(19)
(11) EP 2 588 668 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
15.11.2017  Patentblatt  2017/46

(21) Anmeldenummer: 11736307.7

(22) Anmeldetag:  29.06.2011
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
D21H 25/00(2006.01)
B31F 1/12(2006.01)
(86) Internationale Anmeldenummer:
PCT/EP2011/060946
(87) Internationale Veröffentlichungsnummer:
WO 2012/001071 (05.01.2012 Gazette  2012/01)

(54)

VERFAHREN ZUR HERSTELLUNG VON EINSEITIG GLATTEM KREPPPAPIER

METHOD FOR PRODUCING CREPE PAPER THAT IS SMOOTH ON ONE SIDE

PROCÉDÉ DE FABRICATION DE PAPIER CRÊPÉ LISSE SUR L'UNE DE SES FACES


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR

(30) Priorität: 29.06.2010 DE 102010017648

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
08.05.2013  Patentblatt  2013/19

(73) Patentinhaber: Papierwerke Lenk AG
77876 Kappelrodeck (DE)

(72) Erfinder:
  • SCHULDT, Dirk
    77876 Kappelrodeck (DE)

(74) Vertreter: Wittmann, Ernst-Ulrich et al
Fleuchaus & Gallo Partnerschaft mbB Patent- und Rechtsanwälte Steinerstrasse 15/A
81369 München
81369 München (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
EP-A1- 1 780 332
DE-A1-102005 060 379
US-A- 3 072 522
US-A1- 2005 241 786
US-A1- 2010 155 004
WO-A2-2004/109011
GB-A- 2 152 961
US-A1- 2004 238 135
US-A1- 2008 029 235
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von einseitig glattem Krepppapier. Zusätzlich betrifft die Erfindung Krepppapier, welches nach dem erfindungsgemäßen Verfahren insbesondere auf einer Papiermaschine hergestellt wurde und die Verwendung des Krepppapiers.

    [0002] Krepppapier ist im Stand der Technik bekannt und wird meist als technisches Papier für die Umwicklung, Isolierung, Beschichtung und als Trägermaterial insbesondere in Dachbahnen, als medizinisches Papier für Dampf- und Gassterilisation, Dentalkrepppapiere, als Geschenkpapiere, Packkrepppapiere, Krepppapiere für die Textilhülsenproduktion, als Isolationskrepppapier für die Elektroindustrie, Zwischenlagenpapier, Schutzpapier, zum Basteln, Dekorieren, für Papierblumen und dergleichen eingesetzt.

    [0003] Bei herkömmlichen Kreppverfahren, erfolgt die Kreppung durch Abschaben der Papierbahn von einem geheizten Zylinder, wie beispielsweise von einem Yankee-Zylinder. Entsprechend des Trockengehaltes der Papierbahn wird zwischen Nasskrepp- und Trockenkrepp-Verfahren unterschieden.

    [0004] Zum Stand der Technik offenbart die DE 10 2005 060 379 A1 eine Vorrichtung zur Behandlung einer Faserstoffbahn, insbesondere zur Herstellung einer Tissuepapierbahn. Dazu wird eine Faserstoffbahn zu einem Kreppspalt geführt, der sich zwischen der Oberfläche einer Softwalze und dem Kreppband befindet. Die Faserstoffbahn wird weiter zu einem Trockenzylinder geführt, an dem sich ein weiterer Kreppspalt - in diesem Fall der Pressspalt - befinden kann. Ferner offenbart die Druckschrift Maßnahmen zur Reduzierung der Abnutzung des Kreppbandes, beispielsweise durch einen geringen Reibungskoeffizient zwischen dem Kreppband und der Bahnstützfläche.

    [0005] Ein weiterer Stand der Technik wird in GB 2 152 961 A offenbart, wobei ein Verfahren beschrieben wird, mit dem unter Verwendung von konventionellen Yankee-Papiermaschinen ein besonders weiches Papier hergestellt werden kann. Dazu wird ein zweistufiger Krepp-Prozess (dual creping process) verwendet. In der ersten Stufe wird Papierstoff mittels eines Yankee-Zylinders zu einem Papier mit einem Trockengehalt von 93 bis 97% verarbeitet und dort mittels eines Schabers gekreppt. Nach einer Reduktion der Elastizität wird das Papier an einer Krepptrommel mittels eines zweiten Schabers ein weiteres Mal gekreppt. Ebenso wie bei der D1 wird dadurch ein beidseitig gekrepptes Papier erzeugt.

    [0006] Nachteile der beidseitigen Kreppung sind beispielsweise im Bereich der Weiterverarbeitung zu finden. Aufgrund von großen Oberflächenunebenheiten bei Krepppapieren sind beispielsweise die Eigenschaften hinsichtlich flächiger Bedruckbarkeit und Verklebbarkeit für Papiere mit beidseitiger Kreppung verbesserungswürdig.

    [0007] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, die im Stand der Technik bekannten Nachteile wenigstens teilweise zu überwinden. Die vorstehende Aufgabe wird durch ein erfindungsgemäßes Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von Krepppapier gemäß Anspruch 1 und eine Papiermaschine zur Herstellung des Krepppapiers gemäß Anspruch 6 gelöst. Besonders bevorzugte Ausführungsformen sind Gegenstand der Unteransprüche.

