[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Herstellen von Bürsten.
[0002] Es sind verschiedene Verfahren zur Herstellung von Bürsten bekannt. Herkömmlich wird
ein Bürstenkörper mit einer Anordnung von Löchern ("Lochmuster" oder "Lochbild") versehen,
die der gewünschten Anordnung von Borsten entspricht. Bündel oder Büschel von Borsten
werden dann in die Löcher des Bürstenkörpers eingesetzt und darin mittels eingepresster
kleiner metallischer Anker oder mittels Schlaufen verankert.
[0003] In einem alternativen Verfahren zur Herstellung von Bürsten, das sich innerhalb nur
weniger Jahre durchgesetzt hat, auf das sich auch die vorliegende Erfindung bezieht,
und das als AFT-Verfahren (Anchor Free Tufting, Ankerfreies Beborsten) bezeichnet
wird, werden die Borstenbüschel an einer kleinen Bürstenkopfplatte (im Folgenden "Basisteil"
genannt) ohne die Verwendung von Schlaufen oder Ankern befestigt, und das Basisteil
wird dann in einen Bürstenkörper oder einen Griff eingesetzt oder an diesem befestigt.
In einer Variante des AFT-Verfahrens werden Bürstengriffe mit einem Lochmuster hergestellt,
das dem gewünschten Büschelmuster entspricht. Borstenbüschel werden dann in diese
Löcher eingesetzt und an den Bürstengriffen befestigt. Die Befestigungsenden der Büschel
werden anschließend mit einer kleinen Platte abgedeckt. Dieses Basisteil wird nach
dem rückseitigen Anspritzen von Kunststoffmaterial Teil der Bürste selbst.
[0004] Ein wichtiger und aufwendiger Schritt beim Herstellen von Bürsten ist das sogenannte
Beborsten des Basisteils. Dabei wird ein metallenes Trägerteil (Lochplatte genannt)
in der Beborstungsmaschine verwendet, welches das gleiche Lochbild aufweist wie das
Basisteil und welches als Führung und zum Teil Halterung für die Borstenbüschel dient.
Dieses Trägerteil wird samt dem beborsteten Basisteil zum Spritzgusswerkzeug transportiert
und wirkt dort als Abschnitt einer Formhälfte, die mit einer zweiten Formhälfte die
Kavität begrenzt, in die gespritzt wird.
[0005] Die Beborstungsmaschine und das Spritzgusswerkzeug sind über die Trägerplatten bezüglich
des Materialflusses gekoppelt und taktmäßig aufeinander abgestimmt.
[0006] Beispielsweise zeigt die
EP 1 864 588 A2 ein Verfahren zur Herstellung von Bürsten, bei dem eine vorgefertigte Trägerplatte
verwendet wird, an der Borstenbüschel befestigt sind. Diese Trägerplatte bildet später
einen Abschnitt der fertigen Bürste. Die Trägerplatte liegt während der Herstellung
in einer Lochfeldplatte und wird mit dieser Lochfeldplatte zusammen in eine Spritzgussform
eingesetzt, um einen Bürstenabschnitt an der Rückseite der Trägerplatte anzuspritzen.
Dabei liegen die nutzungsseitigen Enden der Borstenbündel in einem Formhohlraum der
Formfläche der Spritzgussform und der Rand der Trägerplatte liegt am Rand der Lochfeldplatte
auf.
[0007] Die
DE 10 2005 038 468 A1 zeigt einen Bürstenteilkörper mit Borstenbündeln, der in eine Spritzgießeinrichtung
eingelegt wird, welche wenigstens eine Ausnehmung für die vorderseitig vorstehenden
Borstenbündel hat und im Bereich der Ausnehmung Abstützmittel zur Anlage am Bürstenkörper
aufweist.
[0009] Die
EP 2 078 472 A1 zeigt, dass der Bürstenkörper samt Stil bereits vorher gespritzt wird und in den
fertigen Bürstenkörper dann Borstenbüschel eingesetzt und rückseitig durch Verschmelzen
der Borstenenden fixiert wird. Der Deckel hat ausschließlich eine abdeckende Funktion.
[0010] Aufgabe der Erfindung ist es, eine flexible und kostengünstige Herstellung von Bürsten
zu schaffen.
[0011] Diese Aufgabe wird durch ein Verfahren zum Herstellen von Bürsten mittels einer Vorrichtung
gelöst, das gekennzeichnet ist durch folgende Schritte:
- a) Vorsehen entweder wenigstens eines vorgefertigten Basisteils, an dem Borstenbüschel
befestigt sind und das einen Abschnitt der fertigen Bürste bildet, wobei am Basisteil
rückseitig eine separate Stützschicht aufgebracht ist oder wenigstens eines vorgefertigten
Basisteils, das durch Umspritzen von mehreren Borstenbüscheln mit zuvor miteinander
verschmolzenen Borstenenden gebildet ist,
- b) Zuführen und Positionieren des beborsteten Basisteils zu bzw. in einem Spritzgusswerkzeug,
wobei jedes Basisteil in einer Kavität einer Formhälfte des Spritzgusswerkzeugs mit
seinem Rand am Rand einer von der zugeordneten Kavität ausgehenden Öffnung aufliegt
und die Borstenbüschel in die Öffnung ragen, und
- c) rückseitiges Anspritzen eines Bürstenabschnitts an das Basisteil.
[0012] Das Zuführen und Positionieren der beborsteten Basisteile zu bzw. in einem
[0013] Spritzgusswerkzeug erfolgt vorzugsweise vollautomatisch.
[0014] Die erfindungsgemäße Vorrichtung zum Herstellen von Bürsten, insbesondere mit einem
erfindungsgemäßen Verfahren, ist gekennzeichnet durch ein Spritzgusswerkzeug mit einer
Formhälfte mit wenigstens einer Kavität zur Aufnahme eines beborsteten Basisteils,
wobei die Kavität eine einzige Öffnung zur Aufnahme aller Borstenbüschel, hat und
einen die Öffnung umgebenden Abstützrand zur Auflage und Abstützung des Basisteils),
wobei die Formhälfte mit der wenigstens einen Kavität mehrteilig ausgebildet ist und
ein erstes und ein zweites Formteil aufweist, die beide ineinander übergehende Abschnitte
der wenigstens einen Kavität aufweisen, und wobei das erste Formteil vom zweiten trennbar
und als Transportteil für das wenigstens eine Basisteil ausgebildet ist. Da das Basisteil
randseitig an der Formhälfte anliegt und diese einwärts des Randes eine Öffnung hat,
wird das Basisteil im Gegensatz zum Stand der Technik nicht vollflächig abgestützt,
sondern ist einwärts des Randes vorzugsweise komplett oder zumindest großteils nicht
abgestützt.
