Stand der Technik:
[0001] Möbel mit einem bewegbaren Möbelteil, beispielsweise mit einer über Beschlag- bzw.
Führungsmittel an einem Möbelkorpus verschwenkbaren Tür oder Klappe bzw. mit einer
Schublade oder einem Auszug, sind in unterschiedlichen Ausgestaltungen bekannt.
[0002] Bei derartigen Möbeln können sogenannte Touch-Latch-Anordnungen Verwendung finden,
wobei das Möbelteil mit einem beweglich gelagerten Öffnungselement aus einer Schließposition
am Möbelkorpus zumindest teilweise geöffnet wird. Das beweglich gelagerte Öffnungselement
ist mit einem Kraftspeicher beaufschlagt, um die notwendige Kraft zum Öffnen des Möbelteils
bereitstellen zu können. Für einen nächsten Öffnungsvorgang des zu öffnenden Möbelteils
muss das Öffnungselement sich in einer Bereitschaftsposition befinden und gegen die
Wirkung des Kraftspeichers gesichert sein. Aus der Bereitschaftsposition bewegt sich
das Öffnungselement nach einer Entsicherung unter der Kraftspeicherwirkung heraus,
wobei es dann im Kontakt mit dem Möbelteil das Möbelteil entsprechend öffnet. Das
Entsichern des Öffnungselements gemäß der Touch-Latch-Anordnung erfolgt in der Schließposition
des beweglichen Möbelteils durch Drücken des Möbelteils in
Aufgabe und Vorteile der Erfindung:
[0004] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Vorrichtung der einleitend genannten
Art bereitzustellen, welche insbesondere im Hinblick auf Sicherheitsaspekte und einen
erhöhten Bedienkomfort verbessert ist. Insbesondere soll nach einem versehentlichen
Auslösen der Touch-Latch-Anordnung eine sichere Einrichtung der Schließposition des
Möbelteils möglich sein.
[0005] Diese Aufgabe wird durch Anspruch 1 gelöst. In den abhängigen Ansprüchen sind vorteilhafte
Weiterbildungen der Erfindung aufgezeigt.
[0006] Die Erfindung geht zunächst aus von einer Vorrichtung, die in einem montierten Zustand
an einem Möbel ein an dem Möbel beweglich geführtes Möbelteil aus einer Schließstellung
in eine Öffungsrichtung des Möbelteils bewegt, mit einem Kraftspeicher und einem beweglich
gelagerten Öffnungselement, das nach einer Entsicherung, durch Bewegen des Möbelteils
in einer Schließrichtung und Andrücken gegen einen Entsicherungsabschnitt, aus einer
gesicherten Bereitschaftsposition unter der Wirkung des Kraftspeichers herausbewegbar
ist und dabei ein Kontaktabschnitt des Öffnungselements in Kontakt mit dem Möbelteil
dieses öffnet, wobei die Vorrichtung derart ausgebildet ist, dass beim Öffnen des
Möbelteils vor Erreichen einer vollständig geöffneten Stellung des Möbelteils der
Kontakt zwischen dem Kontaktabschnitt des Öffnungselements und dem Möbelteil aufgehoben
wird und dass sich das Öffnungselement für einen nächsten Öffnungsvorgang des Möbelteils
in der Bereitschaftsposition befindet. Das Öffnungselement kann sich unmittelbar nach
dem Verlieren des Kontakts zwischen dem Kontaktabschnitt des Öffnungselements und
dem Möbelteil oder mit einem Zeitversatz wieder in die Bereitschaftsposition zurückbewegen.
Das Zurückbewegen des Öffnungselements kann vorteilhaft gekoppelt mit der weiteren
Öffnungsbewegung des beweglich geführten Möbelteils erfolgen. Besonders vorteilhaft
erfolgt dabei auch das Laden des Kraftspeichers.
[0007] Ein erster wesentlicher Aspekt der Erfindung liegt darin, dass am Öffnungselement
ein verlagerbares Stützelement vorhanden ist, welches über Versetzmittel abhängig
von der Bewegung des Öffnungselements aus einer Grundstellung in einer Weise verlagerbar
ist, dass bei einer Schließbewegung des beweglich geführten Möbelteils und einem gleichzeitigen
Eindrücken des Öffnungselements, für einen Fall, wenn das Öffnungselement nicht in
die Bereitschaftsposition überführt wurde, das Stützelement das Möbelteil so weit
zurückhält, dass bei diesem Vorgang das Möbelteil in einer maximal möglichen Schließstellung
den Entsicherungsabschnitt nicht erreicht. Die Versetzmittel weisen ein Steuerungselement
auf, das im Öffnungselement derart gelagert ist, dass die Position des Steuerungselements
in Bezug auf das Stützelement und damit die Position des Stützelements von einer Schwenkposition
des Öffnungselements abhängig ist. Somit kann definiert vorgebbar in Abhängigkeit
von der Schwenkstellung bzw. Schwenkpositionen des Öffnungselements die Position des
Steuerungselements und damit des Stützelements vorgegeben werden. Dies ist notwendig,
da das Stützelement in einer Schließstellung des Möbelteils im Regelbetrieb der Vorrichtung
sich in einer nicht wirksamen Position befindet und mit dem Öffnen nach dem Auslösen
des Touch-Latch-Mechanismus in eine wirksame bzw. vorstehende Position gebracht werden
muss. Die Lagerung des Steuerungselements im Öffnungselement macht das Zusammenwirken
von Steuerungselement und Stützelement konstruktiv vorteilhaft möglich.
[0008] Das Steuerungselement umfasst ein Zugelement, dessen Ende an einem Festhalteelement
festgelegt ist, wobei sich das Festhalteelement in einer Kulisse bewegt, die am Öffnungselement
ausgebildet ist. So kann die Anordnung besonders platzsparend ausgebildet sein. Mit
einem Zugelement lassen sich insbesondere Zugkräfte übertragen. Es ist jedoch unter
dem Zugelement auch ein Element zu verstehen, welches Druckkräfte übertragen kann.
Insofern kann das Zugelement von seiner Funktion auch als Zug-Druck-Element bezeichnet
werden.
[0009] Das Eindrücken des Öffnungselements in Richtung der Bereitschaftsposition erfolgt
durch einen Kontakt des Möbelteils mit dem Öffnungselement, so dass das Öffnungselement
durch das von außen durch eine Person bewegte Möbelteil mitbewegt wird. Mit oder kurz
vor dem Erreichen der maximal möglichen Schließstellung des Möbelteils wird die gesicherte
Bereitschaftsposition des Öffnungselements jedenfalls erreicht.
