| (19) |
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(11) |
EP 2 598 404 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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02.07.2014 Patentblatt 2014/27 |
| (22) |
Anmeldetag: 02.07.2011 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2011/003296 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2012/013285 (02.02.2012 Gazette 2012/05) |
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| (54) |
KUNSTSTOFFBEHÄLTER
PLASTIC CONTAINER
RÉCIPIENT EN PLASTIQUE
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
27.07.2010 DE 202010010711 U
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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05.06.2013 Patentblatt 2013/23 |
| (73) |
Patentinhaber: Pöppelmann Holding GmbH & Co. KG. |
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49393 Lohne (DE) |
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Erfinder: |
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- SCHICK, Werner
49434 Neuenkirchen (DE)
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| (74) |
Vertreter: Busse & Busse |
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PATENT- UND RECHTSANWÄLTE
Partnerschaft mbB
Grosshandelsring 6 49084 Osnabrück 49084 Osnabrück (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
WO-A1-87/01095 DE-U- 1 973 362 US-A1- 2004 035 867 US-A1- 2010 258 471
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DE-C1- 4 138 879 US-A- 4 143 805 US-A1- 2010 181 323 US-S1- D 630 091
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Kunststoffbehälter für insbesondere Lebensmittel,
mit einem einen inneren Aufnahmeraum für Lebensmittel oder anderes Gut ausbildenden
Unterteil, welches zumindest zwei über Kantenbereiche voneinander getrennte Seitenwände
aufweist, und mit einem der Abdeckung des Aufnahmeraums dienenden und an einem Rand
des Unterteils festlegbaren Deckel, der von einem eine Zugriffsecke ausbildenden äußeren
Kantenbereich des Kunststoffbehälters her von Hand von dem Kunststoffbehälter abzuziehen
ist.
[0002] Bekannte Kunststoffbehälter weisen oftmals eine bestimmte Ecke auf, von der ein Deckel
her abzuziehen ist. An dieser Ecke ist beispielsweise der Kunststoffbehälter an seinem
Deckel mit einer Grifffahne versehen, die ein einfaches Aufziehen des Deckels ermöglicht.
Oftmals ist auch ein Originalitätsverschluss an der die Zugriffsecke ausbildenden
Kante des Kunststoffbehälters angeordnet. Unter einer Kante bzw. einem Kantenbereich
ist hier ein Bereich zu verstehen, der als Eckbereich des Kunststoffbehälters erkennbar
ist. Dieser muss nicht notwendigerweise gebogen oder eckig/kantig im geometrischen
Sinne sein, sondern er kann auch anderweitig gekrümmt ausgebildet werden.
[0003] In der
US 2010/0181323 A1 ist ein Kunststoffbehälter für Nahrungsmittel offenbart, der zur Ausbildung einer
Zugriffsecke einen in diesem Bereich zurückspringenden Rand aufweist. Der in diesem
Bereich notwendige Öffnungsmechanismus ist allerdings vergleichsweise lang in radialer
Erstreckung und bedarf eines über den sonstigen Außenumfang des Behältnisses hinausstehenden
Bereiches.
[0004] Aus der
US 4,143,805 ist ebenfalls ein Behälter für Lebensmittel bekannt, der in gegenüberliegenden Ecken
einen vergleichsweise einfach aufgebauten Verschlussmechanismus aufweist. Ein nach
außen überstehender Teil des Deckels ist durch eine Ausnehmung des Randes des Unterteils
hindurchgesteckt. Zum Öffnen des Deckels muss der Deckel entweder vergleichsweise
stark in Richtung seines Innenraumes oder der Rand des Unterteils in entgegengesetzte
Richtung gedrückt werden, um den Deckel freizugeben.
[0005] Vor dem Hintergrund einer immer älter werdenden Gesellschaft ist es Aufgabe der vorliegenden
Erfindung, den eine Zugriffsecke ausbildenden Kantenbereich des Kunststoffbehälters
verbessert erkennbar zu gestalten und ein Abziehen des Deckels zu erleichtern.