    [0008] Das erfindungsgemäße Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von Krepppapier umfasst die Schritte der Herstellung einer Papierbahn aus einer Stoffsuspension, der mechanischen Entwässerung der Papierbahn in einer Pressenpartie, der Erzeugung einer Kreppstruktur im Blattgefüge der Papierbahn und der thermischen Trocknung der Papierbahn. Gekennzeichnet ist das erfindungsgemäße Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von Krepppapier durch das Aufbringen der gekreppten Papierbahn auf einen Glättzylinder mittels eines volumenschonenden Anpresssystems zur Trocknung und Erzeugung einer glatten Oberfläche auf der Papierbahn.

    [0009] Unter mechanischer Entwässerung der Papierbahn in einer Pressenpartie im Sinne der vorliegenden Erfindung werden alle Arten von Entwässerungen des bahnförmigen Filterkuchens mittels Pressverfahren vorzugsweise innerhalb einer Pressenpartie einer Papiermaschine verstanden. Im Pressspalt wird das in der Papierbahn befindliche Wasser durch den zwischen den Walzenpaaren aufgebrachten Druck herausgepresst. Herkömmliche Presssysteme bei Papiermaschinen sind Legepressen, Saugpressen, gelochte & gerillte Presswalzen, beheizte Presswalzen, Flexitherm- & NipcoFlex-Walzen, befilzt, doppelbefilzt, Schuhpressen, Kombinationen hiervon und dergleichen.

    [0010] Unter Erzeugung einer Kreppstruktur im Blattgefüge der Papierbahn im Sinne der Erfindung wird die Erzeugung von Kreppfalten auf einem Zylinder mittels Kreppschaber durch Stauchung der Papierbahn verstanden.

    [0011] In einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens zur kontinuierlichen Herstellung von Krepppapier erfolgt die mechanische Entwässerung mittels wenigstens zwei, vorzugsweise drei Pressspalten, wobei wenigstens eine Walze, insbesondere die dritte und letzte Walze der Pressenpartie als Gegenwalze für einen Kreppschaber dient und auch als Kreppwalze bezeichnet wird.

    [0012] Unter einem Pressspalt im Sinne der vorliegenden Erfindung wird der Spalt zwischen zwei Presswalzen verstanden, zwischen welchen die Papierbahn läuft und auf diese eine vorgegebene Linienkraft ausgeübt wird.

    [0013] Unter Gegenwalze für einen Kreppschaber im Sinne der vorliegenden Erfindung wird eine Walze verstanden, an der ein Kreppschaber anliegt, welcher die Papierbahn staucht und hierdurch die Kreppung erzeugt.

    [0014] In einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens zur kontinuierlichen Herstellung von Krepppapier ist der Trockengehalt der Papierbahn nach der Siebpartie zwischen 16 und 23% und/oder der Trockengehalt vor der Erzeugung der Kreppstruktur zwischen 25 und 45%.

    [0015] Unter Trockengehalt der Papierbahn im Sinne der vorliegenden Erfindung wird der Trockengehalt von Papier und Zellstoff verstanden. Die Bestimmung erfolgt beispielsweise nach der Norm: BS EN ISO 638 Papier, Pappe und Faserstoff - Bestimmung des Trockengehaltes - Wärmeschrankverfahren.

    [0016] Unter thermischer Trocknung der Papierbahn im Sinne der vorliegenden Erfindung werden Arten der Kontakttrocknung in der Papiermaschine, wie insbesondere Zylindertrocknung verstanden. Beispielsweise können auch weitere Trocknungsarten, wie Strahlungs- oder Konvektionstrocknung zum Einsatz kommen.

    [0017] Unter Glättzylinder im Sinne der vorliegenden Erfindung werden beheizte Zylinder mit einem großen Durchmesser und einer glatten Oberfläche, wie beispielsweise ein Yankee-Zylinder verstanden.

    [0018] In einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens zur kontinuierlichen Herstellung von Krepppapier ist der Trockengehalt der Papierbahn vor der Aufbringung auf einen Glättzylinder im Bereich zwischen 50 und 80%, vorzugsweise zwischen 60 und 75% und insbesondere im Bereich von 65 und 70%.

    [0019] Entsprechend der vorliegenden Erfindung wird die gekreppte Papierbahn auf einen Glättzylinder aufgebracht, wobei dies unter Verwendung eines volumenschonenden Anpresssystems erfolgt. Unter einem volumenschonenden Anpresssystem wird dabei ein Anpresssystem verstanden, welches die Kreppung des Krepppapiers im Wesentlichen nicht zerstört und das Volumen des Krepppapiers in einem vorgegebenen Umfang erhält. Dies wird beispielsweise durch die Kombination einer weichen Anpresswalze mit einem Velin-Filz im Pressspalt zwischen Anpresswalze und Yankee-Zylinder erreicht. Ein Beispiel für die Anordnung eines solchen Anpresssystems ist auch eine Deutsche Presse, bzw. eine entsprechende Modifikation hiervon. Bei Mustern des erfindungsgemäßen Krepppapiers wurden beispielsweise Glättewerte im Bereich von 20 bis 1500ml/min vorzugsweise von 100 bis 1200ml/min und insbesondere im Bereich von 500 bis 900ml/min nach Bendtsen gemessen. Glanzwerte gemessen gemäß DIN 54502 mit einem Einfallwinkel von 85 Grad wurden bei Mustern des erfindungsgemäßen Krepppapiers beispielsweise im Bereich von 0 bis 25 vorzugsweise von 1 bis 23 und insbesondere im Bereich von 6 bis 22 gemessen.

