[0001] Die Erfindung betrifft eine Zerkleinerungsvorrichtung, zum Beispiel für Haus- und
Gewerbemüll. Insbesondere dient die Zerkleinerungsvorrichtung dazu, bereits vorzerkleinertes
Material weiter zu zerkleinern. Die Zerkleinerungsvorrichtung weist ein in einem Gehäuse
angeordnetes Zerkleinerungswerkzeug auf, das von einem Zerkleinerungsmotor angetrieben
wird. Beispielsweise kann das Zerkleinerungswerkzeug um eine Drehachse rotieren. Die
Zerkleinerungsvorrichtung verfügt ferner über eine Zuführeinrichtung mit einer Förderschnecke
zum Transport von Material zum Zerkleinerungswerkzeug.
[0002] Die Förderschnecke dient dabei nicht nur zum Transportieren von zu zerkleinerndem
Material, sondern bildet gleichzeitig eine Nachdrückeinrichtung, die das transportierte
Material verdichtet und mit einer gewünschten Kraft oder einem gewünschten Druck gegen
das Zerkleinerungswerkzeug drückt. Eine solche Vorrichtung ist beispielsweise aus
der
DE 20 2007 006 712 U1 bekannt.
[0003] Ferner offenbart die
DE 22 648 26 A1 eine Zerkleinerungsmaschine mit einem elektrischen Antriebsmotor. Der Istwert der
Temperatur der Motorwicklung wird mit Hilfe eines Temperaturfühlers gemessen und mit
einem Temperatursollwert verglichen. Abhängig vom Vergleichsergebnis wird ein Förderband
zur Materialzufuhr angesteuert. Auf diese Weise wird die Temperatur des Elektromotors
auf den vorgegebenen Sollwert geregelt. Überschreitet die Wicklungstemperatur einen
maximal zulässigen Temperaturwert wird das Förderband abgeschaltet.
[0004] Es kann als Aufgabe der vorliegenden Erfindung angesehen werden, den Betrieb der
Zerkleinerungsvorrichtung mit Förderschnecke zu verbessern.
[0005] Diese Aufgabe wird durch die Zerkleinerungsvorrichtung mit den Merkmalen des Patentanspruches
1 gelöst.
[0006] Die Zerkleinerungsvorrichtung verfügt über eine Steuereinheit, die einen die Förderschnecke
antreibenden Fördermotor steuert. Der Fördermotor ist insbesondere als Elektromotor
ausgeführt. Bevorzugt steuert die Steuereinrichtung sowohl den Fördermotor als auch
den das Zerkleinerungswerkzeug antreibenden Zerkleinerungsmotor an, der auch als Elektromotor,
insbesondere Drehstrommotor ausgeführt sein kann. Der Steuereinheit wird eine die
Last, z.B. das Drehmoment, des Zerkleinerungsmotors charakterisierende Lastgröße zugeführt.
Dabei kann es sich beispielsweise um den Motorstrom des Zerkleinerungsmotors handeln.
Die Lastgröße wird in der Steuereinheit ausgewertet. Ist die Last zu klein, wird der
Materialstrom über die Förderschnecke durch Ansteuerung des Fördermotors vergrößert.
Die Kraft bzw. der Druck, den die Förderschnecke über das zugeführte Material auf
das Zerkleinerungswerkzeug nimmt zu, wodurch die Last und insbesondere das Drehmoment
des Zerkleinerungsmotors ansteigt. Ist das Drehmoment des Zerkleinerungsmotors zu
groß, wird der über die Förderschnecke zugeführte Materialstrom reduziert, so dass
auch die Kraft bzw. der Druck sinkt, mit der das zugeführte Material gegen das Zerkleinerungswerkzeug
gedrückt wird.
[0007] Über die Steuereinheit kann die Last am Zerkleinerungsmotor und insbesondere das
Drehmoment des Zerkleinerungsmotors über die Drehzahlsteuerung des Fördermotors geregelt
werden. Hierfür wird der Steuereinheit ein Drehmomentsollwert oder Drehmomentsollwertbereich
vorgegeben. Beispielsweise ist der Steuereinheit ein Maximaldrehmoment sowie ein Minimaldrehmoment
vorgegeben, wobei der geförderte Materialstrom über die Ansteuerung des Fördermotors
erhöht wird, wenn das Drehmoment des Zerkleinerungsmotors das Minimaldrehmoment unterschreitet
und wobei der geförderte Materialstrom durch Ansteuerung des Fördermotors reduziert
wird, wenn das Drehmoment des Zerkleinerungsmotors das Maximaldrehmoment überschreitet.
Befindet sich das Drehmoment im zulässigen Bereich zwischen Minimaldrehmoment und
Maximaldrehmoment wird der Betriebszustand des Fördermotors nicht verändert. Auf diese
Weise kann eine Hysterese in der Regelung realisiert werden, um zu häufige Betriebszustandsänderungen
des Fördermotors zu vermeiden und gewisse Schwankungen der Last am Zerkleinerungsmotor
zuzulassen.
[0008] Der Zerkleinerungsmotor wird vorzugsweise mit Hilfe eines Frequenzumformers angesteuert.
Er kann dabei als Synchronmotor ausgebildet sein. Dadurch wird auf einfache Weise
eine von der Netzfrequenz unabhängige Drehzahl des Zerkleinerungsmotors eingestellt.
Der Frequenzumformer kann ferner eine Strombegrenzungseinrichtung aufweisen, um den
an den Zerkleinerungsmotor abgegebenen Strom auf einen Maximalstromwert zu begrenzen.
Der Zerkleinerungsmotor wird auf diese Weise vor zu großen Strömen geschützt.
[0009] Die Zuführeinrichtung kann ferner ein Transportband aufweisen. Dieses transportiert
das Material zudem als Nachdrückeinrichtung dienenden Schneckenförderer. Während das
Transportband außerhalb des Gehäuses der Zerkleinerungsvorrichtung angeordnet ist,
befindet sich die Förderschnecke des Schneckenförderers im Gehäuseinneren. Der Transportantrieb
des Transportbandes wird vorzugsweise auch von der Steuereinheit gesteuert. Beispielsweise
kann dadurch die Transportgeschwindigkeit des Transportbandes an die Drehzahl der
Förderschnecke angepasst werden.
[0010] Die Zerkleinerungsvorrichtung ist mit einem, zwischen der Förderschnecke und dem
Zerkleinerungswerkzeug im Gehäuse angeordneten Verdichtungsraum. In den Verdichtungsraum
ragt weder die Förderschnecke, noch das Zerkleinerungswerkzeug hinein. Der Verdichtungsraum
ist frei von Förder- oder Zerkleinerungsmitteln. Im Verdichtungsraum kann das von
der Förderschnecke zum Verkleinerungswerkzeug transportierte Material weiter verdichtet
werden, bevor es durch das Zerkleinerungswerkzeug bearbeitet wird. Dadurch, dass im
Verdichtungsraum stets eine auf ein gewünschtes Maß verdichtete Materialmenge vorhanden
ist, kann ein kontinuierlicher und gleichmäßiger Betrieb des Zerkleinerungswerkzeugs
erreicht werden. Der Verdichtungsraum dient sozusagen als Pufferspeicher für das zu
zerkleinernde Material. Insbesondere ist seine Länge in Richtung der Längsachse der
Förderschnecke gemessen, größer als seine quer dazu gemessene Höhe. Das von der Förderschnecke
in den Verdichtungsraum geförderte Material kann dann weniger stark quer zur Förderrichtung
ausweichen, so dass der Verdichtungs- bzw. der Transportprozess zum Zerkleinerungswerkzeug
hin verbessert ist.
[0011] Das Zerkleinerungswerkzeug dreht sich im Gehäuse um eine Drehachse, die insbesondere
horizontal ausgerichtet ist. Der Materialauswurf des zerkleinerten Materials kann
vorzugsweise über ein Sieb und unterstützt durch die Gewichtskraft aus dem Gehäuse
erfolgen. Die Längsachse der Förderschnecke kann horizontal oder mit einer Neigung
im Bereich bis zu maximal 30° ausgerichtet, um eine geringe Bauhöhe in Vertikalrichtung
zu ermöglichen. Alternativ sind auch größere Neigungen bis zu einer vertikal ausgerichteten
Längsachse der Förderschnecke möglich, um den Materialtransport zu erleichtern.