[0010] Ein wesentlicher Vorteil liegt dabei darin, dass nach einer versehentlichen Auslösung
des Touch-Latch-Mechanismus, beispielsweise durch ein Anstoßen gegen eine Frontseite
des beweglich geführten Möbelteils und damit einem Herausbewegen des Möbelteils aus
der Schließstellung, durch manuelles Zudrücken des Möbelteils noch bevor das Möbelteil
ganz geöffnet ist bzw. wenn dieses noch vergleichsweise gering geöffnet ist, den Schließzustand
sicher und schnell wieder einrichtbar ist. Dabei wird mit dem Zurückbewegen des Öffnungselements
das Öffnungselement wieder in seine gesicherte Bereitschaftsposition gebracht. Zudem
wird der Kraftspeicher ohne vorheriges vollständiges Entladen wieder in den voll geladen
Zustand versetzt. Vorteilhafterweise wird insbesondere ausgeschlossen, dass bei diesem
Vorgang bzw. unmittelbar nach Erreichen der gesicherten Bereitschaftsposition des
Öffnungselements das Öffnungselement wieder entsichert wird und dabei der Kraftspeicher
ungewollt ausgelöst und damit der Öffnungsvorgang in Gang gesetzt wird.
[0011] Dies wird dadurch erreicht, dass das Stützelement so verlagert wird, dass es z.B.
aus einer Hüllfläche bzw. einer Randkontur des Öffnungselements hervorsteht und so
in Kontakt mit einer Innenseite des Möbelteils kommen kann. Dies ist so abgestimmt,
dass dabei die dem Möbelkorpus und damit dem Entsicherungsabschnitt zugewandte Innenseite
des Möbelteils in der maximal möglichen Schließstellung des Möbelteils auf Abstand
zu dem Entsicherungsabschnitt des Öffnungselementes gehalten wird. Ein Einwirken auf
den Entsicherungsabschnitt wird in dieser Betriebssituation damit vermieden. Das verlagerbare
Stützelement wirkt also zeitweise, in einer ersten Phase des Öffnungsvorgangs, also
insbesondere auch bei einem versehentlichen Auslösen des Touch-Latch-Mechanismus,
über die Versetzmittel bzw. abhängig von der Bewegung des Öffnungselements gesteuert
als Abstandhalter zwischen dem Möbelteil und dem Entsicherungsabschnitt bei einem
Schließvorgang. Das Stützelement kommt insbesondere bei Schwenkstellungen des Öffnungselements,
die sich über einen vergleichsweise geringen Verschwenkwinkel aus der Schließposition
ergeben in Kontakt mit dem Möbelteil. Davon unbeeinflusst erfolgt in Öffnungsrichtung
der zum Öffnen nötige Kontakt zwischen dem Öffnungselement und dem Möbelteil ab einer
vorgebbaren Bewegungs- bzw. Schwenkstellung des Öffnungselements zwischen dem Kontaktabschnitt
und dem Möbelteil. Nur in einem ersten Bewegungs- bzw. Schwenkbereich des Öffnungselements
bezogen auf die gesicherte Bereitschaftsposition des Öffnungselements ist das Stützelement
das kontaktierende Teil des Öffnungselements. Die Bewegungs- bzw. Schwenkstellung
ab welcher ein Kontakt des Stützelements mit dem Möbelteil nicht mehr erfolgt und
dann vom Kontaktabschnitt übernommen wird, kann zum Beispiel über eine wirksame Längenabmessung
des Stützelements vorgegeben werden.
[0012] Mit dem verlagert vorstehenden Stützelement erfolgt über das Stützelement die Kraftübertragung
vom Möbelteil auf das Öffnungselement beim Zudrücken des Möbelteils. Das gesicherte
bzw. in fixierter Stellung befindliche Stützelement hält das Öffnungselement sicher
ab vom Einwirken auf den Entsicherungsabschnitt.
[0013] Ohne das verlagerbare Stützelement würde beim Zudrücken des Möbelteils durch eine
Person, das Möbelteil unweigerlich so weit gedrückt werden, dass eine Kontaktierung
zwischen dem Möbelteil und dem Entsicherungsabschnitt stattfinden würde, was zu eine
Auslösung des Touch-Latch-Mechanismus führt. Ein Auslösen des Touch-Latch-Mechanismus
ist aber im betrachteten Bedienfall gerade nicht gewollt.
[0014] Weiter ist es vorteilhaft, dass die Versetzmittel derart ausgebildet sind, dass nach
Erreichen der maximal möglichen Schließstellung und anschließender Wegnahme einer
Andrückwirkung auf das Möbelteil, das Stützelement in seine Grundstellung zurückkehrt.
Damit wird erreicht, dass das Stützelement nicht dauerhaft den Kontakt zwischen dem
Möbelteil und dem Entsicherungsabschnitt verhindert, was den Touch-Latch-Mechanismus
außer Kraft setzen würde. Denn im Regelbetrieb der Vorrichtung ist die Auslösung des
Öffnungsvorgangs durch Entsichern des Öffnungselements über den Touch-Latch-Mechanismus
nötig. Mit Erreichen der maximal möglichen Schließstellung des Möbelteils, was der
Bediener durch z. B. eine Anschlagstellung des Möbelteils in Schließrichtung bzw.
durch Erkennen der nahezu vollständig erreichten Schließstellung des Möbelteils feststellen
kann, wird der Bediener nicht länger gegen das Möbelteil drücken und davon ablassen.
Nun kommen vorteilhafterweise die Verstellmittel derart zur Wirkung, dass mit der
nicht mehr wirkenden Kraft von außen durch den Bediener auch die wirksame Kraft zum
gesicherten Halten des Stützelements in der verlagerten Stellung nicht mehr existiert.
Mit der Andrückkraft des Bedieners kann zum Beispiel ein Klemmmechanismus zum Festklemmen
der Versetzmittel gekoppelt sein, so dass die Versetzmittel das Stützelement in der
verlagerten Stellung festhalten. Durch Wegnahme der Klemmwirkung kann eine eingerichtete
Rückstellkraft wirksam werden, welche das Stützelement in seine Grundstellung zurückkehren
lässt, in welcher das Stützelement zurückverlagert ist und nicht in Kontakt mit dem
Möbelteil kommen kann.
[0015] Es ist außerdem vorteilhaft, dass ein dem kulissengeführten Ende gegenüberliegendes
Ende des Zugelements auf die Bewegung des Stützelements einwirkt. So kann insbesondere
mit genau einem Bauteil abhängig von der Bewegung des Öffnungselements die Bewegung
des Stützelements beeinflusst bzw. gesteuert werden.