[0015] Durch die Erfindung wird der Aufwand, der für die Herstellung der Trägerplatten erforderlich
ist, deutlich reduziert, denn die Trägerplatten wandern nicht mehr zum Spritzgusswerkzeug,
wodurch die Taktungen von Spritzgusswerkzeug und Beborstungsmaschine nicht mehr zwangsläufig
miteinander gekoppelt sein müssen. Das erfindungsgemäße Verfahren sieht somit ein
lochplattenfreies Zuführen, Positionieren und rückseitiges Umspritzen des Basisteils
vor. Im Spritzgusswerkzeug ist keine aufwendige Lochplatte mit zahlreichen Öffnungen,
deren Anzahl der Anzahl der Öffnungen im Basisteil entspricht, mehr vorhanden. Diese
Lochplatte diente bisher in der Spritzgussform auch als Abstützung für das relativ
dünne Basisteil aus Kunststoff, um den Spritzdruck abzufangen. Beim erfindungsgemäßen
Verfahren und bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist hingegen in einer Formhälfte
des Spritzgusswerkzeugs eine Öffnung (vorzugsweise eine einzige Öffnung) im Bereich
der auszuspritzenden Kavität vorgesehen, in die die mehreren Borstenbüschel hineinragen.
Das Basisteil liegt vorzugsweise ausschließlich oder fast ausschließlich nur mit seinem
umlaufenden Rand am Rand der von der Kavität ausgehenden Öffnung auf und wird vorzugsweise
nur an diesem Rand abgestützt.
[0016] Um dem Spritzdruck standzuhalten, ist gemäß einer Alternative vor dem Spritzgießen
ein rückseitiges Anspritzen einer separaten Stützschicht vorgesehen, die mit dem beborsteten
Basisteil eine vorgefertigte Einheit bildet und zu einer erhöhten Biegesteifigkeit
führt. Die andere erfindungsgemäße Alternative sieht vor, die Borstenenden der Borstenbüschel
zuerst miteinander zu verschmelzen, was üblicherweise in einer mit den Borstenbüscheln
bestückten, aufwendig herzustellenden Lochplatte erfolgt. Anschließend wird diese
Lochplatte in ein Spritzgusswerkzeug transportiert, um die Büschel zu umspritzen.
Es ergibt sich ein plattenähnliches Basisteil, in welches die Borstenbüschel an ihrer
Verschmelzungsstelle formschlüssig und sicher eingebettet sind. Dieses Basisteil wurde
im Stand der Technik ebenfalls immer samt Träger- oder Lochplatte in ein weiteres
Spritzgusswerkzeug oder eine weitere Station eines Spritzgusswerkzeuges transportiert.
Die Trägerplatte diente der Abstützung gegen den Spritzdruck beim Spritzgießen des
Bürstenkörpers (Kopf und Stiel). Die vorliegende Erfindung sieht jedoch vor, diese
mit dem Lochbild der Bürste versehenen Trägerplatten beim Herstellen des Bürstenkörpers
nicht mehr als Abstützplatten im Spritzgießwerkzeug vorzusehen. Auch hier wird jetzt,
wie oben beschrieben, das Basisteil am Rand einer Öffnung in einer Kavität der Formhälfte
abgestützt. Die Büschel ragen in die Öffnung, welche aufgrund ihrer Größe sehr einfach
herstellbar ist. Durch das Umspritzen der Büschel ergibt sich eine sehr stabile Platte
(Basisteil), die dem Spritzdruck standhalten kann, obwohl auch hier das Basisteil
einwärts des Randes nicht abgestützt wird oder zumindest großteils nicht abgestützt
ist.
[0017] Die Erfindung betrifft, wie gesagt, ein ankerloses Herstellen von Bürsten. Die Borstenbüschel
werden im Gegensatz zur Lochplatte bei Spritzgießen nicht einzeln in Löchern einer
Lochplatte durch seitliche Presspassung gehalten, sondern ragen frei in die Öffnung
der Formhälfte und werden durch das Basisteil gehalten.
[0018] Das Basisteil wird randseitig in der Kavität gehalten.
[0019] Gemäß der bevorzugten Ausführungsform liegt das Basisteil mit seinem Rand geschlossen
umlaufend am ebenfalls geschlossen umlaufenden Rand der Öffnung an, sodass eine Abdichtwirkung
erzielt wird.
[0020] Das Anspritzen der Stützschicht erfolgt in einer separaten Vorrichtung oder einer
Station, die vor dem abschließenden Spritzgießen in der vorerwähnten Formhälfte durchlaufen
wird.
[0021] Durch das erfindungsgemäße Verfahren, bei dem die Lochplatten nicht mehr zwischen
Beborstungsmaschine und Spritzgusswerkzeug zirkulieren, kann die gesamte Herstellung
und die gesamte Vorrichtung mit deutlich weniger Lochplatten auskommen.
[0022] Natürlich sollten pro Lochplatte mehrere Basisteile aufgenommen werden können, das
heißt, mehrere nebeneinanderliegende und gegebenenfalls auch in mehreren Reihen positionierte
Kavitäten sind pro Lochplatte vorgesehen.
[0023] Es ist jetzt auch möglich, die beborsteten Basisteile (vor oder nach dem Aufbringen
der Stützschicht) in einem Zwischenspeicher oder Pufferspeicher zu lagern. Bei Wartungsarbeiten
am Spritzgusswerkzeug oder der Beborstungsmaschine kommt es deshalb nicht zum Stillstand
der jeweils anderen Maschine, was die Flexibilität insgesamt deutlich erhöht. Darüber
hinaus können die beborsteten Basisteile auch zugekauft werden.
[0024] Gemäß der bevorzugten Ausführungsform bleiben die Basisteile im Bereich der Öffnung
beim Spritzen abstützfrei. Alternativ hierzu können punktuelle oder linienförmige
Abstützfortsätze in der Öffnung gegen das Basisteil drücken, um es beim Spritzgießen
abzustützen.
