[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von einseitig glattem
Krepppapier. Zusätzlich betrifft die Erfindung Krepppapier, welches nach dem erfindungsgemäßen
Verfahren insbesondere auf einer Papiermaschine hergestellt wurde und die Verwendung
des Krepppapiers.
[0002] Krepppapier ist im Stand der Technik bekannt und wird meist als technisches Papier
für die Umwicklung, Isolierung, Beschichtung und als Trägermaterial insbesondere in
Dachbahnen, als medizinisches Papier für Dampf- und Gassterilisation, Dentalkrepppapiere,
als Geschenkpapiere, Packkrepppapiere, Krepppapiere für die Textilhülsenproduktion,
als Isolationskrepppapier für die Elektroindustrie, Zwischenlagenpapier, Schutzpapier,
zum Basteln, Dekorieren, für Papierblumen und dergleichen eingesetzt.
[0003] Bei herkömmlichen Kreppverfahren, erfolgt die Kreppung durch Abschaben der Papierbahn
von einem geheizten Zylinder, wie beispielsweise von einem Yankee-Zylinder. Entsprechend
des Trockengehaltes der Papierbahn wird zwischen Nasskrepp- und Trockenkrepp-Verfahren
unterschieden.
[0004] Zum Stand der Technik offenbart die
DE 10 2005 060 379 A1 eine Vorrichtung zur Behandlung einer Faserstoffbahn, insbesondere zur Herstellung
einer Tissuepapierbahn. Dazu wird eine Faserstoffbahn zu einem Kreppspalt geführt,
der sich zwischen der Oberfläche einer Softwalze und dem Kreppband befindet. Die Faserstoffbahn
wird weiter zu einem Trockenzylinder geführt, an dem sich ein weiterer Kreppspalt
- in diesem Fall der Pressspalt - befinden kann. Ferner offenbart die Druckschrift
Maßnahmen zur Reduzierung der Abnutzung des Kreppbandes, beispielsweise durch einen
geringen Reibungskoeffizient zwischen dem Kreppband und der Bahnstützfläche.
[0005] Ein weiterer Stand der Technik wird in
GB 2 152 961 A offenbart, wobei ein Verfahren beschrieben wird, mit dem unter Verwendung von konventionellen
Yankee-Papiermaschinen ein besonders weiches Papier hergestellt werden kann. Dazu
wird ein zweistufiger Krepp-Prozess (dual creping process) verwendet. In der ersten
Stufe wird Papierstoff mittels eines Yankee-Zylinders zu einem Papier mit einem Trockengehalt
von 93 bis 97% verarbeitet und dort mittels eines Schabers gekreppt. Nach einer Reduktion
der Elastizität wird das Papier an einer Krepptrommel mittels eines zweiten Schabers
ein weiteres Mal gekreppt. Ebenso wie bei der D1 wird dadurch ein beidseitig gekrepptes
Papier erzeugt.
[0006] Nachteile der beidseitigen Kreppung sind beispielsweise im Bereich der Weiterverarbeitung
zu finden. Aufgrund von großen Oberflächenunebenheiten bei Krepppapieren sind beispielsweise
die Eigenschaften hinsichtlich flächiger Bedruckbarkeit und Verklebbarkeit für Papiere
mit beidseitiger Kreppung verbesserungswürdig.
[0007] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, die im Stand der Technik bekannten Nachteile
wenigstens teilweise zu überwinden. Die vorstehende Aufgabe wird durch ein erfindungsgemäßes
Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von Krepppapier gemäß Anspruch 1 und eine
Papiermaschine zur Herstellung des Krepppapiers gemäß Anspruch 6 gelöst. Besonders
bevorzugte Ausführungsformen sind Gegenstand der Unteransprüche.
[0008] Das erfindungsgemäße Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von Krepppapier umfasst
die Schritte der Herstellung einer Papierbahn aus einer Stoffsuspension, der mechanischen
Entwässerung der Papierbahn in einer Pressenpartie, der Erzeugung einer Kreppstruktur
im Blattgefüge der Papierbahn und der thermischen Trocknung der Papierbahn. Gekennzeichnet
ist das erfindungsgemäße Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von Krepppapier
durch das Aufbringen der gekreppten Papierbahn auf einen Glättzylinder mittels eines
volumenschonenden Anpresssystems zur Trocknung und Erzeugung einer glatten Oberfläche
auf der Papierbahn.
[0009] Unter mechanischer Entwässerung der Papierbahn in einer Pressenpartie im Sinne der
vorliegenden Erfindung werden alle Arten von Entwässerungen des bahnförmigen Filterkuchens
mittels Pressverfahren vorzugsweise innerhalb einer Pressenpartie einer Papiermaschine
verstanden. Im Pressspalt wird das in der Papierbahn befindliche Wasser durch den
zwischen den Walzenpaaren aufgebrachten Druck herausgepresst. Herkömmliche Presssysteme
bei Papiermaschinen sind Legepressen, Saugpressen, gelochte & gerillte Presswalzen,
beheizte Presswalzen, Flexitherm- & NipcoFlex-Walzen, befilzt, doppelbefilzt, Schuhpressen,
Kombinationen hiervon und dergleichen.