[0016] Vorteilhafterweise ist das Zugelement elastisch, insbesondere ein Federelement. Das
Zugelement ist insbesondere als Austauschteil an dem Öffnungselement lösbar aufgenommen.
Das Zugelement kann dabei längenveränderlich ausgebildet sein. Außerdem kann mit der
Elastizität, insbesondere eine vorgebbare Rückstellkraft in einen Ausgangszustand
bei einer zuvor erfolgten Längenänderung realisiert werden.
[0017] In einer vorteilhaften Modifikation des Erfindungsgegenstandes wirkt das Stützelement
derart mit dem Zugelement zusammen, dass das auf das Stützelement einwirkende Ende
des Zugelements bei einem aus der Bereitschaftsposition herausbewegten Öffnungselement
und an das Öffnungselement angedrückten Möbelteil, also bei einem von außen bewirkten
Schließvorgang, in seiner Position am Stützelement durch das Stützelement geklemmt
ist. Das Stützelement ist dabei aus seiner Grundstellung verlagert. So kann das Stützelement
beim Schließen des Möbelteils klemmend in einer verlagerten Stellung gehalten werden,
indem das Zugelement auf das Stützelement entsprechend einwirkt. Dies ist wiederum
abhängig von der Schwenkposition des Öffnungselements. So kann abhängig von der Schwenkstellung
des Öffnungselements das Möbelteil mit dem Stützelement oder, wenn dieser nicht vorstehend
ist, andernfalls mit dem Kontaktabschnitt am Öffnungselement, der sich vom Stützelement
unterscheidet, in Kontakt sein.
[0018] Vorteilhafterweise ist das Zugelement in einem Kanal geführt. Damit kann das Zugelement
nicht nur gezogen, sondern auch geschoben werden. Es lassen sich damit insbesondere
Zug- und/oder Druckkräfte mit dem elastischen Zugelement übertragen. Das Zugelement
kann eine Spiralfeder mit einem starren Abschnitt bzw. bolzenartigen Abschnitt im
Bereich des dem kulissengeführten Ende gegenüberliegendem Ende sein. Der Kanal ist
in Längsrichtung endseitig offen und kann seitlich röhrenförmig geschlossen oder teilweise
offen sein.
[0019] In einer vorteilhaften Ausgestaltung ist das Stützelement ein Kipphebel, dessen Kippstellung
durch das Steuerungselement bestimmt ist. Mit einem Kipphebel lassen sich einfach
und sicher unterschiedliche Stellungen des Stützelements realisieren. Der insbesondere
zweiarmige Kipphebel kann durch Verschwenken bzw. Verkippen um insbesondere wenige
Winkelgrade aus einer am Öffnungselement versenkten bzw. nicht aktiven Grundstellung
in eine am Öffnungselement überstehende Kontur bzw. aktive Stellung und zurück verlagert
werden.
[0020] Weiter ist es vorteilhaft, dass sich die Kulisse am Öffnungselement entlang dem Festhalteelement
bewegt. Das Festhalteelement kann damit stabil positionsfest, beispielsweise an einem
Beschlag an einem Möbelkorpus vorhanden sein. Die Kulisse kann an dem bewegbar gelagerten
Öffnungselement vorhanden sein, zum Beispiel als gebogen ausgestaltetes Langloch,
dessen Breite auf eine Außenabmessung des Festhalteelements abgestimmt ist. Mit den
Enden der Kulisse kann bezogen auf entgegen gesetzte Bewegungsrichtungen des Öffnungselements
ggf. ein Anschlag für einen maximal möglichen Bewegungsweg des Öffnungselements relativ
zum Möbelkorpus vorgegeben werden.
[0021] Die Erfindung betrifft außerdem ein Möbel mit einer Vorrichtung gemäß einer der vorgenannten
Ausbildungsformen. Das Möbel umfasst insbesondere einen Möbelkorpus mit einem daran
bewegbar aufgenommen Möbelteil wie z. B. eine Klappe, eine Türe, eine Schublade bzw.
ein Auszug.
[0022] Damit lassen sich an einem Möbel die oben erläuterten Vorteile realisieren.
Figurenbeschreibung:
[0023] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung sind anhand unterschiedlicher Ausführungsbeispiele
der Figuren näher erläutert.
[0024] Im Einzelnen zeigt:
- Figur 1 bis Figur 4
- eine erfindungsgemäße Vorrichtung in unterschiedlichen Betriebspositionen und
- Figur 5
- eine zu Figur 1 bis 4 alternative Ausführungsform gemäß der Darstellung der Betriebssituation
aus Figur 1.
[0025] In den Figuren 1 bis 4 sind Abschnitte der Anordnung zur Verdeutlichung des inneren
Aufbaus teils transparent dargestellt.
[0026] In unterschiedlichen Ausführungsbeispielen sind teilweise die gleichen Bezugszeichen
für sich entsprechende Bauteile verwendet.
[0027] Die Figuren 1 bis 4 zeigen schematisch eine erste vorteilhafte Ausführungsform der
erfindungsgemäßen Vorrichtung. Hierbei zeigt Figur 1 eine Vorrichtung 1 zum Öffnen
eines an einem Möbel 3 beweglich geführten Möbelteils 2, hier in der form einer in
ihrem geschlossenen Ruhezustand befindlichen Schranktür. Das Möbelteil kann aber auch
eine Schublade oder ein anders geartetes oder bezeichnetes, an einem Möbel beweglich
angeordnetes Element sein.
[0028] Das Öffnen des Möbelteils 2 erfolgt, nach einem initiierenden, einen Verriegelungsmechanismus
4 entriegelnden Andrücken des scharnierfernen Teils der Schranktür mittels der hierdurch
freigegebenen, in einem federartigen Kraftspeicher 5 gespeicherten Energie.
