[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Zerlegen eines Baumstammes.
[0002] Aus der
DE 201 16 751 U1 geht ein Verfahren zum Zerlegen eines Baumstammes hervor, bei dem in einen Baumstamm
über den gesamten Umfang des Querschnittes desselben Radialschnitte eingebracht werden.
Zur Weiterverarbeitung können dann die dabei herausgeschnittenen und zu dreieckförmigen
Teilen besäumten Baumstammteile zur Bildung von Bohlen, Balken oder dergleichen mit
einem rechteckigen Querschnitt entsprechend aneinander verleimt werden.
[0003] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, ein derartiges Verfahren zum
Zerlegen von Baumstämmen so auszugestalten, dass eine wesentlich bessere Ausbeute
und Qualität zu verzeichnen sind.
[0004] Diese Aufgabe wird durch ein Verfahren mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 gelöst.
[0005] Der wesentliche Vorteil der vorliegenden Erfindung besteht darin, dass beim Zerlegen
von Baumstämmen eine wesentlich verbesserte Ausbeute und Qualität erreichbar sind,
weil bei dem erfindungsgemäßen Verfahren im Gegensatz zu den Verfahren des Standes
der Technik beim Zerlegen von Baumstämmen in einer ganz speziellen Weise vorgegangen
wird. Insbesondere werden bei dem erfindungsgemäßen Verfahren die Baumstämme in einem
ersten Schritt geviertelt. In einem zweiten Schritt wird aus den Baumstammvierteln
zunächst jeweils das eine weniger gute Qualität aufweisende Holz eines Baumstammviertels
im mittleren Bereich des Querschnittes des Baumstammviertels entfernt. Danach werden
weitere spezielle Trennschnitte in das Baumstammviertel eingebracht. Die genannten
Trennschnitte werden besonders bevorzugt unter Beachtung der Abholzigkeit sowie einer
Krümmung der Baumstämme ausgeführt.
[0006] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Zerlegen eines Baumstammes mit den folgenden
Schritten:
a) Teilen des Baumstammes durch einen durch das Zentrum des Querschnittes des Baumstammes
und in der Längsrichtung desselben verlaufenden Längsschnittes in zwei Baumstammhälften
(3, 3').
b) Teilen jeder Baumstammhälfte durch einen durch das Zentrum und senkrecht zum Längsschnitt
verlaufenden weiteren Schnitt in zwei Baumstammviertel.
c) Einbringen wenigstens eines Trennschnittes in Längsrichtung, vom Zentrum beabstandet
und parallel zur Längsachse verlaufend derart, dass der Trennschnitt durch zwei Punkte
verläuft, die vom Zentrum beabstandet sind, in jedes Baumstammviertel, wobei jeweils
ein Punkt auf einer Linie des Längsschnittes bzw. auf einer Linie des weiteren Schnittes
jedes Baumstammviertels liegt, wobei ein erstes Baumstammteil entsteht.
d) Einbringen von zwei weiteren Trennschnitten in Längsrichtung, von denen jeder ausgehend
von einem Punkt senkrecht zum Trennschnitt verläuft, wobei ein Baumstammteil mit einem
rechteckigen Querschnitt und zwei weitere Baumstammteile mit einem dreieckförmigen
Querschnitt entstehen.
[0007] Besonders bevorzugt und vorteilhaft sind die Punkte beim Schritt c) gleichmäßig vom
Zentrum entfernt sind. Zur Anpassung an die Beschaffenheit bzw. Qualität des Baumstammes
und zur Erhöhung der Ausbeute können weitere, parallel zum Trennschnitt des Schrittes
c) verlaufende Trennschnitte in das erste Baumstammteil zur Herstellung weiterer erster
Baumstammteile eingebracht werden.
[0008] Zur Berücksichtigung der Abholzigkeit des Baumstammes werden vorteilhafterweise zwei
Längsschnitte beim Schritt a) jeweils ausgehend von dem Zentrum der Seite des Baumstammes
mit dem kleineren Querschnitt in der Längsrichtung und parallel zur jeweils senkrecht
zur Ebene der Schnitte beabstandeten Außenkanten des Baumstammes ausgeführt, wobei
eine Spitzbohle entsteht. Ferner werden zur Berücksichtigung der Abholzigkeit des
Baumstammes beim Schritt b) ausgehend vom Zentrum der Seite der Baumstammhälften mit
dem kleineren Querschnitt zwei weitere Schnitte jeweils senkrecht zur Ebene des Längsschnittes
und parallel zu der in der Ebene des Längsschnittes liegenden Außenkante ausgeführt,
wobei eine weitere Spitzbohle entsteht.
