[0001] Die Erfindung betrifft ein wasserführendes Haushaltsgerät, insbesondere eine Geschirrspülmaschine,
mit einem Spülbehälter, an dessen zumindest einer Spülbehälterwand außenseitig eine
Schallentdröhnungsschichtmatte, insbesondere eine Bitumenmatte, aufgebracht ist.
[0002] Zur Körperschalldämpfung beziehungsweise Entdröhnung von Metallbauteilen, insbesondere
von Edelstahlspülbehältern von Geschirrspülvollautomaten, werden bekanntermaßen polymermodifizierte
Bitumenmatten mit einem angepassten Verlustfaktor auf die Metalloberflächen des Spülbehälters
der jeweiligen Geschirrspülmaschine aufgeklebt. Dies erfolgt bei einer Großserienproduktion
mittels eines so genannten Hot-Melt-Klebers, das heißt Schmelzklebers, der durch Zufuhr
externer Wärme reagiert. Einzelfertigungen, Kleinserien und die Körperschalldämpfung
von temperatursensitiven Metallbauteilen können gegebenenfalls durch selbstklebende
Bitumenmatten erfolgen.
[0003] In den beiden Druckschriften
DE 42 27 957 A1 und
DE 198 58 002 A1 ist jeweils ein wasserführendes Haushaltsgerät offenbart, wobei an zumindest einer
jeweiligen Spülbehälterwand eines Spülbehälters oder Waschbehälters eine Schallentdröhnungsschichtmatte,
insbesondere eine Bitumenmatte, aufgebracht, insbesondere aufgeklebt, ist. Die Bitumenmatte
ist dabei im Wesentlichen großflächig an der Außenseite des Spülbehälters aufgebracht,
um neben der Reduzierung einer Schwingungsanregung auch eine Entdröhnung des Spülbehälters
zu erzielen.
[0004] Die eine hohe Wärmekapazität aufweisenden Bitumenmatten sind üblicherweise auf den
Edelstahlbehälter aufgeklebt. Die Bitumenmatten erwärmen sich während der Heizphasen
und nachgeschalteten Umwälzzeiten der Geschirrspülmaschine. Dabei ist deren Energieaufnahmefähigkeit
von der Masse und Wärmekapazität der, den Bitumenmatten zugesetzten Füllstoffen abhängig.
Die Wärmeenergie wird dabei von den Bitumenmatten absorbiert und nur sehr bedingt
dem Spülraum des Spülbehälters zurückgeführt, so dass ein großer Energieanteil verloren
geht.
[0005] Weiterhin offenbart die Druckschrift
DE 10 2006 015 498 A1 eine Geschirrspülmaschine, insbesondere eine Haushaltsgeschirrspülmaschine, mit einem
Spülbehälter zur Aufnahme von Spülgut, an dem außenseitig eine wärmedämmende Schicht
und eine schalldämmende Schicht angeordnet ist, wobei die wärmedämmende Schicht zwischen
der schalldämmenden Schicht und dem Spülbehälter angeordnet ist. Zwischen dem Spülbehälter
und der wärmedämmenden Schicht ist eine zusätzliche schwingungsdämpfende innere Schicht
ausgebildet und die Dichte der schwingungsdämpfenden Schicht ist größer ist als die
Dichte der wärmedämmenden Schicht. Die schalldämmende Schicht kann über eine hohe
Masse verfügen und/oder aus Bitumen bestehen.
[0006] Die nachveröffentlichte Druckschrift
EP 2 359 737 A2 zeigt ein elektrisch betriebenes Haushaltsgerät, insbesondere eine Geschirrspülmaschine,
eine Waschmaschine, einen Wäschetrockner oder dergleichen, mit mindestens einer Innenwandung
sowie mit mindestens einer außen vor dieser angeordneten Außenwandung, wobei zwischen
einer jeweiligen Innenwandung und einer vor dieser liegenden Außenwandung ein Zwischenraum
vorgesehen ist. Zumindest in einem Zwischenraum ist zumindest eine Überbrückung zwischen
der jeweiligen Innenwandung und der vor dieser angeordneten Außenwandung durch einen
eingebrachten, mit zumindest einer elastisch deformierbaren Schaumlage versehenen
Aussteifungskörper und/oder zumindest eine Überbrückung zwischen der jeweiligen Innen-
und Außenwandung durch einen eingebrachten, mit zumindest einer gummielastisch deformierbaren
Lage versehenen Aussteifungskörper vorgesehen.