[0025] Eine der bevorzugten Ausführungsformen sieht hierbei vor, dass die Abstützfortsätze
zum Basisteil konisch, vorzugsweise sogar spitz zulaufen. Damit können sie sich ohne
Beschädigung der Borsten zwischen benachbarte Borsten schieben.
[0026] Gemäß einem bevorzugten Ausführungsbeispiel werden die rückseitig (Rückseite ist
bezüglich der Borsten die Seite mit den befestigten Enden der Borsten) vorstehenden
Büschelenden verklebt oder geschmolzen, z.B. durch Heißluft, Wärmestrahlung oder Kontaktwärme
(Aufpressen eines heißen Werkzeugs). Das Kontaktieren und Plattdrücken der verflüssigten
Büschelenden ist dahin gehend vorteilhaft, dass eine dichte, vorzugsweise geschlossene
Fläche aus geschmolzenem Kunststoff entsteht. Diese Dichtigkeit ist vorteilhaft für
das spätere Spritzgießen.
[0027] Die Stützschicht wird vorzugsweise flächig, das heißt im bevorzugten Ausführungsbeispiel
sogar vollflächig, aufgebracht. Maximal der Rand des Basisteils, mit dem es an der
Formhälfte anliegt, bleibt unbedeckt.
[0028] Die Stützschicht kann aber auch dadurch gebildet sein, dass die noch unbefestigten
Borstenbüschel rückseitig durch Umspritzen mittels der Stützschicht am Basisteil befestigt
werden. Bei dieser Ausführungsform dient der Schritt des Aufbringens der Stützschicht
gleichzeitig der Befestigung der Büschel am Basisteil.
[0029] Da die Borstenbüschel teilweise bis nahe an den Rand des Basisteils reichen, kann
es vorteilhaft sein, ein sogenanntes Einführwerkzeug am Spritzgusswerkzeug zu verwenden.
Dieses Einführwerkzeug drückt die Borsten leicht nach innen und zusammen, um ein einfacheres
Einführen der Borsten in die gemeinsame Öffnung der Formhälfte zu erreichen. Dadurch
können keine Borsten am Rand der Öffnung hängenbleiben und abknicken.
[0030] Wie bereits zuvor erwähnt, sind vorzugsweise mehrere Kavitäten in der Formhälfte
der erfindungsgemäßen Vorrichtung vorhanden, um die Ausstoßrate der gesamten Vorrichtung
zu erhöhen.
[0031] Die Formhälfte mit der wenigstens einen Kavität kann auch, und dies ist bevorzugt,
mehrteilig ausgebildet sein. Ein erstes und ein zweiten Formteil, gegebenenfalls auch
weitere Formteile mit insbesondere mehreren nebeneinander angeordneten Kavitäten oder
Reihen von Kavitäten, können verwendet werden. Die einer Bürste zugeordnete Kavität
ist dann in mehrere Abschnitte unterteilt, beispielsweise in einen Abschnitt im ersten
und in einen Abschnitt im zweiten Formteil. Diese Kavitäten gehen ineinander über
und bilden die Gesamtkavität der Formhälfte. Das erste Formteil ist aber vom zweiten
Formteil trennbar und dient als Transportmittel für das oder die in ihm sitzenden
Basisteile. Damit kann das erste Formteil unabhängig vom zweiten Formteil zuerst mit
den beborsteten Basisteilen bestückt und erst anschließend an das zweite Formteil
angekoppelt werden, nämlich unmittelbar vor dem Spritzgießen. Da das erste Formteil
aber aufgrund des fehlenden Lochbildes sehr einfach herzustellen ist, können verhältnismäßig
preisgünstig viele erste Formteile hergestellt und verwendet werden, was die Taktzeit
und Flexibilität der gesamten Vorrichtung deutlich verbessert.
[0032] Eine Trennstation zwischen der Beborstungsmaschine und dem Spritzgusswerkzeug kann
vorgesehen sein, um die Beborstungsmaschine schnell wieder für die Bestückung mit
noch zu beborstenden Basisteilen freizumachen.
[0033] Die Erfindung sieht auch eine Variante der Vorrichtung zum Herstellen von Bürsten,
mit einem erfindungsgemäßen Verfahren vor, wobei diese Vorrichtung durch ein Spritzgusswerkzeug
mit einer Formhälfte mit wenigstens einer Kavität zur Aufnahme eines beborsteten Basisteils
gekennzeichnet ist, wobei die Kavität eine einzige Öffnung zur Aufnahme aller Borstenbüschel,
hat und einen die Öffnung umgebenden Abstützrand zur Auflage und Abstützung des Basisteils,
gekennzeichnet durch ein Beschichtungswerkzeug, das zwischen der Beborstungsmaschine
und dem Spritzgusswerkzeug positioniert ist und das rückseitig eine Stützschicht auf
das beborstete Basisteil aufbringt.
[0034] Das Beschichtungswerkzeug, das auch als eine einzelne Station im dann mehrere Stationen
umfassenden Spritzgusswerkzeug ausgeführt sein kann, ist zwischen der Beborstungsmaschine
und dem Spritzgusswerkzeug, das heißt eventuell der Station, in der das vorerwähnte
Bespritzen des beschichteten, beborsteten Basisteils erfolgt, positioniert
[0035] Zu betonen ist, dass gemäß der bevorzugten Ausführungsform im Spritzgusswerkzeug
der sogenannte Bürstenkörper gespritzt wird, der ein- oder mehrkomponentig ausgeführt
sein kann. Dieser Bürstenkörper ist üblicherweise der Bürstengriff, der Bürstenhals
und ein Teil des Bürstenkopfes. Der andere Teil des Bürstenkopfes wird durch das Basisteil
gebildet.
[0036] Es ist jedoch auch eine Ausführungsform denkbar, insbesondere bei preisgünstigeren
Bürsten, bei der das Basisteil selbst bereits fast den gesamten Kopf und im Wesentlichen
den gesamten Griff oder Stiel der Bürste aufweist. Dieses Basisteil wird dann rückseitig
in mehreren Schritten zumindest im Bereich des Kopfes abgedeckt, nämlich zuerst mit
der Stützschicht im Bereich der bereits befestigten Büschel und mit einem spritzgegossenen,
deckelähnlichen Teil, welches die Stützschicht abdeckt. Dieses Teil bildet dann natürlich
auch einen Bürstenabschnitt.
