[0001] Die Erfindung betrifft ein Sicherheitselement zur Herstellung von Wertdokumenten
sowie ein Wertdokument umfassend ein solches Sicherheitselement.
[0002] Wertdokumente im Sinne der vorliegenden Erfindung sind beispielsweise Banknoten,
Aktien, Anleihen, Urkunden, Gutscheine, Schecks, Lotteriescheine, hochwertige Eintrittskarten,
Pässe, Ausweise, Kreditkarten und andere flächige Wertgegenstände. Solche flächigen
Wertgegenstände können beispielsweise auch Verpackungen für gegebenenfalls hochwertige
Produkte sein. Der Begriff Wertdokument umfasst im Sinne der vorliegenden Erfindung
auch alle Vorstufen von fertig gestellten Wertdokumenten, die beispielsweise noch
nicht umlauffähig sind, wie unter anderem Sicherheitspapier, Folie oder Folienverbunde.
Ein solches Wertdokument kann auch nur ein Teil in einem Wertgegenstand sein.
[0003] Derartige Wertdokumente werden aus gestalterischen Gründen oder aus Sicherheitsgründen
mit Sicherheitselementen versehen, die allein durch ihr Vorhandensein oder ihre Ausgestaltung
eine Prüfung der Echtheit der Wertdokumente gestatten und zugleich als Schutz vor
unerlaubter Reproduktion dienen. Ein Sicherheitselement im Sinne der vorliegenden
Erfindung kann z.B. ein Fenster bzw. Durchsichtsfenster, das z.B. durch eine transparente
Folie gebildet ist, ein Sicherheitsfaden, ein drucktechnisch erzeugtes Merkmal wie
z.B. ein Mikrodruck, ein Folienstreifen, ein Patch oder ein Etikett sein. Ein Sicherheitselement,
insbesondere ein Sicherheitselement in Form eines Sicherheitsfadens oder eines Folienstreifens,
kann als optisch variables Sicherheitselement ausgebildet sein, wobei im Sinne der
vorliegenden Erfindung unter einem optisch variablen Sicherheitselement ein optisches
Element verstanden wird, dessen bei einem Betrachter erzeugter visueller Eindruck
von der Betrachtungsrichtung abhängt, das heißt dem Blickwinkel des Betrachters auf
das optische Element und gegebenenfalls auch von der Einfallsrichtung eines Beleuchtungs-Lichtstrahles.
Beispiele solcher optisch variabler Sicherheitselemente sind Beugungsstrukturen, die
insbesondere durch Rekonstruktion von optisch wahrnehmbaren Mustern einen Betrachtungswinkel-abhängigen
visuellen Eindruck erzeugen, wie beispielsweise Präge-oder Volumenhologramme und sonstige
Kinegramme, wie achromatische matte Strukturen. Ein weiteres Beispiel solcher optisch
variablen Elemente sind optische Elemente, die einen sogenannten Farbkippeffekt zeigen,
wie beispielsweise ein- oder mehrlagige Dünnschicht-Interferenzschichten oder Flüssigkristallschichten,
welche jeweils als durchgängige Schicht oder in Pigmentform (sogenannte Effektpigmente
wie beispielsweise Iriodine) vorliegen können. Weitere Beispiele sind Linsen- oder
Mikrospiegelstrukturen innerhalb eines optisch variablen Sicherheitselements. Solchen
optischen Elementen ist gemeinsam, dass sie üblicherweise auf Basis einer Polymerschicht,
z.B. einer Kunststofffolie, aufgebaut sind oder zumindest eine Polymerschicht als
Deck- oder Schutzschicht umfassen. Im Sinne der vorliegenden Erfindung werden solche
Elemente allgemein als Sicherheitselemente bezeichnet. Im speziellen Fall, dass das
optische Element auf Basis einer Kunststofffolie aufgebaut ist, kann das Element als
optisches Folienelement bezeichnet werden.
[0004] Zur Erhöhung der Fälschungssicherheit, das heißt um eine Nachahmung zu erschweren,
eine Überprüfung der Echtheit zu erleichtern oder als zusätzliches Gestaltungselement
ist es wünschenswert, solche Sicherheitselemente oder Wertdokumente, die solche Sicherheitselemente
umfassen, mit einem weiteren Aufdruck zusätzlich zu einem gegebenenfalls bereits aufgebrachten
Aufdruck zu überdrucken. Jedoch ist die Farbannahme beim Überdrucken solcher Sicherheitselemente
in der Regel nicht zufriedenstellend. Daher ist es bekannt, auf solchen Sicherheitselementen
Druck- oder Farbannahmeschichten (im Folgenden der Einfachheit halber als Farbannahmeschichten
bezeichnet) vorzusehen. Die für solche Sicherheitselemente geeigneten Farbannahmeschichten
sind jedoch bei den notwendigen Schichtdicken oder infolge von Füllstoffen opak oder
haben zumindest eine unerwünschte trübende Wirkung. Dadurch wird die visuelle Wahrnehmbarkeit
oder die maschinelle Detektierbarkeit des Sicherheitselements negativ beeinflusst.
Beispielsweise ist dann eine gute, ungestörte Durchsicht durch ein Fenster nicht mehr
möglich. Handelt es sich bei dem Sicherheitselement um ein optisch variables Element,
so kann dessen optisch variabler Effekt beeinträchtigt oder vollständig unterbunden
werden.
[0005] Eine Maßnahme dagegen wäre es, die Farbannahmeschicht mit einer verringerten Schichtdicke
oder mit einem solchen Füllstoffgehalt vorzusehen, so dass die Opazität und/ oder
die trübende Wirkung der Farbannahmeschicht reduziert wird, um so eine verbesserte
Wahrnehmbarkeit eines Sicherheitselements zu gewährleisten. Dies hat jedoch den Nachteil,
dass sich dadurch die Haftung und Trocknung der Druckfarbe des aufzubringenden weiteren
Aufdrucks verschlechtert. Besteht die Anforderung einer guten Farbannahme, muss eine
mehr oder weniger stark ausgeprägte Trübung oberhalb des Sicherheitselementes hingenommen
werden. Besteht dagegen die Anforderung, beispielsweise ein klares Durchsichtsfenster
herzustellen, so ist eine befriedigende Farbannahme der Druckfarbe des weiteren Aufdrucks
auf dem Fenster bislang nicht möglich.
[0006] US 5 387 013 offenbart ein Wertdokument gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
WO 2008/031170 A1 offenbart Sicherheitsvorrichtungen mit strahlungshärtbarer geprägter Tinte für Sicherheitsdokumente.
US 2004/0053017 A1 offenbart ein Informationsträger mit Wasserzeichen.
[0007] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, ein Sicherheitselement, z.B. ein
optisches Folienelement, für die Herstellung von Wertdokumenten anzugeben, das eine
gute Farbannahme, Haftung und Trocknung einer Druckfarbe eines aufzubringenden weiteren
Aufdrucks gestattet, ohne dabei eine Mattierung oder Trübung des Sicherheitselements
zu verursachen. Es ist weiterhin Aufgabe der Erfindung, ein Wertdokument mit einem
solchen Sicherheitselement anzugeben.
[0008] Diese Aufgabe wird durch ein Sicherheitselement sowie ein Wertdokument mit den Merkmalen
der unabhängigen Ansprüche gelöst. Die abhängigen Ansprüche betreffen bevorzugte Ausgestaltungen
und Weiterbildungen der Erfindung.
[0009] Farbannahmeschichten haben die Aufgabe, die Farbannahme, das heißt das Wegschlagen
der Druckfarbe eines weiteren Aufdrucks oder von bestimmten Inhaltsstoffen solcher
Druckfarben, wie Ölen, und somit die Haftung und Trocknung der Druckfarbe des weiteren
Aufdrucks zu gewährleisten. Im Sinne der vorliegenden Erfindung werden unter dem Begriff
Farbannahmeschicht auch Schichten verstanden, die eine verbesserte Haftung auf einer
Oberfläche, insbesondere auf eine Polymer-, Kunststoff- oder Folienoberfläche, vermitteln.
Die Farbannahmeschicht kann einschichtig oder mehrschichtig, das heißt aus mehreren
Teilschichten aufgebaut sein, wobei die einzelnen Schichten jeweils homogen sind.
Beispielsweise vermittelt eine gegebenenfalls direkt auf der Oberfläche des Sicherheitselements
angeordnete erste Teilschicht der Farbannahmeschicht vornehmlich eine erhöhte Haftung
einer weiteren Teilschicht der Farbannahmeschicht auf dem Sicherheitselement, während
die weitere Teilschicht vornehmlich die Farbannahmefähigkeit der Druckfarbe eines
weiteren Aufdrucks gewährleistet. Dabei wird die direkt auf der Oberfläche des Sicherheitselementes
angeordnete, eine Klebefähigkeit aufweisende erste Teilschicht auch als Primer- oder
Klebstoffschicht bezeichnet.
[0010] Erfindungsgemäß ist die transparente Farbannahmeschicht oberhalb einer ersten Oberfläche
des Sicherheitselementes angeordnet, das heißt die transparente Farbannahmeschicht
ist z.B. entweder direkt auf eine Folie oder Polymer- bzw. Kunststoffschicht des Sicherheitselements
appliziert oder durch eine oder mehrere weitere, vorzugsweise transparente Zwischenschichten
davon getrennt. Beim Bedrucken des Sicherheitselements mit einem weiteren Aufdruck
bildet die transparente Farbannahmeschicht vorteilhafterweise die oberste Schicht
und stellt somit die Farbannahme, die Haftung und die Trocknung der Druckfarbe des
weiteren Aufdrucks sicher. Der weitere Aufdruck kann dabei mit Hilfe eines Offset-Verfahrens,
eines Tiefdruckverfahrens oder eines anderen geeigneten Druckverfahrens aufgebracht
werden. Dabei kann es sich um einen Untergrunddruck handeln.
