[0001] Die Erfindung betrifft ein Reinigungsgerät, insbesondere ein Hochruckreinigungsgerät,
mit den Merkmalen des Oberbegriffes von Patentanspruch 1.
[0002] Reinigungsgeräte weisen häufig einen Grundkörper auf, auf dem ein Antriebsmotor gehalten
ist, der ein Reinigungswerkzeug, das eine zu reinigende Bodenfläche kontaktiert, oder
beispielsweise auch eine Pumpe antreibt. Mittels der Pumpe kann eine Reinigungsflüssigkeit,
insbesondere Wasser, unter Druck gesetzt werden, so dass die unter Druck gesetzte
Reinigungsflüssigkeit auf eine Fläche gerichtet werden kann, um diese zu reinigen.
Häufig sind am Grundkörper noch weitere Aggregate gehalten, beispielsweise eine Heizung,
mit der die Reinigungsflüssigkeit erwärmt werden kann, oder auch ein Saugaggregat,
mit dem Sauggut in einen Schmutzbehälter eingesaugt werden kann. Am Grundkörper ist
eine Haube mit Hilfe von mindestens einem Scharnier schwenkbar gelagert, so dass die
Haube zwischen einer Schließstellung und einer Offenstellung hin und her geschwenkt
werden kann. Die Haube bildet eine Abdeckung oder einen Deckel, der in seiner Schließstellung
die am Grundkörper gehaltenen Aggregate zumindest teilweise abdeckt. Beispielsweise
zu Wartungszwecken kann die Haube in ihre Offenstellung geschwenkt werden. Der Schwenkbereich
kann sich hierbei über mehr als 90° erstrecken, insbesondere kann der Schwenkbereich
der Haube mindestens 180° betragen.
[0003] Aus der Veröffentlichung
EP 0 116 870 A2 ist ein Staubsauger mit den Merkmalen des Oberbegriffes von Patentanspruch 1 bekannt.
Der Staubsauger weist ein Gehäuseteil mit einem Aufnahmeraum auf, der von einem Deckel
verschließbar ist. Der Deckel ist mit Hilfe eines Scharniers am Gehäuseteil schwenkbar
gelagert. Das Scharnier weist einen in der Schließstellung des Deckels von außen nicht
sichtbaren Schwenkarm auf, der relativ zum Gehäuseteil um eine erste Schwenkachse
verschwenkt werden kann. Am Schwenkarm ist der Deckel um eine parallel zur ersten
Schwenkachse ausgerichtete zweite Schwenkachse schwenkbar gelagert. Das Scharnier
weist erste und zweite Arretierungseinrichtungen auf. Mittels einer ersten Arretierungseinrichtung
kann der Deckel relativ zum Schwenkarm arretiert und freigegeben werden, und mittels
der zweiten Arretierungseinrichtung kann der Schwenkarm relativ zum Gehäuseteil arretiert
und freigegeben werden.
[0004] Aus der Veröffentlichung
FR 2 405 626 A7 ist ein zweiteiliger Scharnierbausatz bekannt für die Schwenktür eines Gehäuses.
Jeder Teil des Scharnierbausatzes weist einen am Gehäuse anbaubaren Lagerbock und
eine an der Tür anbaubare Scharnierplatte auf. Der Lagerbock umfasst einen Steuerzapfen
und einen Lagerschlitz und die Scharnierplatte umfasst einen Lagerzapfen und eine
Steuerkurve. Bei zusammengesetztem Bausatz greift der Lagerzapfen in den Lagerschlitz
und der Steuerzapfen greift in die Steuerkurve. Der Lagerschlitz hat ebenso wie die
Steuerkurve eine bogenförmige Ausgestaltung.
[0005] Aufgabe der Erfindung ist es, ein Reinigungsgerät der gattungsgemäßen Art derart
weiterzubilden, dass sich das mindestens eine Scharnier in die Außenkontur der Haube
und des Grundkörpers einfügt und die Haube um mehr als 90° verschwenkt werden kann,
wobei der Schwenkwinkelbereich des Schwenkarms begrenzt werden kann.
[0006] Diese Aufgabe wird durch ein Reinigungsgerät mit den Merkmalen von Patentanspruch
1 gelöst.
[0007] Beim erfindungsgemäßen Reinigungsgerät kommt mindestens ein Scharnier zum Einsatz,
das einen in der Schließstellung der Haube von außen nicht sichtbaren Schwenkarm aufweist.
Der optische Eindruck des Reinigungsgerätes wird dadurch in der Schließstellung der
Haube durch das mindestens eine Scharnier nicht beeinträchtigt. Der Schwenkarm ist
relativ zum Grundkörper um eine erste Schwenkachse schwenkbar. Am Schwenkarm ist die
Haube um eine parallel zur ersten Schwenkachse ausgerichtete zweite Schwenkachse schwenkbar
gelagert. Bei der Öffnungsbewegung der Haube kann somit zunächst der Schwenkarm zusammen
mit der an ihm gelagerten Haube um die erste Schwenkachse verschwenkt werden bis zum
Erreichen einer Zwischenstellung. Anschließend kann dann die Haube relativ zum Schwenkarm
um die zweite Schwenkachse verschwenkt werden, so dass sich insgesamt für die Haube
ein Schwenkwinkelbereich von mehr als 90° ergibt. Insbesondere kann die Haube um 180°
schwenkbar sein. Das Scharnier weist mindestens eine Anschlagfläche auf, an die der
Schwenkarm in der Zwischenstellung der Haube anlegbar ist. Die Anschlagfläche begrenzt
beim Öffnen der Haube den Schwenkwinkelbereich des Schwenkarms.
[0008] Um eine ungestörte Bewegung der Haube entlang einer vorgegebenen Bewegungsbahn sicherzustellen
ohne dass die Gefahr besteht, dass beispielsweise ein Rand der Haube den Grundkörper
berührt, weist das Scharnier erste und zweite Arretierungseinrichtungen auf. Mittels
einer ersten Arretierungseinrichtung kann die Haube ausgehend von ihrer Schießstellung
bis zum Erreichen der Zwischenstellung der Haube relativ zum Schwenkarm drehfest arretiert
werden während der Schwenkarm um die erste Schwenkachse verschwenkt wird. Anschließend
kann die erste Arretierungseinrichtung die Haube insoweit freigeben, dass die Haube
um die zweite Schwenkachse bis zur Offenstellung verschwenkt werden kann, wobei gleichzeitig
die zweite Arretierungseinrichtung den Schwenkarm relativ zum Grundkörper drehfest
arretiert. Haube und Schwenkarm sind somit mittels der beiden Arretierungseinrichtungen
wechselweise drehfest arretierbar und freigebbar. Dadurch ist sichergestellt, dass
beim Öffnen der Haube eine gleichzeitige Schwenkbewegung um beide Schwenkachsen zuverlässig
verhindert ist, vielmehr erfolgt die Schwenkbewegung um die beiden Schwenkachsen nacheinander.