[0037] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung
und aus den nachfolgenden Zeichnungen, auf die Bezug genommen wird. In den Zeichnungen
zeigen:
Figur 1 eine perspektivische Draufsicht auf eine Beborstungsmaschine, die Teil der
erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Herstellung von Bürsten sein kann;
Figur 2 eine Draufsicht auf eine Lochplatte, die bei der Beborstungsmaschine nach
Figur 1 eingesetzt wird;
Figur 3 die Lochplatte nach Figur 2 mit eingesetzten Basisteilen vor dem Beborsten;
Figur 4 die Ansicht nach Figur 3 mit beborsteten Basisteilen;
Figur 5 einen nach dem Beborsten folgenden Verfahrensschritt zum Verschmelzen der
Borstenenden;
Figur 6 ein noch offenes Beschichtungswerkzeug, bei dem die beborsteten Basisteile
rückseitig mit einer Stützschicht versehen werden;
Figur 7 das Beschichtungswerkzeug nach Figur 6 mit entferntem Oberteil nach dem Aufbringen
der Stützschicht;
Figur 8 einen darauffolgenden Verfahrensschritt, bei dem die beborsteten Basisteile
den Lochplatten entnommen werden;
Figur 9 eine Draufsicht auf ein Formteil eines Spritzgusswerkzeugs als Teil der erfindungsgemäßen
Vorrichtung;
Figur 10 eine alternative Ausführungsform zu Figur 9, bei der zusätzlich Abstützfortsätze
in die Öffnung des Formteils hineinragen;
Figur 11 eine perspektivische Draufsicht auf ein Unterteil der erfindungsgemäßen Vorrichtung
im Bereich des Spritzgusswerkzeugs kurz vor dem Einsetzen der beborsteten Basisteile;
Figur 12 die in ein Formteil eingesetzten Basisteile;
Figur 13 eine Unteransicht des Formteils nach Figur 12;
Figur 14 eine perspektivische Ansicht der erfindungsgemäßen Vorrichtung im Bereich
des Spritzgusswerkzeugs beim Einsetzen des ersten Formteils in ein zweites Formteil;
Figur 15 das geöffnete Spritzgusswerkzeug nach Figur 14 nach dem Spritzvorgang; und
Figur 16 bis Figur 19 mehrere Verfahrensschritte einer geringfügig modifizierten Ausführungsform
der Erfindung mit modifizierter Vorrichtung.
[0038] In Figur 1 ist eine sogenannte Lochplatte 10 einer aus mehreren Werkzeugen und Stationen
bestehenden Vorrichtung zum Herstellen von Bürsten dargestellt. Die Lochplatte 10
ist aus Metall und hat vorzugsweise mehrere sehr präzise hergestellte Kavitäten 12,
in die vorgefertigte Basisteile 14 von Bürsten, hier Zahnbürsten, eingelegt werden.
Die Basisteile 14 dienen zur ankerlosen Befestigung von Borstenbüscheln. Die Basisteile
14 haben einen umlaufenden, nach oben abgestellten Rand sowie ein Lochbild zum Befüllen
durch die Borstenbüschel. Auch die Kavität 12 hat ein entsprechendes Lochbild. Die
Herstellung einer solchen Kavität mit Lochbild ist sehr aufwendig und erfolgt üblicherweise
durch Drahterosion oder Koordinatenschleifen.
[0039] In der sogenannten Beborstungsmaschine werden die Basisteile dann mit den Borstenbüscheln
befüllt, wie dies z.B. in der
EP 0 972 465 B1 gezeigt ist. Die Lochplatte 10 dient als Transportkörper und auch zur Lagerung und
Führung der Borstenbüschel, die in die entsprechenden Löcher in der Lochplatte hineinragen.
Der in die Löcher hineinragende Abschnitt der Borstenbüschel ist der später von der
Bürste abstehende Teil der Borsten.
[0040] In Figur 2 ist das Lochbild der Lochplatte 10 von oben zu sehen.
[0041] Figur 3 zeigt die in die entsprechenden Kavitäten 12 eingesetzten Basisteile 14,
wobei gut zu erkennen ist, dass die Basisteile 14 exakt und passgenau in den Kavitäten
12 aufgenommen werden. Es sind in der Beborstungsmaschine zahlreiche Lochplatten vorgesehen,
die vorzugsweise in oder außerhalb der Beborstungsmaschine mit den Basisteilen bestückt
werden und anschließend beborstet werden. Die Lochplatten 10 werden schließlich nach
der Beborstungsmaschine in eine andere Maschine oder in eine andere Station samt der
darin enthaltenen beborsteten Basisteile überführt, um einen weiteren Verarbeitungsschritt
durchführen zu können.
[0042] Figur 4 zeigt die beborsteten Basisteile 14 in der Lochplatte 10, wobei die Borstenbüschel
16 mit ihrem rückseitigen Ende gegenüber dem Basisteil 14 nach oben vorstehen.
[0043] Wie bereits erläutert, wird entweder in der Beborstungsmaschine selbst in einer separaten
Station oder außerhalb derselben in einer Befestigungsstation dafür gesorgt, dass
die Borsten an ihren abstehenden Enden 16 aneinander befestigt und auch mit dem Basisteil
4 verbunden werden. Dies erfolgt beispielsweise mittels thermischem Verkleben der
abstehenden Enden der Büschel 16 durch Heißluft, Strahlungswärme und/oder durch Kontaktwärme.
[0044] Bei der in Figur 5 dargestellten Ausführungsform ist ein elektrisch beheiztes Werkzeug
mit mehreren beheizten Stempeln 18 vorgesehen, die an eine Stromquelle 20 angeschlossen
sind.
[0045] Der Querschnitt der Stempel 18 ist dem durch den Rand des entsprechenden Basisteils
14 umschriebenen Querschnitt angepasst.
[0046] Entweder werden die Borstenenden 16 zuvor bereits erwärmt und auf Schmelztemperatur
gebracht, sodass sie miteinander verkleben, oder die Stempel 18 werden nach unten
gegen die Borstenenden 16 verfahren und verkleben diese dann durch Verschmelzen.
