| (19) |
 |
|
(11) |
EP 2 594 089 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
|
30.04.2014 Patentblatt 2014/18 |
| (22) |
Anmeldetag: 20.08.2010 |
|
| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
|
| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
|
PCT/EP2010/062172 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
|
WO 2012/022382 (23.02.2012 Gazette 2012/08) |
|
| (54) |
Mikrofonschutzeinrichtung
Microphone protective device
Dispositif de protection pour microphone
|
| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
|
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO SE SI SK SM TR |
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
|
22.05.2013 Patentblatt 2013/21 |
| (73) |
Patentinhaber: Siemens Medical Instruments Pte. Ltd. |
|
Singapore 139959 (SG) |
|
| (72) |
Erfinder: |
|
- GEBERT, Anton
91077 Kleinsendelbach (DE)
- LEDERER, Marco
96114 Hirschaid/Erlach (DE)
|
| (74) |
Vertreter: Maier, Daniel Oliver et al |
|
Siemens AG
Postfach 22 16 34 80506 München 80506 München (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A1- 0 310 866 DE-A1-102007 034 230
|
WO-A1-2008/116500 US-A1- 2007 003 087
|
|
| |
|
|
|
|
| |
|
| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Mikrofon-Schutzeinrichtung zum Verhindern des Eindringens
von Schmutz und/oder Feuchtigkeit in eine Schalleinlassöffnung eines Mikrofons, umfassend
eine schmutz- und/oder feuchtigkeitsabweisende und/oder schmutz- und/oder feuchtigkeitsundurchlässige
Membran.
[0002] Ferner betrifft die Erfindung ein Hörhilfegerät mit einer entsprechenden Mikrofonschutzeinrichtung
sowie eine Mikrofoneinheit mit einem Mikrofon und einer Mikrofonschutzeinrichtung.
[0003] Die Mikrofonschutzeinrichtung soll das Eindringen von Schmutz und Feuchtigkeit in
ein Mikrofon möglichst vollständig verhindern. Weiterhin soll die Mikrofonschutzeinrichtung
ein akustisches Eingangssignal in das Mikrofon möglichst wenig dämpfen. Darüber hinaus
soll die Mikrofonschutzeinrichtung möglichst lange wirksam sein und insbesondere nicht
verstopfen. Diese Forderungen können nur erfüllt werden, wenn für die Membran der
Mikrofonschutzeinrichtung eine verhältnismäßig große Oberfläche vorgesehen wird. Dies
steht jedoch der bei Hörhilfegeräten angestrebten Miniaturisierung entgegen. Insbesondere
kann bei Hörhilfegeräten mit mehreren Mikrofonen für jedes Mikrofon nur ein relativ
eng begrenzter Bereich für die Mikrofonschutzeinrichtung an der Gehäuseoberfläche
des Hörhilfegerätes zur Verfügung gestellt werden.
[0004] Es sind Mikrofonschutzeinrichtungen bekannt, die mit einer wasserabweisenden Beschichtung
versehene Gitter aufweisen. Diese haben zwar nur eine geringe Dämpfung, dafür bieten
sie jedoch in Bezug auf die Wasserdichtigkeit nur eine verhältnismäßig geringe Wassersäule.
[0005] Weiterhin sind Mikrofonschutzeinrichtungen mit flachen, (mikro-) porösen Membranen
bekannt, die eine hohe Wasserstandssäule ermöglichen, jedoch für eine geringe Dämpfung
eine verhältnismäßig große Membranfläche benötigen. Z.B. beschreibt die Druckschrift
EP 310 866 A1 eine Mikrofonschutzeinrichtung mit einer Schmutz- und wasserundurchlässigen Membran
aus Gore-Tex Material.
[0006] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Mikrofonschutzeinrichtung, insbesondere
für ein Hörhilfegerät, anzugeben, die bei einem verhältnismäßig geringen Platzbedarf
eine hohe Wasserdichtigkeit und geringe akustische Dämpfung bietet.
[0007] Diese Aufgabe wird durch eine Mikrofonschutzeinrichtung mit den im Patentanspruch
1 angegebenen Merkmalen erreicht.
[0008] Die Mikrofonschutzeinrichtung gemäß der Erfindung umfasst eine schmutz- und/oder
feuchtigkeitsabweisende bzw. schmutz- und/oder feuchtigkeitsundurchlässige Membran,
die das Eindringen von Schmutz- und/oder Feuchtigkeit in das Mikrofon verhindert.