Entsprechendes gilt auch beim Schließen der Haube. Ausgehend von der Offenstellung
kann zunächst die Haube relativ zum Schwenkarm um die zweite Schwenkachse bis zum
Erreichen einer Zwischenstellung verschwenkt werden. Während dieser Schwenkbewegung
ist der Schwenkarm mit Hilfe der zweiten Arretierungseinrichtung relativ zum Grundkörper
drehfest arretiert. Die weitere Schließbewegung der Haube erfolgt dann von der Zwischenstellung
bis zur Schließstellung dergestalt, dass die Haube mittels der ersten Arretierungseinrichtung
relativ zum Schwenkarm drehfest arretiert ist und dieser relativ zum Grundkörper um
die erste Schwenkarm verschwenkt werden kann.
[0009] Die beiden Arretierungseinrichtungen treten wechselweise in Funktion, so dass entweder
die Haube relativ zum Schwenkarm drehfest arretiert ist oder aber der Schwenkarm ist
relativ zum Grundkörper drehfest arretiert. Den beiden Schwenkachsen ist somit mittels
der Arretierungseinrichtungen jeweils ein bestimmter Schwenkwinkelbereich zugeordnet,
ein gleichzeitiges Schwenken um beide Achsen ist ausgeschlossen.
[0010] Beim erfindungsgemäßen Reinigungsgerät kann die Haube entlang einer vorgegebenen
Bewegungsbahn um mehr als 90° verschwenkt werden, und in der Schließstellung der Haube
fügt sich das mindestens eine Scharnier in die Außenkontur der Haube und des Grundkörpers
in ästhetisch ansprechender Weise ein.
[0011] Von Vorteil ist es, wenn die erste und/oder die zweite Arretierungseinrichtung miteinander
lösbar verrastbare Rastglieder aufweist. Mittels der Rastglieder kann auf konstruktiv
einfache und mechanisch belastbare Weise sichergestellt werden, dass in einem vorgegebenen
Schwenkwinkelbereich die Haube relativ zum Schwenkarm und/oder der Schwenkarm relativ
zum Grundkörper drehfest arretiert ist. Die zur Herstellung einer Rastverbindung jeweils
mit einander zusammenwirkenden Rastglieder gehen beim Öffnen und Schließen der Haube
bei Überschreiten des jeweils einer Schwenkachse zugeordneten Schwenkwinkelbereichs
selbsttätig in ihre Raststellung bzw. in ihre Freigabestellung über. Zusätzliche Verriegelungsglieder
können daher entfallen.
[0012] Es kann beispielsweise vorgesehen sein, dass die erste Arretierungseinrichtung ein
erstes, drehfest an der Haube gehaltenes Rastglied aufweist, das in einer Raststellung
mit einem zweiten, am Schwenkarm angeordneten Rastglied zur Erzielung einer lösbaren
Rastverbindung zusammenwirkt. Mittels des ersten und zweiten Rastgliedes kann die
Haube im Schwenkwinkelbereich der ersten Schwenkachse, das heißt zwischen der Schließstellung
und der Zwischenstellung der Haube drehfest am Schwenkarm arretiert werden. Nach Erreichen
der Zwischenstellung gehen die Rastglieder beim weiteren Öffnen der Haube in ihre
Freigabestellung über, so dass die Haube im Schwenkwinkelbereich der zweiten Schwenkachse,
das heißt zwischen der Zwischenstellung und der Offenstellung der Haube relativ zum
Schwenkarm verschwenkt werden kann.
[0013] Um die Montage des ersten Rastgliedes zu vereinfachen, ist es günstig, wenn das erste
Rastglied mit der Haube verrastbar ist. Das erste Rastglied kann somit mit der Haube
verrastet werden. Hierzu kann beispielsweise zumindest ein Rastvorsprung zum Einsatz
kommen, der beim Montieren des ersten Rastgliedes an der Haube in eine Rastvertiefung
oder Rastausnehmung der Haube einrastet. In entsprechender Weise kann auch vorgesehen
sein, dass an der Haube ein Rastvorsprung angeordnet ist, der beim Montieren des ersten
Rastgliedes an der Haube in eine Rastvertiefung oder Rastausnehmung einrastet. Besonders
günstig ist es, wenn das erste Rastglied zur Ausbildung einer lösbaren Rastverbindung
mit dem zweiten Rastglied zwei elastisch verformbare Rastflügel aufweist, die in einer
Raststellung den Schwenkarm zwischen sich aufnehmen. Beim Öffnen der Haube kann zunächst
der Schwenkarm um die erste Schwenkachse relativ zum Grundkörper verschwenkt werden.
Während dieser Schwenkbewegung nehmen die beiden elastisch verformbaren Rastflügel
des ersten Rastgliedes den Schwenkarm zwischen sich auf, so dass das erste Rastglied
eine Schwenkbewegung der Haube relativ zum Schwenkarm verhindert. Wird die Haube nach
Erreichen einer vorgegebenen Zwischenstellung weiter in Öffnungsrichtung verschwenkt,
so geben die beiden elastisch verformbaren Rastflügel des ersten Rastgliedes den Schwenkarm
frei, so dass nun die Haube relativ zum Schwenkarm um die zweite Schwenkachse verschwenkt
werden kann.
[0014] Das mit dem ersten Rastglied zur Erzielung einer lösbaren Rastverbindung zusammenwirkende
zweite Rastglied weist bei einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung zumindest
eine am Schwenkarm angeordnete Rastvertiefung auf. Die Rastvertiefung kann beispielsweise
in den Schwenkarm eingeformt oder an den Schwenkarm angeformt sein.
[0015] Günstig ist es, wenn das zweite Rastglied zwei Rastvertiefungen aufweist, die an
einander abgewandten Seiten des Schwenkarmes angeordnet sind. Die Rastvertiefungen
können jeweils einen elastisch verformbaren Rastflügel des ersten Rastgliedes aufnehmen
zum drehfesten Arretieren der Haube relativ zum Schwenkarm.
[0016] Bei einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung weist das mindestens eine Scharnier
ein am Grundkörper festlegbares Tragteil auf, an dem der Schwenkarm um die erste Schwenkachse
schwenkbar gelagert ist. Der Schwenkarm kann beispielsweise U- oder C-förmig ausgestaltet
sein, wobei er an einem ersten Ende mit dem Tragteil um die erste Schwenkachse schwenkbar
verbunden ist und wobei an seinem zweiten Ende die Haube um die zweite Schwenkachse
schwenkbar gelagert ist.