[0010] Unter Erzeugung einer Kreppstruktur im Blattgefüge der Papierbahn im Sinne der Erfindung
wird die Erzeugung von Kreppfalten auf einem Zylinder mittels Kreppschaber durch Stauchung
der Papierbahn verstanden.
[0011] In einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens zur kontinuierlichen
Herstellung von Krepppapier erfolgt die mechanische Entwässerung mittels wenigstens
zwei, vorzugsweise drei Pressspalten, wobei wenigstens eine Walze, insbesondere die
dritte und letzte Walze der Pressenpartie als Gegenwalze für einen Kreppschaber dient
und auch als Kreppwalze bezeichnet wird.
[0012] Unter einem Pressspalt im Sinne der vorliegenden Erfindung wird der Spalt zwischen
zwei Presswalzen verstanden, zwischen welchen die Papierbahn läuft und auf diese eine
vorgegebene Linienkraft ausgeübt wird.
[0013] Unter Gegenwalze für einen Kreppschaber im Sinne der vorliegenden Erfindung wird
eine Walze verstanden, an der ein Kreppschaber anliegt, welcher die Papierbahn staucht
und hierdurch die Kreppung erzeugt.
[0014] In einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens zur kontinuierlichen
Herstellung von Krepppapier ist der Trockengehalt der Papierbahn nach der Siebpartie
zwischen 16 und 23% und/oder der Trockengehalt vor der Erzeugung der Kreppstruktur
zwischen 25 und 45%.
[0015] Unter Trockengehalt der Papierbahn im Sinne der vorliegenden Erfindung wird der Trockengehalt
von Papier und Zellstoff verstanden. Die Bestimmung erfolgt beispielsweise nach der
Norm: BS EN ISO 638 Papier, Pappe und Faserstoff - Bestimmung des Trockengehaltes
- Wärmeschrankverfahren.
[0016] Unter thermischer Trocknung der Papierbahn im Sinne der vorliegenden Erfindung werden
Arten der Kontakttrocknung in der Papiermaschine, wie insbesondere Zylindertrocknung
verstanden. Beispielsweise können auch weitere Trocknungsarten, wie Strahlungs- oder
Konvektionstrocknung zum Einsatz kommen.
[0017] Unter Glättzylinder im Sinne der vorliegenden Erfindung werden beheizte Zylinder
mit einem großen Durchmesser und einer glatten Oberfläche, wie beispielsweise ein
Yankee-Zylinder verstanden.
[0018] In einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens zur kontinuierlichen
Herstellung von Krepppapier ist der Trockengehalt der Papierbahn vor der Aufbringung
auf einen Glättzylinder im Bereich zwischen 50 und 80%, vorzugsweise zwischen 60 und
75% und insbesondere im Bereich von 65 und 70%.
[0019] Entsprechend der vorliegenden Erfindung wird die gekreppte Papierbahn auf einen Glättzylinder
aufgebracht, wobei dies unter Verwendung eines volumenschonenden Anpresssystems erfolgt.
Unter einem volumenschonenden Anpresssystem wird dabei ein Anpresssystem verstanden,
welches die Kreppung des Krepppapiers im Wesentlichen nicht zerstört und das Volumen
des Krepppapiers in einem vorgegebenen Umfang erhält. Dies wird beispielsweise durch
die Kombination einer weichen Anpresswalze mit einem Velin-Filz im Pressspalt zwischen
Anpresswalze und Yankee-Zylinder erreicht. Ein Beispiel für die Anordnung eines solchen
Anpresssystems ist auch eine Deutsche Presse, bzw. eine entsprechende Modifikation
hiervon. Bei Mustern des erfindungsgemäßen Krepppapiers wurden beispielsweise Glättewerte
im Bereich von 20 bis 1500ml/min vorzugsweise von 100 bis 1200ml/min und insbesondere
im Bereich von 500 bis 900ml/min nach Bendtsen gemessen. Glanzwerte gemessen gemäß
DIN 54502 mit einem Einfallwinkel von 85 Grad wurden bei Mustern des erfindungsgemäßen
Krepppapiers beispielsweise im Bereich von 0 bis 25 vorzugsweise von 1 bis 23 und
insbesondere im Bereich von 6 bis 22 gemessen.
[0020] Unter Glanz der Papierbahn im Sinne der vorliegenden Erfindung wird der Glanz von
Krepppapier als ein optischer Eindruck, den man bei der Betrachtung der Oberfläche
wahrnimmt verstanden. Die Bestimmung erfolgt beispielsweise nach der Norm: DIN 54502.
[0021] In einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens zur kontinuierlichen
Herstellung von Krepppapier weist die Kreppstruktur einen Kreppfaktor im Bereich von
1 bis 20% auf und insbesondere die Faserorientierung in der Papierbahn ein Längs-/
Querverhältnis im Bereich von 1:1 bis 1:2,5 auf.
[0022] Unter Kreppfaktor der Kreppstruktur im Sinne der vorliegenden Erfindung wird das
prozentuale Verhältnis zwischen der ungekreppten und der gekreppten Papierbahn verstanden,
wobei durch das Kreppen insbesondere eine Kürzung der Papierbahn bewirkt wird.
[0023] Unter Faserorientierung im Sinne der vorliegenden Erfindung wird das Verhältnis zwischen
der Faserorientierung längs zur Faserorientierung und quer der Papiermaschine verstanden.