    [0020] Unter Glanz der Papierbahn im Sinne der vorliegenden Erfindung wird der Glanz von Krepppapier als ein optischer Eindruck, den man bei der Betrachtung der Oberfläche wahrnimmt verstanden. Die Bestimmung erfolgt beispielsweise nach der Norm: DIN 54502.

    [0021] In einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens zur kontinuierlichen Herstellung von Krepppapier weist die Kreppstruktur einen Kreppfaktor im Bereich von 1 bis 20% auf und insbesondere die Faserorientierung in der Papierbahn ein Längs-/ Querverhältnis im Bereich von 1:1 bis 1:2,5 auf.

    [0022] Unter Kreppfaktor der Kreppstruktur im Sinne der vorliegenden Erfindung wird das prozentuale Verhältnis zwischen der ungekreppten und der gekreppten Papierbahn verstanden, wobei durch das Kreppen insbesondere eine Kürzung der Papierbahn bewirkt wird.

    [0023] Unter Faserorientierung im Sinne der vorliegenden Erfindung wird das Verhältnis zwischen der Faserorientierung längs zur Faserorientierung und quer der Papiermaschine verstanden. Die Faserorientierung wird beim Blattbildungsprozess in der Papiermaschine festgelegt und kann beispielsweise mit Bildanalyseverfahren, Laser-Streuungsmethoden, etc. ermittelt werden.

    [0024] In einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens zur kontinuierlichen Herstellung von Krepppapier weist der Kreppschaber einen Schleifwinkel α im Bereich von 0,5° bis 10°, insbesondere zwischen 3° bis 8° und/oder einen Anstellwinkel γ von 20° bis 30° und/oder einen Anstellwinkel β zwischen 5° bis 20° auf, insbesondere von ca. 14° auf.

    [0025] Unter Schleifwinkel α (Alpha) im Sinne der vorliegenden Erfindung wird der Winkel der angeschliffenen Kreppschaberkante verstanden.

    [0026] Unter dem Anstellwinkel γ (Gamma) im Sinne der vorliegenden Erfindung wird der Winkel des Kreppschabers zur Gegenwalze verstanden.

    [0027] Unter dem Anstellwinkel β (Beta) im Sinne der vorliegenden Erfindung wird der Auftreffwinkel des Kreppschabers zur vertikalen Achse der Gegenwalze verstanden.

    [0028] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung wird ferner auch mit einer Papiermaschine zur Herstellung eines Krepppapiers gelöst. Diese weist wenigstens einen Stoffauflauf, eine Siebpartie zur Erzeugung einer Papierbahn aus einer Stoffsuspension, eine Pressenpartie zur mechanischen Entwässerung, eine Vorrichtung zur Erzeugung einer Kreppstruktur in der Papierbahn, eine Trockenpartie zur thermischen Entwässerung der Papierbahn und eine Glätteinrichtung auf. Die Glätteinrichtung weist wenigstens einen Glättzylinder auf, welcher mit einem Anpresssystem die gekreppte Papierbahn mit einer Softwalze und/oder einem Schonfilz auf den Glättzylinder zur Erzeugung einer glatten Oberfläche aufbringt.

    [0029] Unter Softwalze im Sinne der vorliegenden Erfindung wird eine Walze mit einem weichem Bezug im Bereich von 10 bis 30 Pusey & Jhone verstanden.

    [0030] Unter Schonfilz im Sinne der vorliegenden Erfindung wird ein Filz verstanden, welcher insbesondere die Krepppapierbahn bezüglich des papierspezifischen Volumens bzw. der Kreppstruktur schont. Hierzu wird beispielsweise ein Velin-Filz eingesetzt, in den aufgrund seiner Kompressibilität die eine Seite der Krepppapierbahn im Pressnip hinein gedrückt werden kann und somit die Krepppapierbahn von der Druckeinwirkung im Pressspalt geschont wird. Der Schonfilz kann gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform auch eine Rippung oder andere Oberflächenstruktur aufweisen, um dem Krepppapier eine weitere insbesondere sichtbare Struktur oder Markierung zu geben.

    [0031] In einer weiteren Ausführungsform der erfindungsgemäßen Papiermaschine sind wenigstens eine weitere thermische Trocknungseinrichtung, und/oder eine Leimpresse, und/oder ein Glättwerk, und/oder eine Aufrollung vorgesehen.

    [0032] Unter einer weiteren thermische Trocknungseinrichtung im Sinne der vorliegenden Erfindung wird beispielsweise eine Nachtrockenpartie verstanden.

    [0033] Unter Leimpresse im Sinne der vorliegenden Erfindung wird ein Walzenauftragswerk beispielsweise für den Auftrag von Trockenverfestigungsadditiven verstanden.

    [0034] Unter Glättwerk im Sinne der vorliegenden Erfindung wird beispielsweise ein Walzenglättwerk verstanden.

    [0035] Unter Aufrollung im Sinne der vorliegenden Erfindung wird eine Vorrichtung zum Aufrollen der fertig produzierten Papierbahn, wie beispielsweise eine Poperoller-Aufrollung verstanden.