[0011] Die erfindungsgemäße Verwendung einer transparenten Farbannahmeschicht ermöglicht
zumindest vor dem Aufbringen eines weiteren Aufdrucks eine unbeeinträchtigte Wahrnehmung
des Sicherheitselementes. Insbesondere entsteht keine Beeinträchtigung der Wahrnehmbarkeit
durch eine Mattierung oder Trübung. Handelt es sich bei dem Sicherheitselement um
ein einfaches Fenster oder Durchsichtsfenster, das z.B. auf Grundlage einer transparenten
Folie gebildet ist, so ermöglicht die Verwendung der transparenten Farbannahmeschicht
weiterhin eine klare Durchsicht durch das Fenster. Besteht das Sicherheitselement
aus einem optisch variablen Sicherheitselement, so gestattet die transparente Farbannahmeschicht
eine Wahrnehmung eines unbeeinträchtigten optisch variablen Effekts.
[0012] Die erfindungsgemäße transparente Farbannahmeschicht umfasst zumindest einen Füllstoff
und ein Bindemittel.
[0013] Als Füllstoff wird Böhmit, pseudo-Böhmit, Zeolith, Al
2O
3 oder Kieselgel oder ein Gemisch von diesen Stoffen verwendet. Im Hinblick auf die
Transparenz der transparenten Farbannahmeschicht weisen diese Füllstoffe vorzugsweise
eine Partikelgröße in einem Bereich von 1 nm bis 1 µm auf, wobei der Bereich von 5
nm bis 200 nm besonders bevorzugt wird. Die Verwendung von Böhmit oder Pseudo-Böhmit
wird bevorzugt. Unter Böhmit versteht man laut "
Römpp Lexikon der Chemie", 10. Auflage, Georg Thieme Verlag, 1996, das rhombisch kristalline Metahydroxid γ-AlO(OH), das beispielsweise aus kristallinem
Al(OH)
3 durch 14-tägiges Erhitzen auf 150°C im zugeschmolzenen Rohr unter Wasserabspaltung
erhältlich ist. Pseudo-Böhmit ist ein Agglomerat aus Aluminiumoxidhydroxid der Formel
Al
2O
3 * n H
2O (n =1 bis 1,5).
[0014] Als Bindemittel werden Polyvinylalkohol, modifizierter Polyvinylalkohol, Polyurethandispersionen,
Acrylatdispersionen, sowie Derivate oder Mischungen derselben verwendet. Vorzugsweise
liegt das Füllstoff-zu-Bindemittel-Verhältnis zwischen 6:1 und 30:1, wobei sich das
genannte Verhältnis auf die Masse bezieht. Damit umfasst die transparente Farbannahmeschicht
deutlich mehr Füllstoff als Bindemittel. Das Füllstoff-zu-Bindemittel-Verhältnis kann
beispielsweise 6:1, 8:1, 10:1,12:1, 15:1, 20:1, 25:1 oder 30:1 betragen, wobei jedes
der genannten Verhältnisse eine Unter- oder Obergrenze des oben genannten Bereichs
darstellen kann.
[0015] Neben dem genannten Füllstoff und Bindemittel umfasst die Farbannahmeschicht vorzugsweise
einen Vernetzer, insbesondere aus der Stoffklasse Isocyanat, Aziridin, Carbodiimid
oder Glycidether. Weiterhin kann die transparente Farbannahmeschicht weitere Zusatzstoffe
wie etwa Entlüfter oder einprotonige Säuren umfassen.
[0016] Eine derart aufgebaute Farbannahmeschicht zeichnet sich durch eine gute Haftung auf
Kunststoffschichten, insbesondere Kunststofffolien, aus und stellt weiterhin eine
gute Farbannahmefähigkeit der aufzubringenden Druckfarbe des weiteren Aufdrucks sowie
deren Trocknung und Haftung sicher. Diese Rezeptur kann daher auch als Ausgangspunkt
zur Entwicklung von nicht-transparenten Farbannahmeschichten verwendet werden. Dazu
werden der Rezeptur der Farbannahmeschicht weitere Zusatzstoffe, wie beispielsweise
Pigmente, zugegeben, die die gewünschte Eigenschaft erzeugen. Dies können beispielsweise
Pigmente wie TiO
2, BaSO
4, CaCO
3, Kieselsäuren, oder Hohlkugelpigmente auf Polymerbasis wie z.B. "ROPAQUE" der Firma
Rohm & Haas sein oder auch Effektpigmente, die einen Perlglanz oder einen metallischen
Glanz erzeugen, Interferenzpigmente, Flüssigkristallpigmente, thermochrome oder magnetische
Pigmente, oder Pigmente, die eine Phosphoreszenz oder Fluoreszenz erzeugen oder eine
antistatische Wirkung aufweisen, sein. Weist eine solche Farbannahmeschicht aufgrund
ihrer Zusatzstoffe beispielsweise eine hohe Opazität auf, empfiehlt es sich, gegebenenfalls
eine gewünschte Basisfarbe des Sicherheitselementes oder eines Substrats über die
Farbannahmeschicht zu realisieren.
[0017] Die Haftung der erfindungsgemäßen Farbannahmeschicht auf Kunststoffschichten, insbesondere
Kunststofffolien, kann mittels einer als Haftvermittler dienenden Primer-Schicht verbessert
werden.
[0018] In einer bevorzugten Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Sicherheitselements ist
dieses als Durchsichtsfenster bzw. Fenster, drucktechnisch erzeugtes Merkmal, Sicherheitsfaden,
Folienstreifen, Patch oder Etikett ausgebildet und die transparente Farbannahmeschicht
ist vollflächig aufgebracht. Das Sicherheitselement umfasst weiter bevorzugt eine
Polymerschicht, z.B. eine Kunststofffolie, auf der die transparente Farbannahmeschicht
aufgebracht ist. Ein solches Sicherheitselement kann direkt auf einem zu sichernden
Wertdokument erzeugt werden oder auf einem separaten Träger als Transferelement vorbereitet
werden. Ein solcher separater Träger weist bevorzugt ein Kunststoff- bzw. Polymermaterial
auf und kann beispielsweise ein Folienmaterial, insbesondere ein Transfermaterial,
sein oder aufweisen. Für das Folienmaterial kommen dabei Kunststoffe wie PET (Polyethylenterephthalat),
PBT (Polybutylenterephthalat), PEN (Polyethylennaphthalat), PP (Polypropylen), PA
(Polyamid) und PE (Polyethylen) in Betracht. Dieses Folienmaterial kann ferner monoaxial
oder biaxial gereckt sein.
[0019] Die Befestigung des Sicherheitselements auf einem zu sichernden Wertdokument erfolgt
dabei mit Hilfe einer Klebstoffschicht, wobei hierfür vorzugsweise ein Heißschmelzkleber
verwendet wird. Nach dem Transfer des Sicherheitselements auf ein zu sicherndes Wertdokument
wird das Trägermaterial gegebenenfalls wieder abgezogen, so dass das Sicherheitselement
auf dem zu sichernden Wertdokument verbleibt. Die transparente Farbannahmeschicht
dient dabei als Trennschicht bzw. Release-Schicht.
[0020] Auf bekannten Sicherheitselementen, insbesondere auf Transferelementen, wird häufig
ein transparenter UV-Lack als Deck- und Schutzschicht verwendet. In der bevorzugten
Ausgestaltung wird diese UV-Lackschicht entweder mit der transparenten Farbannahmeschicht
überzogen oder durch die transparente Farbannahmeschicht ersetzt.
[0021] Die transparente Farbannahmeschicht bildet beim Bedrucken des Folienstreifens oder
Transferelementes mit dem weiteren Aufdruck die oberste Schicht des Sicherheitselements,
wodurch sich die Farbannahmefähigkeit für die Druckfarbe des weiteren Aufdrucks erhöht,
da die transparente Farbannahmeschicht eine gegenüber dem bekannten transparenten
UV-Lack verbesserte Druckfarbannahmefähigkeit aufweist.
[0022] In einer bevorzugten Ausgestaltung kann das Sicherheitselement als Patch oder Etikett
ausgebildet sein und beispielsweise eine flächige Form mit vergleichbaren Längenabmessungen
in allen Richtung aufweisen oder eine längliche Form beispielsweise in Form eines
Streifens aufweisen, wie dies bei Sicherheitsfäden oder Folienstreifen, beispielsweise
sogenannten LEAD-Streifen, der Fall ist. Ist ein solches Sicherheitselement als Transferelement
mit einer gegebenenfalls transparenten Folie als Träger ausgebildet, so wird es auch
als Folienelement, Folienpatch oder Folienstreifen bezeichnet.
[0023] In der Erfindung umfasst ein Wertdokument ein Substrat sowie ein erfindungsgemäßes
Sicherheitselement, das derart auf dem Substrat des Wertdokumentes angeordnet ist,
dass die erste Oberfläche des Sicherheitselementes mit einer ersten Oberfläche des
Substrats eine gemeinsame Oberfläche bildet. Dabei ist die transparente Farbannahmeschicht
oberhalb der gemeinsamen Oberfläche entweder vollflächig oder zumindest in einem ersten
Teilbereich der gemeinsamen Oberfläche angeordnet. Die transparente Farbannahmeschicht
kann somit auch in einem Bereich außerhalb des Sicherheitselements angeordnet sein.
