[0001] Die Erfindung betrifft ein selbstverriegelndes Fallenschloss nach Anspruch 1. Selbstverriegelnde
Fallenschlösser nutzen die Falle sowohl in herkömmlicher Weise, nämlich als beim Schließen
einer Tür zunächst am Schließblech in eine Schlosskasten einfahrende und anschließend
aus dem Schlosskasten heraus und in eine Ausnehmung am des Schließbleches einfahrende
Falle, als auch als Riegel durch weiteres Einfahren der Falle in die Ausnehmung des
Schließbleches und anschließendes Blockieren der Falle gegen eine mögliche, die Falle
in Richtung des Schlosskastens zurück drückende Kraft.
[0003] Aus der
EP 1 174 570 A1 ist ein selbstverriegelndes Riegelschloss mit einem Schlosskasten und einer Riegelanordnung
bekannt, die unter Druckfederkraft zwischen einer in den Schlosskasten eingefahren
Position und einer ausgefahrenen Verriegelposition verschiebbar ist. In der Verriegelposition
greift eine Sperrstrebe in die Riegelanordnung ein und blockiert ein Zurückschieben
der Riegelanordnung in den Schlosskasten. Durch einen motorischen oder manuellen Antrieb
oder einen zusätzlichen Profilzylinderantrieb kann die Blockade der Sperrstrebe aufgehoben
und die Riegelanordnung in den Schlosskasten eingefahren werden. In einer Türoffenposition
kann ein aus dem Stulp vorstehender Hilfsriegel die unter Druckfederkraft stehende
Riegelanordnung in der in den Schlosskasten eingefahrenen Position vorübergehend fixieren.
In einer Türgeschlossenposition, in der der Hilfsregel in den Stulp hineingedrückt
wird, wird gleichzeitig die Fixierung der Riegelanordnung aufgehoben, so dass diese
unter der Wirkung der Druckfederkraft in die ausgefahrene verriegelte Position verschoben
wird.
[0004] Die Riegelanordnung ist in einen Riegelkopf und ein Schubelement unterteilt, die
durch eine Gewindewelle mit einer Feststellschraube verbunden sind. Aufgrund dieser
Verbindungsart kann der Riegelkopf im Schlosskasten wahlweise zwei um 180° versetzten
Ausrichtungen für Links- und Rechtsanschlag einer Tür darbieten.
[0005] Aus der
US 5 918 916 A ist ein weiteres selbstverriegelndes Riegelschloss bekannt, das ebenfalls einen separaten
Hilfsregel als Auslöser umfasst.
[0006] Aus der
DE 522 238 C ist ein Schloss mit einem verstellbarem Schlosskasten und einer verstellbarer Riegelplatte
bekannt. Aus der
DE 20 2011 001842 U1 ist Verriegelungseinrichtung mit einem Schließkasten und einem darin verschieblich
angeordneten Fallenriegel bekannt, der eine Offenstellung, eine Schließstellung und
eine Verriegelungsstellung einnehmen kann. Ein an einem rahmenseitigen Schließblech
anschlagendes Sperrelement überführt den Fallenriegel von der Schließstellung in die
Verriegelungsstellung. Der Fallenriegel ist als Wendefallenriegel ausgebildet.
[0007] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein selbstverriegelndes Fallenschloss zu
schaffen, das ohne Veränderung der inneren Komponenten direkt an der Einsatzstelle
auf unterschiedliche Dornmaße einstellbar ist.
[0008] Diese Aufgabe wird bei einem selbstverriegelnden Fallenschloss durch die Merkmale
des Anspruchs 1 gelöst. Weiterbildungen und vorteilhafte Ausgestaltungen ergeben sich
aus den Unteransprüchen.
[0009] Gemäß der erfindungsgemäßen Lösung sind rechtwinklige Ansätze des Stulps gegenüber
schmalseitigen Flächen des Schlosskastens teleskopartig verschiebbar und weisen Rastmittel
auf, die mittels eines in den Schlosskasten und in rechtwinklige Ansätze des Stulps
eingreifende Kupplungsstückes in jeder der unterschiedlichen Positionen formschlüssig
kuppelbar sind. Ferner ist die Fallenanordnung in einen Fallenkopf und ein Schubelement
unterteilt und durch eine Fallenwelle verbunden. Auch die Fallenwelle und das Schubelement
weisen Rastmittel auf, die in einer der unterschiedlichen Positionen formschlüssig
kuppelbar sind.
