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(11) |
EP 2 594 724 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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16.04.2014 Patentblatt 2014/16 |
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Anmeldetag: 16.11.2011 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Einbruchhemmende Tür oder einbruchhemmendes Fenster
Door or window that prevents break-in
Porte inhibant l'effraction ou fenêtre inhibant l'effraction
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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22.05.2013 Patentblatt 2013/21 |
| (73) |
Patentinhaber: Sälzer GmbH |
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35037 Marburg (DE) |
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Erfinder: |
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- Sälzer, Heinrich
35037 Marburg (DE)
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Vertreter: Bauer, Dirk |
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Bauer Wagner Priesmeyer
Patent- und Rechtsanwälte
Grüner Weg 1 52070 Aachen 52070 Aachen (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A1- 1 275 798 DE-C1- 3 604 433 DE-U1- 9 311 567 US-A- 4 741 277
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DE-A1-102010 003 970 DE-U1- 8 603 750 FR-A- 709 085
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine einbruchhemmende Tür oder ein einbruchhemmendes Fenster
gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Im Sinne der vorliegenden Anmeldung umfasst der Begriff Blendrahmen sowohl aus Profilen
zusammengesetzte Blendrahmen als auch Türzargen.
Stand der Technik
[0003] Um sich Zugang zu verschlossenen Gebäuden zu verschaffen, versuchen Einbrecher üblicherweise
mit lang gestreckten Hilfsmitteln, wie beispielsweise einer Brechstange, einem Keil,
einem Schraubenzieher oder einem Bohrer, in den Falzbereich beziehungsweise in die
Falzkammer einer Tür zu gelangen, um dort befindliche Verriegelungselemente oder Getriebeelemente
manipulieren zu können oder aber um den Flügelrahmen aus dem Blendrahmen auszuhebeln.
Als Falzbereich oder Falzkammer wird der Bereich zwischen einander zugewandten Falzwandungen
des Flügelrahmens und des Blendrahmens verstanden, in dem typischerweise Verriegelungs-
und Getriebeelemente sowie deren Betätigungselemente (z.B. Schubstangen) angeordnet
sind.
[0004] US 4741277 offenbart eine einbruchhemmende Tür oder Fenster gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs
1.
[0005] EP1275798 offenbart die Anordnung einer Leiste im Falzbereich einer Tür oder eines Fensters,
die quer zu der Ebene der Füllung verläuft.
[0006] Aus dem Stand der Technik sind zahlreiche einbruchhemmende Türen oder Fenster bekannt,
deren Flügelrahmen beispielsweise mit zusätzlichen Verriegelungselementen, die punktuell
über den Umfang des Flügelrahmens verteilt sind, an dem Blendrahmen verankert werden,
so dass ein gewaltsames Öffnen der Tür oder des Fensters erschwert ist. Hierdurch
wird zwar insgesamt die Einbruchhemmung der Tür oder des Fensters erhöht, jedoch verbleibt
ein Großteil des Falzes zwischen Flügel- und Blendrahmen "ungeschützt". Insbesondere
bei Türen oder Fenstern, die in eine Kippstellung überführt werden können, stellt
sich das weitere Problem, dass ein gekippter Flügelrahmen leichter manipuliert werden
kann.
Aufgabe
[0007] Demzufolge ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung eine einbruchhemmende Tür oder
ein einbruchhemmendes Fenster der eingangs beschriebenen Art im Hinblick auf eine
verbesserte Einbruchhemmung weiterzuentwickeln.
Lösung
[0008] Gelöst wird diese Aufgabe erfindungsgemäß durch eine einbruchhemmende Tür gemäß dem
kennzeichen des Anspruchs 1.
[0009] Die Leiste, die sich entlang des Falzes erstreckt und die aufgrund ihres lang gestreckten
Querschnitts über eine gewisse Tiefe in die Falzkammer hineinragt, verhindert den
Zugang zu der Falzkammer auch wenn bereits der der Angriffseite zugewandte Flügelrahmen
beschädigt wurde. Insbesondere kann ein Brecheisen oder Ähnliches nicht mehr in den
Bereich zwischen dem Blendrahmen und Flügelrahmen geführt werden ohne vorher gegen
die Leiste zu stoßen, so dass auch keine Hebelkraft auf den Flügelrahmen aufgebracht
werden kann. Um eine Manipulation der Tür oder des Fensters im Bereich der Leiste
vorzunehmen, muss zunächst die Leiste als solche zerstört oder entfernt werden, wodurch
einer unbefugten Person viel Zeit verloren geht. Dies gilt insbesondere auch bei gekippten
Flügelrahmen, da die Leiste aufgrund ihrer Ausrichtung auch dann noch den Zugang zu
dem Falzbereich blockiert.
[0010] Auch die Zuhilfenahme eines Bohrers bleibt bei einem Einbruchversuch aufgrund der
quer zu der Füllung ausgerichteten Leiste erfolglos, da der Bohrer, der ungefähr parallel
zu der Leiste geführt werden muss, mit der Leiste verhakt. Insbesondere die Tatsache,
dass der freie Abschnitt der Leiste, der aufgrund des lang gestreckten Querschnitts
der Leiste eine minimale Flexibilität besitzt, führt dazu, dass ein Bohrer mit seinen
Schneiden verhakt.