[0009] Zur vorteilhaften Verarbeitung der bei den erfindungsgemäßen Verfahren anfallenden
Bohlenteile werden vorzugsweise zwei Spitzbohlen oder zwei weitere Spitzbohlen gegensinnig
miteinander zu einer Bohle mit einem rechteckigen Querschnitt verbunden, vorzugsweise
verleimt. Alternativ können auch zwei oder vier erste Baumstammteile oder weitere
erste Baumstammteile oder weitere Baumstammteile miteinander zu einem Bohlenteil mit
einem rechteckigen Querschnitt verbunden, vorzugsweise aneinander verleimt werden.
Ferner ist es besonders vorteilhaft, wenn vier erste Baumstammteile oder weitere erste
Baumstammteile oder weitere Baumstammteile zur Bildung eines Bohlenteiles mit einem
rechteckigen Querschnitt derart miteinander verbunden, vorzugsweise verleimt werden,
dass sie einen Hohlraum umgeben, wobei in jeder Ecke des gebildeten Rechteckes vorzugsweise
jeweils ein Spitzenbereich eines Baumstammteiles an einer Grundfläche des benachbarten
Baumstammteiles befestigt, vorzugsweise verleimt wird. Auf diese Weise wird es ermöglicht,
dass in dem Hohlraum ein Isoliermaterial und/oder wenigstens eine Versorgungsleitung
angeordnet werden kann. Dadurch ergeben sich für die hergestellten Bohlenteile vorteilhafterweise
weitere Anwendungsmöglichkeiten.
[0010] Im Folgenden werden die Erfindungen und deren Ausgestaltungen im Zusammenhang mit
den Figuren näher erläutert. Es zeigen:
Figuren 1a, 1b, 2a, 2b, 3a, 3b und 4 Schnittdarstellungen zur Erläuterung des Prinzips
der vorliegenden Erfindung,
Figuren 5 und 6 Darstellungen zur Erläuterung der erfindungsgemäßen Einbringung der
Trennschnitte in ein Baumstammviertel,
Figuren 7 bis 10 Darstellungen zur Erläuterung von bevorzugten Verarbeitungen der
nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellten Baumstammteile,
Figuren 11 bis 14 Schnittdarstellungen zur Erläuterung der Ausführung des erfindungsgemäßen
Verfahrens unter Beachtung der Abholzigkeit von Baumstämmen,
Figur 15 eine Darstellung zur Erläuterung der erfindungsgemäßen Einbringung der Trennschnitte
in ein unter Beachtung der Abholzigkeit hergestelltes Baumstammviertel, und
Figur 16 eine Prinzipdarstellung einer Vorrichtung zur Ausführung des erfindungsgemäßen
Verfahrens an gekrümmten Baumstämmen.
Gemäß Figur 1a, die den Querschnitt eines Baumstammes 1 zeigt, wird der Baumstamm
1 zunächst durch einen durch das Zentrum Z des Baumstammes 1 und in Längsrichtung
verlaufenden Schnitt Längsschnitt 2 in zwei Baumstammhälften 3 und 3' geteilt. Die
Figur 1b zeigt die Baumstammhälften 3 und 3' im Längsschnitt. Die Rinde des Baumstammes
1 ist mit R bezeichnet.
[0011] In den Figuren 2a und 2b ist die Baumstammhälfte 3 im Querschnitt bzw. im Längsschnitt
dargestellt.
[0012] Anschließend werden die Baumstammhälften 3 und 3' jeweils durch einen senkrecht zum
Längsschnitt 2 und durch das Zentrum Z verlaufenden Schnitt 4 in insgesamt vier Baumstammviertel
5, 5', 6 und 6' geteilt. Dabei wird vorzugsweise in einem Trennschnitt die Baumstammhälfte
3 in die Baumstammviertel 5 und 5' geteilt und wird in einem eigenen weiteren Trennschnitt
die Baumstammhälfte 3' in die Baumstammviertel 6 und 6' geteilt.
[0013] In den Figuren 3a und 3b ist das Baumstammviertel 5 im Querschnitt bzw. im Längsschnitt
dargestellt.
[0014] In der Figur 4 ist ein Querschnitt des Baumstammes 1 gezeigt, in dem zur Übersicht
alle zuvor genannten Schnitte 2 und 4 und Baumstammteile 3, 3', 5, 5', 6 und 6' dargestellt
sind.