Mit der Formulierung "außerhalb des Sicherheitselements" ist gemeint, dass die transparente
Farbannahmeschicht bei der Betrachtung des Wertdokuments im Auflicht nicht oberhalb
des Sicherheitselements angeordnet ist.
[0024] Als Substrat des Wertdokumentes können ein- oder mehrlagige Substrate verwendet werden.
Im Fall von einlagigen Substraten kommt jede Art von Papier oder Papier-artigem Material
in Betracht, insbesondere Baumwoll-Velin-Papier. Es kann auch Papier eingesetzt werden,
welches einen gewissen Anteil x eines Polymermaterials im Bereich von 0 bis 100 Gew.-%
enthält. Weiterhin kann als Substrat eine Kunststoffschicht, beispielsweise eine Kunststofffolie,
oder ein Folienverbund verwendet werden. Eine solche Folie kann zusätzlich monoaxial
oder biaxial gereckt sein. Eine solche Reckung der Folie führt unter anderem dazu,
dass sie polarisierende Eigenschaften erhält, die als Sicherheitsmerkmal in dem Wertdokument
genutzt werden können.
[0025] Als mehrlagiges Substrat kann ein mehrlagiger Verbund verwendet werden, der beispielsweise
eine Schicht aus Papier oder einem Papier-artigen Material aufweist. Auf diese Schicht
ist beispielsweise von beiden Seiten eine transparente Kunststoff- oder Polymerschicht
aufkaschiert, wodurch ein solcher mehrlagiger Verbund eine außerordentlich große Stabilität
und Haltbarkeit aufweist. Dabei werden Sicherheitspapiere mit Kunststoff- oder Polymerbeschichteten
Papierschichten zur Herstellung von Folienverbundbanknoten verwendet. Umgekehrt kann
der mehrlagige Verbund auch eine zentrale Schicht aus einem Kunststoff- oder Polymermaterial
aufweisen, welche beidseitig mit jeweils einer Lage aus Papier oder einem Papier-artigen
Material beschichtet ist. Als mehrlagiges Substratmaterial kann auch ein mehrschichtiges,
papierfreies Komposit-Material eingesetzt werden.
[0026] Das Sicherheitselement kann auf der Oberfläche des Substrats angeordnet werden. Es
kann jedoch auch innerhalb des Substrats angeordnet sein und beispielsweise nur bereichsweise
an die Oberfläche des Substrats treten, wie dies bei Sicherheitsfäden wie Fenster-
oder Pendel-Sicherheitsfäden der Fall ist. Das Sicherheitselement kann auch eine Aussparung
in dem Substrat füllen, wie dies bei Fenstern, insbesondere Durchsichtsfenstern der
Fall ist. Auch kann das Sicherheitselement im Falle eines aus mehreren Schichten bestehenden
Verbundes, wie etwa einer Folienverbundbanknote, auch unterhalb einer transparenten
Schicht, z.B. einer Kunststofffolie, angeordnet sein oder innerhalb der transparenten
Schicht eingebettet sein.
[0027] Ein als Transferelement ausgebildetes Sicherheitselement mit einer vollflächigen
transparenten Farbannahmeschicht eignet sich besonders zur Aufbringung auf einem Wertdokument,
dessen Substratoberfläche aus Papier oder einem Papier-artigen Material besteht, insbesondere
wenn die transparente Farbannahmeschicht derart realisiert ist, das sie die gleiche
oder eine ähnliche Farbannahmefähigkeit wie die Papier- oder Papier-artige Substratoberfläche
des Wertdokuments aufweist, da somit ein Wertdokument mit einem Sicherheitselement
realisiert werden kann, welches ohne weitere Beschichtungsschritte notwendig zu machen,
eine hohe Farbannahmefähigkeit auf seiner gesamten Oberfläche aufweist.
[0028] Die transparente Farbannahmeschicht kann unmittelbar auf der gemeinsamen Oberfläche
von Sicherheitselement und Substrat angeordnet werden. In einer bevorzugten Ausgestaltung
ist jedoch eine weitere transparente Schicht, beispielsweise eine Kunststofffolie,
insbesondere eine PET-Folie bzw. Polyesterfolie, zwischen der gemeinsamen Oberfläche
und der transparenten Farbannahmeschicht angeordnet. Dabei bildet die transparente
Schicht beispielsweise eine Deck- oder Schutzschicht für das Sicherheitselement und
das Substrat. Die transparente Farbannahmeschicht stellt dann die Bedruckbarkeit mit
der Druckfarbe eines weiteren Aufdrucks sicher. Bevorzugt ist die weitere transparente
Schicht unmittelbar auf der gemeinsamen Oberfläche angeordnet und/ oder die transparente
Farbannahmeschicht unmittelbar auf der weiteren transparenten Schicht, z.B. einer
Kunststofffolie, angeordnet.
[0029] Erfindungsgemäß ist oberhalb der gemeinsamen Oberfläche neben der transparenten Farbannahmeschicht
zusätzlich eine opake Farbannahmeschicht angeordnet. In einem zweiten Teilbereich
der gemeinsamen Oberfläche, welcher außerhalb, das heißt bei der Betrachtung des Wertdokuments
im Auflicht nicht oberhalb, des Sicherheitselements liegt, weist die opake Farbannahmeschicht
eine erste, vorzugsweise gleich bleibende Schichtdicke auf. Ein dritter Teilbereich
der gemeinsamen Oberfläche befindet sich oberhalb des Sicherheitselements und ist
vorzugsweise durch die Ausdehnung des Sicherheitselements definiert. In diesem dritten
Teilbereich weist die opake Farbannahmeschicht eine Aussparung auf, das heißt eine
Schichtdicke von null oder zumindest eine gegenüber der ersten Schichtdicke verringerte
Schichtdicke. Dadurch ist das Sicherheitselement vollständig nur von der transparenten
Farbannahmeschicht überzogen. Die opake Farbannahmeschicht ist nur in Bereichen außerhalb
des Sicherheitselements angeordnet.
[0030] Eine derartige Ausgestaltung gestattet eine Anordnung einer opaken Farbannahmeschicht
auf dem Wertdokument, ohne die Wahrnehmbarkeit des Sicherheitselementes zu beeinträchtigen,
wobei gleichzeitig eine gute Bedruckbarkeit des Wertdokumentes auch oberhalb des Sicherheitselements
gewährleistet ist.
[0031] In den Randbereichen der opaken Farbannahmeschicht, beispielsweise dort, wo die opake
Farbannahmeschicht an die transparente Farbannahmeschicht unmittelbar angrenzt, kann
es jedoch zu unerwünschten Glanzkanten (Tesaeffekt) kommen. Solche Glanzkanten stehen
einem gewünschten einheitlichen Erscheinungsbild der Oberfläche des Wertdokumentes
entgegen. In einer bevorzugten Ausgestaltung nimmt daher die Schichtdicke der opaken
Farbannahmeschicht innerhalb des dritten Teilbereiches und/ oder in einem vierten
Teilbereich ausgehend von der ersten Schichtdicke der opaken Farbannahmeschicht in
dem zweiten Teilbereich treppenförmig oder stufenlos ab, vorzugsweise bis auf null
oder etwa null. Dieser abnehmende Verlauf zeigt vorzugsweise einen konstanten Gradienten.
Der vierte Teilbereich der gemeinsamen Oberfläche liegt dabei zwischen dem zweiten
und dem dritten Teilbereich und grenzt vorzugsweise unmittelbar an den dritten Teilbereich
und umgibt diesen vollständig. Im einfachsten Fall definiert der dritte Teilbereich
den Bereich des Sicherheitselements, wodurch der vierte Teilbereich einen Randbereich
des Sicherheitselementes definiert, welcher außerhalb des Sicherheitselementes liegt
und diesen unmittelbar umgibt. Dabei weist der vierte Teilbereich vorzugsweise eine
konstante Breite auf. Die Schichtdicke der opaken Farbannahmeschicht nimmt im dritten
und/oder vierten Teilbereich bis auf null oder etwa null ab. Besonders bevorzugt beträgt
die Schichtdicke der opaken Farbannahmeschicht im gesamten dritten Teilbereich null
und die Schichtdicke der opaken Farbannahmeschicht nimmt in dem vierten Teilbereich
ausgehend von dem Randbereich zum zweiten Teilbereich bis hin zum Randbereich zum
dritten Teilbereich von der ersten Schichtdicke auf null ab.
[0032] Durch einen derartigen graduellen Verlauf der Schichtdicke der opaken Farbannahmeschicht
ist der Randbereich der opaken Farbannahmeschicht nur noch geringfügig zu erkennen
und störende Glanzkanten beispielsweise am Übergangsbereich zwischen opaker und transparenter
Farbannahmeschicht werden vermieden.