[0011] Bei der Anordnung der Leiste handelt es sich demnach nicht um eine Schutzeinrichtung,
die punktuell wirkt, sondern vielmehr über eine gewisse Länge. Dabei kann die erfindungsgemäße
Leiste beispielsweise im Bereich des Schlosses angeordnet werden, so dass sie insbesondere
eine Manipulation des Schlosses verhindert. Andererseits ist es auf einfache Weise
möglich, die erfindungsgemäße Leiste nahezu entlang der gesamten Länge eines Rahmenschenkels
vorzusehen, beispielsweise auf der Schlossseite der Tür, so dass dort im geschlossenen
Zustand der Tür ein Zugang zu dem Falzbereich über die gesamte Höhe deutlich erschwert
ist. Auch der obere horizontal verlaufende Falz einer Tür beziehungsweise die Schenkel
eines Fensters können so wirksam geschützt werden. Um die Leiste entlang eines gesamten
Falzes eines Türschenkels vorzusehen, wird eine entsprechend lang ausgebildete Leiste
vorgesehen.
[0012] Wird die mindestens eine Leiste in dem Blendrahmenschenkel verankert, ergibt sich
der Vorteil, dass die Leiste auf der dem Außenbereich abgewandten Seite des Falzbereichs
verankert ist, die zwecks einer Manipulation schwerer zugänglich ist, da sie von dem
Flügelrahmen überdeckt ist.
[0013] Vorteilhafterweise wird die mindestens eine Leiste in die Verankerungsnut eingeklebt
oder eingepresst und/oder mittels einer Stift- oder Schraubverbindung mit dem zugeordneten
Blendrahmenschenkel oder Flügelrahmenschenkel verbunden. Auf diese Weisen entsteht
eine stabile Verbindung zwischen Leiste und zugeordnetem Rahmenschenkel.
[0014] Für den Fall, dass die mindestens eine Leiste in die Verankerungsnut eingepresst
ist, ist es besonders von Vorteil, wenn die Verankerungsnut oder der Verankerungsabschnitt
der Leiste an der Oberfläche mit einer Strukturierung versehen ist, so dass zwischen
der mindestens einen eingepressten Leiste und der Verankerungsnut ein Formschluss
besteht. Dabei kann die Strukturierung beispielsweise aus vorstehenden Widerhaken
oder Nasen bestehen, die zum Beispiel im Strangpressverfahren der Bauteile auf einfache
Weise als integrale Bestandteile geschaffen werden können.
[0015] Um die Einbruchhemmung weiter zu erhöhen ist es gemäß einer Ausgestaltung der Erfindung
vorgesehen, dass ein vorzugsweise als Aluminium-Strangpressprofil ausgeführter Blendrahmenschenkel
und/oder ein ebenso ausgeführter Flügelrahmenschenkel mit mindestens einer Kammer
versehen ist, in der mindestens eine Einlage angeordnet ist. Hierdurch wird der Widerstand
der Rahmenschenkel gegen Aufbohren, Aufmeißeln und gegen Beschuss deutlich erhöht.
Die Einlage kann aus Aluminium, Stahl, anderem Material oder einer Kombination der
vorgenannten Materialien bestehen.
[0016] Wenn Lücken zwischen der Leiste und der mindestens einen Einlage in vertikale Richtung
gemessen ein Maß von 15 mm, vorzugsweise von 12 mm, weiter vorzugsweise von 10 mm,
nicht übersteigen, wird eine großflächige Einbruchhemmung im Bereich des Blend- und
Flügelrahmens erreicht. Ferner erfüllt die derart ausgebildete Tür auch hohe Anforderungen
an die Beschusshemmung.
[0017] Gemäß einer Weiterbildung der erfindungsgemäßen Tür ist es vorgesehen, dass der Falz
zwei Mal um ungefähr 180° umgelenkt ist und/oder S-förmig verläuft. Diese Geometrie
behindert das Einführen der zur Manipulation der Tür vorgesehenen Hilfsmittel.
[0018] Die Blendrahmenschenkel und/oder die Flügelrahmenschenkel können gemäß einer weiteren
Ausgestaltungsvariante jeweils aus einem inneren Rahmenprofil und einem äußeren Rahmenprofil
und einem die beiden Rahmenprofile verbindenden Dämmprofil zusammengesetzt sein, wobei
die mindestens eine Leiste in einem der äußeren Rahmenprofile angeordnet ist.
[0019] Erfindungsgemäß besteht die mindestens eine Leiste aus Edelstahl, Hartstahl, Keramik
oder einem Metall-Keramik-Verbund. Besonders vorteilhaft ist es, wenn das Material
der Leiste eine Mindest-Zugfestigkeit von 500 N/mm
2, vorzugsweise von 600 N/mm
2, weiter vorzugsweise von 800 N/mm
2, und/oder eine Mindest-Härte von 150 HB, vorzugsweise von 180 HB, weiter vorzugsweise
von mindestens 220 HB, besitzt.
[0020] Der Querschnitt der mindestens einen Leiste sollte vorteilhafterweise eine Länge
zwischen 150 mm und 2500 mm und/oder eine Breite zwischen 15 mm und 25 mm aufweisen,
wobei die Dicke der Leiste mindestens 1,5 mm, vorzugsweise 2 mm, weiter vorzugsweise
3 mm betragen sollte. Eine Leiste mit einer Länge von etwa 150 mm ist dazu geeignet,
das Schloss mit Falle und Riegel einer Tür oder die Verriegelung eines Fensters zu
schützen.