[0017] Das Tragteil ist günstigerweise mit dem Grundkörper steckbar verbindbar. Dies vereinfacht
die Montage des Tragteils am Grundkörper. Hierzu kann eine Steckverbindung zum Einsatz
kommen.
[0018] Das Tragteil kann beispielsweise einen Aufnahmeschacht aufweisen, in den ein am Grundkörper
gehaltener Haltezapfen eintaucht. Günstigerweise ragt der Haltezapfen in der Betriebsstellung
des Grundkörpers vertikal nach oben und das Tragteil kann von oben auf den Haltezapfen
aufgesteckt werden, wobei der Haltezapfen in den Aufnahmeschacht des Tragteils eintaucht.
[0019] Besonders günstig ist es, wenn der Aufnahmeschacht und der Haltezapfen einen Formschluss
ausbilden.
[0020] Die schwenkbare Verbindung des Schwenkarms mit dem Tragteil erfolgt bei einer bevorzugten
Ausgestaltung der Erfindung dadurch, dass der Schwenkarm über ein Filmscharnier einstückig
mit dem Tragteil verbunden ist. Die Anzahl der Bauteile des mindestens einen Scharniers
kann dadurch gering gehalten werden. Außerdem ermöglicht der Einsatz eines Filmscharniers
zwischen dem Schwenkarm und dem Tragteil eine kostengünstige Herstellung des mindestens
einen Scharniers.
[0021] Wie bereits erwähnt, kommt zum drehfesten Arretieren des Schwenkarms relativ zum
Grundkörper die zweite Arretierungseinrichtung zum Einsatz. Diese weist bei einer
vorteilhaften Ausführungsform ein drittes, am Tragteil gehaltenes Rastglied auf, das
in einer Raststellung mit einem vierten, am Schwenkarm angeordneten Rastglied zur
Erzielung einer lösbaren Rastverbindung zusammenwirkt. Im Schwenkwinkelbreich zwischen
der Zwischenstellung und der Offenstellung der Haube kann somit der Schwenkarm mittels
des dritten und vierten Rastgliedes mit dem Tragteil verrastet werden.
[0022] Besonders günstig ist es, wenn das dritte Rastglied einstückig mit dem Tragteil verbunden
ist. Die Herstellungskosten des mindestens einen Scharniers und auch der Montageaufwand
des Scharniers können dadurch verringert werden.
[0023] Das dritte Rastglied kann beispielsweise einen elastisch verformbaren Rastflügel
aufweisen, der in einer Raststellung einen Rastvorsprung des Schwenkarms hintergreift.
Erreicht die Haube beim Öffnen eine vorgegebene Zwischenstellung, so hintergreift
der elastisch verformbare Rastflügel den am Schwenkarm angeordneten Rastvorsprung.
Eine Schwenkbewegung des Schwenkarmes relativ zum Tragteil ist dann unterbunden.
[0024] Der elastisch verformbare Rastflügel des dritten Rastgliedes kann in der Raststellung
in eine Aufnahme des Schwenkarms eintauchen. Dadurch wird die mechanische Belastbarkeit
des mindestens einen Scharniers erhöht.
[0025] Von besonderem Vorteil ist es, wenn das Tragteil ein Führungselement aufweist zur
Führung des Schwenkarms. Das Führungselement kann dem Schwenkarm beim Verschwenken
um die erste Schwenkachse eine Bewegungsbahn vorgeben, entlang derer der Schwenkarm
bewegbar ist.
[0026] Günstigerweise bildet das Führungselement mit dem Schwenkarm einen Formschluss aus.
[0027] Das Führungselement kann beispielsweise als bogenförmiger Führungszapfen ausgestaltet
sein, der in einen Führungsschacht des Schwenkarms eintaucht. Der Führungsschacht
kann mindestens eine Führungsfläche aufweisen, die beim Verschwenken des Schwenkarms
an einer korrespondierenden Führungsfläche des Führungszapfens entlanggleitet.
[0028] Günstig ist es, wenn das Scharnier zwei Anschlagflächen aufweist, die an einander
abgewandten Längsseiten eines in eine Rastaufnahme des Schwenkarms eintauchenden Rastflügels
angeordnet sind. Mittels des Rastflügels und eines diesem zugeordneten Rastvorsprunges
kann der Schwenkarm relativ zum Grundkörper drehfest arretiert werden, nachdem der
Schwenkarm beim Öffnen der Haube bei Erreichen der Zwischenstellung an die beiden
Anschlagflächen anschlägt. Die beiden Anschlagflächen sind zu beiden Seiten des Rastflügels
angeordnet. Dies erhöht die mechanische Stabilität des Scharnieres.
[0029] Von Vorteil ist es, wenn das mindestens eine Scharnier aus Kunststoff gefertigt ist.
Hierbei kann vorgesehen sein, dass der Schwenkarm einstückig mit dem Tragteil verbunden
ist und zusammen mit dem Tragteil ein erstes Kunststoffformteil ausbildet, und dass
ein zweites Kunststoffformteil des Scharniers in Form eines Arretierungsteiles mit
der Haube lösbar verbindbar, insbesondere verrastbar ist. Das Arretierungsteil kann
ein Rastglied aufweisen zur Herstellung einer lösbaren Rastverbindung mit einem korrespondierenden
Rastglied des Schwenkarms. Zur gelenkigen Verbindung des Schwenkarms mit der Haube
kann ein drittes Kunststoffformteil zum Einsatz kommen in Form eines Schwenkzapfens.
[0030] Von besonderem Vorteil ist es, wenn der Schwenkzapfen mit der Haube verrastbar ist,
denn dadurch kann die Montage des mindestens einen Scharniers weiter vereinfacht werden.
[0031] Der Schwenkzapfen durchgreift bei einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung
eine Ausnehmung des günstigerweise U- oder C-förmigen Schwenkarms.
[0032] Bei einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Reinigungsgerätes ist
die Haube mit Hilfe von zwei identischen Scharnieren der voran stehend genannten Art
am Grundkörper schwenkbar gelagert, wobei die ersten Schwenkachsen der beiden Scharniere
fluchtend zueinander ausgerichtet sind und wobei auch die zweiten Schwenkachsen der
beiden Scharniere fluchtend zueinander angeordnet sind. Eine derartige Ausgestaltung
ist insbesondere bei größeren Reinigungsgeräten von Vorteil, bei denen die Haube ein
nicht unbeachtliches Gewicht aufweist. Insbesondere bei fahrbaren Reinigungsgeräten
hat sich eine derartige Ausgestaltung als günstig erwiesen.