[0006] Die Aufgabe wird gelöst durch einen Gegenstand gemäß Anspruch 1. Vorteilhafte Ausgestaltungen
sind den auf diese Ansprüche rückbezogenen Unteransprüchen sowie der nachfolgenden
Beschreibung zu entnehmen.
[0007] Der Kunststoffbehälter weist eine entlang des Randes verlaufende Umfangskontur auf,
die im Bereich des die Zugriffsecke ausbildenden Kantenbereiches gegenüber dem anderen
Kantenbereich nach innen hin zu einer vertikalen Mittelachse verlagert ist. Die Umfangskontur
ist demnach im Bereich der Ecke beispielsweise abgeflachter, wodurch die Strecke von
einer angrenzenden Seitenwand zur anderen angrenzenden Seitenwand im Bereich der Zugriffsecke
verlängert ist. Hierdurch wird eine optische Erkennbarkeit der Zugriffsecke bzw. desjenigen
Kantenbereichs erreicht, von dem der Deckel her aufzuziehen und zu greifen bzw. von
dem Unterteil zu trennen ist. Darüber hinaus kann der in der Ecke angeordnete Zugriff
auf den Deckel, z.B. eine am Deckelrand angeordnete Lasche oder Grifffahne größer
ausgebildet werden. Die Lasche oder Grifffahne kann einerseits entlang der Umfangsrichtung
im Bereich der Zugriffsecke länger ausgebildet werden, andererseits kann sie durch
das Zurückspringen der Ecke nach innen auch nach außen hin länger ausgebildet werden,
ohne das die maximale Erstreckung zwischen der Zugriffsecke und vertikalen Mittelachse
größer ist als die zwischen der Mittelachse und den anderen Kantenbereichen. Insbesondere
für ältere Menschen ist die Zugriffsecke leichter zu erkennen und verbessert zu handhaben.
Der Kunststoffbehälter für Lebensmittel oder anderes Gut ist schneller zu öffnen.
[0008] Erfindungsgemäß ist ein Kunststoffbehälter vorgesehen, bei dem die Außen- oder Umfangskonturen
des Deckels und des Unterteils im Bereich der Zugriffsecke unterschiedliche Krümmungen
aufweisen, dergestalt, dass eine am Deckel vorhandene Grifffahne einen zwischen Rändern
des Deckels und des Unterteils entstehenden Spalt zumindest teilweise überdeckt. Hierbei
wird die Außenkontur des Deckels insbesondere unter Vernachlässigung der Grifffahne
betrachtet. Durch Aufbrechen oder Lösen eines Originalitätsverschlusses wird dann
die Grifffahne freigegeben. Diese ist in einer Ebene zum Untergrund großflächiger
ausgebildet, da die Ecke des Deckels aufgrund der kleineren Krümmung stärker zurückspringt
als die Ecke des Unterteils im Bereich der entsprechend weiter außen (bezüglich einer
vertikalen Mittelachse des Behälters) angeordneten Originalität. Dies ist unabhängig
davon, dass etwaige innere Dichtränder des Unterteils mit dem Deckel dichtend zusammen
wirken. Etwaige Kanten eines Deckels im Bereich der Zugriffsecke werden von einer
direkt aus der Kante abstehenden Grifffahne weniger scharf ausgebildet. Der Deckel
kann aufgrund der größeren Grifffahne besser gegriffen werden.
[0009] Die Umfangskontur stellt einen Schnitt entlang des bzw. vorzugsweise parallel zum
Rand dar, wobei es sich insbesondere um einen (horizontalen) Querschnitt parallel
zu einem Untergrund handelt, auf dem der Kunststoffbehälter aufgestellt ist.
[0010] Die Aufgabe wird des Weiteren gelöst durch einen Kunststoffbehälter, der im Bereich
der Zugriffsecke eine Umfangskontur mit einer mittleren Krümmung aufweist, die kleiner
ist als eine Krümmung des anderen, nicht eine Zugriffsecke ausbildenden Kantenbereiches.