[0033] In einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung ist die transparente Farbannahmeschicht
innerhalb des zweiten, dritten und gegebenenfalls vierten Teilbereichs unterhalb oder
oberhalb der opaken Farbannahmeschicht angeordnet, weist dort eine gleich bleibende
Schichtdicke auf und ist vorzugsweise als zusammenhängende Schicht ausgebildet. Im
einfachsten Fall ist dazu die transparente Farbannahmeschicht mit gleich bleibender
Schichtdicke auf dem Wertdokument aufgetragen. Alternativ kann die transparente Farbannahmeschicht
im dritten und gegebenenfalls vierten Teilbereich eine gegenüber dem zweiten Teilbereich
erhöhte Schichtdicke aufweisen, um die reduzierte Schichtdicke der opaken Farbannahmeschicht
in diesem Bereich vollständig oder zumindest teilweise auszugleichen. Besonders bevorzugt
ist die Schichtdicke der transparenten Farbannahmeschicht dabei derart ausgestaltet,
dass die Summe der Schichtdicken von transparenter und opaker Farbannahmeschicht im
zweiten, dritten und gegebenenfalls vierten Teilbereich, vorzugsweise vollflächig
auf der gesamten Oberfläche des Wertdokumentes, gleich bleibend ist. In diesem Fall
weist die Schichtdicke der transparenten Farbannahmeschicht in dem dritten und/ oder
vierten Teilbereich ausgehend von dem zweiten Teilbereich einen der opaken Farbannahmeschicht
entsprechenden, in Richtung des dritten Teilbereichs treppenförmig oder stufenlos
zunehmenden Verlauf, vorzugsweise mit einem konstanten Gradienten, auf. Besonders
bevorzugt weist die transparente Farbannahmeschicht in dem dritten Teilbereich eine
konstante Schichtdicke auf und zeigt nur in dem vierten Teilbereich eine unterschiedliche
Schichtdicke.
[0034] Durch derartige Ausgestaltungen von opaker und transparenter Farbannahmeschicht auf
dem Wertdokument wird eine vollständig ebene gemeinsame Oberfläche von opaker und
transparenter Farbannahmeschicht geschaffen.
[0035] In einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung ist die transparente Farbannahmeschicht
nur innerhalb des dritten und gegebenenfalls vierten Teilbereichs angeordnet, das
heißt die Schichtdicke der transparenten Farbannahmeschicht im zweiten Teilbereich
beträgt null. Innerhalb des dritten und/ oder gegebenenfalls vierten Teilbereichs
zeigt die Schichtdicke der transparenten Farbannahmeschicht ausgehend von der Schichtdicke
null am Randbereich zum zweiten Teilbereich wiederum einen in Richtung des dritten
Teilbereichs treppenförmig oder stufenlos zunehmenden Verlauf, vorzugsweise mit einem
konstanten Gradienten, so dass die Summe der Schichtdicken von transparenter und opaker
Farbannahmeschicht im zweiten, dritten und gegebenenfalls vierten Teilbereich, vorzugsweise
vollflächig auf dem gesamten Wertdokument, gleich bleibend ist. Beträgt die Schichtdicke
der opaken Farbannahmeschicht im dritten Teilbereich den Wert null, so ist die Schichtdicke
der Farbannahmeschicht in dem dritten Teilbereich gleich bleibend und gleich der Schichtdicke
der Farbannahmeschicht in dem zweiten Teilbereich.
[0036] Durch derartige Ausgestaltungen von opaker und transparenter Farbannahmeschicht auf
dem Wertdokument wird eine vollständig ebene gemeinsame Oberfläche von opaker und
transparenter Farbannahmeschicht geschaffen.
[0037] In einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung des Wertdokumentes weist die transparente
Farbannahmeschicht einen ersten und einen zweiten Unterbereich auf, wobei die transparente
Farbannahmeschicht in dem ersten und zweiten Unterbereich eine erste und zweite Ausgestaltung
besitzt, welche voneinander verschieden sind. Der Bereich, in dem die transparente
Farbannahmeschicht aufgetragen ist, ist somit in wenigstens zwei Unterbereiche unterteilt,
welche bevorzugt aneinandergrenzen. Die Ausgestaltung in den beiden Unterbereichen
ist dabei derart, dass die beiden Unterbereiche zumindest bei Betrachtung aus einer
vorbestimmten Betrachtungsrichtung und vorzugsweise bei Betrachtung aus allen Betrachtungsrichtungen
einen optisch gleichen Eindruck bei einem Betrachter erzeugen, während sich beide
Unterbereiche in einer technischen Eigenschaft unterscheiden. Dies kann beispielsweise
das Farbannahmeverhalten bezüglich des aufzubringenden weiteren Aufdrucks oder das
Verhalten bei Verprägung des Wertdokuments und/ oder des Sicherheitselements sein.
[0038] Ebenso kann alternativ oder zusätzlich die opake Farbannahmeschicht einen ersten
und einen zweiten Unterbereich aufweisen, wobei die opake Farbannahmeschicht in dem
ersten und zweiten Unterbereich eine erste und zweite Ausgestaltung besitzt, welche
voneinander verschieden sind. Der Bereich, in dem die opake Farbannahmeschicht aufgetragen
ist, ist somit in wenigstens zwei Unterbereiche unterteilt, welche bevorzugt aneinandergrenzen.
Die Ausgestaltung in den beiden Unterbereichen ist dabei derart, dass die beiden Unterbereiche
zumindest bei Betrachtung aus einer vorbestimmten Betrachtungsrichtung und vorzugsweise
bei Betrachtung aus allen Betrachtungsrichtungen einen optisch gleichen Eindruck bei
einem Betrachter erzeugen, während sich beide Unterbereiche in einer technischen Eigenschaft
unterscheiden. Dies kann beispielsweise das Farbannahmeverhalten bezüglich des aufzubringenden
weiteren Aufdrucks oder das Verhalten bei Verprägung des Wertdokuments und/oder des
Sicherheitselements sein.
[0039] Unmittelbar nach dem Aufbringen der opaken und/ oder transparenten Farbannahmeschicht
sind die jeweils beiden Unterbereiche für einen Betrachter zumindest bei Betrachtung
einer vorbestimmten Betrachtungsrichtung und vorzugsweise bei Betrachtung aus allen
Betrachtungsrichtungen für einen Betrachter ununterscheidbar. Unterscheiden sich die
jeweils beiden Unterbereiche beispielsweise in ihrem Farbannahmeverhalten bezüglich
der Druckfarbe des aufzubringenden weiteren Aufdrucks, so sind die beiden Unterbereiche
im unbedruckten Zustand, wie oben beschrieben, ununterscheidbar. Beim Aufbringen der
Druckfarbe des weiteren Druckbildes auf die jeweils beiden Unterbereiche von transparenter
oder opaker Farbannahmeschicht werden diese zumindest bei Betrachtung aus einer vorbestimmten
Richtung vorzugsweise bei Betrachtung aus allen Betrachtungsrichtungen für einen Betrachter
unterscheidbar, indem sie einen unterschiedlichen optischen Eindruck beim Betrachter
erzeugen, beispielsweise eine unterschiedliche Farbbrillanz zeigen. Dabei ist es von
Vorteil, wenn die Druckfarbe des weiteren Druckbildes als Untergrunddruck vollflächig
auf die jeweils beiden Unterbereiche aufgebracht wird.
[0040] Alternativ oder zusätzlich können sich die jeweils beiden Unterbereiche auch in ihrem
Verhalten gegenüber einer Verprägung unterscheiden, das heißt sie weisen beispielsweise
eine voneinander verschiedene mechanische Stabilität auf.
[0041] Die notwendige unterschiedliche Ausgestaltung der jeweils beiden Unterbereiche von
opaker und/ oder transparenter Farbannahmeschicht können im Falle eines mehrschichtigen
Aufbaus durch einen unterschiedlichen Schichtaufbau oder durch verschiedene Rezepturen
für die Farbannahmeschichten in den jeweiligen Unterbereichen erreicht werden. Beispielsweise
können in einem Unterbereich zusätzliche Pigmente in der Farbannahmeschicht vorgesehen
sein, deren Vorhandensein nur bei Betrachtung in einer vorbestimmten Betrachtungsrichtung
erkennbar ist, wie dies beispielsweise bei Effektpigmenten wie Interferenzpigmenten
oder Flüssigkristallpigmenten der Fall ist, welche beispielsweise einen Farbkippeffekt
zeigen. Alternativ können bei Verwendung solcher Effektpigmente auch die gleichen
Rezepturen für die Farbannahmeschicht in beiden Unterbereichen verwendet werden, wobei
die Ausrichtung der Effektpigmente in diesen Unterbereichen voneinander verschieden
ausgebildet wird. Für die verschiedenen Unterbereiche einer opaken Farbannahmeschicht
können auch das Transmissionsverhalten verändernde unterschiedliche Inhaltsstoffe
verwendet werden, wodurch die beiden Unterbereiche der opaken Farbannahmeschicht im
Auflicht einen identischen optischen Eindruck erzeugen, im Durchlicht jedoch voneinander
unterscheidbar sind.
[0042] In einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung sind die jeweiligen Unterbereiche von
opaker und/ oder transparenter Farbannahmeschicht derart angeordnet, dass sich für
den Betrachter eine erkennbare Information ergibt, wenn diese Unterbereiche voneinander
unterscheidbar sind. Die durch die beiden jeweiligen Unterbereiche gebildete Substruktur
bildet beispielsweise ein Motiv oder ein graphisches oder alphanumerisches Zeichen.
[0043] Bei dem erfindungsgemäßen Sicherheitselement sowie dem erfindungsgemäßen Wertdokument
kann die transparente Farbannahmeschicht zusätzlich mit einer Überlackierung versehen
werden, durch die eine Mattierung und/oder eine Verlängerung der Lebensdauer und Umlauffähigkeit
erreicht werden kann. Als Lackschicht eignet sich z.B. ein aus einer unteren und einer
oberen Lackschicht bestehendes Lacksystem, das z.B. in der
WO 2004/072378 A1 offenbart ist, deren Offenbarungsgehalt hierin durch Bezugnahme mit eingeschlossen
ist. Die untere Lackschicht kann eine wasserbasierte Dispersionslackschicht sein,
die z.B. auf wasserbasierten Dispersionen aliphatischer Polyester-Polyurethane oder
Acryl-Styrol-Polyurethane basiert. Die obere Lackschicht ist vorzugsweise eine strahlungshärtende
und/ oder physikalisch trocknende Lackschicht. Als physikalisch trocknende Lackschicht
eignen sich wasserbasierte Dispersionen, vorzugsweise ohne Polyurethananteil, z.B.
auf Acryl-Styrol-Basis. Die obere Lackschicht kann aber auch einen Hybridlack enthalten,
der sowohl physikalisch trocknende, als auch einen strahlungshärtenden Lackanteil
enthält.
