[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Regelung einer Luftzahl-geregelten Verbrennung
an einem Gas- oder Ölbrenner. Solche Brenner sind häufig in Heizgeräten oder Heizkesseln
eingebaut und dienen beispielsweise der Wärmeerzeugung zur Wohnraumbeheizung und Trinkwarmwasserbereitung.
[0002] Bei gattungsgemäßen Verfahren fördert und moduliert ein z.B. Drehzahl-variables Gebläse
(Drehzahl n) einen Verbrennungsluftstrom V, ferner fördert und moduliert ein Brennstoffregelventil
einen Brennstoffstrom B. In einer Mischvorrichtung werden Verbrennungsluft und Brennstoff
zusammengeführt und zu einem homogenen Brennstoff-Luft-Gemischstrom M aufbereitet.
An einer Brennermündung, z.B. eine ebene Brenneraustrittsfläche, tritt der Brennstoff-Luft-Gemischstrom
aus dem Brenner aus, wird gezündet und verbrennt unter Wärmeentwicklung (Brennerleistung
Q). Eine Mess- oder Detektionseinrichtung, beispielsweise eine Ionisationselektrode,
erfasst einen Verbrennungswert der Gemischverbrennung, zum Beispiel ein aufgrund einer
an einer Brennerflamme angelegten Spannung entstehendes Ionisationssignal I. Ein Regelgerät
beeinflusst eine Zufuhr von Verbrennungsluft und/oder Brennstoff aufgrund von Betriebsdaten
und/oder Sollvorgaben.
[0003] Bei der Brennerkonstruktion und dem Brennerbetrieb besteht eine wichtige Anforderung,
dass nämlich die Flamme stabil bleibt. Das bedeutet, dass die Flamme bzw. die Flammen
weder in die Brennermündung zurückschlagen noch von der Brennermündung abheben. Beides
wären gefährliche Zustände mit dem potentiellen Risiko der Verpuffung oder sonstigen
Störung. Flammen eines mageren Brennstoff-Luft-Gemischs neigen zum Abheben, Flammen
eines fetten Gemisches neigen zum Rückschlagen.
[0004] Das Mengenverhältnis von Brennstoff zu Verbrennungsluft ist also von großer Bedeutung
für einen störungsfreien, aber auch für einen effizienten Brennerbetrieb. Im Hinblick
auf eine optimierte Verbrennung mit stabiler Flamme, minimalem Schadstoffausstoß und
hohem feuerungstechnischen Wirkungsgrad auch bei wechselnden Brennstoff-Beschaffenheiten
(Brennstoffarten, -qualitäten, -zusammensetzungen) werden moderne Brenner mit Luftzahl-geregelter
Verbrennung betrieben, wobei ein Brennstoff-Luft-Gemisch gewünschter Zusammensetzung
im mageren Bereich mit beispielsweise 20 % Luftüberschuss gegenüber einem stöchiometrischen
Gemisch liegt, also z.B. eine Luftzahl λ = λ
SOLL = 1,20 aufweist.
[0005] Die Luftzahlregelung basiert häufig auf einem Signal (Wert) aus der Verbrennung,
dem sogenannten Ionisationssignal I. Eine geeignete Auswerteschaltung macht sich den
Umstand zu Nutze, dass Flammen bei Anlegen einer elektrischen Spannung Strom leiten.
Der Verlauf des Ionisationssignales I zeigt eine klare Abhängigkeit von der Luftzahl
λ des Brennstoff-Luft-Gemischs mit einem Signalmaximum I
MAX bei λ = 1,0 (stöchiometrische Reaktion, Fig. 1).
[0006] Eine unter dem Namen SCOT (System Control Technology) bekannte Auswerteschaltung
zur Luftzahlregelung ist in der
DE 44 33 425 C2 offenbart. Bei dem entsprechenden Regelungsverfahren wird das in einer Flamme eines
Brennstoff-Luft-Gemischs gemessene lonisationssignal I an einem vorgegebenen Betriebspunkt
durch Beeinflussung der Brennstoffmenge B bzw. der Verbrennungsluftmenge V auf sein
Signalmaximum I
MAX gefahren. Bei der sich daran anschließenden Kalibrierung der Mischvorrichtung wird
die Brennstoff-Luft-Gemischzusammensetzung kontrolliert um einen bestimmten Betrag
in den Luftüberschuss gebracht, bis das sich einstellende Ionisationssignal I
SOLL um einen vorgebbaren Faktor kleiner als das gemessene Signalmaximum I
MAX ist. Diese Soll-Einstellung bestimmt dann den weiteren Brennerbetrieb bis zur nächsten
Kalibrierung, unter anderem auch das Leistungsmodulationsverhalten des Brenners mit
variierenden Heizleistungen Q und Brennstoffströmen B. Für einen Luftzahl-geregelten
Betrieb über einen weiteren Leistungsmodulationsbereich sind mehrere Korrekturfaktoren
erforderlich, die die Einflüsse aus der Brennerleistungsabhängigkeit, dem realisierbaren
Brennstoffdurchsatz und der Brennerkonstruktion berücksichtigen.
[0007] Diese Art des Brennerbetriebes ist zuverlässig nur bei Volllast (Nenn-Heizleistung)
Q
NENN oder in einem eingeschränkten Leistungsmodulationsbereich mit einem Verhältnis von
Minimalleistung Q
MIN zu Nennleistung Q
NENN von etwa 1 : 3 bis 1 : 4 möglich. Darunter bei kleineren Brennerleistungen nimmt
das Ionisationssignal I in seiner Intensität stark ab und verliert seine eindeutige
Zuordnung zur Luftzahl λ (Fig. 2). Dies liegt an den geringen flächenbezogenen Brennerleistungen,
den geringeren Flammenlängen und der stärkeren Interaktion der Flammen mit der Brennermündung.