[0047] Natürlich können die Borstenenden 14 auch zuerst auf Temperatur gebracht und verschmolzen
werden, ohne dass die Stempel sie kontaktieren. Erst anschließend werden dann die
Stempel 18 nach unten gefahren, um die flüssige Kunststoffmasse der geschmolzenen
Enden platt zu drücken, sodass sich eine möglichst geschlossene Kunststoffschicht
22 aus dem geschmolzenen Material der Büschelenden ergibt. Es ist zwar vorteilhaft,
dass sich eine flache, geschlossene Schicht 22 auf der Rückseite des Basisteils 14
ergibt, dies ist jedoch nicht zwingend erforderlich. Es könnten genauso gut einzelne
Verdickungen von Borstenbüscheln 16 vorhanden sein, die sich durch das Verschmelzen
der einzelnen Borsten eines Borstenbüschels ergeben.
[0048] Figur 6 zeigt ein weiteres Werkzeug, das auch als Station einer größeren Vorrichtung
ausgeführt sein kann. Hierbei handelt es sich um ein sogenanntes Beschichtungswerkzeug.
[0049] Die in der Lochplatte 10 befindlichen beborsteten Basisteile 14 werden vorzugsweise
noch in der Lochplatte 10 zu dem in Figur 6 gezeigten Beschichtungswerkzeug transportiert
und dort in ein Unterteil 24 eines Spritzgusswerkzeugs eingelegt. Ein Oberteil 26
mit angepassten Kavitäten 28 auf seiner Unterseite kann nach unten gegen das Unterteil
24 gefahren werden, um die Kavität 28 nach unten durch das entsprechende Basisteil
14 zu schließen, sodass sich ein Hohlraum ergibt. In die entsprechenden Hohlräume
wird dann eine Kunststoffmasse eingespritzt, die die Rückseite des beborsteten Basisteils
14 vorzugsweise vollständig, allenfalls bis auf den umlaufenden Rand, abdeckt. Diese
aufgebrachte Schicht ist eine Stützschicht 30, welche der Einheit aus Basisteil 14
und Borstenbüscheln 16 eine höhere Steifigkeit verleiht. Die Stützschicht 30 ist in
Figur 7 zu erkennen.
[0050] Im nächsten Schritt, siehe Figur 8, werden die erzeugten Zwischenprodukte in einer
Trennstation den Lochplatten 10 entnommen. Diese Zwischenprodukte können in einem
Speicher sortiert oder unsortiert zwischengelagert werden, oder sie können unmittelbar
nach ihrer Entnahme von der Lochplatte 10 zu einer weiteren Maschine, nämlich dem
im Folgenden erläuterten Spritzgusswerkzeug transportiert werden.
[0051] Das Spritzgusswerkzeug ist in Figur 14 zu erkennen. Es umfasst im Wesentlichen eine
untere Formhälfte 40 und eine obere Formhälfte 42, die jeweils Kavitäten haben, die
im geschlossenen Zustand des Werkzeugs ineinander übergehen und einen auszuspritzenden
Hohlraum bilden. Die untere Formhälfte 40 umfasst wenigstens zwei Teile, nämlich ein
erstes Formteil 44, das die vorgenannten und in Figur 8 zu sehenden Zwischenprodukte
aufnimmt, und ein zweites Formteil 46. Das erste Formteil 44 ist in Figur 9 von oben
gut zu sehen. Es weist mehrere Kavitäten 46 auf, von denen aus jeweils eine Öffnung
48 ausgeht, die zur Aufnahme der Borstenbüschel 16 eines Basisteils 14 dient. Der
Rand 50, der vertieft liegt und Teil der Kavität 46 ist, umgibt die jeweilige Öffnung
48. Dieser Rand 50 dient als Auflage- und Abstützfläche für das beborstete Basisteil
14. Neben dem Rand 50 hat die Kavität 46 auch noch einen Halsabschnitt 52 als Übergang
zwischen Bürstenkopf und später noch dargestelltem Bürstenstiel.
[0052] Dieser Halsabschnitt 52 geht, wie Figur 14 zeigt, in den den Stiel der Bürste definierenden
Abschnitt 56 der Kavität im zweiten Formteil 46 über.
[0053] In Figur 11 ist zu sehen, dass das erste Formteil 44 mit den vorgefertigten Zwischenprodukten
bestückt wird, indem ein Einführwerkzeug 58, das aus mehreren aufeinander zu verfahrbaren
Platten bestehen kann, verwendet wird. Dieses Einführwerkzeug 58 kann auch in Form
eines Trichters vorgesehen sein. Das Einführwerkzeug 58 dient dazu, die Borstenbüschel
16 einwärts aufeinander zu zu drücken, um ein Anstoßen der randseitigen Borsten am
Rand 50 zu verhindern. Vor dem vollständigen Einführen der Zwischenprodukte in die
entsprechende Kavität und Öffnung 46, 48 wird das Einführwerkzeug 58 jedoch entfernt.
[0054] Die Bestückung des ersten Formteils 44 kann vorzugsweise außerhalb des Spritzgusswerkzeugs
oder in einer vor dem Spritzgussprozess liegenden Station im Spritzgusswerkzeug erfolgen,
wie es z.B. bei den sogenannten Helikopter-Werkzeugen gemäß z.B.
DE 195 15 294 A oder Würfelwerkzeugen gemäß z.B.
WO 2007/085063 der Fall ist. Bei solchen Werkzeugen kann die Bestückung während des Spritzvorganges,
mit geschlossenem Werkzeug stattfinden. Alternativ kann die Bestückung auch in einem
geöffneten Werkzeug zwischen zwei Spritzzyklen stattfinden. In diesem Fall verliert
man aber etwas Zykluszeit, da das Werkzeug nach einem Spritzzyklus etwas länger offen
bleiben muss, bis die Bestückung vollendet ist.
[0055] In Figur 12 ist das bestückte erste Formteil 44 von oben zu erkennen, in Figur 13
von unten. Es ist auch ersichtlich, dass die Büschel 16 frei in der Öffnung 48 auskragend
hängen.
[0056] Die ersten Formteile 44 bilden Transportteile für die beborsteten Basisteile 14 und
transportieren diese entsprechend zu den zugeordneten zweiten Formteilen 46. Diese
Formteile 46 haben eine Aussparung 60, in die das Formteil 44 passgenau eingesetzt
wird. Anschließend wird das Spritzgusswerkzeug geschlossen, und der Spritzgussprozess
kann erfolgen.