[0007] Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, ein wasserführendes Haushaltsgerät, insbesondere
eine Geschirrspülmaschine, bereitzustellen, welches mit einem reduzierten Energieverbrauch
betrieben werden kann.
[0008] Die erfindungsgemäße Aufgabe ist durch die Merkmale des unabhängigen Patentanspruchs
1 gelöst. Bevorzugte Weiterbildungen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen
offenbart.
[0009] Gemäß dem kennzeichnenden Teil des unabhängigen Patentanspruchs 1 ist die mindestens
eine Schallentdröhnungsschichtmatte lediglich partiell an zumindest einem Spülbehälterwand-Bereich,
der eine größere Betriebsschwingung als andere Spülbehälterwand-Bereiche aufweist,
aufgebracht wobei der Spülbehälterwand-Bereich mit größerer Betriebsschwingung ein
Tropfeneinschlagbereich ist, der durch betriebsbedingt auftreffende Tropfen angeregt
ist. Weiterhin ist mindestens eine davon unterschiedliche Materialschichtmatte, insbesondere
eine Wärmedämmschichtmatte und/oder Schallabsorptionsmatte, an zumindest einem Spülbehälterwand-Bereich
mit geringerer Betriebsschwingung aufgebracht.
[0010] Die Erfindung beruht auf der Idee, nur ortsbegrenzt, das heißt partiell an denjenigen
einzelnen Stellen beziehungsweise Zonen des Spülbehälters mit großer betriebsbedingter
Schwingungsamplitude gezielt Schallentdröhnungsschichtmatten wie zum Beispiel Bitumenmatten
aufzubringen, während die hinsichtlich ihrer Dröhnwirkung weniger kritischen Zonen
der jeweiligen Spülbehälterwand von solchen Schallentdröhnungsschichten frei, das
heißt unbelegt bleibt. Demgegenüber erfolgt gemäß dem Stand der Technik ein großflächiges
Verkleben von Bitumenmatten mit den Außenseiten des Spülbehälters. Im Stand der Technik
ist daher der Spülbehälter mit daran geklebten Bitumenmatten nahezu vollständig ummantelt.
Erfindungsgemäß werden dagegen zur Entdröhnung des Edelstahlspülbehälters nur sehr
kleine Schallentdröhnungsschichtmatten partiell beziehungsweise lokal aufgebracht,
deren Lage auf vorab bestimmte, schwingungstechnisch relevante Stellen beschränkt
ist.
[0011] Untersuchungen haben gezeigt, dass solche schwingungstechnisch relevanten Stellen
insbesondere Tropfeneinschlagbereiche sind, an denen Wasserspritzer der Sprüheinrichtungen
des wasserführenden Haushaltsgeräts, insbesondere der Geschirrspülmaschine, auf die
Behälterinnenwände treffen, wodurch dort an diesen Dröhngeräusche entstehen.
[0012] Da erfindungsgemäß nur eine stark reduzierte Materialmenge einer lokal begrenzten
Schallentdröhnungsmatte außenseitig auf den Spülbehälter aufgebracht, insbesondere
geklebt, ist, und die hinsichtlich der Dröhnwirkung weniger kritischen Bereiche frei
von Schallentdröhnungsschichtmatten bleiben, wird weniger Wärmeenergie von der jeweiligen
Schallentdröhnungsmatte absorbiert. Somit kann eine Energieeinsparung während des
Gerätebetriebs sowie eine dadurch bedingte CO
2-Reduzierung durch geringere Verbrauchswerte des Haushaltsgeräts während dessen Betriebszeiten
erreicht werden. Zusätzlich kann Energie während des Herstellungsprozesses eingespart
werden, da kein beziehungsweise nur ein reduzierter Energieverbrauch zur Aktivierung
des Hot-Melt-Klebers erforderlich ist.