Die Faserorientierung wird beim Blattbildungsprozess in der Papiermaschine festgelegt
und kann beispielsweise mit Bildanalyseverfahren, Laser-Streuungsmethoden, etc. ermittelt
werden.
[0024] In einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens zur kontinuierlichen
Herstellung von Krepppapier weist der Kreppschaber einen Schleifwinkel α im Bereich
von 0,5° bis 10°, insbesondere zwischen 3° bis 8° und/oder einen Anstellwinkel γ von
20° bis 30° und/oder einen Anstellwinkel β zwischen 5° bis 20° auf, insbesondere von
ca. 14° auf.
[0025] Unter Schleifwinkel α (Alpha) im Sinne der vorliegenden Erfindung wird der Winkel
der angeschliffenen Kreppschaberkante verstanden.
[0026] Unter dem Anstellwinkel γ (Gamma) im Sinne der vorliegenden Erfindung wird der Winkel
des Kreppschabers zur Gegenwalze verstanden.
[0027] Unter dem Anstellwinkel β (Beta) im Sinne der vorliegenden Erfindung wird der Auftreffwinkel
des Kreppschabers zur vertikalen Achse der Gegenwalze verstanden.
[0028] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung wird ferner auch mit einer Papiermaschine
zur Herstellung eines Krepppapiers gelöst. Diese weist wenigstens einen Stoffauflauf,
eine Siebpartie zur Erzeugung einer Papierbahn aus einer Stoffsuspension, eine Pressenpartie
zur mechanischen Entwässerung, eine Vorrichtung zur Erzeugung einer Kreppstruktur
in der Papierbahn, eine Trockenpartie zur thermischen Entwässerung der Papierbahn
und eine Glätteinrichtung auf. Die Glätteinrichtung weist wenigstens einen Glättzylinder
auf, welcher mit einem Anpresssystem die gekreppte Papierbahn mit einer Softwalze
und/oder einem Schonfilz auf den Glättzylinder zur Erzeugung einer glatten Oberfläche
aufbringt.
[0029] Unter Softwalze im Sinne der vorliegenden Erfindung wird eine Walze mit einem weichem
Bezug im Bereich von 10 bis 30 Pusey & Jhone verstanden.
[0030] Unter Schonfilz im Sinne der vorliegenden Erfindung wird ein Filz verstanden, welcher
insbesondere die Krepppapierbahn bezüglich des papierspezifischen Volumens bzw. der
Kreppstruktur schont. Hierzu wird beispielsweise ein Velin-Filz eingesetzt, in den
aufgrund seiner Kompressibilität die eine Seite der Krepppapierbahn im Pressnip hinein
gedrückt werden kann und somit die Krepppapierbahn von der Druckeinwirkung im Pressspalt
geschont wird. Der Schonfilz kann gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform
auch eine Rippung oder andere Oberflächenstruktur aufweisen, um dem Krepppapier eine
weitere insbesondere sichtbare Struktur oder Markierung zu geben.
[0031] In einer weiteren Ausführungsform der erfindungsgemäßen Papiermaschine sind wenigstens
eine weitere thermische Trocknungseinrichtung, und/oder eine Leimpresse, und/oder
ein Glättwerk, und/oder eine Aufrollung vorgesehen.
[0032] Unter einer weiteren thermische Trocknungseinrichtung im Sinne der vorliegenden Erfindung
wird beispielsweise eine Nachtrockenpartie verstanden.
[0033] Unter Leimpresse im Sinne der vorliegenden Erfindung wird ein Walzenauftragswerk
beispielsweise für den Auftrag von Trockenverfestigungsadditiven verstanden.
[0034] Unter Glättwerk im Sinne der vorliegenden Erfindung wird beispielsweise ein Walzenglättwerk
verstanden.
[0035] Unter Aufrollung im Sinne der vorliegenden Erfindung wird eine Vorrichtung zum Aufrollen
der fertig produzierten Papierbahn, wie beispielsweise eine Poperoller-Aufrollung
verstanden.
[0036] In einer weiteren Ausführungsform der erfindungsgemäßen Papiermaschine weist die
Pressenpartie eine 1. Presse, insbesondere mit einer Linienkraft im Bereich von 0
bis 10kN/m zur Erzeugung eines Trockengehalts in der Papierbahn im Bereich von 25
bis 30%, eine 2. Presse, insbesondere mit einer Linienkraft im Bereich von 35 bis
45kN/m zur Erzeugung eines Trockengehalts in der Papierbahn im Bereich von 27 bis
38% und vorzugsweise eine 3. Presse, insbesondere bei einer Linienkraft im Bereich
von 45 bis 55kN/m zur Erzeugung eines Trockengehaltes in der Papierbahn im Bereich
von 25 bis 45% auf.
[0037] Unter Linienkraft im Sinne der vorliegenden Erfindung wird die Kraft verstanden,
welche auf die Linie im Pressspalt ausgeübt wird.
[0038] In einer weiteren Ausführungsform der erfindungsgemäßen Papiermaschine ist wenigstens
eine Walze der Pressenpartie als Kreppwalze insbesondere mit einer veredelten Oberfläche
ausgebildet. Beispiele für Materialien, aus welchen diese veredelten Oberflächen wenigstens
teilweise hergestellt sind, sind Wolframcarbid-Verbindungen, insbesondere Di-Wolframcarbid,
Wolframmonocarbid und Wolframschmelzcarbid, Kombinationen hiervon und dergleichen.