    [0036] In einer weiteren Ausführungsform der erfindungsgemäßen Papiermaschine weist die Pressenpartie eine 1. Presse, insbesondere mit einer Linienkraft im Bereich von 0 bis 10kN/m zur Erzeugung eines Trockengehalts in der Papierbahn im Bereich von 25 bis 30%, eine 2. Presse, insbesondere mit einer Linienkraft im Bereich von 35 bis 45kN/m zur Erzeugung eines Trockengehalts in der Papierbahn im Bereich von 27 bis 38% und vorzugsweise eine 3. Presse, insbesondere bei einer Linienkraft im Bereich von 45 bis 55kN/m zur Erzeugung eines Trockengehaltes in der Papierbahn im Bereich von 25 bis 45% auf.

    [0037] Unter Linienkraft im Sinne der vorliegenden Erfindung wird die Kraft verstanden, welche auf die Linie im Pressspalt ausgeübt wird.

    [0038] In einer weiteren Ausführungsform der erfindungsgemäßen Papiermaschine ist wenigstens eine Walze der Pressenpartie als Kreppwalze insbesondere mit einer veredelten Oberfläche ausgebildet. Beispiele für Materialien, aus welchen diese veredelten Oberflächen wenigstens teilweise hergestellt sind, sind Wolframcarbid-Verbindungen, insbesondere Di-Wolframcarbid, Wolframmonocarbid und Wolframschmelzcarbid, Kombinationen hiervon und dergleichen.

    [0039] In einer weiteren Ausführungsform der erfindungsgemäßen Papiermaschine wird für die Erzeugung der Kreppstruktur ein Kreppschaber verwendet wird, welcher insbesondere eine keramisch beschichtete Schaberkante aufweist.

    [0040] In einer weiteren Ausführungsform der erfindungsgemäßen Papiermaschine weist der Kreppschaber einen Schleifwinkel α (Alpha) im Bereich von 0,5° bis 10, insbesondere zwischen 3° bis 8° und/oder der Anstellwinkel γ (Gamma) von 20° bis 30° und/oder der Anstellwinkel β (Beta) zwischen 5° bis 20°, insbesondere von ca. 14° auf.

    [0041] In einer weiteren Ausführungsform der erfindungsgemäßen Papiermaschine weist die Papiermaschine vor der Aufbringung des erfindungsgemäßen Krepppapiers auf einen Glättzylinder eine Vortrocknung insbesondere eine Zylindertrocknung zur Erzeugung eines Trockengehaltes der erfindungsgemäßen Krepppapierbahn im Bereich zwischen 50 und 80%, vorzugsweise zwischen 60 und 75% und insbesondere im Bereich von 65 und 70% auf.

    [0042] Unter Zylindertrocknung im Sinne der vorliegenden Erfindung werden beheizte Trockenzylinder verstanden, welche in einer Papiermaschine zur Trocknung der Papierbahn eingesetzt werden.

    [0043] In einer weiteren Ausführungsform der erfindungsgemäßen Papiermaschine ist die Softwalze Bestandteil einer Deutsche Presse, welche die Papierbahn an den Glättzylinder, insbesondere den Yankee-Zylinder, aufbringt. Ferner wird insbesondere ein Schonfilz wie beispielsweise ein Velin-Filz verwendet, wobei vorzugsweise die Linienkraft zwischen Presse und Zylinder im Bereich von 5 bis 20kN/m liegt.

    [0044] Des weiteren umfasst das erfindungsgemäße Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von Krepppapier auch das nach diesem Verfahren hergestellte Kernpapier, welches vorzugsweise auf einer erfindungsgemäßen Papiermaschine hergestellt wurde.

    [0045] Die vorliegende Erfindung umfasst ferner auch die Verwendung des Krepppapiers als technisches Papier für die Umwicklung, Isolierung, Beschichtung und als Trägermaterial insbesondere in Dachbahnen, als Medizinische Papiere für Dampf- und Gassterilisation, Dentalkrepppapiere, als Geschenkpapiere, Packkrepppapiere, Krepppapiere für die Textilhülsenproduktion, als Isolationskrepppapier für die Elektroindustrie, zur Kaschierung von Papier, Pappe und Karton, als farbige Papiere, als nassfeste Papiere, als hydrophobe Papiere, Sicherheitspapiere, für Verpackungen, zum Basteln, Dekorieren, für Papierblumen und dergleichen.

    [0046] Ein Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens zur Herstellung von Krepppapier ist, dass das Krepppapier einseitig glatt ist und mit den beispielsweise dadurch veränderten Oberflächeneigenschaften für eine Vielzahl weiterer Anwendungsbereiche einsetzbar ist. Solche sind beispielsweise die Kaschierbarkeit des Krepppapiers, die Beschichtungsmöglichkeit, insbesondere die Walzenbeschichtung, die Bedruckbarkeit des Krepppapiers und eine mögliche Verklebbarkeit des Krepppapiers.

    [0047] Ein Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens ist die Erzeugung von Glanzeigenschaften als ein optischer Eindruck von Krepppapier, den man bei der Betrachtung der Oberfläche wahrnimmt.

    [0048] Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines bevorzugten Ausführungsbeispiels erläutert, wobei darauf hingewiesen wird, dass durch dieses Beispiel Abwandlungen beziehungsweise Ergänzungen wie sie sich für den Fachmann unmittelbar ergeben mit umfasst sind. Darüber hinaus stellt dieses bevorzugte Ausführungsbeispiel keine Beschränkung der Erfindung in der Art dar, dass Abwandlungen und Ergänzungen im Umfang der vorliegenden Erfindung liegen.