Hierbei ist unter einer mittleren Krümmung (Richtungsänderung pro Längeneinheit) das
arithmetische Mittel der einzelnen Krümmungen der Umfangskontur im Bereich der Zugriffsecke
bzw. des anderen Kantenbereiches zu verstehen. Erfindungsgemäß kann der die Zugriffsecke
ausbildende Kantenbereich ebenfalls verbreitert, jedoch zusätzlich auch nach außen,
weg von der Mittelachse verlagert sein. Entsprechend kommen die vorbeschriebenen Vorteile
insbesondere hinsichtlich Erkennbarkeit der Zugriffsecke und Abziehbarkeit des Deckels
auch dieser erfindungsgemäßen Ausführungsform zu. Ebenfalls kann das Verhältnis der
mittleren Krümmungen zueinander auch für nach innen verlagerte Zugriffsecken gelten.
[0011] Die Seitenwände des Kunststoffbehälters können eine offene Struktur aufweisen, sind
jedoch vorzugsweise geschlossen ausgebildet, so dass auch Flüssigkeiten oder fließfähige
Lebensmittel im Behälter untergebracht werden können. Die Seitenwände des Kunststoffbehälters
sind darüber hinaus nicht notwendigerweise als überwiegend oder vollständig plane
Flächen ausgebildet, sondern können ebenfalls beispielsweise in einem Querschnitt
geschwungene Strukturen aufweisen oder mit Krümmungen versehen sein. Vorzugsweise
weist der erfindungsgemäße Kunststoffbehälter vier Wände auf und demzufolge vier Kantenbereiche,
von denen zumindest einer eine Zugriffsecke ausbildet.
[0012] In einer solchen Zugriffsecke ist vorzugsweise ein Originalitätsverschluss angeordnet,
der aufgrund des optischen Hinweises leichter gefunden werden kann. Durch die erfindungsgemäße
Verbreitung des Kantenbereiches kann der Originalitätsverschluss größer ausgebildet
werden. Beispielsweise kann der Originalitätsverschluss eine Lasche aufweisen, durch
deren Ablösen ein bei der Erfindung dann größerer Zugriffsbereich auf den Deckel freigeben
werden kann. Der Deckel ist demzufolge leichter abzuziehen.
[0013] Vorzugsweise weichen die mittleren Krümmungen der zueinander ins Verhältnis zu setzenden
Kantenbereiche um mindestens 10% voneinander ab, um eine optische Erkennbarkeit des
insbesondere mit einem Originalitätsverschluss versehenen Kantenbereiches zu gewährleisten.
Aus der Gruppe der möglichen Krümmungsradien wurden insbesondere diejenigen als sichere
Mittel zur optischen Erkennbarkeit der Zugriffsecke ausgewählt, bei denen das Verhältnis
K2 zu K1 (mittlere Krümmung der Umfangskontur im Bereich des anderen Kantenbereichs
zu mittlerer Krümmung der Umfangskontur im Bereich der Zugriffsecke) zwischen1,5 und
10, bevorzugt zwischen 1,5 und 2,5 und insbesondere 1,8 beträgt. Hierdurch wird eine
optische Erkennbarkeit gewährleistet, die gleichzeitig noch allgemeinen Designanforderungen
genügt. Insbesondere bei einem Verhältnis von 1,8 ist bei üblichen Seitenwandbreiten
von rechteckigen Kunststoffbehältern zwischen 5 cm und 40 cm eine gute Erkennbarkeit
der Zugriffsecke gewährleistet sowie ein allgemein als angenehm empfundenes Aussehen
gegeben.
[0014] Während die Kantenbereiche auch gerade Abschnitte aufweisen können, kann insbesondere
ein kreisbogenförmig ausgebildeter Kantenbereich als Zugriffsecke vorgesehen sein.
Ebenfalls können der nicht die Zugriffsecke ausbildende Kantenbereich bzw. die weiteren
ggf. vorhandenen Zugriffsecken ebenfalls eine kreisbogenförmige Umfangskontur aufweisen.
[0015] Vorteilhafterweise entspricht eine Kontur des Deckels der Umfangskontur (in der Draufsicht),
um die Erkennbarkeit der Zugriffsecke auch bei Ansichten von oben zu verbessern.