[0008] Basiert das SCOT-Verfahren auf der Messung des Verbrennungswertes Flammenionisationssignal,
so gibt es eine Reihe weiterer Verfahren zur Luftzahlregelung, die die Messung anderer
Verbrennungswerte zugrunde legen wie zum Beispiel Restsauerstoffgehalt (Lambdasonde),
Kohlendioxidgehalt (CO
2-Sensor) oder Kohlenmonoxidgehalt (CO-Sensor) im Abgas sowie Ultraviolettstrahlung
(UV-Sensor) und Infrarotstrahlung (IR-Sensor) in der Flamme. Eine thermoelektrische
Flammenüberwachung (Thermoelement) überwacht lediglich das Vorhandensein einer Flamme.
[0009] Heute werden bevorzugt Brenner mit hohen Leistungsmodulationsbereichen verwendet,
die ganz unterschiedliche Wärmeanforderungen bedienen können, wie sie zum Beispiel
aus der Wohnraumbeheizung bei verschiedenen Außentemperaturen oder aus der Trinkwarmwasserbereitung
für kleine und große Zapfmengen entstehen. Gesucht sind solche Brenner, die bis hinunter
zu niedrigen Wärmeanforderungen in einem niedrig modulierenden Dauerbetrieb und ohne
Ein- und Austaktungen arbeiten können.
[0010] Die
DE 199 36 696 A1 offenbart ein Verfahren, mit dem eine Luftzahlregelung im niedrigeren Teillastbereich
möglich ist. Auch hier wird in der Flamme ein Ionisationssignal erzeugt und daraus
die aktuelle Luftzahl abgeleitet, die dann mit einer vorgegebenen Luftzahl verglichen
wird. Sofern die aktuelle Luftzahl von der vorgegebenen Soll-Luftzahl abweicht, wird
mittels einer Anpassung von Verbrennungsluftmenge oder Brennstoffmenge die aktuelle
Luftzahl auf den Soll-Wert korrigiert. Die aktuelle Luftzahl wird allerdings bei Volllast
ermittelt, da hier ein Bereich mit eindeutiger Zuordnung zwischen Ionisationssignal
und Luftzahl vorliegt. Während der Betriebsphasen im Teillastbereich erfolgt keine
Erfassung und Nachstellung der aktuellen Luftzahl, das heißt im Teillastbereich wird
der Brenner nur gesteuert, d.h. ungeregelt, betrieben.
[0011] Eine Möglichkeit, die Brennerleistungsabhängigkeit des Ionisationssignales zu berücksichtigen
und so den Brenner in einem weiteren Leistungsmodulationsbereich betreiben zu können,
bestünde darin, Kennfelder nach Figur 2 in der Brennerregelung zu hinterlegen. Damit
ließe sich bei jeder Brennerleistung Q ein Brennstoff-Luft-Gemisch mit gewünschter
Zusammensetzung (zum Beispiel Soll-Luftzahl λ
SOLL = 1,20) einstellen, indem immer ein der aktuellen Brennerleistung Q entsprechendes
Ionisationssignal I
SOLL angefahren wird. Zur Durchführung dieses Verfahrens wäre es erforderlich, die Brennerleistung
Q sicher und genau zu bestimmen.
[0012] Eine Möglichkeit zur Bestimmung der aktuellen Brennerleistung besteht in der Erfassung
der Größe des Verbrennungsluftstromes auf Basis der Gebläsedrehzahl. Die hierfür herangezogene
Beziehung ist die angenommene Proportionalität zwischen Gebläsedrehzahl n und gefördertem
Verbrennungsluftstrom V einerseits sowie zwischen Verbrennungsluftstrom V und Brennerleistung
Q andererseits. Zur Berechnung absoluter Werte müssen die Proportionalitätsfaktoren
bekannt sein, dies sind ein auch von der Brennerkonstruktion abhängiger Gebläse-spezifischer
Kennwert sowie eine Messung von Luftzahl oder CO
2-Gehalt im Abgas. Ungenau ist diese Vorgehensweise wegen der am Gebläse wirksamen
veränderlichen Strömungswiderstände bei verschiedenen Abgasrohrlängen, -querschnitten,
deren Oberflächenrauhigkeiten sowie bei eventuellen Querschnittsverengungen aufgrund
von Kondensatanfall, Verschmutzung oder durch Fremdkörper. Die Proportionalität zwischen
Gebläsedrehzahl und gefördertem Verbrennungsluftstrom ist verfälscht, die Ergebnisse
sind unbefriedigend und können nicht für eine genaue Bestimmung der Brennerleistung
Q herangezogen werden.
[0013] Im Labor bestehen gegenüber den Mitteln einer Heizgeräteanwendung beim Endkunden
(Hausmeister, Hausbesitzer, Mieter) ganz andere apparative Möglichkeiten zur Bestimmung
einer aktuellen Brennerleistung, zum Beispiel Bestimmung spezifischer Brennstoffdaten
mit einem Brennwertmessgerät, Bestimmung des Brennstoffstroms und des Verbrennungsluftstroms
beispielsweise mit druck- und temperaturkompensierten Gaszählern nach dem Verdrängungsprinzip,
und ähnliches mehr. Diese Möglichkeiten sind hinsichtlich ihrer Kosten sowie ihres
baulichen und Wartungsaufwandes bei Heizgeräteanwendungen nicht umsetzbar. Benötigt
werden möglichst kostengünstige, robuste und wartungsarme messtechnische Komponenten
und Verfahren.
[0014] Der genannte Stand der Technik zeigt den Nachteil, dass ein Luftzahl-geregelter Brennerbetrieb
über einen weiten Leistungsmodulationsbereich nicht oder nur unzureichend möglich
ist.
[0015] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Verbrennungsregelung
bei einem Gas- oder Ölbrenner zu schaffen, das auf Grundlage von vorliegenden Kennfeldern
eine Luftzahlregelung über einen weiten Leistungsmodulationsbereich gestattet. Speziell
wird dafür eine hinreichend genaue Bestimmung der Brennerbelastung gesucht, anhand
derer die Verwendung der Kennfelder möglich wird. Die Durchführung des Verfahrens
soll sich dabei auf einfache und robuste Brennerkomponenten stützen.