[0039] In einer weiteren Ausführungsform der erfindungsgemäßen Papiermaschine wird für die
Erzeugung der Kreppstruktur ein Kreppschaber verwendet wird, welcher insbesondere
eine keramisch beschichtete Schaberkante aufweist.
[0040] In einer weiteren Ausführungsform der erfindungsgemäßen Papiermaschine weist der
Kreppschaber einen Schleifwinkel α (Alpha) im Bereich von 0,5° bis 10, insbesondere
zwischen 3° bis 8° und/oder der Anstellwinkel γ (Gamma) von 20° bis 30° und/oder der
Anstellwinkel β (Beta) zwischen 5° bis 20°, insbesondere von ca. 14° auf.
[0041] In einer weiteren Ausführungsform der erfindungsgemäßen Papiermaschine weist die
Papiermaschine vor der Aufbringung des erfindungsgemäßen Krepppapiers auf einen Glättzylinder
eine Vortrocknung insbesondere eine Zylindertrocknung zur Erzeugung eines Trockengehaltes
der erfindungsgemäßen Krepppapierbahn im Bereich zwischen 50 und 80%, vorzugsweise
zwischen 60 und 75% und insbesondere im Bereich von 65 und 70% auf.
[0042] Unter Zylindertrocknung im Sinne der vorliegenden Erfindung werden beheizte Trockenzylinder
verstanden, welche in einer Papiermaschine zur Trocknung der Papierbahn eingesetzt
werden.
[0043] In einer weiteren Ausführungsform der erfindungsgemäßen Papiermaschine ist die Softwalze
Bestandteil einer Deutsche Presse, welche die Papierbahn an den Glättzylinder, insbesondere
den Yankee-Zylinder, aufbringt. Ferner wird insbesondere ein Schonfilz wie beispielsweise
ein Velin-Filz verwendet, wobei vorzugsweise die Linienkraft zwischen Presse und Zylinder
im Bereich von 5 bis 20kN/m liegt.
[0044] Des weiteren umfasst das erfindungsgemäße Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung
von Krepppapier auch das nach diesem Verfahren hergestellte Kernpapier, welches vorzugsweise
auf einer erfindungsgemäßen Papiermaschine hergestellt wurde.
[0045] Die vorliegende Erfindung umfasst ferner auch die Verwendung des Krepppapiers als
technisches Papier für die Umwicklung, Isolierung, Beschichtung und als Trägermaterial
insbesondere in Dachbahnen, als Medizinische Papiere für Dampf- und Gassterilisation,
Dentalkrepppapiere, als Geschenkpapiere, Packkrepppapiere, Krepppapiere für die Textilhülsenproduktion,
als Isolationskrepppapier für die Elektroindustrie, zur Kaschierung von Papier, Pappe
und Karton, als farbige Papiere, als nassfeste Papiere, als hydrophobe Papiere, Sicherheitspapiere,
für Verpackungen, zum Basteln, Dekorieren, für Papierblumen und dergleichen.
[0046] Ein Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens zur Herstellung von Krepppapier ist,
dass das Krepppapier einseitig glatt ist und mit den beispielsweise dadurch veränderten
Oberflächeneigenschaften für eine Vielzahl weiterer Anwendungsbereiche einsetzbar
ist. Solche sind beispielsweise die Kaschierbarkeit des Krepppapiers, die Beschichtungsmöglichkeit,
insbesondere die Walzenbeschichtung, die Bedruckbarkeit des Krepppapiers und eine
mögliche Verklebbarkeit des Krepppapiers.
[0047] Ein Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens ist die Erzeugung von Glanzeigenschaften
als ein optischer Eindruck von Krepppapier, den man bei der Betrachtung der Oberfläche
wahrnimmt.
[0048] Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines bevorzugten Ausführungsbeispiels erläutert,
wobei darauf hingewiesen wird, dass durch dieses Beispiel Abwandlungen beziehungsweise
Ergänzungen wie sie sich für den Fachmann unmittelbar ergeben mit umfasst sind. Darüber
hinaus stellt dieses bevorzugte Ausführungsbeispiel keine Beschränkung der Erfindung
in der Art dar, dass Abwandlungen und Ergänzungen im Umfang der vorliegenden Erfindung
liegen.
[0049] Dabei zeigen:
Fig. 1 eine schematische Zeichnung der im erfindungsgemäßen Verfahren eingesetzten
Kreppschaberklinge;
Fig. 2 eine schematische Zeichnung der im erfindungsgemäßen Verfahren zum Einsatz
kommenden Vorrichtung zur Erzeugung einer Kreppstruktur und der Positionierung des
Kreppschabers zur Gegenwalze;
Fig. 3 eine schematische Zeichnung der im erfindungsgemäßen Verfahren eingesetzten
vorderen Teils einer Papiermaschine;
Fig. 4 eine schematische Zeichnung der thermischen Trocknung mit einem Glättzylinder.