[0013] Insbesondere kann die jeweilige partiell aufgebrachte Schallentdröhnungsschichtmatte
als Bitumenfolie oder Dämpfungsfolie (basierend auf Nicht-Bitumenmaterial) ausgebildet
sein; die nur eine sehr geringe Masse im Vergleich zu den im Stand der Technik bisher
verwendeten Entdröhnungs-Bitumenschwermatten aufweisen.
[0014] Insbesondere kann es zweckmäßig sein, wenn eine Schallentdröhnungsschichtmatte lediglich
partiell an zumindest einem Spülbehälterwand-Bereich mit größerer Betriebsschwingung
und mindestens eine davon unterschiedliche Materialschichtmatte, insbesondere eine
Wärmedämmschichtmatte und/oder Schallabsorptionsmatte, an zumindest einem Spülbehälterwand-Bereich
mit geringerer Betriebsschwingung aufgebracht ist. Durch die zusätzliche Materialschichtmatte
kann insbesondere für eine thermische Isolierung und/oder Schallabsorption in den
Bereichen der jeweiligen Spülbehälterwand neben der dort partiell aufgebrachten Schallentdröhnungsschichtmatte
gesorgt werden. Die zusätzliche Materialschichtmatte zeichnet sich vorzugsweise durch
eine niedrige Wärmeleitfähigkeit aus. Dadurch kann der Energieverbrauch des wasserführenden
Haushaltsgeräts, insbesondere der Geschirrspülmaschine, gesenkt werden. Für die zusätzliche
Materialschichtmatte kann insbesondere eine Dämpfungsvlies oder ein geschäumtes Material
mit Gas- oder Lufteinschlüssen oder ein poröser Werkstoff, bevorzugt ein Polyurethanschaum,
gewählt sein. Zusätzlich oder unabhängig hiervon weist die zusätzliche Materialschichtmatte
einen möglichst hohen Schallabsorptionsgrad auf.
[0015] In einer ersten bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, dass eine zusätzliche
Schalldämmschichtmatte vorgesehen ist, die im Vergleich zur an dem Spülbehälter lediglich
partiell aufgebrachten Schallentdröhnungsschichtmatte großflächig die Spülbehälterwand
überdeckt, das heißt auch außen auf der jeweiligen Schallentdröhnungsschichtmatte
aufsitzt. Dadurch wird auch der Bereich mit der Entdröhnungsschichtmatte außen thermisch
isoliert und/oder erhält eine schallabsorbierende Außenschicht.
[0016] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, dass die zusätzliche
Schalldämmschichtmatte außerhalb der, insbesondere außen auf der Materialschichtmatte,
insbesondere Wärmedämmschichtmatte und/oder Schallabsorptionsmatte, angeordnet ist.
Sie ist vorzugsweise als Schwerschicht mit viel Masse und insbesondere möglichst geschlossener
Oberfläche ausgebildet. Insbesondere ist dafür Bitumenmaterial geeignet. Die jeweilige
Schalldämmschichtmatte sorgt für eine ausreichende Luftschalldämmung des Spülbehälters.
[0017] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, dass die Materialschichtmatte,
insbesondere Wärmedämmschichtmatte und/oder Schallabsorptionsmatte, und die zusätzliche
Schalldämmschichtmatte als ein einteiliger Materialverbund ausgebildet sind. Dies
erleichtert die Handhabung und die Montage.
[0018] Die zusätzliche Schalldämmschichtmatte kann bevorzugt außerhalb der Wärmedämmschichtmatte
angeordnet sein, so dass die Wärmedämmschichtmatte zwischen der äußeren Schalldämmschichtmatte
und dem Spülbehälter angeordnet ist.
[0019] Zur Vermeidung von Wärmekonvektion sind Spalte zwischen der Spülbehälterwand und
der Gerätegehäusewand zu vermeiden. Vor diesem Hintergrund können bevorzugt zumindest
die Wärmedämmschichtmatte und die oben erwähnte zusätzliche Schalldämmschichtmatte
als ein einteiliger Materialverbund ausgebildet sein, ohne dass sich zwischen der
Wärmedämmschichtmatte und der äußeren Schalldämmschichtmatte Spalte ergeben könnten.