[0021] Dabei sollte der Querschnitt der mindestens einen Leiste zu einem Anteil zwischen
30 % und 70 %, vorzugsweise zwischen 40 % und 60 % von dem Verankerungsabschnitt gebildet
sein, so dass zum einen eine stabile Verankerung der Leiste und zum anderen ein ausreichend
langer freier Abschnitt vorliegt, der - wie bereits zuvor erläutert - aufgrund seiner
minimalen Flexibilität den Einsatz von Bohrwerkzeug wirkungsvoll verhindert beziehungsweise
erschwert. Auch sollte der freie Abschnitt lang genug sein, damit die Leiste im gekippten
Zustand eines Flügelrahmens auch noch eine Barriere gegen das Eindringen in den Falzbereich
bietet.
[0022] Schließlich ist es vorteilhaft, wenn Leisten sowohl in dem Falz auf der Schlossseite
als auch in dem Falz im Bereich eines horizontalen Blendrahmenschenkels oder eines
horizontalen Flügelrahmenschenkels angeordnet sind.
Ausführungsbeispiel
[0023] Besonders deutlich wird die Erfindung anhand der nachfolgenden Ausführungsbeispiele
zu jeweils einer erfindungsgemäßen Sicherheitstür.
[0024] Es zeigt
- Fig. 1:
- eine Außenansicht einer ersten erfindungsgemäßen Tür,
- Fig. 2:
- eine Innenansicht der Sicherheitstür gemäß Figur 1,
- Fig. 3:
- eine Außenansicht einer erfindungsgemäßen zweiflügeligen Tür,
- Fig. 4:
- einen Horizontalschnitt im Bereich des Schlosses der Tür gemäß Figur 1,
- Fig. 5:
- einen Horizontalschnitt durch die Rahmen auf der Bandseite der Tür gemäß Figur 1,
- Fig. 6:
- einen Vertikalschnitt durch die oberen horizontalen Rahmen der Tür gemäß Figur 1,
- Fig. 7:
- einen Horizontalschnitt im Bereich des Schlosses der Tür gemäß Figur 3,
- Fig. 8:
- einen Horizontalschnitt im Bereich des Schlosses der Tür gemäß Figur 1 mit einer alternativen
Befestigung der Leiste und
- Fig. 9:
- einen Vertikalschnitt durch ein erfindungsgemäßes Fenster im gekippten Zustand.
[0025] Bei den nachfolgend dargestellten Ausführungsformen sind baulich gleiche Bauteile
und gleich wirkende Bauteile mit gleichen Bezugszeichen versehen. Der Übersichtlichkeit
halber ist nicht jedes sich in den Figuren wiederholende Bauteil in jeder Figur erneut
gekennzeichnet.
[0026] In der Figur 1 ist eine Außenansicht einer ersten erfindungsgemäßen einbruchhemmenden
Tür 1 aus Aluminium dargestellt. Die Tür 1 besitzt einen Flügel 2 mit einem Flügelrahmen
3 aus zwei horizontalen Rahmenprofilen 4 und zwei vertikalen Rahmenprofilen 5, die
eine Füllung 6 umgeben. Der Flügel 2 ist auf einer Bandseite über drei Bänder 7 an
einem Blendrahmen 8 gelagert, der aus einem horizontalen Rahmenprofilen 9 und zwei
vertikalen Rahmenprofilen 1.0 zusammengesetzt ist. Auf der gegenüberliegenden Seite
ist die Tür 1 mit einem Schloss 11 (Figur 4) ausgestattet, wobei auf der in der Figur
1 gezeigten Außenseite A ein Türbeschlag 12 mit einem feststehenden Knopfgriff angeordnet
ist.
[0027] Sowohl der Blendrahmen 8 als auch der Flügelrahmen 3 sind aus Hohlprofilen zusammengesetzt,
wobei Abschnitte des Flügelrahmens 3 und Abschnitte des Blendrahmens 8 im Bereich
eines Falzes 13 (Figur 4) einander überlappen und matrizen- und patrizenförmig ineinander
greifen. Auf der Schlossseite der Tür 1 ist innerhalb eines Falzbereichs 14 zwischen
Blendrahmen 8 und Flügelrahmen 3, der in der Figur 4 zu erkennen ist, eine Leiste
15 angeordnet, die sich über die gesamte Länge des Falzes 13 erstreckt, was in der
Figur 1 mit einer gestrichelten Linie 16 angedeutet ist. Bei der Leiste 15 handelt
es sich um eine Edelstahl-Leiste.
[0028] Auch in dem Falzbereich 14 der oberen horizontalen Rahmenprofile 4, 9 ist eine Leiste
15 mittels einer gestrichelten Linie 16 angedeutet, wobei in diesem Bereich alternativ
auch auf die Leiste verzichtet werden kann.
[0029] Auf der Bandseite der Tür 1 sind innerhalb des Falzbereichs 14 Bandsicherungsprofile
17 angeordnet, die im Zusammenhang mit der Figur 5 näher beschrieben sind.
[0030] Eine Innenansicht der Tür 1 gemäß Figur 1 ist in der Figur 2 gezeigt, wobei ein Betätigungselement
18 als Drückergriff ausgebildet ist.
[0031] In der Figur 3 ist die Außenansicht einer alternativen erfindungsgemäßen Tür 1' gezeigt,
bei der es sich um eine zweiflügelige Tür 1' handelt. Während es sich bei dem in der
Figur 3 gezeigten linken Flügel 2 um einen Drehflügel 2' handelt, ist der rechte Flügel
2 als Stellflügel 2" ausgebildet, der über im Stand der Technik bekannte Mittel im
Boden U und am oberen horizontalen Rahmenprofil 9 des Blendrahmens 8 arretiert ist.