[0050] Das Ausführungsbeispiel gemäß Figur 1 zeigt einen Kreppschaber 5 mit einer Schaberkante
17, einem Schleifwinkel α beispielsweise zwischen 3° und 8°, einer Dicke a zwischen
0,6 bis 1 mm und einer Länge b zwischen 70 bis 75 cm. Die Phase des Schleifwinkels
kann beispielsweise beschichtet sein. Als abriebfester Beschichtungsstoff eignen sich
beispielsweise keramische Werkstoffe, die aus einer Gruppe ausgewählt werden, welche
abriebfeste Verbindungen aufweisen, die insbesondere Silicat-Verbindungen aufweist,
die insbesondere Carbid-Verbindungen, die insbesondere Siliciumcarbid-Verbindungen,
Borcarbid-Verbindungen, Aluminiumoxid-Verbindungen, Berylliumoxid-Verbindungen, Zirkonoxid-Verbindungen,
Bornitrid-Verbindungen, Kaolinit-Verbindungen, Illit-Verbindungen, Montmorillonit-Verbindungen,
Quarz-Verbindungen, Feldspat-Verbindungen, Glimmer-Verbindungen, Kalk-Verbindungen,
Kombinationen hiervon und dergleichen aufweist.
[0051] Das Ausführungsbeispiel gemäß Figur 2 zeigt eine Vorrichtung zur Erzeugung einer
Kreppstruktur 7. Diese Vorrichtung besteht aus einem Kreppschaber 5 und einer Gegenwalze
4, die auch als Kreppwalze oder im vorliegenden Beispiel als Presswalze bezeichnet
werden kann. Die Positionierung des Kreppschabers 5 wird über den Anstellwinkel β
mit beispielsweise 10° bis 20°, insbesondere 14° und den Anstellwinkel γ mit beispielsweise
20° bis 30° eingestellt. Die Einstellung der Winkel wird beispielsweise mit der Positionierung
eines verstellbaren Schaberbalkens durchgeführt. Um dauerhaft der mechanischen Belastung
durch den Schaber 5 stand zu halten, kann ferner die Oberfläche der Gegenwalze 4 auch
mit einem besonders widerstandsfähigem Material - ähnlich wie der Schaber 5 - wenigstens
teilweise beschichtet sein.
[0052] Die Darstellung gemäß Figur 3 zeigt den vorderen Teil einer Papiermaschine mit einer
Siebpartie 6, in der die erste Entwässerung einer Stoffsuspension durch (ein) Sieb(e)
erfolgt. In der Pressenpartie 1 wird der Trockengehalt der zuvor gebildete (Papier)bahn
mit einem zweiten mechanischen Entwässerungsvorgang erhöht. Die Pressenpartie 1 besteht
beispielsweise aus einer ersten Presse 12, hier mit einem Unterfilz dargestellt, einer
zweiten Presse 13 und einer dritten Presse 14. Mit dem Durchlaufen der (Papier)bahn
entlang dem Pfeil 15 durch jeden einzelnen Pressspalt der zuvor genannten Pressen
wird der Trockengehalt der Papierbahn schrittweise bis auf 25 - 45% gesteigert. Im
vorliegenden Ausführungsbeispiel erfolgt die Kreppung an der dritten Presse 14, an
welcher sich auch die Vorrichtung zur Erzeugung einer Kreppstruktur 7 angebracht ist.
Diese Vorrichtung besteht im vorliegenden Beispiel aus einem Kreppschaber 5 und einer
Gegenwalze 4, die mit Anstellwinkeln zueinander positioniert sind. Von der Pressenpartie
1 wird die Papierbahn beispielsweise in die Trockenpartie 8 der Figur 4 überführt.
[0053] Die Darstellung gemäß Figur 4 zeigt den Verlauf einer Papierbahn 16 durch eine Trockenpartie
8 bei der beispielsweise in den ersten vier Trockenzylindern eine Slalomfilzführung
installiert ist. Im Anschluss an die Trocknung ist ferner eine Glätteinrichtung angeordnet.
Die Glätteinrichtung 9 weist einen Glättzylinder 2 und ein volumenschonendes Anpresssystem
3, mit welchem die Krepppapierbahn an den Glättzylinder 2 gepresst wird, auf. Das
volumenschonende Anpresssystem 3 weist hierbei einen Schonfilz 11 und eine Softwalze
10 auf.
[0054] Tabelle 1 zeigt eine Übersicht der Parameter von Krepppapier nach dem erfindungsgemäßen
Verfahren. Für die Papiersorte einseitig glatt Weiß (
einseitig
gla
tt Weiß = eglt. Weiß) sind beispielhaft für unterschiedliche Flächengewichte jeweils
bezüglich der Papier-Oberseite (OS) und Papier-Unterseite (US) mit den eingestellten
Maschinenparametern Zylinderdruck Yankee (bar abs.), Anpressdruck der Anpresswalze
(KN/m) und Zylinderoberflächentemperatur (°C) die erzielten Papierparameter Rauhigkeit
nach Bendtsen (ml/min) und Glanzmessung nach DIN 54502 dargestellt. Bei dem erfindungsgemäßen
Kepppapier sind beispielsweise die Rauhigkeit nach Bendtsen und/oder die Glanzwerte
nach DIN 54502 gegenüber dem Stand der Technik deutlich verbessert.
