Gebiet der Erfindung
[0001] Die Erfindung betrifft eine Perforationsvorrichtung für eine klebefähige Halterung,
welche eine Klebefläche zur Aufnahme von Klebemittel aufweist, das ein Ankleben der
Halterung an eine Zielfläche ermöglicht.
[0002] Des Weiteren betrifft die Erfindung einen Satz aus mindestens einer Halterung mit
einer Klebefläche zur Aufnahme von Klebemittel, das ein Ankleben der Halterung an
eine Zielfläche ermöglicht, und einer Perforationsvorrichtung der genannten Art.
Hintergrund der Erfindung
[0003] Das Anbringen von beispielsweise Vorhangstangen oder anderen Einrichtungs- oder Haushaltsgegenständen
an Wandflächen erfolgt üblicherweise durch mittels Schrauben an der Wand befestigte
Halterungen. Für eine Befestigung solcher Halterungen mittels Schrauben sind jedoch
Bohrungen vorzunehmen, die nicht nur eine geeignete Ausrüstung erfordern (Bohrmaschine,
u.a. Schlagbohrer), sondern auch - gerade bei Wandstrukturen mit Hohlräumen, wie man
sie in Ziegelmauern oder bei Trockenbauweise findet, oder bei brüchigen Wandstrukturen
- eine gewisse Erfahrung bei der Benutzung dieser Ausrüstung. Im Bereich von Fenstern
können zudem Rolladenkästen usw. die Plazierung der Bohrlöcher erschweren. Zudem befinden
sich im Bereich über Fenstern oft aus Stahlbeton hergestellte Fensterstürze, welche
das Einbringen von Bohrungen besonders schwer machen. Desweiteren verursacht das Bohren
Lärm, Staub und Schmutz. Nach einem Entfernen solcher Halterungen bleiben die Bohrlöcher
zurück.
[0004] Die vorstehend erläuterten grundsätzlichen Schwierigkeiten wurden von der Anmelderin
bereits erkannt, Lösungen hierfür sind Gegenstand der
WO 2011/000469 A1, wobei auf deren Offenbarung hier durch ausdrückliche Bezugnahme zurückgegriffen
wird.
[0005] Die besagte
WO 2011/000469 A1 beschreibt das Anbringen einer Halterung, welche eine mit Klebemittel versehene Klebefläche
aufweist, an einer Zielfläche, wobei die Größe der Zielfläche der Größe der Klebefläche
der Halterung entspricht. Nach dem Ausbilden einer Anzahl von Vertiefungen in der
Zielfläche erfolgt ein Andrücken der mit Klebemittel versehenen Klebefläche der Halterung
an die mit den Vertiefungen versehene Zielfläche, wodurch die Halterung an dieser
angebracht wird. Das Ausbilden der Vertiefungen in der Zielfläche wird dabei vorgenommen
durch eine Perforationsvornchtung, die einen Grundkörper mit einer an die Größe der
Klebefläche der Halterung angepasste Grundfläche und eine Anzahl von an der Grundfläche
vorgesehenen Perforationselementen aufweist.
Zusammenfassung der Erfindung
[0006] Die Aufgabe der Erfindung ist es, eine verbesserte Perforationsvorrichtung der genannten
Art zu schaffen. Desweiteren soll auch ein Satz aus mindestens einer Halterung mit
einer Klebefläche zur Aufnahme von Klebemittel, das ein Ankleben der Halterung an
eine Zielfläche ermöglicht, und einer verbesserten Perforationsvorrichtung der genannten
Art geschaffen werden.
[0007] Erfindungsgemäß wird die Aufgabe gelöst durch eine Perforationsvorrichtung mit den
Merkmalen des Anspruchs 1. Weiter wird die Erfindung gelöst durch einen Satz mindestens
einer klebefähigen Halterung und einer Perforationsvorrichtung gemäß dem Anspruch
13.
[0008] Durch die Erfindung wird eine Perforationsvorrichtung zur Behandlung einer Zielfläche
für die Befestigung einer klebefähigen Halterung, welche eine Klebefläche zur Aufnahme
von Klebemittel aufweist, das ein Ankleben der Halterung an die Zielfläche ermöglicht,
geschaffen. Die Perforationsvorrichtung weist einen Grundkörper mit einer vorzugweise
an die Größe der Klebefläche der Halterung angepassten Grundfläche und eine Anzahl
von an der Grundfläche vorgesehenen Perforationselementen auf. Die Grundfläche der
Perforationsvorrichtung ist zumindest teilweise von einer Schneidkante umgeben, welche
ein Einschneiden des Umrisses der Zielfläche ermöglicht.
[0009] Weiterhin wird durch die Erfindung ein Satz aus mindestens einer Halterung, welche
eine Klebefläche zur Aufnahme von Klebemittel aufweist, das ein Ankleben der Halterung
an eine Zielfläche ermöglicht, und einer Perforationsvorrichtung geschaffen. Die Perforationsvorrichtung
weist einen Grundkörper mit einer an die Größe der Klebefläche der Halterung angepassten
Grundfläche und eine Anzahl von an der Grundfläche vorgesehenen Perforationselementen
auf. Die Grundfläche der Perforationsvorrichtung ist zumindest teilweise von einer
Schneidkante umgeben, welche ein Einschneiden des Umrisses der Zielfläche ermöglicht.
[0010] Weiterer bevorzugte Ausführungsformen und Weiterbildungen der Erfindung sind in der
nachfolgenden Beschreibung, den Zeichnungen und den abhängigen Ansprüchen angegeben.
Kurzbeschreibung der Zeichnungen
[0011] Die folgenden Figuren erläutern die Erfindung näher anhand von Ausfiihrungsbeispielen,
wobei:
Fig. 1 ein Ausführungsbeispiel einer klebefähigen Halterung in der Draufsicht bzw.
im Querschnitt zeigt;
Fig. 2 ein Ausführungsbeispiel einer klebefähigen Halterung gemäß Fig. 1 in einer
perspektivischen Ansicht zeigt;
Fig. 3a), b) und c) ein Ausführungsbeispiel einer Perforationsvorrichtung in der Draufsicht
bzw. in der Druntersicht bzw. in einer seitlichen Schnittansicht zeigt;
Fig. 4a) und b) ein Ausführungsbeispiel einer Perforationsvorrichtung in perspektivischer
Ansicht schräg von oben bzw. schräg von unten zeigt;
Fig. 5a) und b) eine Draufsicht bzw. eine seitliche Schnittansicht einer Perforationsvorrichtung
gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel der Erfindung zeigt;
Fig. 6a) und b) ein weiteres Ausführungsbeispiel einer Perforationsvorrichtung gemäß
der Erfindung in der Draufsicht bzw. in einer seitlichen Schnittansicht zeigt; und
Fig. 7 und Fig. 8 Draufsichten auf Perforationsvorrichtungen gemäß weiteren Ausführungsbeispielen
der Erfindung zeigen.