[0010] Die Rastmittel bestehen auf Seiten der Fallenwelle aus umlaufenden Nuten für jede
Rastposition, die den Rastpositionen der rechtwinkligen Ansätze des Stulps gegenüber
den schmalseitigen Flächen des Schlosskastens entspricht. Auf Seiten des Schubelements
weisen die Rastmittel einen Rastzahn auf, der in einer der möglichen Rastpositionen
mit einer der umlaufenden Nuten in Eingriff steht.
[0011] Durch diese umlaufenden Nuten wird außerdem ermöglicht, dass der Fallenkopf im Schlosskasten
wahlweise zwei um 180° versetzte Ausrichtungen für Links- und Rechtsanschlag einer
Tür darbietet.
[0012] Durch diese konstruktive Maßnahme ist das selbstverriegelnde Fallenschloss ohne Austausch
von Komponenten oder ohne Vorhalten von Schlössern unterschiedlicher Dornmaße und
Türanschläge auf gängige unterschiedliche Dornmaße und zwei unterschiedliche Türanschläge
umstellbar. Eine Umstellung der Falle kann nämlich durch Herausziehen des Fallenkopfes,
Drehen um 180 Grad und Wiedereinsetzen vorgenommen werden, was den Einsatz des Schlosses
sowohl für einen Türanschlag rechts als auch links ermöglicht. Dabei müssen keine
internen Komponenten ein- oder umgestellt werden. Insbesondere ist bei der Fallenanordnung
durch die Unterteilung in den verstellbaren Fallenkopf und das Schubelement eine unveränderte
verschiebbare Anordnung im Schlosskasten möglich, während der Fallenkopf unabhängig
davon auf das unterschiedliche Dornmaß einstellbar ist.
[0013] Weiterhin weist der Fallenkopf zwei Rasthaken auf, die die Falle in einer Türoffenposition
in einer mittleren Stellung fixieren und in einer Türgeschlossenposition die Falle
zum Erreichen der ausgefahrenen Riegelposition unter Federkraft freigeben.
[0014] Durch die Rasthaken wird die Falle in einer Türoffenposition in einer mittleren Stellung
fixiert. Jeweils ein Rasthaken reicht aus, diese Stellung beizubehalten. Nur wenn
beide Rasthaken gleichzeitig eingedrückt werden, ist der Weg des Fallenkopfes unter
der Federspannung freigegeben, in die Riegelposition vorzudringen. Das Eindrücken
von jeweils nur einem Rasthaken - versehentlich oder zu Manipulationszwecken - reicht
nicht aus, die Falle aus der mittleren Position freizugeben. Durch das Vorsehen von
zwei außermittig angeordneten Rasthaken bleibt außerdem Platz für eine optional angeordnete
Kurbelfalle.
[0015] Gemäß einer Weiterbildung kann das selbstverriegelnde Fallenschloss eine Kurbelfalle
aufweisen, mittels der beim Schließen der Tür vor Auftreffen des Fallenkopfes auf
ein Schließblech der Tür eine Rückziehbewegung des Fallenkopfes in den Schlosskasten
auslösbar ist.
[0016] Mittels der Kurbelfalle wird vor Erreichen des Schließbleches die eigentliche Falle
durch die in Richtung des Schließbleches vorstehende Kurbelfalle, die im Fallenkopf
gelagert ist und sich am Stulp abstützt, in den Schlosskasten zurückgeschoben.
[0017] Ein Verschleiß und Blockieren des Fallenkopfes durch allmähliche Einkerbung am Stulp
aufgrund der seitlich ausgeübten Kräfte wird so verhindert.
[0018] Bei vollständig ausgefahrener Falle tritt durch automatisches Einrasten des Sperrwerks
eine Verriegelposition ein. In dieser Verriegelposition kann anschließend mittels
des Profilzylinderantriebs ein eine Nase tragender Sicherungsschieber betätigt werden.
