[0001] Die Erfindung betrifft ein Gewindeteil, insbesondere eine Schraube, eine Mutter oder
einen Gewindestift, welches ein Gewinde aufweist, das zumindest teilweise mit einer
Beschichtung versehen ist, die der Sicherung des Gewindes nach Verschraubung mit einem
Gegengewinde dient.
[0002] Um das ungewollte Lösen oder Lockern einer Schraubverbindung zu verhindern, sind
aus dem Stand der Technik unterschiedliche Maßnahmen bekannt. Das Lösen von Schraubverbindungen
ist insbesondere eine Folge von Relativbewegungen zwischen den miteinander verbundenen
Komponenten, beispielsweise in Form von Vibrationen. Auch Temperaturschwankungen und
Korrosion können zur Lockerung einer Schraubverbindung führen. Neben mechanischen
Schraubensicherungen wie dem Einsatz eines Splints, einer selbsthemmenden Mutter oder
der Verwendung von Zahnscheiben sind auch Schraubensicherungen durch Einsatz einer
Beschichtung auf dem Gewinde bekannt. Dabei wird unterschieden zwischen klebenden
und klemmenden Gewindesicherungen.
[0003] Bei einer Klebesicherung, die als Losdrehsicherung wirkt, wird das selbsttätige Losdrehen
der Gewindeverbindung durch Verkleben von Bolzengewinde und Muttergewinde ausgeschlossen,
hierbei bleibt die eingesetzte Vorspannkraft weitgehend erhalten. Eine Klebesicherung
wird typischerweise dadurch erreicht, dass Mikrokapseln, die einerseits einen zu polymerisierenden
Klebstoff, andererseits einen Härter enthalten, auf das Bolzen- und/oder Muttergewinde
aufgebracht werden. Beim Verschrauben der Gewinde miteinander werden die Mikrokapseln
zerstört und ihr Inhalt freigesetzt und durchmischt. Die chemische Reaktion (Polymerisation)
zwischen Klebstoff und Härter bewirkt die gewünschte Sicherungswirkung. Mit Hilfe
einer Klebesicherung kann eine Gewindesicherung herbeigeführt werden, die den Anforderungen
von DIN 267, Teil 27 entspricht.
[0004] Ein Vorteil einer Klebesicherung ist die hohe Sicherungswirkung, auch bei hoher dynamischer
Querbeanspruchung. Darüber hinaus wird eine gute Abdichtung auch bei Vorliegen hoher
Drücke erreicht. Auf der anderen Seite bietet eine Klebesicherung, wenn das Gewinde
einmal gelöst wurde, praktisch keine weitere Sicherung mehr. Darüber hinaus muss bei
der Verarbeitung beachtet werden, dass es sich um ein relativ schnell härtendes System
handelt, d. h. nach Einschrauben des Bolzengewindes in die zugehörige Mutter und der
damit verbundenen Zerstörung der Mikrokapseln verbleiben nur einige Minuten, um das
gewünschte Anziehdrehmoment zur Erzielung der Vorspannkraft aufzubringen. Auch Justiervorgänge
sollten innerhalb dieser relativ kurzen Zeitspanne abgeschlossen sein, da sonst mit
einer Zerstörung des Polymerisationsgefüges gerechnet werden muss. Die vollständige
Aushärtung ist hingegen meist erst nach ca. 24 Stunden erreicht.
[0005] Daneben sind auch sog. Klemmsicherungen nach DIN 267, Teil 28 bekannt. Diese wirken
jedoch im Gegensatz zu einer Klebesicherung nicht als Losdreh-, sondern als Verliersicherung,
d. h. sie können ein teilweises Losdrehen nicht verhindern, wohl aber ein vollständiges
Auseinanderfallen der Schraubverbindung. Durch die Aufbringung einer eine Klemmwirkung
zwischen den Gewinden herbeiführenden Beschichtung wird dem selbsttätigen Lösen der
Schraubverbindung entgegengewirkt. Die klemmende Wirkung basiert auf einem Reibschluss
zwischen Bolzengewinde und Muttergewinde. Ein Vorteil einer Klemmsicherung ist darin
zu sehen, dass auch nach partiellem Lösen der Sicherung eine weitere Sicherung gegeben
ist. Darüber hinaus wird auch mit einer Klemmsicherung eine gute Abdichtung erzeugt.