[0016] Erfindungsgemäß wird dies durch die Gegenstände mit den Merkmalen des Patentanspruches
1 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen sind den Unteransprüchen zu entnehmen.
Das erfindungsgemäße Verfahren zur Regelung einer Verbrennung bei einem Gas- oder
Ölbrenner mit den Schritten Fördern und Modulieren eines Verbrennungsluftstromes,
Fördern und Modulieren eines Brennstoffstromes, Mischen und Verbrennen eines Gemischstromes
aus Verbrennungsluft und Brennstoff, sowie Messen eines Wertes mindestens einer Verbrennungsgröße
der Gemischverbrennung (unter Verbrennungsgröße ist hier jede die Flamme bzw. die
Verbrennung charakterisierende physikalische Größe wie Luftzahl, Ionisationssignal,
Flammentemperatur, Flammenstrahlung usw. zu verstehen), ist durch die folgenden weiteren
Schritte gekennzeichnet:
- Aufprägen mindestens einer temporären (vorübergehenden) kurzzeitigen Veränderung auf
den Verbrennungsluftstrom und/oder den Brennstoffstrom und/oder den Gemischstrom an
einer Aufprägestelle mittels einer Aufprägevorrichtung. Damit werden der Verbrennungsluftstrom,
der Brennstoffstrom und/oder der Gemischstrom vorübergehend so verändert, dass sie
sich im Wert eines Merkmals von dem vorherigen Wert desselben Merkmals unterscheiden.
Dem Verbrennungsluftstrom, dem Brennstoffstrom und/oder dem Gemischstrom wird damit
ein Signal aufgeprägt, das sich an der Aufprägestelle beginnend mit der Strömung ausbreitet.
- Detektieren bzw. Registrieren mindestens eines der Veränderung zugeordneten Antwortsignales
an mindestens einer Detektionsstelle mittels mindestens einer Mess- bzw. Detektionsvorrichtung.
Dabei ist die Detektionsstelle in Bezug auf die Strömung von Verbrennungsluft, Brennstoff
und/oder Gemisch strömungsabwärts der Aufprägestelle angeordnet. So liegt die Detektionsstelle
beispielsweise im Bereich der Flamme. Das Antwortsignal liegt zum Beispiel in Form
eines vorübergehend veränderten Verbrennungswertes, wie z.B. ein zunehmendes und/oder
abnehmendes Ionisationssignal, vor.
- Messen einer Zeitdauer zwischen der Veränderung und einem Antwortsignal und/oder Messen
einer Zeitdauer zwischen einem ersten Antwortsignal und einem zweiten Antwortsignal.
Die Zeitdauer entspricht der Laufzeit, die das Signal (die Veränderung) bei einer
herrschenden Strömungsgeschwindigkeit für den Weg von der Aufprägestelle zur Detektionsstelle
bzw. von der ersten Detektionsstelle zur zweiten Detektionsstelle benötigt. Hierbei
können nur eine Zeitdauer oder beide Zeitdauern gemessen und anschließend ausgewertet
werden; bei zwei Zeitdauern ergibt sich der Vorteil einer Plausibilitätsprüfung des
Messergebnisses.
- Regeln des Verbrennungsluftstromes und/oder des Brennstoffstromes in Abhängigkeit
der mindestens einen gemessenen Zeitdauer sowie im Hinblick auf einen Sollwert der
Verbrennungsgröße. Bei Kenntnis der konstruktiven Brennerabmessungen gibt die gemessene
Zeitdauer Aufschluss über die Strömungsgeschwindigkeit bzw. über die Größe von Verbrennungsluftstrom
und/oder Gemischstrom. Ist weiter die gewünschte oder tatsächliche Luftzahl der Verbrennung
bekannt, so lässt sich die gewünschte oder tatsächliche Brennerleistung eines vorliegenden
Betriebspunktes leicht ausrechnen.
[0017] Eine geeignete Ausführung des Verfahrens ist dadurch gekennzeichnet, dass das Aufprägen
der Veränderung auf den Verbrennungsluftstrom, den Brennstoffstrom und/oder den Gemischstrom
durch eine eine vorübergehende kurzzeitige Durchsatzänderung des Verbrennungsluftstromes
und/oder des Brennstoffstromes bewirkt wird. Damit sind die Veränderung und der die
Veränderung transportierende Strom, bzw. der Strom, in dem sich die Veränderung ausbreitet,
von gleicher Art. Auf einen andauernden Durchsatz (Mengenstrom) an Verbrennungsluft,
Brennstoff oder Gemisch wird also eine Veränderung nach der Art eines auf ein Trägersignal
aufmodulierten Informationssignales aufgeschaltet. In diesem Fall ist also die Veränderung
von gleicher bzw. verwandter Art wie die Strömung, in der die Veränderung sich ausbreitet
(zum Beispiel Gemisch im Gemisch bzw. Brenngas im Gemisch). Denkbar sind aber auch
Verfahren, bei denen die Veränderung des Verbrennungsluft-, des Brennstoff- oder des
Gemischstroms (im Folgenden "Trägerstrom") andersartig ist, beispielsweise ein Markieren
des Trägerstroms mittels Ionisierung einzelner Trägerstromteilchen oder Injizierung
einer dem Trägerstrom fremden, detektierbaren Substanz. Die Markierung breitet sich
mit dem Trägerstrom aus und gibt Auskunft über die Strömung.
[0018] Eine geeignete Ausführung des Verfahrens ist dadurch gekennzeichnet, dass das Aufprägen
der Veränderung und/oder das Regeln des Verbrennungsluftstroms und/oder des Brennstoffstroms
mittels mindestens eines Stellsignales und mindestens einer verstellbaren Aufprägevorrichtung
und/oder Stelleinrichtung erfolgt. Das Stellsignal übermittelt der Vorrichtung bzw.
Einrichtung den Befehl zum Aufprägen der Veränderung bzw. zum Regeln. Die Aufprägevorrichtung
und/oder Stelleinrichtung können ihrer Bauart nach Fördereinrichtungen, Moduliereinrichtungen,
Dosiereinrichtungen, Regeleinrichtungen, Regelventile und/oder Stellventile sein.