Dabei ist die Membran zumindest teilweise zylindermantelförmig ausgebildet oder auf
einer Zylindermantelfläche angeordnet zum Erreichen einer verhältnismäßig großen Oberfläche
bei geringem Platzbedarf an der Gehäuseoberfläche eines elektroakustischen Gerätes,
für das die Mikrofonschutzeinrichtung vorgesehen ist.
[0009] Im Zusammenhang mit der Erfindung bedeutet "zylindermantelförmig" bzw. "zylinderförmig",
dass zumindest ein Teil der Membran einen Zylindermantel formt. Die Grundfläche des
Zylinders kann eine beliebige Form aufweisen. Vorteilhaft sind jedoch eine kreisrunde,
rechteckige, insbesondere quadratische, oder elliptische Grundfläche. Durch die Membran
wird somit ein Hohlraum geformt, der jedoch wenigstens eine offene, d.h. nicht durch
die Membran verschlossene Seite aufweist. Die Membran bildet somit keine komplett
geschlossene Zylinderoberfläche. Vorzugsweise wird die wenigstens eine offene Seite
auch durch kein anderes Material bzw. Deckelement verschlossen. Alternativ kann die
offene Seite jedoch auch z.B. durch ein im Vergleich zu der Membran "grobmaschiges"
Gitter bedeckt sein. Die offene Seite ist die Grund- und/oder die Deckfläche des von
der Membran gebildeten Zylinders. Die zylindermantelförmige Gestaltung kann beispielsweise
dadurch erfolgen, dass eine flache, rechteckförmige Membran aufgerollt wird.
[0010] Alternativ zu der direkten zylindermantelförmigen Ausgestaltung der Membran kann
auch wenigstens eine Membran, die keinen vollständigen Zylindermantel bildet, auf
einem Träger, insbesondere einem zylindermantelförmigen Träger aufgebracht sein, so
dass die Membran auf einer Zylindermantelfläche liegt bzw. diese zumindest teilweise
bildet. Beispielsweise können so mehrere "kleine" Membranen auf einem zylindermantelförmigen
Träger angeordnet sein. Der Träger ist dabei zumindest abschnittsweise, insbesondere
im Bereich der Membranen, luftdurchlässig und auch akustisch transparent.
[0011] Die Erfindung bietet den Vorteil, dass an der Gehäuseoberfläche des elektroakustischen
Gerätes für die Membranschutzeinrichtung wenigstens im Wesentlichen nur Platz für
ein (offenes) Ende (Grund- oder Deckfläche des Zylinders) der zylindermantelförmig
ausgebildeten Membran benötigt wird. Dadurch ist es möglich, den Platzbedarf an der
Gehäuseoberfläche des elektroakustischen Gerätes zu senken, obwohl eine verhältnismäßig
große wirksame Oberfläche der Membran zum Schutz des Mikrofons wirksam ist.
[0012] Vorzugsweise ist die Mikrofonschutzeinrichtung als Baueinheit aus einer ebenfalls
zylindermantelförmig ausgebildeten, äußeren Hülle und der darin angeordneten Membran
ausgeführt. Die Mikrofonschutzeinrichtung hat somit den Aufbau eines doppelwandigen
Rohres. Die äußere Hülle wirkt dabei vorzugsweise als Membranträger. Durch den Membranträger
vereinfachen sich der Einbau und das Auswechseln der Membran in Bezug auf ein elektroakustisches
Gerät.
[0013] Indem die äußere Hülle einen größeren Durchmesser aufweist als die davon umgebene
Membran sind die Membran und die äußere Hülle vorteilhaft voneinander beabstandet.
Sie weisen vorzugsweise dieselbe Symmetrieachse auf. An den Enden der rohrförmigen
Membran bzw. Hülle ist der Bereich zwischen der Membran und der Hülle vorzugsweise
geschlossen, z.B. durch entsprechende Anformungen an der Hülle, so dass weder Schmutz
noch Feuchtigkeit in den Zwischenraum zwischen der Membran und der Hülle eindringen
können.
[0014] Um ein Anliegen der Membran an der Hülle zu verhindern, kann der Bereich zwischen
der Membran und der Hülle auch mit einem akustisch transparenten Material, beispielsweise
einem Schaumstoff, ausgefüllt sein.