Tabelle 1: Parameter von Krepppapiermustern hergestellt nach dem erfindungsgemäßen
Verfahren.
| Papier -bezeichnung |
Papierseite OS (Oberseite) oder US (Unterseite) |
Flächengewicht in g/m2 |
Rauhigkeit nach Bentsen in ml/min |
Zylinderdruck Yankee in bar abs |
Anpressdruck der Anpresswalze in KN/m |
Zylinderoberflächentemperatur in °C |
Glanzmessung nach DIN 54502 Einfallwinkel 85 Grad |
| Eglt. Weiß |
OS |
40 |
2270 |
3,5 |
60 |
120 |
0 |
| US |
310 |
22 |
| Eglt. Weiß |
OS |
40 |
4340 |
2 |
20 |
92 |
0 |
| US |
790 |
6 |
| Eglt. Weiß |
OS |
60 |
2420 |
3,6 |
59 |
126 |
1 |
| US |
270 |
23 |
| Eglt. Weiß |
OS |
60 |
4190 |
1,9 |
22 |
94 |
0 |
| US |
830 |
7 |
| Eglt. Weiß |
OS |
100 |
2030 |
3,4 |
61 |
119 |
2 |
| US |
250 |
25 |
| Eglt. Weiß |
OS |
100 |
4310 |
2 |
21 |
89 |
0 |
| US |
790 |
7 |
1. Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von einseitig glattem Krepppapier mit den
Schritten:
- Herstellung einer Papierbahn (16) aus einer Stoffsuspension;
- mechanische Entwässerung der Papierbahn (16) in einer Pressenpartie (1);
- Erzeugung einer Kreppstruktur im Blattgefüge der Papierbahn (16);
- Thermische Trocknung der Papierbahn (16);
dadurch gekennzeichnet, dass
der Trockengehalt vor der Erzeugung der Kreppstruktur mittels eines Kreppschabers
(5) zwischen 25 und 45% liegt, und dass
das Aufbringen der gekreppten Papierbahn (16) auf einen Glättzylinder (2) mittels
eines volumenschonenden Anpresssystems (3), zur Trocknung und Erzeugung einer einseitig
glatten Oberfläche auf der Papierbahn (16) erfolgt, wobei das Anpresssystem (3) die
gekreppte Papierbahn (16) mit einer Softwalze (10) und einem Schonfilz (11) auf den
Glättzylinder (2) aufbringt.
2. Verfahren zur Herstellung eines Krepppapiers gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
die mechanische Entwässerung mittels wenigstens zwei, vorzugsweise drei Pressspalten
erfolgt und wenigstens eine Walze der Pressenpartie als Gegenwalze (4) für einen Kreppschaber
(5) dient.
3. Verfahren zur Herstellung eines Krepppapiers gemäß Anspruch 1 oder 2 dadurch gekennzeichnet, dass
der Trockengehalt der Papierbahn (16) nach der Siebpartie (6) zwischen 16 und 23%
liegt und/oder der Trockengehalt vor der Erzeugung der Kreppstruktur zwischen 25 und
45% liegt.
4. Verfahren zur Herstellung eines Krepppapiers gemäß einem der vorstehenden Ansprüche
dadurch gekennzeichnet, dass
der Kreppschaber (5) einen Schleifwinkel α im Bereich von 0,5° bis 10°, insbesondere
zwischen 3° bis 8° und/oder der Anstellwinkel γ von 20° bis 30° und/oder der Anstellwinkel
β zwischen 5° bis 20° ist, insbesondere von ca. 14° einnimmt.
5. Papiermaschine zur Herstellung eines einseitig glatten Krepppapiers mit wenigstens
einem Stoffauflauf, einer Siebpartie (6) zur Erzeugung einer Papierbahn (16) aus einer
Stoffsuspension, einer Pressenpartie (1) zur mechanischen Entwässerung, einer Trockenpartie
(8) zur thermischen Entwässerung der Papierbahn (16), einem Anpresssystem (3) und
einer Glätteinrichtung (9) mit wenigstens einem Glättzylinder (2) dadurch gekennzeichnet, dass der Kreppstruktur in der Papierbahn (16) mittels eines Kreppschabers (5) erzeugt
wird und dass das Anpresssystem (3) die gekreppte Papierbahn (16) mit einer Softwalze
(10) und einem Schonfilz (11) auf den Glättzylinder (2) zur Erzeugung einer einseitig
glatten Oberfläche aufbringt.
6. Papiermaschine gemäß Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine weitere thermische Trocknungseinrichtung, eine Leimpresse, ein Glättwerk,
eine Aufrollung vorgesehen sind.
7. Papiermaschine gemäß wenigstens einem der Ansprüche5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass
wenigstens eine Walze der Pressenpartie als Kreppwalze (4) ausgebildet ist und insbesondere
mit einer Oberfläche veredelt ist, die aus einer Gruppe ausgewählt wird, welche Wolframcarbid-Verbindungen
aufweist, die insbesondere Di-Wolframcarbid, Wolframmonocarbid und Wolframschmelzcarbid,
Kombinationen hiervon und dergleichen aufweist.
8. Papiermaschine gemäß wenigstens einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass
für die Erzeugung der Kreppstruktur ein Kreppschaber (5) verwendet wird, welcher insbesondere
eine keramisch beschichtete Schaberkante (17) aufweist.