[0044] Weitere Ausführungsbeispiele und Vorteile der Erfindung werden nachfolgend beispielhaft
anhand der begleitenden Figuren 2 bis 4 erläutert. Die Beispiele stellen bevorzugte
Ausführungsformen dar, die die Erfindung in keiner Weise beschränken. Die gezeigten
Figuren sind schematische Darstellungen, die die realen Proportionen nicht widerspiegeln
sondern einer verbesserten Anschaulichkeit der verschiedenen Ausführungsbeispiele
dienen.
[0045] Im Einzelnen zeigen die Figuren:
Figur 1a
eine Banknote mit einem Sicherheitselement in Draufsicht;
Figur 1b
einen Schnitt durch die Banknote aus Figur 1a;
Figur 2a bis 2f
Schnittansichten durch Ausführungsbeispiele;
Figur 3a bis 3c
Draufsichten auf verschiedene Ausgestaltungen von Teilbereichen; und
Figur 4 eine
Draufsicht auf ein weiteres Ausführungsbeispiel eines Wertdokumentes.
[0046] In den Figuren 1a und 1b ist als Wertdokument eine Banknote mit einem Substrat 1
dargestellt. Auf dem Substrat 1 ist die Denomination "50" aufgedruckt. Das Substrat
1 des Wertdokuments besteht in einer Ausgestaltung aus einem Papier oder einem Papier-ähnlichen
Material und weist eine entsprechend hohe Farbannahmefähigkeit und gute Bedruckbarkeit
für einen aufzubringenden, in Figur 1a nicht dargestellten, weiteren Aufdruck auf.
Auf dem Substrat 1 ist weiterhin ein Sicherheitselement 2, z.B. ein optisches Folienelement,
angeordnet, welches in der gezeigten Ausgestaltungein Transferelement ist. Das Sicherheitselement
2 umfasst eine Klebstoffschicht 3, die einen aktivierbaren Kleber, beispielsweise
einen Heißkleber umfasst. Mit Hilfe der Klebstoffschicht 3 wird der zentrale Folienbestandteil
4 des optischen Folienelements 2 auf der Oberfläche von Substrat 1 fixiert. Um eine
gute Bedruckbarkeit des optischen Folienelementes 2 und insbesondere des zentralen
Folienbestandteils 4 zu gewährleisten, umfasst das optische Folienelement 2 weiterhin
eine transparente Farbannahmeschicht 5. Entsprechend besteht die resultierende Oberfläche
der Banknote im Bereich des optischen Folienelementes 2 aus der transparenten Farbannahmeschicht
5 und im übrigen Bereich aus der Oberfläche des Substrats 1. Entsprechend wird auf
dem gesamten Wertdokument vollflächig eine hohe Farbannahmefähigkeit und somit eine
gute Bedruckbarkeit geschaffen, das heißt die Farbannahmefähigkeit des Substrats wird
durch das Applizieren des beschriebenen, als Transferelement ausgebildeten optischen
Folienelements nicht beeinträchtigt. Diese Ausgestaltung weist nicht alle beanspruchten
Merkmale, insbesondere die opake Farbannahmeschicht, auf.
[0047] In Figur 2a ist ein zweites, nicht beanspruchtes Ausführungsbeispiel eines Wertdokumentes
in Form einer Banknote dargestellt. Das Wertdokument umfasst wiederum ein Substrat
1, welches aus Papier oder einem Papier-artigen Material oder auch aus Kunststoff
oder einer Folie bestehen kann. Das Substrat ist typischerweise opak. Im Falle einer
Kunststoff-Banknote allerdings ist das Substrat üblicherweise eine transparente Folie.
In dem Substrat 1 ist ein erstes optisches Folienelement in Form eines Fensters 6
(Durchgangsfenster) und ein zweites optisches Folienelement in Form eines Sicherheitsfadens
7 angeordnet. Sowohl Fenster 6 als auch Sicherheitsfaden 7 treten in dem Substrat
1 an die Oberfläche, womit die gemeinsame Oberfläche von Substrat 1, Fenster 6 und
Sicherheitsfaden 7 im Allgemeinen aus verschiedenen Materialien besteht. Um eine einheitliche
Farbannahmefähigkeit für den weiteren aufzubringenden Aufdruck zu gewährleisten, kann
unmittelbar auf dieser gemeinsamen Oberfläche eine transparente Farbannahmeschicht
5 angeordnet werden. Das in Figur 2a dargestellte Ausführungsbeispiel ist jedoch eine
Folienverbundbanknote, in welcher Substrat 1, wie auch Fenster 6 und Sicherheitsfaden
7 von einer Kunststoffschicht 8, beispielsweise einer PET-Folie, überzogen sind. Die
transparente Farbannahmeschicht 5 ist in diesem Fall unmittelbar auf der Kunststoffschicht
8 angeordnet. Weiterhin kann die in Figur 2a dargestellte Banknote weitere nicht dargestellte
Schichten, wie beispielsweise Klebstoff- oder Primerschichten, aufweisen, die beispielsweise
eine ausreichende Haftung der verschiedenen Schichten aufeinander gewährleisten. Die
transparente Farbannahmeschicht 5 bildet somit eine einheitliche Oberfläche des Wertdokuments
und schafft somit eine einheitliche und hohe Farbannahmefähigkeit auf dem gesamten
Wertdokument.
[0048] Das in Figur 2b im Schnitt dargestellte, erfindungsgemäße Ausführungsbeispiel unterscheidet
sich von dem in Figur 2a dargestellten Ausführungsbeispiel durch eine zusätzliche
opake Farbannahmeschicht 9. Die transparente Farbannahmeschicht 5 kann, wie im Ausführungsbeispiel
dargestellt, vollflächig auf dem Wertdokument angeordnet sein oder auch nur in einem
ersten Teilbereich oberhalb der gemeinsamen Oberfläche von Substrat 1, Fenster 6 und
Sicherheitsfaden 7, das heißt oberhalb der Oberfläche des Wertdokumentes, wobei die
transparente Farbannahmeschicht 5 zumindest oberhalb der optischen Folienelemente,
das heißt oberhalb von Fenster 6 und Sicherheitsfaden 7 angeordnet ist. Die opake
Farbannahmeschicht 9 ist nicht vollflächig auf der Oberfläche des Wertdokumentes aufgetragen.
Die Oberfläche des Wertdokumentes gliedert sich in jeweils einen oder mehrere zweite
Teilbereiche B, dritte Teilbereiche C und vierte Teilbereiche D. Die zweiten Teilbereiche
B sind vollständig außerhalb der optischen Folienelemente, das heißt sie überlappen
nicht mit Fenster 6 oder Sicherheitsfaden 7. Die dritten Teilbereiche C entsprechen
in dem in Figur 2b dargestellten Ausführungsbeispiel den Bereichen der optischen Folienelemente,
das heißt sie sind oberhalb von Fenster 6 und Sicherheitsfaden 7 angeordnet. Die dritten
Teilbereiche C besitzen im Ausführungsbeispiel die Abmessungen der optischen Folienelemente,
sie können alternativ jedoch auch einen größeren oder einen kleineren Bereich überdecken.
Die vierten Teilbereiche D sind Übergangsbereiche zwischen den zweiten Teilbereichen
B und den dritten Teilbereichen C und schließen sich unmittelbar an die zweiten Teilbereiche
B und die dritten Teilbereiche C an. Da die dritten Teilbereiche C den Bereichen der
optischen Elemente entsprechen, bilden die vierten Teilbereiche D einen außen liegenden
Randbereich um die optischen Folienelemente. Die vierten Teilbereiche D weisen vorzugsweise
eine konstante Breite auf.
[0049] In den zweiten Teilbereichen ist die opake Farbannahmeschicht 9 mit einer ersten,
gleich bleibenden Schichtdicke aufgetragen. In den dritten Teilbereichen C beträgt
die Schichtdicke der opaken Farbannahmeschicht 9 null, das heißt in den dritten Teilbereichen
C ist keine opake Farbannahmeschicht 9 aufgetragen. Somit wird die optische Wahrnehmbarkeit
der optischen Folienelemente durch das Vorhandensein der opaken Farbannahmeschicht
9 nicht beeinträchtigt. In den vierten Teilbereichen D zeigt die Schichtdicke der
opaken Farbannahmeschicht 9 einen zu den dritten Teilbereichen C hin abnehmenden Verlauf,
welcher wie im Ausführungsbeispiel dargestellt stufenlos sein kann oder auch treppenförmig
ausgebildet sein kann. Durch diesen abnehmenden Verlauf der Schichtdicke der opaken
Farbannahmeschicht 9 in den vierten Teilbereichen D wird ein Übergangsbereich der
opaken Farbannahmeschicht 9 geschaffen, die beispielsweise das Auftreten von so genannten
Glanzkanten und das Auftreten des so genannten Tesaeffekts verhindert.
[0050] In dem in Figur 2b dargestellten Ausführungsbeispiel ist die opake Farbannahmeschicht
9 oberhalb der transparenten Farbannahmeschicht 5 angeordnet. Es ist jedoch auch möglich,
die transparente Farbannahmeschicht 5 oberhalb der opaken Farbannahmeschicht 9 anzuordnen,
wie dies in dem in Figur 2c dargestellten Ausführungsbeispiel dargestellt ist. Dies
hat den Vorteil, dass damit eine bezüglich der Farbannahmefähigkeit einheitliche Oberfläche
des Wertdokumentes geschaffen wird.
[0051] In dem in Figur 2c dargestellten Ausführungsbeispiel ist die Schichtdicke der transparenten
Farbannahmeschicht 5 auf dem gesamten Wertdokument und somit in den zweiten B, dritten
C und vierten D Teilbereichen gleich bleibend. In dem in Figur 2d dargestellten Ausführungsbeispiel
ist die Schichtdicke der transparenten Farbannahmeschicht 5 in den dritten Teilbereichen
C und vierten Teilbereichen D im Vergleich mit der Schichtdicke in den zweiten Teilbereichen
B erhöht, so dass die in diesen Bereichen reduzierte Schichtdicke der opaken Farbannahmeschicht
9 ausgeglichen wird, so dass die Gesamtschichtdicke von opaker 9 und transparenter
5 Farbannahmeschicht gleich bleibend ist und sich somit eine vollständig ebene Oberfläche
des Wertdokuments ergibt.
[0052] In dem in Figur 2e dargestellten Ausführungsbeispiel ist die Schichtdicke der transparenten
Farbannahmeschicht 5 in den zweiten Teilbereichen B null und ist nur in den dritten
Teilbereichen C und vierten Teilbereichen D von null verschieden. Die transparente
Farbannahmeschicht 5 füllt somit die Aussparungen in der opaken Farbannahmeschicht
9 auf, wodurch auch auf diese Weise eine vollständig ebene Oberfläche des Wertdokuments
geschaffen wird.
[0053] In den in den Figuren 2c, 2d und 2e dargestellten Ausführungsbeispielen ist die transparente
Farbannahmeschicht 5 oberhalb der opaken Farbannahmeschicht 9 angeordnet, das heißt
die transparente Farbannahmeschicht 5 wird in einem späteren Verfahrensschritt als
die opake Farbannahmeschicht 9 aufgetragen. In dem in Figur 2f dargestellten Ausführungsbeispiel
wird die transparente Farbannahmeschicht 5 jedoch in einem früheren Verfahrensschritt
als die opake Farbannahmeschicht 9 auf das Wertdokument aufgebracht, wodurch die transparente
Farbannahmeschicht 5 unterhalb der opaken Farbannahmeschicht 9 liegt. Auch in diesem
Fall ist es möglich, eine vollständig ebene Oberfläche des Wertdokumentes bereitzustellen.
[0054] In einem nicht dargestellten Variante des in Figur 2f dargestellten Ausführungsbeispiels
ist die transparente Farbannahmeschicht 5 vollflächig auf dem Wertdokument angeordnet
und weist in den dritten Teilbereichen C und vierten Teilbereichen D eine erhöhte
Schichtdicke auf, derart dass wiederum die Gesamtschichtdicke von opaker 9 und transparenter
5 Farbannahmeschicht gleich bleibend ist.
[0055] In Figur 3a ist das in den Figuren 2a bis 2f gezeigte Fenster 6 in Draufsicht dargestellt.
Es ist kreisförmig ausgebildet und der dritte Teilbereich C ist exakt oberhalb des
Fensters 6 angeordnet und somit selbst kreisförmig ausgebildet. Der vierte Teilbereich
D bildet einen Ring konstanter Breite um den dritten Teilbereich C, wobei sich der
vierte Teilbereich D unmittelbar an den dritten Teilbereich C anschließt. Der zweite
Teilbereich B schließt sich unmittelbar an den vierten Teilbereich D an. Somit zeigt
die Schichtdicke der opaken Farbannahmeschicht 9 einen graduellen Verlauf in radialer
Richtung ausgehend von dem Mittelpunkt des kreisförmigen Fensters 6 in einem Ringbereich,
der sich in radialer Richtung nach außen unmittelbar an das Fenster 6 anschließt.
[0056] Der dritte Teilbereich C kann jedoch auch einen von dem Bereich des optischen Folienelements
abweichenden Bereich bilden, wie dies beispielhaft in Figur 3b dargestellt ist, wo
der dritte Teilbereich C ein streifenförmiger Bereich ist, in dem das kreisförmige
Fenster 6 vollständig zu liegen kommt. Die vierten Teilbereiche D und zweiten Teilbereiche
B bilden weitere streifenförmige Bereiche, die sich unmittelbar anschließen.
[0057] Ein solcher streifenförmiger dritter Teilbereich C eignet sich insbesondere für längliche
optische Folienelemente, wie beispielsweise den bereits in den Figuren 2a bis 2f dargestellten
Sicherheitsfaden 7. In dem in Figur 3c dargestellten Ausführungsbeispiel ist der dritte
Teilbereich C breiter als der Sicherheitsfaden 7, wobei sich wiederum die vierten
Teilbereiche D als weitere streifenförmige Bereiche an den dritten Teilbereich C anschließen,
und sich daran unmittelbar weiter die zweiten Teilbereiche B anschließen.
[0058] Somit kann die Ausgestaltung der dritten Teilbereiche C, der vierten Teilbereiche
D und der zweiten Teilbereiche B an das Applikationsverfahren der opaken und der transparenten
Farbannahmeschicht angepasst werden. Diese können mit gängigen Druckverfahren wie
dem Tiefdruck, dem Siebdruck oder dem Flexodruck aber auch mit Beschichtungsverfahren
aufgebracht werden, in denen die transparente und/oder opake Farbannahmeschicht auf
die Oberfläche gegossen oder gesprüht wird oder mit Walzen aufgetragen wird. Eine
wie in den Figuren 3b und 3c dargestellte streifenförmige Ausgestaltung der dritten
C, vierten D und zweiten B Teilbereiche eignet sich insbesondere dann, wenn die opake
und/oder transparente Farbannahmeschicht mit Hilfe von Druckwalzen auf das Wertdokument
aufgebracht wird.
[0059] In dem in Figur 4 dargestellten Ausführungsbeispiel ist über einem optischen Folienelement
2, welches als Transferelement ausgebildet sein kann, eine transparente Farbannahmeschicht
5 angeordnet, welche in den Unterbereichen 5a und 5b unterschiedliche Ausgestaltungen
aufweist. Vor dem Überdruck mit einem weiteren Aufdruck sind die Unterbereiche 5a
und 5b für einen Betrachter nicht erkennbar. Die Ausgestaltungen der transparenten
Farbannahmeschicht 5 in den Unterbereichen 5a und 5b unterscheiden sich jedoch in
ihrem Farbannahmeverhalten. Dadurch erscheint der aufgebrachte weitere Aufdruck in
den Unterbereichen 5a und 5b beispielsweise mit unterschiedlicher Brillanz. Somit
kann eine zusätzliche, durch die Unterbereiche 5a und 5b gebildete Substruktur in
der transparenten Farbannahmeschicht geschaffen werden, welche erst nach dem Überdrucken
mit einem weiteren Aufdruck erkennbar wird. Alternativ oder zusätzlich können sich
die Ausgestaltungen der transparenten Farbannahmeschicht in den Unterbereichen 5a
und 5b auch in anderen Eigenschaften unterscheiden. Beispielsweise können in der transparenten
Farbannahmeschicht 5 in einem der beiden Unterbereiche Effektpigmente vorgesehen sein,
wodurch die Unterbereiche nur bei Betrachtung aus einer vorbestimmten Betrachtungsrichtung
unterscheidbar sind. Weiterhin kann sich die transparente Farbannahmeschicht in den
Unterbereichen 5a und 5b in ihrem Prägeverhalten unterscheiden, wodurch die verschiedenen
Unterbereiche 5a und 5b erst nach einem Verprägen des Wertdokumentes erkennbar werden.
[0060] Die Unterbereiche 5a und 5b können dabei eine Substruktur bilden, die dem Betrachter
eine Information vermittelt, beispielsweise ein Motiv oder ein graphisches oder alphanumerisches
Symbol.
[0061] Ebenso kann auch die opake Farbannahmeschicht 9 einen Unterbereiche 9a aufweisen,
in dem die opake Farbannahmeschicht eine Ausgestaltung aufweist, die in einem von
dem übrigen Bereich der opaken Farbannahmeschicht 9 verschiedenen Farbannahmeverhalten,
oder in einem verschiedenen Prägeverhalten resultiert. Ebenso können auch nur in einem
Unterbereich 9a der opaken Farbannahmeschicht Effektpigmente vorgesehen sein oder
Effektpigmente, die sich in ihrer Zusammensetzung und/oder Ausrichtung von den Effektpigmenten
in der übrigen Farbannahmeschicht unterscheiden. Im Falle der opaken Farbannahmeschicht
bietet sich auch die Möglichkeit durch die Verwendung beispielsweise verschiedener
Füllstoffe in dem Unterbereich 9a ein Durchlichtverhalten zu erzeugen, das sich von
der übrigen opaken Farbannahmeschicht 9 unterscheidet. Der Unterbereich 9a ist dann
im Auflicht nicht zu erkennen, jedoch im Durchlicht wahrnehmbar.