Im geschlossenen Zustand der Tür 1' liegt der Drehflügel 2' gegen den Stellflügel
2" an, wobei zwischen einander zugewandten Falzwandungen des Drehflügels 2' und des
Stellflügels 2" ebenfalls ein Falzbereich 14 verläuft, in dem eine erfindungsgemäße
Leiste 15 angeordnet ist, die abermals durch eine gestrichelte Linie 16 in der Figur
3 angedeutet ist. Analog zu der Tür 1 gemäß Figur 1 ist die Tür 1' auch in dem Falzbereich
14 zwischen dem oberen horizontalen Rahmenprofil 9 des Blendrahmens 8 und den obern
horizontalen Rahmenprofilen 4 der Flügel 2 mit einer Leiste 15 ausgestattet, die als
gestrichelte Linie 16 dargestellt ist.
[0032] Die Figur 4 zeigt einen Horizontalschnitt im Bereich des Schlosses 11 der Sicherheitstür
1 gemäß Figur 1, aus der der Aufbau des Blendrahmens 8 und des Flügelrahmens 3 sowie
der Aufbau der Füllung 6 und die Anordnung der Leiste 15 hervorgeht. Sowohl der Blendrahmen
8 als auch der Flügelrahmen 3 bestehen aus äußeren Rahmenprofilen 19, 19' und inneren
Rahmenprofilen 20, 20', die über Isolierprofile 21 zusammengehalten werden. Die äußeren
Rahmenprofile 19, 19' sind als Hohlprofile ausgebildet und weisen jeweils zwei Kammern
22 auf, wobei in drei der vier Kammern 22 jeweils eine Einlage 23 aus 2 mm dickem
Hartstahl untergebracht ist. Der Abstand a zwischen den benachbarten Einlagen 23 im
Blendrahmen 8, die parallel zu der Füllung 6 ausgerichtet sind, entspricht in etwa
dem Abstand der Kammern 22 und ist jeweils kleiner als 4 mm.
[0033] Der Falzbereich 14 erstreckt sich über die gesamte Tiefe T des Flügel- beziehungsweise
Blendrahmens 3, 8, weist jedoch aufgrund des variierenden Abstandes der einander zugewandten
Falzwandungen des Flügelrahmens 3 und des Blendrahmens 8 in parallele Richtung der
Füllung 6 betrachtet verschiedene Breiten auf. Während die maximale Breite B des Falzbereichs
14 zwischen den Isolierprofilen 21 vorliegt, beträgt der Falzbereich 14 an der Leiste
15 eine deutlich geringere Breite, wobei der Falzbereich 14 dort S-förmig verläuft.
[0034] Die Füllung wird von einer Verbundverglasung 24 gebildet, die aus zwei Scheibenpaketen
aus jeweils drei Glas- Scheiben 25 besteht, wobei zwischen den Scheibenpaketen ein
mit Gas gefüllter Zwischenraum 26 besteht, in dem ein umlaufender Abstandhalter 27
angeordnet ist.
[0035] Auf der einem Außenbereich A zugewandten Seite im Falzbereich 14 zwischen Blendrahmen
8 und Flügelrahmen 3 ist die Leiste 15 angeordnet, die senkrecht zu der Türblattebene
ausgerichtet ist und deren Querschnitt in der Figur 4 dargestellt ist. Die Leiste
15 ist in einer Verankerungsnut 28 in dem äußeren Rahmenprofil 19 des Blendrahmens
8 eingesetzt und somit fest mit dem Blendrahmen 8 verbunden. Ein freier Abschnitt
29 der Leiste 15, der aus dem Rahmenprofil 19 herausragt, greift in eine Falznut 30
in dem äußeren Rahmenprofil 19' des Flügelrahmens 3 ein. Die Falznut 30 ist als U-förmiger
Endabschnitt des Rahmenprofils 19' ausgebildet und umklammert den freien Abschnitt
29 der Leiste 15.
[0036] Der parallel zu der Füllung 6 gemessene Abstand a' zwischen der Leiste 15 und den
benachbarten Einlagen 23 in den Kammern 22 der äußeren Rahmenprofile 19, 19' ist jeweils
kleiner als 10 mm.
[0037] Die Figur 5 zeigt einen Horizontalschnitt durch die Rahmen 3, 8 auf der Bandseite
der Tür 1 gemäß Figur 1, auf der keine Leiste 15 sondern zwei U-förmig ausgebildete
und ineinander greifende Bandsicherungsprofile 17 angeordnet sind, von denen eines
mit dem inneren Rahmenprofil 20' des Flügelrahmens 3 und eines mit dem inneren Rahmenprofil
20 des Blendrahmens 8 verbunden ist. Die Bandsicherungsprofile 17 weisen jeweils eine
Basis 31, einen kurzen Schenkel 32 und einen langen Schenkel 33 auf, wobei die Basis
31 jeweils über eine Schraube 34 mit dem Rahmenprofil 20, 20' verbunden ist. Die beiden
Bandsicherungsprofile 17 sind versetzt zueinander angeordnet, so dass der kurze Schenkel
32 des einen Bandsicherungsprofils 17 in den Zwischenraum zwischen den beiden Schenkeln
32, 33 des gegenüberliegenden Bandsicherungsprofils 17 hineinragt. Die Bandsicherungsprofile,
die über die gesamte Höhe der Bandseite verlaufen, können aus Aluminiumprofilen oder
anderem Metall gefertigt sein.