[0020] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, dass ein Dämmschichtaufbau
bestehend aus zumindest einer Schallentdröhnungsschichtmatte, mindestens einer Wärmedämmschichtmatte,
und/oder mindestens einer Schalldämmschichtmatte im Wesentlichen spaltfrei zwischen
der jeweiligen Spülbehälterwand und einer äußeren Gehäusewand angeordnet sind. Dadurch
ist eine einwandfreie Entdröhnung sowie eine weitgehend lückenlose Luftschalldämpfung,
thermische Isolierung und Schalldämmung ringsum den Spülbehälter ermöglicht.
[0021] Der den Spülbehälter umgebende Dämmschichtaufbau kann also neben der bereits erwähnten
Schallentdröhnungsschichtmatte beziehungsweise ersten Schalldämmschichtmatte sowie
der Wärmedämmschichtmatte eine zusätzliche zweite Schalldämmschichtmatte aufweisen,
die im Vergleich zur ersten Schalldämmschichtmatte großflächig im Wesentlichen die
gesamte Spülbehälterwand überdeckt.
[0022] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, dass zumindest zwei,
voneinander beabstandete Schallentdröhnungsschichtmatten an Spülbehälterwand-Bereichen
mit größerer Betriebsschwingung aufgebracht sind, deren Materialstärken an die jeweils
in dem Spülbehälterwand-Bereich erzeugte Schwingungsamplitude angepasst sind. Die
Materialstärken der jeweils aufgebrachten Schalldämmschichtmatten können sich somit
voneinander unterscheiden.
[0023] Nachfolgend ist ein vorteilhaftes Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der .
beigefügten Figuren beschrieben.
[0024] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Geschirrspülmaschine in einer schematischen Schnittdarstellung; sowie
- Fig. 2 und Fig. 3
- jeweils perspektivische Ansichten des Spülbehälters bei unterschiedlichen Herstellungsschritten.
[0025] In der Fig. 1 ist eine Geschirrspülmaschine mit einem Spülbehälter 1 gezeigt, in
dem nicht dargestelltes, zu reinigendes Spülgut in Geschirrkörben 3, 5 angeordnet
werden kann. In dem gezeigten Spülbehälter 1 sind in zwei unterschiedlichen Sprühebenen
vorgesehene Sprüharme 7, 9 angeordnet, über die das zu reinigende Spülgut mit Spülflüssigkeit
beaufschlagt wird. In dem Spülbehälterboden ist ein Pumpentopf 11 ausgebildet, der
über eine Umwälzleitung 12 mit einer nachgeschalteten Umwälzpumpe 13 in Verbindung
ist. Die Umwälzpumpe 13 fördert die Spülflüssigkeit in nicht näher gezeigter Art und
Weise zu den beiden Sprüharmen 7, 9. Der Pumpentopf 11 ist außerdem über Anschlussstutzen
mit einer, mit dem Wasserversorgungsnetz gekoppelten Frischwasser-Zuleitung 16 sowie
mit einer Ablaufleitung 17 in Verbindung, in der eine Laugenpumpe zum Abpumpen der
Spülflüssigkeit aus dem Spülbehälter 1 angeordnet ist.
[0026] Wie aus der Fig. 1 weiter hervorgeht, ist der Spülbehälter 1 innerhalb eines Gerätegehäuses
19 der Geschirrspülmaschine montiert. Die Gehäusewände 20 des Gerätegehäuses 19 sind
dabei über einen Zwischenraum von dem Spülbehälter 1 beabstandet.
[0027] Der Zwischenraum ist vollständig mit einem Dämmschicht-Materialaufbau ausgefüllt.
Zur Schalldämmung sowie zur Entdröhnung des Spülbehälters 1 weist dieser Materialaufbau
Schalldämmschichtmatten 21 beziehungsweise Entdröhnungsschichtmatten auf, etwa aus
Bitumen, die voneinander beabstandet partiell auf der Außenseite des Spülbehälters
1 aufgebracht sind. Die Schalldämmschichtmatten 21 nehmen von der gesamten Außenfläche
des Spülbehälters 1 lediglich einen geringfügigen Anteil ein, während die verbleibende
Außenfläche des Spülbehälters 1 unmittelbar in Anlage mit einer Wärmedämmschichtmatte
23 ist, die zum Beispiel aus einem Baumwollvlies ausgebildet sein kann. Die Wärmedämmschichtmatte
23 umgibt gemäß der Fig. 1 im Gegensatz zu den lokal begrenzt aufgebrachten Schalldämmschichtmatten
21 die Seitenwände sowie die Deckwand des Spülbehälters 1 vollständig. Mittels der
Wärmedämmschichtmatte 23 können freie Spalte zwischen dem Spülbehälter 1 und dem Gehäuse
19 geschlossen werden, so dass eine Wärmekonvektion innerhalb freier Spalte verhindert
ist.