[0016] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung kann die Zugriffsecke
durch ein flaches oder ebenes, d.h. mit einer Krümmung von Null versehenes Teilstück
versehen sein. Bei einem flachen Übergang zwischen Seitenwänden ist die Zugriffsecke
entsprechend breit und gut erkennbar insbesondere gegenüber anderen gerundeten Ecken
abgesetzt.
[0017] Die optische Erkennbarkeit der Zugriffsecke und die Handhabbarkeit eines erfindungsgemäßen
Gegenstands kann des Weiteren über zumindest eine an die Zugriffsecke angrenzende
Seitenwand verbessert werden, bei der ein abgesetzter Griffbereich vorhanden ist.
Dieser kann beispielsweise über versetzte Teilbereiche oder eine andere Oberflächenstruktur
ausgebildet sein. Sofern vorzugsweise beide an die Zugriffsecke angrenzenden Seitenwände
einen Griffbereich aufweisen, kann ein erfindungsgemäßer Kunststoffbehälter mit einer
Hand auf einfache Weise gehalten werden, während die andere Hand den Deckel an der
Zugriffsecke hochzieht und von dort her vom Unterteil trennt. Das Öffnen des Behälters
ist somit leichter möglich.
[0018] In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist der Behälter wenigstens an zwei
gegenüberliegenden Ecken jeweils mit einem Originalitätsverschluss versehen. Der erfindungsgemäße
Behälter weist dann zwei Zugriffsecken auf und kann von zwei Seiten her geöffnet werden.
[0019] Insbesondere weist der Deckel eine umlaufende Erhebung auf, die der Umfangskontur
des erfindungsgemäßen Behälters folgt. Durch eine solche Erhebung, die innenseitig
des Deckels mit einer entsprechenden Aufnahme einhergehen kann, in die ein Rand des
Unterteils eingreifen kann, wird die optische Erkennbarkeit weiter verbessert. Darüber
hinaus kann der Deckel eine Originalitätslasche oder -fahne aufweisen, die einen Zugriff
auf den Aufnahmeraum des Kunststoffbehälters im Bereich der Zugriffsecke verbessert.
[0020] Weitere Vorteile und Einzelheiten der Erfindung lassen sich der nachfolgenden Figurenbeschreibung
entnehmen. In den schematischen Abbildungen der Figuren zeigt:
- Fig. 1
- eine perspektivische Ansicht eines erfindungsgemäßen Gegenstands,
- Fig. 2
- den Gegenstand nach Fig. 1 in einer Draufsicht,
- Fig. 3
- einen weiteren erfinderischen Gegenstand in einer Draufsicht,
- Fig. 4
- eine Darstellung einer Umfangskontur eines weiteren erfindungsgemäßen Gegenstands,
- Fig. 5
- eine Umfangskontur eines weiteren erfindungsgemäßen Gegenstands.
[0021] Gleich oder ähnlich wirkende Teile sind -sofern dienlich- mit identischen Bezugsziffern
versehen. Einzelne technische Merkmale der nachfolgend beschriebenen Ausführungsbeispiele
können auch mit den Merkmalen der vorbeschriebenen Ausführungsbeispiele zu erfindungsgemäßen
Weiterbildungen führen.
[0022] Ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Kunststoffbehälters gemäß Fig. 1
weist ein Unterteil 1 auf, welches über Kantenbereiche 2 voneinander getrennte Seitenwände
3 umfasst. Zwei der Kantenbereiche 2 sind der Deutlichkeit halber in der Fig. 1 durch
gestrichelte Linien 4 abgegrenzt dargestellt. Zwischen den Seitenwänden 3 und den
Kantenbereichen 2 ist ein Aufnahmeraum ausgebildet, der von einem Deckel 6 abgedeckt
ist. Der Deckel 6 ist an einem nicht erkennbaren Rand des Unterteils 1 festgelegt,
der teilweise innerhalb einer Erhebung 7 verläuft. Zusätzlich verläuft entlang des
oberen Randes des Unterteils 1 ein insbesondere der Stabilisierung des Behälters dienender,
nach außen versetzter und über Stützrippen gehaltener Stütz- oder Zusatzrand 8. In
diesen ist im Bereich eines eine Zugriffsecke 9 ausbildenden Kantenbereiches 2 ein
Originalitätsverschluss 11 integriert. Eine in den Stützrand 8 integrierte Lasche
12 ist Teil des Originalitätsverschlusses. Die Betätigung der Lasche 12 erfolgt vorzugsweise
über eine teilweise vom Rand der Lasche abstehende Fahne 13. Abklappen der Lasche
12 gibt einen Zugriff auf eine Unterseite des Deckels 6 frei. Von hier aus kann der
ansonsten ohne eine manuell fassbare Kante im Stützrand integrierte Deckel 6 gegriffen
und vom Unterteil 1 abgezogen werden.