[0038] Aus der Figur 6 geht ein Vertikalschnitt durch die oberen horizontalen Rahmenprofile
4, 9 der Tür 1 gemäß Figur 1 hervor. Im Unterschied zu dem Horizontalschnitt aus Figur
4 fehlt im Bereich der oberen horizontalen Rahmenprofile 4, 9 das Schloss 11.
[0039] In der Figur 7 ist ein Horizontalschnitt im Bereich des Schlosses 11 der Tür 1' gemäß
Figur 3 dargestellt, wobei im Unterschied zu der Tür 1 gemäß Figur 1 der Drehflügel
2' an den Stellflügel 2" stößt und das in dem Drehflügel 2' angeordnete Schloss 11
mit einer Falle 35 in ein in dem Stellflügel 2" angeordnetes Schließblech 35' eingreift.
Die Verbundverglasung 24' ist analog zu der Verbundverglasung 24 der Tür 1 gemäß Figur
4 aufgebaut, wobei in den beiden Scheibenpaketen jeweils eine Polycarbonatscheibe
angeordnet ist. In den Kammern 22 der äußeren Rahmenprofile 19', 19" ist jeweils eine
Einlage 23 angeordnet. Die Anordnung der Leiste 15 entspricht analog der Anordnung
der Leiste 15 in der Figur 4, wobei die Verankerungsnut 28 für die Leiste 15 in dem
Stellflügel 2" vorgesehen ist.
[0040] Gemäß der Figur 8, die einen Horizontalschnitt durch die Tür 1 gemäß Figur 1 mit
einer alternativen Befestigung der Leiste 15 zeigt, ist die Leiste 15 in die Verankerungsnut
28 im Blendrahmen 8 eingepresst und zusätzlich über eine Verstiftung 36 mit dem Blendrahmen
8 verbunden. Die Verstiftung 36 kann dabei aus Edelstahl bestehen.
[0041] Die Figur 9 zeigt ein erfindungsgemäßes Fenster 100 im Vertikalschnitt, dessen grundsätzlicher
Aufbau mit dem Aufbau der in der Figur 4 gezeigten Tür 1 vergleichbar ist. Das Fenster
100 besitzt einen eine Füllung 6 umgebenden Flügelrahmen 3, der unter anderem über
Bänder 7 in einem Blendrahmen 8 gelagert ist, wobei der Flügelrahmen 3 in der Figur
9 in seiner gekippten Stellung dargestellt ist.
[0042] Ein äußeres Rahmenprofil 19' des Flügelrahmens 3 ist mit einer Verankerungsnut 28
versehen, in der eine Leiste 15 eingesetzt ist. Ein freie Abschnitt 29 der Leiste
15 ragt in eine Falznut 30, die in einem äußeren Rahmenprofil 19 des Blendrahmens
8 vorgesehen ist, hinein, wobei die Leiste 15 an der Wandung der Falznut 30 anliegt.
Die Leiste 15 verhindert auch in der gekippten Stellung des Flügelrahmens 3, dass
der Falzbereich 14 zwischen Blendrahmen 8 und Flügelrahmen 3 zugänglich ist und stellt
somit eine gute Einbruchhemmung dar.
[0043] Sowohl das äußere Rahmenelement 19' des Flügelrahmens 3 als auch das äußere Rahmenelement
19 des Blendrahmens 8 ist mit einer Einlage 23 versehen.
[0044] In den Figuren sind
- 1, 1'
- Tür
- 2
- Flügel
- 2'
- Drehflügel
- 2"
- Stellflügel
- 3
- Flügelrahmen
- 4
- horizontales Rahmenprofil
- 5
- vertikales Rahmenprofil
- 6
- Füllung
- 7
- Band
- 8
- Blendrahmen
- 9
- horizontales Rahmenprofil
- 10
- vertikales Rahmenprofil
- 11
- Schloss
- 12
- Türbeschlag
- 13
- Falz
- 14
- Falzbereich
- 15
- Leiste
- 16
- gestrichelte Linie
- 17
- Bandsicherungsprofil
- 18
- Betätigungselement
- 19, 19', 19"
- äußeres Rahmenprofil
- 20, 20'
- inneres Rahmenprofil
- 21
- Isolierprofil
- 22
- Kammer
- 23
- Einlage
- 24, 24'
- Verbundverglasung
- 25
- Glasscheibe
- 26
- Zwischenraum
- 27
- Abstandhalter
- 28
- Verankerungsnut
- 29
- freier Abschnitt
- 30
- Falznut
- 31
- Basis
- 32
- kurzer Schenkel
- 33
- langer Schenkel
- 34
- Schraube
- 35
- Falle
- 35'
- Schließblech
- 36
- Verstiftung
- 100
- Fenster
- A
- Außenbereich
- a, a'
- Abstand
- B
- Breite
- T
- Tiefe
- U
- Boden
1. Einbruchhemmende Tür (1) oder einbruchhemmendes Fenster (100) mit einem Blendrahmen
(8) aus Aluminium, der an mindestens einem eine Gebäudeöffnung begrenzenden Gebäudeteil
verankerbar ist und einem mittels Bändern (7) in dem Blendrahmen (8) um eine vertikale
Achse schwenkbar gelagerten Flügelrahmen (3) aus Aluminium, der aus miteinander verbundenen
Flügelrahmenschenkeln zusammengesetzt ist, die gemeinsam ein Füllungselement (6) an
dessen Stirnseiten umlaufend einschließen, wobei im Bereich eines Falzes (13) auf
einer einem Außenbereich (A) zugewandten Seite Abschnitte eines Flügelrahmenschenkels
und eines Blendrahmenschenkels einander überlappen und matrizen- und patrizenförmig
ineinander greifen, gekennzeichnet durch mindestens eine auf einer einem Außenbereich (A) zugewandten Seite angeordnete und
sich mit ihrer Längsachse in Richtung des Falzes (13) erstreckende Leiste (15) aus
Edelstahl, Hartstahl, Keramik oder einem Keramik-Metall-Verbund, deren senkrecht zu
dem Falz (13) ausgerichteter Querschnitt langgestreckt und mit einer Längsachse senkrecht
zu einer Ebene des mindestens einen Füllungselementes (6) ausgerichtet ist, wobei
die Leiste (15) mit einem Verankerungsabschnitt in eine angepasste Verankerungsnut
(28) in dem zugeordneten Flügelrahmenschenkel oder Blendrahmenschenkel eingesetzt
ist und mit einem freien Abschnitt (29) in eine gegenüberliegende Falznut (30) in
dem gegenüber liegenden Blendrahmenschenkel bzw. Flügelrahmenschenkel eingreift.