[0029] Zum Aufladen einer Spiralfeder 6 des Kraftspeichers 5 ist ein Auflademechanismus
7 vorgesehen. Die Spiralfeder 6 wirkt auf ein Öffnungselement zum Öffnen des Möbelteils
2 aus der gemäß Figur 1 gezeigten Schließstellung des Möbelteils 2. Das Öffnungselement
ist als ein um einen Schwenkpunkt S1 verschwenkbar gelagerten Hebel 8 ausgebildet,
der an einem ersten Ende über eine hakenförmige Kraftspeicherfeder-Aufnahme 9 mit
der die Kraft zum Öffnen des beweglichen Möbelteils in dessen freigegebenem Zustand
bereitstellenden Spiralfeder 6 verbunden ist. Ein, bezogen auf die Schwenkachse S1
der Kraftspeicherfeder-Aufnahme 9, gegenüberliegendes zweites Ende des Hebels 8 ist
dem zu öffnenden Möbelteil 2 zugeordnet. Eine daran über einen Lagerachse S2 drehbare
Rolle 10 ermöglicht einen vergleichsweise sehr reibungsarmen als auch geräuscharmen
Kontakt, wenn der Hebel 8 sich am zu öffnenden Möbelteil 2 entlang bewegt.
[0030] Ein Kraft-Untersetzungsmittel 11 ist hier beispielhaft in der Form eines gegenüber
einem Grundelement des Hebels 8 und/oder dessen Schwenkpunkt S1 entlang der beiden
Richtungen des Doppelpfeils P1 verschieblich gelagertes Hebel-Teilelement ausgebildet.
Zur Variierung des Kraftangriffspunktes der Kraftspeicherfeder-Aufnahme 9 ist an dem
diesbezüglichen Hebelende ein Längsschlitz 12 vorgesehen.
[0031] Eine weitere Einflussmöglichkeit auf den Abstand im geschlossenen Ruhezustand zwischen
Möbel und dem daran beweglich geführtem, von der Vorrichtung zu öffnenden Möbelteils
2 und/oder zur Anpassung der Vorrichtung 1 an einen entsprechend vorgegebenen Abstand
kann durch ein Positioniermittel, hier beispielhaft in der Form einer Exzenter-Schraube
13, vorgesehen sein. Mittels eines solchen Positioniermittels kann die Freigabeposition
zur Freischaltung des zu öffnenden Türelementes auf die erforderliche Breite des Frontspaltes
zwischen dem Möbel 3 und dem Möbelteil 2 eingestellt werden.
[0032] Mittels des Positioniermittels kann eine Positionierung von Möbelteil-Freischaltmitteln
14 gegenüber dem Möbel 3 und/oder gegenüber einer Grundplatte 15, an der Teile der
Vorrichtung 1 aufgenommen sind, realisiert und damit deren Auslösepunkt gemäß der
Richtungen der beiden Doppelpfeile P2 und P3 variiert werden. Das Positioniermittel
kann abweichend von der Exzenter-Ausführung mit der Exzenter-Schraube 13 beispielsweise
auch in der Form eines gegenüber einem Fixierpunkt verschiebbaren Langlochs oder einer
anderen, entsprechenden Ausführung realisiert sein.
[0033] Der Verriegelungsmechanismus 4 und/oder die Möbelteil-Freischaltmittel 14 umfassen
in der hier dargestellten Ausführungsform zwei über jeweils eine Schwenkachse S3 bzw.
S4 verschwenkbar gelagerten und über einen Verbindungshebel 18 gekoppelte Schwenkhebel
16 und 17. Der erste Schwenkhebel 16 weist zwei in etwa in gleicher Richtung ausgerichtete
und mit einem zwei Knieabschnitte aufweisendem Zwischenstück verbundene, in etwa geradlinig
ausgebildete Hebelenden auf. Ein als Entsicherungsabschnitt der Vorrichtung 1 dienendes
vorderes Ende des ersten Hebelendes 16a ist dem zu öffnenden Möbelteil 2 zugeordnet,
wobei ausgehend von Figur 1 durch Andrücken des Möbelteils 2 in Richtung des Möbels
3 und beim daraus folgenden Verschwenken des Schwenkhebels 16 über den Schwenkpunkt
S3 und parallelogrammartig über den Verbindungshebel 18 der zweite Schwenkhebel 17
angesteuert wird. Hierbei kommt ein hakenförmiges Ende 17a des Schwenkhebels 17 außer
Eingriff mit einem ihm zugeordneten, komplementären, hier beispielhaft stiftförmigen
Verriegelungselement 19 am Hebel 8.
[0034] Die Vorrichtung 1 zum Öffnen des am Möbel 3 beweglich geführten Möbelteils 2 ist
hierdurch freigeschaltet. Sie kann die zu öffnende Schranktür nach Beendigung der
zum Auslösen des Verriegelungsmechanismus 4 bzw. zur Betätigung der Möbelteil-Freischaltmittel
14 beaufschlagten Krafteinwirkung gemäß des Pfeils P4 öffnen. Dabei verschwenkt der
Hebel 8 aus der in Figur 1 dargestellten Bereitschafts- bzw. verriegelungsposition
um die Schwenkachse S1 unter der Federwirkung der Spiralfeder 6, wobei die Rolle 10
innenseitig gegen das Möbelteil 2 drückt.
[0035] Zur Rückstellung des parallelogrammartig verschwenkbaren Hebelmechanismus mit den
Schwenkhebeln 16, 17 und dem Verbindungshebel 18 kann ein Rückstellmittel 20, hier
beispielhaft als spiralförmige Zugfeder ausgebildet, vorgesehen sein. Dämpfungselemente
21, 22 und 23 können zur weiteren Erhöhung des Bedienkomforts für die beiden Schwenkhebel
16 und 17 sowie dem Verriegelungselement 19 vorgesehen sein. Als Materialien der Dämpfungselemente
können z. B. elastische Ummantelungen der betreffenden Anschlagselemente Verwendung
finden, wie z. B. O-Ringe, Gummi- oder Kunststoffpuffer oder dergleichen mehr.
[0036] Der Auflademechanismus 7 für den Kraftspeicher 5 ist hier beispielhaft in der Form
eines Scharniers 24 realisiert. Es umfasst einen Möbelteil-Adapter 25, ein über ein
Lager 26 beweglich damit gekoppeltes Verbindungsstück 27, einen über ein weiteres
Lager 28 damit gekoppelten Spannhebel 29 und eine daran anschließende, in einem Drehlager
30 verschwenkbar gelagerte Steuernocke 31 mit einer Flanke 31a. Der Spannhebel 29
mit der Steuernocke 31 samt Flanke 31a dreht sich beim Öffnen des Möbelteils 2 in
Richtung des Pfeils P5 um das Drehlager 30.