Detaillierte Beschreibung der Figuren
[0012] Vor der eigentlichen detaillierten Beschreibung der Figuren sollen noch allgemeine
Aspekte und Merkmale der klebefähigen Halterung und der Perforationsvorrichtung erläutert
werden.
[0013] Allgemein weist die klebefähige Halterung eine Klebefläche zur Aufnahme von Klebemittel
auf, das ein Ankleben der Halterung an eine Zielfläche ermöglicht.
[0014] Die Klebefläche befindet sich an einer Grundplatte der klebefähigen Halterung. Sie
kann kreisförmig ausgebildet sein, aber sie kann auch quadratisch oder rechteckig
sein.
[0015] Das Anbringen einer Halterung an einer Zielfläche, die typischerweise Teil einer
Wand oder Deckenfläche eines Gebäudeinnenraums oder an eine Gebäudeaussenwand, ist
oft von praktischen Schwierigkeiten begleitet. Bekanntermassen weisen Wand- und Deckenflächen
aus Mauerwerk, Beton, Holz oder dergleichen häufig mehrere Tapeten-und/oder Farbschichten
auf, die teilweise keinen ohne Weiteres zum zuverlässigen Kleben geeigneten, festen
Untergrund darstellen. Auch unter solch ungünstigen Bedingungen ist ein festes und
sicheres Anbringen von Halterungen wünschenswert.
[0016] Vorzugsweise sind die hier beschriebenen klebefähigen Halterungen dazu ausgelegt,
Haushalts- oder Einrichtungsgegenstände zu tragen. So halten in einer Ausführungsform
mindestens zwei Halterungen eine Vorhang oder Garderobenstange zwischen sich. In anderen
Ausführungsformen umfasst die Halterung einen Haken oder ähnliches, an den Haushaltsgegenstände
wie Handtücher oder Küchenutensilien gehängt werden können. Es ist auch denkbar, die
Halterung als Vorhangschiene auszubilden, die etwa über die Länge eines Fensters hinweg
verlaufend an der Decke angebracht wird.
[0017] Bei einigen Ausführungsformen der Halterung nimmt die Klebefläche ein Klebemittel
auf, das zum Beispiel in der Form einer Klebeschicht auf die Klebefläche aufgebracht
ist. Alternativ ist das Klebemittel beispielsweise punktweise über die Klebefläche
verteilt. Wird eine solche Klebemittelschicht bereits herstellerseitig auf die Klebefläche
aufgebracht, ist das auf der Klebefläche aufgebrachte Klebemittel häufig mit einer
abziehbaren Folie oder einem abziehbaren Papier abgedeckt, um ein versehentliches
Ankleben der Halterung oder eine Verschmutzung des Klebemittels zu verhindern. Bei
anderen Ausführungsformen, die beispielsweise ein schnell trocknendes Klebemittel
verwenden, wird das Klebemittel in einer Ausführungsform des erfindungsgemässen Verfahrens
erst unmittelbar vor dem Anbringen der Halterung an die Zielfläche auf die Klebefläche
aufgetragen.
[0018] Um grössere Mengen des Klebemittels aufnehmen zu können, weist die Klebefläche der
Grundplatte in einer Ausführungsform Rillen oder Vertiefungen auf. Bei einigen Ausführungsformen
wird zusätzlich ein Haftvermittler verwendet.
[0019] Da die Halterung vorzugsweise im Haushalts- und Einrichtungsbereich eingesetzt wird,
etwa um Vorhangstangen oder andere Einrichtungsgegenstände zu halten, wird vorzugsweise
ein Klebemittel verwendet, das auf normalen Gebäudewandflächen aus Mauerwerk, Rigips,
Beton, Holz oder dergleichen, die ggf. verputzt oder mit Fliesen, einer Tapete o.
ä. versehen sind, eine zufriedenstellende Klebeverbindung gewährleistet. Des Weiteren
hat es sich häufig als vorteilhaft erwiesen, beispielsweise ein wasser- oder wärmelösliches
oder abziehbares oder anderweitig lösbares Klebemittel zu verwenden, um ein rückstandsloses
Entfernen der Halterung von der Wand- oder Deckenfläche zu ermöglichen.
[0020] Wird beispielsweise ein wärmelösliches Klebemittel verwendet, kann das Klebemittel
durch gezielte Wärmeeinwirkung (wie sie beispielsweise mittels eines Föns ausgeübt
werden kann) geschmolzen und dadurch die Klebeverbindung gelöst werden.
[0021] Normalerweise ist die Klebefläche bzw. Grundplatte der Halterung rechteckig, länglich
oder rund ausgebildet. Eine runde Grundplatte macht eine exakte Ausrichtung mit Wasserwaage
o. ä. beim Ankleben an die Wand- oder Deckenfläche unnötig. Als Standardform ist eine
rechteckige Grundplatte häufig am einfachsten zu fertigen.
[0022] Jedoch kann die Grundplatte auch beliebige andere Formen aufweisen, die entsprechend
dem späteren Verwendungszweck sowie beispielsweise aus ästhetischen Gesichtspunkten
oder in Anpassung an räumliche Gegebenheiten gewählt werden. Meist weist die Grundplatte
- abhängig vom verwendeten Material - eine Dicke von einigen Millimetern bis zu einigen
Zentimetern auf: Ist die Grundplatte beispielsweise aus Metall oder Holz gefertigt,
reicht eine Dicke von wenigen Millimetern aus, um eine ausreichende Stabilität der
Grundplatte zu gewährleisten; Kunststoff- oder Glasgrundplatten werden -je nach verwendetem
Kunststoff - häufig etwas dicker ausgeführt.
[0023] Die Grundplatte ist nicht notwendigerweise eben ausgeführt; solange die Klebefläche
zum Anlegen an eine Zielfläche geeignet ist, steht ihrer keilförmigen oder beliebigen
abweichenden Ausgestaltung, beispielsweise auch in Anpassung an eine nicht ebene Zielfläche,
nichts im Wege.
