[0001] Die Erfindung betrifft einen elektrischen Steckverbinder mit den Merkmalen des Oberbegriffs
des Anspruchs 1. Die Erfindung ist insbesondere für lösbare elektrische Verbindungen
für Spannungen von über 1.000 Volt und Ströme von einigen Hundert Ampere vorgesehen.
Der Steckverbinder ist auch anstelle von Kabelschuhen oder Schraubverbindungen verwendbar.
[0002] Die Patentschrift
DE 623 128 offenbart einen elektrischen Steckverbinder mit einem stiftförmigen Stecker und einer
hülsenförmigen Kupplung, die in gestecktem Zustand, d. h. bei in die Kupplung gestecktem
Stecker, den Stecker mit einem ringförmigen Zwischenraum umschließt. In dem Zwischenraum
ist ein Stapel flacher bzw. scheibenförmiger Kontaktelemente angeordnet, die aus elektrisch
leitendem Material, insbesondere aus Metall, bestehen. In einem Ausführungsbeispiel
sind die Kontaktelemente aus Blech gestanzte Lochscheiben mit einem inneren Kreisring
in ihrer Mitte und zwei kreisbogenförmigen Federarmen, die den Kreisring mit radialem
Abstand umschließen. Eine Enden der Federarme sind frei, an den anderen Enden gehen
die Federarme einstückig in den inneren Kreisring über. Die Federarme liegen mit Vorspannung
innen an der hülsenförmigen Kupplung an und beaufschlagen den inneren Kreisring elastisch
federnd radial, so dass der Kreisring exzentrisch in der Kupplung einliegt. Die gestapelt
in der hülsenförmigen Kupplung angeordneten Kontaktelemente sind abwechselnd um 180°
gedreht zueinander angeordnet, so dass ihre inneren Ringe abwechselnd entgegengesetzt
exzentrisch in der Kupplung angeordnet sind. Der Stecker, der einen etwas kleineren
Durchmesser als die Ringe der Kontaktelemente aufweist, zentriert die inneren Ringe
der Kontaktelemente, so dass diese elastisch federnd am Stecker anliegen. Auf diese
Weise bauen die Federarme der lochscheibenförmigen Kontaktelemente des bekannten elektrischen
Steckverbinders einen Kontaktdruck sowohl an der hülsenförmigen Kupplung als auch
am stiftförmigen Stecker auf, der eine zuverlässige elektrisch leitende Verbindung
des Steckers mit der Kupplung über die Kontaktelemente gewährleistet.
[0003] In einem zweiten Ausführungsbeispiel sind die Kontaktelemente des bekannten elektrischen
Steckverbinders aus Draht gebogen, sie weisen einen offenen, d. h. an einer Stelle
unterbrochenen inneren Ring auf, der an Seiten der Öffnung des Rings um 180° nach
außen zu kreisbogenförmigen Federarmen gebogen ist, die den unterbrochenen inneren
Ring mit radialem Abstand außen umschließen.
[0004] Aufgabe der Erfindung ist es, einen elektrischen Steckverbinder der vorstehend erläuterten
Art vorzuschlagen, dessen Kontaktelemente besser gegen eine mechanische Überlastung
gesichert sind.
[0005] Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst. Der erfindungsgemäße
elektrische Steckverbinder weist einen stiftförmigen Stecker und eine hülsenförmige
Kupplung auf, die in gestecktem Zustand, also bei in die Kupplung gestecktem Stecker,
den Stecker mit Zwischenraum umschließt. In dem Zwischenraum ist ein elektrisch leitendes
Kontaktelement angeordnet, das die Form eines offenen, d. h. an einer Stelle unterbrochenen
Rings aufweist. In Umfangsrichtung erstreckt sich das Kontaktelement über mehr als
180°, insbesondere erstreckt es sich über nahezu den vollen Umfang und weist eine
nur kleine Öffnung auf. Das Kontaktelement federt quer zu einer Steckrichtung des
Steckers in die Kupplung, was gleichbedeutend mit einem Stecken der Kupplung auf den
Stecker ist. In gestecktem Zustand liegt das Kontaktelement elastisch federnd und
dadurch mit einer Vorspannung sowohl innen an dem Stecker als auch außen an der Kupplung
an und verbindet somit den Stecker und die Kupplung elektrisch leitend miteinander.