[0057] Nach dem Öffnen des Spritzgusswerkzeugs (siehe Figur 15) wird das erste Formteil
44 mit dem angespritzten sogenannten Bürstenkörper 62 dem Spritzgusswerkzeug entnommen,
und die fertigen Bürsten werden von dem ersten Formteil 44 getrennt.
[0058] Natürlich wäre es auch möglich, mehrere Komponenten hintereinander zu spritzen, indem
die Spritzgussmaschine noch weitere Stationen für die anderen Komponenten aufweist.
Auch hier kann das erste Formteil 44 als Transportmittel zwischen den Stationen dienen.
[0059] Beim Spritzgussprozess wird bei der vorgenannten Ausführungsform sämtlicher Spritzdruck
im Bereich des Basisteils 14 ausschließlich am Rand des Basisteils 14, mit dem dieses
den Rand 50 kontaktiert, aufgenommen.
[0060] Alternativ hierzu wäre es auch möglich, von einem Boden der Öffnung 48 ausgehende
oder von dem zweiten Formteil 46 im Bereich der Aussparung 60 ausgehende nach oben
in die Öffnung in Richtung Basisteil 14 ragende Abstützfortsätze 70 vorzusehen. Die
Abstützfortsätze 70 sind lineare oder, wie dargestellt, punktuelle Abstützstellen
und laufen vorzugsweise zum Basisteil 14 konisch zu, um sich zwischen Borsten schieben
zu können.
[0061] Bei der Ausführungsform nach den Figuren 16 bis 19 wird das Basisteil nicht vor dem
Verschweißen der Borstenenden hergestellt, sondern danach. Zuerst werden in einem
Beborstungswerkzeug Borstenbüschel 16 in Löcher einer Lochplatte 10 mit einer entsprechenden
Kavität 80 für das später herzustellende Basisteil eingebracht (Figur 16). Die nach
oben überstehenden Borstenenden der Borstenbüschel 16 werden zuerst miteinander verschmolzen.
Anschließend wird diese Lochplatte 10 in ein Spritzgusswerkzeug transportiert, um
die Büschel 16 zu umspritzen. Wenn die Borstenenden zu einem flachen Kunststoffplättchen
und nicht zu einer kugelähnlichen Verdickung verschmolzen werden, wird das Basisteil
14 im wesentlichen nur aufgespritzt, was aber auch unter "Umspritzen" fallen soll.
Es ergibt sich ein plattenähnliches Basisteil 14 (Figuren 16 und 17), in welches die
Borstenbüschel 16 an ihrer verdickten Verschmelzungsstelle 82 mehr oder weniger formschlüssig
und sicher eingebettet sind (siehe Querschnittsansicht in Figur 18). Die vorliegende
Erfindung sieht vor, diese mit dem Lochbild der Bürste versehenen Lochplatten 10 beim
anschließenden Herstellen des Bürstenkörpers (Kopf und Stiel der Bürste) nicht mehr
als Abstützplatten im Spritzgießwerkzeug vorzusehen.
[0062] Die beborsteten Basisteile 14 werden vielmehr von den Lochplatten 10 getrennt (Figur
19) und entweder einem zuvor bereits beschriebenen Lager/Pufferspeicher zugeführt
und später oder sofort entsprechend den Figuren 9 bis 15 weiter verarbeitet. Die beborsteten
Basisteile 14 müssen also in die ersten Formteile 44 eingelegt werden (z.B. vollautomatisch),
um dann zum Spritzgusswerkzeug transportiert zu werden. Der Spritzgussprozeß erfolgt
wie im ersten Ausführungsbeipiel beschrieben.
[0063] Auch hier wird das Basisteil am Rand einer Öffnung 48 in einer Kavität 46 der Formhälfte
abgestützt. Die Bürschel 16 ragen in die Öffnung 48, welche aufgrund ihrer Größe sehr
einfach herstellbar ist.
[0064] Für alle Ausführungsformen gilt: Die Vorrichtung zum Herstellen von Bürsten kann
nur aus dem Spritzgusswerkzeug bestehen oder alternativ auch zusätzlich aus weiteren
Werkzeugen wie dem Beborstungswerkzeug und/oder dem in den Figuren 6 und 7 gezeigten
Beschichtungswerkzeug. Auch Trennstationen und Bestückungsstationen zwischen einzelnen
Werkzeugen oder Stationen können vorgesehen sein, bei denen Zwischenprodukte von Werkzeugteilen
oder Trägerteilen entfernt oder in sie eingesetzt werden.
1. Verfahren zum Herstellen von Bürsten mittels einer Vorrichtung,
gekennzeichnet durch folgende Schritte:
a) Vorsehen entweder wenigstens eines vorgefertigten Basisteils (14), an dem Borstenbüschel
(16) befestigt sind und das einen Abschnitt der fertigen Bürste bildet, wobei am Basisteil
(14) rückseitig eine separate Stützschicht (30) aufgebracht ist, oder wenigstens eines
vorgefertigten Basisteils (14), das durch Umspritzen von mehreren Borstenbüscheln
(16) mit zuvor miteinander verschmolzenen Borstenenden gebildet ist,
b) Zuführen und Positionieren des beborsteten Basisteils (14) zu bzw. in einem Spritzgusswerkzeug,
wobei jedes Basisteil (14) in einer Kavität (46) einer Formhälfte des Spritzgusswerkzeugs
mit seinem Rand am Rand (50) einer von der zugeordneten Kavität (46) ausgehenden Öffnung
(48) aufliegt und die Borstenbüschel (16) in die Öffnung ragen, und
c) rückseitiges Anspritzen eines Bürstenabschnitts an das Basisteil.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Basisteile einem Lager für beborstete Basisteile entnommen und dem Spritzgusswerkzeug
zugeführt werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Basisteile im Bereich der Öffnung beim Spritzen abstützfrei bleiben.
4. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass punktuelle oder linienförmige Abstützfortsätze in der Öffnung zwischen Borsten gegen
das Basisteil drücken, um es beim Spritzgießen zu stützen.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in Aufnahmelöcher des vorgefertigten Basisteils in einer Beborstungsmaschine Borstenbüschel
gesteckt werden und dass die Borstenbüschel anschließend rückseitig am Basisteil ankerlos
befestigt werden, insbesondere durch Schmelzen der Borsten, Kleben oder Umspritzen,
wobei die Basisteile auf Lochplatten der Beborstungsmaschine sitzend beborstet werden,
wobei die Lochplatten ein dem Lochbild der Basisteile entsprechendes Lochbild haben.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass nach dem Beborsten und rückseitigen Befestigen der Borstenbüschel am Basisteil die
Stützschicht flächig aufgebracht wird, insbesondere durch Spritzgießen, wobei vorzugsweise
maximal ein Randabschnitt des Basisteils von der Stützschicht unbedeckt bleibt.
7. Verfahren nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Aufbringen der Stützschicht außerhalb der Beborstungsmaschine und nach oder vor
dem Entfernen der beborsteten Basisteile aus den Lochplatten erfolgt.
8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Einführwerkzeug vorgesehen ist, welches die Borsten vor oder beim Einsetzen des
Basisteils in das Spritzgusswerkzeug zusammendrückt, um sie in die Öffnung der Formhälfte
einzuführen.
9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Borstenbüschel in eine Lochplatte mit dem Lochbild der herzustellenden Bürste
eingesetzt und die Borsten der Büschel rückseitig verschmolzen und anschließend, noch
in der Lochplatte sitzend, unter Bildung des Basisteils umspritzt werden, wobei das
beborstete Basisteil vor Spritzen des Bürstenkörpers an das Basisteil aus der Lochplatte
entfernt wird.
10. Vorrichtung zum Herstellen von Bürsten, mit einem Verfahren nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, gekennzeichnet durch ein Spritzgusswerkzeug mit einer Formhälfte mit wenigstens einer Kavität (46) zur
Aufnahme eines beborsteten Basisteils (14), wobei die Kavität (46) eine einzige Öffnung
(48) zur Aufnahme aller Borstenbüschel, hat und einen die Öffnung (48) umgebenden
Abstützrand zur Auflage und Abstützung des Basisteils (14), wobei die Formhälfte mit
der wenigstens einen Kavität mehrteilig ausgebildet ist und ein erstes und ein zweites
Formteil aufweist, die beide ineinander übergehende Abschnitte der wenigstens einen
Kavität aufweisen, und wobei das erste Formteil vom zweiten trennbar und als Transportteil
für das wenigstens eine Basisteil ausgebildet ist.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Kavitäten in der Formhälfte vorgesehen sind.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 11, gekennzeichnet durch eine Beborstungsmaschine, in der Lochplatten und Basisteile miteinander gekoppelt
werden, wobei vor dem Spritzgusswerkzeug eine Trennstation vorgesehen ist, in der
die beborsteten Basisteile von ihren zugeordneten Lochplatten getrennt werden.
13. Vorrichtung zum Herstellen von Bürsten, mit einem Verfahren nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, gekennzeichnet durch ein Spritzgusswerkzeug mit einer Formhälfte mit wenigstens einer Kavität (46) zur
Aufnahme eines beborsteten Basisteils (14), wobei die Kavität (46) eine einzige Öffnung
(48) zur Aufnahme aller Borstenbüschel, hat und einen die Öffnung (48) umgebenden
Abstützrand zur Auflage und Abstützung des Basisteils (14), gekennzeichnet durch ein Beschichtungswerkzeug, das zwischen der Beborstungsmaschine und dem Spritzgusswerkzeug
positioniert ist und das rückseitig eine Stützschicht auf das beborstete Basisteil
aufbringt.
1. A method for producing brushes by means of an apparatus,
characterized by the following steps:
a) providing of at least one pre-fabricated base component (14) on which bristle tufts
(16) are attached and which forms a portion of the final brush, wherein a separate
support layer (30) is applied on the rear of the base component (14), or at least
one pre-fabricated base component (14) which is formed by overmoulding of several
bristle tufts (16) containing bristle ends which have been fused together beforehand,
b) supplying and positioning of the base component (14) containing bristles to and
in an injection moulding tool, wherein each base component (14) abuts in a cavity
(46) of one half of a mould of the injection moulding tool with its edge on the edge
(50) of a respective opening (48) extending from the associated cavity (46), and the
bristle tufts (16) project into the opening, and
c) overmoulding of a bristle portion on the base component on the rear side.
2. The method according to claim 1, characterized in that the base components are retrieved from an inventory of base components comprising
bristles and are supplied to the injection moulding tool.
3. The method according to claim 1 or 2, characterized in that no support means in the opening portion are provided to the base components during
moulding.
4. The method according to claim 1 or 2, characterized in that punctiform or line-shaped supporting protrusions in the opening between bristles
urge against the base component in order to support it during injection moulding.
5. The method according to one of the preceding claims, characterized in that in a bristling machine, bristle tufts are inserted in receiving openings of the pre-fabricated
base component and that the bristle tufts are then attached to the rear of the base
component without firmly fastening, in particular by melting of the bristles, gluing
or overmoulding, wherein the base components are bristled when seated on perforated
plates of the bristling machine, wherein the perforated plates have a perforated pattern
corresponding to the perforated pattern of the base components.
6. The method according to claim 5, characterized in that after bristling and fastening the bristle tufts on the rear of the base component,
the support layer is applied over a surface area, in particular by injection moulding,
wherein preferably at most an edge portion of the base component is not covered by
the support layer.
7. The method according to claim 5 or 6, characterized in that the application of the support layer is performed external to the bristling machine
and after or before removing the base components containing bristles from the perforated
plates.
8. The method according to one of the preceding claims, characterized in that an insertion tool is provided which compresses the bristles before or during insertion
of the base component into the injection moulding tool in order to introduce them
into the opening of the half of the mold.
9. The method according to one of the preceding claims, characterized in that the bristle tufts are inserted in a perforated plate having the perforated pattern
of the brush to be produced, and the bristles of the tufts are fused on the rear and
then, while still being located in the perforated plate, are overmoulded to form the
base component, wherein the base component containing the bristles is removed from
the perforated plate before injection moulding of the brush body to the base component.