Eine Zeitbeschränkung beim Aufbringen des gewünschten Anziehdrehmomentes oder bei
Justiervorgängen besteht nicht. Auf der anderen Seite stellt eine Klemmsicherung keine
Losdrehsicherung dar, die jegliche Lockerung der Schraubverbindung wirkungsvoll verhindert.
[0006] Als Trägermaterial für Mikrokapseln wird meist ein Harzgebinde verwendet, das nur
relativ langsam und mit hohem Energieaufwand durch Applizieren von Warmluft aushärtet.
Beim Einsatz einer klemmenden Beschichtung kommt häufig ein Polyamidpulver zum Einsatz,
das auf das Gewinde bei einer Temperatur von ca. 230°C aufgeschmolzen wird. Anschließend
wird das beschichtete Gewinde meist durch ein Abkühlbecken geführt. Aus der
EP 0 409 419 A2 sind darüber hinaus auch UV-härtbare Beschichtungen bekannt, basierend auf einem
Acrylat zusammen mit einem Fotoinitiator.
[0007] Es stellt sich somit die Aufgabe, eine weiter verbesserte Gewindebeschichtung zur
Verfügung zu stellen.
[0008] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch ein Gewindeteil, insbesondere eine
Schraube, eine Mutter oder einen Gewindestift, welches ein Gewinde aufweist, das zumindest
teilweise mit einer Beschichtung versehen ist, die der Sicherung des Gewindes nach
Verschraubung mit einem Gegengewinde dient, wobei die Beschichtung einen UV-Lack enthält
und in den UV-Lack Mikrokapseln eingebettet sind, wobei zumindest ein Teil der Mikrokapseln
einen polymerisierbaren Klebstoff und ein weiterer Teil der Mikrokapseln einen Härter
enthält und wobei die Klebstoff enthaltenden Mikrokapseln ungesättigtes (Meth)acrylat
oder ungesättigte Polyester enthalten und der Härter ein Peroxid ist.
[0009] Ein UV-Lack ist ein Lack, der durch Einwirkung von UV-Strahlung aushärtet. Bei Bestrahlung
mit UV-Licht wird eine Vernetzungsreaktion in Gang gesetzt, die zu einer Aushärtung
innerhalb kurzer Zeit, meist innerhalb weniger Sekunden führt. Anschließend können
die Gewindeteile direkt weiterverarbeitet werden.
[0010] Es hat sich herausgestellt, dass UV-Lacke sowohl zur Erzeugung einer klemmenden Beschichtung
als auch als Trägermaterial für Klebstoff enthaltende Mikrokapseln ebenso gut geeignet
sind wie bislang verwendete Systeme. Die erzeugte Klemmwirkung steht dem selbständigen
Lösen der Schraubverbindung entgegen und erfüllt die Anforderungen nach DIN 267, Teil
28.
[0011] Die Herbeiführung einer klemmenden Beschichtung mit Hilfe eines UV-Lacks hat verschiedene
Vorteile. Insbesondere härtet die Beschichtung bei UV-Bestrahlung sehr rasch aus,
d. h. die Bearbeitungszeit wird verkürzt und der Durchsatz erhöht. Darüber hinaus
ist der Beschichtungsprozess auch weniger energieaufwändig. Bislang musste bei einem
Aufschmelzprozess unter Verwendung von Polyamidpulver auf eine Temperatur von ca.
230°C erhitzt werden. Bei einer Beschichtung mit UV-Lack tritt kaum Erwärmung auf,
d. h. es wird zum einen Energie eingespart, zum anderen ist diese Artder Beschichtung
für praktisch alle Werkstoffe einsetzbar. Auch auf das Abkühlbecken kann verzichtet
werden.
[0012] Ein weiterer Vorteil ist darin zu sehen, dass die Beschichtung sauberer erfolgen
kann als bei Aufbringen eines Polyamidpulvers, d.h. der Materialverlust ist geringer.
Darüber hinaus verbleibt normalerweise kein Sprühnebel auf den Gewindeteilen.