[0006] Das erfindungsgemäße Kontaktelement weist nach innen und nach außen abstehende Höcker
auf, womit ein nach innen bzw. nach außen über eine Mantellinie vorstehender Vorsprung
gemeint ist. In gestecktem Zustand liegen die nach innen abstehenden Höcker am Stecker
an. Aufgrund der Vorspannung des federnden Kontaktelements liegen die nach innen abstehenden
Höcker mit einer Vorspannung am Stecker an. Auf diese Weise erreicht die Erfindung
eine zuverlässige, elektrisch gut leitende Verbindung zwischen dem Stecker und dem
Kontaktelement mit niedrigem elektrischem Widerstand.
[0007] Die nach außen von dem Kontaktelement abstehenden Höcker liegen nicht an der Hülse
an, sondern es besteht ein Spalt zwischen den nach außen abstehenden Höckern des Kontaktelements
und der Kupplung, und zwar auch bei in die Kupplung gestecktem Stecker. In der hülsenförmigen
Kupplung liegt das Kontaktelement an anderer Stelle als den nach außen abstehenden
Höckern an, um das Kontaktelement elektrisch leitend mit der Kupplung zu verbinden.
Die nach außen abstehenden Höcker sichern das Kontaktelement gegen eine mechanische
Überbeanspruchung. Die nach außen abstehenden Höcker begrenzen eine Verformung des
federnden Kontaktelements nach außen und verhindern auf diese Weise eine plastische
Verformung und einen Bruch bei einer Dauerbelastung. Mechanisch beansprucht wird das
Kontaktelement durch Vibrationen, beispielsweise im Fahrbetrieb, oder durch Fluchtungsfehler
des Steckers in der Kupplung, d. h. einen Radial- und/oder Winkelversatz.
[0008] Vorzugsweise weisen der Stecker und die Kupplung einen kreisförmigen Querschnitt
und das Kontaktelement die Form eines unterbrochenen Kreisrings auf. Der kreisförmige
Querschnitt des Steckers und der Kupplung gilt für einen Steckbereich, d. h. den Bereich,
in dem sich in gestecktem Zustand das Kontaktelement befindet. Für die Kupplung bezieht
sich der kreisförmige Querschnitt auf einen Innenumfang, außen muss die Kupplung nicht
kreisförmig sein. Andere Querschnitts- und Ringformen, beispielsweise ein runder,
allerdings nicht kreisrunder, beispielsweise elliptischer oder ovaler Querschnitt,
oder ein mehrkantförmiger Querschnitt oder ein Querschnitt mit bogenförmigen und geraden
Abschnitten sind zwar an sich nicht vorgesehen, allerdings auch nicht ausgeschlossen.
[0009] In bevorzugter Ausgestaltung der Erfindung weist der Steckverbinder mehrere als Stapel
angeordnete Kontaktelemente auf. Die Kontaktelemente sind aneinander anliegend in
Steckrichtung des Steckers in die Kupplung hintereinander angeordnet. Denkbar ist
auch eine Anordnung der Kontaktelemente mit Abstand voneinander. Die Kontaktelemente
können deckungsgleich oder zueinander verdreht angeordnet sein. Mehrere Kontaktelemente
erhöhen einen maximal möglichen Strom durch den Steckverbinder und verringern einen
elektrischen Widerstand zwischen dem Stecker und der Kupplung.
[0010] Eine Ausgestaltung der Erfindung sieht Querabstützungen des Steckers in der Kupplung
beiderseits des Kontaktelements vor. In gestecktem Zustand ist der Stecker zwischen
einer Mündung und dem Kontaktelement und zwischen einem freien Ende des Steckers und
dem Kontaktelement in Querrichtung in der Kupplung abgestützt. Die Querabstützungen
können nach Art von Fassungen ausgebildet sein. Sie halten den Stecker in einer vorgesehenen
Lage ausgerichtet in der Kupplung. Sie vermeiden Relativbewegungen zwischen dem Stecker
und der Kupplung quer zur Steckrichtung und wirken dadurch einem Radial- und einem
Winkelversatz des Steckers in der Kupplung entgegen. Auch diese Maßnahme dient einer
Sicherung des Kontaktelements gegen mechanische Überlastung und ist geeignet, die
elektrische Verbindung zwischen dem Stecker und der Kupplung zu verbessern, indem
sie wie bereits gesagt die vorgesehene Lage des Steckers in der Kupplung sicherstellt.