Die Nase kann dann in eine Ausnehmung des Schubelements der Fallenanordnung eingeführt
und später wieder entfernt werden. Zusätzlich kann unabhängig von einer elektrisch
und mechanisch Kuppelstellung des mittels eines Knaufs oder Türdrückers handbetätigbaren
Antrieb des Sperrwerks und der Fallenanordnung das Sperrwerk mittels des Profilzylinderantriebs
gelöst und die Fallenanordnung aus der Verriegelposition in eine der beiden anderen
Positionen überführt werden.
[0019] Der Profilzylinderantrieb ermöglicht so eine Arretierung der Falle, so dass diese
in keiner möglichen Stellung der elektrischen und elektronischen Komponenten mittels
der Türdrücker oder Knaufe in die Offenstellung bewegt werden kann. Außerdem ermöglicht
der Profilzylinderantrieb aber auch, dass nach Rückziehen des Sicherungsschiebers
die Falle, unabhängig möglicher Einstellungen der elektrisch und mechanisch Kuppelstellung,
also in jedem möglichen Fall zurückbewegt und anschließend die Tür geöffnet werden
kann.
[0020] Gemäß einer Weiterbildung kann ein im Schlosskasten angeordneter und durch eine Öffnung
im Stulp zugänglicher Batteriekasten durch das Blockierglied verriegelbar sein, wobei
der Batteriekasten in der aus dem Sicherungsschieber der Fallenanordnung entfernten
Position des Blockiergliedes verriegelt und in der in das Schubelement der Fallenanordnung
eingeführten Position des Blockiergliedes entriegelt ist.
[0021] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung
anhand der Figuren. Dabei zeigen:
- Fig. 1 a, b, c
- in schematischer Darstellung das erfindungsgemäße Schloss in Ansicht von der Seite,
von vorn vom Schließblech aus betrachtet und von oben,
- Fig. 2 a, b,
- eine Darstellung der Fallenanordnung in Ansicht von oben und von der Seite und
- Fig. 3
- eine Darstellung des Sicherungsschiebers in Ansicht von der Seite.
[0022] Die Figuren 1a, b, c zeigen jeweils in schematischer Darstellung das erfindungsgemäße
Schloss in verschiedenen Ansichten. Das Schloss umfasst einen Schlosskasten 10 mit
einem stirnseitigen Stulp 12, einer Fallenanordnung 14, Betätigungs-, Verriegelungs-
und Steuermittel sowohl mechanischer als auch elektrischer Art und einen Batteriekasten
16. Im endmontierten Zustand ist der Schlosskasten 10 in eine entsprechend ausgebildete
Aufnahmetasche eines Türblattes eingesetzt und der Stulp 12 mit dem Türblatt verschraubt.
Ein Fallenkopf 18 der Fallenanordnung 14 greift bei geschlossener Tür in eine korrespondierend
ausgebildete Ausnehmung eines in den Figuren nicht näher dargestellten Schließbleches
ein. Zum Öffnen der Tür muss der Fallenkopf 18 aus dem Schließblech in den Schlosskasten
10 eingefahren werden.
[0023] Das erfindungsgemäße Schloss lässt sich auf unterschiedliche Dornmaße einstellen.
Als Dornmaß bezeichnet man den Abstand zwischen dem Stulp 12 und einer Achse eines
Innenvierkants 20 zur Aufnahme von Vierkantstangen einer Drückergarnitur.
[0024] Um das Dornmaß zu verändern wird einmal der Abstand zwischen dem Stulp 12 und dem
Schlosskasten 10 verändert und zum anderen die Fallenanordnung 14 verändert.
[0025] Am Stulp 12 sind rechtwinklige Ansätze 22, 24 vorhanden, die teleskopartig relativ
zu den parallelen Schmalseiten 26, 28 des Schlosskastens 10 verschiebbar sind. Die
Schmalseiten 26, 28 des Schlosskastens 10 und/oder die Ansätze 22, 24 des Stulps 12
weisen seitliche Rastzähne 30 auf, in die korrespondierende Rastzähne einer mittels
einer Schraube 32 verschraubbaren Rastplatte 34 eingreifen. Durch teleskopartiges
Verschieben der Ansätze 22, 24 des Stulps 12 gegenüber den Schmalseiten 26, 28 des
Schlosskastens 10 und anschließendes Fixieren einer der möglichen Positionen mittels
der Rastplatte 34 und der Schraube 32 können die unterschiedlichen Dornmaße, vorzugsweise
55, 60 und 65 mm eingestellt werden.