[0024] Auf der Grundplatte ist gemäss einigen Ausführungsbeispielen ein Aufnahmeabschnitt
angeordnet, der zum Befestigen des zu haltenden Gegenstands an der Halterung dient.
Dieser Aufnahmeabschnitt stellt in der einfachsten Ausführungsform zum Beispiel einen
Haken, Bügel oder Knopf dar, an den ein Gegenstand, beispielsweise ein Handtuch oder
ein Dekorationselement wie ein Bild, gehängt werden kann, oder auch nur ein einfaches
Bohrloch o. ä., mit dessen Hilfe der zu haltende Gegenstand an der Halterung festgeschraubt
bzw. befestigt werden kann.
[0025] In anderen Ausführungsformen ist der Aufnahmeabschnitt dazu ausgelegt, ein zu haltendes,
stabförmiges Element (bzw. ein zu haltendes Element mit einem stabförmigen Abschnitt),
wie eine Vorhangstange, aufzunehmen. Dann kann es sich bei dem Aufnahmeabschnitt beispielsweise
um einen einige Zentimeter hohen Materialzylinder handeln, der mittig eine über seine
gesamte Höhe oder einen Teil seiner Höhe verlaufende Ausnehmung aufweist. Dadurch
entsteht ein Ring, welcher in seiner Mitte das zu haltende, stabförmige Element aufnehmen
kann. In Anpassung an die Querschnittsform des zu haltenden, stabförmigen Elements
kann der Aufnahmeabschnitt auch eine viereckige oder dreieckige oder beliebige andere
Form aufweisen. Bei der Auswahl der Form sind fertigungstechnische und ästhetische
Gesichtspunkte zu berücksichtigen. Bei einer solchen Ausgestaltung kann der Aufnahmeabschnitt
das zu haltende, stabförmige Element zum Beispiel in einer Steckverbindung aufnehmen.
Hierfür sind die Abmessungen von Aufnahmeabschnitt und stabförmigem Element vorzugsweise
derart aneinander angepasst, dass sich bei Herstellen der Steckverbindung ein fester
Sitz des stabförmigen Elements im Aufnahmeabschnitt ergibt. Beispielsweise weist der
Aufnahmeabschnitt eine Grösse auf, die handelsüblichen Abmessungen von zum Beispiel
Vorhangstangen entspricht.
[0026] Durch den festen Sitz bei Herstellung der Steckverbindung entfällt die Notwendigkeit
zusätzlicher Verschraubungen o. ä. zwischen dem stabförmigen Element und der Halterung.
Auf Grund der Reibkraft wird das stabförmige Element bei normaler Belastung auch ohne
weitere Befestigung zuverlässig im Aufnahmeabschnitt gehalten, ist aber unter Anwendung
einer entsprechenden, die Reibkraft überschreitenden Kraft einfach wieder aus dem
Aufnahmeabschnitt entfembar. Dabei sind die Abmessungen des Aufnahmeabschnitts bzw.
die Kraft, die für ein Herstellen oder Lösen der Steckverbindung notwendig ist, vorzugsweise
derart gewählt, dass das stabförmige Element manuell in den Aufnahmeabschnitt eingeführt
und aus ihm entfernt werden kann.
[0027] Um die Halterung noch sicherer zu machen und etwa ein Herausziehen des im Aufnahmeabschnitt
aufgenommenen Elements durch Kinder zu verhindern, ist in einer Ausführungsform eine
zusätzliche Verschraubung o. ä. des im Aufnahmeabschnitt aufgenommenen Elements mit
der Grundplatte oder dem Aufnahmeabschnitt möglich. In anderen Ausführungsbeispielen
wird eine sichere Verbindung zwischen Aufnahmeabschnitt und stabförmigem Element mittels
eines Bajonettverschlusses, einer Schraubverbindung o. ä. anstelle einer Steckverbindung
gewährleistet.
[0028] Der Aufnahmeabschnitt und die Grundplatte sind meist einstückig gefertigt oder beispielsweise
bereits werkseitig zusammengeschraubt oder zusammengeklebt. So ist bei der Aufhängung
des Gegenstands vor Ort kein Zusammenbau der Halterung mehr notwendig. Normalerweise
besteht der Aufnahmeabschnitt aus demselben Material wie die Grundplatte, obwohl auch
ein anderes Material verwendet werden kann.
[0029] Gemäss einem weiteren Ausführungsbeispiel ist der oben beschriebene, auf der Grundplatte
angeordnete Aufnahmeabschnitt nicht dazu ausgelegt, den zu haltenden Gegenstand direkt
aufzunehmen, sondern vielmehr ein oder mehrere vermittelnde Haltestücke, das/die wiederum
den zu haltenden Gegenstand hält/halten. So kann der Aufnahmeabschnitt eine Profilschiene
oder -leiste darstellen, in die passende Haltestücke eingehängt werden können, wie
dies bei Gardinenleisten der Fall ist. Diese passenden Haltestücke halten dann wiederum
die jeweiligen zu haltenden Gegenstände, beispielsweise in einer Klemm- oder Federverbindung.
[0030] In anderen Ausführungsformen kann auch das vermittelnde Haltestück stabförmig ausgebildet
sein und im Aufnahmeabschnitt der Halterung in einer Steckverbindung aufgenommen sein.
Der auf der Grundplatte angeordnete Aufnahmeabschnitt dieses Ausführungsbeispiels
unterscheidet sich lediglich dadurch von einem zuvor beschriebenen Aufnahmeabschnitt
für die direkte Aufnahme eines stabförmigen, zu haltenden Elements, dass seine Abmessungen
vorzugsweise an das Haltestück und nicht an das zu haltende Element angepasst sind.
Dadurch ergibt sich beispielsweise bei Herstellung einer Steckverbindung zwischen
Aufnahmeabschnitt und Haltestück ein fester Sitz des Haltstücks im Aufnahmeabschnitt,
ohne dass weitere Verschraubungen notwendig werden. Auch hier sind die Abmessungen
von Haltestück und Aufnahmeabschnitt vorzugsweise derart gewählt, dass das Haltestück
zur Herstellung der Steckverbindung unter Aufwendung einer - nicht zu grossen - Kraft
manuell in den Aufnahmeabschnitt eingeführt und aus ihm entfernt werden kann.