[0033] Es kann vorgesehen sein, dass der Grundkörper des Reinigungsgerätes ein Fahrgestell
ausbildet, an dem mindestens zwei Laufräder drehbar gelagert sind, so dass das Reinigungsgerät
entlang einer Bodenfläche verfahren werden kann. Vorzugsweise sind an dem als Fahrgestell
ausgebildeten Grundkörper zumindest drei Laufräder drehbar gelagert, wobei zwei Laufräder
um eine gemeinsame Drehachse drehbar sind und das dritte Laufrad in Form einer Lenkrolle
ausgebildet ist.
[0034] Wie bereits erwähnt, kann das Reinigungsgerät bevorzugt in Form eines Hochdruckreinigungsgerätes
ausgestaltet sein. Die Erfindung ist jedoch nicht auf Hochdruckreinigungsgeräte beschränkt.
Es kann auch vorgesehen sein, dass das erfindungsgemäße Reinigungsgerät in Form eines
Bodenreinigungsgerätes ausgebildet ist, beispielsweise in Form einer Kehrmaschine
oder einer Schrubbmaschine. Bei derartigen Ausgestaltungen sind an der Unterseite
des Grundkörpers Reinigungswerkzeuge zur Reinigung einer Bodenfläche gehalten entlang
derer das Reinigungsgerät verfahrbar ist.
[0035] Die nachfolgende Beschreibung einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung dient
im Zusammenhang mit der Zeichnung der näheren Erläuterung. Es zeigen:
- Figur 1:
- eine perspektivische Darstellung eines erfindungsgemäßen Reinigungsgerätes mit einer
Haube, die mittels zweier identisch ausgebildeter Scharniere an einem Grundkörper
schwenkbar gelagert ist;
- Figur 2:
- eine Detaildarstellung des Reinigungsgerätes im Bereich eines der beiden Scharniere
bei demontierter Haube;
- Figur 3:
- eine perspektivische Darstellung des Scharniers aus Figur 2;
- Figur 4:
- eine perspektivische Darstellung eines über ein Filmscharnier einstückig mit einem
Tragteil verbundenen Schwenkarmes des Scharniers;
- Figur 5:
- eine perspektivische Darstellung eines Arretierungsteiles des Scharniers;
- Figur 6:
- eine Seitenansicht des Scharniers bei geschlossener Haube;
- Figur 7:
- eine Seitenansicht des Scharniers beim Übergang der Haube von der Schließstellung
in eine Zwischenstellung;
- Figur 8:
- eine Seitenansicht des Scharniers in der Zwischenstellung der Haube;
- Figur 9:
- eine Seitenansicht des Scharniers beim Übergang der Haube von der Zwischenstellung
in eine Offenstellung und
- Figur 10:
- eine Seitenansicht des Scharniers in der Offenstellung der Haube.
[0036] In Figur 1 ist schematisch ein erfindungsgemäßes Reinigungsgerät dargestellt in Form
eines beheizbaren und fahrbaren Hochdruckreinigungsgerätes 10. Das Hochdruckreinigungsgerät
10 umfasst einen Grundkörper 12, der im dargestellten Ausführungsbeispiel ein Fahrgestell
ausbildet, an dem Laufräder drehbar gelagert sind. Ein erstes Laufrad 14 ist in einem
rückwärtigen Bereich des Grundkörpers 12 um eine Drehachse 15 drehbar gelagert. Um
dieselbe Drehachse 15 ist ein zweites, in der Zeichnung nicht dargestelltes Laufrad
am Grundkörper 12 drehbar gelagert. Zusätzlich kommt ein drittes Laufrad in Form einer
Lenkrolle 17 zum Einsatz, die an der Unterseite des Grundkörpers 12 drehbar gelagert
ist.
[0037] Am Grundkörper 12 ist eine Haube 19 mit Hilfe eines ersten Scharnieres 21 und eines
zweiten Scharnieres 22 schwenkbar gelagert. In Figur 1 ist die Haube 19 in ihrer Schließstellung
dargestellt, in der sie verschiedene Aggregate des Hochdruckreinigungsgerätes 10 überdeckt,
die auf dem Grundkörper 12 gehalten sind. Derartige Aggregate sind dem Fachmann an
sich bekannt. Es handelt sich insbesondere um einen Antriebsmotor, der eine Hochdruckpumpe
antreibt, so dass Reinigungsflüssigkeit, vorzugsweise Wasser, unter Druck gesetzt
werden kann. Ein weiteres Aggregat, das dem Fachmann an sich bekannt ist, ist in Form
einer Heizung ausgebildet, mit der die unter Druck gesetzte Reinigungsflüssigkeit
erwärmt werden kann. Die erwärmte, unter Druck gesetzte Reinigungsflüssigkeit kann
dann in üblicher Wiese mit Hilfe einer in der Zeichnung nicht dargestellten, dem Fachmann
ebenfalls an sich bekannten Sprühlanze auf einen zu reinigenden Gegenstand gerichtet
werden.
[0038] Die beiden Scharniere 21 und 22 sind identisch ausgestaltet. Nachfolgend wird daher
nur das erste Scharnier 21 unter Bezugnahme auf die Figuren 2 bis 10 näher erläutert.
Diese Erläuterungen gelten jedoch auch für das zweite Scharnier 22.
[0039] Figur 2 zeigt eine Detaildarstellung das Hochdruckreinigungsgerätes 10 im Bereich
des ersten Scharnieres 21, wobei die Haube 19 entfernt wurde. Figur 3 zeigt das erste
Scharnier 21 in einer perspektivischen Darstellung, und die Figuren 4 und 5 zeigen
zwei Baugruppen des Scharnieres 21. Das Zusammenwirken der Baugruppen wird insbesondere
aus den Figuren 6 bis 10 deutlich, in denen das Scharnier in verschiedenen Stellungen
der Haube 19 dargestellt ist.
[0040] Wie insbesondere aus den Figuren 3 und 4 deutlich wird, umfasst das erste Scharnier
21 ein Tragteil 24, das über ein Filmscharnier 26 einstückig mit einem im Wesentlichen
U-förmigen Schwenkarm 28 verbunden ist. An seinem dem Filmscharnier 26 abgewandten
Ende weist der Schwenkarm 28 eine kreisförmige Ausnehmung 30 auf. Die Ausnehmung 30
wird - dies wird aus den Figuren 2 und 3 deutlich - von einem Schwenkzapfen 32 durchgriffen,
der auf beiden Seiten aus dem Schwenkarm 28 herausragt und mit seinen herausragenden
Endbereichen 33, 34 jeweils mit einer in der Zeichnung nicht dargestellten innerseitigen
Verstärkungsrippe der Haube 19 verrastet werden kann.