[0015] Im Zusammenhang mit den Figuren 5 und 6 wird nun die Weiterverarbeitung der Baumstammviertel
5, 5', 6 und 6' anhand des Baumstammviertels 5 näher erläutert. Die Figur 5 zeigt
in schematischer Darstellung eine Vorderansicht einer Haltevorrichtung für das Baumstammviertel
5. Die Haltevorrichtung umfasst vorzugsweise zwei vordere Walzen bzw. Rollen 7, 7,
in der das Baumstammviertel 5 gehalten wird. Gemäß der Seitenansicht der Figur 6 sind
in Längsrichtung des Baumstammviertels 5 von den Rollen 7, 7 zwei weitere Rollen 8,
8 vorgesehen, die ebenfalls Teil der Haltevorrichtung sind. Dabei sind die Rollen
7, 7 und 8, 8 so angeordnet und in Längsrichtung voneinander beabstandet, dass sie
das Baumstammviertel 5 an seinem einen (vorderen) bzw. an seinem anderen (hinteren)
Endbereich halten und unterstützen. Die Achsen der Rollen 7, 7 bzw. 8, 8 verlaufen
jeweils unter einem sich nach oben öffnenden, rechten Winkel zueinander sodass die
Flächen der Schnitte 2 bzw. 4 des Baumstammviertels 5 an ihnen anliegen. In der Längsrichtung
gesehen ist dabei, wie dies die Figur 6 zeigt, ein Schnittmittel 27, das vorzugsweise
die Form einer Kreissäge aufweist, oberhalb der Rollen 7, 7 und 8, 8 angeordnet.
[0016] Vorzugsweise sind die unteren Enden der sich gegenüberliegenden Rollen 7, 7 bzw.
8, 8 jeweils voneinander beabstandet, sodass der untere Spitzenbereich des Baumstammviertels
5 nach unten über die unteren Enden der Rollen 7, 7 bzw. 8, 8 hinausragt.
[0017] Aus dem in der Haltevorrichtung gehaltenen Baumstammviertel 5 werden durch Einbringen
wenigstens der in der Figur 5 gezeigten, jeweils in Längsrichtung verlaufenden Trennschnitte
13, 14 und 15 die Baumstammteile 9, 10, 11 und 12 erzeugt.
[0018] Dabei wird der Trennschnitt 15 vorzugsweise nach einer beispielsweise elektronisch
erfolgenden Inspektion der Flächen der Schnitte 2 und 4 des Baumstammviertels 5 im
Querschnitt des Baumstammviertels 8 derart erzeugt, dass je nach Sachlage und Inspektion,
das vom Baumstammviertel 5 abgetrennte Baumstammteil 12 den Bereich einer verminderten
Qualität des Baumstammviertels 5 umfasst, wobei dieser Bereich der verminderten Qualität
insbesondere durch Schwarzastigkeit und Risse geprägt wird. Der Trennschnitt 15 verläuft
demgemäß vom Zentrum Z beabstandet durch sich vorzugsweise symmetrisch zur Vertikalachse
V gegenüberliegende Punkte des Querschnittes des Baumstammviertels 5. Zum Einbringen
des Trennschnittes 15 ist ein weiteres Schnittmittel 28, das vorzugsweise ebenfalls
die Form einer Kreissäge aufweist, vorgesehen. Es ist auch denkbar, in dieser Weise
wenigstens einen weiteren Trennschnitt 15' einzubringen, der parallel zum Trennschnitt
15 verläuft. Dadurch können an der Stelle eines einzigen Baumstammteiles 12 zwei Baumstammteile
12' und 12" unterschiedlicher Qualität hergestellt werden. In der Figur 5 ist die
weitere Trennlinie 15' durch eine gepunktete Linie dargestellt.
[0019] Als nächstes werden die Trennschnitte 13 und 14 mit der Hilfe des Schnittmittels
27 in das Baumstammviertel 5 eingebracht, sodass die Baumstammteile 9, 10 und 11 erzeugt
werden, wobei es sich bei dem mittleren Baumstammteil 10 um eine Bohle oder einen
Balken mit einem im Wesentlichen rechteckige Querschnitt und einer hervorragenden
Qualität handelt. Das Baumstammteil 10 umfasst im Wesentlichen ausschließlich stehende
Jahresringe, die die hervorragende Qualität bedingen. Die Trennschnitte 13 und 14
verlaufen parallel zueinander und gleichmäßig von der Vertikalachse V beabstandet
sowie senkrecht zum Trennschnitt 15. Sie enden in den voran stehend genannten Punkten.