[0023] Sowohl in Fig. 1 wie auch in der Draufsicht der Fig. 2 ist offenbart, dass im Bereich
die Zugriffsecke 9 entlang einer durch einen horizontalen Querschnitt gebildeten Umfangskontur
gegenüber den anderen Kantenbereichen 2 nach innen hin zu einer Längsmittelachse 14
verlagert ist. Die in der Fig. 2 sichtbaren Konturen folgen im Wesentlichen der Umfangskontur,
die im oberen Bereich des Unterteils 1 parallel zu dessen oberer Kante verläuft. Die
Kantenbereiche 2 sind kreisbogenförmig ausgebildet, was sich auch in der Kontur des
Deckels 6 widerspiegelt.
[0024] In der Ausführungsform gemäß Fig. 3 weist ein erfindungsgemäßer Kunststoffbehälter
zwei Zugriffsecken 9 auf, die gegenüber den anderen Kantenbereichen 2 mit einer Originalitätslasche
versehen sind. Deutlich zu erkennen ist, dass im Bereich der Zugriffsecke der Kantenbereich
länger ausgebildet ist, so dass eine in den Zugriffsecken anzuordnende Lasche größer
ausgebildet werden kann. Darüber hinaus weist der Deckel Grifffahnen 16 zum besseren
Erfassen des Deckels 6 nach Öffnen des Originalitätsverschlusses auf. Die nach außen
hin ebenfalls gerundeten Grifffahnen sind im Vergleich zum Stand der Technik vergrößert
ausgebildet, da die Krümmung im Bereich der Zugriffsecke entlang einer Umfangskontur
des Deckels (bei Vernachlässigung der Grifffahne 16) geringer ist als die entsprechende
äußere Umfangskontur des Unterteils 1. Der Außenrand des Deckels 6 ist stärker zum
Inneren hin eingezogen als der des Unterteils 1. Die Grifffahne überdeckt zumindest
teilweise einen zwischen Rändern des Deckels (6) und des Unterteils 1 entstehenden
Spalt. Obgleich es auch sinnvoll sein kann, die Kantenbereiche in der Draufsicht oder
entlang einer Kontur abschnittsweise geradeaus zu bilden, sind insbesondere die gezeigten
mit Kreisbogenabschnitten versehenen Konturen vorteilhaft, da sie optisch gefällig
und von der Handhabung her angenehm sind. Der Deckel lässt sich gut abziehen.
[0025] Das Verhältnis der Krümmungen des in der Figur rechten oberen Kantenbereichs zu dem
in der Figur rechten unteren Kantenbereich liegt bei 1,8.
[0026] In den Fig. 4 und 5 sind Umfangskonturen 15 dargestellt, die sich entlang eines Schnitts
knapp unterhalb des Stützrandes des zugehörigen erfindungsgemäßen Kunststoffbehälters
ergeben. Während sich in der Fig. 4 die Krümmungsradien vergleichsweise geringfügig
unterscheiden und das Verhältnis der Krümmung K2 der rechten oberen Ecke zur Krümmung
K1 der rechten unteren Ecke 1,1 beträgt, liegt das Verhältnis der Krümmung K2 der
rechten oberen Ecke bzw. des rechten oberen Kantenbereichs zur Krümmung K1 rechten
unteren Kantenbereich in der Fig. 5 bei 7,3. Die dort anbringbare Originalität kann
entsprechend groß ausgebildet werden. Die Pfeile K1 und K2 dienen der Veranschaulichung
der entlang der Kantenbereich 2 sich ändernden Krümmungen.