[0015] Um ferner das Eindringen von Schmutz in ein offenes Ende der zylindermantelförmig
ausgebildeten Membran zu verhindern, kann das offene Ende auch mit einer, vorzugsweise
im Wesentlichen scheibenförmig ausgeführten, Schutzabdeckung versehen sein. Diese
Schutzabdeckung besteht z.B. aus einem gegenüber der Membran verhältnismäßig groben
Schutzgitter, welches verhindert, dass grobe Schmutzpartikel zu der Membran gelangen.
[0016] Zum Verbinden der Mikrofonschutzeinrichtung mit einem Mikrofon befindet sich vorteilhaft
in der äußeren Hülle der Mikrofonschutzeinrichtung eine Mikrofonanschlussöffnung.
[0017] Die Mikrofonschutzeinrichtung gemäß der Erfindung eignet sich besonders vorteilhaft
zum Einbau in ein Hörhilfegerät, da bei Hörhilfegeräten generell eine möglichst weitgehende
Miniaturisierung der Geräte angestrebt wird und die Mikrofonschutzeinrichtung gemäß
der Erfindung nur verhältnismäßig wenig Platz an der Gehäuseoberfläche eines betreffenden
Hörhilfegerätes beansprucht. Die erfindungsgemäße Mikrofonschutzeinrichtung ist jedoch
nicht auf den Einbau in ein Hörhilfegerät beschränkt. Vielmehr kann diese auch in
anderen elektroakustischen Geräten, insbesondere Kommunikationsgeräten wie Mobiltelefonen,
Headsets, PDAs etc verbaut werden. Insbesondere bei einem hinter dem Ohr tragbaren
Hörhilfegerät mit einem Gehäuse mit einer linken Gehäuseseite und einer symmetrisch
dazu ausgebildeten rechten Gehäuseseite kann eine Mikrofonschutzeinrichtung gemäß
der Erfindung derart in das Hörhilfegerät eingebaut und dimensioniert werden, dass
ein erstes offenes Ende der zylindermantelförmig ausgebildeten Mikrofonschutzeinrichtung
in der linken Gehäuseseite und ein zweites Ende der zylindermantelförmig ausgebildeten
Membran in der rechten Gehäuseseite des betreffenden Hörhilfegerätes mündet. Die Membran
hat somit die Form eines nach zwei Seiten offenen Rohres Die rohrförmig ausgebildete
Membran bildet somit einen Kanal durch das Hörhilfegerät von einer Gehäuseseite zur
anderen. Dies hat den Vorteil, dass eine derartig ausgebildete Membran besonders einfach
zu reinigen oder ggf. auszutauschen ist. Ein geeignetes Werkzeug kann dann nämlich
zum Reinigen bzw. Austausch der Membran besonders einfach in den durch die Membran
gebildeten Kanal eingeführt werden. Unterschiedliche Hörhilfegeräte zur Versorgung
des linken bzw. des rechten Ohres können dann in einfacher Weise dadurch erzeugt werden,
dass jeweils die Mikrofonöffnungen an einer Gehäuseseite geschlossen, z.B. überklebt
werden.
[0018] Bei einer Ausführungsform der Erfindung ist die die Membran der Mikrofonschutzeinrichtung
umgebende Hülle einstückig mit dem Gehäuse des Hörhilfegerätes ausgebildet. Die Membran
wird dann nachträglich in das entsprechend ausgebildete, fertige Gehäuse eingesetzt,
z.B. eingeklebt.
[0019] Eine weitere Ausführungsform der Erfindung sieht eine Mikrofoneinheit mit einem Mikrofon
und einer damit verbundenen Mikrofonschutzeinrichtung gemäß der Erfindung als Baueinheit
vor.
[0020] Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen näher erläutert.
Es zeigen:
- Figur 1
- ein Hörhilfegerät gemäß dem Stand der Technik im Blockschaltbild,
- Figur 2
- eine Mikrofonschutzeinrichtung gemäß der Erfindung und ein damit verbundenes Mikrofon,
- Figur 3
- eine Mikrofonschutzeinrichtung und ein damit verbundenes Mikrofon im Schnittbild,
- Figur 4
- eine weitere Ausführungsform einer Mikrofonschutzeinrichtung gemäß der Erfindung,
- Figur 5
- ein Hörhilfegerät mit darin eingebauten Mikrofonschutzeinrichtungen gemäß der Erfindung.