[0020] Jedes der Baumstammteile 9 und 11 besitzt einen etwa dreieckförmigen Querschnitt
und umfasst ebenfalls im Wesentlichen ausschließlich stehende Jahresringe, die eine
hervorragenden Qualität bedingen.
[0021] Die Baumstammteile 9, 10 und 11 werden vorzugsweise durch Einbringen der Schnitte
18, 19 und 20, beispielsweise mit dem entsprechend schräg gestellten Schnittmittel
27 entrindet.
[0022] Im Zusammenhang mit den schematischen Darstellungen der Figuren 7 und 8 werden wesentlichen
Schritte zur Weiterverarbeitung der Baumstammteile 12 erläutert. Gemäß Figur 7 werden
zwei Baumstammteile 12, die zweckmäßigerweise aus den Baumstammvierteln 5, 5', 6 und
6' gemäß Figur 5 herausgetrennt werden, zu einem Bohlenteil mit einem rechteckigen
Querschnitt entlang der Trennlinien 15 (ggf. auch der Trennlinie 15') miteinander
verbunden, vorzugsweise aneinander verleimt.
[0023] Gemäß Figur 8 ist es auch denkbar ein Bohlenteil mit einem rechteckigen Querschnitt
dadurch herzustellen, dass vier Baumstammteile 12 der Baumstammviertel 5, 5', 6 und
6' entlang der Flächen der Schnitte 2 und 4 miteinander verbunden, vorzugsweise aneinander
verleimt werden.
[0024] Gemäß Figur 9 kann ein Bohlenteil aus zwei Baumstammteilen 9 und 11 dadurch hergestellt
werden, dass die genannten Baumstammteile 9 und 11 in der dargestellten Weise entlang
der Flächen der Schnitte 2 bzw.4 und der Trennschnitte 14 bzw. 13 verbunden, vorzugsweise
verleimt werden.
[0025] Gemäß der schematischen Darstellung der Figur 10 ist es auch denkbar, die Baumstammteile
9 und 11 derart miteinander zu verbinden, dass sie einen rechteckigen Balken oder
dergleichen bilden und einen inneren Hohlraum 16 umschließen, in dem verschiedene
Versorgungsleitungen, beispielsweise elektrische Leitungen oder Heizrohre untergebracht
werden können. Es ist auch denkbar, in dem Hohlraum 16 zur Wärme- oder Kälteisolation
ein entsprechendes Isoliermittel, beispielsweise Mineralwolle, einzubringen. Dabei
werden die Baumstammteile 9 und 11 so miteinander verbunden, dass in der ersichtlichen
Weise der Spitzenbereich eines Baumstammteiles 9 oder 11 fest mit der Schnittlinie
20 bzw. 18 des anderen Baumstammteiles 11 verbunden ist.
[0026] Während sich die voran stehenden Betrachtungen auf gerade Baumstämme mit einem gleichmäßigen
Durchmesser bezogen, wird im folgenden näher auf die Bearbeitung von Baumstämmen unter
dem Blickwinkel der Abholzigkeit eingegangen. Dabei wird unter Abholzigkeit die Tatsache
verstanden, dass Baumstämme an der Seite ihrer Wurzeln einen größeren Durchmesser
besitzen als an der Seite ihrer Spitzen.
[0027] Gemäß den Figuren 11 und 12 wird zunächst bei der Herstellung der Baumstammhälften
in der folgenden Weise verfahren. Ausgehend von der Seite des Baumstammes 1 mit dem
kleineren Durchmesser wird der erste Schnitt in der Horizontalebene durch das Zentrum
des Querschnittes der Seite mit dem kleineren Durchmesser verlaufend begonnen und
parallel zur schräg verlaufenden Außenkante 25 ausgeführt. Dabei handelt es sich bei
der Außenkante 25 um diejenige Kante, die am Ende eines vertikal zur Horizontalebene
und durch das Zentrum verlaufenden Durchmessers des Baumstammes liegt. Derselbe Schnitt
wird auch an der Baumstammhälfte 3' parallel zur entsprechenden, gegenüber liegenden
Außenkante 25' ausgeführt. Auf diese Weise entsteht die in den Figuren 10 und 11 dargestellte
Spitzbohle 21. Die Figur 11 zeigt den Baumstamm 1 von der Seite des Querschnittes
mit dem größeren Durchmesser, während die Figur 12 einen Längsschnitt durch den Baumstamm
1 zeigt.