2. Einbruchhemmende Tür (1') oder einbruchhemmendes Fenster mit einem Blendrahmen (8)
aus Aluminium, der an mindestens einem eine Gebäudeöffnung begrenzenden Gebäudeteil
verankerbar ist und zwei mittels Bändern (7) in dem Blendrahmen (8) um eine vertikale
Achse schwenkbar gelagerten Flügelrahmen (2) aus Aluminium, die jeweils aus miteinander
verbundenen Flügelrahmenschenkeln zusammengesetzt ist, die jeweils gemeinsam ein Füllungselement
(6) an dessen Stirnseiten umlaufend einschließen, wobei im Bereich eines Falzes (13)
auf einer einem Außenbereich (A) zugewandten Seite Abschnitte eines Flügelrahmenschenkels
eines Flügelrahmens (2') und eines Flügelrahmenschenkels des anderen Flügelrahmens
(2") einander überlappen und matrizen- und patrizenförmig ineinander greifen, gekennzeichnet durch mindestens eine auf einer einem Außenbereich (A) zugewandten Seite angeordnete und
sich mit ihrer Längsachse in Richtung des Falzes (13) erstreckende Leiste (15) aus
Edelstahl, Hartstahl, Keramik oder einem Keramik-Metall-Verbund, deren senkrecht zu
dem Falz (13) ausgerichteter Querschnitt langgestreckt und mit einer Längsachse senkrecht
zu einer Ebene des mindestens einen Füllungselementes (6) ausgerichtet ist, wobei
die Leiste (15) mit einem Verankerungsabschnitt in eine angepasste Verankerungsnut
(28) in einem der Flügelrahmenschenkel eingesetzt ist und mit einem freien Abschnitt
(29) in eine gegenüberliegende Falznut (30) in dem gegenüber liegenden Flügelrahmenschenkel
eingreift.
3. Tür oder Fenster nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Leiste (15) in dem Blendrahmenschenkel verankert ist.
4. Tür oder Fenster nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Leiste (15) in die Verankerungsnut (28) eingeklebt oder eingepresst
und/oder mittels einer Stift- oder Schraubverbindung (36) mit dem zugeordneten Blendrahmenschenkel
oder Flügelrahmenschenkel verbunden ist.
5. Tür oder Fenster nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Verankerungsnut oder der Verankerungsabschnitt der Leiste an der Oberfläche mit
einer Strukturierung versehen ist, so dass zwischen der mindestens einen eingepressten
Leiste und der Verankerungsnut ein Formschluss besteht.
6. Tür oder Fenster nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass ein vorzugsweise als Aluminium-Strangpressprofil ausgeführter Blendrahmenschenkel
und/oder ein ebenso ausgeführter Flügelrahmenschenkel mit mindestens einer Kammer
(22) versehen ist, in der mindestens eine Einlage (23) angeordnet ist.
7. Tür oder Fenster nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der parallel zum Füllungselement (6) gemessene Abstand a' zwischen der Leiste (15)
und der mindestens einen Einlage (23) ein Maß von 15 mm, vorzugsweise von 12 mm, weiter
vorzugsweise von 10 mm, nicht übersteigen.
8. Tür oder Fenster nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Falz (13) zwei Mal um ungefähr 180° umgelenkt ist und/oder S-förmig verläuft.
9. Tür oder Fenster nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Blendrahmenschenkel und/oder die Flügelrahmenschenkel jeweils aus einem inneren
Rahmenprofil (20, 20') und einem äußeren Rahmenprofil (19, 19', 19") und einem die
beiden Rahmenprofile (19, 19', 19" 20, 20') verbindenden Dämmprofil (21) zusammengesetzt
sind, wobei die mindestens eine Leiste (15) in einem der äußeren Rahmenprofile (19,
19', 19") angeordnet ist.
10. Tür oder Fenster nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Querschnitt der mindestens einen Leiste (15) eine Länge zwischen 150 mm und 2500
mm und/oder eine Breite zwischen 15 mm und 25 mm aufweist, wobei die Dicke der Leiste
(15) mindestens 1,5 mm, vorzugsweise 2 mm, weiter vorzugsweise 3 mm beträgt.
11. Tür oder Fenster nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Querschnitt der mindestens einen Leiste (15) zu einem Anteil zwischen 30 % und
70 %, vorzugsweise zwischen 40 % und 60 % von dem Verankerungsabschnitt gebildet ist.