[0041] Das Filmscharnier 26 definiert eine erste Schwenkachse 36 und der Schwenkzapfen 32
definiert eine zweite Schwenkachse 38. Der Schwenkarm 28 kann relativ zum Tragteil
24 um die erste Schwenkachse 36 verschwenkt werden, und die Haube 19 kann relativ
zum Schwenkarm 28 um die zweite Schwenkachse 38 verschwenkt werden. Die beiden Schwenkachsen
36 und 38 sind parallel zueinander ausgerichtet.
[0042] Das Tragteil 24 weist eine Tragplatte 40 auf, deren Vorderseite 41 sich in die Kontur
des Grundkörpers 12 und der Haube 19 einfügt. Rückseitig schließt sich in Höhe des
Filmscharniers 26 an die Tragplatte 40 ein Tragkörper 43 einstückig an, der einen
Aufnahmeschacht 44 definiert.
[0043] Wie insbesondere aus den Figuren 7 bis 10 deutlich wird, wird das Scharnier 21 von
einer Ausnehmung 46 des Grundkörpers 12 aufgenommen. In der Betriebsstellung des Grundkörpers
12 ragt von einer Bodenwand 47 der Ausnehmung 46 ein Haltezapfen 49 vertikal nach
oben, auf den das Tragteil 24 aufgesetzt werden kann, wobei der Haltezapfen 49 vom
Aufnahmeschacht 44 des Tragkörpers 43 aufgenommen wird. Mit dem Aufnahmeschacht 44
bildet der Haltezapfen 49 einen Formschluss aus.
[0044] An seinem dem Tragkörper 43 abgewandten oberen Ende trägt die Tragplatte 40 einen
im Wesentlichen horizontal ausgerichteten, dem Schwenkarm 28 zugewandten elastisch
verformbaren Rastflügel 51, an dessen einander abgewandten Längsseiten 52, 53 jeweils
ein Anschlagelement nach außen absteht, das eine erste Anschlagfläche 55 bzw. eine
zweite Anschlagfläche 56 ausbildet. Unterhalb des Rastflügels 51 steht von der Rückseite
der Tragplatte 43 ein kreisbogenförmig gekrümmter Führungszapfen 58 ab, der dem Schwenkarm
28 zugewandt ist.
[0045] Der Schwenkarm 28 ist im Wesentlichen U-förmig ausgestaltet und umfasst einen ersten
Schenkel 61, der über das Filmscharnier 26 einstückig mit dem Tragteil 24 verbunden
ist. An den ersten Schenkel 61 schließt sich ein Steg 63 an, der den ersten Schenkel
61 einstückig mit einem zweiten Schenkel 65 verbindet. Am freien Ende des zweiten
Schenkels 65 ist die Ausnehmung 30 angeordnet, die den Schwenkzapfen 32 aufnimmt.
[0046] Der erste Schenkel 61 umfasst einen Führungsschacht 67, in den der Führungszapfen
58 eintaucht. Eine kreisbogenförmig gekrümmte Schachtwand definiert eine schachtseitige
Führungsfläche 68, die beim Verschwenken des Schwenkarms 28 an der dem Filmscharnier
26 zugewandten Unterseite 69 des Führungszapfens 58 entlanggleitet.
[0047] Seitlich neben dem Führungsschacht 67 ist eine den ersten Schenkel 61 durchgreifende
Rastaufnahme 71 angeordnet. Zwischen der Rastaufnahme 71 und dem Führungsschacht 67
weist der erste Schenkel 61 einen Rastvorsprung 72 auf, der mit dem Rastflügel 51
des Tragteiles 24 zusammenwirkt dergestalt, dass beim Verschwenken des Schwenkarmes
28 um die erste Schwenkachse 36 der Rastflügel 51 in die Rastaufnahme 71 eintaucht
und bei Erreichen einer in Figur 8 dargestellten Zwischenstellung der Haube 19 den
Rastvorsprung 72 hintergreift. Dies wird nachfolgend noch näher erläutert.
[0048] Der zweite Schenkel 65 weist auf seinen einander abgewandten Längsseiten 74, 75 identisch
ausgestaltete Rastvertiefungen 77 auf. Dies wird insbesondere aus Figur 4 deutlich.
[0049] Der über das Filmscharnier 26 einstückig mit dem Tragteil 24 verbundene Schwenkarm
28 bildet in Kombination mit dem Tragteil 24 ein erstes Kunststoffformteil des Scharniers
21 aus. Ein zweites Kunststoffformteil ist in Form des Schwenkzapfens 32 ausgebildet.
Zusätzlich kommt ein drittes Kunststoffformteil zum Einsatz, dessen Ausgestaltung
sich insbesondere aus Figur 5 ergibt. Es bildet ein Arretierungsteil 80 aus mit einer
Halteplatte 82, die auf ihrer Vorderseite 83 zwei im Abstand zueinander angeordnete,
seitliche U-förmige Halterillen 84, 85 aufweist, zwischen denen eine mittige U-förmige
Halterille 88 angeordnet ist. Oberseitig schließen sich an die seitlichen Halterillen
84, 85 zwei im Abstand zueinander angeordnete Rasthaken 86, 87 an. Die U-förmigen
Halterillen 85 nehmen einen Rand 89 einer Verstärkungsrippe 90 der Haube 19 auf und
die Rasthaken 86, 87 rasten bei der Montage des Arretierungsteiles 80 in Rastaufnahmen
der Verstärkungsrippe 90 ein. Diese Rastaufnahmen sind in der Zeichnung nicht dargestellt.
Das Arretierungsteil 80 kann somit mit der Haube 19 verrastet werden.
[0050] Rückseitig stehen von der Halteplatte 82 zwei elastisch verformbare Rastflügel 91,
92 ab, die mit den Rastvertiefungen 77 des zweiten Schenkels 65 des Schwenkarmes 28
zusammenwirken. Dies wird nachfolgend noch näher erläutert.
[0051] Wie insbesondere aus den Figuren 6 bis 10 deutlich wird, kann die Haube 19 ausgehend
von der in Figur 6 dargestellten Schließstellung um 180° in eine in Figur 10 dargestellte
Offenstellung und zurück verschwenkt werden. In der Schließstellung sind die Rastflügel
91, 92 des Arretierungsteiles 80 parallel zum zweiten Schenkel 65 ausgerichtet und
tauchen in die Rastvertiefungen 77 des Schwenkarmes 28 ein. Dadurch ist sichergestellt,
dass die Haube 19 in der Schließstellung relativ zum Schwenkarm 28 drehfest arretiert
ist. Beim Öffnen wird die Haube 19 ausgehend von ihrer Schließstellung zunächst nur
um die erste Schwenkachse 36 verschwenkt. Dies wird insbesondere aus Figur 7 deutlich.