[0012] Über die Sensoreinrichtung können Störstoffe bzw. Störkörper erkannt und aus dem
Gehäuse entfernt werden, bevor sie das Zerkleinerungswerkzeug erreichen. Die Sensoreinrichtung
kann hierfür beispielsweise einen elektromagnetische Wellen abstrahlenden Sensor wie
etwa einen Röntgensensor und/oder einen Mikrowellensensor und/oder einen Ultraschallsensor
aufweisen. Insbesondere kann bei der Erkennung eines Störkörpers eine ansteuerbare
Klappe am Gehäuse geöffnet werden, um den Störkörper aus dem Gehäuse zu entfernen.
[0013] Die Förderschnecke ist vorzugsweise nur an einem axialen Ende, an dem sie vom Fördermotor
angetrieben wird, am Gehäuse gelagert. Das andere, freie axiale Ende der Förderschnecke
ist frei von Lagermitteln. Dadurch wird der Materialtransport durch die Förderschnecke
nicht durch Lagermittel behindert. Alternativ kann die Förderschnecke auch an beiden
axialen Enden gelagert sein.
[0014] Bei einer bevorzugten Ausführungsform sitzt die Förderschnecke in einem Gehäuseschacht
des Gehäuses, dessen Querschnitt sich in Richtung vom Zerkleinerungswerkzeug weg vergrößert.
Alternativ oder zusätzlich kann auch der Radius der Förderschnecke vom dem Zerkleinerungswerkzeug
zugeordneten Ende weg größer werden. Der Querschnitt des Gehäuseschachts kann auch
an die Kontur der Förderschnecke angepasst sein. Durch geeignete Auswahl einer oder
mehrerer dieser Maßnahmen kann die Materialförderung an das zu zerkleinernde Material
angepasst werden.
[0015] Zum Einfüllen von Material ist im Gehäuseschacht eine Schachtöffnung vorgesehen,
die von einem Einfüllrohr umgeben sein kann. Das Einfüllrohr ist vorzugsweise vertikal
ausgerichtet. Das Einfüllrohr kann als Materialspeicher für das durch die Förderschnecke
zu transportierende Material dienen, um einen gleichmäßigen Materialtransport und
damit auch eine gleichmäßige Last des Fördermotors sicherzustellen.
[0016] Es ist ferner möglich, im Gehäuseschacht einen oder mehrere Wandvorsprünge vorzusehen,
an denen das transportierte Material während des Transports durch die Förderschnecke
vorzerkleinert wird.
[0017] Die Förderschnecke kann eine oder auch mehrere Wendeln aufweisen, die insbesondere
jeweils gleich ausgestaltet sind. Die Ganghöhe und/oder der Gangwinkel der Wendel
der Förderschnecke kann über die gesamte axiale Länge der Förderschnecke konstant
sein. In Abwandlung hierzu ist es auch möglich, die Ganghöhe und/oder den Gangwinkel
zu variieren. Insbesondere kann die Ganghöhe und/oder der Gangwinkel im Bereich des
dem Zerkleinerungswerkzeug zugeordneten Endes der Förderschnecke kleiner sein als
im übrigen Bereich der Förderschnecke. Dadurch wird im Endbereich zum Zerkleinerungswerkzeug
hin eine zunehmende Materialverdichtung erreicht.
[0018] Es ist auch möglich, eine Kante der Förderschnecke als scharfe Schneidkante auszugestalten.
[0019] Die wenigstens eine Wendel der Förderschnecke kann sich um einen entlang der Längsachse
der Förderschnecke erstreckenden Kern winden. Alternativ hierzu kann die Förderschnecke
auch kernlos ausgeführt sein, wobei die Wendel sich freitragend um die Längsachse
der Förderschnecke windet. Die Wendel windet sich in diesem Fall um einen Freiraum
im Bereich der Längsachse. Die kernlose Förderschnecke ist leichter. Sie ist beispielsweise
beim Zuführen von gröβeren, sperrigeren Materialteilen von Vorteil.
[0020] Die Zuführeinrichtung kann auch mehrere Förderschnecken aufweisen. Diese können miteinander
bewegungsgekoppelt sein, beispielsweise über ein Getriebe. Es ist jedoch auch möglich,
jeder Förderschnecke einen separat ansteuerbaren Fördermotor zuzuordnen. Zwei oder
mehr Förderschnecken können parallel nebeneinander angeordnet werden, um Material
in derselben Richtung zum Zerkleinerungswerkzeug zu fördern. Alternativ ist es auch
möglich, eine stufenweise Materialförderung über mehrere hintereinander geschaltete
Förderschnecken bis zum Zerkleinerungswerkzeug vorzusehen. Ferner kann es vorteilhaft
sein, die Förderschnecken in unterschiedlichen Gehäuseschächten anzuordnen, wobei
jeder Gehäuseschacht zum Zuführen von unterschiedlichen Materialien bzw. von unterschiedlich
großen Materialteilen vorgesehen ist.
[0021] Um Beschädigungen der Förderschnecke zu vermeiden, kann deren Außenfläche aus Stahl
bestehen, der vorzugsweise eine Härte von zumindest 30 HRC aufweist. Dabei kann die
Förderschnecke einen strahlummantelten Kern aufweisen oder alternativ vollständig
aus Stahl hergestellt sein.
[0022] Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den abhängigen Patentansprüchen
sowie der Beschreibung. Die Beschreibung beschränkt sich auf wesentliche Merkmale
der Erfindung sowie sonstiger Gegebenheiten. Die Zeichnung ist ergänzend heranzuziehen.
Es zeigen:
Figur 1 eine schematische Darstellung eines Ausführungsbeispiels einer Zerkleinerungsvorrichtung,
Figur 2 ein Blockschaltbild für die elektrische Ansteuerung des Fördermotors sowie
des Zerkleinerungsmotors,
Figur 3 eine weiteres Ausführungsbeispiel der Zerkleinerungsvorrichtung in schematischer
Seitenansicht.
Figur 4 ein abgewandeltes Ausführungsbeispiel der Zerkleinerungsvorrichtung mit zwei
parallel zueinander angeordneten Förderschnecken in schematischer Darstellung,
Figur 5 eine schematische Ansicht eines weiteren Ausführungsbeispiels der Zerkleinerungsvorrichtung
mit zwei Gehäuseschächten und jeweils einer Förderschnecke,
Figur 6 eine abgewandelte Ausgestaltung des Ausführungsbeispiels nach Figur 5 in schematischer
Seitenansicht,
Figuren 7 bis 11 verschiedene Ausgestaltungsmöglichkeiten der Förderschnecke,
Figur 12 ein weiteres Ausführungsbeispiel der Zerkleinerungsvorrichtung in schematischer
Seitenansicht mit einem Verdichtungsraum zwischen der Förderschnecke und dem Zerkleinerungswerkzeug,
Figur 13 das Ausführungsbeispiel der Zerkleinerungsvorrichtung aus Figur 12 in einer
schematischen Ansicht gemäß Schnittlinie B-B in Figur 12 und
Figur 14 das Ausführungsbeispiel der Zerkleinerungsvorrichtung aus Figuren 12 und
13 in einer teilgeschnittenen Ansicht gemäß Schnittlinie C-C in Figur 13.
[0023] In Figur 1 ist ein erstes Ausführungsbeispiel 20a einer Zerkleinerungsvorrichtung
20 schematisch veranschaulicht. In einem Gehäuse 21 ist ein antreibbares und insbesondere
rotierendes Zerkleinerungswerkzeug 22 gelagert. Das Zerkleinerungswerkzeug 22 ist
vorzugsweise in Form eines Rotors 23 realisiert, an dessen Mantelfläche zumindest
ein nach außen vorstehendes Schneidelement 24 befestigt ist. Der Rotor 23 rotiert
um seine Längsachse, die die Drehachse D bildet.