[0062] In den in Figuren 2 bis 4 gezeigten Ausführungsbeispielen wurde die Erfindung anhand
von als optische Folienelemente ausgebildeten Sicherheitselementen beschrieben, die
auf der Grundlage einer Folie gebildet sind. Die vorliegende Erfindung ist allerdings
nicht auf optische Folienelemente beschränkt. Es könnten genauso Sicherheitselemente
verwendet werden, die anstelle einer Kunststofffolie eine Polymerschicht aufweisen.
Ebenso kann es sich bei dem Sicherheitselement z.B. um ein drucktechnisch erzeugtes
Merkmal, z.B. ein Mikrodruck, handeln.
1. Wertdokument, umfassend ein Substrat (1) und ein Sicherheitselement (2, 7), wobei
das Sicherheitselement (2, 7) zumindest eine transparente Farbannahmeschicht (5),
die in einem Teilbereich oberhalb einer ersten Oberfläche des Sicherheitselements
(2, 7) angeordnet ist, umfasst und derart in oder auf dem Substrat angeordnet ist,
dass die erste Oberfläche des Sicherheitselements (2, 7) mit einer ersten Oberfläche
des Substrats (1) eine gemeinsame Oberfläche bildet, dadurch gekennzeichnet, dass die transparente Farbannahmeschicht (5), welche einen Füllstoff, der von der Gruppe
bestehend aus Böhmit, pseudo-Böhmit, Zeolith, Al2O3 und Kieselgel gewählt ist, und ein Bindemittel, das aus der Gruppe umfassend Polyvinylalkohol,
modifizierter Polyvinylalkohol, Polyurethandispersionen, Acrylatdispersionen, sowie
Derivate oder Mischungen derselben gewählt ist, umfasst, oberhalb der gemeinsamen
Oberfläche in einem ersten Teilbereich der gemeinsamen Oberfläche angeordnet ist,
wobei oberhalb der gemeinsamen Oberfläche eine opake Farbannahmeschicht (9) in einem
Teilbereich der gemeinsamen Oberfläche, welcher bei Betrachtung des Wertdokuments
im Auflicht nicht oberhalb, d.h. außerhalb, des Sicherheitselements (2, 7) liegt,
angeordnet ist, wobei oberhalb der gemeinsamen Oberfläche die opake Farbannahmeschicht
(9) in einem zweiten Teilbereich (B) der gemeinsamen Oberfläche, welcher bei Betrachtung
des Wertdokuments im Auflicht nicht oberhalb, d.h. außerhalb, des Sicherheitselements
(2, 7) liegt, angeordnet ist, dort eine erste, gleich bleibende Schichtdicke aufweist
und in einem dritten Teilbereich (C) der gemeinsamen Oberfläche, welcher bei Betrachtung
des Wertdokuments im Auflicht oberhalb des Sicherheitselements liegt, eine Aussparung
aufweist, wobei die Schichtdicke der opaken Farbannahmeschicht (9) innerhalb eines
vierten Teilbereichs (D) der gemeinsamen Oberfläche, welcher zwischen dem zweiten
Teilbereich (B) und dem dritten Teilbereich (C) liegt, ausgehend von der ersten Schichtdicke
in dem zweiten Teilbereich (B) einen treppenförmig oder stufenlos abnehmenden Verlauf,
vorzugsweise mit einem konstanten Gradienten, aufweist, wobei die Schichtdicke der
opaken Farbannahmeschicht (9) im vierten Teilbereich (D) bis auf null abnimmt und
im gesamten dritten Teilbereich (C) null beträgt.
2. Wertdokument nach Anspruch 1, wobei das Bindemittel Polyvinylalkohol umfasst und vorzugsweise
das Füllstoff-zu-Bindemittel-Verhältnis im Bereich von 6:1 bis 30:1 liegt.
3. Wertdokument nach Anspruch 1 oder 2, wobei das Sicherheitselement (2) als Fenster,
Sicherheitsfaden, Folienstreifen, drucktechnisch erzeugtes Merkmal, Patch oder Etikett
ausgebildet ist.
4. Wertdokument nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei eine transparente Schicht (8),
vorzugsweise eine Kunststofffolie, zwischen der gemeinsamen Oberfläche und der transparenten
Farbannahmeschicht (5) angeordnet ist.
5. Wertdokument nach Anspruch 1, wobei der vierte Teilbereich (D) unmittelbar an den
zweiten Teilbereich (B) und den dritten Teilbereich (C) grenzt und den dritten Teilbereich
(C) vollständig umgibt.
6. Wertdokument nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei die transparente Farbannahmeschicht
(5) unterhalb oder oberhalb der opaken Farbannahmeschicht (9) innerhalb des zweiten
(B), dritten (C) und gegebenenfalls vierten (D) Teilbereichs angeordnet ist und dort
eine gleich bleibende Schichtdicke aufweist oder im dritten (C) und gegebenenfalls
vierten (D) Teilbereich eine gegenüber dem zweiten (B) Teilbereich erhöhte Schichtdicke
aufweist, vorzugsweise derart, dass die Summe der Schichtdicken von transparenter
Farbannahmeschicht (5) und opaker Farbannahmeschicht (9) im zweiten (B), dritten (C)
und gegebenenfalls vierten (D) Teilbereich gleich bleibend ist.
7. Wertdokument nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei die transparente Farbannahmeschicht
(5) unterhalb oder oberhalb der opaken Farbannahmeschicht (9) nur innerhalb des dritten
(C) und gegebenenfalls vierten (D) Teilbereichs angeordnet ist und vorzugsweise die
Schichtdicke der transparenten Farbannahmeschicht (5), ausgehend von einer Schichtdicke
von null in dem zweiten Teilbereich (B), einen treppenförmig oder stufenlos zunehmenden
Verlauf, vorzugsweise mit einem konstanten Gradienten, aufweist, derart, dass die
Summe der Schichtdicken von transparenter Farbannahmeschicht (5) und opaker Farbannahmeschicht
(9) im zweiten (B), dritten (C) und gegebenenfalls vierten (D) Teilbereich gleich
bleibend ist.
8. Wertdokument nach einem der Ansprüche 1 bis 7, wobei die transparente Farbannahmeschicht
(5) in einem ersten Unterbereich (5a) der transparenten Farbannahmeschicht eine erste
Ausgestaltung und in mindestens einem zweiten Unterbereich (5b) der transparenten
Farbannahmeschicht eine zweite Ausgestaltung aufweist, derart, dass beide Unterbereiche
zumindest bei Betrachtung aus einer vorbestimmten Richtung, vorzugsweise bei Betrachtung
aus allen Richtungen, einen optisch identischen Eindruck bei einem Betrachter erzeugen,
wobei sich beide Unterbereiche in einer technischen Eigenschaft, insbesondere in ihrem
Farbannahmeverhalten oder ihrem Prägeverhalten, unterscheiden.
9. Wertdokument nach einem der Ansprüche 1 bis 8, wobei die opake Farbannahmeschicht
(9) in einem ersten Unterbereich (9a) der opaken Farbannahmeschicht eine erste Ausgestaltung
und in mindestens einem zweiten Unterbereich der opaken Farbannahmeschicht eine zweite
Ausgestaltung aufweist, derart, dass beide Unterbereiche zumindest bei Betrachtung
aus einer vorbestimmten Richtung, vorzugsweise bei Betrachtung aus allen Richtungen,
einen optisch identischen Eindruck bei einem Betrachter erzeugen, wobei sich beide
Unterbereiche in einer technischen Eigenschaft, insbesondere in ihrem Farbannahmeverhalten
oder ihrem Prägeverhalten, unterscheiden.
10. Wertdokument nach Anspruch 8 oder 9, wobei die Unterbereiche (5a, 5b) der transparenten
Farbannahmeschicht (5) und/ oder die Unterbereiche (9a) der opaken Farbannahmeschicht
(9) eine für einen Betrachter erkennbare Information bilden.
1. A document of value comprising a substrate (1) and a security element (2, 7), the
security element (2, 7) comprising at least one transparent ink-receiving layer (5)
disposed in a partial region above a first surface of the security element (2, 7)
and being so disposed in or on the substrate that the first surface of the security
element (2, 7) forms a common surface with a first surface of the substrate (1), characterized in that the transparent ink-receiving layer (5), which comprises a filler selected from the
group consisting of boehmite, pseudo-boehmite, zeolite, Al2 O3 and silica gel, and a binder selected from the group comprising polyvinyl alcohol,
modified polyvinyl alcohol, polyurethane dispersions, acrylate dispersions, and derivatives
or mixtures thereof, is disposed above the common surface in a first portion of the
common surface, wherein an opaque ink-receiving layer (9) is disposed above the common
surface in a portion of the common surface which is not above, i.e. outside, the security
element when the value document is viewed in reflected light.i.e. outside the security
element (2, 7), wherein above the common surface the opaque ink-receiving layer (9)
is arranged in a second partial region (B) of the common surface which, when the document
of value is viewed in incident light, is not above, i.e. outside, the security element
(2, 7). outside the security element (2, 7) when the document of value is viewed in
incident light, has a first, constant layer thickness there and has a recess in a
third partial region (C) of the common surface which lies above the security element
when the document of value is viewed in incident light, the layer thickness of the
opaque ink-receiving layer (9) within a fourth partial region (D) of the common surface,
which lies between the second partial region (B) and the third partial region (C),
starting from the first layer thickness in the second partial region (B), has a staircase-shaped
or continuously decreasing course, preferably with a constant gradient, the layer
thickness of the opaque ink-receiving layer (9) decreasing in the fourth partial region
(D) to zero and being zero in the entire third partial region (C).