[0021] Figur 1 zeigt im stark vereinfachten Blockschaltbild beispielhaft den Aufbau eines
Hörhilfegerätes, insbesondere eines hinter dem Ohr tragbaren Hörgerätes, nach dem
Stand der Technik. Hörgeräte umfassen prinzipiell als wesentliche Komponenten einen
Eingangswandler, einen Verstärker und einen Ausgangswandler. Der Eingangswandler ist
in der Regel ein Schallempfänger, z. B. ein Mikrofon, und/oder ein elektromagnetischer
Empfänger, z. B. eine Induktionsspule. Der Ausgangswandler ist meist als elektroakustischer
Wandler, z. B. Miniaturlautsprecher bzw. Hörer, oder als elektromechanischer Wandler,
z. B. Knochenleitungshörer, realisiert. Der Verstärker ist üblicherweise in eine Signalverarbeitungseinheit
integriert. Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Figur 1 sind in ein zum Tragen hinter
dem Ohr vorgesehenes Hörgerätegehäuse 1 ein oder mehrere Mikrofone 2 zur Aufnahme
des Schalls aus der Umgebung eingebaut. Eine Signalverarbeitungseinheit 3, die sich
ebenfalls in dem Hörgerätegehäuse 1 befindet, verarbeitet die Mikrofonsignale und
verstärkt sie. Das Ausgangssignal der Signalverarbeitungseinheit 3 wird an einen Lautsprecher
bzw. Hörer 4 übertragen, der ein akustisches Signal ausgibt. Der Schall wird gegebenenfalls
über einen Schallschlauch, der mit einer Otoplastik im Gehörgang fixiert ist, zum
Trommelfell des Benutzers übertragen. Die Energieversorgung des Hörgerätes und insbesondere
die der Signalverarbeitungseinheit 3 erfolgt durch eine ebenfalls in dem Hörgerätegehäuse
1 angeordnete Batterie 5.
[0022] Figur 2 zeigt eine Mikrofoneinheit mit einem Mikrofon 21 und einer damit fest verbundenen
Mikrofonschutzeinrichtung 22 gemäß der Erfindung. Die Mikrofonschutzeinrichtung 22
umfasst eine zylindermantelförmige, aus einem luftundurchlässigen Material bestehende
Hülle 23 sowie eine innerhalb der Hülle 23 angeordnete und ebenfalls zylindermantelförmig
ausgebildete Membran 24. Die Hülle 23 und die Membran 24 weisen bei der beispielhaften
Ausgestaltung dieselbe Symmetrieachse auf und ihre Querschnitte sind konzentrische
Kreise. Im Bereich zwischen einem vorderen Ende der zylindermantelförmigen Membran
24 und der zylindermantelförmigen Hülle 23 befindet sich ein einstückig mit der Hülle
23 ausgebildeter, im Wesentlichen scheibenförmiger Bereich 25, der ein Eindringen
von Schmutz oder Feuchtigkeit in den Zwischenraum zwischen der zylindermantelförmigen
Hülle 23 und der zylindermantelförmigen Membran 24 verhindert. Weiterhin dient der
scheibenförmige Bereich 25 zur Befestigung der Membran 24 innerhalb der Hülle 23.
[0023] Im in ein elektroakustisches Gerät, insbesondere ein Hörhilfegerät, eingebauten Zustand
der Mikrofonschutzeinrichtung 22 wird im Wesentlichen nur der Platz für das aus der
Figur 2 ersichtliche, offene Ende der zylindermantelförmig ausgebildeten Membran 24
an der Geräteoberfläche benötigt. Die wirksame Fläche der Mikrofonschutzeinrichtung
22 ist damit in das Gerät hinein verlagert. Der Platzbedarf an der Gehäuseoberfläche
ist so im Vergleich zu der wirksamen Oberfläche der Membran 24 gering.
[0024] Der Aufbau der Mikrofonschutzeinrichtung 22 und die Verbindung zum Mikrofon 21 werden
durch die Schnittbildzeichnung gemäß Figur 3 weiter verdeutlicht. Insbesondere ist
aus Figur 3 die Anordnung der zylindermantelförmig ausgebildeten Membran 24 innerhalb
der ebenfalls zylindermantelförmig ausgebildeten Hülle 23 ersichtlich. Durch den Abstand
der Membran 24 von der Hülle 23 und den dadurch ausgebildeten Zwischenraum wird nahezu
die gesamte Oberfläche der Membran 24 zum Schutz vor dem Eindringen von Schmutz oder
Feuchtigkeit in das Mikrofon 21 wirksam. Typische Durchmesser der zylindermantelförmig,
insbesondere mit kreisrundem Querschnitt, ausgebildeten Membran 24 mit wenigstens
einer offenen Stirnseite des Zylinders liegen bei Hörgeräte-Anwendungen im Bereich
von 1 mm bis 1,5 mm. Typische Durchmesser der Hülle 23 liegen im Bereich zwischen
1,5 mm und 2,5 mm. Die Höhe des von der Membran geformten Zylindermantels liegt bei
Hörgeräte-Anwendungen vorzugsweise im Bereich von 2 mm bis 6 mm. Die Höhe der zylindermantelförmigen
Hülle kann die Höhe der Membran ggf. geringfügig übersteigen.