[0011] Eine Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass die nach innen abstehenden Höcker
versetzt zu einer Mittelebene des ringförmigen Kontaktelements angeordnet sind. Die
Höcker sind zur selben Seite der Mittelebene versetzt, vorzugsweise in Richtung der
offenen Stelle des ringförmigen Kontaktelements. Aufgrund der federelastischen Anlage
des Kontaktelements am Stecker verursachen die zur Mittelebene versetzt angeordneten,
nach innen abstehenden Höcker eine Radialkraft, die das Kontaktelement quer in einer
Richtung beaufschlagt. Das Kontaktelement wird dadurch in eine vorgesehene Lage auf
dem Stecker und in der Kupplung gedrückt.
[0012] Die nach außen abstehenden Höcker sind bei einer Ausgestaltung der Erfindung den
nach innen abstehenden Höckern gegenüber angeordnet, um das Kontaktelement an den
Stellen gegen mechanische Überlastung in der hülsenförmigen Kupplung abzustützen,
an denen der Stecker eine Kraft auf das Kontaktelement ausübt.
[0013] Vorzugsweise weist das Kontaktelement zwei äußere und zwei innere Höcker auf.
[0014] Grundsätzlich kann das Kontaktelement auf dem Stecker angeordnet sein. Vorzugsweise
ist es in der Kupplung angeordnet, wobei sich die Anordnung des Kontaktelements auf
dem Stecker oder in der Kupplung auf einen ausgesteckten Zustand bezieht, weil im
gesteckten Zustand das Kontaktelement sowohl auf dem Stecker als auch in der Kupplung
angeordnet ist.
[0015] Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels
näher erläutert. Es zeigen:
- Figur 1
- einen Achsschnitt eines erfindungsgemäßen Steckverbinders in perspektivischer Darstellung,
wobei vor einer Schnittfläche befindliche Kanten gezeichnet sind;
- Figur 2
- eine nicht-perspektivische Achsschnittdarstellung des Steckverbinders aus Figur 1;
und
- Figur 3
- einen Querschnitt des Steckverbinders aus Figur 1 in gestecktem Zustand.
[0016] Die Figuren haben verschiedene Maßstäbe.
[0017] Der in der Zeichnung dargestellte erfindungsgemäße elektrische Steckverbinder 1 weist
einen zylinderstiftförmigen Stecker 2 und eine hülsenförmige zylindrische Kupplung
3 auf. Der Stecker 2 weist an einem freien vorderen Ende einen zylindrischen Stützabschnitt
4, daran anschließend einen kegelstumpfförmigen Spreizabschnitt 5 und an diesen anschließend
einen wieder zylindrischen Kontaktabschnitt 6 auf. Am Ende des Kontaktabschnitts 6
weist der Stecker 2 einen radialen Flansch 7 auf, von dem ein hohlzylindrischer Kragen
8 in Richtung des freien Endes des Steckers 2 absteht. Der Kragen 8 umschließt den
Kontaktabschnitt 6 mit einem radialen kreisringförmigen Zwischenraum, der Kragen 8
ist in axialer Richtung niedriger als der Kontaktabschnitt 6 lang ist. An den Flansch
7 schließt sich ein Kabelanschluss 9 zum Verbinden des Steckers 2 mit einem nicht
dargestellten Kabel oder sonstigen Stromleiter an. Das Kabel kann in an sich bekannter
Weise durch Schweißen, Crimpen, Quetschen, Schraubklemmen etc. an den Stecker 2 angeschlossen
werden, die Ausbildung des Kabelanschluss 9 ist nicht wesentlich für die Erfindung.
[0018] Die hülsenförmige Kupplung 3 weist einen zylindrischen durchmessergestuften Aufnahmeraum
10 für den Stecker 2 auf. Im Anschluss an eine Mündung weist der Aufnahmeraum 10 der
Kupplung 3 einen Kontaktabschnitt 11 auf, der sich mit einer kreisringförmigen Stützstufe
12 zu einem zylindrischen Zwischenabschnitt 13 verjüngt, der sich wiederum mit einer
Ringstufe 14 zu einem zylindrischen Stützabschnitt 15 am Ende des als Sackloch ausgebildeten
Aufnahmeraums 10 verjüngt. An einem der Mündung abgewandten Ende weist die Kupplung
3 einen Kabelanschluss 16 zum Verbinden mit einem nicht dargestellten Kabel oder einem
sonstigen elektrischen Leiter wie der Stecker 2 auf. Auf die Ausgestaltung des Kabelanschluss
16 kommt es für die Erfindung nicht an.