Die Stelleinrichtung kann mit der Aufprägevorrichtung bauteilidentisch sein, oder
es kann sich um getrennte Bauteile handeln.
[0019] Eine weitere geeignete Ausführung des Verfahrens ist dadurch gekennzeichnet, dass
sich die temporäre Veränderung selbst und/oder das die Veränderung bewirkende Stellsignal
über dem Zeitverlauf graphisch als Schwingung, Sinusschwingung, Sprungfunktion, Dreiecksfunktion,
Sägezahnfunktion oder einmaliger Impuls (Peak) beschreiben lassen. Dies bietet die
Voraussetzung dafür, dass sich das mit dem Trägerstrom sich ausbreitende, aus der
Veränderung resultierende Antwortsignal an der Detektionsstelle klar und eindeutig
detektieren lässt. Die Dauer der temporären Veränderung entspringt etwa einem Intervall
von 0,1 Sekunden bis 10 Sekunden.
[0020] Eine weitere geeignete Ausführung des Verfahrens ist dadurch gekennzeichnet, dass
das Detektieren eines Antwortsignales mittels einer elektrischen, optischen und/oder
chemischen Mess- oder Detektionsvorrichtung, ausgewählt aus einer Gruppe umfassend
Temperatursensor, thermoelektrischer Sensor, Ionisationssensor, Ionisationselektrode,
Lambdasonde, Gassensor (CO, CO
2), Strahlungssensor (Infrarot, Ultraviolett), und eines hiermit verbundenen Brennerregelgerätes
erfolgt, wobei die Mess- und Detektionsvorrichtung an einer Detektionsstelle in einem
Verbrennungsluftweg, ein einem Gemischweg, im oder am Brenner oder in einem dem Brenner
nachgeschalteten Brennraum liegen kann. Das Antwortsignal kann von derselben Art wie
die Verbrennungsgröße sein (Beispiel: ein auf ein Dauer-Ionisationssignal aufmoduliertes
Antwort-Ionisationssignal), es kann aber auch von anderer Art sein (Beispiel siehe
oben: Markieren des Trägerstroms).
[0021] In einer Ausführung des Verfahrens beginnt das Messen der Zeitdauer mit einer erstmaligen
Wertveränderung des Verbrennungsluftstroms und/oder des Brennstoffstroms und/oder
des Gemischstroms und endet mit einem erstmaligen Auftreten eines zugeordneten Antwortsignales.
Durch den Bezug auf das "Erstmalige" wird gewährleistet, dass die Dauer der temporären
Veränderung keinen Einfluss auf die Messung der Laufzeit des Antwortsignales hat,
da immer der erste Hinweis auf ein möglicherweise etwas länger andauerndes Signal
(0,1...10 Sekunden, siehe oben) ausgewertet wird. Bei dieser Messanordnung wird die
Zeitmessung gleichzeitig mit dem Aufprägen der Veränderung durch die Aufprägevorrichtung
ausgelöst und mit dem Eintreffen des Antwortsignales an der Mess- und Detektionsvorrichtung
gestoppt. Hierfür wird demnach nur eine Mess- und Detektionsvorrichtung benötigt.
[0022] In einer alternativen oder ergänzenden Ausführung des Verfahrens beginnt das Messen
der Zeitdauer mit einem erstmaligen Auftreten eines ersten Antwortsignales an einer
ersten Detektionsstelle und endet mit einem erstmaligen Auftreten eines zugeordneten
zweiten Antwortsignales an einer zweiten Detektionsstelle. Damit wird wiederum gewährleistet,
dass die Dauer der temporären Veränderung keinen Einfluss auf die Messung der Laufzeit
des Antwortsignales hat. Bei dieser Messanordnung wird die Zeitmessung gleichzeitig
mit dem Eintreffen des ersten Antwortsignales an der ersten Detektionsvorrichtung
(und nicht mit der Veränderung durch die Aufprägevorrichtung) ausgelöst und mit dem
Eintreffen des zweiten Antwortsignales an der zweiten Detektionsvorrichtung gestoppt.
Hierfür werden demnach zwei Mess- und Detektionsvorrichtungen benötigt.
[0023] In einer weiteren Ausführung des Verfahrens beginnt das Messen der Zeitdauer mit
einer erstmaligen Wertveränderung des Stellsignales, das an die Aufprägevorrichtung
ausgegeben wird, und endet mit einem zugeordneten erstmaligen Detektieren eines Antwortsignales,
wobei Verzögerungen, die durch Trägheiten der Stelleinrichtung und/oder der Mess-
und Detektionseinrichtung verursacht werden, berücksichtigt sind und das Messergebnis
also nicht verfälschen. Generierung des Stellsignals und Detektion des Antwortsignals
erfolgen in einem Brennerregelgerät.
[0024] Eine geeignete Ausführung des Verfahrens zeichnet sich dadurch aus, dass die Verbrennungsregelung
(Luftzahlregelung) auf dem Regeln des Verbrennungsluftstromes und/oder des Brennstoffstromes
beruht. Davon umfasst ist ein Bestimmen des Verbrennungsluftstromes und/oder des Gemischstromes
auf Basis der gemessenen Zeitdauer. Neben der gemessenen Zeitdauer für die Signalausbreitung
der aufgeprägten Veränderung sind auch die konstruktiven Abmessungen des Brenners
bekannt, insbesondere die Durchmesser und Längen des Strömungsweges, für den die Zeitdauer
der Signalausbreitung gemessen wurde. Bei Kenntnis der geometrischen Daten besteht
ein eindeutiger Zusammenhang zwischen der Zeitdauer und der Größe des Verbrennungsluftstroms
bzw. des Gemischstroms. Diese lassen sich berechnen bzw. aus versuchstechnisch bestimmten
Kennlinien oder formelhaften Näherungen entnehmen. Ist weiter die gewünschte oder
tatsächliche Zusammensetzung des Brennstoff-Luft-Gemisches (Beispiel: Soll-Luftzahl
λ
SOLL = 1,20) bekannt, so lässt sich die gewünschte oder tatsächliche Brennerleistung eines
vorliegenden Betriebspunktes leicht ausrechnen.