[0025] Weiterhin ist aus Figur 3 die Schalleinlassöffnung 26 des Mikrofons 21 und eine damit
verbundene Mikrofonanschlussöffnung 27 in der Hülle 23 der Mikrofonschutzeinrichtung
22 ersichtlich. Über diese beiden Öffnungen erfolgt die Schallleitung von der Mikrofonschutzeinrichtung
22 zu dem Mikrofon 21.
[0026] Figur 4 zeigt in schematischer Darstellung eine andere Ausführungsform einer Mikrofoneinheit
30 gemäß der Erfindung, die sich im Wesentlichen aus einem Mikrofon 31 und einer Mikrofonschutzeinrichtung
32 zusammensetzt. Anders als bei dem vorherigen Ausführungsbeispiel sind hier die
Mikrofonschutzeinrichtung 32 und das Mikrofon 31 beide in Längsrichtung zusammengefügt.
Das bedeutet, dass die Symmetrieachse in Längsrichtung des Mikrofons 31 und die Symmetrieachse
der Mikrofonschutzeinrichtung 32 parallel verlaufen oder sogar zusammenfallen. Über
eine Schalleinlassöffnung 38 in die Mikrofoneinheit 30 eintretender Schall muss zunächst
die Membran 34 passieren, um in einen Hohlraum zwischen der äußeren Hülle 33 der Mikrofonschutzeinrichtung
32 und der Membran 34 zu gelangen. In Richtung zum Mikrofon 31 wird dieser Hohlraum
durch ein luftundurchlässiges Abschlusselement 36 geschlossen. Luft und damit Schall
kann daher nur durch die Membran 34 hindurch und anschließend über die Mikrofonanschlussöffnung
37 in das Mikrofon 31 gelangen. Als weitere Besonderheit neben der Ausrichtung der
Mikrofonschutzeinrichtung 32 gegenüber dem Mikrofon 31 ist das Gehäuse der Mikrofoneinheit
30, das die äußere Hülle 33 der Mikrofonschutzeinrichtung 32 umfasst, einstückig ausgebildet.
[0027] Neben den bereits genannten Vorteilen bietet die erfindungsgemäße Mikrofonschutzeinrichtung
auch den Vorteil, dass sich auf die Mikrofonschutzeinrichtung und insbesondere deren
Membran ausgeübte Vibrationen, die beispielsweise bei einer in einem Hörhilfegerät
angeordneten Mikrofonschutzeinrichtung von einem dort ebenfalls angeordneten Hörer
übertragen werden können, weitgehend kompensieren. So wird bei einer Bewegung senkrecht
zu der Symmetrieachse der zylindermantelförmigen Membran ein Teilbereich der Membran
relativ zu der Hülle zu der Hülle hin bewegt und ein innerhalb der Hülle diesem Teilbereich
gegenüberliegender zweiter Teilbereich von der Hülle weg bewegt. So kompensieren sich
die durch die Bewegung (Vibration) der Hülle auf die Membran übertragenen Bewegungen
hinsichtlich ihrer akustischen Auswirkung gegenseitig.
[0028] Figur 5 zeigt zwei Mikrofonschutzeinrichtungen 41 und 42 gemäß der Erfindung, die
in ein hinter dem Ohr tragbares Hörhilfegerät 43 eingebaut sind. Zum Verhindern des
Eindringens größerer Schmutzpartikel in die durch die zylindermantelförmigen Membranen
der Mikrofoneinrichtungen 41 und 42 gebildeten Schalleintrittsöffnungen in dem Gehäuse
des Hörhilfegerätes 43 sind diese Öffnungen mit verhältnismäßig grobmaschigen Schutzgittern
44 und 45 versehen. Diese können ggf. nachträglich nach dem Zusammenbau des betreffenden
Hörhilfegeräts 43 auf das Gehäuse aufgeklebt und im Bedarfsfall entsprechend einfach
wieder entfernt werden.