    [0049] Dabei zeigen:

    Fig. 1 eine schematische Zeichnung der im erfindungsgemäßen Verfahren eingesetzten Kreppschaberklinge;

    Fig. 2 eine schematische Zeichnung der im erfindungsgemäßen Verfahren zum Einsatz kommenden Vorrichtung zur Erzeugung einer Kreppstruktur und der Positionierung des Kreppschabers zur Gegenwalze;

    Fig. 3 eine schematische Zeichnung der im erfindungsgemäßen Verfahren eingesetzten vorderen Teils einer Papiermaschine;

    Fig. 4 eine schematische Zeichnung der thermischen Trocknung mit einem Glättzylinder.



    [0050] Das Ausführungsbeispiel gemäß Figur 1 zeigt einen Kreppschaber 5 mit einer Schaberkante 17, einem Schleifwinkel α beispielsweise zwischen 3° und 8°, einer Dicke a zwischen 0,6 bis 1 mm und einer Länge b zwischen 70 bis 75 cm. Die Phase des Schleifwinkels kann beispielsweise beschichtet sein. Als abriebfester Beschichtungsstoff eignen sich beispielsweise keramische Werkstoffe, die aus einer Gruppe ausgewählt werden, welche abriebfeste Verbindungen aufweisen, die insbesondere Silicat-Verbindungen aufweist, die insbesondere Carbid-Verbindungen, die insbesondere Siliciumcarbid-Verbindungen, Borcarbid-Verbindungen, Aluminiumoxid-Verbindungen, Berylliumoxid-Verbindungen, Zirkonoxid-Verbindungen, Bornitrid-Verbindungen, Kaolinit-Verbindungen, Illit-Verbindungen, Montmorillonit-Verbindungen, Quarz-Verbindungen, Feldspat-Verbindungen, Glimmer-Verbindungen, Kalk-Verbindungen, Kombinationen hiervon und dergleichen aufweist.

    [0051] Das Ausführungsbeispiel gemäß Figur 2 zeigt eine Vorrichtung zur Erzeugung einer Kreppstruktur 7. Diese Vorrichtung besteht aus einem Kreppschaber 5 und einer Gegenwalze 4, die auch als Kreppwalze oder im vorliegenden Beispiel als Presswalze bezeichnet werden kann. Die Positionierung des Kreppschabers 5 wird über den Anstellwinkel β mit beispielsweise 10° bis 20°, insbesondere 14° und den Anstellwinkel γ mit beispielsweise 20° bis 30° eingestellt. Die Einstellung der Winkel wird beispielsweise mit der Positionierung eines verstellbaren Schaberbalkens durchgeführt. Um dauerhaft der mechanischen Belastung durch den Schaber 5 stand zu halten, kann ferner die Oberfläche der Gegenwalze 4 auch mit einem besonders widerstandsfähigem Material - ähnlich wie der Schaber 5 - wenigstens teilweise beschichtet sein.

    [0052] Die Darstellung gemäß Figur 3 zeigt den vorderen Teil einer Papiermaschine mit einer Siebpartie 6, in der die erste Entwässerung einer Stoffsuspension durch (ein) Sieb(e) erfolgt. In der Pressenpartie 1 wird der Trockengehalt der zuvor gebildete (Papier)bahn mit einem zweiten mechanischen Entwässerungsvorgang erhöht. Die Pressenpartie 1 besteht beispielsweise aus einer ersten Presse 12, hier mit einem Unterfilz dargestellt, einer zweiten Presse 13 und einer dritten Presse 14. Mit dem Durchlaufen der (Papier)bahn entlang dem Pfeil 15 durch jeden einzelnen Pressspalt der zuvor genannten Pressen wird der Trockengehalt der Papierbahn schrittweise bis auf 25 - 45% gesteigert. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel erfolgt die Kreppung an der dritten Presse 14, an welcher sich auch die Vorrichtung zur Erzeugung einer Kreppstruktur 7 angebracht ist. Diese Vorrichtung besteht im vorliegenden Beispiel aus einem Kreppschaber 5 und einer Gegenwalze 4, die mit Anstellwinkeln zueinander positioniert sind. Von der Pressenpartie 1 wird die Papierbahn beispielsweise in die Trockenpartie 8 der Figur 4 überführt.

    [0053] Die Darstellung gemäß Figur 4 zeigt den Verlauf einer Papierbahn 16 durch eine Trockenpartie 8 bei der beispielsweise in den ersten vier Trockenzylindern eine Slalomfilzführung installiert ist. Im Anschluss an die Trocknung ist ferner eine Glätteinrichtung angeordnet. Die Glätteinrichtung 9 weist einen Glättzylinder 2 und ein volumenschonendes Anpresssystem 3, mit welchem die Krepppapierbahn an den Glättzylinder 2 gepresst wird, auf. Das volumenschonende Anpresssystem 3 weist hierbei einen Schonfilz 11 und eine Softwalze 10 auf.