[0028] Der zwischen dem Spülbehälter 1 und den Gehäusewänden 20 angeordnete Dämmschichtaufbau
kann außerdem aus einer zusätzlichen Schalldämmschichtmatte 25 bestehen. Diese kann
in einem Materialverbund mit der Wärmedämmschichtmatte 23 ausgebildet sein und gemäß
der Fig. 1 die Seiten- und Deckwände des Spülbehälters 1 vollständig umgeben. Die
äußere Schalldämmschichtmatte 25 kann eine Schwerschicht mit entsprechend großer Masse,
etwa eine Bitumenschicht, sein.
[0029] Erfindungsgemäß sind die Schalldämmschichtmatten 21 beziehungsweise Entdröhnungsschichtmatten
ausschließlich an schwingungstechnisch relevanten Stellen des Spülbehälters 1 aufgebracht,
um eine Körperschalldämpfung und eine Entdröhnung zu erreichen. Zur Ermittlung solcher
schwingungstechnisch relevanter Stellen wird das Schwingungsverhalten des Spülbehälters
1 während eines Gerätebetriebs untersucht. Es können Spülbehälterwand-Bereiche 27
mit größeren Betriebsschwingungen sowie Spülbehälterwand-Bereiche 28 mit geringeren
Betriebsschwingungen ermittelt werden, wie sie in der Fig. 1 beispielhaft in dem Bereich
der Deckwand des Spülbehälters 1 dargestellt sind. Beispielhaft sind solche schwingungstechnisch
relevanten Stellen die Tropfeinschlagbereiche 27, die im Gerätebetrieb häufig durch
Wasserspritzer der Sprüharme 3, 5 zu Schwingungen angeregt werden. In den Figuren
sind die schwingungstechnisch relevanten Stellen, das heißt die Spülbehälterwand-Bereiche
27 mit größeren Betriebsschwingungen beispielhaft jeweils in etwa mittig an den Seitenwänden,
der Deckwand sowie der Rückwand des Spülbehälter 1 vorgesehen.
[0030] Die Schalldämmschichtmatten 21 können beispielhaft Bitumen- beziehungsweise Dämpfungsfolien
mit sehr geringer Masse sein. Die Bitumenmatten 25 können außerdem mit Füllstoffen
versetzt sein, die zu einer Masse-Erhöhung beitragen. Als Füllstoffe kommen Kalksteinmehl
oder Eisenoxidpulver zum Einsatz. Derart vorkonvektionierbare Bitumenmatten werden
durch Hot-Melt-Klebeverbindungen auf die Spülbehälter aufgeklebt. Die Bitumenmatten
21 weisen dabei vorzugsweise eine Materialstärke im Bereich von 2 bis 5 mm auf, während
die Wärmedämmschichtmatte 23 eine Materialstärke vorzugsweise im Bereich von 10 bis
20 mm aufweisen kann.
[0031] Anhand der Fig. 2 und der Fig. 3 sind die Verfahrensschritte zur Geräuschdämmung
des Spülbehälters 1 angedeutet. Demzufolge werden gemäß der Fig. 2 die Schalldämmschichtmatten
21 außenseitig jeweils mittig und lokal begrenzt auf die Seitenwände, die Rückwand
sowie die Deckwand des Spülbehälters 1 aufgeklebt. Darauffolgend wird gemäß der Fig.
3 der aus Wärmedämmschichtmatte 23 und Schalldämmschichtmatte 25 bestehende Materialverbund
großflächig über die Spülbehälterwände gelegt und der Spülbehälter 1 zusammen mit
dem Dämmschichtaufbau in das Gehäuse 19 eingesetzt.
