaltung das Drehschieberventil mit zumindest
einem Positionssensor, zum Beispiel einem Drehwinkelsensor versehen und dessen Funktion
in einer feed back Steuerung elektronisch überwacht sein. Bei einer festgestellten
Fehlfunktion kann dann ein Warnsignal generiert und/oder eine Sicherheitsstellung
des Drehschiebers angefahren werden (zum Beispiel beide Kühlkreisläufe geöffnet, erhöhte
Leistung der Förderpumpe, etc.).
Des Weiteren kann in einer Aufheizfunktion für die Brennkraftmaschine (zum Beispiel
bei extrem niedrigen Außentemperaturen und/oder zu einem komfortablen Kaltfahrverhalten
und/oder zu einem schnellen Ansprechen einer an den Hauptkühlkreislauf angeschlossenen
Innenraumheizung) der Retarder aktiviert und dessen Nebenkühlkreislauf temporär über
das Drehschieberventil an den kurzgeschlossenen Hauptkühlkreislauf angeschlossen sein.
Daraus resultiert ein Doppeleffekt durch das Zuheizen des Retarders einerseits, dessen
Bremsbetrieb aber andererseits eine höhere Antriebsleistung der Brennkraftmaschine
verbunden mit einem höheren, temporären Kraftstoffdurchsatz und einer schnelleren
Erwärmung der Brennkraftmaschine bewirkt.
[0015] Der Drehschieber des Drehschieberventils kann in eine vorgegebene Stellung federnd
vorgespannt sein, in der sowohl der Hauptkühlkreislauf als auch der Nebenkühlkreislauf
mit dem Kühler des Hauptkühlkreislaufs strömungstechnisch verbunden sind. Damit wird
in vorteilhafter Weise sichergestellt, dass bei einem Ausfall der elektrischen Betätigung
des Drehschiebers die Kühlung der Brennkraftmaschine und des Retarders gesichert ist.
Die Vorspannung kann zum Beispiel durch in Umfangsrichtung wirkende, am Drehschieber
und am Gehäuse angreifende Schenkelfedern hergestellt sein.
[0016] Schließlich können in einer baulich kompakten und gewichtsgünstigen Konstruktion
das Drehschieberventil und die Förderpumpe des Hauptkühlkreislaufs in einem gemeinsamen
Gehäuse angeordnet sein.
[0017] Ferner wird eine Verfahrensführung für einen derartigen erfindungsgemäßen Kühlkreislauf
beansprucht, mit dem sich die zuvor genannten Vorteile ergeben.
[0018] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist im Folgenden anhand der beiliegenden schematischen
Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 als vereinfachtes Blockschaltbild einen Kühlkreislauf für eine Brennkraftmaschine
in Kraftfahrzeugen, mit einem Hauptkühlkreislauf und einem Nebenkühlkreislauf für
einen Retarder als Bremseinrichtung des Kraftfahrzeuges, und mit einem elektrisch
betätigten Drehschieberventil zur Steuerung beider Kühlkreisläufe, und
Fig. 2 bis 9 einen Querschnitt durch das Gehäuse des Drehschieberventils mit acht
möglichen Stellungen des Drehschiebers zur Steuerung des Haupt- und Nebenkühlkreislaufs.
[0019] In der Fig. 1 ist grob schematisch der Kühlkreislauf einer flüssigkeitsgekühlten
Brennkraftmaschine 1 für Kraftfahrzeuge dargestellt, mit einem Hauptkühlkreislauf
2 und einem Nebenkühlkreislauf 3 für einen nur angedeuteten Retarder 4 einer nicht
weiter dargestellten Bremseinrichtung (Dauerbremse) des Kraftfahrzeugs,
[0020] Der Hauptkühlkreislauf 2 setzt sich im Wesentlichen zusammen aus einer Vorlaufleitung
5 von der Brennkraftmaschine 1 zu einem Luft-Wasser-Wärmetauscher bzw. einem Kühler
6 und einer Rücklaufleitung 7 vom Kühler 6 zur Brennkraftmaschine 1. In der Rücklaufleitung
7 ist eine Förderpumpe 8 mit variabel steuerbarer Förderleistung angeordnet.
[0021] Zwischen der Vorlaufleitung 5 und der Rücklaufleitung 7 ist stromab der Förderpumpe
8 eine Kurzschlussleitung 9 eingeschaltet, die über ein mittels eines elektrischen
Schrittmotors (nicht dargestellt) betätigtes Drehschieberventil 10 steuerbar ist.