[0031] Alternativ werden auch hier Bajonettverschlüsse oder Schraubverbindungen anstelle
der Steckverbindung eingesetzt.
[0032] Für ein zuverlässiges Anbringen einer oben beschriebenen erfindungsgemäßen Halterung
an einer Wand- oder Deckenfläche wird die Zielfläche vor dem Kleben der Halterung
behandelt. Hierfür ist eine Perforationsvorrichtung zur Behandlung der Zielfläche
für die Befestigung einer klebefähigen Halterung vorgesehen, welche eine Klebefläche
zur Aufnahme von Klebemittel aufweist, das ein Ankleben der Halterung an die Zielfläche
ermöglicht. Mittels der Perforationsvorrichtung wird die Zielfläche der Wand- oder
Deckenfläche, an der die Halterung angebracht werden soll, mit mehreren Vertiefungen
oder Stanzungen, z.B. in Form von Löchern, Kerben, Schlitzen, oder dergleichen, versehen.
Auf diese Weise kann etwaiges Material wie lose Farbe, Tapete, Tapetenreste und/oder
Bestandteile eines Wandverputzes von der Zielfläche entfernt werden, so dass die die
Zielfläche einen festen Untergrund für das Kleben der Halterung bereit stellt.
[0033] Wird die Klebefläche der Halterung in einem nächsten Schritt auf die so präparierte
Zielfläche gedrückt, verteilt sich das auf der Klebefläche aufgebrachte Klebemittel
auf die Zielfläche und auf etwaige Vertiefungen, die je nach dem Material der Wand-
oder Deckenfläche eine mehr oder weniger starke Eindringtiefe haben. In Ausführungsbeispielen
mit weicheren Wandmaterialien sorgen die Vertiefungen zusätzlich für eine Vergrösserung
der Fläche, mit der das Klebemittel in Kontakt steht, wodurch wiederum die durch das
Klebemittel bereitgestellte Adhäsionskraft vergrössert wird.
[0034] Weil in manchen Ausführungsbeispielen die Vertiefungen oder Stanzungen z.B. als Löcher
durch eine oder mehrere Schichten (etwa Tapeten oder Farbschichten) der Wand- oder
Deckenfläche hindurchgehen, wird dadurch ein Ablösen der Tapeten oder Farbschichten
vom Untergrund erglicht, so dass die Halterung direkt auf den festen Untergrund Wand-oder
Deckenfläche geklebt werden kann. In anderen Ausführungsbeispielen steht das in den
Vertiefungen verteilte Klebemittel mit einer oder mehreren Schichten mit von der Untergrundoberfläche
verschiedener Struktur in Kontakt. Bevorzugt reichen die Vertiefungen so tief in die
Wandfläche hinein, dass das in den Vertiefungen verteilte Klebemittel mit der darunterliegenden
Grundwandfläche z.B. aus Mauerwerk, Rigips, Beton, Holz oder dergleichen, in Kontakt
gelangt. Gerade wenn die die Zielflächenoberfläche bildende Schicht schlechte Hafteigenschaften
aufweist, bieten daher die Vertiefungen die Möglichkeit, die besseren Hafteigenschaften
der darunterliegender Schichten und/oder der Grundfläche wenigstens teilweise zu nutzen.
Darüber hinaus verringern die Vertiefungen die Gefahr, dass die die Zielflächenoberfläche
bildende, oberste Schicht (zum Beispiel dann, wenn sie schlecht mit der darunterliegenden
Schicht verbunden ist) ein Gewicht nicht tragen kann, das an die Halterung gehängt
wird, und samt Halterung herunter bricht: Da das Klebemittel in den Vertiefungen verteilt
und so ggf. mit mehreren Schichten verbunden ist, verteilt sich nicht nur ein auf
die Halterung wirkendes Gewicht auf diese mehreren Schichten, sondern hält das Klebemittel
zudem die einzelnen Schichten zusammen.
[0035] Die Vertiefungen oder Stanzungen in der Zielfläche können mittels einer speziell
dazu ausgelegten Perforationsvorrichtung ausgebildet werden. Insbesondere weist eine
solche Perforationsvorrichtung ein oder mehrere Perforations-Elemente zum Ausbilden
der Vertiefungen bzw. Stanzungen in der Zielfläche auf. Beispielsweise handelt es
sich bei den Perforationselementen um scharfkantige Vorsprünge, spitze Stifte oder
nagelähnliche Elemente. Um Vertiefungen einer gewünschten Tiefe und eines gewünschten
Durchmessers auszubilden, weisen die Perforations-Elemente einen Durchmesser auf,
der dem gewünschten Durchmesser der Vertiefungen entspricht, sowie eine Länge, die
mindestens der gewünschten Tiefe der Vertiefungen, also normalerweise einige Millimeter,
entspricht.
[0036] In einer Ausführungsform umfasst die Perforationsvorrichtung eine Grundfläche, auf
der die Perforations-Elemente - vorzugsweise gleichmässig verteilt - angeordnet sind.
[0037] Beispielsweise sind auf einer Seite der Grundfläche die Perforations-Elemente angeordnet,
und die andere Seite der Grundfläche ist dazu ausgelegt, eine geeignete Aungriffsfläche
für eine Kraft passender Richtung zu bieten und diese Kraft dann auf die Perforations-Elemente
zu übertragen.
[0038] Beispielsweise ist diese Angriffsfläche flach ausgebildet. Ein Bediener kann dann
die Perforations-Elemente der Perforationsvorrichtung an die Zielfläche ansetzen und
etwa mit einem Hammer auf die andere Seite der Grundfläche schlagen, bis die Perforations-Elemente
in die Zielfläche, die ggf. auch Tapeten- und/oder Farbschichten aufweist, eindringen
und so Vertiefungen ausstanzen.
[0039] Nach der Perforation der Zielfläche und der ggf. Entfernung von Tapeten- und/oder
Farbresten wird die Klebefläche der Halterung auf die Zielfläche gedrückt, so dass
sich das Klebemittel verteilt und eine Klebeverbindung herstellt. Je nach gewähltem
Klebemittel muss der Druck in einer Ausführungsform über einen vorgegebenen Zeitraum
aufrechterhalten werden, so dass sich die Klebeverbindung (etwa durch Trocknen des
Klebemittels) festigen kann. In einer Ausführungsform, in der ein thermoplastisches
Klebemittel verwendet wird, wird das Klebemittel während des Andrückens beispielsweise
mittels eines Föns erwärmt.