9. Papiermaschine gemäß Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass
der Kreppschaber einen Schleifwinkel α im Bereich von 0,5° bis 10, insbesondere zwischen
3° bis 8° und/oder der Anstellwinkel γ von 20° bis 30° und/oder der Anstellwinkel
β zwischen 5° bis 20° ist, insbesondere von ca. 14° einnimmt.
10. Papiermaschine gemäß wenigstens einem der Ansprüche 5 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass
ein Schonfilz (11) wie beispielsweise ein Velin-Filz verwendet wird und vorzugsweise
die Linienkraft zwischen Presse und Zylinder im Bereich von 5 bis 20kN/m liegt.
11. Krepppapier, welches mit einem Verfahren gemäß wenigstens einem der Ansprüche 1 bis
4, vorzugsweise auf einer Papiermaschine gemäß wenigstens einem der Ansprüche 5 bis
10 hergestellt wurde.
12. Verwendung des Krepppapiers gemäß Anspruch 11 als technisches Papier für die Umwicklung,
Isolierung, Beschichtung und als Trägermaterial insbesondere in Dachbahnen, als Medizinische
Papiere für Dampf- und Gassterilisation, Dentalkrepppapiere, als Packkrepppapiere,
Krepppapiere für die Textilhülsenproduktion, als Isolationskrepppapier für die Elektroindustrie,
zur Kaschierung von Papier, Pappe und Karton, als farbige Papiere, als nassfeste Papiere,
als hydrophobe Papiere, Sicherheitspapiere, für Verpackungen, für Papierblumen und
dergleichen.
1. Method for continuously producing crepe paper that is smooth on one side, comprising
the steps:
- producing a paper web (16) from a stock suspension;
- mechanically dewatering the paper web (16) in a press section (1);
- generating a crepe structure in the sheet structure of the paper web (16)
- thermally drying the paper web (16);
characterized in that
the dry content prior to production of the crepe structure by means of a crepe doctor
(5); lies between 25 and 45% and that
the creped paper web (16) is applied to a glazing cylinder (2) by means of a bulk-preserving
pressing system (3) in order to dry and generate a smooth surface on the paper web
(16) on one side, wherein the pressing system (3) applies the creped paper web (16)
with a soft roller (10) and spare felt (11) to the glazing cylinder (2).
2. The method for producing crepe paper according to claim 1, characterized in that
the mechanical dewatering is accomplished by means of at least two, preferably three
press nips and at least one roller of the press section serves as a counter-roller
(4) for a crepe doctor (5).
3. The method for producing crepe paper according to claim 1 or 2, characterized in that
the dry content of the paper web (16) after the wire section (6) lies between 16 and
23% and/or the dry content prior to production of the crepe structure lies between
25 and 45%.
4. The method for producing crepe paper according to any one of the preceding claims,
characterized in that
the crepe doctor (5) has a grinding angle α in the range of 0.5° to 10°, in particular
between 3° and 8° and/or the angle of attack γ is from 20° to 30° and/or the angle
of attack β is between 5° to 20°, in particular occupies about 14°.
5. Paper machine for producing a crepe paper which is smooth on one side, comprising
at least one head box, a wire section (6) for producing a paper web (16) from a stock
suspension, a press section (1) for mechanical dewatering, a drying section (8) for
thermal dewatering of the paper web (16), a pressing system (3) and a glazing device
(9) having at least one glazing cylinder (2), characterised in that
the crepe structure on the paper web is produced by means of a crepe doctor (5); and
that
the pressing system (3) applies the creped paper web (16) with a soft roller (10)
and spare felt (11) to the glazing cylinder (2) to produce a surface which is smooth
on one side.
6. The paper machine according to claim 5, characterised in that
at least one further thermal drying device, a size press, a glazing unit and a reel
are provided.
7. The paper machine according to at least one of claims 5 or 6, characterised in that
at least one roller of the press section is configured as a crepe roller (4) and in
particular is refined with a surface which is selected from a group comprising tungsten
carbide compounds which in particular comprise di-tungsten carbide, tungsten monocarbide
and fused tungsten carbide and the like.
8. The paper machine according to at least one of claims 5 to 7, characterised in that
a crepe doctor (5) is used for the production of the crepe structure which in particular
has a ceramically coated doctor edge (17).
9. The paper machine according to claim 8, characterized in that
the crepe doctor has a grinding angle α in the range of 0.5° to 10°, in particular
between 3° and 8° and/or the angle of attack γ is from 20° to 30° and/or the angle
of attack β is between 5° to 20°, in particular occupies about 14°.
10. The paper machine according to at least one of claims 5 to 9, characterised in that
a spare felt (11) such as, for example, a Velin felt is used and preferably the linear
force between press and cylinder lies in the range of 5 to 20 kN/m.
11. Crepe paper which has been produced by a method according to at least one of claims
1 to 4, preferably on a paper machine according to at least one of claims 5 to 10.
12. Use of the crepe paper according to claim 13 as technical paper for wrapping, insulating,
coating and as support material in particular for roof sheeting, as medical papers
for steam and gas sterilisation, dental crepe papers, packing crepe paper, crepe paper
for textile sheath production, as insulating crepe paper for the electrical industry,
for the lamination of paper, board and card, as coloured paper, as damp proof paper,
as hydrophobic paper, security paper, for packaging, for paper flowers and the like.