[0026] Außerdem wird auch die Fallenanordnung 14 eingestellt. Dazu besteht die Fallenanordnung
14 aus einem Fallenkopf 18, einem Schubelement 36 und einer den Fallenkopf 18 und
das Schubelement 36 verbindenden Fallenwelle 40. Die Fallenwelle 40 weist mehrere
umlaufende Nuten 42 auf, die zusammen mit einem Kuppelzahn 44 des Schubelements 36
Rastmittel bilden. Der Fallenkopf 18 ist mit der Fallenwelle 40 teleskopartig gegenüber
dem Schubelement 36 verschiebbar und kann in einer der möglichen vorgenannten Dornmaße
55, 60 und 65 mm mittels des Rastzahns 44 und dessen Schraube fixiert werden. Außerdem
ist es möglich, den Fallenkopf 18 ganz aus dem Schlosskasten 10 zu ziehen, um 180
Grad zu drehen und in den Schlosskasten 10 zurückzuschieben und so das Schloss gleichermaßen
für Türen mit Rechts- und Linksanschlag zu nutzen.
[0027] Das erfindungsgemäße Schloss weist zusätzlich einen Türzustandssensor 46 auf. Dieser
besteht aus einem Taster 48, der mit einem Magnethalter 50 gekoppelt ist, sowie stationären
Hallsensoren. Der Taster 48 ist gegenüber dem Magnethalter 50 teleskopartig verschiebbar
und verfügt ebenfalls über eine federnde Rastvorrichtung, die der jeweiligen Stulpposition
folgend auf das gewählte Dornmaß einrasten kann.
[0028] Die Fallenanordnung 14 kann unterschiedliche Positionen einnehmen und so einmal die
Funktion einer üblichen Falle eines Schlosses übernehmen, zusätzlich aber auch die
Funktion eines Riegels, so dass bei dieser Ausführung ein gesonderter Riegel entfallen
kann. Bei dem erfindungsgemäßen Schloss wird der Platz, den üblicherweise der Riegel
einnimmt, zur Unterbringung eines Batteriefachs 16 genutzt.
[0029] Die in den Figuren 2a und 2b dargestellte Fallenanordnung 14 ist mittels einer Betätigungsvorrichtung
durch eine Drücker- oder Knaufgarnitur oder mit Hilfe eines Profilzylinderantriebs
60 in den Schlosskasten 10 rückholbar, und in dieser Position kann eine zuvor geschlossene
Tür geöffnet werden. Beim Loslassen der Drücker- oder Knaufgarnitur oder beim Loslassen
eines in einen Profilzylinder eingesteckten Schlüssels des Profilzylinderantriebs
60 tritt der Fallenkopf 18 aus dem Schlosskasten 10 aus und nimmt eine mittlere Stellung
ein. Diese mittlere Stellung wird dadurch erzwungen, dass unter Federkraft stehende
Rasthaken 52 am Fallenkopf 18 hinter den Stulp 12 haken und ein weiteres Austreten
des Fallenkopfes 18 aus dem Schlosskasten 10 verhindern.
[0030] Bei einem Schließen der Tür ohne Betätigung eines der Antriebe der Fallenanordnung
14 wird der Fallenkopf 18 beim Auftreffen auf das Schließblech in den Schlosskasten
10 hineingedrückt. Dieser Vorgang wird unterstützt durch eine Kurbelfalle 54, die
sich am Stulp 12 abstützt und zuerst auf das Schließblech trifft, woraufhin der Fallenkopf
18 zu einer in den Schlosskasten 10 gerichteten Bewegung veranlasst wird. Das vollständige
Zurückweichen in den Schlosskasten 10 erfolgt dann über die Schräge des Fallenkopfes
18.
[0031] Ist die Tür vollständig geschlossen, so kann nun der unter Federkraft stehende Fallenkopf
18 in die korrespondierende Ausnehmung des Schließblechs vordringen. Dabei gelangen
auch die Rasthaken 52 in Kontakt mit dem Schließblech und werden einwärts, d. h. ins
Innere des Fallenkopfes 18 bewegt. Dadurch geben sie den Fallenkopf 18 gegenüber dem
Stulp 12 frei, so dass der Fallenkopf 18 nun vollständig ausfahren kann und eine Verriegelposition
einnimmt. Nach Erreichen dieser Verriegelposition greift ein Sperrwerk 76, welches
eine federbelastete Sperrklinke umfasst, in einen Ansatz des Schubelements 36 ein
und blockiert die Fallenanordnung 14 gegen Zurückdrücken von außen. Es ist dann nicht
möglich, mit Hilfe eines Gegenstandes den Fallenkopf 18 durch äußere Einwirkung wieder
in den Schlosskasten 10 zurückzudrücken. Ein Rückziehen der Fallenanordnung 14 ist
nur möglich mittels der Drücker- oder Knaufgarnitur bei entsprechender Freischaltung
des Antriebs oder mittels des Profilzylinderantriebs 60.
[0032] Figur 3 zeigt einen Profilzylinderantrieb 60, mittels dem sowohl die Fallenanordnung
14 in der Verriegelposition blockiert und freigegeben werden kann, als auch der Batteriekasten
16 verriegelt und freigegeben werden kann. Der Profilzylinderantrieb 60 betätigt einen
Steuerriegel 56, in dessen Ausnehmung eine Nase 58 des Profilzylinderantriebs 60 eingreift
und einen Sicherungsschieber 62, der über eine schräge Fläche 64 mittels des Steuerriegels
56 senkrecht verschiebbar ist. Der Sicherungsschieber 62 kann dabei gleichzeitig zwei
Aufgaben übernehmen. In einer oberen Position greift er mittels einer Nase 66 in eine
Auslehnung 68 des Schubelements 36 ein, und blockiert so ein Betätigen der Fallenanordnung
14 mittels der Drücker- oder Knaufgarnitur in der ausgefahrenen Stellung, also der
Verriegelstellung. Gleichzeitig gibt er ein in der unteren Stellung verriegeltes Batteriefach
16 frei.
[0033] In der unteren Position des Sicherungsschiebers 62, die beim Öffnen mittels des Profilzylinderantriebs
unter Federkraft einer Feder 72 erreicht wird, wird die Blockierung des Schubelements
36 gelöst und das Batteriefach 16 mittels einer Verzahnung 70 fixiert. Es ist daher
bei geöffneter Tür ohne Verfügung über einen Schlüssel zur Betätigung des Profilzylinderantriebs
60 nicht möglich, das Batteriefach 16 aus dem Schlosskasten 10 zu entfernen. Dies
kann nur dann vorgenommen werden, wenn mittels eines Schlüssels bei geöffneter Tür
der Sicherungsschieber 62 in die obere Position verfahren wird und dadurch automatisch
der Batteriekasten 16 freigegeben wird.
[0034] Sowohl die Drücker- oder Knaufgarnitur als auch der Profilzylinderantrieb 60 nutzen
einen Steuerhebel 74, der zunächst das Sperrwerk 76 entsperrt und anschließend die
Fallenanordnung 14 zurückzieht. Dazu verfügt die Drücker- oder Knaufgarnitur über
mit Innenvierkanten 20 versehene Scheiben, die mechanisch oder elektrisch mit dem
Steuerhebel 74 koppelbar sind. Eine Betätigung des Steuerhebels 74 ist somit nur möglich,
wenn eine der Scheiben oder beide Scheiben mit dem Steuerhebel 74 gekoppelt sind.
[0035] Der Steuerhebel 74 ist mit einem Wechselarm 78 ständig gekoppelt. Der Wechselarm
78 kann über eine Nase 58 des Profilzylinderantriebs 60 jederzeit, also völlig unabhängig
von einer mechanischen oder elektrischen Kopplung zwischen den mit Innenvierkanten
versehene Scheiben und dem Steuerhebel 74 das Sperrwerk 76 entsperren und den Steuerhebel
74 zum Rückziehen der Fallenanordnung 14 betätigen. Jede mögliche mechanische oder
elektrische Einstellung der Drückergarnitur kann somit durch den Profilzylinderantrieb
60 überwunden werden.