[0019] An der Mündung verjüngt sich die Kupplung 3 außen mit einer Ringstufe zu einem zylindrischen
Kragen 17, dessen Außendurchmesser mit einem Innendurchmesser des Kragens 8 des Steckers
2 übereinstimmt. Ein Durchmesser des Stützabschnitts 4 des Steckers 2 stimmt mit einem
Innendurchmesser des Stützabschnitts 15 des Aufnahmeraums 10 der Kupplung 3 überein.
In gestecktem Zustand, d. h. wenn der Stecker 2 in die Kupplung 3 gesteckt ist, was
gleichbedeutend mit einem Stecken der Kupplung 3 auf den Stecker 2 ist, befinden sich
der Stützabschnitt 4 des Steckers 2 im Stützabschnitt 15 der Kupplung 3 und der Kragen
17 der Kupplung 3 im Kragen 8 des Steckers 2. Sowohl die beiden Kragen 8, 17 als auch
die beiden Stützabschnitte 4, 15 sind passgenau zueinander, so dass der Stecker 2
koaxial in der Kupplung 3 ausgerichtet ist. Die Stützabschnitte 4 des Steckers 2 und
15 der Kupplung 3 bilden eine Querabstützung, und ebenso der Kragen 17 der Kupplung
3 und der Kragen 8 des Steckers 2, die den Stecker 2, wenn er in die Kupplung 3 gesteckt
ist, quer bzw. radial in der Kupplung 3 abstützt, d. h. den Stecker 2 und die Kupplung
3 koaxial zueinander ausrichtet und ausgerichtet hält. Ein Fluchtungsfehler, also
ein Quer- bzw. Radialversatz und ein Winkelversatz des Steckers 2 zur Kupplung 3 werden
durch die Querabstützungen 4, 15; 8, 17 vermieden.
[0020] Der Zwischenabschnitt 13 des Aufnahmeraums 10 der Kupplung 3 weist einen etwas größeren
Durchmesser als der Kontaktabschnitt 6 des Steckers 2 auf, es ist kein Kontakt des
Kontaktabschnitts 6 des Steckers 2 mit dem Zwischenabschnitt 13 des Aufnahmeraums
10 der Kupplung 3 vorgesehen, der in gestecktem Zustand in den Zwischenabschnitt 13
eintaucht. Allerdings ist ein solcher Kontakt unschädlich.
[0021] Der Kontaktabschnitt 11 des Aufnahmeraums 10 der Kupplung 3 weist einen größeren
Durchmesser auf als der Kontaktabschnitt 6 des Steckers 2, so dass hier ein ringförmiger
Zwischenraum 18 zwischen der Kupplung 3 und dem Stecker 2 besteht, wenn der Stecker
2 in die Kupplung 3 gesteckt ist. Im Kontaktabschnitt 11 im Aufnahmeraum 10 der Kupplung
3 befindet sich ein Stapel, d. h. axial hintereinander angeordnete, elektrisch leitender
Kontaktelemente 19. Die Kontaktelemente 19 können auch als Lamellen aufgefasst werden.
Eines der Kontaktelemente 19 ist in Figur 3 in Ansicht zu sehen. Die Kontaktelemente
19 sind aus Blech gestanzte ebene Ringscheiben, sie sind nahezu, im Ausführungsbeispiel
allerdings nicht exakt, kreisförmig. Die Kontaktelemente 19 weisen an einer Stelle
ihres Umfangs eine Öffnung 20 auf, d. h. sie haben die Form unterbrochener Ringe.
Beiderseits der Öffnung 20 weisen die Kontaktelemente 19 nach außen abstehende Vorsprünge
21 auf. Ebensolche Vorsprünge 22 weisen die Kontaktelemente 19 der Öffnung 20 gegenüber
auf. Die Kontaktelemente 19 sind elastisch, sie federn in radialer Richtung, d. h.
quer zu einer Steckrichtung des Steckers 2 in die Kupplung 3. Im Kontaktabschnitt
11 des Aufnahmeraums 10 der Kupplung 3, der die Kontaktelemente 19 nach Art einer
Fassung hält, sind die Kontaktelemente 19 elastisch radial zusammengedrückt, so dass
ihre Vorsprünge 21, 22 federnd mit einer Vorspannung innen am Kontaktabschnitt 11
des Aufnahmeraums 10 der Kupplung 3 anliegen. Auf diese Weise ergibt sich eine elektrisch
gut leitende Verbindung zwischen der Kupplung 3 und den Kontaktelementen 19 mit niedrigem
elektrischen Widerstand.
[0022] An ihren Innenseiten weisen die Kontaktelemente 19 zwei nach innen abstehende und
hier als Höcker 23 bezeichnete Vorsprünge auf, die sich ungefähr in einer Mitte zwischen
den nach außen abstehenden Vorsprüngen 21 an der Öffnung 20 und den gegenüberliegenden,
nach außen abstehenden Vorsprüngen 22 der Kontaktelemente 19 befinden. Wie gesagt,
befinden sich die nach innen abstehenden Höcker 23 nicht genau in der Mitte, sondern
sie sind etwas in Richtung der Öffnung 20 versetzt. Der Versatz der Höcker 23 von
einer Mittelebene in Richtung der Öffnung 20 der Kontaktelemente 19 beträgt im gezeigten
Beispiel ungefähr zwischen 10 und 15°.
[0023] Die Kontaktelemente 19 stützen sich an der Stützstufe 12 im Aufnahmeraum 10 der Kupplung
3 ab. Eine in der Mündung des Aufnahmeraums 10 der Kupplung 3 angeordnete und festgelegte
Lochscheibe 25 hält die Kontaktelemente 19 im Kontaktabschnitt 11 des Aufnahmeraums
10 der Kupplung 3.
[0024] Die Querabstützungen des Steckers 2 in der Kupplung 3, die von den Stützabschnitten
4, 15 und den Krägen 8, 17 des Steckers 2 und der Kupplung 3 gebildet werden, befinden
sich beiderseits der Kontaktelemente 19, d. h. axial vor und hinter den Kontaktelementen
19.
[0025] Beim Stecken des Steckers 2 in die Kupplung 3 tritt zuerst der Stützabschnitt 4 des
Steckers 2 durch die Kontaktelemente 19 hindurch, anschließend spreizt bzw. weitet
der kegelstumpfförmige Spreizabschnitt 5 des Steckers 2 die Kontaktelemente 19 elastisch
auf und danach gelangt der zylindrische Kontaktabschnitt 6 des Steckers 2 zwischen
die Kontaktelemente 19. Die Kontaktelemente 19 liegen mit ihren nach innen abstehenden
Höckern 23 am Stecker 2 an, so dass ihre ungefähr halbkreisbogenförmigen Abschnitte
zwischen den gegenüberliegenden, nach außen abstehenden Vorsprüngen 21, 22 elastisch
nach außen gedrückt werden. Die ungefähr halbkreisförmigen Bögen zwischen den gegenüberliegenden,
von den Kontaktelementen 19 nach außen abstehenden Vorsprünge 21, 22 werden ungefähr
in ihren Mitten, nämlichdort, wo sich die nach innen abstehenden Höcker 23 befinden,
vom Stecker 2 elastisch nach außen gedrückt und dadurch elastisch gespannt. Die Höcker
23 liegen deswegen mit einer Vorspannung am Kontaktabschnitt 6 des Steckers 2 an,
wodurch eine elektrisch gut leitende Verbindung zwischen den Kontaktelementen 19 und
dem Stecker 2 mit niedrigem elektrischem Widerstand gewährleistet ist.
[0026] Aufgrund ihres Versatz in Richtung der Öffnung 20 der Kontaktelemente 19 und der
Vorspannung, mit der die nach innen abstehenden Höcker 23 der Kontaktelemente 19 am
Stecker 2 anliegen, wirkt eine Radialkraft quer zum Stecker 2, die die Kontaktelemente
19 in eine definierte Lage zum Stecker 2 drückt; die Kontaktelemente 19 liegen ihrer
Öffnung 20 gegenüber am Kontaktabschnitt 6 des Steckers 2 an.
[0027] Den nach innen abstehenden Höckern 23 gegenüber weisen die Kontaktelemente 19 zwei
nach auβen abstehende Höcker 24 auf, also ebenfalls nach außen abstehende Vorsprünge.