[0037] Ein drittes Ende 32 des Hebels 8 bildet das komplementäre Steuerelement zum Scharnier
24 der Vorrichtung 1 aus und beide zusammen, gemeinsam mit der Kraftspeicherfeder-Aufnahme
9 des um die Schwenkachse S1 verschwenkbaren Hebels 8 den Auflademechanismus 7 für
den Kraftspeicher 5. Dieser Auflademechanismus 7 wird dann wirksam, wenn das Möbelteil
2 regulär aus seiner leicht geöffneten Position nach der Entriegelung des Entriegelungsmechanismus
bzw. der Aktivierung der Möbelteil-Freischaltmittel 14 sich ergebenden Öffnungsstellung
weiter geöffnet wird (nicht gezeigt). Hierfür verschwenkt das dritte Ende 32 des entriegelten
Schwenkhebels 8 gemäß dem Pfeil P6 um den Schwenkpunkt S1 bis zur Blockierung der
Schwenkbewegung gegen die Steuernocke 31. Vorzugsweise können die Geometrien der einzelnen
Teilelemente der Vorrichtung 1 so ausgelegt sein, dass der Kraftspeicher 5 in dieser
Position noch eine leichte Vorspannung aufweist. Damit können alle beteiligten Elemente
der Vorrichtung 1 in ihrer betreffenden Arbeitsposition stabilisiert werden.
[0038] Mittels einer in einer Lagerachse L gelagerten Rolle 33 kann ein nahezu reibungsfreier
Steuerungsablauf und damit eine verbesserte Führung der Bewegung des dritten Endes
32 des Hebels 8 bei Beaufschlagung einer entsprechenden Stellkraft durch die Steuernocke
31 erreicht werden.
[0039] Beim weiteren Öffnen des Möbelteils 2 in Richtung des Pfeils P4 über die in Figur
2 gezeigte Position hinaus (nicht dargestellt) bewegt sich die Rolle 33 weiter entlang
der Flanke 31a gemäß der gerade verlaufenden Steuerkurve in Richtung des Pfeils P6
durch die über das Scharnier 24 gesteuerte Nockenbewegung in Richtung des Pfeils P5.
Hierdurch wird der Hebel 8 mit seinem zweiten Ende gemäß dem Pfeil P7 in Richtung
Schließzustand der Vorrichtung 1 bewegt.
[0040] Durch das Einschwenken des Hebels 8 schwenkt auch dessen erstes Ende bzw. die Kraftspeicherfeder-Aufnahme
9 gegen die Zugkraft des Kraftspeichers 5 und lädt diesen zur Vorbereitung des nächsten
Öffnungsvorgangs für das Möbelteil 2 auf, bis der Verriegelungshaken am Ende 17a des
Schwenkhebels 17 nach einem Ausschwenkvorgang durch Andrücken des Verriegelungselements
19 gegen eine konvex abgerundete stirnseitige Führungsflanke außen am Ende 17a wieder
in seine ursprüngliche Verriegelungsposition kommt und mit dem Verriegelungselement
19 einrastet.
[0041] Die Verriegelungsteile bzw. der Schwenkhebel 17 und das Verriegelungselement 19 bilden
in dieser Ausführungsform somit Kraftspeicher-Entladesperrmittel. Hierdurch kann das
zu öffnende Möbelteil 2 ab dieser Schwenkposition bzw. bei unmittelbar zuvor eingerastetem
Hebel 8 völlig frei bewegt werden. Und zwar sowohl in eine weiter öffnende Richtung
als auch in Schließrichtung, bis in den regulär vorgesehenen Schließzustand des Möbelteils
2 mit einem sich dabei bildenden "Frontspalt" a (siehe Figur 1) zwischen einer Stirnseite
des Möbels 3 und einer Innenseite des Möbelteils 2. Die Steuernocke 31 kann sich hierbei
mit einer Flanke 31b an der Rolle 33, berührend oder auch ohne Kontakt, in der ihr
vom Drehlager 30 vorgegebenen Bewegungskurve entlang bewegen.
[0042] Nach Fixierung des so wieder geladenen Kraftspeichers 5 durch die Kraftspeicher-Entladesperrmittel,
hier in der Form der hakenförmigen Verriegelung 17a, 19, ist das Vorrichtungs-Auslöseende
bzw. das Hebelende 16a anliegend an der Innenseite des Möbelteils 2 und der Hebel
8 wieder in seiner Ruheposition und damit für eine Auslösung des nächsten Öffnungsvorgangs
durch Andrücken entgegen der Richtung des Pfeils P4 auf eine Außenseite 2a des Möbelteils
2 funktionsbereit.
[0043] Die Figuren 3 und 4 zeigen in der Praxis häufig vorkommende Betriebssituationen,
wonach versehentlich durch Andrücken auf die Außenseite 2a des Möbelteils 2 die Möbelteil-Freischaltmittel
14 aktiviert wurden, so dass der Hebel 8 wie zuvor beschrieben unter Wirkung des Kraftspeichers
5 etwas ausschwenkt und dabei das Möbelteil 2 in Öffnungsrichtung gemäß Pfeil P4 in
Figur 2 bewegt. Hier setzt die Erfindung an, wonach ein Benutzer unmittelbar bei Bemerken
des versehentlichen Öffnens auf das Möbelteil 2 einwirken kann, so dass das Möbelteil
2 problemlos zurück in die geschlossene Stellung mit voll geladenem Kraftspeicher
bringbar ist.
[0044] Dabei wird erfindungsgemäß die Möglichkeit bereitgestellt, unmittelbar nach dem versehentlichen
Auslösen der Vorrichtung 1 bzw. dem Entriegeln des Hebels 8, was z. B. durch ein Anstoßen
außen am Möbelteil 2 geschehen kann, durch ein nochmaliges bzw. stärkeres Gegendrücken
auf das Möbelteil 2 die Vorrichtung wieder in die gemäß Figur 1 gezeigte Situation
mit der Bereitschaftsposition des Hebels 8 zu bringen. Beim Drücken auf die Außenseite
2a des Möbelteils 2 gemäß Pfeil P8 (siehe Figur 3) wird der Hebel 8 gemäß Pfeil P9
wieder zurückgeschwenkt und in seine Bereitschafts- bzw. Verriegelungsposition gebracht.
Um zu vermeiden, dass das Möbelteil 2 bei diesem Andrücken und Einschwenken des Hebels
8 die Möbelteil-Freischaltmittel 14 aktiviert bzw. eine Innenseite 2b des Möbelteils
2 gegen das Hebelende 16a drückt, ist erfindungsgemäß ein Sicherheits- bzw. Not-Auflademechanismus
vorhanden. Dieser umfasst ein als Kipp- bzw. Schwenkhebel 35 ausgebildetes Stützelement
am Hebel 8. Der Schwenkhebel 35 ist als zweiarmiger Hebel ausgebildet und über ein
Schwenklager 36 am Hebel 8 begrenzt kippbar gelagert. Außerdem ist ein als Zug-Druck-Element
37 ausgestaltetes Versetzmittel vorhanden, welches abhängig von der Schwenkbewegung
des Hebels 8 aus einer Grundstellung, welche in Figur 1 gezeigt ist, versetzbar ist.