[0024] Das Schneidelement 24 arbeitet mit einer im Gehäuse 21 feststehend angeordneten Schneidkante
25 zusammen, an der das Schneidelement 24 bei der Drehung des Rotors 23 vorbeibewegt
wird. Die Schneidkante erstreckt sich geradlinig, beispielsweise horizontal. Das dem
Zerkleinerungswerkzeug zugeführte Material wird dabei zerkleinert. Unterhalb des Zerkleinerungswerkzeugs
22 kann ein Auffangbereich 26 für das zerkleinerte Material vorgesehen sein. Das Zerkleinerungswerkzeug
22 und beispielsgemäß der Rotor 23 wird mit Hilfe eines Zerkleinerungsmotors 27 angetrieben.
Der Zerkleinerungsmotor 27 ist beispielsgemäß als Drehstrommotor in Form eines Asynchronmotors
oder eines Synchronmotors ausgeführt.
[0025] Die Zerkleinerungsvorrichtung 20 verfügt ferner über eine Zuführeinrichtung 30, die
zum Zuführen von zu zerkleinerndem Material zum Zerkleinerungswerkzeug 22 dient. Die
Zuführeinrichtung 30 weist wenigstens eine von einem Fördermotor 31 angetriebene Förderschnecke
32 auf. Die Förderschnecke 32 ist in einem Gehäuseschacht 33 des Gehäuses 21 angeordnet.
Sie dient zum Befördern von Material, das dem Gehäuseschacht 33 über eine Schachtöffnung
34 zugeführt wird. Zu diesem Zweck kann ein Transportband 35 vorhanden sein, das an
der Schachtöffnung 34 endet und das Material dem Schacht 33 und somit der Förderschnecke
32 zuführt. Das Transportband 35 wird von einem Transportantrieb 36 angetrieben.
[0026] Beim bevorzugten Ausführungsbeispiel sind alle Antriebseinrichtungen durch Drehstrommotoren
gebildet. Eine Steuereinheit 40 steuert sowohl den Zerkleinerungsmotor 27, als auch
den Fördermotor 31. Beispielsgemäß wird auch der Transportantrieb 36 durch die Steuereinheit
40 gesteuert. Der Zerkleinerungsmotor 27 kann bei einem Ausführungsbeispiel über einen
Frequenzumrichter 41 betrieben werden. Er kann dann als Synchronmotor ausgeführt sein.
Der Frequenzumrichter 41 ist an die Netzspannung des Versorgungsnetzes 42 angeschlossen.
Er wandelt die Netzfrequenz f
1 in eine variable, durch die Steuereinheit 40 vorgebbare Betriebsfrequenz f
2 für den Zerkleinerungsmotor 27 um. Auf diese Weise kann die Drehzahl des Synchronmotors
über die Betriebsfrequenz f
2 eingestellt werden. Der Frequenzumrichter 41 kann an seinem Ausgang auch einen Strombegrenzer
39 aufweisen, um den dem Zerkleinerungsmotor 27 zur Verfügung gestellten Strom auf
einen maximalen Stromwert zu begrenzen.
[0027] Die Steuereinheit 40 erfasst eine Lastgröße L des Zerkleinerungsmotors 27. Die Lastgröße
L charakterisiert die am Zerkleinerungsmotor 27 anliegende Last, beispielsweise das
aktuell aufgebrachte Drehmoment. Als Lastgröße L kann beispielsweise der Motorstrom
erfasst werden. Ist der Zerkleinerungsmotor 27 als Asynchronmotor ausgeführt, kann
auch der Schlupf als Lastgröße L dienen. Dieser kann beispielsweise auf Basis der
Drehzahl des Zerkleinerungsmotors 27 und der Betriebsfrequenz f
2 bestimmt werden.
[0028] Die Lastgröße L kann auch eine mechanische Größe sein. Beispielsweise kann die auf
die Lager des Rotors 23 wirkende Kraft erfasst und als Lastgröße L dienen.
[0029] Die Steuereinheit 40 steuert den Fördermotor 31 und vorzugsweise auch den Transportmotor
36 abhängig von der Lastgröße L. Insbesondere wird die Drehzahl des Fördermotors 31
abhängig von der Lastgröße L so eingestellt, dass die Last am Zerkleinerungsmotor
27 in einem zulässigen Betriebsbereich liegt oder einem Lastsollwert entspricht. Zu
diesem Zweck kann ein Lastsollwert vorgegebenen werden und die Drehzahl des Fördermotors
31 derart variiert werden, dass die Lastgröße L auf den Lastsollwert geregelt wird.
Die Drehzahl des Födermotors 31 und/oder des Transportmotors 36 kann durch die Steuereinheit
40 beispielsweise mithilfe eines Frequenzumrichters eingestellt werden. Erhöht der
Fördermotor 31 seine Drehzahl, nimmt der durch die Förderschnecke 32 zum Zerkleinerungswerkzeug
22 transportierte Materialstrom zu. Die Förderschnecke 32 drückt das geförderte Material
gegen den Rotor 23, wodurch deren Last ansteigt. Umgekehrt, wenn die Drehzahl des
Fördermotors 31 reduziert wird, nimmt der geförderte Materialstrom ab und die Last
am Zerkleinerungswerkzeug 22 und mithin am Zerkleinerungsmotor 27 sinkt.
[0030] Es ist auch möglich, die Drehzahl der Fördermotors 31 so zu regeln, dass bei überschreiten
eines Maximalwerts der Lastgröße L eine Drehzahlreduzierung der Fördermotors 31 erfolgt.
Bei Unterschreiten eines Minimalwerts der Lastgröβe L wird die Drehzahl des Fördermotors
31 erhöht. Befindet sich die Lastgröße L im zulässigen Bereich zwischen Minimalwert
und Maximalwert wird die Drehzahl des Fördermotors 31 konstant gehalten.
[0031] Vorzugsweise wird die Förderschnecke 32 vom Fördermotor 31 kontinuierlich ohne Stillstand
angetrieben. Zwar wird die Drehzahl des Fördermotors 31 und der Förderschnecke 32
variiert, um die Last des Zerkleinerungsmotors 32 einzustellen, jedoch ist beispielsgemäß
kein intermittierender Betrieb der Förderschnecke 32 vorgesehen. Dadurch wird kontinuierlich
Material zum Zerkleinerungswerkzeug 22 befördert und der Durchsatz durch die Zerkleinerungsvorrichtung
20 gesteigert.
[0032] Wie dies bei der ersten Zerkleinerungsvorrichtung 20a in Figur 1 schematisch veranschaulicht
ist, kann der durch Fördermotor 31 und zugeordnete Förderschnecke 32 gebildete Schneckenförderer
entlang seiner Längsachse A verschiebbar im Gehäuseschacht 33 gelagert sein, wie dies
durch Doppelpfeil 43 veranschaulicht ist. Dadurch kann der Abstand x in Richtung des
Längsachse A zwischen dem den Zerkleinerungswerkzeug 22 zugeordneten Ende 44 der Förderschnecke
32 und dem Zerkleinerungswerkzeug 22 verändert werden. Dies ermöglicht zusätzlich
das Nachdrücken des transportierten Materials gegen das Zerkleinerungswerkzeug durch
axiale Verschiebung der Förderschnecke 32. Alternativ oder zusätzlich kann auch die
variable Einstellung der Neigung der Längsachse A der Förderschnecke 32 gegenüber
einer durch die Drehachse D verlaufenden Radialebene verändert werden (Doppelpfeil
45).