Die Führungsfläche 68 des Führungsschachtes 67 gleitet hierbei an der Unterseite 69
des Führungszapfens 58 entlang. In einer in Figur 8 dargestellten Zwischenstellung
stößt der erste Schenkel 61 des Schwenkarmes 28 an die Anschlagflächen 55, 56 des
Tragteils 24 an, so dass eine weitere Schwenkbewegung des Schwenkarms 28 um die erste
Schwenkachse relativ zum Tragteil 24 und damit auch relativ zum Grundkörper 12 in
Öffnungsrichtung unterbunden ist. Bei Erreichen der Zwischenstellung hintergreift
der Rastflügel 51 des Tragteils 24 den Rastvorsprung 72 des ersten Schenkels 61, so
dass der Schwenkarm 28 relativ zum Tragteil 24 und damit auch relativ zum Grundkörper
12 drehfest arretiert ist. Die in Figur 8 dargestellte Zwischenstellung wird bei der
dargestellten bevorzugten Ausführungsform in einem Schwenkwinkelbereich von etwa 50°
bis ca. 60° der Haube 19 ausgehend von ihrer Schließstellung erreicht, insbesondere
bei einem Schwenkwinkel von 55° bis 57°.
[0052] Wird die Haube 19 ausgehend von der in Figur 8 dargestellten Zwischenstellung weiter
in ihre in Figur 10 dargestellte Offenstellung verschwenkt, so geben die Rastflügel
91, 92 des Arretierungsteiles 80 die längsseitigen Rastvertiefungen 77 des Schwenkarmes
28 frei, so dass die Haube 19 um die zweite Schwenkachse 38 relativ zum Schwenkarm
28 verschwenkt werden kann. Dies wird insbesondere aus Figur 9 deutlich.
[0053] Das Öffnen der Haube 19 ausgehend von ihrer Schließstellung in ihre Offenstellung
erfolgt somit zunächst durch Schwenkbewegung ausschließlich um die erste Schwenkachse
36 bis zum Erreichen einer durch die Anschlagflächen 55, 56 vorgegebenen Zwischenstellung.
Anschließend erfolgt das Öffnen der Haube 19 durch eine Schwenkbewegung ausschließlich
um die zweite Schwenkachse 38. Während der Bewegung der Haube 19 zwischen der Schließstellung
und der Zwischenstellung ist die Haube 19 drehfest am Schwenkarm 28 arretiert. Hierzu
bildet das Arretierungsteil 80 ein erstes Rastglied aus mit den beiden Rastflügeln
91, 92, die mit einem zweiten Rastglied in Form der längsseitigen Rastvertiefungen
77 des Schwenkarms 28 zusammenwirken. Die Rastflügel 91, 92 und die Rastvertiefungen
77 bilden somit eine erste Arretierungseinrichtung aus, mit deren Hilfe die Haube
19 relativ zum Schwenkarm 28 drehfest arretierbar ist.
[0054] Hat die Haube 19 die Zwischenstellung erreicht, so wird der Schwenkarm 28 mittels
des Rastflügels 51 und des Rastvorsprunges 72 relativ zum Tragteil 24 und damit auch
relativ zum Grundkörper 12 drehfest arretiert. Der Rastflügel
[0055] 51 des Tragteils 24 bildet ein drittes Rastglied aus und der am ersten Schenkel 61
des Schwenkarms 28 angeordnete Rastvorsprung 72 bildet ein viertes Rastglied aus,
mit deren Hilfe der Schwenkarm 28 relativ zum Tragteil 24 drehfest arretiert werden
kann. Der Rastvorsprung 72 definiert in Kombination mit dem Rastflügel 51 eine zweite
Arretierungseinrichtung des Scharniers 21. Solange die Haube 19 relativ zum Schwenkarm
28 drehfest arretiert ist, kann der Schwenkarm 28 relativ zum Tragteil 24 um die erste
Schwenkachse 36 verschwenkt werden. Ist der Schwenkarm 28 relativ zum Tragteil 24
drehfest arretiert, so kann die Haube 19 relativ zum Schwenkarm 28 verschwenkt werden.
Die Schwenkbewegungen um die beiden Schwenkachsen 36 und 38 erfolgen somit nacheinander.
Ein gleichzeitiges Schwenken um beide Schwenkachsen 36 und 38 ist ausgeschlossen.
[0056] Wird die Haube 19 ausgehend von ihrer in Figur 10 dargestellten Offenstellung wieder
geschlossen, so ist der Schwenkarm 28 aufgrund des Zusammenwirkens des Rastflügels
51 und des Rastvorsprunges 72 solange relativ zum Tragteil 24 und damit auch relativ
zum Grundkörper 12 drehfest arretiert, bis die Haube 19 ihre Zwischenstellung einnimmt,
in der die Rastflügel 91, 92 des Arretierungsteiles 80 in die längsseitigen Rastvertiefungen
77 des zweiten Schenkels 65 einrasten und die mittige U-förmige Halterille 88, die
am Rand 89 der Verstärkungsrippe 90 gehalten ist, in Anlage zum zweiten Schenkel 65
des Schwenkarmes 28 kommt. Ein weiteres Verschwenken der Haube 19 um die zweite Schwenkachse
38 relativ zum Schwenkarm 28 ist dann nicht mehr möglich. Die weitere Schließbewegung
der Haube 19 erfolgt dadurch, dass der Rastflügel 51 des Tragteils 24 den Rastvorsprung
72 des ersten Schenkels 61 freigibt und dadurch der Schwenkarm 28 um die erste Schwenkachse
36 so weit verschwenkt werden kann, bis die Haube 19 ihre Schließstellung einnimmt.
In der Schließstellung liegt der erste Schenkel 61 an der Bodenwand 47 der Ausnehmung
46 des Grundkörpers 12 an. Dies wird insbesondere aus Figur 6 deutlich.
[0057] Wie bereits erwähnt, ist das zweite Scharnier 22 identisch ausgebildet wie das erste
Scharnier 21. Das zweite Scharnier 22 weist eine erste Schwenkachse auf, die fluchtend
zur ersten Schwenkachse 36 des ersten Scharniers 21 ausgerichtet ist. Außerdem weist
das zweite Scharnier 22 eine zweite Schwenkachse auf, die fluchtend zur zweiten Schwenkachse
38 des ersten Scharniers 21 ausgerichtet ist.
[0058] Mittels der beiden Scharniere 21 und 22 ist die verhältnismäßig großflächige Haube
19, die ein nicht unbeachtliches Gewicht aufweist, zuverlässig am Grundkörper 12 gehalten.