[0022] Der Hauptkühlkreislauf 2 ist nur soweit dargestellt, als dies für das Verständnis
der vorliegenden Erfindung erforderlich ist. Weitere Kühlkreislaufanschlüsse wie zum
Beispiel eine Innenraumheizung des Kraftfahrzeugs, etc. sind nicht eingezeichnet.
[0023] Der Nebenkühlkreislauf 3 zur Kühlung des Retarders 4 (zum Beispiel über einen Wärmetauscher
oder durch Direktbeaufschlagung) weist ebenfalls eine Vorlaufleitung 11 und eine Rücklaufleitung
12 auf.
[0024] Die Vorlaufleitung 11 ist stromauf des Drehschieberventils 10 an einen Abschnitt
5a der Vorlaufleitung 5 des Hauptkühlkreislaufs 2 angeschlossen, wobei zwischen der
Verbindungsstelle der beiden Vorlaufleitungen 5a, 11 und dem Drehschieberventil 10
eine Drosseleinrichtung 13 (zum Beispiel eine definierte Verengung) in der Vorlaufleitung
5a vorgesehen sein kann.
[0025] Die Förderpumpe 8 und der Schrittmotor des Drehschieberventils 10 werden über ein
elektronisches Steuergerät 14 (in gestrichelten Linien angedeutet) gesteuert, das
die variable Leistung der Förderpumpe 8 zum Beispiel durch Drehzahl- bzw. Volumenstromveränderung
und die Stellung des Drehschieberventils 10 in die noch zu beschreibenden Schaltstellungen
bewirkt. Das Steuergerät 14 kann gegebenenfalls auch einen elektrischen Kühlerlüfter
16 am Kühler 6 ansteuern.
[0026] Im Steuergerät 14 werden dazu die Daten von Temperatursensoren T (nicht dargestellt)
beispielsweise in den Vorlaufleitungen 5, 12, von Lastzuständen L der Brennkraftmaschine
(zum Beispiel Antriebs- oder Schubbetrieb), vom Betriebszustand R des Retarders 4,
etc. erfasst und regelungstechnisch verarbeitet.
[0027] Die Fig. 2 bis 9 zeigen einen Querschnitt durch das Gehäuse 10a des Drehschieberventils
10, in dem der sichelförmige Drehschieber 10b drehbar gelagert ist. Der nach außen
abgedichtete Drehschieber 10b kann über den Schrittmotor in die nachstehend beschriebenen
Positionen von zum Beispiel Null Grad (Fig. 2) bis zu 315 Grad (Fig. 9) verstellt
werden.
[0028] An dem Gehäuse 10a sind drei über den Umfang wie ersichtlich versetzte, radial abzweigende
Anschlussstutzen angeordnet, die an Durchflussöffnungen angrenzen, die mehr oder weniger
von dem Drehschieber 10b gesperrt oder freigegeben sind. An die Anschlussstutzen sind
der Abschnitt 5a (jeweils mit Pfeilen angedeutet) der Vorlaufleitung 5, die weiterführende
Vorlaufleitungsabschnitt 5b und die Kurzschlussleitung 9 angeschlossen.
[0029] Ein weiterer Anschlussstutzen 15 der Rücklaufleitung 12 ist koaxial zur Drehachse
des Drehschiebers 10b ausgerichtet, wobei dessen Durchflussöffnung ständig geöffnet
bzw. je nach Drehschieberstellung mit einer oder zwei der übrigen drei Durchflussöffnungen
verbunden ist.
[0030] In der 0 Grad Ausgangsstellung des Drehschiebers 10b (Fig. 2) sind die Durchflussöffnungen
des Vorlaufabschnitts 5a der Vorlaufleitung 5 und der Kurzschlussleitung 9 voll geöffnet.
Die Durchflussöffnung des weiterführenden Vorlaufleitungsabschnitts 5b ist geschlossen.
Diese Stellung entspricht einem Kaltstart der Brennkraftmaschine 1.
[0031] In dieser Schaltstellung wird Kühlflüssigkeit von der Brennkraftmaschine 1 über die
Kurzschlussleitung 9, die Förderpumpe 8 und den restlichen Abschnitt der Rücklaufleitung
7 wieder zur Brennkraftmaschine 1 umgewälzt. Der Kühler 6 ist abgekoppelt, wird also
nicht durchströmt.
[0032] Ebenso ist der Nebenkühlkreislauf 3 mit dem Retarder 4 aufgrund dessen höheren Durchflusswiderstands
abgekoppelt, wobei durch die Drosselstelle 13 gegebenenfalls ein geringer Mindestdurchsatz
eingestellt sein kann.