[0033] Beim ersten Ausführungsbeispiel 20a der Zerkleinerungsvorrichtung 20 weist die Förderschnecke
32 eine oder mehrere Wendeln auf, deren Radius sich entlang der Längsachse A nicht
ändert. Die Förderschnecke 32 hat somit eine zylindrische Kontur 48. In Abwandlung
hierzu kann sich die Förderschnecke 32 zu ihrem Ende 44 hin verjüngen. Sie kann dabei
eine kegelstumpfförmige Kontur 49 (Figuren 7, 8) oder auch eine sich nach Art eines
Hyperboloids verjüngende Kontur 50 aufweisen. Die Form des Gehäuseschachts 33 kann
an die Kontur der darin angeordneten Förderschnecke 32 angepasst sein. Bei den hier
beschriebenen bevorzugten Ausführungsbeispielen erweitert sich der Gehäuseschacht
33 vom Zerkleinerungswerkzeug 22 weg, wie dies beispielsweise in den Figuren 3 und
4 gezeigt ist. Vorzugsweise ist der Schachtquerschnitt zumindest im Bereich des Endes
44 der Förderschnecke 32 an deren Kontur 48, 49, 50 angepasst. Der Schachtquerschnitt
ist in diesem Abschnitt lediglich um ein vorgegebenes Spiel größer als die Kontur
der Förderschnecke 32. Die sich verjüngende Form des Gehäuseschachts 33 und/oder der
Förderschnecke 32 bewirkt eine zunehmende Materialverdichtung in Förderrichtung.
[0034] Bei einer bevorzugten Ausgestaltung ist die Förderschnecke 32 mit lediglich einer
Wendel 53 ausgeführt, die sich schraubenförmig um die Längsachse A windet. Die Wendel
53 kann aus Flachmaterial mit rechteckigem Querschnitt gebildet sein. Bei den Ausführungsbeispielen
gemäß der Figuren 3, 4 und 8 ist die Wendel sozusagen freitragend ausgestaltet und
windet sich um einen im Bereich der Längsachse A innen liegenden Freiraum 54. Dieser
Freiraum 54 ist bei einer Wendel 53 mit konstantem Wendelradius zylindrisch (Figuren
3, 4). Beim Ausführungsbeispiel nach Figur 8 mit sich konisch verjüngender Förderschnecke
32 ist der von der Wendel 53 umgebene Freiraum 54 kegelstumpfförmig.
[0035] Eine abgewandelte Form der Förderschnecke 32 mit einem geschlossenen Kern 55 im Innenbereich
der Wendel 53 um die Längsachse A ist in den Figuren 7 und 9 dargestellt. Der Kern
55 kann bei einer Wendel 53 mit konstantem Wendelradius zylindrisch ausgeführt sein,
wie dies in Figur 9 gezeigt ist. Auch das in Figur 8 dargestellte Ausführungsbeispiel
der Förderschnecke 32 könnte mit einem Kern 55 versehen werden, der dann eine kegelstumpfförmige
Kontur aufweisen würde.
[0036] Das in Figur 7 gezeigte Ausführungsbeispiel der Förderschnecke 32 kann durch Verbreiterung
der bandförmigen Wendel 53 radial nach innen aus dem Ausführungsbeispiel gemäß Figur
8 erhalten werden. Der Kern 55 wird dabei durch den radial inneren Teil der Wendel
53 selbst gebildet.
[0037] Anstelle des rechteckförmigen Querschnitts der Wendel 53 gemäß der Figuren 3, 4 und
8 können auch eine oder mehrere Kanten abgerundet sein. Es kann jedoch von Vorteil
sein, eine scharfe Schneidkante an der Wendel 53 zu belassen, um durch die Rotationsbewegung
der Förderschnecke 32 eine Vorzerkleinerung von sperrigen Materialteilen erreichen
oder verbessern zu können. An der Schneidkante können auch sägezahnartige Vertiefungen
ausgebildet sein.
[0038] Die Wendel 53 kann eine konstante Ganghöhe h und einen konstanten Gangwinkel α aufweisen.
Bei den Ausführungsbeispielen gemäß der Figuren 1, 3 bis 6 und 9 sind sowohl Ganghöhe
h als auch Gangwinkel α über die gesamte axiale Länge der Förderschnecke 32 konstant.
Es ist jedoch auch möglich, die Ganghöhe h und/oder den Gangwinkel α der Wendel 53
einer Förderschnecke 32 zu variieren, wie dies beispielsweise bei den Ausführungsformen
der Figuren 10 und 11 der Fall ist. Dabei nehmen sowohl die Ganghöhe h, als auch der
Gangwinkel α zum Ende 44 der Förderschnecke 32 hin ab. Die Verdichtung des Materialstroms
nimmt dadurch zum Ende 44 hin zu.
[0039] Zur Unterstützung der Materialzerkleinerung bzw. zur Vorzerkleinerung des Materials
während des Transports durch die Förderschnecke 32 können im Gehäuseschacht 32 benachbart
zur Förderschnecke 32 Wandvorsprünge 56 angeordnet sein, wie dies schematisch in Figur
1 gezeigt ist. Die Wandvorsprünge 56 können der Förderschnecke 52 zugeordnete Ecken
und/oder Kanten aufweisen, über die das Material beim Transport durch die Förderschnecke
32 aufgerissen und mithin vorzerkleinert wird. Die Wandvorsprünge 56 können im Gehäuseschacht
33 um die Längsachse A der Förderschnecke 32 herum verteilt angeordnet sein. Dabei
kann es ausreichen, lediglich einen Axialabschnitt des Gehäuseschachts 33 mit Wandvorsprüngen
56 zu versehen.
[0040] Figur 3 zeigt eine zweite Zerkleinerungsvorrichtung 20b. Im Unterschied zur ersten
Zerkleinerungsvorrichtung 20a ist anstelle eines Rotors 23 mit Schneidelementen 24
eine Rotorschere 57 als Zerkleinerungswerkzeug 23 vorgesehen. Die Rotorschere 57 weist
zwei parallel zueinander angeordnete Drehachsen D auf. Um jede Drehachse D ist eine
Mehrzahl von plattenförmigen Scherenkörpern 58 mit Abstand zueinander angeordnet.
Die um die eine Drehachse D angeordneten Scherenkörper 58 sind versetzt und in einem
Überlappungsbereich 59 zwischen den Drehachsen überlappend zu den Scherenkörpern 58
der jeweils anderen Drehachse D angeordnet. Die Scherenkörper 58 sind vorzugsweise
einstückig aus einem einheitlichen Material ausgeführt. An radial vorspringenden Nasen
der Scherenkörper 58 sind Schneidkanten gebildet. Alternativ hierzu können die plattenähnlichen
Scherenkörper 58 an ihrem Außenumfang jeweils mehrere Scheidelemente 24 aufweisen,
die lösbar am Scherenkörper befestigt und vorzugsweise angeschraubt sind.
[0041] Der Gehäuseschacht 33 erweitert sich von der Rotorschere 57 weg. Die im Gehäuseschacht
33 angeordnete Förderschraube 32 ist teilweise von einer Leitwand 60 umschlossen,
die im Wesentlich koaxial zur Längsachse A der Förderschraube 32 angeordnet ist. Die
Leitwand 60 befindet sich innerhalb des Gehäuseschachts 33. Sie umgibt die Förderschnecke
32 beispielsgemäß vollständig in axialer Richtung entlang der Längsachse A und in
Umfangsrichtung in etwa zur Hälfte. Die Längsachse A schneidet die Rotorschere 57
etwa im Zerkleinerungsbereich, in dem die Scheidelemente 24 der beiden der Scherenkörper
58 zur Zerkleinerung zusammenwirken, beispielsgemäß im Überlappungsbereich 59.
[0042] Die Längsachse A der Förderschnecke 32 ist bei den bevorzugten Ausführungsbeispielen
so ausgerichtet, dass sie den Rotationsbereich der Schneidelemente 24 des Zerkleinerungswerkzeugs
22 schneidet. Dies gilt vorzugsweise für alle Förderschnecken 32, wenn die Zuführeinrichtung
30 mehrere Förderschnecken 32 umfasst. Die Längsachse A der Förderschnecke 32 kann
vertikal ausgerichtet sein. Vorzugsweise ist die Längsachse A der Förderschnecke 32
im Bereich von etwa 15 Grad bis etwa 90 Grad gegenüber einer Horizontalebene geneigt.
Alternativ sind auch betragsmäßig kleinere Neigungswinkel oder eine horizontale Ausrichtung
der Längsachse A möglich.