[0040] Es wird auch ein Satz aus einer oben beschriebenen Halterung und einer oben beschriebenen
Perforationsvorrichtung bereitgestellt. Ein solcher Satz beinhaltet sozusagen die
Grundausstattung für das Anbringen einer oder mehrerer klebefähige Halterungen.
[0041] In einer Ausführungsform des Satzes sind Halterung und Perforationsvorrichtung aufeinander
abgestimmt. So kann beispielsweise die Grösse der Grundfläche der Perforationsvorrichtung
auf die Grösse der Klebefläche der Halterung abgestimmt werden: Wird etwa eine Grundfläche
gleicher Grösse wie die Klebefläche der Halterung gewählt, reicht - wie bereits beschrieben
- ein einzelner Perforationsvorgang aus, um die Zielfläche, an der die Halterung angebracht
werden soll, mit Vertiefungen zu versehen.
[0042] Alternativ ist die Grundfläche der Perforationsvorrichtung halb so gross wie die
Klebefläche, so dass die mit Vertiefungen zu versehende Zielfläche mit genau zwei
Perforationsvorgängen abgedeckt werden kann usw.
[0043] Desweiteren kann eine Abstimmung von Halterung und Perforationsvorrichtung eine gezielte
Auswahl der Form und/oder Grösse der Perforations-Elemente und damit der Form und/oder
Grösse der Vertiefungen in Anpassung an eine zu erreichende Tragkraft der Halterung
umfassen. Soll die Halterung beispielsweise zum Aufhängen schwerer Gegenstände dienen,
bietet es sich an, tiefere und/oder im Umfang grössere Vertiefungen (d. h. längere
und/oder grössere Perforations-Elemente) vorzusehen, um die oben beschriebenen Effekte
zu verstärken und so den Halt der Halterung zu verbessern; werden üblicherweise nur
leichte Gegenstände von der Halterung aufgenommen, reichen flache, kleine Vertiefungen
(d. h. kürzere und/oder kleinere Perforations-Elemente) aus.
[0044] In einer Ausführungsform umfasst der Satz zusätzlich eine portionierte, beispielsweise
luftdicht verpackte Menge eines Klebemittels, die kurz vor dem Andrücken der Halterung
an die Zielfläche auf die Klebefläche aufgebracht werden kann. Bei anderen Ausführungsformen
ist das Klebemittel bereits auf die Klebefläche der Halterung aufgebracht, etwa punktuell
oder als Schicht. Beispielsweise schützt eine Folie das Klebemittel, die vor dem Andrücken
an die Zielfläche abgezogen wird. Des Weiteren umfassen einige Ausführungsformen des
Satzes zusätzlich einen Schneidedraht zum Ablösen der angeklebten Halterung: Soll
die Halterung von der Zielfläche abgelöst werden, fasst man diesen Schneidedraht an
seinen beiden Enden, setzt ihn dort an, wo das (obere) Ende der Halterung an die Zielfläche
anliegt, und zieht ihn hinter der Halterung nach unten, ggf. unter Hin- und Herbewegungen
in der Art eines Sägevorgangs. Vorzugsweise ist der Draht dünn ausgebildet, damit
er einfacher hinter der Halterung entlang bewegt werden kann; in einigen Ausführungsformen
weist er eine Schneidekante auf, die das Trennen von Halterung und Zielfläche erleichtert.
[0045] Um eine flexible Verwendung einer Halterung für verschiedene Gegenstände zu ermöglichen,
umfasst der Satz in einer Ausführungsform zusätzlich ein oder mehrere der oben beschriebenen
Haltestücke. Beispielsweise werden hierfür Haltestücke mit unterschiedlich grossen
oder unterschiedlich geformten weiteren Aufnahmeabschnitten verwendet, die alle in
einen auf der Grundplatte angeordneten Aufnahmeabschnitt in einer Steckverbindung
o.a. aufgenommen werden können bzw. in Bezug auf ihre Abmessungen alle zu dem an der
Grundplatte angeordneten Aufnahmeabschnitt passen. Alternativ werden dem erfindungsgemässen
Satz mehrere identische Haltestücke mitgegeben, etwa wenn der Aufnahmeabschnitt mehrere
Haltestücke aufnehmen kann, wie dies bei Gardinenschienen der Fall ist.
[0046] Hinsichtlich der klebefähigen Halterung als solcher wird nochmals auf die bereits
eingangs genannte
WO 2011/00469 A1 der Anmelderin verwiesen, auf deren Inhalt hier durch Bezugnahme zurückgegriffen
wird.
[0047] In einer Ausführungsform weist die Perforationsvorrichtung zur Behandlung einer Zielfläche
für die Befestigung der klebefähigen Halterung einen Grundkörper mit einer an die
Größe der Klebefläche der Halterung angepassten Grundfläche und eine Anzahl von an
der Grundfläche vorgesehenen Perforationselementen auf, wobei die Grundfläche der
Perforationsvorrichtung zumindest teilweise von einer Schneidkante umgeben ist, welche
ein Einschneiden des Umrisses der Zielfläche ermöglicht. Hierdurch wird die Zielfläche
definiert und etwaige Tapeten- und/oder Farbschichten werden ebenfalls eingeschnitten
und können besser von der Zielfläche entfernt werden.
[0048] Gemäß einem Ausführungsbeispiel kann die Grundfläche kreisförmig ausgebildet sein
und die Schneidkante die Grundfläche kreisförmig zumindest teilweise umgeben. Hierdurch
können etwaige Tapeten- und/oder Farbschichten durch eine Drehbewegung der Perforationsvorrichtung
gestanzt bzw. ausgeschnitten und in manchen Ausführungsbeispielen durch die mechanische
Einwirkung der Perforationselemente von der Zielfläche zumindest weitgehend entfernt
werden.
[0049] Alternativ kann die Grundfläche der Perforationsvorrichtung, wie auch die Klebefläche
der klebefähigen Halterung, quadratisch oder rechteckig sein.
[0050] Bei einer Perforationsvorrichtung, bei der die Grundfläche kreisförmig ausgebildet
ist, kann eine Handhabe vorgesehen sein, durch welche die Perforationsvorrichtung
um die Achse der kreisförmigen Grundfläche verdrehbar ist.