[0033] Die Aufteilung des Kühlflüssigkeits-Durchsatzes ist zum Beispiel wie folgt:
Kühler 6 - 0%;
Kurzschlussleitung 9 - 100%;
Retarder 4 - 0%;
[0034] Leistung der Förderpumpe 8 vermindert, oder sogar kurzfristig abgeschaltet. Die Fig.
3 zeigt die Schaltstellung des Drehschiebers 10b bei zunehmender Erwärmung der Brennkraftmaschine
1, bei der die Durchflussöffnung des Vorlaufleitungsabschnitts 5a voll und die Durchflussöffnungen
des Vorlaufleitungsabschnitts 5b und der Kurzschlussleitung 9 teilweise geöffnet sind
und somit der Kühler 6 mit einem Anteil von ca. 50% in den Kühlflüssigkeitsumlauf
eingeschaltet ist. Der Retarder 4 ist aufgrund des höheren Durchflusswiderstandes
des Nebenkühlkreislaufs 3 nach wie vor unverändert abgekoppelt.
[0035] Sobald die Brennkraftmaschine 1 ihre Betriebstemperatur erreicht hat, wird der Drehschieber
10b über den Schrittmotor in die in der Fig. 4 dargestellte Schaltstellung verstellt,
in der die Kurzschlussleitung 9 geschlossen und der Vorlaufleitungsabschnitt 5b zum
Kühler 6 sowie der Vorlaufleitungsabschnitt 5a der Vorlaufleitung 5 voll geöffnet
sind. Der Retarder 4 ist aus den zuvor genannten Gründen weiter abgekoppelt. Die Leistung
der Förderpumpe 8 kann gegebenenfalls bereits erhöht sein.
[0036] In der Fig. 5 ist der Drehschieber 10b in eine Position verstellt, in der die Durchflussöffnung
zum Vorlaufleitungsabschnitt 5b weiter voll geöffnet, die Durchflussöffnung des Vorlaufleitungsabschnitts
5a aber teilweise zugesteuert ist. Gegebenenfalls ist die Leistung der Förderpumpe
8 weiter angehoben.
[0037] Dies bewirkt, dass die Förderpumpe 8 sowohl über den Vorlaufleitungsabschnitt 5b
des Hauptkühlkreislaufs 2 als auch über die Vorlaufleitung 11 des Nebenkühlkreislaufs
3 Kühlflüssigkeit ansaugt, bzw. beide Kreisläufe 1 und 2 angekoppelt sind. Dies kann
zum Beispiel bei im Bremsbetrieb befindlichem Retarder 4 und relativ heißer Brennkraftmaschine
1 der Fall sein.
[0038] In der Schaltstellung des Drehschiebers 10b gemäß Fig. 6 ist die Durchflussöffnung
der Kurzschlussleitung 9 weiter geschlossen und auch der Anschluss des Vorlaufleitungsabschnitts
5a der Vorlaufleitung 5 geschlossen. Die Förderpumpe 8 ist auf volle Leistung geschaltet.
[0039] Demzufolge sind beide Kühlkreisläufe 2 und 3 voll in den Kühlflüssigkeitsumsatz eingebunden
bzw. auf volle Kühlleistung geschaltet. Der Kühlflüssigkeitsstrom strömt über den
Vorlaufleitungsabschnitt 5a der Vorlaufleitung 5, die Vorlaufleitung 11, den Retarder
4, die Rücklaufleitung 12, den Vorlaufleitungsabschnitt 5b des Hauptkühlkreislaufs,
den Kühler 6, usw.
[0040] Nimmt zum Beispiel bei einer längeren Schubphase des Kraftfahrzeugs mit unbefeuerter
Brennkraftmaschine 1 deren Temperatur T ab, so kann der Drehschieber 10b in eine Schaltstellung
nach Fig. 7 gesteuert werden, in der der Vorlaufleitungsabschnitt 5a weiter geschlossen,
die Durchflussöffnung für die Kurzschlussleitung 9 aber teilweise geöffnet ist. Daraus
resultiert, dass bei noch voller Durchströmung des Retarders 4 die Durchströmung der
Brennkraftmaschine 1 vermindert ist.
[0041] Dieser Zustand kann bei einer längeren Schubphase bei gegebenenfalls weiterer Abkühlung
der Brennkraftmaschine 1 gemäß Fig. 8 so gesteigert werden, dass bei geschlossenen
Durchflussöffnungen des Vorlaufleitungsabschnitts 5a und des Vorlaufleitungsabschnitts
5b sowie bei geöffneter Durchflussöffnung der Kurzschlussleitung 9 der Retarder 4
weiter voll durchströmt ist, wobei der Kühlflüssigkeitsdurchsatz über die Vorlaufleitung
11 des Nebenkühlkreislaufs 3, den Retarder 4, dessen Rücklaufleitung 12, die Kurzschlussleitung
9, die Förderpumpe 8 und die stromauf liegende Rücklaufleitung 7 erfolgt. Der Retarder
4 bewirkt somit zusätzlich eine Aufheizung oder Temperaturstabilisierung der Brennkraftmaschine
1, während der Kühler 6 abgekoppelt ist.