[0043] Die Längsachse der Förderschnecke 32 schneidet den Rotationsbereich der Schneidelemente
24 und verläuft vorzugsweise mit Abstand zur Drehachse D versetzt. Insbesondere ist
die Längsachse A auf die Zerkleinerungsstelle ausgerichtet, in der die Schneidelemente
24 mit der gehäusefesten Schneidkante 25 bzw. den weiteren rotierenden Schneidelementen
24 zusammenwirken. Dies ist beim Einsatz einer Rotationsschere 57 im Überlappungsbereich
59 der Fall.
[0044] Bei der dritten Zerkleinerungsvorrichtung 20c nach Figur 4, sind zwei Förderschnecken
32 nebeneinander in einem gemeinsamen Gehäuseschacht 33 angeordnet. Wie beim Ausführungsbeispiel
nach Figur 3 kann auch hier jeder Förderschnecke 32 eine Leitwand 60 zugeordnet sein,
die in Figur 4 nicht näher dargestellt ist. Wie dies in Figur 4 dargestellt ist, winden
sich die beiden Wendeln 53 gegenläufig um ihre jeweilige Längsachse A. Während sich
die eine Wendel 53 rechtsherum um die Längsachse A windet, windet sich die Wendel
53 der jeweils anderen Förderschnecke 32 im entgegengesetzten Sinn linksherum. Alternativ
hierzu könnten auch gleichsinnig rechts/rechts oder links/links gewendelte Förderschnecken
32 vorgesehen werden. Die gleichsinnig gewendelten Förderschnecken 32 drehen sich
auch gleichsinnig, während gegensinnig gewendelte Förderschnecken 32 gegensinnig angetrieben
werden. Gemäß Figur 4 wird der gegensinnige Antrieb der gegensinnig gewendelten Förderschnecken
durch eine Stirnradgetriebestufe 62 mit einem Antriebszahnrad 63 und mehreren mit
dem Antriebszahnrad 63 kämmenden Abtriebszahnrädern 64 erreicht werden. Lediglich
das Antriebszahnrad 63 wird von einem gemeinsamen Fördermotor 31 angetrieben. Jede
Förderschnecke 32 ist drehfest mit einem Abtriebszahnrad 64 verbunden.
[0045] Der Abstand der beiden Längsachsen A der Förderschnecken 32 ist beispielsgemäß etwas
größer als der doppelte Radius der Wendel 53. Alternativ hierzu könnte der Abstand
auch geringer sein, so dass sich die beiden Wendeln überlappen bzw. mittig zwischen
ihren Längsachsen A ineinander greifen. Dies ist dann möglich, wenn beide Förderschnecken
32 mit der gleichen Drehzahl angetrieben werden, so dass im Eingriffsbereich der beiden
Förderschnecken 32 keine Kollisionen auftreten können.
[0046] Weist eine Zerkleinerungsvorrichtung 20 mehrere Förderschnecken 32 auf, so können
diese auch durch separate Fördermotoren 31 angetrieben werden, wie dies in Figur 2
dargestellt ist.
[0047] Bei einer abgewandelten Ausgestaltung der Zerkleinerungsvorrichtung 20 können auch
mehrere parallel nebeneinander angeordnete Rotoren 23 vorgesehen sein. Diese können
über ein Getriebe 61 bewegungsgekoppelt werden, so dass ein einziger Zerkleinerungsmotor
27 zum Betrieb der Rotoren 23 ausreicht. Alternativ kann jeder Rotor 23 auch durch
einen ihr zugeordneten separaten Zerkleinerungsmotor 27 angetrieben werden. Im Falle
von mehreren Zerkleinerungsmotoren 27 werden die Lastgrößen jedes Zerkleinerungsmotors
27 erfasst und deren Lasten im zulässigen Lastbereich gehalten oder auf einen Lastsollwert
geregelt.
[0048] Die Schneidelemente 24 können durch Kanten oder Leisten gebildet sein, die sich parallel
zur Drehachse D erstrecken. Alternativ ist auch möglich, dass sich die Schneidelemente
um die Drehachse D winden, wie dies in Figur 4 gezeigt ist. Dies hat den Vorteil,
dass ein Schneidelement 24 nicht über seine gesamte Länge gleichzeitig mit der gehäusefesten
Schneidkanten 25 in Schneidwirkung steht.
[0049] Bei dem in Figur 5 gezeigten vierten Ausführungsbeispiel 20d der Zerkleinerungsvorrichtung
20 sind im Gehäuse 21 mehrere beispielsgemäß zwei separate Gehäuseschächte 33 vorgesehen.
Jedem Gehäuseschacht 33 ist eine Förderschnecke 32 zugeordnet. Die vierte Zerkleinerungsvorrichtung
20d weist zwei Förderschnecken 32 auf, die unabhängig voneinander durch einen jeweils
zugeordneten Fördermotor 31 angetrieben werden können. Die Ganghöhe h und der Gangwinkel
α der einen Förderschnecke 32a sind kleiner als die Ganghöhe h und der Gangwinkel
α der jeweils anderen Förderschnecke 32b. Über die betreffenden Gehäuseschächte 33
kann beispielsweise unterschiedlich großes bzw. grobes Material der Zerkleinerungsvorrichtung
22 zugeführt werden.
[0050] Eine Abwandlung der vierten Zerkleinerungsvorrichtung 20d ist in Figur 6 dargestellt.
Dort bilden die beiden Förderschnecken 32a, 32b jeweils eine Transportstufe für zugeführtes
Material. Die eine Förderschnecke 32b transportiert das Material nicht direkt zum
Zerkleinerungswerkzeug 22, sondern zunächst in den Gehäuseschacht 33 der jeweils anderen
Förderschnecke 32a. Von dort wird das Material dann zum Zerkleinerungswerkzeug 22
weiter transportiert. Es ist jedoch auch hier möglich, über eine Gehäuseöffnung 34
Material direkt der dem Zerkleinerungswerkzeug 22 zugeordneten Förderschnecke 32a
zuzuführen.
[0051] In den Figuren 12 und 13 ist eine fünfte Ausführungsform 20e der Zerkleinerungsvorrichtung
20 dargestellt. Die fünfte Zerkleinerungsvorrichtung 20e weist mehrere und beispielsgemäß
zwei parallel zueinander angeordnete Förderschnecken 32 auf. Jeder Förderschnecke
32 ist ein separater Fördermotor 31 zugeordnet, wobei alternativ auch ein einziger
Fördermotor vorgesehen sein könnte, wie dies beispielsweise in Figur 4 gezeigt ist.
[0052] Die Förderschnecken 32 sind lediglich an ihrem dem Fördermotor 31 zugeordnetem Antriebsende
70 am Gehäuse 21 drehbar gelagert. Das entgegengesetzte, freie Ende 44 der Förderschnecke
32 ist ungelagert. Die Förderschnecke 32 erstreckt sich somit ausgehend von ihrem
Antriebsende 70 sozusagen freitragend in den Gehäuseschacht 33 hinein.
[0053] Der Gehäuseschacht 33, in dem die beiden Förderschnecken 32 angeordnet sind, hat
eine Höhe z, die abgesehen vom notwendigen Spiel zwischen der Innenwand des Gehäuses
21 und der Förderschnecke 32 dem Durchmesser der Förderschnecke entspricht. Die Höhe
z wird quer zur Längsachse A der Förderschnecken 32 und quer zur Drehachse D des Rotors
23 gemessen. Beim hier beschriebenen Ausführungsbeispiel verläuft die Höhe z in vertikaler
Richtung. Die beiden Längsachsen A der Förderschnecken 32 und die Drehachse D des
Rotors 23 liegen in einer gemeinsamen Ebene, die insbesondere horizontal verläuft.
In Abwandlung hierzu ist es auch möglich, dass die Längsachsen A der beiden Förderschnecken
32 gegenüber einer horizontalen Ebene geneigt verlaufen, beispielsweise um betragsmäßig
bis zu 20 Grad oder 30 Grad.