Bezugszeichenliste
[0032]
- 1
- Spülbehälter
- 3
- Geschirrkorb
- 5
- Geschirrkorb
- 7
- Sprüharm
- 9
- Sprüharm
- 11
- Pumpentopf
- 12
- Umwälzleitung
- 13
- Umwälzpumpe
- 16
- Frischwasser-Zuleitung
- 17
- Ablaufleitung
- 18
- Laugenpumpe
- 19
- Gerätegehäuse
- 20
- Gehäusewände
- 21
- Schalldämmschichtmatte; Bitumenmatte
- 23
- Wärmedämmschichtmatte
- 25
- Schalldämmschichtmatte; Bitumenmatte
- 27
- Spülbehälterwand-Bereich mit größerer Betriebsschwingung
- 28
- Spülbehälterwand-Bereich mit geringerer Betriebsschwingung
1. Wasserführendes Haushaltsgerät, insbesondere Geschirrspülmaschine, mit einem Spülbehälter
(1), an dessen zumindest einer Spülbehälterwand außenseitig eine Schallentdröhnungsschichtmatte
(21), insbesondere eine Bitumenmatte, aufgebracht ist,
dadurch gekennzeichnet,
- dass die mindestens eine Schallentdröhnungsschichtmatte (21) lediglich partiell an zumindest
einem Spülbehälterwand-Bereich (27), der eine größere Betriebsschwingung als andere
Spülbehälterwand-Bereiche (28) aufweist, aufgebracht ist, wobei der Spülbehälterwand-Bereich
(27) mit größerer Betriebsschwingung ein Tropfeneinschlagbereich ist, der durch betriebsbedingt
auftreffende Tropfen angeregt ist, und
- dass mindestens eine davon unterschiedliche Materialschichtmatte (23), insbesondere eine
Wärmedämmschichtmatte (23) und/oder Schallabsorptionsmatte, an zumindest einem Spülbehälterwand-Bereich
(28) mit geringerer Betriebsschwingung aufgebracht ist.
2. Wasserführendes Haushaltsgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine zusätzliche Schalldämmschichtmatte (25) vorgesehen ist, die im Vergleich
zur an dem Spülbehälter (1) lediglich partiell aufgebrachten Schallentdröhnungsschichtmatte
(21) großflächig die Spülbehälterwand überdeckt.
3. Wasserführendes Haushaltsgerät nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die zusätzliche Schalldämmschichtmatte (25) außerhalb der, insbesondere außen auf
der Materialschichtmatte (23), insbesondere Wärmedämmschichtmatte und/oder Schallabsorptionsmatte,
angeordnet ist.
4. Wasserführendes Haushaltsgerät nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Materialschichtmatte (23), insbesondere Wärmedämmschichtmatte und/oder Schallabsorptionsmatte,
und die zusätzliche Schalldämmschichtmatte (25) als ein einteiliger Materialverbund
ausgebildet sind.
5. Wasserführendes Haushaltsgerät nach den Ansprüche 1 und 4, dadurch gekennzeichnet, dass ein Dämmschichtaufbau bestehend aus zumindest einer Schallentdröhnungsschichtmatte
(21) und mindestens einer Wärmedämmschichtmatte (23) im Wesentlichen spaltfrei zwischen
der jeweiligen Spülbehälterwand und einer äußeren Gehäusewand (20) angeordnet sind.
6. Wasserführendes Haushaltsgerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest zwei, voneinander beabstandete Schallentdröhnungsschichtmatten (21) an
Spülbehälterwand-Bereichen (27) mit größerer Betriebsschwingung aufgebracht sind,
deren Materialstärken an die jeweils in dem Spülbehälterwand-Bereich (27) erzeugte
Schwingungsamplitude angepasst sind.
1. Water-conducting household appliance, in particular a dishwasher, having a wash compartment
(1), with a sound-deadening layered mat (21), in particular a bitumen mat, applied
to the outside of its at least one wash compartment wall,
characterised in that
- the at least one sound-deadening layered mat (21) is only applied to parts of at
least one wash compartment wall region (27), which has a higher level of operational
vibration than other wash compartment wall regions (28), wherein the wash compartment
wall region (27) with a higher level of operational vibration is a water input region,
which is made to vibrate by drops occurring during operation, and
- at least one layered mat (23) of a different material, in particular a thermally
insulating layered mat (23) and/or a sound absorption mat, is applied to at least
one wash compartment wall region (28) with a lower level of operational vibration.