10. An apparatus for producing brushes by means of a method according to one of the preceding
claims, characterized by an injection moulding tool including one half of a mould having at least one cavity
(46) for accommodating a base component (14) containing bristles, wherein the cavity
(46) has one single opening (48) for accommodating all bristle tufts and a supporting
edge surrounding the opening (48) for abutment and support of the base component (14),
wherein the half of the mould having the at least one cavity is configured in several
parts and comprises a first and a second moulding, which both include portions of
the at least one cavity which merge into one another, and wherein the first moulding
is capable of being separated from the second and is adapted as a transport element
for the at least one base component.
11. The apparatus according to claim 10, characterized in that a plurality of cavities is provided in the half of the mould.
12. The apparatus according to one of claims 10 to 11, characterized by a bristling machine in which perforated plates and base components are coupled to
one another, wherein a separating station is provided upstream of the injection moulding
tool, in which the base components containing bristles are separated from their associated
perforated plates.
13. An apparatus for producing brushes by means of a method according to one of the preceding
claims, characterized by an injection moulding tool including one half of a mould having at least one cavity
(46) for accommodating a base component (14) containing bristles, wherein the cavity
(46) has one single opening (48) for accommodating all bristle tufts and a supporting
edge surrounding the opening (48) for abutment and support of the base component (14),
characterized by a coating tool which is positioned between the bristling machine and the injection
moulding tool and which applies a support layer on the rear of the base component
containing bristles.
1. Procédé de fabrication de brosses au moyen d'un dispositif,
caractérisé par les étapes suivantes :
a) au moins une pièce de base (14) préfabriquée est prévue, sur laquelle des touffes
de poils (16) sont fixées et qui forme un tronçon de la brosse finie, une couche de
soutien séparée (30) étant appliquée sur la pièce de base (14) du côté arrière, ou
au moins une pièce de base (14) préfabriquée est prévue, laquelle est réalisée par
enrobage par injection de plusieurs touffes de poils (16) qui présentent des extrémités
de poils préalablement fondues les unes sur les autres,
b) la pièce de base (14) empoilée est amenée vers et positionnée sur un outil de moulage
par injection, chaque pièce de base (14) reposant dans une cavité (46) d'un demi-moule
de l'outil de moulage par injection avec son bord sur le bord (50) d'une ouverture
(48) partant de la cavité (46) associée, et les touffes de poils (16) faisant saillie
dans l'ouverture, et
c) un tronçon de brosse est moulé par injection sur la pièce de base du côté arrière.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que les pièces de base sont extraites d'un stock pour pièces de base empoilées et sont
amenées vers l'outil de moulage par injection.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que les pièces de base restent sans support dans la zone de l'ouverture lors du moulage
par injection.
4. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que des saillies de support ponctuelles ou linéaires dans l'ouverture poussent entre
des poils contre la pièce de base pour la soutenir lors du moulage par injection.
5. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que des touffes de poils sont enfichées dans des trous de réception de la pièce de base
préfabriquée dans une machine d'empoilage, et en ce que les touffes de poils sont ensuite fixées sans ancrage sur la pièce de base du côté
arrière, en particulier par fusion des poils, par collage ou par enrobage par injection,
les pièces de base étant empoilées en étant agencées sur des plaques perforées de
la machine d'empoilage, les plaques perforées présentant une configuration de perçage
qui correspond à la configuration de perçage des pièces de base.
6. Procédé selon la revendication 5, caractérisé en ce qu'après l'empoilage et la fixation des touffes de poils sur la pièce de base du côté
arrière, la couche de soutien est appliquée de manière plane, en particulier par moulage
par injection, au maximum un tronçon de bord de la pièce de base restant de préférence
non recouvert par la couche de soutien.
7. Procédé selon la revendication 5 ou 6, caractérisé en ce que l'application de la couche de soutien est réalisée à l'extérieur de la machine d'empoilage
et après ou avant le retrait des pièces de base empoilées hors des plaques perforées.
8. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'il est prévu un outil d'insertion qui comprime les poils avant ou pendant l'introduction
de la pièce de base dans l'outil de moulage par injection pour les insérer dans l'ouverture
du demi-moule.
9. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les touffes de poils sont introduites dans une plaque perforée qui présente la configuration
de perçage de la brosse à fabriquer et en ce que les poils des touffes sont fondus du côté arrière et ensuite, en étant encore agencés
dans la plaque perforée, sont enrobés par injection de manière à former la pièce de
base, la pièce de base empoilée étant retirée de la plaque perforée avant l'injection
du corps de brosse sur la pièce de base.
10. Dispositif de fabrication de brosses au moyen d'un procédé selon l'une des revendications
précédentes, caractérisé par un outil de moulage par injection qui comprend un demi-moule présentant au moins
une cavité (46) pour la réception d'une pièce de base (14) empoilée, la cavité (46)
présentant une seule ouverture (48) pour la réception de toutes les touffes de poils
et un bord de support qui entoure l'ouverture (48) pour l'appui et le support de la
pièce de base (14), le demi-moule présentant ladite au moins une cavité étant réalisé
en plusieurs pièces et comprenant une première et une deuxième pièce de moule qui
présentent toutes les deux des tronçons de ladite au moins une cavité qui se confondent,
et la première pièce de moule étant apte à être séparée de la deuxième et étant réalisée
sous forme de pièce de transport pour ladite au moins une pièce de base.
11. Dispositif selon la revendication 10, caractérisé en ce qu'il est prévu plusieurs cavités dans le demi-moule.
12. Dispositif selon l'une des revendications 10 à 11, caractérisé par une machine d'empoilage dans laquelle des plaques perforées et des pièces de base
sont couplées les unes aux autres, un poste de séparation étant prévu devant l'outil
de moulage par injection, dans lequel les pièces de base empoilées sont séparées de
leurs plaques perforées associées.
13. Dispositif de fabrication de brosses au moyen d'un procédé selon l'une des revendications
précédentes, caractérisé par un outil de moulage par injection qui comprend un demi-moule présentant au moins
une cavité (46) pour la réception d'une pièce de base (14) empoilée, la cavité (46)
présentant une seule ouverture (48) pour la réception de toutes les touffes de poils
et un bord de support qui entoure l'ouverture (48) pour l'appui et le support de la
pièce de base (14), caractérisé par un outil de revêtement qui est positionné entre la machine d'empoilage et l'outil
de moulage par injection et applique une couche de soutien du côté arrière sur la
pièce de base empoilée.