1. Kunststoffbehälter für vorzugsweise Lebensmittel, mit einem einen inneren Aufnahmeraum
für Lebensmittel oder anderes Gut ausbildenden Unterteil (1), welches zumindest zwei
über Kantenbereiche (2) voneinander getrennte Seitenwände (3) aufweist, und mit einem
der Abdeckung des Aufnahmeraums dienenden und an einem Rand des Unterteils (1) festlegbaren
Deckel (6), der eine Grifffahne (16) an einer Zugriffsecke (9) auf-weist und von einem
die Zugriffsecke (9) ausbildenden äußeren Kantenbereich (2) des Kunststoffbehälters
her von Hand von dem Kunststoffbehälter abzuziehen ist, wobei eine entlang des Randes
verlaufende Umfangskontur (15) des Kunststoffbehälters im Bereich des die Zugriffsecke
(9) ausbildenden Kantenbereiches (2) gegenüber dem anderen Kantenbereich (2) nach
innen verlagert ist, dadurch gekennzeichnet, dass Deckel (6) und Unterteil (1) im Bereich der Zugriffsecke (9) unterschiedliche Krümmungen
ihrer Umfangskonturen aufweisen, dergestalt, dass die Grifffahne (16) einen zwischen
Rändern des Deckels (6) und des Unterteils entstehenden Spalt zumindest teilweise
überdeckt.
2. Kunststoffbehälter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine mittlere Krümmung K1 einer (der) entlang des Randes verlaufenden Umfangskontur
(15) im Bereich des eine (die) Zugriffsecke (9) ausbildenden Kantenbereiches (2) kleiner
ist als eine mittlere Krümmung K2 des anderen Kantenbereiches (2).
3. Kunststoffbehälter nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Verhältnis K2/K1 zwischen 1,1 und 10, vorzugsweise zwischen 1,1 und 5 liegt.
4. Kunststoffbehälter nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Verhältnis K2/K1 zwischen 1,5 und 2,5 liegt und insbesondere 1,8 beträgt.
5. Kunststoffbehälter nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Originalitätsverschluss (11) an der Zugriffsecke angeordnet ist.
6. Kunststoffbehälter nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Umfangskontur (15) im Bereich der Zugriffsecke (9) und/oder des anderen Kantenbereiches
(2) (jeweils) einen Kreisbogen ausbildet.
7. Kunststoffbehälter nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Deckel (6) in der Draufsicht eine Kontur aufweist, die der Umfangskontur (15)
zumindest im Wesentlichen entspricht.
8. Kunststoffbehälter nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Zugriffsecke (9) einen teilweise flachen Übergang zwischen Seitenwänden (3) ausbildet.
9. Kunststoffbehälter nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine an die Zugriffsecke (9) angrenzende Seitenwand (3) einen abgesetzten
Griffbereich aufweist.
10. Kunststoffbehälter nach einem der vorherigen Ansprüche mit zumindest vier Ecken, dadurch gekennzeichnet, dass der Kunststoffbehälter wenigstens zwei an zwei einander gegenüberliegenden Zugriffsecken
(9) angeordnete Originalitätsverschlüsse (12) aufweist.
1. Plastics container, preferably for food, comprising a lower part (1) which forms an
internal receiving space for food or other goods and has at least two side walls (3)
that are separated from one another by edge regions (2), and comprising a lid (6)
which covers the receiving space, can be fixed on a rimof the lower part (1), has
a grip lug (16) on one access corner (9) and can be manually pulled off the plastics
container from an outer edge region (2) of the plastics container that forms the access
corner (9), a peripheral contour (15), extending along the rim, of the plastics containerbeing
inwardly offset with respect to the other edge region (2) in the region of the edge
region (2) which forms the access corner (9), characterised in that the peripheral contours of the lid (6) and the lower part (1) have different curvatures,
such that the grip lug (16) covers at least part of a gap which is created between
the rim of the lid (6) and therim of the lower part.
2. Plastics container according to claim 1, characterised in that a mean curvature K1 of a (the) peripheral contour (15) extending along the rim is
smaller in the region of the edge region (2) which forms a (the) access corner (9)
than a mean curvature K2 of the other edge region (2).