Die nach außen abstehenden Höcker 24 der Kontaktelemente 19 liegen nicht an Kupplung
3 an, zwischen ihnen besteht ein Spalt d, auch wenn der Stecker 2 in die Kupplung
3 gesteckt ist, d. h. sich der Kontaktabschnitt 6 des Steckers 2 in den Kontaktelementen
19 befindet und sie an den nach innen abstehenden Höckern 23 elastisch nach auβen
drückt. Der Spalt d ist in Figur 2 übertrieben groß gezeichnet, er beträgt wenige
1/100 mm, beispielsweise ungefähr 5/100 mm bei einem Durchmesser des Kontaktabschnitts
6 des Steckers 2 von 8 mm. Bei größeren oder kleineren Durchmessern vergrößert oder
verkleinert sich der Spalt d, allerdings nicht unbedingt proportional. Auch ist nicht
ausgeschlossen, dass der Spalt d bei unterschiedlichen Durchmessern des Kontaktabschnitts
6 des Steckers 2 gleich groß ist. Die nach außen abstehenden Höcker 24 begrenzen durch
Anlage innen am Kontaktabschnitt 11 des Aufnahmeraums 10 der Kupplung 3 eine maximal
mögliche Verformung der Kontaktelemente 19. Der Spalt d ist so eng gewählt, dass eine
plastische Verformung der Kontaktelemente 19 ausgeschlossen ist. Ebenfalls verhindern
die nach außen abstehenden Höcker 24 der Kontaktelemente 19 einen Bruch oder eine
sonstige Beschädigung der Kontaktelemente 19 bei einer Dauerbeanspruchung, beispielsweise
in Folge von auf die Steckverbindung 1 einwirkenden Vibrationen wie sie beispielsweise
beim Fahrbetrieb eines Kraftwagens auftreten können, insbesondere wenn die Kupplung
3 oder der Stecker 2 starr ohne Dämpfung am Kraftwagen befestigt ist.
1. Elektrischer Steckverbinder (1 ), mit einem stiftförmigen Stecker (2) und einer hülsenförmigen
Kupplung (3), die in gestecktem Zustand den Stecker (2) mit Zwischenraum (18) umschließt,
und mit einem in dem Zwischenraum (18) angeordneten, elektrisch leitenden Kontaktelement
(19) in der Form eines unterbrochenen Rings, das quer zu einer Steckrichtung federt
und in gestecktem Zustand am Stecker (2) und an der Kupplung (3) anliegt und den Stecker
(2) und die Kupplung (3) elektrisch leitend miteinander verbindet, dadurch gekennzeichnet, dass das Kontaktelement (19) nach innen und nach außen abstehende Höcker (23, 24) aufweist,
wobei in gestecktem Zustand die nach innen abstehenden Höcker (23) am Stecker (2)
anliegen, wogegen zwischen den nach außen abstehenden Höckern (24) und der Kupplung
(3) ein Spalt (d) besteht.
2. Elektrischer Steckverbinder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Stecker (2) und die Kupplung (3) in einem Steckbereich einen kreisförmigen Querschnitt
und das Kontaktelement (19) die Form eines unterbrochenen Kreisrings aufweist.
3. Elektrischer Steckverbinder nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Steckverbinder (1) mehrere gestapelte Kontaktelemente (19) aufweist.
4. Elektrischer Steckverbinder nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Steckverbinder (1) beiderseits des Kontaktelements (19) Querabstützungen (4,
15; 8, 17) für den Stecker (2) in der Kupplung (3) aufweist.
5. Elektrischer Steckverbinder nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die nach innen abstehenden Höcker (23) versetzt zu einer Mittelebene des ringförmigen
Kontaktelements (19) angeordnet sind.
6. Elektrischer Steckverbinder nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die nach innen abstehenden Höcker (23) in Richtung einer Öffnung (20) versetzt zu
der Mittelebene des ringförmigen Kontaktelements (19) angeordnet sind.
7. Elektrischer Steckverbinder nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die nach außen abstehenden Höcker (24) den nach innen abstehenden Höckern (23) gegenüber
angeordnet sind.
8. Elektrischer Steckverbinder nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Kontaktelement (19) zwei nach au-βen und zwei nach innen abstehende Höcker (23,
24) aufweist.
9. Elektrischer Steckverbinder nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Kontaktelement (19) in der Kupplung (3) angeordnet ist.