Das Zug-Druckelement 37 ist beispielsweise als elastisches Federelement ausgebildet,
das mit einem Ende positionsfest an der Grundplatte 15 festgelegt ist. Hierzu ist
beispielsweise ein Lagerstift 38 an der Grundplatte 15 vorhanden, der in eine Vertiefung
an einem Ende des Zug-Druckelements 37 eingreift. Der Lagerstift 38 durchdringt ein
kulissenartiges gebogen verlaufendes Langloch 38a im Hebel 8.
[0045] Am anderen Ende des Zug-Druck-Elements 37 ist ein starrer Klemmbolzenabschnitt 39
ausgebildet. Außerdem ist das Zug-Druck-Element 37 längsverschieblich in einer Kulissenführung
40 im Hebel 8 geschützt aufgenommen.
[0046] Abhängig von bzw. mit dem Verschwenken des Hebels 8 in Öffnungsrichtung aus der Ausgangsposition
gemäß Figur 1, zum Beispiel nach einem versehentlichen Anstoßen am Möbelteil 2, bewegt
sich das Zug-Druck-Element 37 relativ zum Hebel 8 in der Kulissenführung 40, so dass
der Klemmbolzenabschnitt 39 gemäß Pfeil P0 in Figur 3 in Richtung des Schwenkhebels
35 verschoben wird und auf diesen an einem inneren freien Endabschnitt 35b so einwirkt,
dass der Schwenkhebel 35 mit seinem zum inneren Endabschnitt 35b entgegengesetzten
freien äußeren Ende mit einem Stützabschnitt 35a sich so überstehend am Hebel 8 ausbildet,
dass der Stützabschnitt 35a in Anlage mit der Innenseite 2b des Möbelteils 2 gemäß
Figur 3 gelangt, insbesondere wenn das Möbelteil 2 in Richtung des Pfeils P8 durch
Drücken in Richtung des Hebels 8 bewegt wird. Dies entspricht insbesondere dem Fall,
dass der Bediener unmittelbar nach dem versehentlichen Anstoßen am Möbelteil 2 dies
bemerkt und das Möbelteil 2 wieder schließt.
[0047] Dabei ist der Stützabschnitt 35a so verlagert am Hebel 8 und an einer der Innenseite
2b zugewandten Außenseite 8a überstehend, dass ein Kontakt der Innenseite 2b mit der
Rolle 10 nicht stattfindet (Figur 3), sondern die Innenseite 2b gegen den Stützabschnitt
35a drückt und damit gemäß Pfeil P10 (Figur 4) der innere Endabschnitt 35b des Schwenkhebels
35 gegen den Klemmbolzenabschnitt 39 drückt und dieser nicht entgegen der Pfeilrichtung
P0 zurückweichen kann, was passieren würde, wenn sich der Hebel 8 ohne ein Andrücken
des Möbelteils 2 gegen den Stützabschnitt 35a bzw. im Normalbetrieb in Richtung P9
bewegt.
[0048] Dadurch dass sich das Zug-Druck-Element 37 nicht wieder in seine ursprünglich Relativposition
zum Hebel 8 bewegen kann, wird es beim Einschwenken des Hebels 8 elastisch verlängert
und dabei vorgespannt. Bei weiterem Einschwenken ist mit dem Erreichen der Verrastungsposition
des Hebels 8 über den Verriegelungsmechanismus 4 der Kraftspeicher 5 wieder ordnungsgemäß
geladen, was Figur 4 zeigt. Das Möbelteil 2 bzw. der Hebel 8 lassen sich nicht weiter
zum Möbel 3 hin eindrücken, da die Rolle 10 gegen den Schwenkhebel 16 bzw. der Lagerstift
38 in dem Langloch 38a anschlägt. Dabei bleibt jedoch aufgrund des Überstandes des
Stützabschnitts 35a die Innenseite 2b des Möbelteils 2 beabstandet zum Entsicherungsabschnitt
bzw. zum Hebelende 16a des Schwenkhebels 16. Damit kann das Möbelteil 2 nur bis in
die gemäß Figur 4 gezeigte Position gedrückt werden. Die Innenseite 2b bleibt um den
Abstand b vom Hebelende 16a beabstandet.
[0049] Wird ausgehend von Figur 4 anschließend eine Andrückkraft auf das Möbelteil 2 weggenommen,
wird auch die Klemmwirkung des Endabschnitts 35b auf den Klemmbolzenabschnitt 39 aufgehoben
und das unter elastischer Vorspannung stehende Zug-Druck-Element 37 zieht sich in
Richtung des positionsfesten Endes am Lagerstift 38 zusammen und mit seinem Klemmbolzenabschnitt
39 zurück. Damit fehlt ein Gegenlager für den Endabschnitt 35b, so dass der Schwenkhebel
35 wieder in seine nicht überstehende Ausrichtung am Hebel 8 gemäß Figur 1 gelangt.
[0050] Anschließend wird unter leichter Vorspannung der Vorrichtung 1 die Innenseite 2b
um den Abstand b bzw. um wenige Millimeter in Richtung des Möbels 3 versetzt bis zum
Kontakt mit dem Hebelende 16a.
[0051] Eine vom Grundprinzip zur Vorrichtung gemäß Figur 1 bis 4 vergleichbare alternative
Anordnung zeigt Figur 5. Die Vorrichtung gemäß Figur 5 unterscheidet sich lediglich
im Verriegelungsmechanismus 4 und den Möbelteil-Freischaltmitteln 14. Die Möbelteil-Freischaltmittel
14 umfassen einen mittels einer Druckfeder 42 gefederten und relativ am Möbel 3 linear
verschieblichen Auslösehebel 41, der mit einem Zwischenhebel 43 verbunden ist, welcher
wiederum auf einen Schwenkhebel 44 wirkt, der um eine Schwenkachse S4 verschwenkbar
ist. Zum Aufheben des Verriegelungsmechanismus 4 wird bei Eindrücken, des Möbelteils
2 der Schwenkhebel 44 so verschwenkt, dass ein Stift 45 vorne am Schwenkhebel 44 aus
einer Verriegelungskontur 46 am Hebel 8 freikommt und der entsicherte bzw. entriegelte
Hebel 8 schwenkt unter der Wirkung der Spiralfeder 6 in Richtung des Möbelteils 2
aus und öffnet dieses.
[0052] Weitere Elemente samt Notfunktion sind entsprechend des Ausführungsbeispiels gemäß
der Figur 1 bis 4 ausgebildet.
Bezugszeichenliste:
[0053]
- 1
- Vorrichtung
- 2
- Möbelteil
- 2a
- Außenseite
- 2b
- Innenseite
- 3
- Möbel
- 4
- Verriegelungsmechanismus
- 5
- Kraftspeicher
- 6
- Spiralfeder
- 7
- Auflademechanismus
- 8
- Hebel
- 8a
- Außenseite
- 9
- Kraftspeicherfeder-Aufnahme
- 10
- Rolle
- 11
- Kraft-Untersetzungsmittel
- 12
- Längsschlitz
- 13
- Exzenter-Schraube
- 14
- Möbelteil-Freischaltmittel
- 15
- Grundplatte
- 16
- Schwenkhebel
- 16a
- Hebelende
- 16b
- Hebelende
- 17
- Schwenkhebel
- 17a
- Ende
- 18
- Verbindungshebel
- 19
- Verriegelungselement
- 20
- Rückstellmittel
- 21
- Dämpfungselement
- 22
- Dämpfungselement
- 23
- Dämpfungselement
- 24
- Scharnier
- 25
- Möbelteil-Adapter
- 26
- Lager
- 27
- Verbindungsstück
- 28
- Lager
- 29
- Spannhebel
- 30
- Drehlager
- 31
- Steuernocke
- 31a
- Flanke
- 31b
- Flanke
- 32
- Ende
- 33
- Rolle
- 34
- Kraftspeicher-Entladesperrmittel
- 35
- Schwenkhebel
- 35a
- Stützabschnitt
- 35b
- Endabschnitt
- 36
- Schwenklager
- 37
- Zug-Druck-Element
- 38
- Lagerstift
- 38a
- Langloch
- 39
- Klemmbolzenabschnitt
- 40
- Kulissenführung
- 41
- Auslösehebel
- 42
- Druckfeder
- 43
- Zwischenhebel
- 44
- Schwenkhebel
- 45
- Stift
- 46
- Verriegelungskontur
1. Vorrichtung (1), die in einem montierten Zustand an einem Möbel (3) ein an dem Möbel
(3) beweglich geführtes Möbelteil (2) aus einer Schließstellung in eine Öffnungsrichtung
des Möbelteils (2) bewegt, mit einem Kraftspeicher (5) und einem beweglich gelagerten
Öffnungselement (8), das nach einer Entsicherung, durch Bewegen des Möbelteils (2)
in einer Schließrichtung und Andrücken des Möbelteils (2) gegen einen Entsicherungsabschnitt
(16a, 41) der Vorrichtung (1) aus einer gesicherten Bereitschaftsposition unter der
Wirkung des Kraftspeichers (5) herausbewegbar ist und dabei ein Kontaktabschnitt (10)
des Öffnungselements (8) in Kontakt mit dem Möbelteil (2) dieses öffnet, wobei die
Vorrichtung (1) derart ausgebildet ist, dass beim Öffnen des Möbelteils (2) vor Erreichen
einer vollständig geöffneten Stellung des Möbelteils (2) der Kontakt zwischen dem
Kontaktabschnitt (10) des Öffnungselements (8) und dem Möbelteil (2) aufgehoben wird
und dass sich das Öffnungselement (8) für einen nächsten Öffnungsvorgang des Möbelteils
(2) in der Bereitschaftsposition befindet, dadurch gekennzeichnet, dass am schwenkbaren Öffnungselement (8) ein verlagerbares Stützelement (35) vorhanden
ist, welches über Versetzmittel abhängig von der Bewegung des Öffnungselements (8)
aus einer Grundstellung, in welcher das Stützelement (35) zurückverlagert ist und
nicht in Kontakt mit dem Möbelteil (2) kommen kann, in einer Weise verlagerbar ist,
dass bei einer Schließbewegung des beweglich geführten Möbelteils (2) und einem gleichzeitigen
Eindrücken des Öffnungselements (8), für einen Fall, wenn das Öffnungselement (8)
nicht in die Bereitschaftsposition überführt wurde, das Stützelement (35) das Möbelteil
(2) so weit zurückhält, dass bei diesem Vorgang das Möbelteil (2) in einer maximal
möglichen Schließstellung den Entsicherungsabschnitt (16a, 41) nicht erreicht, wobei
die Versetzmittel ein Steuerungselement aufweisen, das im Öffnungselement (8) derart
gelagert ist, dass die Position des Steuerungselements in Bezug auf das Stützelement
(35) und damit die Position des Stützelements (35) von einer Schwenkposition des Öffnungselements
(8) abhängig ist und das Steuerungselement ein Zugelement (37) umfasst, dessen Ende
an einem Festhalteelement (38) festgelegt ist, wobei sich das Festhalteelement (38)
in einer Kulisse (38a) bewegt, die am Öffnungselement (8) ausgebildet ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Versetzmittel derart ausgebildet sind, dass nach Erreichen der maximal möglichen
Schließstellung und anschließender Wegnahme einer Andrückwirkung auf das Möbelteil
(2), das Stützelement (35) in seine Grundstellung zurückkehrt.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein dem kulissengeführten Ende gegenüberliegendes Ende (39) des Zugelements (37)
auf die Bewegung des Stützelements (35) einwirkt.
4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Zugelement (37) elastisch ist.
5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Stützelement (35) derart mit dem Zugelement (37) zusammenwirkt, dass das auf
das Stützelement (35) einwirkende Ende (39) des Zugelements (37) bei einem aus der
Bereitschaftsposition heraus bewegten Öffnungselement (8) und an das Öffnungselement
(8) angedrückten Möbelteil (2) in seiner Position am Stützelement (35) durch das Stützelement
(35) geklemmt ist.
6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Zugelement (37) in einem Kanal (40) geführt ist.
7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Stützelement (35) ein Kipphebel ist, dessen Kippstellung durch das Steuerungselement
(37) bestimmt ist.
8. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Kulisse (38a) am Öffnungselement (8) entlang dem Festhalteelement (38) bewegt.
9. Möbel mit einer Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche.
1. Device (1), which in an assembled state on a piece of furniture (3) moves a furniture
part (2) guided movably on the piece of furniture (3) from a closed position in an
opening direction of the furniture part (2), with an energy store (5) and a movably
mounted opening element (8), which after unlocking, by moving the furniture part (2)
in a closing direction and pressing the furniture part (2) against an unlocking section
(16a, 41) of the device (1), can be moved out of a secured position of readiness under
the influence of the energy store (5), and a contact section (10) of the opening element
(8) in contact with the furniture part (2) opens the latter, wherein the device (1)
is configured such that on opening the furniture part (2) before reaching a fully
opened position of the furniture part (2) the contact between the contact section
(10) of the opening element (8) and the furniture part (2) is annulled and the opening
element (8) is in a position of readiness for a subsequent opening procedure of the
furniture part (2), characterised in that on the pivotable opening element (8) a movable support element (35) is provided which
can be moved by transfer means depending on the movement of the opening element (8)
from a basic position, in which the support element (35) is moved back and cannot
come into contact with the furniture part (2), such that during a closing movement
of the movably guided furniture part (2) and simultaneous pushing in of the opening
element (8), when the opening element (8) has not been moved into the position of
readiness, the support element (35) holds back the furniture part (2) so far that
during this procedure the furniture part (2) in a maximum possible closed position
does not reach the unlocking section (16a, 41), wherein the transfer means comprise
a control element which is mounted in the opening element (8) such that the position
of the control element relative to the support element (35) and thereby the position
of the support element is dependent on a pivot position of the opening element (8)
and the control element comprises a traction element (37), the end of which is secured
to a securing element (38), wherein the securing element (38) moves in a slide (38a)
which is formed on the opening element (8).
2. Device according to claim 1, characterised in that the transfer means are designed such that after reaching the maximum possible closing
position and then removing pressure on the furniture part (2) the support element
(35) returns to its basis position.
3. Device according to claim 1, characterised in that an end (39) of the traction element (37) opposite the slide-guided end influences
the movement of the support element (35).
4. Device according to any one of the preceding claims, characterised in that the traction element (37) is elastic.
5. Device according to any one of the preceding claims, characterised in that the support element (35) cooperates with the traction element (37) such that the
end (39) of the traction element (37) acting on the support element (35) with an opening
element (8) moved out of the position of readiness and a furniture part (2) pushed
against the opening element (8) is clamped in its position on the support element
(35) by the support element (35).
6. Device according to any one of the preceding claims, characterised in that the traction element (37) is guided in a channel (40).
7. Device according to any one of the preceding claims, characterised in that the support element (35) is a tilting lever, the tilting position of which is determined
by the control element (37).
8. Device according to any one of the preceding claims, characterised in that the slide (38a) on the opening element (8) moves along the securing element (3 8).
9. Piece of furniture comprising a device according to any one of the preceding claims.
1. Dispositif (1) qui, une fois monté sur un meuble (3), déplace un élément de meuble
(2) guidé mobile sur le meuble (3) hors d'une position fermée dans une direction d'ouverture
de l'élément de meuble (2), ledit dispositif comprenant un accumulateur de force (5)
et un élément d'ouverture (8) monté mobile qui, après un déverrouillage réalisé en
déplaçant l'élément de meuble (2) dans une direction de fermeture et en appuyant l'élément
de meuble (2) contre une section de déverrouillage (16a, 41) du dispositif (1), peut
être amené à quitter une position d'attente verrouillée sous l'action de l'accumulateur
de force (5), une section de contact (10) de l'élément d'ouverture (8) en contact
avec l'élément de meuble (2) ouvrant ainsi ce dernier, le dispositif (1) étant conçu
de telle façon que, lors de l'ouverture de l'élément de meuble (2), le contact entre
la section de contact (10) de l'élément d'ouverture (8) et l'élément de meuble (2)
est interrompu avant que l'élément de meuble (2) n'ait atteint une position totalement
ouverte, et de telle façon que l'élément d'ouverture (8) se trouve dans la position
d'attente pour une prochaine opération d'ouverture de l'élément de meuble (2), caractérisé en ce qu'un élément d'appui (35) qui peut être déplacé est présent sur l'élément d'ouverture
pivotant (8), lequel élément d'appui peut être amené par des moyens de déplacement,
en fonction du mouvement de l'élément d'ouverture (8), à quitter une position de base
dans laquelle l'élément d'appui (35) est rentré et ne peut venir en contact avec l'élément
de meuble (2), d'une manière telle que, lors d'un mouvement de fermeture de l'élément
de meuble guidé mobile (2) et l'enfoncement simultané de l'élément d'ouverture (8),
pour le cas où l'élément d'ouverture (8) n'aurait pas été amené dans la position d'attente,
l'élément d'appui (35) retient l'élément de meuble (2) tant que, lors de cette opération,
l'élément de meuble (2) dans une position de fermeture maximale possible n'atteint
pas la section de déverrouillage (16a, 41), les moyens de déplacement comprenant un
élément de commande qui est monté dans l'élément d'ouverture (8) de telle manière
que la position de l'élément de commande par rapport à l'élément d'appui (35) et de
ce fait la position de l'élément d'appui (35) dépendent d'une position de pivotement
de l'élément d'ouverture (8), et l'élément de commande comprenant un élément de traction
(37) dont l'extrémité est fixée à un élément de retenue (38), l'élément de retenue
(38) se déplaçant dans une coulisse (38a) qui est formée sur l'élément d'ouverture
(8).
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que les moyens de déplacement sont formés de telle manière qu'après que la pièce de meuble
(2) a atteint la position de fermeture maximale possible et que la pression exercée
dessus a cessé, l'élément d'appui (35) retourne dans sa position de base.
3. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'une extrémité (39) de l'élément de traction (37) opposée à l'extrémité guidée dans
la coulisse agit sur le mouvement de l'élément d'appui (35).
4. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'élément de traction (37) est élastique.
5. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'élément d'appui (35) coopère avec l'élément de traction (37) de telle manière que
l'extrémité (39) de l'élément de traction (37) agissant sur l'élément d'appui (35)
est coincée par l'élément d'appui (35) dans sa position contre l'élément d'appui (35)
lorsqu'un élément d'ouverture (8) a quitté sa position d'attente et que la partie
de meuble (2) est appuyée contre l'élément d'ouverture (8).
6. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'élément de traction (37) est guidé dans un canal (40).
7. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'élément d'appui (35) est un levier basculant dont la position de basculement est
déterminée par l'élément de commande (37).
8. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la coulisse (38a) sur l'élément d'ouverture (8) se déplace le long de l'élément de
retenue (38).
9. Meuble muni d'un dispositif selon l'une des revendications précédentes.