2. Water-conducting household appliance according to claim 1, characterised in that at least one additional sound-insulating layered mat (25) is provided, which covers
a large area of the wash compartment wall compared with the sound-deadening layered
mat (21) that is only applied to parts of the wash compartment (1).
3. Water-conducting household appliance according to claims 1 and 2, characterised in that the additional sound-insulating layered mat (25) is disposed outside, in particular
on the outside of, the material layered mat (23), in particular the thermally insulating
layered mat and/or sound absorption mat.
4. Water-conducting household appliance according to claim 3, characterised in that the material layered mat (23), in particular the thermally insulating layered mat
and/or sound absorption mat, and the additional sound-insulating layered mat (25)
are configured as a single-piece material composite.
5. Water-conducting household appliance according to claims 1 and 4,
characterised in that an insulating layered structure made up of at least one sound-deadening layered mat
(21) and at least one thermally insulating layered mat (23) are disposed essentially
without a gap between the respective wash compartment wall and an outer housing wall
(20).
6. Water-conducting household appliance according to one of the preceding claims, characterised in that at least two sound-deadening layered mats (21) are applied at a distance from one
another to wash compartment wall regions (27) with a higher level of operational vibration,
their material thicknesses being tailored to the vibration amplitude generated in
each instance in the wash compartment wall region (27).
1. Appareil ménager conducteur d'eau, en particulier lave-vaisselle, comprenant une cuve
de lavage (1) sur au moins une paroi de laquelle est appliqué, côté extérieur, un
mat à couche insonorisante (21), en particulier un mat de bitume,
caractérisé en ce que
- ledit au moins un mat à couche insonorisante (21) n'est appliqué que partiellement
sur au moins une zone (27) de paroi de la cuve de lavage, zone qui présente une plus
forte vibration de fonctionnement que d'autres zones (28) de paroi de la cuve de lavage,
la zone (27) de paroi de la cuve de lavage à plus forte vibration de fonctionnement
étant une zone réceptrice de gouttes sollicitée, pour des raisons liées au fonctionnement,
par l'impact de gouttes, et
- au moins un mat à couche de matériau (23) différent de ce dernier, en particulier
un mat à couche d'isolation thermique (23) et/ou mat d'absorption acoustique, est
appliqué sur au moins une zone (28) de paroi de la cuve de lavage, zone à plus faible
vibration de fonctionnement.
2. Appareil ménager conducteur d'eau selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'il est prévu au moins un mat à couche insonorisante supplémentaire (25) qui recouvre
la paroi de la cuve de lavage sur une grande surface par rapport au mat à couche insonorisante
(21) appliqué seulement partiellement sur la cuve de lavage.
3. Appareil ménager conducteur d'eau selon les revendications 1 et 2, caractérisé en ce que le mat à couche insonorisante supplémentaire (25) est disposé à l'extérieur, notamment
sur le côté extérieur du mat à couche de matériau (23), en particulier mat à couche
d'isolation thermique et/ou mat d'absorption acoustique.
4. Appareil ménager conducteur d'eau selon la revendication 3, caractérisé en ce que le mat à couche de matériau (23), en particulier mat à couche d'isolation thermique
et/ou mat d'absorption acoustique, et le mat à couche insonorisante supplémentaire
(25) sont réalisés sous la forme d'un matériau composite monobloc.
5. Appareil ménager conducteur d'eau selon les revendications 1 et 4, caractérisé en ce qu'une structure de couches isolantes composée d'au moins un mat à couche insonorisante
(21) et d'au moins un mat à couche d'isolation thermique (23) est disposée sensiblement
sans interstice entre la paroi respective de la cuve de lavage et une paroi extérieure
d'habillage (20).
6. Appareil ménager conducteur d'eau selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'au moins deux mats à couche insonorisante (21) espacés l'un de l'autre sont appliqués
sur des zones (27) de paroi de la cuve de lavage à plus forte vibration de fonctionnement,
mats dont les épaisseurs de matériau sont adaptées à l'amplitude de vibration générée
dans la zone (27) de paroi de la cuve de lavage.