    [0054] Tabelle 1 zeigt eine Übersicht der Parameter von Krepppapier nach dem erfindungsgemäßen Verfahren. Für die Papiersorte einseitig glatt Weiß (einseitig glatt Weiß = eglt. Weiß) sind beispielhaft für unterschiedliche Flächengewichte jeweils bezüglich der Papier-Oberseite (OS) und Papier-Unterseite (US) mit den eingestellten Maschinenparametern Zylinderdruck Yankee (bar abs.), Anpressdruck der Anpresswalze (KN/m) und Zylinderoberflächentemperatur (°C) die erzielten Papierparameter Rauhigkeit nach Bendtsen (ml/min) und Glanzmessung nach DIN 54502 dargestellt. Bei dem erfindungsgemäßen Kepppapier sind beispielsweise die Rauhigkeit nach Bendtsen und/oder die Glanzwerte nach DIN 54502 gegenüber dem Stand der Technik deutlich verbessert.
    Tabelle 1: Parameter von Krepppapiermustern hergestellt nach dem erfindungsgemäßen Verfahren.
    Papier -bezeichnung Papierseite OS (Oberseite) oder US (Unterseite) Flächengewicht in g/m2 Rauhigkeit nach Bentsen in ml/min Zylinderdruck Yankee in bar abs Anpressdruck der Anpresswalze in KN/m Zylinderoberflächentemperatur in °C Glanzmessung nach DIN 54502 Einfallwinkel 85 Grad
    Eglt. Weiß OS 40 2270 3,5 60 120 0
    US 310 22
    Eglt. Weiß OS 40 4340 2 20 92 0
    US 790 6
    Eglt. Weiß OS 60 2420 3,6 59 126 1
    US 270 23
    Eglt. Weiß OS 60 4190 1,9 22 94 0
    US 830 7
    Eglt. Weiß OS 100 2030 3,4 61 119 2
    US 250 25
    Eglt. Weiß OS 100 4310 2 21 89 0
    US 790 7



    Ansprüche

    1. Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von einseitig glattem Krepppapier mit den Schritten:

    - Herstellung einer Papierbahn (16) aus einer Stoffsuspension;

    - mechanische Entwässerung der Papierbahn (16) in einer Pressenpartie (1);

    - Erzeugung einer Kreppstruktur im Blattgefüge der Papierbahn (16);

    - Thermische Trocknung der Papierbahn (16);

    dadurch gekennzeichnet, dass
    der Trockengehalt vor der Erzeugung der Kreppstruktur mittels eines Kreppschabers (5) zwischen 25 und 45% liegt, und dass
    das Aufbringen der gekreppten Papierbahn (16) auf einen Glättzylinder (2) mittels eines volumenschonenden Anpresssystems (3), zur Trocknung und Erzeugung einer einseitig glatten Oberfläche auf der Papierbahn (16) erfolgt, wobei das Anpresssystem (3) die gekreppte Papierbahn (16) mit einer Softwalze (10) und einem Schonfilz (11) auf den Glättzylinder (2) aufbringt.
     
    2. Verfahren zur Herstellung eines Krepppapiers gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
    die mechanische Entwässerung mittels wenigstens zwei, vorzugsweise drei Pressspalten erfolgt und wenigstens eine Walze der Pressenpartie als Gegenwalze (4) für einen Kreppschaber (5) dient.
     
    3. Verfahren zur Herstellung eines Krepppapiers gemäß Anspruch 1 oder 2 dadurch gekennzeichnet, dass
    der Trockengehalt der Papierbahn (16) nach der Siebpartie (6) zwischen 16 und 23% liegt und/oder der Trockengehalt vor der Erzeugung der Kreppstruktur zwischen 25 und 45% liegt.
     
    4. Verfahren zur Herstellung eines Krepppapiers gemäß einem der vorstehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass
    der Kreppschaber (5) einen Schleifwinkel α im Bereich von 0,5° bis 10°, insbesondere zwischen 3° bis 8° und/oder der Anstellwinkel γ von 20° bis 30° und/oder der Anstellwinkel β zwischen 5° bis 20° ist, insbesondere von ca. 14° einnimmt.
     
    5. Papiermaschine zur Herstellung eines einseitig glatten Krepppapiers mit wenigstens einem Stoffauflauf, einer Siebpartie (6) zur Erzeugung einer Papierbahn (16) aus einer Stoffsuspension, einer Pressenpartie (1) zur mechanischen Entwässerung, einer Trockenpartie (8) zur thermischen Entwässerung der Papierbahn (16), einem Anpresssystem (3) und einer Glätteinrichtung (9) mit wenigstens einem Glättzylinder (2) dadurch gekennzeichnet, dass der Kreppstruktur in der Papierbahn (16) mittels eines Kreppschabers (5) erzeugt wird und dass das Anpresssystem (3) die gekreppte Papierbahn (16) mit einer Softwalze (10) und einem Schonfilz (11) auf den Glättzylinder (2) zur Erzeugung einer einseitig glatten Oberfläche aufbringt.
     
    6. Papiermaschine gemäß Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine weitere thermische Trocknungseinrichtung, eine Leimpresse, ein Glättwerk, eine Aufrollung vorgesehen sind.
     
    7. Papiermaschine gemäß wenigstens einem der Ansprüche5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass
    wenigstens eine Walze der Pressenpartie als Kreppwalze (4) ausgebildet ist und insbesondere mit einer Oberfläche veredelt ist, die aus einer Gruppe ausgewählt wird, welche Wolframcarbid-Verbindungen aufweist, die insbesondere Di-Wolframcarbid, Wolframmonocarbid und Wolframschmelzcarbid, Kombinationen hiervon und dergleichen aufweist.
     
    8. Papiermaschine gemäß wenigstens einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass
    für die Erzeugung der Kreppstruktur ein Kreppschaber (5) verwendet wird, welcher insbesondere eine keramisch beschichtete Schaberkante (17) aufweist.
     