[0025] Der Zusammenhang zwischen Luftzahl und Verbrennungsgröße (Beispiel: Ionisationssignal)
sind für jeden gegebenen Brenner und jede gegebene Brennerleistung in Form von Kennlinien
oder formelhaft angenäherten Zusammenhängen bekannt (siehe Fig. 2). Da die für die
Bereitstellung gleicher Brennerleistungen (bei jeweils gleicher Luftzahl A) erforderliche
Verbrennungsluftmenge annähernd unabhängig von der Erdgasqualität ist, lässt sich
für alle Erdgasarten jeder Brennerleistung eine feste Verbrennungsluftmenge zuordnen.
Somit lässt sich für jede Luftzahl jeder Brennerleistung und jedem Verbrennungsluftstrom
ein definierter Sollwert der Verbrennungsgröße zuordnen. Verschiebungen der Kennlinien
bei Gasartenwechsel oder Alterung der Mess- und Detektionsvorrichtung (z.B. Belagbildung
auf der Ionisationselektrode) lassen sich durch eine Kalibrierung berücksichtigen,
wie diese im SCOT-Verfahren bereits üblich ist. Bei festgestellter Abweichung eines
gemessenen tatsächlichen Verbrennungswertes vom Sollwert lässt sich so die Gemischzusammensetzung
und die Luftzahl mittels einer Anpassung des Verbrennungsluftstroms oder des Brennstoffstroms
korrigieren. Damit ist mit dem erfindungsgemäßen Verfahren eine in jedem Betriebspunkt
funktionierende Verbrennungsregelung bzw. Luftzahlregelung durchführbar.
[0026] Besonders vorteilhaft, robust und kostengünstig ist eine Ausgestaltung des Verfahrens,
bei dem als Aufprägevorrichtung das bereits vorhandene und bewährte Gasregelventil
sowie als Mess- und Detektionsvorrichtung die bereits vorhandene und bewährte Ionisationselektrode
verwendet werden. Das Gasventil (elektronisches Gasventil) muss dafür so beschaffen
sein, dass der Brennstoffdurchsatz mittels eines Stellsignals von dem Brennerregelgerät
und somit unabhängig vom Verbrennungsluftstrom verstellt werden kann ("elektronischer
Gas-Luft-Verbund"). Es kann sich dabei aber auch um eine Gasarmatur handeln, die zusätzlich
zu einer Luftmengen-proportionalen Brennstoffdosierung (sogenannter "pneumatischer
Gas-Luft-Verbund") und im Sinne der aufzuprägenden temporären Veränderung einen weiteren
Brennstoffstrom dem Verbrennungsluftstrom zudosiert.
[0027] Die Zeichnungen stellen den Stand der Technik sowie zwei Ausführungsbeispiele der
Erfindung dar und zeigen in den Figuren:
- Figur 1
- den charakteristischen parabelförmigen Zusammenhang zwischen dem Ionisationssignal
I und der Luftzahl A,
- Figur 2
- den beispielhaften Zusammenhang zwischen dem Ionisationssignal I und der Brennerleistung
Q für verschiedene Luftzahlen A,
- Figur 3
- einen beispielhaften Brenneraufbau zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens
und
- Figur 4
- einen beispielhaften Brenneraufbau zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens.
[0028] Figur 1 zeigt schematisch den typischen parabelförmigen Verlauf eines Ionisationssignales
I in Abhängigkeit von der Luftzahl A. Das Ionisationssignal I ist als ein Signal aus
der Verbrennung oft die Basis für eine Luftzahlregelung. Eine geeignete Auswerteschaltung
macht sich den Umstand zu Nutze, dass Flammen bei Anlegen einer elektrischen Spannung
Strom leiten. Der Verlauf des Ionisationssignales zeigt eine klare Abhängigkeit von
der Luftzahl λ des Brennstoff-Luft-Gemischs mit einem Signalmaximum bei λ = 1,0 (stöchiometrische
Reaktion). In Richtung fetter Gemische (A < 1) und magerer Gemische (A > 1) fällt
das Ionisationssignal.
[0029] Figur 2 zeigt schematisch beispielhafte Verläufe dreier Ionisationssignale I bei
verschiedenen Luftzahlen λ in Abhängigkeit einer Brennerleistung Q. Wiederzuerkennen
ist, dass die Ionisationssignale I bei stöchiometrischer Verbrennung (A = 1) am höchsten
sind und zum mageren Gemischbereich (A > 1) hin abfallen. Auffällig sind die bei konstanter
Luftzahl (Beispiel λ = 1,20) an Intensität deutlich abnehmenden Ionisationssignale
im Bereich kleiner Brennerleistungen Q - hier verliert das Ionisationssignal I seine
eindeutige Zuordnung zur Luftzahl A.