[0051] Die Handhabe kann als ein sich von der Grundfläche radial auswärts erstreckender
Stiel ausgebildet sein.
[0052] Gemäß einer Ausführungsform ist an der Perforationsvorrichtung eine Kraftangriffsfläche
zur Aufnahme einer die Grundfläche mit den Perforationselementen gegen die Zielfläche
beaufschlagenden Kraft vorgesehen sein.
[0053] Gemäß einer Ausführungsform ist die Kraftangriffsfläche durch eine an der Rückseite
der Perforationsvorrichtung vorgesehene Ambossfläche gebildet.
[0054] Alternativ kann die Kraftangriffsfläche durch eine an der Rückseite der Perforationsvorrichtung
vorgesehene Handhabe gebildet sein.
[0055] Gemäß einer Ausführungsform der Perforationsvorrichtung kann eine gemeinsame Handhabe
vorgesehen sein, durch welche die Perforationsvorrichtung um eine Mittelachse der
kreisförmigen Grundfläche verdrehbar und zur Aufnahme der die Grundfläche mit den
Perforationselementen an die Zielfläche beaufschlagenden Kraft vorgesehen sein.
[0056] Die Perforationselemente können durch scharfkantige Vorsprünge oder durch Stifte
oder Schneiden oder Nägel gebildet sein, welche von der Grundfläche ausgehen.
[0057] Gemäß einer Ausführungsform ist der Grundkörper der Perforationsvorrichtung durch
ein Stahlblech gebildet und die scharfkantigen Vorsprünge sind vorgesehen, indem sie
durch das Blech geschlagen sind.
[0058] Dabei können die durch das Blech geschlagenen Vorsprünge scharfkantige Zähne aufweisen,
welche durch die Ränder des Blechs gebildet sind.
[0059] Der Grundkörper der Perforationsvorrichtung kann durch ein Spritzguss- oder Druckgussteil
gebildet sein und die scharfkantigen Vorsprünge können an die Grundfläche desselben
angegossen sein.
[0060] Die Vorsprünge können einen Durchmesser von ungefähr 2,5 bis 8 mm, vorzugsweise 4
bis 6 mm aufweisen.
[0061] Die Vorsprünge können eine Höhe von ungefähr 1,5 bis 6 mm, vorzugsweise 2 bis 4 mm
aufweisen.
[0062] Gemäß einer Ausführungsform der Perforationsvorrichtung ist es vorgesehen, dass die
scharfkantigen Vorsprünge eine Fläche von 20 bis 80%, vorzugsweise 30 bis 50% der
Grundfläche bedecken.
[0063] Die Erfindung umfasst auch einen Satz aus mindestens einer klebefähigen Halterung,
welche eine Klebefläche zur Aufnahme von Klebemittel aufweist, das ein Ankleben der
Halterung an eine Zielfläche ermöglicht, sowie eine Perforationsvorrichtung der genannten
Art.
[0064] Die Fig. 1a) und b) und Fig. 2 zeigen in der Draufsicht bzw. in einer Querschnittsansicht
bzw. in einer perspektivischen Ansicht eine klebefähige Halterung 1, welche eine Klebefläche
2a zur Aufnahme von Klebemittel 6 aufweist, das ein Ankleben der Halterung 1 an eine
Zielfläche 6a ermöglicht. Mit Hilfe der Klebeschicht 6 kann die Halterung 1 an einer
Wandfläche 10, sei es im Innenbereich oder im Außenbereich, eines Gebäudes befestigt
werden. Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist eine Grundplatte 2 der Halterung
1 großflächig und rund ausgebildet.
[0065] In der Grundplatte 2 kann ein Durchgangsloch 8 vorgesehen sein, in welches ein Befestigungselement
7, das nach Art eines Nagels oder einer Niete ausgebildet sein kann, eingeführt werden
kann.
[0066] Wie in Fig. 2 durch den Pfeil schematisiert dargestellt, wird die klebefähige Halterung
1 an der Zielfläche 6a der Wand, Decke o.ä. 10 positioniert, durch Anpressen mittels
der Klebeschicht an dieser befestigt und zusätzlich durch das Befestigungselement
7, z.B. einem kurzen Nagel, festgelegt, indem letzteres beispielsweise mit Hilfe eines
Hammers durch das Loch 8 in die darunterliegende Zielfläche 6a eingeschlagen wird.
Dabei wird der Nagel zusätzlich verklebt, indem der Nagel zunächst ohne Kleber in
die Wand eingeschlagen, sodann wieder heraus gezogen und schließlich in das Nageloch
zusammen mit Kleber erneut eingeführt wird.
[0067] In anderen nicht gezeigten Ausführungsformen weist die Halterung kein Durchgangsloch
8 auf und wird ausschließlich an die Wand geklebt, ohne zusätzliche mechanische Befestigung
durch ein Befestigungselement 7.
[0068] In den Fig. 3 und 4 ist eine Perforationsvorrichtung 100 gemäß einem Ausführungsbeispiel
dargestellt. Die Perforationsvorrichtung 100 dient zum Vorbereiten der Zielfläche
6a an der Wandfläche zur Befestigung der Halterung in der Weise, dass darauf befindliche
Wandfarbe, schlecht haftende Farbschichten, Tapeten, ggf. in mehreren Lagen, oder
Tapetenrückstände oder bröckliger Putz o. ä. perforiert, gestanzt, abgerieben, geglättet
oder in sonstiger Weise in einen solchen Zustand versetzt entfernt wird, dass das
Klebemittel 6 eine zuverlässige Verbindung der klebefähigen Halterung 1 an der Zielfläche
6a bewirken kann.
[0069] Die in den Fig. 3 und 4 dargestellte Perforationsvorrichtung 100 verfügt über einen
Grundkörper 120 mit einer Grundfläche 121, die an die Größe der Klebefläche 2a der
Halterung 1 angepasst ist. Bei dem in den Fig. 3 und 4 dargestellten Ausführungsbeispiel
ist der Grundkörper 120 der Perforationsvorrichtung 100 kreisförmig ausgebildet, wie
auch die Grundplatte 2 der in den Fig. 1 und 2 dargestellten-klebefähigen Halterung
1.
[0070] An der Grundfläche 121 der Perforationsvorrichtung 100 sind eine Anzahl von Perforationselementen
122 vorgesehen, welche über die Grundfläche 121 verteilt sind und die dazu dienen,
die Zielfläche 6a in der vorher beschriebenen Weise zu perforieren, zu reiben, zu
stanzen und/oder zu glätten.