[0029] Die erfindungsgemäße Anordnung hat zu den bereits genannten Vorteilen den weiteren
Vorteil, dass die Membran von außen nicht direkt zugänglich ist und daher beispielsweise
nicht versehentlich mit den Fingern berührt werden kann. Dadurch werden einerseits
unangenehme, durch die Berührung verursachte Geräusche vermieden und zudem ist die
Membran besser vor mechanischer Beanspruchung geschützt, als dies bei einer auf der
Geräteoberfläche angeordneten Membran der Fall wäre.
[0030] Darüber hinaus hat die gezeigte Anordnung einen weiteren Vorteil: der Empfangspunkt
eines Mikrofons liegt gewöhnlich etwa in der Mitte einer jeden Schalleintrittsöffnung
in dem Gehäuse eines betreffenden Gerätes. Da an der Gehäuseoberfläche bei der Erfindung
nur verhältnismäßig wenig Platz im Bezug auf die gewünschte Membranoberfläche erforderlich
ist, können die zu verschiedenen Mikrofonen gehörigen Schalleintrittsöffnungen sehr
dicht nebeneinander liegen. Es können daher akustisch sehr kurze Mikrofonarrays, das
heißt Mikrofone mit geringem akustisch relevantem Abstand, aufgebaut werden.
1. Mikrofonschutzeinrichtung (22, 32) zum Verhindern des Eindringens von Schmutz und/oder
Feuchtigkeit in eine Schalleinlassöffnung eines Mikrofons (21, 31), umfassend eine
schmutz- und/oder feuchtigkeitsabweisende und/oder schmutz- und/oder feuchtigkeitsundurchlässige
Membran (24, 34), dadurch gekennzeichnet, dass die Membran (24, 34) zumindest teilweise zylindermantelförmig ausgebildet oder auf
einer Zylindermantelfläche angeordnet ist.
2. Mikrofonschutzeinrichtung (22, 32) nach Anspruch 1, mit einer die Membran (24, 34)
zumindest teilweise umgebenden äußeren Hülle (23, 33).
3. Mikrofonschutzeinrichtung (22, 32) nach Anspruch 2, wobei die äußere Hülle (23, 33)
zumindest teilweise zylindermantelförmig ausgebildet ist.
4. Mikrofonschutzeinrichtung (22, 32) nach Anspruch 2 oder 3, wobei die Membran (24,
34) und die äußere Hülle (23, 33) derart zueinander ausgerichtet sind, dass sie wenigstens
im Wesentlichen eine gemeinsame Symmetrieachse aufweisen.
5. Mikrofonschutzeinrichtung (22, 32) nach einem der Ansprüche 2 bis 4, wobei die Membran
(24, 34) und die äußere Hülle (23, 33) unterschiedliche Durchmesser aufweisen und
somit voneinander beabstandet sind, so dass ein Zwischenraum zwischen Membran (24,
34) und Hülle (23, 33) besteht.
6. Mikrofonschutzeinrichtung (22, 32) nach einem der Ansprüche 2 bis 5, wobei die Membran
(24, 34) und die äußere Hülle (23, 33) wenigstens im Wesentlichen gleich hoch sind.
7. Mikrofonschutzeinrichtung (22, 32) nach einem der Ansprüche 2 bis 6, wobei an wenigstens
einem Ende der Membran (24, 34) und der Hülle (23, 33) der Bereich zwischen der Membran
(24, 34) und der äußere Hülle (23, 33) mit einem Abschlusselement (25) versehen ist,
das insbesondere ringförmig ausgebildet ist.
8. Mikrofonschutzeinrichtung (22, 32) nach Anspruch 7, wobei das Abschlusselement einstückig
mit der äußeren Hülle (23, 33) ausgebildet ist.
9. Mikrofonschutzeinrichtung (22, 32) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, wobei wenigstens
ein Ende der Membran (24, 34) mit einem Deckelement (44, 45) versehen ist.
10. Mikrofonschutzeinrichtung (22, 32) nach einem der Ansprüche 2 bis 9, wobei die äußere
Hülle (23, 33) eine Mikrofonanschlussöffnung (27, 37) umfasst.
11. Mikrofoneinheit, umfassend ein Mikrofon (21, 31) und eine Mikrofonschutzeinrichtung
(22, 32) nach einem der Ansprüche 1 bis 10.
12. Mikrofoneinheit mit einer Mikrofonschutzeinrichtung (22, 32) nach einem der Ansprüche
2 bis 10, wobei das Mikrofon (21, 31) ein Mikrofongehäuse aufweist, das einstückig
mit der äußeren Hülle ausgebildet ist.
13. Hörhilfegerät (43) mit einer Mikrofonschutzeinrichtung (22, 32) gemäß einem der Ansprüche
1 bis 10 oder mit einer Mikrofoneinheit gemäß Anspruch 11 oder 12.
14. Hörhilfegerät (43) mit einer Mikrofonschutzeinrichtung (22, 32) gemäß einem der Ansprüche
1 bis 10 und einem Gehäuse mit einer linken und einer rechten Gehäuseseite, wobei
ein erstes offenes Ende der Membran (24, 34) in der linken Gehäuseseite und/oder ein
zweites offenes Ende der Membran (24, 34) in der rechten Gehäuseseite mündet.
15. Hörhilfegerät (43) mit einer Mikrofonschutzeinrichtung (22, 32) nach einem der Ansprüche
2 bis 10, wobei die äußere Hülle (23, 33) einstückig mit dem Gehäuse des Hörhilfegerätes
(43) ausgebildet ist.
1. Microphone protective device (22, 32) for preventing the penetration of dirt and/or
moisture into a sound inlet opening of a microphone (21, 31), comprising a dirt and/or
moisture-repelling and/or dirt and/or moisture-impermeable membrane (24, 34), characterised in that the membrane (24, 34) is embodied at least partly in the shape of a cylindrical shell
or is disposed on a cylindrical shell surface.
2. Microphone protective device (22, 32) according to claim 1, with an outer envelope
(23, 33) at least partly surrounding the membrane (24, 34).
3. Microphone protective device (22, 32) according to claim 2, wherein the outer envelope
(23, 33) is embodied at least partly in the shape of a cylindrical shell.
4. Microphone protective device (22, 32) according to claim 2 or 3, wherein the membrane
(24, 34) and the outer envelope (23, 33) are aligned in relation to one another such
that they have at least essentially a common axis of symmetry.
5. Microphone protective device (22, 32) according to one of claims 2 to 4, wherein the
membrane (24, 34) and the outer envelope (23, 33) have different diameters and/or
are thus spaced apart from one another, so that a space exists between membrane (24,
34) and envelope (23, 33).
6. Microphone protective device (22, 32) according to one of claims 2 to 5, wherein the
membrane (24, 34) and the outer envelope (23, 33) are at least essentially equal in
height.
7. Microphone protective device (22, 32) according to one of claims 2 to 6 wherein, at
at least one end of the membrane (24, 34) and the envelope (23, 33), the area between
the membrane (24, 34) and the outer envelope (23, 33) is provided with a terminating
element (25) which is especially embodied in the shape of a ring.
8. Microphone protective device (22, 32) according to claim 7, wherein the terminating
element is embodied in one piece with the outer envelope (23, 33).
9. Microphone protective device (22, 32) according to one of claims 1 to 8, wherein at
least one end of the membrane (24, 34) is provided with a cover element (44, 45).
10. Microphone protective device (22, 32) according to one of claims 2 to 9, wherein the
outer envelope (23, 33) has a microphone connection opening (27, 37).
11. A microphone unit comprising a microphone (21, 31) and a microphone protective device
(22, 32) according to one of claims 1 to 10.
12. Microphone unit with a microphone protective device (22, 32) according to one of claims
2 to 10, wherein the microphone (21, 31) has a microphone housing, which is embodied
in one piece with the outer envelope.
13. Hearing aid device (43) with a microphone protective device (22, 32) according to
one of claims 1 to 10 or with a microphone unit according to claim 11 or 12.
14. Hearing aid device (43) with a microphone protective device (22, 32) according to
one of claims 1 to 10 and a housing with a left and right housing side, wherein a
first open end of the membrane (24, 34) opens out into the left housing side and/or
a second open end of the membrane (24, 34) opens out into the right housing side.
15. The hearing aid device (43) with a microphone protective device (22, 32) according
to one of claims 2 to 10, wherein the outer envelope (23, 33) is embodied in one piece
with the housing of the hearing aid device (43).