1. Selbstverriegelndes Fallenschloss, mit einem Schlosskasten (10) und einer Fallenanordnung
(14), die unter Druckfederkraft zwischen einer in den Schlosskasten (10) eingefahren
Position, einer mittleren Fallenposition und einer ausgefahrenen Verriegelposition
verschiebbar ist, einem in der Verriegelposition eingreifenden Sperrwerk (76), einem
elektrisch und mechanisch kuppelbaren, mittels eines Knaufs oder Türdrückers handbetätigbaren
Antrieb des Sperrwerks (76) und der Fallenanordnung (14) und zusätzlich einem Profilzylinderantrieb
(60) des Sperrwerks (76) und der Fallenanordnung (14), wobei ein Dornmaß zwischen
einer Schwenkachse des Knaufs oder Türdrückers und einem Stulp (12) des Schlosskastens
(10) zwischen mehreren Positionen veränderbar ist, indem
a) rechtwinklige Ansätze (22, 24) des Stulps (12) gegenüber schmalseitigen Flächen
(26, 28) des Schlosskastens (10) teleskopartig verschiebbar sind und Rastmittel aufweisen,
die in einer der mehreren Positionen formschlüssig kuppelbar sind,
b) die Fallenanordnung (14) in einen Fallenkopf (18) und ein Schubelement (36) unterteilt
und durch eine Fallenwelle (40) verbunden sind und die Fallenwelle (40) und das Schubelement
(36) ebenfalls Rastmittel aufweisen, die in einer der mehreren derselben Positionen
wie die rechtwinklige Ansätze (22, 24) des Stulps (12) formschlüssig kuppelbar sind
c) die Rastmittel auf Seiten der Fallenwelle (40) umlaufenden Nuten (42) für jede
Rastposition und auf Seiten des Schubelements (36) einen Rastzahn (44) aufweisen,
der in einer der möglichen Rastpositionen mit einer der umlaufenden Nuten (42) in
Eingriff steht,
dass außerdem der Fallenkopf (18) im Schlosskasten (10) aufgrund der umlaufenden Nuten
(42) wahlweise zwei um 180° versetzten Ausrichtungen für Links- und Rechtsanschlag
einer Tür darbietet und
der Fallenkopf (18) zwei Rasthaken (52) aufweist, die die Fallenanordnung (14) in
einer Türoffenposition in einer mittleren Stellung fixieren und in einer Türgeschlossenposition
die Fallenanordnung (14) zum Erreichen der ausgefahrenen Verriegelposition unter Federkraft
freigeben.
2. Selbstverriegelndes Fallenschloss nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein Türpositionstaster (48) im Schlosskasten (10) angeordnet ist, der bei offener
Tür aus dem Stulp (12) vorsteht und bei geschlossener Tür in den Schlosskasten (10)
eingefahren ist und die Position des Türpositionstasters (48) mittels eines stationären
Sensors im Schlosskasten (10) erfassbar ist und dass der Türpositionstaster (48) und
ein Betätigungsglied des stationären Sensors Rastmittel aufweisen, die in einer der
mehreren Positionen formschlüssig kuppelbar sind.
3. Selbstverriegelndes Fallenschloss nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Fallenkopf (18) eine Kurbelfalle (54) aufweist, mittels der beim Schließen der
Tür vor Auftreffen des Fallenkopfes (18) auf ein Schließblech der Tür eine Rückziehbewegung
des Fallenkopfes (18) in den Schlosskasten (10) auslösbar ist.
4. Selbstverriegelndes Fallenschloss nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass mittels des Profilzylinderantriebs (60) in der Verriegelposition der Fallenanordnung
(14) ein Sicherungsschieber (62) in das Schubelement (36) der Fallenanordnung (14)
einführbar und entfernbar ist.
5. Selbstverriegelndes Fallenschloss nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass mittels des Profilzylinderantriebs (60) unabhängig von einer elektrisch und mechanisch
Koppelstellung des mittels eines Knaufs oder Türdrückers handbetätigbaren Antrieb
des Sperrwerks (76) und der Fallenanordnung (14) das Sperrwerk (76)lösbar und die
Fallenanordnung (14) aus der Verriegelposition in eine der beiden anderen Positionen
überführbar ist.
6. Selbstverriegelndes Fallenschloss nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass ein im Schlosskasten (10) angeordneter und durch eine Öffnung im Stulp (12) zugänglicher
Batteriekasten (16) durch den Sicherungsschieber (62) verriegelbar ist, wobei der
Batteriekasten (16) in der aus dem Schubelement (36) der Fallenanordnung (14) entfernten
Position des Sicherungsschiebers (62) verriegelt und in der in das Schubelement (36)
der Fallenanordnung (14) eingeführten Position des Sicherungsschiebers (62) entriegelt
ist.
1. A self-locking latch lock, with a lock case (10) and a latch arrangement (14), which
can be displaced under compressive spring force between a position driven into the
lock case (10), a middle latch position, and an extended locking position, with a
ratchet-and-pawl mechanism (76) which is engaged in the locking position, with a drive
of the ratchet-and-pawl mechanism (76) and of the latch arrangement (14) which can
be electrically and mechanically coupled and which can be manually actuated by means
of a knob or door lever, and additionally with a profiled cylinder drive (60) of the
ratchet-and-pawl mechanism (76) and of the latch arrangement (14), wherein a backset
between a pivot axis of the knob or door lever and a face plate (12) of the lock case
(10) can be varied between several positions in that
a) right-angled projections (22, 24) of the face plate (12) can be telescopically
displaced relative to narrow-side faces (26, 28) of the lock case (10) and have catch
means, which can be coupled in a form-fitting manner in one of several positions,
b) the latch arrangement (14) is divided into a latch head (18) and a thrust element
(36) and these are connected by a latch shaft (40), and the latch shaft (40) and the
thrust element (36) also have catch means, which can be coupled in a form-fitting
manner in one of several same positions as the right-angled projections (22, 24) of
the face plate (12),
c) the catch means of the latch shaft (40) have peripheral grooves (42) for each catch
position and the catch means of the thrust element (36) have a catch tooth (44), which
is engaged with one of the peripheral grooves (42) in one of the possible catch positions,
wherein the latch head (18), on account of the peripheral grooves (42), additionally
presents two optional orientations in the lock case (10), offset by 180°, for left-hand
and right-hand stop of a door, and
the latch head (18) has two catch hooks (52), which, when the door is in an open position,
fix the latch arrangement (14) in a middle position and, when the door is in a closed
position, release the latch arrangement (14) under spring force in order to reach
the extended locking position.
2. The self-locking latch lock according to Claim 1, characterised in that a door position probe (48) is arranged in the lock case (10), which probe protrudes
from the face plate (12) when the door is open and is driven into the lock case (10)
when the door is closed, and the position of the door position probe (48) can be detected
by means of a stationary sensor in the lock case (10), and in that the door position probe (48) and an actuation member of the stationary sensor have
catch means, which can be coupled in a form-fitting manner in one of several positions.
3. The self-locking latch lock according to Claim 1 or 2, characterised in that the latch head (18) has a crank latch (54), by means of which a movement of withdrawal
of the latch head (18) into the lock case (10) can be triggered as the door is closed,
before the latch head (18) contacts a strike plate of the door.
4. The self-locking latch lock according to any one of Claims 1 to 3, characterised in that a securing slide (62) can be inserted into and removed from the thrust element (36)
of the latch arrangement (14) by means of the profiled cylinder drive (60) in the
locking position of the latch arrangement (14).
5. The self-locking latch lock according to any one of Claims 1 to 4, characterised in that the ratchet-and-pawl mechanism (76) can be released and the latch arrangement (14)
can be transferred from the locking position into one of the two other positions by
means of the profiled cylinder drive (60), independently of an electrical and mechanical
coupling position of the drive of the ratchet-and-pawl mechanism (76) and of the latch
arrangement (14) which is manually actuatable by means of a knob or door lever.
6. The self-locking latch lock according to Claim 4, characterised in that a battery case (16), which is arranged in the lock case (10) and is accessible by
an opening in the face plate (12), can be locked by the securing slide (62), wherein
the battery case (16) is locked in the position of the securing slide (62) distanced
from the thrust element (36) of the latch arrangement (14) and is unlocked in the
position of the securing slide (62) inserted into the thrust element (36) of the latch
arrangement (14).