[0028] Aus der Figur 12 ist erkennbar, dass die in dieser Weise hergestellten Baumstammhälften
3 und 3' jeweils an ihren einander abgewandten Stirnseiten in der vertikalen Richtung
dieselben Dicken 23 besitzen.
[0029] In einem anschließenden Verfahrensschritt wird nun gemäß den Figuren 13 und 14 ein
ähnlicher Schnitt in der Vertikalebene ausgeführt, wobei die Spitzbohle 22 entsteht.
Dabei wird wieder von der Seite des Baumstammes 1, die den kleineren Durchmesser besitzt,
ausgegangen und ein Schnitt in Längsrichtung ausgeführt, der durch das Zentrum Z und
senkrecht zur Horizontalebene sowie parallel zu der ersichtlichen Außenkante 24 der
Baumstammhälfte 3 verläuft. Dabei handelt es sich bei der Außenkante 24 um diejenige
Außenkante, die in der durch das Zentrum Z verlaufenden Horizontalebene liegt. Derselbe
Schnitt wird auch an dem Baumstammviertel 5' parallel zur gegenüber liegenden Außenkante
24' ausgeführt. Auf dies Weise entsteht die in den Figuren 12 und 13 dargestellte
Spitzbohle 22, wobei die Figur 13 den Querschnitt der Baumstammhälfte 3 mit dem größeren
Durchmesser und Figur 14 einen Längsschnitt durch die Baumstammhälfte 3 zeigen.
[0030] Die Figur 15 zeigt zur Verdeutlichung den Querschnitt des Baumstammes 1 mit dem größeren
Durchmesser und die in diesen eingebrachten Schnitte sowie die dabei hergestellten
Spitzbohlen 21 und 22. In die einzelnen Baumstammviertel 5, 5', 6, und 6' können nun
jeweils die oben erläuterten Trennschnitte 13, 14 und 15 eingebracht werden.
[0031] Die Spitzbohlen 21 und 22 können insbesondere in der im Zusammenhang mit den Figuren
9 und 10 erläuterten Weise miteinander verbunden werden, sodass rechteckige Bohlen
bzw. Balken mit Hohlräumen entstehen.
[0032] Im Folgenden wird im Zusammenhang mit der Figur 16 erläutert, wie in ihrer Längsrichtung
gekrümmte Baumstämme 1 behandelt werden können. Dabei werden die Schnitte durch das
Zentrum Z in Längsrichtung zur Herstellung der Baumstammhälften 3 und 3' stets so
eingebracht, dass sie parallel der gekrümmten Außenlinie 29 des Baumstammes 1 verlaufen.
Dabei wird der Baumstamm 1 gemäß Figur 16 vorzugsweise so auf die schematisch dargestellten
Auflagenvorrichtungen 30, 31 gelegt, dass sich der Bereich des kleineren Krümmungsradius
an der den Auflagevorrichtungen 30, 31 abgewandten Seite, d. h. also oben, befindet.
Das Schnittmittel 28 wird dann dadurch entlang der Längsachse Z geführt, dass wenigstens
eine Auflagevorrichtung 30, 31 in der Richtung des Pfeils 32 angehoben bzw. abgesenkt
wird. Zur Berücksichtigung der Abholzigkeit kann dann bei der Einbringung der Trennschnitte
in die jeweiligen Baumstammviertel zusätzlich in der oben beschriebenen Weise verfahren
werden.