3. Plastics container according to claim 2, characterised in that the ratio of K2:K1 is between 1.1 and 10, preferably between 1.1 and 5.
4. Plastics container according to claim 3, characterised in that the ratio of K2:K1 is between 1.5 and 2.5, in particular 1.8.
5. Plastics container according to any of the preceding claims, characterised in that a tamper-evident closure (11) is arranged on the access corner.
6. Plastics container according to any of the preceding claims, characterised in that the peripheral contour (15) (in each case) forms an arc in the region of the access
corner (9) and/or of the other edge region (2).
7. Plastics container according to any of the preceding claims, characterised in that, in plan view, the lid (6) has a contour which at least substantially corresponds
to the peripheral contour (15).
8. Plastics container according to any of the preceding claims, characterised in that the access corner (9) forms a partially planar transition between the side walls
(3).
9. Plastics container according to any of the preceding claims, characterised in that at least one side wall (3) abutting the access corner (9) has an offset gripping
region.
10. Plastics container according to any of the preceding claims, comprising at least four
corners, characterised in that the plastics container has at least two tamper-evident closures (12) arranged at
two opposite access corners (9).
1. Récipient en plastique, de préférence pour des aliments, comprenant une partie inférieure
(1) constituant un espace de réception interne pour des aliments ou d'autres produits,
laquelle partie inférieure présente au moins deux parois latérales (3) séparées l'une
de l'autre par des zones d'arête (2), et comprenant un couvercle (6) servant à recouvrir
l'espace de réception et pouvant être fixé sur un bord de la partie inférieure (1),
lequel couvercle comprend une languette de préhension (16) sur un coin de préhension
(9) et peut être retiré à la main du récipient en plastique par une zone d'arête (2)
extérieure du récipient en plastique formant le coin de préhension (9), un contour
périphérique (15), s'étendant le long du bord, du récipient en plastique dans la région
de la zone d'arête (2) formant le coin de préhension (9) étant décalé vers l'intérieur
par rapport à l'autre zone d'arête (2), caractérisé en ce que les contours périphériques du couvercle (6) et de la partie inférieure (1) présentent
différentes courbures dans la zone du coin de préhension (9), de telle manière que
la languette de préhension (16) recouvre au moins en partie un espace ainsi produit
entre les bords du couvercle (6) et la partie inférieure.
2. Récipient en matière plastique selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'une courbure centrale K1 d'un (du) contour périphérique (15) s'étendant le long du
bord, dans la région de la zone d'arête (2) formant un (le) coin de préhension (9),
est plus petite qu'une courbure centrale K2 de l'autre zone d'arête (2).
3. Récipient en matière plastique selon la revendication 2, caractérisé en ce que le rapport K2/K1 est compris entre 1,1 et 10, de préférence entre 1,1 et 5.
4. Récipient en matière plastique selon la revendication 3, caractérisé en ce que le rapport K2/K1 est compris entre 1,5 et 2,5 et atteint en particulier 1,8.
5. Récipient en matière plastique selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce qu'une fermeture inviolable (1) est disposée sur le coin de préhension.
6. Récipient en matière plastique selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que le contour circonférentiel (15) dans la région du coin de préhension (9) et/ou de
l'autre zone d'arête (2) forme (respectivement) un arc de cercle.
7. Récipient en matière plastique selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que le couvercle (6) présente en vue en élévation un contour, lequel correspond au moins
sensiblement au contour circonférentiel (15).
8. Récipient en matière plastique selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que le coin de préhension (9) forme une transition en partie plate entre les parois latérales
(3).
9. Récipient en matière plastique selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce qu'au moins une paroi latérale (3) adjacente au coin de préhension (9) présente une zone
de saisie étagée.
10. Récipient en matière plastique selon l'une quelconque des revendications précédentes
présentant au moins quatre coins, caractérisé en ce que le récipient en matière plastique comprend au moins deux fermetures inviolables (12)
disposées sur deux coins de préhension (9) opposés l'un à l'autre.
IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
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