12. Tür oder Fenster nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass Leisten (15) sowohl in dem Falz (13) auf der Schlossseite und/oder Getriebeseite
als auch in dem Falz (13) im Bereich eines horizontalen Blendrahmenschenkels oder
eines horizontalen Flügelrahmenschenkels angeordnet sind.
1. A burglary-resistant door (1) or a burglary-resistant window (100) comprising an outer
frame (8) made of aluminium, which can be anchored to at least one housing part, which
defines a housing opening, and a casement frame (3) made of aluminium, which is supported
in the outer frame (8) by means of ties (7) so as to be pivotable about a vertical
axis and which consists of casement frame journals, which are connected to one another
and which, together, circumferentially surround a filling element (6) on the front
sides thereof, wherein, in the area of a rabbet (13), sections of a casement frame
journal and of an outer frame journal overlap one another and engage with one another
in a female and male-shaped manner on a side, which faces an outer area (A), characterized by at least one fillet (15) made of stainless steel, high-carbon steel, ceramics or
a ceramics-metal compound, which is arranged on a side, which faces an outer area
(A) and the longitudinal axis of which extends in the direction of the fillet (13)
and the cross section of which, which is oriented vertically to the fillet (13), is
oriented so as to be elongated and with a longitudinal axis vertically to a plane
of the at least one filling element (6), wherein the fillet (15) is inserted with
an anchoring section into an adapted anchoring groove (28) in the assigned casement
frame journal or outer frame journal and a free section (29) thereof engages with
a rabbet groove (30) located on the opposite side in the outer frame journal or casement
frame journal, respectively, located on the opposite side.
2. A burglary-resistant door (1') or burglary-resistant window comprising an outer frame
(8) made of aluminium, which can be anchored to at least one housing part, which defines
a housing opening, and two casement frames (2) made of aluminium, which are supported
in the outer frame (8) by means of ties (7) so as to be pivotable about a vertical
axis and which in each case consist of casement frame journals, which are connected
to one another, which, together, in each case circumferentially surround a filling
element (6) on the front sides thereof, wherein, in the area of a rabbet (13), sections
of a casement frame journal of a casement frame (2') and of a casement frame journal
of the other casement frame (2") overlap one another and engage with one another in
a female and male-shaped manner on a side, which faces an outer area (A), characterized by at least one fillet (15) made of stainless steel, high-carbon steel, ceramics or
a ceramics-metal compound, which is arranged on a side, which faces an outer area
(A) and the longitudinal axis of which extends in the direction of the fillet (13)
and the cross section of which, which is oriented vertically to the fillet (13), is
oriented so as to be elongated and with a longitudinal axis vertically to a plane
of the at least one filling element (6), wherein the fillet (15) is inserted with
an anchoring section into an adapted anchoring groove (28) in one of the casement
frame sections and a free section (29) thereof engages with a rabbet groove (30) located
on the opposite side in the casement frame journal located on the opposite side.
3. The door or window according to claim 1, characterized in that the at least one fillet (15) is anchored in the outer frame journal.
4. The door or window according to one of claims 1 to 3, characterized in that the at least one fillet (15) is adhered or press-fitted into the anchoring groove
(28) and/or is connected to the assigned outer frame journal or casement frame journal
by means of a pin or screw connection (36).
5. The door or window according to claim 4, characterized in that provision is made on the surface of the anchoring groove or of the anchoring section
of the fillet for a structuring, so that a positive fit exists between the at least
one press-fitted fillet and the anchoring groove.
6. The door or window according to one of claims 1 to 5, characterized in that an outer frame journal, which is preferably embodied as an extruded aluminium sheath,
and/or a casement frame journal, which is embodied similarly, is provided with at
least one chamber (22), in which at least one insert (23) is arranged.
7. The door or window according to claim 6, characterized in that the distance a', which is measured parallel to the filling element (6), between the
fillet (15) and the at least one insert (23) does not exceed 15 mm, preferably 12
mm, more preferably 10 mm.
8. The door or window according to one of claims 1 to 7, characterized in that the rabbet (13) is deflected twice by approximately 180° and/or runs in an S-shaped
manner.
9. The door or window according to one of claims 1 to 8, characterized in that the outer frame journals and/or the casement frame journals in each case consist
of an inner frame profile (20, 20') and of an outer frame profile (19, 19', 19") and
of an insulating profile (21), which connects the two frame profiles (19, 19', 19",
20, 20'), wherein the at least one fillet (15) is arranged in one of the outer frame
profiles (19, 19', 19").
10. The door or window according to one of claims 1 to 9, characterized in that the cross section of the at least one fillet (15) encompasses a length of between
150 mm and 2500 mm and/or a width of between 15 mm and 25 mm, wherein the thickness
of the fillet (15) is at least 1.5 mm, preferably 2 mm, more preferably 3 mm.
11. The door or window according to one of claims 1 to 10, characterized in that the cross section of the at least one fillet (15) is formed by the anchoring section
at a percentage of between 30% and 70%, preferably of between 40% and 60%.
12. The door or window according to one of claims 1 to 11, characterized in that fillets (15) are arranged in the rabbet (13) on the lock side and/or gear side as
well as in the rabbet (13) in the area of a horizontal outer frame journal or of a
horizontal casement frame journal.