    9. Papiermaschine gemäß Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass
    der Kreppschaber einen Schleifwinkel α im Bereich von 0,5° bis 10, insbesondere zwischen 3° bis 8° und/oder der Anstellwinkel γ von 20° bis 30° und/oder der Anstellwinkel β zwischen 5° bis 20° ist, insbesondere von ca. 14° einnimmt.
     
    10. Papiermaschine gemäß wenigstens einem der Ansprüche 5 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass
    ein Schonfilz (11) wie beispielsweise ein Velin-Filz verwendet wird und vorzugsweise die Linienkraft zwischen Presse und Zylinder im Bereich von 5 bis 20kN/m liegt.
     
    11. Krepppapier, welches mit einem Verfahren gemäß wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 4, vorzugsweise auf einer Papiermaschine gemäß wenigstens einem der Ansprüche 5 bis 10 hergestellt wurde.
     
    12. Verwendung des Krepppapiers gemäß Anspruch 11 als technisches Papier für die Umwicklung, Isolierung, Beschichtung und als Trägermaterial insbesondere in Dachbahnen, als Medizinische Papiere für Dampf- und Gassterilisation, Dentalkrepppapiere, als Packkrepppapiere, Krepppapiere für die Textilhülsenproduktion, als Isolationskrepppapier für die Elektroindustrie, zur Kaschierung von Papier, Pappe und Karton, als farbige Papiere, als nassfeste Papiere, als hydrophobe Papiere, Sicherheitspapiere, für Verpackungen, für Papierblumen und dergleichen.
     


    Claims

    1. Method for continuously producing crepe paper that is smooth on one side, comprising the steps:

    - producing a paper web (16) from a stock suspension;

    - mechanically dewatering the paper web (16) in a press section (1);

    - generating a crepe structure in the sheet structure of the paper web (16)

    - thermally drying the paper web (16);

    characterized in that
    the dry content prior to production of the crepe structure by means of a crepe doctor (5); lies between 25 and 45% and that
    the creped paper web (16) is applied to a glazing cylinder (2) by means of a bulk-preserving pressing system (3) in order to dry and generate a smooth surface on the paper web (16) on one side, wherein the pressing system (3) applies the creped paper web (16) with a soft roller (10) and spare felt (11) to the glazing cylinder (2).
     
    2. The method for producing crepe paper according to claim 1, characterized in that
    the mechanical dewatering is accomplished by means of at least two, preferably three press nips and at least one roller of the press section serves as a counter-roller (4) for a crepe doctor (5).
     
    3. The method for producing crepe paper according to claim 1 or 2, characterized in that
    the dry content of the paper web (16) after the wire section (6) lies between 16 and 23% and/or the dry content prior to production of the crepe structure lies between 25 and 45%.
     
    4. The method for producing crepe paper according to any one of the preceding claims, characterized in that
    the crepe doctor (5) has a grinding angle α in the range of 0.5° to 10°, in particular between 3° and 8° and/or the angle of attack γ is from 20° to 30° and/or the angle of attack β is between 5° to 20°, in particular occupies about 14°.
     
    5. Paper machine for producing a crepe paper which is smooth on one side, comprising at least one head box, a wire section (6) for producing a paper web (16) from a stock suspension, a press section (1) for mechanical dewatering, a drying section (8) for thermal dewatering of the paper web (16), a pressing system (3) and a glazing device (9) having at least one glazing cylinder (2), characterised in that
    the crepe structure on the paper web is produced by means of a crepe doctor (5); and that
    the pressing system (3) applies the creped paper web (16) with a soft roller (10) and spare felt (11) to the glazing cylinder (2) to produce a surface which is smooth on one side.
     
    6. The paper machine according to claim 5, characterised in that
    at least one further thermal drying device, a size press, a glazing unit and a reel are provided.
     
    7. The paper machine according to at least one of claims 5 or 6, characterised in that
    at least one roller of the press section is configured as a crepe roller (4) and in particular is refined with a surface which is selected from a group comprising tungsten carbide compounds which in particular comprise di-tungsten carbide, tungsten monocarbide and fused tungsten carbide and the like.
     
    8. The paper machine according to at least one of claims 5 to 7, characterised in that
    a crepe doctor (5) is used for the production of the crepe structure which in particular has a ceramically coated doctor edge (17).
     
    9. The paper machine according to claim 8, characterized in that
    the crepe doctor has a grinding angle α in the range of 0.5° to 10°, in particular between 3° and 8° and/or the angle of attack γ is from 20° to 30° and/or the angle of attack β is between 5° to 20°, in particular occupies about 14°.
     
    10. The paper machine according to at least one of claims 5 to 9, characterised in that
    a spare felt (11) such as, for example, a Velin felt is used and preferably the linear force between press and cylinder lies in the range of 5 to 20 kN/m.
     
    11. Crepe paper which has been produced by a method according to at least one of claims 1 to 4, preferably on a paper machine according to at least one of claims 5 to 10.
     
    12. Use of the crepe paper according to claim 13 as technical paper for wrapping, insulating, coating and as support material in particular for roof sheeting, as medical papers for steam and gas sterilisation, dental crepe papers, packing crepe paper, crepe paper for textile sheath production, as insulating crepe paper for the electrical industry, for the lamination of paper, board and card, as coloured paper, as damp proof paper, as hydrophobic paper, security paper, for packaging, for paper flowers and the like.
     