2. The value document of claim 1, wherein the binder comprises polyvinyl alcohol and
preferably the filler to binder ratio is in the range of 6:1 to 30:1.
3. Value document according to claim 1 or 2, wherein the security element (2) is formed
as a window, security thread, foil strip, print-generated feature, patch or label.
4. Value document according to any one of claims 1 to 3, wherein a transparent layer
(8), preferably a plastic film, is arranged between the common surface and the transparent
ink-receiving layer (5).
5. A document of value according to claim 1, wherein the fourth portion (D) is immediately
adjacent to the second portion (B) and the third portion (C) and completely surrounds
the third portion (C).
6. Value document according to one of claims 1 to 5, wherein the transparent ink-receiving
layer (5) is arranged below or above the opaque ink-receiving layer (9) within the
second (B), third (C) and optionally fourth (D) partial region and has a constant
layer thickness there or has an increased layer thickness in the third (C) and optionally
fourth (D) partial region compared with the second (B) partial region, preferably
in such a way that the sum of the layer thicknesses of transparent ink-receiving layer
(5) and opaque ink-receiving layer (9) in the second (B), third (C) and, if appropriate,
fourth (D) partial region is constant.
7. Value document according to one of the claims 1 to 6, wherein the transparent ink-receiving
layer (5) is arranged below or above the opaque ink-receiving layer (9) only within
the third (C) and optionally fourth (D) partial region and preferably the layer thickness
of the transparent ink-receiving layer (5), starting from a layer thickness of zero
in the second partial region (B), has a staircase-like or continuously increasing
course, preferably with a constant gradient, in such a way that the sum of the layer
thicknesses of transparent ink-receiving layer (5) and opaque ink-receiving layer
(9) in the second (B), third (C) and, if appropriate, fourth (D) subregion remains
constant.
8. Value document according to one of the claims 1 to 7, wherein the transparent ink-receiving
layer (5) has a first configuration in a first subregion (5a) of the transparent ink-receiving
layer and a second configuration in at least one second subregion (5b) of the transparent
ink-receiving layer, in such a way, that both subregions, at least when viewed from
a predetermined direction, preferably when viewed from all directions, produce an
optically identical impression on a viewer, wherein both subregions differ in a technical
property, in particular in their ink-receiving behaviour or their embossing behaviour.
9. A document of value according to any one of claims 1 to 8, wherein the opaque ink-receiving
layer (9) has a first configuration in a first sub-region (9a) of the opaque ink-receiving
layer and a second configuration in at least one second sub-region of the opaque ink-receiving
layer, such that both sub-regions produce an optically identical impression on a viewer
at least when viewed from a predetermined direction, preferably when viewed from all
directions, wherein both sub-regions differ in a technical property, in particular
in their ink-receiving behaviour or their embossing behaviour.
10. A document of value according to claim 8 or 9, wherein the sub-regions (5a, 5b) of
the transparent ink-receiving layer (5) and/or the sub-regions (9a) of the opaque
ink-receiving layer (9) form information recognisable to an observer.
1. Document de valeur comprenant un substrat (1) et un élément de sécurité (2, 7), l'élément
de sécurité (2, 7) comprenant au moins une couche d'acceptation de couleur transparente
(5) qui est disposée dans une zone partielle au-dessus d'une première surface de l'élément
de sécurité (2, 7) et qui est disposée dans ou sur le substrat, en ce que la première
surface de l'élément de sécurité (2, 7) forme une surface commune avec une première
surface du substrat (1), caractérisé en ce que la couche transparente d'acceptation de couleur (5), qui contient une charge choisie
dans le groupe constitué par la boehmite, pseudo-boehmite, zéolite, Al2 O3 et gel de silice, et un liant choisi dans le groupe comprenant l'alcool polyvinylique,
l'alcool polyvinylique modifié, les dispersions de polyuréthane, les dispersions d'acrylate,
ainsi que les dérivés ou les mélanges de ceux-ci, est disposée au-dessus de la surface
commune dans une première zone partielle de la surface commune, dans laquelle, au-dessus
de la surface commune, une couche d'acceptation de couleur opaque (9) est disposée
dans une zone partielle de la surface commune qui, lorsque le document de valeur est
vu en lumière incidente, n'est pas située au-dessus, c'est-à-dire au-dessus de la
surface commune c'est-à-dire à l'extérieur de l'élément de sécurité (2, 7), la couche
opaque d'acceptation de couleur (9) étant disposée au-dessus de la surface commune
dans une deuxième zone partielle (B) de la surface commune qui, lorsque le document
de valeur est observé à la lumière incidente, ne se trouve pas au-dessus, c'est-à-dire
à l'extérieur de l'élément de sécurité (2, 7). (2, 7), y présente une première épaisseur
de couche constante et présente un évidement dans une troisième zone partielle (C)
de la surface commune, qui se trouve au-dessus de l'élément de sécurité lorsque le
document de valeur est observé à la lumière incidente, l'épaisseur de couche de la
couche opaque d'acceptation de l'encre (9) étant située à l'intérieur d'une quatrième
zone partielle (D) de la surface commune, qui se trouve entre la deuxième zone partielle
(B) et la troisième zone partielle (C), présente, à partir de la première épaisseur
de couche dans la deuxième zone partielle (B), une évolution décroissante en escalier
ou en continu, de préférence avec un gradient constant, l'épaisseur de couche de la
couche opaque d'acceptation de l'encre (9) diminuant dans la quatrième zone partielle
(D) jusqu'à zéro et étant nulle dans toute la troisième zone partielle (C).
2. Document de valeur selon la revendication 1, dans lequel le liant comprend de l'alcool
polyvinylique et, de préférence, le rapport charge/liant est compris dans la plage
de 6:1 à 30:1.
3. Document de valeur selon la revendication 1 ou 2, dans lequel l'élément de sécurité
(2) est réalisé sous la forme d'une fenêtre, d'un fil de sécurité, d'une bande de
film, d'une caractéristique créée par impression, d'un patch ou d'une étiquette.
4. Document de valeur selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, dans lequel une
couche transparente (8), de préférence un film plastique, est disposée entre la surface
commune et la couche transparente (5) de réception de l'encre.
5. Document de valeur selon la revendication 1, dans lequel la quatrième zone partielle
(D) est directement adjacente à la deuxième zone partielle (B) et à la troisième zone
partielle (C) et entoure complètement la troisième zone partielle (C).
6. Document de valeur selon l'une des revendications 1 à 5, dans lequel la couche transparente
de réception de couleur (5) est disposée en dessous ou au-dessus de la couche opaque
de réception de couleur (9) à l'intérieur de la deuxième (B), troisième (C) et éventuellement
quatrième (D) zone partielle et y présente une épaisseur de couche constante ou présente
dans la troisième (C) et éventuellement quatrième (D) zone partielle une épaisseur
de couche accrue par rapport à la deuxième (B) zone partielle, de préférence de telle
sorte que la somme des épaisseurs de couche de la couche transparente de réception
de couleur (5) et de la couche opaque de réception de couleur (9) soit constante dans
la deuxième (B), la troisième (C) et éventuellement la quatrième (D) zone partielle.
7. Document de valeur selon l'une des revendications 1 à 6, dans lequel la couche transparente
de réception de l'encre (5) est disposée au-dessous ou au-dessus de la couche opaque
de réception de l'encre (9) uniquement à l'intérieur de la troisième (C) et éventuellement
de la quatrième (D) zone partielle, et de préférence l'épaisseur de couche de la couche
transparente de réception de l'encre (5), en partant d'une épaisseur de couche nulle
dans la deuxième zone partielle (B), présente une évolution croissante en escalier
ou en continu, de préférence avec un gradient constant, de telle sorte que la somme
des épaisseurs de couche de la couche de réception de couleur transparente (5) et
de la couche de réception de couleur opaque (9) dans la deuxième (B), la troisième
(C) et éventuellement la quatrième (D) zone partielle reste constante.
8. Document de valeur selon l'une quelconque des revendications 1 à 7, dans lequel la
couche transparente d'acceptation de couleur (5) présente une première configuration
dans une première sous-zone (5a) de la couche transparente d'acceptation de couleur
et une deuxième configuration dans au moins une deuxième sous-zone (5b) de la couche
transparente d'acceptation de couleur, de telle sorte que, que les deux sous-zones
produisent une impression optiquement identique chez un observateur au moins lorsqu'on
les observe à partir d'une direction prédéterminée, de préférence lorsqu'on les observe
à partir de toutes les directions, les deux sous-zones se distinguant par une propriété
technique, en particulier par leur comportement d'acceptation des couleurs ou leur
comportement de gaufrage.
9. Document de valeur selon l'une quelconque des revendications 1 à 8, dans lequel la
couche opaque d'acceptation de l'encre (9) présente une première configuration dans
une première sous-zone (9a) de la couche opaque d'acceptation de l'encre et une deuxième
configuration dans au moins une deuxième sous-zone de la couche opaque d'acceptation
de l'encre, de telle sorte que les deux sous-zones produisent une impression optiquement
identique chez un observateur, au moins lorsqu'elles sont observées à partir d'une
direction prédéterminée, de préférence lorsqu'elles sont observées à partir de toutes
les directions, les deux sous-zones se distinguant par une propriété technique, notamment
par leur comportement d'acceptation de l'encre ou leur comportement de gaufrage.
10. Document de valeur selon la revendication 8 ou 9, dans lequel les sous-zones (5a,
5b) de la couche d'acceptation de couleur transparente (5) et/ ou les sous-zones (9a)
de la couche d'acceptation de couleur opaque (9) forment une information reconnaissable
par un observateur.