Bezugszeichen:
[0033]
- 1
- Baumstamm
- 2
- Längsschnitt
- 3
- Baumstammhälfte
- 3'
- Baumstammhälfte
- 4
- Schnitt
- 5
- Baumstammviertel
- 5'
- Baumstammviertel
- 6
- Baumstammviertel
- 6'
- Baumstammviertel
- 7
- Rolle
- 8
- Rolle
- 9
- Baumstammteil
- 10
- Baumstammteil
- 11
- Baumstammteil
- 12
- Baumstammteil
- 13
- Trennschnitt
- 14
- Trennschnitt
- 15
- Trennschnitt
- 16
- Hohlraum
- 18
- Schnitt
- 19
- Schnitt
- 20
- Schnitt
- 21
- Spitzbohle
- 22
- Spitzbohle
- 23
- Dicke
- 24
- Kante
- 25
- Außenkante
- 26
- Außenkante
- 27
- Schnittmittel
- 28
- Schnittmittel
- 29
- Außenlinie
- 30
- Auflagevorrichtung
- 31
- Auflagevorrichtung
- 32
- Pfeil
1. Verfahren zum Zerlegen eines Baumstammes mit den folgenden Schritten:
e) Teilen des Baumstammes (1) durch einen durch das Zentrum (Z) des Querschnittes
des Baumstammes (1) und in der Längsrichtung desselben verlaufenden Längsschnittes
(2) in zwei Baumstammhälften (3, 3'),
f) Teilen jeder Baumstammhälfte (3, 3') durch einen durch das Zentrum (Z) und senkrecht
zum Längsschnitt (2) verlaufenden weiteren Schnitt (4) in zwei Baumstammviertel (5,
5', 6, 6'),
g) Einbringen wenigstens eines Trennschnittes (15) in Längsrichtung, vom Zentrum (Z)
beabstandet und parallel zur Längsachse verlaufend derart, dass der Trennschnitt (15)
durch zwei Punkte verläuft, die vom Zentrum (Z) beabstandet sind, in jedes Baumstammviertel
(5, 5', 6, 6'), wobei jeweils ein Punkt auf einer Linie des Längsschnittes (2) bzw.
auf einer Linie des weiteren Schnittes (4) jedes Baumstammviertels (5, 5', 6, 6')
liegt, wobei ein erstes Baumstammteil (12) entsteht, und
h) Einbringen von zwei weiteren Trennschnitten (13, 14) in Längsrichtung, von denen
jeder ausgehend von einem Punkt senkrecht zum Trennschnitt (15) verläuft, wobei ein
Baumstammteil (10) mit einem rechteckigen Querschnitt und zwei weitere Baumstammteile
(9, 11) mit einem dreieckförmigen Querschnitt entstehen.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Punkte beim Schritt c) gleichmäßig vom Zentrum (Z) entfernt sind.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass nach dem Schritt c) weitere, parallel zum Trennschnitt (15) des Trennschnittes des
Schrittes c) verlaufende Trennschnitte (15') in das erste Baumstammteil (12) zur Herstellung
weiterer erster Baumstammteile (12', 12") eingebracht werden.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch, dass zur Berücksichtigung der
Abholzigkeit des Baumstammes (1) zwei Längsschnitte (2) beim Schritt a) jeweils ausgehend
von dem Zentrum (Z) der Seite des Baumstammes (1) mit dem kleineren Querschnitt in
der Längsrichtung und parallel zur jeweils senkrecht zur Ebene der Schnitte (2) beabstandeten
Außenkanten (25, 25') des Baumstammes (1) ausgeführt werden, wobei eine Spitzbohle
(21) entsteht.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass zur Berücksichtigung der Abholzigkeit des Baumstammes (1) beim Schritt b) ausgehend
vom Zentrum (Z) der Seite der Baumstammhälften (3, 3') mit dem kleineren Querschnitt
zwei weitere Schnitte (4) jeweils senkrecht zur Ebene des Längsschnittes (2) und parallel
zu der in der Ebene des Längsschnittes (2) liegenden Außenkante (24) ausgeführt werden,
wobei eine weitere Spitzbohle (22) entsteht.
6. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass zwei Spitzbohlen (21) gegensinnig miteinander zu einer Bohle mit einem rechteckigen
Querschnitt verbunden, vorzugsweise verleimt werden.
7. Verfahren nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass zwei weitere Spitzbohlen (22) gegensinnig miteinander zu einer weiteren Bohle mit
einem rechteckigen Querschnitt verbunden, vorzugsweise verleimt werden.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass zwei oder vier erste Baumstammteile (12) oder weitere erste Baumstammteile (12',
12") oder weitere Baumstammteile (9, 11) miteinander zu einem Bohlenteil mit einem
rechteckigen Querschnitt verbunden, vorzugsweise aneinander verleimt werden.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass vier erste Baumstammteile (12) oder weitere erste Baumstammteile (12', 12") oder
weitere Baumstammteile (9, 11) zur Bildung eines Bohlenteiles mit einem rechteckigen
Querschnitt derart miteinander verbunden, vorzugsweise verleimt werden, dass sie einen
Hohlraum (16) umgeben, wobei vorzugsweise in jeder Ecke des gebildeten Rechteckes
jeweils ein Spitzenbereich eines Baumstammteiles an einer Grundfläche des benachbarten
Baumstammteiles befestigt, vorzugsweise verleimt wird.
10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Hohlraum (16) ein Isoliermaterial und/oder wenigstens eine Versorgungsleitung
angeordnet wird.