[0013] Typischerweise enthält der UV-Lack im nicht-ausgehärteten Zustand ungesättigte Verbindungen
mit (Meth)acrylsäurefunktion und zumindest einen Fotoinitiator. Bei den ungesättigten
Verbindungen handelt es sich meist um ungesättigte Polymere der (Meth)acrylsäure oder
von (Meth)acrylsäurederivaten, insbesondere von (Meth)acrylsäureestern. Soweit im
Rahmen dieser Erfindung von Acryl bzw. Acrylat die Rede ist, wird hierunter auch stets
Methacryl bzw. Methacrylat verstanden, meist handelt es sich jedoch um Acrylsäure
bzw. die entsprechenden Derivate der Acrylsäure, insbesondere Acrylsäureester.
[0014] Als Fotoinitiatoren können insbesondere aromatische Ketone eingesetzt werden, die
auch als Phenone bezeichnet werden. Typische Beispiele sind Benzophenon oder substituiertes
Benzophenon, beispielsweise 4-Methylbenzophenon. Ein weiteres verwendbares aromatisches
Keton ist 2-Hydroxy-2-methylpropiophenon. Selbstverständlich können jedoch auch andere
geeignete Fotoinitiatoren zum Einsatz kommen. Bei Bestrahlung mit UV-Licht zerfallen
die Fotoinitiatoren unter Bildung von Radikalen und aktivieren den Polymerisationsprozess.
Ein Beispiel für ein polymerisierbares Acrylat ist Tetrahydrofurfurylacrylat oder
1,6-Hexandioldiacrylat.
[0015] Des Weiteren können Hilfsstoffe, beispielsweise Additive und Reaktivverdünner vorhanden
sein.
[0016] Der UV-Lack dient jedoch nicht nur zur Herbeiführung einer klemmenden Beschichtung,
sondern auch als Trägermaterial für Mikrokapseln, um eine klebende Beschichtung zu
erzeugen. In den UV-Lack sind Mikrokapseln eingebettet, die beim Verschrauben des
Gewindeteiles mit einem Gegengewinde zerstört werden. Zumindest ein Teil der Mikrokapseln
enthält einen Klebstoff, der bei Zerstörung der Mikrokapseln freigesetzt wird. Ein
weiterer Teil der Mikrokapseln enthält einen Härter, auch dieser wird somit beim Verschrauben
frei. Bei Kontakt des Klebstoffs mit dem Härter erfolgt eine Polymerisationsreaktion,
die für eine fest haftende Verklebung der Gewinde sorgt. Eine Lockerung der Schraubverbindung
ist somit auch bei starken Vibrationen oder Temperaturschwankungen nahezu ausgeschlossen.
Unter Umständen bewirkt der als Trägermaterial für die Mikrokapseln verwendete UV-Lack
darüber hinaus einen Reibschluss zwischen Gewinde und Gegengewinde, so dass selbst
nach einem partiellen Lösen der Schraubverbindung noch eine ausreichende Verliersicherung
sichergestellt ist, die eine vollständige Lösung der Schraubverbindung verhindert.
Für die Erzeugung einer klemmenden Beschichtung ist jedoch auch die Kombination des
Mikrokapseln enthaltenden UV-Lacks mit einer aus dem Stand der Technik bekannten Beschichtung,
beispielsweise in Form eines Polyamids, möglich.
[0017] Im Vergleich zum Stand der Technik, in dem als Trägermaterial für die Mikrokapseln
ein Harzgebinde verwendet wurde, weist die Erfindung verschiedene Vorteile auf. Die
Aushärtung des UV-Lacks durch Bestrahlung erfolgt erheblich schneller und mit weniger
Energieaufwand. Bislang wurden die Harzgebinde meist mit Warmluft getrocknet, wobei
es sich um einen relativ langsamen Prozess handelt. Entsprechend erhöht sich durch
Verwendung eines UV-Lacks die Fertigungsstückzahl pro Zeiteinheit. Gleichzeitig fällt
auch die Belästigung der an der Beschichtungsanlage tätigen Mitarbeiter durch Trocknungsluft
weg.
[0018] Für die Erzeugung der Klebewirkung kann insbesondere ein ungesättigtes (Meth)acrylat
als Klebstoff innerhalb der Mikrokapseln zum Einsatz kommen. Als Härter wird ein Radikalbildner,
nämlich ein Peroxid verwendet, welches die radikalische Polymerisation des (Meth)acrylates
in Gang setzt.
[0019] Eine weitere Klasse von Klebstoffsystemen, die in mikroverkapselter Form zum Einsatz
kommen können, sind Polyestersysteme. Es handelt sich um ungesättigte Polyester. Neben
den bereits oben erwähnten (Meth)acrylsäureestern kann es sich auch um Polyester handeln,
die sich von Maleinsäure, Fumarsäure oder Itaconsäure ableiten. Beim Härter handelt
es sich um Peroxide. Mikrokapseln sind aus dem Stand der Technik bekannt, bspw. aus
der
WO 95/33554 A1.
[0020] Die Beschichtung des Gewindes mit oder ohne Mikrokapseln kann unterschiedlich sein.
Es ist beispielsweise möglich, eine Rundumbeschichtung vorzusehen, ebenso möglich
ist jedoch auch eine nur bereichsweise Beschichtung des Gewindes, beispielsweise in
Form eines runden oder ovalen Flecks.
[0021] Neben dem erfindungsgemäßen Gewindeteil betrifft die Erfindung auch ein Verfahren
zur Herstellung eines erfindungsgemäßen Gewindeteils. Dabei wird ein nicht-ausgehärteter
UV-Lack auf das Gewinde aufgebracht und anschließend einer UV-Bestrahlung ausgesetzt.
[0022] Hierbei kann unterschiedlich vorgegangen werden. Zum einen ist es möglich, den UV-Lack
im nicht-ausgehärteten Zustand zunächst mit den Mikrokapseln zu vermischen, danach
auf das Gewinde aufzubringen und schließlich durch UV-Bestrahlung auszuhärten. Zum
anderen ist es jedoch auch möglich, zunächst lediglich den UV-Lack (nicht-ausgehärtet)
auf das Gewinde aufzubringen und erst anschließend die Mikrokapseln in den UV-Lack
einzubringen. Danach wird schließlich der UV-Lack wiederum durch UV-Bestrahlung ausgehärtet.
[0023] Neben dem erfindungsgemäßen Gewindeteil betrifft die Erfindung auch ein Verfahren
zur Herstellung eines erfindungsgemäßen Gewindeteils. Dabei wird ein nicht-ausgehärteter
UV-Lack auf das Gewinde aufgebracht und anschließend einer UV-Bestrahlung ausgesetzt.
[0024] Wenn der UV-Lack als Trägermaterial für Klebstoff und ggf. Härter enthaltende Mikrokapseln
dient, kann unterschiedlich vorgegangen werden. Zum einen ist es möglich, den UV-Lack
im nicht-ausgehärteten Zustand zunächst mit den Mikrokapseln zu vermischen, danach
auf das Gewinde aufzubringen und schließlich durch UV-Bestrahlung auszuhärten. Zum
anderen ist es jedoch auch möglich, zunächst lediglich den UV-Lack (nicht-ausgehärtet)
auf das Gewinde aufzubringen und erst anschließend die Mikrokapseln in den UV-Lack
einzubringen. Danach wird schließlich der UV-Lack wiederum durch UV-Bestrahlung ausgehärtet.
1. Gewindeteil, insbesondere Schraube, Mutter oder Gewindestift, welches ein Gewinde
aufweist, das zumindest teilweise mit einer Beschichtung versehen ist, die der Sicherung
des Gewindes nach Verschraubung mit einem Gegengewinde dient, wobei die Beschichtung
einen UV-Lack enthält und in den UV-Lack Mikrokapseln eingebettet sind, wobei zumindest
ein Teil der Mikrokapseln einen polymerisierbaren Klebstoff und ein weiterer Teil
der Mikrokapseln einen Härter enthält,
dadurch gekennzeichnet, dass die Klebstoff enthaltenden Mikrokapseln ungesättigtes (Meth)acrylat oder ungesättigte
Polyester enthalten und der Härter ein Peroxid ist.
2. Gewindeteil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der UV-Lack im nicht-ausgehärteten Zustand ungesättigte Verbindungen mit (Meth)acrylsäurefunktion
und zumindest einen Fotoinitiator enthält.
3. Gewindeteil nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der UV-Lack im nicht-ausgehärteten Zustand ungesättigte Polymere der (Meth)acrylsäure
oder von (Meth)acrylsäurederivaten, insbesondere (Meth)acrylsäureestern, enthält.
4. Gewindeteil nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Fotoinitiator ein aromatisches Keton ist, insbesondere ein substituiertes oder
nicht-substituiertes Benzophenon.