[0042] Schließlich ist in der Schaltstellung des Drehschiebers 10b nach Fig. 9 die Durchflussöffnung
der Kurzschlussleitung 9 weiter voll geöffnet und die des Vorlaufleitungsabschnittes
5b voll geschlossen, während die Durchflussöffnung des Vorlaufleitungsabschnitts 5a
der Vorlaufleitung 5b teilweise geöffnet ist. Dadurch wird die Kühlleistung für den
Retarder 4 vermindert, wobei gegebenenfalls auch die Leistung der Förderpumpe 8 zurückgefahren
werden kann.
[0043] Das Drehschieberventil 10 ist nicht auf das dargestellte Ausführungsbeispiel beschränkt.
[0044] So kann anstelle eines in beiden Drehrichtungen verstellbaren Schrittmotors auch
eine andere elektrische mechanische, pneumatische, hydraulische oder magnetische Betätigung
vorgesehen sein.
[0045] Der Drehschieber 10b kann über federnde Mittel (zum Beispiel Schenkelfedern) in eine
Schaltstellung zum Beispiel gemäß Fig. 6 vorgespannt sein, die diesen bei einem Ausfall
der elektrischen Betätigung selbsttätig in diese Stellung bewegen und dort halten.
Damit ist sichergestellt, dass beide Kühlkreisläufe 2, 3 in Betrieb sind bzw. unzulässige
Überhitzungen nicht auftreten können.
[0046] Des Weiteren kann das Drehschieberventil 10 mit zumindest einem Positionssensor,
zum Beispiel einem Drehwinkelsensor (nicht dargestellt), versehen sein, der an das
Steuergerät 14 angeschlossen ist, um somit die Funktion des Drehschiebers 10b in einer
feed back Steuerung elektronisch abzusichern.
[0047] Zusätzlich zu den beschriebenen Funktionen des Drehschieberventils 10 kann in einer
Aufheizfunktion für die Brennkraftmaschine 1 der Retarder 4 aktiviert und dessen Nebenkühlkreislauf
3 temporär über das Drehschieberventil 10 an den kurzgeschlossenen Hauptkühlkreislauf
2 angeschlossen sein (Schaltstellung des Drehschiebers 10b gemäß Fig. 8). Der wesentliche
Unterschied ist dabei, dass die Brennkraftmaschine 1 befeuert ist und zur Überwindung
der eingesteuerten Bremsleistung mit höherer Lastanforderung zu betreiben ist. Dies
stellt eine besonders wirksame Aufheizphase der Brennkraftmaschine 1 dar.
[0048] Die Förderpumpe 8 und das Drehschieberventil 10 können gegebenenfalls in einem gemeinsamen
Gehäuse mit integrierter Kurzschlussleitung 9 angeordnet sein, wodurch sich der bauliche
Aufwand vermindert und eine besonders kompakte und montagegünstige Konstruktion geschaffen
ist.
[0049] Neben den dargestellten Schaltstellungen des Drehschiebers 10b gemäß den Fig. 2 bis
9 können stufenlos auch weitere Zwischenstellungen des Drehschiebers 10b über den
Schrittmotor angefahren werden, wobei dies in beiden Drehrichtungen mit gegenüber
der vorstehenden Beschreibung unterschiedlichen Schaltungsabfolgen der Fall sein kann.