[0030] Figur 3 zeigt einen beispielhaften Brenneraufbau zur Durchführung des erfindungsgemäßen
Verfahrens mit einem Verbrennungsluftweg 1 zur Zuführung des Verbrennungsluftstromes
V, der mittels einer Fördereinrichtung 2 (Gebläse) gefördert und moduliert wird, einem
Brennstoffweg 3 zur Zuführung des Brennstoffstromes B, der mittels einer Dosiereinrichtung
4 (elektronisches Gasventil) gefördert und moduliert wird, einem Gemischweg 5 zur
Mischung und Zuführung des Gemischstromes M, einem Brenner 6 zum Zünden und Verbrennen
des Gemischstromes M, einer Mess- und Detektionsvorrichtung 7 (Ionisationselektrode)
zum Überwachen der Flamme 9. Der Brenner 6 ist in einem hier nicht dargestellten Brennraum
angeordnet. Ein Brennerregelgerät 8 ist mit der Fördereinrichtung 2, der Dosiereinrichtung
4 und der Mess- und Detektionsvorrichtung 7 verbunden, steht mit diesen Komponenten
im Signalaustausch und überwacht und regelt deren Betrieb. Zur Durchführung des erfindungsgemäßen
Verfahrens zur Verbrennungs- und Luftzahlregelung gibt das Regelgerät 8 zu einem Zeitpunkt
t = t
0 ein Stellsignal (hier durch ein zickzackförmiges Schwingungssymbol mit dem Zusatz
t = t
0 angedeutet) an die Dosiereinrichtung 4, die neben der Zuführung des im Brennerbetrieb
ständig fließenden Brennstoffes die weitere Funktion des erfindungsgemäßen Aufprägens
einer Veränderung auf den Brennstoffstrom B übernimmt. In anderen Brenneraufbauten
zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens können die beiden Funktionen auch
von getrennten Komponenten realisiert werden. Das Aufprägen einer Veränderung wird
in der hier dargestellten Ausführung durch eine auf den Brennstoffstrom aufgeprägte
(aufmodulierte) kurzzeitige temporäre Durchsatzschwingung umgesetzt. Der Brennstoffstrom
mischt sich mit dem durch den Verbrennungsluftweg zugeführten Verbrennungsluftstrom
im Gemischweg zu einem Brennstoff-Luft-Gemisch. Die auf den Brennstoffstrom aufmodulierte
Veränderung (Schwingung) im Brennstoffdurchsatz zeigt sich im Gemischstrom als kurzzeitige
temporäre Anreicherung und/oder Abmagerung des Gemisches. Dieses Gemisch strömt durch
den Gemischweg 5 zum Brenner 6, wird gezündet und verbrannt. Bei der Verbrennung des
ständig strömenden Gemisches wird an der Mess- und Detektionsvorrichtung 7 ein Wert
einer Verbrennungsgröße gemessen, in dem hier dargestellten Fall wird an einer Ionisationselektrode
7 ein Ionisationssignal in der Flamme gemessen. Wenn der Teil des Gemischstromes mit
der temporären Brennstoffanreicherung und -abmagerung am Brenner ankommt und verbrennt,
so ergibt sich auf dem Ionisationssignal ein Antwortsignal, das sich von dem Dauer-Ionisationssignal
abhebt, von der ursprünglich aufgeprägten Veränderung (Schwingung) verursacht wurde
und sich dieser Veränderung zuordnen lässt. Das Antwortsignal wird von der Mess- und
Detektionsvorrichtung 7 und dem Brennerregelgerät 8 zu einem Zeitpunkt t = t
1 gemessen bzw. detektiert (hier durch ein zickzackförmiges Schwingungssymbol mit dem
Zusatz t = t
1 angedeutet). In anderen Brenneraufbauten zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens
können die beiden Funktionen Flammenüberwachung und Detektion des Antwortsignales
auch von getrennten Komponenten realisiert werden. Aus der Zeitdifferenz Δt = t
1 - t
0 zwischen den beiden Zeitpunkten und in Kenntnis der konstruktiven Abmessungen des
Brenners mit seinen von der Ausbreitung der Veränderung betroffenen Brennstoff-, Luft-
und Gemischwegen (hier stellvertretend angedeutet durch die Abmessung L) lässt sich
der Verbrennungsluft- bzw. der Gemischstrom berechnen oder aus im Brennerregelgerät
hinterlegten Kennlinien entnehmen. Dem jeweils bestimmten Verbrennungsluft- bzw. Gemischstrom
lässt sich, basierend auf Kenntnissen aus der Entwicklung des vorliegenden Brenners,
ein Luftzahl-Sollwert (zum Beispiel λ
SOLL = 1,20) und ein dem entsprechender lonisationssignal-Sollwert entnehmen. Mittels
einer Anpassung des Brennstoff- und/oder Verbrennungsluftstromes lässt sich der Sollwert
einstellen.
[0031] In Klammern sind verschiedene beispielhafte Zeitverläufe der Veränderung und/oder
des Stellsignales graphisch angedeutet: Schwingung, Sprungfunktion, Sägezahnfunktion,
angenäherte Sprungfunktion, Dreiecksfunktion, Impuls.
[0032] Figur 4 zeigt einen anderen beispielhaften Brenneraufbau zur Durchführung des erfindungsgemäßen
Verfahrens. Im Wesentlichen gleicht das hier dargestellte Verfahren dem aus Figur
3. Im Unterschied zu Figur 3 wird in Figur 4 dem Verbrennungsluftstrom zum Zeitpunkt
t = t
0 eine temporäre Veränderung aufgeprägt, die sich ebenfalls in Form einer Brennstoffanreicherung
und -abmagerung im Gemisch niederschlägt und sich mit dem Gemischstrom ausbreitet.
Bei der Verbrennung dieses Gemischteiles wird auf dem Dauer-Ionisationssignal zum
Zeitpunkt t = t
1 wiederum ein aufmoduliertes Antwort-Ionisationssignal detektiert. Die Auswertung
und Verarbeitung entspricht dann wieder dem zur Figur 3 geschilderten Vorgehen.
1. Verfahren zur Regelung einer Verbrennung bei einem Gas- oder Ölbrenner, umfassend
die Schritte
• Fördern und Modulieren eines Verbrennungsluftstromes V,
• Fördern und Modulieren eines Brennstoffstromes B,
• Mischen und Verbrennen eines Gemischstromes M aus Verbrennungsluft V und Brennstoff
B,
• Messen eines Wertes mindestens einer Verbrennungsgröße der Gemischverbrennung, gekennzeichnet durch die weiteren Schritte
• Aufprägen mindestens einer temporären Veränderung auf den Verbrennungsluftstrom
V und/oder den Brennstoffstrom B und/oder den Gemischstrom M an einer Aufprägestelle
mittels einer Aufprägevorrichtung (2, 4),
• Detektieren mindestens eines der Veränderung zugeordneten Antwortsignales an mindestens
einer Detektionsstelle mittels mindestens einer Mess- und Detektionsvorrichtung (7),
wobei die Detektionsstelle in Bezug auf den Verbrennungsluftstrom V und/ oder den
Brennstoffstrom B und/oder Gemischstrom M stromabwärts der Aufprägestelle angeordnet
ist,
• Messen einer Zeitdauer zwischen der Veränderung und einem Antwortsignal und/oder
Messen einer Zeitdauer zwischen einem ersten Antwortsignal und einem zweiten Antwortsignal,
• Regeln des Verbrennungsluftstromes V und/oder des Brennstoffstromes B in Abhängigkeit
der mindestens einen gemessenen Zeitdauer sowie im Hinblick auf einen Sollwert der
Verbrennungsgröße.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass das Aufprägen der Veränderung durch eine temporäre Durchsatzänderung des Verbrennungsluftstromes
V und/oder des Brennstoffstromes B bewirkt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass das Aufprägen der Veränderung und/oder das Regeln des Verbrennungsluftstroms V und/oder
des Brennstoffstroms B mittels mindestens eines Stellsignales und mindestens einer
verstellbaren Aufprägevorrichtung (2, 4) und/oder einer Stelleinrichtung (2, 4), ausgewählt
aus einer Gruppe umfassend Fördereinrichtungen, Moduliereinrichtungen, Dosiereinrichtungen,
Regeleinrichtungen, Regelventile und/oder Stellventile, erfolgt.