[0054] Der Gehäuseschacht 33 ist bei diesem Ausführungsbeispiel in drei Schachtabschnitte
unterteilt. Der erste Schachtabschnitt 71 befindet sich im Bereich der Schachtöffnung
34. Im ersten Schachtabschnitt 71 befindet sich das Antriebsende 70 der Förderschnecke
32. An den ersten Schachtabschnitt 71 schließt sich ein mittlerer, zweiter Schachtabschnitt
72 an. Dieser zweite Schachtabschnitt 72 ist vom Gehäuse 21 umgeben und liegt außerhalb
der Schachtöffnung 34. Der zweite Schachtabschnitt 72 erstreckt sich somit vom Rand
der Schachtöffnung 34 in Richtung der Längsachse A der Förderschnecke 32 bis zu ihrem
freien Ende 44. Zwischen diesem freien Ende 44 und dem Zerkleinerungswerkzeug 22 befindet
sich der dritte Schachtabschnitt 73, der einen Verdichtungsraum 74 bildet. Die Länge
x dieses Verdichtungsraums 74 entspricht dem Abstand vom freien Ende 44 der Förderschnecke
32 bis zum Zerkleinerungswerkzeug 22. Diese Länge x des Verdichtungsraums 74 ist größer
als seine Höhe z. Die Breite y des Verdichtungsraums 74 ist beim Ausführungsbeispiel
etwas größer als die Summe der Durchmesser der beiden im Gehäuseschacht 33 angeordneten
Förderschnecken 32. Die axiale Abmessung des das Zerkleinerungswerkzeug 22 bildenden
Rotors 23 entspricht in etwa der Breite y des Verdichtungsraums 74. Beiden Förderschnecken
32 ist somit ein gemeinsames Zerkleinerungswerkzeug 22 zugeordnet.
[0055] Den beiden Förderschnecken 32 ist jeweils eine Förderwanne 75 zugeordnet, der sich
entlang des ersten Schachtabschnitts 71 sowie des zweiten Schachtabschnitts 72 erstreckt.
Die Förderwanne 75 ist zur Schachtöffnung 34 hin offen. Ihr Wandverlauf ist an den
Durckmesser der Förderschnecke 32 angepasst, beispielsgemäß hat die Förderwanne 75
in etwa die Form der Mantelfläche eine halben Zylinders. Zwischen den beiden Förderschnecken
32 stoßen die Förderwannen 75 in etwa auf Höhe der Längsachsen A aneinander und bilden
dort eine gemeinsame Kante 76. Der Übersichtlichkeit halber ist die Förderschnecke
75 in Figur 12 lediglich gestrichelt dargestellt.
[0056] Der Verdichtungsraum 74 ist frei von Transport- und Zerkleinerungswerkzeugen. Die
den Verdichtungsraum 74 begrenzende Innenwand des Gehäuses 21 ist vorzugsweise frei
von in den Verdichtungsraum 74 hineinragenden Vorsprüngen. Beim Ausführungsbeispiel
sind die Abmessungen x, y, z des Verdichtungsraums 74 konstant. Alternativ hierzu
könnte sich der Verdichtungsraum 74 zum Zerkleinerungswerkzeug 23 hin auch in eine
oder mehrere Raumrichtungen verjüngen.
[0057] Im Verdichtungsraum 74 ist eine Sensoreinrichtung 77 vorgesehen, über die Störkörper
erkannt werden können. Die Sensoreinrichtung 77 strahlt hierfür elektromagnetische
Wellen in den Verdichtungsraum 74 ab und empfängt deren Reflexionen. Sender und Empfänger
der Sensoreinrichtung 77 können als gemeinsame Baueinheit oder alternativ auch getrennt
voneinander auf gegenüberliegenden Seiten des Verdichtungsraumes 74 angeordnet sein.
Die Sensoreinrichtung 77 übermittelt ein Sensorsignal S an eine Auswerteeinrichtung,
die beispielsweise in die Steuereinheit 40 für die Steuerung des Fördermotors 31 und/oder
des Zerkleinerungsmotors 27 vorgesehen ist.
[0058] Auf der Unterseite des Gehäuses 21 in vertikaler Richtung gesehen unterhalb des Verdichtungsraums
74 ist eine Klappe 78 vorgesehen. Die Klappe 78 kann zwischen einer den Verdichtungsraum
74 von außen her schließenden Schließstellung und einer den Verdichtungsraum 74 nach
außen öffnenden Offenstellung umgeschaltet werden. Die Offenstellung der Klappe 78
ist in Figur 12 gestrichelt veranschaulicht. Das Umschalten der Klappe 78 zwischen
der Offenstellung und der Schließstellung wird durch die Auswerteeinrichtung gesteuert,
die beim Ausführungsbeispiel von der Steuereinheit 40 gebildet ist. Ergibt die Auswertung
des Sensorsignals S, dass sich in dem von der Sensoreinrichtung 77 überwachten Bereich
oberhalb der Klappe 78 ein Störkörper im Verdichtungsraum 74 befindet, so wird die
Klappe 78 geöffnet und der Störkörper kann durch die von der Klappe 78 freigegebene
Gehäuseöffnung aus dem Verdichtungsraum 74 entfernt werden. Das Öffnen und Schließen
der Klappe kann durch einen geeigneten Antrieb erfolgen, beispielsweise mit Hilfe
von fluidisch und insbesondere hydraulisch betätigbaren Zylindern 69. Unterhalb der
Klappe 78 ist vorzugsweise ein Transportband 79 vorgesehen, das das vor der Zerkleinerung
aus dem Verdichtungsraum 74 entfernte Material abtransportiert. Das Transportband
79 kann zu diesem Zweck über die Steuereinrichtung 40 eingeschaltet werden, wenn die
Klappe 78 in die Offenstellung gebracht wird. Nach dem Schließen der Klappe 78 läuft
das Transportband 79 noch abhängig vom Transportweg eine vorgegebene Zeit lang nach
und wird dann durch die Steuereinheit 40 wieder abgeschaltet. Alternativ kann das
Transportband 79 auch kontinuierlich betrieben werden.
[0059] Im Anschuss an den Verdichtungsraum 74 ist im Gehäuse 21 der Zerkleinerungsbereich
80 vorgesehen. Im Zerkleinerungsbereich 80 ist das Zerkleinerungswerkzeug 22 und beispielsgemäß
der Rotor 23 angeordnet. Der Abschnitt des Gehäuses 21, der den Zerkleinerungsbereich
80 umgibt, weist bei der fünften Zerkleinerungsvorrichtung 20e ein Siebteil 81 auf.
Das Siebteil 81 ist vorzugsweise verschiebbar und/oder verschwenkbar gelagert, um
den Zugang zum Zerkleinerungsbereich 80 und insbesondere zum Zerkleinerungswerkzeug
22 zu ermöglichen. Das Siebteil 81 ist zumindest teilweise von einer gitterartigen
oder siebartigen Struktur 82 gebildet, die in Figur 12 schematisch durch die gekreuzte
Schraffur veranschaulicht ist. Die Siebstruktur 82 ist zumindest in dem Bereich des
Siebteils 81 vorgesehen, über den das vom Zerkleinerungswerkzeug 22 zerkleinerte Material
aus dem Gehäuse 21 abgeführt wird. Beispielsgemäß ist die Siebstruktur 82 im unteren
Abschnitt des Siebteils 81 vorgesehen. Das zerkleinerte Material fällt durch das Siebteil
82 nach unten aus dem Gehäuse 21 heraus auf ein Abfuhrband 83.
[0060] Nicht ausreichend zerkleinertes Material wird durch das Siebteil 81 im Gehäuse 21
zurückgehalten. Solche Materialteile können durch den Rotor 23 wieder in den Verdichtungsraum
74 zurücktransportiert werden, wie dies schematisch durch den Pfeil 83 in Figur 12
angedeutet ist.