    Revendications

    1. Procédé en vue de la fabrication continue d'un papier crépon lisse d'un côté avec les étapes de :

    - Fabrication d'une bande de papier (16) à partir d'une suspension de substances ;

    - Déshydratation mécanique de la bande de papier (16) dans une section des presses (1) ;

    - Fabrication d'une structure crêpée dans la texture de feuille de la bande de papier (16) ;

    - Séchage thermique de la bande de papier (16) ;

    caractérisé en ce que
    le taux de siccité avant la fabrication de la structure crêpée au moyen d'une racle de crêpage (5) se trouve entre 25 et 45 %, et en ce que
    l'application de la bande de papier crêpée (16) sur un tambour lisseur (2) s'effectue au moyen d'un système de pression ménageant le volume (3) en vue du séchage et de la production d'une surface lisse sur un côté sur la bande de papier (16), le système de pression (3) appliquant la bande de papier crêpée (16) avec un rouleau doux (10) et un feutre délicat (11) sur le tambour lisseur (2).
     
    2. Procédé en vue de la fabrication d'un papier crépon selon la revendication 1, caractérisé en ce que
    la déshydratation mécanique s'effectue au moyen d'au moins deux, de préférence trois fentes de pressage et en ce qu'au moins un rouleau de la section de presses sert de contre-rouleau (4) pour une racle de crêpage (5).
     
    3. Procédé en vue de la fabrication d'un papier crépon selon les revendications 1 ou 2, caractérisé en ce que
    le taux de siccité de la bande de papier (16) en aval de la partie des tamis (6) se trouve entre 16 et 23 %, et/ou en ce que le taux de siccité avant la fabrication de la structure crêpée se trouve entre 25 et 45 %.
     
    4. Procédé en vue de la fabrication d'un papier crépon selon une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que
    la racle de crêpage (5) occupe un angle d'affûtage α dans la zone de 0,5° à 10°, notamment entre 3° à 8° et/ou en ce que l'angle d'inclinaison γ est de 20° à 30° et/ou l'angle d'inclinaison β de 5° à 20°, notamment occupe env. 14°.
     
    5. Machine à papier en vue de la fabrication continue d'un papier crépon lisse d'un côté avec au moins une caisse de tête, une partie des tamis (6) en vue de la production d'une bande de papier (16) à partir d'une suspension de substances, une section des presses (1) en vue de la déshydratation mécanique, une section de séchage (8) en vue de la déshydratation thermique de la bande de papier (16), un système de pression (3) et un dispositif de lissage (9) avec au moins un tambour lisseur (2), caractérisée
    en ce que la structure crêpée est produite dans la bande de papier (16) au moyen d'une racle de crêpage (5) et en ce que
    le système de pression (3) applique la bande de papier crêpée (16) avec un rouleau doux (10) et un feutre délicat (11) sur le tambour lisseur (2) en vue de la production d'une surface lisse sur un côté.
     
    6. Machine à papier selon la revendication 5, caractérisée en ce que
    au moins un autre dispositif de séchage thermique, une presse encolleuse, une lisseuse, un enroulement sont prévus.
     
    7. Machine à papier selon au moins une quelconque des revendications 5 ou 6, caractérisée en ce que
    au moins un rouleau de la section de presses est constitué comme rouleau de crêpage (4) et notamment affiné avec une surface, qui est sélectionnée à partir d'un groupe, qui présente des combinaisons de carbure de tungstène, qui présente notamment du bicarbure de tungstène, du monocarbure de tungstène et du carbure de tungstène de fusion, des combinaisons de ceux-ci et similaires.
     
    8. Machine à papier selon au moins une quelconque des revendications 5 à 7, caractérisée en ce que
    pour la fabrication de la structure crêpée, une racle de crêpage (5) est utilisée, qui présente notamment une bordure de racle enrobée de céramique (17).
     
    9. Machine à papier selon la revendication 8, caractérisée en ce que
    la racle de crêpage occupe un angle d'affûtage α dans la zone de 0,5° à 10°, notamment entre 3° à 8° et/ou en ce que l'angle d'inclinaison γ est de 20° à 30° et/ou l'angle d'inclinaison β de 5° à 20°, et occupe notamment env. 14°.
     
    10. Machine à papier selon au moins une quelconque des revendications 5 à 9, caractérisée en ce que
    un feutre délicat (11), comme par exemple un feutre vélin est utilisé et en ce que la force linéaire entre la presse et le cylindre se trouve de préférence dans la zone de 5 à 20 kN/m.
     
    11. Papier crépon qui a été fabriqué avec un procédé au moins selon une quelconque des revendications 1 à 4, de préférence sur une machine à papier selon au moins une quelconque des revendications 5 à 10.
     
    12. Utilisation du papier crépon selon la revendication 11 comme papier technique pour l'enveloppement, l'isolation, le revêtement et comme matériau-support, notamment dans les bandes de toiture, comme papiers médicaux pour la stérilisation à la vapeur et au gaz, comme papiers crépons dentaires, comme papiers crépons d'emballage, comme papiers crépons pour la production de bobines textiles, comme papier crépon d'isolation pour l'industrie électrique, pour le contrecollage de papier, de carton-pâte et de carton, comme papiers colorés, comme papiers résistants à l'humidité, comme papiers hydrophobes, comme papiers de sécurité, pour les emballages, pour les fleurs en papier et similaires.
     




    Zeichnung











    Angeführte Verweise

    IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



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    In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente