[0001] Die Erfindung betrifft ein LED-Eisenbahnlichtsignal mit einem Signalgeber zur Erzeugung
verschiedenfarbiger Lichtpunkte.
[0002] Ein LED Eisenbahnlichtsignal ist beispielsweise aus der
EP 2 131 628 A2 bekannt.
[0003] Die nachstehenden Erläuterungen beziehen sich im Wesentlichen auf Eisenbahnlichtsignale
in Form von Leuchtzeichen oder Lichtsignalen zur Darstellung von Signalbegriffen bei
schienengebundenen Verkehrswegen, ohne dass der beanspruchte erfinderische Gegenstand
auf diese Anwendung beschränkt sein soll.
[0004] Lichtsignale oder Leuchtzeichen auf der Basis von LEDs - lichtemittierende Dioden
- anstelle von Glühlampen werden in vielen Bereichen, insbesondere in der Eisenbahnsignaltechnik,
zunehmend angewendet. LEDs sind vergleichsweise preiswert, langlebig und lichtstark.
Dabei geht der Trend in Richtung HLED - Hochstrom-LED -, deren Lichtstärke derart
hoch ist, dass bereits eine einzige HLED pro Lichtpunkt genügend Licht emittiert,
um die geforderte Helligkeit zu erreichen.
[0005] Bei den bisher üblichen LED-Matrizen mit einer Vielzahl von LEDs wird deren Funktionsfähigkeit
durch eine Strommessung überwacht. Dabei ist gewährleistet, dass auch bei einigen
defekten oder ausgefallenen LEDs über einen bestimmten Zeitraum eine Mindesthelligkeit
erhalten bleibt. Bei HLEDs führt deren Ausfall dagegen schlagartig zu einem extremen
Helligkeitsverlust, so dass das übliche Überwachungskonzept mittels Strommessung den
sicherheitstechnischen Anforderungen, insbesondere bei den Sicherheitsstufen SIL3
und SIL4 nicht mehr genügt. Die Sicherheitsstufen sind in der Cenelec-Norm EN50129
von SILO - signaltechnisch nicht sicher - bis SIL4 - signaltechnisch hochgradig sicher
- definiert. Um die Funktionsfähigkeit der LEDs, insbesondere der HLEDs, zu überprüfen,
wird deshalb zunehmend anstelle der Bestromung oder zusätzlich die Lichtstärke des
Signals gemessen. Die gemessene Ist-Lichtstärke kann auch als Führungsgröße für eine
Regelung der Lichtstärke auf einen vorgegebenen Sollwert verwendet werden.
[0006] Bei Lichtsignalen mit verschiedenfarbigen Lichtpunkten kann zusätzlich eine Ist-Stromüberwachung
für jeden Lichtpunkt vorgesehen werden. Um das Lichtsignal in Sicherheitsstufe SIL3
oder SIL4 betreiben zu können, muss sichergestellt sein, dass nur der Lichtpunkt mit
der vorgesehenen Farbe bestromt isst und dass die weiteren Lichtpunkte nicht stromdurchflossen
sind.
[0007] Ein weiterer Trend in der LED-Technologie besteht darin, LEDs unterschiedlicher Farben
in einer kompakten Baueinheit zusammenzufassen. Bekannt sind beispielsweise RGB-LEDs
- Rot/Gelb/Blau-LEDs -, bei denen in einen LED-Gehäuse drei LEDs mit den Farben rot,
gelb und blau integriert sind. Bei diesen RGB-LEDs ist es bauartbedingt nicht oder
nur schwer möglich, aufgrund einer Strommessung zu ermitteln, durch welche der drei
LEDs der Strom fließt. Dies ist jedoch erforderlich, um SIL3 oder SIL4 zu erreichen.
[0008] Mit RGB-LEDs ist es möglich, mehrere Farben in einem Lichtpunkt zu realisieren. Dabei
werden jedoch immer LEDs gleicher Farbe bestromt, so dass die Anzahl der darstellbaren
Farben auch die Anzahl verschiedenfarbiger LEDs begrenzt ist. Prinzipiell kann mit
RGB-LEDs jedoch eine Vielzahl von Farben, d. h. Farborten, erreicht werden, indem
gleichzeitig verschiedenfarbige LEDs bestromt oder mittels PWM - Pulsweitenmodulation
- angesteuert werden, wodurch sich Mischfarben ergeben. Diese Technologie wird bereits
für Beleuchtungs- und Anzeigezwecke verwendet. Aus der
DE 202 20 900
[0009] U1 ist eine Navigationsleuchte mit LEDs bekannt, die einen optischen Sensor zur Überwachung
des Farbortes und der Lichtstärke aufweist. Eine Adaption auf Signalgeber ist jedoch
problematisch, da wegen der sicherheitsrelevanten Bedeutung der Lichtsignale im Eisenbahnbetrieb
eine signaltechnisch sichere Überwachung sowohl der Lichtstärke als auch des Farbortes
erforderlich ist.
[0010] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein mehrfarbiges LED-Eisenbahnlichtsignal
anzugeben, das hohen Sicherheitsanforderungen genügt, wobei auch Mischfarben realisierbar
und hinsichtlich einer signaltechnisch sicheren Funktionsweise des Lichtsignals auswertbar
sein sollen.
[0011] Erfindungsgemäß wird die Aufgabe durch den Gegenstand nach Anspruch 1 gelöst.
[0012] Erst durch die sichere Erfassung der Umgebungsbedingungen, insbesondere der Umgebungstemperatur,
ist es möglich, RGB-LEDs für Lichtsignale mit sehr hohen Sicherheitsanforderungen,
insbesondere SIL3 oder SIL4, verwenden zu können. Auf farbspezifische Strommessungen,
die bei RGB-LEDs überhaupt nicht oder nur mit größten Schwierigkeiten möglich sind,
kann verzichtet werden. Aufgrund der Tendenz zu lichtstärkeren LEDs und gleichzeitig
sinkender Herstellungskosten ist es möglich, anstelle mindestens dreier einzelner
HLEDs unterschiedlicher Farben eine einzige RGB-LED einzusetzen. Die Farben können
außerdem signaltechnisch sicher gemischt werden.
[0013] Die sichere Überwachung basiert auf der Ansteuerung zur Erzeugung des geforderten
Farbortes und der sicheren Überwachung des von Umgebungsbedingungen abhängigen, tatsächlich
emittierten Lichts. Die Ansteuerung muss üblicherweise nicht sicherheitsrelevant erfolgen,
wobei das Gesamtsystem aber durch die signaltechnisch sichere Überwachung der erwarteten
Funktion als signaltechnisch sicher im Sinne von SIL3 oder SIL4 eingestuft werden
kann.
[0014] Vorzugsweise sind mindestens zwei unabhängige optische Sensoren vorgesehen. Dadurch
ist gewährleistet, dass Änderungen in einem Messkanal offenbart werden können. Die
Fehlererkennung kann zusätzlich durch ein Verfahren unterstützt werden, das die Soll-Helligkeit
geringfügig im tolerierbaren Bereich erhöht und erniedrigt. Wenn die in den mindestens
zwei Kanälen gemessene Ist-Helligkeit der Soll-Helligkeit erwartungsgemäß folgt, kann
von einem fehlerfreien System ausgegangen werden. Das gleiche Prinzip kann auch durch
Variation des Farbortes alternativ oder zusätzlich angewendet werden, wodurch noch
höhere Anforderungen an die Sicherheit realisierbar sind.
[0015] Durch eine geeignete Verknüpfung mit Außeneinflüssen, beispielsweise Temperatur oder
Umgebungslicht, können physikalische Eigenschaften von Bauelementen, z. B. deren Temperaturverhalten,
oder des Einsatzortes, z. B. hinsichtlich der Umgebungslichtverhältnisse, kompensiert
werden, so dass ein Rückmeldesignal an das Stellwerk gemeldet wird, welches direkt
mit dem Ansteuersignal zur Beaufschlagung des Signalgebers vergleichbar ist. Im Stellwerk
ist somit jederzeit eine zuverlässige Information über die ordnungsgemäße Funktion
des LED-Lichtsignals vorhanden.
[0016] Gemäß Anspruch 2 besitzt die Auswerteeinrichtung zusätzlich Mittel zum Vergleich
des Ist-Farbortes und/oder der Ist-Lichtstärke mit einem Soll-Farbort und/oder einer
Soll-Lichtstärke, wobei Abweichungen, die einen Schwellwert überschreiten, eine eigensichere
Reaktion auslösen. Die Rückmeldung an das Stellwerk kann dabei auf Basis der Überwachung
oder der eigensicheren Reaktion erfolgen.
[0017] Die Auswerteeinrichtung berechnet aus dem Ansteuersignal für den Signalgeber und
der spektralen Empfindlichkeit des optischen Sensors ein erwartetes Sensorsignal.
Dieses Soll-Sensorsignal wird mit dem erfassten Ist-Sensorsignal verglichen. Die Abweichung
wird bewertet, wobei ggf. eine eigensichere Reaktion, z. B. eine signaltechnisch sichere
Abschaltung, erfolgt. Im Fehlerfall sorgt die Auswerteeinrichtung dafür, dass eine
Bestromung nach dem Fail-Safe-Prinzip erfolgt, d. h. im Falle eines Lichtsignals für
die Signalbegriffsanzeige, dass das rote Haltsignal leuchtet.
[0018] Gemäß Anspruch 3 ist vorgesehen, dass der optische Sensor mehrere farbspezifische
Einzelsensoren aufweist. Der farbspezifische Einzelsensor registriert nur dann eine
Helligkeit des Signals bzw. eine Lichtstärke, wenn der Lichtpunkt mit der zugeordneten
Farbe angesteuert wurde. Fehler jeglicher Art werden leicht erkannt, da dann entweder
keiner der farbspezifischen Einzelsensoren oder ein Einzelsensor, der nicht der gewünschten
Farbe zugeordnet ist, ein Ausgangssignal erzeugt.
[0019] Der farbspezifische Einzelsensor kann beispielsweise mittels vorgeschalteter Farbfilter
realisiert werden. Auf diese Weise kann ein Helligkeitssensor verwendet werden, der
für den gesamten Farbbereich, d. h. für das gesamte sichtbare Lichtspektrum, ausgelegt
ist. Der dem Einzelsensor vorgeschaltete Farbfilter bewirkt, dass der Einzelsensor
nur auf eine bestimmte Farbe reagiert.
[0020] Der optische Sensor kann aber gemäß Anspruch 4 auch als Breitspektrumsensor ausgebildet
sein. In dem Fall muss das Ausgangssignal des optischen Sensors unter Berücksichtigung
der spektralen Empfindlichkeit des Sensors hinsichtlich der spektralen Zusammensetzung
ausgewertet werden.
[0021] Vorzugsweise ist der Sensor gemäß Anspruch 5 über einen Sensorverstärker und einen
A/D-Wandler mit der digitalen Auswerteeinrichtung, insbesondere einem Controller,
zur Ermittlung des Ist-Farbortes und der Ist-Lichtstärke verbunden. Der optische Sensor
erfasst das emittierte Licht. Der Sensorverstärker dient der Verstärkung und Kalibrierung
des Ausgangssignals des optischen Sensors. Durch die Kalibrierung können physikalische
Eigenschaften, beispielsweise die Empfindlichkeit des Sensors oder der Eingangsbereich
der Auswerteeinrichtung, ausgeglichen werden.
[0022] Durch den Empfindlichkeitsabgleich können die Ausgangssignale des optischen Sensors
derart normiert werden, dass direkt aus den Ausgangssignalen ein Rückschluss auf die
Farbanteile möglich ist. Die Abgleichwerte folgen aus den Eigenschaften des Sensors.
Vorzugsweise wird auch das Umweltverhalten, insbesondere das Temperaturverhalten,
des Sensors bei der Erzeugung des Abgleichsignals berücksichtigt.
[0023] Der Abgleich kann aber auch von dem Sensorverstärker auf die Auswerteeinrichtung
verlagert werden. Dabei wird ein Empfindlichkeitsprofil im Controller abgelegt. Der
Sensorverstärker kann dadurch vereinfacht werden. Durch die erforderliche höhere Dynamik
der Eingangswerte steigen jedoch die Anforderungen an den A/D-Wandler, der dem Controller
vorgeschaltet ist.
[0024] Durch geeignete Wahl des Auswerteverfahrens lassen sich sowohl schmalbandige Sensoren
gemäß Anspruch 3 als auch breitbandige Sensoren gemäß Anspruch 4 vorteilhaft verwenden.
[0025] Die Erfindung wird nachfolgend anhand figürlicher Darstellungen näher erläutert.
Es zeigen:
- Figur 1
- wesentliche Baugruppen eines erfindungsgemäßen LED-Lichtsignals,
- Figur 2
- eine erste Ausführungsform einer Überwachungseinrichtung gemäß Figur 1,
- Figur 3
- eine zweite Ausführungsform einer Überwachungseinrichtung gemäß Figur 1,
- Figur 4
- eine dritte Ausführungsform einer Überwachungseinrichtung gemäß Figur 1,
- Figur 5
- eine vierte Ausführungsform einer Überwachungseinrichtung gemäß Figur 1,
- Figur 6
- eine fünfte Ausführungsform einer Überwachungseinrichtung gemäß Figur 1 und
- Figur 7
- ein Berechnungsschema bezüglich des Soll-Sensorsignals für eine Überwachungseinrichtung
gemäß Figur 6.
[0026] Ein LED-Eisenbahnlichtsignal besteht im Wesentlichen aus einem Signalgeber 1, der
von einem Stellwerk 2 angesteuert 3 wird und Komponenten zur Lichtabstrahlung sowie
eine Überwachungseinrichtung 4 aufweist, welche über eine Rückmeldung 5 mit dem Stellwerk
2 verbunden ist.
[0027] Die von dem Stellwerk 2 an eine mit einem Temperatursensor 6 ausgestattete Ansteuereinrichtung
7 übermittelte Anforderung an den Signalgeber 1 beinhaltet Information über das geforderte
Signalbild des Signalgebers 1, insbesondere hinsichtlich Farbe und Lichtstärke. In
der Ansteuereinrichtung 7 wird die Anforderungsmeldung mit dem Ausgangssignal des
Temperatursensors 6 zur Erzeugung eines Soll-Signals 8 verknüpft, welches über einen
LED-Treiber 9 in drei Ansteuerungssignale für mindestens eine RGB-LED 10 umgesetzt
wird, wobei die RGB-LED 10 Einzel-LEDs 11, 12 und 13 in den Farben rot, gelb und blau
aufweist.
[0028] Die Farbe des über ein optisches System 14 ausgesendeten Lichts wird durch das relative
Verhältnis der drei Ansteuerungssignale für die Farben rot, gelb und blau definiert.
Das kann beispielsweise über eine Pulsweitenmodulation mit entsprechenden Puls/Pausen-Verhältnissen
in Verbindung mit einer Variation des jeweiligen LED-Stromes erfolgen. Die Lichtstärke
ergibt sich als Summe der Ansteuerungssignale.
[0029] Die Überwachungseinrichtung 4 besteht im Wesentlichen aus einem optischen Sensor
15, einem Sensorverstärker 16 und einer Auswerteeinrichtung 17. Der optische Sensor
15 erfasst das Licht der RGB-LED 10, während der Sensorverstärker 16 der Verstärkung
und Kalibrierung der Sensorwerte dient. Mittels Kalibrierung werden physikalische
Eigenschaften der Sensorik, beispielsweise spektrale Empfindlichkeit, ausgeglichen.
[0030] Die Auswerteeinrichtung 17 bestimmt aus den Signalen des Sensorverstärkers 16 die
Farbe und die Lichtstärke des ausgesendeten Lichts. Durch eine Verknüpfung bzw. Synchronisierung
mit dem von der Ansteuereinrichtung 7 erzeugten Soll-Signal 8 kann die Zuverlässigkeit
bzw. die Verfügbarkeit der Überwachung erhöht werden. Die Auswerteeinrichtung 17 ist
wie die Ansteuereinrichtung 7 mit einem Temperatursensor 18 versehen, so dass unter
Berücksichtigung der Umgebungstemperatur die Rückmeldung 5 des Zustandes des Signalgebers
1 an das Stellwerk 2 erfolgen kann. Möglich ist auch eine eigensichere Reaktion des
Signalgebers 1, z. B. eine Abschaltung, die in der Rückmeldung 5 enthalten sein kann.
[0031] Figur 2 zeigt eine Ausführungsform der Überwachungseinrichtung 4 mit einem optischen
Sensor 15.1, der farbspezifische, d. h. spektral schmalbandige, Einzelsensoren 19
für rot, 20 für gelb und 21 für blau beinhaltet. Die drei Ausgangssignale dieses Mehrfarbsensors
15.1 werden in einem dreikanaligen Sensorverstärker 16.1 derart abgeglichen, dass
aus den Signalen des Mehrfarbsensors 15.1 ein direkter Rückschluss auf die jeweiligen
Farbanteile der drei Kanäle möglich ist. Die Abgleichwerte folgen aus den Eigenschaften
des Mehrfarbsensors 15.1 und sind vorzugsweise in einem Controller der Auswerteeinrichtung
17 gespeichert. Wenn die Auswerteeinrichtung 17 mit Umgebungssensoren 22, beispielsweise
Temperatursensoren 18, beschaltet ist, kann das Abgleichsignal 23 zusätzlich das von
Umgebungsbedingungen abhängige Verhalten des Mehrfarbsensors 15.1 berücksichtigen.
[0032] Figur 3 zeigt eine Variante der Überwachungseinrichtung 4 gemäß Figur 2, bei der
der Empfindlichkeitsabgleich nicht im Sensorverstärker 16.1, sondern in der Auswerteeinrichtung
17.1 stattfindet. Der Aufbau des Sensorverstärkers 16 kann dadurch vereinfacht werden,
während durch höhere Dynamik der Eingangswerte der Auswerteeinrichtung 17.1 jedoch
die Anforderungen an dessen vorgeschalteten A/D-Wandler steigen.
[0033] Figur 4 veranschaulicht eine weitere Variante für eine Überwachungseinrichtung 4
gemäß Figur 1. Zusätzlich zu der Ausführungsform gemäß Figur 2 erfolgt hier eine Verknüpfung
des Messsignals mit dem von der Ansteuereinrichtung 7 abgezweigten Soll-Signal 8 Dadurch
ist in der Auswerteeinrichtung 17 eine Berechnung des zu erwartenden Signals des optischen
Mehrfarbsensors 15.1 möglich. Die Faktoren für die Berechnung ergeben sich aus den
spektralen Empfindlichkeiten des Mehrfarbsensors 15.1, d. h. aus sensorspezifischen
Eigenschaften und dem aus dem Soll-Signal 8 abgeleiteten Schaltzustand des Signalgebers
1. Auf diese Weise kann die Umrechnung des Sensorsignals in eine Farbinformation entfallen.
[0034] Diese Überwachungsvariante mit Soll/Ist-Vergleich ist in Figur 4 für eine Sensorverstärker/Auswerteeinrichtung-Baugruppe
16.1/17 nach Figur 2 und in Figur 5 für eine Sensorverstärker/Auswerteeinrichtung-Baugruppe
16/17.1 nach Figur 3 dargestellt.
[0035] Bei der in Figur 6 dargestellten Ausführungsform der Überwachungseinrichtung 4 ist
anstelle des Mehrfarbsensors 15.1 ein Breitspektrumsensor 15.2 vorgesehen. Dieser
erzeugt ein Ausgangssignal, welches einem einkanaligen Sensorverstärker 16.2 zugeführt
ist. Wie bei den Ausführungsformen der Figuren 4 und 5 berechnet die Auswerteeinrichtung
17 aus dem Soll-Signal 8 und der spektralen Empfindlichkeit des Breitspektrumsensors
15.2 ein erwartetes Sensorsignal. Dieses erwartete Signal wird mit dem erfassten Signal
des Breitspektrumsensors 15.2 verglichen. Eine Abweichung zwischen Soll- und Ist-Signal
wird in einem Voter 24 bewertet und der Rückmeldung 5 an das Stellwerk 2 zugeführt.
[0036] Figur 7 zeigt das Prinzip für die Berechnung des Soll-Signals 8 für den Breitspektrumsensor
15.2. Die Ansteuereinrichtung 7 erzeugt für die Farben rot rt, gelb ge und blau bl
PWM-Signale mit unterschiedlich langen Hell- und Dunkelphasen innerhalb einer konstanten
Periodendauer t. Die Periodendauer t liegt dabei unterhalb der Wahrnehmungsschwelle.
Durch zeitlich hoch aufgelöste Abtastung des gemessenen Sensorsignals in Kombination
mit synchroner Erfassung des Soll-Signals 8 ist eine ausgefallene oder geschwächte
Farbe bzw. LED erkennbar. Bei dem Beispiel gemäß Figur 7 müssen sich bei der Überwachung
ebenfalls die dargestellten Mischfarben für rot rt, gelb ge und blau bl als Summation
der jeweiligen Hellphasen der einzelnen Farben innerhalb der Periodendauer t ergeben.
1. LED-Eisenbahnlichtsignal mit einem Signalgeber (1) zur Erzeugung verschiedenfarbiger
Lichtpunkte, wobei der Signalgeber (1) wenigstens eine LED (10), mindestens einen
optischen Sensor (15, 15.1, 15.2) und eine digitale Auswerteeinrichtung (17, 17.1)
zur signaltechnisch sicheren Überwachung des Farbortes und der Lichtstärke der LED
(10) aufweist, wobei die Auswerteeinrichtung (17, 17.1) ein von Umgebungsbedingungen
abhängiges Rückmeldesignal (5) erzeugt und an ein Stellwerk (2) weiterleitet, wobei
stellwerkseitig ein Ansteuersignal (3) zur Beaufschlagung des Signalgebers (1) erzeugt
wird und Mittel zum Vergleich des Rückmeldesignals (5) mit dem Ansteuersignal (3)
vorgesehen sind,
dadurch gekennzeichnet, dass
die wenigstens eine LED eine RGB-LED - Rot(11)/Gelb(12)/Blau(13)-LED - zum Erzeugen
von Mischfarben ist, und
der Farbort und die Lichtstärke der Farbort und die Lichtstärke der erzeugten Mischfarben
sind.
2. LED- Eisenbahnlichtsignal nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Auswerteeinrichtung (17, 17.1) Mittel zum Vergleich des Ist-Farbortes und/oder
der Ist-Lichtstärke mit einem Soll-Farbort und/oder einer Soll-Lichtstärke aufweist,
wobei Abweichungen, die einen Schwellwert überschreiten, eine eigensichere Reaktion
auslösen.
3. LED-Eisenbahnlichtsignal nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Sensor (15.1) mehrere farbspezifische Einzelsensoren (19, 20, 21) aufweist.
4. LED-Eisenbahnlichtsignal nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Sensor als Breitspektrumsensor (15.2) ausgebildet ist.
5. LED- Eisenbahnlichtsignal nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Sensor (15, 15.1, 15.2) über einen Sensorverstärker (16, 16.1, 16.2) und einen
A/D-Wandler mit der Auswerteeinrichtung (17, 17.1) zur Ermittlung des Ist-Farbortes
und der Ist-Lichtstärke verbunden ist.
1. LED railway light signal comprising a signal generator (1) for generating variously
coloured light spots, wherein the signal generator (1) has at least one LED (10),
at least one optical sensor (15, 15.1, 15.2) and a digital evaluation device (17,
17.1) for monitoring the colour locus and the light intensity of the LED (10) reliably
in terms of signaling technology wherein the evaluation device (17, 17.1) generates
a feedback signal (5) dependent on environmental conditions and forwards said signal
to a signal box (2), wherein the signal box generates an activation signal (3) to
be applied to the signal generator (1), and means for comparing the feedback signal
(5) with the activation signal (3) are provided,
characterized in that
the at least one LED is an RGB LED - red (11)/yellow (12)/blue (13) LED - for generating
mixed colours, and the colour locus and the light intensity are the colour locus and
the light intensity of the mixed colours generated.
2. LED railway light signal according to Claim 1,
characterized in that the evaluation device (17, 17.1) has means for comparing the actual colour locus
and/or the actual light intensity with an intended colour locus and/or an intended
light intensity, wherein deviations which exceed a threshold value trigger an inherently
safe reaction.
3. LED railway light signal according to Claim 1 or 2,
characterized in that the sensor (15.1) has a plurality of colour-specific individual sensors (19, 20,
21).
4. LED railway light signal according to Claim 1 or 2,
characterized in that the sensor is designed as a wide-spectrum sensor (15.2).
5. LED railway light signal according to one of the preceding claims,
characterized in that the sensor (15, 15.1, 15.2) is connected via a sensor amplifier (16, 16.1, 16.2)
and an A/D converter to the evaluation device (17, 17.1) in order to determine the
actual colour locus and the actual light intensity.
1. Signal lumineux de chemin de fer DEL, comprenant un donneur (1) de signal, pour produire
des points lumineux de couleur différente, le donneur (1) de signal ayant au moins
une DEL (10), au moins un capteur (15, 15.1, 15.2) optique et un dispositif (17, 17.1)
numérique d'exploitation, pour le contrôle sécurisé en technique du signal, du lieu
de la couleur et de l'intensité lumineuse de la DEL (10), le dispositif (17, 17.1)
d'exploitation produisant un signal (5) en retour, qui dépend des conditions ambiantes,
et l'acheminant à un poste (2) d'aiguillage, dans lequel, du côté du poste d'aiguillage,
est produit un signal (3) de commande pour alimenter le donneur (1) de signal et il
est prévu des moyens de comparaison du signal (5) de retour au signal (3) de commande,
caractérisé en ce que
la au moins une DEL est une DEL RGB - DEL rouge (11)/jaune (12)/bleue (13) - pour
produire des couleurs mélangées et le lieu de la couleur et l'intensité lumineuse
sont le lieu de la couleur et l'intensité lumineuse des couleurs mélangées produites.
2. Signal lumineux de chemin de fer DEL suivant la revendication 1,
caractérisé en ce que
le dispositif (17, 17.1) d'exploitation a des moyens de comparaison, du lieu de la
couleur réelle et/ou de l'intensité lumineuse réelle à un lieu de la couleur de consigne
et/ou à une intensité lumineuse de consigne, des écarts qui dépassent une valeur de
seuil déclenchant une réaction intrinsèque de sécurisation.
3. Signal lumineux de chemin de fer DEL suivant la revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce que
le capteur (15.1) a plusieurs capteurs (19, 20, 21) individuels spécifiques à la couleur.
4. Signal lumineux de chemin de fer DEL suivant la revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce que
le capteur est constitué en capteur (15.2) à spectre large.
5. Signal lumineux de chemin de fer DEL suivant l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
le capteur (15, 15.1, 15.2) est, pour la détermination du lieu de la couleur réelle
et de l'intensité lumineuse réelle, relié au dispositif (17, 17.1) d'exploitation
par un amplificateur (16, 16.1, 16.2) de capteur et par un convertisseur A/D.