[0071] Die Grundfläche 121 der Perforationsvorrichtung 100 ist an ihrem Umfang von einer
Schneidkante 124 umgeben, welche dazu vorgesehen ist, den Umriss der Zielfläche 6a
einzuschneiden, wenn die Perforationsvorrichtung 100 gegen die Zielfläche 6a gepresst
oder gedrückt wird, wie in Fig. 3 c) schematisiert durch den Pfeil dargestellt. Durch
die Schneidkante 124 wird somit die Zielfläche 6a mit einem definierten Umriss versehen,
wobei Material wie lose Farbe, Tapete, Tapetenreste und/oder Bestandteile eines Wandverputzes
durchtrennt und damit in definierter Weise entfernbar gemacht werden.
[0072] Bei dem in den Fig. 3 und 4 dargestellten Ausführungsbeispiel der Perforationsvorrichtung
100 ist der Grundkörper 120 derselben durch ein Blech gebildet und die Perforationselemente
122 sind in Form von scharfkantigen Vorsprüngen vorgesehen, welche durch das Blech
geschlagen sind. Die dabei freiwerdenden Ränder des Blechs bilden an den Vorsprüngen
122 scharfkantige Zähne 122a, wie in der Querschnittsdarstellung von Fig. 3c) erkennbar.
[0073] Wie die Untersicht der Perforationsvorrichtung 100 in Fig. 3b) erkennen lässt, ist
die Schneidkante 124 so ausgebildet, dass sie die Grundfläche 121 kreisförmig teilweise
umgibt.
[0074] Weiter ist an der Perforationsvorrichtung 100 eine Handhabe in Form eines sich von
der kreisförmigen Grundfläche 121 radial auswärts erstreckenden Stiels 125 vorgesehen,
durch welche die Perforationsvorrichtung 100 gehalten, an der Zielfläche 6a positioniert
und bei Bedarf wie in Fig. 3a) durch den Doppelpfeil schematisiert dargestellt, um
die Achse der kreisförmigen Grundfläche 121 verdrehbar ist, hin und her, wie durch
den Doppelpfeil angedeutet, so dass die Schneidkante 124 in die Zielfläche 6a einschneiden
kann. Ferner kann durch die Drehbewegung und die mechanische Einwirkung der Perforationselemente
122 etwaiges Material wie lose Farbe, Tapete, Tapetenreste und/oder Bestandteile eines
Wandverputzes besser von der Zielfläche entfernt werden.
[0075] Die Perforationsvorrichtung 100 bildet an der Rückseite der Grundfläche 121 eine
Kraftangriffsfläche 123 in Form einer Ambossfläche. Auf diese Ambossfläche 123 kann
beispielsweise mit dem Handballen eine Anpresskraft gegen die Zielfläche 6a ausgeübt
werden oder es kann mit Hilfe eines Hammers, insbesondere eines Gummihammers o.ä.
auf die Ambossfläche 123 geschlagen werden, um die vorgesehene Wirkung der Perforationsvorrichtung
100 zu erreichen.
[0076] Anstelle der in den Fig. 3 und 4 gezeigten Ausbildung der Perforationsvorrichtung
100 mit einer kreisförmigen Grundfläche 121 kann die Grundfläche der Perforationsvorrichtung
abweichend beispielsweise auch quadratisch oder rechteckig ausgeführt sein, wie in
den Fig. 7 und 8 dargestellt. In Fig. 7 ist die Grundfläche 221 quadratisch, in Fig.
8 ist die Grundfläche 321 rechteckig. Die Schneidkante 224 bzw. 324 umgibt dementsprechend
die Grundfläche 221 bzw. 321 dem quadratischen bzw. rechteckigen Umriss folgend. Im
Falle einer solchermaßen ausgebildeten Grundfläche 221 bzw. 321 würde wiederum eine
Andrück- bzw. Anpresskraft auf die Perforationsvorrichtung ausgeübt werden, für ein
Verdrehen ähnlich der in Fig. 3a) gezeigten Weise fehlt jedoch die Eignung.
[0077] Die Fig. 5 und 6 zeigen weitere Ausführungsbeispiele von Perforationsvorrichtungen
200 bzw. 300.
[0078] Bei diesen Perforationsvorrichtungen 200 bzw. 300 ist die Kraftangriffsfläche, welche
zur Aufnahme einer Anpresskraft gegen die Zielfläche 6a dient, durch eine an der Rückseite
der Perforationsvorrichtung 200; 300 vorgesehene Handhabe 223 bzw. 325 gebildet.
[0079] Bei dem in Fig. 5 gezeigten Ausführungsbeispiel ist die für die Aufnahme der Anpresskraft
vorgesehene Handhabe 223 unabhängig ausgebildet von einer in Form eines Stiels 225,
ähnlich wie bei dem Ausführungsbeispiel der Fig. 1 bis 3, sich nach radial auswärts
erstreckenden Handhabe.
[0080] Bei dem in Fig. 6 gezeigten Ausführungsbeispiel dagegen ist eine gemeinsame Handhabe
325 vorgesehen, durch welche die Perforationsvorrichtung 300 um eine Mittelachse der
kreisförmigen Grundfläche 121 verdrehbar und welche zur Aufnahme der die Grundfläche
121 gegen die Zielfläche 6a beaufschlagenden Kraft vorgesehen ist.
[0081] In den Fig. 5 und 6 sind die Perforationsvorrichtungen 200; 300 jeweils in einer
Draufsicht a) bzw. in einer geschnittenen Seitenansicht b) dargestellt.
[0082] Der Grundkörper 220; 320 der Perforationsvorrichtungen 200; 300 ist bei den in den
Fig. 5 bzw. 6 dargestellten Ausführungsbeispielen durch ein Spritzguss- oder Druckgussteil
gebildet, welches aus Kunststoff oder einer Metalllegierung bestehen kann.
[0083] Die scharfkantigen Vorsprünge 222 sind an die Grundfläche 221; 321 angegossen und
können an ihrer Fläche oder an ihrem Umfang mit Zähnen versehen sein, wie in Fig.
6b) angedeutet.
[0084] Die scharfkantigen Vorsprünge 122; 222 der Perforationsvorrichtung 100; 200; 300
haben beispielsweise einen Durchmesser von ungefähr 2,5 bis 8 mm, sie können vorzugsweise
einen Durchmesser von 4 bis 6 mm haben.
[0085] Die Höhe der Vorsprünge 122; 222 kann beispielsweise ungefähr 1,5 bis 6 mm haben,
vorzugsweise kann sie 2 bis 4 sein.
[0086] Die scharfkantigen Vorsprünge 122; 222 können beispielsweise eine Fläche von ungefähr
20 bis 80% der Grundfläche 121 bedecken.
[0087] Gemäß einem Ausführungsbeispiel ist ein Satz vorgesehen, der aus einer oder mehreren
klebefähigen Halterungen 1 und einer Perforationsvorrichtung 100; 200; 300 besteht.
Durch einen solchen Satz ist der Anwender in die Lage versetzt, alle zum Anbringen
der klebefähigen Halterung 1, typischerweise mehrerer solcher klebefähigen Halterungen
1, beispielsweise beim Anbringen einer Vorhangstange an einer Wand, nötigen Arbeitsgänge
durchzuführen.
1. Perforationsvorrichtung zur Behandlung einer Zielfläche für die Befestigung einer
klebefähigen Halterung (1), welche eine Klebefläche (2a) zur Aufnahme von Klebemittel
(6) aufweist, das ein Ankleben der Halterung (1) an die Zielfläche (6a) ermöglicht,
wobei die Perforationsvorrichtung (100; 200; 300) einen Grundkörper (120; 220; 320)
mit einer Grundfläche (121) und einer Anzahl von an der Grundfläche (121) vorgesehenen
Perforationselementen (122; 222) aufweist, und wobei die Grundfläche (121) der Perforationsvorrichtung
(100; 200; 300) zumindest teilweise von einer Schneidkante (124; 224; 324) umgeben
ist, welche ein Einschneiden des Umrisses der Zielfläche (6a) ermöglicht.
2. Perforationsvorrichtung nach Anspruch 1, bei der die Grundfläche (121) an die Größe
der Klebefläche (2a) der Halterung (1) angepasst und kreisförmig ausgebildet ist und
die Schneidkante (124) die Grundfläche (121) kreisförmig zumindest teilweise umgibt.
3. Perforationsvorrichtung nach Anspruch 2, bei der eine Handhabe (125; 225) vorgesehen
ist, durch welche die Perforationsvorrichtung (100; 200; 300) um die Achse der kreisförmigen
Grundfläche (121) verdrehbar ist.
4. Perforationsvorrichtung nach Anspruch 3, bei der die Handhabe als ein sich von der
kreisförmigen Grundfläche (121) radial auswärts erstreckender Stiel (125; 225) ausgebildet
ist.
5. Perforationsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, bei der eine Kraftangriffsfläche
(123; 223; 325) zur Aufnahme einer die Grundfläche (121) mit den Perforationselementen
(122; 222) gegen die Zielfläche (6a) beaufschlagenden Kraft vorgesehen ist.
6. Perforationsvorrichtung nach Anspruch 5, bei der die Kraftangriffsfläche durch eine
an der Rückseite der Perforationsvorrichtung (120) vorgesehene Ambossfläche (123)
gebildet ist.
7. Perforationsvorrichtung nach Anspruch 5, bei der die Kraftangriffsfläche durch eine
an der Rückseite der Perforationsvorrichtung (200; 300) vorgesehene Handhabe (223;
325) gebildet ist.
8. Perforationsvorrichtung nach Anspruch 7 in Verbindung mit Anspruch 3, bei der eine
gemeinsame Handhabe (325) vorgesehen ist, durch welche die Perforationsvorrichtung
(300) um eine Mittelachse der kreisförmigen Grundfläche (121) verdrehbar und zur Aufnahme
der die Grundfläche (121) mit den Perforationselementen (122; 222) an die Zielfläche
(6a) beaufschlagenden Kraft vorgesehen ist.
9. Perforationsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, bei der die Perforationselemente
durch von der Grundfläche (121) ausgehende scharfkantige Vorsprünge (122; 222) gebildet
sind.
10. Perforationsvorrichtung nach Anspruch 9, bei der der Grundkörper der Perforationsvorrichtung
(120) durch ein Stahlblech gebildet ist und die scharfkantigen Vorsprünge (122) durch
das Blech hindurch durchgehend geschlagen sind.
11. Perforationsvorrichtung nach Anspruch 10, bei der die Durchbrüche (122) durch Ränder
des Blechs gebildete scharfkantige Zähne (122a) aufweisen.
12. Perforationsvorrichtung nach Anspruch 5, 6 oder 7 oder nach einem der Ansprüche 9
bis 11, bei der die Grundfläche (221; 321) quadratisch oder rechteckig ist und an
eine quadratische oder rechteckige Klebefläche der Halterung angepasst ist.
13. Satz aus mindestens einer Halterung, welche eine Klebefläche (2a) zur Aufnahme von
Klebemittel (6) aufweist, das ein Ankleben der Halterung (1) an eine Zielfläche (6a)
ermöglicht, und einer Perforationsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12.
14. Satz nach Anspruch 13, wobei die Halterung (1) eine Grundplatte (2) aufweist, deren
eine Seite die Klebefläche bildet, und auf deren anderer Seite ein Aufnahmeabschnitt
(4) zur Aufnahme eines stabförmigen Elements oder eines Haltestücks für ein stabförmiges
Element in einer lösbaren Verbindung, z.B. einer Steckverbindung, einer Schraubverbindung
oder einer Bajonettverbindung, angeordnet ist.
15. Satz nach Anspruch 13 oder 14, bei welcher das Klebemittel zum Ankleben der Halterung
(1) an eine Gebäudeinnen-, Gebäudeaussenwand oder -decke geeignet ist, deren Oberfläche
beispielsweise Mauerwerk, Rigips, Fliesen, Beton, Putz oder Tapete aufweist.
16. Satz nach einem der Ansprüche 13 bis 15, wobei die Halterung (1) zum Halten von Vorhangstangen
oder anderen Einrichtungs- oder Haushaltsgegenständen an Innen- und Außenwandflächen
ausgebildet ist.
17. Satz nach einem der Ansprüche 13 bis 16, wobei die Halterung (1) in der Grundplatte
(2) eine Bohrung (8) aufweist, in welche ein Befestigungselement (7) zum Eindringen
in die Zielfläche eingeführt werden kann.