5. Verfahren zur Herstellung eines Gewindeteils nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass ein nicht-ausgehärteter UV-Lack auf das Gewinde aufgebracht und anschließend einer
UV-Bestrahlung ausgesetzt wird, wobei entweder der nicht-ausgehärtete UV-Lack vor
der Aufbringung auf das Gewinde mit Mikrokapseln vermischt wird oder nach Aufbringung
des nicht-ausgehärteten UV-Lacks auf das Gewinde und vor der UV-Bestrahlung Mikrokapseln
in den auf dem Gewinde befindlichen UV-Lack eingebracht werden, wobei die Mikrokapseln
ungesättigtes (Meth)acrylat oder ungesättigte Polyester als polymerisierbaren Klebstoff
enthalten.
1. Screw-thread part, in particular screw, bolt, nut or grub screw, having a screw thread
that at least to some extent has a coating which serves to secure the screw thread
after screw-connection to a mating screw thread, wherein the coating comprises a UV
lacquer and there are microcapsules embedded into the UV lacquer, where at least a
portion of the microcapsules comprises a polymerizable adhesive and another portion
of the microcapsules comprises a hardener,
characterized in that
the microcapsules comprising adhesive comprise unsaturated (meth)acrylate or unsaturated
polyesters and the hardener is a peroxide.
2. Screw-thread part according to Claim 1, characterized in that the UV lacquer in the unhardened state comprises unsaturated compounds having (meth)acrylic
acid function and comprises at least one photoinitiator.
3. Screw-thread part according to Claim 2, characterized in that the UV lacquer in the unhardened state comprises unsaturated polymers of (meth)acrylic
acid or of (meth)acrylic acid derivatives, in particular of (meth)acrylic esters.
4. Screw-thread part according to Claim 2 or 3, characterized in that the photoinitiator is an aromatic ketone, in particular a substituted or unsubstituted
benzophenone.
5. Process for the production of a screw-thread part according to any of Claims 1 to
4, characterized in that an unhardened UV lacquer is applied to the screw thread and then is exposed to UV
irradiation, where either the unhardened UV lacquer is mixed with microcapsules before
application to the screw thread or microcapsules are introduced into the UV lacquer
located on the screw thread after application of the unhardened UV lacquer to the
screw thread and before the UV irradiation, where the microcapsules comprise unsaturated
(meth)acrylate or unsaturated polyesters as polymerizable adhesive.
1. Pièce filetée, en particulier vis, écrou ou tige filetée, qui présente un filetage,
qui est au moins partiellement pourvu d'un revêtement qui sert à la sécurisation du
filetage après vissage avec un contre-filetage, le revêtement contenant une laque
UV et des microcapsules étant incorporées dans la laque UV, au moins une partie des
microcapsules contenant un adhésif polymérisable et une autre partie des microcapsules
contenant un durcisseur, caractérisée en ce que les microcapsules contenant un adhésif contiennent un (méth)acrylate insaturé ou
un polyester insaturé et le durcisseur est un peroxyde.
2. Pièce filetée selon la revendication 1, caractérisée en ce que la laque UV, à l'état non durci, contient des composés insaturés présentant une fonction
acide (méth)acrylique et au moins un photo-initiateur.
3. Pièce filetée selon la revendication 2, caractérisée en ce que la laque UV, à l'état non durci, contient des polymères insaturés de l'acide (méth)acrylique
ou de dérivés de l'acide (méth)acrylique, en particulier d'esters de l'acide (méth)acrylique.
4. Pièce filetée selon la revendication 2 ou 3, caractérisée en ce que le photo-initiateur est une cétone aromatique, en particulier une benzophénone substituée
ou non substituée.
5. Procédé pour la préparation d'une pièce filetée selon l'une quelconque des revendications
1 à 4, caractérisé en ce qu'une laque UV non durcie est appliquée sur le filetage et ensuite soumise à une irradiation
par des UV, la laque non durcie étant mélangée avec des microcapsules avant l'application
sur le filetage ou alors des microcapsules étant introduites dans la laque UV se trouvant
sur le filetage après l'application de la laque UV non durcie sur le filetage et avant
l'irradiation par des UV, les microcapsules contenant un (méth)acrylate insaturé ou
un polyester insaturé comme adhésif polymérisable.