1. Porte antieffraction (1) ou fenêtre antieffraction (100) comportant un châssis fixe
(8) en aluminium qui peut être ancré sur au moins une pièce de bâtiment limitant une
ouverture de bâtiment et un battant (3) en aluminium s'appuyant en rotation dans le
châssis fixe (8) autour d'un axe vertical au moyen de bandes (7) et qui est composé
d'ailes de battant reliées entre elles qui circonscrivent ensemble périphérique ment
un élément de remplissage (6) sur ses faces frontales, des sections tournées vers
une zone extérieure (A) au niveau d'un pli (13) d'une aile de battant et d'une aile
de châssis fixe se chevauchant et s'engrenant l'une dans l'autre à la manière de matrices
et patrices, caractérisée par au moins une baguette (15) en inox, carbure, céramique ou céramique composite tournée
vers une zone extérieure (A) et s'étendant par son axe longitudinal en direction du
pli (13) et dont la section transversale orientée perpendiculairement au pli (13)
est étirée en longueur et est orientée par un axe longitudinal perpendiculairement
à un plan de l'au moins élément de remplissage (6), la baguette (15) étant insérée
par une section d'ancrage dans une rainure d'ancrage adaptée (28) de l'aile de battant
ou de l'aile de châssis fixe et s'engrenant par une section libre (29) dans une rainure
de pliage opposée (30) dans l'aile de battant ou l'aile de châssis fixe opposée.
2. Porte antieffraction (1') ou fenêtre antieffraction comportant un châssis fixe (8)
en aluminium qui peut être ancré sur au moins une pièce de bâtiment limitant une ouverture
de bâtiment et deux battants (2) en aluminium s'appuyant en rotation dans le châssis
fixe (8) autour d'un axe vertical au moyen de bandes (7) et qui est composé respectivement
d'ailes de battant reliées entre elles qui circonscrivent respectivement ensemble
périphériquement un élément de remplissage (6) sur ses faces frontales, des sections
tournées vers une zone extérieure (A) au niveau d'un pli (13) d'une aile de battant
d'un battant (2') et d'une aile de battant de l'autre battant (2'') se chevauchant
et s'engrenant l'une dans l'autre à la manière de matrices et patrices, caractérisée par au moins une baguette (15) en inox, carbure, céramique ou céramique composite disposée
sur une face tournée vers une zone extérieure (A) et s'étendant par son axe longitudinal
en direction du pli (13) et dont la section transversale orientée perpendiculairement
au pli (13) est étirée en longueur et est orientée par un axe longitudinal perpendiculairement
à un plan de l'au moins élément de remplissage (6), la baguette (15) étant insérée
par une section d'ancrage dans une rainure d'ancrage adaptée (28) d'une des ailes
de battant et s'engrenant par une section libre (29) dans une rainure de pliage opposée
(30) dans l'aile de battant opposée.
3. Porte ou fenêtre selon la revendication 1, caractérisée en ce que l'au moins une baguette (15) est ancrée dans l'aile de châssis fixe.
4. Porte ou fenêtre selon une des revendications 1 à 3, caractérisée en ce que l'au moins une baguette (15) est collée ou enfoncée dans la rainure d'ancrage (28)
et/ou reliée par un raccord chevillé ou vissé (36) à l'aile de châssis fixe ou l'aile
de battant associée.
5. Porte ou fenêtre selon la revendication 4, caractérisée en ce que la rainure d'ancrage ou la section d'ancrage de la baguette est pourvue sur sa surface
d'une structuration, de sorte qu'il existe une correspondance géométrique entre l'au
moins une baguette enfoncée et la rainure d'ancrage.
6. Porte ou fenêtre selon une des revendications 1 à 5, caractérisée en ce qu'une aile de châssis fixe réalisée de préférence en profilé d'aluminium coulé en continu
et/ou une aile de battant réalisée de la même manière est pourvue d'une chambre (22)
dans laquelle est disposée au moins une garniture (23).
7. Porte ou fenêtre selon la revendication 6, caractérisée en ce que la distance a' mesurée parallèlement à l'élément de remplissage (6) entre la baguette
(15) et l'au moins une garniture (23) ne dépasse pas une cote de 15 mm, de préférence
de 12 mm et plus préférentiellement de 10 mm.
8. Porte ou fenêtre selon une des revendications 1 à 7, caractérisée en ce que le pli (13) est recourbé deux fois d'environ 180° et/ou s'étend en forme de S.
9. Porte ou fenêtre selon une des revendications 1 à 8, caractérisée en ce que les ailes de châssis fixe et/ou les ailes de battant sont composées respectivement
d'un cadre profilé intérieur (20, 20') et d'un cadre profilé extérieur (19, 19', 19"
) et d'un profilé isolant (21) raccordant les deux cadres profilés (19, 19', 19",
20, 20'), l'au moins une baguette (15) étant disposée dans un des cadres profilés
extérieurs (19, 19', 19'').
10. Porte ou fenêtre selon une des revendications 1 à 9, caractérisée en ce que la section transversale de l'au moins une baguette (15) a une longueur comprise entre
150 mm et 2500 mm et/ou une largeur longueur comprise entre 15 mm et 25 mm, l'épaisseur
de la baguette (15) étant d'au moins 1,5 mm, de préférence 2 mm et plus préférentiellement
3 mm.
11. Porte ou fenêtre selon une des revendications 1 à 10, caractérisée en ce que la section transversale de l'au moins une baguette (15) est constituée pour 30 %
à 70 %, de préférence pour 40 % à 60 %, par la section d'ancrage.
12. Porte ou fenêtre selon une des revendications 1 à 11, caractérisée en ce que des baguettes (15) sont disposées aussi bien dans le pli (13) du côté de la serrure
et/ou du côté de la transmission que du côté du pli (13) au niveau d'une aile de châssis
fixe horizontal que d'une aile de battant horizontal.
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