1. Serrure à pêne demi-tour auto-verrouillante avec un palastre (10) et un agencement
de pêne (14) pouvant être déplacé sous la contrainte d'un ressort de compression entre
une position rentrée dans le palastre (10), une position médiane de pêne et une position
de verrouillage sortie, un dispositif de verrouillage (76) s'encliquetant en position
de verrouillage, un dispositif d'entraînement du dispositif de verrouillage (76) et
de l'agencement du pêne (14) pouvant être accouplé électriquement et mécaniquement
et actionné manuellement à l'aide d'un bouton ou d'une béquille et, en outre, un cylindre
d'entraînement profilé (60) du dispositif de verrouillage (76) et de l'agencement
de pêne (14), une distance par rapport au milieu du trou de serrure entre un axe de
pivotement du bouton ou de la béquille et une têtière (12) du palastre (10) étant
modifiable entre plusieurs positions étant donné :
a) que des appendices rectangulaires (22, 24) de la têtière (12) peuvent être déplacés
de façon télescopique à l'opposé de faces étroites (26, 28) du palastre (10) et présentent
des moyens d'encliquetage qui peuvent être accouplés par coopération de formes dans
une des plusieurs positions,
b) que l'agencement de pêne (14) est divisé en une tête de pêne (18) et un élément
coulissant (36) qui sont reliés par un arbre de pêne (40) et l'arbre de pêne (40)
et l'élément coulissant (36) présentent également des moyens d'encliquetage pouvant
être accouplés par coopération de formes dans une des plusieurs positions identiques
à celles des appendices rectangulaires (22, 24) de la têtière (12),
c) que les moyens d'encliquetage présentent, côté arbre de pêne (40), des rainures
périphériques (42) pour chaque position d'encliquetage et, côté élément coulissant
(36), une dent d'encliquetage (44) qui est en prise avec une des rainures périphériques
(42) dans une des positions d'encliquetage possibles, en raison des rainures périphériques,
la tête de pêne (18) dans le palastre (10) présentant en plus, au choix, deux orientations
décalées de 180° pour une ouverture vers la droite ou la gauche d'une porte et la
tête de pêne (18) présentant deux crochets d'encliquetage (52) qui fixent l'agencement
de pêne (14) en position médiane, à porte en position ouverte et libèrent l'agencement
de pêne (14), à porte en position fermée sous la contrainte d'un ressort pour atteindre
la position de verrouillage sortie.
2. Serrure à pêne demi-tour auto-verrouillante suivant la revendication 1, caractérisée en ce que, dans le palastre (10) est disposé un palpeur de position de porte (48) qui fait saillie
de la têtière (12), à porte ouverte, et est rentré dans le palastre (10), à porte
fermée, et la position du palpeur de position de porte (48) peut être captée au moyen
d'un capteur stationnaire dans le palastre (10) et le palpeur de position de porte
(48) et un organe d'actionnement du capteur stationnaire présentent des moyens d'encliquetage
qui peuvent être accouplés par coopération de formes dans une des plusieurs positions.
3. Serrure à pêne demi-tour auto-verrouillante suivant la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que la tête de pêne (18) présente un pêne demi-tour à archet (54), au moyen duquel un
mouvement de rétraction de la tête de pêne (18) dans le palastre (10) peut être déclenché
lors de la fermeture de la porte, avant que la tête de pêne (18) heurte une gâche
de la porte.
4. Serrure à pêne demi-tour auto-verrouillante suivant une des revendications 1 à 3,
caractérisée en ce qu'au moyen du cylindre d'entraînement profilé (60) un poussoir de sûreté (62) peut être
introduit dans l'élément coulissant (36) de l'agencement de pêne (14) et retiré de
celui-ci en position de verrouillage de l'agencement de pêne.
5. Serrure à pêne demi-tour auto-verrouillante suivant une des revendications 1 à 4,
caractérisée en ce que le dispositif de verrouillage (76) peut être libéré et l'agencement de pêne (14)
transféré dans une des deux autres positions au moyen du cylindre d'entraînement profilé
(60) indépendamment d'une position d'accouplage électrique et mécanique de l'entraînement
actionnable manuellement à l'aide d'un bouton ou d'une béquille du dispositif de verrouillage
et de l'agencement de pêne (14).
6. Serrure à pêne demi-tour auto-verrouillante suivant la revendication 4, caractérisée en ce qu'un boîtier à piles (16) disposé dans le palastre (10) et accessible via une ouverture
dans la têtière (12) peut être verrouillé par le poussoir de sûreté (62), le boîtier
à piles (16) étant verrouillé en position du poussoir de sûreté (62) retiré de l'élément
coulissant (36) de l'agencement de pêne (14) et déverrouillé en position du poussoir
de sûreté (62) introduit dans l'élément coulissant (36) de l'agencement de pêne (14).