[0061] Um die Schachtöffnung 34 herum ist ein Einfüllrohr 85 vorgesehen. Dieses Einfüllrohr
85 weist beim Ausführungsbeispiel einen rechteckförmigen Querschnitt auf. Das Einfüllrohr
85 erstreckt sich im Wesentlichen rechtwinkelig zur Längsachse A der Förderschnecken
32 von der Schachtöffnung 34 weg. Es begrenzt einen Einfüllraum 86. In diesem Einfüllraum
86 wird das zugeführte, zu zerkleinernde Material aufbewahrt, bis es durch eine der
Förderschnecken 32 weiter in den Verdichtungsraum 74 transportiert wird. Das Volumen
V1 des Einfüllraums 86 entspricht beim Ausführungsbeispiel in etwa dem Volumen V2
des Verdichtungsraums 24, kann alternativ jedoch auch größer gewählt werden. Das im
ersten und zweiten Schachtabschnitt 71, 72 um die Förderschnecken 32 herum verbleibende
Volumen V3 ist vorzugsweise ebenfalls in etwa so groß wie das Volumen V2 des Verdichtungsraums
74. Durch diese Bevorratung von Material im Gehäuse 21 wird ein kontinuierlicher Materialtransport
und eine gleichmäßige Last sowohl des Förderantriebs 31, als auch des Zerkleinerungsantriebs
27 erreicht.
[0062] Die Förderschnecke 32 ist bei allen Ausführungsformen zumindest an ihrer Außenfläche
aus einem hartem Werkstoff hergestellt, zum Beispiel mit einer Härte von vorzugsweise
mindestens 30 HRC. Als Werkstoff kann Stahl verwendet werden. Die Förderschnecke 32
kann vollständig aus dem harten Werkstoff gebildet sein oder lediglich eine harte
Außenschicht aufweisen.
[0063] Die beschriebenen Ausführungsbeispiele können kombiniert werden. Der in Figur 1 dargestellte
Antrieb kann bei allen Ausführungsbeispielen verwendet werden. Des weiteren können
die verschiedenen Formen der Förderschnecken nach den Figuren 7 bis 11 in allen Ausführungen
eingesetzt werden. Auch die im Zusammenhang mit den Figuren 12 bis 14 beschriebene
Förderwanne 75 oder die über die Sensoreinrichtung 77 gesteuerte Klappe 78 sind auch
bei den anderen Ausführungsformen realisierbar.
[0064] Eine Ausführungsform der Erfindung betrifft einer Zerkleinerungsvorrichtung 20 mit
einem Zerkleinerungswerkzeug 22 und einer Förderschnecke 32. Die Förderschnecke 32
wird von einem Fördermotor 31 angetrieben. Das Zerkleinerungswerkzeug 22 wird mit
Hilfe eines Zerkleinerungsmotors 27 bewegt. Beide Motoren 27, 31 sind vorzugsweise
als Drehstrommotoren ausgeführt. Sie werden durch eine Steuereinheit 40 angesteuert.
Die Steuereinheit 40 erfasst eine die Last und insbesondere das Drehmoment des Zerkleinerungsmotors
27 beschreibende Lastgröße L. Abhängig von dieser Lastgröße L wird der Betriebszustand
des Fördermotors 31 eingestellt. Insbesondere wird die Drehzahl des Fördermotors 31
verändert, um die Last des Zerkleinerungsmotors 27 zu erhöhen oder zu verringern.
Der Fördermotor 31 und insbesondere auch der Zerkleinerungsmotor 27 werden beim Betrieb
der Zerkleinerungsvorrichtung 20 kontinuierlich ohne Stillstandsphasen betrieben.
[0065] Eine Ausführungsform der Erfindung betrifft auch eine Zerkleinerungsvorrichtung,
bei der zwischen der Förderschnecke 32 bzw. den Förderschnecken 32 einerseits und
dem Zerkleinerungswerkzeug 22 andererseits ein werkzeugfreier Verdichtungsraum 74
vorhanden ist. Dessen Volumen V2 entspricht in etwa dem Volumen V3, das im Gehäuse
21 um die Förderschnecke 32 bzw. Förderschnecken 32 herum verbleibt. Dadurch ist ein
kontinuierlicher Materialtransport und eine gleichmäßige Last des Zerkleinerungswerkzeugs
22 und des Zerkleinerungsantriebs 27 erreicht. Insbesondere ist die Länge x des Verdichtungsraums
74 in Richtung der Längsachse A der Förderschnecke bzw. Förderschnecken 32 gemessen
größer als dessen rechtwinklig dazu und rechwinklig zur Drehachse D des Zerkleinerungswerkzeugs
22 gemessene Höhe z.
Bezugszeichenliste:
[0066]
- 20
- Zerkleinerungsvorrichtung
- 20a
- erste Zerkleinerungsvorrichtung
- 20b
- zweite Zerkleinerungsvorrichtung
- 20c
- dritte Zerkleinerungsvorrichtung
- 20d
- vierte Zerkleinerungsvorrichtung
- 20e
- fünfte Zerkleinerungsvorrichtung
- 21
- Gehäuse
- 22
- Zerkleinerungswerkzeug
- 23
- Rotor
- 24
- Schneidelement
- 25
- Schneidkante
- 26
- Auffangbereich
- 27
- Zerkleinerungsmotor
- 30
- Zuführeinrichtung
- 31
- Fördermotor
- 32
- Förderschnecke
- 32a
- Förderschnecke
- 32b
- Förderschnecke
- 33
- Gehäuseschacht
- 34
- Schachtöffnung
- 35
- Transportband
- 36
- Transportantrieb
- 39
- Strombegrenzer
- 40
- Steuereinheit
- 41
- Frequenzumrichter
- 42
- Versorgungsnetz
- 43
- Doppelpfeil
- 44
- Ende v. 32
- 45
- Doppelpfeil
- 48
- zylindrische Kontur
- 49
- kegelstumpfförmige Kontur
- 50
- hyperboloidförmige Kontur
- 53
- Wendel v. 32
- 54
- Freiraum
- 55
- Kern
- 56
- Wandvorsprung
- 57
- Rotorschere
- 58
- Scherenkörper
- 59
- Überlappungsbereich
- 60
- Leitwand
- 61
- Getriebe
- 62
- Stirnradgetriebestufe
- 63
- Antriebszahnrad
- 64
- Abtriebszahnrad
- 69
- Zylinder
- 70
- Antriebsende v. 32
- 71
- erster Schachtabschnitt
- 72
- zweiter Schachtabschnitt
- 73
- dritter Schachtabschnitt
- 74
- Verdichtungsraum
- 75
- Förderwanne
- 76
- Kante
- 77
- Sensoreinrichtung
- 78
- Klappe
- 79
- Transportband
- 80
- Zerkleinerungsbereich
- 81
- Siebteil
- 82
- Siebstruktur
- 85
- Einfüllrohr
- 86
- Einfüllraum
- A
- Längsachse
- α
- Gangwinkel
- D
- Drehachse
- f1
- Netzfrequenz
- f2
- Betriebsfrequenz
- h
- Ganghöge
- L
- Lastgröße
- S
- Sensorsignal
- V1
- Volumen v. 86
- V2
- Volumen v. 74
- V3
- Volumen verbleibend in 71, 72
- x
- Länge v. 74
- y
- Breite v. 74
- z
- Höhe v. 74
1. Zerkleinerungsvorrichtung
mit einem Gehäuse (21), in dem ein von einem Zerkleinerungsmotor (27) angetriebenes
Zerkleinerungswerkzeug (22) angeordnet ist,
mit einer Zuführeinrichtung (30) zum Zuführen von Material zum Zerkleinerungswerkzeug
(22), wobei die Zuführeinrichtung (30) eine von einem Fördermotor (31) antreibbare,
im Gehäuse (21) angeordnete Förderschnecke (32) aufweist,
mit einem zwischen Förderschnecke (32) und Zerkleinerungswerkzeug (22) vorgesehenen
Verdichtungsraum (74), dessen Länge (x) in Richtung der Längsachse (A) der Förderschnecke
(32) gemessen größer ist als seine quer dazu gemessene Höhe (z),
wobei der Verdichtungsraum (74) durch eine Sensoreinrichtung (77) überwacht wird.
2. Zerkleinerungsvorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
eine Steuereinheit (40) vorhanden ist, die den Fördermotor (31) abhängig von einer
die Last des Zerkleinerungsmotors (27) charakterisierenden Lastgröße (L) steuert.
3. Zerkleinerungsvorrichtung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinheit (40) sowohl der Fördermotor (31) als auch den Zerkleinerungsmotor
(27) steuert.
4. Zerkleinerungsvorrichtung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, dass die Zuführeinrichtung (30) ein durch die Steuereinheit (40) steuerbares Transportband
(35) umfasst.
5. Zerkleinerungsvorrichtung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, dass der Zerkleinerungsmotor (27) von einem Elektromotor gebildet ist und als Lastgröße
(L) der Motorstrom erfasst wird.
6. Zerkleinerungsvorrichtung nach Anspruch 2 und/oder Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, dass der Fördermotor (31) und/oder der Zerkleinerungsmotor (27) über einen Frequenzumformer
(41) betrieben wird.
7. Zerkleinerungsvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass das Zerkleinerungswerkzeug (22, 23) um eine Drehachse (D) rotiert.
8. Zerkleinerungsvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass die Drehachse (D) des Zerkleinerungswerkzeugs (22, 23) und/oder die Längsachse (A)
der Förderschnecke (32) horizontal angeordnet sind.
9. Zerkleinerungsvorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (21) eine Klappe (78) am Verdichtungsraum (74) aufweist.
10. Zerkleinerungsvorrichtung nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet, dass die Klappe (78) ansteuerbar ist und zwischen einer Offenstellung und einer Geschlossenstellung
umschaltbar ist.
11. Zerkleinerungsvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass die Förderschnecke (32) nur an einem axialen Ende (70) oder an beiden axialen Enden
gelagert ist.
12. Zerkleinerungsvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (21) ein Sieb (81, 82) aufweist, über das das vom Zerkeinerungswerkzeug
(22) zerkleinerte Material aus dem Gehäuse (21) abgeführt wird.
13. Zerkleinerungsvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass sich die Förderschnecke (32) zum Zerkleinerungswerkzeug (22) hin verjüngt.
14. Zerkleinerungsvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass die Förderschnecke (32) in einem Gehäuseschacht (33) angeordnet ist, der sich insbesondere
zum Zerkleinerungswerkzeug (22) hin verjüngt.
15. Zerkleinerungsvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass sich die Ganghöhe (h) und/oder der Gangwinkel (α) der Wendel (53) der Förderschnecke
(32) entlang der Längsachse (A) der Förderschnecke (32) ändert.
1. Crushing device
with a housing (21), in which a crushing tool (22) driven by a crushing motor (27)
is arranged,
with a feed device (30) for feeding material to the crushing tool (22), wherein the
feed device (30) has a worm conveyor (32), which can be driven by a transport motor
(31) and is arranged in the housing (21),
with a compacting chamber (74) provided between the worm conveyor (32) and the crushing
tool (22), the length (x) of which chamber measured in the direction of the longitudinal
axis (A) of the worm conveyor (32) is larger than its height (z) measured transversely
thereto,
wherein the compacting chamber (74) is monitored by a sensor device (77).
2. Crushing device according to claim 1, characterised in that a control unit (40) is provided, which controls the transport motor (31) in dependence
on a load magnitude (L) characterising the load of the crushing motor (27).
3. Crushing device according to claim 2, characterised in that the control unit (40) controls both the transport motor (31) and the crushing motor
(27).
4. Crushing device according to claim 2, characterised in that the feed device (30) comprises a transport belt (35), which can be controlled by
the control unit (40).
5. Crushing device according to claim 2, characterised in that the crushing motor (27) is formed by an electric motor and is captured as load magnitude
(L) of the motor current.
6. Crushing device according to claim 2 and/or claim 5, characterised in that the transport motor (31) and/or the crushing motor (27) is/are operated by means
of a frequency converter (41).
7. Crushing device according to claim 1 or 2, characterised in that the crushing tool (22, 23) rotates around a rotational axis (D).
8. Crushing device according to claim 1 or 2, characterised in that the rotational axis (D) of the crushing tool (22, 23) and/or the longitudinal axis
(A) of the worm conveyor (32) are arranged horizontally.
9. Crushing device according to claim 1, characterised in that the housing (21) has a flap (78) on the compacting chamber (74).
10. Crushing device according to claim 9, characterised in that the flap (78) can be actuated and shifted between an open position and a closed position.
11. Crushing device according to claim 1 or 2, characterised in that the worm conveyor (32) is mounted at only one axial end (70) or at both axial ends.
12. Crushing device according to claim 1 or 2, characterised in that the housing (21) has a screen (81, 82), through which the material crushed by the
crushing tool (22) is directed out of the housing (21).
13. Crushing device according to claim 1 or 2, characterised in that the worm conveyor (32) tapers towards the crushing tool (22).
14. Crushing device according to claim 1 or 2, characterised in that the worm conveyor (32) is arranged in a housing shaft (33), which tapers in particular
towards the crushing tool (22).
15. Crushing device according to claim 1 or 2, characterised in that the pitch (h) and/or the thread angle (α) of the helix (53) of the worm conveyor
(32) change/s along the longitudinal axis (A) of the worm conveyor (32).
1. Dispositif de broyage,
comprenant un carter (21) dans lequel est disposé un outil de broyage (22) entraîné
par un moteur de broyage (27),
comprenant un moyen d'amenée (30) pour amener une matière à l'outil de broyage (22),
le moyen d' amenée (30) comportant une vis de transport (32) disposée dans le carter
(21) et pouvant être entraînée par un moteur de transport (31),
comprenant une chambre de compression (74) qui est prévue entre la vis de transport
(32) et l'outil de broyage (22) et dont la longueur (x) mesurée dans la direction
de l'axe longitudinal (A) de la vis de transport (32) est plus grande que sa hauteur
(z) mesurée transversalement à cette direction,
la chambre de compression (74) étant surveillée par un moyen de détection (77).
2. Dispositif de broyage selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'une unité de commande (40) est prévue pour commander le moteur de transport (31) en
fonction d'une variable de charge (L) qui caractérise la charge du moteur de broyage
(27).
3. Dispositif de broyage selon la revendication 2, caractérisé en ce que l'unité de commande (40) commande aussi bien le moteur de transport (31) que le moteur
de broyage (27).
4. Dispositif de broyage selon la revendication 2, caractérisé en ce que le moyen d'amenée (30) comprend une bande transporteuse (35) commandable par l'unité
de commande (40).
5. Dispositif de broyage selon la revendication 2, caractérisé en ce que le moteur de broyage (27) est formé par un moteur électrique, et en ce que le courant de moteur est détecté en tant que variable de charge (L).
6. Dispositif de broyage selon la revendication 2 et/ou la revendication 5, caractérisé en ce que le moteur de transport (31) et/ou le moteur de broyage (27) sont alimentés par l'intermédiaire
d'un convertisseur de fréquence (41).
7. Dispositif de broyage selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que l'outil de broyage (22, 23) tourne autour d'un axe de rotation (D).
8. Dispositif de broyage selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que l'axe de rotation (D) de l'outil de broyage (22, 23) et/ou l'axe longitudinal (A)
de la vis de transport (32) sont disposés horizontalement.
9. Dispositif de broyage selon la revendication 1, caractérisé en ce que le carter (21) comporte un volet (78) au niveau de la chambre de compression (74).
10. Dispositif de broyage selon la revendication 9, caractérisé en ce que le volet (78) est commandable et commutable entre une position ouverte et une position
fermée.
11. Dispositif de broyage selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que la vis de transport (32) est montée seulement à une extrémité axiale (70) ou aux
deux extrémités axiales.
12. Dispositif de broyage selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le carter (21) présente un tamis (81, 82) à travers lequel la matière broyée par
l'outil de broyage (22) est évacuée du carter (21).
13. Dispositif de broyage selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que la vis de transport (32) se rétrécit dans la direction de l'outil de broyage (22).
14. Dispositif de broyage selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que la vis de transport (32) est disposée dans un puits de carter (33) qui se rétrécit
en particulier dans la direction de l'outil de broyage (22).
15. Dispositif de broyage selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que la hauteur de pas (h) et/ou l'angle de pas (α) de l'hélice (53) de la vis de transport
(32) varient le long de l'axe longitudinal (A) de la vis de transport (32).