4. Verfahren nach einem der vorigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass sich die Veränderung und/oder das Stellsignal über dem Zeitverlauf graphisch als
Schwingung, Sinusschwingung, Sprungfunktion, Dreiecksfunktion, Sägezahnfunktion oder
einmaliger Impuls beschreiben lassen.
5. Verfahren nach einem der vorigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass das Detektieren eines Antwortsignales mittels einer elektrischen, optischen und/oder
chemischen Mess- und Detektionsvorrichtung (7), ausgewählt aus einer Gruppe umfassend
Temperatursensor, thermoelektrischer Sensor, Ionisationssensor, Ionisationselektrode,
Lambdasonde, Gassensor, Strahlungssensor, und eines hiermit verbundenen Brennerregelgerätes
(8) erfolgt, wobei die Mess- oder Detektionsvorrichtung (7) an einer Detektionsstelle
in einem Verbrennungsluftweg (1), einem Gemischweg (5), im oder am Brenner (6) oder
in einem dem Brenner (6) nachgeschalteten Brennraum angeordnet ist.
6. Verfahren nach einem der vorigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass das Messen der Zeitdauer mit einer erstmaligen Wertveränderung des Verbrennungsluftstroms
V und/oder des Brennstoffstroms B und/oder des Gemischstroms M beginnt und mit einem
erstmaligen Auftreten eines der Veränderung zugeordneten Antwortsignales endet.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, dass das Messen der Zeitdauer mit einem erstmaligen Auftreten eines ersten Antwortsignales
beginnt und mit einem erstmaligen Auftreten eines dem ersten Antwortsignal zugeordneten
zweiten Antwortsignales endet.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, dass das Messen der Zeitdauer mit einer erstmaligen Wertveränderung des Stellsignales
beginnt und mit einem der Veränderung zugeordneten erstmaligen Detektieren eines Antwortsignales
endet, wobei Verzögerungen der Aufprägevorrichtung (2, 4) und/oder der Stelleinrichtung
(2, 4) und/oder der Mess- und Detektionseinrichtung (7) berücksichtigt werden, und
wobei das Stellsignal in einem Brennerregelgerät (8) generiert und und das Antwortsignal
in dem Brennerregelgerät (8) detektiert werden.
9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass das Regeln des Verbrennungsluftstromes V und/oder des Brennstoffstromes B ein Bestimmen
des Verbrennungsluftstromes V und/oder des Gemischstromes M auf Basis der gemessenen
Zeitdauer umfasst.
10. Verfahren nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet, dass das Regeln des Verbrennungsluftstromes V und/oder des Brennstoffstromes B ein Bestimmen
eines dem Verbrennungsluftstrom V und/oder dem Gemischstrom M zugeordneten Verbrennungssollwertes
umfasst.
11. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass das Regeln des Verbrennungsluftstromes V und/oder des Brennstoffstromes B eine Veränderung
des Gemischstromes M hinsichtlich Zusammensetzung und/oder Menge bewirkt.
1. Method for controlling combustion in a gas or oil burner, comprising the steps
• delivering and modulating a combustion air stream V,
• delivering and modulating a fuel stream B,
• mixing and burning a mixed stream M made of combustion air V and fuel B,
• measuring a value of at least one combustion variable of the mixture combustion,
characterized by the further steps
• imposing at least one temporary change on the combustion air stream V and/or the
fuel stream B and/or the mixed stream M at an imposition point by means of an imposition
device (2, 4),
• detecting at least one response signal associated with the change at at least one
detection point by means of a least one measuring and detecting device (7), the detection
point being arranged downstream of the imposition point in relation to the combustion
air stream V and/or the fuel stream B and/or the mixed stream M,
• measuring a time period between the change and a response signal and/or measuring
a time period between a first response signal and a second response signal,
• controlling the combustion air stream V and/or the fuel stream B as a function of
the at least one measured time period and also with regard to a target value of the
combustion variable.
2. Method according to Claim 1,
characterized in that the imposition of the change is effected by means of a temporary change in the throughput
of the combustion air stream V and/or the fuel stream B.
3. Method according to Claim 1 or 2,
characterized in that the imposition of the change and/or the control of the combustion air stream V and/or
the fuel stream B is/are carried out by means of at least one actuating signal and
at least one adjustable imposition device (2, 4) and/or an actuating device (2, 4)
selected from a group comprising delivery devices, modulating devices, metering devices,
control devices, control valves and/or actuating valves.
4. Method according to one of the preceding claims,
characterized in that the change and/or the actuating signal can be described graphically over the course
of time as an oscillation, sinusoidal oscillation, step function, triangular function,
saw-tooth function or single pulse.
5. Method according to one of the preceding claims,
characterized in that the detection of a response signal is carried out by means of an electrical, optical
and/or chemical measuring and detecting device (7), selected from a group comprising
temperature sensor, thermoelectric sensor, ionisation sensor, ionisation electrode,
lambda probe, gas sensor, radiation sensor, and a burner controller (8) associated
herewith, the measuring or detecting device (7) being arranged at a detection point
in a combustion air path (1), a mixture path (5), in or on the burner (6) or in a
combustion chamber connected downstream of the burner (6).