In der Schließstellung der Haube ist von den Scharnieren 21, 22 lediglich deren Tragplatte
40 von außen sichtbar, die sich in die Außenkontur der Haube 19 und des Grundkörpers
12 einfügt. Das Reinigungsgerät 10 weist somit eine ästhetisch anspruchsvolle Gestalt
auf. Zu Wartungszwecken kann die Haube 19 um 180° verschwenkt werden.
1. Reinigungsgerät, insbesondere Hochdruckreinigungsgerät, mit einem Grundkörper (12),
an dem eine Haube mit Hilfe von mindestens einem Scharnier (21,22) zwischen einer
Schließstellung und einer Offenstellung hin und her schwenkbar gelagert ist, wobei
das Scharnier (21, 22) einen in der Schließstellung der Haube (19) von außen nicht
sichtbaren Schwenkarm (28) aufweist, der relativ zum Grundkörper (12) um eine erste
Schwenkachse (36) schwenkbar ist und an dem die Haube (19) um eine parallel zur ersten
Schwenkachse (36) ausgerichtete zweite Schwenkachse (38) schwenkbar gelagert ist,
und wobei das Scharnier (21, 22) erste und zweite Arretierungseinrichtungen aufweist
zum wechselweisen drehfesten Arretieren und Freigeben der Haube (19) relativ zum Schwenkarm
(28) und des Schwenkarms (28) relativ zum Grundkörper (12) beim Öffnen und Schließen
der Haube (19), dadurch gekennzeichnet, dass das Scharnier (21, 22) mindestens eine Anschlagfläche (55, 56) aufweist, an die der
Schwenkarm (28) in einer Zwischenstellung der Haube (19) anlegbar ist.
2. Reinigungsgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die erste und/oder die zweite Arretierungseinrichtung miteinander lösbar verrastbare
Rastglieder (91, 92, 77; 51, 72) aufweist.
3. Reinigungsgerät nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Arretierungseinrichtung ein erstes, drehfest an der Haube (19) gehaltenes
Rastglied (91, 92) aufweist, das in einer Raststellung mit einem zweiten, am Schwenkarm
(28) angeordneten Rastglied (77) zur Erzielung einer lösbaren Rastverbindung zusammenwirkt.
4. Reinigungsgerät nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Rastglied zwei elastisch verformbare Rastflügel (91, 92) aufweist, die
in einer Raststellung den Schwenkarm (28) zwischen sich aufnehmen.
5. Reinigungsgerät nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Rastglied zwei Rastvertiefungen (77) aufweist, die an einander abgewandten
Seiten (74, 75) des Schwenkarms (28) angeordnet sind.
6. Reinigungsgerät nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Scharnier (21, 22) ein am Grundkörper (12) festlegbares Tragteil (24) aufweist,
an dem der Schwenkarm (28) um die erste Schwenkachse (36) schwenkbar gelagert ist.
7. Reinigungsgerät nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Tragteil (24) mit dem Grundkörper (12) steckbar verbindbar ist.
8. Reinigungsgerät nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Tragteil (24) einen Aufnahmeschacht (44) aufweist, in den ein am Grundkörper
(12) gehaltener Haltezapfen (49) eintaucht.
9. Reinigungsgerät nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Schwenkarm (28) über ein Filmscharnier (26) einstückig mit dem Tragteil (24)
verbunden ist.
10. Reinigungsgerät nach einem der Ansprüche 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Arretierungseinrichtung ein drittes, am Tragteil (24) gehaltenes Rastglied
(51) aufweist, das in einer Raststellung mit einem vierten, am Schwenkarm (28) angeordneten
Rastglied (72) zur Erzielung einer lösbaren Rastverbindung zusammenwirkt.
11. Reinigungsgerät nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass das dritte Rastglied (51) einstückig mit dem Tragteil (24) verbunden ist.
12. Reinigungsgerät nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass das dritte Rastglied einen elastisch verformbaren Rastflügel (51) aufweist, der in
einer Raststellung einen Rastvorsprung (72) des Schwenkarms (28) hintergreift.
13. Reinigungsgerät nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Rastflügel (51) in der Raststellung in eine Rastaufnahme (71) des Schwenkarms
(28) eintaucht.
14. Reinigungsgerät nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Scharnier (21, 22) zwei Anschlagflächen (55, 56) aufweist, die an einander abgewandten
Längsseiten (52, 53) eines in eine Rastaufnahme (71) des Schwenkarms (28) eintauchenden
Rastflügels (51) angeordnet sind.
15. Reinigungsgerät nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Haube (19) mit Hilfe von zwei identischen Scharnieren (21, 22) am Grundkörper
(12) schwenkbar gelagert ist, wobei die ersten Schwenkachsen der beiden Scharniere
(21, 22) und die zweiten Schwenkachsen der beiden Scharniere (21, 22) jeweils fluchtend
zueinander ausgerichtet sind.
1. A cleaning appliance, in particular a high-pressure cleaning appliance, having a basic
body (12) on which with the aid of at least one hinge (21, 22) a cover is mounted
in a manner pivotable to and fro between a closed position and an open position, wherein
the hinge (21, 22) has a pivot arm (28) not visible from the exterior in the closed
position of the cover (19), which pivot arm is pivotable relative to the basic body
(12) about a first pivot axis (36) and the cover (19) is mounted on the pivot arm
in a manner pivotable about a second pivot axis (38) oriented parallel to the first
pivot axis (36), and wherein the hinge (21, 22) has first and second locking devices
for the alternating rotationally-fixed locking and release of the cover (19) relative
to the pivot arm (28) and of the pivot arm (28) relative to the basic body (12) upon
opening and closing of the cover (19), characterised in that the hinge (21, 22) has at least one stop face (55, 56) against which the pivot arm
(28) is positionable in an intermediate position of the cover (19).
2. A cleaning appliance according to claim 1, characterised in that the first and/or the second locking device has/have engagement members (91, 92, 77;
51, 72) releasably lockable to one another.
3. A cleaning appliance according to claim 1 or 2, characterised in that the first locking device has a first engagement member (91, 92), held on the cover
(19) in a rotationally-fixed manner, which cooperates in an engagement position with
a second engagement member (77), arranged on the pivot arm (28), in order to obtain
a releasable engagement connection.
4. A cleaning appliance according to claim 3, characterised in that the first engagement member has two elastically deformable engagement wings (91,
92) which receive the pivot arm (28) therebetween in an engagement position.
5. A cleaning appliance according to claim 3 or 4, characterised in that the second engagement member has two engagement recesses (77) arranged at opposing
sides (74, 75) of the pivot arm (28).
6. A cleaning appliance according to any one of the preceding claims, characterised in that the hinge (21, 22) has a supporting part (24) securable to the basic body (12), the
pivot arm (28) being mounted on the supporting part in a manner pivotable about the
first pivot axis (36).
7. A cleaning appliance according to claim 6, characterised in that the supporting part (24) is insertably connectable to the basic body (12).
8. A cleaning appliance according to claim 6 or 7, characterised in that the supporting part (24) has a receiving chamber (44) into which there protrudes
a holding lug (49) held on the basic body (12).
9. A cleaning appliance according to any one of claims 6 to 8, characterised in that the pivot arm (28) is integrally connected to the supporting part (24) via an integral
hinge (26).
10. A cleaning appliance according to any one of claims 6 to 9, characterised in that the second locking device has a third engagement member (51), held on the supporting
part (24), which in an engagement position cooperates with a fourth engagement member
(72), arranged on the pivot arm (28), in order to obtain a releasable engagement connection.
11. A cleaning appliance according to claim 10, characterised in that the third engagement member (51) is integrally connected to the supporting part (24).
12. A cleaning appliance according to claim 10 or 11, characterised in that the third engagement member has an elastically deformable engagement wing (51) which
in an engagement position engages behind an engagement projection (72) of the pivot
arm (28).
13. A cleaning appliance according to claim 12, characterised in that in the engagement position, the engagement wing (51) protrudes into an engagement
receiver (71) of the pivot arm (28).
14. A cleaning appliance according to any one of the preceding claims, characterised in that the hinge (21, 22) has two stop faces (55, 56) which are arranged at opposing longitudinal
sides (52, 53) of an engagement wing (51) protruding into an engagement receiver (71)
of the pivot arm (28).
15. A cleaning appliance according to any one of the preceding claims, characterised in that the cover (19) is pivotably mounted on the basic body (12) with the aid of two identical
hinges (21, 22), wherein the first pivot axes of the two hinges (21, 22) and the second
pivot axes of the two hinges (21, 22) are in each case oriented in alignment with
one another.
1. Appareil de nettoyage, en particulier appareil de nettoyage à haute pression, comprenant
un corps de base (12) sur lequel un couvercle est monté pivotant dans un mouvement
de va-et-vient entre une position fermée et une position ouverte au moyen d'au moins
une charnière (21, 22), la charnière (21, 22) comportant un bras pivotant invisible
de l'extérieur lorsque le couvercle (19) est en position fermée, bras qui pivote autour
d'un premier axe de pivotement (36) par rapport au corps de base (12) et sur lequel
le couvercle (19) est monté pivotant autour d'un deuxième axe de pivotement (38) orienté
parallèlement au premier axe de pivotement (36), et la charnière (21, 22) présentant
des premiers et deuxièmes dispositifs de blocage pour sélectivement bloquer en rotation
et libérer le couvercle (19) par rapport au bras pivotant (28) et le bras pivotant
(28) par rapport au corps de base (12) lors de l'ouverture et de la fermeture du couvercle
(19),
caractérisé en ce que la charnière (21, 22) comprend au moins une surface de butée (55, 56), sur laquelle
le bras pivotant (28) peut être posé dans une position intermédiaire du couvercle
(19).
2. Appareil de nettoyage selon la revendication 1, caractérisé en ce que le premier et/ou le deuxième dispositif de blocage comprennent des organes d'encliquetage
(91, 92, 77 ; 51, 72) pouvant être encliquetés les uns avec les autres de manière
libérable.
3. Appareil de nettoyage selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le premier dispositif de blocage comprend un premier organe d'encliquetage (91, 92)
qui est retenu solidaire en rotation sur le couvercle (19) et qui coopère dans une
position d'encliquetage avec un deuxième organe d'encliquetage (77) agencé sur le
bras pivotant (28) pour obtenir une liaison par encliquetage libérable.
4. Appareil de nettoyage selon la revendication 3, caractérisé en ce que le premier organe d'encliquetage comprend deux ailettes d'encliquetage (91, 92) déformables
élastiquement, qui, dans une position d'encliquetage, reçoivent entre elles le bras
pivotant (28).
5. Appareil de nettoyage selon la revendication 3 ou 4, caractérisé en ce que le deuxième organe d'encliquetage comprend deux creux d'encliquetage (77), qui sont
agencés sur des faces (74, 75) opposées l'une à l'autre du bras pivotant (28).
6. Appareil de nettoyage selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que la charnière (21, 22) comprend une partie de support (24) qui peut être fixée sur
le corps de base (12) et sur laquelle le bras pivotant (28) est monté de manière à
pouvoir pivoter autour du premier axe de pivotement (36).
7. Appareil de nettoyage selon la revendication 6, caractérisé en ce que la partie de support (24) peut être reliée de manière emboîtable au corps de base
(12).
8. Appareil de nettoyage selon la revendication 6 ou 7, caractérisé en ce que la partie de support (24) comprend une cage de réception (44) dans laquelle pénètre
un tourillon de retenue (49) retenu sur le corps de base (12).
9. Appareil de nettoyage selon l'une quelconque des revendications 6 à 8, caractérisé en ce que le bras pivotant (28) est relié d'une seule pièce à la partie de support (24) au
moyen d'une charnière-film (26).
10. Appareil de nettoyage selon l'une quelconque des revendications 6 à 9, caractérisé en ce que le deuxième dispositif de blocage comprend un troisième organe d'encliquetage (51)
qui est retenu sur la partie de support (24) et qui, dans une position d'encliquetage,
coopère avec un quatrième organe d'encliquetage (72) agencé sur le bras pivotant (28)
pour obtenir une liaison par encliquetage libérable.
11. Appareil de nettoyage selon la revendication 10, caractérisé en ce que le troisième organe d'encliquetage (51) est relié d'une seule pièce à la partie de
support (24).
12. Appareil de nettoyage selon la revendication 10 ou 11, caractérisé en ce que le troisième organe d'encliquetage comprend une ailette d'encliquetage (51) déformable
élastiquement, qui, dans une position d'encliquetage, vient se bloquer derrière une
partie saillante d'encliquetage (72) du bras pivotant (28).
13. Appareil de nettoyage selon la revendication 12, caractérisé en ce que l'ailette d'encliquetage (51), dans la position d'encliquetage, pénètre dans un logement
d'encliquetage (71) du bras pivotant (28).
14. Appareil de nettoyage selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que la charnière (21, 22) comprend deux surfaces de butée (55, 56), qui sont agencées
sur les côtés longs (52, 53) opposés l'un à l'autre d'une ailette d'encliquetage (51)
pénétrant dans un logement d'encliquetage (71) du bras pivotant (28).
15. Appareil de nettoyage selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le couvercle (19) est monté pivotant sur le corps de base (12) à l'aide de deux charnières
(21, 22) identiques, les premiers axes de pivotement des deux charnières (21, 22)
et les deuxièmes axes de pivotement des deux charnières (21, 22) étant orientés respectivement
en alignement les uns avec les autres.