BEZUGSZEICHENLISTE
[0050]
- 1
- Brennkraftmaschine (BKM)
- 2
- Hauptkühlkreislauf
- 3
- Nebenkühlkreislauf
- 4
- Retarder
- 5
- Vorlaufleitung von der BKM (1) zum Kühler (6)
- 5a
- Abschnitt der Vorlaufleitung von der BKM (1) zum Drehschieberventil (10)
- 5b
- Abschnitt der Vorlaufleitung (vom Drehschieberventil (10) zum Kühler (6)
- 6
- Kühler
- 7
- Rücklaufleitung vom Kühler (6)
- 8
- Förderpumpe
- 9
- Kurzschlussleitung vom Drehschieberventil (10) zur Förderpumpe (8)
- 10
- Drehschieberventil
- 10a
- Gehäuse
- 10b
- Drehschieber
- 11
- Vorlaufleitung von der BKM (1) zum Retarder (4)
- 12
- Rücklaufleitung vom Retarder (4) zum Drehschieberventil (10)
- 13
- Drosselelement
- 14
- Steuergerät
- 15
- Anschlussstutzen
- 16
- Kühlerlüfter
1. Kraftfahrzeug mit einer flüssigkeitsgekühlten Brennkraftmaschine (1), einem Retarder
(4) einer Bremseinrichtung des Kraftfahrzeugs und einem Kühlkreislauf, wobei der Kühlkreislauf
mit einem Hauptkühlkreislauf (2) mit einer zu einem Kühler (6), insbesondere zu einem
durch einen Luft-Wasser-Wärmetauscher gebildeten Kühler (6), führenden Vorlaufleitung
(5) und einer von dem Kühler (6) wegführenden Rücklaufleitung (7), und mit einer den
Kühler (6) umgehenden Kurzschlussleitung (9), die in Abhängigkeit von vorgegebenen
Parametern, zum Beispiel temperaturabhängig, steuerbar ist, sowie mit wenigstens einem
den Retarder (4) anschließenden Nebenkühlkreislauf (3), der eine Vorlaufleitung (11)
und eine Rücklaufleitung (12) aufweist und weiter mit einem Steuerventil an den Hauptkühlkreislauf
(2) angeschlossen ist, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Kühlkreisläufe (2, 3) über ein einziges Drehschieberventil (10) als Steuerventil
steuerbar sind, an dessen Durchströmöffnungen aufweisendem Gehäuse (10a) die Kühlkreisläufe
(2, 3) derart zusammengeschaltet sind, dass deren Durchflussraten zum Kühler (6) und
zum Retarder (4) in definierter Weise, insbesondere zwischen 0% und 100%, veränderbar
sind, wobei das Gehäuse (10a) des Drehschieberventils (10) vier Durchflussöffnungen
aufweist und in die Vorlaufleitung (5) von der Brennkraftmaschine (1) zum Kühler (6)
eingeschaltet ist, dass über eine dritte Durchflussöffnung die Kurzschlussleitung
(9) zwischen der Vorlaufleitung (5) und der Rücklaufleitung (7) angeschlossen ist
und dass die Rücklaufleitung (12) des Retarders (4) an die vierte Durchflussöffnung
(15) angeschlossen ist, wobei die Vorlaufleitung (11) des Retarders (4) stromauf des
Drehschieberventils (10) mit der Vorlaufleitung (5a) des Hauptkühlkreislaufs (3) verbunden
ist und drei der Durchflussöffnungen radial, vorzugsweise in einer gemeinsamen Ebene
liegend und/oder in Umfangsrichtung verteilt, am Gehäuse (10a) des Drehschieberventils
(10) angeordnet sind und über einen Drehschieber (10b), vorzugsweise einen im Querschnitt
sichelförmigen Drehschieber (10b), steuerbar sind und dass die vierte Durchflussöffnung
(15) für die Rücklaufleitung (12) des Retarders (4) axial zum Drehschieber (10b) mündet
und dauerhaft geöffnet ist und in der Vorlaufleitung (5) von der Brennkraftmaschine
(1) zum Kühler (6) stromauf des Drehschieberventils (10), jedoch stromab der Abzweigung
der Vorlaufleitung (11) des Nebenkühlkreislaufs (3), ein Drosselelement (13) vorgesehen
ist, das so ausgelegt ist, dass es einen Mindestdurchsatz an Kühlflüssigkeit durch
den Retarder (4) sicherstellt.
2. Kraftfahrzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in den Hauptkühlkreislauf (2) eine Fördereinrichtung (8), insbesondere eine Förderpumpe,
eingeschaltet ist, wobei bevorzugt vorgesehen ist, dass die Fördereinrichtung (8)
im Hauptkühlkreislauf (2) leistungsgeregelt ausgebildet ist und/oder temporär abhängig
von der Schaltstellung des Drehschieberventils (10) mit mehr oder weniger Förderleistung
betreibbar ist.
3. Kraftfahrzeug nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Fördereinrichtung durch eine elektrisch regelbare Förderpumpe gebildet ist oder
dass die Fördereinrichtung alternativ durch eine mittels einer Kopplungseinrichtung,
insbesondere mittels eines Riementriebs, an die Brennkraftmaschine angekoppelte mechanische
Förderpumpe gebildet ist, deren Förderleistung mittels einer Einstelleinrichtung,
insbesondere in Form einer Kupplungseinrichtung und/oder in Form einer verstellbaren
Leitschaufelanordnung, regelbar ist.
4. Kraftfahrzeug nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Förderleistung der Fördereinrichtung (8), bezogen auf eine gleich bleibende Förderleistung,
bei über das Drehschieberventil (10) abgekoppeltem Retarder (4) und/oder bei im Kurzschluss
betriebenem Hauptkühlkreis (3) vermindert ist.
5. Kraftfahrzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Drehschieberventil (10) mittels Hilfsenergie, insbesondere elektrisch und/oder
pneumatisch und/oder hydraulisch und/oder magnetisch, beispielsweise über einen Schrittmotor,
verstellbar ist, wobei die Betriebstemperaturen (T) der Kühlkreisläufe (2, 3) und/oder
die Lastzustände (L) der Brennkraftmaschine (1) und/oder die Betriebszustände (R)
des Retarders (4) erfasst und nach Maßgabe dieser Daten das Drehschieberventil (10)
und gegebenenfalls die Förderleistung der Fördereinrichtung (8) verstellt wird.
6. Kraftfahrzeug nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Drehschieberventil (10) mit zumindest einem Positionssensor, vorzugsweise einem
Drehwinkelsensor, versehen ist und dessen Funktion, vorzugsweise in einer feed back
Steuerung, des Steuergeräts (14) elektronisch überwacht ist.
7. Kraftfahrzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in einer Aufheizfunktion für die Brennkraftmaschine (1) der Retarder (4) aktiviert
und dessen Nebenkühlkreislauf (3) temporär über das Drehschieberventil (10) an den
kurzgeschlossenen Hauptkühlkreislauf (3) angeschlossen ist.
8. Kraftfahrzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Drehschieber (10b) des Drehschieberventils (10) in eine vorgegebene Schaltstellung
(Fig. 6) federnd vorgespannt ist, in der sowohl der Hauptkühlkreislauf (2) als auch
der Nebenkühlkreislauf (3) mit dem Kühler (6) des Hauptkühlkreislaufs (2) strömungstechnisch
verbunden sind.
9. Kraftfahrzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Drehschieberventil (10) und eine Fördereinrichtung (8) des Hauptkühlkreislaufs
(2) in einem gemeinsamen Gehäuse angeordnet sind.
1. A motor vehicle having a liquid-cooled internal combustion engine (1), having a retarder
(4) of a brake device of the motor vehicle, and having a cooling circuit, wherein
the cooling circuit is provided with a main cooling circuit (2) having a feed line
(5) leading to a cooler (6), in particular to a cooler (6) formed by an air-water
heat exchanger, and having a return line (7) leading away from the cooler (6), and
with a bypass line (9) which bypasses the cooler (6) and which can be controlled in
a manner dependent on predefined parameters, for example in a manner dependent on
temperature, and with at least one secondary cooling circuit (3) which connects the
retarder (4) and which has a feed line (11) and a return line (12) and which is also
connected by means of a control valve to the main cooling circuit (2), characterized in that the two cooling circuits (2, 3) can be controlled by means of a single rotary slide
valve (10) as control valve, to the housing (10a), which has throughflow openings,
of which the cooling circuits (2, 3) are connected such that the throughflow rates
thereof to the cooler (6) and to the retarder (4) can be varied in a defined manner,
in particular between 0% and 100%, wherein the housing (10a) of the rotary slide valve
(10) has four throughflow openings and is incorporated into the feed line (5) from
the internal combustion engine (1) to the cooler (6), in that, via a third throughflow opening, the bypass line (9) is connected between the feed
line (5) and the return line (7), and in that the return line (12) of the retarder (4) is connected to the fourth throughflow opening
(15), wherein the feed line (11) of the retarder (4) is connected to the feed line
(5a) of the main cooling circuit (2) upstream of the rotary slide valve (10), and
three of the throughflow openings are arranged radially on the housing (10a) of the
rotary slide valve (10), preferably so as to lie in a common plane and/or so as to
be distributed in a circumferential direction, and can be controlled by means of one
rotary slide (10b), preferably one rotary slide (10b) which is of sickle-shaped cross
section, and in that the fourth throughflow opening (15) for the return line (12) of the retarder (4)
opens out axially with respect to the rotary slide (10b) and is permanently open,
and, in the feed line (5) from the internal combustion engine (1) to the cooler (6),
upstream of the rotary slide valve (10) but downstream of the branching point of the
feed line (11) of the secondary cooling circuit (3), there is provided a throttle
element (13) which is designed so as to ensure a minimum throughput of cooling liquid
through the retarder (4).
2. The motor vehicle according to one of the preceding claims, characterized in that a delivery device (8), in particular a delivery pump (8), is incorporated into the
main cooling circuit (2), wherein it is preferably provided that the delivery device
(8) in the main cooling circuit (2) is of power-regulated design and/or can be temporarily
operated with higher or lower delivery power in a manner dependent on the switching
position of the rotary slide valve (10).
3. The motor vehicle according to Claim 2, characterized in that the delivery device is formed by an electrically regulable delivery pump, or in that the delivery device is alternatively formed by a mechanical delivery pump which is
coupled to the internal combustion engine by means of a coupling device, in particular
by means of a belt drive, and the delivery power of which can be regulated by means
of an adjustment device, in particular in the form of a clutch device and/or in the
form of an adjustable guide vane arrangement.
4. The motor vehicle according to Claim 2 or 3, characterized in that the delivery power of the delivery device (8) is reduced, in relation to a constant
delivery power, when the retarder (4) is decoupled by means of the rotary slide valve
(10) and/or during operation in which the main cooling circuit (2) is bypassed.
5. The motor vehicle according to one of the preceding claims, characterized in that the rotary slide valve (10) can be adjusted by means of external energy, in particular
electrically and/or pneumatically and/or hydraulically and/or magnetically, for example
by means of a stepper motor, wherein the operating temperatures (T) of the cooling
circuits (2, 3) and/or the load states (L) of the internal combustion engine (1) and/or
the operating states (R) of the retarder (4) are detected, and on the basis of said
data, the rotary slide valve (10) and possibly the delivery power of the delivery
device (8) are adjusted.
6. The motor vehicle according to Claim 5, characterized in that the rotary slide valve (10) is equipped with at least one position sensor, preferably
a rotational angle sensor, and the function thereof is electronically monitored preferably
in a feedback control loop of the control unit (14).
7. The motor vehicle according to one of the preceding claims, characterized in that, in a warm-up function for the internal combustion engine (1), the retarder (4) is
activated and the secondary cooling circuit (3) thereof is temporarily connected by
way of the rotary slide valve (10) to the bypassed main cooling circuit (2).
8. The motor vehicle according to one of the preceding claims, characterized in that the rotary slide (10b) of the rotary slide valve (10) is spring-preloaded into a
predefined switching position (figure 6) in which both the main cooling circuit (2)
and the secondary cooling circuit (3) are connected in terms of flow to the cooler
(6) of the main cooling circuit (2).
9. The motor vehicle according to one of the preceding claims, characterized in that the rotary slide valve (10) and a delivery device (8) of the main cooling circuit
(2) are arranged in a common housing.
1. Véhicule automobile comprenant un moteur à combustion interne (1) refroidi par liquide,
un ralentisseur (4) d'un système de freinage du véhicule automobile et un circuit
de refroidissement, le circuit de refroidissement étant pourvu d'un circuit de refroidissement
principal (2) comprenant une conduite d'alimentation (5) menant jusqu'à un radiateur
(6), en particulier jusqu'à un radiateur (6) formé par un échangeur de chaleur air/eau,
et une conduite de retour (7) partant du radiateur (6), et d'une conduite de court-circuit
(9) contournant le radiateur (6), laquelle peut être commandée en fonction de paramètres
prédéfinis, par exemple en fonction de la température, ainsi que d'au moins un circuit
de refroidissement auxiliaire (3) raccordant le ralentisseur (4), lequel circuit de
refroidissement auxiliaire comprend une conduite d'alimentation (11) et une conduite
de retour (12) et est en outre raccordé au circuit de refroidissement principal (2)
à l'aide d'une soupape de commande, caractérisé en ce que les deux circuits de refroidissement (2, 3) peuvent être commandés par le biais d'une
soupape à tiroir rotatif unique (10) faisant office de soupape de commande, au boîtier
(10a) comprenant des ouvertures d'écoulement de laquelle sont connectés les circuits
de refroidissement (2, 3) de telle sorte que leurs débits vers le radiateur (6) et
vers le ralentisseur (4) puissent être modifiés d'une manière définie, en particulier
entre 0 % et 100 %, le boîtier (10a) de la soupape à tiroir rotatif (10) comprenant
quatre ouvertures d'écoulement et étant connecté dans la conduite d'alimentation (5)
à partir du moteur à combustion interne (1) jusqu'au radiateur (6), en ce que la conduite de court-circuit (9) est raccordée entre la conduite d'alimentation (5)
et la conduite de retour (7) par le biais d'une troisième ouverture d'écoulement,
et en ce que la conduite de retour (12) du ralentisseur (4) est raccordée à la quatrième ouverture
d'écoulement (15), la conduite d'alimentation (11) du ralentisseur (4) étant reliée
à la conduite d'alimentation (5a) du circuit de refroidissement principal (2) en amont
de la soupape à tiroir rotatif (10) et trois des ouvertures d'écoulement étant disposées
radialement sur le boîtier (10a) de la soupape à tiroir rotatif (10), de manière à
être situées de préférence dans un plan commun et/ou de manière répartie dans la direction
périphérique, et pouvant être commandées par le biais d'un tiroir rotatif (10b), de
préférence un tiroir rotatif (10b) en forme de croissant en section transversale,
et en ce que la quatrième ouverture d'écoulement (15) pour la conduite de retour (12) du ralentisseur
(4) débouche axialement par rapport au tiroir rotatif (10b) et est ouverte en permanence,
et un élément d'étranglement (13) est prévu dans la conduite d'alimentation (5) à
partir du moteur à combustion interne (1) jusqu'au radiateur (6) en amont de la soupape
à tiroir rotatif (10), mais en aval de la bifurcation de la conduite d'alimentation
(11) du circuit de refroidissement auxiliaire (3), lequel élément d'étranglement est
conçu de telle sorte qu'il garantisse un débit minimal de liquide de refroidissement
à travers le ralentisseur (4).
2. Véhicule automobile selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'un dispositif de refoulement (8), en particulier une pompe de refoulement, est connecté(e)
dans le circuit de refroidissement principal (2), et il est prévu de préférence que
le dispositif de refoulement (8) soit réalisé de manière régulée en puissance dans
le circuit de refroidissement principal (2) et/ou puisse fonctionner temporairement
en fonction de la position de commutation de la soupape à tiroir rotatif (10) avec
plus ou moins de puissance de refoulement.
3. Véhicule automobile selon la revendication 2, caractérisé en ce que le dispositif de refoulement est formé par une pompe de refoulement pouvant être
régulée électriquement ou en ce que le dispositif de refoulement est formé en variante par une pompe de refoulement mécanique
accouplée au moteur à combustion interne au moyen d'un dispositif d'accouplement,
en particulier au moyen d'un entraînement à courroie, dont la puissance de refoulement
peut être régulée au moyen d'un dispositif de réglage, en particulier sous la forme
d'un dispositif d'accouplement et/ou sous la forme d'un ensemble d'aubes directrices
ajustable.
4. Véhicule automobile selon la revendication 2 ou 3, caractérisé en ce que la puissance de refoulement du dispositif de refoulement (8) est réduite par rapport
à une puissance de refoulement constante, lorsque le ralentisseur (4) est désaccouplé
par le biais de la soupape à tiroir rotatif (10) et/ou lorsque le circuit de refroidissement
principal (2) fonctionne en court-circuit.
5. Véhicule automobile selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que la soupape à tiroir rotatif (10) peut être ajustée au moyen d'une énergie auxiliaire,
en particulier de manière électrique et/ou pneumatique et/ou hydraulique et/ou magnétique,
par exemple par le biais d'un moteur pas à pas, les températures de fonctionnement
(T) des circuits de refroidissement (2, 3) et/ou les états de charge (L) du moteur
à combustion interne (1) et/ou les états de fonctionnement (R) du ralentisseur (4)
étant détectés et, conformément à ces données, la soupape à tiroir rotatif (10) et
éventuellement la puissance de refoulement du dispositif de refoulement (8) étant
ajustées.
6. Véhicule automobile selon la revendication 5, caractérisé en ce que la soupape à tiroir rotatif (10) est pourvue d'au moins un capteur de position, de
préférence d'un capteur d'angle de rotation, et sa fonction est contrôlée électroniquement,
de préférence dans une commande à rétroaction de l'appareil de commande (14).
7. Véhicule automobile selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le ralentisseur (4) est activé dans une fonction de mise en température pour le moteur
à combustion interne (1) et son circuit de refroidissement auxiliaire (3) est raccordé
temporairement par le biais de la soupape à tiroir rotatif (10) au circuit de refroidissement
principal (2) court-circuité.
8. Véhicule automobile selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le tiroir rotatif (10b) de la soupape à tiroir rotatif (10) est précontraint de manière
élastique dans une position de commutation prédéfinie (figure 6) dans laquelle à la
fois le circuit de refroidissement principal (2) et le circuit de refroidissement
auxiliaire (3) sont reliés fluidiquement au radiateur (6) du circuit de refroidissement
principal (2).
9. Véhicule automobile selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que la soupape à tiroir rotatif (10) et un dispositif de refoulement (8) du circuit de
refroidissement principal (2) sont disposés dans un boîtier commun.
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