1. Procédé en vue de la fabrication continue d'un papier crépon lisse d'un côté avec
les étapes de :
- Fabrication d'une bande de papier (16) à partir d'une suspension de substances ;
- Déshydratation mécanique de la bande de papier (16) dans une section des presses
(1) ;
- Fabrication d'une structure crêpée dans la texture de feuille de la bande de papier
(16) ;
- Séchage thermique de la bande de papier (16) ;
caractérisé en ce que
le taux de siccité avant la fabrication de la structure crêpée au moyen d'une racle
de crêpage (5) se trouve entre 25 et 45 %, et
en ce que
l'application de la bande de papier crêpée (16) sur un tambour lisseur (2) s'effectue
au moyen d'un système de pression ménageant le volume (3) en vue du séchage et de
la production d'une surface lisse sur un côté sur la bande de papier (16), le système
de pression (3) appliquant la bande de papier crêpée (16) avec un rouleau doux (10)
et un feutre délicat (11) sur le tambour lisseur (2).
2. Procédé en vue de la fabrication d'un papier crépon selon la revendication 1, caractérisé en ce que
la déshydratation mécanique s'effectue au moyen d'au moins deux, de préférence trois
fentes de pressage et en ce qu'au moins un rouleau de la section de presses sert de contre-rouleau (4) pour une racle
de crêpage (5).
3. Procédé en vue de la fabrication d'un papier crépon selon les revendications 1 ou
2, caractérisé en ce que
le taux de siccité de la bande de papier (16) en aval de la partie des tamis (6) se
trouve entre 16 et 23 %, et/ou en ce que le taux de siccité avant la fabrication de la structure crêpée se trouve entre 25
et 45 %.
4. Procédé en vue de la fabrication d'un papier crépon selon une quelconque des revendications
précédentes, caractérisé en ce que
la racle de crêpage (5) occupe un angle d'affûtage α dans la zone de 0,5° à 10°, notamment
entre 3° à 8° et/ou en ce que l'angle d'inclinaison γ est de 20° à 30° et/ou l'angle d'inclinaison β de 5° à 20°,
notamment occupe env. 14°.
5. Machine à papier en vue de la fabrication continue d'un papier crépon lisse d'un côté
avec au moins une caisse de tête, une partie des tamis (6) en vue de la production
d'une bande de papier (16) à partir d'une suspension de substances, une section des
presses (1) en vue de la déshydratation mécanique, une section de séchage (8) en vue
de la déshydratation thermique de la bande de papier (16), un système de pression
(3) et un dispositif de lissage (9) avec au moins un tambour lisseur (2), caractérisée
en ce que la structure crêpée est produite dans la bande de papier (16) au moyen d'une racle
de crêpage (5) et en ce que
le système de pression (3) applique la bande de papier crêpée (16) avec un rouleau
doux (10) et un feutre délicat (11) sur le tambour lisseur (2) en vue de la production
d'une surface lisse sur un côté.
6. Machine à papier selon la revendication 5, caractérisée en ce que
au moins un autre dispositif de séchage thermique, une presse encolleuse, une lisseuse,
un enroulement sont prévus.
7. Machine à papier selon au moins une quelconque des revendications 5 ou 6, caractérisée en ce que
au moins un rouleau de la section de presses est constitué comme rouleau de crêpage
(4) et notamment affiné avec une surface, qui est sélectionnée à partir d'un groupe,
qui présente des combinaisons de carbure de tungstène, qui présente notamment du bicarbure
de tungstène, du monocarbure de tungstène et du carbure de tungstène de fusion, des
combinaisons de ceux-ci et similaires.
8. Machine à papier selon au moins une quelconque des revendications 5 à 7, caractérisée en ce que
pour la fabrication de la structure crêpée, une racle de crêpage (5) est utilisée,
qui présente notamment une bordure de racle enrobée de céramique (17).
9. Machine à papier selon la revendication 8, caractérisée en ce que
la racle de crêpage occupe un angle d'affûtage α dans la zone de 0,5° à 10°, notamment
entre 3° à 8° et/ou en ce que l'angle d'inclinaison γ est de 20° à 30° et/ou l'angle d'inclinaison β de 5° à 20°,
et occupe notamment env. 14°.
10. Machine à papier selon au moins une quelconque des revendications 5 à 9, caractérisée en ce que
un feutre délicat (11), comme par exemple un feutre vélin est utilisé et en ce que la force linéaire entre la presse et le cylindre se trouve de préférence dans la
zone de 5 à 20 kN/m.
11. Papier crépon qui a été fabriqué avec un procédé au moins selon une quelconque des
revendications 1 à 4, de préférence sur une machine à papier selon au moins une quelconque
des revendications 5 à 10.
12. Utilisation du papier crépon selon la revendication 11 comme papier technique pour
l'enveloppement, l'isolation, le revêtement et comme matériau-support, notamment dans
les bandes de toiture, comme papiers médicaux pour la stérilisation à la vapeur et
au gaz, comme papiers crépons dentaires, comme papiers crépons d'emballage, comme
papiers crépons pour la production de bobines textiles, comme papier crépon d'isolation
pour l'industrie électrique, pour le contrecollage de papier, de carton-pâte et de
carton, comme papiers colorés, comme papiers résistants à l'humidité, comme papiers
hydrophobes, comme papiers de sécurité, pour les emballages, pour les fleurs en papier
et similaires.