6. Method according to one of the preceding claims,
characterized in that the measurement of the time period begins with a first value change in the combustion
air stream V and/or the fuel stream B and/or the mixed stream M, and ends with a first
occurrence of a response signal associated with the change.
7. Method according to one of Claims 1 to 5,
characterized in that the measurement of the time period begins with a first occurrence of a first response
signal and ends with a first occurrence of a second response signal associated with
the first response signal.
8. Method according to one of Claims 1 to 5,
characterized in that the measurement of the time period begins with a first value change in the actuating
signal and ends with a first detection of a response signal associated with the change,
delays of the imposition device (2, 4) and/or the actuating device (2, 4) and/or the
measuring and detecting device (7) being taken into account, and the actuating signal
being generated in a burner controller (8) and the response signal being detected
in the burner controller (8).
9. Method according to one of the preceding claims,
characterized in that the control of the combustion air stream V and/or the fuel stream B comprises a determination
of the combustion air stream V and/or the mixed stream M on the basis of the measured
time period.
10. Method according to Claim 9,
characterized in that the control of the combustion air stream V and/or the fuel stream B comprises a determination
of a target combustion value assigned to the combustion air stream V and/or the mixed
stream M.
11. Method according to one of the preceding claims,
characterized in that the control of the combustion air stream V and/or the fuel stream B effects a change
in the composition and/or volume of the mixed stream M.
1. Procédé de régulation d'une combustion sur un bruleur à gaz ou au fioul, comprenant
les étapes consistant à :
- entraîner et moduler un flux d'air de combustion V,
- entraîner et moduler un flux de de combustible B,
- mélanger et brûler un flux de mélange M constitué d'air de combustion V et de combustible
B,
- mesurer une valeur d'au moins une grandeur de combustion de la combustion du mélange,
caractérisé par les étapes supplémentaires consistant à :
- appliquer au moins une modification temporaire au flux d'air de combustion V et/ou
au flux de combustible B et/ou au flux de mélange M à un instant d'application au
moyen d'un appareil d'application (2, 4),
- détecter au moins un signal de réponse associé à la modification en au moins un
point de détection au moyen d'au moins un dispositif de mesure et de détection (7),
dans lequel le point de détection est disposé en aval du point d'application par rapport
au flux de combustion V et/ou au flux de combustible B et/ou au flux de mélange M,
- mesurer une durée entre la modification et un signal de réponse et/ou mesurer une
durée entre un premier signal de réponse et un deuxième signal de réponse,
- réguler le flux d'air de combustion V et/ou le flux de combustible B en fonction
d'au moins une durée mesurée et en tenant compte d'une valeur théorique de la grandeur
de combustion.
2. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé en ce que l'application de la modification est provoquée par une modification temporaire du
débit du flux d'air de combustion V et/ou du flux de combustible B.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce que l'application de la modification et/ou la régulation du flux d'air de combustion
V et/ou du flux de combustible B est effectuée au moyen d'au moins un signal de réglage
et d'au moins un dispositif d'application réglable (2, 4) et/ou d'un dispositif de
réglage (2, 4), sélectionné dans le groupe comprenant des dispositifs d'entraînement,
des dispositifs de modulation, des dispositifs de dosage, des dispositifs de régulation,
des soupapes de régulation et/ou des soupapes de réglage.
4. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que la modification et/ou le signal de réglage peuvent être décrits graphiquement au
cours du temps sous la forme d'une oscillation, d'une oscillation sinusoïdale, d'une
fonction de saut, d'une fonction triangulaire, d'une fonction en dents de scie ou
d'une impulsion unique.
5. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que la détection d'un signal de réponse est effectuée au moyen d'un dispositif de mesure
et de détection (7) électrique, optique et/ou chimique, sélectionné dans un groupe
comprenant un capteur de température, un capteur thermoélectrique, un capteur d'ionisation,
une électrode d'ionisation, une sonde lambda, un capteur de gaz, un capteur de rayonnement
et un appareil de régulation de brûleur (8) connecté à ceux-ci, dans lequel le dispositif
de mesure ou de détection (7) est disposé en un point de détection sur un trajet d'air
de combustion (1), un trajet de mélange (5), dans ou sur le brûleur (6), ou dans un
espace de combustion relié en aval du brûleur (6).
6. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que la mesure de la durée commence par une première modification de valeur du flux d'air
de combustion V et/ou du flux de combustible B et/ou du flux de mélange M et se termine
par une première apparition d'un signal de réponse associé à la modification.
7. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 5,
caractérisé en ce que la mesure de la durée commence par une première apparition d'un premier signal de
réponse et se termine par une première apparition d'un deuxième signal de réponse
associé au premier signal de réponse.
8. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 5,
caractérisé en ce que la mesure de la durée commence par une première modification d'une valeur du signal
de réglage et se termine par une première détection d'un signal de réponse, associée
à la modification, dans lequel des retards du dispositif d'application (2, 4) et/ou
du dispositif de réglage (2, 4) et/ou du dispositif de mesure et de détection (7)
sont pris en compte et dans lequel le signal de réglage est généré dans un appareil
de régulation de brûleur (8) et le signal de réponse est détecté dans l'appareil de
régulation de brûleur (8).
9. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que la régulation du flux d'air de combustion V et/ou du flux de combustible B comprend
une détermination du flux d'air de combustion V et/ou du flux de mélange M sur la
base de la durée mesurée.
10. Procédé selon la revendication 9,
caractérisé en ce que la régulation du flux d'air de combustion V et/ou du flux de combustible B comprend
une détermination d'une valeur théorique de combustion associée au flux d'air de combustion
V et/ou au flux de mélange M.
11. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que la régulation du flux d'air de combustion V et/ou du flux de combustible B provoque
une modification du flux de mélange M en ce qui concerne sa composition et/ou sa quantité.