1. Dispositif ( 22, 32 ) de protection d'un microphone pour empêcher de la saleté et/ou
de l'humidité de pénétrer dans une ouverture d'entrée du son d'un microphone ( 21,
31 ), comprenant une membrane ( 24, 34 ) repoussant la saleté et/ou l'humidité et/ou
imperméable à la saleté et/ou à l'humidité, caractérisé en ce que la membrane ( 24, 34 ) est constituée, au moins en partie, sous la forme d'une enveloppe
cylindrique ou est disposée sur une surface d'enveloppe cylindrique.
2. Dispositif ( 22, 32 ) de protection d'un microphone suivant la revendication 1, comprenant
une gaine ( 23, 33 ) extérieure entourant, au moins en partie, la membrane ( 24, 34
).
3. Dispositif ( 22, 32 ) de protection d'un microphone suivant la revendication 2, dans
lequel la gaine ( 23, 33 ) extérieure est constituée, au moins en partie, sous la
forme d'une enveloppe cylindrique.
4. Dispositif ( 22, 32 ) de protection d'un microphone suivant la revendication 2 ou
3, dans lequel la membrane ( 24, 34 ) et la gaine ( 23, 33 ) extérieure sont dirigées
l'une par rapport à l'autre, de manière à avoir au moins sensiblement un axe de symétrie
commun.
5. Dispositif ( 22, 32 ) de protection d'un microphone suivant l'une des revendications
2 à 4, dans lequel la membrane ( 24, 34 ) et la gaine ( 23, 33 ) extérieure ont des
diamètres différents et sont ainsi à distance l'une de l'autre, de manière à avoir
un espace intermédiaire entre la membrane ( 24, 34 ) et la gaine ( 23, 33 ).
6. Dispositif ( 22, 32 ) de protection d'un microphone suivant l'une des revendications
2 à 5, dans lequel la membrane ( 24, 34 ) et la gaine ( 23, 33 ) extérieure ont au
moins sensiblement la même hauteur.
7. Dispositif ( 22, 32 ) de protection d'un microphone suivant l'une des revendications
2 à 6, dans lequel, à au moins une extrémité de la membrane ( 24, 34 ) et de la gaine
( 23, 33 ), la partie comprise entre la membrane ( 24, 34 ) et la gaine ( 23, 33 )
extérieure est pourvue d'un élément ( 25 ) de fermeture, qui est notamment de forme
annulaire.
8. Dispositif ( 22, 32 ) de protection d'un microphone suivant la revendication 7, dans
lequel l'élément de fermeture est d'une pièce avec la gaine ( 23, 33 ) extérieure.
9. Dispositif ( 22, 32 ) de protection d'un microphone suivant l'une des revendications
1 à 8, dans lequel au moins une extrémité de la membrane ( 24, 34 ) est pourvue d'un
élément ( 44, 45 ) de recouvrement.
10. Dispositif ( 22, 32 ) de protection d'un microphone suivant l'une des revendications
2 à 9, dans lequel la gaine ( 23, 33 ) extérieure comprend une ouverture ( 27, 37
) de fermeture d'un microphone.
11. Unité de microphone comprenant un microphone ( 21, 31 ) et un dispositif ( 22, 32
) de protection d'un microphone suivant l'une des revendications 1 à 10.
12. Unité de microphone ayant un dispositif ( 22, 32 ) de protection d'un microphone suivant
l'une des revendications 2 à 10, le microphone ( 21, 31 ) ayant un boîtier de microphone
qui est d'une seule pièce avec la gaine extérieure.
13. Prothèse ( 43 ) auditive ayant un dispositif ( 22, 32 ) de protection d'un microphone
suivant l'une des revendications 1 à 10 ou une unité de microphone suivant la revendication
11 ou 12.
14. Prothèse ( 43 ) auditive ayant un dispositif ( 22, 32 ) de protection d'un microphone
suivant l'une des revendications 1 à 10 et un boîtier ayant un côté gauche et un côté
droit, dans laquelle une première extrémité ouverte de la membrane ( 24, 34 ) débouche
dans le côté gauche du boîtier et/ou une deuxième extrémité ouverte de la membrane
( 24, 34 ) débouche dans le côté droit du boîtier.
15. Prothèse ( 43 ) auditive ayant un dispositif ( 22, 32 ) de protection d'un microphone
suivant l'une des revendications 2 à 10, la gaine ( 23, 33 ) extérieure étant d'une
pièce avec le boîtier de la prothèse ( 43 ) auditive.
IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information
des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes.
Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei
Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente